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4363/2019

Jährliche Förderung aus kommunalen Mitteln für die Maßnahme „Angle Dikhas“ des Trägers Rom e.V. ab dem 01.01.2020

Beschlussvorlage Ausschuss 08.01.2020

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Nächste Beratung: Jugendhilfeausschuss, Sitzung am 28.01.2020, TOP 2.2.3

Konzept Angle Dikhas 16 12

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Beschlussvorlage Ausschuss

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Konzept Angle Dikhas 16 12

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1 
 
Konzept für die Verstetigung des  Modellprojektes „Angle 
Dikhas“ in  den Regelstrukturen der Stadt Köln ab 01.01.2020 
1. Information zum Rom e.V. 
Der Rom e.V. arbeitet seit 30 Jahren als gemeinnütziger interkultureller Verein für die 
Verständigung von Roma (Sinti und Roma) und Nicht-Roma, anfangs in wechselnden 
Initiativen-Büros, seit 2005 auf einem größeren städtischen Gelände am Venloer Wall 17 in 
Köln. 
Als interkulturelles Zentrum engagiert er sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen 
und Teilhabechancen von Roma unterschiedlicher Herkunftsländer in folgenden 
Arbeitsbereichen: 
 Sozial-, Geflüchteten- und Integrationsberatung: Seit 1988 berät und unterstützt 
der Verein zu den Themen des Bleiberechts, des Arbeits- und Ausbildungsmarktes 
sowie zu Wohnen, Bildung und Gesundheit. 
Seit 2014 suchen auch vermehrt Zuwanderer aus Südosteuropa (Bulgarien, Rumänien) 
die Beratungsstelle zu täglichen Sprechstundenzeiten und nach Vereinbarung auf. 
Beratungssprachen sind neben Deutsch auch Romanes sowie Sprachen und Dialekte 
aus dem Balkan/Südosteuropa. 
Seit 2017 wird nach einem entsprechenden Ratsbeschluss der Stadt Köln die Beratung 
für Langzeit-Geduldete verstärkt, um Ihnen Aufenthaltsrechte zu verschaffen. 
 Archiv und Dokumentationszentrum/RomBuK: Seit 1999 unterhält der Rom e.V. 
das größte Archiv zur Kultur und Geschichte der Roma in Europa. Es verfügt über 
eine Präsenzbibliothek mit über 10.000 Büchern, Zeitschriften und Aufsätzen zum 
Thema, ferner über audiovisuelle Bestände an Original – Bilddokumenten wie 
Grafiken, Gemälden, Bildpostkarten, Fotosammlungen und Filmen, sowie eine große 
Sammlung von Platten und CDs und ein umfangreiches Zeitungsarchiv. 
 Darüber hinaus gibt er die Netzzeitschrift „Nevipe“ mit über 2.000 Abonnenten 
heraus, die in unregelmäßigen Abständen  über aktuelle und relevante Roma-Themen 
berichtet.  
 Öffentlichkeitsarbeit: Mit Kulturveranstaltungen trägt der Verein unterschiedliche 
Roma-Themen in die Öffentlichkeit, so z.B. 2008/2009 „Die vergessenen Europäer“ 
(Ausstellung im Kölner Stadtmuseum);  2013 „Wir boxen uns durch! Vorbilder – 
Champions – Idole“; 2016 „Amaro Festival“ interkulturelle Musikveranstaltung. Der 
Verein veranstaltet Lesungen und Diskussionen zu Roma-Themen unter politischer, 
literarischer und sprachlicher Überschrift, z.B. seit einigen Jahren den Tag der Roma-
Sprache, im Jahr 2015 im Rahmen eines  Muttersprachen-Kongresses  „Lebendiges 
Romanes in Köln“;  sowie in 2017 ein Filmwochenende. Auch im Rahmen der 
Feierlichkeiten zum 30-jährigen Vereins-Bestehen 2018 gab es Veranstaltungen zu 
Roma im Film; Roma-Identität  und Roma-Lyrik. 
 Pädagogische Projekte/Bildungsförderung: 
o „Amaro Kher“: Seit 2004 realisiert der Rom e.V. das von ihm entwickelte 
Konzept für das Familienzentrum und Schulprojekt „Amaro Kher - unser 
Haus“: „Geduldete“ Roma-Kinder aus Flüchtlingsheimen und aus 
Zuwandererfamilien bekommen hier schulische Bildung und 
sozialpädagogische Begleitung, die ihren schwierigen Lebensverhältnissen

2 
 
angemessen ist und auch von den Eltern positiv angenommen wird. Die 
Umsetzung erfolgt als ein zentrales städtisches Angebot in Kooperation mit 
dem Jugendamt und dem Schulamt für die Stadt Köln und in enger Vernetzung 
mit Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen und Flüchtlingsorganisationen. 
Zielgruppe sind Schüler*innen und Schüler der Sekundarstufe I im Alter von 
10-14 Jahren, mittlerweile auch aus Flüchtlingsfamilien anderer 
Herkunftsländer. 
o  „Amen Ushta“: Mittlerweile als Maßnahme mit städtischer Zuständigkeit 
realisiert der Verein seit 2014 dieses Projekt zur schulischen Förderung von 
Roma-Flüchtlingskindern und von Kindern aus bulgarischen und rumänischen 
Familien. „Amen Ushta -wir stehen auf “ ist dezentral an drei Kölner 
Grundschulen im rechtsrheinischen Köln angesiedelt. 
o Alphabetisierungs- und Sprachkurse (seit 2006): Anfangs sporadisch, 
jedoch seit einigen Jahren als fortlaufender Kurs wird Alphabetisierung und 
Deutschunterricht  für Frauen angeboten. 
 
Der Rom e.V. ist Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. 
2. Zum Projekt „Angle Dikhas“ 
Mit „Angle Dikhas“ hat der Rom e.V. gemeinsam mit den städtischen und schulfachlichen 
Akteuren modellhaft für Köln eine Strategie zur Förderung der Integration und Teilhabe von 
Kindern und Jugendlichen aus rumänischen und bulgarischen Zuwandererfamilien entwickelt 
und erprobt.  
„Angle Dikhas“ wurde in der Entwicklungs- und Erprobungszeit über insgesamt drei Jahre als 
Modellprojekt über das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes 
Nordrhein-Westfalen mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. 
Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit zeigen das Potential des Konzeptes und auch den 
Bedarf einer Umsetzung über das Ende der Projektlaufzeit hinaus und seiner festen 
Installierung in der Kölner Bildungslandschaft. 
2.1. Bilanz der bisherigen Arbeit 
Der Einsatz von „Angle Dikhas“ hat die Bildungschancen der Teilnehmenden und die 
Motivation zur Weiterbildung sowie den schulischen Erfolg nachhaltig verbessert. Seitens der 
Schulsozialarbeit, von Schulleitungen, Klassenlehrer*innen und anderen Akteuren der 
Jugendhilfe sowie von Akteuren der Familienhilfen und aus den Sozialräumen wurde uns 
mehrfach zurückgemeldet, dass dieses Projekt sinnvoll und effektiv sei, den Verbleib im 
Bildungssystem erfolgreich unterstütze und die Integration der Kinder und Jugendlichen im 
Stadtteil und in der Schule fördere. 
2.1.1.Statistik des gesamten Projektzeitraums von drei Jahren (Nov. 2016- Okt. 2019): 
 Gesamtzahl der Teilnehmer: 165 (Eltern: 57 /Kinder und Jugendliche: 108) 
 Aus dem Projekt ausgeschieden: 80

3 
 
 Häufigkeit und Zeitdauer der Zusammenarbeit: von 3 bis 25 Kontakten pro Klient incl. 
Eltern (sei es Erstkontakt, Beratung, Begleitung, Elternarbeit etc.). Dies ergibt eine 
Kontakthäufigkeit von durchschnittlich ca. 14 Kontakten pro „Fall“.  
Die Betreuungsdauer variiert stark: von 2 Monaten bei Klienten, die weitervermittelt 
werden, bis zu 3 Jahren im Extremfall. Das ergibt eine durchschnittliche Zeitdauer der  
Zusammenarbeit von ca. 1,5 Jahren pro Klient. 
 
 Alter der Kinder und Jugendlichen: 
Alter Anzahl 
11-12 Jahren  8 
13-14 Jahren 22 
15-16 Jahren 29 
17-18 Jahren 24 
19-20 Jahren 25 
 
 Verbleibquote der Kinder und Jugendliche: 
Im Regelsystem verblieben 86 
An Berufskollegs weitervermittelt 18 
An Jugendwerkstätten weitervermittelt 16 
An unsere Sozialberatung im Rom e.V. 
weitervermittelt 
12 
 
 Mitarbeiter-Besuche in Schulen und Institutionen: 163 
 Hausbesuche: 291 
 
3.  Zielgruppenerweiterung und Erweiterung der Zielsetzung 
3.1 Zielgruppe 
Unsere Zielgruppe waren bisher Kinder und Jugendliche von 12 bis 16 Jahren aus 
rumänischen und bulgarischen Zuwanderfamilien, vorwiegend mit Roma-Hintergrund. 
Im Vordergrund der Projektarbeit stand die kleinschrittige und niedrigschwellige 
Integrationsförderung der Jugendlichen und ihrer Familien: Erhöhung ihrer Motivation zum 
regelmäßigen und erfolgreichen Schulbesuch, ggf. Vermittlung in andere Bildungs- und 
Berufsorientierungsmaßnahmen;  Entwicklung von Zukunftsperspektiven.  
Im Hinblick auf die bisher gemachte Erfahrung scheint eine Konzept-Korrektur bezüglich 
der Zielgruppe in drei Punkten notwendig: 
 Erweiterung der Zielgruppe auf Schüler*innen mit Roma Hintergrund aus 
Südosteuropa

4 
 
Im Laufe unserer Arbeit kam von vielen schulischen und außerschulischen Akteuren der 
Hinweis auf den massiven Unterstützungsbedarf der Kinder und Familien mit Roma-
Hintergrund aus dem gesamten südosteuropäischen Zuwanderungsgebiet.  
Aus diesem Grund wurde konzeptionell die Zielgruppe auf alle südosteuropäischen Roma 
Schulkinder und –jugendlichen inklusive derer Familien festgelegt. 
 Angebote für Jahrgangsstufen, nicht für Altersgruppen. 
Kinder von Migranten haben häufig eine Schulbiografie, die sich stark von der gleichaltrigen 
Jugendlicher unterscheidet, die in Deutschland aufgewachsen sind. Die prekäre Lebenslage, in 
der sie und ihre Familien sich befinden, die Flucht, die diversen existenziellen Probleme und 
auch das unterschiedliche Bildungsverständnis führen dazu, dass sie die Schule wenig oder 
gar nicht besucht haben. Deshalb entspricht das Alter der Jugendlichen häufig nicht dem ihrer 
Mitschüler*innen. Aus diesem Grund finden wir es wichtig, unsere Projektteilnehmenden, 
unabhängig vom Alter, aber entsprechend der Jahrgangsstufe, bis hin zur erfolgreichen 
Teilnahme an KAoA zu fördern. 
 Zusätzlicher Schwerpunkt der Zielgruppe: Schüler*innen am Beginn der SEK I 
Die Übergangsphase von der  Grundschule zur weiterführenden Schule ist für alle Kinder 
herausfordernd und risikobehaftet. Für Schüler*innen aus bildungsfernen Familien mit 
gebrochenen Bildungsbiografien ist der Übergang durch zusätzliche Hürden erheblich 
erschwert und abbruchgefährdet, unter anderem wegen mangelnder Sprachkenntnisse der 
Eltern, Ängsten und Unwissenheit über das deutsche Schulsystem.  
Erfahrungen zeigen, dass die fünfte Klasse enorm wichtig für die schulische Entwicklung und 
Weiterentwicklung der Schüler*innen ist. Die Kinder, die gut in der fünften Klasse 
zurechtkommen, zeigen auch in den weiterführenden Klassen gute Leistungen. Und 
umgekehrt: Viele Jugendliche gehen „verloren“, falls die entsprechenden Förderinstrumente 
nicht rechtzeitig angewendet werden. Aus diesem Grund sollten die Kinder und Jugendlichen 
schon in der fünften Klasse in unser Projekt aufgenommen werden. 
Ganz im Sinne der „Eckpunkte zur Integration von neu zugewanderten Kindern und 
Jugendlichen in Kölner Schulen“1 möchten wir zu den integrativen Prozessen der 
Menschen mit Migrationshintergrund beitragen und ihnen helfen, ihre Potenziale zu erkennen, 
zu entwickeln und anzuwenden. Dies sind lange und schwierige Prozesse, die ein hohes Maß 
an Geduld, Verständnis, Sensibilität und Hilfsbereitschaft seitens aller Akteure verlangen.  
3.2. Jugendhilfe- Schulaufsicht – Projektträger: gemeinsame Ziele: 
Der Rom e.V. ist vor allem der Realisierung des Menschenrechtes auf Bildung und den damit 
verbundenen besseren Lebens- und Berufsperspektiven der Roma verpflichtet.  
Die gemeinsame Zielsetzung im Projekt orientiert sich an den Bedarfen der 
Projektteilnehmenden und an ihrer Ausgangslage. 
                                                           
1„Eckpunkte zur Integration von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen in Kölner Schulen“ 
https://zmi-koeln.de/wp-content/uploads/2018/11/eckpunkte_zmi.pdf

5 
 
Unsere gemeinsamen Bestrebungen bezüglich aller projektteilnehmenden Kinder und 
Jugendlichen sind:  
 Schulbesuch möglich machen 
 Jugendliche in der Regelschule halten 
 Regelmäßigen Schulbesuch etablieren und absichern 
 Schulische Leistungen verbessern 
 Hemmungen gegenüber dem deutschen Schulsystem abbauen 
 Den Wert der Bildung und der schulischen Systeme in Roma-Familien vermitteln 
 Das schulische Umfeld für die Problematiken der Roma sensibilisieren 
 Die Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule nachhaltig 
verbessern 
 Schulische Akteure für das Potenzial der Roma- Kinder und Jugendlichen 
sensibilisieren 
 Nachhaltige Arbeitsinstrumente und Arbeitsstrukturen entwickeln,  die das Ende 
unseres Einsatzes in den jeweiligen Schulen überdauern 
 Den Übergang Schule-Beruf sichern 
Die von uns gewünschte Erweiterung unsere Zielgruppe ist mit neuen Herausforderungen 
verbunden. Bisher haben wir unsere Kräfte hauptsächlich in dem Spannungsfeld „Übergang 
Schule-Beruf“ konzentriert. Künftig soll unser Fokus auch auf den Beginn der Klasse 5 
gerichtet werden. 
Zielsetzung zu Beginn der SEK I: 
 Einstieg in die Sekundarschule bedarfsgerecht gestalten.  
 Den Kindern Mut machen, ihr Interesse an und ihre Motivation für die neue 
Schulform steigern.  
 Einbeziehung des Elternhauses durch Information und Beratung 
Zielsetzungen im Hinblick auf den Übergang „Schule-Beruf“: 
 Frühzeitige Vorbereitung (ab Klasse 8) der Integration in bestehende Bildungs- und 
Berufsorientierungsstrukturen. 
 Zugang zu den Standardelementen der Landesinitiative „KAoA“ ermöglichen. 
 Übergabe an die Fachkräfte des Regelsystems und Begleitung des Übergabeprozesses 
(Siehe Punkt 4.3.2.) 
 
4. Arbeitsmethoden 
Um die gesetzten Ziele zu erreichen, haben wir verschiedene „Instrumente“ und Strategien 
erarbeitet. Da sich diese in der Modellprojektphase bewährt haben, möchten wir sie weiter als 
Kernelemente unserer Arbeitsmethodik anwenden.

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4.1.Schaffen einer Vertrauensbasis: 
Um erfolgreich das Schulförderprojekt durchzuführen und dementsprechend die gesetzten 
Ziele zu erreichen, war und ist das Schaffen von Vertrauen eine Grundvoraussetzung. Dies ist 
nur möglich durch ein hohes Maß an Verständnis und ein breites Spektrum an Wissen über 
die Roma-Kultur und eine andere kulturell bedingte Weltanschauung und differierende 
Erziehungsstile.  
Die gemachten Hausbesuche, Beratungsgespräche, Begleitungen und intensive Elternarbeit 
bieten Gelegenheit, eine Beziehung zu den Projektteilnehmenden aufzubauen und ihnen den 
soziokulturellen und institutionellen Zugang zur Aufnahmegesellschaft zu erleichtern, indem 
wir Hemmschwellen abbauen und Wissen vermitteln. 
4.2. Hausbesuche: 
Durch den kulturellen Hintergrund der Mitarbeitenden (Roma-Hintergrund der 
Schulmediatoren) kommen die Hausbesuche relativ schnell zustande, da das ursprüngliche 
Misstrauen der Zielgruppe schnell abgebaut wird. Hierfür sind die Sprach- und 
Kulturkenntnisse entscheidend.  
Der tiefe Einblick in die Familienstruktur der Zielgruppe und ihre aktuelle Wohn- und 
Lebenssituation erlaubt, die Kernprobleme der jeweiligen Familien zeitnah zu erkennen. So 
können die Familienverhältnisse beobachtet, dementsprechend Schlüsse gezogen und je nach 
individuellem Bedarf geeignete Strategien für die Jugendlichen entwickelt werden. So haben 
zum Beispiel einige Familien eine offene und modernere Lebenshaltung und wir können 
sofort auf die Mitwirkung der Eltern bei der Beschulung der Kinder zählen, während andere 
Familien sehr traditionell sind; daher soll eine kultursensiblere Annährungsweise angewendet 
werden und Schritt für Schritt Zwischenziele gesetzt werden.  
Darüber hinaus steigt die Bereitschaft der Klienten (in der vertrauten Atmosphäre des eigenen 
Zuhauses) Hilfe anzunehmen. Das erleichtert die Beratungs- und Überzeugungsarbeit, das 
Aufzeigen von Möglichkeiten und Perspektiven sowohl für die Eltern als auch für die Kinder 
erheblich. 
Im Hinblick auf die Erweiterung der Zielgruppe auf die fünfte Klasse werden bei Bedarf noch 
intensivere Hausbesuche geplant, damit die Kinder das Gefühl von Sicherheit bekommen und 
eine allgemein positive Einstellung gegenüber der Schule entwickeln.  
Außerdem wohnen viele der Kinder und Jugendlichen aus Südosteuropa in 
Flüchtlingsheimen. Ein Besuch in den Heimen dient auch als Brücke zwischen der 
Aufnahmegesellschaft und den Projektteilnehmenden. 
4.3. Beratung und Begleitung: 
4.3.1.Beratung: 
Aufgrund des hohen Maßes an Vertrauen, das uns unsere Projektteilnehmenden schenken, 
können wir effektive und individuell angepasste Beratungen und Begleitungen durchführen.

7 
 
Bisher fanden viele der Beratungsgespräche im Rom e.V.  statt. Künftig sollen  Beratungs- 
und Infogespräche vermehrt im Rahmen der Sprechstunde an den Schulen stattfinden. 
Kernelement der Beratungsgespräche sind die Aufklärungs- und Informationsgespräche 
(so zum Beispiel wissen viele Roma- Eltern nicht was „Schulpflicht“ bedeutet oder dass sie 
im Krankheitsfall die Schule über die Abwesenheit ihres Kindes informieren sollen), als auch 
motivierende Gespräche mit den schulpflichtigen Kindern. 
Im Rahmen unseres Beratungsangebots helfen wir den Projektteilnehmenden, einige 
Probleme praktischer Natur zu bewältigen, wie zum Beispiel das Ausfüllen von Formularen 
(Beantragung von Schülertickets und Leistungen des BuT), Übersetzung und Erläuterung 
von Dokumenten, Ausfüllen des Berufswahlpasses, Suche nach betrieblichen Praktika,  
Anfertigung von Lebenslauf, etc. 
4.3.2.Begleitung: 
Um der Zielgruppe effektiv helfen zu können, sind Beratung und Information allein meistens 
nicht genug, denn es fehlt häufig an Umsetzungskapazität seitens der Zielgruppe (Gründe: 
fehlenden Sprachkenntnisse, Angst, Unwissen, etc.). Deshalb ist die „Begleitung“ als 
Arbeitsinstrument äußerst wichtig für die erfolgreiche Anbindung der Jugendlichen an das 
deutsche Schulsystem.  
So sollen weiterhin Begleitungen zu den Standardelementen der Landesinitiative „KAoA“ 
möglich sein. Besonderer Unterstützungsbedarf zeichnet sich im Rahmen der Berufsfelder-
Erkundung und der betrieblichen Praktika ab. Bei Bedarf und in Abstimmung mit den 
Fachkräften des Regelsystems sollen  die Jugendlichen wie bisher begleitet werden, um sich 
über mögliche Praktikumsplätze zu informieren oder sich vor Ort für schon zugesagte 
Praktikumsstellen anzumelden.  
Auch die Weitervermittlung unserer Jugendlichen an Berufskollegs oder Jugendwerkstätten 
bedarf in der Regel unserer Unterstützung in Form einer Begleitung durch das ganze 
Verfahren hindurch: vom Infotermin bis hin zur Anmeldung vor Ort. 
4.4 Kooperation mit schulischen und außerschulischen Akteuren: 
Mit vereinten Kräften, in Zusammenarbeit mit unseren schulischen und außerschulischen 
Kooperationspartnern, konnten wir den Weg zur nachhaltigen Integration unserer 
Projektteilnehmenden ebnen. Dies möchten wir auch in der Zukunft fortsetzen. 
Besonders erwähnenswert ist die Zusammenarbeit mit dem Amt für Kinder, Jugend und 
Familie und dem Schulamt für die Stadt Köln, mit dem Kommunalen Integrationszentrum, 
mit Interkulturellen Zentren, Sportvereinen, Jugend- und Freizeitzentren, Trägern der 
Potentialanalysen, Jugendwerkstätten, Jugendmigrationsdiensten und Beratungsstellen in den 
Sozialräumen. 
Mit der Erweiterung der Zielgruppe auf Roma aus dem gesamten südosteuropäischen 
Zuwanderungsgebiet wird künftig die Kooperation mit Flüchtlingsheimen wichtig sein, wie 
auch die noch intensivere interne Kooperation zwischen „Angle Dikhas“ und der

8 
 
Beratungsstelle des Rom e.V., da man nur durch die Stabilisierung der prekären 
aufenthaltsrechtlichen Lage der Familien auf kontinuierliche schulische Erfolge seitens der 
Kinder hinarbeiten kann. 
Unsere Kooperation mit den Schulen zeichnet sich dadurch aus, dass sie flexibel auf die 
Bedarfe der einzelnen Schulorte eingeht: Elternsprechtage/Beteiligung an 
Beratungsgesprächen mit Klassenleitungen, Konflikt- und Mediationsgespräche in Schulen, 
Beratungs- und Teilnahme an Hilfeplangesprächen mit Institutionen aus Jugendhilfe und 
Schule, Unterstützung bei BuT-Anträgen, Elterncafés in Schulen u.a. 
Darüber hinaus soll weiterhin die Sensibilisierung des schulischen Umfelds durch 
Kommunikation stattfinden. Dies kann am besten durch „Runde Tische“ erfolgen (mit allen 
an dem Prozess Beteiligten- Schüler*innen, Eltern, Lehrer, ggf. Schulsozialarbeiter*innen, 
ASD, Projektmitarbeiter*innen).  Mit den schulischen Akteuren sollen, wie bisher, 
regelmäßige Gespräche zum Informationsaustausch installiert werden. Ziele:         
 Austausch über einzelne Kinder und Jugendliche   
  Informationen über kulturelle und vor allem soziale Hintergründe, z.B. für 
unpünktliches Erscheinen, Materialprobleme und häufiges Fehlen    
 Sensibilisierung der schulischen Akteure für die Zielgruppe.  
Neben dem Austausch über einzelne Kinder und Jugendliche soll in diesen Runden  mittels 
Informationen über kulturelle und vor allem soziale Hintergründe, z.B. für unpünktliches 
Erscheinen, Materialprobleme und häufiges Fehlen, für die Zielgruppe sensibilisiert werden. 
Nur wenige Lehrer*innen kennen die Lebensbedingungen der zugewanderten Familien mit 
prekären Beschäftigungsverhältnissen. Daher sollen unsererseits bei Bedarf auch Schulungen 
und Workshops angeboten werden.  
In diesem Rahmen stellen wir den Kollegien und Netzwerkpartnerschaften bei Bedarf 
Leitfäden zur Elternarbeit zur Verfügung; die Projektergebnisse werden in die Entwicklung 
von ansprechenden Arbeitsmaterialien, z.B. zur Berufsfeld-Erkundung und in 
Handreichungen für Lehrer*innen einfließen.  
4.5 Elternarbeit: 
Ein Kernelement unserer Arbeit ist die Elternarbeit. Die Einstellung der Eltern gegenüber 
„Schule“ und „Bildung“ ist ausschlaggebend für unsere Arbeit mit den Jugendlichen.  
Die Erfahrung zeigt, dass in Familien, in denen sich eine Lernkultur etablieren konnte und in 
denen Elternteile selbst zur Schule gegangen sind oder Deutschkurse besucht haben, die 
schulische Erfolgsquote der Kinder und Jugendlichen größer war als in solchen, wo Eltern 
selbst Analphabeten waren oder keinen Wert auf Bildung legten. 
Mit einem hohen Maß an interkultureller Sensibilität konnten wir zahlreichen Familien ein 
neues Bild und eine neue Einstellung gegenüber „dem Wert“ und Sinn der Bildung vermitteln 
und neue Lebensperspektiven für die ganze Familie schaffen.

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Neben den Hausbesuchen, Beratungsangeboten und Einzelgesprächen sind die von uns  
durchgeführten Elterncafés „Kafavás“ ein Bestandteil unserer Elternarbeit. Das gut besuchte 
Angebot zeichnet sich durch eine sehr familiäre Atmosphäre aus, wo ein produktiver 
Austausch zwischen den jeweiligen Familien stattfindet und wir Gelegenheit zu Aufklärungs- 
und Überzeugungsarbeit haben. 
Um eine möglichst erfolgreiche Arbeit leisten zu können, bilden sich unsere 
Mitarbeiter*innen zu professionellen Elternbegleitern aus, indem sie Kurse zur Qualifizierung 
als  Elternbegleiter*in im Rahmen des ESF_ Bundesprogramms „Elternchance II- Familien 
früh für Bildung gewinnen“ im Februar 2020 absolvieren werden. Einer unserer Kollegen hat 
bereits die Qualifizierung absolviert. 
4.6 Lerngruppe: 
Seit März 2017 finden in den Räumlichkeiten des Rom e.V. wöchentlich Lerngruppen statt, 
wo jeder der Jugendlichen sich bezüglich seiner/ihrer Schulerfahrung und Schulproblematiken 
austauschen kann. Die  Lerngruppen haben sich als sehr effektiv in Richtung Übermitteln von 
Lernstrukturen und Lernmethoden erwiesen. Aus diesem Grund sind sie besonders wichtig für 
die Fünft- und Sechstklässler. Zukünftig möchten wir durch Motivations- und 
Überzeugungsarbeit auch die Schüler aus der fünften Klasse dazu animieren, unsere 
Lerngruppen zu besuchen. 
Zusammen mit fachlichen Schulpaten werden verschiedene Lernprobleme bewältigt und 
kognitiv fördernde Aufgaben gemacht (Hausaufgaben - Mathematik und Sprache, Literatur). 
Unsere Schulmediatoren optimieren die Kommunikation zwischen Jugendlichen und 
ehrenamtlich Tätigen. Die Tür der Lerngruppe steht allen der Zielgruppe offen.  
4.7 „Warme“ Übergabe 
Wie bereits geschildert ist die Eingewöhnungsphase unserer Kinder in die fünfte Klasse 
erheblich schwieriger als für die deutschen Schüler*innen, da auch Traumata, Angst, 
sprachliche Defizite und ein Mangel an Resilienz vorhanden sind. Daher möchten wir das 
Ankommen in den neuen Lebensabschnitt so „sanft“ wie möglich gestalten und bei Bedarf die  
Kinder für den Anfang von dem vertrauten häuslichen Umfeld abholen und zur Schule 
begleiten. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass eine solche Unterstützung den Schülern sehr 
effektiven Halt gibt und ihnen das Eingewöhnen in ein neues schulisches Umfeld erleichtert. 
5. Weiterentwicklung des Projektes im Rahmen der Verstetigung  in die Kölner 
Bildungslandschaft.  
5.1. Feste Anbindung an bestimmten Schulen 
Um unsere Kapazität besser einsetzten zu können, soll das Projekt an bestimmten Schulen, die 
das Schulamt auswählt, fest angebunden sein.  
Im Hinblick auf die Rückmeldung des Schulamtes bezüglich der Schulen mit dem höchsten 
schulischen Bedarf, werden die Arbeitskräfte des Projekts bedarfsgerecht an folgenden zwei 
Schulen eingesetzt:

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1. Hauptschule Kopernikus, Bonner Str. 40, 51145 Köln (Porz  Eil) 
2. FS Wilhelm-Leyendecker-Schule, Leyendeckerstraße 20-24, 50825 Köln  
In Abstimmung mit den Fachkräften der jeweiligen Schulen werden die Roma-Familien 
ausgewählt, mit denen wir arbeiten werden. In regelmäßigen Abständen werden Runde Tische 
zum Austausch zwischen Schule und dem „Angle Dikhas“- Team installiert. Zu dem 
Austausch (Evaluierung und Weiterentwicklungsstrategien) werden auch Fallbesprechungen 
gehören, mit der Möglichkeit, sich von bestimmten Familien „abzulösen“ (falls kein Bedarf 
mehr besteht oder die Familienproblematiken über unseren Rahmen hinausgehen und die 
Familien weitervermittelt werden sollen). An ihrer Stelle werden, in Abstimmung mit der 
Schule, neue in das Projekt aufgenommen.  
Da wir mehr Schulen bei dem Integrationsprozess unserer Zielgruppe unterstützen möchten, 
finden wir ein Rotationsprinzip der Kooperation sehr sinnvoll; die zeitlichen Rahmen der 
Zusammenarbeit mit den Schulen sollen flexibel gestaltet werden, je nach Bedarf der 
jeweiligen Schulen.  
Wenn der Förderbedarf in der jeweiligen Schule nicht mehr vorhanden ist, würden wir 
bedarfsgerecht und in Abstimmung mit den Fachkräften der Schule die Zusammenarbeit 
beenden und stattdessen eine neue Schule ins Projekt aufnehmen, in der größerer Bedarf 
besteht. 
Mit Schulen, wo trotz Langzeit-Zusammenarbeit einen erhöhter Unterstützungsbedarf 
weiterhin besteht, werden wir gerne die Zusammenarbeit fortführen. 
So könnte mittel- und längerfristig nicht nur der Zugang zur Ressource Bildung, sondern auch 
der zu qualifizierter Ausbildung/Arbeit für immer mehr Roma-Schüler*innen möglich 
gemacht werden.  
Über die feste Bindung an konkreten Schulen hinaus und parallel zu dem 
Verstetigungsprozess, wird ein Zeitraum von drei Monaten angestrebt (bis 31.03.2020), um 
die Projektteilnehmenden, mit denen wir momentan arbeiten, weitervermitteln zu können. Wir 
behalten uns auch nach dieser „Ablösezeit“ das Recht vor, besonders schwierige Fälle 
weiterhin zu betreuen.  
5.2. Arbeitsablauf 
Der Einsatz der einzelnen Methoden gestaltet sich im Projektverlauf wie folgt: 
In Phase I (Vorbereitung) findet die Kontaktaufnahme mit den Schulleitungen, 
Lehrer*innen, bereits vorhandenen Mediator*innen und Sozialarbeiter*innen der beteiligten 
Schulen statt; die Kooperationsrahmenbedingungen werden vereinbart; über Gespräche und 
Befragungen wird der Unterstützungsbedarf gemeinsam ermittelt und abgestimmt. 
Raumkapazitäten in den Schulen müssen erfragt werden. Die Vernetzung zwischen allen 
Akteuren beginnt. Arbeitspakete werden definiert. Zum Auftakt der Zusammenarbeit stellen 
wir das Projekt im Rahmen einer Lehrerkonferenz vor.

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In Phase II (Halten und Binden) wird die regelmäßige aufsuchende und nachgehende 
Elternarbeit fortgesetzt und eine Beziehung zu den einzelnen Familien hergestellt: Durch 
Anbieten von Unterstützung, Überzeugungsarbeit, Aufzeigen von Möglichkeiten und 
Perspektiven sowohl für die Eltern als auch für die Kinder. Durch Begleitung zu 
ausgewählten Terminen oder Veranstaltungen entsteht eine belastbare Zusammenarbeit - nur 
regelmäßige Elternarbeit ist erfolgreich. 
Mit den Schüler*innen finden nach einer ersten Kontaktaufnahme Motivations- und 
Perspektivengespräche statt - wenn möglich mit Zielvereinbarungen. Auch Krisenintervention 
kann notwendig sein. 
Die einzelnen Elemente der Elternarbeit werden installiert: Hausbesuche, Einzelberatung, 
individuelle Begleitung, Elterncafe. Entsprechend der abgestimmten Bedarfe werden die 
Angebote in den einzelnen beteiligten Schulen und/oder als gemeinsame Angebote im 
Quartier und/oder in den Räumlichkeiten des Trägers eingerichtet. Ebenso starten die 
„Runden Tische“, an denen neben den betroffenen Schüler*innen die am jeweiligen 
Einzelfall beteiligte Projektmitarbeiter*innen, Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen, 
ggf. auch Eltern, teilnehmen und die in dieser Phase vorrangig dem einzelfallbezogenen 
Informationsaustausch dienen. 
In Phase III (Festigung und Weitergabe) in der fünften und achten Klasse werden „Runde 
Tische“ zwischen den jeweils Beteiligten fortgesetzt, in denen über bisherige mögliche 
Probleme und Erfolge informiert sowie das weitere Vorgehen geplant wird.  
Die gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse über die Arbeit mit der Zielgruppe soll 
weitergegeben werden. Der Zugang zu den Schülern kann auch nach Abschluss des Projekts 
durch eine sorgfältige „Fallübergabe“, mehrsprachige Arbeitsblätter in einfacher Sprache und 
Elternbriefe erarbeitet werden, damit nach Ende des Projekts die Nachhaltigkeit gesichert ist.  
Bei Abschluss der Arbeit an einem Schulstandort veranstaltet der Träger zwecks transparenter 
Erfahrungssicherung eine Übergabekonferenz mit allen Beteiligten.  
5.3. Interne Arbeitsaufteilung. 
Unser Team versteht sich als Integrationslotsen und besteht aus drei Mitarbeiter*innen - eine 
Teamleiterin und zwei Schulmediator*innen, die auch übersetzen. Die Aufgaben der 
Teamleiterin sind, die  Rahmenbedingungen der pädagogischen Arbeit mit den Eltern zu 
schaffen sowie die Koordinierung des Einsatzes aller Mitarbeiter*innen, als auch  die 
Kontaktpflege mit allen schulischen und außerschulischen Akteuren; dazu  
Kriseninterventionen, Berichtswesen und die Dokumentation des Projekts. Hausbesuche, 
Elternbegleitung, Schülerbegleitungen und Beratungen können ebenfalls von der Leitung, je 
nach zeitlicher Kapazität, durchgeführt werden. Eine Unterstützung durch Honorarkräfte ist 
wünschenswert, da diese flexibel nach aktuellen Bedarfen eingesetzt werden können. 
Die Mitarbeiter arbeiten in doppelter Funktion: einmal als Mediatoren, also als Vermittler 
Lehrer - Schüler, Eltern- Lehrer, Schüler - Schüler; dann aber auch als Integrationslotsen für 
die Schüler*innen ins Schulsystem, wie auch in die Anfänge der Berufsvorbereitung.

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Nicht zuletzt stellen sie über sprachliche (Sprachkenntnisse in verschiedenen Dialekten des 
Romanes, Bulgarisch, Mazedonisch, Serbokroatisch, Albanisch und sind im Team vorhanden) 
und kulturelle Vertrautheit einen engen persönlichen Kontakt zu den Kindern, Jugendlichen 
und ihren Familien her. 
Ihre Aufgaben sind flexibel und an den abgestimmten Bedarfen ausgerichtet: Abholen 
einzelner Schüler*innen, Begleitung zum Unterricht, Unterstützung bei Lehrergesprächen und 
Ämter-Besuchen. Eine wichtige Funktion haben Einzelgespräche und Gruppenangebote. 
Die Mediatoren-Funktion wird benötigt bei der Durchführung von Hausbesuchen und 
Elternabenden/Elterncafés (Vermitteln und Übersetzen). 
Sehr wichtig sind der Austausch und die Kommunikation zwischen Teamleitung und 
Schulmediatoren. Er findet in Form von Berichten und regelmäßigen Teamsitzungen statt.  
Im Hinblick auf unsere Ressourcen und unsere bisherige Arbeitserfahrung rechnen wir mit 
einer Betreuungskapazität von ca. sechs bis acht Familien pro Mitarbeiter. 
6. Erfolgsindikatoren 
 Aktive transparente Zusammenarbeit im schulischen Umfeld 
 Verbleib der Jugendlichen in der Regelschule 
 Regelmäßiger Schulbesuch  
 Gestiegene Motivation und Interesse der Projektteilnehmenden und ihrer Eltern 
gegenüber dem Schulprozess 
 Verbesserte Kommunikation zwischen Schule und Eltern (zum Beispiel 
Krankenmeldung abgeben, Schule kontaktieren, an Veranstaltungen und 
Elterngesprächen teilnehmen, etc.) 
 Etablierung einer nachhaltigen Sensibilisierung des schulischen Umfeldes  
 Erfolgreiche Weitervermittlung der Jugendlichen (KAoA) 
 Interesse gegenüber der Bildungs- und Berufsorientierung 
 Eigeninitiative seitens der Eltern und der Schüler*innen 
6.1 Messkriterien des Erfolges 
Die Problematiken unserer Zielgruppe variieren stark, da die Ausgangslage der einzelnen 
Familien unterschiedlich ist. Während eine bulgarische Familie hauptsächlich Probleme 
finanzieller Natur hat, da Bulgarien Mitglied der EU ist, sind die Probleme der geflüchteten 
Menschen fast immer verbunden mit einem unklaren Aufenthaltsstatus. Auch der 
Bildungsstand jedes Kindes variiert stark. Daher stellt die Einführung allgemeingültiger 
Messkriterien für den Erfolg eine große Herausforderung dar.  
Im Hinblick auf diese Tatsache haben wir versucht, Evaluierungskriterien festzulegen, die mit 
der Tendenz zur Verbesserung der individuellen Lage verbunden sind. 
Messkriterien schulischer Erfolg seitens der Projektteilnehmenden: 
 Reduzieren der individuellen Fehlstunden (pro Monat nicht mehr als 20 
unentschuldigte Fehlstunden)

13 
 
 Verbesserung der individuellen, schulischen Leistung (Orientierung anhand der 
Schulzeugnisse).  
 Verlässliche Teilnahme an den Standardelementen von KAoA 
Feedback seitens des schulischen Umfelds: 
 Fragebogen zur Evaluation der Zusammenarbeit. Er bietet den Beteiligten die 
Gelegenheit eines jährlichen Feedbacks bzgl. der Wirksamkeit unsere Einsatzes und 
unserer Zusammenarbeit abzugeben. Danach evaluieren wir die Ergebnisse. 
 Verbleibquote der Schüler im schulischen Regelsystem.  
 Vermittlungsquote im Rahmen der Begleitung des Übergangprozesses „Schule-Beruf“ 
Über die transparente Umsetzung und abgestimmte Weiterentwicklung der Arbeit müssten 
sich die Beteiligten in regelmäßigen Abständen verständigen. Folgende Treffen sollen künftig 
stattfinden: 
 Jährliches Reflektionsgespräch mit Jugendamt, Schulamt, Rom e.V., Kommunalem  
Integrationszentrum, KAoA, RBB 
 Qualitätsentwicklungsgespräche mit Jugendamt und Schulamt, zweimal jährlich, zur 
kleinschrittigen Weiterentwicklung des Konzepts und Evaluierung der 
Bedarfssituation 
 Netzwerk- Treffen: Runder Tisch mit Rom e.V., KI und anderen Roma-Projekten 
 Reflektionstreffen mit den schulischen Fachkräften zwecks Austausch, Evaluierung 
und Weiterentwicklungsplanung in regelmäßigen Abständen (jeden zweiten Monat)

Beschlussvorlage Ausschuss

3900 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
IV/51/511 
 
Vorlagen-Nummer 
 4363/2019 
Freigabedatum 
08.01.2020  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Jährliche Förderung aus kommunalen Mitteln für die Maßnahme „Angle Dikhas“ des Trägers 
Rom e.V. ab dem 01.01.2020 
Beschlussorgan 
Jugendhilfeausschuss 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Jugendhilfeausschuss beschließt die Förderung des Integrationsprojektes „Angle Dikhas“ 
des Trägers Rom e.V.. 
Die hierfür benötigten Finanzmittel in Höhe von 143.000 € stehen im Teilergebnisplan 0606 – 
Hilfen für junge Menschen und ihre Familien,  – Teilplanzeile 15 - Transferaufwendungen, 
Sachkonto 531800 – Zuschüsse an übrige Bereiche – ab dem Haushaltsjahr 2020 zur Verfü-
gung. 
 
 
 
Jugendhilfeausschuss 28.01.2020

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  143.000 € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren wurde das Projekt „Angle Dikhas“ zur Integration und 
Teilhabe von Kindern und Jugendlichen aus rumänisch und bulgarischen Zuwandererfamilien durch 
den Träger Rom e.V., in enger Kooperation und Begleitung des Amtes für Schulentwicklung und des 
Jugendamtes, in mehreren Schulen erfolgreich umgesetzt. 
Die bisherige Förderung erfolgte über das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Lan-
des Nordrhein-Westfalen mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Die Fördermittel für das 
Jahr 2019 wurden durch das Ministerium vorbehaltlich der nachfolgenden  Weiterführung des Ange-
botes durch die Stadt Köln zur Verfügung gestellt. 
Das Konzept von Angle Dikhas sieht den Einsatz von muttersprachlich ausgebildeten Assistenz- und 
Fachkräften vor, die selbst einen Roma- bzw. Migrationshintergrund haben. Der Ansatz stellt einen 
wichtigen Gelingensfaktor in der Zielsetzung zur Integration der Kinder und Jugendlichen in das 
Schul- und Ausbildungssystem dar.  
Erfolgreich konnten 108 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 11 und 20 Jahren 
durch die kultursensible Unterstützung und bedarfsgerechte Förderung im Regelsystem stabilisiert, 
beziehungsweise in Anschlussmaßnahmen weitervermittelt werden. Maßgeblich hat die intensive 
Elternarbeit zu den Erfolgen beigetragen und wird auch zukünftig genutzt, um eine Vorbildfunktion 
den eher bildungsfremden Zuwandererfamilien zu vermitteln und gleichzeitig eine Brückenfunktion 
zwischen Herkunftsfamilien und dem hiesigen Bildungssystem herzustellen.

3 
Aufgrund bisheriger Erfahrungen mit der Zielgruppe und in Abstimmung mit dem Amt für Schulent-
wicklung wurde das Konzept bedarfsgerecht weiterentwickelt. Zukünftig werden zusätzlich Schülerin-
nen und Schüler in der Übergangsphase von der Grundschule zur weiterführenden Schule begleiten-
de Unterstützung erhalten können.  
Das Angebot von Angle Dikhas soll im Rotationsprinzip an zwei Sek I Schulen eingesetzt werden und 
nach gelungener Zielerreichung, in enger Abstimmung mit den beteiligten Akteuren, zu anderen wei-
terführenden Schulen mit Betreuungsbedarf wechseln. 
Das Konzept des Rom e.V. wird der Beschlussvorlage als Anhang beigefügt.

Beratungsverlauf (1)

28.01.2020 Jugendhilfeausschuss
TOP 2.2.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
4363/2019
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
08.01.2020
Erstellt
16.12.2019 09:22