0443/2019
Aktive Bürgerbeteiligung bleibt Stiefkind - Programm 2019 ohne klares Votum für aktive Bürgerbeteiligung
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Anlage 2 Rede der Oberbürgermeisterin
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Rede der Oberbürgermeisterin (31.01.2019, 11:30 Uhr) Sehr geehrte Damen und Herren, herzlich Willkommen zur Jahresauftakt-Pressekonferenz des Verwaltungsvorstandes. Einige von Ihnen habe ich bei verschiedenen Anlässen ja bereits getroffen, erlaube mir Ihnen allen aber auch heute noch ein frohes neues Jahr zu wünschen. Vor wenigen Tagen hat mit Frau Professor Diemert unsere neue Stadtkämmerin begonnen und unser Team ist wieder komplett. Am vergangenen Wochenende haben wir uns daher direkt zu einer Klausurtagung des Verwaltungsvorstandes getroffen um über verschiedene inhaltliche, strategische Projekte und Aufgaben zu sprechen. Heute möchten wir Ihnen gerne gemeinsam unser Arbeitsprogramm für 2019 vorstellen. Das möchten wir auch deshalb tun, weil wir es wichtig finden, Ihnen aufzuzeigen, was wir im Laufe dieses Jahres erreichen wollen. Wir haben uns dabei natürlich nur einen Ausschnitt – einige Mosaiksteine, wenn Sie so wollen – vorgenommen, ein Ausschnitt der uns aber besonders wichtig ist. Diesen Ausschnitt werde ich Ihnen gleich vorstellen. Im Anschluss stehen wir alle Ihnen natürlich für Fragen zur Verfügung. Wir haben uns als Verwaltungsvorstand fünf Schwerpunktthemen gewählt, unter der wir die verschieden Projekte und Maßnahmen aus den einzelnen Dezernaten einsortieren. "Wir arbeiten für Bildungschancen, Kinder- und Familienfreundlichkeit" Die Situation unserer Kinder und Jugendlichen soll in diesem Jahr ganz besonders in den Fokus der Verwaltung und unserer Stadt rücken – ich will mich hier auf wesentliche Aspekte beschränken: Kita- und Schulplätze Angefangen bei den Kleinsten werden wir bis zum Ende des Kindergartenjahres 2018/2019 insgesamt 15 Kitas in Betrieb genommen und dadurch sowohl im U3, als auch im Ü3 zusätzliche Plätze geschaffen haben. Insgesamt sind das 922 neue Plätze. Da die Geburten- und Kinderzahlen weiter steigen, bleibt die Betreuungsquote trotz dieser neuen Plätze nahezu gleich bei 41 Prozent im U3- und rund 96 Prozent im Ü3-Bereich. Insgesamt werden in Köln 46.264 Kinder betreut. Auch beim Offenen Ganztag sind unsere Anstrengungen weiterhin groß: im kommenden Schuljahr werden 30.500 Kinder im Offenen Ganztag versorgt, das ist eine Versorgungsquote von 79 Prozent. Die Stadt stellt hierfür jährlich einen hohen freiwilligen Anteil zur Finanzierung bereit, und sichert damit die Qualität. Für dieses Haushaltsjahr sind das 24,65 Millionen Euro. Im Laufe des Jahres 2019 werden nach heutigem Stand elf Schulbauprojekte abgeschlossen, so dass die Schulen ihren Betrieb aufnehmen können. Dazu zählen Erweiterungsbauten, Sanierungen und Neubauten. Unter anderem Großprojekte wie der Neubau der Gesamtschule Nippes, Ossietzkystraße, der Neubau von Grundschule und Turnhalle in Volkhoven/Weiler und eine Reihe von Erweiterungsbauten in mehreren Stadtteilen. Außerdem werden wir in diesem Jahr auch mehrere Objekte der Bildungslandschaft Altstadt-Nord in Betrieb nehmen können, darunter die Grundschule, die Realschule und die Kindertagesstätte. Auch die Realisierung der Heliosschule in Ehrenfeld wird in diesem Jahr weiter vorangetrieben. Wir werden die Bodensanierung noch in diesem Monat abschließen. Und voraussichtlich werden wir im dritten Quartal 2019 mit dem Bau beginnen können. Auch die Projekte im Rahmen der "Sonderprogramme Schulbau 2019", die wir mit Totalunternehmern oder Generalunternehmern durchführen, gehen in diesem Jahr weiter voran: Wir rechnen für die sechs Schulstandorte, die von Totalunternehmern realisiert werden sollen, in der zweiten Jahreshälfte 2019 mit den Vergaben. Die fünf Schulstandorte mit Generalunternehmern sind ebenfalls auf einem guten Weg: Das Projekt Leybergstraße in Sülz soll noch im ersten Quartel 2019 vergeben werden, Baubeginn soll zur Mitte des Jahres erfolgen. Für die Grundschule Sürther Feld ist der Baubeginn für den Sommer 2019 vorgesehen. Die Ausschreibungen für die drei weiteren Vorhaben mit Generalunternehmern können voraussichtlich bis Mitte 2019 erfolgen. Vor wenigen Tagen haben wir die von der Verwaltung erarbeitete Schulbau- Prioritäten-Liste den politischen Gremien vorgelegt. Darin werden alle Schulbaumaßnahmen unter Berücksichtigung der aktuellen Schülerzahlprognosen fortgeschrieben und priorisiert. Sie ist die Grundlage für ein zusätzliches "Schulbauprogramm", das derzeit erarbeitet wird, um den Schulbau erheblich zu beschleunigen. Noch in diesem Jahr soll es dem Rat zur Entscheidung vorgelegt werden, um zum Beispiel die Situation an den Gymnasien vor dem Hintergrund der Rückkehr zu G 9 schnellstmöglich zu verbessern. Außerdem wollen wir in Anlehnung an in anderen Großstädten erprobte Modelle auch in Köln ein beschleunigtes Schulprogramm aufsetzen. Hierbei wird in einem umfangreichen Baubeschluss eine ganze Liste von Schulbaumaßnahmen vom Rat auf einen Schlag verabschiedet. Bis zu deren Fertigstellung werden die politischen Gremien jährlich über die Fortschreibung der Bauprogramme informiert. Ziel ist ein strafferes und standardisiertes Schulbauverfahren, das sich in anderen Großstädten schon bewährt hat und auch dem Schulbau in Köln neues Tempo bringen soll. Wichtig ist uns das unsere Schulen zukunftsfähig sind und die Kreidezeit in Kölner Schulen ein Ende hat: der Ausbau der Digitalisierung in unseren Bildungseinrichtungen geht weiter voran. In wenigen Wochen werden wir gemeinsam mit NetCologne verkünden können, dass alle Schulen im Kölner Stadtgebiert an das Glasfasernetz angeschlossen sind. In einer Großstadt mit rund 280 Schulstandorten ist das ein langer Weg, aber wir bleiben dran, um unsere Schulen zu HotSpots des digitalen Lernens zu machen. 2019 steht Kinderfreundlichkeit im Mittelpunkt In diesem Jahr werden die UN-Kinderrechtskonventionen 30 Jahre alt. Köln feiert das Jubiläum mit einer eigenen Kampagne und zahlreichen Veranstaltungen. Um nur zwei der Höhepunkte zu nennen: wir eröffnen am 19. März 2019 endlich das Kinder- und Jugendbüro im Herzen der Stadt – eine Anlaufstelle für alle Sorgen, Gesprächsthemen und Beteiligungen von Kindern und Jugendlichen zu allen Themen in der Stadt. Und wir sind stolz, dass die UNICEF uns als Veranstaltungsort und Partner des Internationalen Gipfels Kinderfreundlicher Kommunen 2019 ausgewählt hat. Hierzu erwarten wir im Herbst rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 40 Ländern. Entwicklung Kreuzfeld Zur Familienfreundlichkeit einer Stadt gehört für uns auch das Thema bezahlbarer Wohnraum, daher ist für mich die Entwicklung von Kreuzfeld auch unter diesem Aspekt besonders wichtig. Ziel ist es, ausreichend bezahlbaren, vielseitigen und qualitätsvollen Wohnraum für alle Menschen sicherzustellen. Den verlässlichen Fahrplan gibt es bereits, und exakt heute findet der verwaltungsinterne Kick-Off für den Leitbildprozess als ersten Verfahrensschritt statt. Bis Sommer 2019 sollen alle erforderlichen Fachgutachten vorliegen, die dann eingearbeitet werden. Im Herbst werden wir dann in einem offenen Forum das Projekt der Öffentlichkeit vorstellen. Im Jahr 2023 soll das Planungsrecht geschaffen sein, so dass im gleichen Jahr die ersten Erschließungsmaßnahmen draußen vor Ort erfolgen können. Es geht hierbei um 2000 bis 3000 Wohneinheiten. "Wir arbeiten für eine moderne Mobilität in einer umwelt- und klimagerechten Stadt" Mobilitätswende vorantreiben Unsere Anstrengungen im Bereich der Mobilität stehen einerseits unter den Anforderungen des Gesundheitsschutzes, der für uns höchste Priorität hat, und andererseits möglichst zügig von A nach B zu kommen. Wir wollen mehr Mobilität in Köln. Und mehr Mobilität bedeutet Serviceangebote ausbauen. Die aktuellen Modal-Split-Werte für Köln zeigen, dass die Mobilitätswende in Köln in vollem Gange ist und die Kölnerinnen und Kölner zunehmend auf den Umweltverbund setzen, also mehr und mehr das Rad, den Öffentlichen Personennahverkehr nutzen oder zu Fuß gehen. Insbesondere der Anteil des Radverkehrs ist mit einem anfänglich langsamen, jetzt deutlich schnellerem Wachstum, von etwa 7 Prozentpunkten im Gesamtverkehrsanteil vor 10 Jahren, auf 19 Prozent heute gestiegen. Diese Zahlen zur Entwicklung des Radverkehrs zeigen einmal mehr, dass das Radfahren in Köln längst keine Randerscheinung mehr im Verkehrsgeschehen ist, sondern vielmehr eine tragende Säule der angestrebten Mobilitätswende. Für 2019 planen wir daher die weitere Umsetzung des Radverkehrskonzeptes Innenstadt, die Fertigstellung und Verabschiedung des Radverkehrskonzeptes Ehrenfeld und die Entwicklung eines Konzeptes für ein stadtweites Hauptroutennetz, das auch mögliche Radschnellwege umfasst. Für insgesamt fünf Verbindungen aus den rechtsrheinischen Nachbarstädten (Leverkusen, Bergisch Gladbach, Rösrath, Troisdorf, Niederkassel) sollen zukünftig sternförmig so genannte "RadPendlerRouten" nach Köln führen. Im Dezember des vergangenen Jahres wurden die Vorzugstrassen den politischen Gremien vorgestellt, hier weisen alle Routen eine positive Wirtschaftlichkeit aus. Anfang 2019 wird die Machbarkeitsstudie fertiggestellt und Einzelheiten zu den RadPendlerRouten als Beschlussvorlage den beteiligten politischen Gremien vorgelegt. Aber auch die KVB erzielen jährlich neue Fahrgastrekorde und bewegen sich bei wachsender Bevölkerung und wachsendem Pendleraufkommen stabil auf rund 21 Prozent Verkehrsanteil. Das heißt, es gelingt, die realen Verkehrszuwächse, die in der ganzen Bundesrepublik zu verzeichnen sind, zunehmend auf umweltverträglichere Verkehrsformen zu lenken. Für die Stadt bedeutet dies: Wir müssen unsere Anstrengungen für substanzielle Verbesserungen im ÖPNV, im Individualverkehr – und hier insbesondere für Radfahrer und Fußgänger – sowie auch im Schienenpersonenverkehr konsequent weiterführen und intensivieren. Im Schienenverkehr müssen wir vor allem ein regional wirksames Angebot dringend weiter ausbauen. Die Zusicherung des Bundes zur Finanzierung von 3,7 Milliarden Euro für den Bahnknoten ist ein bedeutender Meilenstein. Vor wenigen Wochen habe ich mich mit Vorständen der DB getroffen mit dem Ziel, für Köln einen weiteren Schub zur Verbesserung des Bahnverkehrs zu gewinnen. Ich darf Ihnen sagen: Die Unterzeichnung einer Planungsvereinbarung zwischen der Deutschen Bahn, dem Land NRW dem NVR und der Stadt Köln zur Realisierung der so genannten Westspange soll noch in diesem Jahr erfolgen. Dies ist die Erweiterung des Eisenbahnrings um eine S-Bahntrasse von Köln-Hansaring bis zum Bahnhof Köln-Süd. Die Umsetzung dieses Projekts schafft die notwendige Voraussetzung für fast alle regionalen S-Bahn-Verbesserungen, die der Nahverkehr Rheinland in seinem Nahverkehrsplan im Zeithorizont 2030 und weitere Jahre anstrebt. Der Ausbau der Ost-West-Achse ist das wichtigste Infrastrukturprojekt in Köln überhaupt. Nach den politischen Weichenstellungen im vergangenen Jahr wird die Verwaltung die Planungen 2019 mit aller Kraft vorantreiben. Die notwendigen Vorarbeiten für den Planungs- und Bedarfsfeststellungsbeschluss werden voraussichtlich noch im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein, so dass dann ein entsprechender Beschluss in die politischen Gremien eingebracht werden kann. Die Vergabe der Planungsleistungen könnte dann Anfang 2020 erfolgen. Darüber hinaus und davon unabhängig werden wir aber auch die anderen dringend benötigten Stadtbahnerweiterungen konsequent weiterverfolgen. Lassen Sie mich einige Beispiele nennen: die Stadtbahnanbindung Rondorf/Meschenich, die das künftige Neubaugebiet Rondorf Nord-West mit 1300 Wohneinheiten versorgen soll, die Stadtbahnanbindung Mülheim-Süd und die Verlängerung der Stadtbahnlinie 7 in Porz-Zündorf. Aufgrund der vergleichsweise langen Umsetzungszeiträume von Stadtbahnerweiterungen bei gleichzeitiger Notwendigkeit, die schon heute stark wachsende ÖPNV-Nachfrage zu befriedigen, werden wir als kurzfristige Interimslösungen auch Verstärkerlinien im Busnetz schaffen, welche die besonders ausgelasteten Stadtbahnlinien entlasten. An den Start gehen in diesem Jahr Verstärkerlinien für die Stadtbahnlinie 4, eine Entlastung per Bus für die Bahnlinie 1 zwischen Mülheim und Breslauer Platz und aus gleichem Grund die Verlängerung der Buslinie 136 bis Weiden. 2019 werden wir gemeinsam mit der KVB Planungen für zusätzliche, dauerhafte Linien durchführen, damit wir zum Fahrplanwechsel Ende 2019 weitere Buslinien zur unmittelbaren Entlastung des Stadtbahnsystems in Betrieb nehmen können, wie z.B. ein neuer Bus zur Erschließung des Neubaugebietes Güterbahnhof Ehrenfeld oder eine bessere Anbindung des Deutzer Hafens. Im Rahmen des Projekts "GrowSmarter" haben wir als eine der ersten Kommunen in NRW bereits erste Mobilstationen nach landesweit einheitlichen Standards eingerichtet, zum Beispiel am Charles-de-Gaulle Platz und am Bahnhof Mülheim. Aufbauend auf diesen Ergebnissen möchten wir in diesem Jahr damit beginnen, weitere Haltepunkte im Stadtgebiet als Mobilstationen auszuweisen. Ein weiteres Stichwort für eine moderne Mobilität ist die Digitalisierung des Verkehrs. Bis Ende des Jahres 2019 planen wir die Einrichtung der Verkehrs- und Tunnelleitzentrale im Stadthaus Deutz. Von dort aus werden zukünftig die verkehrstechnischen Komponenten wie Ampelanlagen, Parkleitsystem, Variotafeln und Verkehrsinformationsdienste bedient sowie Bereitschaftsdienste bei Störungen oder Beschädigungen von Anlagen koordiniert. So wird der neue Verkehrsrechner im Frühjahr 2019 mit allen notwendigen Anschlüssen und Verknüpfungen in Betrieb gehen können. Noch im Laufe dieses Jahres erfolgt die Erneuerung der Verkehrsinformationstafeln auf moderne LED-Anzeigetechnik. Der Bund hat kurzfristig ergänzende Fördermittel für diese Investition bereitgestellt. Während die elektromobile Zukunft in der deutschen Automobilindustrie immer noch nicht vollumfänglich angebrochen zu sein scheint, stellen wir uns, gemeinsam mit unseren Töchtern RheinEnergie und KVB, diesem so wichtigen Baustein für eine nachhaltige städtische Mobilität. Wir werden noch im Frühjahr 2019 Entscheidungen zum Betrieb und Standorten für E-Ladesäulen herbeiführen. Carsharing werden wir ausbauen und in Kombination mit Elektrofahrzeugen fördern. Dazu gibt es aktuell einen Vorschlag an die Ratsgremien. Weiterhin hat der Rat im vergangenen Jahr beschlossen, die in Köln verkehrenden Buslinien auf alternative Antriebsformen umzustellen. Im Bereich der KVB soll die komplette Umstellung der Busflotte auf batterieelektrische Antriebe bis zum Jahr 2030 erfolgen. Die verbleibenden Dieselbusse werden voraussichtlich Ende 2019 mit einer entsprechenden Filtertechnologie (SRT-Filter) ausgestattet. Im Zuge der weiteren Umstellung des Busnetzes auf alternative Antriebe sollen auch mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellenbusse im Stadt-Umlandverkehr der RVK zum Einsatz kommen. Klimaschutzprogramme forcieren Wir haben in den vergangenen Monaten gemeinsam mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH und der Gertec GmbH das Klimaschutzmaßnahmenumsetzungsprogramm "KölnKlimaAktiv 2022" erstellt, um den Klimaschutz in Köln voranzubringen. "KölnKlimaAktiv 2022" ist ein kurzfristiger Umsetzungsfahrplan für den Klimaschutz, der 19 Maßnahmen in sieben Handlungsfeldern beinhaltet. Die Ratsvorlage wird nun in die politische Beratung eingebracht. Die Stadt will zum einen mit eigenen Maßnahmen und einer Verstärkung der Angebote für Unternehmen, Bürger, Vereine und Verbände sowie weiteren Akteuren mit positivem Beispiel vorangehen (zum Beispiel durch eigene Energieeinsparung und Förderprogramme). Und zum anderen die Zivilgesellschaft zum Mitmachen bewegen (z.B. durch Zusammenarbeiten mit Akteuren und Maßnahmen der Bewusstseinsbildung). Ziel des Beschlusses von "KölnKlimaAktiv 2022" ist es, eine verbindliche Verpflichtung für den Klimaschutz einzugehen, die mittels der Maßnahmenumsetzung die Erreichung der Kölner Klimaschutzziele befördert. Unser bereits gestartetes Förderprogramm zur Altbausanierung und das Förderprogramm "Grün hoch 3" gehen auch in 2019 weiter. "Wir arbeiten für eine vielfältige und soziale Stadt" Lebendige Quartiere mit sozialem Anspruch Köln lebt von seiner Lebendigkeit in den Quartieren. Voraussetzung für diese Lebendigkeit ist eine gesunde Mischung verschiedener Milieus. Daher werden wir verschieden Maßnahmen ergreifen bzw. stärken, um diese Mischung zu erhalten. In diesem Jahr werden wir auf der Grundlage der neuen Bevölkerungsprognose eine neue Wohnraumbedarfsberechnung erstellen. Damit können wir verschiedene Bedarfssegmente, also beispielsweise, welche Wohnraumgrößen in welcher Anzahl benötigt werden, genauer abbilden. Auch bei den herausragenden Projekten für die Stadtentwicklung Kölns und für den Wohnungsbau werden wir 2019 weiter vorankommen: So haben wir vor, die "Integrierte Planung" für die Parkstadt Süd im ersten Quartal 2019 auf den Weg zu bringen, um so die Grundlage zu schaffen für die notwendigen Bebauungspläne in den einzelnen Quartieren. Und: Die Bauleitplanung für den Inneren Grüngürtel wird begonnen, damit auch das europaweite Ausschreibungsverfahren für den Grüngürtel starten kann. Um für den Deutzer Hafen die Grundlage für das Planungsrecht zu schaffen, werden in 2019 die Wettbewerbsverfahren zur weiteren Qualifizierung der einzelnen Baufelder weiter vorangetrieben. Gleiches gilt auch für das große Städtebauprojekt "Mülheimer Süden". Hier kann in diesem Jahr das Deutz Areal städtebaulich und planungsrechtlich weiter qualifiziert werden. Und auch beim Großprojekt Rondorf Nord-West sind wir auf einem guten Weg. Hier werden in 2019 parallel die Bauleitplanungen und die begleitenden Planfeststellungen weiter vorangebracht. Als Stadt haben wir seit dem 1. Juli 2014 wieder ein Zweckentfremdungsverbot für den frei finanzierten Wohnraum. Die Vermietung von Wohnungen als Ferienwohnungen ist in bestimmten Kölner Veedeln wie zum Beispiel in der Innenstadt, in Deutz oder in Kalk zu einem großen Problem geworden. Damit die Wohnungsaufsicht künftig noch umfassender und effektiver kontrollieren und Verstöße ahnden kann, hat sie zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten und ist nun personell gut aufgestellt. Zudem wird die Wohnungsaufsicht künftig in noch engerer Kooperation mit dem Steueramt, dem Ordnungsamt und dem Bauaufsichtsamt zusammenarbeiten. Die Öffentlichkeit wird demnächst durch eine groß angelegte Informationskampagne (Flyer, Broschüren, Plakate, Informationsveranstaltungen) für das Thema sensibilisiert. Wir schauen uns derzeit sehr genau an, ob unsere Bußgelder, die bei maximal 50.000 Euro liegen, eigentlich zeitgemäß sind und ob wir alles ausschöpfen, was wir ausschöpfen könnten. Wir sind da an das NRW-Recht gebunden. München und Berlin zum Beispiel liegen bei 500.000 Euro. Sicherlich eine Überlegung wert. Der Bedarf an zusätzlichem Wohnraum ist in Köln als attraktiver und wachsender Wohn-, Ausbildungs- und Arbeitsstandort im landesweiten Vergleich besonders ausgeprägt. Deshalb ist es das prioritäre Ziel der Stadt Köln, mehr Wohnraum zu schaffen, insbesondere bezahlbare Geschoss-Wohnungen. Ziel muss wieder sein, eine dauerhaft angemessene Wohnraumversorgung für breite Schichten der Bevölkerung sicherzustellen. Nur so können wir eine sozialgerechte Stadtentwicklung in der rasant wachsenden Metropole und ein für alle lebenswertes Köln gewährleisten. Gemeinsam mit Ina Scharrenbach, der Bauministerin des Landes Nordrhein- Westfalen, habe ich im Oktober eine Zielvereinbarung zur Umsetzung eines Globalbudgets für die Wohnraumförderung im Rahmen des mehrjährigen Wohnraumförderungs-Programms 2018 bis 2022 unterzeichnet. In der Zielvereinbarung garantiert das Land der Stadt Köln in den Programmjahren 2019 bis 2022 ein jährliches Budget in Höhe von 95 Millionen Euro, insgesamt 380 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren für die Wohnraumförderung. Damit ist das bisherige Budget um jährlich 20 Millionen Euro erhöht worden. Und ich kann Ihnen sagen, dass wir 2018 insgesamt 122,5 Millionen Euro Wohnraumfördermittel für 956 Wohnungen nach Köln geholt haben. Nach den bereits jetzt angekündigten Fördervorhaben rechnen wir in 2019 mit Anträgen für rund 1.300 bis 1.500 Wohnungen. Und wenn unser Budget ausgeschöpft sein solle, werden wir beim Land zusätzliche Fördermittel anfordern. Daran soll kein einziges Vorhaben in Köln scheitern. Gesundheitszentrum des Westens Um auch langfristig die Gesundheitsversorgung der Kölnerinnen und Kölner in einer wachsenden Stadt sicherzustellen, habe ich vor einiger Zeit den Vorschlag für einen Klinikverbund zwischen den Kliniken der Stadt Köln und der Uniklinik gemacht. Der Prüfungsprozess ist in vollem Gange. Ein Beratungsunternehmen wurde bereits beauftragt, eine Untersuchung durchzuführen, die klären wird, wie ein möglicher Verbund aus Uniklinik und Kliniken der Stadt Köln aussehen kann. Das Ergebnis soll im Sommer vorliegen. "Wir arbeiten für eine moderne Verwaltung und den Innovationsstandort" Köln hat den Anspruch Innovationsstandort zu sein. Dafür haben wir beste Voraussetzungen mit den zahlreichen Gründerinnen und Gründern, mit unserer Universität und den vielen Forschungseinrichtungen. Dafür müssen aber auch wir als Verwaltung selbst innovativer werden und auch die richtigen Rahmenbedingungen setzen. Mit der Verwaltungsreform haben wir uns dabei auf den Weg gemacht mit dem Ziel professionelle Dienstleiterin, attraktive Arbeitgeberin und geschätzte Partnerin für Stadtgesellschaft und Politik zu sein. Dazu gehört insbesondere die Öffentlichkeitsbeteiligung. Wie Sie wissen, haben wir dazu einen intensiven Prozess geführt und Leitlinien zur Beteiligung erarbeitet, die vom Rat Ende 2018 beschlossen wurden. 2019 beginnen wir mit zwei Pilotbereichen. Zum einen erproben wir diese neuen Leitlinien in der Bezirksvertretung Nippes und im Umweltausschuss. Es gibt innerhalb der Verwaltungsreform viele Projekte, die mit Hilfe digitaler Prozesse einfacher, schneller, übersichtlicher und bürgerfreundlicher gestaltet werden können. Wir haben allein 40 priorisierte Dienstleistungsbereiche, die von 2019 an bis 2022 umgesetzt werden sollen. Beispielhaft seien hier nur zwei konkrete Projekte genannt: 1. Elektronische Bauakte – Die organisatorischen und technischen Voraussetzungen sind geschaffen, erste Tests waren erfolgreich. In 2019 gehen wir in den Pilotbetrieb und werden zum Beispiel das Umweltamt auf diesem Wege auch anschließen. Allein dort rechnen wir dann mit einer Zeitersparnis von 50 Prozent gegenüber den bisherigen Verfahren im Umweltamt. Nutzen für Bauherren und Architekten: Es wird schneller, weil die Bauakten parallel bearbeitet werden können. Ein nächster Schritt wäre, für ausgewählte Nutzergruppen eine Online-Antragsstellung zu ermöglichen. 2. Geoinformationen zu jedem Kölner Grundstück – Bis Ende 2019 werden wir über 80 relevante Geobasis- und Geofachdaten (Planungsrecht, Hochwasser, etc.) für jedes Grundstück auf Kölner Stadtgebiet über eine grafische und eine fachliche Suche unter www.stadt-koeln.de zur Verfügung stellen können. Das ist für jeden Interessenten oder Bauwilligen aber auch für eine ganze Reihe von Branchen und Handwerksberufen hochinteressant. Wir legen auch hier die Grundlagen für erfolgreiches, schnelles Handeln Anderer. Die Digitalisierung und der leistungsfähige Ausbau der Internetanschlüsse sind die elementaren Grundlagen für Kölns Wirtschaft, Schüler, Einwohner und auch die öffentlichen Einrichtungen, die Köln zukunftssicher machen. In 2019 werden wir in beiden Richtungen markante Weiterentwicklungen aufsetzen. Wir entwickeln einen Gigabit-Masterplan und legen ihn in 2019 dem Rat zur Entscheidung vor. Kurzfristig soll damit den 2.500 am schlechtesten versorgten Anschlüssen, die aktuell eine Glasfaseranbindung unter 30 Mbit/s haben, ein neues, leistungsfähiges Netz verschafft werden. Mittelfristig soll der Masterplan außerdem eine hochleistungsfähige flächendeckende Gigabit-Versorgung erreichen. Bisher haben wir 875 freie WLAN Antennen überwiegend in der Innenstadt, in 2019 bauen wir weiter aus, vor allen Dingen am Fühlinger See, Messe-City und weitere in Stadtbezirken und in der Innenstadt. Ende 2019 wollen wir 1000 solcher kostenlosen WLAN-Antennen in Betrieb haben. Attraktive Arbeitgeberin Sie haben es in den vergangenen 12 Monaten immer wieder gehört und gelesen – und nicht nur in Köln: Der öffentliche Dienst und speziell die Kommunen haben sehr sehr große Schwierigkeiten für ihre anspruchsvollen Aufgaben geeignetes Personal zu gewinnen. Das gilt für viele Bereiche, IT-Spezialisten, Ingenieure verschiedenster Fachrichtungen, Juristen aber auch gute Verwaltungsangestellte, Sekretärinnen, etc. Ich will das hier nicht wiederholen, sondern Ihnen erläutern, was wir konkret in 2019 dagegen unternehmen werden im Rahmen unserer Möglichkeiten. Und dazu gehört nunmal nicht das freie Verhandeln von Gehältern. Da unterliegen wir anderen Zwängen als die Wirtschaft. Wir wollen als attraktive Arbeitgeberin – und das sind wir – besser wahrgenommen werden, unsere Stellenbesetzungsverfahren deutlich beschleunigen und entbürokratisieren, ein modernes Bewerbercenter aufbauen und uns nicht nur bei Neuzugängen, sondern vor allen Dingen bei unseren vorhandenen rund 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als moderner, fairer, offener und transparent agierender Arbeitgeber permanent präsentieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen wieder stolz darauf sein können, dieser Stadtverwaltung anzugehören. Ihr Beruf ist manchmal schwierig genug, weil wir eben nicht jeden Tag nur nette Dinge tun können, sondern Verantwortung für das Gemeinwesen tragen. Ganz konkret zwei Projekte: 1. Bewerbercenter – Unser neues Bewerbercenter, dessen Entwurfs-Konzept bereits vorliegt, wird in 2019 gelebte Realität. Mit neuen Räumen, neuer Bewerbungssoftware, die sukzessive eingeführt wird, attraktiver online- Personalpräsenz und moderner Onlinebewerbung, mehr Messeauftritten und neuen Traineeprogrammen für verschiedene Fachrichtungen. 2. Stellenbesetzungsverfahren im Rahmen der Verwaltungsreform – Unsere bisherigen Verfahren zur Besetzung von vakanten Stellen dauern zu lang. Deshalb testen wir gerade im Rahmen der Verwaltungsreform ein neues Verfahren beim Amt für Kinder, Jugend und Familie und wollen ab Februar die dort gewonnenen Erkenntnisse sichten und nach und nach die neuen Verfahren auch bei anderen Ämtern einführen und so die Abstimmungsprozesse verkürzen und beschleunigen. Auch damit wollen wir als Arbeitgeber konkurrenzfähiger werden. Um insgesamt besser als attraktive Arbeitgeberin wahrgenommen zu werden, entwickeln wir eine professionelle Arbeitgebermarke mit einer entsprechenden Kampagne. Wir wollen Köln als Innovationsstandort stärken Der Wirtschaftsstandort Köln ist im Umbruch und wir müssen als Verwaltung alles dafür unternehmen, diesen zu stärken und auszubauen. Köln ist nach wie vor ein wichtiger Industriestandort und ein boomender Start-up Standort. Diese Mischung ist ein Faktor, um den uns viele Städte beneiden. Ich bin froh, dass in wenigen Tagen die "KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH" ihre Arbeit aufnehmen wird, um den Wirtschaftsstandort Köln noch besser aufstellen und ihn innovativ vorantreiben wird. Die Organisationsform als GmbH ermöglicht eine hohe Flexibilität und die nun erhöhte finanzielle Ausstattung bietet der Gesellschaft bessere Möglichkeiten, Personal mit einschlägiger Berufserfahrung in der Privatwirtschaft zu akquirieren. Ebenso überzeugt bin ich davon, dass wir mit Dr. Manfred Janssen einen hauptamtlichen Geschäftsführer gewinnen konnten, der die neu gegründete Wirtschaftsförderungs-GmbH erfolgreich mit aufbauen und leiten wird. Schließlich verfügt er diesbezüglich über exzellente Erfahrungen. Ich bin froh, dass er am 1. April seine Arbeit aufnehmen wird. Gemeinsam mit der GmbH werden wir als Verwaltung alles dran setzen optimale Rahmenbedingungen für die Wirtschaft in Köln zu schaffen, "Wir arbeiten für Lebensqualität und Kultur in unserer Stadt" Aufenthaltsqualität erhöhen Auch hier sind uns die Pänz wichtig. Spielplätze, Raum für Bewegung und Aktionsflächen für Jugendliche sollen im öffentlichen Raum an Bedeutung gewinnen. Denn sie sind auch für uns Erwachsene wichtig: sie sind weiche Standortfaktoren, die als unversiegelte Flächen auch dem Klimaschutz zuträglich sind und sie beleben die Stadt. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen steigt rasant und es uns ein Anliegen auch zukünftig bedarfsgerechte und wohnortnahe Plätze zum Spielen und für Bewegung in ausreichendem Maße und hoher Qualität zur Verfügung zu stellen, und das in einer sich stark verdichtenden Stadt. Bis Ende 2019 werden daher bis zu 25 Spielplätze neu entstehen oder umgestaltet. Dafür stellen wir rund 6 Millionen Euro zur Verfügung. Da sind auch Hightlights dabei wie der schon jetzt äußerst beliebte Wasserspielplatz im Inneren Grüngürtel oder der Bolzplatz Agrippina-Ufer in Neustadt-Süd. Wir haben Anfang des Jahres das Verkehrsführungskonzept Altstadt auf den Weg gebracht und wollen damit die Fußgängerzone in der Altstadt vergrößern. Durch eine Verkehrsberuhigung der Straße Unter Goldschmied entlasten wir das Herz der City von einem überflüssigen Durchgangsverkehr. Wir schaffen mehr Platz für Fahrräder und Fußgänger und leisten einen deutlichen Beitrag zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Die bauliche Umsetzung werden wir – auch zeitlich – mit den zahlreichen, in der Altstadt bevorstehenden Großprojekten, abstimmen. Erste Maßnahmen der Neugestaltung betreffen daher vor allem die Erweiterung der Fußgängerzone um den Heumarkt. Für viele Kölnerinnen und Kölner ist das Rheinufer einer der schönsten Aufenthaltsorte in Köln. Ein wichtiger Abschnitt, an den besondere Maßstäbe in Sachen Aufenthaltsqualität gesetzt werden, ist der Bereich zwischen Deutzer Brücke und Malakoffturm. Für die Sanierung dieses Abschnitts bereitet die Verwaltung derzeit den Baubeschluss vor, der noch im ersten Quartal dieses Jahres erfolgen soll. Die Flächen werden eine große Aufwertung erfahren. Es werden ansprechende Flächen zum Flanieren, Ruhezonen zum Verweilen und an einigen Stellen auch Zonen für Anlieferungen und die Entsorgung integriert. Zum Ende dieses Jahres wollen wir mit der Erneuerung beginnen. Zu einer attraktiven städtebaulichen Gestaltung tragen auch die Brunnen in Köln bei. Neben den rund 80 Zierbrunnen, die wir in Köln betreiben, sollen in Kürze auch Trinkwasserbrunnen für mehr Aufenthaltsqualität sorgen. Wir beabsichtigen, in allen neun Stadtbezirken Trinkwasserbrunnen aufzustellen. Die Verwaltung wird das neue Trinkbrunnenkonzept in diesem Jahr allen Bezirksvertretungen vorstellen. Sobald dann alle Standorte abgestimmt sind, könnten im Spätsommer 2019 die ersten Trinkbrunnen installiert sein. In 2019 packen wir darüber hinaus die Idee der "Autofreien Tage" konkret an. Dafür legen wir im Frühjahr 2019 ein Grobkonzept vor, das die technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen darlegt und grundsätzliche Aussagen über inhaltliche Zielsetzungen, programmatische Ausgestaltung, Formen der Trägerschaft und entsprechende Umsetzungskosten macht. Veranstaltungen wie etwa die aus der Stadtgesellschaft entstandene Initiative "Tag des guten Lebens" sollen in Köln mehr Raum gewinnen. Sicherheit erhöhen Wichtig für eine gute Aufenthaltsqualität ist aber nicht nur die Gestaltung des öffentlichen Raumes, sondern auch das empfundene Sicherheitsgefühl. Sicherheit ist in Köln ein großes und vor allen Dingen auch vielfältiges Thema. Wir haben vieles erreicht, in 2019 wird es weitergehen mit der Gründung des behördenübergreifenden "Kriminalpräventiven Rates" zwischen Polizei Köln und Stadt Köln. Dieses Konzept soll am 14. Februar 2019 in den Rat eingebracht werden. Als Motor haben wir dazu das "Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit" bei der Stadt Köln eingerichtet. Hier soll das Thema Sicherheit mit seiner Vielfalt im Mittelpunkt stehen, bevor etwas passiert ist oder Problemlagen entstanden sind. Für die Weiterentwicklung des städtischen Ordnungsdienstes haben wir das "Zielbild 2020" aufgesetzt, das 34 umfangreiche Einzelmaßnahmen hat. Laufzeit bis Ende des Jahres 2020. Mehr Effizienz durch Neuorganisation, engere Kooperationen sowohl mit der Polizei, als auch den Stadtbezirken, mehr Fachschulen für Ordnungsdienstkräfte, bessere Bezahlung der Kräfte. In 2019 realisieren wir konkret daraus: Wir planen und bereiten konkret vor, ein neues Dienstgebäude für den Ordnungsdienst zu beziehen. Ein neues Gebäude mit mehr Fläche und entsprechenden Einsatzräumen ist geradezu Voraussetzung dazu, dass wir realistisch die Zahl der jetzt noch freien Stellen (rund 100) auch faktisch deutlich dezimieren können. Wir wollen Personal gewinnen, das diese anspruchsvolle Aufgabe kompetent und bürgerorientiert bewältigen kann. Dazu möchten wir ab September einen neuen Ausbildungsgang "Verwaltungsfachangestellter öffentliche Ordnung" ins Leben rufen und auch unsere vorhandenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter schulen. Kulturmarke Köln stärken Köln besitzt als Kulturmetropole internationale Bedeutung und die Kultur ist für uns von unschätzbarem Wert. Die Ausstrahlungskraft der Kultur in die unterschiedlichsten Lebensbereiche ist nahezu unbegrenzt. Daher wird auch die Lebensqualität in Köln von unserer Kultur in ganz besonderem Maße beeinflusst. Auch weil wir Kölner eine breiten Kulturbegriff pflegen. Zu unserer Kultur gehören die Kunstaustellungen, die Klassikkonzerte, die Theater und auch die populären Konzerte im Stadion oder der LanxessArena. Und diese Mischung macht die Kulturmetropole Köln eben aus. In einem breit angelegten partizipativen Prozess mit über 300 Kulturschaffenden haben wir die Kulturentwicklungsplanung in Köln mit einem Planungshorizont bis zum Jahre 2021 weiterentwickelt. Diese Themen- und Stoffsammlung wird in den kommenden Wochen und Monaten in den Ratsgremien beraten. Es wurden Ideen und Visionen entwickelt, wie mit Kultur die Zukunft der Stadt gestaltet werden kann. Dabei spricht die Kulturentwicklungsplanung zahlreiche Einzelthemen an. Drei Projekte sollen in 2019 den Anfang machen: 1.Raummanagement Mit dem Bekenntnis zur Kultur geht die Verpflichtung einher, ihr Raum zu geben. Das wird in einer wachsenden Metropole zunehmend schwierig. Die Stadt Köln installiert daher ein zentrales Raummanagement, um verstärkt initiativ zu werden für die Schaffung und den Erhalt von Räumen. Städtische und private Räume, die für Kultur nutzbar sind, werden in einer Datenbank zusammenfasst, Zwischennutzungen vermittelt und neue Räume für Kunst und Kultur identifiziert. Darüber hinaus wird die Stadt ihre planerische Hoheit nutzen, um dem weiteren Verlust kultureller Räume entgegenzuwirken. 2.Preis für Popmusik Ab 2019 wird die Stadt Köln jährlich einen Preis für herausragende Leistungen in der Popmusik ausloben. Dieser Preis soll eine Anerkennung populärer Musik sein, die in Köln eine lange Tradition besitzt und bedeutende Künstlerinnen und Künstler hervorgebracht hat. Er ist mit 15.000 Euro dotiert. 3.Kulturmarketing Unsere Museen, das Gürzenich-Orchester, die Philharmonie, die Oper, und das Schauspiel sind – obwohl teilweise im Interim - erstklassig. Die Besonderheiten des Kulturstandortes Köln und seien Einzigartigkeit wollen wir noch bekannter machen, in Köln aber auch außerhalb Köln. Wir werden daher in diesem Jahr mit Hilfe einer bekannten nationalen Agentur ein Konzept für ein Kulturmarketing erarbeiten. Ein professionelles Kulturmarketing wird künftig die ganze Vielfalt städtischer und freier Kulturangebote über die Stadtgrenzen hinaus, aber auch innerhalb Kölns kommunizieren. Dazu gehört auch, dass die Menschen nicht nur ins Museum kommen sollen, sondern das Museum zu den Menschen. Im Sommer startet das neue Angebot: Vor Ort in den rechtsrheinischen Veedeln wird der Museumsdienst Kurse und Workshops anbieten, bei denen die Kölnerinnen und Kölner Themen der Kölner Kultur, Kunst und Geschichte entdecken und selbst aktiv werden können. Eine gute Nachricht habe ich Ihnen heute auch noch mitgebracht: Es ist uns gelungen, auch nach der Schließung des Römisch-Germanischen- Museums, zwei der bedeutendsten römischen Großdenkmäler des Rheinlands weiterhin öffentlich zugänglich zu machen: Das Dioynsos-Mosaik und das Grabmal des Lucius Poblicius. Die beiden Denkmäler, die man getrost als "Herzkammern" des Hauses bezeichnen kann, sind einzigartige Zeugnisse der römischen Geschichte und Archäologie Kölns. Durch die Einrichtung eines zweiten Fluchtwegs auf der Nordseite des Römisch- Germanischen Museums zur Dombauhütte ist es möglich, dies im Rahmen von Führungen zu ermöglichen. Diese rund 20 minütigen Führungen beginnen voraussichtlich ab Mitte Februar. Taktung und Öffnungstage sind aktuell noch nicht abschließend festgelegt. Sportstadt erleben Nicht nur die Kultur hat ihren Platz ins unserer Stadt, sondern auch der Sport. Und zwar sowohl der Spitzensport, als auch der Breitensport. Wir konnten es alle zuletzt sehen und fühlen: Handball ist in Köln in der LANXESS arena auch wirklich zuhause – gerade haben wir mit dem EHF und der Arena den Vertrag für die Champions-League des Handballs verlängert: bis 2024 werden die EHF Final4 in Köln ausgetragen, und in diesem Jahr feiert dieses hochkarätige Gipfeltreffen der Europäischen Klubs 10-jähriges Jubiläum bei und mit uns. Aber wir können nicht nur Handball: Bis 2020 ist das RheinEnergie-Stadion für das DFB-Pokalfinale der Frauen gebucht und das Sportamt arbeitet Jahr um Jahr darum, definitiver Standort für das Frauenendspiel zu bleiben. In 2018 haben wir die Sportentwicklungsplanung gestartet (alle Kölnerinnen und Kölner zur Beteiligung aufgerufen) und werden noch in diesem Monat die daraus entwickelten Leitziele für Köln vorstellen. Der gesamte Stadtraum soll für Sport und Bewegung der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, und dazu wurden fünf Modellprojekte erarbeitet, für die 2,5 Millionen Euro im Haushalt bereitgestellt sind und die zügig umgesetzt werden. Unser Kunstrasenprogramm setzen wir in diesem Jahr fort. 4,4 Millionen Euro stehen dafür als festes Budget zur Verfügung. 13 Plätzen befinden sich derzeit in Planung oder im Bau. Dazu stellen aktuell auch fünf Kölner Sportvereine in Eigeninitiative mit städtischen Zuschüssen ihre Plätze auf Kunstrasen um. Haushalt Zum Schluss möchte ich gerne den Blick ein wenig in die Zukunft lenken. Wir gehen in 2019 konkret die qualitative Verbesserung der Finanzprozesse sowie der Steuerungs- und Controllinginstrumente an, darunter fällt auch die Verbesserung der Qualität im Rechnungswesen, um die Mängel zu beheben, die aktuell noch zu eingeschränkten Testaten bei den Jahresabschlüssen führen. Und wir müssen den Konsolidierungsprozess in der Stadt voranbringen, um unser Ziel eines ausgeglichenen Haushalts ab den Jahren 2022/2023 zu erreichen. Wir werden dieses Jahr dem Rat einen Doppelhaushalt für die Jahre 2020 und 2021 vorlegen. Wir planen die Einbringung für den 28. August 2019 und die Verabschiedung für den 7. November. Das soll ein erster Überblick gewesen sein und nun stehen Ihnen die Kolleginnen und Kollegen aus dem Verwaltungsvorstand und natürlich auch ich für Fragen gerne zur Verfügung. Vielen Dank!
Beantwortung einer Anfrage (Rat)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/OB/2 Vorlagen-Nummer 07.02.2019 0443/2019 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Rat 14.02.2019 Aktive Bürgerbeteiligung bleibt Stiefkind - Programm 2019 ohne klares Votum für aktive Bürgerbeteiligung Mit Schreiben vom 04.02.2019 bitten die Freien Wähler Köln (AN/0167/2019) um Beantwortung fol- gender Fragen: 1. Sind die Leitlinien für eine aktive Bürgerbeteiligung fertiggestellt und die Prozesskette(n) defi- niert? 2. Welches Mix, welche unterschiedlichen Formen der Bürgerbeteiligung und „außer- parlamentarischen“ Mitbestimmung der Bürgerschaft wird es geben? 3. Welche Form der Präsentation ist vorgesehen, um das Konzept für eine „aktive Bürgerbeteili- gung‘“ der breiten Öffentlichkeit vorzustellen (Beispiel: Stadtgespräche der OB)? 4. Wie könnte eine abschließende Bewertung des Konzeptes durch die Bürgerschaft im Rahmen der Kommunalwahlen 2020 ausgestaltet sein? Die Verwaltung nimmt zu der Anfrage wie folgt Stellung: Am 29. Januar 2019 hat Frau Oberbürgermeisterin Reker, gemeinsam mit den Dezernentinnen und Dezernenten, das Arbeitsprogramm für das laufende Jahr im Rahmen einer Pressekonferenz vorge- stellt. In ihrer Rede benannte die Oberbürgermeisterin, im Abschnitt „Wir arbeiten für eine moderne Verwaltung und den Innovationsstandort“ ausdrücklich auch die Öffentlichkeitsbeteiligung als wichti- gen Arbeitsschwerpunkt. Ausschnitt aus dem Redebeitrag der Oberbürgermeisterin: „Köln hat den Anspruch Innovationsstandort zu sein. Dafür haben wir beste Voraussetzungen mit den zahlreichen Gründerinnen und Gründern, mit unserer Universität und den vielen Forschungseinrich- tungen. Dafür müssen aber auch wir als Verwaltung selbst innovativer werden und auch die richtigen Rah- menbedingungen setzen. Mit der Verwaltungsreform haben wir uns dabei auf den Weg gemacht mit dem Ziel professionelle Dienstleiterin, attraktive Arbeitgeberin und geschätzte Partnerin für Stadtge- sellschaft und Politik zu sein. Dazu gehört insbesondere die Öffentlichkeitsbeteiligung. Wie Sie wissen, haben wir dazu ei- nen intensiven Prozess geführt und Leitlinien zur Beteiligung erarbeitet, die vom Rat Ende 2018 beschlossen wurden. 2019 beginnen wir mit zwei Pilotbereichen. Zum einen erproben wir diese neuen Leitlinien in der Bezirksvertretung Nippes und im Umweltausschuss.“ (siehe Anlage). Zu 1.) 2 Am 27. September 2018 beschloss der Rat einstimmig Qualitätsstandards für die Öffentlichkeitsbetei- ligung (s. Anlage) und die Durchführung einer einjährigen Pilotphase (2306/2018) und setzte damit einen wichtigen Meilenstein für die systematische Öffentlichkeitsbeteiligung in Köln. Die in einem mehrjährigen Prozess mit breiter Beteiligung erarbeiteten Leitlinien für eine systematische Öffentlich- keitsbeteiligung und die damit verknüpften Instrumente, Prozesse und Formate werden in 2019 tes- tend umgesetzt und ggf. weiter entwickelt. Die Pilotphase wird vom Beirat für Öffentlichkeitsbeteili- gung mit Vertreterinnen und Vertretern aus Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung begleitet. Zu 2.) Öffentlichkeitsbeteiligung lebt davon, dass anlassbezogen auf die Bedürfnisse der jeweiligen Ziel- gruppen eingegangen wird. In der beschlossenen Pilotphase wird deshalb ein höchst unterschiedli- cher Mix an Formen der Öffentlichkeitsbeteiligung erforderlich sein. Zu zwei geplanten Pilotprojekten zu einem Sportareal auf dem Rendsburger Platz sowie zu dem Kulturraum Kölner Friedhöfe 2025 werden aktuell bereits Beteiligungskonzepte erarbeitet und dann dem jeweils entscheidungsbefugten Gremium zur Beschlussfassung vorgelegt. Für weitere Pilotprojekte wird dies in nächster Zeit folgen. Bei allen Pilotprojekten wird ausdrücklich auf eine aktivierende und aufsuchende Beteiligung bei Be- darf geachtet. Hierbei unterstützt die Kölner Freiwilligen Agentur, als externer Teil des Büros für Öf- fentlichkeitsbeteiligung, den Prozess. Zu 3.) Als zentraler Erfolgsfaktor wird für jedes Pilotprojekt auch die damit verbundene Information und Kommunikation individuell konzipiert und erprobt. Ergänzend plant das Büro für Öffentlichkeitsbeteili- gung projektübergreifende und stadtweite Informationen und Dialoge. Dazu gehört zum Beispiel vom 7. bis zum 13. Mai eine Stadtinformationskampagne (Citylight-Plakataktion). Solche Aktionen und Maßnahmen sollen den Aufbau einer möglichst breit getragenen Beteiligungskultur für Köln fördern. Zu 4.) Das Deutsche Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung aus Speyer evaluiert begleitend die ge- samte Pilotphase Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung. Eine Gesamtauswertung ist für das erste Quartal 2020 geplant und wird dem Rat vorgelegt. gez. Reker
Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung - Qualitätsstandards
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Qualitätsstandards für Öffentlichkeitsbeteiligung Die Oberbürgermeisterin Dezernat OB Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Gestaltung Zentrale Dienste der Stadt Köln Bildnachweis Silouette: Designed by Kjpargeter/Freepik, Designed by Freepik Druck Druckhaus Süd 13-US/OB/1.000/11.2018 Kontakt Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung Telefon: 0221/221-31122 buergerbeteiligung@stadt-koeln.de Qualitätsstandards für Öffentlichkeitsbeteiligung Qualitätsstandards für Öffentlichkeitsbeteiligung ... Stadt im Dialog gestalten! Qualitätsstandards für Öffentlichkeitsbeteiligung Qualitätsstandards für Öffentlichkeitsbeteiligung Was sind die Standards für gute Öffentlichkeitsbeteiligung in Köln? Die Standards für gute Öffentlichkeitsbeteiligung in Köln defninieren Ziele und Qualitäts- merkmale für alle zukünftigen Verfahren der Öffentlichkeitsbeteiligung in Köln. Jedes einzelne Verfahren muss sich an diesen Standards messen lassen – und alle Akteurinnen und Akteure innerhalb eines Verfahrens arbeiten auf das Erreichen dieser Ziele hin. Sie wurden für die Öffentlichkeitsbeteiligung in Köln vom Arbeitsgremium Bürgerbeteiligung auf der Grundlage von Beiträgen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung (Stadt gespräche, Verwaltungswerkstatt, Politikwerkstatt, Bürgerinnen- und Bürger-Werkstatt, Online-Dialog, Multiplikatoreninterviews und einer Jugendveranstaltung) erarbeitet. Respektvolle und faire Zusammenarbeit Erfolgreiche Kommunikation findet auf Augenhöhe statt. Sie basiert auf der gegenseitigen Anerkennung der Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner. Nur so ist eine konstruktive, das heißt an der Lösung in der Sache ori en tierte, Zusammenarbeit möglich. Kölner Verfahren zur Öffentlichkeitsbeteiligung sind so ausgestaltet, dass sie den Rahmen für eine respektvolle, faire und auf die Sache gerichtete Diskussion schaffen. Jede geäußerte Position wird gleichermaßen ernst genommen, unabhängig davon, wer diese Position geäußert hat. Frühzeitige und transparente Information und Kommunikation Öffentlichkeitsbeteiligung kann nur auf einer soliden Wissensbasis aller Beteiligten stattfinden. Um diese aufzubauen, braucht es einerseits ausreichend Zeit und andererseits umfängliche Informationen, die für alle Interessierten leicht und verständlich zugänglich sind. Daher wird in Köln frühzeitig und transparent über städtische Angelegenheiten, Projekte und Planungen informiert. Die transparente und frühzeitige Kommu- nikation betrifft dabei nicht nur das Vorfeld einer Planung, sondern auch die folgenden Schritte innerhalb laufender Verfahren bis hin zur Umsetzung. Geeignete Ansprache aller interessierten beziehungs- weise betroffenen Kölnerinnen und Kölner In den Verfahren der Kölner Öffentlichkeitsbeteiligung werden die Interessen und Perspektiven möglichst aller von dem Projekt betroffenen Gruppen gehört. Dafür werden offene, allgemein zugängliche Beteiligungs möglich keiten geschaffen. Darüber hinaus setzt sich die Stadt Köln zum Ziel, solche Gruppen zur Teilnahme zu bewegen, die erfahrungsgemäß eher selten bei Beteiligungsverfahren mitma chen. Ziel ist es, einen chancengerechten Zugang zu Beteiligung zu schaffen. Klare Ziele und abgegrenzter Gestaltungsspielraum Innerhalb von Verfahren der Öffentlichkeitsbeteiligung sind die Ziele und die Intensität der Beteiligung (Beteiligungsstufe) sowie der bestehende inhaltliche Gestaltungsspielraum von Beginn an klar. Ziele, Beteiligungs- stufe und Gestaltungsspielraum werden deutlich kommuniziert. Dadurch werden Frustrationserlebnisse und enttäuschte Erwartungen von Beginn an vermieden. Stattdessen werden Kölnerinnen und Kölner in ihrem dauerhaften oder wiederholten Enga gement bestätigt. Zur Beschreibung des Gestaltungsspielraums gehört es auch, klar mitzuteilen, in welchen Bereichen eine Beteiligung der Kölnerinnen und Kölner nicht vorgesehen ist. Verlässliche und verbindliche Auseinandersetzung mit Ergebnissen Innerhalb Kölner Beteiligungsverfahren herrscht Klarheit darüber, auf welche Weise und an welcher Stelle die Ergebnisse in den politischen Entscheidungsprozess miteinfließen. Die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger setzen sich verlässlich mit den Ergebnissen der Beteiligungsverfahren auseinander und wägen ihre Entscheidungen sorgfältig ab. Getroffene Entscheidungen werden schlüssig begründet und verbindlich umgesetzt. Dies trägt zur Vertrau- ensbildung zwischen Politik und Stadtgesellschaft bei. Andauerndes Lernen und inhaltliche Weiterentwicklung Anforderungen und Formen von Öffentlichkeitsbeteiligung verändern sich und entwickeln sich weiter. Kölner Öffentlichkeitsbeteiligungs- verfahren passen sich an unterschiedliche Situationen und wechselnde Bedingungen an. Durch kontinuierliche Beobachtung und anschließen- de Bewertung (Evaluation) wird klar, ob Beteiligungsverfahren erfolgreich waren. Um eine nachhaltige Beteiligungskultur zu schaffen, fließen die Erfahrungen aus vergan- genen Beteiligungsverfahren in die Kölner Leitlinien ein. Qualitätsstandards für Öffentlichkeitsbeteiligung
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- 0443/2019
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Rat bzw. HA)
- Datum
- 07.02.2019
- Erstellt
- 05.02.2019 06:48