V/0280/2019
2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 147: „II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)" im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
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V-0280-2019-Anlage-1-Begruendung
87988 Zeichen
Begründung zum Entwurf / Seite 1 von 29
Anlage 1 zur Vorlage Nr. V/0280/2019
Begründung
zum Entwurf der 2. Änderung des Bebauungsplans
Nr. 147 „II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring /
Roxeler Straße)“ im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring /
Domagkstraße
Inhalt Seite
1. Planungsanlass / Planungsgrundlagen ................................................................................................. 3
1.1 Planungsanlass ........................................................................................................................... 3
1.2 Allgemeine Beschreibung des Planvorhabens ............................................................................ 3
2. Geltungsbereich ..................................................................................................................................... 4
3. Planungsrechtliche Situation ................................................................................................................. 5
3.1 Entwicklung aus dem Flächennutzungsplan ............................................................................... 5
3.2 Bestehendes Planungsrecht / Verfahrensablauf ......................................................................... 5
4. Räumliche und strukturelle Situation ..................................................................................................... 6
4.1 Lage und visuelle Prägung .......................................................................................................... 6
4.2 Nutzungsstruktur im Plangebiet und im Gesamtkontext der näheren Umgebung ...................... 6
5. Planungsziele ......................................................................................................................................... 7
6. Inhalte des Bebauungsplans ................................................................................................................. 7
6.1 Grundzüge der Planung .............................................................................................................. 7
6.2 Art und Maß der baulichen Nutzung, überbaubare Flächen, bauliche Gestaltung, Freiflächen . 7
6.3 Verkehrsflächen / Erschließung................................................................................................... 8
6.3.1 Kfz-Anbindung ................................................................................................................... 8
6.3.2 Kfz: Ruhender Verkehr .................................................................................................... 10
6.3.3 Öffentlicher Nahverkehr .................................................................................................. 10
6.3.4 Fuß- und Radverkehr ...................................................................................................... 11
6.3.5 Verkehrliche Festsetzungen ............................................................................................ 11
6.4 Ver- und Entsorgung / technische Infrastruktur ......................................................................... 11
6.5 Sonstige Nutzungsfestsetzungen .............................................................................................. 12
6.6 Grünordnung.............................................................................................................................. 12
6.6.1 Erhaltungsgebot .............................................................................................................. 12
6.6.2 Ausgleichsflächenerfordernis .......................................................................................... 12
6.7 Immissionsschutz ...................................................................................................................... 13
6.7.1 Lärm(vor)belastungen für das Plangebiet ....................................................................... 13
6.7.2 Planbedingte Lärmbelastungen ...................................................................................... 13
6.7.3 Lärmschutz-Alternativen ................................................................................................. 14
6.7.4 Festsetzung zur Sicherstellung des ausreichenden Immissionsschutzes ...................... 18
6.8 Altlasten / Altstandorte ............................................................................................................... 18
6.9 Denkmalschutz / Archäologie .................................................................................................... 18
6.10 Überflutung ................................................................................................................................ 19
7. Flächenbilanz ....................................................................................................................................... 19
8. Auswirkungen auf die Umwelt / Umweltbericht gemäß § 2 a BauGB ................................................. 19
8.1 Rahmen der Umweltprüfung ...................................................................................................... 19
8.2 Kurzdarstellung der Planung ..................................................................................................... 20
8.3 Fachgesetzliche Ziele und Vorgaben des Umweltschutzes ...................................................... 20
8.4 Umweltbeschreibung / Umweltbewertung und Wirkungsprognose ........................................... 21
8.4.1 Mensch / menschliche Gesundheit ................................................................................. 21
8.4.2 Pflanzen und Tiere / biologische Vielfalt ......................................................................... 22
8.4.3 Boden / Fläche ................................................................................................................ 23
8.4.4 Wasser ............................................................................................................................ 24
8.4.5 Klima/-wandelanpassung / Luft ....................................................................................... 24
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
Begründung zum Entwurf / Seite 2 von 29
8.4.6 Landschaft ....................................................................................................................... 25
8.4.7 Kulturgüter und sonstige Sachgüter ................................................................................ 25
8.4.8 Wechselwirkungen .......................................................................................................... 27
8.5 Nichtdurchführung der Planung (Prognose Null-Variante) ........................................................ 27
8.6 Anderweitige Planungsmöglichkeiten ........................................................................................ 27
8.7 Überwachung (Monitoring) ........................................................................................................ 27
8.8 Zusammenfassung .................................................................................................................... 28
9. Gesamtabwägung ................................................................................................................................ 28
10. Realisierung der Planung / Durchführungsmaßnahmen ..................................................................... 29
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
Begründung zum Entwurf / Seite 3 von 29
1. Planungsanlass / Planungsgrundlagen
1.1 Planungsanlass
Das Universitätsklinikum Münster (UKM) beabsichtigt, den Bereich zwischen der Kreuzung A l-
bert-Schweitzer-Straße / Einsteinstraße („Coesfelder Kreuz“) und dem Rishon -Le-Zion-Ring
umzugestalten und umfassend zu bebauen. Dort soll en der Forschungscampus Ost, ein Ser-
vicezentrum sowie ein Studienlabor entstehen.
Grundlage der Planung ist ein städtebauliches Gesamtkonzept der Nickl & Partner Archite k-
ten AG. Es wurde vom Planungsausschuss am 04.10.2018 positiv zur Kenntnis genommen.
Momentan stehen der vollständigen Verwirklichung des Projektes noch Festsetzungen des B e-
bauungsplanes 147 „II. Westtangente (Kardinal -von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“ entgegen.
Einen Beschluss zur Einleitung des Änderungsverfahrens hat der Rat der Stadt in seiner Si t-
zung am 29.06.2016 getroffen.
1.2 Allgemeine Beschreibung des Planvorhabens
Der vorliegende Bebauung splan-Änderungsentwurf hat die Neuordnung der Erschließung zum
Gegenstand. Sie ist Voraussetzung zur Freigabe bislang als Straße genutzter Flächen. Pla-
nungsrechtliche Grundlage für die Bebauung soll § 34 BauGB sein.
Das städtebauliche Gesamtkonzept gliedert sich grob auf in folgende Bestandteile:
Forschungscampus Ost
Östlich soll sich entlang der Domagkstraße ein For-
schungscampus in modulartiger Bauweise erstrecken. Mit
einem von Nord nach Süd verlaufenden gemeinsamen Ver-
bindungsgang werden geplante Gebäude (Me dForCe im
Nordosten, Body&Brain im Südosten) unterschiedlicher H ö-
hen (vier- bis fünfgeschossig) aneinandergereiht.
südlicher Parkhausneubau
Das Vorhaben wird zum Teil auf Flächen errichtet, die bi s-
lang der Bereitstellung von Stellplätzen dienten. Für den E r-
satzbedarf und die neuen Nutzungen soll der Stellplatzbe-
darf im Plangebiet gedeckt werden. Hierzu ist in Höhe der
Sertürnerstraße ein Parkhaus mit ca. 350 bis 400 Stellplät-
zen vorgesehen.
Abbildung 1: Gesamtkonzept
UKM Forschungscampus Ost
Kreuzungsbereich Rishon-Le-Zion-Ring / Sertürnerstraße
Im Nordosten des Plangebietes wird die vorhandene Abkröpfung der Domagkstraße auf
den Rishon-Le-Zion-Ring entbehrlich, da das künftige Parkhaus im Südosten des Plang e-
bietes zur Erschließung über den kurzen südlichen Domagk straßenabschnitt direkt an den
Ring angebunden wird. Somit entfällt auch die vor vier Jahrzehnten vorgesehene Ost-West-
Spange „Domagkstraße“ zwischen dem Rishon -Le-Zion-Ring und der Albert -Schweitzer-
Straße.
Studien
Labor
Linden-
park
Forschungs-
Campus
Ost
Park-
haus
MedFor
Ce
Body&
Brain
Um-
gestal-
tung
Domagk-
straße
Erweiterungs-
option
Coesf.
Kreuz
Service
Zentrum
Ring
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
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Domagkstraße
Die Domagkstraße als Rückgrat der baulichen Entwicklung soll – u.a. durch eine Reduzie-
rung der Stellplätze – umgestaltet werden, um ihre Aufenthaltsqualität spürbar zu erhöhen
und sie zur Quartiersmitte mit Adressbildung auszuformen.
Studienlabor
Südwestlich vom Coesfelder Kreuz soll an der Albert -Schweitzer-Straße ein zw eigeschos-
siges Studienlabor entstehen, in dem vorwiegend Laboratorien, Hörsaal -/ Vortragsräume
und studentische Einrichtungen verortet werden.
Die neuen Forschungseinrichtungen lösen weitgehend bestehende Flächen an anderer Stelle
ab.
Zum Coesfelder Kreuz orientiert ist ein Servicezentrum geplant, in welchem das UKM seine
Verwaltung mit ca. 450 - 500 Arbeitsplätzen unterbringen sowie klinikbezogene Dienstlei stun-
gen anbieten möchte. Architektonisch liegen alternative Planungen vor.
Durch das Gesamtvorhaben wird die Bedeutung Münsters als Oberzentrum gestärkt, der Fo r-
schungsbereich als Kernkompetenz der Universität ausgebaut.
2. Geltungsbereich
Der Geltungsbereich zur 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 147 „II. Westtangente (Kardinal-
von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“ liegt am Rishon-Le-Zion-Ring westlich der Innenstadt. Seine
Größe beträgt rd. 9,8 ha.
Das Plangebiet wird grob umschrieben wie folgt begrenzt:
im Norden durch die Einsteinstraße mit dem Coesfelder Kreuz,
im Osten durch den Rishon-Le-Zion-Ring (auch östlich gelegene Randparzellen strei-
fenartig erfassend),
im Süden durch den Kreuzungsbereich Ring / Waldeyerstraße / Hüfferstraße
im Westen durch die westliche Straßenbegrenzung der Domagkstraße, mit nordwestli-
cher Ausweitung bis an die Albert-Schweitzer-Straße.
Innerhalb des Plangebietes liegen die folgenden Flurstücke:
Gemarkung Münster,
Flur 36, Flurstücke 53, 62, 73, 74 (jeweils vollständig) und 70 (teilweise),
Flur 37, Flurstücke 475, 476, 478, 479, 499, 503, 517, 526, 527, 529, 530, 576, 585,
586, 621, 623, 625, 626, 635 (jeweils vollständig).
Die Grenze des räumlichen Geltungsbereichs des Bebauungsplanes ist in der Planzeichnung
durch einen grauen Farbstreifen gekennzeichnet.
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
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3. Planungsrechtliche Situation
3.1 Entwicklung aus dem Flächennutzungsplan
Der Flächennutzungsplan (FNP) stellt den Änderungsbereich als „Sondergebiet“ mit der
Zweckbestimmung „Hochschule“ (Ring: Hauptverkehrsstraße) dar. Insofern sind die mit der Än-
derung vorgesehenen Inhalte aus der vorbereitenden Bauleitplanung entwickelt.
3.2 Bestehendes Planungsrecht / Verfahrensablauf
Seit 1975 trifft der Bebauungsplan (BPlan) Nr. 147 „II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring /
Roxeler Straße)“ Festsetzungen für den Vorhabenbereich. Er sieht vorrangig den Ausbau des
II. Tangentenringes als Verknüpfung zwischen der Steinfurter Straße und der Weseler Straße
vor, um die seinerzeitige Entstehung des Uniklinikums sowie der Universitätsgebäude durch ei-
ne verkehrlich leistungsfähige Anbindung zu ermöglichen.
Zu den öffentlichen Verkehrsflächen im bekannten, heute vorhandenen Straßennetz sieht er
darüber hinaus
eine nordwestliche Erschließungs-Querspange zur unmittelbaren Anbindung der Do-
magkstraße an die Albert-Schweitzer-Straße sowie
eine mit Geh-, Fahr- und Leitungsrechten zu belastende Fläche zugunsten der Erschlie-
ßungsträger mit direkter Anbindung an das Coesfelder Kreuz
vor, die in dieser Form jedoch nicht gebaut wurden.
In dem Verfahren zur 1. Änderung sind im Jahr 1980 geringfügige Korrekturen bei den festg e-
setzten öffentlichen Verkehrsflächen erfolgt, die sich aus dem technischen Straßenausbauen t-
wurf ergeben haben.
Da der Bebauungsplan weder Festsetzungen zu Art und Maß der baulichen Nutzung, noch zu
den überbaubaren Grundstücksflächen trifft, ist er als „einfacher Bebauungsplan“ gem. § 30
Abs. 3 BauGB einzustufen. Somit richtet sich die Zulässigkeit von baulichen Vorhaben im Ü bri-
gen nach § 34 BauGB. Einige der vom UKM geplanten Gebäude lassen sich daher schon auf
Grundlage des aktuell rechtskräftigen Bebauungsplanes genehmigen. Hinsichtlich der – bereits
weitreichendes Baurecht gebenden – Baufelder abseits der Verkehrsflächen sind keine Ände-
rungen vorgesehen.
Der Geltungsbereich der 2. Änderung des BPlans Nr. 147 umfasst im Norden auch den B e-
reich, in dem mit Hilfe eines Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes das künftige Servicez ent-
rum realisiert werden soll. Die 2. Änderung modifiziert bereits vorbereitend die bislang im BPlan
Nr. 147 verankerten GFL- und öffentlichen Verkehrsflächen. Die planungsrechtliche Zulässigkeit
mit flankierenden Regelungen für einen möglicherweise elf- oder mehr -geschossigen Büroturm
soll ein Vorhabenbezogener Bebauungsplan schaffen, da ein Einfügen in die Eigenart der nähe-
ren Umgebung gem. § 34 BauGB in dieser Höhenentwicklung nicht bejaht werden k ann. Mit
Aufstellung des Vorhabenbezogenen Bebauungsplans wird parallel begonnen, er wird jedoch
wegen der umfangreicheren Aufgabenstellungen absehbar erst nach der 2. Änderung des B e-
bauungsplans Nr. 147 in Kraft treten.
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
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4. Räumliche und strukturelle Situation
4.1 Lage und visuelle Prägung
Das Plangebiet grenzt unmittelbar an den westlichen II. Tangentenring an, der die Innenstadt-
viertel Münsters umschließt. Er hat eine wesentliche Bedeutung für das innerstädtische Haupt-
verkehrsnetz.
Seine Ursprünge hat der Klinik -Campus in der Krankenhausauslagerung aus der Innenstadt
schon zu Beginn der 1920er-Jahre an die heutige Domagkstraße (seinerzeit Westring). Die B e-
bauung entlang dieser Allee stellt ein seit Jahrzehnten prägnantes Viertel im Westen Münsters
dar, durch seine Klinikfunktion ist sie im öffentlichen Bewusstsein verankert. Sie zeichnet sich
durch repräsentative Backsteingebäude mit klar gegliederten, zum Teil symmetrischen bzw.
verzierten Fassaden aus. Die dreigeschossigen Gebäude mit ihren großen Raumhöhen und
den umfangreichen Dachausbauten entwickeln eine beträchtliche Höhe und stattliches Vol u-
men.
Östlich bzw. nordöstlich der Domagkstraße finden sich sechs nord- süd-gestreckte zweig e-
schossige Satteldachgebäude aus den 60er -Jahren, die aufgelockert zeilenartig angeordnet
sind. Sie sind Teil einer Serie von zwölf gleichartigen Gebäuden, von denen ein siebtes östlich
des Rishon-Le-Zion-Rings verblieben ist, weitere jedoch seinerzeit beim Bau des Rings abg e-
rissen wurden.
Die Flächen an der Einsteinstraße im Norden des Änderungsbereiches haben aktuell nur eine
geringe städtebauliche Präsenz für den Betrachter. Sie sind eingegrünt und fallen momentan
hinsichtlich ihres großen Potentials der Außendarstellung kaum ins Auge. Dort findet sich j e-
doch auch großkroniger Baumbestand, der – soweit die Gebäudeplanungen und Leitungsnet z-
verlegungen dies ermöglichen – erhalten werden soll.
Im Nordwesten des Änderungsbereiches hat der sogenannte „Lindenpark“ – angrenzend an die
Gebäude der Pathologie und der Psychiatrie – mit seiner doppelreihigen Baum -Einfassung ei-
nen hohen Gestaltwert. Er wäre durch die seinerzeit geplante Verbindungsspange zur Albert -
Schweitzer-Straße zerschnitten worden, soll nun zukünftig aber erhalten und sogar als prägen-
der Bestandteil des Freiraumkonzeptes aufgegriffen werden.
4.2 Nutzungsstruktur im Plangebiet und im Gesamtkontext der näheren Umgebung
Westlich der Domagkstraße liegen die repräsentativen dreigeschossigen Institutsgebäude, die
seit Jahrzehnten die städtebauliche Erscheinung der Universitätsklinik prägen. Aufgrund ihrer
stadtgeschichtlichen Bedeutung unterliegen sie dem Denkmalschutz.
Auch östlich des Straßenzugs finden sich vereinzelt derartige Gebäude. Dort überwiegen j e-
doch – insbesondere im nordöstlichen Abschnitt – die o.g. langg estreckten zweigeschossigen
Zweckbauten. Sie sind aufgelockert, parallel angeordnet und durchgrünt, bilden aber keine für
den äußeren Betrachter erlebbaren städtischen Räume.
Die UKM-Gebäude beherbergen insbesondere Einrichtungen der Psychiatrie, der Pharm akolo-
gie und Toxikologie, der Mikrobiologie, der Medizinischen Fakultät, der Verwaltung, des Blut-
spendedienstes, der Augenklinik und der Pathologie.
Auf einer zwickelartigen Restfläche im Nordosten, die sich zwischen der Domagkstraße, der
Einsteinstraßenunterführung und dem Rishon -Le-Zion-Ring ergibt, erstreckt sich ein weitläuf i-
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ger, weitgehend ungeordneter Pkw-Stellplatz ohne städtebauliche Qualität. Die bisherige allsei-
tige Eingrünung milderte zumindest die äußere optische Erscheinung. Im Nordwesten zur A l-
bert-Schweitzer-Straße ist in jüngerer Zeit ein großflächiger Stellplatz errichtet worden.
Östlich an das Plangebiet grenzen innenstadt - und schlossnahe Wohnquartiere, die von den
Radialen Hüffer- und Einsteinstraße mit ihren Gemeinbedarfs - und Versorgungsangeboten ge-
fasst sind. Im Norden befinden sich zahlreiche Einrichtungen des Universitätscampus, im We s-
ten und Süden zahlreiche weitere Institute und Gesundheitsangebote des UKM.
5. Planungsziele
Mit der 2. Änderung des BPlans Nr. 147 ist beabsichtigt, di e umfassende Entwicklung des
UKM-Forschungscampus zu ermöglichen, die aufgrund bislang entgegenstehender Verkehr s-
flächen-Festsetzungen nicht in vollem , zusammenhängendem Umfang zu realisieren wäre. Mit
der Errichtung des neuen Parkhauses an der Sertürnerst raße wird zudem erwartet, dass die
Stellplätze beidseits der Domag kstraße reduziert werden können und somit die Attraktivität für
Fußgänger und Radfahrer deutlich steigt.
6. Inhalte des Bebauungsplans
Den wesentlichen Inhalt der 2. BPlan- Änderung stellt die aktive Neuordnung der Verkehrsinfr a-
struktur dar.
Gemäß § 1 Abs.3 BauGB sind Bebauungspläne nur aufzustellen, soweit es für die städtebaul i-
che Entwicklung und Ordnung erforderlich ist. Das von dem UKM aufgezeigte städtebauliche
Konzept hat die grundsät zliche Zustimmung des Rates der Stadt Münster gefunden. Festse t-
zungen zu Art und Maß der baulichen Nutzung, zu Höhen / Geschossigkeiten oder zu überbau-
baren Grundstücksflächen sind nicht erforderlich, da bereits das Gebot des Einfügens in die E i-
genart der näheren Umgebung gem. § 34 BauGB hinreichende Vorgaben macht. Weitergehen-
de städtische Zielsetzungen sollen durch einen gesonderten städtebaulichen Vertrag, u.a. zu
gestalterischen Kriterien, gesichert werden.
6.1 Grundzüge der Planung
Wesentlicher Inhalt der Planänderung ist der Verzicht auf die Straßenspange im Nordosten des
Plangebietes, die bislang zwischen dem Rishon -Le-Zion-Ring und der nord- südlich verlaufen-
den Domagkstraße liegt. Die Domagk straße wird künftig von Süden aus dem neuen Kreu-
zungsbereich mit der verlängerten Sertürnerstraße aus erreichbar sein.
Durch die Änderung werden auch Flächen für den Kreuzungsausbau auf dem Rishon -Le-Zion-
Ring mit seinen Abbiegespuren nach Westen in die südliche Domagkstraße vorgehalten.
6.2 Art und Maß der baulichen Nutzung, überbaubare Flächen, bauliche Gestaltung,
Freiflächen
Das Gebot des Einfügens in die nähere Umgebung gem. § 34 BauGB und Vereinbarungen ei-
nes gesonderten städtebaulichen Vertrags sichern, dass neue Festsetzungsinhalte über die
Vorgaben des bi sherigen einfachen BPlanes hinaus entbehrlich sind . Der zur Beurteilung her-
anzuziehende Umgebungsrahmen ist durch die angrenzenden Hochschul-, Instituts- und Klinik-
bauten geprägt. Insofern ist davon auszugehen, dass sich der geplante For schungscampus in
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im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
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die nähere Umgebung einfügt. Daher werden diesbezüglich keine Änderungen des Bebau-
ungsplanes vorgenommen.
6.3 Verkehrsflächen / Erschließung
6.3.1 Kfz-Anbindung
Die bisherige Fassung des Bebauungsplanes hat nahezu ausschließlich die Festsetzung von
Verkehrsflächen zum Inhalt. Die nachfolgenden Grafiken verdeutlichen, wie der Kfz-Verkehr
gemäß dem Ursprungsbebauungsplan geführt werden sollte,
aktuell in / aus der Domagkstraße geführt wird,
zukünftig gemäß der 2. BPlan -Änderung zu / von den Projektbestandteil en gelangen
soll:
Abbildung 2: Darstellung der Verkehrsführung im historischen Vergleich
Ursprungsbebauungsplan
Vor dem Bau des Rishon -Le-Zion-Rings war die Domagk straße (seinerzeit „Westring“) das
Rückgrat der verkehrlichen Haupt -Ring-Erschließung mit Versatzstücken am Jungeblodtplatz
und dem Coesfelder Kreuz. Der Ursprungs-Bebauungsplan Nr. 147 ist im Jahr 1975 hauptsäch-
lich für den Ausbau des Rishon-Le-Zion-Rings als Teilstück des II. Tangentenrings aufgestellt
worden. Seine Festsetzungen zu Verkehrsflächen sind nicht hinsichtlich der Aufteilung in Fahr -
und Abbiegespuren gegliedert. Auf einem Luftbild aus dem Zei traum zwischen 1980 und 1982
ist jedoch zu erkennen, dass seinerzeit im Einmündungsbereich der nordöstlichen Domagkstr a-
ße / Rishon-Le-Zion-Ring alle Fahrtbeziehungen möglich waren. Somit war die dortige Anbi n-
dung die zentrale Erschließung des heutigen Vorhabengebietes, aus allen Fahrtrichtungen hä t-
Planung 1975
von
Westen
von
Süd-
westen
von
Osten
nach
Süden/
Westen
nach
Nord
von
Süden
P
P
P
Planung 2021 Zustand 2019
Service
Zentrum
MedFor
ce
Body&
Brain
Studien
Labor
Kfz-Zufahrt
Kfz-Abfahrt
Verteilknoten
im Plangebiet
Routenwahl gemäß
Quell- / Zielort
außerhalb Plangebiet
Kfz-Zufahrt
Kfz-Abfahrt
Verteilknoten
im Plangebiet
Routenwahl gemäß
Quell- / Zielort
im Plangebiet:
Kfz-Zufahrt
Kfz-Abfahrt
Verteilknoten
im Plangebiet
P
Domagkstraße
südl. Domagkstraße
Domagk-Spange
von Norden
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„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
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te es eine direkte An- und Abfahrt gegeben. Konzeptionell ist auch die Fortführung als Spange
bis zur Albert-Schweitzer-Straße vorgesehen gewesen, die jedoch nie realisiert wurde. Die Fer-
tigstellung des Rings ragte zu dem Zeitpunkt lediglich von Norden bis zur Sertürnerstraße.
Aktuelle Kfz-Verkehrsführung
Bereits zu Mitte der 1980er -Jahre wurde die Verkehrsführung baulich in wesentlichen Punkten
geändert: Im mittlerweile fertiggestellten Kreuzungsbereich Rishon-Le-Zion-Ring / Waldeye r-
straße / Hüfferstraße ist die bisherige südliche Einmündung der Domagkstraße abgebunden
worden. Auf die westliche Anbindungsspange an die Albert -Schweitzer-Straße wurde gänzlich
verzichtet. Durch den Bau eines Mittelstreifens im Rishon- Le-Zion-Ring ist nur noch die „rechts
rein / rechts raus-Lösung“ für die nordöstliche Domagkstraße möglich. Daraus resultiert bis heu-
te eine sehr umständliche Verkehrsführung für die von Süden Kommenden: Für die Routenwahl
ist nun entscheidend, aus welcher Fahrtrichtung man die Gebäude an der Domagk straße an-
steuert. Soweit man – auf dem Ring von Süden kommend – keine 180° -Kehre vornehmen
möchte, muss man einen Umweg über die Corrensstraße, die Wilhelm -Klemm-Straße bis zur
Unterführung unter der Einstei nstraße fahren (vgl. Abbildung 2). Bei der Abfahrt aus dem G e-
biet ergibt sich eine ähnliche Situation: Fahrtbeziehungen nach Norden müssen die umwegige
Strecke Wilhelm-Klemm-Straße / Corrensstraße / Einsteinstraße nehmen, ein Wendemanöver
auf der Kreuzung „Rishon-Le-Zion-Ring / Waldeyerstraße / Hüfferstraße“ ist per Beschilderung
verboten.
Geplante künftige Kfz-Verkehrsführung
Gemäß neuem städtebaulichem Gesamtkonzept 1 soll die Verkehrsführung zukünftig deutlich
vereinfacht werden: Die An- und Abfahrt zu den UKM-Einrichtungen wird hauptsächlich von Sü-
den über die neue Ampelkreuzung Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße (gegenüber Sertür-
nerstraße) erfolgen. Beschäftigte und Besucher des „Forschungscampus Ost“ steuern das g e-
plante südliche Parkhaus über die neuen eigenständigen Abbiegespuren vom Rishon -Le-Zion-
Ring aus an. Über die von Stellplätzen reduzierte Domagkstraße gelangen sie auf den letzten
Metern zu Fuß zu ihren Zielen.
Die begrenzte Anzahl der unter dem Servicezentrum vorgesehenen Stellplätze (Inhalt eines se-
parateren Bebauungsplans) sowie das Universitäts-Parkhaus können weiterhin von Süden über
die Domagkstraße erreicht werden.
Auswirkungen
Die Kfz-Verkehrsbelastung wird sich nach vollständiger Realisierung des UKM-Vorhabens inso-
fern verändern, dass der heutige Zu- und Abfahrtsverkehr, der bislang auf dem nordöstlichen
Zufahrts-Ast Domagkstraße / Rishon -Le-Zion-Ring vorliegt, k ünftig 250 m weiter südlich die
zentrale Parkhauszufahrt der südlichen Domagkstraße (gegenüber Sertürnerstraße) ansteuern
wird. Dort treten zukünftig die Fahrten auf, die die Mitarbeiter und Besucher der verdichteten
Bebauung auf dem „Forschungscampus Ost“ auslösen. Auch für den überwiegenden Anteil der
Beschäftigten und Besucher des Servicezentrums und des Studienlabors werden die Stellplätze
in dem südlichen Parkhaus bereitgestellt.
1 Nickl Architekten Deutschland GmbH, 2018, Anlage 5
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
Begründung zum Entwurf / Seite 10 von 29
Im Detail zeigt ein Verkehrsgutachten 2 die heutigen Verkehrsmengen sowie die zukünftig zu
erwartenden Verkehrsverhältnisse auf. Im Vergleich zu dem für 2018 ermittelten werktäglichen
durchschnittlichen Tagesverkehr (DTVw) von 25.000 Kfz in 24h wird f ür das Jahr 2030 – nach
Umsetzung des Forschungscampus Ost – auf dem Abschnitt des Rishon -Le-Zion-Rings in Hö-
he der neu anzulegenden Kreuzung ein DTV w von 25.900 Kfz in 24h erwartet. In die Berec h-
nungen sind die Kfz -Verkehre einbezogen, die durch das Vorhaben voraussichtlich ausgelöst
werden.
6.3.2 Kfz: Ruhender Verkehr
Wichtiger Baustein des Gesamtkonzepts ist die Neuordnung und Bündelung des ruhenden Ver-
kehrs durch den Ersatz- oder Neubau von zentralen Parkeinrichtungen.
Aktuell parken Besucher und Beschäftigte der benachbarten umgebenden Klinikgebäude
auf zahlreichen kleinteilig aufgeteilten Stellplätzen, die vor den jeweiligen Institutsge-
bäuden angeordnet sind,
längs entlang beidseits der Domagkstraße (ca. 180 Stellplätze)
auf dem großflächigen Stellplatz (bewirtschaftet) im nordöstlichen Zwickel Rishon-Le-
Zion-Ring / Einsteinstraße (mit theoretisch bis zu ca. 200 Stellplätzen), der zu Veranstal-
tungen auch als P&R-Parkplatz Coesfelder Kreuz genutzt wurde (mittlerweile in das Uni-
Parkhaus verlegt).
Nördlich des Plangebietes liegt das Universitäts -Parkhaus mit einer Kapazität von etwa
1.000 Stellplätzen, das aber nicht in der Verfügungsbereitschaft des UKM steht.
Der Bauherr muss im Baugenehmigungsverfahren den Nachweis erbringen, dass der durch ein
Vorhaben entstehende Stellplatzbedarf gedeckt ist. Dennoch ist es erforderlich, dass bereits auf
Ebene der Bauleitplanung die grundsätzliche Realisierungsfähigkeit aufgezeigt wird.
Der Bauherr hat erklärt, dass die geplanten Projekte im Bereich Domagkstraße – MedForCe,
BB IM, Studienlabore und Servicezentrum – nicht zu zusätzlichen Arbeitsplätzen führen3.
Eine erste überschlägige Kalkulation zeigt auf, dass die Stellplatzbedarfe des aktuellen UKM -
Projekts „Forschungscampus Ost“ (mit MedForce im Nordosten, BB IM im Südosten) sowie das
Studienlabor (inklusive der durch die Überbauung des großflächigen Stellplatzes im nordöstl i-
chen Zwickel Rishon-Le-Zion-Ring / Einsteinstr aße und Reduktion der straßenbegleitenden
Stellplätze entlang der Domagkstraße entstehenden Ersatzbedarfe) durch den Bau des neuen
Parkhauses mit etwa 350 – 400 Stellplätzen gedeckt werden können.
6.3.3 Öffentlicher Nahverkehr
Das Plangebiet ist durch die Haltestellen „Domagkstraße“ und „P+R Coesfelder Kreuz“, die von
sieben bzw. neun Buslinien angefahren werden, sehr gut – in fußläufiger Nähe und hoher Takt-
frequenz – mit dem öffentlichen Personennahverkehr erreichbar. Veränderungen sind diesbe-
züglich nicht vorgesehen.
2 nts: „Verkehrstechnische Untersuchung; Bebauungsplan Nr. 147 2. Änderung „UKM-Neubau in Münster“, Müns-
ter, 19. März 2019
3 UKM-IM, Schreiben vom 07.03.2019
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
Begründung zum Entwurf / Seite 11 von 29
6.3.4 Fuß- und Radverkehr
Insbesondere die Umgestaltung der Domagkstraße als Boulevard soll zu einer deutlichen A t-
traktivierung für Fußgänger und Radfahrer führen und die bisherige Dominanz von Kraftfahr-
zeugen mindern. Der Forschungscampus öffnet sich zu allen Seiten für die nicht -motorisierten
Verkehrsteilnehmer. Die Domagkstraße soll auch zukünftig eine der zentralen Fahrradverbi n-
dungen darstellen. Die im Norden von der Einstein- zur tiefer liegenden Domagkstraße führen-
de Fußgängertreppe bleibt bestehen. Spezielle zeichnerische oder textliche Festsetzungen, an
welchen Stellen man per Rad oder zu Fuß vom öffentlichen Straßenraum auf die Grundstücke
des UKM gelangt, sind nicht erforderlich. Diese Details wird der verkehrliche Ausbauplan in A b-
stimmung mit den Grundstücksplanungen des UKM regeln.
6.3.5 Verkehrliche Festsetzungen
Aus den o.g. verkehrlichen Aspekten resultieren daher folgende Änderungen in der Planzeic h-
nung:
Die bisherige Abgrenzung als „öffentliche Wegefläche“ des Rishon-Le-Zion-Rings wird
aufgeweitet, so dass die vorgesehenen zusätzlichen Abbiegespuren untergebracht wer-
den können. Änderungen sind ebenfalls in dem westlich daran angrenzenden Abschnitt
der südlichen Domagkstraße (beidseits je ca. 4,0 m) erforderlich, um den erforderlichen
Straßenquerschnitt für die neue Anbindung aufnehmen zu können.
Die zeichnerische Festsetzung eines Zu- und Abfahrtsverbots verdeutlicht, dass von den
Hauptverkehrsstraßen keinerlei unmittelbare Kfz-Erschließung zu den angrenzenden
Grundstücken erfolgen kann.
Die im Ursprungsbebauungsplan vorgesehene, aber nie in Gänze realisierte Ost-West-
Spange mit Anbindung an die Albert-Schweitzer-Straße entfällt, so dass die aufgegebe-
ne Fläche für eine künftige Bebauung genutzt werden kann.
Das bislang auf einer nördlichen Fläche zur Einsteinstraße festgesetzte Geh-, Fahr- und
Leitungsrecht für die Erschließungsträger wird dahingehend geändert, dass dort auch
ein Geh- und Fahrrecht für Fußgänger / Radfahrer verortet wird. Dortige Neubauten dür-
fen – bspw. mit einem Flugdach der Erdgeschosszone – auch über die GFL-Fläche
überkragen, zur Sicherstellung der Funktionalität ist allerdings eine lichte Durchfahrtshö-
he von mindestens 4,50 m (max. Fahrzeughöhe gem. StVZO: 4,0 m) zu gewährleisten.
Zur Sicherstellung der angedachten Funktion sind Vorhaben, die diese erschweren oder
unmöglich machen würden, unzulässig.
Um sicherzustellen, dass Einsatzfahrzeuge auf kurzem Weg bis an die Institutsgebäude
/ das ServiceZentrum anfahren können, wird für sie in diesem Bereich eine entspre-
chende Ausnahmeregelung getroffen. Hierzu ist die Abgrenzung so gewählt, dass ein
5m breiter Korridor westlich des Kronentraufbereiches der dortigen Linden befahrbar ist.
Im Nordwesten entlang der Einsteinstraße werden die baumbestandenen Bereiche rund
um die Skulptur „Coesfelder Kreuz“ in die öffentlichen Verkehrsflächen einbezogen.
6.4 Ver- und Entsorgung / technische Infrastruktur
Im Norden des Plangebietes liegt – benachbart zur Unterführung unter der Einsteinstraße – ein
Pumpwerk des städtischen Tiefbauamtes. Sein Verbleib vor Ort ist nicht disponibel, so dass es
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
Begründung zum Entwurf / Seite 12 von 29
in der Planzeichnung entsprechend abgegrenzt und mit der Festsetzung „Ver - und Entso r-
gungsanlagen“ versehen wird.
Zur Vorbereitung der Hochbautätigkeiten ist die Verlegung einer massiven Fernwärmeleitung im
nördlichen Planbereich erforderlich. Sie wird künftig überwiegend im öffentlichen Bereich ent-
lang der Einsteinstraße geführt und auch einen Teilbereich der heutigen Grünflächen am Bild-
stock „Coesfelder Kreuz“ in Anspruch nehmen.
Für die auf privaten Flächen untergebrachten Versorgungsleitungen wird ein Leitungsrecht z u-
gunsten der Erschließungsträger festgesetzt. Ein privates Kanalbauwerk verläuft südlich des
geplanten Servicezentrums auf privater Grundstücksfläche. Dessen Berücksichtig ung ist privat-
rechtlich zu sichern und soll nicht unnötigerweise durch die Festsetzung einer Leitungsrechts -
Trasse räumlich fixiert werden.
Für zwei im Plangebiet befindliche Gebäude der Gasversorgung sowie für eines der Elektrover-
sorgung wird kein Standor t mit Planzeichen festgesetzt, weil eine Flächensicherung auf dem
UKM-Gelände weder aus eigentums - oder nutzungsrechtlichen Gründen erforderlich wäre,
noch aus Immissionsschutzgründen eine konkrete Verortung notwendig ist. Vielmehr sollen sie
flexibel im Zusammenhang mit den geplanten Neubauten untergebracht werden können.
Sonstige Veränderungen in der technischen Infrastruktur sind nicht erforderlich bzw. für die
Planzeichnung nicht relevant.
6.5 Sonstige Nutzungsfestsetzungen
Die Festsetzung anderweitiger Nutzungen (Gemeinbedarf, soziale Infrastruktur o.ä.) ist nicht er-
forderlich und auch nicht Inhalt des städtebaulichen Konzeptes.
6.6 Grünordnung
Der Baumbestand entlang der Domagkstraße hat einen hohen gestalterischen Wert für das
UKM-Gelände und soll daher als Grundbaustein der künftigen Attraktivierung dienen. Das UKM
beabsichtigt, für die Umgestaltung der Domagkstraße sowie für den Lindenpark und die Platz-
flächen vor den Neubauten einen freiraumplanerischen Wettbewerb auszuloben. Es ist definitiv
Inhalt des Konzeptes, den Lindenpark zu erhalten und ihn zur belebten zentralen Grünfläche
benachbart zum StudienLabor aufzuwerten. Um für den o.g. Wettbewerb Spielraum zu belas-
sen, wird zum jetzigen Zeitpunkt auf eine konkrete Festsetzung und Abgrenzung als pri vate
Grünfläche verzichtet und ihr Erhalt stattdessen zum Inhalt des städtebaulichen Vertrages g e-
macht.
6.6.1 Erhaltungsgebot
Die Domagkstraße wird wesentlich durch die sie beidseits begleitenden Linden und Eichen g e-
prägt. Der prägnante Baumbestand im Bereich des Coesfelder Kreuzes bzw. des dort hinfüh-
renden Fuß-/Radweges ist als zu erhalten festgesetzt. Für den Fall des Ausfalls (Absterben,
verkehrssichernde Fällung) ist eine Regelung zu Ersatzanpflanzungen getroffen worden.
6.6.2 Ausgleichsflächenerfordernis
Die vorgesehene 2. BPlan-Änderung schafft keine planungsrechtliche Zulässigkeit für intensive-
re Eingriffe in den Naturhaushalt. Bereits auf Grundlage des bisherigen Bebauungsplanes sind
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
Begründung zum Entwurf / Seite 13 von 29
die nicht mit näheren Festsetzungen belegten Bereiche zwischen den Verkehrsflächen umfang-
reich bebaubar, soweit sie sich gem. § 34 BauGB nach Art und Maß in die Umgebung einfügen.
Selbst die seinerzeitige im Norden durch Geh- , Fahr - und Leitungsrecht zugunsten der E r-
schließungsträger zu belastende Fläche hätte theoretisch unter Beibehaltung eines Arkaden-
durchgangs überbaut werden können.
6.7 Immissionsschutz
6.7.1 Lärm(vor)belastungen für das Plangebiet
Auf das Plangebiet wirkt bereits seit langem der Straßenverkehrslärm durch den Rishon -Le-
Zion-Ring ein.
Hinsichtlich des in etwa 250 m Entfernung zur neuen künftigen Kreuzung gelegenen Hub-
schrauberlandeplatzes ist darauf hinzuweisen, dass
Flüge von Rettungshubschraubern gerichtlich als sozial adäquat eingestuft werden (vgl.
OVG NRW, Beschluss vom 13.07.2006 - 8 B 39/06)
der Landeplatz Jongeblodtplatz mittelfristig (nach Fertigstellung des Klinik-Umbaus)
komplett zum Landeplatz an der Albert-Schweitzer-Straße verlegt wird.
6.7.2 Planbedingte Lärmbelastungen
Durch die vorhabenbedingte Nutzung (Institute, Labore, Büros) sind keine erheblichen Emissio-
nen durch Lärm, Luftschadstoffe, Gerüche etc. zu erwarten. Auch sind in den für den Fo r-
schungscampus Ost geplanten Gebäuden keine Notfalleinrichtungen vorgesehen, bei denen
häufiger mit der A nfahrt durch Rettungsfahrzeuge (und entsprechendem Martinshorn) gerec h-
net werden müsste.
Bezüglich des neuen Parkhauses ist zu berücksichtigen, dass von ihm Lärm - und Lichtemissio-
nen (Blendungen) ausgehen können. Es ist an einem Standort vorgesehen, der
östlich durch den Rishon-Le-Zion-Ring von etwa 50 m entfernt gelegenen Wohnhäusern
getrennt wird
im Westen und Süden an bestehende UKM-Institute angrenzt und
etwa 130 m nordöstlich der Chirurgischen Klinik liegt.
Es wird im Bebauungsplan weder eine exakte N utzungsfestsetzung als Parkhaus getroffen,
noch steht die konkrete bauliche Ausführung (offene / geschlossene Fassade, Fahrspuren etc.)
fest. Für diesen Angebotsbebauungsplan reicht die begründete Einschätzung aus, dass die
Lärmschutzerfordernisse im Baugenehmigungsverfahren absehbar berücksichtigt werden kön-
nen und sie einer BPlan-Realisierung nicht von vornherein entgegenstehen.
Auch die vorgesehenen verkehrlichen Maßnahmen verursachen Veränderungen der Immiss i-
onssituation, die insbesondere hinsichtlich der östlich des Rings gelegenen Nutzungen zu beur-
teilen sind.
Bereits heute erstreckt sich eine etwa 2,75 m bis 3 ,0 m hohe Lärmschutzwand östlich entlang
des Rishon-Le-Zion-Rings, beidseits des Einmündungsbereichs Sertürnerstraße. Nördlich im
Anschluss an das straßenbegleitende UKM -Gebäude „Rishon-Le-Zion-Ring
26“ geht sie in ei-
nen etwa 3,5 m hohen Lärmschutzwall über.
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
Begründung zum Entwurf / Seite 14 von 29
Zur konkreten Einschätzung der Emissionen, die von den Abbiegespuren und der Vollsignalisie-
rung der neuen Kreuzung ausgehen, ist ein Fachgut achten erstellt worden 4. Es erläutert die
rechtlichen Grundlagen und die anzuwendenden Immissionsgrenzwerte, ermittelt die von den
straßenbaulichen Veränderungen ausgehenden Emissionen und zeigt denkbare aktive wie pas-
sive Lärmschutzmaßnahmen auf.
Die 16. Bundesimmissionsschutzverordnung (16. BImSchV) ist anzuwenden, wenn
eine Straße um einen oder mehrere durchgehende Fahrstreifen erweitert wird (hier nicht
der Fall), oder
der Beurteilungspegel des von dem zu ändernden Verkehrsweg ausgehenden Verkehrs-
lärms durch einen erheblichen baulichen Eingriff
um mind. 3 dB(a) oder
auf mind. 70 dB(a) tags / mind. 60 dB(a) nachts
erhöht wird oder
von bereits mind. 70 dB(a) tags / mind. 60 dB(a) nachts noch erhöht wird.
In diesen Fällen ist sicherzustellen, dass der Beurteilungspegel einen der folgenden Immiss i-
onsgrenzwerte tags nachts
in Reinen und Allgemeinen Wohngebieten 59 dB (A) 49 dB (A)
in Kerngebieten und Mischgebieten 64 dB (A) 54 dB (A)
nicht überschreitet.
Darüber hinaus regelt die 24. BImSchV Schallschutzmaßnahmen für schutzbedürftige Räume in
baulichen Anlagen.
Da der einfache Bebauungsplan Nr. 147 keine konkreten Baufenster festsetzt, wird die Beurtei-
lung der DIN 18005 „Schallschutz im Städtebau“ bei den UKM-Neubauten erst im Rahmen des
Baugenehmigungsverfahrens erfolgen können.
6.7.3 Lärmschutz-Alternativen
Das o.g. Fachgutachten hat aufgezeigt, dass an den Gebäuden
Sertürnerstraße 16
Sertürnerstraße 21
Sertürnerstraße 23
Domagkstraße 10
wegen der baulichen Veränderungen am Rishon -Le-Zion-Ring die Immissionsgrenzwerte der
16. BImSchV überschritten würden. Somit ergibt sich für sie dem Grunde nach ein Anspruch auf
Lärmschutz. Grundsätzlich ist vorrangig zu prüfen, ob aktiver Lärmschutz (Lärmschutzwand
etc.) umgesetzt werden kann. Erst wenn gewichtige Gründe dem entgegenstehen, ist auf passi-
ven Lärmschutz zurückzugreifen.
4 Lärmtechnische Untersuchung „BPlan Nr. 147 2.Änderung „UKM-Neubau“ Münster – Anbindung der Domagk-
straße an den Rishon-Le-Zion-Ring“, nts, April 2019
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
Begründung zum Entwurf / Seite 15 von 29
Um die Lärmbelastung zu reduzieren, zeigt das Gutachten folgende Möglichkeiten auf:
Aktiver Lärmschutz
a) Aufstockung der Lärmschutzwand auf eine Gesamthöhe von 9,0 m mit teilweiser Schlie-
ßung der Wandlücke durch Verlängerung im Bereich der Sertürnerstraße
Als Extremvariante ist geprüft worden, inwieweit eine Aufstockung der vorhandenen
Lärmschutzwand um 6,0 m und eine Kürzung der Wandlücke durch Verlängerung der
Wand um 20,0 m die I mmissionen an den Gebäuden nahe dem Kreuzungsbereich redu-
zieren können. An dem am meisten belasteten Gebäude würde dann (ausgenommen die
westliche Gebäudefront Sertürnerstraße 23) auch bis im 2. Obergeschoss die Immiss i-
onsgrenzwerte der 16. BImSchV eingehalten werden.
Zur Domagkstraße 10 (UKM -eigen) hin würde eine 40,0 m lange, 7,0 m hohe Lär m-
schutzwand Vollschutz gewährleisten.
b) Aufstockung der Lärmschutzwand auf eine Gesamthöhe von 8,5 m mit einer nahezu vol l-
ständigen Schließung der Wandlücke durch Verlängerung mit Lärmschleuse im Bereich
der Sertürnerstraße
Als alternative Extremvariante ist geprüft worden, inwieweit eine Aufstockung der vorhan-
denen Lärmschutzwand um zusätzliche 5,5 m und Schließung der Wandl ücke durch Ver-
längerung mit Lärmschleuse die Immissionen an den dem Kreuzungsbereich benachbar-
ten Gebäuden reduzieren kann. An dem am meisten belasteten Gebäude (ausgenommen
die westliche Gebäudefront Sertürnerstraße 23) würden dann auch bis im 2. Oberg e-
schoss die Immissionsgrenzwerte der 16. BImSchV eingehalten werden.
c) Verlängerung der Lärmschutzwand bei unveränderter Gesamthöhe (3,0 m)
Würde die vorhandene Lärmschutzwand westlich der Sertürnerstraße 16 um etwa 20,0 m
nach Süden verlängert, würden som it nur geringfügige Effekte (bis zu - 2 dB(A) ) in den
Obergeschossen erzielt, hingegen würden in den Erdgeschossen bis zu -7 dB(A) Beruhi-
gung erreicht.
d) Verlängerung der Lärmschutzwand bei unveränderter Gesamthöhe (3,0 m) mit „Schleuse“
Geprüft wurde auch die Möglichkeit, die Lärmschutzwände mit überlappendem Versatz zu
verlängern, so dass eine geschlossenere Abschirmung erzielt würde. Mit dieser Maßnah-
me würde eine Beruhigung in den Erdgeschossen (ebenfalls wie in Punkt c) um bis zu
7 dB(A) erzielt.
e) Aufstockung der Lärmschutzwand auf eine Gesamthöhe von 4,5 m mit Verlängerung und
Lärmschleuse
Eine Aufstockung der vorhandenen Lärmschutzwand um 1,5 m würde an dem am mei s-
ten belasteten Gebäude bewirken, dass die Erdgeschossbereiche einen ausreichenden
Lärmschutz erhalten um die Immissionsgrenzwerte einzuhalten, aber im 2. Obergeschoss
noch immer bis zu 71 dB(A) Belastung vorlägen.
f) Einsatz von lärmminderndem Belag als Fahrbahndecke
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Begründung zum Entwurf / Seite 16 von 29
Die Stadt Münster verwendet standardmäßig lärmmindernde Fahrbahnbeläge. Ihre lär m-
mindernde Wirkung darf aber gem. RLS 90 5 bei Geschwindigkeiten unter 60 km/h nicht
beim Beurteilungspegel berücksichtigt werden.
Passiver Lärmschutz
g) Für anspruchsberechtigte Aufenthaltsräume (Schlafräume, Küchen, Büroräume und Arz t-
praxen) können Fenster und Türen mit höheren Schalldämmmaßen eingebaut werden.
Schlafräume haben zusätzlich noch Anspruch auf schallgedämmte elektrische Lüftungen.
Für den Außenwohnbereich (z.B. Terrassen und Balkone) ist nach der 24. BImSchV eine
finanzielle Entsc hädigung vorgesehen. Mit diesen Maßnahmen wird Lärmschutz nach
Maßgabe der 24. BImSchV sichergestellt.
Fazit
Da die vorliegende Kreuzungsplanung einen Bestandsbereich mit jahrzehntelanger verkehrl i-
cher Vorprägung betrifft, ist die angestrebte Einhaltung de r als Orientierung eingestuften
DIN 18005-Werte an der städtischen Hauptverkehrsstraße nicht umsetzbar. Maßgeblich ist j e-
doch die Einhaltung der Grenzwerte der 16. BImSchV. Nachfolgend werden die o.g. möglichen
Lärmschutzmaßnahmen unter den Gesichtspunkten
lärmtechnische Effektivität
Realisierbarkeit
Verschattung / erdrückende Wirkung
Kosten
Stadtgestalt
beurteilt:
Unter dem Aspekt, dass eine Lärmschutzwand als Novum Richtung Westen (Domagkstraße 10)
zum UKM dem offenen Campusgedanken des städtebaulichen Konzepts widerspräche, das
Bild des denkmalgeschützten Gebäudes negativ betroffen wäre und das UKM ohnedies für sei-
ne Gebäude passiven Lärmschutz vorsieht, wird aktiver Lärmschutz per Mauer westlich des
Rishon-Le-Zion-Rings verworfen.
Zu den weiteren möglichen Maßnahmen:
a) Aufstockung der Lärmschutzwand auf eine Gesamthöhe von 9,0 m
Bei der Umsetzung dieser Extremvariante könnten die Immissionsgrenzwerte und auch
die im Bereich der absoluten Zumutbar keitsschwelle liegenden Lärmbelastungen, die in
der Literatur zwischen 70- 75 dB(A) tags und 60- 65 dB(A) nachts angesetzt werden, ei n-
gehalten werden (ausgenommen die westliche Gebäudefront Sertürnerstraße 23). Die
Einhaltung der Grenzwerte der 24. BImSchV w äre nur durch ergänzende passive Maß-
nahmen (g) zu gewährleisten. Bei der z.T. sehr großen Nähe zu den vorhandenen G e-
bäuden (1,5 m / 3,5 m) entstünde eine erdrückende Wirkung, die Verschattung von We s-
ten wäre in den Abendstunden groß. Wegen der zu berücksichtigenden Windlast wäre der
bauliche (und Kosten- ) Aufwand erheblich. Die städtebauliche Wirkung einer derart ho-
5 Richtlinien für den Lärmschutz an Straßen (Ausgabe 1990)
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
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Begründung zum Entwurf / Seite 17 von 29
hen Mauer wäre – dies gilt ebenso für eine 7,0 m hohe Mauer westlich des Rings – sehr
nachteilig. Diese Option wird daher verworfen.
b) Aufstockung der Lärmschutzwand auf eine Gesamthöhe von 8,5 m mit einer nahezu vol l-
ständigen Schließung der Wandlücke durch Verlängerung und „Lärmschleuse“ im Bereich
der Sertürnerstraße
Diese Maßnahme wird aus den gleichen Gründen wie bei a) verworfen.
c) Verlängerung der Lärmschutzwand bei unveränderter Gesamthöhe (3,0 m)
Würde die vorhandene Lärmschutzwand westl. der Sertürner Str. 16 um etwa 20,0 m
nach Süden verlängert, würden die Erdgeschosszonen deutlich beruhigt. Zur Einhaltung
der Grenzwerte sind aber w eiterhin ergänzende passive Maßnahmen ( siehe Option g) )
erforderlich. Der bauliche Aufwand stünde in einem angemessenen Verhältnis zur Wir k-
samkeit der Maßnahmen. Die verlängerte Wand würde mit einer Höhe von 3,0 m nicht
fremdartig oder erdrückend erscheinen, ihre Verschattung würde sich auf Bereiche be-
schränken, die momentan im Sinne eines Vorgartens genutzt werden. Unter stadtgestalte-
rischem Gesichtspunkt würde die Wahrnehmbarkeit der etablierten Wohnhäuser ver-
schlechtert, was aber in Hinblick auf die erz ielte Lärmminderung hingenommen werden
könnte. Daher soll diese Option zum aktiven Lärmschutz beitragen.
d) Verlängerung der Lärmschutzwand bei unveränderter Gesamthöhe (3,0 m) mit „Lär m-
schleuse“
Mit dieser Maßnahme würde eine Beruhigung in den Erdgeschos sen um bis zu 7 dB(A)
erzielt. Eine massive Ausführung würde jedoch den bislang optisch durchgängigen Str a-
ßenverlauf der Sertürnerstraße (deren geradliniger Verlauf seinerzeit durch den Bau des
Rings gekappt wurde) komplett einmauern. Dies wäre stadtgestal terisch nachteilig, auch
die Durchgängigkeit für Radfahrer würde erschwert, vorausschauendes Fahren wäre un-
terbunden. Eine transparente Ausführung bspw. in Acrylglas würde erfahrungsgemäß
schnell und oft verkratzt bzw. besprüht, so dass auch hierdurch kei ne befriedigende Lö-
sung gefunden wäre. Diese Option wird daher ebenfalls verworfen.
e) Aufstockung der Lärmschutzwand auf eine Gesamthöhe von 4,5 m mit Verlängerung und
„Lärmschleuse“
Im Vergleich zu Option d) würden Minderungseffekte bis in die Obergeschosse wirken.
Die negative städtebauliche Wirkung würde hingegen noch verstärkt, ebenso wie die opt i-
sche Dominanz / Verschattung. Diese Option wird daher ebenfalls verworfen.
f) Einsatz von lärmminderndem Belag als Fahrbahndecke
Diese ohnehin standardmäßig angewandte Maßnahme bedarf keiner Verankerung im Be-
bauungsplan.
g) Erst die vom Gutachter aufgezeigte Kombination von aktiven und passiven Schallschut z-
maßnahmen an den betroffenen Fassadenseiten (Fenster und Türen) kann gewährlei s-
ten, dass die Innenpegel entsprechend der 24. BImSchV für die angrenzenden Gebäude
eingehalten werden. Diese Art der Lärm -Eindämmung ist sehr effektiv. Negative Auswi r-
kungen (Verschattung, erdrückende Wirkung, Gestalt-Makel) sind nicht zu erkennen.
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
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6.7.4 Festsetzung zur Sicherstellung des ausreichenden Immissionsschutzes
Aufgrund der zuvor aufgeführten Erwägungen setzt der Bebauungsplan östlich des Rishon -Le-
Zion-Rings eine Verlängerung der Lärmschutzwand mit einer Höhe von 3,0 m um 20,0 m Rich-
tung Süden bis in den Einmündungsbereich der Sertürnerstraße fest.
Darüber hinaus gibt er vor, dass der Ausbau der Kreuzung erst mit dem Nachweis zulässig ist,
dass
ab dem Zeitpunkt der verkehrlichen Inbetriebnahme der Lärmschutzanspruch gem.
24. BImSchV an den Gebäuden Sertürnerst raße 16, Sertürnerstraße 21, Sertürnerstr a-
ße 23 und Domagkstraße 10 erfüllt ist,
bzw. deren Eigentümer das Angebot zur Durchführung der passiven Maßnahmen nicht
aufgegriffen haben.
Ausnahmsweise kann von der Errichtung der o.g. Lärmschutzwandverlängerun g abgesehen
werden, wenn
die Eigentümer der Gebäude Sertürnerstraße 16, Sertürnerstraße 21, Sertürnerstraße
23 hierauf verzichten und die Grenzwerte der 24. BImSchV dennoch eingehalten wer-
den,
bzw. die Eigentümer das Angebot zur Durchführung der passiven Maßnahmen nicht
aufgegriffen haben.
6.8 Altlasten / Altstandorte
Im Bereich der Grundstücke Gemarkung Münster, Flur 36, Flurstücke 73, 74 und Gemarkung
Münster, Flur 37, Flurstücke 499, 503, 623, 625, 626, 576, 529, 527, 526, 621, 585, 530, 586,
475, 476, 479, 635 befindet sich die im städtischen Altlasten- / Verdachtsflächenkataster ver-
zeichnete Fläche Nummer 516.
Hierbei handelt es sich um eine Altablagerung/Verfüllung. Bei orientierenden Bodenunters u-
chungen aus dem Jahr 2017 zeigten sich Auffüllungen aus Boden/Bauschutt mit Anteilen an
Betonbruch, Ziegelbruch, Schlacke und Glas bis 3,70 m unter Geländeoberkante. Die Analysen
der Bodenproben zeigten Verunreinigungen mit PAK ( Polycyclische Aromatische Kohlenwas-
serstoffe).
Die Fläche ist im Bebauungsplan entsprechend gekennzeichnet. Die ggfs. notwendigen techni-
schen Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen sind in den nachfolgenden Baugenehmigungs-
verfahren für den Einzelfall fest zulegen. Bereits mit dem heutigen Kenntnisstand ist sicherg e-
stellt, dass die festgest ellten Bodenverunreinigungen handhabbar sind und einer Realisierung
des Bebauungsplans nicht entgegenstehen.
6.9 Denkmalschutz / Archäologie
Auch wenn an den eigentlichen, unter Denkmalschutz stehenden repräsentativen Klinikgebäu-
den keine Veränderungen vorgesehen sind, beanspruchen sie einen Umgebungsschutz. Daher
sind für den Umbau der Domagkstraße sowie für die künftigen Neubauten denkmalrechtliche
Erlaubnisse erforderlich. Ebenfalls unter Denkmalschutz steht der Bildstock „Coesfelder Kreuz“,
der 1976 im Zusammenhang mit dem Straßenbau um etwa 50,0 m Richtung Südosten an sei-
nen heutigen Standort versetzt wurde.
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
Begründung zum Entwurf / Seite 19 von 29
Die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude sind in der Planzeichnung nachrichtlich über-
nommen.
Seitens der Bodendenkmalpflege ist darauf hingewiesen worden, dass sich die geplante Maß-
nahme im Bereich des Coesfelder Kreuzes zugleich im Randbereich einer Schanze aus dem 7 -
jährigen Krieg befindet, die ein vermutetes Bodendenkmal gem. § 2 DSchG ist. Daher sind
sämtliche Erdarbeiten, die dort im Rahmen des Bauvorhabens anstehen, archäologisch zu be-
gleiten. Für die sonstigen Bereiche gilt der allgemein übliche Hinweis, dass Funde der Unteren
Denkmalbehörde bzw. dem LWL zu melden sind.
6.10 Überflutung
Wegen der bundesweit einmaligen Starkregenereignisse im J uli 2014 ist stadtgebietsweit ein
Klimaanpassungskonzept erstellt worden. In ihm wird der Bereich der Unterführung unter der
Einsteinstraße als bei Extrem -Regen potentiell überflutet dargestellt. Entsprechend ist Bauher-
ren zu empfehlen, in den hiervon betr offenen Abschnitten Vorkehrungen zum Schutz sensibler
Nutzungen zu treffen.
7. Flächenbilanz
bisher künftig
Plangebiet der
2. Änderung gesamt
9,82 ha 100 % 9,82 ha 100 %
Öffentliche Verkehrsfläche 3,79 ha 38,6 % 3,39 ha 34,5 %
Private Verkehrsfläche 0 ha 0 % 0,18 ha 1,8 %
Fläche für Ver- und Entsor-
gungsanlagen 0 ha 0 % 0,01 ha 0,1 %
Tabelle 1: Flächenbilanz
8. Auswirkungen auf die Umwelt / Umweltbericht gemäß § 2 a BauGB
8.1 Rahmen der Umweltprüfung
Die in der Umweltprüfung nach § 2 Abs.4 BauGB ermittelten und bewerteten Belange des U m-
weltschutzes werden im nachfolgenden Umweltbericht dargelegt. Maßstab für die Bewertung
der Umweltauswirkungen sind die im Baugesetzbuch sowie in den einschlägigen Fachgesetzen
und Fachplänen festgelegten Ziele des Umweltschutzes. Zur Beurteilung erfolgt für die einzel-
nen Schutzgüter jeweils eine Bestandsaufnahme der einschlägigen Aspekte des derzeitigen
Umweltzustands (Basisszenario).
Die Beschreibung soll sich gemäß Anlage 1 zum BauGB auf die direkten und die etwaigen indi-
rekten, sekundären, kumulativen, grenzüberschreitenden, kurzfristigen, mittelfristigen und lang-
fristigen, ständigen und vorübergehenden sowie positiven und negativen Auswirkungen des ge-
planten Vorhabens erstrecken. Im Zuge des vorliegenden Umweltberichts werden die jeweils
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
Begründung zum Entwurf / Seite 20 von 29
wesentlichen Aspekte behandelt. Eine für die Beurteilung der Erheblichkeit der Umweltfolgen
maßgebliche Kumulierung mit anderen Projekten ist nicht ersichtlich.
Die Umweltprüfung beruht auf folgenden Quellen:
Lärmtechnische Untersuchung, nts, 10.04.2019
Verkehrstechnische Untersuchung, nts, 09.04.2018
Umweltkataster Münster (http://geo.stadt-muenster.de/umweltkataster)
8.2 Kurzdarstellung der Planung
Der Geltungsbereich der 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 147 befindet sich westlich des
Rishon-Le-Zion-Rings im Westen der Innenstadt. Seine Größe beträgt rd. 9,8 ha.
Mit der 2. Änderung des B -Planes ist beabsichtigt, die umfassende Entwicklung des UKM -
Forschungscampus zu ermöglichen, die aufgrund bislang entge genstehender Verkehrsflächen-
Festsetzungen nicht in vollem, zusammenhängendem Umfang zu realisieren wäre.
Aus diesem Grund wird eine bislang im Bebauungsplan festgesetzte öffentliche Verkehrsfläche
(„Querspange“) zwischen Rishon-Le-Zion-Ring und Albert -Schweitzer-Straße aufgehoben, die
der geplanten baulichen Entwicklung entgegenstünde. Eine Festsetzung von Bauflächen wird
nach wie vor nicht vorgenommen. Als verkehrliche Kompensation für die entfallende Erschli e-
ßung des UKM -Areals wird eine neue Zufahrt vom Rishon-Le-Zion-Ring auf Höhe der Sertür-
nerstraße geplant, die künftig die Erschließungsfunktion für die Domagkstraße übernimmt.
Im Bereich des Coesfelder Kreuzes werden die dort vorhandenen, besonders raumwirksamen
Bäume durch eine Erhaltungsfestsetzung geschützt.
8.3 Fachgesetzliche Ziele und Vorgaben des Umweltschutzes
Für die Beurteilung der voraussichtlich erheblichen Umweltauswirkungen sind neben den sich
unmittelbar aus dem Baugesetzbuch ergebenden Umweltschutzzielen insbesondere folgende
fachgesetzlichen Ziele und Vorgaben des Umweltschutzes zu berücksichtigen.
Schutzgut fachgesetzliche Ziele und Vorgaben des Umweltschutzes
Mensch / menschliche
Gesundheit
- 16. BImSchV (Verkehrslärmschutzverordnung)
- 39. BImSchV (Luftqualität)
Pflanzen und Tiere / biolo-
gische Vielfalt
- Bundesnaturschutzgesetz i.V.m. FFH-Richtlinie (Richtlinie
92/43/EWG) im Hinblick auf geschützte Arten und geschützte
Gebiete
- Bundesnaturschutzgesetz (Eingriffsregelung i.V.m. den Re-
gelungen des BauGB)
Boden / Fläche - Bundes-/Landesbodenschutzgesetz
Wasser - Landeswassergesetz (Niederschlagswasserbeseitigung)
Klima/Luft - 39. BImSchV (Luftqualität)
Landschaft - Bundesnaturschutzgesetz (Eingriffsregelung i.V.m. den Re-
gelungen des BauGB)
Kulturgüter - Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen
(Bau-/ Bodendenkmal)
Tabelle 2: Schutzgüter und ihre fachgesetzlichen Umweltschutzvorgaben
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
Begründung zum Entwurf / Seite 21 von 29
Der fortgeschriebene Flächennutzungsplan der Stadt Münster (FNP) stellt den Änderungsbe-
reich als „Sondergebiet“ mit der Zweckbestimmung „Hochschule“ und als Hauptverkehrsstraße
dar. Ein Landschaftsplan liegt für das Plangebiet nicht vor.
Nördlich des Plangebietes verläuft im Bereich der Einsteinstraße/Coesfelder Kreuz eine in der
Grünordnung dargestellte wichtige funktionale Grünverbindung
Die Art und Weise, wie die fachgesetzlichen Ziele und Vorgaben des Umweltschutzes im Rah-
men des Verfahrens berücksichtigt werden, wird jeweils bei den einzelnen Schutzgütern darg e-
legt. Maßgebliche Schwierigkeiten, die bei der Zusammenstellung der Angaben aufgetreten
sind, zum Beispiel technische Lücken oder fehlende Kenntnisse, liegen nicht vor.
8.4 Umweltbeschreibung / Umweltbewertung und Wirkungsprognose
Für die zu prüfenden Schutzgüter erfolgt entsprechend der jeweiligen Relevanz für den Bebau-
ungsplan eine Darstellung und Bewertung der Bestandsituation, eine Prognose der zu erwar-
tenden Auswirkungen der Planung sowie die Vorstellung der vorgesehenen Maßnahmen zur
Vermeidung, zur Verringerung und zum Ausgleich von nachteiligen Auswirkungen.
8.4.1 Mensch / menschliche Gesundheit
Der Änderungsbereich des Bebauungsplans wird durch Einrichtungen des UKM geprägt.
Wohnnutzung findet hier nicht statt. Östlich des Rishon-Le-Zion-Rings befinden sich außerhalb
des Geltungsbereichs des Bebauungsplans Wohngebiete in Form von Reihenhausquartieren
wie auch als Geschosswohnungsbau.
Eine maßgebliche Erholungsnutzung findet im Plangebiet nicht statt. Die Domagkstraße hat j e-
doch eine Bedeutung als Verbindungsweg für Radfahrer und als Fußweg zwischen westlicher
Innenstadt und klinik - bzw. hochschulaffinen Einrichtungen. Die kleine Grünfläche im Umfeld
des Coesfelder Kreuzes besitzt durch die Lage am Verkehrsknotenpunkt keine wesentliche
Aufenthaltsfunktion. Sie ist vielmehr von gestalterischem Wert.
Der daran südwestlich angrenzende historische Lindenpark hat bereits heute Aufenthaltswert
und soll künftig in seiner Wahrnehmbarkeit attraktiviert werden.
Vorbelastungen durch Lärmimmissionen
Das Plangebiet ist seit Jahrzehnten intensiven Lärmimmissionsbelastungen durch den Ver-
kehrslärm des Rishon-Le-Zion-Rings ausgesetzt.
Vorbelastungen durch Luftschadstoffimmissionen
Hinsichtlich der maßgeblichen verkehrsbedingten Luftschadstoffe (Stickstoffdioxid, Fei n-
staub/PM10) liegen für den Rishon -Le-Zion-Ring keine Hinweise auf erhöhte Belastungen oder
gar Grenzwertüberschreitungen vor. Für beide Luftschadstoffe liegen im Screening die Immissi-
onswerte bei < 28 µg/m³.
Erholung/ Grünordnung Münster
Nördlich des Plangebietes befindet sich im Verlauf der Einsteins traße/Coesfelder Kreuz eine in
der Grünordnung Münster dargestellte wichtige funktionale Grünverbindung. Sie verbindet pl a-
nerisch die Grünanlagen im Umfeld des Schlossgartens mit dem Grünzug entlang der Von-
Esmarch-Straße.
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
Begründung zum Entwurf / Seite 22 von 29
Auswirkungen der Planung / Maßnahmen zur Minderung
Die Auswirkungen der auf das Plangebiet einwirkenden Immissionen sind nach den gesetzl i-
chen Umweltanforderungen wie folgt zu werten:
Lärmimmissionen
Baubedingt kann es bei der Realisierung der Planung zu temporären Beeinträchtigungen, z. B.
durch den Baustellenverkehr kommen. Die Verträglichkeit wird im Zuge der erforderlichen Zu-
lassungs-/Genehmigungsverfahren, nachgeordnet zum Bebauungsplan, geregelt. Der auch
nach der Bauphase zu erwartende Verkehrslärm wird durch eine Verlängerung der Lär m-
schutzwand sowie durch passive Maßnahmen an den benachbarten Gebäuden auf die geset z-
lichen Grenzwerte gedämpft.
Spezielle Gefahren für die menschliche Gesundheit, z.B. im Rahmen von Unfällen oder Kat a-
strophen sind nicht ersichtlich.
Maßgebliche nachteilige Auswirkungen auf die Erholungsnutzung sind über die Bauphase hi n-
aus nicht zu erwarten. Die Umgestaltung soll insgesamt auch zu einer Verbesserung der E r-
schließung für Fußgänger und Radfahrer beitragen.
8.4.2 Pflanzen und Tiere / biologische Vielfalt
Das Plangebiet umfasst im Wesentlichen folgende Biotoptypen, die für innerstädtische Flora
und Fauna eine Relevanz aufweisen:
Baumbestandene Gärten und Freiflächen im Umfeld der Bestandsgebäude und in der
Grünanlage Coesfelder Kreuz
„Lindenpark“ nördlich des pathologischen Instituts
Gehölzbestandene Brachflächen im südlichen Anschluss an das Coesfelder Kreuz (teil-
weise bereits gerodet)
Domagkstraße und Rishon-Le-Zion-Ring mit alleeartigem Baumbestand
Die Flächen im südlichen Umfeld des Coesfelder Kreuzes sind in der Stadtbiotopkartierung der
Stadt Münster als schutzwürdiges Biotop (Nr. 0.031) verzeichnet.
Sonstige Schutzgebiete, insbesondere FFH-Gebiete oder Vogelschutzgebiete sind im Plang e-
biet oder im näheren Umfeld nicht anzutreffen.
Auswirkungen der Planung / Maßnahmen zur Minderung
Die 2. Änderung des B Plans Nr. 147 führt im Wesentlichen zu einer planerischen Rücknahme
von Verkehrsflächen, bzw. zu einer geringfügigen Erweiterung an anderer Stelle. Die Planände-
rung führt lediglich im nördlichen Teil (priv ate Verkehrsflächen) zu einer kleinflächigen Inan-
spruchnahme von Gehölzflächen, wobei der ältere Gehölzbestand durch Erhaltungsfestsetzun-
gen geschützt wird. Die privaten Verkehrsflächen greifen dabei auch in das schutzwürdige Bi o-
top gemäß Stadtbiotopkartierung ein. Die Verkehrsflächen decken sich dabei jedoch fast vol l-
ständig mit Flächen, die bereits im bislang geltenden Bebauungsplan eine Festsetzung von mit
Geh-, Fahr- und Leitungsrechten belegten Flächen aufweisen.
Zur Realisierung des geplanten neuen Kr euzungsbereiches vis à vis der Sertürners traße sind
die öffentlichen Verkehrsflächen gegenüber dem bestehenden Bebauungsplan ausgeweitet
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
Begründung zum Entwurf / Seite 23 von 29
worden. Durch diese Verlagerung der Zufahrt vom Rishon -Le-Zion-Ring nach Süden sind im
Zuge des Kreuzungsausbaus Baumfällungen in einem Umfang von ca. 20 Straßenbäumen er-
forderlich. Im Rahmen der sich an die Bebauungsplanänderung anschließenden Verkehrspl a-
nung sind nach Umgestaltung der Kreuzung Neuanpflanzungen vorgesehen.
Von der Planung sind k eine geschützten Teile oder Gebiete von Natur und Landschaft, insbe-
sondere keine europäischen Schutzgebiete (FFH-Gebiete/Vogelschutzgebiete) betroffen.
8.4.2.1 Artenschutz
Die Artenschutzprüfung (ASP) erfolgt auf der Grundlage der gemeinsamen Handlungsempfeh-
lungen des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr NRW und des
Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW vom
22.12.2010.
In einer ersten Stufe wird durch eine überschlägige Prognose geklärt, ob und ggf. bei welchen
Arten artenschutzrechtliche Konflikte auftreten können. Um dies beurteilen zu können, wurden
die verfügbaren Informationen zum betroffenen Artenspektrum eingeholt. Hinweise auf das Vor-
kommen planung srelevanter Arten liegen der Unteren Naturschutzbehörde für die von der
Planänderung betroffenen Flächen nicht vor.
Von einer Betroffenheit planungsrelevanter Arten durch die 2. Änderung des Bebauungsplans
Nr. 147 ist daher nicht auszugehen. B ei anderen Arten kann im Regelfall davon ausgegan gen
werden, dass wegen ihrer Anpassungsfähigkeit und des landesweit günstigen Erhaltungszu-
standes (z.B. „Allerweltsarten“) bei vorhabenbedingten Beeinträchtigungen nicht gegen die Zu-
griffsverbote des Bundes naturschutzgesetzes verstoßen wird. Dem Tötungsverbot kann durch
Bauzeitenregelungen (Rodungen außerhalb der Brutzeiten) begegnet werden.
8.4.2.2 Eingriffe in Natur und Landschaft
Für die Abwicklung der Eingriffsregelung im Rahmen der 2. Änderung des Bebauungsplans Nr.
147 stellen die planr echtlichen Festsetzungen der 1. Änderung (Rechtskraft 04.02.1980) die
Beurteilungsgrundlage für den Bestand dar. Festgesetzt sind dort ausschließlich öffentliche
Verkehrsflächen bzw. mit Geh- , Fahr- und Leitungsrechten belastete Flächen. Der Umfang der
daraus resultierenden Bestandsversiegelung beträgt ca. 41.000 m².
Im Abgleich zwischen der Bestandssituation und dem Entwurf der 2. Änderung ist eine Redukti-
on der Flächenversiegelung durch private und öffentliche Verkehrsflächen sowie Versorgung s-
anlagen im Umfang von rd. 5. 000 m² festzustellen. Dieser Flächenanteil entspricht einer Verrin-
gerung der Versiegelung gegenüber der Bestandssituation um etwa 12 %.
Die in Folge der 2. Planänderung entstehenden Eingriffe in Natur und Landschaft sind insg e-
samt als gering zu bewerten. Ein Aus gleichserfordernis ist zudem im Hinblick auf das best e-
hende Planungsrecht nicht gegeben.
8.4.3 Boden / Fläche
Bei den im Plangebiet vorherrschenden Böden handelt es sich von Natur aus um Pseudogley -
Braunerden und Braunerden, die durch die anthropogene Nutz ung mehr oder weniger stark
überformt wurden. Die natürlichen Bodenfunktionen bewegen sich nach den Darstellungen im
Umweltkataster Münster bei einer Bewertung im mittleren Bereich.
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
Begründung zum Entwurf / Seite 24 von 29
Im Geltungsbereich des Bebauungsplans befindet sich die im städtischen Al tlasten- / Ve r-
dachtsflächenkataster verzeichnete Fläche Nummer 516. Hierbei handelt es sich um eine Altab-
lagerung/Verfüllung. Bei orientierenden Bodenuntersuchungen aus dem Jahr 2017 zeigten sich
Auffüllungen aus Boden/Bauschutt mit Anteilen an Betonbruch, Ziegelbruch, Schlacke und Glas
bis 3,70 m unter Geländeoberkante. Die Analysen der Bodenproben zeigten Verunreinigungen
mit PAK (Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe).
Auswirkungen der Planung / Maßnahmen zur Minderung
Gegenüber der bisherigen Planfassung kommt es durch die 2. Änderung planerisch zu einer
Verringerung der Versiegelung. Auf das Schutzgut Fläche wirkt sich die Planung somit positiv
aus.
Die ggfs. notwendigen technischen Sicherungs - und Sanierungsmaßnahmen der Altlastenver-
dachtsflächen werden im nachfolgenden Bauantragsverfahren für den Einzelfall festgelegt. B e-
reits mit dem heutigen Kenntnisstand ist sichergestellt, dass die Altlast handhabbar ist und einer
Realisierung des Bebauungsplanes nicht entgegensteht.
Die Fläche ist im Bebauungsplan mit einer Umgrenzung von Flächen, deren Böden erheblich
mit umweltgefährdenden Stoffen belastet sind, gekennzeichnet.
8.4.4 Wasser
Die im Gebiet anzutreffende Grundwassereinheit wird geprägt durch Kalkmergel, der von Löß
überlagert wird. Be reichsweise sind vermutlich Geschiebemergel/ -lehm zwischen Kalkmergel
und Löß eingeschaltet. Die Durchlässigkeit der anzutreffenden Schichten ist sehr gering. Der
Löß selbst bildet eine schützende Deckschicht für die darunterliegenden Kalkmergel der Ober-
kreide.
Das in geringen Mengen vorhandene Grundwasser strömt vermutlich in östliche Richtung. Vor-
fluter ist die Aa (vgl. Umweltkataster Münster).
Oberflächengewässer werden von der Planung nicht berührt.
Auswirkungen der Planung / Maßnahmen zur Minderung
Die Entwässerung des Gebietes erfolgt durch eine Trennkanalisation.
Die auf eine teilweise Neuausrichtung der Verkehrsflächen ausgelegte Planung hat keine nen-
nenswerten Auswirkungen auf den Wasserhaushalt.
8.4.5 Klima/-wandelanpassung / Luft
Das Plangebiet ist gemäß dem FIS -Klimawandel des Landesamtes für Naturschutz, Umwelt
und Verbraucherschutz Nordrhein- Westfalen den Klimatopen “ Klima innerstädtischer Freifl ä-
chen“ (Gehölzbrache/Grünfläche), „Vorstadtklima“ (bebautes Klinikareal) bzw. „offenes Gewer-
be-/Industrieklima“ (Parkplatz) stark verdichteter Siedlungsräume zuzuordnen. Der südliche Än-
derungsbereich wird als nächtlicher Klimawandel -Vorsorgebereich beschrieben. Dies sind G e-
biete, für die durch den Klimawandel unter Annahme einer pauschalen Temperaturanstiegs von
1 K bis zur Mitte des Jahrhunderts eine solche Zunahme der thermischen Belastung erwartet
wird, dass diese Flächen dann zusätzlich in die höchsten Belastungsklassen einzuordnen w ä-
ren.
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
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Lokalklimatisch weist das Gebiet keine für das Stadtgebiet r elevante Klimaausgleichsfunktion
auf (Umweltkataster Münster).
Die Karte 6 „Potenziell überflutete Flächen“ des Klimaanpassungskonzeptes der Stadt Münster
stellt die vorhandene Un terführung im Bereich Domagkstraße / Coesfelder Kreuz als „Bereich
mit überfluteten Verkehrsflächen“ dar.
Auswirkungen der Planung / Maßnahmen zur Minderung
Klimatisch relevante Auswirkungen sind durch die 2. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 147
selber nicht zu erwarten, da sich die getroffenen Festsetzungen weitestgehend auf Verkehrsflä-
chen beschränken. Die geplante weitere Bebauung im Forschungscampus Ost ist im Zuge des
Baugenehmigungsverfahrens zu prüfen.
Auf die mit der Unterführung unter der Einsteinstraße verbundene Gefährdungslage gegenüber
Starkregeneinflüssen wird i m Rahmen der Hinweise des Bebauungsplanes aufmerksam ge-
macht.
8.4.6 Landschaft
Der Änderungsbereich wird durch die in Teilen denkmalgeschützte Altbebauung des Klinikg e-
ländes geprägt. Von Norden nach Süden durchzieht im westlichen Teil die alleebestandene
Domagkstraße, im östlichen Teil der von Straßenbäumen flankierte Rishon- Le Zion-Ring das
Plangebiet. Die Altbebauung weist baumbestandene Freiflächen auf. Nördlich des Patholog i-
schen Institutes (Domagkstraße 17) befindet sich eine durch Linden umstandene pr ivate Park-
anlage.
Im nördlichen Teil wird das Gebiet durch ruderalen, z. T. bereits gerodeten Gehölzbestand und
Stellplatzanlagen bestimmt. Nahe dem Verkehrsknotenpunkt Coesfelder Kreuz befindet sich ei-
ne kleine, baumbestandene Grünanlage, die ein denkmalg eschütztes Wegekreuz („Coesfelder
Kreuz“) beinhaltet. Im Frühjahr wird die Grünanlage durch einen reichhaltigen Blumenzwiebe l-
bestand geschmückt.
Auswirkungen der Planung / Maßnahmen zur Minderung
Die Planung dient der Vorbereitung der Entwicklung des UKM -Forschungscampus. Die konkre-
ten Änderungen der Festsetzungen (Verkehrsflächen) im Rahmen der 2.Änderung des BPlans
147 haben unmittelbar keine wesentlichen Änderungen des Landschafts - bzw. Ortsbildes zur
Folge. Der Lindenpark im Nordwesten des Plangebietes soll nicht in Anspruch genommen wer-
den, sondern vielmehr als Grünfläche inmitten der künftig umgebenden Bebauung fokussiert
werden.
8.4.7 Kulturgüter und sonstige Sachgüter
Baudenkmäler
Innerhalb des Geltungsbereichs des Bebauungsplanes befinden sich folgende Baudenkmäler:
Bezeichnung Lage Bauzeit
Alte Universitätsklinik, Hygiene-Institut Domagkstraße 10 1920-1925
Alte Universitätsklinik, Pharmakologisches Institut Domagkstraße 12 1920-1925
Alte Universitätsklinik, Pathologisches Institut Domagkstraße 17 1920-1925
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
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Wegekreuz „Coesfelder Kreuz“ Coesfelder Kreuz 1689
Außerhalb angrenzend:
Alte Universitätskliniken, Chirurgische Klinik Domagkstraße 1
(heute Waldeyer-
straße 1)
1920-1925
Alte Universitätskliniken, Med. Klinik Domagkstraße 3 1915-1925
Verwaltungsgebäude Domagkstraße 5 1915-1925
Alte Universitätsklinik, Frauenklinik Domagkstraße 11 1915-1925
Augenklinik Domagkstraße 15 1920-1925
Alte Universitätsklinik - ehem. Pathologisches und
Gerichtsärztliches Institut
Domagkstraße 17 1920-1925
Lukaskirche Von Esmarch Str. 1 1959-61
Tabelle 3: Übersicht über die Denkmäler im Geltungsbereich des Bebauungsplans
Die Universitätskliniken wurden 1915 - 1925 nach den Plänen des Regierungsbaumeisters
Schindowski neu errichtet. Charakteristisch ist die einheitliche Planung des gesamten Bereichs
mit der baumbestandenen Haupterschließungsstraße (Domagkstraße) und den Verbindungs-
wegen, der par kähnlich gestalteten Grünfläche und den Gebäuden. Die denkmalgeschützten
Klinikgebäude erlangen aufgrund ihrer stadtbildprägenden, stadt - und architekturgeschichtl i-
chen Bedeutung sowie als Zeugnis für die Geschichte der Medizin und des Krankenhausbaus
Denkmalwert.
Das bedeutende Wegekreuz aus Baumberger Sandstein, das „Coesfelder Kreuz“ wurde im Zu-
ge des Ausbaus des Straßenknotenpunkts 1976 um rund 50 m nach Südosten, in eine kleine
parkartige Anlage, versetzt. Das Objekt ist von Bäumen flankiert.
Die evangelische Lukaskirche wurde 1959-61 von dem Architekten Otto Vogel aus Trier gebaut.
Sie bildet mit dem T urm als Blickfang einen städtebaulichen Akzent in einem sich damals erst
entwickelnden Wohngebiet Gievenbecks und ist ebenso von architekturgeschichtlicher Bedeu-
tung.
Bodendenkmäler
Innerhalb des Plangebietes befindet sich nach derzeitigem Kenntnisstand mit an Sicherheit
grenzender Wahrscheinlichkeit ein Bodendenkmal im Sinne des Denkmalschutzgesetzes NRW.
Im Bereich und unmittelbar südlich sowie südöstlich des Coesfelder Kreuz es lag historischen
Karten zufolge eine große Schanzenanlage, mit Hilfe derer sich die Stadt Münster im 7- jährigen
Krieg vor aus dem Westen und vor allem über den Coesfelder Heerweg einfallenden Truppen
zu schützen versuchte. Von diesem vermutlich 1759 aufwändig angelegten Verteidigungswerk,
über dessen Beschaffenheit der Stadt Münster keinerlei weitere Erkenntnisse vorliegen, haben
sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch Reste im Boden erhalten.
Darüber hinaus können bei Bodeneingriffen in einer über Jahrhunderte hinweg besiedelten Kul-
turlandschaft auch außerhalb bekannter Bodendenkmäler jederzeit archäologische Funde und
Befunde auftreten sowie neue Bodendenkmäler (kulturgeschichtliche Bodenfunde, Mauern,
Einzelfunde aber auch Verfärbungen in der natürlichen Bodenbeschaffenheit und Fossilien)
entdeckt werden.
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
Begründung zum Entwurf / Seite 27 von 29
Sachgüter
Als zu berücksichtigendes Sachgut ist als bestehende Verkehrsfläche die ausgebaute Verbi n-
dungsspange zwischen Rishon-Le-Zion-Ring und Domagkstraße zu berücksichtigen.
Auswirkungen der Planung / Maßnahmen zur Minderung
Maßgebliche Auswirkungen auf den Denkmalschutz sind nicht zu erwarten. Den Umgang mit
Bodendenkmälern und das Verhalten bei der Entdeckung von Bodendenkmälern regelt das
Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalen. Der Bebauungsplan enthält einen entsprechenden
Hinweis.
Der Rückbau der Erschließungsstraße im Bereich des geplanten UKM-Forschungscampus ist
wesentliches Ziel der der Bebauungsplanänderung. Der Eingriff in das Sachgut ist damit un-
vermeidbar.
8.4.8 Wechselwirkungen
Besonders herauszustellende Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern sind nicht ersicht-
lich. Ansonsten werden Wechselwirkungen unter den jeweiligen Schutzgütern thematisiert, z.B.
die Bedeutung des Baumbestandes in der Domagkstraße für den Denkm alschutz, die Erho-
lungsnutzung und das Landschaftsbild.
8.5 Nichtdurchführung der Planung (Prognose Null-Variante)
Bei Nichtdurchführung der Planung kann das vorliegende Bebauungskonzept für den UKM-
Forschungscampus nicht realisiert werden, da die beabsichtigte Bebauung sich teilweise auf im
geltenden Bebauungsplan festgesetzte Straßenverkehrsflächen erstreckt. Eine anderweitige
Bebauung – unter Aussparung der Domagk -Spange – wäre aber auch auf der Grundlage des
bestehenden Bebauungsplanes in großem Umfang möglich.
8.6 Anderweitige Planungsmöglichkeiten
Im Zuge der Planung wurde geprüft, ob die Domagkstraße für den motorisierten Durchgang s-
verkehr gesperrt werden kann. Mit Blick auf die erforderliche Erschließungsfunktion für das vor-
handene Universitäts-Parkhaus wurde diese Variante jedoch zumindest vorläufig verworfen.
Anderweitige Planungsmöglichkeiten drängen sich nicht auf und wurden somit nicht in die U n-
tersuchung eingestellt.
8.7 Überwachung (Monitoring)
Die Gemeinden sind verpflichtet, die erheblichen Umweltauswirkungen, die auf Grund der
Durchführung der Bauleitpläne entstehen, zu überwachen. Sie werden damit in die Lage ver-
setzt, nachteilige Auswirkungen frühzeitig zu ermitteln und ggf. geeignete Maßnahmen zur A b-
hilfe zu ergreifen.
Maßnahmen des Monitorings drängen sich nicht auf und werden somit nicht vorgesehen. Die
Festsetzung zum Lärmschutz an der zu ergänzenden Kreuzung sichert, dass ihr Bau erst bei
entsprechendem Nachweis begonnen werden kann.
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
Begründung zum Entwurf / Seite 28 von 29
8.8 Zusammenfassung
Mit der 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 147 ist beabsichtigt, die umfassende Entwicklung
des UKM -Forschungscampus zu ermöglichen, die aufgrund bislang entgegenstehender Ve r-
kehrsflächen-Festsetzungen nicht in vollem, zusammenhängendem Umfang zu realisieren w ä-
re. Die hochbauliche Entwicklung wird durch die Bebauungsplanänderung nicht unmittelbar
vorbereitet. Dies erfolgt durch nachgelagerte Planungs- und Genehmigungsverfahren.
Mit dem erforderlichen Neubau des Verkehrsknotenpunktes Rishon -Le-Zion-Ring / Domagk -
straße sind verkehrliche Eingriffe verbunden, die sich auf die Lärmim missionen im Umfeld aus-
wirken. Die im BPlan verankerten Maßnahmen sichern, dass die Grenzwerte der 16. BImSchV
eingehalten werden.
Die durchgeführte artenschutzrechtliche Prüfung ergab keinen Hinweis auf eine erhebliche B e-
einträchtigung von zu berücksichtigenden planungsrelevanten Tierarten. Erhebliche Eingriffe in
Natur und Landschaft sind mit der Planung nicht verbunden. Insbesondere sind keine europäi-
schen Schutzgebiete (FFH -Gebiete/Vogelschutzgebiete) betroffen. Für notwendige Baumfäl-
lungen im Zuge des Kreuzungsausbaus Rishon -Le-Zion-Ring / Domagkstraße sind Nachpflan-
zungen von Straßenbäumen vorgesehen.
Durch die Rücknahme von bisherigen Verkehrsflächen wird die Versiegelungsbilanz verbessert.
Ein Ausgleichserfordernis für Eingriffe in Natur und Landschaft ist nicht gegeben.
Die zahlreichen Denkmäler im Umfeld der Domagkstraße erfahren durch die Änderung der Pl a-
nung keine nachteiligen Beeinträchtigungen. Im Zuge der weiteren baulichen Entwicklungen
wird sich deren erweitertes Umfeld, insbesondere im Bereich des Coesfelder Kreuzes jedoch
deutlich verändern. Der Umgang mit vermuteten Bodendenkmälern ist im Denkmalschutzgesetz
Nordrhein-Westfalen geregelt.
Erhebliche klimatische Auswirkungen der Planänderung sind, auch mit Blick auf den Klimawan-
del nicht abzuleiten. Nach wie vor besitzt die Unterführung im Bereich der Kreuzung Doma g-
kstraße/Einsteinstraße ein Gefährdungspotenzial hinsichtlich Überschwemmungen im Starkr e-
genfall.
Erforderliche Maßnahmen des Monitorings sind zur Zeit nicht ersichtlich.
Weitergehende relevante Umweltauswirkungen des Bebauungsplans sind nicht festzustellen.
9. Gesamtabwägung
Mit der 2. Änderung des Bebauungsplanes sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, die
Überbauung der bisherigen Straßenspange zu ermöglichen, eine Neuordnung der Erschließung
vorzunehmen und somit das Gesamt-Projekt des UKM vorzubereiten.
Mit dieser Planung wird die allgemeine Zielsetzung verfolgt, die Forschungseinrichtungen ent-
lang der Domagkstraße zu entwickeln und die oberzentrale Funktion Münsters insbesondere im
Bereich Wissenschaft und Gesundheit weiter auszubauen. Der bereits etablierte Standort ist
sehr gut in das Stadtgefüge eingebunden und verzichtet auf die Inanspruchnahme von Frei-
raum. Er trägt somit der Bodenschutzklausel des § 1a BauGB in besonderer Weise Rechnung.
Um für die Vorhaben des UKM planungsrechtliche Zulässigkeit zu schaffen, sind zuvor bislang
entgegenstehende Festsetzungen zur verkehrlichen Anbindung zu ändern.
2. Änderung des Bebauungsplan Nr. 147
„II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“
im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße
Begründung zum Entwurf / Seite 29 von 29
Mit Blick auf das Schutzgut Mensch und die menschliche Gesundheit kommt es im Einwi r-
kungsbereich des Rishon -Le-Zion-Rings zu weiteren Lärmbelastungen. D ie wünschenswerte
Einhaltung der als Orientierung eingestuften DIN 18005-Werte ist an der städtischen Hauptver-
kehrsstraße nicht realistisch. Dahingegen wurden Maßnahmen festgesetzt, so dass die Immi s-
sionsgrenzwerte der 16. BImSchV eingehalten werden. Durch das Vorhandensein straßenlärm-
abgewandter Fassaden bleiben ohnedies gesunde Wohnverhältnisse gewahrt.
Durch die innerstädtische Lage in Verbindung mit dem überwiegend noch jüngeren Gehölzbe-
stand ist nicht mit einem Artenvorkommen zu rechnen, das einer Realisierung der Planung
grundsätzlich entgegenstünde. Gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen k önnen im Zuge der
(Bau-)Genehmigungsverfahren festgelegt werden, grundsätzliches Baurecht hierzu besteht seit
Jahrzehnten. Die in den vergangenen Jahren entstandene Durchgrünung wird zwar in den er s-
ten Jahren baustellenbedingt noch reduziert sein, sie ist aber auch Bestandteil des künftig g e-
wünschten Freiraums.
Aus dem Vergleich der landschaftsökologischen Wertigkeiten zwischen bisherigem Planung s-
recht und 2. Änderungs-Planung geht ein leicht positives Bilanzierungsergebnis (insbes. wegen
des Rückbaus des nördlichen Straßenabschnitts) hervor. Die Erforderlichkeit der Kompensation
von planungsbedingten Eingriffen im Rahmen des Planungsprozesses ist somit nicht erforde r-
lich.
In der Gesamtheit aller BPlan- Inhalte liegt insofern eine Planung vor, die städtebauli che, wirt-
schaftliche, immissionsbezogene und ökologische Belange soweit wie möglich in Einklang
bringt. Er bildet damit eine geeignete, planungsrechtliche Grundlage für die Realisierung eines
maßgeblichen Städtebauprojektes westlich der Innenstadt und zugleich eine deutliche Stärkung
des Medizin- und Forschungsstandorts Münster generell.
10. Realisierung der Planung / Durchführungsmaßnahmen
Über die Festsetzungen dieser 2. Bebauungsplanänderung hinaus wird ein städtebaulicher Ver-
trag mit dem UKM geschlossen, der vor allem organisatorische und gestalterische Regelungen
zur Kostentragung, zum Kreuzungsausbau, zum Lärmschutz sowie zu den informellen Schritten
bei der Umgestaltung der Domagkstraße zum Inhalt haben wird.
Diese Begründung dient gemäß § 9 (8) Baugesetzbuch als Anlage zum
Entwurf zur 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 147 „II. Westtangente
(Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“ im Bereich Rishon-Le-Zion-
Ring / Domagkstraße
Münster, den __________
Der Oberbürgermeister
In Vertretung
Denstorff
Stadtbaurat
V-0280-2019-Anlage-4-Protokoll-Buergeranhoerung
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Niederschrift zur Bürgeranhörung / Seite 1 von 3 Niederschrift über die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit zum Vorentwurf der 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 147 (UKM) Stadtbezirk: Münster - West Anlass: Vorentwurf Bebauungsplan Nr. 147, (2. Änderung) Zeit: 9.4.2019, Beginn 18:00 Uhr Ort: Pavillon auf dem UKM-Parkplatz, Domagkstraße Teilnehmer: ca. 25 Bürgerinnen und Bürger Leitung der Bürgeranhörung: Bezirksbürgermeister Herr Brinktrine Weitere Teilnehmer: Herr Triphaus, UKM-Immobilienmanagement Vertretung der Verwaltung: Herr Kurz, Herr Blick-Veber, Stadtplanungsamt Eröffnung Bezirksbürgermeister Brinktrine begrüßt die etwa 25 erschienenen Bürgerinnen und Bürger und erläutert den geplanten Ablauf der Veranstaltung mit dem Angebot , sich zu informieren, aber auch mit der Bitte, im Gegenzug eigene Einschätzungen zu äußern. Vorstellung der Planungen Hr. Kurz leitet ein, dass zunächst das UKM an die Stadt herangetreten ist, um sein Vorhaben vorzustellen. Zur Umsetzung des Vorhabens sind Baugenehmigungen erforderlich, für die z. T. zunächst der bisherige Bebauungsplan als Entscheidungsgrundlage geändert werden muss. Hr. Triphaus stellt die Infrastruktur-Entwicklungsplanung des UKM vor. Zum Teil seien noch Pa- villonstrukturen der ehemaligen Münsteraner Krankenanstalten vorzufinden, für die nun eine zeitgemäße Neuplanung notwendig werde. Auf Grundlage eines Wettbewerbsergebnisses aus dem Jahr 2014 soll ten modulare Labor-Strukturen gemäß dem Entwurf des Büros Nickl entw i- ckelt werden. Dabei handele es sich nicht um zusätzliche Einrichtungen, sondern um die Unter- bringung vorhandener Labore. Dazu sei auch die Überbauung der bisherigen Domagkspange erforderlich. Als Ersatz für sie solle eine neue Zufahrt gegenüber der Sertürner Straße entst e- hen, an der auch ein Parkhaus mit ca. 350- 400 Stpl. Kapazität angeordnet werde. Den Bau der Kreuzung (Bedarfsampel, Anlegen Abbiegespuren) plane man für das Jahr 2020. Zwei aufge- zeigte Visualisierungen gäben einen Eindruck von der Gestalt der geplanten Gebäude. Zur S i- cherung dieser Qualitäten werde die Stadt Münster einen städtebaulichen Vertrag mit UKM schließen. Hr. Kurz zeigt auf, dass es sich bei der bisherigen Fassung wie auch bei der geplanten Ände- rung um einen einfachen Bebauungsplan handelt, der sich weitestgehend auf die Festsetzung 2. Änd. Bebauungsplan Nr. 147 Sentrup „II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“ Niederschrift zur Bürgeranhörung / Seite 2 von 3 der Verkehrsflächen beschränkt. Wie bereits seit Jahrzehnten ergibt sich auch zukünftig die Zu- lässigkeit, welche Gebäudegröße und -nutzung dort möglich sind, aus der Um gebungsbebau- ung. Sie wird vor allem durch die stattlichen Klinikbauten des Umfeldes geprägt, an die die ak- tuell vom UKM geplante Bebauung anknüpft. Mit der vorgesehenen neuen Kreuzung, die durch die Überbauung der Domagkspange erforder- lich wird, soll zugle ich auch die bislang umwegige Anbindung des UKM -Areals verbessert und der ruhende Verkehr aus der Domagkstraße in das neue Parkhaus im Einfahrtsbereich verl a- gert werden. Bezirksbürgermeister Brinktrine bittet die Bürgerinnen und Bürger, ihre Fragen oder A nregun- gen zu äußern. Eine Bürgerin hinterfragt, warum ein Parkhaus gebaut werden müsse, warum dieses oberi r- disch und nicht als Tiefgarage geplant sei und welche Maßnahmen für den Radverkehr vorg e- sehen seien. Herr Kurz führt aus, dass das Parkhaus als Ers atz für jene Stellplätze erforderlich wird, die durch die Überbauung des Parkplatzes an der Domagkspange und durch die Stel l- platz-Reduzierung in der Domagkstraße entfallen. Die Attraktivierung der Domagkstraße ver- bessert insbesondere die Nutzbarkeit für den Radverkehr. Herr Triphaus ergänzt, dass die um- fangreiche Gebäudetechnik für die Labo r-und Forschungseinrichtungen in den Kellergeschos- sen der Institute angeordnet würde und somit dort keine Tiefgaragen möglich seien. Die G e- bäude- und Freiraumplanung werde zahlreiche Fahrradstellplätze vorsehen. Ein Bürger erkundigt sich, wie das neu geplante Parkhaus die bisherige P&R -Funktion des ent- fallenden Schotterparkplatzes übernehmen solle. Herr Kurz weist darauf hin, dass bereits in der vergangenen Vorweihnachtszeit das Uni -Parkhaus erfolgreich für P&R genutzt wurde, was nach Möglichkeit fortgesetzt wird. Herr Triphaus zeigt auf, dass man vom geplanten Parkhaus mit wenigen Schritten zur Bushaltestelle „Domagkstraße“ gelangt, die das Klinikgelände mit dem Zentrum verbindet. Eine Bürgerin möchte wissen, woher der Platz für die Abbiegespuren des Kreuzungsausbaus genommen werde und ob die Aufstellflächen für abbiegende Pkw ausreichend dimensioniert seien. Herr Kurz zeigt auf, dass dies im Wesentlichen durch Umbau der vorhandenen Verkehrs- flächen des Rishon-Le-Zion-Rings erfolgt. Die Mittelinsel wird reduziert, z.T. werden im Westen Grundstücksstreifen des UKM in Anspruch genommen. Der Verkehrstechnische Entwurf ist von einem Ingenieurbüro erstellt und m it dem Tiefbauamt abgestimmt worden. H ierbei ist auch die vorhandene Bushaltest elle berücksichtigt worden, damit keine Störungen auf dem Ring als Hauptverkehrsachse entstehen. Ein Bürger richtet sich an Herrn Triphaus, wie die UKM-interne Verknüpfung der Institute funkti- oniere. Dieser betont, dass mit dem Projekt die an vielen Standorten verstreut liegenden Ei n- richtungen an einem Standort konzentriert werden sollten. Für die Büros habe man bislang z.T. auf Schwesternwohnheime zurückgegriffen, bzw. externe B üroflächen angemietet. Die Kran- kenversorgung solle an den Bettentürmen zentralisiert werden. Am nördlichen Kopfende des ForschungsCampus-Ost solle die zentrale Anlieferung und Versorgung des neuen Projektes er- folgen, um zahlreiche bisherige Verkehre einzusparen. 2. Änd. Bebauungsplan Nr. 147 Sentrup „II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)“ Niederschrift zur Bürgeranhörung / Seite 3 von 3 Ein Bürger erkundigt sich, was es mit der in der Planzeichnung gekennzeichneten Altlast auf sich habe. Hr. Triphaus als betroffener Eigentümer geht darauf ein, dass die Fläche hier in der Nachkriegszeit mit Trümmern verfüllt worden sei. Ein Bürger führt an, dass zuvor von einer Abbindung der Dom agkstraße die Rede gewesen sei und möchte wissen, ob man hiervon abgesehen habe. Die Unterführung unter der Einsteinstr a- ße sei Teil der Radrenn -/Marathonstrecke und sei aktuell in Spitzenzeiten bzw. bei Sondere r- eignissen (anderweitige Staus, Sperrungen) überraschend stark frequentiert. Herr Kurz entge g- net, dass dies nicht mehr Inhalt des aktuellen Verfahrens ist. Die Verbindung ha t momentan ei- ne vergleichsweise geringe Durchschnittsbelastung, w ird aber zur Anbindung des Uniparkhau- ses aufrecht erhalten. Ein Bürger erkundigt sich nach dem Grad der Versiegelung und ob es hierzu spezielle Konzep- te gebe. Herr Kurz geht davon aus, dass es gegenüber dem heutigen Zustand zukünftig eine stärkere Versiegelung geben wird, die jedoch seit je durch den alten Bebauungsplan zulässig gewesen ist. Herr Triphaus ergänzt, dass die Gebäudedächer bepflanzt würden. Auch die I n- nenhöfe sollten zum Aufenthalt grün gestaltet werden. Die Domagkstraße werde in weiten Tei- len vom parkenden V erkehr befreit, der Lindenpark soll e in seiner Erholungsfunktion aktiviert werden. Ende der Veranstaltung Da keine weiteren Fragen mehr vorliegen bedankt sich Herr Brinktrine bei den Bürgerinnen und Bürgern für die interessierte und sachliche Diskussion und beendet die Veranstaltung gegen 18:50 Uhr. gez. Herr Brinktrine Bezirksbürgermeister gez. Herr Blick-Veber Protokollführer
V-0280-2019-Anlage-3-Planverkleinerung
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GFL FRE D D D D D D D D D G F Bereich potentiellüberfluteter Flächen Bereich potentiellüberfluteter Flächen Bereich potentiell überfluteter Flächen 52 III I II II I II 42 a III II I I I II I III I II II III III III I I VII IV III III II III I I I I II II I I III II II II II II III III II II I 62 74 76 72 70 68 66 -I III -I I -I III -I -I -I -I -I -I II III II I I II III II II I IV I I II II I II I II II II II III III II II II II II I II II II II I II III III III II III II III III III III I II II II II II III III II III II I I I I III I II II V III III III III III IV III III III II III III III III III III III I I III III III III IV III I I I II III III III III III III III III I IV IV IV II III I II I II II II III III III II II I III IV IV III II II II II I II II II II III III IIIIII IIII II II III II III III Flur 036 Flur 037 Rampe 24 Rampe Rampe Rampe Rampe Rampe Rampe Anlage 3 zur Vorlage Nr. V/0280/2019 I II I III IV V IV II II IV V VI IV VI IV III I I II II II III IV III II IV II II II III II III II I I II III II I II II III IV III II III II III II II III II I I I II VI II 21a Coesfelder Kreuz +IIHUVWUDH :DOGH\HUVWUDH 'RPDJNVWUDH 'RPDJNVWUDH 'RPDJNVWUDH 'RPDJNVWUDH Paul-Wulf-Weg Paul-Wulf-Weg +LWWRUIVWUDH +LWWRUIVWUDH 0|VHUZHJ 38 40 46a 46 40 26 34 30 32 34 36 42 36 38 41 58 62 56 28 52 44 14 41 12 1616a 22 5 1 10 28 9a 3 9 17 13 13a 15 6 1 11 60 14a 62 10 3 64 7 3 8 5 7 7 5 9 59 7 21 13 10a 11 10 9 15 39 11 5 13 37 19 3 9b 1 48 46 8e 71 8d 10f 67a 8c 69 10e 8b 65 10d 67 8a 23 10c 21 8 10b 35 19 17a 17 8f 53 51 13 49 47 33 31 14 49 4 51 29 44 45 42 27 43 63 56 65 59 61 57 5 46 55 45 32 50 75 52 77 25 73 58 79 60 26 54 23 16 49b 49a 17 12 20 24 22 26 28 44 11 14 12 30 21 22a 43 61 19 41 40 57 31 29 57 27 55 25 33 23 53 39 37 35 1 1 2b 64 61 70 2 2a Kardinal-von-Galen-Ring Rottendorffweg Rottendorffweg 6HUWUQHUVWUDH Rishon-Le-Zion-Ring Rishon-Le-Zion-Ring (LQVWHLQVWUDH (LQVWHLQVWUDH &RUUHQVVWUDH 70 57 61 635 372 369 367 365 368 306 249 73 371 338 578 456 452 633 370 443 634 588 527 529 485 475 440 455 164 480 123 8 586 606 604 603 601 566 595 585 593 592 591 590 589 9 597 596 607 587 526 562 561 439 594 457 433 454 453 417 416 374 414 412 530 483 482 479 504 484 505 429 478 476 404 248 246 244 165 163 333 167 242 119 118 83 82 315 241 119 239 632 126 398 552 121 99 98 97 96 75 537 426 423 247 299 305 243 231 228 207 86 25 5 600 610 615 45 27 617 101 90 616614 613 612 611 579 240 29 576 44 26 43 38 24 37 36 35 7 34 6 32 31 30 599 598 609608 621 538 536 441 393 415 33 554 481 497 517 506 427 425 424 444 245 304303302 218 232 217 216 230 212 229 211 210 227 226 208 116 115 106 353 301300 209 297 282 250 206 176 166 222 221 241 220 219 239 53 24 105 103 84 87 56 62 102 100 78 98 302 99 97 96 95 301 187 216 215 125 107 106 100 117 275 248 503 625 626 623 499 486 74 420 419 418 618 D Plangebiet / ohne MaßstabBebauungsplan Nr. 147, 2. Änderung © Stadt Münster
V-0280-2019-Anlage-2-Textliche-Festsetzungen
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Textliche Festsetzungen zum Entwurf / Seite 1 von 2 Anlage 2 zur Vorlage Nr. V/0280/2019 Textliche Festsetzungen zum Entwurf der 2. Änderung des Bebauungs- plans Nr. 147: „II. Westtangente (Kardinal-von- Galen-Ring / Roxeler Straße)“ im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße 1 Textliche Festsetzungen gemäß § 9 Baugesetzbuch (BauGB) 1.1 Baumerhalt / Ersatzanpflanzungen Wird ein Baum, für den ein Erhaltungsgebot festgesetzt ist, beseitigt, wesentlich beein- trächtigt, zerstört oder gefällt, ist er innerhalb der nächsten Pflanzperiode durch Pflan- zung eines heimischen standortgerechten Laubbaumes gleicher Art (Hochstamm, Stammumfang mindestens 20 - 25 cm) zu ersetzen. Die Ersatzpflanzung ist entsprechend den anerkannten Regeln der Technik durchzuführen, zu pflegen und dauerhaft zu erhal- ten (§ 9 (1) 25 b BauGB). 1.2 Lärmschutz Der Ausbau der Kreuzung ist erst mit dem Nachweis zulässig, dass • ab dem Zeitpunkt der verkehrlichen Inbetriebnahme der Lärmschutzanspruch gem. 24. BImSchV an den Gebäuden Sertürnerstraße 16, Sertürnerstraße 21, Sertürnerstraße 23 und Domagkstraße 10 erfüllt ist, • bzw. deren Eigentümer das Angebot zur Durchführung der passiven Maßnahmen nicht aufgegriffen haben. Ausnahmsweise kann von der Errichtung der o.g. Lärmschutzwandverlängerung abgese- hen werden, wenn • die Eigentümer der Gebäude Sertürnerstraße 16, Sertürnerstraße 21, Sertürner- straße 23 hierauf verzichten und die Grenzwerte der 24. BImSchV dennoch einge- halten werden, • bzw. die Eigentümer das Angebot zur Durchführung der passiven Maßnahmen nicht aufgegriffen haben. HINWEISE Städtebaulicher Vertrag Zur Realisierung des Bebauungsplans werden vor Satzungsbeschluss ergänzende öffentlich- rechtliche Vereinbarungen zwischen der Stadt Münster und dem Grundstückseigentümer abge- schlossen (Städtebaulicher Vertrag gemäß § 11 BauGB). Der Planung zugrundeliegende Vorschriften Die der Planung zugrundeliegenden Vorschriften (Gesetze, Verordnungen, Erlasse und DIN- Vorschriften) können während der Dienstzeiten bei der Stadt Münster, im Kundenzentrum `Pla- Bebauungsplan Nr. 147, 2. Änderung Sentrup - II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße) im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße Textliche Festsetzungen zum Entwurf / Seite 2 von 2 nen - Bauen - Umwelt' im Erdgeschoss des Stadthauses 3, Albersloher Weg 33, eingesehen werden. Bodendenkmäler Bei Bodeneingriffen in einer über Jahrhunderte hinweg besiedelten Kulturlandschaft können auch außerhalb bekannter Bodendenkmäler jederzeit archäologische Funde und Befunde auf- treten sowie neue Bodendenkmäler entdeckt werden. Die Entdeckung von Bodendenkmälern (kulturgeschichtliche Bodenfunde, Mauern, Einzelfunde aber auch Verfärbungen in der natürli- chen Bodenbeschaffenheit und Fossilien) ist unverzüglich der Stadt Münster/ Städtische Denk- malbehörde oder dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe/ LWL-Archäologie für Westfalen, Münster anzuzeigen (§ 15 DSchG). Die Fundstelle ist unverändert zu erhalten (§ 16 DSchG).
Anlage A
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Anlage A zur V/0280/2019 Kurzüberblick Mit der Vorlage werden die Bezirksvertretung Münster-West und der Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen (ASSVW) über die von der Verwaltung geplante öffentli- che Auslegung des Entwurfs zur 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 147 „II. Westtangente Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße“ in- formiert. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Bebauungsplan-Änderung sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Über- bauung bisheriger Straßenflächen im nördlichen Plangebiet und für die Neuordnung der Er- schließung im südlichen Abschnitt der Domagkstraße geschaffen werden. Dies stellt die Grundla- ge für die Realisierung der UKM-Planungen dar. Durch das Vorhaben wird die Bedeutung Müns- ters als Oberzentrum gestärkt, der Forschungsbereich als Kernkompetenz der Universität ausge- baut. Mit dem Vorhaben werden die Leitorientierungen Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungs- standorte in Europa Wir werden als Wirtschaftsstandort die Stadt des dynamischen Mittelstandes in Nordrhein- Westfalen Wir wollen das Zentrum für Verwaltungen und Institutionen sowie für öffentliche und private Dienstleistungen in Westfalen bleiben und an ihrer Modernisierung aktiv mitwirken aus dem ISM-Prozess verfolgt. Das von externer Seite herangetragene Projekt wird seitens der Stadtverwaltung positiv begleitet. Erste Fertigstellungen werden für das Jahr 2020 / 2021 erwartet. Die finanziellen Aufwendungen werden vom Verursacher getragen. Finanzierung Durch die öffentliche Auslegung des Planentwurfs entstehen der Stadt Münster keine finanziellen Aufwendungen. Es ist beabsichtigt, einen städtebaulichen Vertrag zu schließen, der die Maßnahme bedingten Kosten (Kreuzungsumbau Rishon-Le-Zion-Ring, Leitungsverlegungen etc.) dem Univer- sitätsklinikum auferlegt. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig frei- willig Bauleitplanung ist gem. § 2 Abs.1 S.1 BauGB Pflichtaufgabe der Gemeinde. Die öffentliche Ausle- gung der Planentwürfe als Teil der Bauleitplanung ist gem. § 3 Abs.2 S.1 BauGB ebenfalls eine Pflichtaufgabe. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Die Maßnahme berührt die o. g. Querschnittsthemen nicht unmittelbar.
Berichtsvorlage
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V/0280/2019 V/0280/2019 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 147: „II. Westtangente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße)" im Bereich Rishon-Le-Zion-Ring / Domagkstraße Beratungsfolge 09.05.2019 Bezirksvertretung Münster-West Anhörung 16.05.2019 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Woh- nen Entscheidung Bericht: Die Verwaltung beabsichtigt, den Entwurf zur 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 147 „II. Westtan- gente (Kardinal-von-Galen-Ring / Roxeler Straße) “ im Bereich Rishon -Le-Zion-Ring / Domagkstraße öffentlich auszulegen. Am 29.6.2016 hat der Rat der Stadt Münster die Einleitung eines 2. Änderungsverfahrens für den Bebauungsplan Nr. 147 beschlossen, um an der Domagkstraße umfassende planungsrechtliche Z u- lässigkeit für die Masterplanung „Universitätsmedizin 202 5“ des Universitätsklinikums zu schaffen. Der vorliegende Bebauungsplan -Änderungsentwurf hat die Neuordnung der Erschließung zum G e- genstand. Planungsrechtliche Grundlage für die Bebauung soll § 34 BauGB sein. Das Universitätsklinikum Münster beabsichtigt, den Bereich zwischen der Kreuzung Albert - Schweitzer-Straße / Einsteinstraße („Coesfelder Kreuz“) und dem Rishon -Le-Zion-Ring umzugestal- ten und umfassend zu bebauen. Die Bebauungsabsichten des UKM im Bereich der Domagkstraße haben sich im städtebaulichen Ge- samtkonzept (s. Anlage 5) folgendermaßen konkretisiert: Forschungscampus Ost Östlich soll sich entlang der Domagkstraße ein Forschungscampus in modulartiger Bauweise e r- strecken. Mit einem von Nord nach Süd verlaufenden gemeinsamen Verbindungsgang werden ge- plante Gebäude (MedForCe im Nordosten, Body&Brain im Südosten) unterschiedlicher Höhen (vier- bis fünfgeschossig) aneinander gereiht. Südlicher Parkhausneubau Da das Vorhaben zum Teil auf Flächen errichtet wird, die bislang der Bereitstellung von Ste llplät- zen dienten, entsteht für sie ein Ersatzbedarf. Zudem wird durch die neuen Nutzungen ein erhöhter Stellplatzbedarf ausgelöst, der ebenfalls im Plangebiet gedeckt werden muss. Hierzu ist westlich Stadtplanungsamt 18.04.2019 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Blick-Veber / Herr Puke Telefon: 492-6141 / -6192 Blick-Veber@stadt- muenster.de Puke@stadt-muenster.de - 2 - V/0280/2019 des Rishon-Le-Zion-Rings in Höhe der Sertürner Straße ein Parkhaus mit ca. 350 Stellplätzen vor- gesehen. Kreuzungsbereich Rishon-Le-Zion-Ring / Sertürner Straße Zur Anbindung des o.g. neu zu errichtenden Parkhauses wird auf dem Rishon -Le-Zion-Ring in Hö- he der Sertürner Straße eine Ampelkreuzung ausgebaut, die eine reibungslose Zu - und Abfahrt zum Parkhaus ermöglichen soll. Zur Sertürner Straße soll die Rad -/Fußweg-Anbindung unverän- dert bleiben. Mit dieser Lösung sollen Teilabschnitte der Domagkstraße im Norden entbehrlich werden (s.u.). Domagkstraße Eine an d en Rishon-Le-Zion-Ring anbindende Ost -West-Spange wird durch den o.g. Kreuzung s- ausbau entbehrlich und kann daher überbaut werden. StudienLabor Südwestlich vom Coesfelder Kreuz soll an der Albert -Schweitzer-Straße ein StudienLabor entst e- hen, in dem vorwie gend Laboratorien, Hörsaal -/Vortragsräume und studentische Einrichtungen verortet werden. Momentan stehen der vollständigen Verwirklichung des Projektes noch Festsetzungen des einfachen Bebauungsplanes 147 „II. Westtangente (Kardinal -von-Galen-Ring / Roxe ler Straße)“ entgegen, der im Jahr 1975 insbesondere mit der Domagkstraße eine direkte Ost -West-Verbindungsspange zwi- schen Rishon-Le-Zion-Ring und Albert-Schweitzer-Straße vorsah. Das sogenannte Servicezentrum im Norden am „Coesfelder Kreuz“ orientiert, in dem Kunden-/ Pati- enten-Dienstleistungen und verschiedene Verwaltungseinrichtungen des UKM untergebracht werden sollen, wird Inhalt eines eigenständigen Bebauungsplanverfahrens. Vom 21.12.2018 bis zum 22.1.2019 hat für den Vorentwurf zur 2. Änderung de s Bebauungsplanes Nr. 147 die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange gemäß § 3 Abs. 1 BauGB stattge- funden. Die aus diesem Verfahren hervorgegangenen Stellungnahmen sind in eine Überarbeitung des Entwurfs eingegangen (s. Anlage 2). Vor Ort ist bereits mit Arbeiten zur Verlegung einer Fernwärmeleitung der Stadtwerke begonnen wo r- den, die künftig im Norden entlang der Einsteinstraße verlaufen wird und Teile der Grünflächen rück- wärtig des Bildstocks „Coesfelder Kreuz“ in Anspruch nimmt. Die Bürgerbeteiligung gem. § 3 Abs. 1 BauGB hat am 9.4.2019 im UKM-Pavillion gegenüber der Do- magkstraße 32 stattgefunden, abwägungsrelevante Stellungnahmen wurden nicht vorgetragen . Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans für die Dauer eines Monats gemäß § 3 Abs. 2 BauGB soll sich eng an die im Mai 2019 stattfindenden politischen Beratungen anschließen. Nähere Einzelheiten zur Planung können den beigefügten Anlagen entnommen werden. i.V. gez. Matthias Peck Stadtrat Anlagen: Anlage A 1. Begründung zur 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 147 2. Textliche Festsetzungen zur 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 147 - 3 - V/0280/2019 3. Plan zur 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 147 (Verkleinerung) 4. Protokoll der Bürgeranhörung 5. Ansicht Gesamtkonzept UKM
V-0280-2019-Anlage-5-Gesamtkonzept-UKM-Nickl
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Anlage 5 zu Vorlage V/0280/2019
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (18)
- Roxeler Straße
- Domagkstraße 10
- Sertürnerstraße 21
- Einsteinstraße
- Waldeyerstraße
- Hüfferstraße
- Albert-Schweitzer-Straße
- Steinfurter Straße
- Weseler Straße
- Corrensstraße
- Paul-Wulf-Weg
- Albersloher Weg 33
- Jungeblodtplatz
- Kardinal-von-Galen-Ring
- Rishon-Le-Zion-Ring 26
- Wilhelm-Klemm-Straße
- Von-Esmarch-Straße 1
- Rottendorffweg
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Details
- Aktenzeichen
- V/0280/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 15.04.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37