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2388/2022

Hitzeaktionsplanung der Stadt Köln

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 08.11.2022

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 08.12.2022, TOP 10.30

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss - Alt (1)

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Beschlussvorlage Rat

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Anlage 1 Hitzeaktionsplan

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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

3739 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/57/574 
 
 
Vorlagen-Nummer 
2388/2022
Stand: 31.01.2024 
Sachstandsbericht  
Hitzeaktionsplanung der Stadt Köln 
Beschluss: 
Der Rat nimmt die Ergebnisse des Projektes „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die 
Stadt Köln“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung: 
 
 die Ergebnisse in das Verwaltungshandeln zu integrieren und perspektivisch auf wei-
tere vulnerable Gruppen auszuweiten, 
 wirksame Maßnahmen weiterzuentwickeln bzw. zusätzliche Maßnahmen zu erarbei-
ten, 
 als ersten Schritt einer Verstetigung einen „Runden Tisch Hitzeaktionsplan“ mit den 
wesentlichen internen und externen Akteur*innen zu initiieren und 
 über die Umsetzung der Maßnahmen jährlich zu berichten. 
 
Die Maßnahme löst einen Bedarf von 1,0 Mehrstellen EG 13 und somit Personalkosten iHv 
87.500 € p.a. sowie von Sachaufwendungen in Höhe von 12.800 € p.a. (Gesamtkosten 
100.300 € p.a. Brutto) aus. Die Finanzierung wurde durch das Dezernat VIII sichergestellt. 
 
Die Finanzierung der vorgenannten Aufwendungen i.H.v. 100.300 € erfolgt aus veranschlag-
ten Sachmitteln für die Klimafolgenanpassung i.H.v. 500.000 € p.a. im Teilergebnisplan 1401 
Umweltordnung, -vorsorge in Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen. 
 
Die Umsetzung der Maßnahme steht unter dem Vorbehalt des Inkrafttretens der Haushalts-
satzung 2023/2024. 
 
 
Status    in Bearbeitung 
 
    erledigt 
 
 
Aktueller Bearbeitungsstand: 
Mit dem Projekt „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“ (01.2019-06.2022) 
wurde der Grundstein für einen umfassenderen Hitzeaktionsplan gelegt. Dieser beinhaltet alle 
Ebenen der Prävention für das Wohlergehen der Menschen im Alter und wird nun schrittweise 
auf weitere vulnerable Gruppen und letztendlich die gesamte Bevölkerung der Stadt Köln aus-
geweitet. Durch die Einbindung der maßgeblichen Dienststellen in die Maßnahmenentwick-
lung wird die Hitzeaktionsplanung in das Verwaltungshandeln integriert.

2 
 
Als ersten Schritt zur Verstetigung wurde der „Runde Tisch Hitzeaktionsplanung“ mit den we-
sentlichen internen und externen Akteur*innen erfolgreich implementiert. Das Arbeitsgremium 
trifft sich zweimal jährlich im Frühjahr als Vorbereitungstreffen und einmal im Herbst als Evalu-
ationstreffen. Organisiert und koordiniert wird dieser Arbeitskreis vom Umwelt- und Verbrau-
cherschutzamt der Stadt Köln.  
 
Das Ziel des Runden Tisches Hitzeaktionsplanung ist es, gemeinsam mit den Vertreter*innen 
der Stadtverwaltung, dem Gesundheitswesen sowie der Zielgruppen bereits im Projekt entwi-
ckelte Maßnahmen abzustimmen, zusätzliche Aktionen auch für weitere vulnerable Gruppen 
zu erarbeiten sowie konkrete Aufgaben zu verteilen und Arbeitsschritte festzulegen. Diese Zu-
sammenarbeit gewährleistet die fortlaufende Weiterentwicklung und Umsetzung von Maßnah-
men. Die im Projekt angestoßene gemeinsame Arbeit wird durch den "Runden Tisch Hitzeak-
tionsplanung“ weitergeführt. 
 
Es ist vorgesehen, über die Umsetzung der Maßnahmen und Aktionen jährlich im 1. Quartal 
mit einem Jahresbericht detailliert zu informieren. Der Jahresbericht 2023 ist in Vorbereitung 
und wird erstmalig im Frühjahr 2024 erscheinen. 
 
Nächste Schritte: 
Ein kontinuierlicher Kommunikations- und Arbeitsprozess gewährleistet die Fortführung des 
Hitzeaktionsplans für die Stadt Köln. Durch die Weiterentwicklung wirksamer bzw. Erarbeitung 
zusätzlicher Maßnahmen und das Einbeziehen neuer Akteur*innen werden weitere vulnerable 
Gruppen integriert und somit der Hitzeaktionsplan stetig erweitert.  
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:  
Ein weiterer Sachstandsbericht ist nicht geplant. Der Sachstandsbericht wird durch den Jah-
resbericht abgelöst.

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss - Alt (1)

7263 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/57/574 
 
 
Vorlagen-Nummer 
2388/2022
Stand: 03.08.2023 
Sachstandsbericht  
Hitzeaktionsplanung der Stadt Köln 
Beschluss: 
Der Rat nimmt die Ergebnisse des Projektes „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die 
Stadt Köln“ zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung: 
 
 die Ergebnisse in das Verwaltungshandeln zu integrieren und perspektivisch auf wei-
tere vulnerable Gruppen auszuweiten, 
 wirksame Maßnahmen weiterzuentwickeln bzw. zusätzliche Maßnahmen zu erarbei-
ten, 
 als ersten Schritt einer Verstetigung einen „Runden Tisch Hitzeaktionsplan“ mit den 
wesentlichen internen und externen Akteur*innen zu initiieren und 
 über die Umsetzung der Maßnahmen jährlich zu berichten. 
 
Die Maßnahme löst einen Bedarf von 1,0 Mehrstellen EG 13 und somit Personalkosten iHv 
87.500 € p.a. sowie von Sachaufwendungen in Höhe von 12.800 € p.a. (Gesamtkosten 
100.300 € p.a. Brutto) aus. Die Finanzierung wurde durch das Dezernat VIII sichergestellt. 
 
Die Finanzierung der vorgenannten Aufwendungen i.H.v. 100.300 € erfolgt aus veranschlag-
ten Sachmitteln für die Klimafolgenanpassung i.H.v. 500.000 € p.a. im Teilergebnisplan 1401 
Umweltordnung, -vorsorge in Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen. 
 
Die Umsetzung der Maßnahme steht unter dem Vorbehalt des Inkrafttretens der Haushalts-
satzung 2023/2024. 
 
 
Status    in Bearbeitung 
 
    erledigt 
 
 
Aktueller Bearbeitungsstand: 
Mit dem Projekt „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“ (01.2019-06.2022) 
wurde der Grundstein für einen umfassenderen Hitzeaktionsplan gelegt. Dieser umfasst alle 
Ebenen der Prävention für das Wohlergehen der Menschen im Alter und wird nun schrittweise 
auf weitere vulnerable Gruppen und letztendlich die gesamte Bevölkerung der Stadt Köln aus-
geweitet. Durch die Einbindung der maßgeblichen Dienststellen in die Maßnahmenentwick-
lung werden die Ergebnisse in das verwaltungshandeln integriert.

2 
 
Als ersten Schritt zur Verstetigung des Hitzeaktionsplans wurde der „Runde Tisch Hitzeakti-
onsplan“ mit den wesentlichen internen und externen Akteur*innen eingerichtet. Die ersten 
drei Arbeitstreffen fanden im Frühjahr 2023, vorbereitend für diesen Sommer, mit den wesent-
lichen Vertreter*innen der Stadtverwaltung (Amt für Soziales, Arbeit und Senioren, Amt für 
Kinder, Jugend und Familie, Gesundheitsamt, Umwelt und Verbraucherschutzamt, Berufsfeu-
erwehr Köln), dem Gesundheitswesen (GeoHealth Centre des Universitätsklinikum Bonn, 
Institut für Allgemeinmedizin der Uniklinik Köln, KlimaDocs, Landeszentrum Gesundheit NRW) 
sowie Vertreterinnen der Zielgruppen (Seniorenvertretung Köln-Ehrenfeld, Liga) statt. Es wur-
den bereits im Projekt entwickelte Maßnahmen abgestimmt, zusätzliche Aktionen erarbeitet 
sowie konkrete Aufgaben verteilt und Arbeitsschritte festgelegt. Darüber sind auch weitere 
Zielgruppen (Obdachlose, werdende Eltern und Kinder) in den Fokus gerückt worden. Der 4. 
Runde Tisch Hitzeaktionsplan ist für Herbst 2023 geplant und wird zurzeit vorbereitet. Zukünf-
tig werden zwei Vorbereitungstreffen im Frühjahr und ein Evaluationstreffen im Herbst durch-
geführt. Somit wird die im Projekt angestoßene gemeinsame Arbeit durch den "Runden Tisch 
Hitzeaktionsplanung“ weitergeführt. Organisiert und koordiniert wird dieser Arbeitskreis vom 
Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln.  
 
Ein weiterer intensiver fachlicher Austausch findet regelmäßig bilateral mit den maßgeblichen 
Ämtern (Amt für Soziales, Arbeit und Senioren, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Gesund-
heitsamt, Umwelt und Verbraucherschutzamt, Berufsfeuerwehr Köln) und externen Akteur*in-
nen (KlimaDocs, Uniklinik Köln) statt. Hierbei werden Maßnahmen erarbeitet und diskutiert, 
die sich auch auf weitere vulnerable Gruppen beziehen. 
 
In Kooperation mit dem Umwelt- und Verbraucherschutzamt sowie dem Gesundheitsamt 
wurde beispielsweise der Ratgeber der KlimaDocs e.V. „Klimaschutz ist Kinderschutz – Ein 
Ratgeber für Eltern“ um wichtige Hitze-Infos für die Risikogruppe der Säuglinge und (Klein-) 
Kinder erweitert. Die Infobroschüre ist auf dem Hitzeportal zum Download erhältlich und soll 
demnächst auch in gedruckter Form zur Verfügung stehen. Die Verbreitung erfolgt in Abspra-
che mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie sowie dem Gesundheitsamt. 
 
Die Sensibilisierung von Menschen im Alter wird weiterhin fortgeführt. Das Umwelt- und Ver-
braucherschutzamt war in den Monaten April und Mai in verschiedenen Stadtbezirken beim 
Runden Tisch für Seniorenarbeit sowie bei Informationsveranstaltungen und Stadtfesten ver-
treten und hat Vorträge zum Thema Hitze und Gesundheit gehalten. Die Broschüre „Der Hit-
zeknigge“ für die vulnerable Gruppe der Menschen im Alter wurde aktualisiert und an Pflege-
heime, Arztpraxen, verschiedene Netzwerke und Vereine sowie persönlich an interessierte 
Bürger*innen vom Umwelt- und Verbraucherschutzamt versendet. 
 
Als weiteres Maßnahmenbeispiel werden sogenannte Hitzespaziergänge in ausgewählten 
Stadtbezirken von den Seniorenkoordinatoren und SeniorenNetzwerken organisiert. Gemein-
sam mit Senior*innen wird die nähere Umgebung nach schattigen Sitzmöglichkeiten, Trink- 
und Toilettenstandorten, aber auch Stolperfallen abgesucht. Das Umwelt- und Verbraucher-
schutzamt koordiniert die Aktion und unterstützt mit Kartenmaterial. Die Ergebnisse sollen in 
handlichen Karten bzw. Flyern aufbereitet und allen Bürger*innen zur Verfügung gestellt wer-
den. 
 
Im Juli war das Gesundheitsamt auf Wochenmärkten in Nippes, Bocklemünd und Höhenhaus 
vertreten, auf denen Bürger*innen von Medizinerinnen beraten und Informationsbroschüren 
und Giveaways des Hitzeaktionsplans verteilt wurden. 
 
Das Kölner Hitzeportal mit aktuellen Informationen und Tipps zum richtigen Verhalten bei 
Hitze wird kontinuierlich aktualisiert. Neben der überarbeiteten Übersichtskarte „Hitze, Trink-
wasserbrunnen und Toilettenstandorte“ ist auf dem Hitzeportal die neu eingerichtete interak-
tive Karte „Kühle Orte in Köln“ zu finden. Bürger*innen können hier ihre schattigen Plätze und 
Abkühlungsmöglichkeiten selbständig in eine digitale Karte eintragen und allen Kölner*innen 
zur Verfügung stellen. 
 
Eine weitere neue Maßnahme, die zurzeit erprobt wird, ist das Hitzetelefon. Das Gesundheits-
amt hat über die Sommermonate (21.06. - 22.09.2023) für ratsuchende Bürger*innen ein ärzt-

3 
 
lich geleitetes Hitzetelefon eingerichtet. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse werden in ei-
nem wöchentlichen Austausch zwischen dem Umwelt- und Verbraucherschutzamt und dem 
Gesundheitsamt besprochen und das Angebot entsprechend weiterentwickelt. 
 
Weitere Maßnahmen, die diesen Sommer durchgeführt werden, sind die Ausstellung zum Hit-
zeaktionsplan und zur Klimawandelanpassung in der Magistrale des Stadthauses in Deutz, 
der Verleih von Rollups mit 11 Hitze Tipps für z.B. Bürgerämter und Veranstaltungen sowie 
die Vorbereitung der Aktion „Cooling Cologne“. 
 
Nächste Schritte: 
Der 4. Runde Tisch Hitzeaktionsplan ist für Herbst 2023 geplant und wird zurzeit vorbereitet. 
Über die Umsetzung der Maßnahmen wird erstmalig im 1. Quartal 2024 detailliert berichtet. 
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:  
31.12.2023

Beschlussvorlage Rat

20156 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/57/574 
 
Vorlagen-Nummer 
 2388/2022 
Freigabedatum 
 08.11.2022 
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Hitzeaktionsplanung der Stadt Köln  
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat nimmt die Ergebnisse des Projektes „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“ 
zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung: 
 
 die Ergebnisse in das Verwaltungshandeln zu integrieren und perspektivisch auf weitere vul-
nerable Gruppen auszuweiten, 
 wirksame Maßnahmen weiterzuentwickeln bzw. zusätzliche Maßnahmen zu erarbeiten, 
 als ersten Schritt einer Verstetigung einen „Runden Tisch Hitzeaktionsplan“ mit den wesentlichen 
internen und externen Akteur*innen zu initiieren und 
 über die Umsetzung der Maßnahmen jährlich zu berichten. 
 
Die Maßnahme löst einen Bedarf von 1,0 Mehrstellen EG 13 und somit Personalkosten iHv 87.500 € p.a. 
sowie von Sachaufwendungen in Höhe von 12.800 € p.a. (Gesamtkosten 100.300 € p.a. Brutto) aus. Die 
Finanzierung wurde durch das Dezernat VIII sichergestellt. 
 
Die Finanzierung der vorgenannten Aufwendungen i.H.v. 100.300 € erfolgt aus veranschlagten Sachmit-
teln für die Klimafolgenanpassung i.H.v. 500.000 € p.a. im Teilergebnisplan 1401 Umweltordnung, -
vorsorge in Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen. 
 
Die Umsetzung der Maßnahme steht unter dem Vorbehalt des Inkrafttretens der Haushaltssatzung 
2023/2024. 
 
 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 17.11.2022 
Gesundheitsausschuss 22.11.2022 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 24.11.2022 
Finanzausschuss 05.12.2022 
Rat 08.12.2022

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme        € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2023 
a) Personalaufwendungen    87.500,00 € 
b) Sachaufwendungen etc.    12.800.00 € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung 
 
1. Hintergrund 
Die Verstetigung des Hitzeaktionsplans für Menschen im Alter ist Teil der beim Umwelt- und Verbrau-
cherschutzamt geplanten Koordinationsstelle „KlimawandelAnpassungsManagement (KAM)“, im Rah-
men der integrierten Klimawandelanpassungsstrategie. 
Mit der Ratsvorlage AN/2624/2021 wurden die Stadtverwaltung und die städtischen Beteiligungen aufge-
fordert, Projekte aus den Arbeitsfeldern für eine Bestandsaufnahme zu benennen, eine integrierte Klima-
folgenanpassungsstrategie zu erarbeiten und Sofortmaßnahmen zu benennen. 
Im Zuge des Klimawandels nehmen auch in Köln die heißen Tage mit Temperaturen über 30 Grad Cel-
sius und Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad Celsius deutlich zu. Die Studie "Klimawandelge-
rechte Metropole Köln" zeigt, dass Temperaturen von über 40 Grad Celsius erreicht werden können. 
Langanhaltende Hitzeperioden heizen insbesondere die stark versiegelten Stadtquartiere zunehmend 
auf. Kinder, Kranke, Menschen im Alter und Menschen mit Behinderung reagieren besonders anfällig auf 
solche Belastungen durch Hitze. 
 
2. Projekt Hitzeaktionsplan (HAP-Köln) 
Die Zunahme von Hitze aufgrund des fortschreitenden globalen Klimawandels entwickelt sich insbeson-

3 
dere wegen der Gefährdung vulnerabler Personengruppen zu einem relevanten Gesundheitsproblem. 
Dies gilt insbesondere für dicht bebaute, hoch versiegelte Großstädte wie Köln.  
Das dreieinhalbjährige Forschungsprojekt „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“ 
(01.01.2019-30.06.2022) wurde durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Si-
cherheit und Verbraucherschutz im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) im Förderpro-
gramm zur Entwicklung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels (Förder-
schwerpunkt 3), als kommunales Leuchtturmvorhaben gefördert. 
Es zeichnet sich durch seinen Modellcharakter für den städtischen Raum aus und ist wegweisend für 
andere Städte. Es vereint unterschiedliche lokale und regionale Akteur*innen aus Kommunalverwaltung, 
Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Forschung. 
Das Projekt wurde in der Federführung des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes gemeinsam mit dem 
GeoHealth Centre des Instituts für Hygiene & Public Health des Universitätsklinikums Bonn und mit Un-
terstützung der RheinEnergie AG sowie des Gesundheitsamtes durchgeführt. 
Im Hinblick auf den demographischen Wandel hat das Verbundprojekt "Hitzeaktionsplan für Menschen 
im Alter für die Stadt Köln" (HAP-Köln) einen besonderen Fokus auf über 65-jährige Personen gelegt. In 
dieser Altersgruppe können Hilfebedürftigkeit und soziale Isolierung dazu führen, dass Maßnahmen, wie 
zum Beispiel ausreichendes Trinken und das Kühlen der Innenräume, unterlassen werden. In Hitzeperi-
oden wurden höhere Sterberaten festgestellt und das wärmere Stadtklima führt zu vermehrten gesund-
heitlichen Belastungen und Risiken. 
Der Anteil der Einwohner*innen über 65 Jahren liegt in Köln bei etwa 18 Prozent. In dieser Altersgruppe 
leben 40 Prozent in den Hitzebelastungsgebieten der Klassen 1 und 2 der Planungshinweiskarte Hitze 
(76.936 Einwohner*innen). Nur eine sehr geringe Anzahl an Menschen im Alter wohnen in der günstigs-
ten Klasse 5 (457 Einwohner*innen). 
Ziel des Forschungsprojektes war, für Menschen im Alter gesundheitliche Risiken durch Hitzeperioden 
zu minimieren, in dem ein Informationssystem und ein Aktionsplan aufgebaut und entwickelt werden. 
Zudem ist untersucht worden, inwiefern Hitzewarnungen alleinlebende ältere Menschen erreichen und 
sie Maßnahmen zur Hitzevorsorge treffen. Dabei stand im Vordergrund, Informationen zu beschaffen, 
aufzubereiten und weiterzugeben. 
 
Das Projekt umfasste folgende Arbeitspakete: 
 soziodemographische und sozioökonomische, zeitlich und räumlich differenzierte Erhebung der 
subjektiven Hitzebelastung von Menschen im Alter in großstädtischer Lebensumwelt 
 Erfassung und Analyse des Informationsflusses bezüglich Hitzewarnungen des Deutschen 
Wetterdienstes (DWD), des Landesumweltamtes (LANUV NRW) und anderer Quellen zu Men-
schen im Alter in unterschiedlichen großstädtischen Lebenskontexten 
 Entwicklung von Instrumenten zur Optimierung der Information von Menschen im Alter über 
Hitze, gesundheitliche Belastungen durch Hitze und Adaptionsmöglichkeiten 
 Entwicklung geeigneter Maßnahmen und Instrumente zur Förderung hitzeangepasster, gesund-
heitsschützender und -fördernder Verhaltensweisen für Menschen im Alter 
Als Basis für die Erarbeitung von geeigneten Maßnahmen zur Abmilderung gesundheitlicher Risiken 
diente eine Erhebung mittels qualitativer und quantitativer Methoden. In den untersuchten Stadtvier-
teln und Sozialräumen (Pesch, Nippes, Blumenberg/Chorweiler/Seeberg, Höhenberg/Vingst) wurden 
ältere Menschen zu ihren Informationsquellen, ihrem Wissensstand und ihren aktuellen Verhaltenswei-
sen befragt. Zudem ist untersucht worden, ob Senioreneinrichtungen ihr Handeln auf Hitzewarnungen 
einstellen, Maßnahmen umsetzen und eine Verhaltensänderungen der Bewohner*innen eintritt. 
Als weitere Erkenntnisquelle sind die Akteur*innen und Multiplikator*innen der Seniorenarbeit einbe-
zogen und zu ihren Aktivitäten sowie weiteren geeigneten Maßnahmen befragt worden. 
Aus dieser Netzwerkarbeit, in Verbindung mit den Erkenntnissen der Befragung, ist ein umfangreicher 
Maßnahmenkatalog entstanden, der verschiedene zeitliche Horizonte und Handlungsebenen abdeckt. 
In einem konkreten Hitzeeinsatzplan wurden erste verbindliche Aktionen mit den Akteur*innen verein-
bart und in die Anwendung gebracht. Diese sollen weiterverfolgt und ausgebaut werden. 
Auf der Basis der gewonnenen Ergebnisse wurde eine evidenzbasierte, gezielte Öffentlichkeitsarbeit 
entwickelt, die sich an Menschen im Alter in verschiedenen Lebenssituationen und verschiedenen Stadt-
vierteln wendet.

4 
 
3. Ergebnisse 
Die zu Beginn des Projekts gestellten Fragen konnten zusammenfassend beantwortet werden: 
 
 Welche subjektive Hitzebelastung empfinden Menschen 65+ in verschiedenen großstädtischen 
Lebensumwelten und unterscheidet sich die Belastung in Stadtvierteln mit unterschiedlicher ob-
jektiver Hitzebelastung bzw. sozio-ökonomische Struktur? 
 
86,7 % aller Befragten haben eine Zunahme von heißen Tagen, 84,1 % eine Zunahme von Hit-
zewellen wahrgenommen. Weibliche Befragte gaben deutlich häufiger als männliche an, dass sie 
eine deutliche oder sehr starke Belastung empfanden. Im innenstadtnahen Nippes wurde am 
häufigsten angegeben, eine deutliche oder sehr starke allgemeine Hitzebelastung zu empfinden. 
Auch in den beiden Sozialräumen ist dies häufig der Fall. Nur im klimatisch unbelasteten weniger 
besiedelten Pesch mit einer ausgeprägten Blau- und Grünstruktur wurde die Belastung häufiger 
als mittelmäßig oder weniger stark empfunden. Betrachtet man die Wahrnehmung der gesund-
heitlichen Belastung bei Hitze in den unterschiedlichen Stadtviertel, dann fällt auf, dass in Pesch 
die meisten Teilnehmer*innen eine mittelmäßige, aber weniger häufig als in den anderen Gebie-
ten eine deutliche oder sehr starke Belastung empfunden wird. Die häufigsten spontan genann-
ten Gesundheitssymptome während Hitzewellen sind Müdigkeit, Schlafprobleme und Schwitzen.  
 
 Wie reagieren Einrichtungen der Seniorenbetreuung auf Hitze? 
 
Rund 72% der Einrichtungen gaben an, Hitzewarnungen zu erhalten. Ein Großteil der Einrichtun-
gen gab an, einen schriftlich festgelegten Handlungsplan für heiße Tage zu haben, der in den 
meisten Fällen konkrete Maßnahmen für heiße Tage und Hitzewellen enthält. Einrichtungen mit 
Handlungsplänen bejahten überwiegend, dass die Umsetzung der Maßnahmen und des Hand-
lungsplans dokumentiert werde. Die Maßnahmen zur Hitzeanpassung umfassten nächtliches Lüf-
ten, Verschattung am Tage, besonders Augenmerk auf Flüssigkeitszufuhr in den meisten Fällen 
durch Trinkprotokolle und einen angepassten Speiseplan. Weiterhin wurden leichtere Kleidung 
und kühlende Waschungen angeboten. Die Hälfte der befragten Einrichtungen bestätigte, dass 
eine hitzebedingte Anpassung von Medikamenten in Absprache mit Hausärzt*innen erfolge. Auf-
grund des häufigen Personalmangels ist eine Anpassung des Personalschlüssels in den meisten 
Fällen nicht möglich. Auch klimatisierte Aufenthaltsräume gehören in Senioreneinrichtungen eher 
zur Ausnahme.  
 
 Welche Akteur*innen und Multiplikator*innen sind in Köln im Themenfeld Hitze und Gesundheit 
für die Zielgruppe 65+ bereits aktiv?  
 
Das bestehende Akteursnetzwerk des Hitzeaktionsplans für Köln setzt sich aus den verschiede-
nen Bereichen der Stadtverwaltung, Wissenschaft, Pflege und Gesundheitswesen, Landes- und 
Bundesbehörden, Zivilgesellschaft und Netzwerke, Politik sowie Städtischen Unternehmen und 
Stadtwerken zusammen. Dies dokumentiert, dass eine Vielzahl an Akteur*innen mit jeweils spe-
zifischem Blick heute bereits tätig sind. Demnach gilt es insbesondere, diese Aktivitäten weiter zu 
verzahnen und gegebenenfalls noch auszubauen. Es zeigt aber auch die Komplexität und den 
Umfang der Aufgabe in einer Großstadt wie Köln. 
 
 Wie können diese Akteur*innen und Multiplikator*innen in einen Hitzeaktionsplan eingebunden 
werden? 
 
Für die Integration der genannten Akteur*innen und Multiplikator*innen wurden verschiedene tri-
sektorale (Kick-Off-Meeting, Akteursworkshops, Abschlussveranstaltung, Runder Tisch Senio-
renarbeit) durchgeführt. Außerdem wurden die Akteur*innen regelmäßig per Rundbrief über den 
aktuellen Projektstand sowie weitere wichtige Informationen im Zusammenhang mit Hitze und 
Gesundheit informiert.

5 
 Über welche Kommunikationsformate kann die Kommunikation mit der Zielgruppe strukturiert und 
optimiert werden und welche Maßnahmen sind geeignet, die gesundheitlichen Auswirkungen von 
Hitze für die Zielgruppe zu mildern? 
 
So unterschiedlich die Wege der Kommunikation, so verschieden und zum Teil ungewöhnlich, 
waren auch die im Projekt erprobten Formate. So wurden Maßnahmen zum Gesundheitsschutz 
bei Hitze mit einem Song und Imagefilm von einer Kölschen Band beworben. Zudem ist die Band 
live in Alteneinrichtungen aufgetreten. Musik eignet sich gerade für die Zielgruppe in Kölscher 
Mundart, da sie bei älteren und oder dementen Menschen Wohlbefinden und ein Gefühl der Ver-
bundenheit auslösen, sowie einen Bezug zur Identität herstellen kann. Die im Projekt erstellten 
Fächer fanden großen Anklang und konnten auch von Menschen mit Demenz intuitiv genutzt 
werden. Auch die Hitzetipps wurden in lokaler Adaption mit der Zahl 11 als 11 Hitzetipps ge-
druckt. Es wurde deutlich, dass diese plakativen Maßnahmen eine gute Erreichbarkeit der Ziel-
gruppe erzielen und eine hohe Aufmerksamkeit für den Song, aber auch für die Informationsin-
halte erzeugen 
 
 Auf welchen Wegen kann die Zielgruppe der Menschen 65+ am besten erreicht werden? 
 
Während der Weg über die Pflegeeinrichtungen klar vorgegeben war, stellte sich der Kontakt zu 
in eigenem Wohnraum Lebenden differenzierter dar. Hier war wichtig, die Menschen in ihren Le-
benswelten zu erreichen. Verschiedenste Multiplikator*innen sind hier mit unterschiedlichen An-
geboten einzubinden. So können Informationen über ambulante Pflegedienste weitergegeben 
und diese auf notwenige Vorsorgemaßnahmen aufmerksam gemacht werden. Aber auch bei Au-
ßerhaus-Kontakten, wie zum Beispiel Arzt- und Apothekenbesuche, Bäckereien und auf Stadtteil-
festen kann der Kontakt direkt mit den Menschen hergestellt werden. Im Projektverlauf wurde, 
nach dem dies aufgrund der Covid-19-Pandemie wieder möglich war, auf Stadtteilfesten für das 
Thema geworben. 
Eine besondere Herausforderung stellen die Alleinlebenden dar, die möglicherweise mobilitäts-
eingeschränkt nur noch wenige soziale Kontakte pflegen. Hier kann die Aktivierung der Nachbar-
schaft und anderer sozialer und konfessioneller Netzwerke einen guten Weg der Hilfestellung 
darstellen. 
Ein systematisches, aktives Angebot stellt die aufsuchende Hilfe dar, die möglicherweise ausge-
baut und um die Aufgabe Hitzeprävention erweitert werden muss. 
 
4. Verstetigung  
Die Rolle einer kommunalen Verwaltung bei der Entwicklung eines Hitzeaktionsplans kann nicht allum-
fassend sein. Erst durch Allianzen mit anderen stadtgesellschaftlichen und auch externen Akteur*innen 
kann die Aufgabe gelingen. Dies ist eine wichtige Botschaft aus dem Leuchtturmprojekt. Die zeitlich be-
grenzte Struktur eines Projektes birgt jedoch auch die Gefahr, dass mit dem Wegfall einer koordinieren-
den Stelle diese Allianzen mit Personalveränderungen, zeitlichen Verzögerungen etc. wieder „einschla-
fen“. Zur Verstetigung des Hitzeaktionsplanes ist daher eine Übergabe an eine koordinierende Stelle in 
kommunalen Strukturen sinnvoll.  
Der vorliegende Bericht (s. Anlage) legt den Grundstein für einen Hitzeaktionsplan, der alle Ebenen der 
Prävention für das Wohlergehen von Menschen im Alter in Köln umfassen soll. 
Es wurde die Basis für eine intensive und regelmäßige Zusammenarbeit der maßgeblichen Akteur*innen 
gelegt. Hierauf gilt es jetzt und in Zukunft aufzubauen. Denn vieles wird bereits getan – oft jedoch noch 
nicht flächendeckend und miteinander verzahnt. 
Bei den nächsten Schritten wird es immer wieder wichtig sein, möglichst konkrete Vereinbarungen zu 
treffen damit klar definiert ist, wer, wann und auf welche Weise aktiv wird. Denn von der Verlässlichkeit 
der Maßnahmen hängt ab, ob es gelingt, Menschen im Alter ihre Selbständigkeit zu erhalten. Ak-
teur*innen müssen deshalb überzeugt werden, sich mit Verbindlichkeit einzubringen. Hierfür sind noch 
viele Gespräche, Absprachen und Vereinbarungen notwendig. Wo finanzielle Ressourcen ein Problem 
darstellen, muss möglicherweise finanziell interveniert werden. Dies gilt etwa für den wichtigen Bereich

6 
der aufsuchenden Hilfe. 
Im Zuge der Zusammenarbeit von Wissenschaft, kommunalen Akteur*innen, Wirtschaft und der enga-
gierten Zivilgesellschaft sind Ideen zu weitergehenden Maßnahmen entstanden bzw. vorgeschlagen 
worden, die nach ihrer Wirkung priorisiert und weiterverfolgt werden sollen. 
Viele von ihnen zielen nicht nur auf ältere Menschen, sondern auf die gesamte Bevölkerung ab und wei-
sen bereits den Weg in Richtung einer Ausweitung des im HAP-Köln Projekt erstellten Hitzeaktionsplans 
auf weitere vulnerable Gruppen, wie Kinder, Menschen mit Behinderung oder im Freien körperlich arbei-
tende Menschen. 
Das Sofortprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Ver-
braucherschutz (BMUV) für die Anpassung an den Klimawandel soll die Kommunen mit vielfältigen 
Maßnahmen unterstützen, unter anderem mit einem Beratungsprogramm zur Erstellung von Hitzeakti-
onsplänen. Die deutsche Gesundheitsministerkonferenz hat 2020 zudem beschlossen, dass die Erstel-
lung von kommunalen Hitzeaktionsplänen als Anpassungsmaßnahme dringend innerhalb eines 5-
Jahreszeitraums erforderlich ist. 
Mit dem „HAP-Köln“ ist die Stadt Köln bereits einen Schritt weiter als die meisten anderen Kommunen, 
so dass andere Städte von den Erfahrungen profitieren können und das Kölner Vorgehen als Blaupause 
dienen kann. 
Das Projekt hat neue Vernetzungen initiiert und erprobt. So wurden nicht nur innerhalb der Stadt Köln 
neue Wege der Zusammenarbeit eröffnet, sondern auch über die kommunalen Grenzen hinweg ein 
deutschlandweiter Städtedialog initiiert. Diese neuen Wege haben sich als wichtige Grundlage erwiesen 
um ein komplexes und neues Aufgabenfeld wie die Hitzeaktionsplanung in einer Kommune zu veran-
kern. Die offene Diskussion erzeugte eine Vernetzung auf Augenhöhe. Die Einbindung lokaler Ak-
teur*innen in einen Hitzeeinsatzplan und die Nutzung vorhandener lokaler Netzwerke, ist ein Weg der 
weiter ausgebaut werden sollte, weil so eine gebündelte Informationsweitergabe über Multiplikator*innen 
an die Zielgruppe aufgebaut werden konnte. Diese Wege konnten auch in der Covid-19-Pandemie ge-
nutzt werden. 
 
5. Finanzierung  
Das Umwelt- und Verbraucherschutzamt beabsichtigt den Hitzeaktionsplan weiter voranzutreiben und 
die personellen Ressourcen hierfür auch über die Projektlaufzeit hinaus bereitzustellen. Während des 
Projektes wurde die Stelle über Fördermittel vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare 
Sicherheit und Verbraucherschutz zu 65 % refinanziert. Um eine kontinuierliche Netzwerkarbeit zukünftig 
sicherstellen zu können ist sie bis zum 31.12.2022 unter Inanspruchnahme der Mittel aus dem Teiler-
gebnisplan 1401 Umweltordnung, -vorsorge, bei der Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und 
Dienstleistungen  verlängert worden. 
Ab 2023 ist vorgesehen, die Gesamtaufwendungen i.H.v. 100.300 € dauerhaft aus dem Teilergebnisplan 
1401 Umweltordnung, -vorsorge, aus zur Verfügung stehenden Sachmitteln der Teilplanzeile 13, Auf-
wendungen für Sach- und Dienstleistungen, zu finanzieren. Die Stelle wird zum Stellenplan 2023 mit 
entsprechender Kompensation angemeldet. 
Das Dezernat Umwelt, Klima und Liegenschaften wird im Rahmen der Haushaltsaufstellungsprozesse 
2025ff  innerhalb des zur Verfügung gestellten Budgets, ggf. durch Umschichtungen die  erforderlichen 
Mittel vorsehen. Die Umsetzung der Maßnahme steht unter dem Vorbehalt des Inkrafttretens der Haus-
haltssatzung 2023/2024. 
Die Fortführung der Hitzeaktionsplanung stellt eine Maßnahme des Sofortprogramms der integrierten 
Klimafolgenanpassung (s. Ratsbeschluss AN/2624/2021) dar und ist Teil der geplanten Koordinations-
stelle „KlimawandelAnpassungsManagement (KAM)“. 
 
Anlagen 
 
Projektendbericht  
Im Sinne der Ressourcenschonung wird die Anlage nur digital im Ratsinformationssystem bereitgestellt.

Anlage 1 Hitzeaktionsplan

490640 Zeichen

Hitzeaktionsplan
für Menschen im  
Alter für die Stadt Köln

1
Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter  
für die Stadt Köln (HAP-Köln)
Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt,  
Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz  
als kommunales Leuchtturmprojekt.

2
 
Autor*innen  
 
Umwelt- und  
Verbraucherschutzamt, Stadt Köln
Yvonne Wieczorrek
Bianka Marcol
Johanna Grünewald
Marita Hey
GeoHealth Centre des Instituts  
für Hygiene & Public Health,  
Universitätsklinikum Bonn
Silvia Schäffer-Gemein
Juliane Kemen
Heike Müller
Thomas Kistemann
Mitwirkende
Nils Becker 
Annette Boms  
Marius Brinaru  
Eleni Giannakidou-Jordan  
Lena Gorges  
Katharina Jung  
Bruno Neff  
Christina Peklo  
Jessica Remy  
Stefan Schiffmann  
Marie Scholz  
Rebecca Vogel  
Gerhard-Andreas Wiesmüller
Mit freundlicher Unterstützung von
RheinEnergie AG
Gesundheitsamt, Stadt Köln
Amt für Soziales, Arbeit und Senioren, Stadt Köln
Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Stadt Köln
Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen, Stadt Köln

Innerhalb des Hitzeaktionsplans wurde bei jeglichen  
Erhebungen das eingetragene Geschlecht abgefragt,  
wodurch in Teilen nur das „männliche“ und „weibliche“  
Geschlecht berücksichtigt wurde.
3

4
Geleitwort
Liebe Leser*innen,
der jüngste Bericht des Weltklimarates 
IPCC (Intergovernmental Panel on Climate 
Change) beschreibt in erschreckender Weise 
die Auswirkungen der Klimakrise und unzu-
reichende Maßnahmen zur Gegensteuerung. Die massiven Folgen 
für Mensch und Natur sind eine globale Herausforderung, der sich 
auch die Stadt Köln zu stellen hat. Wir müssen uns auf deutlich 
längere Hitzeperioden mit Tagen über 30 °C, auf lang anhaltende 
Trockenperioden und auf häufigere Starkregenereignisse mit Über-
flutungen einstellen. 
Klimaschutz und Klimaanpassung sind in Deutschland bisher keine 
kommunalen Pflichtaufgaben. Die Dringlichkeit der Lage erfor -
dert es jedoch, dass Kommunen selbst aktiv werden und eigene 
Lösungsansätze zum Umgang mit dem Klimawandel entwickeln.  
Gerade die Prävention von Gesundheitsgefährdungen durch Hitze -
wellen ist in dicht bebauten Stadtteilen von besonderer Bedeutung. 
Insbesondere ältere Menschen sind nachweislich von Hitze belastet 
und spüren gesundheitliche Einschränkungen, auch wenn diese 
oft unspezifisch und damit nicht direkt zuzuordnen sind. Gerade 
die Menschen, die in ihren eigenen vier Wänden leben, benötigen 
unsere besondere Aufmerksamkeit.

Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln (HAP-Köln)
5
Mit Hitzeaktionsplänen, wie sie im europäischen Ausland zum Teil 
bereits implementiert sind und zunehmend auch für deutsche Kom -
munen diskutiert werden, haben wir die Möglichkeit, auf verschie -
denen Handlungsebenen zielgerichtete Maßnahmen zur Vorsorge 
zur ergreifen.  
Als besonders betroffene Großstadt war es der Stadt Köln wichtig, 
als eine der ersten Kommunen ein Projekt zur Initiierung eines Hitze -
aktionsplans für Menschen im Alter gemeinsam mit dem GeoHealth 
Centre am Institut für Hygiene und Public Health des Universitäts -
klinikums Bonn auf den Weg zu bringen. Das Gesundheitsamt der 
Stadt Köln und die RheinEnergie AG haben sich als weitere wichtige 
Partner hierbei eingebracht.  
Der vorliegende Bericht, der die Ergebnisse der Projektlaufzeit 
zusammenfasst, wäre jedoch nicht ohne die Mitwirkung der vielfäl-
tigen internen und externen Akteur*innen, die sich für das Wohler -
gehen von älteren Menschen einsetzen, entstanden.  
 
Hierfür bedanke ich mich herzlich bei allen, die hieran mitgewirkt 
haben, und lade dazu ein, sich weiterhin intensiv einzubringen und 
gemeinsam am Kölner Hitzeaktionsplan weiterzuarbeiten.  
Ihr
  
 
William Wolfgramm
Beigeordneter für Klima, Umwelt,  
Grün und Liegenschaften der Stadt Köln
Köln, Juli 2022

6
Geleitwort
Liebe Leser*innen,
die Folgen des Klimawandels werden spür-
bar. Er äußert sich nicht nur durch Erwär-
mung, sondern auch durch die Zunahme von 
extremen Wetterereignissen. Nicht zuletzt 
die Flutkatastrophe in vielen Kommunen des Rheinlandes hat 
uns dies im Sommer 2021 unmittelbar und schrecklich vor Augen 
geführt.  
Der Anstieg der mittleren jährlichen Lufttemperatur führt dazu, dass 
extreme Hitzeereignisse im Sommer immer häufiger, intensiver und 
länger anhaltend werden.  
Die zunehmende Hitzebelastung ist auch von erheblicher gesund -
heitlicher Relevanz, da sie den menschlichen Organismus stark 
beansprucht und insbesondere zu Problemen des Herz-Kreis -
lauf-Systems führt. In den Hitzesommern 2003, 2006 und 2015 
verstarben in Deutschland insgesamt etwa 20.000 Menschen an 
den Folgen der Hitzebelastung. Pro °C Temperaturanstieg wird eine 
Steiger ung hitzebedingter Sterblichkeit um 1–6 Prozent prognos-
tiziert. Ältere Menschen und Personen mit chronischen Vo  rerkran-
kungen sind besonders gefährdet.  
Vor diesem Hintergrund ist es dringend notwendig, vorsorgend zu 
handeln. Das Europäische Parlament hat 2019 eine Klima-Notlage 
ausgerufen und die Europäische Kommission aufgefordert, alle rele -
vanten Gesetzes- und Haushaltsvorschläge mit dem Ziel des Pari -
ser Übereinkommens abzustimmen, die Erderwärmung auf unter 
1,5°C zu begrenzen. Die deutsche Gesundheitsministerkonferenz 
hat 2020 konkordant beschlossen, dass die Erstellung von kom-
munalen Hitzeaktionsplänen als Anpassungsmaßnahme dringend  
erforderlich ist. 
Prof. Dr. med.  
Dr. h.c. mult.  
Wolfgang Holzgreve, 
MBA
Ärztlicher Direktor und 
Vorstandsvorsitzender 
Universitätsklinikum 
Bonn

7
In einem vom Bundesumweltministerium 
geförderten Leuchtturmvorhaben wurde dies 
nun für die Stadt Köln und für die besonders 
gefährdete Gruppe älterer Menschen umge -
setzt. Ein Team des Instituts für Hygiene  
und Public Health, Universitätsklinikums 
Bonn (UKB) hat mit seiner fachlichen Expertise als wissenschaft -
licher Partner zum Gelingen des Projekts beitragen dürfen, hat 
umfangreiche empirische Grundlagen ermittelt und auch den Pro -
zess der praktischen Umsetzung aktiv begleitet. Neben den weit 
über Köln hinaus wichtigen Erkenntnissen zur Hitzeaktionsplanung 
für Großstädte ist dieses Projekt damit auch ein gelungenes Bei -
spiel für die Kooperation des UKB mit Partner*innen der kommu-
nalen Verwaltung in der Region Rheinland, der es sich in vielfältiger 
Weise verbunden und verpflichtet fühlt. 
 
Ihr 
 
 
Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Wolfgang Holzgreve, MBA 
Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender  
Universitätsklinikum Bonn
  
 
Prof. Dr. med. Nico T. Mutters, MPH
Direktor des Instituts, für Hygiene und Public Health,  
Universitätsklinikum Bonn
Bonn, Juli 2022
Prof. Dr. med.  
Nico T. Mutters,  
MPH
Direktor des Instituts 
für Hygiene und  
Public Health,  
Universitätsklinikum 
Bonn

8
Inhalt
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort Stadt Köln ................................................................   4 
Geleitwort Universitätsklinikum Bonn .................................................   6 
1. Zusammenfassung  .........................................................  12 – 15
2. Einleitung ..................................................................  16 – 23
 2.1 Hintergrund und Problemstellung ..............................................  18
 2.2 Fragestellungen und Ziele ....................................................  22
3. Theoretischer und konzeptioneller Hintergrund .............................  24 – 49
 3.1 Deutsche Anpassungsstrategie (DAS) .........................................  26
  3.2 Die Stadt Köln ...............................................................  28
  3.2.1 Lage und regionales Klima ..............................................  28
  3.2.2 Klimatische Besonderheiten der Kölner Bucht ............................  28
  3.2.3 Menschen in Köln ......................................................  30
  3.2.4 Stadtstruktur  ..........................................................   31
 3.3 Klimawandelgerechte Metropole Köln .........................................   31 
 3.4 Fortschreitender Klimawandel und belastete Bevölkerung  ......................  34 
  3.4.1 Zunahme der Wärmebelastung ..........................................  34 
  3.4.2 Hitzebelastete Einwohnende in Köln .....................................  36  
 3.5 Sozialräume in der Stadt Köln .................................................   41
  3.5.1 Definition Sozialraum ...................................................   41
  3.5.2 Integriertes Handlungskonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ ............  42 
 3.6 Klimawandel und Gesundheit .................................................  46 
 3.7  Von der klimawandelgerechten Metropole  .....................................  49 
zu hitzeangepasstem Leben in Köln
4. Projektvorstellung ......................................................... 50 – 61 
 4.1   Förderung als Leuchtturmvorhaben im Rahmen ................................  53 
der Deutschen Anpassungsstrategie 
 4.2 Projektpartner ...............................................................  53 
 4.3 Projektplan und Meilensteine .................................................  56
 4.4 Wissenschaftlicher Beirat ....................................................  59
5. Methodik  .................................................................  62 – 85
 5.1 Auswahl der Untersuchungsgebiete ...........................................  64
 5.2 Die ausgewählten Untersuchungsgebiete ......................................  66
  5.2.1 Pesch .................................................................  68
  5.2.2 Nippes ................................................................  68
  5.2.3 Sozialraum Blumenberg/Chorweiler/Seeberg-Nord .......................  69
  5.2.4 Sozialraum Höhenberg/Vingst ..........................................   74

9
 5.3  Erhebung I: Quantitative Befragung selbstständig lebender .....................   75 
Menschen im Alter
 5.4 Erhebung II: Quantitative Befragung von Pflegeeinrichtungen ...................   77
  5.5  Erweiterte Vulnerabilitätsanalyse zur Erreichbarkeit  ............................  78  
von Grünflächen in Köln (Distanzanalyse)
 5.6 Identifikation von lokalen und kommunalen Akteur*innen .......................  82 
 5.7 Trisektorale und interkommunale Vernetzungen ................................  83
 
6. Ergebnisse ...............................................................  86 – 141
 6.1  Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im  .............................  88 
Alter mit Hitze und Hitzewellen 
  6.1.1  Demografische und sozioökonomische ..................................  88  
Charakterisierung der Stichprobe
  6.1.2 Gesundheit ............................................................  92
  6.1.3 Hitzewarnungen und Information . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  94
  6.1.4 Wahrnehmung von heißen Tagen und Hitzewellen ........................  96
  6.1.5 Gesundheitssymptome bei Hitzewellen .................................  102
  6.1.6 Ärztliche Gespräche zu Hitze und ihren Auswirkungen ...................  104
  6.1.7 Hilfe während der Hitzewelle ...........................................  105
  6.1.8 Individuelle Schutzmaßnahmen bei Hitze ................................  106
  6.1.9 Trink- und Essverhalten ................................................  108
  6.1.10 Soziale Kontakte .....................................................  110
  6.1.11 Verschobene Aktivitäten ..............................................   111
 6.2 Hitze als Thema in Betreuungs einrichtungen für Menschen im Alter .............  112
  6.2.1 Hitzewarnung und Information .........................................  112
  6.2.2 Hitzebelastung und bauliche Gegebenheiten ............................  113
  6.2.3 Hitzeanpassung .......................................................  114
  6.2.4 Medizinische und pflegerische Maßnahmen .............................  116
 6.3  Erweiterte Vulnerabilitätsanalyse: Erreichbarkeit ..............................   117 
von Grünflächen in Köln
 6.4  Identifikation von Akteur*innen und Multiplikator*innen  .......................  124 
bei der Stadt Köln
 6.5  Ergebnisse der Vernetzungstreffen ...........................................  130
  6.5.1 Trisektorale Vernetzung................................................  130
  6.5.2 Interkommunale Vernetzung ...........................................  136
 6.6  Öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen / ...................................  141 
Maßnahmen / Publikationen

10
Inhalt
7.  Entwicklung und Umsetzung von Interventionsmaßnahmen ...............  142 – 169
 7.1 Kommunikation..............................................................  147 
 7.2 Kernelemente und Maßnahmen ..............................................  160
8. Maßnahmenkatalog  ......................................................  170 – 217
 8.1  Kernelement I: Zentrale Koordinierung und interdisziplinäre  ....................   174 
Zusammenarbeit
 8.2 Kernelement II: Nutzung eines Hitzewarnsystems ..............................  178
 8.3 Kernelement III: Information und Kommunikation ..............................  183 
 8.4 Kernelement IV: Reduzierung von Hitze in Innenräumen ........................  196 
 8.5 Kernelement V: Besondere Beachtung von Risikogruppen ......................  198 
 8.6 Kernelement VI: Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme .............  205
 8.7 Kernelement VII: Langfristige Stadtplanung und Bauwesen .....................  210 
 8.8 Kernelement VIII: Monitoring und Evaluation der Maßnahmen ..................  216
9. Welche Erkenntnisse der HAP-Köln bietet ................................  218 – 237
 9.1 Erkenntnisse aus den empirischen Untersuchungen  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  220 
  9.1.1 Vulnerabilitätsanalyse .................................................  221
  9.1.2 Was berichten uns Menschen im Alter? .................................  221 
  9.1.3  Wie ist die Lage in den Betreuungseinrichtungen ........................  224 
für Senior*innen?
 9.2 Interaktion, Vernetzung und Kommunikation ..................................  224
 9.3  Interventionen, Maßnahmen, Hitzeeinsatzplan: ................................  225 
Auf dem Weg zum Hitzeaktionsplan
 9.4 Erreichbarkeit der Zielgruppe ................................................  228
 9.5 Fazit .......................................................................  229
 9.6  Kommentare der wissenschaftlichen Beiratsmitglieder  ........................  232 
des Projekts
10.  Herausforderungen und Ausblick  .......................................  238 – 241
Danke!  ...........................................................................  242
Literaturverzeichnis ...............................................................  243
Abkürzungsverzeichnis ............................................................  250
Anlagen ..........................................................................  252 
 A1 Projekt-Meilensteine .........................................................  252
 A2 Rundbrief ...................................................................  253
 A3 Liste Statistischer Quartiere, Erreichbarkeit von Grünflächen ...................  255
 A4 Öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen / Maßnahmen / Publikationen .........  257

Die Heinzelmännchen zu Köln, sie sind geflüchtet,  
als „Hitzemännchen“ nun gesichtet
Vers 1
Wie ist zu Köln es doch seitdem
Mit „Hitzemännchen“ so bequem.
Denn ist es heiß, man lege sich
Hin auf die Bank und pflege sich:
Da kommen bei Nacht,
Ehe man’s gedacht,
Die Stadt, Uni Bonn und RheinEnergie
Ein Projekt akquiriert, das gab‘s so noch nie.
Und eh ein Faulpelz noch erwacht,
Der Start der Kampagne bereits ward gemacht.
 
Vers 2
Plan von Aktionen und das gegen Hitze
Zum Schutz der Gesundheit – ich mach keine Witze
Studierten und probierten 
Debattierten und kooperierten
Und planten 
Und kühlten 
Für die Menschen im Veedel – sehr edel.
Ob Chorweiler, Pesch, in Deutz oder Nippes
Das kühle Nass von Kölle, stets nipp es!
 
Vers 3
Die Ämter sehr rege zu planen den Schatten,
Trinkflaschen im Fundus als Spende sie hatten
Und warnt vor Hitze der DWD,
Laufbänder vor Ort realisiert KVB.
Berichten die Pflichten 
Dem Beirat und Stadtrat – welch Wohltat.
Es gilt nun zu schützen, zunächst mal die Alten,
Erholung beim Nachbarn, an Orten im Kalten.
Dies möge Ihr Ziel sein übers Ende hinaus
Viel Glück für die Zukunft – ein Projekt mit Applaus!
 
Hans-Guido Mücke 2022, basierend auf und frei angepasst  
nach August Kopisch 1836 „Die Heinzelmännchen zu Köln“
11

1. Zusammenfassung

14
1. Zusammenfassung
Im Zuge des Klimawandels nehmen  
auch in Köln die heißen Tage mit Tem pe-
raturen über 30 °C und die Sommertage mit 
Temperaturen über 25 °C deutlich zu. Die 
Studie „Klimawandelgerechte Metropole 
Köln“ zeigt, dass Tempe raturen von über 
40 °C erreicht werden können.  
Lang anhaltende Hitzeperioden heizen 
insbesondere die stark versiegelten Stadt -
quartiere zunehmend auf. Kinder, Kranke, 
Menschen im Alter und Menschen mit 
Behinderung reagieren besonders anfällig 
auf solche Belastungen durch Hitze.
Im Hinblick auf den demografischen Wandel 
legt das Verbundprojekt „Hitzeaktions -
plan für Menschen im Alter für die Stadt 
Köln“ (HAP-Köln) einen besonderen Fokus 
auf über 65-jährige Personen. In dieser 
Altersgruppe können Hilfebedürftigkeit und 
soziale Isolierung dazu führen, dass Maß -
nahmen, wie zum Beispiel ausreichendes 
Trinken und das Kühlen der Innenräume, zu 
wenig beachtet werden. Für Hitzeperioden 
wurden höhere Sterberaten konstatiert 
und das wärmere Stadtklima führt zu ver-
mehrten gesundheitlichen Belastungen und 
Risiken. 
 
Ziel des Projekts war, gesundheitliche 
Risiken durch Hitzeperioden für Menschen 
im Alter zu reduzieren, indem ein Informati-
onssystem und ein Aktionsplan aufgebaut 
und entwickelt werden. Zudem ist unter-
sucht worden, inwiefern Hitzewarnungen 
alleinlebende ältere Menschen erreichen 
und wie sie Maßnahmen zur Hitzevorsorge 
treffen. Dabei stand im Vordergrund, Infor-
mationen zu beschaffen, aufzubereiten und 
weiterzugeben. 
 
Als Basis für die Erarbeitung von geeigneten 
Maßnahmen zur Abmilderung gesundheit-
licher Risiken diente eine Erhebung mittels 
qualitativer und quantitativer Methoden. In 
Stadtvierteln und Sozialräumen wurden 
ältere Menschen zu ihren Informationsquel-
len, ihrem Wissensstand und ihren aktuellen 
Verhaltensweisen befragt. Darüber hinaus 
ist untersucht worden, ob Einrichtungen für 
ältere Menschen, ihr Handeln auf Hitzewar-
nungen einstellen, Maßnahmen umsetzen 
und eine Verhaltensänderung der dort Woh-
nenden eintritt. 
Als weitere Erkenntnisquelle sind Akteur*in-
nen und Multipli kator*innen der Senioren-
arbeit einbezogen und zu ihren Aktivitäten 
sowie weiteren geeigneten Maßnahmen 
befragt worden. 
Aus dieser Netzwerkarbeit, in Verbindung 
mit den Erkenntnissen der Befragung, ist ein 
umfangreicher Maßnahmenkatalog entstan -
den, der alle zeitlichen Horizonte und Hand-
lungsebenen abdeckt. In einem konkreten 
Hitzeeinsatzplan wurden erste verbindliche 
Aktionen mit den Akteur*innen vereinbart 
und in die Anwendung gebracht. Diese sol-
len weiterverfolgt und ausgebaut werden.

15

2. Einleitung

18
2. Einleitung 
2.1 Hintergrund und Problemstellung
2.1 Hintergrund und Problemstellung
Der neueste Bericht des International  
Panel on Climate Change (IPCC 2022) 
machte drastische und äußerst alar  m-
ierende Aussagen:  
•  Es ist eindeutig, dass der Einfluss des Men -
schen die Atmosphäre, die Ozeane und die 
Landflächen erwärmt hat. 
•  Das Ausmaß der jüngsten Veränderungen 
im gesamten Klimasystem ist in histo -
rischer Zeit beispiellos.
•  Die globale Oberflächentemperatur wird 
bis mindestens Mitte des Jahrhunderts 
weiter ansteigen. Eine globale Erwärmung 
von 1,5 °C und 2 °C wird im Laufe des 21. 
Jahrhunderts überschritten werden, wenn 
nicht in den kommenden Jahrzehnten 
drastische Reduktionen der CO 2- und 
anderer Treibhausgasemissionen gelingen.
 
Extrem heiße Sommer werden zukünftig 
häufiger auftreten – auch in Deutschland 
(Deutschländer & Mechel 2017). Das ver-
gangene Jahrzehnt (2011–2020) war das 
wärmste seit Beginn der Wetteraufzeich-
nungen im Jahr 1881 (Deutscher Wetter-
dienst, DWD 2021). Die Anzahl und Intensi-
tät der Hitzetage (maximale Lufttemperatur 
>30 °C) je Sommer steigt und wird sich bis 
Ende des 21. Jahrhunderts auf ca. 40 ver -
dreifachen (Bundesministerium für Umwelt, 
Naturschutz, nukleare Sicherheit und Ver-
braucherschutz, BMU 2020). Vor allem aus-
geprägte und lang anhaltende Hitzeereig -
nisse, wie 2018 im Rhein-Main-Gebiet von 
fast dreiwöchiger Dauer (UBA 2019), haben 
erheblichen Einfluss auf die menschliche 
Gesundheit und stellen eine Herausforde -
rung für das Gesundheitswesen dar. 
 
Das außergewöhnliche Hitzeextrem vom 
August 2003 traf Europa völlig unvorbereitet 
und verursachte in Westeuropa über 70.000 
zusätzliche Todesfälle, darunter 7.300 in 
Deutschland (Robine et al. 2008). Während 
der Hitzeextreme der Sommer 2006, 2010, 
2013 und 2015 starben in Deutschland 
jeweils zwischen 3.300 und 6.200 Men -
schen zusätzlich (an der Heiden et al. 2019). 
In Berlin starben zwischen 2018 und 2020 
1.400 Menschen an den Folgen von Hitze. 
Insbesondere die ungewöhnlich hohen 
Sommertemperaturen in den Jahren 2018–
2020 führten zu einer statistisch signifikan -
ten Anzahl von Sterbefällen in Deutschland: 
Eine Abschätzung ergab etwa 8.700 hit-
zebedingte Sterbefälle im Jahr 2018, etwa 
6.900 im Jahr 2019 und etwa 3.700 im 
Jahre 2020 (Winklmayr et al. 2022). 
Auch an akuten Krankheitsereignissen lässt 
sich zeigen, dass Hitze ein ernst zu neh -
mendes Gesundheitsproblem ist. So nimmt 
z. B. die Häufigkeit der Herzinfarkte bei 
Hitzeextremen zu (Chen et al. 2019). In allen 
Bereichen der Gesundheitsversorgung in 
Deutschland ist während Hitzeperioden die 
Inanspruchnahme signifikant erhöht (Schillo 
et al. 2019). 
Vor diesem Hintergrund besteht mittlerweile 
allgemeiner Konsens, dass ein dringender 
Handlungsbedarf bezüglich der Abmilde -
rung der gesundheitlichen Folgen des Kli -
mawandels in Deutschland besteht.

2.1 Hintergrund und Problemstellung
19
Im Jahr 2008 hat die Bundesregierung 
die Deutsche Anpassungsstrategie an den 
Klimawandel (DAS) beschlossen. Sie legt 
den Rahmen des Bundes zur Anpassung an 
den Klimawandel fest und gibt eine Orien -
tierung für die Handelnden. Ziel der Anpas -
sungsstrategie ist es, die Verwundbarkeit 
gegenüber den Folgen des Klimawandels 
zu mindern, die Anpassungsfähigkeit natür-
licher, gesellschaftlicher und ökonomischer 
Systeme zu erhalten oder zu steigern und 
mögliche Chancen zu nutzen. 
Unter anderem soll die Strategie das 
Bewusstsein für den Klimawandel und seine 
Folgen verstärken und wichtige Akteur*in-
nen für eigenes Handeln sensibilisieren 
(UBA 2018). Hitzeaktionspläne sind dabei 
ein zentrales Instrument. 
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 
bemängelt ein Missverhältnis zwischen 
einer klaren Evidenz für die gesundheitliche 
Belastung durch Hitze und der nur langsa -
men Implementierung von Hitzeaktionsplä -
nen (WHO Europe 2021). Sie hatte bereits 
2008 empfohlen, Hitzeaktionspläne zu ent-
wickeln (Matthies et al. 2008). 
In Deutschland ist die Erstellung von Hit-
zeaktionsplänen auf Bundes-, Landes- bzw. 
kommunaler Ebene jedoch bislang nicht 
gesetzlich verankert. Im Aktionsplan II der 
DAS (BMU 2016) wurde von der Bundes-
regierung angeregt, zu prüfen, ob die Län -
der Hitzeaktionspläne erarbeiten können. 
Die Bund/Länder-Ad-hoc-Arbeitsgruppe 
‚Gesundheitliche Anpassung an die Folgen 
des Klimawandels (GAK)‘ hat daraufhin 
hierzu 2017 eine Empfehlung erarbeitet 
(Straff & Mücke 2017).
Im Policy Brief für Deutschland des „Lancet 
Countdown on Health and Climate Change“ 
wird gefordert, die Umsetzung von Hitzeak-
tionsplänen zum Schutz der menschlichen 
Gesundheit gemäß den Empfehlungen der 
GAK zu beschleunigen (Watts et al. 2021). 
Im Rahmen ihrer 93. Konferenz sprachen 
sich die Gesundheitsminister*innen der 
Länder am 1.10.2020 für die Erstellung von 
kommunalen Hitzeaktionsplänen innerhalb 
eines 5-Jahreszeitraums aus (GMK 2020). 
Dies wurde durch die 97. Konferenz der 
Ressortleitenden und Senatsmitglieder für 
Arbeit und Soziales der Länder im November 
2020 bestätigt. 
Im Aktionsplan Anpassung III der DAS (BMU 
2020) wurde eine unterstützend durchzu-
führende Bestandserhebung, Analyse und 
Evaluation von bestehenden bzw. geplanten 
Hitzeaktionsplänen festgeschrieben.  
Auch die Stadt Köln hat erkannt, dass nach 
der Bilanzierung der Klimawandelfolgen 
und der Darstellung der Handlungsfelder 
im Rahmen des Projekts „Klimawandelge -
rechte Metropole Köln“ (LANUV 2013) die 
Identifizierung, Vorbereitung und Durchfüh-
rung konkreter Maßnahmen ein notwendiger 
nächster Schritt sein muss.  
Für Köln stehen die Hitzebelastung und die 
Zunahme von Starkregenereignissen im 
Vordergrund. So werden in Zukunft heiße 
Tage mit Temperaturen über 30 °C und 
Sommertage mit Temperaturen über 25 °C 
in Köln deutlich zunehmen (LANUV 2013). 
Dabei können Maximaltemperaturen von 
über 40 °C erreicht werden.

20
2. Einleitung 
2.1 Hintergrund und Problemstellung
Die Zahl der Sommertage wird bis Mitte 
des 21. Jahrhunderts für das Stadtgebiet 
Köln im Vergleich zu den klimatischen Ver-
hältnissen am Anfang des Jahrhunderts 
um 30–70 Prozent zunehmen. Die Zahl der 
heißen Tage wird sich voraussichtlich sogar 
verdoppeln. Die Warming Stripes für Köln 
zeigen anschaulich die stadtklima tische Ent-
wicklung von 1881 bis 2021 (Abb. 2.1). Eine 
einfache, aber prägnante Symbolisierung, 
um den Klimawandel zu visualisieren, entwi -
ckelte der Klimawissenschaftler Ed Hawkins.  
 
Die sogenannten Warming Stripes stellen 
für einen bestimmten Ort oder eine Region 
die mittlere Jahrestemperatur dar. 
Die Daten werden dabei chronologisch  
seit Messbeginn aufgetragen. Die einzel-
nen Jahre werden als farbcodierte Streifen 
dargestellt, das kälteste Jahr erscheint 
dunkelblau, das wärmste dunkelrot. Es ist 
leicht zu erkennen, dass in den letzten Jahr -
zehnten die roten Streifen zugenommen 
haben. Das kälteste Jahr in Köln war 1888 
mit 8,84 °C, das wärmste Jahr war 2020  
mit 12,53 °C Durchschnittstemperatur. 
 
Auch bei gesunden Menschen kann Hitze 
zu Erschöpfung und eingeschränkter Leis -
tungsfähigkeit führen. Das wärmere Stadt-
klima führt für alle Men schen zu vermehrten 
gesundheitlichen Belastungen und Risiken. 
1881 1901 1921 1941

2.1 Hintergrund und Problemstellung
21
Besonders schwer aber trifft die zuneh -
mende Aufheizung der Stadtquartiere bei 
lang anhaltenden sommerlichen Hitzeereig -
nissen Kinder, Kranke, Menschen mit Behin-
derung und Menschen im Alter.  
 
Denn mit steigendem Lebensalter erhöht 
sich die Vulnerabilität gegenüber extremer 
Hitze. Sie stellt hohe Anforderungen an das 
kardiovaskuläre und respiratorische System. 
Für ältere Menschen ist es schwierig, ihre 
Körperkerntemperatur konstant zu halten 
(Bunz & Mücke 2017). Diese physiologi-
schen Veränderungen können zu Dehyd-
ratation, erhöhter Blutviskosität und damit 
zu gesteigertem Thromboserisiko führen. 
Heiße und trockene Luft reizt zudem die 
Atemwege. 
Insbesondere Menschen mit Vorerkrankun-
gen sind gefährdet. Der Klimawandel ist ein 
Umweltstressor, der zudem zu psychischen 
Beschwerden wie Angststörungen oder 
Depressionen führen kann. Das Zusammen -
treffen von Klimawandel und demografi-
schem Wandel fordert insofern besondere 
Konzepte und angepasste Maßnahmen 
für die Bevölkerungsgruppe der älteren 
Menschen. 
1961 1981 2001 2021
9° 12°
Abb. 2.1: Warming Stripes für die Stadt Köln, 1881–2021.  
Quelle: Deutscher Wetterdienst, bearbeitet durch LANUV NRW

22
2. Einleitung 
2.2 Fragestellungen und Ziele
2.2 Fragestellungen und Ziele
Die Zunahme von Hitze aufgrund des fortschreitenden globalen 
Klimawandels entwickelt sich insbesondere wegen der Gefährdung 
vulnerabler Personengruppen zu einem relevanten Gesundheits -
problem. Dies gilt insbesondere für dicht bebaute, hoch versiegelte 
Großstädte wie Köln. 
 
Das dreieinhalbjährige Forschungs- und Entwicklungspro -
jekt „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“ 
(01.01.2019–30.06.2022) wurde durch das Bundesministerium für 
Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz 
als kommunales Leuchtturmprojekt gefördert (FKZ 67DAS120A). 
Es vereint unterschiedliche lokale und regionale Akteur*innen aus 
Kommunalverwaltung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Forschung.  
Ziel des Vorhabens war die Verminderung gesundheitlicher Risiken 
durch Hitzeperioden für Menschen im Alter 65+ durch den Aufbau 
eines Informationssystems und Aktionsplans, mit einem besonde -
ren Fokus auf diese vulnerable Bevölkerungsgruppe.  
 
Folgende Fragen sollten durch das Projekt beantwortet werden:
•  Welche subjektive Hitzebelastung empfinden Menschen im  
Alter in verschiedenen großstädtischen Lebensumwelten?
•  Unterscheidet sich die Belastung in Stadtvierteln mit unterschied -
licher objektiver Hitzebelastung bzw. sozioökonomischer Struktur?
•  Welche Akteur*innen und Multiplikator*innen sind in Köln  
im Themenfeld Hitze und Gesundheit für die Zielgruppe 65+  
bereits aktiv?
•  Wie können diese Akteur*innen und Multiplikator*innen in einen 
Hitzeaktionsplan eingebunden werden?
•  Wie kann die Kommunikation mit der Zielgruppe strukturiert  
und optimiert werden?
•  Welche Maßnahmen sind geeignet, die gesundheitlichen  
Auswirkungen von Hitze für die Zielgruppe zu mildern?

2.2 Fragestellungen und Ziele
23
Das Projekt umfasste folgende Arbeitspakete:  
•  soziodemografische und sozioökonomische, zeitlich und räumlich 
differenzierte Erhebung der subjektiven Hitzebelastung von Men -
schen im Alter in großstädtischen Lebensumwelten
•  Erfassung und Analyse des Informationsflusses bezüglich Hitze -
warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD), des Landes -
umweltamtes (LANUV NRW) und anderer Quellen zu Menschen im 
Alter in unterschiedlichen großstädtischen Lebenskontexten
•  Entwicklung von Instrumenten zur Optimierung der Information 
von Menschen im Alter über Hitze, gesundheitliche Belastungen 
durch Hitze und Anpassungsmöglichkeiten
•  Entwicklung geeigneter Maßnahmen und Instrumente zur Förde -
rung hitzeangepasster, gesundheitsschützender und -fördernder 
Verhaltensweisen für Menschen im Alter 
Auf der Basis der gewonnenen Ergebnisse sollte eine evidenz -
basierte, gezielte Öffentlichkeitsarbeit entwickelt werden, die sich  
an Menschen im Alter in unterschiedlichen Lebenssituationen und  
verschiedenen Stadtvierteln wendet.

3.  Theoretischer und 
konzeptioneller 
Hintergrund

26
3. Theoretischer und konzeptioneller Hintergrund 
3.1 Deutsche Anpassungsstrategie (DAS) 
3.1 Deutsche Anpassungsstrategie (DAS) 
Im Jahr 2008 hat die Bundesregierung die Deutsche Anpassungs -
strategie an den Klimawandel (DAS) beschlossen. Sie legt den 
Rahmen des Bundes zur Anpassung an den Klimawandel fest und 
möchte eine Orientierung für die Handelnden bieten.  
Die DAS schafft einen Rahmen zur Anpassung an die Folgen des 
Klimawandels in Deutschland. Sie zielt darauf ab, den Grundstein für 
einen mittelfristigen Prozess zu legen, in dem schrittweise Risiken 
identifiziert, Handlungsbedarfe benannt, Ziele definiert sowie mögli -
che Anpassungsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt werden. Die 
DAS folgt einem integralen Ansatz zur Bewertung von Risiken und 
Handlungserfordernissen, sie unterstützt eine nachhaltige Entwick -
lung und reflektiert die internationale Verantwortung Deutschlands.  
Die Anpassungsstrategie hat das erklärte Ziel, die Verwundbar -
keit gegenüber den Folgen des Klimawandels zu mindern und die 
Anpassungsfähigkeit natürlicher, gesellschaftlicher und ökonomi-
scher Systeme zu erhalten oder zu steigern.  
Um Vorsorge im privaten, wissenschaftlichen, unternehm  er-
ischen sowie behördlichen, nachhaltigen Planen und Handeln  
zu ermöglichen, werden in der DAS folgende Aspekte als  
un verzichtbar hervorgehoben:
•  Verbesserung der Wissensbasis, um Chancen und Risiken  
besser benennen und vermitteln sowie Handlungsmöglichkeiten 
aufzeigen zu können;
•  Transparenz und Beteiligung durch einen breit angelegten  
Kommunikations- und Dialogprozess; 
•  Unterstützung der verschiedenen Akteur*innen, indem  
z. B. Entscheidungsgrundlagen und -hilfen bereitgestellt werden;
•  Unterstützung der Bewusstseinsbildung und Information durch 
breite Öffentlichkeitsarbeit;
•  Entwicklung von Strategien zum Umgang mit Unsicherheiten.  
Unter anderem soll die Strategie das Bewusstsein für den Klima -
wandel und seine Folgen verstärken und wichtige Akteur*innen für 
eigenes Handeln sensibilisieren (UBA 2018). Hitzeaktionspläne sind 
dabei erklärtermaßen ein wichtiges Instrument.

3.1 Deutsche Anpassungsstrategie (DAS) 
27

28
3. Theoretischer und konzeptioneller Hintergrund 
3.2 Die Stadt Köln 
3.2 Die Stadt Köln 
Köln ist mit knapp 1,1 Millionen Einwohn-
er*innen die viertgrößte Stadt Deutschlands. 
Die kreisfreie Stadt liegt im Südwesten 
des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen 
am Rhein und ist das Zentrum der Metro -
polregion Rhein-Ruhr. Köln gliedert sich in 
9 Stadtbezirke und 86 Stadtteile (Statis -
tisches Landes amt Nordrhein-Westfalen 
2018).
3.2.1 Lage und regionales Klima
Die Stadt Köln liegt im Südwesten von 
Nordrhein-Westfalen in der Kölner Bucht. 
Dies ist der südliche Ausläufer des Nie -
derrheinischen Tieflandes, welches zu den 
klimatischen Gunsträumen in den mittleren 
Breiten Europas zählt. 
Das Klima der Kölner Bucht wird, wie im 
ganzen Westen Deutschlands, stark von 
der geografischen Nähe zur Nordsee und 
zum Atlantik bestimmt und somit maßgeb-
lich vom Golfstrom beeinflusst. Diese Lage 
sorgt für ein maritim beeinflusstes Klima 
mit milden Wintern und bis in die jüngere 
Vergangenheit gemäßigten Sommern. Im 
Bereich der vorherrschenden Westwinddrift 
überwiegen Tiefausläufer, die vom Atlan-
tik kommend Deutschland regelmäßig 
überqueren und Niederschläge bringen. 
Bei weniger häufigen, bisweilen aber sta -
bilen Hochdruckwetterlagen nehmen die 
Tiefdruckgebiete nördliche oder südliche 
Zugbahnen, sodass sich länger anhaltende, 
trockene Perioden einstellen können. 
3.2.2 Klimatische Besonderheiten  
der Kölner Bucht
Im Mittel hat die Kölner Bucht eine Höhe 
von ca. 40 m über Normalnull (ü. NN). Links -
rheinisch erstreckt sich der Höhenzug der 
Ville mit einer Höhe von maximal 205 m
ü. NN entlang des Rheintals, welcher in 
Richtung Norden ausläuft. Das Rheinische 
Schiefergebirge umrahmt die Bucht und 
erhebt sich mit der linksrheinisch gelegenen 
Eifel sowie dem rechtsrheinisch gelegenen 
Bergischen Land und dem Siebengebirge 
bis über 600 bzw. 500 m ü. N N. 
Durch die markante Reliefgestalt und 
süd-nördliche Ausrichtung der Kölner Bucht 
werden bodennahe Luftströmungen kana -
lisiert und der Wind schwenkt nach Norden 
oder Süden in Richtung des Rheinverlaufs. 
Grundsätzlich sind in Köln zwei vorherr-
schende Wetterlagen zu unterscheiden: 
zyklonale und antizyklonale.  
 
Bei den zyklonalen Wetterlagen herrschen 
westliche Windrichtungen (NW–SW) vor, die 
meist mit höheren Windgeschwindigkeiten 
einhergehen. Aufgrund dessen stellt sich 
bei diesen Wetterlagen bis in höhere Lagen 
eine relativ gleichförmige Situation ein. 
Antizyklonale Wetterlagen sind in der Regel 
durch Schwachwinde geprägt und werden 
auch autochthon genannt, da sie nicht dem 
Einfluss großräumiger Windsysteme unter-
liegen. 
 
Die Niederschläge werden durch die Erhe -
bungen des quer zur Hauptwindrichtung 
verlaufenden Rheinischen Schiefergebirges 
beeinflusst. Dies führt zu ausgeprägten Luv- 
und Lee-Effekten (Luv ist die dem Wind 
zugekehrte Seite und Lee die dem Wind 
abgewandte Seite).

3.2 Die Stadt Köln 
29
 
Die aus westlicher Richtung anströmenden 
Luftmassen überqueren das Hohe Venn 
und die Eifel. Bei ihrem Abstieg in die Kölner 
Bucht werden sie erwärmt und geben nur 
wenig Niederschlag ab, da wärmere Luft 
mehr Feuchtigkeit speichern kann (Föhn-
effekt). Der Anstieg zum Bergischen Land 
östlich des Rheins verursacht hingegen eine 
Stauung und Abkühlung der Luftmassen. 
Dies führt dort zu deutlich höheren Nieder -
schlägen. 
Aus regionalen Klimauntersuchungen 
(Hartwig et al. 2022) auf dem Stadtgebiet 
ist bekannt, dass sich bei sommerlichen 
(autochthonen) Strahlungswetterlagen in 
den ersten Nachtstunden thermische Flur-
winde ausbilden, die in der zweiten Nacht-
hälfte durch einen regionalen Kaltluftabfluss 
vom Siebengebirge entlang des Rheintales 
überlagert werden. Dieses Phänomen ist 
auch im Kölner Norden nachweisbar.  
 
Dieser „Rheintalwind“ tritt in der Kölner 
Bucht bei stadtklimatisch relevanten 
Schwachwindwetterlagen auf und wird 
durch das Rheintal kanalisiert, sodass eine 
südsüdöstliche Windrichtung vorherrscht. 
Dieser Kaltluftabfluss kann Mächtigkeiten 
bis über 100 m erreichen. Es gibt keine 
topografischen Hindernisse auf Kölner 
Stadtgebiet.  
Die regional bedeutsame Kaltluftströmung 
im Rheintal wird insbesondere von kräftigen 
Kaltluftzuflüssen aus den Rheinnebentälern 
(linksrheinisch: Eifeltäler, Ahrtal; rechtsrhei-
nisch: Siegtal, Sülztal, Wahnbachtal, Agger-
tal etc.) gespeist. Im südlichen Bereich der 
Kölner Bucht bildet sich hierdurch eine Kalt-
luftströmung mit hoher Intensität aus.  
 
Die auf geeigneten Flächen des Kölner 
Stadtgebietes lokal gebildete Kaltluft wird 
im Laufe der Nacht verfrachtet und mit 
dem regionalen Hangabwindsystem mitge-
schleppt, sodass diesen lokalen Kaltluftent -
stehungsgebieten ebenfalls eine klimatische 
Bedeutung zukommt.  
Betrachtet man die langjährigen Tempe-
raturmittel, zeigt sich die Kölner Bucht 
während der Winter als eine der wärmsten 
Regionen Deutschlands. Längere Frostpe -
rioden oder dauerhafte Schnee  decken sind 
die Ausnahme. 
Die Studie „Klimawandelgerechte Metro-
pole Köln“ hat gezeigt, dass die Stadt Köln 
sich auf länger anhaltende Hitzewellen mit 
Spitzentemperaturen von mehr als 40 °C 
einstellen muss. 
Aufgrund der Wärmeentwicklung in den 
dicht bebauten Stadtteilen, mit dem zusätz -
lichen urbanen Wärmeinseleffekt, ist die 
Durchlüftung der Stadt und insbesondere 
der Wohngebiete von zentraler Bedeutung 
für ein gesundes Stadtklima.

30
3. Theoretischer und konzeptioneller Hintergrund 
3.2 Die Stadt Köln 
3.2.3 Menschen in Köln
Großstädte sind für die Folgen des Kli -
mawandels besonders anfällig, da dichte 
Bebauung mit geringem Grün- und Was-
serflächenanteil zur Speicherung von 
Hitze beiträgt. In Deutschland leben rund 
64 Millionen Menschen in städtischen 
Agglomerationen, das sind etwa 77 Prozent 
der Wohnbevölkerung (Destatis 2019). Zu 
den städtischen Agglomerationen zählen 
79 Großstädte mit mehr als 100.000 Ein-
wohnenden (Zech 2018).  
 
Köln ist die größte Stadt im bevölkerungs-
reichsten Bundesland Nordrhein-West-
falen. Sie zählt neben Berlin, Hamburg und 
München zu den vier deutschen Millionen -
städten. 
In der Stadt Köln leben 1.088.040 Men -
schen auf einer Fläche von 40.489 Hektar 
(Quelle Stadt Köln – Amt für Stadtent-
wicklung und Statistik 2020, Statistisches 
Informationssystem & Raumbezugssystem). 
Damit liegt die mittlere Bevölkerungs-
dichte bei 2.690 Menschen/km². Im Ver-
gleich zu den anderen Millionenstädten 
ist Köln deutlich weniger dicht besiedelt 
als München (4.790 Menschen/km²) und 
Berlin (4.112 Menschen/km²), verfügt 
aber über eine höhere Dichte als Hamburg 
(2.453 Menschen/km²).  
 
Zur Altersklasse über 65 Jahre gehören 
192.109 Einwohnende in Köln. Dies ent-
spricht einem Prozentsatz von 17,7 Prozent. 
Ein Drittel dieser Menschen ist 80 Jahre und 
älter. 
Bevölkerung  
insgesamt
Altersgruppe 65–69 Altersgruppe 70–74 Altersgruppe 75–79 Altersgruppe 80  
und älter
1.088.040 49.034 (4,5 %) 43.172 (4,0 %) 37.883 (3,5 %) 62.020 (5,7 %)
Tabelle 3.1: Anzahl der Einwohnenden in Köln gesamt und 65+ in vier Altersklassen  
Datengrundlage: Stadt Köln, Amt für Statistik und Einwohner  wesen, 2020
Zur Altersklasse über  
65 Jahre gehören  
192.109 Einwohnende  
in Köln.   
Dies entspricht einem  
Pro zentsatz von  
17,7 Prozent. Ein Drittel  
dieser Menschen  
ist 80 Jahre und älter.

3.3 Klimawandelgerechte Metropole Köln
31
3.2.4 Stadtstruktur
Köln ist administrativ in neun Stadtbezirke gegliedert. Dies sind 
Chorweiler, Nippes, Ehrenfeld, Lindenthal und Rodenkirchen auf der 
linken Rheinseite. Mülheim, Kalk und Porz liegen auf der rechten 
Rheinseite. Die Innenstadt erstreckt sich über beide Rheinseiten. 
Die Stadtbezirke sind flächendeckend in 86 Stadtteile unterteilt, 
wovon 51 auf der linken und 35 auf der rechten Rheinseite liegen. 
Für kleinräumigere Untersuchungen werden die Stadtteile weiter in 
Statistische Quartiere unterteilt.  
Statistische Quartiere sind durch Teilung, Zusammenfügen oder 
Beibehalten von Stadtvierteln mit dem Ziel entstanden, homoge -
nere demografische Strukturen zu bilden, indem die Bevölkerungs -
zahl eines Gebietes zwischen 1.000 und 3.000 liegen sollte. Als 
weiteres Ziel wurde die Zuordnung aller bewohnten Kölner Adressen 
formuliert. Adressen in Außenlagen sind als Exklave dem nächstge -
legenen Statistischen Quartier im gleichen Stadtteil zugeordnet.
3.3 Klimawandelgerechte Metropole Köln
Zusammen mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucher-
schutz NRW (LANUV), dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und 
den Stadtentwässerungsbetrieben Köln (StEB) hat die Stadt Köln 
das Projekt „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ durchgeführt 
und die Ergebnisse im Jahr 2013 im LANUV-Fachbericht 50: Kli -
mawandelgerechte Metropole Köln – Abschlussbericht publiziert. 
Diese Studie hat deutlich gezeigt, dass es zukünftig in Köln wärmer 
wird und extreme Wettersituationen zunehmen werden. Schon zum 
Zeitpunkt der Studie bestand eine deutliche Aufheizung (Wärme -
insel) der dicht bebauten Stadtteile gegenüber dem Umland mit 
Temperaturdifferenzen von mehr als 10 °C.

32
3. Theoretischer und konzeptioneller Hintergrund 
3.3 Klimawandelgerechte Metropole Köln
Für die Stadt Köln bedeutet dies, dass län -
gere Hitzeperioden mit Temperaturen über 
25 °C (Sommertage) und über 30 °C (heiße 
Tage) vermehrt auftreten. Im Vergleich mit 
dem Referenzzeitraum (1971 bis 2000) 
zeigen Klimaprojektionen eine Zunahme 
der Sommertage um 30 bis 70 Prozent und 
der heißen Tage um 60 bis 150 Prozent. 
Dabei können Maximaltemperaturen von 
über 40 °C erreicht werden. Neben der 
Überwärmung der dicht bebauten Stadtteile 
aufgrund des zusätzlichen Wärmeinselef-
fekts ist die Durchlüftung der Stadt und ins -
besondere der Wohngebiete von zentraler 
Bedeutung für ein gesundes Stadtklima.  
Im Rahmen der Studie wurde die „Planungs -
hinweiskarte Hitze“ entwickelt (Abb. 3.1). Sie 
stellt eine synthetische Klimaanalysekarte 
dar, welche die zukünftig zu erwartenden 
stadtklimatischen Gegebenheiten in Köln 
in einer flächenhaften Übersicht darstellt. 
Grundlage für die Karte sind die Berech -
nungen der Anzahl der heißen Tage für die 
Periode 2021 bis 2050, die der Deutsche 
Wetterdienst mit dem Stadtklimamodell 
MUKLIMO_3 simuliert hat. 
Die Karte unterscheidet fünf Klassen; es 
werden die klimatisch belasteten Siedlungs -
gebiete und die klimaaktiven Freiflächen 
dargestellt. 
Die Klassen 1 und 2 zeigen die beiden 
höchsten Belastungsklassen an. Hier sind 
sehr hoch und hoch belastete Siedlungs -
flächen dargestellt, die durch einen sehr 
ausgeprägten Wärmeinseleffekt gekenn -
zeichnet sind.  
Diese beiden Klassen sind zudem durch 
einen hohen Versiegelungsgrad und eine 
dichte Bebauung charakterisiert. Die Grün -
anteile sind sehr gering. Daher erfolgt kaum 
Abkühlung durch Verdunstung. Tagsüber 
findet eine starke Aufheizung statt, eine 
nächtliche Abkühlung ist stark vermindert. 
Die dichte Bebauung beeinträchtigt lokale 
Windsysteme und mindert die Frischluftzir-
kulation. 
 
Die Klasse 3 stellt eine stadtklimatische 
Übergangszone dar, die heterogen gestaltet 
ist und sowohl dichte Bebauung als auch 
weniger dichte Bebauung und angrenzende 
Freiflächen aufweist. Diese Randlagen 
können auch aus Grün- und Verkehrsflä-
chen bestehen. Je nach Vegetationsbe -
stand kann lokal eine hohe Abkühlung 
stattfinden (z. B. Friedhofsflächen). Die 
nächtliche Abkühlung ist etwas höher als 
in den Klassen 1 und 2, jedoch immer noch 
eingeschränkt. Lokale Winde werden durch 
Bebauung behindert oder abgebremst. 
 
Die Klassen 4 und 5 stellen klimaaktive und 
sehr klimaaktive Freiflächen dar, die sich 
durch einen ausgeprägten Tagesgang von 
Temperatur und Feuchte auszeichnen. Sie 
sind windoffen, weisen eine starke Frisch- 
und Kaltluftproduktion auf und sind von 
hoher Sensibilität gegenüber Nutzungsän -
derungen, z. B. Bebauung. In bewaldeten 
Gebieten findet tagsüber durch die Ver-
schattung eine geringe Aufheizung statt und 
die Verdunstung über die Blätter trägt zu 
einer Kühlwirkung bei.

3.3 Klimawandelgerechte Metropole Köln
33
Abb. 3.1: Planungshinweiskarte Hitze für die Stadt Köln. 
Quelle: LANUV 2013.
  Kaltluft nach 4h
  Klasse 5 stark klimaaktive Flächen
  Klasse 4 klimaaktive Flächen
  Klasse 3 belastete Siedlungsflächen
  Klasse 2 hoch belastete Siedlungsflächen
  Klasse 1 sehr hoch belastete Siedlungsflächen
Die Planungshinweiskarte Hitze zeigt  
die zukünftige Wärmebelastung (Periode 
2021-2050) in 5 Klassen. Grundlage ist 
eine MUKLIMO_3-Berechnung für die  
Anzahl der heißen Tage mit CLM. Die ein -
gezeichneten Pfeile stellen den Kaltluft -
abfluss nach 4 Stunden Simulationszeit mit 
dem Model KLAM dar. Die Windrichtungs -
verteilung (Windrose) wurde an der DWD 
Station am Flughafen Köln Bonn gemessen 
(1981 bis 2010).
Planungshinweiskarte Hitze

34
3. Theoretischer und konzeptioneller Hintergrund 
3.4 Fortschreitender Klimawandel und belastete Bevölkerung
3.4 Fortschreitender Klimawandel  
und belastete Bevölkerung
3.4.1 Zunahme der Wärmebelastung
Seit Erstellung der Studie „Klimawandelgerechte Metropole Köln“ 
ist die Wärmebelastung weiter gestiegen. Das LANUV hat 2022 im 
Rahmen des Klimafolgen- und Anpassungsmonitorings langjährige 
Zeitreihen für Nordrhein-Westfalen ausgewertet. Die Daten zeigen 
für die temperaturbezogenen Indikatoren eine deutliche Zunahme 
der klimatologischen Kenntage, insbesondere in der jüngeren Ver-
gangenheit.  
 
Das LANUV hat für Nordrhein-Westfalen seit 1891, bei großer  
Variabilität, einen signifikanten Anstieg der mittleren Anzahl der 
Sommertage und der heißen Tage sowie ab 1951 einen Anstieg  
der Anzahl der Tropennächte dokumentiert. Seit 1951 nahmen  
die Sommertage im Mittel um rund 21 Tage, die heißen Tage um 
etwa 7 Tage zu.  
  Heiße Tage
  Sommertage
80
70
60
50
40
30
20
10
0
2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021
Abb. 3.2: Mittlere Anzahl der Sommertage und heißen Tage pro Jahr in NRW  
im Zeitraum 2012 bis 2021. Quelle: LANUV / Datengrundlage: DWD 2022
Abb. 3.2: LANUV.  
Quelle: www.klimafolgenmonitoring.nrw.de

3.4 Fortschreitender Klimawandel und belastete Bevölkerung
35
Bei der Betrachtung der gesamten Zeitreihe der Sommertage fällt 
das Jahr 2018 als absoluter Spitzenreiter bei der Anzahl der Som -
mertage auf. Mit rund 76 Sommertagen setzt sich dieses außerge -
wöhnliche Jahr deutlich von den anderen Rekordjahren ab. Bei den 
heißen Tagen wurde trotz ständig neuer Temperaturrekorde der 
Spitzenplatz von 23 heißen Tagen aus dem Jahr 1947 noch nicht 
durch aktuellere Jahrgänge eingestellt. Allerdings häufen sich unter 
den Top 10 auffällig viele Jahre nach 2000. Bei der Anzahl der Tro-
pennächte liegt nach wie vor das Jahr 1994 mit 2,3 Tropennächten 
im gesamten Landesmittel vorne, dicht gefolgt von sechs Jahrgän -
gen nach 2000.
Temperatur -
kenntage  
Anzahl pro Jahr
Trend 
1891–2021
Mittelwert  
1891–2021
Änderung  
1891–2021
Trend 
1951–2021
Mittelwert  
1951–2021
Änderung  
1951–2021
Sommertage 28 + 13 30 + 21
Heiße Tage 5 + 4 6 + 7
Tropen-
nächte 0,4 + 0,6
    Trend mit Trendumkehr – zuerst fallend, dann steigend
    steigender Trend
   ausstehender Trend
Abb. 3.3: Entwicklung der Häufigkeit  
von Temperaturkenntagen auf dem  
Gebiet von Nordrhein-Westfalen.  
Quelle: LANUV  / Datengrundlage:  
DWD 2022
Trendbewertung

36
3. Theoretischer und konzeptioneller Hintergrund 
3.4 Fortschreitender Klimawandel und belastete Bevölkerung
3.4.2 Hitzebelastete Einwohnende in Köln 
Die Stadt Köln ist eine weiterhin wachsende 
Stadt. Die Zahl der Einwohnenden  
nimmt zu; gleichzeitig und aufgrund der 
Alterung sogar überproportional nimmt  
die Anzahl der vulnerablen Menschen zu,  
die durch die sommerliche Hitzebelastung 
gesundheitliche Einschränkungen  
erleiden.  
Die zunehmende Aufheizung der Stadtquar-
tiere bei lang anhaltenden sommerlichen 
Hitzeereignissen trifft besonders Kinder, 
Kranke, Menschen mit Behinderung und 
Menschen im Alter. Aber auch bei gesun-
den Menschen kann Hitze zu Erschöpfung 
und eingeschränkter Leistungsfähigkeit 
führen. Bei Hitzeperioden werden höhere 
Sterberaten gemessen und das wärmere 
Stadtklima führt zu vermehrten gesund -
heitlichen Belastungen und Risiken. Mobi -
litätseinschränkungen, Hilfsbedürftigkeit 
und soziale Vereinsamung älterer Menschen 
führen zudem nicht selten dazu, dass 
Maßnahmen wie z. B. ausreichende Flüssig-
keitsversorgung und Flüssigkeitsaufnahme 
sowie Abkühlungsmaßnahmen (Duschen, 
Fußbäder, Wasservernebelung etc.) unter-
lassen werden. Das Zusammentreffen von 
Klimawandel und demografischem Wandel 
fordert insofern besondere Konzepte und 
angepasste Maßnahmen für die Bevölke -
rungsgruppe der älteren Menschen. 
 
Die Auswertung der heute schon vor-
handenen Betroffenheit der Bevölkerung 
durch Hitze zeigt, dass insgesamt 43,3 
Prozent aller Kölner Einwohnenden (Bezug 
Einwohnerdaten 2020, Stadt Köln) hitzebe-
lastet sind, d. h., sie wohnen in den Belas -
tungsgebieten der Hitzeklassen 1 und 2 
der Planungshinweiskarte Hitze. Dies sind 
470.432 Personen. 
Die Belastung ist in den Stadtteilen  
am höchsten, in denen ein hoher Versiege -
lungsgrad die Wohngebiete prägt. In diesen 
Bereichen ist es besonders nachteilig, wenn 
durch Nachverdichtung nicht nur die Erwär-
mung insgesamt zunimmt, sondern zu sätz-
lich auch die Durchlüftung eingeschränkt 
wird.

3.4 Fortschreitender Klimawandel und belastete Bevölkerung
37
Abb. 3.4: Hitzebelastete Bevölkerung nach Stadtteilen. Datengrundlage: Stadt Köln, Amt für Stadtentwick -
lung und Statistik 2020. Planungshinweiskarte Hitze: Stadt Köln, Umwelt- und Verbraucherschutzamt 2013.  
Hohe / sehr hohe belastete Siedlungsflächen der Planungshinweiskarte Hitze aus der Studie Klimawandel -
gerechte Metropole Köln.
Hitzebetroffenheit der Einwohnenden in den Stadtteilen
Anzahl absolut Betroffene in Klassen 1 und 2
  < 3.000
  3.001–6.000
  6.001–10.000
  10.001–25.000
  >25.000
Dargestellt ist die Hitzebetroffenheit der 
Einwohnenden in den Stadtteilen. Grundlage 
der Hitzebetroffenheit sind die Klassen 1 (sehr 
hoch) und 2 (hoch) der Planungshinweiskarte 
Hitze.

38
3. Theoretischer und konzeptioneller Hintergrund 
3.4 Fortschreitender Klimawandel und belastete Bevölkerung
Betroffenheit der  
Altersgruppe 65+ von Hitze
Das Alter summiert verschiedene Risiko -
faktoren für die Beeinträchtigungen durch 
Hitze, wie bestehende körperliche und 
mentale Erkrankungen, die Einnahme von 
Medikamenten oder Pflegebedürftigkeit 
(Herrmann & Sauerborn 2018). Eine einheit-
liche Definition, was ältere Menschen sind, 
liegt nicht vor (Wolter 2017).  
 
Das Deutsche Zentrum für Altersfragen 
(DZA) legt die Altersgrenze für ältere Men-
schen ab 65 Jahren fest. Üblicherweise 
wird ab einem Alter von 65–74 Jahren von 
frühen Älteren gesprochen und ab 75 Jah-
ren von späten älteren Menschen (Orimo et 
al. 2006) (www.dza.de).
 
Der Anteil der Einwohnenden über 65 Jah-
ren liegt in Köln bei etwa 18 Prozent. In 
dieser Altersgruppe leben 40 Prozent in 
den Hitzebelastungsgebieten der Klassen 1 
und 2 (76.936 Personen).  
 
Der Tabelle liegt eine Auswertung der 
Wohnadressen der Einwohnenden nach 
Altersklassen zu den hitzebelasteten Klas -
sen 1 und 2 der Planungshinweiskarte Hitze 
zugrunde. Die Zuordnung zeigt, dass nur 
eine sehr geringe Anzahl an Menschen im 
Alter in der günstigsten Klasse 5 wohnen. 
 
Die Auswertung der räumlichen Verteilung 
der Altersgruppe 65+, deren Wohnadresse 
in den Hitzeklassen 1 und 2 liegt, zeigt die 
Statistischen Quartiere auf, in denen eine 
hohe Anzahl hitzebelasteter Bewohner*in-
nen leben (siehe Abb. 3.5 „Hitzebelastete 
Einwohnende der Altersgruppe 65+ in den 
Statistischen Quartieren“). Dies sind die 
dicht bebauten Bereiche der Kernstadt, 
d. h. die Innenstadt und die angeglieder-
ten Stadtteile Ehrenfeld, Nippes, Sülz und 
andere, die zwischen Innerem und Äußerem 
Grüngürtel liegen.  
 
 
Hitzebelas -
tungsklasse
1
sehr hoch  
belastet
2
hoch belastet
3
belastet
4
klimaaktiv
5
sehr klimaaktiv
Altersgruppe 
65–69 7.989 11.428 25.680 3.640 135
Altersgruppe 
70–74 7.133 10.211 22.449 3.115 91
Altersgruppe 
75–79 6.214 8.845 19.980 2.566 92
Altersgruppe 
80+ 9.673 15.443 32.825 3.790 139
Summen 31.009 45.927 100.934 13.111 457
Tabelle 3.2: Zuordnung der Altersgruppe 65+ in die fünf Hitzeklassen.  
Datengrundlage: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 2020.  
Planungshinweiskarte Hitze: Planungshinweiskarte Hitze: Stadt Köln, Umwelt- und 
Verbraucherschutzamt 2013.

3.4 Fortschreitender Klimawandel und belastete Bevölkerung
39
Abbildung 3.5: Hitzebelastete Einwohnende der Altersgruppe 65+ in den Statistischen Quartieren;  
ausgewertet wurde die Wohnadresse in den Hitzeklassen  1 und 2 der Planungshinweiskarte Hitze.  
Datengrundlage: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 2020.  
Planungshinweiskarte Hitze: Stadt Köln, Umwelt- und Verbraucherschutzamt 2013.
Hitzebetroffenheit der Altersgruppe 65+ in Statistischen Quartieren
Anzahl absolut Betroffene in Klassen 1 und 2
  0
  <=75
  76–150
  151–250
  >251

40
3. Theoretischer und konzeptioneller Hintergrund 
3.4 Fortschreitender Klimawandel und belastete Bevölkerung
Aus der Abbildung wird deutlich, dass in den blau dargestellten Sta -
tistischen Quartieren keine hitzebelasteten Menschen der Gruppe 
65+ wohnen. Deutlich treten auch die Hitze-Hotspots in weiter von 
der Kernstadt entfernten Bereichen hervor. Hier sind u. a. zu nennen: 
rechtsrheinisch Stammheim, Höhenhaus, Rath-Heumar, Porz-Fin -
kenberg, linksrheinisch Worringen, Weiden, Bocklemünd. Die Karte 
macht deutlich, dass die Altersgruppe 65+ insbesondere in den 
dicht bebauten Wohngebieten einer hohen bzw. sehr hohen Hitze -
belastung ausgesetzt ist.  
 
Diese Wohngebiete sind nicht nur in der Kernstadt innerhalb des 
Äußeren Grün gürtels zu finden, sondern auch in der Peripherie. 
Durch den fortschreitenden Klimawandel, die angestrebte Nachver -
dichtung städtischer Baustruktur sowie die Ausweisung zusätzlicher 
Baugebiete zur Schaffung von Wohnraum werden diese Belastun -
gen zunehmen.

3.5 Sozialräume in der Stadt Köln 
41
3.5 Sozialräume in der Stadt Köln 
3.5.1 Definition Sozialraum
Die Stadt Köln definiert Sozialräume als Gebiete, die „im Vergleich 
zur gesamten Stadt überdurchschnittlich stark von sozialer Benach -
teiligung betroffen sind“. 2005 wurde das Rahmenkonzept „Sozial-
raumorientierte Hilfsangebote in Köln“ mit dem Ziel entwickelt, 
die Lebens bedingungen der Einwohnenden in derzeit elf festge -
legten „Sozialraum gebieten“ zu verbessern (Größe: i. d. R. 20.000–
30.000 Einwohnende). 
Dies soll durch die Verankerung einer ressort- und fachübergreifen -
den Praxis aufseiten der Verwaltung und der freien Träger bewirkt 
werden, die sozialraumorientierte und kooperative Arbeitsformen 
intensiviert, vorhandene Dienste und Angebote optimiert und Prä -
vention in den Vordergrund rückt.  
 
Die wesentlichen Handlungsfelder sind dabei: Kinder, Jugend 
und Familie, Soziales, Gesundheit, Bildung, Wohnen, Stadtent -
wicklung, Sport, Kultur, Integration, Wirtschaft und Arbeit sowie  
Gemein wesen entwicklung. Mit dem Rahmenkonzept streben  
die Stadt Köln und die beteiligten Wohlfahrtsverbände an, das  
soziale und solidarische Köln zu stärken und zukunftsfest zu 
machen (Stadt Köln 2005).

42
3. Theoretischer und konzeptioneller Hintergrund 
3.5 Sozialräume in der Stadt Köln 
3.5.2 Integriertes Handlungskonzept 
„Starke Veedel – Starkes Köln“
Die Grundlage des Integrierten Handlungs -
konzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
(2015) bildet das Programm „Lebenswerte 
Veedel – Bürger- und Sozialraumorientie-
rung in Köln“, der seit 2006 insbesondere 
im Jugend- und Sozialbereich praktizierte 
Ansatz der Sozialraumorientierung in 
benachteiligten Stadtquartieren.  
Ziel des Integrierten Handlungskonzeptes ist 
es, die von sozialer Benachteiligung beson-
ders betroffenen Stadtquartiere in Köln zu 
stärken, Armut zu bekämpfen, den sozialen 
Zusammenhalt zu stärken, Prävention zu 
systematisieren und die Lebenssituation der 
in diesen Quartieren lebenden Menschen 
nachhaltig zu verbessern. 
 
 
Mithilfe des Monitorings Stadtentwicklung 
wurde geprüft, ob es sich bei den elf in der 
Stadt Köln definierten Sozialräumen des 
Programms „Lebenswerte Veedel – Bürger- 
und Sozialraumorientierung in Köln“ noch 
um die Gebiete mit besonderen Handlungs -
erfordernissen handelt, die im Vergleich zur 
Gesamtstadt überdurchschnittlich stark von 
sozialer Benachteiligung betroffen sind. 
 
Betrachtet wurden in einer einheitlichen 
Vorgehensweise (Indexwerte) verschiedene 
Themenfelder, unter anderem soziale Lage, 
demografischer Wandel und Wohnen. 
Wirtschaftliche 
Benachteiligung
Politisch-kulturelle  
Benachteiligung
Gesundheitliche  
Benachteiligung
• SGB-II-Empfänger*innen zwischen 15 und 65  Jahren (S) 
• Empfänger*innen von Hilfen zur Erziehung (S)  
• Unter 15-Jährige in SGB-II-Bedarfsgemeinschaften (S)  
• Empfänger*innen von Grund  sicherung im Alter (SGB XII) (S)  
• Von Armut bedrohte Haushalte (U)  
• Beurteilung der eigenen wirtschaftliche Lage (U)  
• Jugendarbeitslosigkeit (S)
• Nichtwähleranteil Bundestagswahl (S)  
• Personen, die keine kulturellen Angebote in Anspruch nehmen (U)  
• Personen, die keine kostenintensiven Freizeitangebote in  
 Anspruch nehmen (U)  
• Keine ehrenamtliche Tätigkeit (U)  
• Übergewichtige Kinder (Schuleingangsuntersuchung) (S)  
• Personen, die keiner sportlichen Betätigung nachgehen (U)  
• U8-Teilnahmequote (S)
Abbildung 3.6: Zusammensetzung des Index Soziale Lage.  
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

3.5 Sozialräume in der Stadt Köln 
43
Sozialraumgebiete – Lebenswerte Veedel in Köln
Abb. 3.7: Lage der 11 definierten Sozialräume im Kölner Stadtraum.  
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 2014

44
3. Theoretischer und konzeptioneller Hintergrund 
3.5 Sozialräume in der Stadt Köln 
Für die Auswahl der elf Sozialräume wurde 
der Index „Soziale Lage“ zugrunde gelegt, 
der verschiedene Aspekte von Benach -
teiligung berücksichtigt: wirtschaftliche, 
politisch-kulturelle und gesundheitliche 
Benachteiligung. Er setzt sich zusammen 
aus verschiedenen Statistikdaten sowie aus 
Ergebnissen der Umfrage „Leben in Köln“ 
und berücksichtigt somit sowohl „harte“ 
statistische Daten als auch „subjektive“ Ein -
schätzungen der Befragten (Abb. 3.6). 
Der Index wird durch die Vielfalt an Indi -
katoren der Tatsache gerecht, dass sich 
Benachteiligung in weit mehr als nur mone -
tären Aspekten widerspiegelt.
 
Die räumliche Grundlage der Berechnung 
des Indexes sind die 86 Kölner Stadtteile. 
Für die räumliche Abgrenzung wurden 
Stadtteile zusammengefasst, um in etwa 
gleich große Räume von ca. 20.000 Einwoh-
ner*innen und Räume mit einer vergleich-
baren sozioökonomischen Bevölkerungs-
struktur bilden zu können. Die bestehenden 
Sozialräume, die im Programm „Lebens-
werte Veedel“ enthalten sind, zählen so gut 
wie alle zu den Gebieten mit besonderen 
Handlungserfordernissen und wurden in 
das Integrierte Handlungskonzept „Starke 
Veedel – Starkes Köln“ mit geringfügigen 
Veränderungen der Gebietszuschnitte über-
nommen. 
Alle Sozialräume, einheitlich und ver-
gleichend zur Gesamtstadt betrachtet, 
weisen einen erhöhten Handlungsbedarf 
hinsichtlich der Armutsbekämpfung und 
Ausgrenzungsvermeidung auf, jedoch auch 
Unterschiede ihrer Problemlagen und ihres 
Betroffenheitsgrads je nach Themenfeld.  
Hinsichtlich der sozialen und demogra-
fischen Situation ist u. a. in allen elf Sozi-
alraumgebieten ein überdurchschnittlich 
hoher Anteil an Personen mit Migrations-
hintergrund sowie an Haushalten, die Trans-
fereinkommen beziehen, zu verzeichnen. 
Die kulturelle Vielfalt bildet verschiedene 
Anknüpfungspunkte für ein kreatives Milieu, 
birgt aber auch Konfliktpotenziale (z. B. zwi-
schen unterschiedlichen ethnischen Grup -
pen). Gleichzeitig zeigt sich in einzelnen 
Quartieren eine Überalterung. Bei älteren 
Einwohnenden nimmt die Gefahr der Alters-
armut zu.  
 
Hier ist frühe Förderung aller Altersgruppen, 
die Aktivierung aller SGB II-Bezieher*innen 
und Langzeitarbeitslosen durch zielgrup -
penspezifische Angebote, die Stärkung 
der Partizipation und Teilhabe der Bewoh-
nerschaft sowie die Verbesserung der 
Integration und des Zugangs zu Information, 
Beratungs- und Bildungsangeboten rele -
vant. Das Ziel sind früh angesetzte Hilfen 
in verbesserten Bildungsstrukturen, erhöh -
tes (Aus-)Bildungsniveau und gestärkte 
gesundheitliche Situation. 
Im Bereich des öffentlichen Raums der 
Sozialraumgebiete ergeben sich durch 
gemischte Baustrukturen (von gründer-
zeitlichen Gebäudebeständen bis hin zu 
Großwohnsiedlungen) und unterschiedli-
che städtebauliche Ausgangssituationen 
verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. 
Der öffentliche Raum im Sozialraumgebiet 
wird intensiv von unterschiedlichen Bewoh-
nergruppen genutzt. Im Alltag zeigen sich 
immer wieder Konflikte zwischen den ver-
schiedenen Gruppen oder Schwierigkeiten 
im Umgang mit dem öffentlichen Raum  
(z. B. Müllproblematik).

3.5 Sozialräume in der Stadt Köln 
45
Gleichzeitig bietet die intensive Nutzung 
Ansatzpunkte zur Steigerung der Iden -
tifikation mit dem Wohnumfeld. Hand-
lungsbedarfe zeigen sich vor allem bei der 
Behebung städtebaulicher Mängel (z. B. 
Gestaltung von Plätzen, Straßen sowie 
Frei- und Brachflächen und des Wohnum-
feldes) zur Schaffung und Aufwertung des 
öffentlichen Raums, Identifikation, Teilhabe, 
Verantwortung, Stärkung des Dialogs im 
Sozialraum mit Eigentümer*innen und 
Reduzierung von Barrieren.  
 
Außerdem zeigen sich Bedarfe in Mängeln 
des Wohnungsbestandes und des Erschei-
nungsbildes des Wohnumfeldes, das sich 
zum Teil in einem ungepflegten Zustand 
befindet. Auch wenn teilweise bereits Sanie -
rungsprogramme umgesetzt wurden (z. B. 
durch Kooperationsstruktur mit der GAG 
Immobilien GmbH), sind weitere Sanierungs- 
und Modernisierungsmaßnahmen, die 
Stärkung des Verantwortungsbewusstseins 
der Bewohner*innen für ihr Wohnquartier, 
Verbesserung des Wohnumfeldes, die Akti-
vierung der Eigentümerschaft sowie die Ini-
tiierung von Dialogen, insbesondere mit der 
Wohnungs wirt schaft, nötig. 
Hinsichtlich der klimatischen und ökologi-
schen Situation ist die überwiegende Zahl 
der Sozialräume durch Defizite an Grün- 
und Erholungsflächen gekennzeichnet. 
Gleichzeitig bieten angrenzende Grün-  
und Freiflächen durch mögliche Wege-
verbindungen Potenziale. In den Sozialraum-
gebieten sind zukünftig weiter steigende 
Wärmebelastungen im Zuge des Klimawan-
dels aufgrund hoher Versiegelung zu erwar-
ten. Verdichtete innenstadtnahe Gebiete, 
die zudem oft stärker von Lärm- und 
Luftschadstoffbelastungen betroffen sind, 
werden stärker davon berührt als die Rand -
lagen. Mit wachsenden Einwohnerzahlen 
und einhergehendem Flächenbedarf sind 
Entsiegelungsmaßnahmen gegen Neuin -
anspruchnahme von Flächen abzuwägen. 
Dieser Konflikt umschließt die Gestaltung 
und Aufwertung von Grün- und Freiflächen, 
die Entsiegelung sowie Informationen zum 
Klimawandel und Umweltbildung. Ziel ist es, 
den öffentlichen Raum sowie die Wohnfunk-
tionen hinsichtlich Umweltgerechtigkeit, 
Luftreinhaltung und Lärmminderung als 
lebenswertes, ökologisch gerechtes und 
Klimawandel-angepasstes Wohn- und 
Lebensumfeld zu gestalten (Stadt Köln, Amt 
für Stadtentwicklung und Statistik 2019).
Trotz einer Vielzahl bereits bestehender 
kommunaler Präventionsangebote in den elf 
Kölner Sozialraumgebieten für die einzelnen 
Lebensphasen verschiedener Altersgruppen 
(z. B. Zielgruppen-ausgerichtete Bildung, 
Freizeit, Integrations-, Gesundheits- und 
Sportförderung) ist die Armut dort insbe -
sondere bei Menschen im Alter überdurch -
schnittlich hoch.  
 
Bislang fehlt eine ganzheitliche Analyse 
möglicher Lücken bzw. Optimierungsbe-
darfe in der kommunalen Präventionskette. 
Durch eine Neuorientierung der Hilfesys-
teme sollen bisher voneinander getrennt 
erbrachte Leistungen und Angebote auf-
einander abgestimmt und koordiniert wer-
den, um eine durchgängige Unterstützung 
zu gestalten – unabhängig davon, wer sie 
erbringt. Hierfür ist eine Aktivierung der 
Bewohnerschaft notwendig.

46
3. Theoretischer und konzeptioneller Hintergrund 
3.6 Klimawandel und Gesundheit
3.6 Klimawandel und Gesundheit
Die gesundheitlichen Auswirkungen  
des Klimawandels sind vielfältig  
und eine Folge komplexer Wechsel-
wirkungen. Hitzewellen, die das  
Herz-Kreislauf-System, die Atemwege,  
aber auch die Psyche belasten  
können, wirken sich als Extrem ereignisse  
unmittelbar auf die menschliche  
Gesundheit aus (Kistemann et al. 2019).   
 
Infolge des Klimawandels steigt auch  
in Deutschland die Wahrscheinlichkeit  
für intensive, länger andauernde Hitze  -
ereignisse. Ausgeprägte und lang  anhal-
tende Hitzeereignisse haben einen er -
heb lichen Einfluss auf die menschliche 
Ge  sund  heit und stellen zudem eine enorme 
Herausforderung für das Gesundheits -
wesen dar. Dass sich die Morbidität und 
Mortalität durch Hitzewellen erhöht hat, 
ist sowohl global als auch für Deutschland 
nach gewiesen (Mora et al. 2017; Muthers 
et al. 2017; Steul et al. 2019).  
Die zunehmende Aufheizung von urbanen 
Räumen bei lange anhaltenden sommerli -
chen Hitzeereignissen trifft besonders vul-
nerable Gruppen. 
Dazu gehören insbesondere kleine Kinder 
und Säuglinge, Menschen mit schweren 
Vor- und Grunderkrankungen, Menschen im 
Alter und mit Behinderung sowie Menschen, 
die überwiegend ungeschützt draußen 
arbeiten (Basu & Samet 2002).  
 
Mit steigendem Lebensalter erhöht sich 
die Vulnerabilität gegenüber extremen 
Hitze ereignissen (Umweltbundesamt (UBA) 
2019). Aber auch bei gesunden Menschen 
kann Hitze zu Konzentrationsschwierigkei-
ten, Erschöpfung und eingeschränkter Leis -
tungsfähigkeit führen.

3.6 Klimawandel und Gesundheit
47
Vor dem Hintergrund des demografischen 
Wandels sollte der Fokus der Maßnahmen 
zur Hitzeanpassung insbesondere auf älte -
ren Menschen liegen, da die Bevölkerung 
in Deutschland weiter altern wird (Desta -
tis 2019).  
Wer zur Gruppe der älteren Menschen zählt, 
wird zum Teil unterschiedlich beschrieben. 
Eine einheitliche Definition liegt nicht vor. 
Die Gruppe ist zudem sehr heterogen. Zu 
den über 65-Jährigen zählen mindestens 
zwei Generationen, die sich aufgrund ver-
schiedener kultureller Hintergründe, durch 
wachsende Individualisierung der Lebens -
stile, aber auch durch wachsende soziale 
Ungleichheit auszeichnen (Wolter 2017).  
 
Speziell in Großstädten werden die Lebens -
stile älterer Menschen immer individueller. 
Auch in der Stadt Köln wächst der Anteil 
der über 65-Jährigen, auch wenn die rela -
tive Altersstruktur des Jahres 2040 gemäß 
aktuellen Prognosen durch den permanen -
ten Zuzug von Studierenden, Auszubilden-
den und jungen Erwerbstätigen weitgehend 
derjenigen des Jahres 2017 entsprechen 
wird. Da die geburtenstarken 1960er-Ge -
burtsjahrgänge („Babyboomer-Genera -
tion“) in die höheren Altersklassen rücken, 
gewinnt die Alterspyramide zukünftig vor 
allem im oberen Drittel an Breite. Insbeson -
dere bei den über 80-Jährigen werden hohe 
relative und absolute Zuwächse eintreten. 
Ihr Anteil an der Kölner Bevölkerung wird 
sich bis zum Jahr 2030 um ein Fünftel und 
bis 2040 sogar um zwei Fünftel vergrößern. 
Die höchste absolute Zunahme verzeichnen 
künftig die 65- bis unter 80-Jährigen (Stadt 
Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statis -
tik 2019).  
Die Lancet-Kommission für Gesundheit und 
Klimawandel benennt mögliche physische 
und psychische gesundheitliche Auswir-
kungen von Hitzestress (Watts et al. 2015). 
Hitzeperioden stellen hohe Anforderungen 
an das kardiovaskuläre und respiratorische 
System (UBA 2019). Ältere Menschen 
haben eine schlechtere Hautdurchblutung 
und eine reduzierte Schweißdrüsenfunktion.  
 
Infolgedessen ist es schwierig für sie, ihre 
Körperkerntemperatur konstant zu halten. 
Dies kann zu Dehydratation, erhöhter Blut-
viskosität und gesteigertem Thrombose -
risiko führen. Die heiße und trockene Luft 
reizt zudem die Atemwege.  
 
Insbesondere ältere Menschen mit bereits 
bestehenden chronischen Erkrankungen 
sind belastet (Bunz & Mücke 2017). Der Kli-
mawandel ist auch ein Umweltstressor, der 
zu psychischen Beschwerden wie Angststö-
rungen, Depressionen oder Traumata führen 
kann (Bunz & Mücke 2017). Eine Mehrheit 
der Menschen nimmt den Klimawandel als 
sehr bedrohlich wahr (BMUB & UBA 2017). 
 
Zusätzlich führen Mobilitätseinschränkun -
gen, Hilfebedürftigkeit und soziale Verein-
samung älterer Menschen oft dazu, dass 
Maßnahmen wie z. B. ausreichende Flüssig-
keitsversorgung und Flüssigkeitsaufnahme 
sowie Abkühlung (Duschen, Fußbäder, Was-
servernebelung etc.) unterlassen werden.
Als Folge der Klimaveränderungen treten 
neben der Hitzebelastung weitere verän -
derte Umweltbedingungen mit indirekten 
gesundheitlichen Auswirkungen und Risi-
ken auf.

48
3. Theoretischer und konzeptioneller Hintergrund 
3.6 Klimawandel und Gesundheit
Hierzu gehören u. a. die Beeinträchtigung 
der Qualität und Quantität von Trinkwasser 
und Lebensmitteln, das veränderte bzw. 
verlängerte Auftreten von Allergenen wie 
z. B. Pollen sowie von tierischen Krank-
heitsüberträgern, sogenannten Vektoren, 
wie Zecken, Stechmücken oder z. B. dem 
Eichenprozessionsspinner (Traidl-Hoffmann, 
2020). 
Als Antwort auf die gesundheitlichen Her-
ausforderungen wurden verschiedene 
Strategien und Maßnahmen entwickelt. 
Vorbeugende Gesundheitsvorsorge ist auch 
aus gesundheitsökonomischer Perspektive 
sinnvoll: Es ist günstiger, prophylaktisch zu 
arbeiten, als nachträglich Schäden auszu-
gleichen (Bunz & Mücke 2017). 
 
„Die physischen und sozialen Gegebenhei -
ten in einer Stadt können die menschliche 
Gesundheit stark beeinflussen“ (Sieber 
2017). Diesem Zusammenhang trägt unter 
anderem das Baugesetzbuch (BauGB) 
Rechnung, indem es die „allgemeinen 
Anforderungen an gesunde Wohn- und 
Arbeitsverhältnisse“ thematisiert. Gesund -
heitsthemen in der Stadtplanung und 
Stadtentwicklung können sich auf die 
Gesundheitsdefinition der Weltgesundheits-
organisation (WHO*) und die Ottawa-Charta 
zur Gesundheitsförderung (1986) berufen. 
Danach ist Gesundheit nicht nur die Abwe -
senheit von Krankheit, sondern sie ist durch 
ein vollständiges körperliches, psychisches 
und soziales Wohlbefinden charakterisiert. 
Dieses Wohlbefinden lässt sich durch die 
selbst bestimmte und gesundheitsfördernde 
Gestaltung der Verhältnisse in der alltägli -
chen Lebens  welt beeinflussen.  
 
Der „Health-in-all-Policies“-Ansatz der 
Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt 
dieses umfassende Gesundheitsverständnis 
auf. Er postuliert, Gesundheit durch eine 
Einbettung der Thematik in alle Politikfel-
der wirksam zu fördern. Im Sinne dieses 
Ansatzes muss Gesundheitsförderung 
daher auch ein Handlungsfeld der Aktivitä -
ten von Stadt entwicklung sein (Baumgart 
et al. 2018). Von ihm können auch sozial 
schwache Bevölkerungsgruppen profitieren, 
die von Umweltrisiken tendenziell stärker 
betroffen sind (Zeeb et al. 2018). 
Da in Kliniken und Pflegeheimen von ausrei -
chendem Fachwissen und einer kontinuierli-
chen Betreuung ausgegangen werden kann, 
liegt das Hauptproblem im Zugangsweg von 
allein lebenden, älteren Menschen.  
 
Die Erfahrungen z. B. aus Frankreich zeigen, 
dass hierfür andere Wege, wie aufsuchende 
ehrenamtliche Versorgung, gefunden wer-
den müssen (Becker et al. 2019; Schach 
2019). Faktoren, die das Sterberisiko erhö-
hen, sind ein niedriger sozioökonomischer 
Status, eine Wohnung in höheren Stockwer-
ken und die Nähe zum Stadtzentrum. 
*  “Health is a state of complete physical, mental and 
social well-being and not merely the absence of 
disease or infirmity.”   
Preamble to the Constitution of the World Health 
Organization as adopted by the International He -
alth Conference, New York, 19   
June–22 July 1946; signed on 22 July 1946 by the 
representatives of 61 States (Official Records of 
the World Health   
Organization, no. 2, p. 100) and entered into force 
on 7 April 1948. The definition has not been amen -
ded since 1948.

3.7 Von der klimawandelgerechten Metropole zu hitzeangepasstem Leben in Köln
49
Als effektiv schützende Faktoren erwei -
sen sich unter anderem Klimaanlagen, 
erreichbare Mobilitätsoptionen, eine grüne 
Umgebung, körperliche Aktivität sowie eine 
erhöhte Trinkmenge (Basu & Samet 2002). 
Ein zentraler Anlaufpunkt für das Thema 
„Klimawandel und Gesundheit“ ist die 
Datenbank auf der Website des Aktions-
programms Umwelt und Gesundheit/APUG 
(www.apug.de). Sie enthält mehr als 300 
Aktivitäten und Maßnahmen und zeigt 
Handlungsoptionen für Vorsorgemaßnah-
men und erfolgreiche Beispiele aus der Pra -
xis auf. 
3.7 Von der klimawandelgerechten  
Metropole zu hitzeangepasstem  
Leben in Köln
In einem ersten wichtigen Schritt hat die 
Stadt Köln auf die beschriebenen Heraus -
forderungen mit dem Projekt „Klimawandel-
gerechte Metropole Köln“ (Laufzeit 2009–
2013) reagiert. Hierbei ging es zunächst 
um eine kleinräumige, quantitative, stadt-
klimatologische Bestandsaufnahme und 
Prognose der bestehenden und zukünftig 
zu erwartenden Auswirkungen des globalen 
Klimawandels auf das Kölner Stadtklima. 
Die Planungshinweiskarte Hitze ist ein  
wichtiges Produkt dieses Projekts (siehe 
Kap. 3.3). Um angemessene und zielsichere 
Strategien zur Anpassung an die Herausfor-
derungen des Klimawandels zu entwickeln, 
müssen allerdings neben den klimatischen, 
mit naturwissenschaftlichen Verfahren 
messbaren Parametern unbedingt auch 
demografische, soziale, ökonomische, kul-
turelle und verhaltensbezogene Aspekte, 
Haltungen und Prägungen der Risikobe -
völkerungen in möglichst hoher räumlicher 
Auflösung berücksichtigt werden.  
Der Klimawandel und die sich daraus erge -
benden Konsequenzen für die menschliche 
Gesundheit sind seit Längerem ein beson -
ders wichtiges Thema der geografischen 
Gesundheitsforschung, die einen solchen 
holistischen Ansatz verfolgt (Semenza et al. 
2012): Sie beschäftigt sich in umfassender 
Weise mit dem räumlich-zeitlichen Kontext 
von menschlicher Gesundheit und Krank-
heit. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie das 
komplexe Zusammenspiel natürlicher, anth-
ropogener, sozialer und kultureller Faktoren 
die Verteilung von gesundheitlichen Chan-
cen und Risiken innerhalb und zwischen 
menschlichen Bevölkerungsgruppen beein-
flusst. Hinter diesen Verteilungen stehen 
beeinflussende Faktoren aus unterschied -
lichen Bereichen, die erst in ihrem Zusam -
menspiel beobachtete räumlich-zeitliche 
Muster generieren (Kistemann et al. 2019).
Das Projekt „HAP-Köln“ ist insofern der 
konsequente nächste Schritt, um auf der 
Grundlage der stadtklimatologischen Vor-
arbeiten die wahrscheinlich am stärksten 
betroffene Risikogruppe, Menschen im Alter, 
auf die Anpassung an die in ihrer Lebens -
welt spürbaren Folgen des globalen Klima -
wandels vorzubereiten. 
Der Umbau zu einer klimaangepassten 
Stadt und die Berücksichtigung der Klima -
anpassungserfordernisse setzen fach- und 
ebenenübergreifende Konzepte und Stra-
tegien voraus. Zur Entwicklung und Umset-
zung sind Akteursnetzwerke unverzichtbar, 
in die nicht nur der Gesundheitsbereich, 
sondern auch die Akteur*innen aus Wissen -
schaft, Wirtschaft und Umwelt sowie Vertre -
ter*innen der Zivilgesellschaft eingebunden 
sind.

4. Projektvorstellung

52
4. Projektvorstellung
Abbildung 4.1: Das inter- und transdisziplinäre Team des Projekts „HAP-Köln“ (UVA, IHPH, RE)  
bei der Abschlussveranstaltung im Mai 2022
Eine Besonderheit des Projekts besteht  
in der inter- und transdisziplinären Zusammen-
arbeit von Wissenschaft und Forschung,  
kommunaler Verwaltung und einem regionalen, 
mehrheitlich in Kommunalbesitz befindlichen 
Energie ver sor gungsunternehmen für Strom-, 
Gas-, Wasser- und Wärmeversorgung  
und der Zusammenführung der jeweiligen  
spezifischen Kenntnisse und Stärken.

53
4.1 Förderung als Leucht turm  vorhaben im Rahmen der Deutschen Anpas  sungs strategie  
4.2 Projektpartner
4.1 Förderung als Leucht -
turm  vorhaben im Rahmen der 
Deutschen Anpas sungs strategie 
Das Forschungsprojekt „HAP-Köln“ wurde 
im Rahmen der Deutschen Anpassungs -
strategie (DAS) im Förderprogramm zur 
Entwicklung von Maßnahmen zur Anpas-
sung an die Folgen des Klimawandels, 
Förderschwerpunkt 3, als kommunales 
Leuchtturmvorhaben gefördert. Es zeichnet 
sich durch seinen Modellcharakter für den 
städtischen Raum aus und ist weg weisend 
für andere Städte.
 
Das Projekt mit einer Laufzeit von drei -
einhalb Jahren (1. Januar 2019 bis 
30. Juni 2022) wurde vom Bundesmini-
sterium für Umwelt, Naturschutz, nukleare 
Sicherheit und Verbraucherschutz unter 
dem Förderkennzeichen 03DAS120A (Stadt 
Köln) bzw. 03DAS120B (Universitätsklini-
kum Bonn) gefördert.  
 
Der Projektträger Zukunft – Umwelt – 
Gesellschaft gGmbH (ZUG) hat im Auftrag 
des Bundesumweltministeriums das Förder-
programm begleitet.
4.2 Projektpartner
Eine Besonderheit des Projekts besteht in 
der inter- und trans disziplinären Zusam-
menarbeit von Wissenschaft und Forschung, 
kommunaler Verwaltung und einem regi-
onalen, mehrheitlich in Kommunalbesitz 
befindlichen Energieversorgungsunterneh-
men für Strom-, Gas-, Wasser- und Wär-
meversorgung und der Zusammenführung 
der jeweiligen spezifischen Kenntnisse und 
Stärken. 
 
Das Umwelt- und Verbraucherschutzamt 
der Stadt Köln brachte seine Expertise in 
der kommunalen Klimawandelanpassung, 
der wissenschaftliche Partner, das GeoHe -
alth Centre des Instituts für Hygiene & Public 
Health des Universitätsklinikums Bonn, 
seine Erfahrungen aus wissenschaftlichen 
Vorarbeiten im Bereich Klimawandel und 
Gesundheit und die RheinEnergie AG prak-
tische Aspekte zum Themenfeld Trinkwas-
ser in den Hitzeaktionsplan ein. Bei Fragen 
und Themen, die Aufgabenbereiche des 
öffentlichen Gesundheitsdienstes berühr-
ten, wurde das Gesundheitsamt der Stadt 
Köln eingeladen, sich einzubringen. 
 
Federführend im Projekt ist die Abtei -
lung Umweltplanung und -vorsorge des 
Umwelt- und Verbraucherschutzamtes der 
Stadt Köln, bei der das Themenfeld Klima -
wandelanpassung angesiedelt ist. Weitere 
Umweltvorsorgethemen wie die Luftreinhal-
tung, die Lärmaktionsplanung, die Umwelt-
bildung sowie die Untere Bodenschutzbe-
hörde sind Schwerpunkte der Arbeit dieser 
Abteilung.

54
4. Projektvorstellung 
4.2 Projektpartner
Umweltinformationen und Umweltdaten 
werden im Rahmen von Umweltverträglich-
keitsprüfungen aufbereitet, bewertet und 
städtischen Dienststellen oder Investor*in-
nen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus 
werden eigene Forschungsprojekte initiiert.  
Bereits 2009–2012 hat das Umwelt- und 
Verbraucherschutzamt zusammen mit dem 
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbrau-
cherschutz NRW (LANUV), dem Deutschen 
Wetterdienst (DWD) und den Stadtentwäs-
serungsbetrieben Köln (StEB) das Projekt 
„Klimawandelgerechte Metropole Köln“ 
durchgeführt. In diesem Vorhaben konnten 
wichtige Grundlagendaten zur Betroffen-
heit der Stadt Köln durch den Klimawandel 
ermittelt werden. Darüber hinaus wurden 
Anpassungsmaßnahmen und Planungsemp -
fehlungen formuliert. Diese werden fortlau-
fend in das Verwaltungshandeln integriert 
(Ratsbeschluss Februar 2015).  
Darauf aufbauend startete im Januar 2019 
das Forschungs- und Entwicklungsvorha-
ben „HAP-Köln“, das in das Stadtentwick-
lungsprogramm „Starke Veedel – Starkes 
Köln“ integriert ist. Neben inhaltlichem 
Fachwissen zu Hitze in urbanen Räumen war 
die Abteilung Umweltplanung und -vorsorge 
des UVA maßgeblich für die Steuerung des 
Forschungsprojekts zuständig.  
 
Hierzu gehörten unter anderem die Orga -
nisation von regelmäßigen Partnertreffen, 
die Koordination der anstehenden Projekt-
aufgaben und die Vernetzung stadtinterner 
wie auch externer Akteur*innen. Das Amt 
für Stadtentwicklung und Statistik stellte 
die Bevölkerungsdaten zur Verfügung und 
unterstützte das Umwelt- und Verbraucher-
schutzamt mit Analysen und Auswertungen.
Im GeoHealth Centre des IHPH des Uni -
versitätsklinikums Bonn arbeitet ein inter-
disziplinäres wissenschaftliches Team aus 
Medizin und Gesundheitswissenschaften, 
Biologie und Mikrobiologie, Geografie, GIS, 
Geostatistik und Informatik gemeinsam an 
zahlreichen gesundheitsbezogenen For-
schungsvorhaben in den Bereichen Wasser, 
Stadt, Entwicklung und Planetary Health. 
Geografische Gesundheitsforschung ist der 
inhaltlich verbindende Kern des GeoHealth 
Centre, der größten Forschungsgruppe die-
ser Ausrichtung in Deutschland.  
 
Es arbeitet an der Schnittstelle von Geo -
grafie und Medizin/Public Health und 
beschäftigt sich mit dem räumlich-zeitlichen 
Kontext von menschlicher Gesundheit und 
Krankheit. Dabei werden geografische The -
orien, Konzepte und Paradigmen, Methoden 
und Werkzeuge auf Probleme angewendet, 
die mit menschlicher Gesundheit zusam -
menhängen. Im Mittelpunkt steht die Frage, 
wie natürliche, anthropogene, soziale und 
kulturelle Faktoren die Verteilung von 
gesundheitlichen Chancen und Risiken 
innerhalb und zwischen menschlichen 
Populationen beeinflussen.  
Mit gesundheitlichen Klimafolgen beschäf-
tigt sich das GeoHealth Centre bereits seit 
2007. Die thematischen Schwerpunkte 
umfassen hierbei Fragen zur Bedeutung 
des Klimawandels für lebensmittel- und 
wasserassoziierte Infektionskrankhei -
ten, zur gesundheitlichen Bedeutung 
städtischer Grünräume (Stadtgrün) und 
Gewässer (Stadtblau) im Kontext des glo-
balen Klimawandels sowie zu Adaptions-
strategien. Mehrere Forschungsvorhaben 
wurden im Auftrag des European Centre 
for Disease Prevention and Control (ECDC) 
durchgeführt.

4.2 Projektpartner
55
Das GeoHealth Centre des IHPH war der 
wissenschaftliche Projektpartner, der den 
inhaltlichen Bereich Gesundheit und Klima -
wandel bearbeitete. Sein Projektteam war 
für die wissenschaftliche Expertise in den 
Bereichen Public Health, Umweltmedizin 
und Gesundheitsgeografie verantwortlich. 
Federführend kümmerte sich das IHPH 
zudem um die Projekt-Dokumentation 
sowie Präsentationen und Veröffentlichun-
gen zum Projekt. 
Als weiterer Kooperationspartner des Pro -
jekts fungiert die Abteilung Wasserwirt -
schaft der RheinEnergie AG, ein Tochter-
unternehmen der Stadtwerke Köln GmbH, 
die als Holding einige wichtige Eigengesell-
schaften der Stadtverwaltung beinhaltet. 
Die RheinEnergie AG versorgt die Kölner 
Region seit 150 Jahren mit Energie und 
Trinkwasser. Neben dem nachhaltigen 
Ansatz des vorbeugenden Gewässerschut-
zes liegt der Schwerpunkt der Arbeit  
darin, jederzeit die Trinkwasserqualität  
und -menge bereitzustellen, die nach den 
gesetzlichen Vorgaben vorgeschrieben ist.  
 
Für die Versorgung in Spitzenlastzeiten, 
wie z. B. bei Hitzewellen, werden in den 
Wasserwerken ausreichende Kapazitäten 
vorgehalten. Um in derartigen Extremsi -
tuationen auch in Zukunft Lieferengpässe 
ausschließen zu können, bedarf es der kon -
tinuierlichen Anpassung. Geändertes Ver-
brauchsverhalten von Kund*innen ist dabei 
eine wichtige Eingangsgröße, zu dessen 
besserem Verständnis durch das Projekt 
beigetragen werden soll. 
Neben der Sicherstellung der Grundver-
sorgung der Kölner Bevölkerung mit Trink-
wasser über ein mehr als 3.000 km langes 
Trinkwassernetz sieht die RheinEnergie AG 
auch die Information und Aufklärung über 
den richtigen und gesundheitsgerechten 
Konsum von Trinkwasser und die Trinkwas-
serqualität als ihre Aufgabe an. Diese Auf-
gabe wird über unterschiedliche Kommuni-
kationskanäle wie Internet, Broschüren oder 
den Einsatz von mobilen Wassertheken auf 
zahlreichen Veranstaltungen in der Stadt 
wahrgenommen. 
Die Abteilung Infektions- und Umwelthygi-
ene des Gesundheitsamtes der Stadt Köln 
hat fachliche Expertise im umweltbezoge -
nen Gesundheitsschutz. Die Aufgabe der 
Abteilung ist unter anderem die Begleitung 
und Überwachung von Maßnahmen zur Ver-
hütung von Krankheiten und Gesundheits -
schäden der Bevölkerung. Hierzu zählte 
auch das Projekt zum Hitzeaktionsplan. 
Die im Rahmen des Projekts gewonnenen 
Erkenntnisse zur Vorbeugung oder Minde-
rung hitzebedingter nachteiliger Gesund-
heitseinflüsse sollen bei der Aufgabener-
ledigung berücksichtigt werden und damit 
zur Verstetigung und Nachhaltigkeit der 
Projekt ergebnisse beitragen.  
 
Hierbei stehen vulnerable Gruppen 
(schwangere Frauen, Kinder, Kranke, Men-
schen im Alter und Menschen mit Behin -
derung) sowie Einrichtungen wie Kinderta-
gesstätten, Schulen, Krankenhäuser sowie 
Einrichtungen für Menschen im Alter und  
für Menschen mit Behinderung besonders 
im Fokus.

56
4. Projektvorstellung 
4.3 Projektplan und Meilensteine
4.3 Projektplan und Meilensteine
Das Projekt „HAP-Köln“ gliederte sich 
in drei Phasen und bestand aus acht 
Arbeitspaketen (AP). Jedes Arbeitspaket 
wurde mit dem Erreichen eines definierten 
Meilensteins abgeschlossen (siehe Tabelle 
Meilensteinplanung, Anlage A1).  
 
Die erste Phase „Planung“ beinhaltete das 
Vorbereiten des Vorhabens, das Erarbeiten 
von Grundlagedaten zur stadtklimatischen 
Belastung und Bevölkerung der Stadt Köln 
und etablierte gleichzeitig die inter- und 
transdisziplinäre Zusammenarbeit der 
Projektbeteiligten. Hierzu gehörten regel-
mäßige Treffen zum organisatorischen 
Austausch und zur inhaltlichen Weiterent-
wicklung.  
 
Zu Beginn des Projekts fanden diese im 
Wechsel in Köln und Bonn beim jeweiligen 
Projektpartner (Umwelt- und Verbraucher-
schutzamt bzw. IHPH) statt.  
Aufgrund der Covid-19-Pandemie wurden 
diese anschließend online per Videokonfe -
renz durchgeführt. Durch eine bereits hier 
implementierte begleitende Qualitätssiche -
rung wurde sichergestellt, dass die Kriterien 
zur Erreichung der Meilensteine erfüllt wur-
den. Stadtviertel und Sozialräume für die 
Durchführung der Feldstudien wurden mit-
tels objektiver Kriterien (Wärmebelastung, 
Sozioökonomie) ausgewählt. Außerdem 
konnte bei einer öffentlichen Auftaktver-
anstaltung mit 37 Teilnehmenden im Kölner 
Stadthaus ein erstes Vernetzungstreffen 
mit sowohl städtischen als auch externen 
Akteur*innen implementiert werden.  
In der zweiten Projektphase „Erhebung“ 
standen die Durchführung von Erhebungen 
mittels qualitativer und quantitativer Metho-
den sowie die Auswertung und Bewertung 
dieser Ergebnisse im Mittelpunkt der 
Arbeiten. 
Maßnahmen
•  AP 5 Entwicklung 
von Interventions -
maßnahmen
• AP 6 Umsetzung
Erhebung
• AP 2 Erhebung
• AP 3 Auswertung
• AP 4 Bewertung
Planung 
• AP 1 Grundlagen
Abb. 4.2: Projektphasen und Arbeitspakete
AP 8 Projektsteuerung
AP 7 Qualitätssichernde Begleitung + Projektpräsentation

4.3 Projektplan und Meilensteine
57
In vier Stadtvierteln und Sozialräumen wurden ältere Menschen zu 
ihren Informationsquellen, ihrem Wissensstand und ihren aktuellen 
Verhaltensweisen bezüglich Klimawandel, Hitzewellen und Anpas-
sungsstrategien befragt. Zudem wurde stadtweit untersucht, ob und 
wie Einrichtungen für Senior*innen ihr Handeln auf Hitzewarnungen 
einstellen, Maßnahmen umsetzen und eine Verhaltensänderung der 
dort Wohnenden veranlassen können.  
Basierend auf den empirischen Untersuchungsergebnissen wurden 
in der dritten Phase „Maßnahmen“ des Projekts Maßnahmen konzi -
piert, implementiert und teils hinsichtlich ihrer Wirksamkeit geprüft.  
 
Hierzu gehörten Interventionsmaßnahmen wie beispielsweise 
die gezielte Öffentlichkeitsarbeit über verschiedene Medien für 
Menschen im Alter in unterschiedlichen Lebenssituationen und 
Stadtvierteln, der Einsatz von Multiplikator*innen, verschiedene 
Vorsorgemaßnahmen sowie Hinweise zu Verhaltensänderungen. 
Diese wurden in einem umfangreichen Maßnahmenkatalog zusam -
mengetragen. 
Diese drei Projektphasen verliefen zeitlich teils parallel, teils nach -
einander. Dies wird durch die Quervernetzungen visualisiert (siehe 
Abb. 4.2). Hinzu kamen als weitere Arbeitspakete die phasenüber -
greifende qualitätssichernde Begleitung und Projektpräsentation 
(AP 7) sowie die Projektsteuerung (AP 8).  
Fortlaufend erfolgte die qualitätssichernde Begleitung über einen 
Qualitätssicherungsplan in Form eines Logbuches. Die Projektprä -
sentation erfolgte kontinuierlich auf der Internetseite der Stadt Köln 
anhand eines Rundbriefs, der regelmäßig digital an alle Beteiligten 
und Akteur*innen versandt wurde, und durch regelmäßige Vernet-
zungstreffen. Auch durch mehrere Fachpublikationen und -vorträge, 
akademische Lehrveranstaltungen sowie Antworten auf Pressean -
fragen wurden das Thema Hitzeaktionsplan sowie die Folgen des 
Klimawandels für die Stadt Köln in Fachkreisen diskutiert sowie der 
allgemeinen Öffentlichkeit kommuniziert.

58
4. Projektvorstellung 
4.3 Projektplan und Meilensteine
Die phasenübergreifende Projektsteuerung (AP 8) diente zur 
Sicherstellung des geordneten Projektablaufs, zur Einhaltung des 
Zeit- und Ressourcenmanagements und zur Koordinierung aller 
Projektbeteiligten. Diese beinhaltete ein internes Kick-off-Meeting, 
eine Abschlussveranstaltung und die fortlaufende projektbeglei -
tende Berichterstattung und Ergebnispräsentation. Zur Vernetzung 
und Rückkopplung mit anderen Projekten zur Anpassung an den 
Klimawandel aus dem DAS-Förderprogramm Anpassung an den 
Klimawandel im Förderschwerpunkt 3 fanden mehrere Vernetzungs-
treffen statt. 
Aufgrund der Covid-19-Pandemie konnten verschiedene Projekt-
aktivitäten nicht wie ursprünglich geplant in dem angegebenen 
Fälligkeitszeitraum durchgeführt werden. Im Zuge einer kosten -
neutralen Projektverlängerung bis zum 30.06.2022 konnten die 
Arbeitspakete 6, 7 und 8 um sechs Monate verschoben werden. 
Besonders die Durchführung verschiedener Maßnahmen im öffent -
lichen Raum (z. B. Informationstage) und die notwendige Einbindung 
von Akteursgruppen in das Projektnetzwerk konnten nicht immer 
wie geplant durchgeführt werden. Dazu zählten vor allem Personen 
aus dem medizinischen Bereich, die durch das Gesundheitsamt der 
Stadt Köln eingebunden werden sollten. 
 
Da das Gesundheitsamt seit Anfang 2020 jedoch pandemiebe -
dingt kaum Kapazitäten in das Projekt einbringen konnte und der 
Gesundheitsbereich insgesamt andere Prioritäten setzen musste, 
konnte eine Vernetzung mit diesen Akteursgruppen nicht im 
ursprünglich vorgesehenen Umfang realisiert werden. 
 
Die Abschlussveranstaltung des Projekts am 03.05.2022 fand im 
Gegensatz zur Auftaktveranstaltung, die als reine Präsenzveranstal-
tung durchgeführt wurde, als Hybridveranstaltung statt. Dies hatte 
den Vorteil, dass deutschlandweit viele Akteur*innen aus Verwal-
tung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik teilnehmen konnten.

4.4 Wissenschaftlicher Beirat
59
4.4 Wissenschaftlicher Beirat
Nicht zuletzt wegen des Charakters als Leuchtturmprojekt sollte 
durch die Berufung eines national besetzten wissenschaftlichen 
Beirats sichergestellt werden, dass das Projekt „HAP-Köln“ diesem 
Anspruch gerecht wird und verschiedene fachliche Perspektiven 
(Klimawandel, Public Health, Geriatrie) sowie „Flughöhen“ (kommu-
nal, landesweit, national, international) adäquat gehört und berück -
sichtigt werden. 
Zur Unterstützung des Erarbeitungsprozesses und der Qualitätssi -
cherung wurde deshalb projektbegleitend ein wissenschaftlicher 
Beirat fest in die Projektstruktur integriert. Dieser Beirat bestand 
aus Fachgrößen aus Bundes- und Landesämtern, der Geriatrie/
Gerontologie und der Seniorenvertretung der Stadt Köln.  
 
Der wissenschaftliche Beirat begleitete das Projekt fortlaufend im 
Rahmen von Beiratstreffen, die mehrmals pro Jahr stattfanden. 
Hierdurch wurde eine kontinuierliche Arbeitsstruktur aufgebaut und 
die einzelnen Projektphasen wurden durch das Gremium wissen -
schaftlich und inhaltlich begleitet.  
 
Durch den kontinuierlichen Austausch mit dem Beirat und durch 
das Feedback zu den Projektergebnissen aus dem jeweiligen fach -
lichen Blickwinkel der Beiratsmitglieder konnten wertvolle ergän -
zende Erkenntnisse für die Fortführung des Projekts gewonnen und 
die Evaluation der bisherigen Ergebnisse durchgeführt werden.

60
4. Projektvorstellung 
4.4 Wissenschaftlicher Beirat
Der wissenschaftliche Beirat  
umfasste folgende Personen:
 
Dr. rer. nat. Jutta-Maria Litvinovitch  
— Dipl.-Geo  grafin — 
Referatsleiterin, T III 2 „Gesundheit im  
Klimawandel“ im Bundes ministerium  
für Umwelt, Naturschutz, nukleare  
Sicherheit und Verbraucherschutz,  
am 1. Dienstsitz Bonn 
Dr. Ulrich Lindemann   
— Dipl.-Sportlehrer  — 
Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart,  
Sportwissenschaftler (DSHS Köln) und  
wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Klinik  
für Geriatrische Rehabilitation  
 
Forschungsschwerpunkte: körper liche  
Leistungsfähigkeit und Aktivität  
älterer Menschen sowie deren interne  
und externe Einflussfaktoren
Dr. rer. nat. Ulrike Dapp   
— Dipl.-Geografin —
Forschungskoordinatorin der Medizinisch- 
Geriatrischen Abt. für Forschung und  
Dokumentation im Albertinen Haus,  
Zentrum für Geriatrie und Gerontologie,  
wissenschaftliche Einrichtung an der  
Universität Hamburg 
 
Seit 2000 Leitung der Longitudinalen 
Urbanen Cohorten-Alters-Studie (LUCAS) 
mit anfänglich über 3.300 selbstständig 
lebenden älteren Menschen in Hamburg. 
Seit 2018 stellv. Leitung der Fachstelle 
„Hamburger Hausbesuch für Seniorinnen 
und Senioren“

4.4 Wissenschaftlicher Beirat
61
Dr. rer. nat. Hans-Guido Mücke   
 — Dipl.-Geograf —  
Umweltbundesamt (UBA), Abteilung 
„Umwelthygiene“, stellv. Fachgebietsleitung 
„Umweltmedizin, gesundheitliche  
Bewertung“, Dienstsitz Berlin.  
Head des WHO Collaborating Centre for Air 
Quality Management & Air Pollution Control
Dr. rer. nat. Thomas Claßen   
— Dipl.-Geograf —  
Landeszentrum Gesundheit  
Nord rhein-Westfalen (LZG.NRW) 
 
Fachbereich Gesunde Lebenswelten 
Gesundheitscampus, Bochum  
 
Referent für Gesundheit und Planung 
Schwerpunkte: Bewegungs- und Gesund-
heitsförderliche Kommunalentwicklung, 
Klima und Gesundheit, Hitzeaktionsplanung
Dr. Martin Theisohn   
Sprecher der Seniorenvertretung  
der Stadt Köln (bis Januar 2022)
Lilly Liebig   
Seniorenvertretung 
Köln-Ehrenfeld

5. Methodik

64
5. Methodik 
5.1 Auswahl der Untersuchungsgebiete
5.1 Auswahl der Untersuchungsgebiete
Der Klimawandel wirkt sich räumlich sehr 
differenziert aus. Dabei beeinflussen sowohl 
klimatische Veränderungen als auch sozio-
ökonomische Faktoren die Möglichkeiten, 
sich an die Auswirkungen des Klimawan-
dels anzupassen. Um eine Bewertung und 
Abschätzung der Klimawandel-Betroffen -
heit durchzuführen und auf die raumspe-
zifischen Herausforderungen sachgerecht 
eingehen zu können, bedarf es flächende -
ckender Analysen in Bezug auf Vulnerabilität 
und Betroffenheit des Untersuchungsraums 
(UBA 2015, S. 34). Dazu werden sogenannte 
Vulnerabilitätsanalysen durchgeführt, durch 
welche Handlungsbedarfe erkannt und pri -
orisiert werden können (UBA 2017, S. 8). Der 
Begriff Vulnerabilität lässt sich dabei defi -
nieren als „die Neigung oder Prädisposition, 
nachteilig betroffen zu sein. Vulnerabilität 
umfasst eine Vielzahl von Konzepten und 
Elementen, wie unter anderem Empfindlich-
keit oder Anfälligkeit gegenüber Schädigung 
und die mangelnde Fähigkeit zur Bewälti-
gung und Anpassung.“ (IPCC 2014, S. 5). 
Zu Beginn einer Vulnerabilitätsanalyse müs-
sen der Zweck der Untersuchung klar defi-
niert und die methodische Vorgehensweise 
geklärt sein. Je nach Datenmenge, Qualität 
und Ziel kann die Vulnerabilitätsanalyse 
entweder quantitativ oder qualitativ durch -
geführt werden. Eine quantitative Analyse 
basiert auf statistischen Daten und macht 
dann Sinn, wenn Ziel der Untersuchung 
ist, sich durch die Analyse einen Überblick 
zu verschaffen, und Vergleiche zwischen 
Gruppen, Orten oder anderen Merkmalen 
erforderlich sind. Bei einer qualitativen 
Untersuchung hingegen sind detaillierte, 
individuelle Erkenntnisse Zweck der Analyse 
(UBA 2017, S. 24 f.)
 
Ziel der Vulnerabilitätsanalyse im Rahmen 
des Projekts war es, die Betroffenheit der 
in der Stadt Köln lebenden Bevölkerung ab 
65 Jahren in Bezug auf Wärmebelastungen 
räumlich differenziert zu erfassen und zu 
bewerten und auf diesem Wege Stadtteile 
mit überdurchschnittlicher Wärmebelas -
tung zu identifizieren. Deshalb wurde eine 
quantitative Vulnerabilitätsanalyse durch-
geführt, sodass ein Vergleich zwischen 
Stadtteilen und Sozialräumen untereinander 
als Entscheidungshilfe zur Bestimmung der 
Untersuchungsgebiete für die Befragung 
selbstständig lebender Menschen im Alter 
genutzt werden konnte.  
Da die Datenwahl bei einer quantitativen 
Vulnerabilitätsanalyse ausschlaggebend ist, 
müssen einige wichtige Punkte berücksich -
tigt werden. Zum einen sollten flächende -
ckend Daten des gesamten Untersuchungs-
gebiets vorhanden sein, um vergleichbare 
Ergebnisse erzielen zu können. Für räumlich 
spezifische Ergebnisse müssen die Daten 
außerdem auf einer einheitlichen Bezugse-
bene vorliegen. Idealerweise sind die Daten 
aktuell und liegen zusätzlich für die nahe 
Zukunft vor, sodass die Ergebnisse die aktu-
elle Situation des Untersuchungsgebiets 
abbilden (UBA 2017, S. 26 f.). 
Für die Vulnerabilitätsanalyse des Projekts 
wurden Daten zur stadtklimatischen Belas -
tung der Stadt Köln herangezogen, aus 
denen hervorgeht, welche Stadtteile eine 
hohe bzw. sehr hohe klimatische Belastung 
aufweisen. Die Daten stammen aus dem 
Projekt „Klimawandelgerechte Metropole 
Köln“, im Rahmen dessen für die Stadt Köln 
Klimasimulationen durchgeführt wurden.

5.1 Auswahl der Untersuchungsgebiete
65
Die Ergebnisse zeigen, wie sich die Hitze -
belastung durch den prognostizierten Kli -
mawandel auf die Stadt Köln für die Periode 
2021 bis 2050 auswirken wird. Dazu wurden 
die beiden meteorologischen Kenngrößen 
„Heiße Tage“ und „Sommertage“ verwendet. 
Die Bevölkerungsdaten der Stadt Köln wur-
den nach Erstellung eines Datenschutzkon-
zepts und einem positiven Bescheid durch 
die Ethikkommission (beides Universitäts-
klinikum Bonn) durch das Amt für Stadtent-
wicklung und Statistik in Blockabschnitten 
zur Verfügung gestellt. Sie beinhalten 
sowohl das Alter der Bevölkerung als auch 
den Straßennamen des Wohnorts in Köln. 
Des Weiteren wurden die Standorte der Köl-
ner Dauerpflegeeinrichtungen ausgewertet, 
deren Daten (Lage, Größe, Träger, Kontakt-
daten) ebenfalls vom Amt für Stadtentwick-
lung und Statistik zur Verfügung gestellt 
wurden.  
Zur Ermittlung der klimatischen Belastung 
der Wohnquartiere und der Einrichtungen 
für Menschen im Alter wurde die Analyse 
mittels der Geoinformationssoftware Arc -
Map (Version 10.6.1) durchgeführt. Dazu 
wurden die vorhandenen Bevölkerungs-
daten, Standorte Kölner Dauerpflegeein -
richtungen sowie die Daten der stadtkli-
matischen Belastung verschnitten und 
ausgewertet. Somit konnten für die Dar-
stellung der Ergebnisse sowohl Karten- als 
auch Tabellenformate gewählt werden, die, 
je nach Fragestellung, die Ergebnisse veran-
schaulichen können.  
Im darauffolgenden Schritt wurden vier 
Untersuchungsgebiete für die Erhebung 
selbstständig lebender Menschen im Alter 
ausgewählt. 
Dazu wurden zunächst die Altersstruktur 
ab 65 Jahren sowie die stadtklimatische 
Belastung der jeweiligen Stadtteile vergli-
chen. Die Altersstruktur der ausgewählten 
Gebiete sollte möglichst ähnlich sein und 
einen hohen Anteil von Menschen 65+ 
aufweisen. Da in Erhebung I ausschließ -
lich allein lebende Menschen 65+ befragt 
werden sollten, wurde außerdem darauf 
geachtet, dass möglichst wenige Dauerpfle -
geeinrichtungen für Menschen im Alter in 
den ausgewählten Untersuchungsgebieten 
vorhanden sind. Damit anschließend ein 
Vergleich der unterschiedlichen Lebensbe-
dingungen in den vier ausgewählten Unter-
suchungsräumen bezogen auf die Themen 
Hitze und Gesundheit möglich war, wurden 
die vier Untersuchungsgebiete folgender-
maßen ausgewählt: zwei Stadtteile, jeweils 
einer stark hitzebelastet und einer weniger 
hitzebelastet, sowie zwei sozial schwache 
Sozialräume, jeweils einer stark hitzebelas -
tet und einer weniger hitzebelastet.

66
5. Methodik 
5.2 Die ausgewählten Untersuchungsgebiete
5.2 Die ausgewählten Untersuchungsgebiete
Die Befragung von selbstständig lebenden 
Menschen 65+ wurde in folgenden  
Untersuchungsgebieten in Köln durch-
geführt, die nach dem oben beschriebenen  
Verfahren ausgewählt worden waren:
•  Stadtteil Pesch im Stadtbezirk Chorweiler
•  Stadtteil Nippes im Stadtbezirk Nippes
•  Sozialraum Blumenberg/Chorweiler/ 
Seeberg-Nord im Stadtbezirk Chorweiler
•  Sozialraum Höhenberg/Vingst im  
Stadtbezirk Kalk
Die Sozialräume Blumenberg/Chorweiler/
Seeberg-Nord und Höhenberg/Vingst 
sind zwei von elf Sozialräumen in Köln 
(Stadt Köln 2015). Der Stadtteil Pesch und 
der Sozialraum Blumenberg/Chorweiler/
Seeberg-Nord sind Beispiele für Siedlungs -
gebiete, die unter vergleichsweise geringer 
Wärmebelastung stehen. Dementgegen ste -
hen der Stadtteil Nippes und der Sozialraum 
Höhenberg/Vingst unter sehr hoher Wär-
mebelastung (Abb. 5.1) (Stadt Köln 2019b). 
Neben der Wärmebelastung unterscheiden 
sich die Stadtteile und Sozialräume hinsicht-
lich ihrer sozialen Differenzierung. 
Davon ausgehend, dass sich soziale Diffe -
renzierung in räumlicher Differenzierung 
niederschlägt, ist es hilfreich, die für die 
Umfrage ausgewählten Stadtteile genauer 
zu betrachten, um die dort erhobenen Daten 
interpretieren zu können. Hoffmeyer-Zlotnik 
(2001) nennt diese sozial-räumliche Diffe-
renzierung Wohnquartier: „Man siedelt unter 
Seinesgleichen in einem potentiellen Sys-
tem sozialer Beziehungen“.  
 
Im Folgenden werden die vier ausgewählten  
Untersuchungsgebiete vorgestellt.

5.2 Die ausgewählten Untersuchungsgebiete
67
Abb. 5.1: Lage und Wärmebelastung der vier für die Erhebung  I ausgewählten Wohnquartiere in Köln.  
Quelle: Stadt Köln, Umwelt und Verbraucherschutzamt 2019b
 Klasse 5 stark klimaaktive Flächen  
 Klasse 4 klimaaktive Flächen  
 Klasse 3 belastete Siedlungsflächen  
 Klasse 2 hoch belastete Siedlungsflächen  
  Klasse 1 sehr hoch belastete  
Siedlungsflächen
  Dauerpflegeeinrichtungen
Darstellung der Befragungsgebiete in Abhängigkeit der Wärmebelastung
  nicht sozial benachteiligte Stadtteile  
1 Pesch (klimatisch unbelastet)  
2 Nippes (klimatisch belastet)
  sozial benachteiligte Stadtquartiere  
3 Blumenberg/Chorweiler/Seeberg-Nord  
(klimatisch unbelastet)  
4 Höhenberg/Vingst (klimatisch belastet)

68
5. Methodik 
5.2 Die ausgewählten Untersuchungsgebiete
5.2.1 Pesch
Pesch ist ein Stadtteil im linksrheinischen 
Stadtbezirk Köln-Chorweiler. Der Stadt-
teil Pesch umfasst 2,83 Quadratkilometer, 
davon 16,5 Prozent Erholungsflächen 
(inklusive Friedhöfe). Pesch hat 7.807 Ein-
wohnende (Stand 31.08.2018) und ist mit 
2.735 Einwohnenden pro Quadratkilometer 
einer der weniger dicht besiedelten Köl-
ner Stadtteile. Das Durchschnittsalter der 
Bevölkerung von Pesch ist mit 47,9 Jahren 
das höchste aller Kölner Stadtteile (Stadt 
Köln 2018, 2019a). 
An Pesch angrenzend befindet sich mit 
dem Escher und dem Pescher See sowie 
der ländlichen Umgebung eine ausgeprägte 
Blau- und Grünstruktur. Pesch zählt zu den 
Stadtvierteln des Stadtbezirks Chorweiler, 
die in Kontrast zu anderen Stadtteilen des 
Bezirks mit positiven Eigenschaften wie 
„grüner, ruhiger, gelassener“ beschrieben 
werden (Stadt Köln 2019a). Vor 1950 war 
Pesch ländlich-agrarisch geprägt. In den 
1960er-Jahren begann die Urbanisierung. 
Einige Hochhäuser, ein hohes Aufkommen 
an Durchgangsverkehr und drei Großtank-
stellen gehören zum Stadtteilbild. Da das 
Wohngebiet nicht nach einem Generalbe -
bauungsplan entstanden ist, gibt es keinen 
allgemeinen Ortskern mit Konsumzentrum 
oder Spielstraße (Sattler 2008, S. 123). 
Die medizinische Versorgung wird im Ver-
gleich zu gesamt Köln als überdurchschnitt-
lich gut bewertet (Stadt Köln 2019, S. 5). 
 
Weitere Stärken des Stadtteils sind laut 
Pescher Bevölkerung das gute Gemein-
schafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl 
und die gute Verkehrsanbindung an Auto-
bahn- und Straßennetz (Sattler 2008).
Die schlechte Erreichbarkeit des ÖPNV und 
die fehlenden Freizeitangebote für Men-
schen 65+ werden als negativ bewertet 
(Stadt Köln 2019a).
5.2.2 Nippes
Der linksrheinische Stadtteil Nippes ist Teil 
des gleichnamigen Kölner Stadtbezirks 
und grenzt im Süden an den Stadtbezirk 
Innenstadt. Er ist der Einzige der für diese 
Umfrage ausgewählten vier Stadtteile, 
der an die Innenstadt Kölns grenzt. Er 
umfasst 3,00 Quadratkilometer. Davon sind 
23,4 Prozent Erholungsflächen (inklusive 
Friedhöfe). 36.574 Menschen leben in die-
sem Stadtteil. Mit 12.211 Einwohnenden 
pro Quadratkilometer ist Nippes der Kölner 
Stadtteil mit der zweitdichtesten Besie -
delung (nach dem Stadtteil Neustadt-Süd 
im Stadtbezirk Innenstadt). Das Durch -
schnittsalter der Nippeser Bevölkerung 
beträgt 40,4 Jahre (Stadt Köln 2018). 
Nippes gehört seit seiner Eingemeindung 
1888 zu Köln. Im 19. Jahrhundert nahm die 
Bevölkerungszahl rapide zu. Dies lag vor 
allem an der Ansiedlung von Industrieunter-
nehmen wie dem Gummiwerk Clouth oder 
der Auer Mühle als große Arbeitgeber. Die 
Architektur aus Gründerzeit und Jugendstil 
prägt auch heute noch einige Straßenzüge 
in Nippes (Leipziger Platz, Eisenachstraße 
etc.), was den Stadtteil zu einer attraktiven 
Wohngegend macht (Website der Stadt 
Köln).

5.2 Die ausgewählten Untersuchungsgebiete
69
Nippes ist ein lebendiger Stadtteil mit der 
bekannten Einkaufsmeile auf der Neusser 
Straße, die sich von Norden nach Süden 
durch Nippes zieht. Ein weiterer städti-
scher Anziehungspunkt ist der tägliche Fri -
schmarkt auf dem Wilhelmplatz. Im „Sech -
zigviertel“ (Sechzigstraße, Hartwichstraße 
und Nebenstraßen) wurde eine autofreie 
Nachbarschaft eingeführt. An den Rändern 
von Nippes befinden sich Grün- und Erho -
lungsflächen wie Lohsepark, Toni-Stein-
gass-Park, Nordpark und Johannes-Gies -
berts-Park. Des Weiteren hat der Stadtteil 
eine ausgeprägte Veranstaltungs- und 
Kulturprogramm-Landschaft. 
5.2.3 Sozialraum Blumenberg/Chorweiler/
Seeberg-Nord 
Zwei der für diese Studie ausgewählten 
Gebiete fallen unter die von der Stadt 
Köln räumlich definierten Sozialräume: der 
Sozialraum Blumenberg/Chorweiler/See-
berg-Nord und der Sozialraum Höhenberg/
Vingst (Stadt Köln 2015). 
Der Sozialraum Blumenberg/Chorweiler/
Seeberg-Nord liegt innerhalb des linksrhei -
nischen Stadtbezirks Köln-Chorweiler, dem 
nördlichsten der neun Kölner Stadtbezirke, 
und erstreckt sich mit 2,21 Quadratkilome-
tern über die Siedlungsgebiete der Stadt-
teile Blumenberg und Chorweiler sowie 
Teile des Siedlungsgebiets Seeberg (See-
berg-Nord).  
Ein Großteil der Bebauung besteht aus 
öffentlich gefördertem Geschosswohnungs -
bau durch Wohnungsbaugesellschaften 
aus den 1970er-Jahren. In Teilen von See-
berg-Nord und Chorweiler-Nord kamen ab 
den 1980er-Jahren Reihenhaussiedlungen 
hinzu. Am nördlichen Rand Chorweilers und 
in Teilen Blumenbergs überwiegt die Einfa-
milienhausbebauung. Diese drei Stadtteile 
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg wei -
sen untereinander teils erhebliche Differen -
zen auf (Stadt Köln 2015).  
Der Sozialraum ist komplett von Grün- und 
Freiflächen umgeben. Teilweise ziehen sich 
Grünflächen auch durch die Wohngebiete. 
Es gibt zudem viele Freizeitmöglichkeiten, 
wie zum Beispiel zwei Schwimmbäder, 
einige Spielplätze, eine Kletterhalle und  
das benachbarte Naherholungsgebiet Füh -
linger See. 
Aufgrund der stark verdichteten Bauweise 
mit Hochhäusern sind Blumenberg, Chor-
weiler und Seeberg-Nord mit einer Bevöl-
kerungszahl von insgesamt 27.000 im Ver-
gleich zu den anderen Sozialräumen eines 
der einwohnerstärksten Gebiete.  
Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord 
sind durch eine junge Bevölkerungsstruktur 
gekennzeichnet. Der Anteil an Personen, 
die Grundsicherung im Alter erhalten, ist 
verglichen mit den gesamtstädtischen 
Zahlen überdurchschnittlich hoch. Etwa 
zwei Drittel der Einwohnenden haben einen 
Migrationshintergrund und prägen das mul-
tikulturelle Bild des Sozialraums. 
Blumenbergs Bevölkerung weist einen 
jüngeren Altersdurchschnitt (38,3 Jahre) 
als Kölns Gesamtaltersdurchschnitt (41,9 
Jahre) auf. Blumenberg wird durch seine 
Randlage und Nähe zum Fühlinger See von 
seinen Ortsansässigen als grüner Stadtteil 
bewertet (Stadt Köln 2019a).

70
5. Methodik 
5.2 Die ausgewählten Untersuchungsgebiete
Auch der Stadtteil Seeberg wird durch seine 
unmittelbare Nähe zum Fühlinger See von 
seiner Bevölkerung als grün beschrieben – 
aber auch als unscheinbar und arm (Stadt 
Köln 2019a, S. 48). Die Fahrradfreund-
lichkeit und ÖPNV-Erreichbarkeit rufen in 
Seeberg wiederum eine hohe Zufriedenheit 
hervor (Stadt Köln 2019a). 
Der Stadtteil Chorweiler wird ebenfalls 
durch seine Stadtrandlage und Nähe zum 
Fühlinger See als grün eingeschätzt. Die 
Parks und Grünflächen werden von der 
Chorweiler Bevölkerung als überdurch-
schnittlich positiv eingeschätzt. Negative 
Eigenschaften, die der Chorweiler Bevöl-
kerung über ihren Stadtteil einfallen, sind 
arm, schlicht, unscheinbar, vernachlässigt, 
unbeweglich und eintönig. Chorweiler zählt 
nach Blumenberg zu den Stadtteilen, mit 
denen ihre Bevölkerung am unzufriedensten 
ist (Stadt Köln 2019a; Ellerbrock 2014). 
Der Stadtteil Chorweiler unterscheidet 
sich durch seine soziodemografische und 
architektonische Struktur deutlich von den 
Stadtteilen Seeberg und Blumenberg. Chor -
weiler entstand 1957 als Antwort auf den 
Wohnungsmangel in Köln mehr oder weni-
ger „‚aus dem Nichts‘, also nicht basierend 
auf gewachsenen Strukturen“ (Ellerbrock 
2014). Ziel war die Erschaffung einer „Stadt 
der kurzen Wege“ (Ellerbrock 2014), die die 
Daseinsgrundfunktionen Arbeit, Wohnen 
und Freizeit auf engstem Raum vereint. 
Der zentrale Teil Chorweilers wurde mit 
30-stöckigen Plattenbauten geplant. Nach 
Norden (Blumenberg) und nach Süden (See -
berg) sollte die Bebauung niedriger werden 
(ein- bis vierstöckig). 
Der Stil des Futurismus mit Beton als 
Hauptbaumaterial führten zu dem mono -
strukturierten Projekt Chorweiler, der 
heute größten Plattenbausiedlung in Nord-
rhein-Westfalen (Ellerbrock 2014).
Den Kern des Sozialraums bildet Chorwei-
ler-Mitte mit seiner zum Teil sehr domi-
nanten Hochhausbebauung, in denen sich 
zahlreiche öffentlich geförderte Wohnungen 
befinden. Die 2016 drohende Zwangsver-
steigerung in diesem Gebiet konnte die 
GAG Immobilien AG durch die Übernahme 
von insgesamt 1.211 Wohnungen verhin-
dern. 
Heute beherbergt der Stadtteil 13.070 Men-
schen, davon 77,3 Prozent mit Migrations-
hintergrund (Köln gesamt hat 35,0 Prozent 
Menschen mit Migrationshintergrund) (Kur-
tenbach 2016; Ellerbrock 2014). In der Lite-
ratur wird Chorweiler als schwierige, arme, 
ethnisch diverse, sozial benachteiligte und 
hochgradig segregierte Nachbarschaft mit 
einer exkludierten Bevölkerung beschrie-
ben (Stadt Köln 2019a; Kurtenbach 2017b, 
2017a, 2016). So weist der für Köln über-
durchschnittlich hohe Anteil an Sozialwoh-
nungen mit Mietpreisbindung auf Anwoh-
nende in sozioökonomisch benachteiligten 
Positionen hin (Kurtenbach 2016, S. 81).
Chorweiler wird als Ort der sozialen und 
physischen Unordnung beschrieben. Bewäl-
tigungsstrategien und Reaktionen der 
Chorweiler Bevölkerung sind Resignation 
und Frustration – aber auch gesundheitliche 
Reaktionen wie Depression können Folgen 
der Wohnverhältnisse sein (Kurtenbach 
2017b, 2017a).

5.2 Die ausgewählten Untersuchungsgebiete
71
Solche Beobachtungen stützen sich auf 
statistische Zahlen, die auf besondere Pro -
bleme der Chorweiler Bevölkerung weisen: 
„Die Jugendarbeitslosenquote ist doppelt so 
hoch wie in Köln; mehr als jedes zweite Kind 
in Chorweiler […] lebt am Existenzminimum; 
Chorweiler [rangiert] im oberen Drittel […] in 
der Rangfolge der Kölner Stadtteile mit dem 
höchsten Jugendhilfe-Bedarf“ (Ellerbrock 
2014); der Anteil an alleinerziehenden Haus-
halten – meistens Mütter – ist in Chorweiler 
doppelt so hoch wie in Köln insgesamt (Kur-
tenbach 2016). Zudem ist das Armutsniveau 
dieser Haushaltsform in Chorweiler doppelt 
so hoch (90 %) wie in Gesamt-Köln (43 %) 
(Kurtenbach 2016). Die Wohnverhältnisse, 
insbesondere die Baubestände sind teil-
weise problematisch: Immobilien sind von 
Schimmel befallen, gering isoliert, Auf -
zugsanlagen sind über lange Zeiten defekt 
(Kurtenbach 2016). Die Gebäudezustände 
variieren jedoch stark je nach Vermietenden 
(Stadt Köln 2015). 
Chorweiler-Mitte ist das urbane und verwal-
tungstechnische Zentrum des Stadtbezirks 
Chorweiler. Als ÖPNV-Knotenpunkt sowie 
mit seinen weiterführenden Schulen, seiner 
Bezirkssportanlage, einem großen Einkaufs -
zentrum mit rund 100 Betrieben und Ein-
richtungen der städtischen Verwaltung wirkt 
Chorweiler urbaner als andere Stadtteile 
des Stadtbezirks (Stadt Köln 2015). 
In den letzten Jahren hat sich eine breite 
Infrastruktur im kulturellen und sozialen 
Bereich herausgebildet. Dazu zählen Bera -
tungs- und Hilfsangebote. Diese werden 
in der Chorweiler Bevölkerung als positiv 
bewertet, stehen jedoch nicht in ausrei -
chendem Maß zur Verfügung.
Insgesamt ist im Sozialraum Blumenberg/
Chorweiler/Seeberg-Nord als Folge von 
mangelnder Instandhaltung ein schlechter 
Zustand eines Großteils der Wohnungs-
bebauung zu verzeichnen. Mit Ausnahme 
der Gebiete mit Einfamilienhausbebauung 
weist der Sozialraum eine hohe Anzahl an 
SGB-II-Leistungsberechtigten auf. Insge -
samt ist der Sozialraum von einer prob-
lematischen Sozialstruktur geprägt. Des 
Weiteren ist er durch seine junge Bevölke-
rungsstruktur und seinen hohen Anteil von 
ca. 66 Prozent Menschen mit Migrationshin-
tergrund geprägt.  
 
Die Unterschiede zwischen den verschie -
denen Stadtteilen des Sozialraums fallen 
besonders beim Anteil der SGB-II-Leis -
tungsbeziehenden auf: „In den Quartieren 
Chorweiler-Nord Geschosswohnen West 
und Chorweiler-Mitte Bezirkszentrum 
betrifft dies jede vierte Einwohnerin bezie -
hungsweise jeden vierten Einwohner. In 
den Reihenhaussiedlungen [in Teilen 
Blumenbergs sowie am nördlichen Rand 
Chorweilers] liegt die Quote hingegen bei 
2 bis 3 Prozent“ (Stadt Köln 2015). Des 
Weiteren ist die Bildungsteilhabe im gesam-
ten Sozialraum Blumenberg/Chorweiler /
Seeberg-Nord geringer als im Mittel der 
Gesamtstadt (Stadt Köln 2015). 
Die Nahversorgungssituation zeichnet 
sich durch die Versorgungszentren in Blu-
menberg und Chorweiler-Mitte zwar als 
quantitativ gut aus, weist jedoch qualita-
tive Mängel auf. Zudem liegt die Kaufkraft 
der Einwohnenden der Stadtteile Seeberg 
und Chorweiler auf den letzten Plätzen 
im Vergleich aller elf Kölner Sozialräume. 
Dies liegt insbesondere an der hohen 
Arbeitslosigkeitsquote.

72

73

74
5. Methodik 
5.2 Die ausgewählten Untersuchungsgebiete
5.2.4 Sozialraum Höhenberg/Vingst 
Der 2006 ernannte Sozialraum der histo-
risch zusammengewachsenen Stadtteile 
Höhenberg/Vingst liegt im rechtsrheini -
schen Kölner Stadtbezirk Kalk und erstreckt 
sich mit 1,86 Quadratkilometern über die 
Siedlungsgebiete des Stadtteils Höhenberg 
(nördlicher Teil des Sozialraums) und Vingst 
(südlicher Teil des Sozialraums) (Stadt Köln 
2015). Das Siedlungsgebiet wird begrenzt 
durch die Autobahn A4 im Süden, die Bun -
desstraße B55a im Norden sowie Grün -
flächen der Merheimer Heide im Westen 
und einen ausgedehnten Rangierbahnhof 
im Osten. Der Sozialraum Höhenberg/
Vingst zählt mit 25.707 Personen (Stand 
31.12.2017) zu den drei personenstärksten 
der elf Sozialräume (Homepage der Stadt 
Köln.) Aufgrund umfangreicher Bautä-
tigkeit ist die Zahl der Einwohnenden in 
den letzten Jahren stetig gestiegen. Das 
Durchschnittsalter der Bevölkerung beträgt 
39,8 Jahre (Stadt Köln 2018). 
Der Sozialraum Höhenberg/Vingst besteht 
vornehmlich aus Wohnhäusern, die in 
Schlichtbauweise in den 1950er- und 
1960er-Jahren errichtet wurden. Im Rah-
men der Durchführung eines Sanierungs -
programms in der Zeit von 1993 bis 2008 
konnten umfangreiche Sanierungs- und 
Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt 
werden, die für das Wohngebiet posi-
tive Veränderungen erzielten. Dennoch 
bestehen in einigen Quartieren weiterhin 
wahrnehmbare städtebauliche Mängel. Die 
Bebauungsstruktur ist eine überwiegend 
geschlossene Bauweise mit Geschoss -
wohnungen. Größtenteils befinden sich die 
Wohnungen im Besitz der GAG Immobilien 
AG. Kleinräumig befindet sich am nördli-
chen und südlichen Ende des Sozialraums 
jeweils eine Einfamilienhausbebauung. 
 
Mit der Olpener Straße in Höhenberg und 
der Ostheimer Straße in Vingst hat der Sozi -
alraum zwei Versorgungszentren, die eine 
gute Nahversorgung ermöglichen. 
Der Sozialraum ist über Stadtbahnlinien gut 
an den öffentlichen Personennahverkehr 
sowie sehr gut an das Autobahnnetz ange -
bunden (Stadt Köln 2015). 
2007 bis 2013 gab es eine rapide Zunahme 
von Einwohnenden mit Migrationshinter-
grund, wodurch sich ein multikulturelles 
Stadtteilbild ergibt. Heute besitzen mehr 
als 50 Prozent der Bewohnerschaft einen 
Migrationshintergrund (Stadt Köln 2015).
Des Weiteren ist der Anteil an alleinerzie -
henden Müttern sowie Familienhaushalten 
im Vergleich zur Gesamtstadt deutlich 
höher. Mit einem überdurchschnittlich 
großen Anteil an Jugendlichen ist der Sozi-
alraum Höhenberg/Vingst ein sehr junger 
Sozialraum (Homepage der Stadt Köln 
Stadt Köln 2015). 
Der Sozialraum weist mit 25 Prozent einen 
sehr hohen Anteil an SGB-II-Leistungs -
beziehenden auf. Dabei gibt es räumliche 
Unterschiede: Besonders hoch ist der Anteil 
der Leistungsbeziehenden im Quartier 
Höhenberg-Süd. Unter den Einwohnenden 
des Sozialraums ist besonders bei den 
Frauen und Menschen ohne deutschen Pass 
eine hohe Arbeitslosenquote zu verzeichnen, 
was zu „einem hohen Anteil an von Armut 
bedrohten Menschen mit fehlenden Mög -
lichkeiten zur Teilhabe“ (Stadt Köln 2015) 
führt. Unter allen elf Kölner Sozialräumen 
hat Höhenberg/Vingst absolut gesehen die 
höchste Anzahl an Langzeitarbeitslosen.

5.3 Erhebung I: Quantitative Befragung selbstständig lebender Menschen im Alter 
75
 
Unter den älteren Menschen ist im Sozial-
raum zunehmende Altersarmut zu verzeich-
nen: 13,5 Prozent beziehen Grundsicherung 
im Alter (im Vergleich dazu 7,6 Prozent in 
gesamt Köln) (Homepage der Stadt Köln; 
Stadt Köln 2015). 
Des Weiteren ist ein konstant hoher 
Jugendquotient zu verzeichnen sowie eine 
geringe Bildungsteilhabe: ein geringer Anteil 
an Gymnasialschüler*innen bei überdurch -
schnittlicher Gesamtschulquote.  
Den Sozialraum Höhenberg/Vingst zeichnet 
eine große Zahl Ehrenamtlicher und sozialer 
Akteure aus. Dazu zählen zahlreiche Bür -
gervereine und die Beratungsangebote von 
Kirchen oder der GAG Immobilien AG.
Im gesamtstädtischen Vergleich weist der 
Sozialraum Höhenberg/Vingst überdurch-
schnittlich viele einkommensschwache 
Haushalte auf.  
Der Sozialraum grenzt an das Naherho -
lungsgebiet Merheimer Heide sowie das 
Naturfreibad Vingst. Er weist im Vergleich 
zur Gesamtstadt wenig Grün- und Freizeit-
flächen auf. Bei den vorhandenen Flächen 
handelt es sich überwiegend um Freizeit- 
und Erholungsflächen wie Parks, Grünan -
lagen und Sportplätze. Die vorhandenen 
Grün- und Freizeitflächen sind durch grüne 
Wegeverbindungen zwar gut vernetzt, es 
ist jedoch eine „Optimierung der Sauberkeit 
und des Sicherheitsempfindens notwendig“. 
(Homepage der Stadt Köln; Stadt Köln 2015).  
5.3 Erhebung I: Quantitative  
Befragung selbstständig  
lebender Menschen im Alter 
Für Erhebung I mit selbstständig leben -
den Menschen im Alter in Köln wurden 
die Stadtteile Nippes und Pesch sowie die 
Sozialräume Blumenberg/Chorweiler/See-
berg-Nord und Höhenberg/Vingst ausge -
wählt. 
Im Vorfeld der Befragung wurden die 
politischen Gremien der Stadt Köln (Aus -
schuss Klima, Umwelt und Grün, zuständige 
Bezirksvertretungen) in Kenntnis gesetzt. 
Wichtig war zudem die Information der 
Öffentlichkeit über Pressemitteilungen und 
einen Artikel in der Tagespresse, um die 
Befragung anzukündigen und Irritationen 
in der Bevölkerung möglichst zu vermeiden. 
Am 19.07.2019 berichtete zum Beispiel der 
Kölner Stadtanzeiger über die Aktion mit 
dem Titel „Stadt befragt Senioren zu Hitze“. 
Auf der Basis einer wissenschaftlichen 
Recherche zu qualitativen und quantita-
tiven Erhebungen im Bereich Hitze und 
ältere Menschen wurden die Erhebungs-
instrumente für Erhebung I erarbeitet. Ein 
Fragebogen wurde entworfen, der die 
Bereiche Hitzewarnung und Information, 
Hitzebelastung im Stadtviertel, Hitzeanpas -
sung, Mobilität, soziale Kontakte / soziales 
Netz, gesundheitliche Auswirkungen von 
Hitze, allgemeine Gesundheit und Fragen zu 
Person und Haushalt abdeckten. Es wurden 
keine personenbezogenen Daten erfragt. 
Dieser Fragebogen wurde mit dem wissen -
schaftlichen Beirat beraten. 
Für Erhebung I wurde ein Pretest mit einer 
Stichprobengröße von sechs Personen 
durchgeführt. Im Anschluss fand nochmals 
eine Anpassung des Fragebogens statt.

76
5. Methodik 
5.3 Erhebung I: Quantitative Befragung selbstständig lebender Menschen im Alter 
Der Fragebogen wurde sowohl als schrift-
licher Fragebogen als auch in digitaler 
Form entwickelt. Es wurden Versionen in 
deutscher, türkischer und russischer Spra-
che erstellt. Zur Sicherung der Überset-
zungsqualität wurden die türkischen und 
russischen Fragebögen unabhängig ins 
Deutsche rückübersetzt. Zur Vorbereitung 
des mehrköpfigen Interview-Teams wurde 
ein mehrstündiger Workshop „Durchfüh-
rung quantitativer Interviews“ entwickelt 
und durchgeführt. Dieser diente sowohl 
der inhaltlichen als auch methodischen 
Vorbereitung und sollte dazu beitragen, eine 
Verzerrung der Ergebnisse durch unter-
schiedliches Verhalten der Interviewenden 
zu reduzieren. 
In Zusammenarbeit mit der Datenschutz-
beauftragten des Universitätsklinikums 
Bonn konnte ein Datenschutzkonzept zum 
Schutz der Daten der Befragten erstellt 
und verschiedene Dokumente, die den 
Befragten zu Beginn der Befragung vor-
gelegt werden sollten, entwickelt werden: 
ein Informationsschreiben zur Aufklärung 
über den Datenschutz und den Ablauf des 
Projekts sowie eine Einwilligungserklä-
rung. Ein Ethikantrag für die Durchführung 
epidemiologischer Studien wurde bei der 
Ethikkommission des Universitätsklinikums 
Bonn eingereicht, dem nach geringfügigen 
Änderungen stattgegeben werden konnte. 
Auf Basis der Daten aus dem Melderegister 
(Name, Geburtsdatum und Adresse aller 
gemeldeten Personen im Alter von 65 Jah -
ren oder älter) wurde die Grundgesamtheit 
und Stichprobengröße nach Kriterien der 
repräsentativen Stichprobenbestimmung 
berechnet. Pro Stadtteil bzw. Sozialraum 
sollte eine Stichprobengröße von 69 Perso -
nen erreicht werden.  
Ausgehend von einer erwarteten Rücklauf-
quote von etwa 10 Prozent wurden persön-
liche Anschreiben an 690 Personen im Alter 
65+ je ausgewähltem Untersuchungsgebiet 
verschickt. Auf diese Weise wurde über 
das Projekt und über die interviewenden 
Personen informiert und um die Teilnahme 
an der persönlichen Befragung innerhalb 
der nächsten Wochen gebeten. Die abgebil-
deten Interviewenden (siehe Fotos) verein-
fachten den Zugang für die Menschen 65+, 
da sie Sicherheit über die Legitimation der 
interviewenden Personen lieferten (Anhang 
A2, Anschreiben an die Bevölkerung). Die 
Erhebung wurde von Anfang August 2019 
bis Anfang Oktober 2019 durch Mitarbei -
tende des Universitätsklinikums Bonn und 
des Umwelt- und Verbraucherschutzsamtes 
der Stadt Köln durchgeführt. Insgesamt 
wurden 255 Interviews in Haushalten der 
Befragten durchgeführt und die Antworten 
direkt digital (mithilfe von Tablets) erfasst. 
Folgende Daten wurden erhoben: 
•  Selbst bewerteter Gesundheitszustand
•  LUCAS-Funktionsindex, der die funktionale 
Kompetenz anhand körperlicher und sozi-
al-teilhabender Merkmale erfasst
•  Erhalt und Informationen zu 
Hitzewarnungen
•  Subjektive Wahrnehmung heißer Tage und 
Hitzewellen
•  Ärztliche Beratung zu Hitze und ihren 
Auswirkungen
•  Gewissheit über vulnerable Gruppen
•  Wünsche an die Stadt Köln
•  Zur Situation während Hitzewellen: 
 •  Subjektiv wahrgenommene 
Gesundheitssymptome
 •  Ergriffene Schutzmaßnahmen
 •  Erhaltene Unterstützung und Hilfe
 •  Trink- und Essverhalten
 •   Soziale Kontakte und Aktivitäten

5.4 Erhebung II: Quantitative Befragung von Pflegeeinrichtungen
77
Die Erhebung erfasste zudem Angaben zum 
verfügbaren Einkommen (nach Klassen), zur 
Schulbildung und Ausbildung, zu Beruf und 
Wohnsituation. 
Insgesamt 258 Personen 65+ aus den bei-
den Kölner Stadtteilen Pesch und Nippes 
und den beiden Sozialräumen Blumenberg/
Chorweiler/Seeberg-Nord sowie Höhen-
berg/Vingst nahmen an der Erhebung teil 
(Teilnahmequote: 15 %).
5.4 Erhebung II: Quantitative  
Befragung von Pflegeeinrichtungen
Für Erhebung II in Betreuungseinrichtungen 
für ältere Menschen wurde eine quantitative 
Befragung aller 130 Einrichtungen ausge -
wählt. Die jeweiligen Ansprechpersonen 
wurden im Vorfeld angeschrieben und um 
eine Teilnahme gebeten.  
Für die Befragung der Fachkräfte der Lei-
tungsebene der Betreuungseinrichtungen 
für Menschen im Alter in Köln wurde ein 
Datenschutzkonzept erstellt und abge-
stimmt. Der Fragebogen wurde nach 
humangeografischen und gesundheits -
wissenschaftlichen Forschungsmethoden 
erarbeitet und mit dem wissenschaftlichen 
Beirat abgestimmt.  
 
Der Fragebogen beinhaltete die Themen -
blöcke „Hitzewarnung und Information“, 
„Hitzebelastung und bauliche Gegeben -
heiten“, „Hitzeanpassung“, „Medikamente/
Medizinisch zu beachtende Maßnahmen“ 
und „Allgemeines zur Einrichtung“. Es 
wurden keine personenbezogenen Daten 
erhoben. 
Zudem wurden die Inhalte und die geplante 
Art der Durchführung der Interviews mit 
Mitarbeitenden des Amtes für Soziales, 
Arbeit und Senioren (Heimaufsicht) sowie 
Mitarbeitenden des Gesundheitsamts der 
Stadt Köln beraten.  
Eine Liste aller Kölner Betreuungseinrich-
tungen für Menschen im Alter sowie deren 
Träger stellte das Gesundheitsamt der Stadt 
Köln zur Verfügung. Die Träger der Einrich-
tungen erhielten ein Informationsschreiben 
mit der Beschreibung des Projekts, der 
Ankündigung der geplanten Befragung 
sowie der Bitte um Unterstützung. 
Als Hemmnisse und Störfaktoren konnten 
die allgemein hohe Arbeitsbelastung und in 
den Betreuungseinrichtungen für Menschen 
im Alter festgestellt werden. 
Die Erhebung in den Betreuungseinrichtun-
gen für Menschen im Alter erfolgte mithilfe 
von Fragebögen, die an insgesamt 130 Ein-
richtungen in Köln versendet wurden. Es 
handelte sich damit um eine Vollerhebung, 
die sich bei kleinen Grundgesamtheiten gut 
durchführen lässt. Ein frankierter und adres -
sierter Rückumschlag wurde beigelegt. Der 
Fragebogen enthielt sowohl quantitative als 
auch qualitative Elemente und richtete sich 
an die Leitung bzw. die stellvertretende Lei-
tung der Einrichtungen.

78
5. Methodik 
5.5 Erweiterte Vulnerabilitätsanalyse zur Erreichbarkeit von Grünflächen in Köln (Distanzanalyse)
 
Auf die schriftliche Anfrage zur Teilnahme 
an der Befragung meldeten sich 32 Einrich-
tungen mit einem ausgefüllten Fragebogen 
zurück (Teilnahmequote: 25 %). 16 dieser 
32 Einrichtungen sendeten zusätzlich Hand-
reichungen für ihr Personal zum Verhalten 
in Hitzeperioden zu. Die teilnehmenden 
Einrichtungen waren überwiegend voll-
stationäre Pflegeeinrichtungen und zu 
geringeren Anteilen Mischeinrichtungen 
aus vollstationärer und Kurzzeitpflege sowie 
vollstationärer Pflege kombiniert mit betreu-
tem Wohnen und Tagespflege. Die Träger 
der Einrichtungen sind Wohlfahrtsverbände, 
öffentliche, private oder kirchliche Träger.  
Folgende Daten wurden erhoben: 
•  Erhalt und Informationen zu 
Hitzewarnungen
•  Kommunikation zu Hitzewarnungen im 
Team
•  Handlungspläne und Dokumentationen für 
heiße Tage
•  Informationen und Fortbildungen zum 
Thema Hitze
•  Hitzebelastung, bauliche Gegebenheiten 
und Grünflächen
•  Anpassung bei Hitzewellen:
 •  Kühlung von Innenräumen
 •  Anpassung des Trinkverhaltens und des 
Speiseangebots
 •  Kleidung bzw. Wäsche
 •  Kühlende Waschungen
 •  Erhöhung des Personalschlüssels
•  Sonstiges:
 •  Medikamentenanpassung und andere 
medizinische Maßnahmen
 •   Anteil bettlägeriger Personen in den 
Einrichtungen
 •  Fragen, Anregungen oder Wünsche der 
Einrichtungen
5.5 Erweiterte Vulnerabilitätsanalyse zur 
Erreichbarkeit von Grünflächen in Köln 
(Distanzanalyse)
Grundlage war eine Analyse von Daten mit-
hilfe der Geoinformationssoftware ArcMap 
(Version 10.6.1). Die Auswertung wurde auf 
der Basis der 570 Statistischen Quartiere 
sowie der Bevölkerungsdaten (Stichtag: 
31.12.2020) der Stadt Köln vorgenommen. 
Zur Bewertung der Hitzebelastung diente 
die Planungshinweiskarte Hitze (LANUV 
2013). Zur Beurteilung der Erreichbarkeit 
von Grünflächen wurde eine Geoinforma-
tionssystem (GIS)-basierte Analyse in der 
Software Esri ArcGIS Pro durchgeführt. 
Datengrundlage hierfür war der adressba -
sierte Bevölkerungsdatensatz der Stadt 
Köln (Stichtag: 31.12.2020) und ein im 
Folgenden beschriebener Datensatz zu 
Grünflächeneingängen. Weiterhin wurde 
zur Bewertung der Hitzebelastung die Pla -
nungshinweiskarte Hitze (LANUV 2013) 
herangezogen. 
Im Rahmen der Auswertung wurden Men -
schen im Alter betrachtet. Aufgrund des 
eingeschränkten Bewegungsradius von 
Menschen 65+ zählt die Erreichbarkeit 
von kühlen Orten und von medizinischer 
Versorgung („Stadt der 15 Minuten“) zu 
den wesentlichen Indikatoren für eine gute 
Aufenthaltsqualität bei Hitzeereignissen. 
Als Grundlage der Auswertung wurde die 
Verteilung der relevanten Personengruppe 
65+ in verschiedenen Altersklassen in den 
Statistischen Quartieren ermittelt.  
Die vorliegende Auswertung soll zunächst 
die Frage beantworten, welche Wegstre-
cken Menschen über 65 Jahren von ihrem 
Wohnort zu Fuß zur nächsten Grünfläche 
zurücklegen müssen.

5.5 Erweiterte Vulnerabilitätsanalyse zur Erreichbarkeit von Grünflächen in Köln (Distanzanalyse)
79
Die Qualität der Grünfläche wurde dabei 
nicht betrachtet. Aus datenschutzrechtli-
chen Gründen wurden die Analysen in der 
Abteilung Statistik und Informationsma-
nagement durchgeführt (Amt für Stadtent-
wicklung und Statistik).  
Zur Berechnung der Wegstrecken wurde 
eine Netzwerkanalyse mittels des Geopro -
zessierung-Tools ‚Start-Ziel-Kostenmatrix 
erstellen‘ durchgeführt. 
Der Algorithmus berechnet für 
jeden Startpunkt in einem Daten -
satz (Wohnadresse einer Person 
65+) die Wegstrecke entlang 
eines Netzwerks zum nächst-
gelegenen Zielpunkt in einem 
anderen Datensatz (Zugang 
Grünfläche). Zur Identifikation 
der Zielpunkte wurden eine Luftbildaus -
wertung durchgeführt und die Zugänge zu 
Grünflächen als Punktdaten digitalisiert. Als 
Startpunkte wurde der gesamte adress -
basierte Bevölkerungsdatensatz nach 
vier Altersklassen gefiltert (65–69, 70–74, 
75–79, 80 Jahre und älter) und jeweils ein 
Datensatz mit Startpunkten erstellt. Der 
benötigte Netzwerk-Datensatz wurde aus 
dem OpenStreetMap-Wegenetz für Köln 
generiert. 
Aufgrund des eingeschränkten 
Bewegungs radius von  
Menschen 65+ zählt die Er reich-
barkeit von kühlen Orten und 
von medizinischer Versorgung 
(„Stadt der 15 Minuten“) zu den 
wesentlichen Indikatoren für 
eine gute Aufenthaltsqualität  
bei Hitzeereignissen.

80
5. Methodik 
5.5 Erweiterte Vulnerabilitätsanalyse zur Erreichbarkeit von Grünflächen in Köln (Distanzanalyse)
In Abbildung 5.2 ist da s Prinzip der Analyse beispielhaft dargestellt. 
Adressen mit Personen in einer Altersklasse bilden die Startpunkte 
(rote Kreise), die als Punkte digitalisierten Eingänge zu Grünflächen 
sind die Zielpunkte (rote Quadrate). Der Algorithmus berechnet für 
jede Adresse die Strecke zur nächstgelegenen Grünfläche entlang 
des Wegenetzes (kontinuierliche blaue Linien). Die Zuordnung einer 
Adresse zu einer Grünfläche wird über die Luftlinie (gestrichelte rote 
Linie) angezeigt.
 
Für den gesamtstädtischen Vergleich wurden für die adressbasier -
ten Ergebnisse die Kennzahlen Mittelwert, Median, Minimum, Maxi -
mum und Standardabweichung auf drei Ebenen der kommunalen 
Gebietsgliederung (Stadtbezirk, Stadtteil, Statistisches Quartier) 
bestimmt. In der Auswertung wurden die Statistischen Quartiere 
und der Median-Wert betrachtet. Zur Bewertung der Betroffenheit 
der Zielgruppe von Hitze wurden die Ergebnisse der Studie Klima -
wandelgerechte Metropole Köln (LANUV 2013) herangezogen. Hier-
bei waren die fünf Klassen der Planungshinweiskarte Hitze (siehe 
Kap. 3) maßgeblich. 
Abb. 5.2: Bestimmung der Distanz zwischen der Wohnadresse von  
Menschen 65+ und dem nächstgelegenen Zugang zu einem öffentlichen Park.  
Quelle: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik

81

82
5. Methodik 
5.6 Identifikation von lokalen und kommunalen Akteur*innen
5.6 Identifikation von lokalen und  
kommunalen Akteur*innen
Der Austausch und die Zusammenarbeit mit 
lokalen und kommunalen Akteur*innen bzw. 
Institutionen sind für die erfolgreiche Aus -
arbeitung eines Hitzeaktionsplans entschei -
dend. Für die Bildung eines Netzwerkes 
wurden potenzielle Akteur*innen anhand 
ihrer Rollen bzw. Aufgaben und des Bezugs 
zum Thema Hitze und Gesundheit identi -
fiziert und ausgewählt.  
Neben verschiedenen Fachämtern der 
Stadtverwaltung und kommunalen Unter-
nehmen sind Akteur*innen aus Wissen -
schaft, Gesundheitswesen, Politik sowie 
umwelt- und gesundheits bezogenen 
Landes- und Bundesbehörden für eine 
ressortüber greifende Zusammenarbeit zu 
einem Hitzeaktionsplan wichtig.  
Je nach Zielgruppe ist es von hoher Bedeu-
tung, auch spezifische lokale Netzwerke und 
Vereine miteinzubeziehen. So zählten für  
das Projekt „HAP-Köln“ insbesondere die 
Akteur*innen aus dem Senioren- und Sozial-
bereich zu den wichtigen lokalen Unter-
stützenden.  
 
Da alleinstehende ältere Personen häufig 
schwierig zu erreichen sind, spielen zudem 
informelle Nachbarschaftshilfen, Ehrenamt-
liche, Kirchgemeinden und Hausärzt*innen 
eine wichtige Rolle. 
 
Für die Erarbeitung eines Hitzeaktionsplans 
für Menschen im Alter sind zusammenfas -
send Akteur*innen aus folgenden Aufgaben -
feldern in unterschiedlicher Tiefe förderlich:
•  Stadtverwaltung
•  Kommunale Unternehmen
•  Wissenschaft
•  Landes-, Bundesbehörden
•  Gesundheitswesen
•  Pflegeeinrichtungen
•  Zivilgesellschaft, informelle Netzwerke
•  Politik
•  Verbraucherschutz
•  Privatunternehmen 
Die verschiedenen Handlungsschwerpunkte 
und Interessenlagen sind komplex und  
für eine zielgerichtete Zusammenarbeit her-
ausfordernd. Daher setzt ein Hitzeaktions -
plan in einer Großstadt wie Köln von Anfang 
an eine kooperative und zukunftsorientierte 
Zusammenarbeit voraus. 
 
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der 
Akteur*innen sowie die Auseinandersetzung 
mit möglichen Konfliktpunkten stehen auch 
im Mittelpunkt von Empfehlungen der Bun-
deszentrale für gesundheitliche Aufklärung 
zur Thematik Hitze und Hitzeschutz:
www.klima-mensch-gesundheit.de/  
hitzeschutz/kommunen/

5.7 Trisektorale und interkommunale Vernetzungen 
83
5.7 Trisektorale und  
interkommunale Vernetzungen 
Das Ziel eines Hitzeaktionsplans ist der 
Schutz der Bevölkerung vor den gesund-
heitsschädlichen Auswirkungen von Hitze. 
Die Herausforderung liegt in der Vielschich -
tigkeit der notwendigen Anpassungsmaß -
nahmen, die sowohl verschiedene Elemente 
(u. a. Information und Kommunikation, Vor-
bereitung der Gesundheitssysteme, Stadt-
planung und Bauwesen) als auch zeitliche 
Dimensionen (während der Hitzeperiode, 
Vorbereitung vor dem Sommer, langfristige 
Planung) enthalten. 
Die Beteiligung von Akteur*innen aus ver-
schiedenen Bereichen (siehe Kap. 5.6) sowie 
die Vernetzung auf allen Ebenen spielt eine 
wichtige Rolle, da vielfältige Kenntnisse, 
Erfahrungen und Tätigkeitsfelder ausge-
tauscht, aber auch unterschiedliche Rah -
menbedingungen und Erwartungen erkannt 
und einbezogen werden müssen. 
 
Nur in einer transparenten und konsensua -
len Kooperation kann die Erstellung eines  
Hitzeaktionsplans gelingen.  
 
Für diese komplexe Aufgabe ist sowohl eine 
trisektorale als auch interkommunale Ver-
netzung Voraussetzung. 
 
Als trisektorale Vernetzung versteht man 
grundsätzlich die Zusammenarbeit von 
Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. 
Dabei geht es um die Einbindung möglichst 
unterschiedlicher, vorzugsweise lokaler 
Akteur*innen, die gesellschaftliche Heraus -
forderungen, wie die Hitzeanpassung, aus 
verschiedenen Perspektiven betrachten 
und sich zu einer gemeinsamen Herange -
hensweise sowie Problemlösung zusam-
menschließen. Wichtig dabei ist der regel-
mäßige Austausch, um Maßnahmen, hier 
zur Minderung gesundheitlicher Folgen bei 
Hitzeereignissen, erfolgreich entwickeln und 
umsetzen zu können. 
Die Beteiligung von Akteur*innen  
aus verschiedenen Bereichen sowie  
die Vernetzung auf allen Ebenen  
spielt eine wichtige Rolle, da vielfältige 
Kenntnisse, Erfahrungen und Tätig-
keitsfelder ausgetauscht, aber auch 
unterschiedliche Rahmenbedingungen 
und Erwartungen erkannt und einbe -
zogen werden müssen.

84
5. Methodik 
5.7 Trisektorale und interkommunale Vernetzungen 
Im Projekt „HAP-Köln“ vernetzten sich die 
Sektoren Kommune, Gesundheitswesen 
und Zivilgesellschaft. Das Ziel der trisek -
toralen Vernetzung ist die Bildung einer 
gemeinsamen Arbeitsplattform, die aus  
drei Schwerpunkten besteht: Zunächst  
gilt es, Multiplikator*innen zu identifizieren, 
miteinzubeziehen und zum Thema Hitze und 
Gesundheit zu sensibilisieren, damit diese 
das Wissen an die Zielgruppe weitertragen 
können.  
 
Dann ist die Rückkopplung der Akteur*in -
nen von Bedeutung. Dadurch können 
bereits bestehende, noch nicht allen 
bekannte Maßnahmen aufgegriffen, Lücken 
analysiert und ein angepasster Handlungs -
bedarf ausgearbeitet werden. Ein dritter 
wichtiger Aspekt der trisektoralen Vernet-
zung ist der Austausch der verschiedenen 
Akteursgruppen untereinander, um Erfah-
rungen aus der Praxis weiterzutragen, neue 
Ideen aufzugreifen und diese in die eigene 
Arbeit zu integrieren. 
Schon zu Beginn des Projekts wurden alle 
Beteiligten im Rahmen des Kick-off-Mee-
tings zusammengeführt, mit dem Ziel, erste 
Informationen auszutauschen und den 
Kenntnisstand zum Thema Klimawandel 
mit den Auswirkungen von Hitze auf die 
Gesundheit anzugleichen. Hierauf aufbau-
end wurde das gemeinsame Ziel definiert, 
in Bezug auf die vulnerable Gruppe der 
Menschen im Alter, einen Hitzeaktionsplan 
aufzubauen. Das erste Vernetzungstreffen 
(Kick-off-Meeting) fand im Frühjahr 2019 
als gemeinsamer Fachworkshop im Kölner 
Stadthaus statt. Es nahmen insgesamt 
37 Personen teil. 
Die Gruppe setzte sich aus Akteur*innen 
aus anderen Städten wie Bonn und Düs -
seldorf, aus dem Gesundheitswesen, wie 
Ärzt*innen und Pflegekräfte, aus Ämtern der 
Stadt Köln, wie dem Amt für Landschafts -
pflege und Grünflächen und dem Amt für 
Feuerschutz, Rettungsdienst und Bevölke -
rungsschutz sowie aus Wissenschaft und 
Forschung, wie RWTH Aachen, zusammen.  
Eine weitere Einbindung der fach- und 
handlungskompetenten Akteur*innen fand 
im Frühjahr 2021 im Rahmen von drei kon-
sekutiven Akteursworkshops statt, in denen 
in einem intensiven fachlichen Austausch 
verschiedene Inhalte erarbeitet wurden. Die 
zunächst geplanten Präsenzveranstaltun -
gen wurden aufgrund der Covid-19-Pan-
demie als Videokonferenzen organisiert. 
Der Vorteil einer Online-Veranstaltung 
ist insbesondere die größere Flexibilität 
der Teilnehmenden, die sonst eine weitere 
zudem klimabelastende Anreise hätten 
durchführen müssen. Allerdings bieten Prä-
senz-Veranstaltungen eher die Möglichkeit 
eines intensiven persönlichen Austauschs 
und Kennenlernens. 
An den Akteursworkshops nahmen jeweils 
etwa 20 Personen aus den Bereichen 
Stadtverwaltung Köln, Stadtwerke Köln, Wis-
senschaft, ärztlicher Dienst, Pflegedienste, 
Seniorenvertretung, Sozialraumkoordination 
und zivilgesellschaftliche Netzwerke teil. 
Gemeinsam wurden bereits existierende 
Prozesse sowie nützliche Informationen und 
Adressen erfasst, die zur Erstellung eines 
Hitzeeinsatzplans für die Stadt Köln und 
für die geplante Broschüre „Hitzeknigge“ 
bedeutsam sein könnten.

5.7 Trisektorale und interkommunale Vernetzungen 
85
Es wurde analysiert, wie Maßnahmen zur 
Hitzeprävention umgesetzt und in die tägli -
che Arbeit integriert werden können. 
Als gezielte Möglichkeit der lokalen Vernet-
zung insbesondere mit Akteur*innen aus 
dem Bereich der Seniorenarbeit in Köln 
bot sich das zentrale Informations-, Aus-
tausch- und Vernetzungsgremium „Runder 
Tisch Seniorenarbeit“ an. In jedem Stadt -
bezirk finden vierteljährlich Treffen für die 
Seniorenarbeit statt. Diese werden von der 
Seniorenkoordination als Geschäftsführung 
moderiert und durchgeführt. Die im Bereich 
der Versorgungs- und Teilhabestrukturen 
für ältere Menschen tätigen Akteur*innen 
des Runden Tisches informieren sich über 
bestehende Angebote im Bezirk und nut-
zen den Runden Tisch zur Kooperation und 
Kontaktpflege mit allen im Bezirk tätigen 
Haupt- und Ehrenamtlichen im Bereich der 
Seniorenarbeit. Im Frühjahr/Sommer 2021 
und 2022 wurde das Projektteam zu diesen 
Vernetzungstreffen eingeladen, um Pro-
jektinhalte vorzustellen und das erarbeitete 
Informationsmaterial an die Akteur*innen 
weiterzugeben. 
Neben der trisektoralen, intrakommunalen 
ist auch die interkommunale Vernetzung für 
das Erarbeiten eines Hitzeaktionsplans von 
hoher Bedeutung. Die Erfahrungen anderer 
Kommunen mit vergleichbaren Problemla-
gen können im Sinne von Lessons Learned 
in die eigene Arbeit integriert und neue 
Impulse für weitere Maßnahmen aufgenom-
men werden. Vor diesem Hintergrund wurde 
durch das Projekt der „Städtedialog Hitze -
anpassung“ ins Leben gerufen. 
Das Format diente dem kontinuierlichen 
Austausch der interessierten Kommunen, 
die sich mit dem Thema Klimawandelan -
passung im Allgemeinen und der Hitzeprä -
vention im Besonderen auseinandersetzen. 
Ziel ist es, voneinander zu lernen, sich über 
Chancen und Hemmnisse auszutauschen 
und eine bundesweite Vernetzung zu  
schaffen. 
Während der Projektlaufzeit konnten zwei 
interkommunale Vernetzungstreffen gestal-
tet werden (s. auch Kap. 6.5). Hierfür wurden 
Umwelt- und Gesundheitsämter mehrerer 
Städte, die sich bereits mit dem Thema 
befassten, zu einem Austausch eingeladen. 
Im September 2020 fand mit 5 deutschen 
Kommunen das erste und im September 
2021 mit 19 Kommunen das zweite virtu-
elle Vernetzungstreffen statt. Aufgrund der 
großen Zahl der Teilnehmenden wurde das 
Projektteam beim zweiten interkommunalen 
Vernetzungstreffen von einer Moderations-
agentur bei der Organisation, Moderation 
und Dokumentation unterstützt. 
Als letztes Vernetzungstreffen im Rah -
men des Projekts fand im Mai 2022 die 
Abschlussveranstaltung statt. Eingeladen 
waren Personen, die sich sowohl lokal als 
auch bundesweit am Projekt beteiligt hat-
ten. Die Hybridveranstaltung (Präsenz- und 
Onlineteilnahme per Livestream) wurde 
dazu genutzt, alle erarbeiteten Projektfort -
schritte vorzustellen und Möglichkeiten der 
Verstetigung aufzuzeigen. Die Hybridveran-
staltung ermöglichte es Interessierten, auch 
ohne zeitaufwendige Anreise an der Veran-
staltung teilzunehmen.

6. Ergebnisse

88
6. Ergebnisse 
6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
6.1 Erfahrungen selbstständig leben -
der Menschen im Alter mit Hitze und 
Hitzewellen
6.1.1 Demografische und sozio  -
ökonomische Charakterisierung  
der Stichprobe
An der Befragung selbstständig lebender 
Menschen 65+ nahmen insgesamt 258 Ein-
wohnende aus je zwei Kölner Stadtteilen 
und Sozialräumen teil. Die Teilnehmenden 
wohnen zu gleichen Anteilen in den Stadt-
teilen Pesch (69; 26,7 %) und Nippes (69; 
26,7 %) und zu nahezu gleichen Anteilen 
in den Sozialräumen Blumenberg, Chor-
weiler und Seeberg-Nord (59; 22,9 %) 
sowie Höhenberg und Vingst (61; 23,6 %). 
Unter den Teilnehmenden sind Männer 
und Frauen zu nahezu gleichen Anteilen 
vertreten (weiblich: 131 / 50,8 %; männlich: 
127 / 49,2 %).  
Die Befragten sind zwischen 65 und 93 Jah-
ren alt. Hinsichtlich der Altersgruppen sind 
über die Hälfte der Befragten zwischen 
65 und 74 Jahren (142; 55 %) und über ein 
Drittel zwischen 75 und 84 Jahren alt (95; 
36,8 %). Gut 8 Prozent der Befragten sind 
85 Jahre oder älter (21; 8,1 %) (Abb. 6.1). 
  
Hinsichtlich des monatlichen verfügbaren 
Einkommens gaben nur wenige Befragte 
an, in ihrem Haushalt über weniger als 500 
Euro (6; 2,3 %) oder zwischen 500 und 
1.000 Euro (10; 3,9 %) zu verfügen. Etwa 
ein Drittel der Befragten gab ein Einkom -
men zwischen 1.000 und 2.000 Euro an 
(72; 27,9 %), ein Fünftel zwischen 2.000 
und 3.000 Euro (48; 18,6 %). Ein weiteres 
knappes Viertel verfügt über 3.000 Euro 
oder mehr (60; 24 %). Keine Angabe über 
ihr Einkommen wollten etwa 23 Prozent der 
Befragten machen. 
 
In Bezug auf die Bildung nannten 106 Per-
sonen (43,3 %) den Haupt-/Volksschulab-
schluss als ihren höchsten Bildungsab -
schluss. Mehr als jede dritte Person schloss 
die Schule mit Abitur ab (91; 37,1 %). 41 der 
Befragten (16,7 %) gaben einen Realschul-
abschluss an. Wenige (3; 1,2 %) nannten 
die Hauswirtschaftsschule als höchsten 
Schulabschluss.
Eine berufliche Ausbildung schlossen etwa 
zwei Drittel der befragten Personen ab 
(162; 64,3 %). Eine akademische Ausbildung 
absolvierte ein Viertel der Teilnehmenden 
(26,6 %). Jede zehnte Person gab an, keine 
Ausbildung abgeschlossen zu haben (26; 
10,3 %). 
Als ihre hauptsächliche (früher) ausge-
führte Tätigkeit nannte knapp die Hälfte der 
Befragten (114; 44,2 %) sonstige Angestellte 
oder Beamt*in, ein Viertel (62; 24,2 %) lei-
tende*r Angestellte oder Beamt*in. Jede*r 
Zehnte (30; 11,6 %) gab eine Tätigkeit als 
Fachkraft oder im Handwerk, eine selbst -
ständige Tätigkeit oder einen freien Beruf an 
(21; 8,2 %). Sieben Personen (2,7 %) gaben 
Hausfrau/-mann an. 
Fast alle Teilnehmenden gaben an, aktuell 
Rente zu beziehen (253; 98,1 %) und 5 Pro-
zent (13), gehen noch einer Erwerbstätigkeit 
nach.
 
Mehr als ein Drittel der Befragten gab an, 
allein zu leben (95; 36,8 %). Über die Hälfte 
lebt mit einer weiteren Person bzw. der*dem  
festen Partner*in zusammen (150; 58,4 %); 
12 Personen leben mit mehreren anderen 
Personen in einem Haushalt (4,7 %).

Geschlecht nach Altersgruppe
6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
89
Abb. 6.1: Alters- und Geschlechtsverteilung der Stichprobe.  
Quelle: eigene Erhebung 2019
Abb. 6.2: Monatlich verfügbares Einkommen der befragten Menschen 65+.  
Quelle: eigene Erhebung 2019
Abb. 6.3: Höchster Schulabschluss der befragten Menschen 65+.  
Quelle: eigene Erhebung 2019
11
39
81
10
5661
%
%
20
10
0
0
65–75 Jahre
< 500 €
Hauptschule, 
Volksschule
Realschule Abitur Hauswirtschaft Kein  
Abschluss
500 bis 
< 1.000€
1.000 bis 
< 2.000€
2.000 bis 
< 3.000€
> 3.000€ Keine 
Angaben
75–84 Jahre über 84 Jahre
 Frauen
 Männer
n=245
Einkommensklasse
Schulabschlüsse
30
50
40
30
20
10
n=285
n=258

90
6. Ergebnisse 
6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
Abb. 6.4: Frühere berufliche Tätigkeit der Menschen 65+.  
Quelle: eigene Erhebung 2019
45,6 %
8,4 %
6,4 %
2,8 %
24,8 %
12,0 %
 Angestellte oder Beamt/innen  
 Leitende Angestellte oder Beamt/innen  
 Facharbeiter/innen oder Handwerker/innen  
 Selbstständige oder freie Berufe  
 Sonstige Arbeiter/innen oder Hilfskräfte  
 Hausfrau/Hausmann
n=250

6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
91
Zwei Drittel der Teilnehmenden bewohnen 
ein Haus (170; 65,9 %), die anderen Teilneh-
menden (88; 34,1 %) eine Wohnung. Die  
durchschnittliche Wohnungsgröße liegt im 
Stadtteil Pesch bei 113,9 m²; im Stadtteil 
Nippes bei 88,9 m²; im Sozialraum Blumen-
berg/Chorweiler/Seeberg-Nord bei 92,1 m², 
im Sozialraum Höhenberg/Vingst bei 73 m².
Pro Person liegt die Wohnfläche bei 
durchschnittlich 68 m² in Nippes, 67 m² 
in Pesch, 59 m² in Höhenberg und Vingst 
sowie 56 m² in Blumenberg, Chorweiler 
und Seeberg-Nord.
Abb. 6.5: Mittlere Wohnungsgrößen der befragten Menschen 65+.  
Quelle: eigene Erhebung 2019
Abb. 6.6: Mittlere Wohnfläche pro Person der befragten Menschen 65+.  
Quelle: eigene Erhebung 2019
113,9 m2
92,1  m2 88,9 m2 73,0 m2
Pesch Sozialraum: Blumenberg,  
Chorweiler, Seeberg-Nord
≤ 40 m² > 40 bis 60 m² > 60 bis 80 m² > 80 bis 100 m² > 100 m²
Nippes Sozialraum: 
Höhenberg, Vingst
Wohnungsgrößen
Wohnfläche pro Person
%
0
40
30
20
10
n=251
n=250

92
6. Ergebnisse 
6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
6.1.2 Gesundheit
Der selbst bewertete Gesundheitszustand der Befragten ist über -
wiegend gut (106; 41,9 %) bzw. mittelmäßig (97; 38,3 %). Etwa je ein 
Fünftel kategorisieren den Gesundheitszustand als sehr gut bzw. 
schlecht ein. Nur sieben Personen schätzen ihre Gesundheit als 
sehr schlecht ein. Die befragten Frauen schätzen ihre Gesundheit 
seltener als die Männer als sehr gut oder gut ein.
Subjektive Gesundheit nach Geschlecht
Der LUCAS-Funktionsindex, der die funktionale Kompetenz der 
befragten Personen anhand körperlicher und sozial-teilhabender 
Merkmale misst, zeigt ein ähnliches Bild. Dabei geben die Befrag -
ten Auskunft über Gewichtsverlust innerhalb der letzten sechs 
Monate sowie eine Verschlechterung hinsichtlich der Fähigkeit 
und Weise, einen Kilometer zu Fuß zurückzulegen, Treppen zu 
steigen oder in ein Auto einzusteigen.  
 
Darüber hinaus beantworten sie die Fragen danach, ob und wie 
viel Sport sie treiben, ob sie einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach -
gehen, ob sie gefallen sind oder dies befürchten. Der aus diesen 
Merkmalen gebildete Funktionsindex gibt einen Anhaltspunkt 
über das komplexe Phänomen der gesundheitlichen und sozialen 
Situation.
Abb. 6.7: Subjektiver Gesundheitszustand der befragten Menschen 65+.  
Quelle: eigene Erhebung 2019
Sehr gut Gut Mittelmäßig Schlecht Sehr schlecht
 Frauen
 Männer
7,8 %
37,2 % 41,9 %
9,3 %
3,9 %
8,1 %
46,8 %
34,7 %
8,9 %
1,6 %
n=253

6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
93
Der überwiegende Teil der Befragten gehört 
zur Gruppe der Robusten, die viele Reser-
ven und keine oder nur wenige Risiken 
haben. Jeweils etwa 10 Prozent gehören 
den Postrobusten mit vielen Reserven und 
einigen Risiken, den Prä-Gebrechlichen 
(PreFrail) mit wenigen Reserven und weni-
gen Risiken und den Gebrechlichen (Frail) 
mit wenigen Reserven und vielen Risiken an.
Ein Blick auf die BMI-Klassen nach WHO 
zeigt, dass viele Befragte Normalgewicht 
oder leichtes Übergewicht (Prä-Adipositas) 
angaben. 
 
LUCAS-Funktionsindex
BMI-Klassen nach Geschlecht
Robust
starkes  
Untergewicht
leichtes  
Untergewicht
Normalgewicht Präadipositas Adipositas  
Grad I
Adipositas  
Grad II
Adipositas  
Grad III
PostRobust PreFrail Frail
71 %
13 % 9 % 8 %
Abb. 6.9: Body-Mass-Index der befragten Menschen 65+.  
Quelle: eigene Erhebung 2019
Abb. 6.8: Funktionale Kompetenz der befragten Menschen 65+.  
Quelle: eigene Erhebung 2019
 Frauen
 Männer
0 % 0 %
43,6 %
34,2 %
14,5 %
6,8 %
 0,9 % 0,9 %  0,9 %
35,9 %
43,6 %
12,8 %
5,1 %
 0,9 %
n=226
n=238

94
6. Ergebnisse 
6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
6.1.3 Hitzewarnungen und Information
Im Jahr 2019 haben 84,3 Prozent der 
Befragten Hitzewarnungen empfangen.  
Die Medien oder Informationswege, über  
die Hitzewarnungen empfangen wurden, 
waren deutlich an erster Stelle:   
das Fernsehen ...................... 41,1 %   
gefolgt von Radio ................... 19,3 %   
Zeitungen ........................... 19,1 %   
Webseiten  .......................... 11,5 %   
Apps  ................................ 6,6 %  
In wenigen Fällen kam die Meldung über:   
Freunde oder Bekannte............... 1,4 %   
andere Quellen .......................  0,5 %   
sowie per E-Mail...................... 0,2 %  
Bei dieser Frage waren Mehrfach  nennungen möglich.

6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
95
Die häufigsten Zeitungen, denen Hitzewar-
nungen entnommen wurden, waren der 
Kölner Stadtanzeiger (53; 20,5 %) sowie der 
Express (10; 3,9 %). Die unterschiedlichen 
Radiosender des Westdeutschen Rund-
funks sowie Radio Köln sind die am häufigs-
ten als Quelle für Hitzewarnungen angege -
benen Radiosender. Am häufigsten wurden 
WDR 2 und WDR 4 mit jeweils einem Fünf-
tel der Radiohörenden (18; 20 %) genannt. 
Radio Köln wurde von etwas weniger Radio-
hörerenden als Quelle von Hitzewarnungen 
angegeben (16; 18,2%). Relativ häufig wurde 
auch WDR generell (17;  9,3 %) bzw. WDR 5 
(9; 10,2 %) genannt. 
Die zur Information über Hitzewarnung 
herangezogenen Fernsehsender waren vor 
allem öffentlich-rechtliche Sender wie ARD, 
ZDF und WDR (256; 91,4 %) sowie einige 
private Sender wie RTL und Sat 1 (24; 8,6 %). 
Mehrfachnennungen waren möglich.
Fragte man nach dem Wunsch-Medium, 
über welches Warnungen empfangen wer-
den sollen, entsprachen die gegebenen 
Antworten etwa dem aktuellen Status quo. 
Am häufigsten wurden Fernsehen (198; 
37 %), Radio (112; 20,9 %) und Zeitung (105; 
19,6 %) genannt. Onlinemedien wie Web-
seiten, Apps und E-Mail rangierten auf den 
hinteren Plätzen der Nennungen.  
Explizit gefragt, ob sie die Warnungen des 
Deutschen Wetterdienstes kennen, bejah -
ten dies 2,5 Prozent der Menschen 65+. 
Empfangen wurden die Warnungen aller-
dings nur von einer einzigen Person. 
Abb. 6.10: Informationswege, über die Hitzewarnungen die  
befragten Menschen 65+ erreichten (Mehrfachnennungen möglich).  
Quelle: eigene Erhebung 2019
Quelle der Hitzewarnung
%
0
50
30
20
10
Fernsehen Radio Zeitung Website App Freunde  
oder  
Bekannte
Andere  
Quelle
E-Mail
40
n=214

Abb. 6.11: Subjektiv empfundene Hitzebelastung durch die befragten Menschen 65+.  
Quelle: eigene Erhebung 2019
96
6. Ergebnisse 
6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
6.1.4 Wahrnehmung von heißen Tagen  
und Hitzewellen
Die Zunahme von heißen Tagen und Hitze-
wellen wird von vielen der befragten Per-
sonen wahrgenommen: 86,7 Prozent aller 
Befragten haben eine Zunahme von heißen 
Tagen, 84,1 Prozent eine Zunahme von Hit-
zewellen wahrgenommen.  
Diese Wahrnehmung unterscheidet sich 
zwischen den unterschiedlichen Stadtvier -
teln/Sozialräumen. Insbesondere in Pesch 
und im Sozialraum Höhenberg/Vingst 
haben weniger Ältere die Wahr nehmung, 
dass es eine Zunahme von Hitzewellen gibt.  
Die meisten Personen gaben an, sich mittel-
mäßig belastet zu fühlen. Viele empfinden 
jedoch auch eine deutliche bzw. sehr starke 
Hitzebelastung. 
 
 
In den verschiedenen untersuchten Stadt-
gebieten zeigte sich diesbezüglich eine 
Differenzierung: Im innenstadtnahen Nip -
pes wurde am häufigsten angegeben, eine 
deutliche oder sehr starke Hitzebelastung 
zu empfinden. Auch in den beiden Sozial-
räumen ist dies häufig der Fall. Nur in Pesch 
wird die Belastung häufiger als mittelmäßig 
oder weniger stark empfunden. 
 
Nach Geschlecht differenziert, zeigen sich 
deutliche Unterschiede. Weibliche Befragte 
gaben deutlich häufiger als männliche an, 
dass sie eine deutliche oder sehr starke 
Belastung empfinden. Eine mittelmäßige 
Belastung gaben jedoch mehr Männer an 
(48 % Männer vs. 36 % Frauen). Zwischen 
den Altersgruppen zeigten sich keine deut-
lichen Unterschiede in der wahrgenomme -
nen Belastung.
Gar nicht 
hitzebelastet
Wenig  
hitzebelastet
Mittelmäßig 
hitzebelastet
Deutlich 
hitzebelastet
Sehr  
hitzebelastet
%
0
50
30
20
10
40
Empfundene Hitzebelastung
n=238

6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
97
 Gar nicht  
 Wenig  
 Mittelmäßig  
 Deutlich  
 Sehr 
 
Empfundene Hitzebelastung nach Stadtvierteln  / Sozialraum
Empfundene Hitzebelastung nach Geschlecht
%
0
50
30
20
10
40
Nippes
Gar nicht
hitzebelastet
Pesch
Wenig 
hitzebelastet
Blumberg 
Chorweiler 
Seeberg-Nord
Deutlich 
hitzebelastet
Mittelmäßig 
hitzebelastet
Höhenberg 
Vingst
Sehr 
hitzebelastet
Abb. 6.12: Von den befragten Menschen 65+ wahrgenommene Hitzebelastung, differenziert  
nach untersuchten Stadtvierteln. Quelle: eigene Erhebung 2019
Abb. 6.13: Von den befragten Menschen 65+ wahrgenommene Hitzebelastung,  
differenziert nach Geschlecht. Quelle: eigene Erhebung 2019
%
0
50
30
20
10
40
 Frauen
 Männer
n=238
n=238

98
6. Ergebnisse 
6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
Persönlich gesundheitlich belastet fühlt 
sich ein großer Anteil der Befragten. So gab 
mehr als 30 Prozent an, sich deutlich oder 
sehr belastet zu fühlen. 
 
Betrachtet man die Wahrnehmung der 
gesundheitlichen Belastung bei Hitze in den 
unterschiedlichen Stadtvierteln, dann fällt 
auf, dass in Pesch die meisten Teilnehm-
enden eine mittelmäßige Belastung empfin -
den, aber weniger häufig als in den anderen 
Gebieten eine deutliche oder sehr starke 
Belastung empfunden wird. Das Bild ist für 
die drei anderen untersuchten Stadtviertel 
recht ähnlich. 
Ebenso wie bei der Hitzebelastung der 
Stadtviertel fällt auf, dass die empfun -
dene gesundheitliche Belastung bei Hitze 
für die verschiedenen Gruppen gemäß 
LUCAS-Funktionsindex variiert. Relativ viele 
der Post-Robusten, Prä-Gebrechlichen und 
Gebrechlichen empfinden eine deutliche bis 
sehr starke gesundheitliche Belastung, wäh -
rend von den Robusten nur etwa ein Viertel 
angibt, deutlich oder sehr belastet zu sein 
(Abb. 6.15).
 
Die offene Frage, warum sich die Befrag -
ten als gar nicht oder wenig hitzebelastet 
empfunden haben, wurde im Rahmen der 
Auswertung klassifiziert (Mehrfachnennun -
gen möglich). Die Antworten ließen sich 
den Kategorien wenig hitzeempfindlich (24; 
40,7 %), angepasstes Verhalten (22; 37,7 %), 
allgemein guter Gesundheitszustand (13; 
22,0 %), hitzeliebend (8; 13,6 %) und sonsti-
gen Antworten zuordnen (3; 5,1 %). 
Bei den Gründen, warum eine mittelmä -
ßige bis starke Belastung empfunden wird, 
wurden diverse Ursachen benannt: Viele 
Personen nehmen sich als hitzeempfind -
lich wahr (44; 24,0 %), sprechen von einem 
allgemein schlechten Gesundheitszustand 
(37; 20,2 %) oder von der Müdigkeit, die aus 
der Hitze resultiert (35; 19,1 %). Weitere 
häufig genannte Ursachen für das deutliche 
Belastungsempfinden sind Aktivitätsein -
schränkungen, Herz-/Kreislaufbeschwerden, 
starkes Schwitzen und Atemnot. Seltener 
genannt werden UV-Belastung, allgemei-
nes Unwohlsein, Schwindel und sonstige 
Gründe. 
Das Risiko eigener Beeinträchtigungen 
durch Hitzewellen wird von einem guten 
Drittel der Befragten als mittelmäßig ein -
geschätzt. Ein weiteres Drittel schätzt das 
Risiko als sehr gering oder gering ein, ein 
knappes Drittel als hoch oder sehr hoch.
Bei Auswertung nach den Untergruppen 
des LUCAS-Funktionsindex zeigte sich ein 
ähnliches Bild wie bei der Hitzebelastung 
der Stadtviertel und der gesundheitlichen 
Belastung durch Hitze: Je höher die körper-
liche und soziale Teilhabe einer Person ist 
(Gruppe der Robusten), desto geringer wird 
das Gesundheitsrisiko eingeschätzt.

Gar nicht
belastet
Sehr gering
Gar nicht
belastet
Wenig 
belastet
Gering
Wenig 
belastet
Deutlich 
belastet
Hoch
Deutlich 
belastet
Mittelmäßig 
belastet
Mittelmäßig
Mittelmäßig 
belastet
Sehr 
belastet
Sehr hoch
Sehr 
belastet
6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
99
Abb. 6.14: Von den befragten Menschen 65+ wahrgenommene gesundheitliche Belastung bei Hitze.  
Quelle: eigene Erhebung 2019
Abb. 6.15: Von den befragten Menschen 65+ wahrgenommene gesundheitliche Belastung bei Hitze,  
differenziert nach funktionaler Kompetenz. Quelle: eigene Erhebung 2019
Abb. 6.16: Von den befragten Menschen 65+ selbst eingeschätztes Gesundheitsrisiko bei Hitze.  
Quelle: eigene Erhebung 2019
16,8 %
26,3 %
43,0 %
36,7 %
19,9 %
17,1 %
11,7 %
6,4 %
%
0
50
30
20
10
40
13,5 %
Wahrnehmung der gesundheitlichen Belastung bei Hitze
Selbst eingeschätztes Gesundheitsrisiko
Wahrgenommene gesundheitliche Belastung bei Hitze nach LUCAS-Funktionsindex
8,6 %
 Robust  
 PostRobust  
 PreFrail  
 Frail 
n=256
n=225
n=258

Sehr gering Gering HochMittelmäßig Sehr hoch
100
6. Ergebnisse 
6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
Gefragt, ob sie Angst vor Hitzewellen hät-
ten, antwortete ein knappes Fünftel mit Ja 
(n=256; 44; 17,2 %). Wovor genau sie Angst 
haben, wurde mit einer offenen Frage abge -
fragt. Viele ältere Menschen mit Vorerkran -
kungen sind in Sorge, dass sich ihre gesund -
heitliche Situation verschlechtern könnte 
und sie infolgedessen stärkere Belastung 
durch Hitze erleben. Andere sind allgemein 
in Sorge um die Folgen des Klimawandels 
und die Auswirkungen auf die Umwelt. 
Bei Hitze verlassen viele Menschen seltener 
als sonst ihre eigene Wohnung. So gab die 
Hälfte der Befragten an, die Wohnung selte -
ner zu verlassen, und 15,3 Prozent vermei-
den es gänzlich, auszugehen. Lediglich ein 
Drittel der Befragten geht genauso häufig 
wie sonst aus. Nur zwei Befragte gaben an, 
die Wohnung häufiger als sonst zu verlassen 
(Abb. 6.18).
Die Gründe, die Wohnung seltener oder gar 
nicht mehr zu verlassen, sind vielfältig. Die 
am häufigsten genannten Gründe lassen 
sich zu der Aussage „draußen ist es zu 
warm“ zusammenfassen. Darauf folgend 
wurden Aussagen genannt, die allesamt 
in die Kategorie „gesundheitliche Belas-
tung“ fallen. Viele Befragte gaben auch an, 
Anstrengung vermeiden zu wollen oder bei 
Hitze gar kein Bedürfnis mehr nach Bewe -
gung zu haben (Abb. 6.19). 
Verlassen die Befragten bei Hitze das Haus, 
berichtet ein Teil von ihnen von einer Viel-
zahl von Schwierigkeiten (n=116). Fehlen-
der Schatten wird deutlich am häufigsten 
genannt (58; 50%) (Abb. 6.20).
 
Abb. 6.17: Von den befragten Menschen 65+ selbst eingeschätztes Gesundheitsrisiko bei Hitze,  
differenziert nach funktionaler Kompetenz. Quelle: eigene Erhebung 2019
%
0
50
30
20
10
40
 Robust  
 PostRobust  
 PreFrail  
 Frail 
Selbst eingeschätztes Gesundheitsrisiko bei Hitze LUCAS-Funktionsindex
n=220

6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
101
Abb. 6.19: Von den befragten Menschen 65+ angegebene Gründe dafür, dass sie ihre eigene Wohnung  
bei Hitze seltener verlassen. Quelle: eigene Erhebung 2019
Abb. 6.20: Von den befragten Menschen 65+ berichtete Schwierigkeiten auf Alltagswegen bei Hitze.  
Quelle: eigene Erhebung 2019
Verlassen der Wohnung bei Hitze
n=117
n=258
Gründe, seltener rauszugehen
Schwierigkeiten auf Alltagswegen bei Hitze
Abb. 6.18: Von den befragten Menschen 65+ angegebenes Verhalten bezüglich des  
Verlassens ihrer eigenen Wohnung. Quelle: eigene Erhebung 2019
ja, seltener  
als sonst
ja, genauso häufig 
wie sonst
Ja, häufiger  
als sonst
Nein, ich vermeide es, 
rauszugehen
50,2 %
33,7 %
15,3 %
0,8 %
Draußen zu warm
Fehlender Schatten
Anstrengung vermeiden
Fehlende Sitzmöglichkeiten
Fehlender Schatten
Fehlendes Stadtgrün
Gesundh. Belastung
Gesundh./Körperl. Beschwerden
Fehlendes Bedürfnis
Drinnen bleiben/Nicht rausgehen wollen
Angst/Unsicherheit
Fehlendes Stadtblau
Fehlende Sitzmöglichkeiten
Unklimatisierter ÖPNV
Ärztl. Empfehlung
Aufgeheizte versiegelte Flächen
Sonstiges
Sonstiges
Fehlende Luftschneisen
0
0
30
30
20
20
10
10
%
%
70
60
6050
50
40
40
n=116

102
6. Ergebnisse 
6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
6.1.5 Gesundheitssymptome  
bei Hitzewellen
Zur Erfassung der Gesundheitssymptome 
während Hitzewellen wurden sowohl selbst 
erinnerte Gesundheitsbeeinträchtigungen 
aufgezeichnet als auch ein Set bekannter 
typischer Beeinträchtigungen abgefragt. 
Die spontan genannten Gesundheitssymp -
tome wurden klassifiziert. Die am häufigs -
ten genannten Symptome lassen sich unter 
Müdigkeit, Herz-/Kreislaufbeschwerden  
und starkem Schwitzen zusammenfassen.  
 
Darunter litten etwa 11 Prozent der Befrag -
ten. Die Mehrzahl der Befragten gab  
allerdings an, keinerlei Symptome oder  
Erkrankungen durch Hitze erlebt zu  
haben (n=237; 129; 54,4 %). 
 
Ein anderes Bild zeigt sich bei expliziten 
Fragen nach bestimmten Symptomen oder 
Erkrankungen. Die häufigsten gesundheit-
lichen Beeinträchtigungen, die die Befrag -
ten während Hitzewellen erlebten, waren 
Müdigkeit und Schlafprobleme, gefolgt von 
Schwitzen und Durst.  
 
Je etwa ein Drittel der Befragten berichte -
ten auch von Konzentrationsproblemen und 
Schwindel. Auch unter Kopfschmerzen litt 
etwa ein Fünftel der Befragten. Stärkere 
Symptome bzw. Beeinträchtigungen wie 
Austrocknung, Übelkeit, Angst, Sonnen -
brand, Sonnenstich, Erbrechen und Hitz -
schlag erlebten deutlich weniger Befragte. 
  
Abb. 6.21: Von den befragten Menschen 65+ spontan berichtete Gesundheitssymptome bei Hitze.  
Quelle: eigene Erhebung 2019
Spontan genannte Gesundheitssymptome
Müdigkeit
Übelkeit
Starkes Schwitzen
Erkältung
Kopfschmerzen
Starker Durst
Herz-/Kreislaufbeschwerden
Unwohlsein
Schwindel
Konzentrationsprobleme
Atemnot
Sonnenbrand
Geschwollene Gliedmaßen
keine
Sonstiges
Schlafprobleme
Bluthochdruck
0 302010 %605040
n=237

6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
103
Im Vergleich der Gesundheitssymptome 
differenziert nach den vier Untersuchungs -
gebieten zeigt sich, dass in Nippes und dem 
Sozialraum Blumenberg/Chorweiler/See-
berg-Nord verhältnismäßig viele Menschen 
unter den abgefragten Gesundheitssympto -
men leiden.  
Im Vergleich der Summen der spontan 
genannten und der abgefragten Symptome 
während Hitzewellen wird ein großer Unter-
schied deutlich. Nur noch 35 statt 131 Per-
sonen geben an, keines der abgefragten 
Symptome erlebt zu haben. 
Abb. 6.22: Von den befragten Menschen 65+ bestätigte Gesundheitssymptome bei Hitze.  
Quelle: eigene Erhebung 2019
Abb. 6.23: Summen der von den befragten Menschen 65+ spontan genannten und bestätigten  
Gesundheitssymptome im Vergleich. Quelle: eigene Erhebung 2019
Gesundheitssymptome während der Hitzewellen
Summen der Symptome im Vergleich
Müdigkeit
 Selbst genannte Symptome  
 Abgefragte Symptome
Angst
Schwitzen
Sonnenstich
Konzentrationsprobleme
Schlafprobleme
Sonnenbrand
Durst
Erbrechen
Schwindel
Kopfschmerzen
Hitzschlag
Austrocknung
Übelkeit
0 302010 %70605040
Anzahl
0
0
150
90
60
30
10987654321
120
n=223
n=240

104
6. Ergebnisse 
6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
6.1.6 Ärztliche Gespräche zu Hitze und  
ihren Auswirkungen
Ein Fragenblock bezog sich auf den Aus-
tausch mit Hausärzt*innen.Die Befragten 
brauchen im Durchschnitt knapp 13 Minu-
ten zu ihrer hausärztlichen Praxis, mit einer 
großen Spannweite von 0 bis 70 Minuten. 
Über 60 Prozent der Befragten haben eine 
Reisezeit von 10 Minuten oder weniger. Ein 
weiteres Fünftel wendet 11–20 Minuten auf, 
um zur Hausarztpraxis zu gelangen. Jeweils 
ein knappes Zehntel braucht bis zu 30 Minu-
ten oder sogar mehr.  
 
0 Minuten Reisezeit erklären sich über 
Hausbesuche bzw. Ehepartner*in als Haus -
ärzt*in.
 
Die Befragten sollten berichten, ob im 
ärzt lichen Gespräch mit ihnen über ge -
sundheitsförderliches Verhalten während 
Hitzeperioden, Hitze in Zusammenhang mit 
den eigenen Erkrankungen oder Medika -
menten gesprochen wird sowie darüber,  
wer sich im Notfall während einer Hitzepe -
riode um sie kümmern könnte. In wenigen 
Fällen haben die entsprechenden Gesprä -
che statt gefunden.  
 
Hinweise zu gesundheitsförderlichem Ver-
halten hatten 9 Prozent der Menschen 65+ 
erhalten. Über Krankheiten, Medikamente 
oder eine Notfallsituation wurde nur mit 
5–7 Prozent der Menschen 65+ gesprochen.
Abb. 6.24: Von den befragten Menschen 65+ angegebene Themen, die im hausärztlichen Gespräch  
behandelt worden waren. Quelle: eigene Erhebung 2019
Ärztliches Gespräch
%
0
100
60
40
20
80
Verhalten Krankheiten Medikamente Kümmern
 hat nicht stattgefunden  
 hat stattgefunden 
n=257

6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
105
6.1.7 Hilfe während der Hitzewelle
Fast 90 Prozent der Befragten empfinden 
ältere Menschen als eine gefährdete und 
vulnerable Gruppe bei Hitze und Hitzewel-
len. Gefragt danach, von wem man sich 
Hilfe während einer Hitzewelle vorstellen 
könnte, gab es viele unterschiedliche Ant-
worten. Etwa ein Drittel der Befragten gab 
an, dass sie keinen Bedarf hätten, z. B., weil 
sie sich selbst helfen würden bzw. ihnen  
niemand einfalle. 
 
Besonders häufig genannt wurden Fami -
lienangehörige (23; 9,8 %), das Rote Kreuz 
(16; 6,8 %) und andere Hilfsorganisationen 
(16; 6,8 %), gefolgt von Ärzt*innen, Pfle -
gevereinen, der Feuerwehr, der Stadt Köln 
und Nachbarschaft (jeweils Nennungen 
zwischen 4,3 und 5,3 %). Bei expliziter Nach-
frage wünschte sich mehr als die Hälfte 
Hilfe durch die Stadt Köln. Folgende Hilfsan -
gebote wünscht man sich von der Stadt 
Köln (Tab. 6.1).
Art der gewünschten Hilfe Anzahl der 
Nennungen
Wasserspender/Trink-/Springbrunnen 25
Ausbau/Erhalt von Stadtgrün 22
Alltagsdienst bei Hitze 21
Informationen zu Hitzeverhalten 16
Informationen zu Hitzewarnungen 11
Hitzehotline, die Bürger/innen kontaktieren können 9
Telefondienst/Besuche, der Ältere kontaktiert 8
Zuschuss für priv. Klimaanl./Ventilator/Verdunkelung/Wasser 8
Oberflächen sprenkeln 5
(Mobile) kühle Räume 4
(Mobile) Beschattung 3
Verkehrsberuhigung 3
Bebauung anpassen (Entsiegeln, Luftschneisen) 3
Kostenl./Günstig. Schwimmbäder 3
Öffnungszeiten der Schwimmb. anpassen 3
Mehr Sitzmöglichkeiten 3
(Mobile) Ventilatoren 2
Notdienst bei Hitze 1
Mehr Wasserflächen 1
Fußbadmöglichkeiten 1
(Mobile) Klimaanlagen 1
Klimatisierter ÖPNV 1
Mehr Schwimmbäder 1
Öffnungszeiten der Geschäfte anpassen 1
Hitzeangepasste Freizeitangebote 1
Sonstiges 12
Tab. 6.1: Hilfen, die  
sich die befragten  
Menschen 65+ von  
der Stadt Köln zum  
Umgang mit Hitze -
belastung wünschen.  
 
Quelle: eigene  
Erhebung, 2019

106
6. Ergebnisse 
6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
6.1.8 Individuelle Schutzmaßnahmen bei Hitze
Schutzmaßnahmen, die bei Hitzewellen von den Befragten einge -
setzt werden, wurden sowohl als Spontannennung abgefragt  
als auch zur Auswahl aus einem Set bewährter Verhaltensweisen  
zur Auswahl angeboten. 
Bei den spontan genannten Schutzmaßnahmen wurde am häufigs -
ten das Abdunkeln der Wohnung oder des Hauses genannt – über 
50 Prozent der Befragten fiel diese Maßnahme ein. Die Anzahl der 
spontan genannten Schutzmaßnahmen variierte dabei zwischen 
1 und 6, mit einem Median von zwei Maßnahmen.
 
Nach bestimmten, aus einer Liste auszuwählenden Anpassungs -
maßnahmen gefragt, entsteht ein deutlich differenzierteres Bild.  
Es werden deutlich mehr Maßnahmen bestätigt, als den Befragten 
spontan einfielen. Das Tragen leichter Kleidung und das Lüften 
scheint für die meisten selbstverständlich zu sein. Das Verwenden 
leichter Bettwäsche, das Abdunkeln der Wohnräume, reduzierte 
körperliche Bewegung und vermehrte Flüssigkeitsaufnahme 
geben 80–92 Prozent der Befragten an. Auch das Verschieben von 
Aktivitäten, ein anderes Essverhalten und Duschen sind für über 
70 Prozent der befragten Menschen 65+ geläufige Anpassungsmaß -
nahmen. Einen Ventilator setzt hingegen nur knapp die Hälfte der 
Befragten ein. Weit weniger angewendete Anpassungsmaßnahmen 
sind das Nutzen nasser Handtücher sowie Arm- und Fußbäder. Eine 
Klimaanlage besitzen nur 3,9 Prozent der Befragten. 
 
Die Anzahl der abgefragten Anpassungsmaßnahmen liegt auch 
wesentlich höher als die Anzahl der spontan genannten Maßnah -
men. Die Spannweite umfasste 2–13 Maßnahmen, der Median  
lag bei 9.

6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
107
Abb. 6.25: Von den befragten Menschen 65+ spontan benannte individuelle  
Anpassungsmaßnahmen bei Hitze und Hitzewellen.  
Quelle: eigene Erhebung, 2019
Abb. 6.26: Von den befragten Menschen 65+ bestätigte  
individuelle Anpassungsmaßnahmen bei Hitze und Hitzewellen.  
Quelle: eigene Erhebung, 2019
Spontan genannte Anpassungsmaßnahmen
Anpassungsmaßnahmen
Abdunkeln
Leichte Kleidung
Kühle Räume im Haus aufsuchen
Ventilator
Anders trinken
Leichte Wäsche
Schatten suchen/Sonne meiden
Nasses Handtuch
Wasserkühlung
Weniger bewegen
Lüften
Lüften
Balkon/Garten aufsuchen
Armbäder
Ventilator
Abdunkeln
Kühle Räume außer Haus aufsuchen
Fußbäder
Zu Hause bleiben
Mehr trinken
Weniger Anstrengung
Aktivitäten verlegen
Anders essen
Klimaanlage
Klimaanlage
Kleidung anpassen
Anders essen
Aktivitäten verschieben
Duschen
0
0
30
30
20
20
10
10
%
%
60
10080 907060
50
50
40
40
Sonstiges
n=251
n=258

108
6. Ergebnisse 
6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
6.1.9 Trink- und Essverhalten
Gefragt danach, welche Getränke die 
Befragten im Alltag zu sich nehmen, gaben 
über 80 % an, Mineralwasser zu trinken, 
wohingegen Leitungswasser nur von etwa 
40 % getrunken wird. Auch Kaffee und Tee 
gehören zu den häufig getrunkenen Geträn -
ken.  
In einer Hitzewelle mehr zu trinken, war 
für knapp 80 % der Befragten selbstver-
ständlich (206; 79,8 %), wohingegen ein 
knappes Fünftel angab, nicht mehr zu trin -
ken (46; 17,8 %). Für 22 Personen war der 
Grund, die Trinkmenge nicht zu erhöhen, 
fehlendes Durstgefühl. Weitere genannte 
Gründe waren „ausreichende Trinkmenge“ 
(10; 20 %), Vergesslichkeit, Krankheit/Medi-
kamente und Schwitzen (je 4; 8 %). Häufiges 
Wasserlassen wurde als weiterer Grund 
benannt.  
 
Die klassifizierte Trinkmenge lag bei den 
meisten Befragten bei mehr als 1,5 Litern 
Flüssigkeit pro Tag (Abb. 6.28). Im Vergleich 
zwischen der Trinkmenge im Alltag und der 
Trinkmenge bei Hitze zeigen sich deutliche 
Unterschiede der Angaben. Ein Großteil der 
Befragten trinkt bei Hitze mehr als 2 Liter 
Flüssigkeit. Bei den über 84-Jährigen sind 
dies alle. 
Die meisten Befragten gaben an, täglich 
eine oder zwei Portionen Obst und Gemüse 
zu sich zu nehmen. 35,7 Prozent gaben an, 
sowohl von Obst als auch Gemüse zwei oder 
mehr Portionen täglich zu sich zu nehmen. 
Viele Befragte gaben an, bei Hitze ihre 
Ernährung anzupassen. Dabei essen sie 
leichter (136; 50,6 %), kalte Speisen (74; 
27,5 %), eine geringere Gesamtmenge (53; 
19,7 %) oder zu einer anderen  
Zeit (6; 2,2 %). 
Abb. 6.27: Von den befragten Menschen 65+  
genannte bevorzugte Getränke. Quelle: eigene  
Erhebung, 2019
Abb. 6.28: Von den befragten Menschen 65+  
genannte übliche Trinkmenge pro Tag.  
Quelle: eigene Erhebung, 2019
Getränke im Alltag Klassifizierte Trinkmenge nach 
Altersklassen
Mineralwasser
Saft
Leitungswasser
Kaffee
Alkoholische Getränke
Tee
Sonstige Getränke
%100500 25 75
%
0
65 bis 74 75 bis 84 über 84
60
20
40
Jahre
 0,5–<1,0 L  
 1,0–<1,5  L 
 1,5–<2,0 L  
 >2,0 L 
n=257 n=258

6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
109
Portion Obst und Gemüse pro Tag 
Abb. 6.29: Von den befragten Menschen 65+ angegebene tägliche Trinkmenge im Alltag sowie bei Hitze  
und Hitzewellen. Quelle: eigene Erhebung, 2019
Abb. 6.30: Von den befragten Menschen 65+ angegebene alltäglich verzehrte Obst- und Gemüseportionen. 
Quelle: eigene Erhebung, 2019
Klassifizierte Trinkmenge nach Alters klasse im Vergleich
Keine 1 Portion 2 Portionen 3 Portionen > 4 Portionen
%
100
50
25
0
75
 0,5–<1,0 L  
 1,0–<1,5  L 
 1,5–<2,0 L  
 >2,0 L 
 Gemüse  
 Obst 
%
60
20
0
40
65–74 65–7475–84 75–84>85
Klassifizierte Trinkmenge Klassifizierte Trinkmenge bei Hitze
>85 Jahre
n=258
n=254

110
6. Ergebnisse 
6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
Abb. 6.31: Von den befragten Menschen 65+ berichtete Änderung der Frequenz sozialer Kontakte bei  
Hitze und Hitzewellen. Quelle: eigene Erhebung, 2019
Abb. 6.32: Von den befragten Menschen 65+ genannte Personen, die sie bei Hitze und Hitzewellen für einige 
Tage versorgen würden. Quelle: eigene Erhebung, 2019
Veränderung der sozialen Kontakte
%
60
20
0
40
häufigere soziale  
Kontakte
seltenere soziale 
Kontakte
gleichbleibend
Versorgung für einige Tage durch …
(Schwieger-)Kinder
Nachbar/innen
Freund/innen  / Bekannte
(Ehe-)Partner/in
Sonstige Familienmitglieder
Familien- und Krankenpflegeverein Köln-Pesch
Geschwister  / Schwägerschaft
Enkel/innen
Sonstige
0 302010 %5040
n=254
n=234

6.1 Erfahrungen selbstständig lebender Menschen im Alter mit Hitze und Hitzewellen
111
6.1.10 Soziale Kontakte
Über 80 Prozent der Befragten geben an, 
ein bis mehrmals pro Woche soziale Kon-
takte zu haben. Während Hitzewellen ver-
ändert sich das Sozialverhalten bei knapp 
der Hälfte der Befragten. Wenige Personen 
treffen sich häufiger mit ihren sozialen Kon -
takten (3; 2,0 %), über 40 Prozent hingegen 
seltener (106; 41,7 %). Für über die Hälfte 
bleiben die Kontakte in ihrer Häufigkeit auch 
während Hitze bestehen (143; 56,3 %). 
Personen, die in einer Bedarfssituation für 
die Befragten sorgen würden, stammen 
häufig aus der eigenen Familie. 
 
Dabei wurden die Befragten durch Kinder 
und Schwiegerkinder (41 %) und durch 
(Ehe-)Partner/innen (36,3 %) versorgt. 
Nachbarn und Freunde spielen ebenfalls 
eine große Rolle.  
6.1.11 Verschobene Aktivitäten
Viele der Menschen 65+ gaben an, dass sie 
mindestens eine Aktivität auf eine andere 
Tageszeit verschieben (198; 78,6 %). Akti-
vitäten werden demnach auf den Abend 
(206; 62,0 %) und auf den Morgen verlegt 
(126; 38 %). 
Abb. 6.33: Von den befragten Menschen 65+ verschobenen Aktivitäten bei Hitze,  
Quelle: eigene Erhebung, 2019
Verschobene Aktivitäten
Einkaufen
Hausarbeit
Spazieren
Sport/Körperliche Anstrengung
Gartenarbeit
Termine
Radfahren
Mit dem Hund rausgehen
Auto fahren
Sonstige
0 302010 %70605040
n=197

112
6. Ergebnisse 
6.2 Hitze als Thema in Betreuungs einrichtungen für Menschen im Alter
6.2 Hitze als Thema in Betreuungs -
einrichtungen für Menschen im Alter
Auf die schriftliche Anfrage zur Teilnahme 
an der Befragung meldeten sich 32 Einrich-
tungen mit einem ausgefüllten Fragebogen 
zurück. 16 Einrichtungen stellten zusätzlich 
Handreichungen für das Personal zum 
Verhalten während Hitzeperioden zur Verfü-
gung.  
Die teilnehmenden Einrichtungen sind über-
wiegend vollstationäre Pflegeeinrichtungen 
(20; 62,5 %) und zu geringeren Anteilen 
Mischeinrichtungen aus vollstationärer und 
Kurzzeitpflege (6; 18,8 %), vollstationärer 
Pflege kombiniert mit betreutem Wohnen 
(2; 6,3 %) und Tagespflege (4; 12,5 %). Die 
Träger der Einrichtungen sind Wohlfahrts-
verbände wie die AWO oder das DRK (15; 
46,9 %), öffentliche Träger (5; 15,6 %), pri-
vate oder kirchliche Träger (je 4; 12,5 %) 
oder freie/gemeinnützige Träger (3; 9,4 %). 
Die meisten Einrichtungen haben zwischen 
50 und 100 Mitarbeitende (17; 53,1 %), 
einige auch unter 50 Mitarbeitende (12; 
37,5 %) und zwei Einrichtungen haben mehr 
als 100 Mitarbeitende (2; 6,3 %). 
Der Anteil bettlägeriger Personen in den 
Einrichtungen ist sehr unterschiedlich und 
variiert zwischen 0 und 100 %, wobei der 
Mittelwert bei der Hälfte liegt. 
6.2.1 Hitzewarnung und Information
Die Mehrzahl der Einrichtungen gab an, Hit-
zewarnungen zu erhalten (23; 71,9 %). Emp-
fangen werden die Hitzewarnungen über 
verschiedene öffentliche Medien, wie Fern -
sehen, Radio oder Zeitung (13; 50 %), als 
direkte Benachrichtigungen des Deutschen 
Wetterdienstes (8; 21,1 %), über Warn-Apps 
oder das Internet, über Mitarbeitende oder 
über die Stadt Köln. 
 
Die Empfänger*innen von Hitzewarnungen 
ist in den meisten Fällen die Leitung der Ein -
richtungen (23; 85,2 %), in wenigen Fällen 
auch andere Mitarbeitende. Explizit nach 
dem Empfang der Hitzewarnungen des 
DWD gefragt, gaben knapp 70 % der Ein-
richtungen an, diese zu erhalten.  
Auf die offene Frage, wie die Warnmeldun-
gen im Team kommuniziert werden, gaben 
viele Einrichtungen an, dass sie diese im 
Rahmen von Übergaben oder Teamsitzun-
gen ansprechen (19; 63,3 %). 18 Einrichtun-
gen (60 %) nannten auch schriftliche Ver-
haltensregeln oder Schutzkonzepte, die den 
Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt wur-
den. Interne E-Mails mit Hitzewarnungen 
wurden von 6 Einrichtungen (20 %) als inter-
nes Kommunikationsmedium angegeben, 
weitere 2 (6,7 %) nannten das Telefon oder 
die Verwendung eines Messenger-Dienstes. 
In vielen Teams überbringt die Teamleitung 
die Hitzewarnungen. Nach Angaben der Ein -
richtungen erfolgt die Kommunikation von 
Warnmeldungen bzw. des Vorgehens bei 
Hitze mit den Bewohnenden bei vier Fünftel 
der Einrichtungen (25; 80 %) über persönli-
che Ansprache durch Mitarbeitende. Außer-
dem nutzen einige Einrichtungen Bewoh-
ner-Beirats-Sitzungen (3; 9,7 %) sowie 
Aushänge oder Warnschilder (5; 16,1 %). 
Ein Großteil der Einrichtungen (27; 84,4 %) 
gab an, einen schriftlich festgelegten Hand -
lungsplan für heiße Tage zu haben, der in 
den meisten Fällen (26; 92,9 %) konkrete 
Maßnahmen für heiße Tage und Hitzewellen 
enthält. Einrichtungen mit Handlungsplänen 
bejahten überwiegend, dass die Umsetzung 
der Maßnahmen und des Handlungsplans 
dokumentiert werde (22; 78,6 %).

6.2 Hitze als Thema in Betreuungs einrichtungen für Menschen im Alter
113
Diese Dokumentation erfolgt meist durch 
das Pflegepersonal (14; 63,6 %) oder sons-
tige Mitarbeitende (11; 50 %), seltener durch 
die Pflegedienstleitung (5; 22,7 %). Die 
Frage, ob Fortbildungen zum Thema Hitze 
genutzt werden, verneinte etwa ein Drittel 
der Einrichtungen (13; 36,2 %), ein weiteres 
Drittel machte keine Angaben (11; 30,6 %). 
Die restlichen Einrichtungen (12; 33,7 %) 
gaben an, Übergaben, Mahlzeiten der 
Arbeitsgruppen und Arbeitsgruppen-über-
greifende Teamsitzungen zur Besprechung 
von Verfahrensanweisungen sowie Fachlite-
ratur zu nutzen, interne Schulungen und das 
Qualitätsmanagement durchzuführen oder 
themenbezogene Veranstaltungen der Stadt 
Köln wahrzunehmen. Zudem gab jede fünfte 
der befragten Einrichtungen an, Broschüren 
oder anderes Infomaterial zum Thema Hitze 
zu nutzen (19 %).
6.2.2 Hitzebelastung und  
bauliche Gegebenheiten
Auf die Frage, wie belastet sich die Mit-
arbeitenden durch Hitze bei der Arbeit 
fühlen, antwortete mehr als die Hälfte der 
befragten Einrichtungen (17; 53,1 %), sich 
mittelmäßig belastet zu fühlen; ein Viertel 
gab an, deutlich belastet zu sein (8; 25 %), 
während eine von zehn Einrichtungen die 
gefühlte Hitzebelastung als gering kate -
gorisierte. Viele Einrichtungen (10; 31,3 %) 
kommentierten, dass die subjektiv gefühlte 
Belastung von unterschiedlichen Faktoren 
abhinge, beispielsweise der Dauer und/
oder Temperatur der Hitzewelle, der (inner-)
städtischen Lage der Einrichtung, der Kli -
matisierung der Innenräume oder der Art 
und dem Ort der Tätigkeit innerhalb der 
Einrichtung (z. B. zusätzliche Hitzebelastung 
in der Küche).  
Die Hitzebelastung der Einrichtungen für 
die Bewohner*innen schätzten über die 
Hälfte der Einrichtungen (18; 56,30 %) als 
mittelmäßig ein, jede fünfte Einrichtung 
schätzte ihre Gebäude als für die dort 
Wohnenden als deutlich hitzebelastet ein 
(6; 18,8 %). Jede zehnte Einrichtung charak-
terisierte sich selbst für die dort Wohnen -
den (3; 9,40 %) als sehr hitzebelastet. Knapp 
die Hälfte der befragten Einrichtungen 
(14; 43,80  %) sahen die Hitzebelastung für 
die dort Wohnenden abhängig von unter-
schiedlichen Faktoren, wie beispielsweise 
der Geschosshöhe der Unterbringung oder 
dem stark individuellen, oft reduzierten 
Temperaturempfinden älterer Personen.  
 
Auf die offene Frage nach den möglichen 
Ursachen für die Hitzebelastungen in 
ihren Einrichtungen nannten diese fehlen-
des Anpassungsverhalten (5; 18,5  %), die 
Gebäudehöhe (4; 14,8  %), die Gebäudeaus-
führung (Flachdach, fehlende Dämmung; 
4; 14,8  %) und fehlende Klimaanlage/aktive 
Kühlung (5; 18,5  %) ähnlich häufig. Zu den 
weniger häufig genannten Faktoren gehö -
ren eine erschwerte Durchlüftung (2; 7,4  %), 
fehlender Schatten (1; 3,7  %), fehlende Ver-
dunkelungsmöglichkeiten (2; 7,5  %), Wärme-
belastung durch die Gebäudeausrichtung 
und -lage (6; 22,2 %) sowie zu hohe Kosten 
bzw. zu hoher Arbeitsaufwand (4; 14,8 %) zur 
Reduzierung der Hitzebelastung.
Mit einer Ausnahme verfügte jede der 
befragten Einrichtungen über einen Garten/
eine Grünanlage (31; 96,9 %).

114
6. Ergebnisse 
6.2 Hitze als Thema in Betreuungs einrichtungen für Menschen im Alter
Die Größe dieser Gartenanlagen liegt zwi -
schen 400 m² und 6.000 m², die meisten 
umfassen 1.000 m² oder weniger. Sechs 
Einrichtungen gaben an über – teils über-
dachte – (Dach-)Terrassen zu verfügen, 
die 16–100 m² groß sind. Weiterhin ver-
fügen einige Einrichtungen über einen 
Hof oder ein Atrium. Etwa zwei Drittel der 
Einrichtungen (20; 62,5 %) bestätigen das 
Vorhandensein von Sitzmöglichkeiten in 
den Außenanlagen, die durch Sonnen -
schirme, Mar kisen, Pavillons/Pergolen, 
Baumbestände, Teilüberdachungen oder 
den Gebäudeschatten beschattet wer-
den. Neben Sitzmöglichkeiten werden die 
Außenanlagen von einigen Einrichtungen für 
Freizeitangebote im Freien genutzt. Zudem 
sind einige der Anlagen mit Wegen für Spa-
ziergänge ausgestattet. Viele der Einrich -
tungen charakterisierten die Nutzung der 
Gärten und Grünanlagen durch die Bewoh -
ner*innen als umfassend und häufig. Drei 
Viertel (24; 75 %) der Einrichtungen bejahten 
die Frage, ob sich in ihrer unmittelbaren 
Nähe Grünanlagen befänden, in denen sich 
Bewohner*innen aufhalten könnten.  
Hinsichtlich der Frage zu einrichtungs-
nahem Stadtblau teilten etwa zwei Drittel  
der Einrichtungen mit (20; 62,5 %), dass  
es eine Wasserstelle, das heißt einen Brun -
nen, einen Bach, einen Teich oder Ähnli-
ches in ihrer Einrichtung gäbe. Ein Drittel 
(12; 37,5 %) verneinte dies. Unter den Ein-
richtungen kommentierten sechs (18,8 %), 
dass sich ein Teich auf ihrem Gelände 
befände. Drei Einrichtungen nannten einen 
Brunnen/ein Wasserspiel (9,4 %). Drei wei-
tere beschrieben ein Regenauffangbecken 
(9,4 %). Etwa ein Drittel der Einrichtungen 
bejahte das Vorhandensein einer Wasser-
stelle in Einrichtungsnähe. 
Sie führten den Blücherparkweiher (1; 3,1 %), 
den Rhein (3; 9,3 %), den Stadtwaldweiher 
(1; 3,1 %) sowie Teiche (1; 3,1 %), Brunnen/
Wasserspiele (2; 6,3 %) und ein Regenauf-
fangbecken (1; 3,1 %) auf.  
Auf die offene Frage nach bereits beste -
henden weiteren baulichen oder techni-
schen Möglichkeiten zur Reduzierung der 
Hitzebelastung nannten drei Viertel der 
Einrichtungen (21; 75 %) die Ausstattung 
der Gebäude mit Rollläden/Außenjalousien. 
Mehr als jede dritte Einrichtung (11; 39,3 %) 
gab die Beschattung durch Sonnenschirme, 
Sonnensegel oder Markisen an. Jede dritte 
bis vierte Einrichtung führte Klimageräte (8; 
28,6 %) oder Vorhänge (6; 21,4  %) an. Viele 
Einrichtungen (10; 35,7 %) besitzen Ventila-
toren zur Reduzierung der Hitzebelastung.
Eine Einrichtung nannte ein Belüftungssys-
tem (1; 3,6 %); vier Einrichtungen (4; 14,3 %) 
gaben an, bisher über keine baulichen oder 
technischen Möglichkeiten zur Hitzevermei-
dung zu verfügen. 
6.2.3 Hitzeanpassung
Hinsichtlich der Maßnahmen zur Hitzean -
passung bejahten fast alle der befragten 
Einrichtungen (30; 93,3 %) die Frage, ob 
die Zimmer der dort Wohnenden nachts 
gelüftet würden. Hier kommentierten sechs 
Einrichtungen, dass dies individuell nach 
Absprache/Wunsch der dort Wohnenden 
erfolge. Schwierigkeiten oder Einschrän-
kungen sah jeweils eine Einrichtung durch 
das Temperaturempfinden mancher dort 
Wohnenden (Kälteempfinden trotz Hitze) 
(1; 3,1 %) sowie potenziell nächtliche Ruhe-
störung durch unruhiges Verhalten der 
Bewohner*innen bei geöffneten Fenstern 
und dadurch Konfliktpotenzial mit Anwoh-
nenden der Einrichtung (1; 3,1 %).

6.2 Hitze als Thema in Betreuungs einrichtungen für Menschen im Alter
115
Weiterhin bestätigten mit einer Ausnahme 
alle befragten Einrichtungen (31; 96,9 %) die 
Möglichkeiten zur Verschattung der Zimmer 
der Bewohnenden. Fast alle Einrichtungen 
(31; 96,9 %) verneinten das Vorhandensein 
von Klimaanlagen in den Zimmern. Ein 
Großteil der Einrichtungen (25; 78,1 %) 
stellt keine klimatisierten Aufenthaltsräume 
für die Bewohnenden zur Verfügung. Nur 
jede fünfte Einrichtung (7; 21,9 %) gab an, 
darüber zu verfügen. Auf die Frage nach 
weiteren klimatisierten oder kühlen Räu-
men für die Bewohnenden verwiesen drei 
Einrichtungen auf die Räumlichkeiten in 
den Erdgeschossen. Explizit nannten die 
Einrichtungen den Eingangsbereich/das 
Foyer (2), Cafeteria/Restaurant/Speisesäle 
(4), Kapelle (3) sowie Flure (1) als kühle bzw. 
klimatisierte Räume für Bewohnende. Jede 
zehnte Einrichtung (4; 12,5 %) verwies auf 
das Vorhandensein mobiler Klimageräte und 
Ventilatoren. Sechs Einrichtungen (6; 18,7 %) 
gaben an, über keine technisch klimatisier-
ten oder kühlen Räume zu verfügen. Keine 
Einrichtung gab an, über Kühlwesten zur 
Versorgung der Bewohnenden zu verfügen.  
Alle befragten Einrichtungen (32; 100 %) 
bestätigten, auf das Trinkverhalten der 
Bewohner*innen an heißen Tagen beson-
ders zu achten. Sechs Einrichtungen 
berichteten, dass sie die Bewohner*innen 
regelmäßig zur Flüssigkeitsaufnahme ani-
mieren, beispielsweise durch zusätzliche 
Trinkrunden und/oder ein besonderes und/
oder ein gekühltes Getränkeangebot. Fast 
alle befragten Einrichtungen (30; 93,8 %) 
bejahten, an heißen Tagen Trinkprotokolle 
für Bewohner*innen zu führen. 
Hier kommentierten die meisten Einrich-
tungen, dass das Trinkprotokoll abhängig 
von dem individuellen Bedarf der älteren 
Menschen nach Abschätzung der Pflege -
fachkräfte erfolgt, das heißt je nach Allge -
meinzustand, bestehenden Erkrankungen 
sowie allgemeinem Trinkverhalten. Eine 
Einrichtung verwies auf den Personalman-
gel, der ein Trinkprotokoll ausschließlich bei 
ärztlicher Anordnung oder pflegerischer 
Erforderlichkeit erlaubt. 
Alle befragten Einrichtungen passen ihren 
Speiseplan in Hitzeperioden an. Über die 
Hälfte der Einrichtungen gab an, leichtere 
Kost (15; 71,4 %), Kaltschalen (12; 57,1 %), 
Eis (11; 52,4 %) und kühles Obst (11; 52,4 %) 
anzubieten. Jede fünfte Einrichtung achtet 
auf die Verpflegung mit wasserreicher Nah-
rung (4; 6,6 %) oder Salaten (5; 23,8 %). Drei 
Einrichtungen (14,3 %) gaben an, den Spei-
seplan um kühle Getränke zu ergänzen.
Mit einer Ausnahme bejahten alle Einrich -
tungen, an heißen Tagen auf eine leichte 
Bekleidung der Bewohnenden zu achten. 
Zwei Tagespflegeeinrichtungen merkten  
an, dass den ankleidenden Angehörigen 
durch das Pflegepersonal zu leichter 
Kleidung bzw. Wechselkleidung geraten 
werde. Zudem kommentierten zwei Ein-
richtungen, dass die Bekleidung individuell 
mit den Bewohnenden abgestimmt werde. 
Außerdem kommentierte eine Einrichtung, 
insbesondere im Freien auf schützende 
Kopf bedeckungen zu achten. Zwei der Ein-
richtungen verwiesen zusätzlich auf eine 
Anpassung der Bett  wäsche.

116
6. Ergebnisse 
6.2 Hitze als Thema in Betreuungs einrichtungen für Menschen im Alter
Mit einer Ausnahme bejahten alle Ein-
richtungen die Durchführung kühlender 
Waschungen oder weiterer kühlender Maß-
nahmen (z. B. Fuß- oder Armbäder) mit den 
Bewohnenden. Drei Einrichtungen kom-
mentierten, dies individuell nach den Wün -
schen und Bedürfnissen der Bewohnenden 
abzustimmen. Neben feuchten Tüchern 
auf der Stirn und an den Handgelenken (2) 
sowie Handbädern (1) führten zwei weitere 
Einrichtungen das Aufstellen kleiner Was-
serbecken für Fußbäder als kühlende Maß -
nahmen an. Eine Einrichtung wies allerdings 
auf die seltene Inanspruchnahme kühlender 
Maßnahmen seitens der Bewohnenden trotz 
Angebot hin. 
Vier von fünf der befragten Einrichtungen 
(25; 78,1 %) gaben an, den Personalschlüs -
sel in Hitzeperioden nicht anzupassen. Drei 
Einrichtungen kommentierten, dass der 
Personalmangel in der Pflege den Einsatz 
zusätzlicher Pflegekräfte kaum zulasse. 
Fünf andere Einrichtungen führten an, dass 
bei Bedarf und Möglichkeit Anpassungen 
der Wohnbereichs-/Tagespflegeleitungen 
erfolgen oder bei besonderen Anlässen/ext-
remer Hitze Angehörige und Ehrenamtliche 
zusätzlich unterstützen. 
Auf die offene Frage nach Ideen für  
Präventionsmaßnahmen hitzebedingter 
gesundheitlicher Beeinträchtigungen bei 
Bewohnenden nannten acht Einrichtungen 
die Kühlung der Innenräume durch Klima-
anlagen und regten finanzielle Zuschüsse an. 
Weiterhin erwähnten Einrichtungen die 
ausreichende Flüssigkeitsaufnahme (2), 
Sonnenschutz (z. B. Schaffung von Schat-
tenplätzen) (2), Kühlwesten (1), Schwimm-
möglichkeiten (1) für die Bewohnenden 
sowie eine zusätzliche Begrünung der 
Anlage und Dächer der Einrichtung (1). 
6.2.4 Medizinische und  
pflegerische Maßnahmen
Die Hälfte der befragten Einrichtungen (15; 
50 %) bestätigte, dass eine hitzebedingte 
Anpassung von Medikamenten in ärztlicher 
Absprache erfolge. Eine Einrichtung berich -
tete, dass die Anpassung nach tempera -
turspezifischer Medikamentenverordnung 
stattfinde. 13 Einrichtungen (40,6 %) gaben 
an, bisher keine hitzebedingte Anpassung 
von Medikamenten vorzunehmen. Die 
Einrichtungen kommentierten, eine hitze-
bedingte Anpassung individuell nur nach 
Absprache mit den behandelnden Hau-
särzt*innen vorzunehmen/zu empfehlen. 
Zwei Einrichtungen verwiesen darauf, dass 
viele der Bewohnenden bzw. ihre Ange-
hörigen in Kontakt mit den Hausärzt*innen 
stehen.  
Als bei Bedarf häufig durchgeführte Maß -
nahmen nannten zwei Einrichtungen die 
Erhöhung der Trinkmenge, Infusionen sowie 
die Reduktion von Diuretika. In zwei Drittel 
der befragten Einrichtungen (20; 62,5 %) 
erfolgt während Hitzeperioden eine engere 
Kontrolle eines Teils der Bewohnenden 
durch ihre Hausärzt*innen, in jeder zehn -
ten Einrichtung (3; 9,4 %) durch die Haus-
ärzt*innen aller Bewohnenden.

6.3 Erweiterte Vulnerabilitätsanalyse: Erreichbarkeit von Grünflächen in Köln
117
Als weitere Anregung äußerte eine Einrich-
tung den Wunsch, Hitzewarnungen gern per 
Fax erhalten zu wollen. Zudem schlug eine 
Einrichtung vor, ein stadt-/regioninternes 
Netzwerk zwischen den Einrichtungen ein -
zurichten, über welches Frühwarnungen zu 
Hitze, Infektionen etc. kommuniziert bzw. 
geteilt werden könnten.
6.3 Erweiterte Vulnerabilitätsanalyse: 
Erreichbarkeit von Grünflächen in Köln
Bei lang anhaltenden Hitzeperioden ist der 
Aufenthalt an einem kühlen Ort am Tage 
sehr wichtig. Im städtischen Umfeld kommt 
dabei den vorhandenen öffentlichen Grün -
flächen wie Parks, Wäldern und Friedhöfen 
eine besondere Bedeutung zu.  
Städtische Grünflächen (urban green spa -
ces, UGS) sind definiert als alle in öffent -
lichem Besitz befindlichen bzw. öffentlich 
zugänglichen Freiflächen mit einem hohen 
Grad an Vegetationsbedeckung, z. B. Parks, 
Wälder, Naturschutzgebiete und andere 
Grünflächen. Sie können sowohl einen 
gestalteten oder kulturellen als auch einen 
eher natürlichen Charakter haben. Die Nut -
zung städtischer Grünflächen (UGS-Nut-
zung) wird definiert als jede Art von Besuch 
einer städtischen Grünfläche, ohne auf 
die Dauer des Aufenthalts, den Grund des 
Besuchs oder die während des Besuchs 
ausgeübte Tätigkeit zu achten; z. B. wird 
auch der Durchgang auf dem Weg zu einem 
Ziel gezählt (Schipperijn et al. 2010). 
 
Stadtnatur reduziert Stress und fördert die 
körperliche Gesundheit. Grüne Infrastruk-
tur in den Städten regt die dort lebenden 
Menschen zu mehr Bewegung an und trägt 
somit dazu bei, die körperliche Gesundheit 
zu steigern. 
Bewegungsmangel gehört zu den wesent-
lichen Ursachen der nicht-infektiösen, durch 
die Lebensweise der Menschen in den 
entwickelten westlichen Gesellschaften 
bedingten Krankheiten. Alles, was Bewe -
gung fördert, reduziert Übergewicht, Dia -
betes und Bluthochdruck und leistet einen 
wesentlichen Beitrag zur Gesundheit der 
Bevölkerung. Neben einer Steigerung der 
Lebensqualität tragen Parks und Straßen -
bäume dazu bei, Ängste, depressive Störun -
gen, psychosomatische Beschwerden und 
andere psychische Störungen zu mindern 
(Spitzer 2019, WHO 2016). 
Für die Zielgruppe Menschen im Alter ist 
die stadtklimatische Qualität des grünen 
Aufenthaltsortes entscheidend. Prägende 
Faktoren sind das Vorhandensein von 
hohen Bäumen, die einen entsprechenden 
Schattenwurf aufweisen, und Blattwerk, 
das durch eine Verdunstungsleistung eine 
Kühlung des Umfeldes erzeugt. Zudem 
sind auch wichtige Faktoren wie Sitzbänke, 
Springbrunnen oder Trinkbrunnen ent-
scheidend, um die Aufenthaltsqualität bei 
Hitzeereignissen zu steigern. Aufgrund von 
altersbedingten Mobilitätseinschränkungen 
spielt für Menschen im Alter die fußläufige 
Erreichbarkeit von städtischen Parks eine 
besondere Rolle (Artmann et al. 2017). 
Zur Konkretisierung und weiteren Priorisie-
rung der Maßnahmenliste im Kölner Hitze -
aktionsplan für Menschen im Alter ist es 
sinnvoll, Daten zur Bevölkerungsverteilung 
und -entwicklung sowie zu hitzebelasteten 
Siedlungsbereichen im Stadtgebiet aus -
zuwerten. Gerade für Menschen mit einer 
eingeschränkten Mobilität ist das nähere, 
fußläufig erreichbare Umfeld wichtig.

118
Zugang von Einwohnenden über 80 Jahren zu Grünflächen
Distanz zu Grünflächen > 80-jährige
 < 160 m 
 160–240 m 
 240–320 m
 320–400 m 
  > 400 m
Abbildung 6.34: Dargestellt ist die fußläufige Distanz/Erreichbarkeit von Grün  flächen auf Basis der Sta -
tistischen Quartiere für die Altersgruppe der über 80-Jährigen unter Berücksichtigung der Verteilung der 
Wohn adressen dieser Altersgruppe im Stadtraum. Datengrundlage: Einwohnerdaten 2020 und Statistische 
Quartiere: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 2020. Stadtkarten: Stadt Köln.
6. Ergebnisse 
6.3 Erweiterte Vulnerabilitätsanalyse: Erreichbarkeit von Grünflächen in Köln

6.3 Erweiterte Vulnerabilitätsanalyse: Erreichbarkeit von Grünflächen in Köln
119
Die Ist-Analyse der Infrastrukturen im näheren Umfeld kann als 
Grundlage für eine Bedarfsplanung herangezogen werden, um eine 
nachhaltige Stadtentwicklung und Bauleitplanung voranzubringen. 
Zudem zeigt die Analyse relevanten Handlungsbedarf auf räumlicher 
Ebene auf und hilft, gezielt Maßnahmen im Bestand zu verorten. In 
Planungsvorhaben sollte zusätzlich zum Erhalt und zur Schaffung 
von städtischen Parks auch deren fußläufige Erreichbarkeit („walka -
bility“) insbesondere durch Menschen 65+ berücksichtigt werden.  
 
Dieser Ansatz wird auch durch die Weltgesundheitsorganisation 
(WHO) mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verfolgt. 
Unter dem Motto „niemanden zurücklassen“ wird das Ziel formuliert, 
allgemeinen Zugang zu sicheren, inklusiven und leicht zugänglichen 
grünen und öffentlichen Räumen zu schaffen, insbesondere für 
Frauen und Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinde -
rungen. Die durchgeführte räumliche Analyse zur Erreichbarkeit von 
Grünflächen in der Stadt Köln liefert wichtige Informationen zu die -
sem Faktor, durch den Hitzebelastung reduziert werden kann.  
 
Abbildung 6.34 weist quartiersweise gemittelt in 5 Klassen die Dis-
tanz aus, die eine über 80-jährige Person von ihrer Wohn  adresse zu 
einem Park zurückzulegen hat. Eine deutliche Häufung von Wege -
beziehungen von über 400 Metern zeigt sich linksrheinisch in der 
dicht bebauten Kernstadt vom Rhein bis zum äußeren Grüngürtel.  
 
Dies betrifft u. a. die Zentren von Rodenkirchen, Sürth und Lövenich. 
Rechtsrheinisch sind die betroffenen Quartiere über alle Stadtbe -
zirke verteilt. Besonders ungünstig ist die Situation in den Zentren 
von Deutz, Mülheim, Porz und Kalk. Im Stadtbezirk Chorweiler 
muss eine über 80-jährige Person hingegen keine langen Wege zur 
nächsten Grünfläche zurücklegen.

120
Weite und nahe Wege von Einwohnenden über 65 Jahren zu Grünflächen
 Wege über 400 m 
 Wege unter 160 m
Abb. 6.35: Dargestellt sind die Statistischen Quartiere mit dem kürzesten und den weitesten fußläufigen 
Wegen zu Grün flächen für die Altersgruppe der über 65-Jährigen unter Berücksichtigung der Verteilung der 
Wohn adressen dieser Altersgruppe im Stadtraum. Datengrundlage: Einwohnerdaten 2020 und Statistische 
Quartiere: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 2020. Stadtkarten: Stadt Köln.
6. Ergebnisse 
6.3 Erweiterte Vulnerabilitätsanalyse: Erreichbarkeit von Grünflächen in Köln

6.3 Erweiterte Vulnerabilitätsanalyse: Erreichbarkeit von Grünflächen in Köln
121
Abbildung 6.35 stellt die fußläufige Erreichbarkeit von öffentlich 
zugänglichen Grünflächen für die Altersgruppe 65+ dar. Angegeben 
ist die jeweils für die Statistischen Quartiere gemittelte Wegstre -
cke von der Wohnung zum nächstgelegenen Parkeingang. Darge -
stellt sind besonders weite Wege mit einer Strecke von mehr als 
400 Metern und besonders kurze Wege mit einer Länge von unter 
160 Metern. Dabei wird deutlich, dass kurze Wegstrecken zu Parks 
nicht nur in den weiter vom Stadtzentrum entfernt gelegenen 
Quartieren auftreten (z. B. Chorweiler– Turkuplatz, Bilderstöckchen 
– Heinrich-Pesch-Str. Langel (lrh.)–Rheinkassel, Libur, Kölnberg), 
sondern auch in der Innen stadt (z. B. Fachhochschule Deutz–Messe, 
Gereons-Viertel–Klingelpützpark).  
 
Auffällig sind die nebeneinander liegenden Quartiere nördlich der 
Aachener Straße in Braunsfeld, Ehrenfeld, Bickendorf, die jeweils 
eine weite Entfernung von über 400 Metern zu einer Grün fläche  
aufweisen.

122
6. Ergebnisse 
6.3 Erweiterte Vulnerabilitätsanalyse: Erreichbarkeit von Grünflächen in Köln
Abbildung 6.36 zeigt, in welchen Statisti -
schen Quartieren die Einwohnenden Wege 
von über 400 Metern zu Grünflächen 
zurücklegen müssen. Gleichzeitig sind 
über 60 Prozent der Einwohnenden über 
65 Jahren dieser Quartiere (sehr) hoch 
hitzebelastet. 
Die Hitzebelastung wurde anhand der 
höchsten Hitzeklassen der Planungshin -
weiskarte Hitze (Klassen 1 und 2) definiert.  
Auffällig ist die Häufung kritischer Bereiche 
in den linksrheinischen Quartieren nördlich 
der Aachener Straße (Innenstadt, Ehrenfeld, 
Braunsfeld, Bickendorf).  
 
 Hot Spots
Abb. 6.36: Fußläufige Erreichbarkeit von Grün  flächen für die Altersgruppe der über 65-Jährigen unter  
Berücksichtigung der Verteilung der Wohn adressen dieser Altersgruppe im Stadtraum. Dargestellt sind  
Statistische Quartiere, welche der weitesten Distanzklasse angehören und in denen zusätzlich mindestens 
60 % der Altersgruppe 65+ gemäß Planungshinweiskarte Hitze (2013) hoch bzw. sehr hoch hitzebelastet 
sind. Datengrundlage: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik 2020. Planungshinweiskarten  
Hitze: Stadt Köln, Umwelt- und Verbraucherschutzamt 2013. Stadtkarten: Stadt Köln.
Hot-Spot-Analyse: Weite Wege zu Grünflächen  in Kombination  
 mit (sehr) hoher Hitzebelastung der Gruppe 65 +

6.3 Erweiterte Vulnerabilitätsanalyse: Erreichbarkeit von Grünflächen in Köln
123
Hier zeichnen sich mehrere, zusammenhän -
gende Quartiere durch diese Mehrfachbe -
lastung aus. Die Einwohnenden haben nicht 
die Möglichkeit, sich bei Hitzeereignissen 
in nahe gelegene, öffentlich zugängliche 
Grünflächen zu begeben, ohne weitere Stre -
cken bewältigen zu müssen. Das Leitbild 
der „Stadt der 15 Minuten“ kommt aus dem 
stadtplanerischen Kontext und sieht vor, 
dass alle wichtigen Anlaufstellen für die Ein -
wohnenden innerhalb von rund 15 Minuten 
erreichbar sein sollen, ohne dass sie das 
Auto nutzen müssen.  
 
Es beschreibt, dass in der Stadt für alle Ein -
wohnenden Lebensmittelgeschäfte, haus -
ärztliche Versorgung, Erholungsräume und 
Schulen in einer Entfernung von 3 bis 4 km 
mit dem Rad oder 1 bis 1,5 km zu Fuß vom 
Wohnort aus erreichbar sein sollen. Zu den 
Städten, die dieses Konzept bereits umge -
setzt haben, gehören Bocholt (D), Nantes 
(F), Paris (F), Oslo (NOR) und Madrid (E).  
Für die Bewertung, wie weit eine 80-jährige 
Person in 15 Minuten gehen kann, ist nicht 
allein das biologische Alter maßgeblich, 
sondern auch die gesundheitliche Verfas -
sung und/oder Vorerkrankungen. Darüber 
hinaus spielt auch die gefühlte Entfernung 
eine Rolle. So hat die Untersuchung von 
Bjerke, T. et al. (2006) zur Patientenerreich-
barkeit von Gesundheitseinrichtungen erge-
ben, dass neben der rein physischen Entfer-
nung auch die gefühlte Reichweite aus Sicht 
von Patient*innen eine Rolle spielen kann.  
 
Auf der Basis der Analyse kann in den Sta -
tistischen Stadtquartieren Handlungsbedarf 
aufgezeigt werden. 
Die in diesem Projekt für Menschen im Alter 
in Köln erstellten Analysen zur Erreichbar-
keit von Grün flächen geben wichtige, empi-
risch abge sicherte Hinweise auf Hot-Spot-
Gebiete mit weiterem Handlungsbedarf 
zur Schaffung von öffentlich zugänglichen 
Grünflächen im Rahmen der Stadtplanung 
und Stadt entwicklung. 
Auf der Ebene der Bauleitplanverfahren 
können entsprechende Festsetzungen 
getroffen werden. Im Rahmen von Stadt-
entwicklungskonzepten, zum Beispiel im 
Rahmen von Städtebauförderprojekten wie 
EFRE-Förderungen, können Fokusräume 
identifiziert und einbezogen werden. Zur 
Festlegung von konkreten Maßnahmen 
sind weitere Auswertungen der Hot-Spot-
Gebiete auf Detailebene erforderlich.  
Die Zugänge zu öffentlichen Parks wurden 
bei der vorliegenden Auswertung durch 
Luftbildauswertungen und Ortsbegehungen 
identifiziert. Mögliche lokale „Trampelpfade“ 
und innerhalb von Wohnanlagen vorhan-
dene sogenannte „Pocket-Parks“ sind mög-
licherweise nicht erfasst worden.  
 
Schon sehr kleine Pocket-Parks zwischen 
den Wohngebäuden können einen schatti-
gen Aufenthalt bei Hitzeereignissen bieten, 
wurden aber in der Auswertung nicht als 
Park definiert.  
 
Hier ergibt sich ein Ansatzpunkt für eine 
weitere detailliertere Auswertung. Auch die 
Verteilung und Anzahl der Wohnadressen in 
den Statistischen Quartieren sind nicht in 
der Auswertung betrachtet worden.

124
6. Ergebnisse 
6.4 Identifikation von Akteur*innen und Multiplikator*innen bei der Stadt Köln
6.4 Identifikation von Akteur*innen und Multiplikator*innen bei der Stadt Köln
Die Erstellung eines Hitzeaktionsplans  
sowie die Umsetzung von hitzepräven-
tiven Anpassungsmaßnahmen ist  
eine Querschnittsaufgabe und setzt 
die Zusammen arbeit unterschiedlicher 
Akteur*innen voraus.
Das Akteur*innennetzwerk des Hitze -
aktionsplans für Köln setzt sich aus den 
Bereichen Stadtverwaltung, Wissenschaft, 
Pflege und Gesundheitswesen, Landes- und 
Bundesbehörden, Zivilgesellschaft und 
Netzwerke, Politik sowie städtische Unter-
nehmen und Stadtwerke zusammen.  
 
Zu jeder dieser Gruppen gehören Akteur-
*innen, die eine bestimmte Funktion oder 
Aufgabe besitzen. Aufgrund der verschie -
denen Rahmenbedingungen war die Bereit-
schaft zur Zusammenarbeit unterschiedlich 
ausgeprägt. So engagierten sich besonders 
ehrenamtliche Akteur*innen der Zivilgesell-
schaft und brachten sich entsprechend den 
persönlichen Möglichkeiten intensiv bei der 
Umsetzung von Maßnahmen ein. Die Ärzte -
schaft stellte demgegenüber, nicht zuletzt 
vor dem Hintergrund der COVID-19-Pan-
demie, nur eingeschränkte Kapazitäten 
für eine intensive Zusammenarbeit zur 
Verfügung. 
 
Für die Umsetzung des Hitzeaktionsplans 
für Menschen im Alter wichtige Organisatio -
nen bzw. Institutionen werden im Folgenden 
kurz beschrieben.
Stadtverwaltung  
Amt für Soziales, Arbeit und Senioren
Insbesondere vor dem Hintergrund des 
demografischen Wandels ist es Aufgabe 
des Amtes, die Leistungen und Angebote für 
ältere Menschen und Menschen mit Behin -
derungen weiter zukunftssicher auszurich-
ten. Damit das Leitbild „Seniorenfreund -
liches Köln“ auch zukünftig trägt, werden 
Struktur und Inhalte der Senior*innenförde -
rung unter Berücksichtigung der finanziellen 
Rahmenbedingungen und im Kontext der 
gesetzlichen Anforderungen kontinuierlich 
konzeptionell weiterentwickelt.
Seniorenberatung
Die Seniorenberatung bietet unabhän-
gige, vertrauliche und überkonfessionelle 
Informationen, Beratung, Hilfen bei Behör-
denangelegenheiten, Vermittlung ambu-
lanter Hilfen und vieles mehr an. Mit den 
Beratungsstellen für ältere Bürger*innen in 
Köln ist ein vielfältiges, frühzeitiges und kos-
tenloses Beratungsangebot zu Themen wie 
zum Beispiel Wohnen im Alter, ambulante 
und stationäre Pflege, Ansprüche gegen -
über Kranken- und Pflegekasse geschaffen 
worden.

6.4 Identifikation von Akteur*innen und Multiplikator*innen bei der Stadt Köln
125
Abb. 6.37: Darstellung des Akteur*innennetzwerks des HAP-Köln
Senioren -
vertretungen
Bezirksver-
tretungen
Ratsausschüsse  
(Ausschuss für Klima,  
Umwelt und Grün;  
Gesundheitsausschuss)
Politik
UBA, 
BBSR
Landeszentrum  
Gesundheit NRW
Umweltministerien  
(BMU, MULNV)
DWD LANUV
Landes- und  
Bundesbehörden
Kölner Verkehrs-  
Betriebe AG (KVB)
Stadtentwässerungs-
betriebe (StEB)
RheinEnergie AG
Städtische 
Unternehmen/
Stadtwerke
Apotheken Pflegedienste
Krankenhäuser
Sozial-Betriebe-Köln
Pflegeheime und  
Senioreneinrichtungen
Wohlfahrts  verbände;  
„Liga Wohlfahrt Köln“
Pflege und  
Gesundheitswesen
Ärzt*innen
Universitäten
Forschungsinstitute/  
Forschungseinrichtungen  
z.  B. Difu
Universitätskliniken  
(GeoHealth Centre Bonn; 
Zentrum für Geriatrie  
und Gerontologie)
Wissenschaft
Vereine Gemeinden
Senior*innen -
netzwerke
Zivilgesellschaft 
und Netzwerke
Senioren -
beratung
Berufsfeuerwehr, Amt  
für Feuerschutz,  
Rettungsdienst und 
Bevölker ungsschutz
Senioren  -
koordination
Stadt magazin  
Kölner Leben
Amt für Soziales,  
Arbeit und Senioren
Koordinationsstelle  
Klimaschutz
Umwelt- und  
Verbraucherschutzamt
Gesundheitsamt
Amt für  
Stadt entwicklung  
und Statistik
Sozialraum -
koordination
Amt für  
Landschaftspflege  
und Grünflächen
Stadtplanungsamt
Stadtverwaltung

126
6. Ergebnisse 
6.4 Identifikation von Akteur*innen und Multiplikator*innen bei der Stadt Köln
 
Die Seniorenberatung ist in den Außenstel-
len des Sozialamtes in den Stadtbezirken 
oder auch an den Standorten der folgenden 
Wohlfahrtsverbände zu finden:
•  Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e. V.
•  Diakonie gemeinnützige GmbH Köln und 
Region
•  Caritasverband für die Stadt Köln e. V.
•  Der Paritätische in Köln
•  Deutschen Rotes Kreuz
•  Synagogen-Gemeinde Köln für jüdische 
Mitbürger*innen
•  Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.
•  Arbeiter-Samariter-Bund e. V.
Seniorenkoordination
Die Seniorenkoordination arbeitet auf struk-
tureller Ebene mit allen Akteur*innen jedes 
Stadtbezirks zusammen. Sie unterstützt 
deren Vernetzung und Zusammenarbeit und 
schafft Transparenz bei den vorhandenen 
Angeboten und Hilfen in den Stadtbezirken. 
Dabei deckt sie neue Bedarfe und Entwick -
lungen auf und meldet diese an die Fach -
planung der Stadt Köln zurück. Die Senio -
renkoordination wird im Auftrag der Stadt 
Köln durch die Wohlfahrtsverbände und die 
Sozial-Betriebe-Köln (SBK) umgesetzt. 
Sozialraumkoordination 
Im Rahmen des Programms „Lebenswerte 
Veedel – Bürger- und Sozialraumorientie-
rung in Köln“ ist in den Sozialraumgebieten 
je ein*e Sozialraumkoordinator*in tätig.  
Die bestehenden Hilfen und Angebote sol-
len bestmöglich miteinander vernetzt sowie 
bedarfsgerecht und wirkungsvoll ausge -
richtet werden.
KölnerLeben
Das Stadtmagazin KölnerLeben bindet 
Menschen ab 55 Jahren aktiv in das gesell-
schaftliche, kulturelle und soziale Leben 
der Stadt ein. Das Magazin ist offizieller 
Bestandteil des Beratungskonzeptes für 
ältere Menschen der Stadt Köln. Ein Redak-
tionsteam der Stadt Köln, das zum Amt 
für Soziales, Arbeit und Senioren gehört, 
ist verantwortlich für die Redaktion und 
bietet journalistisch aufbereitete Inhalte 
zu aktuellen Themen. Die Zeitung ist ein 
wichtiger Multiplikator, um das Thema Hitze 
in der Stadt und gesundheitliche Präven-
tionsmaßnahmen für Menschen im Alter 
bereitzustellen. 
Feuerwehr und Rettungsdienste
Berufsfeuerwehr und freiwillige Feuerweh -
ren sowie weitere Rettungsdienste sind 
wichtige Akteure im Kontext von Hitzebe-
lastung alter Menschen, da sie oft als Erste 
gerufen werden, wenn gesundheitliche Pro-
bleme und Notsituationen auftreten.
www.stadt-koeln.de/service/  
produkt/seniorenberatung-2
www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/  
soziales/senioren/seniorenberatung-  
hilfe-den-stadtbezirken  
www.stadt-koeln.de/  
politik-und-verwaltung/presse/  
seniorenkoordination-den-  
stadtbezirken
www.koelnerleben-magazin.de
sozialraumkoordination.koeln

6.4 Identifikation von Akteur*innen und Multiplikator*innen bei der Stadt Köln
127
Wissenschaft
Forschungseinrichtungen, insbesondere 
der Fachgebiete Public Health, Öffentliche 
Gesundheit, aber auch Allgemeinmedizin, 
die in der Stadt Köln und auch in der Region 
an den diversen Hochschulen vertreten sind, 
können eine wichtige Rolle bei der Entwick-
lung und Evaluation von Interventionen spie-
len. Zudem tragen sie neue Erkenntnisse als 
akademische Lehreinrichtungen zu ihren 
Studierenden. 
 
Pflege und Gesundheitswesen
Sozial-Betriebe-Köln
Im Mittelpunkt der Arbeit der Sozial-Betrie -
be-Köln gemeinnützige GmbH (SBK; eine 
Tochtergesellschaft der Stadt Köln) steht 
die Bereitstellung von Wohn- und Pflege -
angeboten für ältere Menschen sowie von 
vielfältigen Wohn- und Arbeitsangeboten 
für Menschen mit Beeinträchtigung. Ergänzt 
und flankiert werden diese durch nieder-
schwellige Service- und Beratungsangebote 
für beide Zielgruppen.
Träger der freien Wohlfahrtspflege
Unter Freier Wohlfahrtspflege werden alle 
Dienste und Einrichtungen verstanden, die 
sich in freigemeinnütziger Trägerschaft 
befinden und sich in organisierter Form im 
sozialen Bereich und im Gesundheitswesen 
betätigen. Sie arbeiten unabhängig und 
partnerschaftlich mit den öffentlichen Sozi -
alleistungsträgern zusammen mit dem Ziel 
einer sinnvollen und wirksamen Ergänzung 
von sozialen Angeboten zum Wohle der 
Hilfesuchenden.
 
 
Die „Liga Wohlfahrt Köln“ ist ein Zusam-
menschluss der sechs Verbände der Freien 
Wohlfahrtspflege (Arbeiterwohlfahrt, Cari -
tas, Der Paritätische, Diakonisches Werk, 
Deutsches Rotes Kreuz, Synagogen-Ge -
meinde). Die Weiterentwicklung der sozia-
len Arbeit und die Sicherung bestehender 
Angebote innerhalb und außerhalb der 
Kölner Verbände bilden den Grundstein 
des gemeinsamen gesellschaftspolitischen 
Engagements. Sie betreiben und initiieren 
Projekte in der Sozial-, Jugend- und Seni -
or*innenarbeit und fördern das bürger-
schaftliche Engagement, den Zusammen -
halt und die Chancengerechtigkeit.
Arbeitsgemeinschaft  
Offene Senior*innenarbeit
Die sechs Verbände der „Liga Wohlfahrt 
Köln“ haben gemeinsam mit den SBK die 
Arbeitsgemeinschaft Offene Senior*in -
nenarbeit gegründet, um ihre Angebote 
miteinander zu koordinieren und abzustim-
men. Ein Träger hat jeweils für ein Jahr die 
Federführung. Dieser Kreis konnte als wich -
tiger Multiplikator für den Hitzeaktionsplan 
gewonnen werden.
Pflegedienste
Ambulante Pflegedienste unterstützen Pfle -
gebedürftige und ihre Angehörigen bei der 
Pflege zu Hause. Sie bieten Familien Unter-
stützung und Hilfe im Alltag, damit pfle -
gende Angehörige zum Beispiel Beruf und 
Pflege sowie Betreuung besser koordinieren 
und organisieren können. 
www.sbk-koeln.de
www.liga.koeln

128
6. Ergebnisse 
6.4 Identifikation von Akteur*innen und Multiplikator*innen bei der Stadt Köln
Das Leistungsangebot des ambulanten 
Pflegedienstes erstreckt sich über ver -
schiedene Bereiche. Dies sind vor allem 
körperbezogene Pflegemaßnahmen, pfle -
gerische Betreuungsmaßnahmen, häusliche 
Krankenpflege sowie Beratung der Pfle -
gebedürftigen und ihrer Angehörigen. Die 
ambulante Pflege ermöglicht Betroffenen, 
in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben.
In Köln bietet eine Vielzahl an Organisatio -
nen Leistungen der ambulanten Pflege an.
Haushaltsnahe Dienstleistungen  / 
präventive Hausbesuche
Das Amt für Soziales, Arbeit und Senio -
ren bietet in Kooperation mit der Freien 
Wohlfahrtspflege Köln und den SBK für 
Menschen ab 75 Jahren eine kostenlose, 
qualifizierte, unabhängige und vertrauliche 
Beratung zu Hause an. Für die Hausbesuche 
für ältere Menschen gibt es in jedem Stadt -
bezirk eine Ansprechperson. Die Berater*in -
nen vermitteln wenn nötig unterstützende 
Hilfen, damit ein Leben in den eigenen vier 
Wänden so lange wie möglich sichergestellt 
werden kann.
Apotheken
Apotheken stellen für Menschen im Alter 
oft die erste Anlaufstelle dar, wenn es um 
gesundheitliche Fragen geht, weil sie oft 
wohnortnah erreichbar sind, dem Apothe -
kenpersonal in der Regel großes Vertrauen 
entgegengebracht wird und zudem während 
der Öffnungszeiten das Prinzip der offenen 
Tür besteht. 
Eine weitere wichtige Funktion von Apothe-
ken, die immer wieder diskutiert und ange -
führt wird, ist ihre mögliche Funktion als 
„Cooling Center“ bei Hitzewellen.
Ärzt*innen
Die Hausärzteschaft hat eine zentrale 
Bedeutung bei der ambulanten medizini-
schen Versorgung älterer Menschen. Ihnen 
kommt eine wichtige, vermittelnde Funktion 
zwischen Hitzeaktionsplanung und der Ziel-
gruppe zu. Insofern ist es für die Umsetzung 
eines Hitzeaktionsplans sehr wichtig, die 
Hausärzteschaft einzubinden. Dies kann 
über die Kassenärztliche Vereinigung, aber 
auch über andere Zusammenschlüsse gelin -
gen wie den Hausärztebund oder die von 
Ärzt*innen gegründete und getragene Deut-
sche Allianz Klimawandel und Gesundheit 
e. V. (KLUG) oder KlimaDocs e. V. – Ärzt*in-
nen für den Klimaschutz mit Sitz in Köln. 
Landes- und Bundesbehörden
Bei den Umwelt- und Gesundheitsbehör-
den des Landes (LANUV, LZG) ebenso wie 
des Bundes (UBA, RKI) findet sich große 
Expertise für zahlreiche Fragen im Zusam -
menhang mit Klimawandel, Hitzebelastung 
und Gesundheit. Es ist sehr sinnvoll, diese 
Expertise in geeigneter Weise, zum Beispiel 
durch die Schaffung eines wissenschaftli -
chen Beirats, zu gewinnen und einzubinden. 
Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass diese 
Institutionen bzw. ihre ausgewiesenen Sach-
verständigen sich nur sehr eingeschränkt 
auf kommunaler Ebene einbringen können.
www.stadt-koeln.de/artikel/63972

6.4 Identifikation von Akteur*innen und Multiplikator*innen bei der Stadt Köln
129
Zivilgesellschaft und Netzwerke
Senioren-Netzwerke
In den Senioren-Netzwerken gehen die 
älteren Kölner*innen aktiv und produktiv 
ihren Interessen nach. Seit 2002 entstan -
den in vielen Veedeln Nachbarschaftscafés, 
Wander- und Fahrradgruppen, Heimwerker-
dienste und weitere Angebote.  
 
Ziele sind die Verbesserung der Lebenswelt 
von älteren Menschen sowie Angebote im 
Bereich Gesundheit, Gesellschaft, Kultur 
und Bildung zu erhalten oder zu entwickeln. 
Mittlerweile sind es über sechzig Netzwerke 
(ca. 30 selbstorganisiert und 30 mit Unter-
stützung von hauptamtlichen Kräften), die 
das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 
gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden 
etabliert hat. 
Vereine und Gemeinden
Auch die großen Religionsgemeinschaften 
bieten vielfältige Angebote für ältere Men -
schen an und stellen damit eine weitere 
wichtige Säule der regionalen Akteur*innen 
dar. Dies trifft ebenfalls für die breite Ver-
einslandschaft zu, in der Gleichgesinnte zu 
den vielfältigsten Interessen und Themen 
zusammenkommen und aktiv werden.
 
Politik
Stadtarbeitsgemeinschaft Seniorenpolitik
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Seniorenpo -
litik berät den Rat, seine Ausschüsse, die 
Bezirksvertretungen und die Verwaltung im 
Vorfeld von Entscheidungen zu Fragen, die 
ältere Menschen betreffen.
Seniorenvertretung Köln (SVK)
Die Seniorenvertretung Köln (SVK) ver-
tritt die Interessen der älteren Generation 
gegenüber politischen Gremien und Einrich -
tungen, die für Senior*innen wichtig sind.  
 
Sie stellt Kontakte her zu den zuständigen 
Stellen der Stadt- und Bezirksverwaltung, 
zu den Wohlfahrtsverbänden und zu allen 
weiteren Organisationen. Sie berät in allen 
für ältere Menschen relevanten Angelegen -
heiten und unterstützt persönliche Anliegen 
mit Rat und Tat. Die Seniorenvertretung ist 
in den Arbeitsgemeinschaften Seniorenpoli -
tik sowohl in den Stadtbezirken als auch auf 
gesamtstädtischer Ebene tätig und in den 
meisten Fachausschüssen des Rates. 
Städtische Unternehmen und Stadtwerke
Stadtwerke Köln 
Die Stadtwerke Köln GmbH (SWK) bietet der 
Bevölkerung Kölns ein breites Angebot an 
Dienstleistungen rund um Energie und Was-
ser, Mobilität, Sauberkeit und Abfallentsor-
gung, Gütertransport, Telekommunikations-
leistungen sowie Sport und Freizeit. Bei der 
Leistungserbringung ist der Hitzeschutz der 
Sachverständigen eine nicht zu vernachläs-
sigende Anforderung.
 
www.seniorennetzwerke-koeln.de
www.stadt-koeln.de/artikel/70233/
www.stadt-koeln.de/politik-und-ver -
waltung/ausschuesse-und-gremien/
seniorenvertretung-der-stadt-koeln

130
6. Ergebnisse 
6.5 Ergebnisse der Vernetzungstreffen
RheinEnergie AG
Als Trinkwasserversorger sieht die Rhein-
Energie AG die Information und Aufklärung 
über den richtigen und gesundheitsgerech -
ten Konsum von Trinkwasser und die Trink-
wasserqualität als ihre Aufgabe an. Daher ist 
sie auch Projektpartner des HAP- Köln.  
Kölner Verkehrsbetriebe AG
Die Kölner Verkehrsbetriebe AG (KVB) 
betreibt den öffentlichen Personennahver-
kehr der Stadt Köln. Informationen können 
über die Werbeflächen der Busse und Bah -
nen sowie über die elektronischen Anzei -
getafeln verbreitet werden. Die KVB stellt 
zudem auch klimatisierte Fahrzeuge als 
Hitzeschutz für die Fahrgäste zur Verfügung.  
Stadtentwässerungsbetriebe Köln  
(StEB Köln)
Die Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) 
Köln engagieren sich für blau-grüne Infra-
struktur und liefern auf diese Weise einen 
langfristigen Beitrag zum klimawandelge-
rechten Umbau des öffentlichen Raums.
6.5 Ergebnisse der Vernetzungstreffen
Die oben genannten Akteur*innen in die 
Arbeit am Hitzeaktionsplan der Stadt Köln 
zu integrieren, war eines der wichtigsten 
Ziele des Projekts. Hierfür wurden ver-
schiedene trisektorale, aber auch interkom -
munale Vernetzungstreffen durchgeführt. 
Außerdem wurden die Akteur*innen regel-
mäßig per Rundbrief über den aktuellen 
Projektstand sowie weitere wichtige Infor-
mationen im Zusammenhang mit Hitze und 
Gesundheit informiert.
6.5.1 Trisektorale Vernetzung –  
Fachworkshop (Kick-off-Meeting) Früh -
jahr 2019
Das erste Vernetzungstreffen diente dazu, 
sich als Projektteam bei den geladenen 
Akteur*innen vorzustellen, die Fragestellung, 
die Ziele und die Herangehensweise des 
Projekts „HAP-Köln“ darzustellen und erste 
Ideen zu sammeln. Für das Hintergrundwis-
sen sorgten drei Impulsvorträge:
•  Herr Dr. Hans-Guido Mücke, Umweltbun-
desamt: „Handlungsempfehlungen zur 
Erstellung von Hitzeaktionsplänen zum 
Schutz der menschlichen Gesundheit“
•  Frau Kerstin Conrad, ILS Institut für Landes- 
und Stadtentwicklungsforschung gGmbH 
Dortmund: „Summer in the City - Empiri -
sche Befunde zum Erleben und Verhalten 
älterer Menschen bei Hitze“
•  Frau Dr. Alina Herrmann, Kurpfalzkran-
kenhaus Heidelberg und Uniklinikum 
Heidelberg: „Die Rolle von medizinischem 
Personal beim Schutz älterer Menschen in 
Hitzewellen“ 
 
In daran anschließenden aktiven Work-
shop-Phasen wurden an drei Thementi -
schen (I. Hitzeaktionsplan; II. Maßnahmen 
und Best Practice und III. Information und 
Kommunikation) unterschiedliche Leitfra-
gen bearbeitet.  
Bei den Ergebnissen handelt es sich um 
Ideen und Vorschläge der Teilnehmenden, 
die anschließend diskutiert wurden. Dabei 
wurde unter anderem festgestellt, dass das 
Pflegepersonal in Langzeitpflegeeinrichtun -
gen bzgl. der Themen Hitze und Gesundheit 
bereits viele eigene Ideen aus der Praxis hat.

6.5 Ergebnisse der Vernetzungstreffen
131
 
Außerdem wurde deutlich, dass die perso -
nellen Engpässe während der Sommermo -
nate problematisch sind, da der Mehrbedarf 
an Arbeitskräften gerade während Hitzewel-
len aufgrund von erhöhter Urlaubsabwesen-
heit oft nicht gedeckt werden kann.  
Ein weiterer interessanter Punkt war der 
Austausch der Akteur*innen zur Erreich-
barkeit der Menschen im Alter. Hier wurde 
auf bereits bestehende Senior*innen-Netz -
werke, Kirchengemeinden und Nachbar-
schaftshilfen hingewiesen.  
 
Dennoch gestaltet sich die Umsetzung häu-
fig schwierig, da bestimmte Routinen zum 
Beispiel in Pflegeheimen nicht kurzfristig 
bei Hitzeperioden angepasst werden kön -
nen. Speisepläne werden beispielsweise 
bereits 6 Wochen im Voraus geplant und 
lassen sich für die hohe Anzahl an Men -
schen 65+ nicht kurzfristig ändern. Als 
Chance sollten Erfahrungen von Menschen 
aus „heißen“ Herkunftsländern genutzt und 
diese auf die deutsche Lebensweise über-
tragen werden. Angepasste Öffnungszeiten 
bei der Mittagshitze wäre ein Beispiel.  
Als weiteres Ergebnis wurde festgehalten, 
dass eine Vernetzung nicht nur innerhalb 
der jeweiligen Stadt, sondern auch inter-
kommunal sinnvoll ist, um sukzessiv einen 
flächendeckenden Hitzeaktionsplan für 
Deutschland etablieren und sich unter-
einander vernetzen und austauschen zu 
können. Daraus entstand die Idee für den 
Städtedialog Hitzeanpassung.
Akteursworkshops
Im Frühjahr 2021 fanden drei Akteurs-
workshops zum Austausch mit lokalen 
Akteur*innen statt. Unter den jeweils 
ca. 20 Teilnehmenden auf operativer Ebene 
waren verschiedene Akteur*innen aus den 
Bereichen Stadtverwaltung und Stadtwerke 
Köln, Wissenschaft, Ärzteschaft, Senioren -
vertretung und weiteren zivilgesellschaft-
lichen Netzwerken vertreten. Gemeinsam 
wurden relevante Prozesse sowie nützliche 
Informationen erfasst, die zur Erstellung 
eines Hitzeeinsatzplanes für die Stadt Köln 
und eines Köln-spezifischen „Hitzeknigge“ 
bedeutsam sind.  
 
Im ersten Workshop standen die Vernet-
zung der verschiedenen Akteur*innen und 
die Sensibilisierung für das Thema Hitze im 
Vordergrund. Neben der Projektvorstellung 
wurden maßgebliche Akteur*innen für die 
Erstellung eines Hitzeeinsatzplans erfasst 
und die Ist-Situation erhoben.  
 
In zwei Arbeitsgruppen wurden Maßnah -
men mit hohem Praxisnutzen identifiziert.
So wurden beispielsweise Maßnahmen 
mit einem hohen Aufwand genannt, wie 
Trinkwasserbrunnen, Stadtbegrünung und 
Verschattungssysteme. Zu den genannten 
Maßnahmen mit geringem Aufwand zählen 
verschiedene Vernetzungs- und Öffentlich-
keitsarbeiten sowie angepasste Informati-
onsmaterialien, die zur Sensibilisierung für 
Hitze helfen.  
Anschließend kamen erste Schwierigkeiten 
und Hemmnisse zur Sprache. Zu den wich -
tigsten Punkten gehören die Erreichbarkeit 
und Sensibilisierung der Menschen im Alter 
und die mangelnden Ressourcen (personell, 
finanziell).

132
6. Ergebnisse 
6.5 Ergebnisse der Vernetzungstreffen
Bei der Analyse der Ergebnisse des ersten 
Akteursworkshops wurde deutlich, dass 
im gesamten Stadtgebiet einerseits und in 
den Veedeln andererseits unterschiedliche 
Maßnahmen benötigt werden (Abb. 6.38). 
Dieser Ansatz wurde im zweiten Workshop 
aufgegriffen und diente der Konkretisie-
rung sowie Ergänzung bisher identifizierter 
Maßnahmen. 
Für die Hitzeeinsatzplanung in Köln sollen 
ausgewählte Maß nahmen als zentrale Ele-
mente konkretisiert werden und somit eine 
breite Basis für die gemeinsame Umsetzung 
eines Hitzeeinsatzplans geschaffen werden. 
Die Aufgabe der Akteur*innen war es, zu 
benennen, wann sie welche Maßnahmen zur 
Hitzeprävention umsetzen wollen bzw. wie 
sie diese in die tägliche Arbeit integrieren 
und zu ihrer Umsetzung beitragen können. 
Dabei sollte zwischen mittel- / langfristi-
gen Maßnahmen („vor dem Sommer“) und 
kurz fristigen /akuten Maßnahmen wäh -
rend der Hitzeereignisse sowie zwischen 
stadtweiten Maßnahmen und Maßnahmen 
für einzelne Veedel unterschieden werden. 
Anschließend erfolgte eine Priori sierung der 
Maßnahmen durch die Teilnehmenden des 
Akteursworkshops. 
Das Ergebnis zeigt, dass der Fokus in den 
Veedeln auf Sensibilisierungsmaßnah-
men und stadtweit auf Öffentlichkeitsar-
beit / Veranstaltungen, Akteur*innennetz-
werken sowie auf gepflegten öffentlichen 
Toiletten liegt (siehe Abb. 6.39). Dabei 
wurde von den Beteiligten darauf hingewie-
sen, dass es bereits ausreichende Wege 
der Informationsweitergabe gibt. So können 
beispielsweise bereits bestehende Web-
seiten, Zeitschriften oder Telefonhotlines 
genutzt werden. 
Abb. 6.38: Differenzierung der Maßnahmen: Stadtweit und Veedel (eigene Darstellung).
Veedel
Stadtweit
Cooling  
Center
Sensibilisierung 
Ernährung
Quartiers-
konzepte
Ventilatoren
Verbreitung  
Informations-
material
Sensibilisierung 
des sozialen  
Netzes
Ansprechen von  
Gewerbe -
betreibenden
Aktives  
Hitzetelefon
Nette  
Toilette
Projektsong  
„Drinke“
Bekanntmachung  
DWD-Newsletter
Akteur*innen-  
Netzwerk
Senior*innen- 
Website 
Öffentlichkeits-
arbeit auf  
Veranstaltungen
KVB-  
Laufband
Unter-
stützende 
Dienste
Netzwerk-
aufbau
Integration von Hitze 
in die vorsorgenden 
Hausbesuche

6.5 Ergebnisse der Vernetzungstreffen
133
 
Das Ziel des dritten Workshops war neben 
der Vervollständigung der Elemente des Hit-
zeeinsatzplans mit Aufgaben- und Zustän -
digkeitsverteilung der Akteur*innen sowie 
einem möglichst geeigneten Umsetzungs -
zeitraum der einzelnen Maßnahmen die 
Diskussion zur Erstellung des „Hitzeknigge“. 
Hierzu wurden erste Ideen für eine lokal 
adaptierte Informationsbroschüre erarbeitet 
(siehe Maßnahme „Hitzeknigge“). Als Idee 
wurde genannt, die Broschüre mit stadt-
weiten Informationen an zentralen „Sam-
melpunkten“, wichtigen Institutionen und 
kühlen Standorten auszulegen. Als weitere 
Möglichkeit wurde genannt, die Inhalte der 
Broschüre nach Stadtbezirken zu gliedern.  
Für den Hitzeeinsatzplan stellte das Pro -
jektteam einen ersten Entwurf vor, der 
gemeinsam mit den Akteur*innen diskutiert 
und ausgearbeitet wurde. Der Aufbau und 
die Vorgehensweise des Hitzeeinsatzplans 
werden in Kapitel 7.1 beschrieben.  
 
In Zukunft soll der Hitzeeinsatzplan auf wei -
teren Vernetzungstreffen vorgestellt und bei 
Workshops gemeinsam mit den Akteur*in-
nen aktualisiert und weiter ausgearbeitet 
werden. Alle Teilnehmenden des Workshops 
sprachen sich für eine Weiterführung der 
Zusammenarbeit aus mit dem Ziel, die 
gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze in 
der Stadt Köln zu reduzieren, und sind gerne 
bereit, sich aktiv einzubringen, sei es im 
Rahmen des Hitzeeinsatzplans oder weite -
rer Vernetzungstreffen.
 
Runder Tisch Seniorenarbeit
Der Runde Tisch Seniorenarbeit ist das zen -
trale Informations-, Austausch- und Vernet-
zungsgremium für die Senior*innenarbeit im 
Stadtbezirk.  
 
Viermal im Jahr werden in jedem Stadtbe -
zirk Informationen für Menschen im Alter 
zusammengetragen und es findet ein Aus -
tausch über aktuelle Themen statt. Im Rah -
men des Projekts wurden in den Stadtbe -
zirken Nippes, Kalk, Lindenthal, Chorweiler, 
Innenstadt und Mülheim die Ergebnisse zum 
Projekt vorgestellt und Informationsmaterial 
zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig wurde 
dieser Kreis genutzt, weitere Multiplika -
tor*innen anzuwerben und Maßnahmen 
in den jeweiligen Bezirken umzusetzen. 
Hierbei stand die Sensibilisierungsarbeit im 
Fokus, die von den Mitwirkenden mithilfe 
des zur Verfügung gestellten Informations-
materials an die Zielgruppe weitergegeben 
wird.  
 
In Anschluss an die Veranstaltungen ist die 
Nachfrage nach dem Hitzeknigge, dem Pos -
ter mit 11 Hitzetipps und dem Hitze-Fächer 
angestiegen und es mussten Sensibilisie -
rungsprodukte nachbestellt werden.
Abschlussveranstaltung Frühjahr 2022
Die Abschlussveranstaltung des Projekts 
wurde als Hybrid-Veranstaltung durchge-
führt. Im VHS-Forum der Volkshochschule 
Köln wurden Fachvorträge zu den Ergebnis-
sen gehalten.

134
6. Ergebnisse 
6.5 Ergebnisse der Vernetzungstreffen
Abb. 6.39: Die nach Einschätzung der Teilnehmenden des 2. Akteursworkshops  
wichtigsten Maßnahmen in den Veedeln und in der gesamten Stadt (eigene Darstellung). 
In den Veedeln: 
Welches sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten drei Maßnahmen,  
um zukünftig Hitzeereignisse gut zu überstehen? 
Quartierskonzept Hitze 61
56
39
39
33
28
22
11
6
0
 Netzwerkaufbau 
 Angebot von unterstützenden 
Diensten bei Hitze 
Verbreitung von  
Informationsmaterial 
Sensibilisierung des sozialen Netzes 
Identifikation und Bekanntma -
chung von Cooling Centern 
Sensibilisierung Ernährung 
Integration von Hitze in die  
vorsorgenden Hausbesuche 
Ansprechen von  
 Gewerbebetreibenden 
Ventilatoren langfristig besorgen
0 25 50 75 100 % 
Stimmen der Teilnehmenden

6.5 Ergebnisse der Vernetzungstreffen
135
65
59
41
41
35
24
18
12
Stadtweit:
Welches sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten drei Maßnahmen,  
um zukünftig Hitzeereignisse gut zu überstehen? 
Öffentlichkeitsarbeit auf  
Veranstaltungen  
(Seniorenfeste, Straßenfeste) 
Akteur*innennetzwerk 
Nette Toilette für Testgebiet 
Laufband zur Hitzewarnung in 
der KVB im Sommer 
Aktives Hitzetelefon 
Projektsong „Drinke“ mit Video 
zur Sensibilisierung 
Senior*innen-Website 
Bekanntmachung  
DWD-Newsletter 
0 25 50 75 100 % 
Stimmen der Teilnehmenden

136
6. Ergebnisse 
6.5 Ergebnisse der Vernetzungstreffen
Diese waren gleichzeitig online verfügbar. 
Im Rahmen der Veranstaltung wurden die 
Ergebnisse der Befragung von Menschen im 
Alter ebenso wie die Maßnahmen zur Hitze -
prävention dargestellt. Auch der Hitzeein-
satzplan und die identifizierten Akteur*in -
nen /Multiplikator*innen wurden vorgestellt.  
Der Kölner Hitzeaktionsplan wurde zudem 
aus den unterschiedlichen Perspektiven 
Kommune, Land und Bund kommentiert und 
bewertet. Eine begleitende Poster-Ausstel-
lung im Forum zeigte die Projektergebnisse 
auf. Musikalisch wurde die Veranstaltung 
von der Band Klabes mit dem Projektsong 
„Drinke“ begleitet.
6.5.2 Interkommunale  
Vernetzung – Städtedialog I
Am ersten interkommunalen Vernetzungs-
treffen waren die Städte Berlin, Düsseldorf, 
Frankfurt am Main, München, Neuss und 
Köln beteiligt. Im Rahmen dieses Erfah -
rungsaustausches wurden die Auswirkun-
gen des Klimawandels im urbanen Raum 
diskutiert. Dabei stellten die Kommunen 
ihre aktuellen und geplanten Aktivitäten zur 
Klimawandelanpassung dar.  
Der Schwerpunkt des Austausches waren 
die Überlegungen zu Erstellung eines 
kommunalen Hitzeaktionsplans. Die Pro -
jektbeteiligten stellten in einer interaktiven 
Diskussionsrunde die Kölner Aktivitäten im 
Rahmen des Projekts vor und regten einen 
Ideenaustausch für mögliche Maßnahmen 
zur Verminderung der gesundheitlichen Risi-
ken in Hitzeperioden an. 
Die gesammelten Ideen wurden diskutiert, 
sodass Chancen und Hindernisse sowie 
wichtige Akteur*innen herausgestellt wer-
den konnten. Bei dem ideenreichen und 
informativen Dialog wurden nicht nur Erfah-
rungen im Umgang mit Hitzewellen ausge-
tauscht, sondern gemeinsam neue Ideen 
und mögliche Interventionsmaßnahmen 
erarbeitet. 
Die Kommunen waren sich einig, dass Kli -
mawandelanpassung eine Querschnittsauf -
gabe ist, die durch viele Akteur*innen in der 
Verwaltung ausgeführt werden muss. Eine 
Vernetzung der verschiedenen Akteur*innen 
ist sinnvoll. Auch das Thema Wasser in der 
Stadt mit der Aufstellung von Trinkbrunnen 
und Wasservernebelung zur Kühlung wurde 
diskutiert. Das Thema „Nette Toilette“ muss 
dabei mit betrachtet werden. Die teilneh-
menden Kommunen identifizierten auch 
den Hitzeschutz im öffentlichen Raum und 
die Sensibilisierung u. a. durch Hitzekarten 
und Hitzespaziergänge als wichtige Themen. 
Aus- und Fortbildungen u. a. für medizini-
sches Personal, Architekt*innen zum Thema 
Hitzeschutz sollten angeboten werden.  
Städtedialog II
Der zweite Städtedialog im September 2021 
unter dem Motto „Kommunale Hitzeanpas -
sung“ wurde als virtuelles Vernetzungs-
treffen organisiert. An der Veranstaltung 
nahmen 19 deutsche Städte sowie zwei 
Referierende aus Wien teil. 
Nach einem Rückblick zum letzten Städte -
dialog von 2020 bot eine Umfrage per Men-
timeter die Chance, den Kreis der Teilneh-
menden besser kennenzulernen und erste 
inhaltliche Statements abzugeben.

6.5 Ergebnisse der Vernetzungstreffen
137
Alle teilnehmenden Kommunen waren sich 
einig, dass zur aktiven Durchführung von 
Hitzevorsorge am dringendsten qualifi-
ziertes Personal, Bewusstsein, Vernetzung, 
Best-Practice-Beispiele und finanzielle Res -
sourcen benötigt werden. 
 
Die Abbildung 6.42 zeigt, dass die teil-
nehmenden Kommunen unterschiedliche 
Maßnahmen bereits umsetzen bzw. planen. 
Wichtige Themen sind Öffentlichkeitsarbeit, 
Vernetzung der Beteiligten und Begrünung. 
Aber auch Maßnahmen während akuter Hit-
zewellen und stadtplanerische Maßnahmen 
werden genannt.  
In Impulsvorträgen wurden Best-Prac tice-
Maßnahmen zur Hitzevorsorge aus Wien 
vorgestellt. Die Stadt Wien hat viele klein -
räumige Projekte wie Trinkbrunnen oder 
Sprinkleranlagen flächendeckend im Stadt -
gebiet realisiert. Neben der erfolgreichen 
Finanzierung von Maßnahmen stellt sich am 
Wiener Beispiel heraus, dass insbesondere 
die behördenübergreifenden Kooperationen 
mit weiteren Akteur*innen eine schnellere 
und weitreichendere Umsetzung möglich 
macht.  
 
Dresden und Erfurt stellten zusammen das 
gemeinsame Projekt HeatResilientCity II 
sowie Aktivitäten der interkommunalen 
Zusammenarbeit vor. In zwei parallelen 
Arbeitsgruppen konnten sich die Teilneh-
menden über ihre Erfahrungen austauschen. 
Schwerpunktmäßig wurde über die Erstel-
lung von Hitzeaktionsplänen und Maßnah -
men zum Thema Wasser bzw. Trinkbrunnen 
in der Stadt diskutiert.  
 
Die Kommunen waren sich einig, 
dass Klimawandelanpassung eine 
übergreifende Herausforderung  
darstellt, die durch die Zusammen-
arbeit vieler Akteur*innen ausgeführt  
werden muss.   
Eine Vernetzung der verschiedenen 
Akteur*innen ist sinnvoll.

138
6. Ergebnisse 
6.5 Ergebnisse der Vernetzungstreffen
Städtedialog Hitzeanpassung 2021
Abb. 6.40: Übersicht der Kommunen, die am zweiten Städtedialog Hitzeanpassung  
teilnahmen (eigene Darstellung).
• München
• Nürnberg
• Würzburg
• Frankfurt
• Mannheim
• Karlsruhe
• Erfurt
• Kassel
• Hamburg
• Münster
• Hamm
• Oberhausen
• Duisburg
Dresden •
Ludwigsburg •
Köln •
• Düsseldorf
• Leverkusen
• Bonn

6.5 Ergebnisse der Vernetzungstreffen
139
Abb. 6.41: Ergebnisse einer Mentimeter-Umfrage im Rahmen des zweiten Städtedialogs (eigene Darstellung).
Was benötigen Sie derzeit am dringendsten, um die  
Hitzevorsorge in Ihrer Kommune voranzubringen?
Personal
Bewusstsein
Vernetzung
Politischer Wille
Mehr Grünflächen
Personalkapazität
strategische Ausrichtung
Verbindlichkeiten
Öffentlichkeit
VerordnungWeniger KfZ-Verkehr
Geld
Ziele
Kompetenzen
Finanzen
Strukturaufbau
Ratsbeschluss
Vernetzung von Ämtern
Personelle Ressourcen
Finanzielle Ressourcen
Best-Practice-Beispiele
Commitment
Blauflächen
Klare Ziele und Maßnahmen
Politisches Bewusstsein
Ämterzusammenarbeit
Politisches Interesse
Gesetzliche Regelung
Quantifizierung
Akzeptanz Klimaanpassung
Finanzierung
Verwaltungsinterne Zusammenarbeit
Rechtliche Grundlagen

140
6. Ergebnisse 
6.5 Ergebnisse der Vernetzungstreffen
Abb. 6.42: Maßnahmen zur Hitzevorsorge in 19 deutschen Kommunen (eigene Darstellung).
Welche Art von Maßnahmen zur Hitzevorsorge sind in  
Ihrer Kommune geplant bzw. werden bereits umgesetzt?
Wichtige Erkenntnisse waren hierbei, dass 
Forschungsprojekte wie das Projekt Heat-
ResilientCity II oder der HAP-Köln einen 
guten Einstieg für den Aufbau einer ersten 
Struktur mit drittmittelfinanziertem Perso -
nal darstellen. Eine anschließende Verste -
tigung der entwickelten Hitzeanpassungs -
maßnahmen ist notwendig.  
 
Die gesetzlichen Grundlagen und Anforde -
rungen für diese Aufgabe müssen nach Ein -
schätzung der kommunalen Vertretungen 
gestärkt und Hitzevorsorge als gesetzliche 
Pflichtaufgabe etabliert werden, damit die 
Bemühungen um Hitzeanpassung mittel- 
und langfristig erfolgreich sind. 
 
Der gemeinsame Dialog hat wichtige 
Aspekte zur Hitzevorsorge hervorgehoben. 
Aufgrund der positiven Rückmeldungen der 
teilnehmenden Kommunen und der erfolg-
reichen Umsetzung der beiden Städtedia -
loge zur Hitzeanpassung ist eine Fortset -
zung der kommunalen Vernetzung geplant.  
 
Der Schwerpunkt zukünftiger Treffen soll 
weiterhin die Entwicklung der kommunalen 
Hitzeaktionspläne sein. Die Organisation 
und Durchführung können im Wechsel von 
interessierten Kommunen übernommen 
werden. Für den Städtedialog im Oktober 
2022 konnte die Stadt Dresden gewonnen 
werden. 
 
4 noch unklar
22    Öffentlichkeitsarbeit  /  
Informations  vermittlung 
14  Etablierung  
von Warnsystem
16  Maßnahmen während  
akuter Hitzewellen
16  stadtplanerische  
Maßnahmen
18 
Begrünungs  maßnahmen
Maßnahmen der  12 
gesundheitlichen  
Prävention
Vernetzung  20 
Akteur*innen

6.6 Öffentlichkeitswirksame Veranstal tungen / Maßnahmen / Publikationen
141
6.6 Öffentlichkeitswirksame  
Veranstal tungen / Maßnahmen /  
Publikationen
Die Vorgehensweise und die Ergebnisse des 
Projekts sind im Rahmen von wissenschaft -
lichen Publikationen und Vorträgen bei 
Fachveranstaltungen präsentiert worden. 
Sie dienten gleichzeitig auch als Grundlage 
für die Erstellung von wissenschaftlichen 
Abschlussarbeiten. Neben dem wissen -
schaftlichen Erkenntnisgewinn diente das 
Projekt der Sensibilisierung und Vernet-
zung von Akteur*innen. Um diese für den 
Hitzeeinsatzplan zu gewinnen und den 
Bekanntheitsgrad des Projekts zu steigern, 
organisierte das Projektteam Workshops 
und Treffen mit Beteiligten und nahm selbst 
an regelmäßig stattfindenden Netzwerk -
treffen teil.  
 
Über Printmedien, Radio und TV-Beiträge 
wurde das Projekt in der Öffentlichkeit vor-
gestellt. Besonders hervorzuheben ist, dass  
der HAP-Köln bei der Nominierung zum 
Bundespreis „Blauer Kompass 2022“ unter 
240 Einsendungen in die Runde der besten  
20 Projekte ausgewählt worden ist.
Im Anhang A4 ist eine Übersicht über die 
einzelnen Projekt akti vitäten zu finden.
Abb. 6.43: Nominierung des Projekts HAP-Köln für den „Blauen Kompass 2022“.

7.  Entwicklung und 
Umsetzung von 
Interventions-
maßnahmen

144
7. Entwicklung und Umsetzung von Interventions maßnahmen
Die Hitzeprävention ist im Vergleich  
zu anderen Handlungsfeldern in der  
städtischen Gesellschaft in der Regel  
bislang noch wenig präsent.   
Die Stadt Köln ist eine der ersten  
Kommunen in Deutschland, die sich  
vor dem Hintergrund der zunehmenden  
Klimawandelfolgen dem Thema Hitze-
aktionsplanung widmet. 
Somit bedarf es einer strategischen  
Ausrichtung der Kommunikationsaktivitäten 
sowohl innerhalb der Verwaltung als auch  
in Richtung Öffentlichkeit zur Erreichung  
der Zielgruppen, zur Akzeptanzförderung 
und um ein Umdenken hin zu einem Primat  
der gesundheitlichen Prävention anzu-
stoßen. Sommerliche Hitzeereignisse mit 
den negativen Folgen für die Gesundheit 
werden oft noch wenig als Bedrohung 
wahrgenommen. Tatsächlich jedoch hat 
kein Aspekt des aktuellen Klimawandels 
größere Bedeutung für die menschliche 
Gesundheit, für Morbidität und Mortalität. 
Zielgruppenorientierte Botschaften und 
geeignete Kommunikationskanäle müssen 
den Wissens- und Ergebnistransfer zur Hit-
zeaktionsplanung schaffen.  
 
Weitere Ziele einer Kommunikationsstra-
tegie sind die Bereitstellung von Informa-
tionen, insbesondere zu den erarbeiteten 
Zielen und Maßnahmen des Hitzeak-
tionsplans, um eine aktive Teilhabe und 
Mitarbeit der Bevölkerung sowie relevanter 
Akteur*innen in verschiedenen Bereichen  
zu erreichen. 
 
Auf Grundlage der empirischen Befra -
gungsergebnisse (Kapitel 6.1 und 6.2) und 
der vom Bundesministerium für Umwelt, 
Naturschutz, nukleare Sicherheit und 
Verbraucherschutz (BMU) entwickelten 
„Handlungsempfehlungen zur Erstellung 
von Hitzeaktionsplänen zum Schutz der 
menschlichen Gesundheit“ wurden für den 
HAP-Köln geeignete Maßnahmen abgeleitet.

145
I.  Zentrale Koordinierung und  
interdisziplinäre Zusammenarbeit
II.  Nutzung eines Hitzewarnsystems
III.  Information und Kommunikation
IV.  Reduzierung von Hitze in Innenräumen
V.  Besondere Beachtung von 
Risikogruppen
VI.  Vorbereitung der Gesundheits-  
und Sozialsysteme
VII.  Langfristige Stadtplanung und 
Bauwesen
VIII.  Monitoring und Evaluation der 
Maßnahmen
Die Ableitung berücksichtigt die räum-
lich-zeitlich sowie soziodemografisch dif-
ferenzierte Identifikation von städtischen 
Hitzebelastungen, daraus abzuleitende Kri -
terien sowie eine bedarfsorientierte Priori -
sierung. Hierzu gehört die Berücksichtigung 
der Erreichbarkeit der Menschen im Alter. 
Als eine der ersten deutschen Kommu-
nen, für die ein Hitzeaktionsplan erarbeitet 
wurde, bot sich die Orientierung an dieser 
Handlungsempfehlung an. 
Sie konnte gleichzeitig auf ihre Anwendbar-
keit und Praxistauglichkeit überprüft wer-
den. Die deutsche Handlungsempfehlung, 
die auf der von der Weltgesundheitsorga-
nisation (WHO) veröffentlichten Leitlinie 
für die Erarbeitung eines Hitzeaktionsplans 
sowie auf den Ergebnissen der von der 
Fachhochschule Fulda durchgeführten 
hessischen HEAT-Studie (2009–2012) 
basiert, besteht aus den folgenden acht 
Kernelementen:

146
7. Entwicklung und Umsetzung von Interventions maßnahmen
Monitoring und  
Evaluation
Abb. 7.1: Schematische Darstellung der für die Umsetzung der Kernelemente 
eines Hitzeaktionsplans von der WHO vorgesehenen Zeithorizonte.  
Quelle: BMU 2015. 
Vorbereitungen vor  
dem Sommer
Schutz während  
des Sommers
Spezielle Maßnahmen  
während akuter  
Hitzeperioden  /  
Hitzewellen
Langfristige  
Entwicklung und  
Planung

7.1 Kommunikation 
147
Für die Umsetzung der acht Kernelemente 
empfiehlt die WHO ein Vorgehen in fünf 
Zeit horizonten (siehe Abb. 7.1). 
 
Dabei werden kurzfristige Maßnahmen 
beschrieben, die in einer akuten Hitze -
welle durchgeführt werden, mittelfristige 
Maßnahmen, die vor bzw. während des 
Sommers durchgeführt werden, bis hin zu 
langfristigen Maßnahmen der Entwicklung 
und Planung. Im Gegensatz zu langfristigen 
planungsbezogenen Maßnahmen sollten 
kurzfristige Sofortmaßnahmen ohne große 
Investitionen durchgeführt werden können.  
 
Im Rahmen des HAP-Köln-Projekts konn -
ten Maßnahmen aus den verschiedenen 
Zeithorizonten angestoßen bzw. umgesetzt 
werden. Beispielsweise wurde als Vorberei-
tung auf den Sommer die Hitzewarnung des 
Deutschen Wetterdienstes automatisiert 
in die Webseite der Stadt Köln integriert 
oder der Hitzeknigge gemeinsam mit den 
Akteur*innen um Köln-spezifische Beson-
derheiten und Ansprechpartner*innen 
erweitert. Dieser wurde in gedruckter Form 
über die Multiplikator*innen oder direkt an 
die Zielgruppe vor und während Hitzeperio -
den verteilt und auf der Webseite der Stadt 
Köln als PDF zum Download angeboten. 
 
Zur Sensibilisierung der Zielgruppe sind 
Fächer und Trinkflaschen mit dem Pro-
jekt-Logo bedruckt und verteilt worden. 
Insbesondere die Fächer haben sich als 
ein sehr geeignetes Kommunikationsmittel 
herausgestellt, weil zum Beispiel auch Men -
schen mit Demenz oder mit Sprachbarrieren 
den Fächer intuitiv einsetzen können. Dies 
konnte bei Terminen in den Einrichtungen 
für ältere Menschen und bei Stadtteilfesten 
eindrücklich beobachtet werden. Die Fächer 
wurden zusammen mit dem Hitzeknigge 
und mit Trinkflaschen während der akuten 
Hitzewelle und als Vorbereitung verteilt.  
Langfristige Maßnahmen im Rahmen der 
Bauleitplanung konnten nur skizziert wer-
den. Der Zeitraum der Maßnahmenumset-
zung von der Konzeptphase bis zur verbind-
lichen Festsetzung ist ein langfristiger und 
vielschichtiger Prozess.
7.1 Kommunikation 
Die Sensibilisierung vulnerabler Personen -
gruppen für die gesundheitlichen Folgen 
des Klimawandels steht im Mittelpunkt des 
HAP-Köln-Projekts. Hier ist das Ziel, die 
Gruppen zu erreichen und anzuregen, das 
eigene Verhalten zu hinterfragen und anzu-
passen und somit die gravierenden gesund -
heitlichen Folgen zu reduzieren. Besonders 
hitzeempfindlich sind
•  Ältere Menschen,
•  Menschen mit chronischer Erkrankung 
oder physischer bzw. psychischer B eein-
trächtigung bzw. Behinderung, die in der 
Kommune allein leben, 
•  Schwangere und Säuglinge,
•  Menschen, die regelmäßig im Freien  
arbeiten, und
•  Menschen, die in Gemeinschaftsunter-
künften leben, sowie Wohnungslose.
www.umweltbundesamt.de/en/  
publikationen/hitzeknigge
www.stadt-koeln.de/artikel/67953

148
7. Entwicklung und Umsetzung von Interventions maßnahmen 
7.1 Kommunikation 
Dabei ist neben der direkten Ansprache 
der Zielgruppen auch die Kommunikation 
mit/über Multiplikator*innen vor Ort ein 
wichtiges Instrument, um die Menschen in 
ihren Lebenswelten zu erreichen. Hierzu gilt 
es, Akteur*innen und Multiplikator*innen 
im Bereich Gesundheit und Klimawande -
lanpassung in der Stadt Köln zu vernetzen, 
neue Strukturen zu schaffen und Hand -
lungsabläufe zu vereinbaren.
Der konzeptionelle Ansatz des Projekts 
beinhaltete die exemplarische Erarbeitung 
eines Hitzeaktionsplans für eine definierte 
Zielgruppe. Die Vorgehensweisen und Inst-
rumente sollten jedoch allgemein anwend-
bar und auf weitere vulnerable Gruppen 
übertragbar sein. 
Die folgenden Schritte zeigen den Weg von 
der Ermittlung der Zielgruppe bis hin zu den 
Interventionsmaßnahmen zusammenfas-
send auf.
Festlegung der Zielgruppe und 
Zielgruppenanalyse
Das Verbundprojekt legte vor dem Hinter-
grund des demografischen Wandels einen 
besonderen Fokus auf über 65-jährige Per-
sonen. Sie machen einen Anteil von 17,7 % 
der Bevölkerung Kölns aus (über 65-Jährige, 
2020) und stellen somit eine bedeutsame 
Gruppe dar. 
Der Anteil der 80-Jährigen und Älteren 
vergrößert sich bis 2030 um ein Fünftel und 
bis 2040 sogar um 38,9 Prozent. Damit wird 
ihre Zahl bis 2040 auf 75.400 Personen 
anwachsen (Basis der Prognose: 2017).
Daher ist es von besonderer Bedeutung, bei 
dieser vulnerablen Gruppe gesundheitliche 
Risiken durch Hitzeperioden zu reduzieren 
und die Gesundheitskompetenz, insbeson -
dere bei alleinlebenden Menschen über 65 
Jahren, zu erhöhen. 
In vier Fokusgebieten in ausgewählten 
Stadtvierteln und Sozialräumen sind über 
eine quantitative sowie qualitative Erhe-
bung/Befragung unter älteren Menschen 
Informationen zu ihren Informationsquellen 
und ihrem Wissensstand über Hitze und 
Gesundheit sowie über ihre hitzebezoge-
nen Verhaltensweisen gewonnen worden. 
Zudem wurde untersucht, ob Einrichtungen 
für ältere Menschen ihr Handeln auf Hit-
zewarnungen anpassen, Maßnahmen 
umsetzen und ob Verhaltensänderungen 
der Bewohnenden eintreten. 
Auf Basis der Fachgespräche konnten 
Erkenntnisse zur Informationsaufnahme 
älterer Menschen, zu physiologischen Pro -
zessen bei Hitzeereignissen und gesund -
heitsförderlichen Verhaltensweisen ermittelt 
werden. Durch die Einzelinterviews der 
Menschen 65+ wurden bevorzugte Kom-
munikationskanäle identifiziert und konnten 
so bei der anschließenden Maßnahmenent -
wicklung berücksichtigt werden. 
Zielgruppengerechte 
Maßnahmenkonzeption 
Basierend auf den Ergebnissen der 
Fachgespräche und Interviews wurden 
anschließend in enger Kooperation mit den 
Akteur*innen der Stadtgesellschaft Maß -
nahmen konzipiert, implementiert und hin -
sichtlich ihrer Wirksamkeit getestet.

7.1 Kommunikation 
149
Aufgrund der Vielzahl der im komplexen 
Themenfeld handelnden Personen und 
Institutionen war die Kommunikation und 
Informationsverbreitung auf allen Ebenen 
ein wichtiger Umsetzungsschritt. Es wurden 
Akteur*innen und Multiplikator*innen iden-
tifiziert und mehrere Workshops zur Einbin-
dung der fach- und handlungskompetenten 
Personen durchgeführt. 
Ziel war es, durch den Aufbau eines Informa -
tionssystems und Aktionsplans Mitwirkende 
zu koordinieren und somit die vulnerable 
Bevölkerungsgruppe vor Ort besser zu 
erreichen. 
Durch die Nutzung der Kompetenzen und 
Erfahrungen aller Akteur*innen im Rahmen 
der neu etablierten Art der Zusammenarbeit 
konnten zielgruppengerechte Maßnahmen 
gemeinsam erarbeitet und erste Projekte 
konzipiert und umgesetzt werden.
Darüber hinaus ergaben sich neue Ansatz -
punkte für weitere Maßnahmenumset-
zungen und Wirkungen in die gesamte 
Stadtgesellschaft. Gleichzeitig wurde das 
Bewusstsein für die gesundheitlichen Fol-
gen des Klimawandels und für die nötigen 
Anpassungsmaßnahmen für Menschen im 
Alter gesteigert. 
Wichtige Schritte auf dem Weg zur Umset-
zung von Maßnahmen des Hitzeaktions -
plans für Menschen im Alter waren:
•  neue Erkenntnisse zur Wahrnehmung und 
zum gesundheitsbewussten Verhalten 
der Zielgruppe bei Hitzeereignissen durch 
eigene empirische Erhebungen 
•  trisektorale und interkommunale Vernet-
zung (Akteursworkshops, Städtedialog)
•  Identifikation von Multiplikator*innen in der 
Stadtgesellschaft
Zahlreiche Maßnahmen, z. B. zur Sensibili-
sierung, wurden im Rahmen des Projekts 
bereits umgesetzt. 
Das HAP-Köln-Projekt wurde als kommuna-
les Leuchtturmprojekt angelegt und ist auf 
andere Kommunen übertragbar. Das wird 
auch als Erkenntnis aus den interkommu-
nalen Vernetzungstreffen (Städtedialog Hit-
zeanpassung) hervorgehoben. Ausgehend 
vom Städtedialog hat sich ein reger Aus -
tausch mit interessierten Kommunen wie 
Mannheim, Düsseldorf und Dresden etab -
liert, die besonderen Wert auf Erfahrungs -
austausch über die im Rahmen des Projekts 
bereits umgesetzten Maßnahmen legen.
Aktivierungsmaßnahmen
Die Informationsweitergabe sowie Ver-
breitung von Botschaften mit dem Ziel der 
Verhaltensänderung war ein sehr wichtiges 
Handlungsfeld des Projekts, welches mittels 
verschiedener Medien und Angebote durch -
geführt werden konnte.
Die entwickelten Maßnahmen wurden  
ausgerichtet auf:
•  Erhöhung des Bewusstseins für die Not-
wendigkeit der Klimawandelanpassung
•  Erhöhung der Handlungskompetenz für die 
Klimawandelanpassung
•  Motivation für die konkrete Umsetzung 
angepassten Verhaltens
•  Erhöhung der Akzeptanz für das 
 Anpassungshandeln anderer

150
7. Entwicklung und Umsetzung von Interventions maßnahmen 
7.1 Kommunikation 
Auf der Grundlage der gewonnenen 
Erkenntnisse wurden folgende Aktionen 
bzw. Maßnahmen erprobt:
•  Etablierung des DWD-Hitzewarnsystems 
auf der Internetstartseite der Stadt Köln
•  Hitzewarnungen auf den elektronischen 
Anzeigetafeln der Kölner Verkehrsbe-
triebe (KVB) an Haltestellen und in den 
Fahrzeugen
•  Tour der Kölner Band Klabes durch Wohn- 
und Pflegeeinrichtungen für ältere Men -
schen mit dem Projekt-Song „Drinke“
•  Plakat „11 Hitzetipps“ zum Aushang in 
ärztlichen Praxen, Apotheken und anderen 
Einrichtungen der Gesundheitsversorgung
•  Broschüre Köln-spezifischer Hitzeknigge
•  Mega-Light-Kampagne
•  Hitze-Portal Köln auf der Webseite der 
Stadt Köln. Hier sind alle Informationen 
rund um das Thema Klimawandel, Hitze 
und Gesundheit für Köln gebündelt.
•  Fächer und Trinkflaschen wurden verteilt.
Der Nutzen von Maßnahmen zur Gesund -
heitsvorsorge ist monetär nur sehr schwer 
quantifizierbar. Es ist aber nicht zu bezwei-
feln, dass sich jedes gesundheitsbewusste 
Handeln des*der Einzelnen, das durch eine 
erfolgreiche Sensibilisierungskampagne 
ausgelöst wurde, gesundheitlich positiv aus -
wirkt. 
Weiter verfeinerte GIS-Analysen (wohnort-
scharf), etwa zu den Wegebeziehungen zur 
Erreichbarkeit von öffentlichen Grünflächen, 
können zur weiteren Maßnahmenplanung 
und Priorisierung genutzt werden. Neben 
der Verstetigung ist eine Evaluation der 
Maßnahmen sinnvoll, die der Erreichung der 
Zielgruppe dienen sollen.
Kommunikation bei akuten Hitze -
ereignissen / Hitzeeinsatzplan
Bei akuten Hitzeereignissen ist es wichtig, 
dass alle Betroffenen, die Hilfesysteme 
sowie die Unterstützungsstrukturen über 
die erforderlichen Präventionsmaßnahmen 
informiert sind. Dabei ist die Zuständigkeit 
und Verantwortlichkeit vorab festzulegen 
und zu definieren, welche Inhalte zu wel-
chem Zeitpunkt einer Hitzeperiode über 
welches Medium wem kommuniziert wer-
den sollen. 
Diese Festlegungen werden im Hitzeein-
satzplan dokumentiert und bilden für die 
Akteur*innen die Grundlage für erforderli -
che Aktionen. 
Ein Einsatzplan ist ein auf die speziellen 
Auswirkungen eines definierten Krisenfalls 
abgestimmter, umfassender Leitfaden für 
disziplinübergreifende Maßnahmen und 
Vorgehensweisen zum Schutz des gefähr-
deten Objektes (wie z. B. beim Hochwasser-
schutz). 
Ein Beispiel für eine entsprechende Kom -
munikationskaskade, hier für alle relevanten 
vulnerablen Gruppen, ist in Abbildung 7.2 
dargestellt. 
 
An die Bevölkerung ist zu vermitteln, wann 
und wo mit einer Hitzewelle zu rechnen 
ist, für wen das Risiko hitzebedingter 
Gesundheitsschäden besonders hoch 
ist und welche Verhaltensanpassungen 
von Bedeutung sind. Die hitzebezogenen 
Gesundheitsinformationen für die Bevölke-
rung sind adressatengerecht zu erarbeiten 
und aktiv zu verbreiten (ggf. mehrsprachig, 
senior*innengerecht, über verschiedene 
Kommunikationskanäle).

7.1 Kommunikation 
151
Abb. 7.2: Beispiel einer möglichen Kommunikationskaskade. Quelle: Hochschule Fulda Public  
Health Zentrum Fulda, Arbeitshilfe zur Entwicklung und Implementierung eines Hitzeaktionsplans  
für Städte und Kommunen, Juni 2021.
Deutscher Wetterdienst
Beauftragte Stadt
Öffentliche Sicherheit  
und Ordnung
Stadt-
entwicklung
Soziales,  
Jugend und 
Wohnen
Bildung und 
Sport
Schulen
Sportvereine
Kindertages -
stätten
Bevölkerungsschutz,
Arbeitskreis aller  
Rettungsdienste und  
der Polizei
Tourist  
Information
Unternehmen
Menschen,  
die im Freien  
arbeiten
Eltern bzw. KinderObdachloseBevölkerung 
allg.
Krankenhäuser
Praxen der  
Gesundheits-
berufe
Apotheken
Ambulante  
Pflegedienste
Pflegeheime
Chronisch  
Kranke,
Beeinträchtigte
Menschen  
> 75 Jahre
Frühe Hilfen
Seniorenbeirat
Behinderten -
beirat
Psychiatrie-  
Koordination
Obdachlosen -
hilfe
Hitzewarnung, Vorinformation
Informationen über notwendige Maßnahmen
Adressaten in  
der Bevölkerung
Gesund  heits amt

152
7. Entwicklung und Umsetzung von Interventions maßnahmen 
7.1 Kommunikation

7.1 Kommunikation 
153
Kölner Hitzeeinsatzplan
Im Rahmen des HAP-Köln-Projekts wurde 
ein erster Entwurf für einen Hitzeeinsatz -
plan für Köln erarbeitet. Der Hitzeeinsatz -
plan dient dazu, zunächst möglichst alle 
Handelnden in einer Kommune, die sich mit 
dem Thema Hitze und Gesundheit befassen, 
zu identifizieren und deren unterschied-
liche Zuständigkeiten darzustellen. Auf 
dieser Basis vereinbaren die handelnden 
Akteur*innen eine aufeinander abgestimmte 
und verbindliche Vorgehensweise vor, wäh-
rend und ggf. nach Hitzeereignissen, die 
eine optimale Information und Unterstüt-
zung der vulnerablen Bevölkerungsgrup-
pen ermöglicht. Zudem entsteht so eine 
Übersicht aller Maßnahmen, einschließlich 
zeitlichem Ablauf, Reichweite und Vorberei-
tungszeit, sodass auch fehlende oder ergän -
zend sinnvolle Maßnahmen identifiziert 
werden können. 
Bei den im Frühjahr 2021 durchgeführten 
trisektoralen Akteursworkshops wur-
den gemeinsam mit den verschiedenen 
Akteur*innen erste Schritte in Richtung 
eines Hitzeeinsatzplans unternommen. 
Zunächst ist die Ist-Situation erhoben wor-
den, um bereits bestehende Maßnahmen  
für den Hitzeeinsatzplan zusammenzufas -
sen und um weiteren Maßnahmenbedarf zu 
identifizieren. Die beteiligten Akteur*innen 
teilten zudem mit, wann sie welche Maßnah -
men umsetzen bzw. wie sie zu ihrer Umset-
zung beitragen können. Der so entstandene 
Hitzeeinsatzplan legte die grundlegende 
Struktur fest.  
 
Um das Netzwerk zu erweitern, sind im 
Anschluss insgesamt 75 Akteur*innen ange -
schrieben und gebeten worden, an einer 
Umfrage teilzunehmen. 22 ausgefüllte Fra-
gebögen wurden anschließend in den ersten 
Hitzeeinsatzplanentwurf eingepflegt.  
Alle Akteur*innen haben sich bereit erklärt, 
Informationsmaterial wie z. B. den Hitze-
knigge und die DWD-Hitzewarnung an Men-
schen im Alter, Institutionen oder Gewer-
betreibende weiterzugeben. Über 70 % der 
Rückmeldungen adressierten die Sensibili -
sierung zum Thema Hitze und Gesundheit 
von Menschen 65+ selbst oder des sozialen 
Netzwerkes im Viertel (z. B. durch die Infor-
mationsweitergabe an andere Multiplika-
tor*innen wie Kirchen, Apotheken, Vereine, 
Angehörige, Nachbar*innen).  
 
Etwas geringer fiel die Bereitschaft der 
Akteur*innen aus, sich aktiv zu beteiligen 
bei z. B. unterstützenden Diensten bei Hitze 
oder Hitzespaziergängen. Der Integration 
von Hitze in die vorsorgenden Hausbesuche 
wurde von 25 % der Angeschriebenen zuge-
stimmt. Das Deutsche Rote Kreuz Kreis -
verband Köln e.V. (DRK KV Köln e.V.) bietet 
beispielsweise im Rahmen der Senior*in-
nenberatung stadtweite Informationen über 
unterstützende Dienste und Hitzespazier-
gänge an, die von Senior*innen-Netzwerken 
angeboten werden.

154
7. Entwicklung und Umsetzung von Interventions maßnahmen 
7.1 Kommunikation 
   Aktionen/ Maßnahmen  
 
 
 
 
 
 
Institutionen/  
Multiplikator*innen
Verbreitung von Informationsmaterial  
Hitzeknigge, 11 Hitzetipps Poster etc.  
 
Reichweite: stadtweit  
Vorbereitungsbeginn: März–April  
Aufgabe des Umweltamtes: Erstellt 
Infomaterial und verteilt es an  
Menschen im Alter und Multiplika -
tor*innen (zur Weiterverbreitung) 
Kölner Verkehrsbetriebe KVB  
(stadtweit)
Informationsverbreitung
Seniorenkoordination Kalk  
Caritasverband für die Stadt Köln e.V./ 
Runder Tisch Seniorenarbeit
Informationsverbreitung  
(Verteiler: Senior*innenarbeit)
KölnerLeben   
Zeitung für Senior*innen
Informationsverbreitung,  
 Artikel zur Hitzeprävention, Werbung 
für den Hitzeknigge
SeniorenNetzwerk Kalk  
Bürgerverein Köln-Neubrück e.V.  
 
Koordination, inhaltliche Mitarbeit  
und Informationsverbreitung auf  
Präventionsveranstaltungen
Deutsches Rotes Kreuz  
Kreisverband Köln e.V.  
Senior*innenarbeit (stadtweit)
Informationsverbreitung und Koordi -
nation (im Rahmen der Beratung zur 
Pflege, in der ambulanten Pflege, bei 
Kooperationspartnern über die Senio -
renberatung & SeniorenNetzwerke)
Aufbau des Hitzeeinsatzplans
Die Struktur des Hitzeeinsatzplans  
für Köln orientiert sich an den von der  
WHO empfoh lenen Zeithorizonten: 
•  Spezielle Maßnahmen während  
akuter Hitzewellen 
•  Schutz während des Sommers /  
vorbereitend vor dem Sommer 
Horizontal werden Maßnahmen bzw.  
Aktionen mit Informationen zur  
Reichweite, Vorbereitungsbeginn  
und der Aufgabe der koordinierenden  
Person bzw. Institution 
dargestellt. 
 
Vertikal sind die entsprechenden Institu-
tionen mit Kontaktinformationen aufgeführt. 
Aus datenschutztechnischen Gründen  
wurden die Namen, Rufnummern und 
E-Mail-Adressen der Akteur*innen  
für die Darstellung in diesem Bericht  
weg  ge lassen.  
 
Diese sind nur für den internen Gebrauch 
gedacht. Der Hitzeeinsatzplan beinhaltet 
konkrete Handlungen der verantwortlichen 
Akteur*innen und Multiplikator*innen.

7.1 Kommunikation 
155
   Aktionen/ Maßnahmen  
 
 
 
 
 
 
Institutionen/  
Multiplikator*innen
Verbreitung von Informationsmaterial  
Hitzeknigge, 11 Hitzetipps Poster etc.  
 
Reichweite: stadtweit  
Vorbereitungsbeginn: März–April  
Aufgabe des Umweltamtes: Erstellt 
Infomaterial und verteilt es an  
Menschen im Alter und Multiplika -
tor*innen (zur Weiterverbreitung) 
Kölner Verkehrsbetriebe KVB  
(stadtweit)
Informationsverbreitung
Seniorenkoordination Kalk  
Caritasverband für die Stadt Köln e.V./ 
Runder Tisch Seniorenarbeit
Informationsverbreitung  
(Verteiler: Senior*innenarbeit)
KölnerLeben   
Zeitung für Senior*innen
Informationsverbreitung,  
 Artikel zur Hitzeprävention, Werbung 
für den Hitzeknigge
SeniorenNetzwerk Kalk  
Bürgerverein Köln-Neubrück e.V.  
 
Koordination, inhaltliche Mitarbeit  
und Informationsverbreitung auf  
Präventionsveranstaltungen
Deutsches Rotes Kreuz  
Kreisverband Köln e.V.  
Senior*innenarbeit (stadtweit)
Informationsverbreitung und Koordi -
nation (im Rahmen der Beratung zur 
Pflege, in der ambulanten Pflege, bei 
Kooperationspartnern über die Senio -
renberatung & SeniorenNetzwerke)
Verbreitung der DWD-Hitzewarnung  
 
 
Reichweite: stadtweit  
Vorbereitungsbeginn: März–April  
Aufgabe des Umweltamtes: Verbreitet den 
Newsletter des DWD und die Hitzewar -
nung auf verschiedenen Kanälen. Weiter -
leitung der Hitzewarnung vom DWD an  
die Akteur*innen
Sammlung von kühlen Standorten  
z. B. Schattenplätze, kühle Räume,  
Sitzbänke etc . 
Reichweite: stadtweit  
Vorbereitungsbeginn: fortlaufend  
Aufgabe des Umweltamtes: Sammelt kühle 
Standorte, Einbindung Hitze-Portal Köln, 
Kartendarstellung
Anbieten von Hitzespaziergängen  
für eine hitzegerechte Wegeführung 
vor der eigenen Haustür.  
Reichweite: stadtweit  
Vorbereitungsbeginn: März-April  
Aufgabe des Umweltamtes: Integration 
Hitzespaziergänge in interaktive Karte / 
Hitze-Portal Köln, Kartenaufbereitung
Informationsverbreitung (Warnmeldungen 
für die dynamischen Fahrgastanzeigen 
an den Haltestellen und Ausgabe von 
Trinkwasser)
Inhaltliche Mitarbeit  
Sitzbänke an oberirdischen Haltestellen 
als Rastplätze für ältere Menschen.  
Prüfung von U-Bahn-Zwischenebenen als 
kurzfristige Schattenplatzspender
/
Informationsverbreitung Informationsverbreitung  
(Verteiler: Senior*innenarbeit)
/
/ / Hinweis auf Spaziergänge
Informationsverbreitung Informationsverbreitung, Koordination und 
inhaltliche Mitarbeit z.B. beim Erstellen 
der Karte
Koordination, inhaltliche Mitarbeit, 
gemeinsamer Spaziergang wird  
durchgeführt
Informationsverbreitung Koordination (Seniorenkoordination) Informationsverbreitung  
z.B. im Rahmen der vorhandenen  
Angebote in den SeniorenNetzwerken
Tab. 7.1: Ausschnitt aus dem Hitzeeinsatzplan für Köln
 
Diese wirken direkt auf die Bevölkerung und 
bilden nicht zwingend die in den Maßnah -
menblättern (s. Kapitel 8) beschriebenen 
Verantwortlichen ab.

156
7. Entwicklung und Umsetzung von Interventions maßnahmen 
7.1 Kommunikation 
Zeithorizont „Spezielle Maßnahme während akuter Hitzeperiode“
Beispiel: Stadtweite Verbreitung der Hitzewarnung des DWD 
Wenn der Deutsche Wetterdienst eine Hitzewarnung veröffentlicht, 
erhält das Umwelt- und Verbraucherschutzamt diese Information 
durch den DWD-Newsletter sowie per DWD-WarnWetter-App. Zur 
Verbreitung der Information werden im Vorfeld definierte Multiplika-
tor*innen kurzfristig informiert. Die Warnung wird zum Beispiel an 
die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) weitergeleitet.  
 
Die Aufgabe der*s Ansprechpartner*in bei der KVB ist es, die War -
nung an die Leitstelle weiterzutragen und den vorbereiteten Text für 
die dynamischen Fahrgastanzeigen an Bus- und Bahnhaltestellen 
sowie in den KVB-Fahrzeugen freizuschalten. Auf diese Weise 
wird die Öffentlichkeit an und in den öffentlichen Verkehrsmitteln 
erreicht und zum Beispiel auf ausreichendes Trinken hingewiesen. 
Hitzeknigge
Erstellung und Druck der Broschüre Hitzeknigge durch das 
Projektteam in Kooperation mit weiteren Akteur*innen
Senior*innen
Newsletter des  
Hausärzteverbands VeranstaltungenZeitschrift  
„KölnerLeben“
Runder Tisch  
Seniorenarbeit
Per Post versenden Verteilen durch  
Multiplikator*innen
Auslegen in  
ärztlichen Praxen
Direkt verteilen
Abb. 7.3: Schema zur Umsetzung der Maßnahme KE 3.2: Köln-spezifischer Hitzeknigge.

7.1 Kommunikation 
157
Zeithorizont „Vorbereitung  
vor dem Sommer“
Beispiel: Köln-spezifischer Hitzeknigge 
Die Köln-spezifische Broschüre „Hitze-
knigge“ liegt dem Umwelt- und Verbrau-
cherschutzamt sowohl digital als auch in 
gedruckter Fassung vor. Sie kann in digitaler 
Form jederzeit direkt von Interessierten 
vom Hitze-Portal Köln auf der Webseite der 
Stadt Köln heruntergeladen werden.  
 
Die gedruckte Fassung wird kurz vor Som -
merbeginn durch verschiedene Medien 
beworben und an interessierte Bürger*in-
nen verteilt:
1.  Artikel zum Hitzeknigge in der Zeitschrift 
Kölner Leben – auf Nachfrage Versand der 
Broschüre
2.  Information durch das Umwelt- und Ver-
braucherschutzamt beim Runden Tisch 
Seniorenarbeit – Anforderung der Bro -
schüre durch Seniorenkoordinator*innen, 
SeniorenNetzwerke, Pflegedienste usw. 
– Verteilung durch die Multiplikator*innen 
an die Zielgruppe auf Festen, Senior*in-
nentreffen, in Pflegeheimen usw.
3.  Werbung per Newsletter des Hausärzte -
verbands – auf Nachfrage Versand der 
Broschüre an hausärztliche Praxen – Aus -
legen der Broschüren im Wartezimmer
4.  Werbung auf Veranstaltungen des 
Umwelt- und Verbraucherschutzamtes 
(z. B. Klabes-Konzerttour, Abschluss-
veranstaltung) – Verteilen der Bro-
schüre direkt an die Zielgruppe oder an 
Multiplikator*innen
Abb. 7.4: Screenshot der Internetseite des Hausärzteverbandes Nordrhein e.  V.

158
7. Entwicklung und Umsetzung von Interventions maßnahmen 
7.1 Kommunikation 
Zeithorizont „Schutz während des Sommers“
Beispiel: Verteilung Poster mit 11 Hitzetipps
 
Eine weitere Sensibilisierungsmaßnahme, die während der Sommer -
zeit zum Einsatz kommt, sind die Poster mit 11 knapp formulierten 
Hitzetipps. Sie können online beim Hitze-Portal Köln herunterge -
laden oder von Mitwirkenden aus sozialen Einrichtungen, Vereinen 
sowie Beauftragten aus Wohnungswirtschaft, Gesundheit, ehren- 
und hauptamtliche Akteur*innen, zum Beispiel aus Kirchengemein -
den und religiösen Einrichtungen, beim Umwelt- und Verbraucher-
schutzamt als DIN A3-Poster angefordert werden. 
Zeithorizont „Schutz während des Sommers“
Beispiel: Sammlung von kühlen Orten, um der Hitze zu entfliehen  
Kühle Orte bieten bei hohen Temperaturen bei lang anhaltenden 
Hitzewellen einen angenehmen Aufenthalt. Das sind neben Parks, 
Wäldern und Grünflächen auch ungewöhnliche Orte. So halten  
Kirchen mit ihren dicken Mauern die Hitze draußen, aber auch  
klimatisierte Einkaufszentren können einen angenehmen kühlen 
Aufenthalt bieten. Ziel ist es, diese heterogenen Orte zu sammeln 
und in der interaktiven Karte im Hitze-Portal Köln darzustellen.  
 
Zeithorizont „Schutz während des Sommers“
Beispiel: Anbieten von Hitzespaziergängen für eine hitzegerechte 
Wegeführung vor der eigenen Haustür 
Einwohnende kennen ihr Veedel am besten. Gemeinsam sollen 
Wege gefunden werden, die bei Hitze bevorzugt begangen werden 
können. Wege, die Schatten bieten oder eine Trinkmöglichkeit,  
werden aufgezeigt.

7.1 Kommunikation 
159
Weiterentwicklung des Hitzeeinsatzplans
Als Werkzeug der Zusammenarbeit liegt der Einsatzplan bei allen 
beteiligten Akteur*innen und Multiplikator*innen vor und wird im 
eigenen Handeln berücksichtigt. Er muss kontinuierlich mit allen 
Beteiligten gepflegt und fortgeschrieben werden und setzt eine 
kontinuierliche Koordination voraus. 
Das Umwelt- und Verbraucherschutzamt übernimmt die Koordinie-
rung des Hitzeeinsatzplans und beobachtet die Umsetzung. Nach 
der Evaluation der durchgeführten Maßnahmen können bei jährlich 
stattfindenden Workshops die Inhalte diskutiert und gegebenenfalls 
fortgeschrieben werden. 
Abb. 7.5: Schema zur Umsetzung der Maßnahme KE 3.5: Hitzeeinsatzplan
Fortschreibung des  
Hitzeeinsatzplans
Zeitraum:  
Winter /Frühjahr
Inkraftsetzung des  
aktualisierten  
Hitzeeinsatzplans
Zeitraum: Frühjahr
Umsetzung der  
Maßnahmen  / Aktionen  
laut Hitzeeinsatzplan
Zeitraum:  
in Hitzeperioden
Evaluierung der  
durchgeführten  
Maßnahmen  / Aktionen
Zeitraum: Herbst
Sammlung von  
Informationen  
im Workshop mit  
Akteur*innen  /  
Multiplikator*innen
Zeitraum:  
Herbst /Winter
 Federführung: Umwelt- und Verbraucherschutzamt  
 Federführung: Akteur*innen  / Multiplikator*innen

160
7. Entwicklung und Umsetzung von Interventions maßnahmen 
7.2 Kernelemente und Maßnahmen
7.2 Kernelemente und Maßnahmen
Im Rahmen des Projekts konnten bereits 
eine Reihe von Maßnahmen konkret umge-
setzt bzw. erprobt werden. Diese werden, 
strukturiert nach den zugrunde liegenden 
Kernelementen, im Folgenden kurz darge -
stellt. 
Kernelement I: Zentrale Koordinierung 
und interdisziplinäre Zusammenarbeit
Im Kernelement I empfiehlt die WHO die 
Einrichtung einer zentralen koordinierenden 
Stelle, welche die Aufgabe hat, die behör-
denübergreifende Zusammenarbeit zu orga-
nisieren, ein übergreifendes Netzwerk aller 
Beteiligten einzurichten und sicherzustellen, 
dass Handelnde identifiziert und Maßnah -
men umgesetzt werden. 
Die Stadt Köln plant, ein Klimaanpassungs -
management als zentrale Koordinierungs-
stelle einzurichten, um die Verstetigung der 
Projektergebnisse zu gewährleisten und 
gleichzeitig eine Ausweitung der Hitzeakti-
onsplanung auf andere vulnerable Gruppen 
und die gesamte Bevölkerung zu ermögli-
chen, Maßnahmen umzusetzen und Stake -
holder*innen zu benennen.  
Netzwerke zur interdisziplinären Zusam-
menarbeit sind auf verschiedenen Ebenen 
aufgebaut worden. Einerseits wurde ein 
Stakeholder*innen-Netzwerk initiiert, das 
externe Akteur*innen (u. a. Ärzt*innen, Pfle -
gedienste, Seniorenvertreter*innen, Sozi-
alraumkoordinator*innen) mit den Ämtern 
der Stadt Köln vernetzt. Die Durchführung 
von interdisziplinären Workshops diente der 
gemeinsamen Analyse der Ist-Situation, der 
Prozessanalyse und der Konzeption von ziel-
gruppengerechten Maßnahmen.
 
Auch die Umsetzung von Maßnahmen 
wurde eingeleitet. Wichtig war dabei die 
Möglichkeit der Integration in vorhandene 
Strukturen und Netzwerke. Zudem wurden 
mit allen Akteur*innen die Prozesse erfasst, 
die zur Erstellung eines Hitzeeinsatzplanes 
für die Stadt Köln bedeutsam sind.
Über die Stadt Köln hinaus wurde mit dem 
Format des Städtedialoges ein interkom-
munales Netzwerk etabliert, um für einen 
Wissenstransfer über kommunale Grenzen 
hinweg nötige Strukturen zu schaffen. 
Kernelement II: Nutzung eines 
Hitzewarnsystems
Die WHO empfiehlt die Nutzung eines vali -
den Hitzewarnsystems. In Deutschland wird 
ein entsprechendes Warnsystem vom Deut-
schen Wetterdienst (DWD) betrieben und ist 
seit mehr als zehn Jahren etabliert. In den 
BMU-Handlungsempfehlungen (2017) wird 
angeregt, Hitzeaktionspläne auf Basis des 
Hitzewarnsystems des DWD zu entwickeln. 
Das Kernelement II hatte im vorliegenden 
Projekt eine hohe Bedeutung, da die Hit-
zewarnung ein wichtiger Auslöser bei den 
Akteur*innen und Multiplikator*innen zur 
Maßnahmenumsetzung ist und gleichzeitig 
die Bevölkerung und die Zielgruppe direkt 
gewarnt und sensibilisiert werden.  
Auf der Internetstartseite der Stadt Köln 
erscheint automatisiert die Hitzewarnung 
des Deutschen Wetterdienstes (DWD), 
wenn für mindestens zwei Tage in Folge 
eine hohe Wärmebelastung erwartet wird.

7.2 Kernelemente und Maßnahmen
161
Projektbegleitend ist das Hitze-Portal Köln 
eingerichtet worden, um gebündelt Infor-
mationen zum Thema Hitze in der Stadt 
und deren gesundheitlichen Auswirkun-
gen sowie Verhaltenstipps bereitzustellen. 
Gleichzeitig werden die verschiedenen 
Akteur*innen und die Bevölkerung über 
Newsletter und das Hitze-Portal angeregt, 
sich für die automatisierten Hitzewarnungen 
des DWD anzumelden.
Zudem erscheint die Hitzewarnung auch auf 
den elektronischen Anzeigetafeln der Köl-
ner Verkehrsbetriebe an allen Haltestellen 
sowie in Bussen und Straßenbahnen und 
informiert die Fahrgäste mit dem folgenden 
Text: „Achtung Hitzewarnstufe 1 * Bitte trin-
ken Sie ausreichend Wasser und meiden die 
Sonne“. Diese Maßnahme wurde auch im 
Sommer 2022 mit dem Text „Achtung Hitze! 
Trinkt ausreichend Wasser und meidet die 
Sonne! Weitere Infos und Maßnahmen zur 
Abkühlung: www.stadt-koeln.de/hitzeportal“ 
durchgeführt. 
Abb. 7.6: Internetstartseite der Stadt Köln 
mit Hitzewarnung vom 18.07.2022.

162
7. Entwicklung und Umsetzung von Interventions maßnahmen 
7.2 Kernelemente und Maßnahmen
Kernelement III: Information und Kommunikation
Die WHO empfiehlt die Erstellung und Kommunikation von hitze-
bezogenen Gesundheitsinformationen für die Bevölkerung. Diese 
sollen zielgruppengerecht sein und den zeitlichen Ereignishorizont 
berücksichtigen. Im Projekt wurden verschiedene Medien einge -
setzt, um die Zielgruppe zu erreichen. Gleichzeitig sind die Maß -
nahmen in den zeitlichen Kontext gesetzt worden. Die Kommunika -
tionsinhalte sowie die Kommunikationswege wurden gemeinsam 
mit dem Stakeholder*innen-Netzwerk im Rahmen von drei durch -
geführten Akteursworkshops erarbeitet.
 
Eine Maßnahme zur Sensibilisierung der Zielgruppe während aku-
ter Hitzeperioden ist der Song „Drinke“, produziert von der Kölner 
Liedermacher-Formation Klabes. Der Song vermittelt in kölschem 
Dialekt einfache Maßnahmen bei Hitzeereignissen zur Gesundheits -
prävention, wie das ausreichende Trinken. 
Abb. 7.7: Hitzewarnung auf einer elektronischen Anzeigetafel an einer Stadtbahn-Haltestelle  
der KVB im Sommer 2022

7.2 Kernelemente und Maßnahmen
163
Der Dialekt erleichtert den Zugang zur Zielgruppe und regt auf 
unterhaltsame und amüsante Art Verhaltensmaßnahmen an. 
Zusammen mit Auszubildenden der Stadt Köln wurde außerdem  
ein Musikvideo zu diesem Projektsong produziert. Das Video wurde 
auf allen gängigen Plattformen veröffentlicht und ist auch im städti -
schen Hitze-Portal abrufbar. 
 
Der Film mit dem Projektsong in kölscher Sprache bietet einen nie -
derschwelligen Zugang zum Thema gesundheitlicher Schutzmaß -
nahmen gerade für Menschen im Alter, die in Köln aufgewachsen 
sind und so den Zugang zur Mundart haben. Auch der musikalische 
Ansatz ist eine Möglichkeit, Menschen z. B. mit Demenz besser zu  
erreichen. Im Juli 2021 ging die kölsche Band Klabes in Begleitung 
des Projektteams mit dem Song „Drinke“ auf Tour durch fünf Kölner 
Wohn- und Pflegeeinrichtungen für Senior*innen.
 
Abb. 7.8: Die Kölner Band Klabes. Standbild aus der 
Produktion des Videoclips.
Abb. 7.9: Klabes-Tour durch Kölner  
Senior*inneneinrichtungen im Sommer 2021. 
www.youtube.com/ 
watch?v=n7O68J4oqTI

164
7. Entwicklung und Umsetzung von Interventions maßnahmen 
7.2 Kernelemente und Maßnahmen
Ziel dieser Öffentlichkeitsmaßnahme war es, 
Menschen über 65 Jahren in kölscher Spra -
che über Maßnahmen zum Schutz vor som -
merlicher Hitze und zunehmenden Hitzewel-
len zu informieren. Die Auftaktveranstaltung 
fand im Festsaal der Sozial-Betriebe-Köln 
(SBK) in Riehl statt, gefolgt von weiteren 
Einrichtungen in Blumenberg, Ehrenfeld und 
Porz. Neben wichtigen Hitzetipps und dem 
Song Drinke gab das Trio jeweils ein knapp 
einstündiges Konzert. Das Publikum genoss 
in guter Stimmung die Musik bei nicht zu 
heißen Temperaturen, teils unter freiem 
Himmel. 
Der vom Umweltbundesamt (UBA) zur 
Verfügung gestellte Hitzeknigge ist eine 
Broschüre zur Sensibilisierung der Bevöl-
kerung bei Hitzeereignissen. Die Broschüre 
wurde erweitert und auf lokale Bedürfnisse 
angepasst. Die zahlreichen Tipps und Hin -
weise für den Alltag im Sommer wurden 
mit lokalen Informationen für die Stadt Köln 
zielgruppengerecht gebündelt. 
Diese speziell für die Stadt Köln bereit-
gestellten Informationen und Angebote 
sind in Kooperation mit lokalen Kölner 
Akteur*innen und Institutionen zusam-
mengestellt worden und unterstützen die 
Sensibilisierungsarbeit. So bietet der Kölner 
Hitzeknigge neben Beratungsangeboten für 
Menschen im Alter, Informationen zu öffent-
lichen Trinkmöglichkeiten und Toiletten in 
Köln auch Hinweise zur Medikamentenein-
nahme sowie wertvolle Tipps zum richtigen 
Verhalten bei Hitze. 
Der Köln-spezifische Hitzeknigge ist nicht 
nur im Hitze-Portal abrufbar, sondern 
wird auch in gedruckter Form direkt an 
Menschen 65+ oder bei Stadtteilfesten 
durch Multiplikator*innen verteilt. Derzeit 
wird bereits die dritte Auflage (insgesamt 
6.000 Stück) des Hitzeknigge gedruckt,  
der somit sehr gut angenommen wird.
 
Abb. 7.10: Titelseite des Kölner Hitzeknigge (2021)

7.2 Kernelemente und Maßnahmen
165
11 Hitzetipps
Das gedruckte Plakat mit 11 Hitzetipps wurde für den Aushang in 
Wartezimmern von ärztlichen Praxen oder in Apotheken konzipiert. 
Die Kernbotschaft „Spitze bei Hitze“ erzeugt einen Wiedererken -
nungswert und bringt die Inhalte in kurzer prägnanter Form auf den 
Punkt. Die Beschränkung auf 11 Hitzetipps dient der Übersichtlich-
keit und Eingängigkeit.
Abb. 7.11:  
Plakat mit 11 Tipps  
zum richtigen Verhalten 
bei Hitze.

166
7. Entwicklung und Umsetzung von Interventions maßnahmen 
7.2 Kernelemente und Maßnahmen
Mega-Light-Kampagne
Die Mega-Light-Kampagne hat eine hohe 
Reichweite und ist auf die Gesamtbevöl-
kerung ausgerichtet. Sie kommuniziert 
das Thema breit in die Bevölkerung und zu 
Multipli kator*innen. Auch hier konnte die 
Kernbotschaft den Wiedererkennungseffekt 
steigern. 
 
Hitze-Portal Köln
Das Hitze-Portal Köln bündelt alle Infor-
mationen zu sommerlichen Hitzeereignissen, 
Klimawandelanpassung und gesundheit-
lichen Präventionsmaßnahmen.
Abb. 7.12: Mega-Light-Kampagne im Sommer 2022.
www.stadt-koeln.de/
hitzeportal Abb. 7.13: Das Hitze-Portal, Screenshot.  
Das Hitze-Portal Köln bietet unter  schiedliche  
Informationen an und bündelt diese an einer Stelle.

7.2 Kernelemente und Maßnahmen
167
Basisinformationen:
Stadtklimatische Grundlagen; wie entwi -
ckelt sich der Klimawandel in Köln; wie ist 
das Kaltluftgeschehen; Projektinformatio -
nen zum Hitzeaktionsplan.
Verhaltenstipps:
Temperaturen um oder über 30 °C über 
mehrere Tage belasten viele Menschen und 
schränken die Leistungsfähigkeit ein. 11 Hit-
zetipps und der Kölner Hitzeknigge dienen 
als Vorbereitung für die nächste Hitzewelle.
Warnstufen:
Der Deutsche Wetterdienst warnt mit einem 
zweistufigen System in den Sommermona -
ten vor Hitze, wenn eine bestimmte Tem-
peraturschwelle überschritten wird. Hier 
wird beschrieben, welche Warnstufen bei 
Hitze ereignissen veröffentlicht werden und 
welche Warnmedien und Informationen 
der DWD bereitstellt. 
Auswirkungen von Hitze auf  
die Gesundheit:
Hier wird beschrieben, wer bei Hitze beson -
ders gefährdet ist und welche gesundheit-
lichen Auswirkungen Hitze hat.
Wasser und Trinken:
Trinken ist bei Hitze eine wichtige Maß-
nahme. Eine interaktive Karte zeigt die 
Kölner Trinkbrunnen und die hitzebelasteten 
Stadtteile auf.
 
Abkühlung bei Hitze in Badeseen und 
Schwimmbädern.
Kernelement IV: Reduzierung  
von Hitze in Innenräumen
Die WHO empfiehlt die Reduzierung der 
Hitze in Innenräumen, um durch kurz- oder 
mittelfristige Maßnahmen den Anstieg der 
Innenraumtemperatur bei extremer Hitze zu 
bremsen. 
Dieses Kernelement zielt auf technische 
bzw. bauliche Maßnahmen wie z. B. außen-
liegende Verschattungen ab. Hier ist der 
Handlungsrahmen der Kommune einge-
schränkt, da die Umsetzung in der Verant-
wortung der Hauseigentümer*innen bzw. 
der Immobilienwirtschaft liegt. Möglich sind 
Informationskampagnen und Stakeholder-
Dialoge, unter anderem mit Wohnungsbau-
gesellschaften, oder Förderprogramme, 
die einen Anreiz zur Umsetzung hitzeredu-
zierender Maßnahmen setzen können. Die 
Kommune kann beispielhaft und vorbildlich 
Maßnahmen an ihren eigenen Gebäuden 
umsetzen.
Kernelement V: Besondere  
Beachtung von Risikogruppen
Die WHO empfiehlt die besondere Betrach -
tung von vulnerablen Risikogruppen. Mit 
dem vorliegenden Projekt hat die Stadt Köln 
einen ersten Baustein für einen umfassen -
den Hitzeaktionsplan entwickelt. Dieser 
setzt die Menschen im Alter in den Fokus. 
Weitere Gruppen sollten im Zuge der Ver-
stetigung des Hitzeaktionsplans berücksich -
tigt werden. Hier sind auch weitere Multi-
plikator*innen einzubinden.

168
7. Entwicklung und Umsetzung von Interventions maßnahmen 
7.2 Kernelemente und Maßnahmen
Kernelement VI: Vorbereitung der  
Gesundheits- und Sozialsysteme
Die WHO-Empfehlungen in diesem Kern-
element richten sich an die Gesundheits- 
und Sozialsysteme. Diese sollen durch 
Aus- und Fortbildungen wichtige Inhalte 
zu adäquatem Handeln erlangen. Im Rah -
men des Projekts konnten Stakeholder aus 
den Bereichen Gesundheit und Soziales 
erreicht und aktiviert werden. Die Einbin -
dung wurde einerseits durch die Akteurs -
workshops sichergestellt, aber auch durch 
die konti nuierliche Information über einen 
Rundbrief. Zudem wurden Grundlagen 
für den Einbezug von Hitze in Forschung 
und Lehre erarbeitet.
Kernelement VII: Langfristige  
Stadtplanung und Bauwesen
Die WHO beschreibt mit diesem Kernele -
ment die Notwendigkeit der langfristig 
ausgerichteten Maßnahmen im Themenfeld 
Stadtentwicklung und Stadtplanung.  
In beiden Themenfeldern liegen kommunale 
Kernkompetenzen, um eine klimawandel-
gerechte Gestaltung etwa von Neubau-
gebieten für die Zukunft zu gewährleisten. 
Somit ist die Einbindung des Themenfeldes 
Stadtklima, Klimawandelanpassung, Hit -
zeentwicklung in das Bauleitplanverfahren 
ein wichtiger langfristiger Baustein im 
Gesamtkontext. 
Zu klären ist hier, welche Maßnahmen über 
Festsetzungen in Bebauungsplänen reali -
siert werden können. Die Festlegung von 
verbindlichen Vorgaben für den Hitzeschutz 
in Planungsverfahren erfordert eine inten -
sive Vorbereitung und Abstimmung. 
Zudem setzt sie einen stadtentwicklungs -
politischen Willen voraus, da die Vorgaben 
bei Investor*innen als Einschränkung emp-
funden werden können. 
Gleiches gilt für die Einbindung in Ziel-
setzungen der Stadtentwicklung. Diese 
Einbindung erfolgt in der Stadt Köln durch 
das Umwelt- und Verbraucherschutzamt.
Maßnahmen im Bestand sind durch das 
Fehlen eines formellen Beteiligungs ver-
fahren, bei dem alle Träger öffentlicher 
Belange gehört und eingebunden werden, 
schwierig zu realisieren. Dies gilt besonders 
für Maßnahmen, die stadtweit umgesetzt 
werden sollen.  
Neben der reinen Stadtplanung sollten in 
dieses Kernelement auch weitere bauliche 
Maßnahmen zur Minderung von Hitze zuge-
ordnet werden. Zur Kühlung von Hitzehot-
spots im Bestand, also auf Stadtplätzen 
oder in Straßen, kann Wasser eingesetzt 
werden. Die Stadt Köln arbeitet an der 
Entwicklung eines stadtweiten Konzepts (s. 
KE 3.8, Kühlung öffentlicher Plätze mit Was-
ser). Im Sommer 2022 wurde ein Pilotver-
such durchgeführt, bei dem ein mit Düsen 
ver sehener Feuerwehrschlauch auf einem 
Innenstadtplatz getestet wurde.  
 
Dabei wurden die technischen Voraus-
setzungen ebenso geprüft wie die Hand -
habung, der Personaleinsatz und das 
Nutzer*innenverhalten in einer Umfrage. 
An diesem heißen Tag herrschten Tem-
peraturen von etwa 35 °C.

7.2 Kernelemente und Maßnahmen
169
Rund 90 Prozent der Befragten haben das 
Angebot sehr positiv bewertet und ange -
geben, eine deutliche Abkühlung zu spüren. 
Sie wünschten sich eine Wiederholung. 
Nicht nur Kinder haben sich in dem Wasser-
nebel aufgehalten. Gerade am Nachmittag 
waren Menschen aller Altersgruppen vor 
Ort, die sich abgekühlt haben.
Die Ergebnisse der Pilotierung müssen noch 
weiter ausgewertet und für eine stadtweite 
Konzeption angepasst werden. Hier sind 
auch bauliche Änderungen der Plätze mit 
einzuplanen (u. a. Hydranten-Anschluss, 
Platzbelag und Gefälle).
Kernelement VIII: Monitoring und  
Evaluation der Maßnahmen
Die WHO empfiehlt eine zeitnahe epidemio -
logische Beobachtung und die Evaluation 
der Hitzeschutzmaßnahmen. 
Die empfohlenen Monitoringsysteme sind 
nachgeschaltet, um die Wirksamkeit von 
Maßnahmen zu prüfen und zu dokumentie-
ren. Im Zuge der Verstetigung der Ergeb-
nisse des Projekts sollen geeignete und 
messbare Indikatoren entwickelt werden. 
Fraglich ist derzeit allerdings, ob und wie 
das komplexe Wirkgefüge der durchgeführ-
ten Maßnahmen in einer Großstadt mit Indi -
katoren abgebildet werden kann. Auch die 
Datenverfügbarkeit ist zu klären.
Abb. 7.14: Cooling Cologne, Pilotierung zur Kühlung mit Wasser, Sommer 2022. Foto Stadt Köln 2022

8. Maßnahmenkatalog

172
8. Maßnahmenkatalog
Im Zuge des HAP-Köln-Projekts wurden mögliche Maßnahmen zum 
Schutz der Bevölkerung gegen Hitze identifiziert und in einer Maß -
nahmenübersicht in Anlehnung an die acht Kernelemente der WHO 
für Hitzeaktionspläne strukturiert beschrieben. Jede Einzelmaß -
nahme wird in einem Steckbrief detailliert dargestellt.  
Neben einer allgemeinen Beschreibung der Maßnahme werden der 
Umsetzungszeithorizont, die Reichweite, der Kostenrahmen (soweit 
einschätzbar), Hemmnisse sowie lokale Kölner Besonderheiten 
beschrieben. Der Maßnahmenkatalog soll auch interessierten Kom -
munen die Möglichkeit eröffnen, Impulse für die eigene Maßnah -
menentwicklung aufzugreifen.
WHO-Kernelement Kategorie Maßnahme Seite
Kernelement I  
Zentrale Koordinierung 
und interdisziplinäre 
Zusammenarbeit
KE 1.1 Klimaanpassungsmanagement (KAM) 174–175
KE 1.2 Trisektorale Vernetzung 176
KE 1.3 Interkommunale Vernetzung 177
Kernelement II 
Nutzung eines 
Hitzewarnsystems
KE 2.1 Verbreitung des DWD-Newsletters „Hitzewarnung“  
und „UV-Warnung“ 178–179
KE 2.2 Verbreitung der App Luftwarnung (UBA) für erhöhte  
bodennahe Ozonwerte 180–181
KE 2.3 Stadtweite Verbreitung der Hitzewarnung des DWD 181–182
Kernelement III 
Information und 
Kommunikation
KE 3.1 Interaktive Erfrischungskarte 183
KE 3.2 Köln-spezifischer Hitzeknigge 184–186
KE 3.3 Lebensmittel Trinkwasser 187–188
KE 3.4 Stadtweite Sensibilisierungs-Kampagne 188–190
KE 3.5 Hitzeeinsatzplan 191
KE 3.6 Pressearbeit und Veröffentlichungen 192
KE 3.7 Projektsong „Drinke“ mit Imagefilm 193
KE 3.8 Kühlung öffentlicher Plätze mit Wasser 194–195

173
WHO-Kernelement Kategorie Maßnahme Seite
Kernelement IV 
Reduzierung von Hitze  
in Innenräumen
KE 4.1 Förderung von außenliegenden Sonnenschutzeinrichtungen  
an Wohngebäuden 196
KE 4.2 Informationskampagne zur Kühlung von Innenräumen 197
Kernelement V 
Besondere Beachtung von 
Risikogruppen
KE 5.1 Telefonische Beratungsmöglichkeiten während der Hitzepe -
riode 198–199
KE 5.2 Vulnerabilitätsanalyse 199
KE 5.3 Zielgruppengerechte Informationsmaterialien 200
KE 5.4 Manual zum Selbst-Check 201
KE 5.5 Unterstützende Dienste bei Hitze anbieten & Integration  
von Hitze in die vorsorgenden Hausbesuche 202–203 
KE 5.6 Auswertung Wegebeziehungen / Erreichbarkeiten 204
Kernelement VI 
Vorbereitung der Gesund-
heits- und Sozialsysteme
KE 6.1 
Zusammenstellen von
Ausbildungsunterlagen für medizinisches
Personal und Apothekenpersonal
205
KE 6.2 Einbezug von Hitze in Forschung und Lehre 206
KE 6.3 Durchführen von Schulungen zur
Sensibilisierung von Multiplikator*innen 207
KE 6.4 Verstärkte Berücksichtigung sommerlicher Hitzeereignisse  
im Qualitätsmanagement der Pflegeeinrichtungen 208
KE 6.5 Etablierung von Hitzesprechstunden bei Ärzt*innen 209
Kernelement VII 
Langfristige Stadtplanung 
und Bauwesen
KE 7.1 Integration des Themas Hitzeschutz in die  
Bauleitplanung 210–212
KE 7.2 Ausbildungsunterlagen für Architekt*innen und Stadtpla -
ner*innen 213
KE 7.3 Satzung zur Begrünung und Bepflanzung von  
Vorgärten zur Hitzeminderung 214–215
Kernelement VIII 
Monitoring und Eval  uation 
der Maßnahmen
KE 8.1 Evaluation der durchgeführten Maßnahmen des  
Hitzeaktionsplans 216–217
Tab. 8.1: Übersicht über die Maßnahmen-Steckbriefe

174
8. Maßnahmenkatalog 
8.1 Kernelement I: Zentrale Koordinierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit
KE 1.1  Klimaanpassungsmanagement (KAM)
Zeithorizont Langfristige Entwicklung und Planung
Reichweite stadtweit (groß)
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Organisation der Arbeitsstruktur
Beschreibung
Das Thema Klimawandelanpassung hat aufgrund des fortschreitenden Klimawandels im 
kommunalen Handeln an Bedeutung gewonnen und ist auch auf Bundes- und Landesebene in 
den Fokus gerückt. Dies zeigt sich unter anderem durch eine Vielzahl von Förderprogrammen 
auf Bundesebene im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS), aber auch auf NRW-
Landesebene mit dem seit dem 1. Juli 2021 beschlossenen Klimaanpassungsgesetz NRW 
und der damit verbundenen 15-Punkte-Offensive. Das Landesgesetz bestärkt die Aktivitäten 
zur Klimawandelanpassung und versteht diese als Querschnittsaufgabe in den planerischen, 
gesundheitlichen und sozialen Handlungsfeldern der Kommunen.  
Auch der Bund sieht die Notwendigkeit einer zentralen Steuerung der Anpassungsmaßnahmen in 
Form eines Klimaanpassungsmanagements. So wurde neben der Entwicklung von Klimawandel-
Anpassungskonzepten in Kommunen der Einsatz von Klimaanpassungsmanager*innen zur 
Konzepterstellung und Umsetzung gefördert.
Ziel der Maßnahme
Das Klimaanpassungsmanagement ist ein zentraler Anlaufpunkt zu den verschiedenen Themen 
der Klimawandelanpassung für Verwaltung, Politik, Unternehmen, Wissenschaft und Bevölke -
rung.  
 
Der ganzheitliche Ansatz erfordert die Betrachtung aller gesamtstädtischen Zusammenhänge 
und Querschnittsfragen. Die zentrale Koordination strukturiert, vereinheitlicht und kommuni -
ziert den Prozess und treibt die Umsetzung von Maßnahmen voran. Aufgrund der Vielzahl der 
beteiligten Akteur*innen mit vielfältigen Strukturen ist die Vereinbarung einer abgestimmten 
Vorgehensweise auf Basis der ermittelten Grundlagendaten eine wichtige Voraussetzung.
Es werden Prioritäten aufgrund vorhandener wissenschaftlicher Erkenntnisse gesetzt, Synergi -
en erkannt und Zielkonflikte gemeinsam mit den Akteur*innen gelöst sowie die Umsetzung von 
Anpassungsmaßnahmen strukturiert.
8.1 Kernelement I: Zentrale Koordinierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit

8.1 Kernelement I: Zentrale Koordinierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit
175
KE 1.1  Klimaanpassungsmanagement (KAM)
Stadt Köln
Klimaanpassungsmanagement (KAM) als zentrale Koordination
Die Entwicklung und Umsetzung von Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen als Grundlage für  
die resiliente Stadt der Zukunft ist in einer Großstadt wie Köln besonders in den Bereichen Stark -
regenvorsorge und Hitzeprävention voranzutreiben. Aufbauend auf die Studie „Klimawandel -
gerechte Metropole Köln“ liegt der Fokus in Köln jetzt auf einer Umsetzungsstrategie.  
 
Das Themenfeld Hitze in der Stadt und die Hitzeaktionsplanung sind Querschnittsaufgaben  
der Stadtverwaltung und betreffen viele Fachressorts und Disziplinen. Da die Bearbeitung  
der Aufgabe ein koordiniertes Zusammenarbeiten aller relevanten Fachämter sowie externer 
Akteur*innen erfordert, plant das Umwelt- und Verbraucherschutzamt die Einrichtung einer  
zentralen Koordinationsstelle mit einer auskömmlichen personellen Ausstattung. 
Folgende Aufgaben sollen wahrgenommen werden:
•  die strategische Ausrichtung und Fortentwicklung des gesamtstädtischen Klimawandelanpas -
sungsprozesses,
•  die Initiierung und ressortübergreifende, interdisziplinäre, gesamtstädtische, prozessorientierte 
Koordinierung von Klimawandelanpassungsprojekten,
•  die Vernetzung mit und Abstimmung zwischen den verschiedenen Akteur*innen zur Erreichung 
der städtischen Anpassungsziele,
•  (Fördermittel-) Beratung,
•  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,
•  verwaltungsinterne und externe Kommunikation,
•  Projektleitung Hitzeaktionsplan,
•  Geschäftsführung Arbeitskreis Klimawandelanpassung, gemeinsam mit den Stadtentwässe -
rungsbetrieben (StEB) Köln,
•  Vertretung in Arbeitskreisen und regionalen, nationalen und internationalen Netzwerken.
 
Das KAM soll als zentraler Anlaufpunkt zu den Themen Klimawandelanpassung und Hitzeak -
tionsplan für Verwaltung, Politik, Unternehmen, Wissenschaft, stadtnahe Beteiligungen und 
Bevölkerung dienen.
Anzusprechende 
Partner*innen
Umwelt-und Verbraucherschutzamt
Hemmnisse/
Störfaktoren
In Köln bedingt die Größe der Verwaltung eine Zusammenarbeit von vielen Dienststellen. Diese 
führen die Umsetzung der Klimaanpassungsmaßnahmen im Rahmen ihrer originären Aufga -
benwahrnehmung durch und benötigen hierfür gegebenenfalls zusätzliche Ressourcen. Zudem 
muss zunächst ein gemeinsames Verständnis für die Notwendigkeit von Anpassungsmaß -
nahmen und deren Koordination geschaffen werden. Die Umsetzung von teilweise komplexen 
Anpassungsmaßnahmen erfordert neue Routinen der Zusammenarbeit, die noch geschaffen 
werden müssen.
Kosten Personalkosten und Sachkosten (hoch)
Verstetigung Fortlaufende Finanzierung muss gegeben sein.
Weitere Infos
Das zentrale Klimaanpassungsmanagement ist auch in anderen Kommunen ein aktuelles The -
menfeld.  
 
Regensburg: Der Klimaanpassungsmanager wurde als Stabsstelle im Büro des Bürgermeisters 
angesiedelt, um die Bedeutung der Aufgabe hervorzuheben und eine thematisch übergreifende 
Zusammenarbeit mit den Fachämtern zu erleichtern.  
Münster und Bremen: Das Anpassungsmanagement wurde im Umweltressort implementiert.
 
Düsseldorf: Düsseldorf stattet die vorhandenen Stellen mit weiteren Ressourcen aus und richtet 
zukünftig ein eigenes Sachgebiet im Umweltamt ein.  
Hamburg: Die Stabsstelle Klimafolgenanpassung/RISA koordiniert die Aktivitäten zur Anpas -
sung an die Folgen des Klimawandels und fungiert als Leitstelle für die Umsetzung des Prozesses 
zur Regeninfrastrukturanpassung.  
Frankfurt am Main: Die Bildung eines eigenen Referates für Klimawandelanpassung ist geplant.
 
Bonn, Dortmund, Leverkusen, Neuss, Solingen und Remscheid:  Das Themenfeld wurde jeweils 
mit unterschiedlichen Schwerpunkten besetzt.

176
8. Maßnahmenkatalog 
8.1 Kernelement I: Zentrale Koordinierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit
KE 1.2  Trisektorale Vernetzung
Zeithorizont Vorbereitend für den Sommer; langfristige Entwicklung und Planung
Reichweite gezielt (Akteur*innen und Multiplikator*innen)
Zielgruppe zur 
Maßnahmenumsetzung
verschiedene Ämter, Apotheken, Ärzt*innen, Pflegedienste, Sozialraum- und Seniorenkoor -
dinator*innen, Seniorenberater*innen, Netzwerke, aufsuchende Hilfe, Feuerwehr, Verbraucher -
zentrale, Bäckereien etc.
Beschreibung
Eine erfolgreiche Entwicklung und Umsetzung zielgruppengerechter Maßnahmen zur Minderung 
gesundheitlicher Folgen von Hitzeereignissen ist nur durch die Zusammenarbeit aller Akteur*in -
nen einer Stadtgesellschaft möglich. Die trisektorale Vernetzung dient dazu, entsprechende Mul -
tiplikator*innen und Akteur*innen im Zusammenhang mit Hitze und Gesundheit zu identifizieren, 
sich auszutauschen und zu vernetzen. Dies kann durch regelmäßig stattfindende Akteurswork -
shops, Arbeitskreise oder Runde Tische erfolgen. Multiplikator*innen in relevanten Institutio -
nen oder Vereinigungen bzw. im Gesundheitswesen zu identifizieren hilft dabei, anschließend 
Informationsmaterial und Botschaften an die Zielgruppen weiterzugeben. Der Austausch mit 
verschiedenen Akteur*innen hilft, bereits bestehende Strukturen zu erkennen und zu nutzen, 
und erleichtert die Zusammenarbeit untereinander.
Ziel der Maßnahme
•  Einbindung der Akteur*innen in den Hitzeaktionsplan
•  Schaffen einer gemeinsamen Arbeitsplattform
•  Identifizieren von Multiplikator*innen
•  Etablieren eines gemeinsamen Hitzeeinsatzplans
Stadt Köln
Zum Projektbeginn wurde ein gemeinsamer Fachworkshop (Kick-off-Meeting) mit ins  gesamt 37 
Teilnehmenden durchgeführt. Eine weitere Einbindung der fach- und handlungs kompetenten Ak -
teur*innen in Köln fand im Frühjahr 2021 im Rahmen von drei Workshops statt, in denen in einem 
intensiven fachlichen Austausch verschiedene Inhalte erarbeitet wurden. Unter den ungefähr 20 
Beteiligten auf operativer Ebene waren verschiedene Akteur*innen aus den Bereichen Stadt -
verwaltung und Stadtwerke Köln, Wissenschaft, Ärzteschaft, Seniorenvertretung und weiteren 
zivilgesellschaftlichen Netzwerken vertreten. Per Videokonferenz sind gemeinsam relevante 
Prozesse sowie nützliche Informationen erfasst worden, die zur Erstellung des Hitzeeinsatz -
planes für die Stadt Köln und des Köln-spezifischen „Hitzeknigge“ bedeutsam sind. Es wurde 
analysiert, wie Maßnahmen zur Hitzeprävention umgesetzt und in die tägliche Arbeit integriert 
werden können.  
 
Weitere trisektorale Vernetzungstreffen fanden 2021 und 2022 bei den sogenannten Runden  
Tischen für Seniorenarbeit in den einzelnen Stadtbezirken statt. Dort wurde das Projekt vor -
gestellt, das Thema Hitze und Gesundheit angesprochen und entsprechendes Informations -
material an die Multiplikator*innen verteilt.
Anzusprechende 
Partner*innen
Umwelt- und Verbraucherschutzamt; Seniorenkoordinator*innen der einzelnen Stadtbezirke
Hemmnisse/
Störfaktoren
Datenschutz
Kosten Ggf. Kosten für Agenturbeauftragung, Bindung personeller Ressourcen (Personalkosten) (hoch)
Verstetigung
Durch die Etablierung eines regelmäßigen ‚Runden Tisches-Hitzeaktionsplan‘ soll das geknüpfte 
Netzwerk weitergeführt werden. Dieses Gremium, das aus den wesentlichen Akteur*innen der 
Ver waltung, des Gesundheitswesens sowie Vertreter*innen der Zielgruppe zusammengesetzt ist, 
soll die weitere Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen begleiten. Ziel ist, eine Arbeits -
struktur zu schaffen, die sowohl die fachlich-wissenschaftliche Beschreibung von Maßnahmen 
zum Inhalt hat als auch die konkrete Umsetzung in den jeweiligen Zuständigkeitsbereichen 
abstimmt und vorantreibt. Dieser Arbeitskreis soll vom Umwelt- und Verbraucherschutzamt  
der Stadt Köln organisiert und koordiniert werden.  
Der Runde Tisch Seniorenarbeit findet vierteljährlich statt. Jedes Jahr im Frühjahr sollen die 
Multiplikator*innen aktuelles Informationsmaterial zur Weiterleitung an die Zielgruppe erhalten.
Weitere Infos Ergebnisse Akteursworkshops siehe Kapitel 6.5

8.1 Kernelement I: Zentrale Koordinierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit
177
KE 1.3  Interkommunale Vernetzung
Zeithorizont Langfristige Entwicklung und Planung
Reichweite bundesweit
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
gezielt (Umwelt- und Gesundheitsämter anderer Städte, Expert*innen für Hitze und Gesundheit)
Beschreibung
Im Rahmen eines interkommunalen Erfahrungsaustausches werden die Auswirkungen des Kli -
mawandels im urbanen Raum mit anderen Städten diskutiert. Bei den jeweiligen Treffen können 
verschiedene Schwerpunkte, wie z. B. die Erstellung von Einsatzplänen, thematisiert werden. 
Mögliche Maßnahmen zur Verminderung der gesundheitlichen Risiken in Hitzeperioden werden 
bewertet, Chancen und Hindernisse diskutiert sowie wichtige Akteur*innen identifiziert.
Die Kommunen stellen ihre aktuellen und geplanten Aktivitäten zur Hitzeanpassung dar und tei -
len ihre Erfahrungen. Best-Practice-Bespiele können dazu dienen, von den Erfahrungen anderer 
Städte zu profitieren.
Ziel der Maßnahme
Vernetzung und gegenseitiger kommunaler Informationsaustausch zum Thema Hitze und Ge -
sundheit/Hitzeaktionsplanung. Ziel ist ein offener Austausch auf Augenhöhe, der regelmäßig 
stattfindet. Einen Vorteil bieten hierzu Online-Videokonferenzen.
Stadt Köln
Der Städtedialog Hitzeanpassung wurde im Rahmen des Projekts ins Leben gerufen. Das erste 
Treffen fand am 23. September 2020 mit den Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, 
München, Neuss und Köln statt. Am 16.09.2021 wurde das zweite Treffen mit 18 Kommunen (44 
Teilnehmenden) durchgeführt. Vorgetragen haben neben der Stadt Köln die Städte Wien sowie 
Dresden und Erfurt.
Anzusprechende 
Partner*innen
Kommunen (Umwelt- und Gesundheitsämter)
Hemmnisse/
Störfaktoren
keine
Kosten Bindung von personellen Ressourcen der ausrichtenden Kommune; externe Moderation des 
Städtedialogs empfehlenswert (mittel)
Verstetigung
Aufgrund des großen Interesses und der guten Resonanz soll das Format „Städtedialog Hitze -
anpassung“ mit rotierender Organisation in regelmäßigen Abständen (z. B. jährlich im Frühjahr) 
fortgeführt werden. Das nächste kommunale Vernetzungstreffen wird von der Stadt Dresden 
und Erfurt im Herbst 2022 ausgeführt und vom Projektteam unterstützt.
Weitere Infos Ergebnisse Städtedialog 2020 + 2021 (siehe Kapitel 6.5)

178
8. Maßnahmenkatalog 
8.2 Kernelement II: Nutzung eines Hitzewarnsystems
KE 2.1 Verbreitung des DWD-Newsletters „Hitzewarnung“ und „UV-Warnung“
Zeithorizont Vorbereitend für den Sommer; langfristige Entwicklung und Planung
Reichweite stadtweit; gezielt für Multiplikator*innen u. Akteur*innen
Zielgruppe zur 
Maßnahmenumsetzung 
Gesamtbevölkerung sowie Multiplikator*innen für die Verbreitung des Newsletters
Beschreibung
Wer den Newsletter des Deutschen Wetterdienstes abonniert hat, erhält die Hitzewarnungen 
sowie UV-Warnungen per Mail zugeschickt. Um eine möglichst weite Verbreitung der Hitze -
warnung zu erreichen, soll der Newsletter bei der Bevölkerung wie auch bei verschiedenen Multi -
plikator*innen durch verschiedene öffentlichkeitswirksame Aktionen beworben werden. Hierzu 
gehören Stadt- und Seniorenfeste sowie die Veröffentlichung in unterschiedlichen Medien, wie 
Zeitungsartikel, Internetportale zum Thema Hitze und Gesundheit und Informationsbroschüren.  
 
Hitzewarnung:
Eine Hitzewarnung wird herausgegeben, wenn als Schwellenwert die gefühlte Temperatur an 
zwei aufeinanderfolgenden Tagen über 32 °C liegt und zusätzlich nur eine geringe Abkühlung in 
der Nacht zu erwarten ist (starke Wärmebelastung).  
 
Die gefühlte Temperatur dient der Beschreibung des thermischen Empfindens. Das thermische 
Empfinden wird berechnet als eine Funktion aus den meteorologischen Variablen Lufttem  pe-
ratur, Windgeschwindigkeit, Wasserdampfdruck, mittlere Strahlungstemperatur und der  
metabolischen Rate sowie der Wärmeisolation der Bekleidung. Die Warnung „Extreme 
Wärmebe  lastung“ wird herausgegeben, wenn die gefühlte Temperatur über 38  °C erwartet  
wird.
Ultraviolette (UV-)  Strahlung:
Die natürliche UV-Strahlung wird von der Sonne abgegeben und hängt vom Breitengrad, von  
der Jahreszeit, von der Tageszeit und der Bewölkung ab. Die Strahlung ist für den Menschen 
nicht erkennbar und wirkt gesundheitsschädlich an Haut und den Augen. UV-Strahlungen kön -
nen Sonnenbrand, Binde- und Hornhautentzündungen sowie langfristige Gesundheitsschäden,  
zum Beispiel vorzeitige Hautalterung, Hautkrebs oder „Grauen Star“ (Katarakt), verursachen.  
Die Intensität der UV-Strahlung wird weltweit ständig überwacht und als UV-Index veröffentlicht.  
Eine UV-Warnung wird entweder im Frühling/Frühsommer herausgegeben, wenn für die Jahres -
zeit ungewohnte Werte des UV-Index erreicht werden (gering bewölkt, sonnenbrandwirksame 
UV-Strahlung in der Größenordnung von 20 % über dem Dekadenmittel und mind. UV-Index 5), 
oder wenn für die Region eine ungewohnte UV-Belastung und absolut erhöhte Werte des UV-In -
dex im Bereich sehr hoher UV-Indizes erreicht werden (langjährige Häufigkeit des Auftretens in 
der Größenordnung von 1 % der Tage).
Ziel der Maßnahme
Mithilfe von öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen sollen die Bevölkerung und Multiplikator*in -
nen motiviert werden, den DWD-Newsletter zu abonnieren und die Warnung bei hoher Hitze-  
und UV-Belastung an relevante Personengruppen weiterzuleiten. Dadurch wird die Verbreitung 
von Hitze- und UV-Warnungen erreicht und die Bevölkerung sensibilisiert.
Stadt Köln
Im Rahmen des Projekts erfolgte die Verbreitung des DWD-Hitzenewsletters durch Öffentlich -
keitsarbeit wie beispielsweise durch Veröffentlichung auf der Internet-Projektseite, dem  
Hitze-Portal Köln und im Rundbrief des Projekts, der halbjährlich versendet wurde. Auch die im 
Jahr 2021 erarbeitete Informationsbroschüre Hitzeknigge wurde für die Bewerbung des News -
letters „Hitzewarnung“ und „UV-Warnung“ eingesetzt.
Anzusprechende 
Partner*innen
Deutscher Wetterdienst
Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Hemmnisse/
Störfaktoren
Nur Online-Registrierung möglich (nicht für alle Altersgruppen geeignet)
Kosten keine
Verstetigung
Eine kontinuierliche Verbreitung erfolgt z. B. auf dem städtischen Hitze-Portal. Geplant ist  
außerdem eine automatische E-Mail-Weiterleitung, die die Hitzewarnung des Deutschen Wetter -
dienstes zusammen mit wichtigen Verhaltenstipps bei Hitze (z.  B. PDF-Datei Hitzeknigge) an  
das eigene Akteur*innennetzwerk weitergibt.
8.2 Kernelement II: Nutzung eines Hitzewarnsystems

8.2 Kernelement II: Nutzung eines Hitzewarnsystems
179
KE 2.1 Verbreitung des DWD-Newsletters „Hitzewarnung“ und „UV-Warnung“
Weitere Infos
 
Quellen: 
www.klima-mensch-  
gesundheit.de
 
  
www.bfs.de/DE/  
themen/opt/uv/uv_node
 
  
DWD GesundheitsWetter-App
www.dwd.de/DE/leistungen/gesundheitswetter/gesundheitswetter
 
 
Die GesundheitsWetter-App des DWD informiert das Gesundheitswesen, besonders betroffene 
Menschen und Risikogruppen sowie die allgemeine Öffentlichkeit zur aktuellen Warn- und  
Wettersituation in Bezug auf die aktuellen Gesundheitseinflüsse.
DWD WarnWetter-App
www.dwd.de/DE/leistungen/warnwetterapp/warnwetterapp
 
Mit der WarnWetter-App versorgt der Deutsche Wetterdienst im Rahmen seines gesetzlichen 
Auftrages die breite Öffentlichkeit und die Einsatzkräfte aus dem Katastrophen-, Bevölker -
ungs- und Umweltschutz mit wichtigen Hinweisen zur aktuellen Warn- und Wettersituation. Die 
all gemeine Gefährdungslage für Deutschland kann auf einer eingefärbten Warnkarte schnell 
erfasst und zusätzlich ergänzende Detailinformationen abgerufen werden.
Hitzewarnung DWD
www.dwd.de/DE/leistungen/hitzewarnung/hitzewarnung  
 
www.dwd.de/DE/wetter/warnungen_gemeinden/warnWetter_node  
 
DWD-Newsletter 
https://www.dwd.de/DE/service/newsletter/newsletter_node.html  
 
UV-Gefahrenindex 
https://www.dwd.de/DE/leistungen/gefahrenindizesuvi/gefahrenindexuvi.html
 
  
Hitze-Portal Köln
https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/klima-umwelt-tiere/klima/hitzewarnung

180
8. Maßnahmenkatalog 
8.2 Kernelement II: Nutzung eines Hitzewarnsystems
KE 2.2  Verbreitung der App Luftqualität (UBA) für erhöhte bodennahe Ozonwerte
Zeithorizont Vorbereitend für den Sommer; langfristige Entwicklung und Planung
Reichweite stadtweit; gezielt für Multiplikator*innen u. Akteur*innen
Zielgruppe zur 
Maßnahmenumsetzung
Gesamtbevölkerung sowie Multiplikator*innen, für die Verbreitung der App
Beschreibung
Das farblose und giftige Spurengas Ozon bildet in der Atmosphäre in einer Höhe von 20 bis  
30 Kilometern die natürliche Ozonschicht. Dort schützt es die Erde vor der schädlichen 
UV-Strahlung der Sonne. Bei sommerlichen Hitzewellen mit hohen Lufttemperaturen und starker 
Sonneneinstrahlung wird die Entstehung von bodennahem Ozon begünstigt und kann in hohen 
Konzentrationen der Gesundheit schaden. Die Folge sind Reizungen der Atemwege, Husten, 
Kopfschmerzen oder Atembeschwerden und Einschränkung der Lungenfunktion. Empfindliche 
Menschen oder Personen mit Atemwegserkrankungen sollten bei hohen Ozonwerten körper  liche 
Anstrengungen im Freien vermeiden. 
An rund 300 Messstationen in Deutschland wird die Ozonkonzentration in der bodennahen Luft 
gemessen und von den zuständigen Behörden der Länder zeitnah im Internet veröffentlicht. Das 
Umweltbundesamt (UBA) veröffentlicht aktuelle Ozondaten für ganz Deutschland in Kartenform 
und als Tabellen unter www.umweltbundesamt.de/daten/luftbelastung/aktuelle-luftdaten. Hier 
werden auch deutschlandweite Ozonvorhersagen für den aktuellen Tag und die beiden Folge -
tage veröffentlicht. Zudem stellt die UBA-App „Luftqualität“ jederzeit aktuelle Ozon-Stunden -
werte und Warnmeldungen bereit: www.umweltbundesamt.de/app-luftqualitaet.
Als Zielwert für den Schutz der menschlichen Gesundheit wird ein Ozonwert von 120 µg/m3 
angestrebt. Ab einem Ozonwert von 180 µg/m 3 (1-Stunden-Wert) ist die Informationsschwelle 
erreicht und es werden durch das UBA über die Medien Ozonwarnungen und Verhaltensem  p-
fehlungen an die Bevölkerung, auch via Radio, Fernsehen oder Tageszeitungen weitergegeben. 
Die Alarmschwelle liegt bei 240  µg/m3 (1-Stunden-Wert). 
Ziel der Maßnahme
Durch eine gezielte Informationskampagne werden die Einflüsse von bodennahem Ozon auf 
die Gesundheit kommuniziert und die Bevölkerung und Multiplikator*innen angeregt, die App 
„Luftqualität“ zu abonnieren und die Warnung bei hoher Ozonbelastung an relevante Personen -
gruppen weiterzuleiten. Dadurch wird eine Verbreitung von Ozonwarnungen erreicht und die 
Bevölkerung sensibilisiert.
Stadt Köln Informationen zu Ozonwarnungen stehen online im Hitze-Portal Köln zur  
Verfügung.
Anzusprechende 
Partner*innen
Umweltbundesamt (UBA)
Hemmnisse/
Störfaktoren
Nur Online-Registrierung möglich (nicht alle Altersgruppen geeignet)

8.2 Kernelement II: Nutzung eines Hitzewarnsystems
181
KE 2.2  Verbreitung der App Luftqualität (UBA) für erhöhte bodennahe Ozonwerte
Kosten keine
Verstetigung Kontinuierliche Verbreitung durch das Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln, z. B. 
auf der städtischem Hitze-Portal-Seite
Weitere Infos 
 
Quellen:
www.lanuv.nrw.de/umwelt/  
luft/immissionen/  
aktuelle-luftqualitaet/ozon-o3  
 
www.umweltbundesamt.de/
daten/luft/ozon-belastung  
 
Aktuelle Ozondaten
www.dwd.de/DE/forschung/atmosphaerenbeob/  
zusammensetzung_atmosphaere/ozon/o3_ozon_node.html  
 
App Luftqualität
www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftqualitaet/app-luftqualitaet 
 
KE 2.3 Stadtweite Verbreitung der Hitzewarnung des DWD
Zeithorizont Spezielle Maßnahme während akuter Hitzewelle
Reichweite stadtweit
Zielgruppe zur 
Maßnahmenumsetzung
Gesamtbevölkerung
Beschreibung
Um die negativen Folgen der Hitze zu reduzieren, werden vom Deutschen Wetterdienst (DWD) 
Warnungen zu Hitze und erhöhter UV-Strahlung herausgegeben. Die Hitzewarnungen sensibili -
sieren die Bevölkerung für das Extremwetterereignis und regen zu Schutzmaßnahmen an. Neben 
der Aufforderung zum Abonnieren des DWD-Newsletters können Kommunen die Hitzewarnung 
und Verhaltensinformationen durch weitere Medien wie z.  B. elektronischen Werbetafeln,  
Webseiten, TV und Radio kommunizieren, um eine möglichst weite Verbreitung zu erreichen.
Ziel der Maßnahme Stadtweite Bekanntmachung der DWD-Warnungen zur Sensibilisierung der Bevölkerung als 
zusätzliche Informationsquelle während einer Hitzeperiode.
Stadt Köln
Die Stadt Köln verbreitet die Hitzewarnung des Deutschen Wetterdienstes auf verschiedenen 
Kanälen:  
 
Auf der Startseite des Internetauftritts www.stadt-koeln.de  wird automatisch die Hitzewarnstufe 
eingeblendet. Bürger*innen stehen weitere Informationen zur Hitzewarnung und zu Verhaltens -
maßnahmen im Hitze-Portal Köln zur Verfügung.  
Die Hitzewarnung wird darüber hinaus von den Kölner Verkehrsbetrieben (KVB) an den Halte -
stellen der Stadtbahnen auf der interaktiven Informationsanzeige in den heißesten Stunden  
des Tages gezeigt. Auf den KVB-Anzeigetafeln erscheint z. B. der Text: „Achtung Hitze! Trinkt 
aus reichend Wasser und meidet die Sonne! Weitere Infos und Maßnahmen zur Abkühlung:  
www.stadt-koeln.de/hitzeportal “.

182
8. Maßnahmenkatalog 
8.2 Kernelement II: Nutzung eines Hitzewarnsystems
KE 2.3 Stadtweite Verbreitung der Hitzewarnung des DWD
Anzusprechende 
Partner*innen
Deutscher Wetterdienst, Kölner Verkehrsbetriebe, Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Hemmnisse/
Störfaktoren
Die Hitzewarnung des DWD muss aktiv an die Kölner Verkehrsbetriebe weitergeleitet werden. 
Der zeitliche Vorlauf muss berücksichtigt werden.
Kosten keine
Verstetigung
Die automatisierte Darstellung der Warnstufen auf der Internetstartseite der Stadt Köln wurde 
eingerichtet und wird nach Projektende weiter fortgesetzt. Das Hitze-Portal Köln wird fort -
laufend aktualisiert.
Weitere Infos
www.stadt-koeln.de/hitzeportal

8.3 Kernelement III: Information und Kommunikation
183
KE 3.1  Interaktive Erfrischungskarte
Zeithorizont Spezielle Maßnahme während akuter Hitzewelle
Reichweite stadtweit
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Gesamtbevölkerung
Beschreibung
Die Erfrischungskarte zeigt Orte im Stadtgebiet, an denen der kühle Aufenthalt bei Hitzeereig -
nissen möglich ist. Diese Orte bieten zum Beispiel Menschen, die in Dachgeschosswohnungen 
leben, die sich bei Hitze besonders aufheizen, die Gelegenheit der Abkühlung und Erholung.  
Hier werden auch Standorte von Trinkbrunnen dargestellt, da die ausreichende Versorgung mit 
Trinkwasser ein zentrales Element der Hitzeprävention darstellt.  
Insbesondere ältere Menschen verzichten auf das Trinken, wenn sie die eigene Wohnung ver -
lassen, weil sie Toilettengänge vermeiden möchten. Daher ist die Information über öffentlich 
zugäng liche Toiletten-Standorte als Voraussetzung einer angepassten Verhaltensweise wichtig.  
Darüber hinaus spielen Orte eine große Bedeutung, die einen erholsamen Aufenthalt in einem 
Hitzesommer ermöglichen. Diese Aufenthaltsqualität bieten Parks, Grünflächen, Friedhöfe mit 
hohen schattenspendenden Bäumen und Sitzbänken.  
„Coole Orte“ können auch klimatisierte Einkaufszentren oder Kirchen sein. Die Erfrischungs -
karte zeigt Orte auf, die auf lokaler Ebene (Stadtviertel) direkt vor der Haustür zu erreichen sind.  
Je nach städtischen Gegebenheiten können diese Orte sehr individuell auf das Viertel bezo -
gen sein.  
Durch das Anbieten von Hitzespaziergängen oder Rikschafahrten können „kühle“ Orte aufge -
sucht, die Gegend erkundet und hitzegerechte Wegeführung vor der eigenen Haustür zusam -
mengestellt werden. 
Ziel der Maßnahme
Durch die Identifizierung und Darstellung von öffentlichen Orten zur Abkühlung bzw. Erfrischung 
wie z. B. Aufenthaltsräume, Toiletten, Trinkwasserbrunnen, Refill-Stationen und die Veröffent -
lichung auf der kommunalen Internetseite erhalten die Einwohnenden Informationen für die 
Eigenvorsorge.
Stadt Köln
Eine erste interaktive Karte der hitzebelasteten Gebiete (Planungshinweis karte Hitze) und der 
Standorte der Kölner Trinkbrunnen wird im Hitze-Portal Köln dargestellt. Geplant ist, die Karte 
sukzessiv zu erweitern.
Anzusprechende 
Partner*innen
Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Hemmnisse/
Störfaktoren
Die regelmäßige Aktualisierung der Daten muss sichergestellt werden.
Kosten keine
Verstetigung Schrittweise Erweiterung der interaktiven Karte; Evaluierung der Standorte
Weitere Infos
www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/klima-umwelt-tiere/klima/hitzeportal-koeln/  
planungshinweiskarte-hitze-trinkbrunnen  
 
 
8.3 Kernelement III: Information und Kommunikation

184
8. Maßnahmenkatalog 
8.3 Kernelement III: Information und Kommunikation

8.3 Kernelement III: Information und Kommunikation
185
KE 3.2 Köln-spezifischer Hitzeknigge
Zeithorizont Vorbereitung vor dem Sommer
Reichweite mittel
Zielgruppe zur 
Maßnahmenumsetzung 
Menschen im Alter und Gesamtbevölkerung
Beschreibung
Das Umweltbundesamt (UBA) stellt im Rahmen der Mitmach-Kampagne „Schattenspender“  
eine Broschüre, den sogenannten „Hitzeknigge“, zur Sensibilisierung der Bevölkerung vor und  
bei Hitzeereignissen mit zahlreichen allgemeinen Tipps und Hinweisen für den Alltag im Sommer  
zur Verfügung. Das UBA ermöglicht den Kommunen, die Broschüre mit lokalen Informationen  
zu ergänzen.  
Der Hitzeknigge sollte digital und als Druckerzeugnis zur Verfügung gestellt werden, damit eine 
möglichst breite Verteilung sichergestellt werden kann. Zudem bietet das Druckerzeugnis die 
Möglichkeit, dieses zur Sensibilisierung in den Stadtteilen gezielt einzusetzen. 
Ziel der Maßnahme
Durch Anpassung des Infomaterials werden die individuellen, auf die Kommune bezogenen 
Informationen und Kontaktdaten aufgenommen und es wird zum Thema Hitze und Gesundheit 
sensibilisiert.
Stadt Köln
Im Rahmen von Workshops wurden die handelnden Akteur*innen und Multiplikator*innen der 
Stadtgesellschaft in die Erstellung des Köln-spezifischen Hitzeknigge eingebunden. Ziel war es, 
das vorhandene Fachwissen in die Broschüre zu integrieren. So bietet der Hitzeknigge neben 
allgemeinen Beratungsangeboten für Menschen im Alter, Informationen zu öffentlichen Trink -
möglichkeiten und Toiletten in Köln auch Hinweise zur Medikamenteneinnahme sowie wertvolle 
Tipps zum richtigen Verhalten bei Hitze.  
Der Hitzeknigge kann als barrierefreie PDF-Datei vom Hitze-Portal Köln heruntergeladen wer -
den. Druckexemplare können beim Umwelt- und Verbraucherschutzamt oder dem Gesundheits -
amt angefordert werden.  
Derzeit wird der dritte Nachdruck beauftragt. Eine Gesamtauflage von 6.000 gedruckten Exem -
plaren wird damit erreicht. Die meisten Exemplare sind an Senior*innenvertretungen und Netz -
werke, die als Multiplikator*innen die Broschüre an die Zielgruppe weitergeben, verteilt worden. 
An die Bezirksämter der Stadt Köln, die Caritas und die Kölner Bank wurden ebenfalls Exemp -
lare ausgegeben. Auch bei den Menschen 65+ der Stadt Köln ist das Interesse groß. Nachdem 
ein Artikel zum Hitzeknigge in der städtischen Zeitschrift für ältere Menschen „Kölner Leben“ 
erschienen war, wurden über 200 Exemplare von Privatpersonen angefordert. Größere Mengen 
sind unter anderem an Senior*innennetzwerke, Pflegeheime, Altenzentren, Koordinator*innen für 
ältere Menschen verschickt worden. Auf Veranstaltungen wie Senior*innen- und Stadtteilfesten 
in den einzelnen Veedeln wurde der Hitzeknigge an die Bevölkerung verteilt.  
Darüber hinaus wurde die Information zum Hitzeknigge auch in den Newsletter des Hausärzte -
verbandes Nordrhein e.  V. aufgenommen. Auch über dieses Medium sind zahlreiche Exemplare 
angefordert worden.

186
8. Maßnahmenkatalog 
8.3 Kernelement III: Information und Kommunikation
KE 3.2 Köln-spezifischer Hitzeknigge
Anzusprechende 
Partner*innen
Umweltbundesamt; Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Hemmnisse/
Störfaktoren
keine
Kosten Druckkosten (mittel)
Verstetigung
Der Köln-spezifische Hitzeknigge ist auf dem Hitze-Portal Köln abrufbar und kann in gedruckter 
Form angefordert werden. Es ist geplant, den Hitzeknigge fortlaufend zu aktualisieren, weitere 
Zielgruppen zu ergänzen und ihn entsprechend fortzuschreiben.
Weitere Infos
Neben Köln haben auch die Städte Dortmund, Hanau, Ratingen, Ingelheim, Wetzlar und Worms 
sowie die Gemeinde Maisach einen lokalen Hitzeknigge erstellt und in Umlauf gebracht. In Bam -
berg wurde ein regional angepasster Hitzeknigge in allen Apotheken der Stadt sowie im Rathaus 
ausgelegt.  
www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/klima-umwelt-tiere/klima/  
hitzeportal-koeln/hitze-verhaltenstipps  
 
 
www.umweltbundesamt.de/publikationen/  
klimawandel-gesundheit-tipps-fuer-sommerliche-hitze  
 
 
Kontakt: Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung im Umweltbundesamt unter  
kompass@uba.de  mit dem Betreff „Hitzeknigge individuell“
Informationen und Anleitung zum Hitzeknigge  
www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimafolgen-anpassung/anpas -
sung-an-den-klimawandel/anpassung-auf-kommunaler-ebene/schattenspender-die-  
mitmach-kampagne-des-uba  
 
 
Newsletter des Hausärzteverbandes Nordrhein e.V.
www.hausaerzte-nordrhein.de/service/newsletter

8.3 Kernelement III: Information und Kommunikation
187
KE 3.3 Lebensmittel Trinkwasser
Zeithorizont Schutz während des Sommers
Reichweite nahe Umgebung (mittel)
Zielgruppe zur 
Maßnahmenumsetzung 
Gesamtbevölkerung
Beschreibung
In heißen Sommern ist es wichtig, ausreichend zu trinken, denn das Durstgefühl setzt erst ein, 
wenn bereits viel Flüssigkeit verloren wurde. Das Durstempfinden kann bei Menschen im Alter 
gestört sein. Leitungswasser ist zu empfehlen, auch da es in Deutschland zu den am besten 
kontrollierten Lebensmitteln zählt. Leitungswasser kommt gut temperiert aus dem Wasserhahn 
und steht rund um die Uhr zur Verfügung. Es müssen keine Wasserkästen getragen und auch 
Verpackungsmaterial kann eingespart werden.  
 
Die Verbreitung der Trinkwassernutzung kann durch zusätzliche Maßnahmen, wie die erleichter -
te Vergabe von Gaststätten-Konzessionen bei Trinkwasserausgabe, oder durch die Installation 
von Trinkwasser-Spendern an öffentlich zugänglichen (geschützten) Orten, wie z. B. Innenstadt -
plätzen, Parks, Spiel- und Sportplätzen, gesteigert werden. Auch temporäre Trinkwasserbrunnen 
auf Stadtfesten und bei öffentlichen Events können aufgestellt werden.  
Die deutschlandweit tätige Non-Profit-Organisation Refill setzt sich für die Vermeidung von  
Plastikmüll ein, indem sogenannte Refill-Stationen gegründet werden. Sie motiviert beispiels -
weise Bäckereien, Geschäfte, Restaurants und Büros, kostenlos Leitungswasser für Bürger*in -
nen zur Verfügung zu stellen. Auf einer interaktiven Karte werden die Standorte angezeigt, an 
denen mitgebrachte Trinkgefäße kostenfrei befüllt werden können.
Ziel der Maßnahme
Die Bevölkerung soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Trinkwasser aus dem Hahn zu 
den am besten kontrollierten Lebensmitteln zählt und überall zur Verfügung steht. Außerdem soll 
ein Bewusstsein geschaffen werden, während Hitzewellen ausreichend zu trinken.
Stadt Köln
In der Stadt Köln sind derzeit 12 Trinkwasserbrunnen in verschiedenen Stadtbezirken installiert 
und auf einer interaktiven Karte auf dem Hitze-Portal Köln aufgeführt (s. auch KE 3.1). Auch die 
Refill-Stationen sind dort verlinkt. Bei Veranstaltungen und Workshops wurden Mitwirkende 
informiert und dazu motiviert, selbst zur Refill-Station zu werden oder andere dazu anzu  regen.  
Im Rahmen des Projekts wurden außerdem Trinkflaschen bedruckt und an die Zielgruppe 
verteilt. Der Aufdruck „Drinke! Drinke! Drinke!“ soll zum Handeln anregen. Das abgedruckte 
Projekt-Logo steigert den Wiedererkennungswert für das Projekt. Es wurden hochwertige Trink -
flaschen ausgewählt, die eine lange Lebensdauer haben, schadstofffrei sind und Projekte der 
internationalen Entwicklungszusammenarbeit unterstützen. Die Flasche bietet die Möglichkeit, 
auch aus einem integrierten Becher zu trinken.  
Der Einsatz der Trinkflaschen kann bei gezielten Kampagnen genutzt werden (Leitungswasser -
kampagne, Senior*innenfeste, Stadtfeste).  
 
Ein Ergebnis der Befragung 2019 war, dass ein Großteil der Zielgruppe Trinkwasser in Flaschen 
kauft. Mit der Verteilung der Trinkflaschen sollen das Trinkverhalten von Menschen 65+ beein -
flusst werden und die Vorteile der Nutzung von Leitungswasser herausgestellt werden.  
Im Sommer 2021 wurden auf der Konzerttour der Band Klabes in Kölner Einrichtungen für ältere 
Menschen Trinkflaschen an das Pflegepersonal verteilt. Das Personal ist Multiplikator und 
gleichzeitig selbst von sommerlicher Hitze betroffen. 
Anzusprechende 
Partner*innen
RheinEnergie AG als Trinkwasserversorger für Köln 
Hemmnisse/
Störfaktoren
keine
Kosten Flaschenkauf, Druckkosten (mittel)
Miet- und Aufstellungskosten von Trinkbrunnen (hoch)

188
8. Maßnahmenkatalog 
8.3 Kernelement III: Information und Kommunikation
KE 3.3 Lebensmittel Trinkwasser
Verstetigung
In Köln wurden 12 Trinkbrunnen in verschiedenen Stadtbezirken installiert. Die Stadt Köln hat 
die RheinEnergie AG mit der Aufstellung und dem Betrieb beauftragt. In Zukunft sind weitere 
Standorte für öffentlich zugängliche Trinkbrunnen vorgesehen. Aktuell werden die bestehenden 
Trinkbrunnen von der RheinEnergie AG evaluiert und das Stadtplanungsamt befasst sich mit ge -
eigneten weiteren Standorten. Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen ist federführend 
und erarbeitet einen politischen Beschluss für die Aufstellung weiterer Trinkbrunnen. Vorschläge 
der Bevölkerung werden aufgegriffen und mit in die Prüfung aufgenommen.
Weitere Infos
www.atiptap.org  
 
 
 
www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/klima-umwelt-tiere/  
klima/hitzeportal-koeln/hitze-wasser-trinken  
 
 
www.refill-deutschland.de  
 
 
KE 3.4 Stadtweite Sensibilisierungs-Kampagne
Zeithorizont Spezielle Maßnahme während einer akuten Hitzewelle; Schutz und Sensibilisierung während  
des Sommers
Reichweite stadtweit
Zielgruppe zur 
Maßnahmenumsetzung 
Menschen im Alter; Gesamtbevölkerung
Beschreibung
Durch verschiedene öffentlichkeitswirksame Maßnahmen auf Veranstaltungen, Wochenmärk -
ten, Senior*innen- und Straßenfesten können die Bevölkerung sowie soziale Netzwerke, Vereine 
und Gemeinden auf das richtige Verhalten und ausreichendes Trinken während Hitzeperioden 
aufmerksam gemacht und mögliche Fragen direkt beantwortet werden. Verschiedene Schu -
lungen, Kochkurse und spezielle Informationsveranstaltungen können eine frische und leichte 
Ernährung anregen.  
Entsprechendes Promotions- und Informationsmaterial wie bspw. bedruckte Trinkflaschen, 
Fächer und die Broschüre „Hitzeknigge“ können die Sensibilisierungsarbeit unterstützen. Ein 
Gewinnspiel bestärkt die Aufmerksamkeit und mithilfe einer mobilen Wassertheke wird die  
Bevölkerung zum Thema Trinken informiert.

8.3 Kernelement III: Information und Kommunikation
189
KE 3.4 Stadtweite Sensibilisierungs-Kampagne
Beschreibung
Einsatz digitaler Formate:
Anhand digitaler Medien werden Informationen zum Thema Hitze und Gesundheit zur  
Verfügung gestellt.  
Ein „Hitze-Portal“ ist beispielsweise eine Internetseite, die gebündelte Informationen zum The -
ma Hitze und Gesundheit zusammenfasst. Neben allgemeinen Basisinformationen stehen die 
Aufklärung über die gesundheitlichen Auswirkungen sowie wichtige Hinweise zum Verhalten bei 
Hitze im Mittelpunkt.  
Mega-Light-Kampagne:
Eine Mega-Light-Außenwerbung ist besonders plakativ und erreicht somit eine breite Bevölke -
rungsschicht. Im Sommer können hier knappe Informationen zum Verhalten bei Hitze eingespielt 
und auf weiterführende Informationsquellen, wie z. B. ein Hitze-Portal, hingewiesen werden.  
Einsatz von Printmedien:
Eine weitere Möglichkeit, um möglichst viele Bürger*innen zu erreichen, sind Poster, die bei -
spielsweise in ärztlichen Praxen, Apotheken, Bäckereien, Bezirksämtern usw. veröffentlicht wer -
den können. Auch hier können knapp formulierte Hitzetipps einen ersten Hinweis zum richtigen 
Verhalten bei Hitze geben.  
 
Apps und Radio-  / Fernsehwerbung:  
Diese könnten weitere sinnvolle Medien sein. 
Ziel der Maßnahme
Anhand verschiedener Medien werden Informationen zum Thema Hitze und Gesundheit einer 
möglichst breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, um für das richtige Verhalten bei Hitze zu 
sensibilisieren.
Stadt Köln
Für die Stadt Köln wurde im Rahmen des Projekts ein Hitze-Portal erstellt. Neben allgemeinen 
Informationen zu Hitze und Gesundheit werden hier auch Hinweise speziell für die Kölner Bevöl -
kerung bereitgestellt. Es werden die Kölner Badeseen und Schwimmbäder vorgestellt und auf 
einer interaktiven Karte öffentliche Trinkwasserbrunnen aufgezeigt. Auch bereits bestehende 
Projekte sowie bereits umgesetzte Sensibilisierungsmaßnahmen, wie der Projektsong „Drinke“ 
der Band Klabes, der Hitzeknigge, ein Hitze-Quiz und ein Kreuzworträtsel, die als Downloaddatei 
zur Verfügung stehen, sind auf dem Internetportal zu finden. 
Im Rahmen des Projektes wurde das Plakat „Spitze gegen Hitze“ mit 11 knappen und eingän -
gigen Hitzetipps erstellt und in der Größe DIN A3 gedruckt. Erste Plakate konnten bereits an 
Seniorenkoordinator*innen verteilt werden, um diese in Senior*innen- und Pflegeheimen auszu -
hängen. 
Die Mega-Light-Werbetafeln wurden erstmals für den Zeitraum 28.06. – 04.07.2022 gemietet. 
An 55 Standorten wurde mit einem Poster die Stadtbevölkerung auf die 11 Hitze-Tipps und auf 
weiterführende Informationen auf dem Hitze-Portal aufmerksam gemacht.
Promotions- und Informationsmaterialien, wie Trinkflaschen und Fächer, wurden hergestellt.  
Die Trinkflaschen aus nachhaltigem Material und die Fächer wurden mit dem Projektlogo  
bedruckt, sodass ein Wiedererkennungswert erreicht werden konnte. 
Covid-19-bedingt konnten im Sommer 2021 das erste Mal auf der Klabes-Konzerttour in fünf 
Kölner Pflegeeinrichtungen öffentlichkeitswirksame Arbeit durchgeführt und die Promotions- 
und Informationsmaterialien verteilt werden.
 
Auf verschiedenen Fachveranstaltungen, der Projektabschlussveranstaltung, dem ÖGD-Forum 
und Workshops wurden verschiedene Akteur*innen und Multiplikator*innen zum Thema Hitze 
und Gesundheit sensibilisiert. Außerdem stellte das Projektteam das Informationsmaterial Multi -
plikator*innen zur Verfügung. So konnten unter anderem im Sommer 2022 die Produkte auf dem 
ersten Aktiv-Tag „Gut älter werden im Stadtbezirk Mülheim!“ und auf dem SeniorenSommerFest 
der SeniorenNetzwerke im Stadtbezirk Kalk an die Bevölkerung verteilt werden.

190
8. Maßnahmenkatalog 
8.3 Kernelement III: Information und Kommunikation
KE 3.4 Stadtweite Sensibilisierungs-Kampagne
Anzusprechende 
Partner*innen
Presseamt, Umwelt- und Verbraucherschutzamt, Seniorenkoordinator*innen
Hemmnisse/
Störfaktoren
Aufgrund der Covid-19-Pandemie konnten die Maßnahmen vor Ort nicht wie ursprünglich ange -
dacht durchgeführt werden, da so gut wie alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt wurden.
Kosten
Grafik- und Layoutkosten, Mietkosten der Mega-Light-Werbetafeln, Produktions- und Druck -
kosten für Trinkflaschen (504 Stück), Fächer (500 Stück), Broschüre Hitzeknigge (6.000 Stück), 
Poster (1.000), Roll-ups (10); Bindung personeller Ressourcen (Personalkosten)
Verstetigung
Das Hitze-Portal wird stetig aktualisiert und soll weiter ausgebaut werden. Die Poster mit 
11 Hitze tipps werden an weitere Multiplikator*innen versendet. Außerdem soll mit den Mega-  
Light-Werbetafeln in Zukunft jährlich zu Beginn des Sommers die Bevölkerung auf das richtige 
Verhalten bei Hitze aufmerksam gemacht werden. Weitere öffentlichkeitswirksame Arbeit  
wird in den Sommermonaten und bei Hitzewellen durchgeführt.  
Außerdem sollen jährlich vor dem Sommer Sensibilisierungsveranstaltungen für verschiedenen 
Akteur*innen und Multiplikator*innen durchgeführt werden. 
Weitere Infos
Weitere Städte, die bereits ein Hitze-Portal erstellt haben:
Hitze-Portal Erfurt: 
www.erfurt.de/ef/de/leben/oekoumwelt/stadtklima/hitze/index
 
 
Hitzeportal Lübeck: 
www.luebeck.de/de/stadtentwicklung/klimaschutz/hitzeportal/
 
 
 
Hitzeknigge und das Kreuzworträtsel sind online auf dem Hitze-Portal Köln  
frei zum Download verfügbar:  
www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/klima-umwelt-tiere/klima/  
hitzeportal-koeln/hitze-verhaltenstipps

8.3 Kernelement III: Information und Kommunikation
191
KE 3.5 Hitzeeinsatzplan
Zeithorizont Vorbereitung vor dem Sommer, langfristige Entwicklung und Planung
Reichweite stadtweit (groß)
Zielgruppe zur 
Maßnahmenumsetzung 
Verschiedene Akteur*innen und Multiplikator*innen aus dem Bereich Hitze, Gesundheit, Seni -
or*innen- und Sozialarbeit, Verwaltung
Beschreibung
Der Hitzeeinsatzplan identifiziert und dokumentiert die Handelnden in einer Kommune, macht 
die konkreten Aktionen mit den unterschiedlichen Zuständigkeiten in ihrem zeitlichen Ablauf 
transparent und stimmt sie aufeinander ab. Noch fehlende, notwendige Maßnahmen werden 
identifiziert und Verantwortlichkeiten festgelegt.  
 
Ein Hitzeeinsatzplan sollte sowohl Maßnahmen während akuter Hitzeperioden als auch vorberei -
tende Maßnahmen beinhalten.  
So können beispielsweise bei einer Hitzewelle die Warnstufen an die Multiplikator*innen kom -
muniziert werden, die diese Information dann gemeinsam mit Verhaltenshinweisen an die vul -
nerablen Gruppen weitergeben.  
Der Einsatzplan ist kollaborativ mit allen Beteiligten zu erarbeiten und abzustimmen. Nach der 
Erstellung ist er an die beteiligten Akteur*innen und Multiplikator*innen zur Übersicht zu vertei -
len, die Umsetzung ist zu beobachten und die Inhalte sind gegebenenfalls fortzuschreiben.
Ziel der Maßnahme
Ziel ist eine abgestimmte, transparente und verbindliche Vorgehensweise vor und während 
Hitzeereignissen zur optimalen Information und Unterstützung der vulnerablen Bevölkerungs -
gruppen.
Stadt Köln
Im Rahmen von drei Akteursworkshops wurde ein erster Hitzeeinsatzplan entworfen. Anschlie -
ßend sind die Akteur*innen aufgefordert worden, einen Fragebogen zu ihren Rollen (z. B. Koor -
dination, inhaltliche Mitarbeit, Informationsverbreitung) auszufüllen. Die Informationen wurden 
ausgewertet und der Hitzeeinsatzplan entsprechend ergänzt.  
Das Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln hat somit eine Übersichtsliste aller rele -
vanten Kontakte vorliegen, die im Fall einer Hitzewelle oder vorbereitend auf den Sommer  
zur Zusammenarbeit aktiviert werden können.  
Bislang beschränken sich die Aktionen im Wesentlichen auf die Weitergabe von Informationen 
(z. B. Hitzeknigge, Poster mit 11 Hitzetipps), die durch das Umwelt- und Verbraucherschutzamt 
zur Verfügung gestellt werden.  
Wird vom DWD eine Hitzewarnung herausgegeben, veranlassen die Kölner Verkehrsbetriebe als 
Multiplikator die Meldung auf den elektronischen Bus- und Bahnanzeigetafeln, um die Bevöl -
kerung auf die steigenden Temperaturen aufmerksam zu machen. Die Aktion erfolgt auf Zuruf 
durch das Umwelt- und Verbraucherschutzamt. Gemeinsam wird der Text für die elektronische 
Warnung abgestimmt.
Anzusprechende 
Partner*innen
Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Hemmnisse/
Störfaktoren
Festlegung von Umsetzungsverantwortlichkeiten für noch nicht realisierte Aktionen kann  
aufgrund von unzureichenden personellen und finanziellen Ressourcen problematisch sein.
Kosten Bindung personeller Ressourcen (Personalkosten)
Verstetigung
Eine Weiterleitung der DWD-Hitzewarnung an die im Hitzeeinsatzplan aufgeführten Akteur*in -
nen soll automatisiert werden. Der Hitzeeinsatzplan soll vervollständigt und regelmäßig aktuali -
siert sowie auf weitere Zielgruppen ausgeweitet werden.
Weitere Infos Beschreibung Hitzeeinsatzplan (Kapitel 7.1)

192
8. Maßnahmenkatalog 
8.3 Kernelement III: Information und Kommunikation
KE 3.6 Pressearbeit und Veröffentlichungen
Zeithorizont Langfristige Entwicklung und Planung; Vorbereitung vor dem Sommer
Reichweite stadtweit (groß)
Zielgruppe zur 
Maßnahmenumsetzung 
Gesamtbevölkerung; medizinisches Personal, Ärzt*innen
Beschreibung
Die Informationsweitergabe während einer akuten Hitzeperiode über verschiedene Medien, 
wie Printmedien (Zeitungsartikel), Rundfunk und Fernsehen (lokale Radio- und TV-Sender) und 
Onlinemedien (E-Mail-Verteiler, soziale Medien, Onlinezeitungen und Online-Streamingdiens -
te), ermöglicht eine breite Streuung von Verhaltenshinweisen bei Hitze. Es kann sich dabei um 
kurze Ansprachen handeln, z. B. bei den Wetternachrichten, oder um längere TV- und/oder 
Radio-Spots.  
Besonders Rundfunkmedien werden vermehrt von der Zielgruppe (Menschen über 65 Jahren) 
genutzt und haben somit eine hohe Reichweite.  
 
Durch Veröffentlichungen in Zeitschriften, die an die Zielgruppe adressiert sind (z. B. die Apo -
theken-Umschau), können neben zahlreichen allgemeinen Tipps und Hinweisen für den Alltag im 
Sommer auch medizinisch relevante Informationen in Leichter Sprache vermittelt werden.
Die Veröffentlichungen in Fachzeitschriften zielen darauf ab, medizinisches Personal und 
Ärzt*innen über das Thema Hitze und medizinische Auswirkungen sowie präventive Maßnahmen 
zu sensibilisieren und zu informieren. Als Multiplikator*innen für die Zielgruppe können sie die 
Informationen und Maßnahmen bei Hitze individuell an ihre Klientel weitergeben.
Ziel der Maßnahme Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung direkt oder mittelbar durch Multiplikator*innen, 
wie medizinisches Personal und Ärzt*innen. 
Stadt Köln
Für die Stadt Köln wurde von der Band Klabes der Song „Drinke“ (KE 3.7) produziert, der online 
auf allen gängigen Musikplattformen abrufbar ist und auch im Sommer live auf Konzerttouren der 
Band gespielt wurde.  
Außerdem erschienen einige Fachartikel mit Informationen zum Projekt sowie Artikel zu  
Verhaltenshinweisen bei Hitze in Zeitschriften wie der Apotheken-Umschau, Kölner Leben, 
Johanniterzeitung.  
Eine Zusammenstellung aller erschienenen Fachartikel zum Projekt ist im Anhang A4 zu finden.
Anzusprechende 
Partner*innen
Lokale Mediensender; Umwelt- und Verbraucherschutzamt; Universitätsklinikum Bonn
Hemmnisse/
Störfaktoren
Hohe Kosten für Spots und fraglich ist, ob dies eine rein kommunale Aufgabe ist.
Kosten Produktionskosten für Radio- und TV-Spots hoch, Fachartikel binden Personalressourcen
Verstetigung Weitere Artikel, z. B. im Rheinischen Ärzteblatt, werden im Anschluss an das Projekt publiziert.
Weitere Infos keine

8.3 Kernelement III: Information und Kommunikation
193
KE 3.7 Projektsong „Drinke“ mit Imagefilm
Zeithorizont Während des Sommers; spezielle Maßnahme während akuter Hitzewelle
Reichweite stadtweit (groß)
Zielgruppe zur 
Maßnahmenumsetzung 
Menschen im Alter; Gesamtbevölkerung
Beschreibung Entwicklung eines Songs sowie Produktion eines Musikvideos zur Verbreitung in Hitzeperioden; 
verfügbar über alle gängigen Musikstreamingdienste und über das Hitze-Portal Köln.
Ziel der Maßnahme
Durch den Song in kölschem Dialekt wird das Thema Trinken bei Hitzeereignissen zur Gesund-
heitsprävention kommuniziert. Der Dialekt erleichtert den Zugang zur Zielgruppe und zeigt auf 
vergnüglich-unterhaltsame Art Verhaltensmaßnahmen auf.
Stadt Köln
Die Kölner Band Klabes produzierte im Auftrag der Stadt Köln den Song „Drinke“, der Maß -
nahmen thematisiert, die während Hitzeperioden empfohlen werden. Um den Song medien -
gerecht aufzubereiten, wurde zusammen mit zwei Auszubildenden der Stadt Köln ein passendes 
Musikvideo gedreht. Da der Song auf Kölsch gesungen wird, wurden zum besseren Verständ-
nis im Video Untertitel eingefügt.  
Der Song ist zusammen mit dem Video im Jahr 2021 veröffentlicht worden. Im Sommer 2021 
ging die Band gemeinsam mit dem Projektteam auf Tour durch fünf Kölner Pflegeeinrichtungen. 
Das Musikvideo wurde auch auf der Internetseite der Stadt Köln platziert und am 03.05.2022 
im WDR Lokalfernsehen („Lokalzeit“) im Rahmen eines Berichts zur Abschlussveranstaltung 
präsentiert.
Anzusprechende 
Partner*innen
Umwelt- und Verbraucherschutzamt; Band Klabes; Pflegeeinrichtungen
Hemmnisse/
Störfaktoren
Die Radiosender müssen angesprochen und motiviert werden, den Song zu spielen; eine direkte 
Einflussnahme ist nicht möglich.
Kosten Produktionskosten, Songrechte, Bindung personeller Ressourcen (Personalkosten)
Verstetigung
Geplant ist, Kontakt mit Radiosendern aufzunehmen, um für das Thema zu sensibilisieren und 
den Song während Hitzeperioden im Radio spielen zu lassen. Dabei sollen vor allem Sender im 
Fokus stehen, die bei der Befragung in den Stadtteilen als Quelle für Hitzewarnungen genannt 
worden sind. Außerdem soll das Video Bewohner*innen in Pflegeeinrichtungen im Sommer 
gezeigt oder nur das Lied gespielt werden.
Weitere Infos
„Drinke“ von Klabes bei YouTube:  
www.youtube.com/watch?v=n7O68J4oqTI  
 
 
Song „Drinke“ im Hitzeportal Köln:
www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/klima-umwelt-tiere/klima/hitzeportal-koeln/  
hitze-wasser-trinken

194
8. Maßnahmenkatalog 
8.3 Kernelement III: Information und Kommunikation
KE 3.8 Kühlung öffentlicher Plätze mit Wasser
Zeithorizont Spezielle Maßnahme während akuter Hitzewelle
Reichweite nahe Umgebung (mittel)
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Gesamtbevölkerung
Beschreibung
Als Vorbereitung für den nächsten heißen Sommer ist eine Strategie erforderlich, wie die Men -
schen in der stark verdichteten Stadt durch wasserspendende, mobile Elemente Kühlung erhal -
ten können.  
Folgende temporäre Wasserelemente kommen infrage:
•  Sprühnebelduschen
•  Perforierte Sprühschläuche 
•  Trinkwassertheken
 
Durch das Versprühen von Wasser können unter optimalen Bedingungen (sehr hohe Temperatur 
und geringe Luftfeuchte) Temperaturreduzierungen von bis zu 12 °C im Radius von 1 m um eine 
Düse erreicht werden.  
Ein Experiment von Huang et al. (2017) während der Shanghai Expo hat gezeigt, dass der Kühl -
effekt durch veränderte Randbedingungen, wie eine geringere Windgeschwindigkeit oder eine 
Wasserdruck-Erhöhung, gesteigert werden kann. Auch die Tröpfchengröße spielt eine Rolle.
Ziel der Maßnahme Schaffung von kühlen öffentlichen Plätzen mit einem niederschwelligen Zugang in akuten  
Hitzeperioden zur Steigerung der Resilienz
Stadt Köln
Wasser im öffentlichen Raum „Cooling Cologne – Sommer Sprüher“
Als eine Maßnahme zur Klimawandelanpassung wurde mit der RheinEnergie AG gemeinsam die 
Verwendung von „Sprühschläuchen“ zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität in Hitzeperioden 
pilotiert.  
Es wurden im Vorfeld auch Sprühnebelduschen, wie sie die Stadt Wien verwendet, in Betracht 
gezogen. Diese können jedoch nicht ohne Weiteres auf Köln übertragen werden, da hier andere 
technische Gegebenheiten vorhanden sind (Hydrant, Wasserdruck). Zudem wird die feine 
Vernebelung von Wasser aus gesundheitlichen Aspekten kritisch gesehen, da durch den Nebel 
Luftschadstoffe und Allergene aus der Luft ausgewaschen, gebunden und als Aerosol ggf. einge -
atmet werden können. Dies könnte vulnerable Gruppen zusätzlich belasten.  
Als wasserspendende Kühlelemente werden daher in Köln vorerst etwa 10  m lange Wasser -
schläuche auf zentralen Plätzen verlegt. Diese werden an den Trinkwasserhydranten ange -
schlossen und erzeugen einen etwa 4–6  m hohen Wasserstrahl, der die Umgebungsluft abkühlt 
und einen angenehmen Aufenthalt ermöglicht. Hierbei findet keine Feinstvernebelung statt.
Die Auswahl der öffentlichen Räume erfolgte nach folgenden Standortkriterien:
•  hohe stadtklimatische Belastung 
•  hohe Besucherfrequenz, z.  B. Neumarkt oder Rudolfplatz
•  stadtweite Bedeutung
•  hoher Stellenwert für die Bürger*innen / Beliebtheit
•  Aufwertung und Verbesserung der Aufenthaltsqualität
•  identitätsbildend, Raum wird zum Anziehungspunkt
 
Nicht geeignet sind Räume mit internationaler Bedeutung (wie der Domvorplatz) oder zu kleintei -
lige öffentliche Bereiche.
 
Gemeinsam mit der RheinEnergie AG wird ein Pilotprojekt auf einem zentralen Platz durchge -
führt, um die Handhabbarkeit und die Funktionalität der „Sommerspritzer“ zu testen. An einem 
Sommertag mit Temperaturen über 25  °C wird ein Test mit einem Sprühschlauch durchgeführt 
und dokumentiert. Dabei ist eine Testlaufzeit von etwa 4  Stunden vorgesehen. Die RheinEnergie 
AG ist mit Aufsichtspersonen vor Ort. Gleichzeitig werden die Reaktion und das Nutzungsverhal -
ten der Bevölkerung in einer begleitenden Befragung dokumentiert.  
Die gewonnenen Daten und Erkenntnisse des Testbetriebs werden ausgewertet und auf dieser 
Basis ein Machbarkeitskonzept für die Anwendung ab 2023 entwickelt.

8.3 Kernelement III: Information und Kommunikation
195
KE 3.8 Kühlung öffentlicher Plätze mit Wasser
Stadt Köln
Ziele des Probelaufs: 
•  Funktions- und Machbarkeitstest im Realbetrieb, Handhabung, Ermittlung des Ressourcen -
aufwands (Vorbereitungen, Aufbau, Betriebsphase, Abbau, Reinigung, Trocknung, Lagerung, 
Nachbegehung)
•  Prüfung der relevanten Rahmenbedingungen (Standortkriterien etc.), Vorlaufzeiten, Beobach -
tung des Nutzungsverhaltens, Akzeptanz in der Bevölkerung 
Weitere Aspekte, die berücksichtigt werden müssen:
•  Untergrund / Bodenpflasterung
•  Hydrantenverfügbarkeit und -entfernung
•  Verfügbarkeit des Platzes (Stadtteilfeste, Märkte)
•  Entwässerungskapazitäten / Wasserablauf
•  Hygienekonzept
•  Passant*innenaufkommen / Befragung
•  Hitzeinsel / Verschattung
•  Ausweichmöglichkeiten
•  Angrenzende Nutzungsbereiche wie z.  B. Cafés oder Restaurants
Anzusprechende  
Partner*innen
Für Stadt Köln: Umwelt- und Verbraucherschutzamt, Gesundheitsamt, Stadtplanungsamt,  
Ordnungsamt, Amt für Straßen und Verkehrsentwicklung, RheinEnergie AG
Hemmnisse/ 
Störfaktoren
Umfangreicher Klärungs- und Organisationsaufwand unter Einbeziehung verschiedener Stellen:
hygienische Sicherheit  / Hygienekonzept; ordnungsbehördliche Nutzungsgenehmigung für den 
Platz; Nutzbarkeit des Platzes (Märkte, Feste, Außengastronomie); technische Voraussetzungen 
(Wasserdruck, Verfügbarkeit von Hydranten); verkehrliche Fragestellungen; personelle Ver -
fügbarkeiten; vertragliche Regelungen; Lagerung und Reinigung der Schläuche; Akzeptanz bei 
der Bevölkerung; Standortfaktoren im öffentlichen Raum
Kosten Anschaffungskosten Schlauch; Verbrauchskosten Wasser; Bindung personeller Ressourcen 
(Personalkosten)
Verstetigung
Nach der Pilotierung im Sommer 2022 auf einem zentralen Platz in der Innenstadt und der  
Prüfung und Dokumentation der Randbedingungen ist geplant, weitere Plätze auszuwählen  
und zusätzliche Schläuche zu beschaffen. Auf Grundlage der Erfahrungen der Pilotierung  
soll die RheinEnergie AG mit der operativen Umsetzung beauftragt werden.
Weitere Infos
Konzeption aus Wien: Dort werden verschiedene Abkühlungsmaßnahmen an öffentlichen  
Orten bei Hitzeperioden eingesetzt. Wiener Wasser hat Sprühnebelduschen entwickelt, die  
auf Hy dranten zur Abkühlung an Hitzetagen installiert werden. Diese sind mit Zeitschaltuhren  
ver sehen und können so zentral an heißen Tagen gesteuert werden. Darüber hinaus werden  
an ver schiedenen Orten Sprühschläuche verlegt, die im Intervallbetrieb für Abkühlung sorgen.  
www.wien.gv.at/umwelt/cooleswien

196
8. Maßnahmenkatalog 
8.4 Kernelement IV: Reduzierung von Hitze in Innenräumen
KE 4.1 Förderung von außenliegenden Sonnenschutzeinrichtungen an Wohngebäuden
Zeithorizont Langfristige Entwicklung und Planung
Reichweite stadtweit (groß)
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Eigentümer*innen von Wohngebäuden, Wohnungsbaugesellschaften
Beschreibung
Um Eigentümer*innen von Wohngebäuden einen erhöhten Anreiz für die kostenaufwendige 
Nachrüstung der Bestandsgebäude mit außenliegendem Sonnenschutz zu liefern, bietet es sich 
an, zusätzlich zu den Förderprogrammen des Bundes (BAFA oder KfW) kommunale Zusatzför -
derungen anzubieten.
Ziel der Maßnahme Durch Nachrüstung von Wohngebäuden im Bestand; Reduzierung von Hitze in Innenräumen
Stadt Köln
Anfang April 2022 ist das Förderprogramm „Gebäudesanierung und Erneuerbare Energien –  
klimafreundliches Wohnen“ der Stadt Köln in Kraft getreten. Es stehen Fördermittel von bis  
zu vier Millionen Euro zur Verfügung.  
Mit dem neuen Förderprogramm werden auch durch den Bund unterstützte Maßnahmen einfach 
und transparent zusätzlich finanziert. Es besteht die Möglichkeit, unter anderem eine zusätzliche 
Förderung in Höhe von 10 Prozent der förderfähigen Kosten zum bestehenden Bundesprogramm 
zu erhalten. Bei den Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle ist auch die Anbringung von außen -
liegendem Sonnenschutz förderfähig.
Anzusprechende  
Partner*innen
Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Hemmnisse/ 
Störfaktoren
Bereitstellung der erforderlichen Finanzmittel
Kosten hoch – 10 % der förderfähigen Kosten je Maßnahme
Verstetigung
Das Förderprogramm der Stadt Köln ist seit dem 01.04.2022 in Kraft. Wie die Akzeptanz für die 
Installation von Sonnenschutz sein wird und wie hoch der Kostenanteil hierfür ist, ist noch nicht 
absehbar.
Weitere Infos
www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/klima-umwelt-tiere/klima/  
foerderprogramm-gebaeudesanierung-erneuerbare-energien-klimafreundliches-wohnen  
 
 
www.bafa.de/DE/Energie/Effiziente_Gebaeude/effiziente_gebaeude_node  
 
 
www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien  
 
 
8.4 Kernelement IV: Reduzierung von Hitze in Innenräumen

8.4 Kernelement IV: Reduzierung von Hitze in Innenräumen
197
KE 4.2 Informationskampagne zur Kühlung von Innenräumen
Zeithorizont Langfristige Entwicklung und Planung
Reichweite stadtweit (groß)
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Bewohner*innen, Hauseigentümer*innen; Bauträger, Architekt*innen
Beschreibung
Bei Hitze heizen sich Räume und Wohnungen (insbesondere im Dachgeschoss) stark auf und  
beeinträchtigen das Wohlbefinden sowie die Gesundheit. Verschiedene Maßnahmen sind  
ge eignet, das Raumklima positiv zu beeinflussen. Vorrangiges Ziel sollte sein, die Sommerhitze  
erst gar nicht in die Räume zu lassen.
Einfache Tipps, die jede*r Bewohner*in berücksichtigen kann, werden von verschiedenen Insti -
tutionen wie z.  B. den Verbraucherschutzzentralen zur Verfügung gestellt. Diese Tipps umfassen 
Hinweise zum richtigen Lüften, zum Sonnenschutz und zur Nutzung von Ventilatoren oder Kli -
mageräten. Es ist jedoch sinnvoll, zu Beginn einer Hitzeperiode die Bevölkerung erneut auf diese 
Tipps hinzuweisen.
Neben dem richtigen Verhalten bei Hitze sind auch die baulichen Gegebenheiten von besonderer 
Bedeutung. Der außenliegende Sonnenschutz, eine gute Wärmedämmung, die richtigen Fenster 
und Maßnahmen zur Verschattung sind wichtig. Hauseigentümer*innen können für die Nachrüs -
tung und energetische Sanierung Fördermittel, die von Bund, Land NRW und Kommune zur Ver -
fügung gestellt werden, in Anspruch nehmen.
Beim Neubau schreibt das Gebäudeenergie-Gesetz (GEG) den sommerlichen Hitzeschutz be -
reits vor. Er muss bei Planung und Bau eingeplant werden. Bei Bestandsgebäuden ist dies nicht 
der Fall. Daher ist es wichtig, auch Bauträger und Architekt*innen für die Berücksichtigung von 
Hitzeschutz bei der Sanierung zu sensibilisieren. Eine auf die jeweilige Zielgruppe ausgerichtete 
Kampagne hilft, diese Informationen zu verbreiten.
Ziel der Maßnahme Kühlmanagement für Gebäude
Stadt Köln Eine Kampagne muss konzipiert und geplant werden. Hierzu ist entsprechendes  
Fachwissen nötig. 
Anzusprechende  
Partner*innen
Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Hemmnisse/ 
Störfaktoren
Sensibilisierung der Zielgruppe, Vorgaben, Erhöhung der Baukosten, Fachkenntnisse
Kosten Sachkosten, je nach Umfang der Kampagne gering bis mittel
Verstetigung
Öffentlichkeitswirksame Arbeit in den Sommermonaten und bei Hitzewellen mit unterschied -
lichen Schwerpunkten ist geplant.
Bei der Aufnahme weiterer Zielgruppen, wie z. B. Kinder, in den Hitzeaktionsplan ist auch  
die Kühlung von städtischen Gebäuden (z. B. Kindertagesstätten und Schulen) ein wichtiges  
Handlungsfeld.
Weitere Infos
www.bmwsb.bund.de/Webs/BMWSB/DE/themen/bauen/energieeffizientes-bauen-sanieren/
gebaeudeenergiegesetz/gebaeudeenergiegesetz-node.html  
 
www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/energetische-sanierung/  
hitzeschutz-im-sommer-einfache-tipps-fuer-zu-hause-27952

198
8. Maßnahmenkatalog 
8.5 Kernelement V: Besondere Beachtung von Risikogruppen
KE 5.1 Telefonische Beratungsmöglichkeiten während der Hitzeperiode
Zeithorizont Spezielle Maßnahme während akuter Hitzewelle
Reichweite stadtweit (groß)
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Menschen im Alter; selbstständig lebende Personen 
Beschreibung
Ein Hitzetelefon bietet einen niederschwelligen Zugang zu Beratungsangeboten und  
Verhal tenshinweisen für Menschen im Alter, die nicht in Pflegeeinrichtungen wohnen.
Bei einem aktiven Angebot werden Menschen 65+ angerufen, nach ihrem Wohlbefinden  
gefragt und Tipps zum richtigen Verhalten weitergegeben.
Bei einem passiven Hitzetelefon wird eine Telefonnummer eingerichtet, unter der Informationen 
abgerufen werden können.
Diese Angebote können mit Hilfen für den Alltag, Begleitung bei Einkäufen, Spaziergängen  
oder auch Botengängen kombiniert werden.
Ziel der Maßnahme Niederschwelliger Zugang zu Beratungsangeboten und Verhaltenshinweisen für Menschen im 
Alter in Hitzeperioden mit dem Ziel, das Verhalten anzupassen und somit die Resilienz zu steigern
Stadt Köln
Beide Alternativen wurden im Rahmen von Akteursworkshops besprochen. Eine aktive Kontakt -
aufnahme von Menschen über einer bestimmten Altersschwelle wurde aufgrund vermehrter  
Betrugsversuche wie dem „Enkeltrick“ kritisch gesehen. Somit ist die Nutzung bereits vorhan -
dener Strukturen und Netzwerke präferiert worden.
In Köln wird ganzjährig ein zentrales Beratungstelefon für Menschen 65+ und Menschen mit 
Behinderung angeboten, das in Zeiten der Sommerhitze auch entsprechende Informationen zur 
Hitzeprävention bereitstellen kann. 
Eine weitere Möglichkeit ist die Kontaktaufnahme mit dem Bürgertelefon der Stadt Köln. Es 
erteilt Auskünfte zu sämtlichen Bereichen der Stadtverwaltung und unterstützt die Fachdienst -
stellen mit vertieftem Wissen. Die Servicezeiten sind Mo.–Fr. 07:00 bis 18:00 Uhr. Jährlich  
werden rd. 1,1  Mio. Gespräche entgegengenommen.
Das Umwelt- und Verbraucherschutzamt stellt die Informationen zur Hitzevorsorge zur  
Verfügung und hält diese auf dem aktuellen Stand.
In der Broschüre Hitzeknigge sind alle wichtigen Beratungsangebote und Kontaktpersonen  
für Menschen im Alter aufgeführt.
Anzusprechende  
Partner*innen
Umwelt- und Verbraucherschutzamt; zentrales Beratungstelefon für Menschen 65+ und Men -
schen mit Behinderung der Stadt Köln (Amt für Soziales, Arbeit und Senioren); Bürgertelefon
Hemmnisse/ 
Störfaktoren
Die Informationen müssen auf dem aktuellen Stand gehalten werden.
Kosten Bei der Stadt Köln werden bereits bestehende Strukturen genutzt. Daher fallen keine zusätzli -
chen Kosten an.
Verstetigung
Das Team des zentralen Beratungstelefons ist Teil des Hitzeeinsatzplanes und erhält vor dem 
Sommer aktuelle Informationsbroschüren und Hinweise, wie z. B. den Hitzeknigge zur inhalt -
lichen Vorbereitung.  
Auf Ebene der Stadtviertel sollen die vorhandenen ehrenamtlichen Netzwerke und Nachbar -
schaftshilfen (z. B. Nebenan.de, Helfende Hände) ebenfalls eingebunden, sensibilisiert und  
Informationen zur Verfügung gestellt werden. 
8.5 Kernelement V: Besondere Beachtung von Risikogruppen

8.5 Kernelement V: Besondere Beachtung von Risikogruppen
199
KE 5.1 Telefonische Beratungsmöglichkeiten während der Hitzeperiode
Weitere Infos
Beispiele aus anderen Kommunen:  
Aktives Hitzetelefon:
Das Gesundheitsamt Region Kassel bietet seit elf Jahren in Zusammenarbeit mit dem Senioren -
beirat das „Hitzetelefon Sonnenschirm“ an. Hier werden Menschen im Alter zwischen 8.30 und 
12.00 Uhr kostenfrei angerufen. Neben dem Hinweis auf die bevorstehende Hitze gibt das Hitze -
telefon-Team bei Bedarf auch allgemeine Tipps, wie man sich als älterer Mensch vor einer zu  
großen Hitzebelastung schützen kann. Während des Telefongesprächs achten die ehrenamtli -
chen Mitglieder des Hitzetelefons außerdem auf Hinweise einer gesundheitlichen Beeinträch -
tigung. In Metz (Frankreich) haben Menschen im Alter die Möglichkeit, sich zentral zu registrieren 
mit dem Ziel, sich im Rhythmus von zwei Tagen telefonisch kontaktieren zu lassen. Hier wird das 
Allgemeinbefinden abgefragt, zu Verhaltensweisen bei extremen Temperaturen beraten und ein 
Hinweis auf kühle öffentliche Orte weitergegeben.  
Passives Hitzetelefon:
In Dortmund haben Menschen im Alter die Möglichkeit, ein Hitzetelefon anzurufen und gleich -
zeitig Alltagshilfen wie Hilfen oder Begleitungen bei Einkäufen, Spaziergängen oder auch Boten -
gänge durch ehrenamtliche Mitarbeitende anzufordern.
KE 5.2 Vulnerabilitätsanalyse
Zeithorizont Mittelfristig; langfristige Entwicklung und Planung
Reichweite stadtweit (groß)
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Städtische Ämter
Beschreibung
Eine Vulnerabilitätsanalyse zeigt die Verwundbarkeit, Verletzlichkeit oder Anfälligkeit vor dem 
Hintergrund der klimawandelbedingten Veränderungen auf.  
Die Einschätzung der Beeinträchtigung auf räumlicher Ebene ist die Grundlage für eine Bewer -
tung der Folgen des Klimawandels. Die Ermittlung regionaler Betroffenheiten ermöglicht eine 
strukturierte, räumlich verortete Entwicklung von Anpassungsmaßnahmen.
Ziel der Maßnahme
Bewertung der räumlichen Verteilung und Betroffenheit der vulnerablen Gruppen als Grund-
lage für die Entwicklung von raumbezogenen Maßnahmen in besonders hitzegefährdeten 
Stadtgebieten
Stadt Köln 
Die Grundlagen der Vulnerabilitätsanalysen sind die räumlich differenzierte Hitzebelastung in 
Abhängigkeit der städtischen Nutzungen und die Anzahl und der Wohnort der Personengruppe 
65+ im Stadtgebiet.  
Im Rahmen des Projekts wurde die Betroffenheit der in Köln lebenden Bevölkerung ab 65 Jahren 
in Bezug auf Wärmebelastungen räumlich differenziert bewertet. Die Vulnerabilitätsanalyse 
diente der Festlegung der Stadtteile und Sozialräume für die Befragung der dort lebenden Bevöl -
kerung über 65 Jahre zur Hitzeanpassung und zu gesundheitlichen Aspekten.  
Zudem können die Ergebnisse zur Verortung von Maßnahmen genutzt werden.
Anzusprechende  
Partner*innen
Umwelt- und Verbraucherschutzamt, Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Hemmnisse/ 
Störfaktoren
keine
Kosten keine
Verstetigung Die Analyse soll mit aktualisierten Eingangsdaten fortgeschrieben werden
Weitere Infos keine

200
8. Maßnahmenkatalog 
8.5 Kernelement V: Besondere Beachtung von Risikogruppen
KE 5.3 Zielgruppengerechte Informationsmaterialien
Zeithorizont Vorbereitend vor dem Sommer; Schutz während des Sommers
Reichweite gezielt auf die vulnerable Zielgruppe
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Menschen im Alter; Gesamtbevölkerung
Beschreibung
Informationsmaterialien sind zielgruppengerecht zur Verfügung zu stellen, um eine bestmögliche 
Wirkung zu erzielen. Hierbei stehen sowohl die Wahl des Mediums als auch die auf die Bedürf -
nisse der Zielgruppe ausgerichteten Inhalte im Fokus  
Die Zielgruppe der Menschen im Alter (65+) informiert sich laut der im HAP-Köln-Projekt 
durchgeführten Befragungen vorwiegend über die Medien TV, Radio oder Tageszeitung. Hieran 
angepasst sind die Kommunikationsformate und -kanäle auszuwählen, damit die Zielgruppe 
bestmöglich erreicht werden kann.  
Die Inhalte müssen sich nicht auf eine rein sachliche Informationsweitergabe beschränken,  
sondern können auch auf eine unterhaltsame Art und Weise aufbereitet werden, wie zum  
Beispiel mit Kreuzworträtsel und Hitze-Quiz. 
Ziel der Maßnahme Sensibilisierung von Menschen 65+, Verbreitung von Informationen
Stadt Köln
In einer quantitativen Befragung der Menschen im Alter über 65 Jahren vor Ort wurden die 
wesentlichen Kommunikationskanäle der Zielgruppe ermittelt. Gleichzeitig wurden in Akteurs -
workshops Multiplikator*innen identifiziert, die über eigene Kommunikationskanäle die Ziel -
gruppe erreichen können. Im Rahmen des Projekts konnten passende Formate erarbeitet und 
zum Teil bereits umgesetzt werden. Es wurde ein Hitze-Kreuzworträtsel entwickelt, das auch 
ausgedruckt genutzt werden kann. Trinkflaschen und Fächer sind zur Sensibilisierung eingesetzt 
worden. Zielgruppenspezifische Informationen stehen im gedruckten Hitzeknigge bereit.  
Die persönliche Ansprache ist besonders wichtig. Die Menschen 65+ und die Multiplikator*innen 
konnten jedoch erst nach der kritischen Phase der Covid-19-Pandemie wieder persönlich auf 
Stadtteilfesten u.  a. in Mülheim, Porz und Lindenthal im Sommer 2022 angesprochen werden.
Informationen für Multiplikator*innen sind das Hitze-Portal Köln auf der Webseite der Stadt 
Köln, das Plakat „Spitze gegen Hitze“ mit 11 Hitzetipps, das Manual zum Selbst-Check und das 
Frage-Antwort-Quiz mit hitzerelevanten Begriffen und Tipps. Die Materialien können an Multi -
plikator*innen und in Wartezimmern bei Hausärzt*innen verteilt werden.  
Auch der Akteursworkshop stellt einen eingespielten Kommunikationskanal dar. Er wurde als 
partizipativer Prozess gestartet, der kontinuierlich fortgeführt werden soll. 
Anzusprechende  
Partner*innen
Umwelt- und Verbraucherschutzamt; Kreuzworträtsel und Selbst-Check:  
Universitätsklinikum Bonn
Hemmnisse/ 
Störfaktoren
Covid-19-Pandemie erschwerte die Erreichbarkeit der Zielgruppe insbesondere der allein  
lebenden Menschen 65+.  
Eine einzelne Kommune ist aufgrund der weiten Verbreitung nicht der geeignete Akteur, um 
Fernsehspots zu produzieren. Hier können lediglich ein Impuls und eine fachliche Unterstützung 
gegeben werden.
Kosten Layout- und Druckkosten (mittel)
Verstetigung
Hitze-Quiz und -Kreuzworträtsel sind online im Hitze-Portal Köln verfügbar und könnten bei der 
Fortschreibung des „Hitzeknigge“ integriert werden. Kontinuierliche Fortführung der Akteurs -
workshops und Einbindung der Akteur*innen im Hitzeeinsatzplan.
Weitere Infos
www.stadt-koeln.de/hitzeportal

8.5 Kernelement V: Besondere Beachtung von Risikogruppen
201
KE 5.4 Manual zum Selbst-Check
Zeithorizont Vorbereitend für den Sommer; Schutz während des Sommers
Reichweite geringer Einflussbereich
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Menschen im Alter; Gesamtbevölkerung
Beschreibung
Mithilfe eines Selbst-Checks, den die Zielgruppe manuell ausfüllen kann, soll eine Sensi -
bilisierung zum Thema Hitzeperioden und individuelle Risikofaktoren bzw. Gefährdung erfolgen. 
Über den Selbst-Check soll bei den Menschen 65+ das Bewusstsein der Zugehörigkeit zu einer 
Risikogruppe in Hitzeperioden verstärkt oder geschaffen werden. Der Test stellt eine nieder -
schwellige Maßnahme dar und kann über das Hitze-Portal zur Verfügung gestellt werden. Zudem 
kann der Selbst-Check in den Hitzeknigge mit aufgenommen und an Multiplikator*innen und in 
Wartezimmern bei Hausärzt*innen etc. in gedruckter Form verteilt werden.  
Der Selbst-Check basiert konzeptionell auf dem Selbsttest „Sturzgefahr“, der von der Medizi -
nisch-Geriatrischen Abteilung für Forschung und Dokumentation im Albertinen Haus, Zentrum 
für Geriatrie und Gerontologie (Dr. Ulrike Dapp), entwickelt wurde und in Hamburg seit vielen 
Jahren angeboten und eingesetzt wird.
Ziel der Maßnahme Informationen, die bereits in Maßnahmen zum Selbstschutz übersetzt worden sind, werden in 
einen Selbst-Check überführt mit dem Ziel, dass Menschen im Alter in Hitzewellen schneller 
reagieren können.
Stadt Köln
Es wurde ein erster Entwurf erstellt und umfasst sowohl Risikofaktoren als auch Präventions -
maßnahmen. Er ist derzeit in der Überarbeitung und Abstimmung zwischen den Projektpartnern 
und mit Unterstützung der wiss. Projektbeirätin Dr. Ulrike Dapp.
Anzusprechende  
Partner*innen
IHPH Universitätsklinikum Bonn
Hemmnisse/ 
Störfaktoren
Bereitstellung für allein lebende Menschen 65+
Kosten Bindung personeller Ressourcen (Personalkosten)
Verstetigung Geplant ist die Umsetzung nach Projektende durch das IHPH des Universitätsklinikums Bonn  
in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln.
Weitere Infos
Link zum Selbsttest Sturzgefahr:
www.hamburg.de/contentblob/895024/7b11f5ac1ecf5841d658a82f9fbfe64d/data/  
broschuere-sicher-gehen.pdf

202
8. Maßnahmenkatalog 
8.5 Kernelement V: Besondere Beachtung von Risikogruppen
KE 5.5  Unterstützende Dienste bei Hitze anbieten & Integration 
von Hitze in die vorsorgenden Hausbesuche
Zeithorizont Spezielle Maßnahmen während akuter Hitzeperioden/Hitzewellen; langfristige Entwicklung  
und Planung
Reichweite stadtweit (groß)
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Menschen im Alter
Beschreibung
Die Versorgung selbstständig lebender Menschen im Alter bei Hitze ist oft nicht geklärt. Die 
Erhebung des HAP-Köln-Projekts ergab zum Beispiel, dass nur etwa 40 % der selbstständig 
lebenden Menschen 65+ Unterstützung von Kindern oder Schwiegerkindern erwarten. Von der 
Hausärzteschaft kann diese Aufgabe nicht allein übernommen werden.  
 
Perspektivisch könnten Hilfsorganisationen eingebunden werden, die bei einer Hitzewarnung 
nach hausärztlichen Vorgaben erste Maßnahmen umsetzen und für weitere Schritte das soziale 
Netz der Betroffenen aktivieren.
Hierzu sollte die Zielgruppe gezielt angeschrieben werden und sich vorsorglich für den vorsor -
genden Hausbesuch anmelden, damit bei einer Hitzewelle eine aktuelle Adressliste vorliegt.
Ziel der Maßnahme Die Versorgung selbstständig lebender Menschen im Alter soll in konkreten Hitzebelastungs -
situationen gestärkt und gesichert werden.
Stadt Köln Im Projektverlauf erfolgten erste Überlegungen und Diskussionen. Ein Gespräch mit möglichen 
Partner*innen wird angestrebt.
Anzusprechende  
Partner*innen
In Köln tätige Hilfsorganisationen: Deutsches Rotes Kreuz, Arbeiterwohlfahrt, Caritas,  
Arbeiter-Samariterbund, Malteser Hilfsdienst, Johanniter Unfallhilfe u.  a. m.
Hemmnisse/ 
Störfaktoren
Finanzierung, Personalmangel
Kosten Hoch (qualifiziertes und geschultes Personal)
Verstetigung Wird angestrebt

8.5 Kernelement V: Besondere Beachtung von Risikogruppen
203
KE 5.5  Unterstützende Dienste bei Hitze anbieten & Integration 
von Hitze in die vorsorgenden Hausbesuche
Weitere Infos
National und international gibt es eine Reihe von positiven Beispielen für zielführende Angebote 
aufsuchender Hilfe:  
Der „Hamburger Hausbesuch für Seniorinnen und Senioren“ ist ein kostenloses Angebot der 
Stadt Hamburg. Menschen im Alter, die kürzlich ihren 80.  Geburtstag gefeiert haben, erhalten 
postalisch ein Besuchsangebot; geschulte Personen besuchen die alten Menschen, um über 
die vielfältigen präventiven gesundheitlichen Angebote, Hilfen bei gesundheitlichen Problemen, 
gegen Vereinsamung, bei Pflegebedürftigkeit oder für Unterstützungsbedarf im Haushalt zu 
informieren und auf Wunsch Hilfen zu vermitteln. Je nach Bedarf informieren die Fachkräfte über 
bestehende Unterstützungsmöglichkeiten und soziale Angebote, wie zum Beispiel über Treff -
punkte oder Besuchs- und Begleitdienste. Auf Wunsch stellt die Fachkraft auch den Kontakt zu 
passenden Angeboten und den Pflegestützpunkten her.  
 
www.hamburg.de/hamburger-hausbesuch/
 
 
In Metz (Frankreich) führt das Centre Communal d‘Action Sociale (CCAS) der Stadt ein Register 
der gefährdeten Personen, die sich freiwillig registrieren lassen. Als gefährdet gelten Perso -
nen, die 65 Jahre und älter oder über 60 Jahre alt und als arbeitsunfähig anerkannt sind sowie 
Erwachsene mit Beeinträchtigungen. Bei einer Hitzewarnung kontaktieren Sozialarbeitende des 
CCAS die erfassten Personen im Rhythmus von zwei Tagen telefonisch, um sich zu informieren, 
wie es ihnen geht. Sie beraten, wie sie sich bei extremen Temperaturen verhalten sollen, und 
verweisen sie an kühle öffentliche Unterkünfte. Die Stadt Metz kann auch Hilfsorganisationen 
mobilisieren, um gefährdete Menschen in ihrem Wohnumfeld aufzusuchen und sie bei Bedarf an 
kühle Orte zu bringen. Bei medizinischem Hilfebedarf werden die Registrierten vom ärztlichen 
Bereitschaftsdienst aufgesucht.  
 
www.tout-metz.com/plan-canicule-metz-2020-48736.php
 
 
 
In Bologna (Italien) geht jährlich an 5.000 Bürger*innen, die über 65 Jahre alt sind, allein leben 
oder gesundheitlich beeinträchtigt sind, ein Schreiben, das für die gesundheitlichen Risiken bei 
Hitze sensibilisiert und auf eine kostenlose Nummer aufmerksam macht, den „Hitzewellen-  
Telefonservice der Gemeinde“. Hält eine Hitzewelle länger als drei Tage an, werden vulnerable 
Bevölkerungsgruppen aktiv angerufen. Es wird telefonisch geklärt, wie es um die Verfügbarkeit 
von häuslichen Pflegeleistungen wie etwa die Lieferung von Medikamenten und Mahlzeiten, den 
Transport zu medizinischen Untersuchungen und klimatisierten Einrichtungen steht. Darüber 
hinaus ist ein Dienst von örtlichen Pflegefachkräften aktiv, der sich aufsuchend um gesundheit -
liche Risikosituationen kümmert und auch die Intervention eines notärztlichen Dienstes einfor -
dern kann.
www.comune.bologna.it/news/prevenzione-delle-ondate-di-calore

204
8. Maßnahmenkatalog 
8.5 Kernelement V: Besondere Beachtung von Risikogruppen
KE 5.6 Auswertung Wegebeziehungen / Erreichbarkeiten
Zeithorizont Langfristige Entwicklung und Planung (mittel)
Reichweite stadtweit (groß)
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Stadtplanungsamt
Beschreibung
Die Planung, Konkretisierung und Priorisierung von Maßnahmen erfolgen sinnvollerweise auf 
der Basis einer räumlichen Analyse, in der Daten zur Bevölkerungsverteilung und -entwicklung, 
zu hitzebelasteten Siedlungsbereichen sowie gegebenenfalls zu weiteren Faktoren ausgewertet 
werden.  
Die Auswertung mithilfe eines geografischen Informationssystems (GIS) bietet die Möglichkeit, 
Daten zu verschneiden und Auswertungen mit differenzierter räumlicher Tiefe zu erzeugen.
Ziel der Maßnahme Priorisierung von Maßnahmen, Ermittlung von Hot-Spots mit besonderem Handlungsbedarf
Stadt Köln
Auf Basis der Statistischen Quartiere wurde eine Auswertung zur Erreichbarkeit von Parks als 
kühlen Räumen vorgenommen. Diese gliedert sich in zwei Schwerpunkte. Einerseits findet die 
Identifikation und Beschreibung der Orte und des Lebensumfelds der vulnerablen Gruppe statt 
und im weiteren Schritt werden der Zugang zu grüner Infrastruktur und die Wegeverbindungen 
ausgewertet.  
Zur besonderen Beachtung der Belastungsgebiete ist eine vertiefte Auswertung von hitzebe -
lasteten Gebieten und vulnerabler Bevölkerung durchgeführt worden, um die Wegstrecke von 
der Wohnadresse der Gruppe 65+ zum nächstgelegenen Park zu quantifizieren. Die Ergebnisse 
können für eine bedarfsscharfe Entwicklung von Maßnahmen im Bereich grüner Infrastruktur 
genutzt werden.
Anzusprechende  
Partner*innen
Umwelt- und Verbraucherschutzamt, Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Hemmnisse/ 
Störfaktoren
keine
Kosten Bindung personeller Ressourcen (Personalkosten)
Verstetigung Vertiefende lokale Auswertungen zur Verortung von Maßnahmen unter Einbeziehung weiterer 
wichtiger Orte, wie z. B. hausärztlicher Praxen und Apotheken, sind geplant.
Weitere Infos keine

8.6 Kernelement VI: Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme
205
KE 6.1  Zusammenstellen von Ausbildungsunterlagen für  
medizinisches Personal und Apothekenpersonal
Zeithorizont Langfristige Entwicklung und Planung, Vorbereitung vor dem Sommer
Reichweite gezielt für Multiplikator*innen aus dem medizinischen Bereich
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Medizinisches Personal; Apothekenpersonal 
Beschreibung
Es werden Ausbildungsunterlagen für medizinisches Personal und Apothekenpersonal in Bezug 
auf hitzeassoziierte Gesundheitsprobleme für Menschen im Alter erstellt und für die Schulung 
des in der ambulanten Pflege tätigen Personals zur Verfügung gestellt. 
Ziel der Maßnahme Sensibilisierung des Pflegepersonals und der Apotheker*innen schützt Menschen 65+ während 
der Hitzeperiode
Stadt Köln 2021 wurden Gespräche mit Unikliniken, der Caritas-Akademie und Apotheken aufgenommen. 
Eine Veranstaltung, um das Konzept der Schulung vorzustellen, ist noch in Planung.
Anzusprechende  
Partner*innen
Gesundheitsamt
Hemmnisse/ 
Störfaktoren
Bindung von personellen Ressourcen für die Recherche und Erstellung von Material
Kosten Bindung personeller Ressourcen (Personalkosten) für die Recherche und Erstellung von Material
Verstetigung Stetige Aktualisierung erforderlich
Weitere Infos
Bildungsmodule für medizinische Fachangestellte:
www.klinikum.uni-muenchen.de/Bildungsmodule-Aerzte/de/bildungsmodule-mfa/
 
 
8.6 Kernelement VI: Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme

206
8. Maßnahmenkatalog 
8.6 Kernelement VI: Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme
KE 6.2 Einbezug von Hitze in Forschung und Lehre
Zeithorizont Langfristige Entwicklung und Planung
Reichweite angestrebt: bundesweit (groß) 
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
In der ersten Phase: Medizinstudierende der Universitäten Bonn und Köln
Beschreibung
Seminaraufgabe im 6.  klinischen Semester, Studiengang Humanmedizin an der  
Universität Bonn  
 
Durch Einbindung des Themas in Seminare und Übungen im Studium der Medizin sollen  
Studierende schon frühzeitig für das Thema sensibilisiert werden. Am Universitätsklinikum Bonn 
erfolgt dies z.  B. seit 2020 im Seminar zum Thema „Öffentliches Gesundheitswesen“ im Rahmen 
des Kurses Querschnittsbereich III (Gesundheitsökonomie, Gesundheitssysteme, Öffentliches 
Gesundheitswesen)
Ziel der Maßnahme Sensibilisierung im Studium
Stadt Köln
Am 30.06.2022 fand ein erster Austausch zwischen IHPH und Prof. Dr. med. Beate Müller, Ins -
titut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Köln, mit dem Ziel statt, das Thema Hitze und 
Gesundheit auch an der Universität zu Köln für Studierende der Medizin zu implementieren 
Hintergrund: Etwa drei Viertel der zukünftig in Köln tätigen Ärzt*innen kommen aus der Region 
und werden auch in der Region studiert haben (Kistemann & Schroer, 2007).
Anzusprechende  
Partner*innen
Prof. Dr. med. Thomas Kistemann, IHPH Universitätsklinikum Bonn;  
Prof. Dr. med. Beate Müller, Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Köln
Hemmnisse/ 
Störfaktoren
Die bundesweite Implementierung muss über die Aufnahme des Themas in den nationalen 
Gegenstandskatalog erfolgen.
Kosten Bindung personeller Ressourcen (Personalkosten) für die Recherche und Entwicklung
Verstetigung Stetige Aktualisierung erforderlich
Weitere Infos
wp2.geohealth-centre.de/studium/lehrangebote-medizin/

8.6 Kernelement VI: Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme
207
KE 6.3 Durchführen von Schulungen zur Sensibilisierung von Multiplikator*innen
Zeithorizont Langfristige Entwicklung und Planung
Reichweite gezielt für verschiedene Gruppen von Multiplikator*innen (z. B. Apotheker*innen, Architekt*in -
nen, Senioreneinrichtungen) (mittel)
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Multiplikator*innen 
Beschreibung
Durch das Angebot von Schulungen zum Themenfeld Hitze und Gesundheit können Multiplika -
tor*innen sensibilisiert und ein breites Basiswissen aufgebaut werden(z. B. für Apotheker*innen, 
Architekt*innen, Pflegeeinrichtungen). Dies umfasst auch Vorträge vor der Apotheker- bzw. 
Architektenkammer, die für die besonderen Bedürfnisse der Zielgruppe bei Hitze sensibilisieren.
Das Schulungsmaterial soll zielgruppengerecht aufbereitet und angeboten werden.  
Zum Beispiel können Apotheker*innen auf die Notwendigkeit der Anpassung der Medikamenten -
einnahme durch den veränderten Flüssigkeitshaushalt aufmerksam gemacht werden.  
 
Architekt*innen erhalten Hinweise, warum z.  B. ausreichende Verschattung und die Planung von 
Grünelementen von besonderer Bedeutung sind.
Ziel der Maßnahme Anbieten von gezielten Schulungen zur Hitzesensibilisierung
Stadt Köln Möglicher Vortrag vor der Architektenkammer durch Prof. Dr. Kistemann, IHPH UK Bonn
Anzusprechende  
Partner*innen
Gesundheitsamt
Universitätsklinikum Bonn
Prof. Dr. med. Beate Müller, Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Köln
Hemmnisse/Störfak -
toren
Setzt die Bereitschaft der Multiplikator*innen voraus;
Kontakt zur Architektenkammer und zur Apothekerkammer muss noch aufgenommen werden
Kosten Bindung personeller Ressourcen (Personalkosten) (mittel) 
Verstetigung Regelmäßige Veranstaltungen (z.  B. alle zwei Jahre) werden angestrebt
Weitere Infos keine

208
8. Maßnahmenkatalog 
8.6 Kernelement VI: Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme
KE 6.4  Verstärkte Berücksichtigung sommerlicher Hitzeereignisse im  
Qualitätsmanagement der Pflegeeinrichtungen
Zeithorizont Kurz- bis mittelfristig
Reichweite stadtweit (groß)
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Leitung von Wohneinrichtungen für Senior*innen
Beschreibung
Die in Hitzeperioden erforderlichen Anpassungsmaßnahmen im Pflegealltag sollten sich in  
den festgelegten Routinen (z.  B. Qualitätsmanagementsysteme) der Pflegeeinrichtungen wider -
spiegeln. Hierbei können Checklisten ein hilfreiches Instrument darstellen.  
Beispiele: Personalschlüssel in Pflegeeinrichtungen an heißen Tagen anpassen  / Urlaubszeiten 
berücksichtigen, Medikamentengabe in Absprache mit Hausärzt*innen anpassen;  
Prüfung des Pflegeplans hinsichtlich Maßnahmen bei Hitze (Best-Practice-Beispiel: Johanniter 
Qualitätshandbuch)
Ziel der Maßnahme
Verstärkte Berücksichtigung von hitzebedingten Pflegeanforderungen im Pflegealltag  
gemäß § 6 Abs. 4 der Verordnung zur Durchführung des Wohn- und Teilhabegesetzes  
(Wohn- und Teilhabegesetz-Durchführungsverordnung – WTG DVO)
Stadt Köln Die Stadt Köln bindet das Thema verstärkt im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Kontroll -
funktion (Heimaufsicht) ein.
Anzusprechende 
Partner*innen
Amt für Soziales, Arbeit und Senioren
Hemmnisse/
Störfaktoren
Hohe Arbeitsbelastung in den Wohneinrichtungen für Senior*innen
Kosten gering
Verstetigung Zunächst ist eine Abstimmung mit dem Amt für Soziales, Arbeit und Senioren vorgesehen; nach 
einer Erstimplementierung ist eine regelmäßige Revision erforderlich, z.  B. alle 3  Jahre.
Weitere Infos Johanniter Qualitätshandbuch

8.6 Kernelement VI: Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme
209
KE 6.5 Etablierung von Hitzesprechstunden bei Ärzt*innen
Zeithorizont Vorbereitung vor dem Sommer; Schutz während des Sommers
Reichweite gezielt auf die vulnerable Zielgruppe
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Patient*innen
Beschreibung
Hitzesprechstunde bei den Hausärzt*innen als präventive Beratungsmaßnahme
Im Rahmen von normalen Sprechstunden-Kontakten kann die Anpassung an die Folgen des 
Klimawandels thematisiert werden, wie z. B. Medikamentenanpassung bei Hitzeperioden wegen 
des veränderten Flüssigkeitshaushalts. Aufgrund des engen und in der Regel vertrauensvollen 
Verhältnisses zwischen Patient*in und Ärzt*in kann eine individuelle und niederschwellige Bera -
tung zu Maßnahmen gegen Kompilationen aufgrund von Hitze erfolgen. 
Als Vorbereitung kann eine hitzebezogene Medikamentenverordnung angeregt werden, die lang -
fristig geplant und in der Hitzeperiode akut umgesetzt wird.
Ziel der Maßnahme Versorgung der (älteren) Bevölkerung mit medizinisch relevanten Informationen; Optimierung der 
medizinischen Versorgung
Stadt Köln
Ein erster Kontakt zu Univ.-Prof. Dr. Beate Müller wurde hergestellt. Sie ist Leiterin des neu -
gegründeten Instituts für Allgemeinmedizin und Lehrstuhlinhaberin der neu eingerichteten 
W3-Professur für Allgemeinmedizin an der Uniklinik Köln und der Medizinischen Fakultät. 
Zusammen mit ihrem Team bietet sie in einer neuen Hochschulambulanz Allgemeinmedizin 
Sprechstunden an.
Anzusprechende  
Partner*innen
Gesundheitsamt
Prof. Dr. med. Beate Müller, Institut für Allgemeinmedizin, Universitätsklinikum Köln
KlimaDocs e.V., Köln
Hemmnisse/ 
Störfaktoren
Nicht in Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) vorgesehen
Kosten Bindung personeller Ressourcen (Personalkosten) für die Recherche, Entwicklung und 
Informationsmaterial
Verstetigung
Es ist geplant, Kontakt mit Kölner Hausärzt*innen aufzunehmen und gemeinsam die Umsetzung 
einer Klimasprechstunde zu planen und zu etablieren. Im nächsten Schritt sollen alle Kölner 
Hausärzt*innen über die Möglichkeit und den Mehrwert einer Klimasprechstunde informiert und 
aufgeklärt werden. Entsprechende Veröffentlichungen in relevanten Medien wie Ärzteblatt und 
Apotheken Umschau sollen sich anschließen.  
Das Gesundheitsamt der Stadt Köln könnte die Thematik in die Gesundheitskonferenz 
einbringen. 
Weitere Infos
www.klimadocs.de/

210
8. Maßnahmenkatalog 
8.7 Kernelement VII: Langfristige Stadtplanung und Bauwesen
KE 7.1 Integration des Themas Hitzeschutz in die Bauleitplanung
Zeithorizont Langfristige Entwicklung und Planung
Reichweite stadtweit (groß)
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Bauträger; Wohnungsbaugesellschaften, Investor*innen,  
Amt für Gebäudewirtschaft der Stadt Köln
Beschreibung Festlegung von verbindlichen und praktikablen Vorgaben zum Hitzeschutz in der Bauleitplanung 
nach § 9 BauGB.
Ziel der Maßnahme
Aufgrund der hohen Betroffenheit und Verwundbarkeit von Städten durch die Klimaverän -
derungen weist bereits die Deutsche Anpassungsstrategie von 2008 der Stadtplanung eine 
strategisch wichtige Rolle für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu. Einen hohen 
Stellenwert hat in diesem Zusammenhang die Bauleitplanung, da diese unter Berücksichtigung 
aller relevanten Belange – auch des Klimawandels – die städtebauliche Entwicklung und die 
Bodennutzung der Gemeinde regelt.  
Mit der Klimanovelle des Baugesetzbuches hat der Bund der Klimafolgenanpassung 2011  
einen höheren Stellenwert im Zuge der planungsrechtlichen Abwägung eingeräumt. Durch  
die Klimaschutzklausel im § 1a Abs. 5 BauGB werden zudem die Anpassungsbelange bei der  
planungsrechtlichen Abwägung aufgewertet. Die Städte und Gemeinden werden durch die 
Änderungen des Baugesetzbuches dazu veranlasst, die Koordinierungs- und Steuerungsfunktion 
der Bauleitplanung voll auszuschöpfen, um den in § 1 Abs. 6 Nr. 1 BauGB geforderten „allge -
meinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse und die Sicherheit der  
Wohn- und Arbeitsbevölkerung“ gerecht zu werden.
8.7 Kernelement VII: Langfristige Stadtplanung und Bauwesen

8.7 Kernelement VII: Langfristige Stadtplanung und Bauwesen
211
KE 7.1 Integration des Themas Hitzeschutz in die Bauleitplanung
Stadt Köln
Um verbindliche Vorgaben zur Berücksichtigung des Themas Hitzeschutz in der Bauleitpla -
nung voranzutreiben, wurde der Arbeitskreis „Klimawandel in der Bauleitplanung“ gegründet. 
Zunächst wurde ein Statuspapier erarbeitet, das den aktuellen Arbeits- und Diskussionsstand 
in Köln zusammenfasst. Dieses dient als Grundlage für die weiteren Diskussionen und Abstim -
mungen.  
Angewendet wird bereits ein Musterkatalog an textlichen Festsetzungen im Bebauungsplan:
•  § 9 Abs. 1 Nr. 14 BauGB:  
z. B. Rückhaltung und Versickerung von Niederschlagswasser, Stauvolumina bei Starkregen 
•  § 9 Abs. 1 Nr. 16 BauGB:  
z. B. Regelung des Wasserabflusses, Starkregenvorsorge, multifunktionale Flächennutzung  
zur Regenrückhaltung 
•  § 9 Abs. 1 Nr. 20 BauGB:  
z. B. Pflanzung von Bäumen, Baumreihen, freiwachsenden Hecken 
•  § 9 Abs. 1 Nr. 25 BauGB:  
z. B. Anpflanzen von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen, Anforderungen an 
Stellplatzbegrünung, Dachbegrünung und Fassadenbegrünung (z.  B. Substratschichtdicken, 
Kombination Grün und Photovoltaik etc.)
•  Gestalterische Festsetzungen gemäß § 9 Abs. 4 BauGB i.V.m § 89 Abs. 1 und 2 BauO NRW:  
z. B. Teilversiegelung von Zufahrten zu Garagen und Stellplätzen sowie Hauszuwegungen, 
Begrünung von Stellplätzen 
•  Fachrechtliche Hinweise:  ortsnahe Versickerung von Niederschlagswasser gemäß  
§ 44 Landeswassergesetz (LWG) in Verbindung mit § 55 Abs. 2 Wasserhaushaltsgesetz) 
Zum Themenfeld Hitze sollten zusätzliche Bausteine ergänzt werden, um den Baukasten zu ver -
vollständigen bzw. zu konkretisieren:
•   Fassadenbegrünung, bodengebundene und  / oder wandgebundene Fassadenbegrünung, Was -
serrückhalt und direkte Wirkung der Verdunstungsleistung und Kühlung in der Straße, Ausrich -
tung Fassade (Süd-West)
•   Kaltluftströmung,  Transportmöglichkeit von nächtlich gebildeter Kaltluft von den Freiflächen 
in die Wohngebiete, Durchströmung des Plangebietes (keine Gebäuderiegel und sonstige 
Strömungshindernisse) 
•   Kombination der Maßnahmen  (Verschattung / Begrünung / Verdunstung, 
Blau-Grün-Kombination)
•   Baustein Bäume Bewertung:  Bäume / m² / EW Bezugsgröße muss bestimmt werden, Baum -
erhalt, Bewertung der klimatischen Funktion, Ausgleich vor Ort
•   Schutz vulnerabler Gruppen  (u. a. Kinder, Menschen im Alter), spezielle Maßnahmen und 
Beachtung beim Bau von Schulen, Kitas, Altenheimen, barrierefreien Wohnungen. Schutzziel 
wird berücksichtigt (u.  a. schattige Sitzgelegenheiten und Spielplätze, Schattenbäume mit 
Anschluss an gewachsenen Boden, Pocket-Parks, gebäudebezogene Maßnahmen, Außenver -
schattung und Innenraumklima)
Anzusprechende 
Partner*innen
Stadtplanungsamt
Hemmnisse/
Störfaktoren
Klimawandelanpassung unterliegt dem Abwägungsgebot gem. § 1 Abs. 7 BauGB.  
Anpassungsmaßnahmen werden häufig von potenziellen Investor*innen als überflüssiger 
Kosten faktor angesehen. 
Die Umsetzung der festgesetzten Maßnahmen muss kontrolliert und gegebenenfalls ordnungs -
rechtlich eingefordert werden.
Kosten Bindung von personellen Ressourcen der beteiligten Fachämter (Personalkosten);
ggf. Sachkosten für die Moderation des Erarbeitungs- und Abstimmungsprozesses

212
8. Maßnahmenkatalog 
8.7 Kernelement VII: Langfristige Stadtplanung und Bauwesen
KE 7.1 Integration des Themas Hitzeschutz in die Bauleitplanung
Verstetigung
Als erster Schritt zu verbindlichen Vorgaben für die Klimawandelanpassung in der Bauleit  planung 
wird in einer internen Arbeitsgruppe unter Federführung des Stadtplanungsamtes  
(erster Termin Juni 2022) das Thema Fassadenbegrünung bearbeitet. Es werden folgende  
Fragen / Aspekte geklärt:
•  Vorgaben für Fassadenbegrünung bereits früh im Planungsprozess berücksichtigen  
(z.B. in den Wettbewerbs- und Werkstattverfahren)
•  Erarbeitung prüfbarer Kriterien zur Beurteilung der Planentwürfe
•  Beschreibung der Wohlfahrtseffekte als Begründung für die Abwägung
•  Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Straßenplanung (Pflanzfläche für Fassaden -
begrünung im Gehwegbereich)
•  Bewässerung, Regenwasserspeicherung, Brandschutz
•  Formulierung von konkreten Vorgaben
  Ziel ist die Formulierung von textlichen Festsetzungen für die Verwendung  
im Bauleitplanverfahren.
Weitere Infos
www1.isb.rwth-aachen.de/BESTKLIMA/download/Klima-Check-Final_interaktiv.pdf  
 
 
www.remscheid.de/wirtschaft-stadtentwickung/stadtplanung/download-pool/  
rechtsverbindliche-bps/BP_675_Entscheidungsbegruendung_Anlage_2.pdf

8.7 Kernelement VII: Langfristige Stadtplanung und Bauwesen
213
KE 7.2 Ausbildungsunterlagen für Architekt*innen und Stadtplaner*innen 
Zeithorizont Langfristige Entwicklung und Planung
Reichweite gezielt für Multiplikator*innen aus der Stadtplanungs- und Baubranche
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Studierende der Architektur und Stadtplanung oder ähnlicher Berufe aus dem Baubereich
Beschreibung
Die Aufgabe der Architekt*innen ist die Konzeption und Gestaltung der gebauten Umwelt. 
Im Mittelpunkt der architektonischen Aufgaben stehen die Beziehung zwischen Mensch und 
Gebäude, Gebäude und Umgebung – städtebaulich und landschaftlich – und das Erkennen und 
Verarbeiten der übergreifenden kulturellen, politischen, ökologischen und ökonomischen Zusam -
menhänge, die einem stetigen Wandel unterliegen.  
 
Die Stadtplanung beschäftigt sich mit der Entwicklung der Stadt sowie mit den räumlichen 
und sozialen Strukturen in der Stadt. Darauf aufbauend erarbeitet sie Planungskonzepte unter 
gerechter Abwägung aller öffentlichen und privaten Belange mit dem Ziel der Konfliktminimie -
rung. 
Damit das Thema Anpassung an den Klimawandel und hier insbesondere der Hitzeschutz stärker 
in den Fokus der Hochschulausbildung gerückt wird, sind entsprechende Ausbildungsunterlagen 
zu erarbeiten bzw. Hintergrundinformationen zur Verfügung zu stellen.  
Die grundlegenden Erkenntnisse zum Klimawandel werden dargestellt, die Notwendigkeit  
der Anpassung erläutert, aktuelle wissenschaftliche und technische Erkenntnisse zusammen -
getragen und Umsetzungsmöglichkeiten anhand von Best-Practice-Beispielen anschaulich 
dargestellt.  
In Kooperation mit einer Hochschule werden zunächst die aktuellen Lehrinhalte untersucht und 
hierauf aufbauend ein Schulungskonzept erarbeitet. Der fachliche Input wird von der jeweiligen 
Fachpartei (Stadtklimatologie durch das Umweltamt, die technischen Inhalte von der Hoch -
schule) zur Verfügung gestellt bzw. erarbeitet.  
Diese Unterlagen können anderen interessierten Hochschulen zur Verfügung gestellt werden. 
Möglicherweise kommt auch eine Kooperation mehrerer Einrichtungen infrage.  
Für ausgebildete Architekt*innen kann das Konzept ggf. in Zusammenarbeit mit der Architekten -
kammer, entsprechend angepasst, auch als Lehrgang angeboten werden.  
Weitere Kooperationspartner können die Verbraucherschutzzentralen oder wissenschaftliche 
Institute wie z. B. das Wuppertal Institut sein.
Ziel der Maßnahme Architekt*innen und Stadtplaner*innen frühzeitig zu klimaangepasstem Planen und Bauen  
sensibilisieren und informieren
Stadt Köln Bisher wurde durch die Stadt Köln die Erarbeitung von Ausbildungsunterlagen noch nicht 
angestoßen.
Anzusprechende  
Partner*innen
Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Hemmnisse/ 
Störfaktoren
Kooperationspartner müssen gefunden und für das Thema gewonnen werden;
knappe personelle Ressourcen bei den beteiligten Institutionen
Kosten
Bindung von personellen Ressourcen im Umwelt- und Verbraucherschutzamt und ggf. weiterer 
städtischer Ämter (Personalkosten); Sachkosten für die Aufbereitung der Lehrinhalte als didakti -
sche Produkte
Verstetigung
Das Umwelt- und Verbraucherschutzamt Köln wird mit der Technology Arts Sciences  
TH Köln sowie der Architektenkammer NRW Kontakt aufnehmen und das Interesse für eine  
entsprechende Kooperation ausloten.
Weitere Infos keine

214
8. Maßnahmenkatalog 
8.7 Kernelement VII: Langfristige Stadtplanung und Bauwesen
KE 7.3 Satzung zur Begrünung und Bepflanzung von Vorgärten zur Hitzeminderung 
Zeithorizont Langfristige Entwicklung und Planung
Reichweite stadtweit (groß)
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Gesamtbevölkerung
Beschreibung
Eine „Freiraumsatzung“ beinhaltet Vorgaben zur Begrünung und Bepflanzung von Vorgärten. Sie 
dient der Reduzierung der Versiegelung und Verschotterung von Flächen.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen zum Erlass einer entsprechenden Satzung sind von Bun -
desland zu Bundesland unterschiedlich.  
Durch das Gesetz zur Modernisierung des Bauordnungsrechts in Nordrhein-Westfalen ist zum 
1. Januar 2019 die Norm des § 86 Abs. 1 Nr. 4 BauO NRW a. F. geändert worden und kann nun 
nicht mehr als Ermächtigungsgrundlage für die Regelung der Begrünung und Bepflanzung von 
Vorgärten durch Satzung herangezogen werden.  
 
In anderen Bundesländern sind Freiraumsatzungen möglich. In Frankfurt ermächtigt §  91 Abs. 
1 Satz 1 Nr. 5 Hessische Bauordnung zum Beispiel zum Erlass von Satzungen zur Regelung der 
„Gestaltung und Bepflanzung der Grundstücksfreiflächen“. Auch in Bayern ermächtigt Art. 81 
Abs. 1 Nr. 5 Bayerische Bauordnung dazu, Satzungen zur „Gestaltung und Bepflanzung der  
unbebauten Flächen“ zu erlassen.  
In NRW ist allenfalls der Erlass von „Verschotterungsverbotssatzungen“ auf der Grundlage  
des § 89 Abs. 1 Nr. 5 BauO NRW n.F. möglich, wenn man den Begriff der „Gestaltung“ dahing -
ehend auslegt, dass zwar Vorgaben zur „gärtnerischen“ Gestaltung ausgeschlossen, jedoch  
Vorgaben zur Art der Bodenbedeckung und der Belagsbeschaffenheit der nicht überbauten 
Flächen zu  lässig sind. Das Verbot der Verschotterung würde möglicherweise eine solche  
Vorgabe darstellen.
Ziel der Maßnahme
Eine Freiraumsatzung dient der Reduzierung der Versiegelung und Verschotterung von Flächen 
im Sinne einer nachhaltigen Innenentwicklung. Sie wertet das Stadtbild auf, verbessert das 
Stadtklima und leistet einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt.  
Wesentliche Handlungsfelder sind zum einen die behutsame Weiterentwicklung der bebauten 
Innenbereiche bei gleichzeitiger Steigerung der Freiraumqualitäten im öffentlichen wie im pr  iva-
ten Bereich. Zum anderen wird die Notwendigkeit formuliert, das Stadtwachstum umwelt- und 
klimagerecht zu gestalten.
Stadt Köln Bei der Stadt Köln wurde bislang keine entsprechende Satzung erlassen.

8.7 Kernelement VII: Langfristige Stadtplanung und Bauwesen
215
KE 7.3 Satzung zur Begrünung und Bepflanzung von Vorgärten zur Hitzeminderung 
Anzusprechende  
Partner*innen
Bauaufsichtsamt, Rechtsamt
Hemmnisse/ 
Störfaktoren
In Nordrhein-Westfalen ist der Erlass einer „Freiraumsatzung“ nach der aktuellen Rechtslage 
nicht möglich. Möglich wäre, eine Gestaltungssatzung in Form einer „Verschotterungsverbots -
satzung“ zu erlassen, die jedoch näher zu begründen wäre. Allerdings ist offen, ob die Auslegung 
des § 89 Abs. 1 Nr. 5 BauO NRW n.F. von allen Verwaltungsgerichten anerkannt wird. Der Erlass 
einer entsprechenden Satzung ist daher mit dem Risiko behaftet, dass die Satzung für unwirksam 
erklärt werden könnte.
Kosten Bindung von personellen Ressourcen der beteiligten Fachämter (Personalkosten)
Verstetigung Konkrete Planungen bestehen noch nicht.
Weitere Infos
Frankfurt
www.stadtplanungsamt-frankfurt.de/gestaltungssatzungen_5330.html  
 
 
München
stadt.muenchen.de/dam/jcr:765486e0-9f71-48c8-94e9-a3f71d8300cd/vorgarten_web.pdf  
 
 
www.bauportal.nrw/bauenbauaufsicht/informationen-baurecht/  
weiterfuehrende-informationen/bauvorschriften

216
8. Maßnahmenkatalog 
8.8 Kernelement VIII: Monitoring und Evaluation der Maßnahmen
KE 8.1 Evaluation der durchgeführten Maßnahmen des Hitzeaktionsplans
Zeithorizont Langfristige Entwicklung und Planung
Reichweite bundesweit (sehr groß)
Zielgruppe zur  
Maßnahmenumsetzung 
Kommunen 
Beschreibung
Die Hitzeaktionsplanung hat das Ziel, die gesundheitlichen Auswirkungen bis hin zu zusätzlichen 
hitzebedingten Todesfällen bei lang anhaltenden Hitzeperioden, insbesondere für vulnerable 
Personengruppen, zu reduzieren.  
In der „Arbeitshilfe zur Entwicklung und Implementierung eines Hitzeaktionsplans für Städte  
und Kommunen“ wird die Bedeutung der Wirksamkeitskontrolle von Präventionsmaßnahmen  
im Rahmen des Hitzeaktionsplans in einem Evaluationsprozess beschrieben. Hiermit ist 
sicher  zustellen, dass Maßnahmen des Hitzeaktionsplans die beabsichtigte Wirkung erzielen 
(Effek  tivität), kosteneffektiv sind (Effizienz) und die Akzeptanz der Zielgruppe finden. Dieser 
Evaluations prozess soll mit messbaren Indikatoren durchgeführt werden.  
Auch in den „Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen zum Schutz 
der menschlichen Gesundheit“ kommt dem Themenfeld Monitoring und Evaluation als achtes 
Kernelement der WHO eine besondere Bedeutung zu. So sollen die Maßnahmen des Hitzeak -
tionsplans evaluiert werden, um Hitzeereignisse und deren Folgen quantitativ zu erfassen, zu 
bewerten und um gegebenenfalls Nachbesserungen und Weiterentwicklungen der Interven -
tionsmaßnahmen zu veranlassen.  
 
Im Rahmen der Arbeitshilfe wird empfohlen, zur Evaluation auf kommunaler Ebene eine Doku -
mentation der umgesetzten Maßnahmen, eine Bewertung der Akzeptanz der Maßnahmen durch 
Nutzer*innen und ein Monitoring der Krankheitslast anhand der Notfalleinweisungen in örtliche 
Krankenhäuser durchzuführen. Ein Monitoring des Sterbegeschehens bei Hitzeextremen sollte in 
der Regel auf Landesebene erfolgen. Hier ist die Verfügbarkeit von aussagekräftigen Daten, die 
zeitnah zur Verfügung stehen müssen, ein zentraler Ansatzpunkt.  
Kommunen haben die Möglichkeit, ihre durchgeführten Interventionsmaßnahmen zu beschrei -
ben und im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses zu dokumentieren. Dieser 
Prozess sollte mit den beteiligten Multiplikator*innen durchgeführt werden, um entsprechende 
Hemmnisse und zusätzliche Potenziale zur Verbesserung gemeinsam zu erarbeiten.  
Das Monitoring sowie die Evaluation setzen dann an, wenn erste Anpassungsmaßnahmen  
implementiert wurden, und sind daher als langfristige Aufgaben zu verstehen.  
Auch die Handlungsempfehlungen beschreiben, dass dieser eher langfristige Aspekt zunächst 
nicht erforderlich ist und dass die Implementierung erster Anpassungsmaßnahmen zunächst 
vorrangig ist.  
Die Entwicklung möglicher Indikatoren zur Kontrolle der Wirksamkeit der Maßnahmen ist  
vielschichtig. Indikatoren wie die Anzahl der verteilten Informationsmaterialien oder die Erfas -
sung der Zugriffszahlen auf das kommunale Hitze-Portal sind in der Kommune relativ leicht zu 
erfassen.  
Die Auswertung von Einsatzzahlen von Rettungsdiensten bei Hitzeereignissen stellt einen Ein -
zelindikator dar, der das komplexe Themenfeld „Hitzeereignis in einer Großstadt“ nicht in Gänze 
abbilden kann und von weiteren Indikatoren begleitet werden sollte.  
Eine gesicherte Aussage über die Verringerung der Übersterblichkeit bei Hitzeereignissen  
von Menschen im Alter durch Maßnahmen eines Hitzeeinsatzplans ist grundsätzlich schwer  
zu treffen, da diese Entwicklungen von anderen überlagert werden können.
8.8 Kernelement VIII: Monitoring und Evaluation der Maßnahmen

8.8 Kernelement VIII: Monitoring und Evaluation der Maßnahmen
217
KE 8.1 Evaluation der durchgeführten Maßnahmen des Hitzeaktionsplans
Ziel der Maßnahme Wirksamkeit der Interventionsmaßnahmen bewerten und Maßnahmen verbessern, um den 
Gesundheitsschutz der Bevölkerung weiter zu optimieren.
Stadt Köln
Im Rahmen des Projekts wurde bislang keine Evaluation durchgeführt, da die Maßnahmen  
erst im Rahmen des Projekts initiiert wurden.  
 
Es wurde jedoch geprüft, ob Daten der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) zur Erstellung der 
kleinräumigen Gesundheitsberichterstattung Köln den Einfluss von verschiedenen Umwelt -
faktoren auf das Erkrankungsgeschehen erkennbar machen. Die kleinräumige Gesundheits -
berichterstattung soll innerstädtische kleinräumige Unterschiede im Erkrankungsgeschehen 
aufzeigen. Für den Umweltfaktor Hitze war keine eindeutige Signifikanz für bestimmte Erkran -
kungen sichtbar. Möglicherweise waren jedoch die zur Verfügung gestellten Grundlagendaten 
nicht geeignet, diese Fragestellung zu klären.  
Eine Auswertung von hitzebedingten Einsatzzahlen der Rettungsdienste  / Feuerwehr ist geplant. 
Hier muss die Datenverfügbarkeit und Qualität der Daten noch geprüft werden.
Anzusprechende  
Partner*innen
Rettungsdienst/Feuerwehr, Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Amt für Umwelt- und  
Verbraucherschutz, Gesundheitsamt
Hemmnisse/Störfak -
toren
Bindung von personellen und finanziellen Ressourcen;
Datenverfügbarkeit und Qualität
Kosten noch keine Einschätzung möglich; bei Kauf der KV-Daten: hoch
Verstetigung
Weitere Infos
„Arbeitshilfe zur Entwicklung und Implementierung eines Hitzeaktionsplans für Städte und 
Kommunen“, die im Rahmen des UBA-Projekts „HAP-DE. Analyse von Hitzeaktionsplänen und 
gesundheitlichen Anpassungsmaßnahmen an Hitzeextreme in Deutschland“ erstellt wurde;
„Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen zum Schutz der menschli -
chen Gesundheit“, UBA

9.  Welche  
Erkenntnisse der  
HAP-Köln bietet

220
9. Welche Erkenntnisse der HAP-Köln bietet 
9.1 Erkenntnisse aus den empirischen Untersuchungen
Das Verbundprojekt HAP-Köln, das vom 
Bundesministerium für Umwelt, Natur-
schutz, nukleare Sicherheit und Verbrau-
cherschutz über 3,5 Jahre als Leuchtturm-
projekt gefördert wurde, ist in mehrfacher 
Hinsicht außergewöhnlich:
•  Erstmals wurde ein Hitzeaktionsplan für 
eine deutsche Millionenstadt auf den 
Weg gebracht. 
•  Erstmals konzentriert sich ein Hitzeaktions -
plan auf die besonders vulnerable Gruppe 
von Menschen 65+.
•  In das Projekt integriert ist die bisher 
umfangreichste empirische Studie zur sub-
jektiven Betroffenheit von Menschen 65+ 
in vier verschiedenen Stadtvierteln.
•  Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel für 
transdisziplinäre Kooperation von kom-
munaler Verwaltung, Wirtschaft und einer 
universitären Forschungseinrichtung. 
Das Projekt ist eingebunden in die wissen -
schaftliche Arbeit der Stadt Köln zum Thema 
Klimawandelanpassung, z. B. mit folgenden 
Projekten: Im Rahmen des Projekts „Klima -
wandelgerechte Metropole Köln“ wurden 
erste Hitze-Betroffenheiten der Bevöl-
kerung ermittelt und das Handlungsfeld 
Gesundheit definiert. Durch das vorliegende 
Leuchtturmprojekt wurden Menschen 65+ 
detailliert betrachtet und das Handlungsfeld 
Gesundheit mit umfangreichen Maßnahmen 
in den Fokus gerückt. 
Das Projekt „iResilience – Soziale Innovati-
onen und intelligente Stadtinfrastrukturen 
für die resiliente Stadt der Zukunft (iRes)“ 
mit einer Laufzeit vom 01.11.2018 bis 
30.06.2022 hat in einem handlungsorien -
tierten Ansatz (Reallabore) neue Formate 
zur Kollaboration, Beteiligung und Aktivie-
rung der verschiedenen Akteur*innen erar-
beitet und somit einen sozialwissenschaft-
lichen Forschungsansatz verfolgt. Es liefert 
Erkenntnisse für die partizipative Zusam-
menarbeit, die auch bei der Fortführung von 
HAP-Köln genutzt werden können.
9.1 Erkenntnisse aus den empirischen 
Untersuchungen
Im Projektverlauf hat es sich als sehr wichtig 
erwiesen, mit verschiedenen stadtklimato -
logischen (diese standen aus dem Vorgän-
gerprojekt zur Verfügung), geostatistischen 
und sozialempirischen Untersuchungen 
zunächst eine gründliche und belastbare 
empirische Basis zu legen. Erst nach die -
sen Arbeiten war es möglich, ein klares 
Verständnis für die dem Projekt gestellte 
Aufgabe zu entwickeln: die Erstellung eines 
Hitzeaktionsplans für Menschen im Alter. 
Die Ergebnisse des Projekts „Klimawan -
delgerechte Metropole Köln“ lieferten hoch 
aufgelöste Informationen zur zukünftig 
(2021–2050) erwarteten thermischen 
Belastung des Stadtraums. Die thermisch 
ungünstigen Konsequenzen von hoher Ver-
dichtung und Versiegelung sowie fehlenden 
grünen und blauen Freiflächen treten deut-
lich hervor, sodass die thermisch hoch und 
sehr hoch belasteten Siedlungsgebiete auf 
einer Planungshinweiskarte Hitze deutlich 
ausgewiesen werden konnten.

9.1 Erkenntnisse aus den empirischen Untersuchungen
221
9.1.1 Vulnerabilitätsanalyse
In einer mehrschrittigen Vulnerabilitäts -
analyse wurden die modellierten Daten der 
thermischen Belastungssituation zunächst 
mit den hoch aufgelösten vorliegenden 
demografischen Daten der Stadt Köln ver-
schnitten. Auf diese Weise konnten Gebiete 
identifiziert werden, in denen einerseits 
das Potenzial einer hohen thermischen 
Belastung besteht und andererseits die Zahl 
der Menschen 65+, eingeteilt nach 5-Jah -
res-Altersklassen, besonders hoch ist. Auf 
diese Weise konnte deutlich werden, wo der 
Handlungsbedarf besonders groß ist.  
Im zweiten Schritt der Vulnerabilitäts-
analyse sind die demografischen Daten 
mit Daten zur Verteilung von öffentlich 
zugänglichen Grünflächen im Stadtraum 
verschnitten worden, denn Stadtgrün ist ein 
wichtiger Faktor, wenn es um hitzeadaptier-
tes Verhalten geht. Für jeden Menschen im 
Alter wurde die reale Wegdistanz von seiner 
Wohnadresse zum nächstgelegenen Zugang 
einer öffentlichen Grünfläche ermittelt. Die 
ermittelten Distanzen unterschieden sich 
erheblich und lagen für die extremen Klas -
sen unter 160 m bzw. über 400 m. 
In einem weiteren Schritt der Vulnerabili-
tätsanalyse wurde zusätzlich die modellierte 
Hitzebelastung an den Wohnadressen 
aller Menschen 65+ berücksichtigt und 
diejenigen Gebiete ausgewählt, in denen 
mindestens 60 % der Menschen 65+ am 
Wohnort mit hoher oder sehr hoher ther-
mischer Belastung konfrontiert sind. Auf 
diese Weise konnte die Vulnerabilität für 
die Statistischen Quartiere nach drei Merk -
malen bestimmt werden: modellierte ther-
mische Situation, demografische Situation, 
Grünflächenangebot.
Dieses Vorgehen lieferte ein sehr differen -
ziertes Bild der Belastung der Zielgruppe 
(Menschen 65+) und damit eine solide Basis 
für die Auswahl von Untersuchungsräumen 
für die sozialempirischen Erhebungen. Das 
Verfahren ist zwar aufwendig, kann aber 
als Grundlage für die Identifizierung von 
Hot-Spots und Handlungsbedarfen für die 
differenzierte Entwicklung eines kommuna-
len Hitzeaktionsplans ohne Einschränkung 
empfohlen werden.
9.1.2 Was berichten uns  
Menschen im Alter?
Mit dem dargestellten Verfahren der Vul-
nerabilitätsanalyse gelang es, vier Unter-
suchungsgebiete auszuwählen, die sich 
hinsichtlich der Hitzebelastung und der 
sozio ökonomischen Situation deutlich 
unterscheiden. Das war die Grundlage 
für eine vergleichende Untersuchung zur 
subjektiven Hitzebelastung der Zielgruppe. 
Wenn auch Einschränkungen aufgrund 
strikter Datenschutzbestimmungen hinge -
nommen werden mussten, so konnten doch 
wichtige Erkenntnisse generiert werden. 
Die wahrgenommene Hitzebelastung sowie 
die wahrgenommene gesundheitliche 
Belastung bei Hitze sind jeweils in drei der 
vier Untersuchungsgebiete recht ähnlich. 
Nur in dem Gebiet, das doppelt begüns -
tigt ist (Pesch: ökonomisch stark, geringe 
thermische Belastung), wird die Situation 
subjektiv von den Befragten als weniger 
belastend angegeben. Im thermisch wenig 
belasteten, aber ökonomisch schwachen 
Vergleichsraum (Sozialraum Blumenberg/
Chorweiler/Seeberg-Nord) wird die objek-
tive thermische Gunst subjektiv nicht wahr-
genommen. Bezüglich der Frequenz von 
Symptomen bei Hitzebelastung bestätigt 
sich dieses Bild.

222
9. Welche Erkenntnisse der HAP-Köln bietet 
9.1 Erkenntnisse aus den empirischen Untersuchungen
Die Menschen im Sozialraum Blumenberg/
Chorweiler/Seeberg-Nord empfinden nicht 
nur mehr Hitze, sie leiden auch häufiger an 
Symptomen. 
Dieses Ergebnis ist sehr wichtig, denn es 
weist darauf hin, dass neben den für die 
Quartiere modellierten thermischen Belas -
tungen andere, soziale Faktoren eine sehr 
wichtige Rolle spielen müssen, wenn es 
darum geht, wie Hitze empfunden wird. Vor 
dem Hintergrund der sorgfältig begründe -
ten Auswahl und Charakterisierung der vier 
Untersuchungsgebiete kann davon aus-
gegangen werden, dass diese Erkenntnis 
sowohl auf den gesamten Stadtraum Kölns 
als auch auf andere Kommunen übertragbar 
ist. 
Zu den unsystematischen, teils anekdoti-
schen Beobachtungen während der Befra -
gungen in den Wohnungen der Menschen 
65+ zählen: 
•  fehlende Außenverschattungen,
•  selbst bei Südexposition fehlende 
oder nur notdürftig improvisierte 
Innenverschattungen,
•  schlechte Gebäudeisolierung,
•  schlecht schließende Fenster und Türen 
sowie 
•  hohe Wohndichte. 
Diese Umstände führen in den Innenräumen 
etwa der Hochhäuser von Chorweiler zu 
einer thermischen Belastung, die durch die 
für den Außenraum modellierte Hitzebelas -
tung nicht wiedergegeben wird. 
Diese Erkenntnis ist besonders wichtig vor 
dem Hintergrund, dass zwei Drittel der Men -
schen 65+ angaben, bei Hitze ihre Wohnung 
möglichst gar nicht oder doch zumindest 
deutlich seltener zu verlassen. Sie begrün -
den dies mit fehlendem Schatten auf ihren 
Alltagswegen. 
 
Die Lebenswirklichkeit dieser Menschen 
spielt sich also bei Hitzebelastung im 
Wesentlichen in ihrer Wohnung ab. Das ver-
deutlicht noch einmal die große Bedeutung 
des Kernelements IV der WHO-Systematik 
für Hitzeaktionspläne: Reduzierung von 
Hitze in Innenräumen. 
Viele Maßnahmen zum Schutz vor Hitze 
sind den Menschen 65+ bekannt. Ledig -
lich das gezielte Kühlen der Extremitäten 
durch Bäder oder feuchte Tücher wird 
selten eingesetzt. Auch technische Lösun -
gen (Ventilator, Klimaanlage) spielen eine 
untergeordnete Rolle. Die Wissensdefizite 
der Menschen 65+ sind also überschaubar. 
Möglicherweise ist aber der aktive Einsatz 
in eigener Initiative problematischer, denn 
spontan wurden deutlich weniger Anpas -
sungsstrategien genannt. 
Für Kommunikationskonzepte im Hitzeak-
tionsplan bedeutet dies, dass neben Infor -
mation vor allem Motivation im Vordergrund 
stehen sollte. 
Bezüglich der Informationsquellen, die Men-
schen 65+ bevorzugt nutzen, wurde deut-
lich: Die klassischen Medien (Fernsehen, 
Radio, Tageszeitung) liegen ganz klar vorn.

9.1 Erkenntnisse aus den empirischen Untersuchungen
223
Die Vermutung, dass mobile Technolo-
gien und soziale Medien (z. B. Apps) in 
den vergangenen Jahren einen enormen 
Bedeutungszuwachs erfahren haben und 
unter den Nutzer*innen dieser Medien 
zunehmend Menschen aller Altersklassen 
und Gesellschaftsschichten vertreten sind, 
hat sich in dieser Untersuchung nicht bestä -
tigt. Auch wenn diese Plattformen eine sehr 
große Reichweite bieten und zudem im 
Vergleich zu traditionellen Medien sehr kos-
tengünstig sind, muss diese Erkenntnis für 
Informations- und Motivationskampagnen 
unbedingt berücksichtigt werden. Allenfalls 
können Multiplikator*innen, wie jüngere 
Angehörige oder Nachbar*innen, erreicht 
werden, die diese Informationen und Hand-
lungsempfehlungen an die Menschen 65+ 
weitergeben können. 
Die Frage nach Unterstützung bei Hitze -
belastung zeigte, dass nur etwa 40 % der 
Befragten ihre Kinder in dieser Funktion 
sehen, während fast genauso viele die*den 
Ehepartner*in angaben. Dies ist natürlich 
oft wegen ähnlichen Alters keine adäquate 
Lösung. Hier wird deutlich, dass insbeson -
dere gebrechliche, aber noch selbstständig 
lebende Menschen 65+ ein zusätzliches, 
niederschwelliges Unterstützungsangebot 
benötigen. Dies sollte möglichst schon vor 
der Hitzewelle organisiert sein, damit die 
Umsetzung in der Krise schnell erfolgen 
kann. Dies verweist auf Kernelement 5.5 
(Unterstützende Angebote bei Hitze, Integ-
ration von Hitze in vorsorgende Hausbesu-
che) der WHO-Handlungsempfehlungen für 
die Erstellung von Hitzeaktionsplänen, für 
das nach den vorliegenden Erkenntnissen 
prioritär Ressourcen bereitgestellt werden 
sollten. 
Denn eine hitzebedingte Gesundheitskrise 
kann rasch das Ende selbstständigen 
Lebens bedeuten. Internationale Erfahrun -
gen mit Hitzeaktionsplänen können auch 
auf der kommunalen Ebene Inspiration 
bieten, um konkrete Maßnahmen zum 
Gesundheitsschutz bei Hitzewellen zu ent-
wickeln. Es ist deshalb zu empfehlen, sich 
mit geeigneten Städten, mit denen ggf. 
durch eine Städtepartnerschaft ohnehin 
Kontakt besteht, darüber auszutauschen, 
wie die Umsetzung der Hitzeaktionspläne 
dort funktioniert, welche Hindernisse bei 
der Umsetzung auftreten und welchen Rat 
sie für die Erstellung und erfolgreiche Imple -
mentierung eines kommunalen Hitzeakti -
onsplans geben würden. 
Sehr deutlich wurde, dass in den hausärzt -
lichen Praxen die Thematik Hitzebelas -
tung bislang wenig thematisiert wird. Hier 
schlummern daher Potenziale der Informa-
tion und Motivation, denn die Beziehung 
zwischen Hausärzt*in und Patient*in ist in 
der Regel stabil und vertrauensvoll. Erste 
Bemühungen, diese Lücke zu schließen, 
wurden von der Deutschen Allianz Klima -
wandel und Gesundheit (KLUG) initiiert. Das 
Netzwerk gründete sich 2017 mit Akteur*in-
nen aus dem gesamten Gesundheitsbereich, 
um deutlich zu machen, welche weitrei-
chende Folgen der Klimawandel auf die 
Gesundheit hat. 
www.klimawandel-gesundheit.de

224
9. Welche Erkenntnisse der HAP-Köln bietet 
9.2 Interaktion, Vernetzung und Kommunikation
9.1.3 Wie ist die Lage in den Betreu-
ungseinrichtungen für Senior*innen?
Die Betreu ungseinrichtungen für Senior*in-
nen erwiesen sich als überwiegend gut 
informiert und vorbereitet auf Hitzebelas -
tungen. Fast drei Viertel empfangen selbst 
Warnungen vom DWD und sind insofern 
frühzeitig informiert. Drei Punkte sind aller-
dings herauszuheben, hinsichtlich derer 
Verbesserungspotenzial deutlich wurde:
•  die bauliche Situation, einschließlich des 
Angebots kühler, möglicherweise klimati-
sierter Gemeinschaftsräume,
•  die personelle Situation, die insbesondere 
im Sommer, wenn Hitzebelastung und 
Urlaubszeit zusammentreffen, knapp ist 
und nur wenig Kapazitäten für erforderliche 
Anpassungsmaßnahmen bietet,
•  die Anpassung der Medikation, die in 
immerhin 40 % der Einrichtungen bisher 
nicht stattfindet . 
Hinsichtlich des letztgenannten Punkts 
wurde deutlich, dass es sich hier zumindest 
teilweise auch um ein Schnittstellen-Prob -
lem zwischen Einrichtung und Hausärzt*in -
nen handelt. Eine systematische Inter-
vention könnte helfen, diese Situation zu 
verbessern, die auch damit zusammenhängt, 
dass typischerweise nicht eine Person die 
hausärztliche Betreuung aller Bewohnen -
den übernimmt, sodass die Kommunikation 
für alle Beteiligten aufwendig ist. Darüber 
hinaus stellt sich die Frage, ob die gesetz-
lichen Vorgaben in Einrichtungen, wie z. B. 
das Führen von Trinkprotokollen, für lang 
anhaltende Hitzeperioden ausreichend sind. 
Weitergehende Prüfungen auf spezielle Risi-
ken in Hitzeperioden könnten in die Bestim-
mungen für Einrichtungen für ältere Men-
schen eingebunden werden oder könnten 
im Hitzeaktionsplan bzw. Hitzeeinsatzplan 
aufgegriffen werden. 
9.2 Interaktion, Vernetzung und 
Kommunikation
Bezüglich Interaktion, Vernetzung und 
Kommunikation von Partner*innen und 
Akteur*innen aus ganz verschiedenen 
Bereichen wurde im Projekt HAP-Köln 
ein umfangreicher Aufwand betrieben: 
Zunächst arbeitete das Projektteam selbst 
inter- und transdisziplinär und tauschte sich 
in mindestens monatlichen Projekttreffen 
aus. Diese enge Kooperation zwischen 
Kommune und Hochschule erwies sich als 
sehr zielführend.  
Auch außerhalb geförderter, aber stets zeit-
lich befristeter Forschungs- und Entwick-
lungsvorhaben kann diese Form der engen 
Kooperation für beide Seiten ertragreich 
sein: Mit der Kommune als „Reallabor“ fin -
den die Erfahrungen aus der kommunalen 
Verwaltungspraxis Eingang in Forschung 
und Lehre. Wissenschaftliche Erkenntnisse 
können umgekehrt rasch und praxisnah 
erprobt und umgesetzt werden. Die Verwal-
tung profitiert von der Nähe und Zugäng -
lichkeit neuer aktueller Forschung.
 
Darüber hinaus gab es in verschiedenen 
Formaten einen kontinuierlichen, der Ver-
netzung und Interaktion dienenden Aus -
tausch: 
•  mehrere ganztägige trisektorale Treffen mit 
lokalen Akteur*innen und Multiplikator*in-
nen aus verschiedenen Bereichen von Poli-
tik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, 
karitativen Organisationen, Senior*innen-
verbänden und Stadtteilvertretungen, 
•  mehrere ganztägige interkommunale Ver-
netzungstreffen mit zuletzt knapp 20 teil-
nehmenden Kommunen,

9.3 Interventionen, Maßnahmen, Hitzeeinsatzplan: Auf dem Weg zum Hitzeaktionsplan
225
 
•  regelmäßige Treffen mit dem wissenschaft-
lichen Beirat, der viel Zeit in den Austausch 
innerhalb des Projekts investierte und für 
den Projektfortschritt aus unterschiedli -
cher Perspektive wichtige und unverzicht-
bare Impulse setzte. 
Die Identifikation, Ansprache und erfolgrei -
che Einbindung der zahlreichen Akteur*in-
nen in den verschiedenen Formaten der 
Zusammenarbeit war arbeitsintensiv, aber 
wegen der Vielschichtigkeit der Anforderun-
gen rund um einen kommunalen Hitzeak-
tionsplan unverzichtbar. Waren die beiden 
Befragungen der Menschen 65+ und der 
Senior*inneneinrichtungen noch vor Aus-
bruch der Covid-19-Pandemie abgeschlos-
sen, konnten viele geplante Interventionen 
auf z. B. Stadtteilfesten oder Festen in 
Senioreneinrichtungen pandemiebedingt 
nicht stattfinden. Gerade die Ansprache der 
Zielgruppe des Projekts gelang nur mit der 
Unterstützung der lokal in den „Veedeln“ gut 
vernetzten Akteur*innen, die als Multiplika -
tor*innen für Menschen 65+ dienten.  
 
Zukünftig sollte noch stärker darauf geach -
tet werden, bereits existierende Netzwerke 
für die neue Aufgabenstellung zu nutzen, 
um Synergien konsequent realisieren zu 
können.  
Erst eine gründliche Nachanalyse wird zei-
gen, ob für den weiteren Prozess zusätzliche 
Akteur*innen gewonnen werden sollten, 
die bisher nicht berücksichtigt wurden, 
wie zum Beispiel Vertretungen der großen 
Religionsgemeinschaften.
9.3 Interventionen, Maßnahmen,  
Hitzeeinsatzplan: Auf dem Weg zum 
Hitzeaktionsplan
Das Thema Anpassung an den Klimawan -
del wird in den Kommunen durch die hohe 
Betroffenheit und Verwundbarkeit von Städ-
ten durch die zunehmenden Klimaverände-
rungen immer präsenter und gehört zu den 
zentralen Zukunftsaufgaben der Städte.
2011 hat der Bund das Baugesetzbuch 
(BauGB) durch die sogenannte „Klima-
schutzklausel“ im § 1a Abs. 5 BauGB erwei-
tert und damit auch Maßnahmen der Klima -
wandelanpassung stärker im kommunalen 
Bauleitplanverfahren verankert. 
Im Rahmen der 93. Konferenz der Gesund-
heitsminister*innen der Länder (GMK) am 
1.10.2020 wurde postuliert, dass der Klima -
wandel sowohl zu einer Zunahme direkter 
Gesundheitsbeeinträchtigungen als auch 
zu indirekten negativen gesundheitlichen 
Auswirkungen und Risiken führt. Die GMK 
sprach sich für die Erstellung von kommu-
nalen Hitzeaktionsplänen innerhalb eines 
5-Jahres-Zeitraums aus (GMK 2020). Offen 
bleibt die konkrete Ausgestaltung in der 
Kommune.

226
9. Welche Erkenntnisse der HAP-Köln bietet 
9.3 Interventionen, Maßnahmen, Hitzeeinsatzplan: Auf dem Weg zum Hitzeaktionsplan
Durch das Klimaanpassungsgesetz NRW 
(2021) erhält die Anpassung an den Klima -
wandel die erforderliche Gewichtung, ist 
präsenter und verbessert den Zugang zu 
Anpassungsmaßnahmen. Das Thema Klima -
wandelanpassung ist eine Querschnittsauf -
gabe. Dies hat die NRW-Landesregierung 
durch die Einbindung der verschiedenen 
Ressorts beschrieben und verankert. Auch 
auf kommunaler Ebene lassen sich nur dann 
sinnvolle Anpassungsmaßnahmen durch-
führen, wenn auch hier das Thema als Quer -
schnittsaufgabe gesehen wird.  
Diese Betrachtung ist auch maßgeblich für 
eine kommunale Hitzeaktionsplanung. Das 
vorliegende Projekt hat durch die sektor-
übergreifende Vernetzung und Zusammen-
arbeit neue Arbeitsstrukturen und Grundla -
gen geschaffen, die über den gesetzlichen 
Rahmen weit hinausgehen. 
Auch das neue Landesgesetz beschreibt 
im § 3 Abs. 2 Klimawandel als Teil der 
Daseinsvorsorge, u. a. mit dem Ziel des 
Gesundheitsschutzes, aber eine Verpflich -
tung erwächst den Kommunen hieraus nicht. 
Daher ist es von besonderer Bedeutung, wie 
die Ausgestaltung des Klimaanpassungs -
gesetzes sein wird, das auf Bundesebene 
vorgelegt werden soll. Klimaanpassung 
kann bei den im urbanen Raum vorhande -
nen vielfältigen Nutzungskonkurrenzen nur 
umgesetzt werden, wenn diesem Belang ein 
schwereres Gewicht im Rahmen der Abwä-
gung eingeräumt werden kann, als dies 
heute der Fall ist.  
Zu den WHO-Kernelementen eines Hit-
zeaktionsplans lässt sich mit den Erfah -
rungen des HAP-Köln-Projekts Folgendes 
feststellen:
•  Nicht für alle Kernelemente I–VIII besitzt 
eine Kommune die erforderlichen Möglich-
keiten zur Umsetzung. Grundlage ist zudem 
immer die Verfügbarkeit entsprechender 
Ressourcen. 
•  Kernelement I (Zentrale Koordinierung und 
interdisziplinäre Zusammenarbeit): Von der 
WHO wird die Einrichtung einer zentralen 
Koordinierung empfohlen, die die behör-
denübergreifenden Zuständigkeiten sowie 
Einleitung, Umsetzung und Evaluation der 
Maßnahmen koordiniert. Diese Aufgabe 
erfüllte für die Stadt Köln das Projekt -
team des HAP-Köln-Verbundprojekts. Es 
erwies sich als unverzichtbar, über eine 
solche Stelle zu verfügen. Nach Projekt -
ablauf ist nun eine entsprechende zentrale 
Koordinierung im Rahmen des Klimaan-
passungsmanagements geplant. Neben 
personellen Ressourcen ist ein Budget zur 
Maßnahmenumsetzung unabdingbar. Grö-
ßere bauliche Maßnahmen erfordern eine 
zusätzliche Finanzierung.
•  Kernelement II (Nutzung eines Hitzewarn-
systems) beinhaltet schnelle und für Kom-
munen einfach umsetzbare Maßnahmen, 
wie das Abonnieren des DWD-Newsletters 
„Hitzewarnung“ und „UV-Warnung“ und 
Verbreiten der Hitzewarnung mit Hilfe 
verschiedener Kanäle. Auch für die Bevöl-
kerung und Multiplikator*innen selbst ist 
die kontinuierliche Nutzung sinnvoll und 
einfach.
•  Kernelement III (Information und Kom-
munikation) bietet einen breiten Rahmen 
für Maßnahmen, die in unterschiedlicher 
Detailtiefe entwickelt werden können.  
Auch der Kostenaspekt lässt sich in diesem 
Kernelement gut steuern.

9.3 Interventionen, Maßnahmen, Hitzeeinsatzplan: Auf dem Weg zum Hitzeaktionsplan
227
•  Bei Kernelement IV (Reduzierung von Hitze 
in Innenräumen) sind die Einwirkungsmög-
lichkeiten einer Kommune durch die Eigen-
tumsverhältnisse naturgemäß begrenzt. 
Die kommunale Aktivität wird sich auf die 
Ertüchtigung städtischer Liegenschaften 
einerseits, auf Informationskampagnen und 
Fördermaßnahmen andererseits beschrän -
ken, solange nicht im Baurecht belastba -
rere Anforderungen formuliert werden. 
•  Das Kernelement V (Besondere Beachtung 
von Risikogruppen) ist eine Grundvoraus-
setzung für eine zielgerichtete Hitzeakti -
onsplanung. Es ist sinnvoll Maßnahmen 
und Aktionen für die unterschiedlichen 
vulnerablen Gruppen zu konzipieren.  Für 
eine Großstadt kann es sinnvoll sein vorab 
die Hitzeaktionsplanung zielgruppenspe -
zifisch zu gestalten und anschießend auf 
weitere vulnerable Gruppen sukzessive 
auszuweiten.
•  Kernelement VI (Vorbereitung der Gesund-
heits- und Sozialsysteme) benötigt für eine 
gute Umsetzung erheblichen Input von 
medizinischer/gesundheitswissenschaft-
licher Seite. Die Realisierung gestaltet 
sich teilweise schwierig und hängt von der 
Kooperation der Multiplikator*innen und 
Ämter ab. Der öffentliche Gesundheits -
dienst war im Projektverlauf, nicht zuletzt 
infolge der Covid-19-Pandemie, nur sehr 
eingeschränkt in der Lage, sich adäquat 
einzubringen. Diese durch die Pandemie 
scharf akzentuierte Erfahrung macht deut -
lich, dass ein Engagement („commitment“) 
der beiden maßgeblichen kommunalen 
Verwaltungsressorts (Umwelt, Gesundheit) 
für die Aufstellung eines Hitzeaktionsplans 
nicht verzichtbar ist und nur ausnahms-
weise Kompensation von extern gelingen 
wird. 
  Dies kann im erforderlichen Umfang 
nur gelingen, wenn aufgabenspezifische 
Personalressourcen für beide Ressorts 
eingeworben werden und dann auch zur 
Verfügung stehen.
•  Maßnahmen zum Kernelement VII (Lang-
fristige Stadtplanung und Bauwesen) konn-
ten nur beschrieben und vor allem nicht 
im Rahmen der Projektlaufzeit umgesetzt 
werden.
•  Maßnahmen zu Kernelement VIII (Monito-
ring und Evaluation der Maßnahmen) wur-
den im Verlauf von HAP-Köln noch nicht 
auf den Weg gebracht, weil die Laufzeit 
der angestoßenen Maßnahmen für eine 
substanzielle Evaluierung noch zu kurz ist. 
Für die Bearbeitung müssen noch einige 
grundsätzliche Fragen behandelt werden: 
Welche Indikatoren müssen für ein sinnvol-
les Monitoring erhoben werden? Welche 
Indikatoren sind geeignet, um einen Rück-
gang von Übersterblichkeit bei Hitze zu 
erfassen? Welche gesundheitsbezogenen 
Daten sind zur Durchführung eines Moni-
torings bzw. einer Evaluation von Maßnah-
men überhaupt verfügbar? 
Nicht immer ist eine klare Zuordnung einer 
geplanten Maßnahme zu einem Kernele-
ment möglich. Es bestehen Überschneidun -
gen. Dennoch erwies sich die Ordnung der 
Maßnahmen nach den 8 Kernelementen 
und den 5 Zeithorizonten als grundsätzlich 
sehr hilfreich und sinnvoll. Die Handlungs-
empfehlung hierzu hat sich im kommunalen 
Verwaltungsalltag als durchaus praxistaug -
lich erwiesen.

228
9. Welche Erkenntnisse der HAP-Köln bietet 
9.4 Erreichbarkeit der Zielgruppe
9.4 Erreichbarkeit der Zielgruppe
Eine wichtige Frage im Projekt war, auf wel-
chen Wegen die Zielgruppe der Menschen 
65+ am besten erreicht werden kann. 
 
Hierbei musste zwischen den Personen, die 
in Einrichtungen der Pflegebetreuung leben, 
und den Alleinlebenden unterschieden 
werden. Während der Weg über die Pflege -
einrichtungen klar vorgegeben war, stellte 
sich der Kontakt zu in eigenem Wohnraum 
Lebenden differenzierter dar. Hier war wich -
tig, die Menschen in ihren Lebenswelten zu 
erreichen. Verschiedenste Multiplikator*in-
nen sind hier mit unterschiedlichen Angebo -
ten einzubinden.  
 
So können Informationen über ambulante 
Pflegedienste weitergegeben und diese 
auf notwendige Vorsorgemaßnahmen auf-
merksam gemacht werden. Aber auch bei 
Außer Haus-Kontakten, wie zum Beispiel 
ärztliche Sprechstunden und Apothekenbe -
suche, Bäckereien und auf Stadtteilfesten, 
kann der Kontakt direkt mit den Menschen 
hergestellt werden. Im Projektverlauf wurde, 
nachdem dies aufgrund der Covid-19-Pan-
demie wieder möglich war, auf Stadtteilfes-
ten für das Thema geworben. 
Eine besondere Herausforderung stellen 
die Alleinlebenden dar, die möglicherweise 
mobilitätseingeschränkt nur noch wenige 
soziale Kontakte pflegen. Hier kann die 
Aktivierung der Nachbarschaft und ande -
rer sozialer und konfessioneller Netzwerke 
einen guten Weg der Hilfestellung dar-
stellen. 
 
Ein systematisches, aktives Angebot stellt 
die aufsuchende Hilfe dar, die möglicher-
weise ausgebaut und um die Aufgabe Hitze -
prävention erweitert werden muss (s. auch 
Kap. 8, KE 5.5). 
So unterschiedlich die Wege der Kommuni-
kation, so verschieden und zum Teil unge-
wöhnlich waren auch die im Projekt erprob -
ten Formate. 
So wurden Maßnahmen zum Gesund -
heitsschutz bei Hitze mit einem Song und 
Imagefilm von einer kölschen Band bewor-
ben. Zudem ist die Band live in Altenein -
richtungen aufgetreten. Musik eignet sich 
gerade für die Zielgruppe in kölscher Mund -
art, da sie bei älteren und / oder dementen 
Menschen Wohlbefinden und ein Gefühl 
der Verbundenheit auslösen sowie einen 
Bezug zur Identität herstellen kann. Die im 
Projekt erstellten Fächer fanden großen 
Anklang und konnten auch von Menschen 
mit Demenz intuitiv genutzt werden. Auch 
die Hitzetipps wurden in lokaler Adaption 
mit der Zahl 11 als 11 Hitzetipps gedruckt. 
Es wurde deutlich, dass diese plakativen 
Maßnahmen eine gute Erreichbarkeit der 
Zielgruppe erzielen und eine hohe Aufmerk-
samkeit für den Song, aber auch für die 
Informationsinhalte erzeugen. 
Das Projekt hat neue Vernetzungen initiiert 
und erprobt. So wurden nicht nur innerhalb 
der Stadt Köln neue Wege der Zusammen-
arbeit eröffnet, sondern auch über die kom -
munalen Grenzen hinweg ein Städtedialog 
angestoßen. Diese neuen Wege haben sich 
als wichtige Grundlage erwiesen, um ein 
komplexes und neues Aufgabenfeld wie die 
Hitzeaktionsplanung in einer Kommune zu 
verankern. Die offene Diskussion erzeugte 
eine Vernetzung auf Augenhöhe.

9.5 Fazit
229
Die Einbindung lokaler Akteur*innen in 
einen Hitzeeinsatzplan und die Nutzung vor-
handener lokaler Netzwerke ist ein Weg, der 
weiter ausgebaut werden sollte, weil so eine 
gebündelte Informationsweitergabe über 
Multiplikator*innen an die Zielgruppe aufge-
baut werden konnte. Diese Wege konnten 
auch in der Covid-19-Pandemie genutzt 
werden. 
9.5 Fazit
In großer Übereinstimmung stellen die Pro-
jektpartner fest, dass das hier ausführlich 
vorgestellte Vorgehen im Projekt HAP-Köln 
insgesamt sinnvoll und notwendig war. Es 
ist zu erwarten, dass es sich erfolgreich 
auch auf andere Zielgruppen, andere Set-
tings und Kommunen übertragen lässt. Die 
Umsetzung des Projekts mit umfangreichen 
kommunikativen und interaktiven Elemen-
ten ist trotz der erheblichen Schwierigkeiten 
infolge der Covid-19-Pandemie insgesamt 
sehr gut gelungen. Der digitale Austausch 
hat für die verschiedenen Formate eine 
vorab weder erwartbare noch geplante 
Bedeutung erlangt und hat dazu beigetra -
gen, dass das Projekt trotz der widrigen 
Umstände realisierbar blieb. 
Die zu Beginn des Projekts gestellten Fra -
gen konnten zusammenfassend wie folgt 
beantwortet werden:
•  Welche subjektive Hitzebelastung emp-
finden Menschen 65+ in verschiedenen 
großstädtischen Lebensumwelten und 
unterscheidet sich die Belastung in Stadt-
vierteln mit unterschiedlicher objektiver 
Hitzebelastung bzw. sozioökonomischer 
Struktur? 
86,7 % aller Befragten haben eine Zunahme 
von heißen Tagen, 84,1 % eine Zunahme 
von Hitzewellen wahrgenommen. 
  Weibliche Befragte gaben deutlich häufiger 
als männliche an, dass sie eine deutliche 
oder sehr starke Belastung empfinden. Im 
innenstadtnahen Nippes wurde am häu-
figsten angegeben, eine deutliche oder 
sehr starke allgemeine Hitzebelastung zu 
empfinden. Auch in den beiden Sozialräu-
men ist dies häufig der Fall. Nur im klima -
tisch unbelasteten, weniger besiedelten 
Pesch mit einer ausgeprägten Blau- und 
Grünstruktur wird die Belastung häufiger 
als mittelmäßig oder weniger stark emp -
funden. Betrachtet man die Wahrnehmung 
der gesundheitlichen Belastung bei Hitze 
in den unterschiedlichen Stadtvierteln, 
dann fällt auf, dass in Pesch die meisten 
Teilnehmenden eine mittelmäßige, aber 
weniger häufig als in den anderen Gebie -
ten eine deutliche oder sehr starke Belas -
tung empfinden. Die häufigsten spontan 
genannten Gesundheitssymptome wäh-
rend Hitzewellen sind Müdigkeit, Schlaf-
probleme und Schwitzen (Kapitel 6.1). 
•  Wie reagieren Einrichtungen der Senior*in-
nenbetreuung auf Hitze? 
Rund 72 % der Einrichtungen gaben an, 
Hitzewarnungen zu erhalten. Ein Großteil 
der Einrichtungen gab an, einen schrift-
lich festgelegten Handlungsplan für heiße 
Tage zu haben, der in den meisten Fällen 
konkrete Maßnahmen für heiße Tage und 
Hitzewellen enthält. Einrichtungen mit 
Handlungsplänen bejahten überwiegend, 
dass die Umsetzung der Maßnahmen und 
des Handlungsplans dokumentiert werde.  
Die Maßnahmen zur Hitzeanpassung 
umfassen nächtliches Lüften, Verschattung 
am Tage, besonderes Augenmerk auf Flüs-
sigkeitszufuhr in den meisten Fällen durch 
Trinkprotokolle und einen angepassten 
Speiseplan.

230
9. Welche Erkenntnisse der HAP-Köln bietet 
9.5 Fazit
  Weiterhin werden leichtere Kleidung und 
kühlende Waschungen angeboten. Die 
Hälfte der befragten Einrichtungen bestä -
tigte, dass eine hitzebedingte Anpassung 
von Medikamenten in Absprache mit Haus -
ärzt*innen erfolge. Aufgrund des häufigen 
Personalmangels ist eine Anpassung des 
Personalschlüssels in den meisten Fällen 
nicht möglich. Auch klimatisierte Auf-
enthaltsräume gehören in Einrichtungen 
für ältere Menschen eher zur Ausnahme  
(Kapitel 6.2). 
•  Welche Akteur*innen und Multiplikator*in-
nen sind in Köln im Themenfeld Hitze  
und Gesundheit für die Zielgruppe 65+ 
bereits aktiv?  
Das bestehende Akteursnetzwerk des 
Hitzeaktionsplans für Köln setzt sich aus 
den verschiedenen Bereichen der Stadt-
verwaltung, Wissenschaft, Pflege und 
Gesundheitswesen, Landes- und Bundes -
behörden, Zivilgesellschaft und Netzwerke, 
Politik sowie städtische Unternehmen und 
Stadtwerke zusammen. Dies dokumentiert, 
dass eine Vielzahl an Akteur*innen mit 
jeweils spezifischem Blick heute bereits 
tätig ist. Demnach gilt es insbesondere, 
diese Aktivitäten weiter zu verzahnen und 
gegebenenfalls noch auszubauen. Es zeigt 
aber auch die Komplexität und den Umfang 
der Aufgabe in einer Großstadt wie Köln 
(Kapitel 6.4). 
•  Wie können diese Akteur*innen und Mul-
tiplikator*innen in einen Hitzeaktionsplan 
eingebunden werden? 
Für die Integration der genannten 
Akteur*innen und Multiplikator*innen 
wurden verschiedene trisektorale Treffen 
(Kick-off-Meeting, Akteursworkshops, 
Abschlussveranstaltung, Runder Tisch 
Seniorenarbeit) durchgeführt. 
Außerdem wurden die Akteur*innen regel-
mäßig per Rundbrief über den aktuellen 
Projektstand sowie weitere wichtige Infor-
mationen im Zusammenhang mit Hitze und 
Gesundheit informiert (Kapitel 6.5). 
•  Wie kann die Kommunikation mit der Ziel-
gruppe strukturiert und optimiert werden 
und welche Maßnahmen sind geeignet, die 
gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze 
für die Zielgruppe zu mildern? 
Es wurde die Basis für eine intensive und 
regelmäßige Zusammenarbeit der maß -
geblichen Akteur*innen gelegt. Darauf auf -
bauend gilt es den Hitzeeinsatzplan weiter 
auszuarbeiten, damit konkret und klar defi -
niert wird, wer, wann und auf welche Weise 
aktiv wird, um bei einer Hitzeperiode den 
Älteren den bestmöglichen Schutz vor den 
gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze 
bieten zu können. Zur Weiterentwicklung 
und Verstetigung des Hitzeeinsatzplanes 
sind fortlaufend Gespräche, Absprachen 
und Vereinbarungen notwendig, die Zeit  
und finanzielle und personelle Ressourcen 
erfordern (Kapitel 8). 
Die Rolle einer kommunalen Verwaltung bei 
der Entwicklung eines Hitzeaktionsplans 
kann nicht allumfassend sein. Erst durch 
Allianzen mit anderen stadtgesellschaftli -
chen und auch externen Akteur*innen kann 
die Aufgabe gelingen. Dies ist eine wichtige 
Botschaft aus dem Leuchtturmprojekt. Die 
zeitlich begrenzte Struktur eines Projekts 
birgt jedoch auch die Gefahr, dass mit dem 
Wegfall einer koordinierenden Stelle diese 
Allianzen mit Personalveränderungen etc. 
wieder „einschlafen“. Zur Verstetigung des 
Hitzeaktionsplans ist daher eine Übergabe 
an eine koordinierende Stelle in kommuna-
len Strukturen sinnvoll.

9.5 Fazit
231

232
9. Welche Erkenntnisse der HAP-Köln bietet 
9.6 Kommentare der wissenschaftlichen Beiratsmitglieder des Projekts
9.6 Kommentare der wissenschaftlichen 
Beiratsmitglieder des Projekts
Dr. Ulrich Lindemann – 
Robert-Bosch-Krankenhaus, Stuttgart
„Meine Motivation, dieses Projekt für einen 
Hitzeaktionsplan in Köln zu unterstützen, 
wird getragen von eigenen Studien, die von 
unserer Arbeitsgruppe zum Thema Hitzebe -
lastung bei älteren Menschen durchgeführt 
wurden. Dabei habe ich erfahren, dass 
besonders pflegebedürftige ältere Men -
schen mit schwachem sozialem Netzwerk 
unter der Hitze leiden.  
Die wirksamen individuellen Maßnahmen 
zur Reduktion von Hitzestress (trinken, 
Körper kühlen, Wohnung kühlen, Verhalten 
anpassen) sind trivial und werden von den 
meisten betroffenen Personen instinktiv 
angewandt. Die im Projekt erarbeiteten 
Impulsgeber zur Sensibilisierung (z. B. Pro-
jekt-Song, Plakate mit 11 Verhaltensregeln, 
Text-Laufbänder an KVB-Haltestellen etc.) 
sind anspruchsvoll, aber nicht belehrend 
und unterstützen diese eigenverantwort-
lichen Maßnahmen. Wichtig, aber bisher 
ungeklärt ist der Automatismus der Akti -
onskaskade zur Umsetzung dieser Sensibi -
lisierungsmaßnahmen: Welcher Trigger ver-
anlasst wen was zu tun? Der Trigger dabei 
ist eindeutig die Hitzewarnmeldung des 
DWD. Es liegt nun an den im Projekt betei-
ligten Ämtern der Stadt Köln, eine Person 
oder Dienststelle mit der entsprechenden 
Aufgabe zu identifizieren (z. B. bei Erhalt der 
DWD-Hitzewarnung für die Verbreitung des 
Projektsongs/Videos beim WDR-Hörfunk/
Fernsehen zu sorgen oder bei Erhalt der 
DWD-Hitzewarnung für die Schaltung der 
Text-Laufbänder an KVB-Haltestellen zu 
sorgen). 
 
Die Grundlage für die Umsetzung der Maß -
nahmen wurde im Projekt in den Workshops 
mit den Akteur*innen geschaffen. Her-
vorragend ist auch die im Projekt erstellte 
Informationsbroschüre, „Der Hitzeknigge“. 
Hier müssen noch die effektivsten Ver-
teiler angesprochen und gewonnen wer-
den, z. B. ärztliche Praxen und Apotheken. 
Lobenswert ist auch der Austausch im Städ -
tedialog, wobei die Erfahrungen der Kom -
munen untereinander ausgetauscht werden.  
Aus Sicht meiner Arbeitsgruppe etwas zu 
kurz gekommen sind die pflegebedürftigen 
und alleinlebenden älteren Menschen in 
der Stadt, deren Situation sich nur durch 
Information nicht verbessert. Die Versor-
gung dieser Personen bei Hitze ist oft nicht 
geklärt und kann von Hausärzt*innen allein 
nicht geregelt werden. Perspektivisch könn -
ten hier die im Katastrophenschutz orga -
nisierten Hilfsorganisationen (DRK, ASB, 
MHD, JUH) ins Boot geholt werden, die bei 
einer Hitzewarnung nach einer Liste von 
Hausärzt*innen erste Maßnahmen umset-
zen und für weitere Schritte das soziale Netz 
der Betroffenen organisieren und aktivieren. 
Eine Pilotierung einer solchen Maßnahme 
erscheint als Ergänzung für Folgeprojekte 
sinnvoll.“  
Dr. Hans-Guido Mücke –  
Umweltbundesamt, Berlin
„Das Umweltbundesamt erarbeitete feder-
führend die Bund/Länder-Handlungsemp-
fehlungen zur Erstellung von Hitzeakti-
onsplänen zum Schutz der menschlichen 
Gesundheit (2017 publiziert). Sie haben 
insbesondere vulnerable Risikogruppen im 
Blick, die bei Hitzeereignissen besonders 
gefährdet und schutzbedürftig sind.

9.6 Kommentare der wissenschaftlichen Beiratsmitglieder des Projekts
233
Hierzu gehören Menschen mit Vorerkran-
kungen, in Pflegebedürftigkeit und unter 
Umständen isoliert lebend oder hohen 
Alters. Deutschland gehört zu den Staaten 
mit dem höchsten Durchschnittsalter, hat 
die zweitälteste Gesellschaft im globalen 
Vergleich nach Japan und steht damit vor 
wachsenden Herausforderungen bezüglich 
gesundheitlicher Anpassung an die Folgen 
des Klimawandels. 
Die Handlungsempfehlungen sind seit 
ihrer Publikation bundesweit verbreitet 
und waren die Basis für das Verbundpro-
jekt ‚HAP-Köln‘, dem national ersten, das 
die Umsetzung der Empfehlungen auf 
kommunaler Ebene zum Ziel hatte. In der 
Projektlaufzeit (2019–2022) wurde ein inter-
disziplinärer Ansatz unter Einbindung von 
Forschung und Wissenschaft, eines Trink-
wasserversorgers und der Kommunaladmi -
nistration verfolgt, mit dem sehr erfolgreich 
eine Struktur und ein Rahmen für einen 
Hitzeaktionsplan mit zielführenden Hitzean -
passungsmaßnahmen geschaffen wurden.
 
Neben der wissenschaftlichen Basiserhe -
bung in ausgewählten Bezirken, der ämter-
übergreifenden Kooperation, die sich zu die-
sem Thema zu finden hatte, ist das Projekt 
durch die motivierende Einbindung zivilge-
sellschaftlicher Akteur*innen, wie diverser 
Senior*innennetzwerke in verschiedenen 
Stadtteilen, des Rettungswesens, der Hau-
särzteschaft und der Kölner Verkehrsbe -
triebe, sowie deren insgesamt außerordent-
lich hohes Engagement bei der Mitwirkung 
beispielgebend für nachfolgende Projekte.  
 
Allen Beteiligten und Einwohnenden ist zu 
wünschen, dass die erlangten Erfahrungen 
und Erkenntnisse über das Projektende 
hinaus dazu dienen mögen, die Gesund -
heitskompetenz in der Gesellschaft im 
Allgemeinen und bei älteren Menschen im 
Besonderen zu stärken, die gesundheitli -
chen Risiken durch Hitze zu minimieren und 
die Resilienz gegenüber zukünftigen Hitze -
ereignissen dauerhaft zu erhöhen – in Köln 
und darüber hinaus.“ 
Dr. Ulrike Dapp –  
Albertinen Haus, Hamburg 
„Alt werden verpflichtet. Dies gilt auch für 
den hier vorliegenden Bericht des Pro-
jekts ‚HAP-Köln’. Seit dreieinhalb Jahren 
arbeiten die kommunale Verwaltung mit 
dem Um welt- und Verbraucherschutzamt 
und dem Ge sund heitsamt, der Trinkwas-
serversorger RheinEnergie AG und das 
Universitätsklinikum Bonn zum Thema Hitze 
zusammen. 
Insbesondere durch die wissenschaftlichen 
Aktivitäten des GeoHealth Centre im Institut 
für Hygiene & Public Health des Univer-
sitätsklinikums Bonn gelang es gleich zu 
Projektbeginn im Jahr 2019, wichtige neue 
Erkenntnisse direkt in und gemeinsam mit 
der Zielgruppe des Hitzeaktionsplans der 
Stadt Köln zu generieren. In vier ganz unter-
schiedlichen Stadtquartieren (Hitzebelas -
tung, sozioökonomische Situation) wurden 
mehr als 250 repräsentativ ausgewählte, 
mindestens 65-jährige Kölner Einwohnende 
anhand eines standardisierten Fragebogens 
befragt. Neben Alter, Geschlecht, Bildung 
und Wohnumfeld waren die subjektive 
Wahrnehmung von Hitze sowie das Verhal-
ten und die Kommunikation bei Hitze von 
Interesse.

234
9. Welche Erkenntnisse der HAP-Köln bietet 
9.6 Kommentare der wissenschaftlichen Beiratsmitglieder des Projekts
Besonders an dieser Befragung war auch, 
dass der gesundheitliche Allgemeinzu-
stand, die Mobilität im Alter und der Grad 
der Selbstständigkeit in der Ausübung von 
Alltagsaktivitäten – erfragt über den LUCAS-  
Funktionsindex – berücksichtigt wurden.
Damit liegt für den jetzigen und zukünf-
tigen Hitzeaktionsplan der Stadt Köln ein 
innovativer Datenschatz vor! Denn gemäß 
der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist 
nicht das kalendarische Alter, sondern der 
Grad der funktionalen Kompetenz (das bio -
logische Alter) entscheidend für Selbststän -
digkeit und Lebensqualität im Alter. Über die 
Kölner Befragung konnten ältere Personen 
mit funktionalen Problemen und Risikofak-
toren identifiziert werden (vulnerable Ziel-
gruppe), die Anlässe gaben zu vielfältigen, 
passgenauen Maßnahmen. 
Ich wünsche dem Kölner Hitzeaktionsplan 
eine angemessene Aufmerksamkeit, Ver-
breitung und Weiterentwicklung und freue 
mich schon, in Köln erfolgreich erprobte 
Maßnahmen andernorts wiederzusehen!“
Dr. Martin Theisohn und Lilly Liebig –  
Seniorenvertretung, Köln
„Die Seniorenvertretung Köln hat sich in den 
vergangenen Jahren bei unterschiedlichen 
Gelegenheiten dafür eingesetzt, dass die 
Älteren Hitze besser managen können. So 
haben wir die Schaffung von Trinkbrunnen 
unterstützt.  
 
Aus unseren Erfahrungen bei der Begehung 
der Pflegeheime in Köln haben wir sowohl 
im Rahmen der Mitgliederversammlung 
der Landesseniorenvertretung als auch im 
Ausschuss Alter und Pflege der Stadt Köln 
angeregt, dass die Pflegeeinrichtungen bei 
Hitzeperioden eine aktive Kühlung in den 
Wohnbereichen zur Verfügung stellen. Dies 
soll keine allgemeine Klimatisierung sein. 
Wir waren deshalb erfreut, als wir zur Mit -
arbeit im Beirat und bei den verschiedenen 
Workshops eingeladen wurden. Dort haben 
wir aktiv mitgearbeitet und konnten unsere 
Kenntnisse der Vernetzungsmöglichkeiten 
in der Stadt Köln einbringen. 
Im Rahmen der Information über aktuelle 
Hitzeauswirkungen sollten zwei Wege 
genutzt werden:  
1.  Information der Seniorenkoordinationen 
auf der Ebene der Stadtbezirke. Diese 
Personen haben im Rahmen des „Runden 
Tischs Seniorenarbeit“ direkten Zugang zu 
allen in der Altenpflege tätigen Hauptamt-
lichen und auch zu Ehrenamtlichen. 
2.  Über die Liga der Wohlfahrtsverbände 
sollten die SeniorenNetzwerk-Koordina-
tor*innen angesprochen und damit auch 
die vielen Einzelpersonen und Gruppen 
erreicht werden, die die Information über 
die Hitzeproblematik weitergeben können.

9.6 Kommentare der wissenschaftlichen Beiratsmitglieder des Projekts
235
Die Tätigkeit hat aber auch dazu geführt, 
dass nun unsererseits Maßnahmen der 
Stadt Köln eingefordert werden, die bei Hit-
zeperioden zum Schutz der älteren Gene -
ration führen könnten: Neben der akuten 
Information sind dies auch Aktionen in den 
Quartieren. So soll vermehrt auf Begrünung 
geachtet werden.  
 
Zum anderen braucht es während der Hit-
zeperioden Möglichkeiten, sich abzukühlen: 
Dazu sind Brunnen, Rasenbewässerung, 
aber auch gekühlte Räume sinnvoll. Diese 
Treff-Räume sind notwendig, damit in Quar-
tieren Gemeinschaft und Nachbarschaft 
wachsen und gelebt werden kann. Diese 
Räume sollen deshalb auch Möglichkeiten 
der aktiven Kühlung – keine Klimaanlage 
– erhalten.“
 
Dr. Jutta-Maria Litvinovitch –  
Bundesministerium für Umwelt,  
Naturschutz, nukleare Sicherheit  
und Verbraucherschutz, Bonn
„Die Bundesregierung hat im Jahr 2008 
unter Federführung des BMU die deutsche 
Anpassungsstrategie an den Klimawandel 
(DAS) vorgelegt und seitdem – im engen 
Dialog mit den Ländern – kontinuierlich wei -
terentwickelt und als Daueraufgabe etab -
liert. Die Umsetzung konkreter Maßnahmen 
der Bundesregierung erfolgt in den Aktions -
plänen I–III. 
Das Cluster ‚Gesundheit’ ist ein zentrales 
Thema der DAS. Sensible Personengruppen 
wie beispielsweise ältere und kranke Men-
schen oder Schwangere und Kinder sind 
dabei besonders gefährdet.  
Der erste Fortschrittsbericht zur DAS 
wurde Ende 2015 vom Bundeskabinett 
verabschiedet. Es wurde ein regelmäßiges 
Berichtswesen vereinbart, dazu gehören 
aktuell Monitoringbericht 2019, Evaluie-
rungsbericht 2019, Fortschrittsbericht 2020 
und Vulnerabilitätsanalyse 2021. 
Seit der Initiierung des BMU Förderpro -
gramms „Maßnahmen zur Anpassung an 
die Folgen des Klimawandels“ 2011 wurden 
zahlreiche Einzelvorhaben an regionale und 
lokale Akteur*innen bewilligt, darunter auch 
dieses Leuchtturmprojekt. 
Im Auftrag der Umweltminister*innenkon-
ferenz (UMK) hat die vom BMU geleitete 
Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Gesund-
heitliche Anpassung an die Folgen des 
Klimawandels“ die „Handlungsempfehlun-
gen für Hitzeaktionspläne zum Schutz der 
Gesundheit“ erarbeitet, die 2017 vom BMU 
veröffentlicht wurden. Handlungsfelder und 
Zeitspannen basieren auf dem Hitzeakti -
onsplan der Weltgesundheitsorganisation 
(WHO). Die Empfehlungen sind eine Blau-
pause für die kommunalen Behörden, um 
regional bzw. lokal angepasste Aktionspläne 
zu entwickeln. Ziel ist es, hitze- und UV-be -
dingte Erkrankungen und Todesfälle durch 
Prävention zu vermeiden.

236
9. Welche Erkenntnisse der HAP-Köln bietet 
9.6 Kommentare der wissenschaftlichen Beiratsmitglieder des Projekts
Jede zuständige Behörde soll hiermit 
ermutigt werden, die Entwicklung von 
Hitzeaktionsplänen voranzubringen und 
für kommende Hitzesommer aus Sicht des 
vorbeugenden Gesundheitsschutzes best-
möglich gewappnet zu sein. Die Zunahme 
heißer Tage ist das in den Klimamodellen 
deutlichste Klimasignal.  
 
Zunehmend belasten Hitzewellen vor allem 
die Gesundheit von Menschen in Ballungs -
gebieten, weil die enge Bebauung zu einem 
urbanen Wärmeinseleffekt von bis zu 10° 
Temperaturunterschied zwischen Umland 
und Kernstadt führt. Bis zur Mitte des Jahr -
hunderts kann sich durch den Klimawandel 
im Süden Ostdeutschlands und im Rheintal 
die Anzahl der heißen Tage pro Jahr verdop-
peln. 
 
Das Angebot des Zentrums KlimaAnpas -
sung (ZKA) wurde erweitert. Dazu zählt 
auch ein auf Hitzeaktionspläne spezialisier-
tes Beratungsprogramm für Kommunen, um 
die flächenhafte Erstellung solcher Pläne 
voranzubringen. Bestehende Handlungs-
empfehlungen werden derzeit nur vereinzelt 
umgesetzt und sollen jetzt bundesweit 
vorangebracht werden. Das BMUV will die 
Kommunen beim Schutz der Bevölkerung 
unterstützen. Damit wird dem Wunsch der 
Länder auf der 97. UMK und der kommuna-
len Spitzenverbände Rechnung getragen 
und stärker für das Thema Hitzevorsorge 
sensibilisiert. 
Es bedarf nicht nur der sektorübergrei -
fenden Zusammenarbeit auf kommunaler 
Ebene und Einbindung aller Stakeholder, 
sondern auch des Bewusstseins der persön -
lichen Betroffenheit. 
Allen Projektbeteiligten wünsche ich neben 
der erfolgreichen Umsetzung und vielfälti -
gen Impulsgebung für andere Städte gute 
Gesundheit.“
Dr. Thomas Claßen – 
Landeszentrum Gesundheit NRW, Bochum
„Im Jahr 2019 habe ich mit großer Freude 
wahrgenommen, dass sich die Stadt Köln im 
Rahmen eines Bundesforschungsvorhabens 
gemeinsam mit dem Institut für Hygiene 
und Public Health des Universitätsklinikums 
Bonn und der RheinEnergie etwas Großes 
vorgenommen hat: die Erstellung eines Hit-
zeaktionsplans für ältere Menschen. Zum 
damaligen Zeitpunkt war solch ein Ansatz 
wirklich innovativ und ist im Übrigen in der 
Ausrichtung bis heute einmalig und wegwei-
send in Deutschland.  
 
Das Landeszentrum Gesundheit Nord -
rhein-Westfalen (LZG.NRW) hat u. a. die 
Aufgabe, die Landesregierung ebenso wie 
die Kommunen in NRW (und hier vor allem 
den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) 
in den Gesundheitsämtern) dahingehend 
zu beraten, wie gesundheitliche Belange in 
Planungsprozessen einem weiten Gesund-
heitsverständnis folgend und damit ganz im 
Sinne vom ‚Health in All Policies‘-Gedanken 
berücksichtigt werden können.  
 
Doch das LZG.NRW hat auch die Aufgabe, 
zu Hitze, UV-Strahlung und gesundheitli-
chen Wirkungen aufzuklären und die Kom-
munen zu sensibilisieren. So erstaunt es 
kaum, dass die AG Gesundheitsorientierte 
Planung des ÖGD in NRW bereits 2018 das 
Thema ‚Hitze und Gesundheit‘ als ein zent -
rales für die nächste Dekade benannt hatte.

9.6 Kommentare der wissenschaftlichen Beiratsmitglieder des Projekts
237
Die Qualifizierungsmaßnahmen waren 
schon geplant, doch dann kam bekanntlich  
Covid-19.  
 
Ich freue mich deshalb umso mehr, dass 
sich das Projekt davon nicht hat beirren las -
sen, dann eben im Online-Format unzählige 
Abstimmungsprozesse eingeleitet und einen 
wiederum wegweisenden Städtedialog ini -
tiiert hat. Entscheidend ist die Vielzahl an 
– zuweilen unkonventionellen – Maßnahmen-
vorschlägen und konkreten Umsetzungs-
wegen (z. B. der Drinke-Song), bei denen 
viele Akteure aus Überzeugung in die ‚Bütt‘ 
gehen und auch schon einmal selbst bei 
Hitze die Füße ins Wasser stellen. Der Hitze -
knigge für Köln ist ein guter Anfang, aber die 
Aktion ‚Spitze gegen Hitze‘ wird sicherlich in 
weiteren Kommunen Schule machen. 
 
Ich bin dankbar, dass ich Teil dieser Gemein-
schaft werden konnte, und wünsche dem 
Team und dem Projekt weiterhin viel Erfolg 
auf dem Weg zu einem vollumfänglichen 
Hitzeaktionsplan für alle Menschen in Köln. 
Das LZG.NRW wird diesen Prozess gerne 
weiter begleiten und unterstützen.“

10.  Herausforder ungen 
und Ausblick

240
10. Herausforder ungen und Ausblick
Der vorliegende Bericht legt den Grundstein 
für einen Hitzeaktionsplan, der alle Ebenen 
der Prävention für das Wohlergehen von 
Menschen im Alter in Köln umfassen soll.
Es wurde die Basis für eine intensive und 
regelmäßige Zusammenarbeit der maß -
geblichen Akteur*innen gelegt. Hierauf gilt 
es jetzt und in Zukunft aufzubauen. Denn 
vieles wird bereits getan – oft jedoch noch 
nicht flächendeckend und miteinander ver-
zahnt. 
Bei den nächsten Schritten wird es immer 
wieder wichtig sein, möglichst konkrete 
Vereinbarungen zu treffen, damit klar defi-
niert ist, wer wann und auf welche Weise 
aktiv wird. Denn von der Verlässlichkeit der 
Maßnahmen hängt ab, ob es gelingt, die 
Selbstständigkeit der Menschen im Alter 
zu erhalten. Akteur*innen müssen deshalb 
überzeugt werden, sich mit Verbindlich-
keit einzubringen. Hierfür sind noch viele 
Gespräche, Absprachen und Vereinbarun-
gen notwendig. Wo finanzielle Ressourcen 
ein Problem darstellen, muss möglicher-
weise finanziell interveniert werden. Dies 
gilt etwa für den wichtigen Bereich der 
aufsuchenden Hilfe. Im Zuge der Zusam -
menarbeit von Wissenschaft, kommunalen 
Akteur*innen, Wirtschaft und der engagier -
ten Zivilgesellschaft sind Ideen zu weiter-
gehenden Maßnahmen entstanden bzw. 
vorgeschlagen worden, die nach ihrer Wir-
kung priorisiert und weiterverfolgt werden 
sollen. 
Viele von ihnen zielen nicht nur auf ältere 
Menschen, sondern auf die gesamte Bevöl-
kerung ab und weisen bereits den Weg in 
Richtung einer Ausweitung des im HAP-
Köln-Projekt erstellten Hitzeaktionsplans 
auf weitere vulnerable Gruppen, wie Kinder, 
Menschen mit Behinderung oder im Freien 
körperlich arbeitende Menschen. Bei der 
Umsetzung benötigt die Stadt Köln jedoch 
auch Unterstützung von Bundes- und  
Landesebene. 
Das Sofortprogramm des Bundesministe -
riums für Umwelt, Naturschutz, nukleare 
Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) 
für die Anpassung an den Klimawandel soll 
die Kommunen mit vielfältigen Maßnahmen 
unterstützen, unter anderem mit einem 
Beratungsprogramm zu Hitzeaktionsplä -
nen. Mit dem „HAP-Köln“ ist die Stadt Köln 
bereits einen Schritt weiter als die meisten 
anderen Kommunen, sodass andere Städte 
von den Erfahrungen profitieren können. 
Von besonderer Bedeutung wird die Ausge-
staltung des Klimaanpassungsgesetzes sein, 
welches das BMUV bis zur Mitte der Legis -
laturperiode vorlegen will. Die Verpflichtung, 
dass Klimaanpassung in allen Planungen 
und Entscheidungen der öffentlichen Hand 
zu berücksichtigen ist, muss so verbindlich 
formuliert werden, dass diesem Belang ein 
größeres Gewicht im Rahmen von Abwä-
gungsprozessen eingeräumt werden kann, 
als dies heute der Fall ist.

241
Nur so kann wirksame Klimaanpassung – 
und damit wirksamer Hitzeschutz – im Rah -
men der kommunalen Planungen bei den 
im urbanen Raum vorhandenen vielfältigen 
Nutzungskonkurrenzen umgesetzt werden. 
 
Das Umwelt- und Verbraucherschutzamt 
der Stadt Köln wird sich für die Klimaanpas -
sung und insbesondere die Fortführung des 
Hitzeaktionsplans bei der Stadt Köln ein -
setzen. Um dies kontinuierlich und für alle 
Beteiligten verlässlich umsetzen zu können, 
ist geplant, eine koordinierende Stelle ein -
zurichten und mit den notwendigen perso -
nellen und finanziellen Mitteln auszustatten. 
Nur so kann das Versprechen, welches  
das Projekt für die Zukunft gibt, eingelöst 
werden. 
Das Umwelt- und Verbraucherschutzamt 
bedankt sich herzlich bei allen, die dieses 
Projekt auch weiterhin unterstützen wollen, 
insbesondere beim wissenschaftlichen Bei -
rat, der Bereitschaft signalisiert hat, seine 
Begleitung der Prozesse fortzusetzen, sowie 
bei Prof. Thomas Kistemann, der nach dem 
Abschluss des HAP-Köln-Projekts die Kölner 
Hitzeaktionsplanung in diesem Gremium 
begleiten wird.

242
Danke!
Danke!
Der Bericht zum HAP-Köln-Projekt „Hitze -
aktionsplan für Menschen im Alter für die 
Stadt Köln“ ist ein Gemeinschaftswerk. Das 
Projektteam bedankt sich bei den Mitglie -
dern des wissenschaftlichen Beirats, den 
Teilnehmer*innen der Akteursworkshops, 
den Vertreter*innen der Kommunen im 
Rahmen des Städtedialogs sowie den Ver-
treter*innen der städtischen Ämter sowie 
der Seniorenvertretung Köln, die an der 
Erarbeitung der Ergebnisse mit ihren unter-
schiedlichen fachlichen Beiträgen maßgeb -
lich mitgewirkt haben.
 
Besonders wichtig war zudem die Bereit-
schaft der Teilnehmer*innen an der Befra-
gung, ihre Lebenssituation, persönliche Ein -
schätzung und Wünsche mit uns zu teilen, 
sowie der Leiter*innen von Kölner Einrich-
tungen für ältere Menschen, zur Situation 
ihrer Einrichtungen in Bezug auf Hitzebelas-
tungen Auskunft zu geben. 
Ein Dank geht auch an das Bundesminis -
terium für Umwelt, Naturschutz, nukleare 
Sicherheit und Verbraucherschutz mit der 
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) 
gGmbH, das mit der Förderung als Leucht -
turmprojekt und mit der Projekt begleitung 
diese Arbeit erst möglich gemacht hat.  
 
Herzlich danken möchten wir den studenti-
schen Mitarbeitenden und Praktikumskräfte 
des Universitätsklinikums Bonn und der 
Stadt Köln für ihre wichtige Unterstützung 
bei der Durchführung der Befragungen 
sowie der Erstellung dieses Berichts. 
Ein besonderer Dank geht auch an die 
Kommunikationsbüros 4K | Kommuni-
kation für Klimaschutz GmbH und ecolo 
GmbH & Co. KG Agentur für Ökologie und 
Kommunikation, die den Prozess mitgestal-
tet haben, sowie an die Band Klabes und 
ihr besonderes Engagement für die älteren 
Menschen in Köln.

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kleinr%C3%A4umigen_berechnungen_
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250
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
Abs. Absatz
AP Arbeitspaket
ASB Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland
APUG Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit
BAFA Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
BauGB Baugesetzbuch
BauO NRW a.F. Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen alte Fassung
BauO NRW n.F. Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen neue Fassung
BBSR Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
BMUV Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
CCAS Centre Communal d'Action Sociale
DAS Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel
Difu Deutsches Institut für Urbanistik (Difu) gGmbH
DRK KV Köln e.V. Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Köln e.V.
DWD Deutscher Wetterdienst
ECDC European Centre for Disease Prevention and Control
EFRE Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
et al „und andere“
e. V. eingetragener Verein
FKZ Förderkennzeichen
GA Gesundheitsamt der Stadt Köln
GAG Immobilien GmbH oder AG Gemeinnützige Aktiengesellschaft für Wohnungsbau (Wohnungsunternehmen)
GAK Gesundheitliche Anpassung an die Folgen des Klimawandels
GEG Gebäudeenergie-Gesetz
GIS Geografisches Informationssystem
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GMK Gesundheitsministerkonferenz der Länder
GOÄ Gebührenordnung für Ärzte
HAP-Köln Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln
HEAT-Studie Hessischer Aktionsplan zur Vermeidung hitzebedingter Gesundheitsbeeinträchtigungen der 
Bevölkerung
IHPH Institut für Hygiene & Public Health (des Universitätsklinikums Bonn)
ILS Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH Dortmund
iRes Projekt iResilience - Soziale Innovationen und intelligente Stadtinfrastrukturen für die resiliente 
Stadt der Zukunft
IPCC Intergovernmental Panel on Climate Change
JUH Johanniter-Unfall-Hilfe
KAM Klimaanpassungsmanagement
KE Kernelement

251
KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau (Förderbank)
km² Quadratkilometer
KLUG Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V.
KV Kassenärztlichen Vereinigung
KVB Kölner Verkehrsbetriebe AG
LANUV Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW
LWG Landeswassergesetz
LZG.NRW Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen
m Meter
M Meilenstein
MHD Mindesthaltbarkeitsdatum
MULNV Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
MUKLIMO_3 Mikroskaliges urbanes Klimamodell
NRW Nordrhein-Westfalen
NW – SW Nordwest – Südwest
ÖGD Öffentlicher Gesundheitsdienst
ÖPNV Öffentlicher Personennahverkehr
RE RheinEnergie AG
RKI Robert Koch-Institut
SBK Sozial-Betriebe-Köln
SGB II-Bezieher*innen Zweites Buch des Sozialgesetzbuchs – Grundsicherung für Arbeitssuchende („Hartz IV“)
StEB Köln Stadtentwässerungsbetriebe Köln
SVK Seniorenvertretung Köln
SWK Stadtwerke Köln
UBA Umweltbundesamt
UGS urban green spaces (Städtische Grünflächen)
UKB Uniklinikum Bonn
UMK Umweltministerkonferenz
UVA Umwelt- und Verbraucherschutzamt Köln
UV UV
ü.NN über Normalnull
VHS Volkshochschule
WHO Weltgesundheitsorganisation
WDR Westdeutscher Rundfunk Köln
WTG DVO Wohn- und Teilhabegesetz-Durchführungsverordnung
ZKA Zentrum KlimaAnpassung
ZUG Zukunft – Umwelt – Gesellschaft gGmbH
°C Grad Celsius

252
Anlagen
Anlagen 
A1 Projekt-Meilensteine
A2 Rundbrief
A3  Liste Statistischer Quartiere, Erreichbarkeit von Grünflächen
A4  Öffentlichkeitswirksame Veranstal tungen / Maßnahmen / 
Publikationen
Arbeitspaket Meilenstein Beschreibung Fälligkeit  
(Monat)
AP1: 
Grundlagen
Meilenstein 1  
Priorisierung nach 
Betroffenheit
Grundlagendaten liegen vor. Priorisierung von Stadtteilen und 
Auswertung der Bevölkerungsverteilung. Erhebungsgebiet wird 
nach Betroffenheit ausgewählt, Prioritäten und Indikatoren 
liegen vor.
M 4
AP2: 
Erhebung
Meilenstein 2
Erhebung liegt vor
Befragung von rund 20 Expert*innen und 100–200  Menschen 
im Alter mittels qualitativer und quantitativer Erhebungs -
methoden.
M 14
AP3: 
Auswertung
Meilenstein 3
Daten aus Erhebung 
liegen aufbereitet vor
Statistische und qualitative Auswertung. M 20
AP4: 
Bewertung
Meilenstein 4
Grundlagen der Inter -
vention liegen vor
Aufgrund der wissenschaftlichen Auswertung wird eine  
belastbare Bewertung erstellt. Schwerpunkte und Handlungs -
bedarf wurden gebildet.
M 22
AP5:
Ableitung von Maßnahmen
Meilenstein 5  
Aktionsplan liegt vor
Erstellung eines Maßnahmenkataloges und eines Kommuni -
kationskonzeptes zur Sensibilisierung älterer Menschen. M 25
AP6:
Umsetzung
Meilenstein 6 
Maßnahmen wurden 
durchgeführt
Anwendung der entwickelten Kommunikationsstrategie und 
Maßnahmenumsetzung. M 34
AP7: 
Qualitätssichernde Beglei -
tung + Projektpräsentation
Meilenstein 7
Dokumentation des 
Qualitätsmanage -
ments liegt vor
Evaluation der  
Sensibilisierungsstrategie. M 36
AP8: 
Projektsteuerung
Meilenstein 8  
Projektbericht
Der Projektbericht ist gedruckt und die Abschlusskonferenz 
wurde durchgeführt.
Projekt  ende
M 36
Tab. A 1 Meilensteine des Projekts „Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter für die Stadt Köln“

253

254
Anlagen
Abb. A 2 Rundbrief an die Menschen 65+ in Vorfeld der Befragung

255
Statistische Quartiere
Wege über 400 m
Agnes-Viertel–Alte Feuerwache
Alt-Müngersdorf–Technologie Park
Apostel-Viertel
Belgisches Viertel–Brüsseler Platz
Belgisches Viertel–Lütticher Str.
Bickendorf–Am Rosenhof
Bickendorf–Gewerbegebiet
Bickendorf–Teichstr.
Bilderstöckchen–Hunsrückstr.
Braunsfeld–Aachener Str.
Braunsfeld–Pauliplatz
Braunsfeld–Technologie Park
Buchforst–Wildunger Str.
Buchheim–Hermann-Kunz-Str.
Buchheim–St. Mauritius
Dellbrück–Ernastr.
Ehrenfeld–Bezirkssportanlage Mitte
Ehrenfeld–Hansemannstr.
Ehrenfeld–Lichtstr.
Ehrenfeld–Pellenzstr.
Ehrenfeld–St. Josef
Ehrenfeld–Wißmannstr.
Finkenberg–Konrad-Adenauer-Str.
Ford-Siedlung–Pohlmanstr.
Garten-Siedlung
Gartenstadt-Nord–Altonaer Platz
GE Bayenthal
GE Braunsfeld
Germanen-Viertel–Thusneldastr.
Hafen Niehl
Heumar–Wikingerstr.
Holweide-Ost–Schnellweider Str.
Justiz-Viertel
Kalk–Trimbornstr.
Klettenberg–Honnefer Platz
Klettenberg–Nonnenstrombergstr.
Klettenberg–Stenzelbergstr.
Lövenich-Ost–Siedlung Haus Közal
Wege unter 160 m
Beethovenpark–Heinz-Mohnen-Platz
Bergische Siedlung–Mudersbacher Str.
Bilderstöckchen–Heinrich-Pesch-Str.
Blumenberg–Staffelsbergstr.
Böcking-Siedlung–Düsseldorfer Str.
Chorweiler–Turkuplatz
Chorweiler-Nord–Usedomstr.
Ehrenfeld-West–Gumprechtstr.
Eil-Süd–Wuppertaler Str.
Ensen–Gertrudenstr.
Fachhochschule Deutz–Messe
Gereons-Viertel–Klingelpützpark
Gereons-Viertel–St. Gereon
Hafen-Viertel
Höhenberg–Münchener Str.
Holweide-Ost–Gerhart-Hauptmann-Str.
Humboldt–Lahnstr.
Kalk–Vorsterstr.
Kalk-Nord–Eythstr.
Kölnberg–Alte Brühler Str.
Kölnberg–Brühler Landstr.
Langel (lrh.)–Rheinkassel
Libur
Media-Park
Melaten–Auferstehungskirche
Melaten–Clarenbachkanal
Neu-Bocklemünd–Börnestr.
Neu-Vogelsang
Neu-Weiden–Körnerstr.
Neu-Weiß–Pflasterhofweg
Nippes–Am Alten Stellwerk
Nippes–Edith-Stein-Schule
Nippes–Erzbergerplatz
Nippes–Leipziger Platz
Nordpark–Am Nordpark
Ober-Iddelsfeld
Ossendorf–Franziska-Anneke-Str.
Rath–An der Mollburg

256
Anlagen
Tab. A 3 Statistische Quartiere, welche hinsichtlich der Erreichbarkeit von Grünflächen für die  
Altersgruppe 65+ der kürzesten sowie der weitesten Distanzklasse angehören 
Wege über 400 m
Lövenich-West–Friedhof
Merheim-Mitte–Winterberger Str.
Mülheim-Nord–Berliner Str.
Neubrück–Hermann-Hesse-Weg
Neuehrenfeld–Eichendorffstr.
Neu-Lindenthal–Krieler Dom
Neumarkt-Viertel–St. Andreas
Nippes–Wartburgplatz
Nippes–Wilhelmplatz
Parkgürtel-Nord–Göppinger Str.
Parkgürtel-Süd–Böblinger Str.
Parkgürtel-Süd–Parkgürtel
Raderberg–Marktstr.
Rheinsteinstr.
Riehl–St. Engelbert
Rodenkirchen–Mildred-Scheel-Str.
Rodenkirchen–Rathaus
Rodenkirchen–St. Maternus
Rolshoven
Schlachthof-Nord
Schweden-Siedlung–Kierkegaardstr.
Siedlung Blauer Hof–Heidelberger Str.
Siedlung Weiße Stadt–Kopernikusstr.
Stegerwald-Siedlung–Gesamtschule
Südstadt–Elsaßstr.
Sülz–Kyllburger Str.
Sülz–Manderscheider Platz
Sülz–St. Borromäus
Sürth–Ströer-Allee
Uni-Viertel–Kliniken
Urbach–Fauststr.
Vogelsanger Str.–Fröbelplatz
Vogelsanger Str.–Keplerstr.
Vogelsanger Str.–Neptunplatz
Vogelsanger Str.–Vincenz-Statz-Schule
Weißhaus-Viertel–Räuberwäldchen
Weißhaus-Viertel–Weißhaus
Wege unter 160 m
Rathenau-Viertel–Dasselstr.
Rathenau-Viertel–Rathenauplatz
Rondorf-Ost–Merlinweg
Seeberg-Mitte
Seeberg-Nord–Henry-Ford-Realschule
Seeberg-Nord–Riphahnstr.
Severins-Viertel–An der Eiche
Siedlung Florastr.
Siedlung Humboldt
Siedlung Madaus–Auf dem Eichenbrett
Siedlung Mielenforst
Stadtgarten-Viertel–Bismarckstr.
Stadtgarten-Viertel–Colonius
Strunden–Mielenforster Heide
Südstadt–Campus Südstadt
Sürth–Dominikus-Böhm-Str.
Takufeld–Takuplatz
Ursula-Viertel
Vingst–Ansbacher Str.
Vingst–St. Theodor
Vorgebirgspark–Fritz-Hecker-Str.
Vorgebirgspark–Schwalbacher Str.
Westend–Ossendorfer Weg
Widdersdorf-Süd–Sportanlage
Wohnpark Bayenthal
Zollstock–Höninger Weg
Zündorf-Nord–Rosenhügel

257
Öffentlichkeitswirksame
Veranstaltungen / Maßnahmen /
Publikationen 
 
Wissenschaftliche Publikationen
Kemen J., Kistemann T. (2019): Der Einfluss 
urbaner Hitze auf die menschliche Gesund -
heit. In: Lozán, J. L., Breckle, S.-W., Graßl, 
H., Kuttler, W., Matzarakis, A. (Hrsg.): Warn-
signal Klima: Die Städte: Wissenschaftliche 
Auswertungen. Hamburg: 113–119. 
Kemen J., Schäffer-Gemein S., 
Kistemann T (2020): Klimaanpassung 
und Hitzeaktionspläne - Ein idealtyp -
isches Thema der geografischen 
Gesundheitsforschung. In: Informationen 
zur Raumentwicklung 47(1): 58-69 
https:/ /www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/
veroeffentlichungen/izr/2020/1/izr-1-2020.
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king behaviour of older adults. In: WHO CC 
Newsletter Water & Risk 31: 1–5. 
Mücke H.-G., Kemen J., Schäffer-Gemein 
S., Kistemann T. (2022): Kommunale Anpas-
sungsstrategien gegenüber Hitzestress.  
In: Geographische Rundschau 5: 10–13.
 
Wissenschaftliche Vorträge
30.06.–05.07.2019
Juliane Kemen (IHPH UK Bonn): Heat and 
the Elderly – What do we know about beha-
vior, knowledge and perception?
IMGS 2019 – International Medical Geogra -
phy Symposium, Queenstown, Neuseeland
 
04.09.2019
Yvonne Wieczorrek und Johanna Grünewald 
(UVA): Projektvorstellung beim Forum für 
„Klimaanpassung in Großstädten“, LANUV 
Duisburg
 
26.–27.11.2019
Yvonne Wieczorrek (UVA): Hitzeaktionsplan 
Köln in der Session Urbane Räume im Kli -
mawandel – Fokus Hitze und Gesundheit, 
Nationaler Fachdialog „Klimawandelfolgen 
in Deutschland – Bereit zu handeln für bes -
sere Vorsorge“, UBA Berlin
 
24.–26.09.2020
Juliane Kemen (IHPH UK Bonn): Hitzewellen 
und Menschen im Alter: Gesundheit, Wahr-
nehmung und Verhalten von selbstständig 
lebenden Senior*innen in Episoden ext-
remer Hitze. Jahrestagung des AK Medi -
zinische Geographie und Geographische 
Gesundheitsforschung Remagen
https:/ /wp.med-geo.de/wp-content/
uploads/2020/10/akmedgeo2020_kemen_
hitzewellen.pdf

258
26.03.2021
Hans-Guido Mücke (UBA) und Thomas Kis -
temann (IHPH UK Bonn): Hitzeaktionsplan 
für ältere Menschen in der Stadt Köln – Pra -
xiserfahrungen des Gesundheitsamtes Köln.
Fortbildungsveranstaltung für den 
Öffent lichen Gesundheitsdienst 2021 
https:/ /www.bfr.bund.de/cm/343/
hitzeaktionsplan-fuer-menschen-im-alter-
fuer-die-stadt-koeln-teil-2.pdf
 
30.06.2021 
Yvonne Wieczorrek und Bianka Marcol 
(UVA): Hitzeaktionspläne als wichtiger 
Baustein, BEW Online-Live-Training: Hitze, 
Dürre, Trockenheit, BEW – Das Bildungs-
zentrum für die Ver- und Entsorgungswirt-
schaft gGmbH 
 
04.11.2021
Yvonne Wieczorrek (UVA): Vorstellung des 
Hitzeaktionsplans der Stadt Köln, Veranstal-
tungsreihe „Gesundheit, Klima, Nachhal-
tigkeit – Jetzt gemeinsam handeln!“ Teil 2: 
Klimastrategien in der Kommune. Organisa-
tion: Landesvereinigung für Gesundheit und 
Akademie für Sozialmedizin Nds. e. V. 
 
11.05.2022
Yvonne Wieczorrek (UVA): Thermische 
Belastung und Klimawandelvorsorge, Hit-
zeaktionsplan Stadt Köln beim Regionalen 
Fachdialog Klimawandelvorsorge, Region 
Köln Bonn
 
24.03.-25.03.2022
Dr. Hans-Guido Mücke (UBA) und Yvonne 
Wieczorrek (UVA): Hitzevorsorge durch Akti-
onspläne der Kommunen
Erste Vernetzungskonferenz, kommunale 
Klimaanpassung im Dialog
17.02.2022
Yvonne Wieczorrek (UVA): „Hitzeaktionsplan 
Köln - wie kann die Erreichung aller älte-
ren Menschen gelingen?“,Fachworkshop 
des LMU Klinikums Vermeidung hitzere-
levanter Erkrankungen in Zeiten erhöhten 
Infektionsschutzes 
 
21.03.2022
Bianka Marcol (UVA): Vortrag im Rahmen 
des Workshops „Klimawandel und Gesund-
heit“ auf der Satellitentagung zum Kongress 
Armut und Gesundheit „Der ÖGD, ein 
moderner Public Health-Dienst“ 2022
 
07.04.2022
Bianka Marcol (UVA): Gesundheitsgesprä-
che „Klimakrise – Hitzestress. Wie kann ich 
mich schützen? Was tut die Stadt Köln?“ im 
VHS-Forum Köln
 
09.06.2022
Thomas Kistemann (IHPH UK Bonn): Hitze -
aktionsplan für Menschen im Alter für die 
Stadt Köln, Behördendialog „Gesundheit im 
Klimawandel“, 5. Sitzung (digital)
 
24.06.2022
Heike Müller, Silvia Schäffer-Gemein, Juli-
ane Kemen, Thomas Kistemann (IHPH UK 
Bonn): A Structured Interview-Based Study 
above Heat Perception and Coping Strate-
gies of Elderly People in Cologne, Germany
IMGS – International Medical Geography 
Symposium, Edinburgh, UK 
 
29.06.2022  
Yvonne Wieczorrek (UVA): Hitzeaktionsplan 
Köln, Projekt und Verstetigung, Amtsleiter-
runde des Dezernats VIII, Stadt Köln
 
Anlagen

259
20.09.2022
Thomas Kistemann (IHPH UK Bonn): 
Der Hitzeaktionsplan für Menschen im Alter 
für die Stadt Köln. Fachtagung Kommunale 
Gesundheitsberichterstattung des LZG.
NRW, Ruhrgebiet
Wissenschaftliche Abschlussarbeiten
Juliane Kemen 
Hitzewellen in der Stadt: Gesundheits -
förderliche und gesundheitsgefährdende 
Faktoren für selbständig lebende Senioren. 
Dissertation Geographie, Universität Bonn 
(laufend)
Karla Luchterhand 
Hitzewellen in Köln. Vulnerabilität und frei-
flächenbasierte Anpassungsstrategien.
Masterarbeit Geographie, Universität Bonn 
(2021)
Christina Peklo 
Zugang zu öffentlichen Toiletten für ältere 
Menschen in Köln.
Masterarbeit Geographie, Universität Bonn 
(laufend)
Vorstellung des Projekts in der 
Öffentlichkeit 
 
Printmedien, Radio, TV
•  WDR-Redaktion Markt zu dem Thema 
„Gesundheitliche Folgen der Hitzewelle“ im 
August 2018
•  Mittelbayerische Zeitung aus Regensburg 
zum Thema „Klimaresilienz“ im Februar 
2019
•  Westdeutscher Rundfunk (WDR) zum 
Thema „Auswirkungen des Klimawandels 
auf Köln und die Region“ im Juni 2019
•  Kölner Stadtanzeiger zum Thema „Kli-
manotstand und Hitzemaßnahmen“ im 
August 2019
•  Pressemitteilung des Gesundheitsamtes 
Köln am 22.07.2019 „Gesundheitsamt gibt 
Hitze-Tipps“ während der Hitzewelle 2019
•  Express zum Thema „Klimawandelfolgen 
für Köln“ im Januar 2020
•  Zeitschrift Gesunde Städte-Nachrichten 
Ausgabe Nr. 1/ Mai 2020, Artikel über den 
Hitzeaktionsplan der Stadt Köln
•  Apotheken Umschau (A07/20), Schneider, 
Achim Gerald (2020): Achtung, heiß! Hit-
zewellen. Die Warnungen in Deutschland 
erreichen zu wenige Menschen. Frankreich 
gibt ein Beispiel, wie man die Menschen 
besser schützt.
•  Interview mit der AOK 17.12.2020
•  Die heiße Stadt – Klimawandel in den 
Städten, WDR 5 Neugier genügt - das 
Feature. 23.07.2020. 17:43 Min. ht t p s ://
www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/
neugier-genuegt/feature-der-klimawandel-
in-den-staedten-100.html, verfügbar bis 
23.07.2021 
•  Deutsche Welle, Betonwüste – Klimawan-
del in der Stadt. 08.08.2020. 40:36 Min. 
https:/ /ondemand-mp3.dradio.de/file/dra-
dio/2020/08/08/heisse_ 
betonwueste_klimawandel_in_der_stadt_
dlf_20200808_0910_ad224116.mp3,  
verfügbar bis 08.08.2021
•  Stadt intern – Magazin für die Beschäf-
tigten der Stadt Köln (A03/2021: 28f.) 
 Aktionsplan gegen Hitze: Ein „Trinklied“ aus 
dem Umweltamt
•  Kölner Stadtanzeiger (A14.06.2021), 
„Drinke“ – ein Song für den 
Hitzeaktionsplan
•  Kölnische Rundschau (A10.07.2021), Drink 
doch ene met … Hitzeaktionsplan für Senio -
ren: Band „Klabes“ bereitet ernstes Thema 
musikalisch auf. 
Anlagen

260
Anlagen
•  Müller, Heike (2021), „Drinke, immer widder 
jet drinke“, Hitzeaktionsplan für Menschen 
im Alter für die Stadt Köln. Schwestern-
brief der Johanniter-Schwesternschaft e. V. 
(A09/2021): Seite 6f.
•  23.07.2020 WDR5, Radio-Interview: 
Thema: Hitze in der Stadt
•  08.08.2021 Deutschlandradio Interview: 
Thema: Hitze in der Stadt
•  Kölner Stadtanzeiger (A11.07.2022), 
 „Brunnen mit Trinkwasser zur Kühlung“
•  WDR Lokalzeit Köln vom 12.07.2022, 
 Hitzewelle und Hitzeportal Köln
Vom Projektteam geplante und  
durchgeführte Veranstaltungen
• 23.05.2019 Fachworkshop  
(Kick-off-Meeting) 
• 23.09.2020: 1. Städtedialog
• 18.03.2021: Akteursworkshop 1
• 15.04.2021: Akteursworkshop 2
• 29.04.2021: Akteursworkshop 3
•  Sommer 2021: Klabes-Tour durch Kölner 
Seniorenheime
• 16.09.2021: 2. Städtedialog
•  03.05.2022: Projekt-  
Abschlussveranstaltung
Sonstiges
•  Projekthomepage: www.stadt-koeln.de/
leben-in-koeln/ 
klima-umwelt-tiere/klima/hitzeaktions-
plan- 
fuer-menschen-im-alter
•  Projektbegleitender Versand von Rund-
briefen an die Akteur*innen in 2020 und 
2021
•  Vorstellung des Projekts: Runder Tisch 
für Seniorenarbeit, Köln. In den Bezirken: 
Nippes, Kalk, Lindenthal, Chorweiler, 
Innenstadt, Mülheim 
•  Projektvorstellung: Sozialraum koordi-
nator*innen in Köln
•  07.09.2019 Infostand Veranstaltung 
„Stadtklima“, VHS Forum Köln
•  15.09.2019 Infostand Stadtteilfest „Tag 
des guten Lebens“, Köln
•  Twitterbeitrag 24.08.2020 Durch den 
#Klimawandel steigt die Wahrschein-
lichkeit auf intensive #Hitzeereignisse. 
Das wirkt sich auch gesundheitlich 
aus. In @Koeln entsteht ein #Hitze-
aktionsplan für Menschen im Alter: 
https:/ /twitter.com/bbsr_bund/
status/1297889144224403456
•  20.06.2022 World-Café im Rah-
men des GAG Quartierskonzepts für 
Bilderstöckchen 
•  28.06.–04.07.2022 Mega-Light-Kampa-
gne „11 Hitzetipps“ in Köln
•  15.–16.8.2022 Feuerwehrsymposium 
2022
•  Nominierung zum Bundespreis „Blauer 
Kompass” 2022: www.uba.de/tatenbank

Anlagen
Die Oberbürgermeisterin
Umwelt- und  
Verbraucherschutzamt
Amt für Presse- und  
Öffentlichkeitsarbeit  
 
Gestaltung
Design Studio d_bilk   
Bildnachweise
Seite 1:     www.iStock.com/tigerundbaer  
Seite 12 – 13 :  www.iStock.com/horstgerlach  
Seite 16 – 17 :  www.iStock.com/deepblue4you
Seite 24 – 25:   www.iStock.com/FrankRamspott
Seite 27 :    www.iStock.com/horstgerlach  
Seite 40 :    www.iStock.com/Gfed 
Seite 52 :    Sabine Große-Wortmann
Seite 62 – 63:  www.iStock.com/greenleaf123
Seite 79 :    www.iStock.com/horstgerlach
Seite 81 :     www.iStock.com/horstgerlach
Seite 86 – 87:  www.iStock.com/Sabine Hortebusch
Seite 141 :   Sabine Große-Wortmann  
Seite 142 – 143: Adobe Stock/cherries
Seite 152 :   Sabine Große-Wortmann
Seite 170 – 171:  Adobe Stock/c_anna
Seite 182 :   www.iStock.com/natalie_board  
Seite 184 :   Sabine Große-Wortmann  
Seite 202 :   www.iStock.com/shapecharge  
Seite 212 :    www.iStock.com/Warchi
Seite 218 – 219 : www.iStock.com/horstgerlach
Seite 238 – 239 : www.iStock.com/sborisov  
Druck
Druckhaus Süd Medien GmbH  
 
13-JG/574/2/400/10.2022
Kontakt
Stadt Köln 
Umwelt- und Verbraucherschutzamt
Stadthaus, Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
57-hitzeaktionsplan@stadt-koeln.de

Beratungsverlauf (5)

17.11.2022 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 5.5 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
22.11.2022 Gesundheitsausschuss
TOP 5.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
24.11.2022 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 4.1.4 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
05.12.2022 Finanzausschuss
TOP 10.6 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
08.12.2022 Rat
TOP 10.30 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2388/2022
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
08.11.2022
Erstellt
29.07.2022 12:22