3035/2022
Anfrage der Linken, BV Kalk: Ist das Gestaltungshandbuch modernisierbar?
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AN-1419-2022 Die Linke
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DIELINKE. FRAKTION IN DER BEZIRKSVERTRETUNG KALK Kalker Hauptstraße 247 - 273 Frau Bezirksbürgermeisterin 51103 Köln Claudia Greven-Thürmer Linke-BV8®@stadt-koeln.de Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang bei der Bezirksbürgermeisterin: 17.08.2022 AN/1419/2022 Anfrage gem. $ 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 8 (Kalk) ee Ist das Gestaltungshandbuch modernisierbar Sehr geehrter Frau Bezirksbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, Die LINKE. Fraktion in der Bezirksvertretung Kalk bittet Sie um Aufnahme der folgenden Anfrage auf die Tagesordnung der 13. Sitzung der Bezirksvertretung Kalk am 25.08.2022. Das Gestaltungshandbuch der Stadt Köln sieht mit der „Bank Stadtraum - Standard“, der „Bank Grünraum - Standard“ und der „Bank Bereich Ringe“ exakt drei verschiedene Modelle eines Sitzmöbels vor. Auch beim Baumschutz findet man mit „Sstammschutz - Standard“, „Alternative Baumschutz Rundbügel Flachstahl“ und „Alternativ Baumschutz ortsspezifisch“ exakt drei verschiedene Modelle, die durch viele Restbestäne und seltsame Kombinationen in der Realität ergänzt werden, wie beigefügtes Bild aus Köln-Vingst an der neuen U-Bahnhaltestelle verdeutlicht. Zum Gestaltungshandbuch heißt es auf der Internetseite der Stadt Köln (https://www.stadt-koeln.de/politik-und- verwaltung/presse/mitteilungen/18120/index.html): „Die Inhalte werden während der Umsetzung einer regelmäßigen Evaluation unterzogen. Es handelt sich also um kein starres Regelwerk, sondern um eines, das weiterentwickelt, stets aktualisiert und sinnvoll ergänzt wird. Mit Schulungen für die internen und externen Gestaltungsakteure des öffentlichen Raums möchte das Dezernat für Stadtentwicklung, Planen und Bauen ihnen die Inhalte des Gestaltungshandbuchs näher bringen. Die jeweils aktuelle Version soll nach Beschluss im Rat im städtischen Internet abrufbar und damit für jedermann verfügbar sein.“ Das Gestaltungshandbuch ist in seiner jetztigen Form seit dem Juli 2017 gültig. Seit dem ist in den Bereichen Umwelt, Klima, Digitalisierung und Weltsituation viel geschehen und daher bitten wir um die Beantwortung der folgenden Fragen: 1. Wie starr sind die Kolleginnen aus dem Stadtraummangement an die Vorgaben des Gestaltungshandbuches gebunden, wenn es vor Ort individuelle bessere Lösungen gäbe? 2. Wann wird die Stadt Köln eine smarte Stadtmöblierung, wie zum Beispiel solarbetriebene smarte Parkbänke mit Lademöglichkeiten für mobile Geräte, WLAN-Zugang, Beleuchtung und diversen Sensoren ins Gestaltungshandbuch aufnehmen und damit die Digitalisierung der Stadt unterstützen? 3. Die Stadt ist an manchen Stellen eng und voll und Platz ist Mangelware. Welche Möglichkeiten des Baumschutzes in Kombination mit Sitzgelegenheiten könnte bereits jetzt unter Einhaltung der Gestaltungsgrundsätze realisiert werden, auch wenn es eine solche Möglichkeit einer Baumbank im Gestaltungshandbuch bis jetzt noch nicht gibt? 4. Wann ist mit einer Weiterentwicklung des Gestaltungshandbuches zu rechnen? 5. Wie erfolgreich war die Stadt in ihrem Bemühen den internen und externen Gestaltungsakteuren des öffentlichen Raums die Inhalte des Gestaltungshandbuchs näher zu bringen? Mit freundlichen Grüßen _ /Y; ; zur A r, HP Fischer gez. Denis Badorf Fraktionsvorsitzender Stellvertretender Fraktionsvorsitzender
Beantwortung einer Anfrage (BV)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61 Vorlagen-Nummer 3035/2022 Freigabedatum 26.09.2022 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 8 (Kalk) 20.10.2022 Anfrage der Linken, BV Kalk: Ist das Gestaltungshandbuch modernisierbar? Beantwortung einer Anfrage der Fraktion Die Linke. in der BV Kalk v. 25.08.2022 Das Ziel des Gestaltungshandbuches ist es, einen schnellen und umfassenden Überblick über die Anforderungen an die Gestaltung, Sauberkeit und Instandhaltung im öffentlichen Raum zu gewähren. Es geht darum, den Stadtraum zu ordnen, zu beruhigen und etablierte Qualitäten und Stadtelemente zu bewahren. Durch die aufgestellten Regeln sollen Arbeitsprozesse erleichtert und gleichzeitig die gestalterische Qualität des öffentlichen Raums verbessert werden. Kölns Stadträume sollen von einem ruhigen und geordneten Untergrund geprägt sein, um der bunten und lebendigen Vielfalt der Nutzungen als Bühne dienen zu können. 1. Wie starr sind die Kolleginnen aus dem Stadtraummanagement an die Vorgaben des Ge- staltungshandbuches gebunden, wenn es vor Ort individuelle bessere Lösungen gäbe? Die Standardelemente, die Gestaltungs- und die Instandhaltungsgrundsätze aus dem Ge- staltungshandbuch helfen den Stadtraum im Bestand gestalterisch aufzuwerten, zu beru- higen und eine gute Basis zu schaffen. Es gilt die Vielzahl der notwendigen Elemente auf das nötigste zu reduzieren, die Anordnung vorzugeben und in ihrer Formensprache und Farbe aufeinander abzustimmen. In öffentlichen Räumen, die von internationaler und stadtweiter Bedeutung sind, sind die Fußgängerströme hoch, bzw. sehr hoch. In diesen Räumen sind Attribute wie Gestaltung, Sicherheit, Pflege, Instandhaltung, Komfort, ortsangemessene Nutzungen, Barrierefreiheit und ein offenes Erscheinungsbild ein besonders hoher Stellenwert einzuräumen. Die Ge- samtwirkung dieser Räume ist reduziert, zeitlos, nachhaltig, nutzerfreundlich für alle (De- sign for all) und funktional zu gestalten. Auf diese können individuelle Akzente, wie z.B. Außengastronomie nach bestimmten Regeln aufsatteln. In Räume mit nachbarschaftlicher Bedeutung halten sich vor allem Bürger auf, die in der näheren Umgebung wohnen oder arbeiten. Die Fußgängerfrequenz ist relativ gering, ein solider, gut gestalteter Grundstandard, der langfristig instand gehalten werden kann, ist in diesen Räumen gefragt. Hier ist auch Raum für eine individuellere Gestaltung durch die Anwohner und ebenso auch für gestalterisches Ehrenamt. 2 Bei Neuplanungen im öffentlichen Raum gibt das Gestaltungshandbuch einen gestalteri- schen Rahmen für Elemente und Oberflächen vor, die in individuellen Planungen integriert werden können und das planerische Gesamtkonzept positiv beeinflussen können. 2. Wann wird die Stadt Köln eine smarte Stadtmöblierung, wie zum Beispielsolarbetriebene smarte Parkbänke mit Lademöglichkeiten für mobile Geräte, WLAN-Zugang, Beleuchtung und diversen Sensoren ins Gestaltungshandbuch aufnehmen und damit die Digitalisierung der Stadt unterstützen? Eine Stadtmöblierung wird nicht „smart“ durch eine Ladefunktion. Auch nicht durch WLAN. Smart wird sie durch eingebaute Sensorik und die dadurch gewonnenen Daten. Solche Sensoren werden in Köln über das LoRaWAN-Netz versorgt, welches von Verwaltungssei- te die Breitbandkoordination gemeinsam mit NetCologne derzeit aufbaut. Grundsätzlich bewertet das Stadtplanungsamt die Anregung Sitzelemente mit solarbetrie- benen Akkus zur Aufladung leerer Smartphone im öffentlichen Raum bereitzustellen posi- tiv. Von Seiten der Stadtgestaltung möchte ich darauf hinweisen, dass die Planungsgrundsät- ze aber besonders die Instandhaltungsgrundsätze zu beachten sind. Bei smarter Stadt- möblierung hat die Verwaltung bisher keinerlei Erfahrungswerte hinsichtlich Vandalismus und Nutzerverhalten. 3. Die Stadt ist an manchen Stellen eng und voll und Platz ist Mangelware. Welche Möglichkeiten des Baumschutzes in Kombination mit Sitzgelegenheiten könnte bereits jetzt unter Einhaltung der Gestaltungsgrundsätze realisiert werden, auch wenn es eine solche Möglichkeit einer Baumbank im Gestaltungshandbuch bis jetzt noch nicht gibt? Das Kölner Standardmodell der Stadtbank wird in der Regel mit Rückenlehne im Stadtge- biet aufgestellt, kann aber auch als Hockerbank mit Armlehnen oder als Viereckbank um einen Baum angeordnet werden. Dazu wird der Grundtypus der Bank entsprechend ange- passt. Rundbänke sind technisch machbar, wurden aber bisher mit dem Standardmodell aus Kostengründen nicht umgesetzt. 4. Wann ist mit einer Weiterentwicklung des Gestaltungshandbuches zu rechnen? Aktuell arbeitet die Verwaltung an der Fortschreibung des Gestaltungshandbuchs mit den Themenschwerpunkten: Regeln für die Anordnung und Gestaltung für die Außengastronomie Barrierefreie Standarddetails Die Ratsvorlage ist für des 1. Quartal 2023 geplant. 5. Wie erfolgreich war die Stadt in ihrem Bemühen den internen und externen Gestaltungsak- teuren des öffentlichen Raums die Inhalte des Gestaltungshandbuchs näher zu bringen? Nach dem Ratsbeschluss am 19.12.2017 wurde das Handbuch zwar intern vermittelt und die Fachämter für die laufende gute Umsetzung geschult. Eine Kommunikation zu Idee, Perspektive und Nutzung des Gestaltungshandbuches in Richtung Stadtöffentlichkeit ist jedoch nicht erfolgt. Im Rahmen der Debatte um die Erar- beitung von Regeln für die Außengastronomie wurde das Versäumnis deutlich. Daher ar- beitet die Verwaltung an einer Kommunikationsstrategie um die Inhalte einer breiten Öf- 3 fentlichkeit mitzuteilen.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Kalker Hauptstraße 247
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Details
- Aktenzeichen
- 3035/2022
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (BV)
- Datum
- 27.09.2022
- Erstellt
- 13.09.2022 17:03