2006/0202
Beauftragung des Zentrum für integrierte Verkehrssysteme (ZIV) mit der Weiterführung der Untersuchung zur Qualitätssicherung an Lichtsignalanlagen und Ausgaben in Höhe von 110.000,-- Euro bei der HHSt. 02.6300 001 960 009 'Optimierung und Qualitätssicherung an Lichtsignalanlagen'
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2006/0202
17433 Zeichen
Wissenschaftsstadt
Darmstadt
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
23.03.2006
an den Magistrat Beteiligt vor Dezernat VI
Amt: Straßenverkehrsamt
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Magistrats-
beschlussfassung:
Dezernat II
Dezernat III
Dezernat VI
Vorlage-Nr. 2006/0202
Magistratsbeschluss-Nr.
an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Internet ja nein
Tagesordnung I II
Verteiler:
OBW bei abschl.
Beschlussfassung
Magistrat
Betreff: Beauftragung des Zentrum für integrierte Verkehr ssysteme (ZIV) mit der
Weiterführung der Untersuchung zur Qualitätssicherung an Lichtsignalanlagen
und Ausgaben in Höhe von 110.000,-- Euro bei der HHSt. 02.6300 001 960 009
"Optimierung und Qualitätssicherung an Lichtsignalanlagen"
Vorlage vom: 10.03.2006
Beschlussvorschlag:
1. Der Beauftragung des ZIV mit der Weiterführung der Untersuchung zur Optimierung und
Qualitätssicherung an Lichtsignalanlagen wird zugestimmt.
2. Im 1. Nachtrag 2006 werden auf der HHSt. 02.6300 001 960 009 VKZ „Optimierung und
Qualitätssicherung an Lichtsignalanlagen“ Mittel in Höhe von 110.000,-- Euro
bereitgestellt.
Die Mehrausgabe wird durch Einsparungen beim HH-Ansatz 2006 bei der HHSt.
02.6600 001 960 043 „B 42 – Nordumgehung“ gedeckt.
Anlagen:
Beschluss des Magistrats vom
2
...
Begründungsseite zur Magistratsvorlage vom 10.03.2006
Begründung:
Die Stadt Darmstadt hat eine große Bedeutung als Quelle und Ziel überregionaler, regionaler
und lokaler Verkehrsströme. Kennzeichnend für das Verkehrsgeschehen in der Stadt
Darmstadt ist daher eine relativ hohe Belastung mit Zielverkehr und Quell-verkehr auf dem
Hauptverkehrsstraßennetz. Darüber hinaus existiert in der Stadt Darmstadt ein relativ dichtes
Netz des Öffentlichen Personennahverkehrs. Daraus resultieren erhöhte Anforderungen an
eine optimierte Steuerung der in der Zuständig-keit der Stadt Darmstadt befindlichen 115
Lichtsignalanlagen an Knotenpunkten sowie 48 Fußgängerschutzanlagen.
Zur Bewältigung der Steuerungsaufgabe bedient sich die Stadt Darmstadt einer hierarchisch
gegliederten Systemarchitektur. Kennzeichen der Lichtsignalsteuerung sind das
Vorhandensein mehrerer zeitplanabhängig geschalteten Signalprogramme mit
verkehrsabhängigen Funktionen und eine alle wichtigen Verbindungen weitgehend
abdeckende streckenbezogene Koordinierung. Dem ÖPNV werden zur Beschleunigung an
den Lichtsignalanlagen Eingriffsmöglichkeiten gewährt, die ihn gegenüber anderen Verkehrs-
teilnehmergruppen bevorzugen.
In jüngerer Zeit wird in der Fachwelt immer häufiger die Qualitätssicherung von
Knotenpunkten mit Lichtsignalanlagen diskutiert. Sie soll dazu beitragen, dass die
Lichtsignalsteuerung dauerhaft ihre wesentlichen Aufgaben der Verbesserung der
Verkehrssicherheit sowie die Gewährleistung einer hohen Qualität des Verkehrsablaufs
erfüllen kann.
Die Stadt Darmstadt hat die vorliegende Untersuchung in Auftrag gegeben, um eine solche
Überprüfung für die in ihrem Zuständigkeitsbereich liegenden lichtsignalgeregelten
Knotenpunkte durchführen zu lassen. Dabei wurden zunächst die Unfall-statistiken aller
Knotenpunkte ausgewertet, um Schwerpunkte, strukturelle Auffällig-keiten und ursächliche
Zusammenhänge des Unfallgeschehens zu identifizieren. Aufbauend auf den Ergebnissen
der Unfalluntersuchung wurden zehn Knotenpunkte detailliert betrachtet. Dabei wurde nicht
nur die Qualität des Verkehrsablaufs bewertet und Verbesserungsmaßnahmen an den
Knotenpunkten identifiziert, sondern auch die organisatorischen und technischen
Voraussetzungen sowie die grundsätzlichen strategischen Festlegungen der
Lichtsignalsteuerung in Darmstadt betrachtet.
Um ein erwünschtes Niveau der erbrachten Qualität, also im Verkehrsgeschehen am
Knotenpunkt zu erreichen, muss die Lichtsignalsteuerung bestimmten Anforderungen
genügen. Gegenstand der Qualitätsbewertung sind somit auch die konzeptionellen und
technischen Voraussetzungen der Lichtsignalsteuerung am Knotenpunkt. Diese be-ziehen
die übergeordneten planerischen und strategischen Festlegungen, z.B. die Fragestellung der
Bevorrechtigung des ÖPNV, ein. Aus der umfassenden Betrachtung der „Anlagenqualität“
und der Umsetzung der Steuerung im Verkehrsablauf können Mängel und Maßnahmen zur
Beseitigung ihrer Ursachen identifiziert werden. Dabei können die Handlungsempfehlungen
planerische Hinweise, Änderungen in der Knoten-punktgestaltung oder Anpassungen in den
Steuerungsprozessen umfassen.
Die Unfalluntersuchung stellt eine vorbereitende und grundlegende Tätigkeit für die
eigentliche Qualitätsüberprüfung und Qualitätssicherung dar. Die in der vorliegenden
Untersuchung für 104 Knotenpunkte durchgeführte Auswertung der Unfallstatistiken umfasst
rund 4100 Unfälle eines Untersuchungszeitraums von fünf Jahren. Für jeden Knotenpunkt
wurde das Unfallgeschehen hinsichtlich der Anzahl der Unfälle, der Unfallschwere sowie
bestimmter charakteristischer Merkmale wie Unfallbeteiligte, Unfallzeitpunkt und Unfalltyp
aufbereitet.
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...
Für die detaillierte Untersuchung wurden gemeinsam die folgenden zehn Knoten-punkte
ausgewählt, die sich hinsichtlich ihres Anforderungsprofils sowie der Struktur des
Unfallaufkommens unterscheiden:
A 4 Rheinstraße – Kasinostraße – Neckarstraße
A 8 Frankfurter Straße – Kasinostraße – Rhönring
A 10 Kasinostraße – Pallaswiesenstraße
A 15 Heidelberger Straße – Rüdesheimer Straße – Landskronstraße
A 23 Kasinostraße – Bleichstraße
A 34 Landgraf-Georg-Straße – Holzstraße – Am Schlossgraben
A 41 Haardtring – Eschollbrücker Straße
A 57 Haardtring – Rüdesheimer Straße – Moltkestraße (Danziger Platz)
A 67 Nieder-Ramstädter Straße – Klappacher Straße – Böllenfalltorweg
A 88 Karlsruher Straße – Pfungstädter Straße
Die Knotenpunkte wurden unter Anwendung der entwickelten Hilfsmittel im Zeitraum von
August 2001 bis Februar 2002 beobachtet, die relevanten Informationen des Ver-
kehrsablaufs und der Knotenpunktgestaltung erhoben und die Qualitätsbewertung bezogen
auf die einzelnen Verkehrsteilnehmergruppen für die morgendliche und nachmittägliche
Verkehrsspitzenzeit dargestellt. Die Maßnahmenvorschläge, die sich aus der Anwendung
der Wissensbasis ergeben, wurden dokumentiert und kommen-tiert und abschließend die
resultierenden Handlungsempfehlungen einschließlich einer Abschätzung ihrer Wirksamkeit
und ihrer Kosten dargelegt.
Zusammenfassende Beurteilung
Die Untersuchungen haben ergeben, das die Lichtsignalsteuerung insgesamt eine gute
Qualität des Verkehrsablaufs gewährleistet. Empfehlungen zur Verbesserung beziehen sich
auf die Feinabstimmung zwischen den unterschiedlichen Anforderungen, die jedoch von
grundsätzlichen verkehrspolitischen Festlegungen zur Priorisierung der
Verkehrsteilnehmergruppen abhängen.
Auf der Grundlage übereinstimmender Beobachtungen an den ausgewählten Knoten-
punkten können die folgenden Aussagen über die Lichtsignalsteuerung in Darmstadt
getroffen werden:
An den untersuchten Knotenpunkten kann der Lichtsignalsteuerung hinsichtlich der
Leistungsfähigkeit und der Qualität des Verkehrsablaufs ein hohes Qualitätsniveau
bescheinigt werden. Gerade die hoch belasteten Knotenpunkte weisen eine effiziente
Abwicklung starker Verkehrsströme auf. Hier ermöglichen die angewendeten verkehrs-
abhängigen Steuerungsverfahren bereits eine weitreichende Flexibilität. Diese ist jedoch auf
Grund der hohen Verkehrsbelastungen gerade an besonders wichtigen Knotenpunkten bei
zunehmender Anlagenauslastung mehr und mehr eingeschränkt, da dann alle
Verkehrsströme eine maximale Grünzeitanforderung in Anspruch nehmen.
Bei Anlagen mit sehr hoher Auslastung können Verkehrsprobleme auftreten, obwohl die
verkehrstechnischen Steuerungsparameter wie Zwischenzeiten, Zeitlücken,
Detektorabstände in der Regel so gewählt sind, dass keine ungenutzten Zeitreserven
beobachtet werden. Die Ursachen für die Überlastungen sind daher überwiegend auf
verkehrsplanerische und städtebauliche Rahmenbedingungen zurückzuführen. Dabei
bestehen häufig Beschränkungen hinsichtlich des Flächenangebots, die eine Vergrößerung
der Anzahl der Fahrstreifen im Zufluss und Abfluss nicht zulassen oder die Einrichtung
ausreichend langer Abbiegefahrstreifen verhindern. Als eine Ursache für
Überlastungszustände ist das Fehlen einer Ost-West-Umfahrung mit der Folge ent-
sprechend hoher Schwerverkehrsanteile anzusehen. Insbesondere bei kurzen Frei-
gabezeiten treten durch Lastkraftwagen erhebliche Kapazitätsverluste auf.
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...
Für den ÖPNV kann den Beobachtungen zufolge und nach Aussagen des Verkehrsbe-triebs
an allen Knotenpunkten eine zufriedenstellende Situation attestiert werden. In der Regel
werden die Steuerungsziele und eine wirksame Beschleunigung erreicht.
Häufig sind Mängel in der wegweisenden Beschilderung festzustellen. Diese reichen von der
Verwendung von Tabellenwegweisern als Vorwegweiser, aus denen die Fahr-streifen-
aufteilung gerade vor großflächigen Knotenpunkten nicht erkannt werden kann, über die
mangelnde Übereinstimmung der in Vorwegweiser und Hauptwegweiser verwendeten
Zielbegriffe bis hin zu einer Vielzahl von zusätzlichen, erst im Knoten-punktquerschnitt
angeordneten Zusatzwegweisern in Pfeilform. An zentralen Knoten-punkten sind häufig
umfangreiche „Wegweiserbäume“ aus Richtungspfeilen ange-bracht, die schwer zu erfassen
sind und zudem in der Regel keine Information über die Geradeausfahrtrichtung geben
können.
Empfehlungen zu strategischen Festlegungen und generellen Maßnahmen an den
Knotenpunkten.
Mikroskopische Steuerung
Es ist davon auszugehen, dass auch zukünftig die Verkehrsbelastungen weiter steigen
werden. Gleichzeitig sind die Spielräume für eine wesentliche Erweiterung der Ver-
kehrsinfrastruktur durch den Neubau von Straßen auf Grund mangelnder Flächenver-
fügbarkeit und geringer finanzieller Ressourcen beschränkt. Eine besondere Bedeu-tung
kommt dabei zukünftig einer weiteren Optimierung der Nutzung der vorhandenen Verkehrs-
infrastruktur zu. Mit Hilfe moderner Steuerungsverfahren, die sich den erweiterten
Möglichkeiten der Übergabe und Verarbeitung großer Datenmengen bedienen, können
signifikante Verbesserungen für alle Verkehrsteilnehmergruppen erreicht werden.
Für die Lichtsignalsteuerung in Darmstadt ist daher die Einrichtung einer adaptiven
Netzsteuerung zu erwägen, da diese eine flexible und vorausschauende Anpassung der
Lichtsignalsteuerung an die Verkehrssituation erlaubt und darüber hinaus bei der Ein-
richtung und Nutzung geeigneter Schnittstellen verkehrsmittelübergreifend Infor-mationen
aus benachbarten Verkehrsmanagementsystemen wie dem Betriebsleit-system des ÖPNV
nutzen könnte. Dadurch kann die ÖPNV-Beschleunigung mit dem prognostizierten Verkehrs-
geschehen abgeglichen werden und an einem Gesamt-optimum orientiert werden.
Vermieden werden kann hierdurch, dass sich die Optimierungsbemühungen für den MIV
(Koordinierung) und den ÖPNV (Beschleunigung) gegenseitig in ihrer Wirkung
beeinträchtigen.
Mit Unterstützung von geeigneten Hilfsmitteln kann die Abstimmung der Lichtsignal-
steuerungen durch eine Koordinierung im Netz oder Netzbereich weiter optimiert werden.
Eine solche Netzkoordinierung würde dem Umstand Rechnung tragen, dass durch die eng
geknüpfte Netzstruktur, der erheblichen Funktion der Darmstädter Innenstadt als Ziel und
Quelle der Verkehrsströme sowie die Anforderungen des ÖPNV und des Fußgängerverkehrs
die Bedeutung und die Umsetzbarkeit einer “klassischen Grünen Welle” über eine längere
Strecke hinweg nur sehr eingeschränkt gegeben bzw. nicht möglich ist.
Bei der langfristigen Weiterentwicklung der Lichtsignalsteuerung in Darmstadt sollten
Möglichkeiten einer flexibleren Gestaltung der Priorisierung geprüft werden. Dabei könnte
über den Grad der Bevorrechtigung unter Abwägung der Auswirkungen auf alle betroffenen
Verkehrsteilnehmergruppen im Steuerungsablauf mit dem Ziel einer allge-meinen
Optimierung des Verkehrsablaufs entschieden werden. Somit könnten z.B. sehr lange
Wartezeiten für den Fußgängerverkehr oder weitreichende Störungen einer koordinierten
Führung des MIV vermieden werden, wenn der Eingriff im aktuellen Fall nur einen geringen
Vorteil für den ÖPNV bedeuten würde.
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Es sollten Maßnahmen zur Verbesserung der wegweisenden Beschilderung ergriffen
werden, da gerade in einem eng verknüpften innerstädtischen Straßennetz der weg-
weisenden Beschilderung eine wichtige Funktion für die Orientierung der Verkehrs-
teilnehmer zukommt. Leitlinie sollte eine einheitliche, stetige, verständliche und begreifbare
Wegweisung sein, die dazu beiträgt, unnötige Verzögerungen oder plötzliche Spurwechsel
zu vermeiden.
Dafür wird vorgeschlagen, ein Kataster der wegweisenden Beschilderung – vorzugs-weise
auf GIS-Basis – aufzubauen, in dem Standort, Art und Inhalt der Beschilderung erfasst sind.
Unter Anwendung der Grundsätze der Richtlinien für die wegweisende Beschilderung
außerhalb von Autobahnen (RWB [FGSV, 2000]) ist auf dieser Grundlage eine Planung für
die Beschilderung in Abstimmung mit den überörtlichen Belangen zu erstellen. Es ist zu
erwarten, dass sich daraus Sofortmaßnahmen ergeben, die eine zeitnahe Qualitäts-
steigerung erlauben. Vor allem aber in langfristiger Hinsicht sind Vorteile zu erwarten, da bei
turnusmäßigem Ersatz der Beschilderung eine Entscheidungshilfe für die Gestaltung vorliegt
und sich nach einiger Zeit die Stetigkeit der Beschilderung verbessert.
Vor dem Hintergrund vielfältiger bestehender Ansätze der Qualitätssicherung mit
verschiedenen beteiligten Akteuren kommt einem zentralen Informationsmanagement eine
hohe Bedeutung zu.
Hierzu ist eine Vereinbarung des Datenflusses zwischen den beteiligten Fachämtern
(Stadtplanungsamt, Straßenverkehrsamt, Ordnungsamt) und übergreifend mit der Polizei
und den Verkehrsbetrieben erforderlich, die im Optimalfall zum Aufbau einer integrierten
Knotenpunktkartei führt. Unter der Nutzung der Möglichkeiten der elektronischen Daten-
verarbeitung könnte so ein zügiger Zugriff auf alle knoten-punktrelevanten Informationen
erfolgen, was den Aufwand der Datenbeschaffung deutlich vermindert und die Vollständigkeit
der Informationen personenunabhängig sichert.
Empfehlungen zum weiteren Vorgehen in der Qualitätssicherung
Die Anwendung an den zehn ausgewählten Knotenpunkten hat trotz einer allgemein guten
Qualität der Lichtsignalsteuerung zu einer großen Bandbreite von Handlungsempfehlungen
geführt, mit denen die Qualität des Verkehrsablaufs weiter gesteigert werden kann. Es
erweist sich somit als sinnvoll, qualitätssichernde Maßnahmen regelmäßig durchzuführen.
In der Anwendung der entwickelten Vorgehensweise an den zehn ausgewählten
Knotenpunkten hat sich gezeigt, dass die Beobachtungsprotokolle und Formulare zur
Datenerhebung einfach und effektiv eingesetzt werden können. Die Hilfsmittel haben den
Vorteil, dass es dem Anwender möglich ist, mit einem klar abzuschätzenden Zeitaufwand
eine vollständige Informationsgrundlage für die Qualitätsbewertung und Auswahl von
Maßnahmen zu erhalten. Er kann so davon ausgehen, dass er keine Informationen
„vergessen“ hat und dass zeitaufwändige Nacherhebungen vermieden werden. Durch die
Anwendung der Methode wird jeweils für alle Knotenpunkte ein breites Spektrum
grundsätzlich geeigneter Maßnahmen identifiziert. Dadurch wird dem Bearbeiter die
Zusammenstellung von Handlungsvorschlägen dahingehend erleichtert, dass er eine
Vielzahl von Vorschlägen aus unterschiedlichen Handlungsfeldern aufgezeigt bekommt, die
er unter Umständen nicht in Betracht gezogen hätte, diese durch die erkennbaren Mängel –
Maßnahme – Verknüpfung hinsichtlich ihrer Wirkungen auf einzelne oder mehrere Mängel
untermauert werden können.
Die Wissensbasis kann mit jeder weiteren Anwendung weiterentwickelt werden, da bei jeder
Beobachtung neue Aspekte hinzukommen. Dies entspricht ihrer grundsätzlichen
Funktionsweise und dient dazu, die Ergebnisse immer weiter zu verbessern und auch
zukünftig an geänderte Anforderungen und neue Erkenntnisse der Wissenschaft anpassen
zu können.
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...
Um auch für die verbleibenden 105 Knotenpunkte ein hohes Maß an Qualität sicher-
zustellen, ist es dringend erforderlich, die entwickelte Vorgehensweise weiter umzu-setzen.
Da es sich hier jedoch um eine sehr zeitaufwendige Untersuchung handelt, soll das Zentrum
für integrierte Verkehrssysteme (ZIV) mit der Weiterführung der Unter-suchung beauftragt
werden. Ein entsprechendes Angebot in Höhe von 110.000,-- Euro liegt vor.
Es wird vorgeschlagen, umgehend dem ZIV einen Auftrag in Höhe von 110.000,-- Euro zu
erteilen und mit der Bestandsaufnahme zur Qualitätssicherung an den Lichtsignal-anlagen
zu beginnen.
Die Mehrausgabe wird durch Einsparungen bei der Haushaltsstelle 02.6600 001 960 043 „B
42 - Nordumgehung“ gedeckt.
Darmstadt, den 10.03.2006
VI-66/3.L/S3.3-ha,
/telephonesolid13-29 60
Der Dezernent II Der Dezernent III Der Dezernent VI
Wolfgang Glenz Klaus Feuchtinger Dipl.-Ing. Dieter Wenzel
Bürgermeister Stadtrat Stadtrat
Beratungsverlauf (5)
Orte (22)
- Rheinstraße
- Kasinostraße
- Neckarstraße
- Frankfurter Straße
- Pallaswiesenstraße
- Heidelberger Straße
- Rüdesheimer Straße
- Landskronstraße
- Bleichstraße
- Landgraf-Georg-Straße
- Holzstraße
- Eschollbrücker Straße
- Moltkestraße
- Nieder-Ramstädter Straße
- Klappacher Straße
- Karlsruher Straße
- Pfungstädter Straße
- Rhönring
- Schlossgraben
- Haardtring
- Danziger Platz
- Böllenfalltorweg
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2006/0202
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 10.03.2006
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00