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3610/2021

Tätigkeitsbericht 2021 Büro für Europa und Internationales

Mitteilung Ausschuss 25.11.2021

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage Tätigkeitsbericht 2021

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Mitteilung Ausschuss

446 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
OB/01/3 
 
Vorlagen-Nummer  25.11.2021 
 3610/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 29.11.2021 
 
Tätigkeitsbericht 2021 Büro für Europa und Internationales 
Die Verwaltung informiert mit beigefügtem Tätigkeitsbericht über die Arbeit des Büros für Europa und 
Internationales im Jahr 2021. 
 
 
gez. Reker

Anlage Tätigkeitsbericht 2021

25560 Zeichen

Tätigkeitsbericht 2021 
 
Stadt Köln 
Büro für Europa und Internationales

Inhalt 
 
 
Einleitung ........................................................................................... ................................... 1  
Hauptteil ............................................................................................ .................................... 2  
Europa ............................................................................................... ................................ 2  
Europatag im September nachgeholt .................................................................... ......... 2 
Fördermittelakquise – neue Datenbank und wachsender Arbeitskreis ............................ 3 
Nach innen und außen vernetzt ........................................................................ .............. 3 
Städtepartnerschaften ................................................................................ ........................ 4 
Runde Jubiläen mit Bethlehem und Rio de Janeiro, Ausstellung mit Thessaloniki .......... 4 
Klima- und Entwicklungsprojekte in Kölns Partnerstädten .............................................. 5 
Im Einsatz für die Rechte von LSBTI .................................................................. ............ 6 
Kommunale Entwicklungszusammenarbeit ................................................................. ....... 6 
Zehn Jahre Fair Trade Town und Vize-Hauptstadt des Fairen Handels .......................... 6 
Zehn Jahre „Eine-Welt Stadt Köln“ – Gemeinsam für eine Welt! .................................... 7  
Culpeer4change – Jugendliche aus aller Welt lernen voneinander durch Kultur ............. 7 
Ausblick ............................................................................................. .................................... 8

1 
 
Einleitung 
 
Das Büro für Europa und Internationales betreut 22 internationale 
Städtepartnerschaften, koordiniert die Beziehungen zu lokalen, europäischen und 
internationalen Netzwerken und Akteuren, führt Projekte im Bereich der Kommunalen 
Entwicklungszusammenarbeit durch, setzt sich für global nachhaltige Entwicklung ein 
und unterstützt die Dienststellen der Stadt Köln be i der Akquise und dem 
Projektmanagement von EU-Fördermitteln. 
 
Das Jahr 2021 mit der Corona Pandemie sowie personellen Vakanzen in der Abteilung 
haben die Arbeit des Büros für Europa und Internationales entscheidend geprägt.  
 
Besonders bei der Bewältigung der Gesundheitskrise hat sich gezeigt, dass lokale 
Fragen zunehmend eine europäische und international e Dimension haben. Im 
Innenverhältnis ging es deshalb darum, die städtisc he Europa- und 
Globalisierungskompetenz weiter zu stärken und pro- aktiv auf verschiedenen 
Partizipationsebenen (regional, national, europäisc h, global) mitzuwirken. Im 
Außenverhältnis standen Projekte im Bereich der glo balen nachhaltigen Entwicklung, 
Veranstaltungen der Europaarbeit und die kommunalen Entwicklungszusammenarbeit 
an.  
 
Die erneute Auszeichnung der Stadt Köln mit dem zwe iten Platz im Rahmen des 
Wettbewerbs Hauptstadt des Fairen Handels war und i st eine motivierende 
Anerkennung für die Zivilgesellschaft und die Verwa ltung, den eingeschlagenen Weg 
fortzusetzen. Dabei hat die Stadt Köln sich zu den nachhaltigen Entwicklungszielen 
(SDGs) bekannt und erbringt mit ihren europäischen und internationalen Aufgaben 
einen Beitrag zur Umsetzung. Auf die korrespondiere nden SDGs wird bei der 
Beschreibung der Aktivitäten in diesem Dokument Bezug genommen.  
 
Der vorliegende Tätigkeitsbericht gibt einen kurzen  Überblick über die wesentlichen 
Aktivitäten des Büros im Jahr 2021, die in den drei  Bereichen Europa, 
Städtepartnerschaften und Kommunale Entwicklungszus ammenarbeit geleistet 
wurden. Um Fokus und Kürze zu gewährleisten, konzen triert sich dieser Bericht auf 
die zentralen Schwerpunkte jedes einzelnen Arbeitsbereichs.

2 
 
Hauptteil  
Europa  
Die Europaarbeit der Stadt Köln basiert im Wesentlichen auf fünf Säulen. Dazu gehört 
die breite Vernetzung des Themas Europa (1. Säule) sowohl intern in die Verwaltung 
hinein als auch extern zu Hochschulen, Kommunalen Spitzenverbänden und weiteren 
europäischen und außereuropäischen Institutionen. Die zweite Säule der Europaarbeit 
befasst sich mit der Europafähigkeit der Verwaltung , die durch verschiedene 
Aktivitäten der Aus- und Fortbildung gefördert wird. Weitere Aufgaben bestehen darin, 
Informationen aus und über Brüssel aufzubereiten, weiterzuleiten und nachzubereiten 
(3. Säule), Fördermittelakquise zu unterstützen (4.  Säule) und Einfluss auf die EU-
Rechtssetzung und EU-Politik zu nehmen (5. Säule). 
 
In den genannten Themenfeldern war die Stadt Köln m it unterschiedlichen 
Maßnahmen aktiv.  
 
Europatag im September nachgeholt 
Am 5. September 2021 hat die Stadt Köln den Europatag nachgeholt, der gewöhnlich 
jedes Jahr am 9. Mai stattfindet, aber wegen der Corona-Situation 2021 keine direkten 
Begegnungen zuließ. Dabei kooperierte das Büro für Europa und Internationales mit 
der Volkshochschule Köln.  
 
Unter dem Motto „So lebt Europa in Köln“ kamen im F orum VHS im Museum am 
Neumarkt kurz nach Lockerung der Maßnahmen 70 Kölne r*innen zu einer 
Diskussionsveranstaltung zusammen, die Hunderte von  Menschen auch live im 
Internet verfolgten.  
 
Auf dem Podium saßen Vertreter*innen europäischer K ulturvereine aus Bulgarien, 
Griechenland, Italien und Polen, die damit die in Köln stärksten Communities aller EU-
Länder repräsentierten. Frau Andrea Oster (WDR5) moderierte das Gespräch, an dem 
sich das Publikum lebhaft beteiligte. Die Radiojournalistin fragte nach den Geschichten 
der Kölner*innen mit europäischen Wurzeln sowie nac h den Erfolgen und Problemen 
für die europäischen Kulturvereine, die sich in der  schulischen Bildung, im 
Kulturbereich und bei der Jugendarbeit engagieren. Fazit der Diskussion war der 
Bedarf nach eigenen Räumlichkeiten und der Wunsch n ach einer stärkeren Präsenz 
der Arbeit der EU-Kulturvereine. 
 
 
Die Europa-Vereine Kölns (Pulse of Europe, Junge Europäische Föderalisten, Europa-
Union und Cologne Alliance) präsentierten ihre Arbeit im Foyer des Forums.  
 
Diese Europa-Engagierten haben auch im April 2021 a n einem Vernetzungstreffen 
teilgenommen („Runder Tisch Europa“), zu dem das Bü ro für Europa und 
Internationales eingeladen hatte. Wegen der Corona- Pandemie fand das Treffen 
digital statt.

3 
 
Fördermittelakquise – neue Datenbank und wachsender Arbeitskreis 
Die Serviceeinheit Fördermittelakquise im Büro für Europa und Internationales 
unterstützt die Dienststellen der Stadt Köln dabei,  Fördermittel für Projekte 
einzuwerben. Sie geht zurück auf den Ratsbeschluss „Fördermittelakquise und –
abwicklung von EU-Drittmitteln“ (3887/2018), der im April 2019 verabschiedet wurde.  
 
Verschiedene Meilensteine markieren den Aufbau der Serviceeinheit. Etabliert wurde 
ein ämterübergreifender „Arbeitskreis Fördermittel“ , der der Vernetzung und dem 
Wissensaustausch dient und sich mehrmals jährlich a nalog oder digital trifft. 
Elementarer Bestandteil ist ebenso eine Datenbank, die die Serviceeinheit des Büros 
für Europa und Internationales entwickelt hat und d ie in der finalen Abstimmung ist. 
Sie hat zum Ziel, alle aktuell bewilligten Drittmit tel der städtischen Dienststellen zu 
erfassen. Ab 2022 ist ihr Einsatz als standardisier te und zentrale Informationsquelle 
der Stadt Köln geplant.  
 
Nach innen und außen vernetzt 
Mit dem Ziel, entscheidende Akteure von Politik, Wi ssenschaft, Wirtschaft und 
Verwaltung aller politischen Ebenen miteinander zu vernetzen und die 
Europakompetenz zu stärken, war das Büro für Europa  und Internationales 2021 
innerhalb der Stadtverwaltung sowie nach außen wie folgt aktiv:  
 
- Der Verwaltungsvorstand hat sich im April virtuel l mit der EU-Kommission 
getroffen (in Vertretung von Herrn Pöttgen, Leiter der EU-Kommissionsvertretung 
in Bonn). Die zentralen Gesprächsthemen waren Klimawandel und Digitalisierung, 
also die EU-Schwerpunktthemen der Förderperiode 2021 – 2027;  
 
- Die Großeinkäuferinitiative der EU-Kommission die nt europäischen 
Marktakteuren, um strategische Konsortien zu bilden  und Synergien bei der 
europaweiten Beschaffung zu generieren. Das Büro fü r Europa und 
Internationales koordiniert seit Frühjahr 2021 die Arbeit der Stadt Köln mit den 
Abfallwirtschaftsbetrieben in der Arbeitsgruppe für  Abfall- und Straßenreinigung 
sowie die dazugehörige Ladeinfrastruktur;  
 
- Das Büro für Europa und Internationales unterstüt zt die Koordination des EUni 
Well-Projekts (European University of Well-Being), zu denen die Universität zu 
Köln als eine von „24 European Universities“ gehört . Dabei ist Ziel, dass 
gemeinsame Studiengänge entstehen, die die Mobilität von Wissenschaftlern und 
Studierenden fördert sowie Strukturen für gemeinsame Forschung aufbaut. 
 Am 6. 
September fand unter Teilnahme von Frau Oberbürgermeisterin Reker das digitale 
Auftakttreffen des Projekts statt, dessen Finanzier ung durch das Erasmus+-
Programm für die nächsten drei Jahre gesichert ist;   
 
- Am 26. Oktober fand erstmalig ein „EU-Azubi-Gipfe l“ als Kooperationsvorhaben 
zwischen der Ausbildungsleitung und dem Büro für Eu ropa und Internationales 
statt. 32 Auszubildende der Stadt Köln schlüpften i n die Rollen von EU-
Politiker*innen und lernten somit die Arbeitsweise der EU-Institutionen kennen;

4 
 
- Mit dem „Twin City Talk“ fand erstmalig ein digit ales Treffen mit Kolleg*innen der 
Partnerstadt Cork statt, das bei den Mitarbeitenden  der Stadt Köln auf hohe 
Resonanz stieß. Mit dem monatlich stattfindenden En glish Lunch in der 
Mittagspause und Fortbildungen zum Thema Europa seitens des Büro für Europa 
und Internationales werden die Beschäftigten der St adt Köln inhaltlich und 
sprachlich auf internationale Vernetzungstreffen dieser Art vorbereitet. 
 
Städtepartnerschaften 
Runde Jubiläen mit Bethlehem und Rio de Janeiro, Ausstellung mit Thessaloniki 
Köln hat 22 internationale Städtepartnerschaften und damit so viele wie keine andere 
deutsche Metropole. 2021 standen zwei besondere Jub iläen an: Die „silberne 
Hochzeit“ (25 Jahre) mit Bethlehem und die erste De kade freundschaftlicher 
Beziehungen mit der zweitgrößten Stadt Brasiliens, Rio de Janeiro. Auch wurde im 
Rahmen der Partnerschaft mit Thessaloniki eine Auss tellung im NS- 
Dokumentationszentrum digital eröffnet. 
Bethlehem 
Wegen der Corona-Pandemie mussten die Jubiläumsfeie rlichkeiten zum großen Teil 
eingeschränkt werden. Nichtdestotrotz richtete der Verein Köln-Bethlehem zahlreiche 
Jubiläumsaktivitäten aus, die von der Stadt Köln te ils finanziert wurden. Über das 
ganze Jahr hinweg fanden Veranstaltungen wie der Bethlehem-Tag im Rautenstrauch-
Joest Museum, eine Deutsch-Arabische Buchmesse in d er Alten Feuerwache, eine 
Lesung im Kölner Literaturhaus sowie ein Kinoabend,  Fotoausstellungen und 
Diskussionsforen und ein Olivenbaumfest statt. Zude m sammelte der 
Städtepartnerschaftsverein Spendenmittel in der Höh e von 10.000 Euro. Wie in 
vergangenen Jahren werden die Gelder in soziale Pro jekte fließen, um den so oft 
beschwerlichen Alltag in Palästina zu erleichtern.  
Als krönenden Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeite n ist – sofern es die gültigen 
Corona Regeln zulassen - vom 7. Dezember 2021 bis z um 5. Januar 2022 die 
Ausstellung „Bethlehem Reborn“ zur Restaurierung de r Geburtskirche von Kölns 
Partnerstadt in Palästina in der Gertrudenkirche in  Köln geplant. Die geplante 
Einladung einer offiziellen Delegation aus Bethlehe m unter der Leitung von 
Oberbürgermeister Anton Salman musste pandemiebedin gt leider verschoben 
werden.  
Rio de Janeiro 
Die Stadt am Zuckerhut war wie das gesamte Land Bra silien äußerst stark von der 
Corona-Pandemie betroffen. Deshalb musste der erste  runde Geburtstag der 
Städtepartnerschaft zwischen Köln und Rio, die am 1 9. September 2011 beurkundet 
worden war, auf unmittelbare Begegnungen mit den br asilianischen Partner*innen 
verzichten.  
Gleichwohl konnte in Köln ein buntes Jubiläumsprogr amms über die zweite 
Jahreshälfte angeboten waren. Neben zahlreichen Ver anstaltungen des Köln-Rio 
Städtepartnerschaftsvereins lud zum Beispiel die St adtbibliothek während der

5 
 
Sommerferien zum Mitfeiern bei einer Lesung sowie z u einem Konzert mit 
brasilianischen und kölschen Klängen ein.  
Thessaloniki  
Am 15.11.2021 wurde im Rahmen der Städtepartnerscha ft Köln-Thessaloniki die 
Ausstellung „Gespaltene Erinnerungen 1940-1950: Zwi schen Geschichte und 
Erfahrung“ in Kooperation mit dem NS-Dokumentations zentrum digital eröffnet. 
Oberbürgermeisterin Reker und ihr Amtskollege Zerva s sprachen Grußworte; die 
stellvertretende Leiterin Dr. Christians-Bernsee be grüßte die Gäste per Livestream.  
 
Die Exponate setzen sich mit der beinahe vollständi gen Auslöschung der damals 
größten jüdischen Gemeinde Europas in Thessaloniki auseinander wie mit der 
dortigen Widerstandsbewegung und dem Bürgerkrieg. E s werden zeitgenössische 
Kunstwerke und authentische Zeitzeugenberichte präs entiert. Sie erinnern daran, 
dass Thessaloniki sich bisher wenig mit dem Verlust  seiner jüdischen Tradition 
auseinandergesetzt hat ebenso wie Deutschland mit s einen Greueltaten in 
Griechenland.  
Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Jüd ischen Museum Thessaloniki, 
dem Makedonischen Museum für Zeitgenössische Kunst in Thessaloniki, dem 
Deutschen Historischen Museum Berlin und dem Goethe -Instituts Thessaloniki 
erarbeitet. Sie wird bis Ende Februar 2022 im NS-Do kumentationszentrum in Köln 
virtuell zu sehen sein.  
Klima- und Entwicklungsprojekte in Kölns Partnerstädten 
Im Dezember 2020 hatte der Rat die Durchführung von  Projekten in Rio de Janeiro, 
Corinto und Bethlehem/Palästina bewilligt. Mit Mitt eln von Engagement Global/ 
Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) tragen die Projekte zu Klimaschutz 
und Klimaanpassung (mit dem Förderprogramm für Komm unale Klimaschutz- und 
Klimaanpassungsprojekte, FKKP), mehr ökologischer N achhaltigkeit 
(Förderprogramm „Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte, 
„Nakopa“) und zur Bewältigung der Folgen der Corona -Pandemie (Kommunales 
Corona-Solidarpaket) bei. Das Büro für Europa und Internationales hatte dafür Anträge 
gestellt, die vom Bundesministerium für wirtschaftl iche Zusammenarbeit und 
Entwicklung bewilligt und mit einem Volumen von ins gesamt 1.055.391 Euro 
umgesetzt werden. Alle Projekte starteten 2021:  
In Rio de Janeiro widmen sich die Vorhaben der „Ver meidung und Verwertung von 
Lebensmittelabfällen“ (Förderprogramm FKKP) sowie d er "Optimierung der lokalen 
Kommunikation zwischen Bürger*innen und Behörden im  Krisen- und 
Katastrophenfall" (Corona-Solidarpaket). In Corinto , Nicaragua, sollen mit einer 
besseren medizinischen Gesundheitsvorsorge die Folg en der Corona-Pandemie 
gemindert werden, und die Auswirkungen des Klimawan dels dort mit einem 
nachhaltigeren Trinkwassersystem abgeschwächt werde n. In Bethlehem/Palästina 
wird ein Solarprojekt für eine bessere Beleuchtung in der Innenstadt sorgen, und 
elektronische Servicedienstleistungen sollen die ko ntaktlose Bearbeitung von 
Bürger*innenanfragen ermöglichen.

6 
 
Die Projekte fördern die Umsetzung von SDG 17 (Partnerschaften zur Umsetzung der 
17 Ziele), SDG 13 (Klimaschutz und Anpassung an Klimawandel), SDG 6 (Zugang zu 
sauberem Wasser) und SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen) und SDG 7 bezahlbare 
und saubere Energie. 
Im Einsatz für die Rechte von LSBTI  
Vom 27. bis 29. August 2021 fand in Köln der Christ opher Street Day (CSD) statt. 
Unter dem Motto „Sister Cities Stand Together“ hatt e die Stadt zum fünften Mal in 
Folge Menschenrechtsaktivist*innen aus ihren Partne rstädten eingeladen: 2021 
kamen sie aus Lille (Frankreich) und Kattowitz (Pol en). Erstmalig dabei waren auch 
zwei Mitarbeitende der Kattowitzer Stadtverwaltung.  Das viertägige Programm, 
koordiniert von der Fachstelle LSBTI im Amt für Integration und Vielfalt in Kooperation 
mit dem Büro für Europa und Internationales, setzte  auf internationale Solidarität, 
Vernetzung und gegenseitiges "Empowerment" beim weltweiten Einsatz für die Rechte 
von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und inter geschlechtlichen Menschen 
(LSBTI). 
Im Gegenzug dazu war Bürgermeister Andreas Wolter a m 11. September zu Gast in 
Kattowitz, wo er den „Marsch für Gleichheit“ in Ver tretung von Frau 
Oberbürgermeisterin Reker eröffnete.  
Das Projekt unterstützt die Umsetzung von SDG 5 (Geschlechtergleichheit) und SDG 
17 (Internationale .Partnerschaften zur Umsetzung d er nachhaltigen Entwicklungs-
ziele). 
. 
Kommunale Entwicklungszusammenarbeit 
Zehn Jahre Fair Trade Town und Vize-Hauptstadt des Fairen Handels 
Köln trägt seit 2011 das Siegel einer „Fairtrade-To wn“. Gemeinsam mit der 
Zivilgesellschaft ist das Büro für Europa und Inter nationales in der Steuerungsgruppe 
zum Fairen Handel in Köln aktiv, um die Stadtgesell schaft für die Bedeutung des 
Fairen Handels zu sensibilisieren. Zudem unterstütz t und berät das Büro für Europa 
und Internationales andere Ämter bei der Umsetzung des Ratsbeschlusses zum 
Fairen Beschaffungswesen, der seit dem 25. September 2008 gilt. 
2021 feierte Köln das zehnjährige Jubiläum als Fair trade-Town mit verschiedenen 
Aktivitäten:  
- Im Rahmen der Fairtrade Night im September 2021 ü bergab Dieter Overath, 
Vorstandvorsitzender der Organisation Fairtrade Deu tschland, Frau 
Oberbürgermeisterin Reker feierlich eine Urkunde; 
 
- In den Kölner Verkehrsbetrieben gab es eine Minip osterkampagne zu zehn 
Jahre FairTrade Town Köln; 
  
- Das Büro für Europa und Internationales entwickel te eine Sonderedition einer 
FairTrade-Schokolade, die frei verteilt wurde;

7 
 
- Am 15. September fand im Bürgerhaus Stollwerck di e Lesung und 
Podiumsdiskussion „Fair for Future“ mit entscheidenden zivilgesellschaftlichen 
Akteur*innen des fairen Handels statt.  
 
Herausragender Erfolg für die Kommunale Entwicklung sarbeit 2021 ist der zweite 
Platz im bundesweiten Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“, der mit 50.000 
Euro dotiert ist. Damit ging Köln zum zweiten Mal s iegreich hervor – 2017 hatte die 
Stadt den ersten Platz gewonnen.  
In der Konkurrenz von 118 teilnehmenden Kommunen hatte die Jury beeindruckt, 
wie effektiv in Köln Migrant*innen, junge Leute und Menschen in strukturschwachen 
Stadtteilen mit den Ideen des fairen Handels erreicht werden. Ebenso spielte die 
Kooperation mit der Universität zu Köln eine große Rolle, um Vize-Hauptstadt des 
Fairen Handels zu werden.  
Dieses Engagement für den Fairen Handel hat SDG 8 (menschenwürdige Arbeit) und 
SDG 12 (nachhaltiger Konsum) gefördert. 
 
 
Zehn Jahre „Eine-Welt Stadt Köln“ – Gemeinsam für eine Welt! 
Köln engagiert sich seit zehn Jahren mit dem Netzwerk „Eine-Welt-Stadt Köln“ für mehr 
globale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und kooper atives Miteinander. Es vereint 
Menschen, die sich an Kölner Hochschulen, Schulen, in Vereinen oder Unternehmen 
für eine gerechte Welt engagieren.  
2021 wurde das zehnjährige Jubiläum dieses Netzwerk es gefeiert. Eine 
Werbekampagne in den Verkehrsmitteln der KVB und au f den öffentlichen 
Werbebannern („Citylights“) machte auf die zehnjähr ige Existenz des Netzwerks 
aufmerksam. Zudem wurde ein Video-Clip erstellt und  das Jubiläum im städtischen 
Internetauftritt platziert.  
Am 27. Oktober fand im Bürgerhaus Stollwerck mit der Veranstaltung „Eine Bühne für 
die Jugend der Welt“ die öffentliche Jubiläumsfeier  statt. Bürgermeister Andreas 
Wolter begrüßte in Vertretung der Oberbürgermeister in das Publikum. Zugleich 
markierte das Event, das von einem Gastauftritt des  Sängers Ron Williams sowie 
kulturellen entwicklungspolitischen Beiträgen aus I ndien, Äthiopien, Bolivien und 
Tansania geprägt war, den erfolgreichen Abschluss d es EU-Projekts 
„Culpeer4Change“.
  
Das Netzwerk Eine-Welt Stadt Köln unterstützt die U msetzung von SDG 17 
(Internationale Partnerschaften). 
 
Culpeer4change – Jugendliche aus aller Welt lernen voneinander durch Kultur  
Hauptansatz des EU-geförderten Projekt „Culpeer4cha nge“ ist, dass Gleichaltrige 
(‚Peers‘) auf künstlerisch-spielerische Weise die e ntsprechenden Globalen 
Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bearbei ten und damit über die großen 
Themen unserer Zeit wie Klimawandel und Migration lernen.

8 
 
Die Stadt Köln ist Hauptpartnerin des Projekts, das  das Büro für Europa und 
Internationales in Zusammenarbeit mit dem Kölner In stitut equalita e.V. von Februar 
2019 bis Ende Januar 2022 zusammen mit sechs EU-Ländern durchführt.  
2021 waren mit Circus Debere Berhan aus Äthiopien, KCC aus Tansania, 
Dreamcatchers aus Indien und Teatro Trono vier Künstlergruppen zu Besuch in Köln. 
Am 27. Oktober führten sie beim o.g. Jubiläum ihre Kunst im Bürgerhaus Stollwerck 
vor.  
Öffentliche Konferenzen für Lehrer*innen, Sozialarb eiter*innen und Bildungs-
politiker*innen, das gemeinsame Bemalen von Großwän den sowie zahlreiche 
persönliche Begegnungen prägten darüber hinaus das Projekt im Jahr 2021. Seine 
Effektivität und Qualität führten dazu, dass das Netzwerk RENN, Regionales Netzwerk 
für Nachhaltigkeitsstrategien „Culpeer4change“ als „Projekt Nachhaltigkeit 2021“ 
prämierte.  
 
Das Projekt unterstützt die Umsetzung von SDG 13 (K limaschutz) SDG 10 (Weniger 
Ungleichheiten - hier Unterziel Migration/Flucht) u nd SDG 16 (Frieden, Gerechtigkeit 
und starke Institutionen - hier Unterziel Kinderrechte)
 
 
Ausblick 
Während sich 2021 dem Ende nähert, steht bereits für das Büro für Europa und 
Internationales ein vielfältiges Programm für 2022 an.  
 
Für den Europa-Bereich  sind u.a. folgende Tätigkeiten geplant:  
- In der Europawoche im Mai wird in Kooperation mit  der VHS die Veranstaltung 
„So lebt Europa in Köln on Tour“ stattfinden, bei d er Kölner Bürger*innen mit 
europäischen Wurzeln an den Wirkungsorten ihrer kul turellen Arbeit getroffen 
werden; 
- Das Büro für Europa und Internationales wird akti v an der 
Jahreshauptversammlung des europäischen Städtenetzw erkes EUROCITIES 
vom 8.-10. Juni 2022 im finnischen Espoo mitwirken;  
- Die Datenbank für die Fördermittelakquise soll 20 22 in den Regelbetrieb gehen 
und somit laufend über bereits akquirierte städtische Fördermittel informieren; 
- Europa digital: Geplant ist ein virtuelles Kooper ationsprojekt mit dem Stab 
Internationales des Bundesverwaltungsamts, dem Euro pabeauftragten des 
Landschaftsverbands Rheinland und dem Büro für Euro pa und Internationales 
in Form eines gemeinsamen Online-Englischkurses. Vi rtuell geht es – sofern 
die Pandemielage es nicht anders zulässt – wie in 2 021 auf eine Reise der 
Beschäftigten nach Brüssel.  
 
Für den Bereich Klima- und Städtepartnerschaften  steht u.a. Folgendes an:  
 
- Die zehnjährigen Jubiläen der Klimapartnerschafte n Köln-Rio und Köln-Corinto 
werden mit Werbekampagnen in die Öffentlichkeit getragen. Zudem findet eine 
öffentliche Veranstaltung in Kooperation mit der Ko ordinationsstelle 
Klimaschutz statt. Die Projekte im Rahmen der Klimapartnerschaften, die 2021

9 
 
gestartet sind, werden fortgeführt. Hierdurch wird vor allem SDG 13 
(Klimaschutz) gefördert; 
- Gemäß Ratsbeschluss vom 14.05.2020 wird die Verwa ltung einen Vorschlag 
für eine Städtepartnerschaft bzw. Städtefreundschaf t mit einer Stadt in 
Subsahara-Afrika unter Partizipation der Zivilgesellschaft erarbeiten. Hierdurch 
soll SDG 17 (Partnerschaften zur Erreichung der nac hhaltigen 
Entwicklungsziele) gefördert werden; 
 
- Die 25-jährige Städtepartnerschaft mit Istanbul w ird mit Fachaustauschen auf 
Verwaltungsebene und vielen Veranstaltungen des Stä dtepartnerschafts-
vereins Köln-Istanbul e.V. gefeiert werden, sofern die Corona-Pandemie dies 
erlaubt;  
- Die verschobenen persönlichen Begegnungen im Rahm en von 
Delegationsreisen anlässlich der Städtepartnerschaf tsjubiläen mit Rio de 
Janeiro und Bethlehem sollen möglichst nachgeholt werden.  
 
Der Bereich Kommunale Entwicklungszusammenarbeit plant u.a. diese 
Aktivitäten:   
 
Teilbereich Fairer Handel/faire Beschaffung (Förderung von SDG 8 und 12):  
- Über die Teilnahme an der Steuerungsgruppe Fair-T rade Town wird die 
Ausschüttung des Preisgeldes von 50.000 Euro für den 2. Platz im Wettbewerb 
„Hauptstadt des Fairen Handels“ koordiniert. Es wer den Projekte zur 
Sensibilisierung der Kölner*innen, zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und 
zur weiteren Förderung des Fairen Handels finanziert; 
- Faire Standards der Beschaffung sollen im zentral en System der Stadt für 
Einkäufe (cMarket) strategisch verankert werden; 
- In Zusammenarbeit mit dem Klimarat sollen faire S tandards bei der 
Ausschreibung von Verpflegung in den Kindertagesstä tten implementiert 
werden. 
 
Teilbereich Eine-Welt-Stadt Köln 
- Die Wandmalerei im Rahmen der „Eine-Welt Stadt Kö ln“ wird mit 
internationalen Künstler*innen und Kölner Jugendlic hen zu den nachhaltigen 
Entwicklungszielen fortgeführt werden. Hierdurch so llen alle SDGs bekannt 
gemacht werden; 
- Eine „Veedels-Partnerschaft“ soll mit einem Stadt teil in Köln und einer 
Jugendkulturgruppe aus dem Globalen Süden mit dem S DG-Schwerpunkt 
„Klimagerechtigkeit“ aufgebaut werden. Dadurch soll  ein Beitrag geleistet 
werden zu SDG 4 (hochwertige Bildung) und zum Bewus stsein für SDG 13 
(Klimaschutz); 
- Der Empfang der Oberbürgermeisterin für die Botsc hafter*innen des 
Netzwerkes, der 2021 nicht möglich war, soll nachgeholt werden.

Beratungsverlauf (1)

24.01.2022 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
3610/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
25.11.2021
Erstellt
14.10.2021 08:06