3610/2021
Tätigkeitsbericht 2021 Büro für Europa und Internationales
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/01/3 Vorlagen-Nummer 25.11.2021 3610/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 29.11.2021 Tätigkeitsbericht 2021 Büro für Europa und Internationales Die Verwaltung informiert mit beigefügtem Tätigkeitsbericht über die Arbeit des Büros für Europa und Internationales im Jahr 2021. gez. Reker
Anlage Tätigkeitsbericht 2021
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Tätigkeitsbericht 2021 Stadt Köln Büro für Europa und Internationales Inhalt Einleitung ........................................................................................... ................................... 1 Hauptteil ............................................................................................ .................................... 2 Europa ............................................................................................... ................................ 2 Europatag im September nachgeholt .................................................................... ......... 2 Fördermittelakquise – neue Datenbank und wachsender Arbeitskreis ............................ 3 Nach innen und außen vernetzt ........................................................................ .............. 3 Städtepartnerschaften ................................................................................ ........................ 4 Runde Jubiläen mit Bethlehem und Rio de Janeiro, Ausstellung mit Thessaloniki .......... 4 Klima- und Entwicklungsprojekte in Kölns Partnerstädten .............................................. 5 Im Einsatz für die Rechte von LSBTI .................................................................. ............ 6 Kommunale Entwicklungszusammenarbeit ................................................................. ....... 6 Zehn Jahre Fair Trade Town und Vize-Hauptstadt des Fairen Handels .......................... 6 Zehn Jahre „Eine-Welt Stadt Köln“ – Gemeinsam für eine Welt! .................................... 7 Culpeer4change – Jugendliche aus aller Welt lernen voneinander durch Kultur ............. 7 Ausblick ............................................................................................. .................................... 8 1 Einleitung Das Büro für Europa und Internationales betreut 22 internationale Städtepartnerschaften, koordiniert die Beziehungen zu lokalen, europäischen und internationalen Netzwerken und Akteuren, führt Projekte im Bereich der Kommunalen Entwicklungszusammenarbeit durch, setzt sich für global nachhaltige Entwicklung ein und unterstützt die Dienststellen der Stadt Köln be i der Akquise und dem Projektmanagement von EU-Fördermitteln. Das Jahr 2021 mit der Corona Pandemie sowie personellen Vakanzen in der Abteilung haben die Arbeit des Büros für Europa und Internationales entscheidend geprägt. Besonders bei der Bewältigung der Gesundheitskrise hat sich gezeigt, dass lokale Fragen zunehmend eine europäische und international e Dimension haben. Im Innenverhältnis ging es deshalb darum, die städtisc he Europa- und Globalisierungskompetenz weiter zu stärken und pro- aktiv auf verschiedenen Partizipationsebenen (regional, national, europäisc h, global) mitzuwirken. Im Außenverhältnis standen Projekte im Bereich der glo balen nachhaltigen Entwicklung, Veranstaltungen der Europaarbeit und die kommunalen Entwicklungszusammenarbeit an. Die erneute Auszeichnung der Stadt Köln mit dem zwe iten Platz im Rahmen des Wettbewerbs Hauptstadt des Fairen Handels war und i st eine motivierende Anerkennung für die Zivilgesellschaft und die Verwa ltung, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Dabei hat die Stadt Köln sich zu den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs) bekannt und erbringt mit ihren europäischen und internationalen Aufgaben einen Beitrag zur Umsetzung. Auf die korrespondiere nden SDGs wird bei der Beschreibung der Aktivitäten in diesem Dokument Bezug genommen. Der vorliegende Tätigkeitsbericht gibt einen kurzen Überblick über die wesentlichen Aktivitäten des Büros im Jahr 2021, die in den drei Bereichen Europa, Städtepartnerschaften und Kommunale Entwicklungszus ammenarbeit geleistet wurden. Um Fokus und Kürze zu gewährleisten, konzen triert sich dieser Bericht auf die zentralen Schwerpunkte jedes einzelnen Arbeitsbereichs. 2 Hauptteil Europa Die Europaarbeit der Stadt Köln basiert im Wesentlichen auf fünf Säulen. Dazu gehört die breite Vernetzung des Themas Europa (1. Säule) sowohl intern in die Verwaltung hinein als auch extern zu Hochschulen, Kommunalen Spitzenverbänden und weiteren europäischen und außereuropäischen Institutionen. Die zweite Säule der Europaarbeit befasst sich mit der Europafähigkeit der Verwaltung , die durch verschiedene Aktivitäten der Aus- und Fortbildung gefördert wird. Weitere Aufgaben bestehen darin, Informationen aus und über Brüssel aufzubereiten, weiterzuleiten und nachzubereiten (3. Säule), Fördermittelakquise zu unterstützen (4. Säule) und Einfluss auf die EU- Rechtssetzung und EU-Politik zu nehmen (5. Säule). In den genannten Themenfeldern war die Stadt Köln m it unterschiedlichen Maßnahmen aktiv. Europatag im September nachgeholt Am 5. September 2021 hat die Stadt Köln den Europatag nachgeholt, der gewöhnlich jedes Jahr am 9. Mai stattfindet, aber wegen der Corona-Situation 2021 keine direkten Begegnungen zuließ. Dabei kooperierte das Büro für Europa und Internationales mit der Volkshochschule Köln. Unter dem Motto „So lebt Europa in Köln“ kamen im F orum VHS im Museum am Neumarkt kurz nach Lockerung der Maßnahmen 70 Kölne r*innen zu einer Diskussionsveranstaltung zusammen, die Hunderte von Menschen auch live im Internet verfolgten. Auf dem Podium saßen Vertreter*innen europäischer K ulturvereine aus Bulgarien, Griechenland, Italien und Polen, die damit die in Köln stärksten Communities aller EU- Länder repräsentierten. Frau Andrea Oster (WDR5) moderierte das Gespräch, an dem sich das Publikum lebhaft beteiligte. Die Radiojournalistin fragte nach den Geschichten der Kölner*innen mit europäischen Wurzeln sowie nac h den Erfolgen und Problemen für die europäischen Kulturvereine, die sich in der schulischen Bildung, im Kulturbereich und bei der Jugendarbeit engagieren. Fazit der Diskussion war der Bedarf nach eigenen Räumlichkeiten und der Wunsch n ach einer stärkeren Präsenz der Arbeit der EU-Kulturvereine. Die Europa-Vereine Kölns (Pulse of Europe, Junge Europäische Föderalisten, Europa- Union und Cologne Alliance) präsentierten ihre Arbeit im Foyer des Forums. Diese Europa-Engagierten haben auch im April 2021 a n einem Vernetzungstreffen teilgenommen („Runder Tisch Europa“), zu dem das Bü ro für Europa und Internationales eingeladen hatte. Wegen der Corona- Pandemie fand das Treffen digital statt. 3 Fördermittelakquise – neue Datenbank und wachsender Arbeitskreis Die Serviceeinheit Fördermittelakquise im Büro für Europa und Internationales unterstützt die Dienststellen der Stadt Köln dabei, Fördermittel für Projekte einzuwerben. Sie geht zurück auf den Ratsbeschluss „Fördermittelakquise und – abwicklung von EU-Drittmitteln“ (3887/2018), der im April 2019 verabschiedet wurde. Verschiedene Meilensteine markieren den Aufbau der Serviceeinheit. Etabliert wurde ein ämterübergreifender „Arbeitskreis Fördermittel“ , der der Vernetzung und dem Wissensaustausch dient und sich mehrmals jährlich a nalog oder digital trifft. Elementarer Bestandteil ist ebenso eine Datenbank, die die Serviceeinheit des Büros für Europa und Internationales entwickelt hat und d ie in der finalen Abstimmung ist. Sie hat zum Ziel, alle aktuell bewilligten Drittmit tel der städtischen Dienststellen zu erfassen. Ab 2022 ist ihr Einsatz als standardisier te und zentrale Informationsquelle der Stadt Köln geplant. Nach innen und außen vernetzt Mit dem Ziel, entscheidende Akteure von Politik, Wi ssenschaft, Wirtschaft und Verwaltung aller politischen Ebenen miteinander zu vernetzen und die Europakompetenz zu stärken, war das Büro für Europa und Internationales 2021 innerhalb der Stadtverwaltung sowie nach außen wie folgt aktiv: - Der Verwaltungsvorstand hat sich im April virtuel l mit der EU-Kommission getroffen (in Vertretung von Herrn Pöttgen, Leiter der EU-Kommissionsvertretung in Bonn). Die zentralen Gesprächsthemen waren Klimawandel und Digitalisierung, also die EU-Schwerpunktthemen der Förderperiode 2021 – 2027; - Die Großeinkäuferinitiative der EU-Kommission die nt europäischen Marktakteuren, um strategische Konsortien zu bilden und Synergien bei der europaweiten Beschaffung zu generieren. Das Büro fü r Europa und Internationales koordiniert seit Frühjahr 2021 die Arbeit der Stadt Köln mit den Abfallwirtschaftsbetrieben in der Arbeitsgruppe für Abfall- und Straßenreinigung sowie die dazugehörige Ladeinfrastruktur; - Das Büro für Europa und Internationales unterstüt zt die Koordination des EUni Well-Projekts (European University of Well-Being), zu denen die Universität zu Köln als eine von „24 European Universities“ gehört . Dabei ist Ziel, dass gemeinsame Studiengänge entstehen, die die Mobilität von Wissenschaftlern und Studierenden fördert sowie Strukturen für gemeinsame Forschung aufbaut. Am 6. September fand unter Teilnahme von Frau Oberbürgermeisterin Reker das digitale Auftakttreffen des Projekts statt, dessen Finanzier ung durch das Erasmus+- Programm für die nächsten drei Jahre gesichert ist; - Am 26. Oktober fand erstmalig ein „EU-Azubi-Gipfe l“ als Kooperationsvorhaben zwischen der Ausbildungsleitung und dem Büro für Eu ropa und Internationales statt. 32 Auszubildende der Stadt Köln schlüpften i n die Rollen von EU- Politiker*innen und lernten somit die Arbeitsweise der EU-Institutionen kennen; 4 - Mit dem „Twin City Talk“ fand erstmalig ein digit ales Treffen mit Kolleg*innen der Partnerstadt Cork statt, das bei den Mitarbeitenden der Stadt Köln auf hohe Resonanz stieß. Mit dem monatlich stattfindenden En glish Lunch in der Mittagspause und Fortbildungen zum Thema Europa seitens des Büro für Europa und Internationales werden die Beschäftigten der St adt Köln inhaltlich und sprachlich auf internationale Vernetzungstreffen dieser Art vorbereitet. Städtepartnerschaften Runde Jubiläen mit Bethlehem und Rio de Janeiro, Ausstellung mit Thessaloniki Köln hat 22 internationale Städtepartnerschaften und damit so viele wie keine andere deutsche Metropole. 2021 standen zwei besondere Jub iläen an: Die „silberne Hochzeit“ (25 Jahre) mit Bethlehem und die erste De kade freundschaftlicher Beziehungen mit der zweitgrößten Stadt Brasiliens, Rio de Janeiro. Auch wurde im Rahmen der Partnerschaft mit Thessaloniki eine Auss tellung im NS- Dokumentationszentrum digital eröffnet. Bethlehem Wegen der Corona-Pandemie mussten die Jubiläumsfeie rlichkeiten zum großen Teil eingeschränkt werden. Nichtdestotrotz richtete der Verein Köln-Bethlehem zahlreiche Jubiläumsaktivitäten aus, die von der Stadt Köln te ils finanziert wurden. Über das ganze Jahr hinweg fanden Veranstaltungen wie der Bethlehem-Tag im Rautenstrauch- Joest Museum, eine Deutsch-Arabische Buchmesse in d er Alten Feuerwache, eine Lesung im Kölner Literaturhaus sowie ein Kinoabend, Fotoausstellungen und Diskussionsforen und ein Olivenbaumfest statt. Zude m sammelte der Städtepartnerschaftsverein Spendenmittel in der Höh e von 10.000 Euro. Wie in vergangenen Jahren werden die Gelder in soziale Pro jekte fließen, um den so oft beschwerlichen Alltag in Palästina zu erleichtern. Als krönenden Abschluss der Jubiläumsfeierlichkeite n ist – sofern es die gültigen Corona Regeln zulassen - vom 7. Dezember 2021 bis z um 5. Januar 2022 die Ausstellung „Bethlehem Reborn“ zur Restaurierung de r Geburtskirche von Kölns Partnerstadt in Palästina in der Gertrudenkirche in Köln geplant. Die geplante Einladung einer offiziellen Delegation aus Bethlehe m unter der Leitung von Oberbürgermeister Anton Salman musste pandemiebedin gt leider verschoben werden. Rio de Janeiro Die Stadt am Zuckerhut war wie das gesamte Land Bra silien äußerst stark von der Corona-Pandemie betroffen. Deshalb musste der erste runde Geburtstag der Städtepartnerschaft zwischen Köln und Rio, die am 1 9. September 2011 beurkundet worden war, auf unmittelbare Begegnungen mit den br asilianischen Partner*innen verzichten. Gleichwohl konnte in Köln ein buntes Jubiläumsprogr amms über die zweite Jahreshälfte angeboten waren. Neben zahlreichen Ver anstaltungen des Köln-Rio Städtepartnerschaftsvereins lud zum Beispiel die St adtbibliothek während der 5 Sommerferien zum Mitfeiern bei einer Lesung sowie z u einem Konzert mit brasilianischen und kölschen Klängen ein. Thessaloniki Am 15.11.2021 wurde im Rahmen der Städtepartnerscha ft Köln-Thessaloniki die Ausstellung „Gespaltene Erinnerungen 1940-1950: Zwi schen Geschichte und Erfahrung“ in Kooperation mit dem NS-Dokumentations zentrum digital eröffnet. Oberbürgermeisterin Reker und ihr Amtskollege Zerva s sprachen Grußworte; die stellvertretende Leiterin Dr. Christians-Bernsee be grüßte die Gäste per Livestream. Die Exponate setzen sich mit der beinahe vollständi gen Auslöschung der damals größten jüdischen Gemeinde Europas in Thessaloniki auseinander wie mit der dortigen Widerstandsbewegung und dem Bürgerkrieg. E s werden zeitgenössische Kunstwerke und authentische Zeitzeugenberichte präs entiert. Sie erinnern daran, dass Thessaloniki sich bisher wenig mit dem Verlust seiner jüdischen Tradition auseinandergesetzt hat ebenso wie Deutschland mit s einen Greueltaten in Griechenland. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Jüd ischen Museum Thessaloniki, dem Makedonischen Museum für Zeitgenössische Kunst in Thessaloniki, dem Deutschen Historischen Museum Berlin und dem Goethe -Instituts Thessaloniki erarbeitet. Sie wird bis Ende Februar 2022 im NS-Do kumentationszentrum in Köln virtuell zu sehen sein. Klima- und Entwicklungsprojekte in Kölns Partnerstädten Im Dezember 2020 hatte der Rat die Durchführung von Projekten in Rio de Janeiro, Corinto und Bethlehem/Palästina bewilligt. Mit Mitt eln von Engagement Global/ Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) tragen die Projekte zu Klimaschutz und Klimaanpassung (mit dem Förderprogramm für Komm unale Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekte, FKKP), mehr ökologischer N achhaltigkeit (Förderprogramm „Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte, „Nakopa“) und zur Bewältigung der Folgen der Corona -Pandemie (Kommunales Corona-Solidarpaket) bei. Das Büro für Europa und Internationales hatte dafür Anträge gestellt, die vom Bundesministerium für wirtschaftl iche Zusammenarbeit und Entwicklung bewilligt und mit einem Volumen von ins gesamt 1.055.391 Euro umgesetzt werden. Alle Projekte starteten 2021: In Rio de Janeiro widmen sich die Vorhaben der „Ver meidung und Verwertung von Lebensmittelabfällen“ (Förderprogramm FKKP) sowie d er "Optimierung der lokalen Kommunikation zwischen Bürger*innen und Behörden im Krisen- und Katastrophenfall" (Corona-Solidarpaket). In Corinto , Nicaragua, sollen mit einer besseren medizinischen Gesundheitsvorsorge die Folg en der Corona-Pandemie gemindert werden, und die Auswirkungen des Klimawan dels dort mit einem nachhaltigeren Trinkwassersystem abgeschwächt werde n. In Bethlehem/Palästina wird ein Solarprojekt für eine bessere Beleuchtung in der Innenstadt sorgen, und elektronische Servicedienstleistungen sollen die ko ntaktlose Bearbeitung von Bürger*innenanfragen ermöglichen. 6 Die Projekte fördern die Umsetzung von SDG 17 (Partnerschaften zur Umsetzung der 17 Ziele), SDG 13 (Klimaschutz und Anpassung an Klimawandel), SDG 6 (Zugang zu sauberem Wasser) und SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen) und SDG 7 bezahlbare und saubere Energie. Im Einsatz für die Rechte von LSBTI Vom 27. bis 29. August 2021 fand in Köln der Christ opher Street Day (CSD) statt. Unter dem Motto „Sister Cities Stand Together“ hatt e die Stadt zum fünften Mal in Folge Menschenrechtsaktivist*innen aus ihren Partne rstädten eingeladen: 2021 kamen sie aus Lille (Frankreich) und Kattowitz (Pol en). Erstmalig dabei waren auch zwei Mitarbeitende der Kattowitzer Stadtverwaltung. Das viertägige Programm, koordiniert von der Fachstelle LSBTI im Amt für Integration und Vielfalt in Kooperation mit dem Büro für Europa und Internationales, setzte auf internationale Solidarität, Vernetzung und gegenseitiges "Empowerment" beim weltweiten Einsatz für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und inter geschlechtlichen Menschen (LSBTI). Im Gegenzug dazu war Bürgermeister Andreas Wolter a m 11. September zu Gast in Kattowitz, wo er den „Marsch für Gleichheit“ in Ver tretung von Frau Oberbürgermeisterin Reker eröffnete. Das Projekt unterstützt die Umsetzung von SDG 5 (Geschlechtergleichheit) und SDG 17 (Internationale .Partnerschaften zur Umsetzung d er nachhaltigen Entwicklungs- ziele). . Kommunale Entwicklungszusammenarbeit Zehn Jahre Fair Trade Town und Vize-Hauptstadt des Fairen Handels Köln trägt seit 2011 das Siegel einer „Fairtrade-To wn“. Gemeinsam mit der Zivilgesellschaft ist das Büro für Europa und Inter nationales in der Steuerungsgruppe zum Fairen Handel in Köln aktiv, um die Stadtgesell schaft für die Bedeutung des Fairen Handels zu sensibilisieren. Zudem unterstütz t und berät das Büro für Europa und Internationales andere Ämter bei der Umsetzung des Ratsbeschlusses zum Fairen Beschaffungswesen, der seit dem 25. September 2008 gilt. 2021 feierte Köln das zehnjährige Jubiläum als Fair trade-Town mit verschiedenen Aktivitäten: - Im Rahmen der Fairtrade Night im September 2021 ü bergab Dieter Overath, Vorstandvorsitzender der Organisation Fairtrade Deu tschland, Frau Oberbürgermeisterin Reker feierlich eine Urkunde; - In den Kölner Verkehrsbetrieben gab es eine Minip osterkampagne zu zehn Jahre FairTrade Town Köln; - Das Büro für Europa und Internationales entwickel te eine Sonderedition einer FairTrade-Schokolade, die frei verteilt wurde; 7 - Am 15. September fand im Bürgerhaus Stollwerck di e Lesung und Podiumsdiskussion „Fair for Future“ mit entscheidenden zivilgesellschaftlichen Akteur*innen des fairen Handels statt. Herausragender Erfolg für die Kommunale Entwicklung sarbeit 2021 ist der zweite Platz im bundesweiten Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“, der mit 50.000 Euro dotiert ist. Damit ging Köln zum zweiten Mal s iegreich hervor – 2017 hatte die Stadt den ersten Platz gewonnen. In der Konkurrenz von 118 teilnehmenden Kommunen hatte die Jury beeindruckt, wie effektiv in Köln Migrant*innen, junge Leute und Menschen in strukturschwachen Stadtteilen mit den Ideen des fairen Handels erreicht werden. Ebenso spielte die Kooperation mit der Universität zu Köln eine große Rolle, um Vize-Hauptstadt des Fairen Handels zu werden. Dieses Engagement für den Fairen Handel hat SDG 8 (menschenwürdige Arbeit) und SDG 12 (nachhaltiger Konsum) gefördert. Zehn Jahre „Eine-Welt Stadt Köln“ – Gemeinsam für eine Welt! Köln engagiert sich seit zehn Jahren mit dem Netzwerk „Eine-Welt-Stadt Köln“ für mehr globale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und kooper atives Miteinander. Es vereint Menschen, die sich an Kölner Hochschulen, Schulen, in Vereinen oder Unternehmen für eine gerechte Welt engagieren. 2021 wurde das zehnjährige Jubiläum dieses Netzwerk es gefeiert. Eine Werbekampagne in den Verkehrsmitteln der KVB und au f den öffentlichen Werbebannern („Citylights“) machte auf die zehnjähr ige Existenz des Netzwerks aufmerksam. Zudem wurde ein Video-Clip erstellt und das Jubiläum im städtischen Internetauftritt platziert. Am 27. Oktober fand im Bürgerhaus Stollwerck mit der Veranstaltung „Eine Bühne für die Jugend der Welt“ die öffentliche Jubiläumsfeier statt. Bürgermeister Andreas Wolter begrüßte in Vertretung der Oberbürgermeister in das Publikum. Zugleich markierte das Event, das von einem Gastauftritt des Sängers Ron Williams sowie kulturellen entwicklungspolitischen Beiträgen aus I ndien, Äthiopien, Bolivien und Tansania geprägt war, den erfolgreichen Abschluss d es EU-Projekts „Culpeer4Change“. Das Netzwerk Eine-Welt Stadt Köln unterstützt die U msetzung von SDG 17 (Internationale Partnerschaften). Culpeer4change – Jugendliche aus aller Welt lernen voneinander durch Kultur Hauptansatz des EU-geförderten Projekt „Culpeer4cha nge“ ist, dass Gleichaltrige (‚Peers‘) auf künstlerisch-spielerische Weise die e ntsprechenden Globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bearbei ten und damit über die großen Themen unserer Zeit wie Klimawandel und Migration lernen. 8 Die Stadt Köln ist Hauptpartnerin des Projekts, das das Büro für Europa und Internationales in Zusammenarbeit mit dem Kölner In stitut equalita e.V. von Februar 2019 bis Ende Januar 2022 zusammen mit sechs EU-Ländern durchführt. 2021 waren mit Circus Debere Berhan aus Äthiopien, KCC aus Tansania, Dreamcatchers aus Indien und Teatro Trono vier Künstlergruppen zu Besuch in Köln. Am 27. Oktober führten sie beim o.g. Jubiläum ihre Kunst im Bürgerhaus Stollwerck vor. Öffentliche Konferenzen für Lehrer*innen, Sozialarb eiter*innen und Bildungs- politiker*innen, das gemeinsame Bemalen von Großwän den sowie zahlreiche persönliche Begegnungen prägten darüber hinaus das Projekt im Jahr 2021. Seine Effektivität und Qualität führten dazu, dass das Netzwerk RENN, Regionales Netzwerk für Nachhaltigkeitsstrategien „Culpeer4change“ als „Projekt Nachhaltigkeit 2021“ prämierte. Das Projekt unterstützt die Umsetzung von SDG 13 (K limaschutz) SDG 10 (Weniger Ungleichheiten - hier Unterziel Migration/Flucht) u nd SDG 16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen - hier Unterziel Kinderrechte) Ausblick Während sich 2021 dem Ende nähert, steht bereits für das Büro für Europa und Internationales ein vielfältiges Programm für 2022 an. Für den Europa-Bereich sind u.a. folgende Tätigkeiten geplant: - In der Europawoche im Mai wird in Kooperation mit der VHS die Veranstaltung „So lebt Europa in Köln on Tour“ stattfinden, bei d er Kölner Bürger*innen mit europäischen Wurzeln an den Wirkungsorten ihrer kul turellen Arbeit getroffen werden; - Das Büro für Europa und Internationales wird akti v an der Jahreshauptversammlung des europäischen Städtenetzw erkes EUROCITIES vom 8.-10. Juni 2022 im finnischen Espoo mitwirken; - Die Datenbank für die Fördermittelakquise soll 20 22 in den Regelbetrieb gehen und somit laufend über bereits akquirierte städtische Fördermittel informieren; - Europa digital: Geplant ist ein virtuelles Kooper ationsprojekt mit dem Stab Internationales des Bundesverwaltungsamts, dem Euro pabeauftragten des Landschaftsverbands Rheinland und dem Büro für Euro pa und Internationales in Form eines gemeinsamen Online-Englischkurses. Vi rtuell geht es – sofern die Pandemielage es nicht anders zulässt – wie in 2 021 auf eine Reise der Beschäftigten nach Brüssel. Für den Bereich Klima- und Städtepartnerschaften steht u.a. Folgendes an: - Die zehnjährigen Jubiläen der Klimapartnerschafte n Köln-Rio und Köln-Corinto werden mit Werbekampagnen in die Öffentlichkeit getragen. Zudem findet eine öffentliche Veranstaltung in Kooperation mit der Ko ordinationsstelle Klimaschutz statt. Die Projekte im Rahmen der Klimapartnerschaften, die 2021 9 gestartet sind, werden fortgeführt. Hierdurch wird vor allem SDG 13 (Klimaschutz) gefördert; - Gemäß Ratsbeschluss vom 14.05.2020 wird die Verwa ltung einen Vorschlag für eine Städtepartnerschaft bzw. Städtefreundschaf t mit einer Stadt in Subsahara-Afrika unter Partizipation der Zivilgesellschaft erarbeiten. Hierdurch soll SDG 17 (Partnerschaften zur Erreichung der nac hhaltigen Entwicklungsziele) gefördert werden; - Die 25-jährige Städtepartnerschaft mit Istanbul w ird mit Fachaustauschen auf Verwaltungsebene und vielen Veranstaltungen des Stä dtepartnerschafts- vereins Köln-Istanbul e.V. gefeiert werden, sofern die Corona-Pandemie dies erlaubt; - Die verschobenen persönlichen Begegnungen im Rahm en von Delegationsreisen anlässlich der Städtepartnerschaf tsjubiläen mit Rio de Janeiro und Bethlehem sollen möglichst nachgeholt werden. Der Bereich Kommunale Entwicklungszusammenarbeit plant u.a. diese Aktivitäten: Teilbereich Fairer Handel/faire Beschaffung (Förderung von SDG 8 und 12): - Über die Teilnahme an der Steuerungsgruppe Fair-T rade Town wird die Ausschüttung des Preisgeldes von 50.000 Euro für den 2. Platz im Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“ koordiniert. Es wer den Projekte zur Sensibilisierung der Kölner*innen, zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und zur weiteren Förderung des Fairen Handels finanziert; - Faire Standards der Beschaffung sollen im zentral en System der Stadt für Einkäufe (cMarket) strategisch verankert werden; - In Zusammenarbeit mit dem Klimarat sollen faire S tandards bei der Ausschreibung von Verpflegung in den Kindertagesstä tten implementiert werden. Teilbereich Eine-Welt-Stadt Köln - Die Wandmalerei im Rahmen der „Eine-Welt Stadt Kö ln“ wird mit internationalen Künstler*innen und Kölner Jugendlic hen zu den nachhaltigen Entwicklungszielen fortgeführt werden. Hierdurch so llen alle SDGs bekannt gemacht werden; - Eine „Veedels-Partnerschaft“ soll mit einem Stadt teil in Köln und einer Jugendkulturgruppe aus dem Globalen Süden mit dem S DG-Schwerpunkt „Klimagerechtigkeit“ aufgebaut werden. Dadurch soll ein Beitrag geleistet werden zu SDG 4 (hochwertige Bildung) und zum Bewus stsein für SDG 13 (Klimaschutz); - Der Empfang der Oberbürgermeisterin für die Botsc hafter*innen des Netzwerkes, der 2021 nicht möglich war, soll nachgeholt werden.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3610/2021
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 25.11.2021
- Erstellt
- 14.10.2021 08:06