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V/0565/2022

Umbenennung der Heideggerstraße in Marga-Niedenführ-Straße

Vorlagen 07.09.2022

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Hiltrup, Sitzung am 02.03.2023, TOP 4.1

Anlage_2_Stadtarchiv-Stellungnahme-zu-Heidegger

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Ansehen

Anlage_4_Stadtarchiv-zu-Marga-Niedenführ

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Anlage_3_Antrag-SPD-HI-A-H-0015-2015

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Anlage_1_Anregung_2022-00065

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Anlage A

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Beschlussvorlage

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Anlage_2_Stadtarchiv-Stellungnahme-zu-Heidegger

1512 Zeichen

47.00.0002 / 47-0-4/17 
Datum: 20.06.2022 
Name des Absenders 
Anja Gussek 
Telefon: 4702 
62 – Vermessungs- und Katasteramt 
Herrn Zimmermann 
Stellungnahme Anregung §24GO Nr. 2022-00065 – Umbenennung Martin-
Heidegger-Straße  
Bezug: E-Mail 62 vom 9. Juni 2022 / E-Mail von Jakob Breier 
Im Stadtarchiv Münster liegen zu Martin Heidegger keine Quellen oder Informationen vor. 
Untersuchungen zu seiner Person und seiner Haltung zum Nationalsozialismus sind bisher 
nicht angestellt worden. In der Straßennamen-Diskussion von 2012/13 stand dieser 
Straßenname aufgrund fehlender Umbenennungsanträge nicht auf der Agenda.  
Die von Herrn Breier zugesandten Texte (u.a. umfangreicher Wikipedia-Artikel mit 
zahlreichen Belegen) deuten auf eine starke Nähe Heideggers zum Nationalsozialismus, 
weisen aber auch auf ambivalentes Verhalten hin. Heidegger setzte sich etwa für jüdische 
Kollegen ein. Seit 2014 ergaben sich auf der anderen Seite eindeutige Belege für eine 
antisemitische Einstellung Heideggers. 
Die Begründung im „Abschlussbericht der Kommission zur Überprüfung der Freiburger 
Straßennamen“ zu Heidegger (S. 42/43) scheint schlüssig. Die Entscheidung zur 
Umbenennung des Straßennamens ist nachvollziehbar. Insbesondere auch der sehr 
umfangreiche Wikipedia-Eintrag zu „Martin Heidegger und der Nationalsozialismus“, 
dessen Autor leider nicht genannt ist, begründet sehr dezidiert seine große Nähe zum NS. 
Eine weitergehende Prüfung ist dem Stadtarchiv darüber hinaus nicht möglich. 
Anja Gussek

Anlage_4_Stadtarchiv-zu-Marga-Niedenführ

5538 Zeichen

Aktenzeichen: 47-0-4/17 Datum
47.00.0002 27.11.2015

Name des Absenders
Anja Gussek

Telefon
4702
Telefax

7727

62 — Vermessungs- und Katasteramt
Herrn Zimmermann

Anfrage zu Marga Niedenführ
Bezug: Ihre email vom 26.11.2015

Informationen zu Marga Niedenführ entnehmen Sie bitte den beigefügten
Zeitungsartikeln sowie einer Aufstellung zu ihrem kommunalpolitischen Engagement, das
in unserer Persönlichkeiten-Sammlung enthalten war.

Mit freundlichem Gruß

Gussek

[X] Westf.Nachrichten [] DieGlocke

TADT |||MUNSTER
[] Mürstersche Zeitung [] Frankf.Allgem.

er » erstackcirekter U] Ruhr-Nachrichten [1] DieWelt
= Areseeamt 7 U] Bild-Zeitung [] Westf.Anzeiger
D] Westf.Rundschau I] Neue Osnabrücker
Datum ....... ARE N 51. DV! BERERRRBRRRRERSEREBERTEELELER IE

en

Münster-Hiltrup. Im Namen des
Rates und der Verwaltung gratulier-
ten Oberbürgermeister Dr. Jörg
Twenhöven und Oberstadtdirektor
- Dr. Tilman Pünder zum 70, Geburts-
tag von Marga Niedenführ. Von 1952
bis 1974 war sie als Gemeindevertre-
terin der früheren Gemeinde Hiltrup
und von 1964 bis 1969 als deren
erste stellvertretende Bürgermeiste-
rin tätig. Von 1956 bis 1974 gehörte
sie als Mitglied der Amtsvertretung

St. Mauritz an.,

Einen weiteren Schwerpunkt ih-
res kommunalpolitischen Engange-
ments bildete die Mitgliedschaft im
Kreisgemeindetag von 1964 bis 1969
und des Kreistages von 1964 bis 1974
im früheren Kreis Münster. Für ihre
vorbildliche Haltung und den unei-
gennützigen Dienst an der Allge-
meinheit sprachen der Oberbürger-

meister und der Oberstadtdirektor |.

Marga Niedenführ ihren Dank aus.

. | Vorbildliche Haltung gezeigt |

A Stadt gratulierte Marga Niedenführ zum 70. Geburtstag

(N N)

.

SZ

7

Mu

smor/Iimunster D

Der Oberstadtdirektor
Presseamt —

Westf.Nachrichten []DieGlocke
Mürnstersche Zeitung [_] Frankf.Allgem.

DJ Ruhr-Nachrichten [L] Die Welt

U Bild-Zeitung [] Westf.Anzeiger

D] Westt. Rundschau U] Neue Osnabrücker ,.
BB nes Fe

'Marga Niedenführ wird 65

Münster. 65 Jahre alt wird
‚ heute die Hebamme Marga
| Niedenführ, An der Dümme 11
' in Glandorf. Als Ratsmitglied
‚ der ehemals selbständigen
Gemeinde Hiltrup war sie 22
Jahre lang von 1952 bis 1974
aktiv. Darüber hinaus beklei-
dete die Jubilarin fünf Jahre
lang von 1964 bis 1969 das Amt
der ersten stellvertretenden
Bürgermeisterin der früheren
Gemeinde Hiltrup.
Mitglied der Amtsvertre-

tung St. Mauritz war Marga
Niedenführ von 1956 bis 1974.

Zudem engagierte sie sich im
Kreisgemeindetag von 1964 bis
1969 und als Mitglied des
Kreistages des früheren Krei-
ses Münster von 1964 bis 1974.
In einer Glückwunschadresse
danken  Oberbürgermeister
Dr. Jörg Twenhöven und
Oberstadtdirektor Dr. Her-
mann Fechtrup für dieses poli-
tische Engagement.

1

c

Hebamme, Mitglied d.Gemeinderates Hiltrup u.stellvertret. Bürgermeister,

Mitglied d.Amtsıtes St.Mauritz

nm ee)

 < n . nn EU nis
HILTRUP, Marga Niedenführ.
Bild: Heinz Westphal

Frau mit Engagement

25 Jahre Hebamme — 29 Jahre Kommuneipolitikerin

Hiliru p. Die bekannte ‚und be-
liebte Hiltruperin Marga Niedenführ
feiert am Sonntag, 1. Oktober, ‚gleich
zwei Jubiläen. Zu einem ist sie 25
Jahre in ihrem Beruf als Hebamme
tätig und zum anderen blickt sie auf
eine 20jährige kommunalpolitische
Tätigkeit zurück. Marga Niedenführ
wird um 11 Uhr einen Empfang im
Waldhotel Krautkrämer geben.

Marga Niedenführs erfolgreicher
Berufsweg als Hebamme begann im
Frühjahr 1947 mit dem Examen in der
Landesfrauenklinik. Paderborn. Im
Oktober 1947 ließ sie sich in Hiltrup
als freiberuflich tätige Hebamme nie-
der, Sie ist eine Kapazität in ihrem
Beruf und hat viele tausend Kinder
ins Leben geholt. In den Anfangsjah-
ren ihres Berufslebens wurde die Heb-
amme noch zu vielen Hausgeburten
in Hiltrup und Umgebung gerufen.

Zusätzlich arbeitet Marga Niedenführ
‚auch noch am Hiltruper Krankenhaus,
das seit zehn Jahren als Fachkranken-
haus anerkannt ist. Die Jubilarin ist
erste Vorsitzende der Landeshebam-
menschaft von Nordrhein-Westfalen
und stellvertretende Bundesvorsitzen-
de, .

Neben ihrem mehr als anstrengen-
den Berufsleben widmet sich Marga
Niedenführ der Kommunalpolitik. Seit
20 Jahren. 1952 zog sie als SPD-Rats-
herrin in das Ortsparlament ein, und
sie hat hier bekanntlich stets erfolg-
reich gearbeitet. Darüber hinaus ist
sie Mitglied. der - Amtsvertretung St.
Mauritz (seit 1956) und des Kreistages
in der zweiten Legislaturperiode, Ne-

ben weiteren Aufgaben gehört Marga i

|

Niedenführ auch dem Aufsichtsrat der |

Wirtschaftsförderungsgesellschaft
Kreises Münster an.

Aufstellung

über die Tätigkeit in den kommunalen Gremien der Frau Marga
Niedenführ

Gemeinde Hiltrup

Ratsmitglied seit Oktober 1952 (1. Sitzung der Wahlperiode
am 25. 11, 1952)

Stellvertretender Bürgermeister von 1964 bis 1969

Finanzausschuß 1952 - 1961 ordentl. Mitglied
Hauptausschuß 1956 - 1961 stellv. Mitglied
Haupt- u. Finanzausschuß 1961 - 1fd. ordentl. Mitglied

Bau- u. Verkehrsausschuß 1961 - 1964 ordentl. Mitglied
1969 - 1fd. stell.v Mitglied

Schulausschuß 1961 - 1969 ordentl. Mitglied
1969 - 1fä. stellv. Mitglied

Planungsausschuß 1961 - 1964 ordentl. Mitglied

Wohlfahrtsausschuß 1952 - 1956 stellv. Mitglied

1961 - 1964 ordentl. Mitglied

Rechnungsprüfungsaussch. 1969 - Zfd. ordn£tl. Mitglied

wirtschaftsförderungsA 6.68 - 10.69 ordentl. Mitglied

Vertreter im Kreisgemeia- 1964 - 1969
detag "

Amt Sankt Mauritz

Mitglied des Amtsrates von 196 bis 1fd.

Haupt- und Finanzausschuß 1961 - 1fd. ordentl. Mitglied
Rechnungsprüfungsaussch. 1956 - 1961 stellv. Mitglied

Beschlußausschuß 1961 - 1fd.

Anlage_3_Antrag-SPD-HI-A-H-0015-2015

2893 Zeichen

Antrag A-H/0015/2015

SPD-Fraktion in der BV Hiltrup

Hermann Geusendam-Wode

“  Fraktionsvorsitzender

Im Hain 4a, 48165 Münster

Tel.: 0171/4502646

Email: hermann.geusendam-wode@spd-muenster.de

13.11.2015

Antrag: Straßenbenennung im Neubaugebiet Hiltrup
Langestraße/Malteserstraße

Die Bezirksvertretung möge beschließen:

Dem Vorschlag der Verwaltung zur Straßenbenennung im Neubaugebiet Hiltrup
Langestraße/Malteserstraße „Marie-Curie Straße“ wird nicht gefolgt. Stattdessen
soll die neue Straße den Namen „Marga Niedenführ Weg" erhalten.

Begründung:

Der Idee der Verwaltung das die neue Straße einen weiblichen Namen führen soll,
stimmen wir ausdrücklich zu. Marie Sktodowska Curie ist eine herausragende
Persönlichkeit, eine Frau der es unter schwierigsten Rahmenbedingung gelang eine
Wissenschaftlerin von Weltrang zu werden, zwei Nobelpreise zu erhalten und darüber
hinaus auch Bedeutendes für die Völkerverständigung in einem zerstrittenen Europa
und für die Verwundeten des ersten Weltkrieges zu leisten. In Polen und auch
Frankreich wird sie bis heute verehrt.

Ist es richtig nach ihr eine kleine Straße in Hiltrup zu benennen? Hätte sie es nicht
verdient, in Münster, einer Stadt die sich das Thema Universität und Wissenschaft gern
auf ihre Fahne scheibt, an prominenterer Stelle verewigt zu werden?

Dies ist unsere Meinung. Ihr Name passt. zu einer Straße mit Universitätsbezug an
prominenter Stelle.

Für Hiltrup wünschen wir uns einen weiblichen Namen mit Ortsbezug. Die
Sozialdemokratin Marga Niedenführ war von 1952 bis 1974 Gemeindevertreterin der
früheren Gemeinde Hiltrup. Von 1964 bis 1969 war sie 1. stellvertretende
Bürgermeisterin in Hiltrup. Bis Mitte der siebziger Jahre gehörte sie der Amtsvertretung
St. Mauritz als Fraktionsvorsitzende an, zudem wirkte sie von 1964 bis 1974 im
Kreistag des früheren Kreises Münster als Mitglied mit.

Maria Niedenführ war Hebamme in Hiltrup und hat zu ihrer Zeit vielen Hiltrupern ins
Leben geholfen. Heute beherbergt Hiltrup, unweit der nun geplanten neuen Straße,
mit der Schule für Gesundheitsberufe St. Hildegart am Hiltruper Krankenhaus die
größte Schule dieser Art in Münster, eine Gemeinschaftseinrichtung des Alexianer

Krankenhauses, des Herz-Jesu Krankenhauses, des Clemenshospitals und der
Raphaels Klinik.

Wir sehen auch in diesem Zusammenhang, hier eine Gelegenheit durch eine
Straßenbenennung einmal eine Angehörige eines nicht ärztlichen Gesundheitsberufes
zu ehren, stellvertretend für viele tausend Frauen die in diesen Berufen in unserer
Stadt hervorragendes geleistet haben.

Hermann Geusendam-Wode und Fraktion

Quelle: http://www. spd-hiltrup.de/Geschichte/1022/aufbau-nach-dem-2-weltkrieg

1964 anlässlich einer Stadtbesichtigung in Goslar, Hiltruper Gemeinderatsmitglieder v.l. NN, Hermann
Becker, Wilhelm Pfeifer, Theo Harbaum, Franz Lübcke, Heinrich Schütte, Marga Niedenführ und Karl
Schorlemer.

Anlage_1_Anregung_2022-00065

2176 Zeichen

Von: Ratsservice 
An: Andreas Lembeck ; Jürgen Kupferschmidt ; Jan Hirsch ; Ingrid Dierkes 
Betreff: WG: Buergeranregung 
Datum: Sonntag, 29. Mai 2022 15:32:24 
Von: 
Gesendet:  Sonntag, 29. Mai 2022 15:32:20 (UTC+01:00) Amsterdam, Berlin, Bern, Rom, 
Stockholm, Wien 
An:  Ratsservice 
Betreff:  Buergeranregung 
Adressat: 
Bezirksvertretung Münster-Hiltrup 
Thema:  Name der Heideggerstr. 
Anregung / Antrag: 
Sehr geehrte Bezirksvertretung, 
ich bitte darum dem Vorbild der Stadt Freiburg zu folgen und die Heideggerstraße 
umzubenennen. 
Begründung: 
Nachdem ich jetzt seit ein paar Monaten in der Heideggerstr. wohne, habe ich den 
Wikipedia Eintrag [1] von Martin Heidegger geöffnet – und habe seitdem Unwohlsein 
seinen Namen in meiner Anschrift wiederzufinden. Ich zitiere ein von der Stadt Freiburg 
beauftragtes Gutachten [2]: 
„
Mag Heidegger als Philosoph Weltruhm genießen, so steht seine verhängnisvolle Rolle bei 
der Nazifizierung der deutschen Universität außer Frage („Führerverfassung“). Auch ist in 
historischen Recherchen zur Genüge belegt, dass Heidegger bis 1945 die Protektion 
höchster Parteikreise erhielt und sich auch nie deutlich vom Nationalsozialismus und 
seinem „Irrtum“ distanzierte. Er erhielt von der französischen Besatzungsmacht 
Lehrverbot und wurde erst 1957 im Zuge des Universitätsjubiläums (500 Jahre) öffentlich 
rehabilitiert. Inzwischen lässt sich anhand von Briefzeugnissen Heideggers nachweisen, 
dass er seit dem Ersten Weltkrieg für eine völkisch-nationale Wiedergeburt Deutschlands 
eintrat, die in ihrer, von ihm 1933 propagierten Radikalität weit über die 
nationalsozialistischen Ambitionen hinausging. 
“
Die Kommission, welche das Gutachten erstellt hat, empfahl in Folge dessen einstimmig 
die Umbenennung des Freiburger „Martin-Heidegger-Weg“. Dieser Empfehlung kam der 
Gemeinderad Freiburgs 2020 nach. 
$QUHJXQJ1U

Danke und mit freundlichen Grüßen, 
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger_und_der_Nationalsozialismus 
[2] https://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/get/params_E- 
874030221/1028363/Strassennamen_Abschlussbericht.pdf 
Eventuelle Dateien befinden sich im Anhang dieser E-Mail.

Anlage A

1164 Zeichen

Anlage A zur V/0565/2022 
Kurzüberblick 
 
Die Heideggerstraße wird umbenannt und erhält den Straßennamen  Marga -Niedenführ -
Straße . 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
 
Die Umbenennung von Martin Heidegger nach Marga Niedenführ dient dem Ziel »Münster 
auf der Basis unserer Geschichte und des Prinzips von „Toleranz durch Dialog“ zu einer 
weltoffenen Stadt weiterzuentwickeln.« 
 
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe:  09 02 Vermessung, Kataster, Geoinformation 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja X Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja X Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein   
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja X Nein   
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja X Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja X Nein   
Durch den Beschluss entstehen der Stadt Münster keine Kosten und keine Folgekosten. 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
X vollständig 
freiwillig 
 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) 
Keine

Beschlussvorlage

4737 Zeichen

V/0565/2022 
V/0565/2022 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Umbenennung der Heideggerstraße in  Marga-Niedenführ-Straße 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   03.11.2022 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Die Heideggerstraße wird umbenannt und erhält den Straßennamen  
Marga -Niedenführ -Straße . 
2. Die Anregung nach § 24 Gemeindeordnung Nnr. 2022-00065 vom 29. Mai 2022 und der An-
trag A-H/0015/2015 vom 13. November 2015 sind damit erledigt. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass der Stadt Münster Kosten in Höhe von ca. 900 € entstehen. 
Einnahmen werden nicht erwartet.  Die v. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: 
 
Teilfinanzplan      
 Nr. Bezeichnung Haush.-
jahr 
Betrag 
€ Bemerkungen 
Produktgruppe 1201 Bereitstellung von Verkehrsflä-
chen und -anlagen  450 Materialkosten 
 1201 Bereitstellung von Verkehrsflä-
chen und -anlagen  450 Montage 
Auszahlungen   2022 900  
Summe aller 
Auszahlungen    900  
 
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen stehen im Haushaltsplan 2022 bei der ge-
nannten Investitionsmaßnahme zur Verfügung. 
Vermessungs- und 
Katasteramt 
 
11.10.2022 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Herr Zimmermann 
Telefon: 492-6242 
ZimmermannBernhard@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0565/2022 
 
 
 
 
Begründung: 
Mit der Anregung nach § 24 Gemeindeordnung NRW Nr. 2022-00065 vom 29. Mai 2022 wird ange-
regt, die Heideggerstraße umzubenennen.  
Heidegger, Martin  (1889-1976). Philosoph, 1928-1952 Professor für Philosophie in Freiburg, 1933/34 
Rektor der Universität, 1933 Mitglied der NSDAP, erster nationalsozialistischer Rektor in Deutschland, 
betrieb die Gleichschaltung der deutschen Universitäten („Führerverfassung“). 
 
In der Anregung wird auf ein Gutachten der Stadt Freiburg verwiesen. Zitat aus dem Gutachten: 
Mag Heidegger als Philosoph Weltruhm genießen, so steht seine verhängnisvolle Rolle bei der Nazifi-
zierung der deutschen Universität außer Frage („Führerve rfassung“). Auch ist in historischen Recher-
chen zur Genüge belegt, dass Heidegger bis 1945 die Protektion höchster Parteikreise erhielt und sich 
auch nie deutlich vom Nationalsozialismus und seinem „Irrtum“ distanzierte. Er erhielt von der französi-
schen Besatzungsmacht Lehrverbot und wurde erst 1957 im Zuge des Universitätsjubiläums 
(500 Jahre) öffentlich rehabilitiert. Inzwischen lässt sich anhand von Briefzeugnissen Heideggers 
nachweisen, dass er seit dem Ersten Weltkrieg für eine völkisch -nationale Wiedergeburt Deutschlands 
eintrat, die in ihrer, von ihm 1933 propagierten Radikalität weit über die nationalsozialistischen Ambitio-
nen hinausging. 
 
Die genannte Anregung verweist auf umfangreiche Textquellen im Internet: 
Wikipedia      Martin_Heidegger_und_der_Nationalsozialismus 
https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger_und_der_Nationalsozialismus 
Abschlussbericht der Kommission zur Überprüfung der Freiburger Straßennamen, Seiten 42-43 
https://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/get/params_E1625727966/1028363/Strassennamen_Abschlussbericht.pdf 
 
In der Stellungnahme des Stadtarchivs (Anlage 3) heißt es: „Insbesondere der sehr umfangreiche 
Wikipedia-Eintrag zu Martin_Heidegger_und_der_Nationalsozialismus  , dessen Autor leider nicht ge-
nannt ist, begründet sehr dezidiert seine große Nähe zum Nationalsozialismus.“  
 
Straßenbenennungen nach Martin Heidegger gibt es in den Städten und Gemeinden Cloppenburg, 
Grenzach-Wyhlen, Hamm, Hückelhoven, Leverkusen, München, Münster, Steinfurt, Sundern, 
Todtnau, Völklingen. Also 11 Mal in Deutschland. 
 
Marga-Niedenführ-Straße 
Der Antrag A-H/0015/2015 (Anlage 2) wurde 2015 als Alternative zur Straßenbenennung  
Marie-Curie-Straße  im Bebauungsplan Nr. 566 Malteserstraße/Langestraße vorgelegt. In dem Antrag 
heißt es: „Für Hiltrup wünschen wir uns einen weiblichen Namen mit Ortsbezug.“   
 
Marga Niedenführ  war Gemeindevertreterin der früheren Gemeinde Hiltrup von 1952 bis 1974. Wäh-
rend der Zeit war sie von 1964 bis 1969 Erste stellvertretende Bürgermeisterin in Hiltrup. In den 1970er

- 3 - 
V/0565/2022 
Jahren gehörte sie der Amtsvertretung St. Mauritz als Fraktionsvorsitzende  der SPD an und war von 
1964 bis 1974 Mitglied des Kreistages des früheren Kreises Münster.  
 
Weitergehende Informationen zu Marga Niedenführ hat das Stadtarchiv in Anlage 4 beigefügt. 
An der bisherigen Heideggerstraße gibt es 36 Hausnummern. Die Hausnummern werden nicht geän-
dert.  
 
 
In Vertretung 
 
 
Denstorff 
Stadtbaurat 
 
Anlagen 
Anlage 1  Anregung Nr.2022-00065   
Anlage 2  Stellungnahme Stadtarchiv zu Heidegger 
Anlage 3  Antrag A-H/0015/2015 
Anlage 4  Stellungnahme Stadtarchiv zu Marga Niedenführ

Beratungsverlauf (1)

02.03.2023 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 4.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: von der Tagesordnung abgesetzt

Zur Sitzung

Orte (5)

  • Heideggerstraße
  • Marie-Curie-Straße
  • Malteserstraße
  • Langestraße
  • Im Hain 4a

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0565/2022
Typ
Vorlagen
Datum
07.09.2022
Erstellt
07.09.2022 15:06