V/0565/2022
Umbenennung der Heideggerstraße in Marga-Niedenführ-Straße
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Anlage_2_Stadtarchiv-Stellungnahme-zu-Heidegger
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47.00.0002 / 47-0-4/17 Datum: 20.06.2022 Name des Absenders Anja Gussek Telefon: 4702 62 – Vermessungs- und Katasteramt Herrn Zimmermann Stellungnahme Anregung §24GO Nr. 2022-00065 – Umbenennung Martin- Heidegger-Straße Bezug: E-Mail 62 vom 9. Juni 2022 / E-Mail von Jakob Breier Im Stadtarchiv Münster liegen zu Martin Heidegger keine Quellen oder Informationen vor. Untersuchungen zu seiner Person und seiner Haltung zum Nationalsozialismus sind bisher nicht angestellt worden. In der Straßennamen-Diskussion von 2012/13 stand dieser Straßenname aufgrund fehlender Umbenennungsanträge nicht auf der Agenda. Die von Herrn Breier zugesandten Texte (u.a. umfangreicher Wikipedia-Artikel mit zahlreichen Belegen) deuten auf eine starke Nähe Heideggers zum Nationalsozialismus, weisen aber auch auf ambivalentes Verhalten hin. Heidegger setzte sich etwa für jüdische Kollegen ein. Seit 2014 ergaben sich auf der anderen Seite eindeutige Belege für eine antisemitische Einstellung Heideggers. Die Begründung im „Abschlussbericht der Kommission zur Überprüfung der Freiburger Straßennamen“ zu Heidegger (S. 42/43) scheint schlüssig. Die Entscheidung zur Umbenennung des Straßennamens ist nachvollziehbar. Insbesondere auch der sehr umfangreiche Wikipedia-Eintrag zu „Martin Heidegger und der Nationalsozialismus“, dessen Autor leider nicht genannt ist, begründet sehr dezidiert seine große Nähe zum NS. Eine weitergehende Prüfung ist dem Stadtarchiv darüber hinaus nicht möglich. Anja Gussek
Anlage_4_Stadtarchiv-zu-Marga-Niedenführ
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Aktenzeichen: 47-0-4/17 Datum 47.00.0002 27.11.2015 Name des Absenders Anja Gussek Telefon 4702 Telefax 7727 62 — Vermessungs- und Katasteramt Herrn Zimmermann Anfrage zu Marga Niedenführ Bezug: Ihre email vom 26.11.2015 Informationen zu Marga Niedenführ entnehmen Sie bitte den beigefügten Zeitungsartikeln sowie einer Aufstellung zu ihrem kommunalpolitischen Engagement, das in unserer Persönlichkeiten-Sammlung enthalten war. Mit freundlichem Gruß Gussek [X] Westf.Nachrichten [] DieGlocke TADT |||MUNSTER [] Mürstersche Zeitung [] Frankf.Allgem. er » erstackcirekter U] Ruhr-Nachrichten [1] DieWelt = Areseeamt 7 U] Bild-Zeitung [] Westf.Anzeiger D] Westf.Rundschau I] Neue Osnabrücker Datum ....... ARE N 51. DV! BERERRRBRRRRERSEREBERTEELELER IE en Münster-Hiltrup. Im Namen des Rates und der Verwaltung gratulier- ten Oberbürgermeister Dr. Jörg Twenhöven und Oberstadtdirektor - Dr. Tilman Pünder zum 70, Geburts- tag von Marga Niedenführ. Von 1952 bis 1974 war sie als Gemeindevertre- terin der früheren Gemeinde Hiltrup und von 1964 bis 1969 als deren erste stellvertretende Bürgermeiste- rin tätig. Von 1956 bis 1974 gehörte sie als Mitglied der Amtsvertretung St. Mauritz an., Einen weiteren Schwerpunkt ih- res kommunalpolitischen Engange- ments bildete die Mitgliedschaft im Kreisgemeindetag von 1964 bis 1969 und des Kreistages von 1964 bis 1974 im früheren Kreis Münster. Für ihre vorbildliche Haltung und den unei- gennützigen Dienst an der Allge- meinheit sprachen der Oberbürger- meister und der Oberstadtdirektor |. Marga Niedenführ ihren Dank aus. . | Vorbildliche Haltung gezeigt | A Stadt gratulierte Marga Niedenführ zum 70. Geburtstag (N N) . SZ 7 Mu smor/Iimunster D Der Oberstadtdirektor Presseamt — Westf.Nachrichten []DieGlocke Mürnstersche Zeitung [_] Frankf.Allgem. DJ Ruhr-Nachrichten [L] Die Welt U Bild-Zeitung [] Westf.Anzeiger D] Westt. Rundschau U] Neue Osnabrücker ,. BB nes Fe 'Marga Niedenführ wird 65 Münster. 65 Jahre alt wird ‚ heute die Hebamme Marga | Niedenführ, An der Dümme 11 ' in Glandorf. Als Ratsmitglied ‚ der ehemals selbständigen Gemeinde Hiltrup war sie 22 Jahre lang von 1952 bis 1974 aktiv. Darüber hinaus beklei- dete die Jubilarin fünf Jahre lang von 1964 bis 1969 das Amt der ersten stellvertretenden Bürgermeisterin der früheren Gemeinde Hiltrup. Mitglied der Amtsvertre- tung St. Mauritz war Marga Niedenführ von 1956 bis 1974. Zudem engagierte sie sich im Kreisgemeindetag von 1964 bis 1969 und als Mitglied des Kreistages des früheren Krei- ses Münster von 1964 bis 1974. In einer Glückwunschadresse danken Oberbürgermeister Dr. Jörg Twenhöven und Oberstadtdirektor Dr. Her- mann Fechtrup für dieses poli- tische Engagement. 1 c Hebamme, Mitglied d.Gemeinderates Hiltrup u.stellvertret. Bürgermeister, Mitglied d.Amtsıtes St.Mauritz nm ee) < n . nn EU nis HILTRUP, Marga Niedenführ. Bild: Heinz Westphal Frau mit Engagement 25 Jahre Hebamme — 29 Jahre Kommuneipolitikerin Hiliru p. Die bekannte ‚und be- liebte Hiltruperin Marga Niedenführ feiert am Sonntag, 1. Oktober, ‚gleich zwei Jubiläen. Zu einem ist sie 25 Jahre in ihrem Beruf als Hebamme tätig und zum anderen blickt sie auf eine 20jährige kommunalpolitische Tätigkeit zurück. Marga Niedenführ wird um 11 Uhr einen Empfang im Waldhotel Krautkrämer geben. Marga Niedenführs erfolgreicher Berufsweg als Hebamme begann im Frühjahr 1947 mit dem Examen in der Landesfrauenklinik. Paderborn. Im Oktober 1947 ließ sie sich in Hiltrup als freiberuflich tätige Hebamme nie- der, Sie ist eine Kapazität in ihrem Beruf und hat viele tausend Kinder ins Leben geholt. In den Anfangsjah- ren ihres Berufslebens wurde die Heb- amme noch zu vielen Hausgeburten in Hiltrup und Umgebung gerufen. Zusätzlich arbeitet Marga Niedenführ ‚auch noch am Hiltruper Krankenhaus, das seit zehn Jahren als Fachkranken- haus anerkannt ist. Die Jubilarin ist erste Vorsitzende der Landeshebam- menschaft von Nordrhein-Westfalen und stellvertretende Bundesvorsitzen- de, . Neben ihrem mehr als anstrengen- den Berufsleben widmet sich Marga Niedenführ der Kommunalpolitik. Seit 20 Jahren. 1952 zog sie als SPD-Rats- herrin in das Ortsparlament ein, und sie hat hier bekanntlich stets erfolg- reich gearbeitet. Darüber hinaus ist sie Mitglied. der - Amtsvertretung St. Mauritz (seit 1956) und des Kreistages in der zweiten Legislaturperiode, Ne- ben weiteren Aufgaben gehört Marga i | Niedenführ auch dem Aufsichtsrat der | Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreises Münster an. Aufstellung über die Tätigkeit in den kommunalen Gremien der Frau Marga Niedenführ Gemeinde Hiltrup Ratsmitglied seit Oktober 1952 (1. Sitzung der Wahlperiode am 25. 11, 1952) Stellvertretender Bürgermeister von 1964 bis 1969 Finanzausschuß 1952 - 1961 ordentl. Mitglied Hauptausschuß 1956 - 1961 stellv. Mitglied Haupt- u. Finanzausschuß 1961 - 1fd. ordentl. Mitglied Bau- u. Verkehrsausschuß 1961 - 1964 ordentl. Mitglied 1969 - 1fd. stell.v Mitglied Schulausschuß 1961 - 1969 ordentl. Mitglied 1969 - 1fä. stellv. Mitglied Planungsausschuß 1961 - 1964 ordentl. Mitglied Wohlfahrtsausschuß 1952 - 1956 stellv. Mitglied 1961 - 1964 ordentl. Mitglied Rechnungsprüfungsaussch. 1969 - Zfd. ordn£tl. Mitglied wirtschaftsförderungsA 6.68 - 10.69 ordentl. Mitglied Vertreter im Kreisgemeia- 1964 - 1969 detag " Amt Sankt Mauritz Mitglied des Amtsrates von 196 bis 1fd. Haupt- und Finanzausschuß 1961 - 1fd. ordentl. Mitglied Rechnungsprüfungsaussch. 1956 - 1961 stellv. Mitglied Beschlußausschuß 1961 - 1fd.
Anlage_3_Antrag-SPD-HI-A-H-0015-2015
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Antrag A-H/0015/2015 SPD-Fraktion in der BV Hiltrup Hermann Geusendam-Wode “ Fraktionsvorsitzender Im Hain 4a, 48165 Münster Tel.: 0171/4502646 Email: hermann.geusendam-wode@spd-muenster.de 13.11.2015 Antrag: Straßenbenennung im Neubaugebiet Hiltrup Langestraße/Malteserstraße Die Bezirksvertretung möge beschließen: Dem Vorschlag der Verwaltung zur Straßenbenennung im Neubaugebiet Hiltrup Langestraße/Malteserstraße „Marie-Curie Straße“ wird nicht gefolgt. Stattdessen soll die neue Straße den Namen „Marga Niedenführ Weg" erhalten. Begründung: Der Idee der Verwaltung das die neue Straße einen weiblichen Namen führen soll, stimmen wir ausdrücklich zu. Marie Sktodowska Curie ist eine herausragende Persönlichkeit, eine Frau der es unter schwierigsten Rahmenbedingung gelang eine Wissenschaftlerin von Weltrang zu werden, zwei Nobelpreise zu erhalten und darüber hinaus auch Bedeutendes für die Völkerverständigung in einem zerstrittenen Europa und für die Verwundeten des ersten Weltkrieges zu leisten. In Polen und auch Frankreich wird sie bis heute verehrt. Ist es richtig nach ihr eine kleine Straße in Hiltrup zu benennen? Hätte sie es nicht verdient, in Münster, einer Stadt die sich das Thema Universität und Wissenschaft gern auf ihre Fahne scheibt, an prominenterer Stelle verewigt zu werden? Dies ist unsere Meinung. Ihr Name passt. zu einer Straße mit Universitätsbezug an prominenter Stelle. Für Hiltrup wünschen wir uns einen weiblichen Namen mit Ortsbezug. Die Sozialdemokratin Marga Niedenführ war von 1952 bis 1974 Gemeindevertreterin der früheren Gemeinde Hiltrup. Von 1964 bis 1969 war sie 1. stellvertretende Bürgermeisterin in Hiltrup. Bis Mitte der siebziger Jahre gehörte sie der Amtsvertretung St. Mauritz als Fraktionsvorsitzende an, zudem wirkte sie von 1964 bis 1974 im Kreistag des früheren Kreises Münster als Mitglied mit. Maria Niedenführ war Hebamme in Hiltrup und hat zu ihrer Zeit vielen Hiltrupern ins Leben geholfen. Heute beherbergt Hiltrup, unweit der nun geplanten neuen Straße, mit der Schule für Gesundheitsberufe St. Hildegart am Hiltruper Krankenhaus die größte Schule dieser Art in Münster, eine Gemeinschaftseinrichtung des Alexianer Krankenhauses, des Herz-Jesu Krankenhauses, des Clemenshospitals und der Raphaels Klinik. Wir sehen auch in diesem Zusammenhang, hier eine Gelegenheit durch eine Straßenbenennung einmal eine Angehörige eines nicht ärztlichen Gesundheitsberufes zu ehren, stellvertretend für viele tausend Frauen die in diesen Berufen in unserer Stadt hervorragendes geleistet haben. Hermann Geusendam-Wode und Fraktion Quelle: http://www. spd-hiltrup.de/Geschichte/1022/aufbau-nach-dem-2-weltkrieg 1964 anlässlich einer Stadtbesichtigung in Goslar, Hiltruper Gemeinderatsmitglieder v.l. NN, Hermann Becker, Wilhelm Pfeifer, Theo Harbaum, Franz Lübcke, Heinrich Schütte, Marga Niedenführ und Karl Schorlemer.
Anlage_1_Anregung_2022-00065
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Von: Ratsservice An: Andreas Lembeck ; Jürgen Kupferschmidt ; Jan Hirsch ; Ingrid Dierkes Betreff: WG: Buergeranregung Datum: Sonntag, 29. Mai 2022 15:32:24 Von: Gesendet: Sonntag, 29. Mai 2022 15:32:20 (UTC+01:00) Amsterdam, Berlin, Bern, Rom, Stockholm, Wien An: Ratsservice Betreff: Buergeranregung Adressat: Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Thema: Name der Heideggerstr. Anregung / Antrag: Sehr geehrte Bezirksvertretung, ich bitte darum dem Vorbild der Stadt Freiburg zu folgen und die Heideggerstraße umzubenennen. Begründung: Nachdem ich jetzt seit ein paar Monaten in der Heideggerstr. wohne, habe ich den Wikipedia Eintrag [1] von Martin Heidegger geöffnet – und habe seitdem Unwohlsein seinen Namen in meiner Anschrift wiederzufinden. Ich zitiere ein von der Stadt Freiburg beauftragtes Gutachten [2]: „ Mag Heidegger als Philosoph Weltruhm genießen, so steht seine verhängnisvolle Rolle bei der Nazifizierung der deutschen Universität außer Frage („Führerverfassung“). Auch ist in historischen Recherchen zur Genüge belegt, dass Heidegger bis 1945 die Protektion höchster Parteikreise erhielt und sich auch nie deutlich vom Nationalsozialismus und seinem „Irrtum“ distanzierte. Er erhielt von der französischen Besatzungsmacht Lehrverbot und wurde erst 1957 im Zuge des Universitätsjubiläums (500 Jahre) öffentlich rehabilitiert. Inzwischen lässt sich anhand von Briefzeugnissen Heideggers nachweisen, dass er seit dem Ersten Weltkrieg für eine völkisch-nationale Wiedergeburt Deutschlands eintrat, die in ihrer, von ihm 1933 propagierten Radikalität weit über die nationalsozialistischen Ambitionen hinausging. “ Die Kommission, welche das Gutachten erstellt hat, empfahl in Folge dessen einstimmig die Umbenennung des Freiburger „Martin-Heidegger-Weg“. Dieser Empfehlung kam der Gemeinderad Freiburgs 2020 nach. $QUHJXQJ1U Danke und mit freundlichen Grüßen, [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger_und_der_Nationalsozialismus [2] https://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/get/params_E- 874030221/1028363/Strassennamen_Abschlussbericht.pdf Eventuelle Dateien befinden sich im Anhang dieser E-Mail.
Anlage A
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Anlage A zur V/0565/2022 Kurzüberblick Die Heideggerstraße wird umbenannt und erhält den Straßennamen Marga -Niedenführ - Straße . Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die Umbenennung von Martin Heidegger nach Marga Niedenführ dient dem Ziel »Münster auf der Basis unserer Geschichte und des Prinzips von „Toleranz durch Dialog“ zu einer weltoffenen Stadt weiterzuentwickeln.« Finanzierung Produktgruppe: 09 02 Vermessung, Kataster, Geoinformation Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja X Nein Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja X Nein Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein Bereits veranschlagt? Ja X Nein Durch den Beschluss entstehen der Stadt Münster keine Kosten und keine Folgekosten. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig X vollständig freiwillig Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Keine
Beschlussvorlage
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V/0565/2022 V/0565/2022 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Umbenennung der Heideggerstraße in Marga-Niedenführ-Straße Beratungsfolge 03.11.2022 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Die Heideggerstraße wird umbenannt und erhält den Straßennamen Marga -Niedenführ -Straße . 2. Die Anregung nach § 24 Gemeindeordnung Nnr. 2022-00065 vom 29. Mai 2022 und der An- trag A-H/0015/2015 vom 13. November 2015 sind damit erledigt. II. Finanzielle Auswirkungen: Es wird zur Kenntnis genommen, dass der Stadt Münster Kosten in Höhe von ca. 900 € entstehen. Einnahmen werden nicht erwartet. Die v. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: Teilfinanzplan Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 1201 Bereitstellung von Verkehrsflä- chen und -anlagen 450 Materialkosten 1201 Bereitstellung von Verkehrsflä- chen und -anlagen 450 Montage Auszahlungen 2022 900 Summe aller Auszahlungen 900 Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen stehen im Haushaltsplan 2022 bei der ge- nannten Investitionsmaßnahme zur Verfügung. Vermessungs- und Katasteramt 11.10.2022 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Zimmermann Telefon: 492-6242 ZimmermannBernhard@stadt- muenster.de - 2 - V/0565/2022 Begründung: Mit der Anregung nach § 24 Gemeindeordnung NRW Nr. 2022-00065 vom 29. Mai 2022 wird ange- regt, die Heideggerstraße umzubenennen. Heidegger, Martin (1889-1976). Philosoph, 1928-1952 Professor für Philosophie in Freiburg, 1933/34 Rektor der Universität, 1933 Mitglied der NSDAP, erster nationalsozialistischer Rektor in Deutschland, betrieb die Gleichschaltung der deutschen Universitäten („Führerverfassung“). In der Anregung wird auf ein Gutachten der Stadt Freiburg verwiesen. Zitat aus dem Gutachten: Mag Heidegger als Philosoph Weltruhm genießen, so steht seine verhängnisvolle Rolle bei der Nazifi- zierung der deutschen Universität außer Frage („Führerve rfassung“). Auch ist in historischen Recher- chen zur Genüge belegt, dass Heidegger bis 1945 die Protektion höchster Parteikreise erhielt und sich auch nie deutlich vom Nationalsozialismus und seinem „Irrtum“ distanzierte. Er erhielt von der französi- schen Besatzungsmacht Lehrverbot und wurde erst 1957 im Zuge des Universitätsjubiläums (500 Jahre) öffentlich rehabilitiert. Inzwischen lässt sich anhand von Briefzeugnissen Heideggers nachweisen, dass er seit dem Ersten Weltkrieg für eine völkisch -nationale Wiedergeburt Deutschlands eintrat, die in ihrer, von ihm 1933 propagierten Radikalität weit über die nationalsozialistischen Ambitio- nen hinausging. Die genannte Anregung verweist auf umfangreiche Textquellen im Internet: Wikipedia Martin_Heidegger_und_der_Nationalsozialismus https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger_und_der_Nationalsozialismus Abschlussbericht der Kommission zur Überprüfung der Freiburger Straßennamen, Seiten 42-43 https://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/get/params_E1625727966/1028363/Strassennamen_Abschlussbericht.pdf In der Stellungnahme des Stadtarchivs (Anlage 3) heißt es: „Insbesondere der sehr umfangreiche Wikipedia-Eintrag zu Martin_Heidegger_und_der_Nationalsozialismus , dessen Autor leider nicht ge- nannt ist, begründet sehr dezidiert seine große Nähe zum Nationalsozialismus.“ Straßenbenennungen nach Martin Heidegger gibt es in den Städten und Gemeinden Cloppenburg, Grenzach-Wyhlen, Hamm, Hückelhoven, Leverkusen, München, Münster, Steinfurt, Sundern, Todtnau, Völklingen. Also 11 Mal in Deutschland. Marga-Niedenführ-Straße Der Antrag A-H/0015/2015 (Anlage 2) wurde 2015 als Alternative zur Straßenbenennung Marie-Curie-Straße im Bebauungsplan Nr. 566 Malteserstraße/Langestraße vorgelegt. In dem Antrag heißt es: „Für Hiltrup wünschen wir uns einen weiblichen Namen mit Ortsbezug.“ Marga Niedenführ war Gemeindevertreterin der früheren Gemeinde Hiltrup von 1952 bis 1974. Wäh- rend der Zeit war sie von 1964 bis 1969 Erste stellvertretende Bürgermeisterin in Hiltrup. In den 1970er - 3 - V/0565/2022 Jahren gehörte sie der Amtsvertretung St. Mauritz als Fraktionsvorsitzende der SPD an und war von 1964 bis 1974 Mitglied des Kreistages des früheren Kreises Münster. Weitergehende Informationen zu Marga Niedenführ hat das Stadtarchiv in Anlage 4 beigefügt. An der bisherigen Heideggerstraße gibt es 36 Hausnummern. Die Hausnummern werden nicht geän- dert. In Vertretung Denstorff Stadtbaurat Anlagen Anlage 1 Anregung Nr.2022-00065 Anlage 2 Stellungnahme Stadtarchiv zu Heidegger Anlage 3 Antrag A-H/0015/2015 Anlage 4 Stellungnahme Stadtarchiv zu Marga Niedenführ
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt
Zur SitzungOrte (5)
- Heideggerstraße
- Marie-Curie-Straße
- Malteserstraße
- Langestraße
- Im Hain 4a
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Details
- Aktenzeichen
- V/0565/2022
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 07.09.2022
- Erstellt
- 07.09.2022 15:06