Mandari Insight

A-W/0012/2025

Bildung ernst nehmen - Gesamtschule Münster-West Projektschule für selbstgesteuertes Lernen mit digitaler Unterstützung

Antrag an die BV West 23.05.2025

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-West, Sitzung am 28.08.2025, TOP 8.7

Originalantrag

· application/pdf

Ansehen

Stellungnahme der Verwaltung vom 05.08.2025

· application/pdf

Ansehen

Originalantrag

3060 Zeichen

STADT MÜNSTER 
'\L 1 0, APR. 2025 
Amt für Bürger- u. Ratsservice 
Bezirksverwaltung West 
CDU FRAKTION IN DER BV WEST 
k-w!Do121Jo2~ 
Münster, 08.04.2025 
An den 
Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Münster - West 
Herrn Stephan Brinktrine 
Pantaleonplatz 7 
48161 Münster 
Antrag Bildung ernst nehmen: Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob die 
Gesamtschule Münster-West Projektschule für selbstgesteuertes Lernen mit digitaler 
Unterstützung werden kann 
1. Die Gesamtschule Münster-West wird Projektschule für selbstgesteuertes Lernen 
mit digitaler Unterstützung. 
2. Die digitale Ausstattung (Endgeräte, Präsentationstechniken, WLAN) wird ab 
Jahrgangsstufe 5 für alle Schülerinnen und Schüler bereitgestellt. 
3. Eine Kooperation mit dem Digitallabor zur Lehrerfortbildung wird geprüft. 
4. Eine wissenschaftliche Begleitung des Projektes durch die Universität Münster wird 
angestrebt. Die Evaluation wird der BV-West und den Fachausschüssen des Rates 
zur weiteren Beratung vorgelegt. 
,. J 
Begründung: 
Eine Projektschule, die sich auf selbstgesteuertes, digitalgestütztes Lernen konzentriert, 
bietet die die Möglichkeit, modernen Lernkonzepte nachhaltig zu entwickeln. Zwei 
wesentliche Argumente sind: 
• Individualisierung und Flexibilität: Digitale Plattformen wie Scoobees ermöglichen 
Lernwege, bei denen Schüler und Schülerinnen ihr eigenes Tempo bestimmen und . . 
individuelle Schwerpunkte setzen können. Dies fördert Eigenverantwortung und· 
intrinsische Motivation. 
• Wissenschaftliche Bergeleitung und Innovationskraft: Mit der Unterstützung von Prof. 
Dr. F. Stebner kann die Projektschule ein forschungsbasiertes Modell für zeitgemäßes 
Lernen entwickeln. Die gewonnenen Erkenntnisse können langfristig als Blaupause für 
andere Schulen dienen. 
Mauritzstraße 4-6 • 48143 Münster 
Telefon (02 51) 4 18 42-0 • Telefax (02 51) 4 18 42- 
44 post@cdu-muenster.de • www.cdu-muenster.de 
CDU-SPENDENKONTO: IBAN DE96 4005 0150 0000 131318 • BIC: WELADEDlMST • Sparkasse Münsterland Ost

Eine Bereitstellung personalisierter Endgeräte ab der 5. Jahrgangsstufe ist essenziell für eine 
moderne, zukunftsorientierte Schulbildung. Zwei zentrale Argumente sind:· 
• 
• 
Frühzeitige Kompetenzentwicklung: Der späte Einstieg in die digitale Arbeit (aktuell 
meist erst an Jahrgang 8/9) führt dazu, dass Schülerinnen Und Schüler mit wenigen 
grundlegenden, fundierten und nachhaltigen digitalen Kompetenzen starten. Eine 
kontinuierliche Nutzung ab Klasse 5 gewährleistet einen schrittweisen 
Kompetenzaufbau in Medienbildung, Datenschutz, Informationsverarbeitung und 
digitaler Kollaboration. 
Effizienz und Nachhaltigkeit: Temporäre Nutzung von Leihgeräten oder 
Computerräumen führt zu erheblichem Zeitverlust und organisatorischem 
Mehraufwand. Durch personalisierte Endgeräte kann der Unterricht ohne 
Unterbrechungen und mit verlässlichem Zugang zu digitalen Lernmaterialien gestaltet 
werden. 
gezeichnet: 
Peter Hamann 
Christian Hinzmarin 
Thomas Lilge 
Karin Park-Luikenga 
Nicholas Reuting 
Nils Schappler 
Peter Wolfgarten 
_)

Stellungnahme der Verwaltung vom 05.08.2025

7002 Zeichen

A-'n!tooA2/ lC>l 5 
Amt für Schule und Weiterbildung 
Bezirksverwaltung Münste~ 
05.08.2025 
STADT MONSTER 
1 8. AUG. 2025 
Amt für Bürger~ u. Ratsservloe 
Bezirksverwaltung West 
Antrag lfd. Nr. A-W/0012/2025 der/des CDU - BV West In der Bezirksvertretung Münster- 
West ' 
Stellungnahme der Verwaltung 
Die Gesamtschule Münster-West hat ein Konzept erstellt, das sich gezielt auf das individuali­ 
sierte und .selbstqesteuerte Lernen konzentriert. Schülerinnen und Schüler sollen befähigt wer- 
. den, ihren eigenen Lernprozess aktiv zu gestalten und Verantwortung für ihren eigenen Lsrn­ 
prozess zu übernehmen, Der Ansatz beschränkt sich nicht auf den Fachunterricht, sondern 
findet sich auch Im Sport wieder. 
Digitale Grundlage und zentrales Element für das digitalisierte Arbeiten ist die Nutzung des 
Lernmanagementsystems „Scobees". 
Die Schulleitung hat der Schulverwaltung im April dieses Jahres die Konzeptidee erläutert und 
diese dann verschrlftllcht. Der vorliegende Antrag der CDU greift dieses Anliegen der Gesamt­ 
schule Münster-West auf. Die Idee ist, die Schule als Projektschule einzurichten, um seibst-. 
gesteuertes Lernen digital zu fördern. Entgegen dem bisherigen IT-Standard sollen die Schü­ 
lerinnen und Schüler dazu bereits ab Klasse 5 mit einer 1 :1-Ausstattung mit iPads versorgt 
werden. 
Die Schulverwaltung hält das Konzept für ausgesprochen interessant und unterstützenswert, 
aufgrund der derzeitigen Beschlusslage einerseits und der fehlenden Haushaltsmittel anderer­ 
seits sieht die Verwaltung jedoch keine Möglichkeit, dem Anliegen zu entsprechen. 
Mit dem Beschluss über den Haushalt 2021 hat der Rat der" Stadt Münster insgesamt 
6.000.000 E für die Finanzierung eines kommunalen Sofortaus~tattungsprogrammes für die 
Schulen bereitgestellt. Für die Verteilung der Geräte Wurden im Rahmene ines Haushaltsbe­ 
gleitantrages, den der Ausschuss für Schule und Weiterbildung im Rahmen der Beratungen 
zum Haushalt 2021 beschlossen hat, die Leitplanken gesetzt. Bereits im April 2021 wurde die 
Beschaffung der erforderlichen 11.700 iPads per Dringlichkeitsentscheidung auf den Weg ge­ 
bracht, da dle Zielsetzung war, dle Geräte direkt nach den Sommerferien und zum Beginn des 
neuen Schuljahres auszuliefern, was gelungen ist. 
Über die konkrete Umsetzung hat die Verwaltung den Ausschuss für Schule und Weiterbildung 
im Juni 2021 mit der Vorlage V/0473/2021 „Umsetzung des Sofortprogramms zur Ausstattung 
mit digitalen Endgeräten und mittelfristige Perspektive" informiert. 
Mit dem Ratsbeschluss festgelegt wurde der Ausstattungsstandard: Dieser sah vor, 
~ Eine •1 :2-Auss.tattung (1 'Endgerät für 2 SuS) an den Grundschulen 'sowie in den 5. bis 
7. Jahrgängen der Gesamtschulen, der Realschulen und der Gymnasien 
~ Eine 1: 1-Ausstattung in den Jahrgängen 8 - 13 an den vorgenannten Schulen 
1 .

-2 - 
~ Eine 1 :1-Ausstattung an den Haupt- und Förderschulen sowie an der Sekundarschule 
und der Klinikschule. 
Alle Geräte wurden mit einem Stift ausgestattet und als Leihgeräte zur Verfügung gesteift. . Naturgemäß lösen solche Investitionen sowohl Aufwand Im Support als auch Relnvestitions­ 
bedarfe aus; dieser Aufwand war und ist nicht im Haushalt abgebildet. D.ie Verwaltung hat 
Mitte 2024 mit der Vorlage V/0337/2024 „Ergebnisse der Neuausrichtung Medienentwick­ 
lungsplanung" über die Tatsache informiert; dabei wurde dargestellt, dass allein für die Beibe­ 
haltung des aktusllen Ausstattungsstandards von 2025 bis 2028 jährffch ansteigend zusätzli­ 
che Haushaltsmlttel von 1,2 Mio. (2025) bis rd. 2 Mio. € (2028) p.a. fehlen. Dies kann nur 
übergangsweise und voraussichtlich bis Anfang 2026 aus den bestehenden Überschüssen 
der MEP der Vorjahre ausgeglichen werden. 
Um dem Antrag entsprechend ab Klasse 5 eine 1:1-Ausstattung umzusetzen, müssten pro 
Jahrgang etwa 55 iPads mehr als bisher vorgesehen angeschafft werden. Bei derzeitigen Kos- 
. ten von rund 500 €.pro .iPad (inkl. Hülle, Stift, Lizenzen und Gerät) entstehen zusätzliche An­ 
schaffungskosten von ca. 25.000 € pro Jahrgang. Für die Relnvestition nach vier Jahren be­ 
laufen sich die zusätzlichen Gesamtkosten aur'etwa 75.000 € üe 25.000 € für die Jahrgänge 
5, 6 und 7), wobei zukünftige Preissteigerungen nicht ausgeschlossen werden können. 
Weitere Aufwände entstehen durch 
~ zusätzlich erforderliche Ladekoffer 
~ zusätzliche Schadensfälle: Bei einer größeren Anzahl von Geräten ist auch mit mehr 
Schäden zu rechnen. Bei einer aktuellen Schadensquote von 5 % muss der Ansatz für 
Reparaturkosten im Medienentwicklungsplan entsprechend erhöht werden. 
~ ,personelle Mehraufwände beim Amt für Schule und Weiterbildung sowie ebenfalls bei 
citeq@School 
~ höherer Support-Aufwand und damit höhere Service-Pauschale und ebenso erhöhter 
Relnvestitionsaufwand 
Die im Ant~ag unter Punkt 2 genannte Präsentationstechnik ist bereits Standarclausstattung 
für alle Schulen und wird- abhängig von den räumlichen Gegebenheiten - In allen pädagogisch 
genutzten Räumen installiert. Ebenso ist ein flächendeckendes WLAN spätestens durch Mittel 
aus dem DigitalPakt oder Im Rahmen von Umbauten Standard. 
Das Digitallabor Münster (Punkt 3 des Antrages} steht allen Schulen der Stadt als außerschu­ 
lischer Lernort für die Erprobung digitaler Technologien zur Verfügung. Schulen können die 
vorhandene Ausstattung eigenständig nutzen und erhalten bei Bedarf Unterstützung durch 
Mitarbeitende des Amtes für Schule und Weiterbildung (Stabsstelle Digitale Bildung). Für wei­ 
tergehende interne Planungen sowie pädagogische Tage können sich Schulen direkt an die 
Medlenberater*innen des Landes Münster wenden, die im Digitallabor tätig sind und Zugriff 
auf die dortige Ausstattung haben. Die Gesamtschule Münster-West Ist mit.ihrem Digitalisie­ 
rungsbeauftragten bereits regelmäßig bei Vernetzungstreffen im Digitallabor vertreten: 
Eine wissenschaftliche Begleitung zur Evaluation ist vorgesehen (Punkt 4 des Antrages). Die 
Finanzierung sämtlicher damit einhergehender Aufwände ist Sache der Hochschule (in der 
Regel werden Drittmittel seitens der Universitäten für Forschungsvorhaben beantragt, die 
dann für Personal und Sachkosten zur Verfügung stehen und an die Kooperationspartner wel-. 
tergeqeben werden). Insofern könnte auch die Ausstattung mit Endgeräten Im Rahmen eines

-3 - 
Forschungsvorhabens finanziert werden, soweit überhaupt-Drittmittelgeber zur Verfügung ste­ 
hen. 
Der Schulverwaltung· sind bereits ähnliche Anfragen zu~ Ausweitung der Ausstattung bekannt. 
Auch hat eine weitere Schule ein ähnliches Konzept yorgelegt für die l=ntwicklung des selbst­ 
gesteuerten Lernens und es ist zu erwarten, dass auch weitere Schulen dies wollen, wenn ein 
Pllotversuch aufgesetzt wird. . 
Letztlich ist aber die mangelnde Fina,-izierbarkelt sowohl des Pllotversuchs als auch eines - 
bei erfolgreicher Evaluation .,. möglichen Roll-Outs entscheidend. 
gez. 
chlihg 
J:IWINWORDIEHLIN il\Schreiben\2025\Augusl\A-W 0012_2025 AnlWott GEMWett Pf0Jek1ochula05.08.25.dcox

Beratungsverlauf (1)

28.08.2025 Bezirksvertretung Münster-West
TOP 8.7 Antrag Entscheidung

Beschluss: Stellungnahme zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Mauritzstraße 4

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
A-W/0012/2025
Typ
Antrag an die BV West
Datum
23.05.2025
Erstellt
23.05.2025 10:04