AN/0211/2026
Informationen für Impfgeschädigte auf den Seiten der Stadt Köln
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BSW Anfrage nach § 4
2984 Zeichen
BSW-Gruppe im Rat der Stadt Köln Ratsfrau Lidija Rukavina Ratsherr Guido Spinnen Gruppengeschäftsleitung Dr. Mona Aranea Unter Goldschmied 6 - 50667 Köln Tel.: 0221-221-35608 E-Mail: bsw-ratsgruppe@stadt-koeln.de An den Vorsitzenden des Rates Herrn Oberbürgermeister Torsten Burmester Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters: 29.01.2026 AN/0211/2026 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 05.02.2026 Informationen für Impfgeschädigte auf den Seiten der Stadt Köln Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, die BSW-Gruppe bittet, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 5.2.2026 zu setzen: Die Stadt Köln empfiehlt einer großen Gruppe Menschen unserer Stadt weiterhin, sich mit neuartigen mRNA-Impfstoffen von BioNTech gegen schwere Covid-19-Infektionen zu schüt- zen. Die Internetseite der Stadt Köln informiert unter der Rubrik Corona-Virus: Fragen und Antworten darüber, wo Bürgerinnen und Bürger die Coronaschutzimpfung erhalten können und welche Impfstoffe verwendet werden. Die Stadt gibt außerdem die Empfehlung der Stän- digen Impfkommission (STIKO) wieder, welche u.a. Menschen im Alter über 60 Jahre weiterhin regelmäßig Auffrischungsimpfungen empfiehlt. Die neuartigen mRNA-Impfstoffe der Firma BioNTech stehen in Verbindung mit einer Vielzahl von nach der Impfung auftretenden Leiden, darunter Myokarditis, Thrombosen, Small Fiber Neuropathie und andere. Einige Betroffene in unserer Stadt organisieren sich in der Selbsthil- fegruppe Post-Vac-Syndrom Köln. Sie machen die frustrierende Erfahrung, von den Spezial- ambulanzen für LongCovid, z.B. an der Uniklinik Köln oder an der LVR-Klinik, abgewiesen zu werden. Es gibt bisher in Köln keine gemeinsame Spezialambulanz für die sehr ähnlichen Krankheitsbilder LongCovid, ME/CFS (chronische Müdigkeit) und PostVac (Impfschäden). Ei- nen Antrag auf Einrichtung einer solchen Spezialambulanz lehnte der Rat der Stadt Köln im September 2025 ab. Auch die Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke - 2 - zu LongCovid und PostVac im November 2023 beschäftigte sich, bis auf den Abschnitt zu Selbsthilfegruppen, ausschließlich mit LongCovid. Impfgeschädigte werden gegenüber anderen Patientengruppen faktisch benachteiligt und füh- len sich auch in Köln im Stich gelassen, wie der Kölner Stadtanzeiger bereits Ende 2024 be- richtete. Obwohl inzwischen das Land NRW eine neue Telefonberatung speziell für Betroffene von Impfschäden eingerichtet hat, ist die Zahl anerkannter Impfschäden in NRW weiterhin verschwindend gering. Betroffene benötigen dringend effektive Anlaufstellen. Daher fragen wir: Warum veröffentlicht die Stadtverwaltung unter der Rubrik Corona-Virus: Fragen und Antwor- ten keine Informationen und Anlaufstellen für Betroffene von Impfschäden nach einer Covid- Impfung? Gez. Lidija Rukavina und Guido Spinnen (BSW-Gruppe im Rat der Stadt Köln)
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- AN/0211/2026
- Typ
- BSW Anfrage nach § 4
- Datum
- 30.01.2026
- Erstellt
- 29.01.2026 16:16