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4385/2019

Stadtbibliothek Köln Bericht 2019/2020

Mitteilung Ausschuss 10.01.2020

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 28.01.2020, TOP 8.5

Mitteilung Ausschuss

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Jahresbericht

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Mitteilung Ausschuss

693 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/43 
 
Vorlagen-Nummer 10.01.2020 
 4385/2019 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 28.01.2020 
 
Stadtbibliothek Köln Bericht 2019/2020 
Der Ausschuss Kunst und Kultur soll über die wesentlichen Planungen für 2020 und die Aktivitäten 
der Stadtbibliothek Köln aus dem Jahr 2019 informiert werden.  
Der Bericht 2019/2020 wird den Mitgliedern des Ausschusses für Kunst und Kultur als Infobroschüre 
über den Postverteiler sowie in der Sitzung zur Verfügung gestellt. 
Die Direktorin wird dem Ausschuss einen kompakten Überblick – vor allem über die laufenden Pla-
nungen - geben. 
 
Gez. Laugwitz-Aulbach

Jahresbericht

37656 Zeichen

2019 / 2020

Redaktion/Layout/Konzeption: Stadtbibliothek Köln 
Fotos: © Stadtbibliothek Köln, falls nicht anders angegeben
Druck: Christa Pieper Werbedruck, Köln
Stand: Dezember 2019 
Im Text wird wegen der besseren Lesbarkeit an manchen Stellen das  
generische Maskulinum verwendet.
Die Oberbürgermeisterin 
Stadtbibliothek 
Der Oberbürgermeister
Foto auf der Titelseite: © Jörn Neumann
© Jörn Neumann

Das viel beachtete Buch „Palaces for the People“ des amerikanischen Soziologen 
Eric Klinenberg legt sehr anschaulich dar, dass Bibliotheken nicht nur Bildungs- 
und Kultureinrichtungen, sondern auch ein wichtiger Teil der sozialen Infrastruk
-
tur einer Stadt sind. Bürgerschaftliches Engagement und Partnerschaften aller Art 
spielen für uns eine entscheidende Rolle, denn Bibliotheken sind Orte der digitalen 
und gesellschaftlichen Teilhabe – und vor allem: Bibliotheken gehören den Bürge
-
rinnen und Bürgern! Deshalb werden wir 2020 die Stadtbibliothek auch sonntags 
öffnen und ein buntes, vielfältiges Programm anbieten. Unser MINT-Festival, die 
MINTköln, geht in die dritte Runde und ist mit 95 % Auslastung ein Selbstläufer ge
-
worden. Deshalb werden wir die Programme weiter ausbauen – mit einem noch 
stärkeren Schwerpunkt auf Umwelt und Nachhaltigkeit. 
Heinrich Böll, dessen Arbeitszimmer wir hier im Hause beherbergen, sagte 1979 
bei der Eröffnung der Zentralbibliothek: „Lesende Staatsbürger sind nicht die ge
-
horsamsten.“ Dieser Satz passt hervorragend in die heutige Zeit — gerade wenn 
junge Menschen wieder auf die Straße gehen und für ihre Zukunft demonstrieren, 
wenn Fake News und dubiose Berichterstattungen die Menschen verwirren und 
versuchen hinters Licht zu führen, kommt Bibliotheken wieder eine wegweisende 
Bedeutung zu. Auch hier werden wir uns  weiter programmatisch einbringen.
Sehr häufig wird unsere Bibliothek als „innovativ“ bezeichnet — doch was steckt 
dahinter? Ein Innovator braucht Empathie, er muss sich in andere Menschen hi
-
neinversetzen und Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Außer -
dem ist es wichtig, groß zu denken und bereit zu sein, ganz neue Lösungen zu 
entwickeln. Und zu guter Letzt darf das Experimentieren nicht zu kurz kommen. 
Nehmen wir ein Kind als Beispiel: dieser Entdeckergeist, das Angstfreie, dieser 
Drang, alles zu hinterfragen. Genau davon brauchen wir Erwachsenen wieder 
mehr. Unser Team versucht, dies zu leben!
Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen, allen Unterstützern in Politik, Gesell
-
schaft und Verwaltung für ihr Engagement, ihre Begeisterungsfähigkeit und ihre 
Unterstützung.
Vorwort von Dr. Hannelore Vogt 
Dr. Hannelore Vogt
Direktorin der Stadtbibliothek Köln

Demokratie ist mehr als ein Kreuz auf dem Stimmzettel. Deshalb hat die 
Stadtbibliothek eine Initiative gestartet, die unterschiedliche Veranstal-
tungen und Aktionen für Kölnerinnen und Kölner jeden Alters bündelt. 
Ein Highlight ist dabei die Zusammenarbeit mit der Recherche-Koope-
ration von WDR und Süddeutscher Zeitung. Anfang Dezember bot die 
Auftaktveranstaltung die Möglichkeit, zwei investigative Journalisten 
in einem Werkstattgespräch zum Steuerraub-Skandal Cum Ex zu befra
-
gen: Warum ist ihre Arbeit für eine Demokratie so wichtig? In weiteren 
Debatten, zum Beispiel mit den Publizistinnen und Publizisten Sophie 
Passmann, Rainer Erlinger und Julia Ebner, ging es um Wahrheit in Medi
-
en und Gesellschaft.
Werkstatt Demokratie für die Zivilgesellschaft
Fotos von links nach rechts: Sophie Passmann © privat, Rainer Erlinger © Peter Langer, 
Julia Ebner © privat, Massimo Bognanni © privat, Jan Willmroth © privat

Werkstatt Demokratie für die Zivilgesellschaft
Der neue Programmschwerpunkt widmet sich im kommenden Jahr beson -
ders den Schülerinnen und Schülern mit spielerischen Recherchen zu Fake 
News, Programmen zur gesellschaftlichen Teilhabe und Beteiligungsforma -
ten mit Journalistinnen und Journalisten. Dabei lernen sie deren Arbeit im 
direkten Austausch aus erster Hand kennen und erhalten einen Einblick in den 
Qualitätsjournalismus. Außerdem wird es Abendveranstaltungen mit Debat-
ten für Erwachsene geben.
In über das Jahr verteilten Workshops konnte man erfahren, wie man 
Fake News und manipulierte Bilder entlarvt. Während des MINT-Festivals 
vermittelte das Serious Game „Get Bad News“ einen Einblick, wie Falsch
-
meldungen hergestellt werden. 
Durch das auf den öffentlichen Internetrechnern installierte Browser-
Plug-in „Newsguard“ werden die Bibliotheksbesucherinnen und -besu-
cher jetzt beim Aufruf unseriöser Nachrichtenseiten durch ein transpa-
rentes Bewertungssystem gewarnt.
© Marco Verch

Tüfteln auf der MINTköln
Mit mehr als 100 Workshops und Events gab es bereits zum zweiten 
Mal ein Festival in den Herbstferien, das sich ausschließlich MINT-
Themen widmete – die MINTköln. Mit dabei waren prominente Gäs
-
te wie Ranga Yogeshwar, Ralph Caspers und der Astronom und Wis -
senschaftsblogger Florian Freistetter. Im Vordergrund standen das 
Selbermachen und Ausprobieren, also ein betont praxisorientierter 
Zugang zu Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Tech
-
nik. So tüftelte, schraubte und programmierte Ranga Yogeshwar mit 
einer großen Gruppe von Kindern bei einem Mini-Hackathon, um im 
Anschluss den Erwachsenen spannende Einblicke in die Künstliche 
Intelligenz zu bieten. 
Ralph Caspers begeisterte sein junges Publikum mit Mitmach-Expe
-
rimenten und Geschichten aus der MINT-Welt. Ein besonderes Aha-
Erlebnis für die Kinder war die Brailleschrift-Lesung der blinden Beate 
Schultes.

Astronomie und Raumfahrt bildeten anlässlich des fünfzigjährigen 
Jubiläums der Mondlandung diesmal einen besonderen Schwer -
punkt. Zu diesen Themen gab es zahlreiche interessante Workshops, 
Vorträge und Events, die Kinder, Jugendliche und Erwachsene faszi
-
nierten, zum Beispiel Präsentationen der Volkssternwarte oder eine 
Ausstellung von Raumfahrtmodellen am MINT-Aktionstag.

Drei junge Forscherinnen und Forscher des renommierten amerikani -
schen MIT (Massachusetts Institute of Technology) gestalteten zum 
Warm-Up des MINT-Festivals zwei Workshops. Am Morgen konnten 
Pädagoginnen und Pädagogen Lernmodelle für informelles, kreatives 
Lernen kennenlernen, dabei wurden innovative Lernsettings mit nie
-
derschwelligen Materialien entwickelt. Ab dem späten Nachmittag 
waren dann alle interessierten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen 
angesprochen. Zusammen erkundeten sie auf spielerische Art den 
Weltraum, bauten Minisatelliten und lernten „Space Food“ und das 
Essen auf der ISS kennen. Mit Getränken und Snacks wurde mit den 
amerikanischen Gästen an neuen Rezepten für das „Interplanetarische 
Kochbuch“ getüftelt – so lecker kann Wissenschaft sein!
Forschen mit dem MIT Media Lab
Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) ist eine Technische Hoch -
schule und Universität in Cambridge (USA). Sie ist berühmt für das hohe 
Niveau der Ausbildung, wobei die Studenten schon früh in die Forschungsak-
tivitäten eingebunden werden. Das MIT gilt als eine der weltweit führenden 
Spitzenuniversitäten.

„Weißt du, wieviel Sternlein stehen…?“ Wer schon immer mal mit ei -
nem Teleskop den Sternenhimmel beobachten wollte, konnte im Rah-
men des MINT-Festivals in einem Workshop lernen, wie man Telesko -
pe zusammenbaut und benutzt. Ein Experte von der Volkssternwarte 
Köln baute gemeinsam mit den Teilnehmenden zwei verschiedene 
Teleskope auf und beantwortete fachkundig jede Frage zu Teleskopen, 
Nachthimmel, Planeten und Sternen. 
Mit dem MINT-Festival sollen vor allem junge Menschen für die Bereiche Na-
turwissenschaften und Technik begeistert werden. In der Schule liegen MINT-
Fächer auf der Beliebtheitsskala nur auf den hinteren Plätzen. Gleichzeitig 
brauchen Wirtschaft und Wissenschaft dringend qualifizierten Nachwuchs 
in diesem Bereich. Aus diesem Grund hat der Rat der Stadt Köln der Bibliothek 
ein Sonderbudget zur Verfügung gestellt, damit MINT-Themen hier attraktiv 
und zeitgemäß vermittelt werden können.

Die MINTköln ist das Jahres-Highlight für das Schwerpunkt-Thema 
MINT, das auch außerhalb des Festivals eine große Rolle spielt – mit 
dem MINTspace der Zentralbibliothek, regelmäßigen Coding-Work
-
shops, Robotik-Vorführungen und vor allem der in allen Einrichtungen 
vorhandenen Bibliothek der Dinge, die Experimentier-Sets, Coding-
Spiele, Roboter und mehr zum Ausleihen anbietet.
Zum Abschluss des Festivals wurde einen ganzen Samstag lang an 
zahlreichen Ständen experimentiert, getüftelt und gestaunt. Der 
MINT-Aktionstag ist die große Experimentierschau, an diesem Tag 
stellen zukunftsweisende Unternehmen, Vereine und prominente 
Forschungsinstitute ihre Produkte und Ergebnisse vor und das in den 
unterschiedlichsten Bereichen: Naturwissenschaft, Robotik, Elektronik, 
MINT-Themen übers ganze Jahr

Im nächsten Jahr wird nicht nur die dritte MINTköln stattfinden, das Pro -
gramm wird wegen des großen Erfolgs sogar ausgebaut: Regelmäßig wird es 
das ganze Jahr über in der Zentralbibliothek und in allen Stadtteilbibliotheken 
MINT-Workshops geben. 
Weltraum, Virtuelle Realität und viele mehr. Highlight war ein mobiles 
Planetarium vor der Stadtbibliothek. Mehr als 2000 Besucherinnen und 
Besucher nahmen am Aktionstag die Chance wahr, an verschiedenen 
Ständen selbst zu forschen, Dinge auszuprobieren und sich mit MINT-
Expertinnen und Experten auszutauschen.

Verleihung der Karl-Preusker-Medaille
Große Ehre für die Direktorin der Stadtbibliothek, Dr. Hannelore Vogt: 
Der Dachverband der Bibliotheksverbände, Bibliothek & Information 
Deutschland (BID) e.V., hat ihr die Karl-Preusker-Medaille 2019 verliehen, 
die vor ihr bereits unter anderem Peter Härtling, Ranga Yogeshwar und 
der Bundespräsident a.D. Horst Köhler erhalten haben.
„Die Stadtbibliothek ist ein überaus lebendiger Ort innovativer Entwicklung-
en geworden, ein wichtiger Impulsgeber für unsere Stadt und weit darüber 
hinaus. Viele Konzepte, die von Fachleuten aus dem In- und Ausland als he -
rausragende Beispiele für richtungsweisende Bibliotheks- und Kulturarbeit 
eingestuft werden, sind hier entstanden.“
Oberbürgermeisterin Henriette Reker in ihrer  
Begrüßungsrede zur Preisverleihung

Mit der Verleihung würdigt der BID Hannelore Vogts „innovatives Denken 
und Handeln, mit dem sie die Stadtbibliothek Köln zu einer der attrak-
tivsten Kultur- und Bildungseinrichtungen vergleichbarer Art in Europa 
gemacht hat“. Sie habe dadurch „der gesamten deutschen Bibliotheks
-
szene wichtige Impulse gegeben“. Am 31. Oktober 2019 fand ein eben-
so feierlicher wie fröhlicher Festakt mit zahlreichen Gästen aus Köln, 
Deutschland und aller Welt in der Zentralbibliothek statt.
„In der Bibliothek meiner Kindheit habe ich meine Liebe zum Lesen entdeckt. 
In einer Bibliothek, wie sie Hanne Vogt sich ausgedacht und so erfolgreich 
etabliert hat, wäre ich zu noch viel mehr Tätigkeiten angeregt worden. Ich 
beneide die jungen Besucher von heute!“ 
Philharmonie-Intendant Louwrens Langevoort 
in seiner Laudatio

Das Makermobil, ein E-Cargo-Trike mit mobilem Hotspot, unabhängi-
ger Stromversorgung und Platz für Laptop, Tablets, VR-Brillen, Roboter 
und vier Klappstühle bestand die ersten Außeneinsätze mit Bravour und 
machte unter anderem auf dem Kalkfest viele Menschen auf die Biblio
-
thek aufmerksam.
Eine neue Haltestelle für den Bücherbus wurde eingerichtet: Er hält 
nun auch in Meschenich, in direkter Nähe von zwei Kindertagesstätten 
und einer Grundschule.
Zur Zeit ist die Umgestaltung der Stadtteilbibliothek Neubrück in Planung. 
Aus dem Nebeneinander von Bibliothek und dem im selben Gebäude ansässi-
gen Bürgerverein Neubrück e.V soll ein Miteinander mit einem gemeinsamen 
Konzept entstehen. Der niederländische Design Guide Aat Vos leitet dafür ei-
nen Design Thinking Prozess an und bindet so die Neubrücker Bürgerinnen 
und Bürger in den Prozess ein.  
Bibliothek unterwegs

Musikerziehung, selber musizieren, Neues ausprobieren – wegen der 
steigenden Nachfrage wurde das Angebot entleihbarer Instrumente 
stark ausgebaut und ist jetzt auch in der Stadtteilbibliothek Porz ver
-
fügbar. Neben Ukulele, Tongue Drum und Kinder-Cajón können nun 
auch Kindergitarren, Kalimbas, Bongos, Djembes und verschiedene 
weitere Percussion-Instrumente mit nach Hause genommen werden. 
Ein Highlight ist die Populele - eine Ukulele mit LED-Anzeige, die mit 
einer App das Spielen erleichtert. 
Virtual Reality zum Mitnehmen: Ein attraktives Ausleihangebot ergänzt 
nun die seit 2015 angebotenen Workshops. Die autarke VR-Brille „Ocu
-
lus Go“ kann nun auch in Ruhe zu Hause ausprobiert werden. Sie ist er-
hältlich im MINTspace und in jeder Stadtteilbibliothek.
Die Hörspielfiguren Tonies sind der große Trend im Kinderzimmer und 
auch in der Stadtbibliothek ein Renner. Mehr als 800 Tonie-Figuren kön-
nen jetzt ausgeliehen werden. Sie erzählen von aufregenden Abenteu-
ern, Wissensgeschichten oder singen Lieblingslieder in Moll und Dur 
und sorgen so für maximalen Hörspiel-Spaß im Kinderzimmer. 
Damit man das im MINT-Workshop erworbene Wissen auch praktisch 
anwenden kann, wird es ab 2020 Feldstecher und Teleskope zum Aus
-
leihen geben. Für alle, die lautloses Trommeln testen möchten, wird in 
Kürze ein E-Drum-Set zum Ausprobieren bereitstehen. 
Ungewöhnliches zum Ausleihen

© Christina Schulz
© Jörn Neumann© CC0 pixabay.com

Medien ausleihen, zurückgeben oder ausstehende Gebühren zahlen 
– das können die Kundinnen und Kunden nun in allen Stadtteilbiblio -
theken an Selbstverbuchungsgeräten. Teilweise wurden dafür die Ein-
gangsbereiche umgestaltet. Besucherinnen und Besucher können sich 
hier über mehr Platz freuen. In Kalk ermöglicht die neue Technologie 
die Nutzung der Bibliothek auch außerhalb der Servicezeiten. 
Ein weiterer positiver Effekt: Die Mitarbeitenden in den Stadtteilbiblio
-
theken haben jetzt mehr Zeit für Recherche und Kundenberatung, sie 
konnten neue Angebote zur Leseförderung, Wissensvermittlung und 
Mediennutzung entwickeln. Das sind zum Beispiel Entdeckungsreisen 
mit Google Expeditions, Events mit Blue Bot Robotern, 3D-Druck-Li
-
zenz in Kalk und Rodenkirchen, Upcycling und Orimoto-Workshops in 
Nippes oder Instrumentenausleihe und Ukulele-Workshop in Porz.
Eine weitere Stadtteilbibliothek wird demnächst nach dem erfolgreichen Mo-
dell in Kalk zu einer Open Library ausgebaut – hier haben die Bibliotheksmit-
glieder auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten Zugang zur Bibliothek. 
Der Standort für die zweite Open Library wird noch geprüft.
Hereinspaziert – unsere Angebote in den 
Stadtteilbibliotheken
© Nadine Magner

Kalk wirkt wie ein Magnet
Die Stadtteilbibliothek in Kalk zieht seit ihrer Eröffnung immer mehr 
Menschen an – die Besucherzahlen haben sich um 35 Prozent erhöht. Es 
kommen nicht nur neue Kundinnen und Kunden in die Kalker Bibliothek, 
sondern auch zahlreiche Gruppen von Gästen und Fachbesuchern aus al
-
ler Welt lassen sich durch eine der schönsten und modernsten Quartiers-
Bibliotheken Europas führen. 
Fotos auf der linken Seite: © Jörn Neumann

„Wir waren sehr beeindruckt von der Konzeption und Umsetzungsstrategie 
Ihrer Bibliothek. Mit dem Angebot der Zentralbibliothek ist Köln Vorreiter für 
den Makerspace und für MINT-Aktivitäten und damit Vorreiter der Bibliothek 
in der digitalen Gesellschaft. Mit der Zweigstelle in Kalk gibt es die erste Bib -
liothek in Deutschland, die konsequent den „Dritten Ort“ als Konzept in die 
Realität umgesetzt hat. Sie wird Modellcharakter für die weitere Entwick -
lung auch von kleineren Bibliotheken haben. Ein derartiges Vorbild ist für die 
weitere Entwicklung der Bibliotheken in Deutschland von außerordentlich 
hoher Bedeutung.“
Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen für die Delegation  
der Büchereizentrale Schleswig Holstein
Ende September gab es besonders prominenten Besuch. Eckart von 
Hirschhausen, Mai Thi Ngyuen-Kim, ARD-Programmdirektor Volker Her-
res, WDR-Intendant Tom Buhrow und viele mehr stellten in einer Presse-
konferenz den Journalistinnen und Journalisten das Programm zur ARD-
Themenwoche „Zukunft Bildung“ vor. Stargast war für die kleinen Gäste 
natürlich die lebensgroße Maus, die besonders die technischen und digi
-
talen Angebote der Kalker Bibliothek bestaunte.

Im Juni öffnete die neu gestaltete Stadtteilbibliothek Rodenkirchen in 
neu gestalteten Räumen – und das vier Wochen vor dem geplanten 
Eröffnungstermin! Die Rodenkirchener sind begeistert vom einladen
-
den Ambiente mit Lesecafé, dem neu gestalteten Service- und Selbst-
bedienungsbereich, einer erweiterten Kinderbibliothek und dem neu 
konzipierten „Workspace“, der gemeinschaftliches Lesen, Lernen und 
Experimentieren unterstützt. 
Für Workshops gibt es nun nicht nur einen geeigneten Raum, sondern 
auch die nötige technische Ausstattung: unter anderem einen 3D-Dru
-
cker, Virtual Reality Brillen und Mini-Roboter. Das Ausprobieren von 
neuen digitalen Trends und Technologien – begleitet von Programmen 
und Vorleseangeboten – steht hier im Vordergrund.
Neuer Look schafft Atmosphäre

Neue minibib in Chorweiler 
Im August eröffnete Oberbürgermeisterin Henriette Reker die minibib 
Chorweiler. Mit den minibibs schafft die Stadtbibliothek einen Zugang 
für Menschen, die bislang keinen Bezug zur Bibliothek hatten. Hier kön
-
nen sie schnell, einfach und vollkommen gratis entdecken, was die Bib-
liothek ihnen bieten kann. Die Ausleihe der Medien erfolgt auf Vertrau-
ensbasis ohne Bibliotheksausweis oder vorherige Registrierung.
Die minibib ist ein geschützter Anlaufpunkt für Austausch, Begegnung 
und außerschulische Bildungserfahrung, sie ist ein Treffpunkt für ge -
meinsames Spielen und Vorlesen, für digital-mediale Workshops und 
für die wöchentliche offene Sprechstunde der Jugendhilfsorganisation 
KJA Köln. Dieser attraktive und niederschwellige Service ergänzt die 
vielfältigen Angebote der Stadtteilbibliothek Chorweiler hervorragend. 
Er wurde ermöglicht in Zusammenarbeit und mit finanzieller Unterstüt
-
zung des Fördervereins Stadtbibliothek Köln e.V., der GAG Immobilien 
AG und der Kulturstiftung des Bundes (gefördert im Programm 360°). 
Gefördert im Programm 360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft

Für Jugendliche – eine ohnehin schon sehr wichtige Zielgruppe – wur-
de das Angebot noch weiter ausgebaut. Durch entsprechende Um -
gestaltungen wie Gruppenarbeits- und Ruhezonen, Café-Ecken und 
Relax-Bereiche entwickeln sich die Bibliotheken immer mehr zu attrak-
tiven Aufenthaltsräumen als „Dritter Ort“ neben Schule und Zuhause, 
sie werden bereits jetzt sehr stark von Jugendlichen zum gemeinsa
-
men Arbeiten genutzt. 
Der besonders auf den Schulbedarf ausgerichtete Bestand und der 
eigene Jugendbereich in der Belletristik wird durch den Schwerpunkt 
Berufsinformation (mit Studien- und Berufswahl, Bewerbungsratge
-
bern etc.) flankiert. Das gilt für alle Standorte der Stadtbibliothek. Die 
minibib Chorweiler bietet darüber hinaus wöchentlich Hilfe bei Bewer
-
bungen an, außerdem helfen Ehrenamtliche in einigen Stadtteilbiblio-
theken bei den Hausaufgaben.
Mehr Jugendliche nutzen die Bibliothek
Fotos auf beiden Seiten: © Jörn Neumann

Die bibliothekspädagogische Arbeit des Schulservices besteht neben 
den App-unterstützten Bibliotheksrallyes vor allem aus intensiven und 
von den Schülerinnen und Schülern als sehr hilfreich bezeichneten Me
-
thodentrainings für die Facharbeitsrecherche ab Klasse 11 – sie finden 
im Klassenverband, aber auch als Facharbeitssprechstunden zur indivi
-
duellen Hilfestellung in Kleingruppen statt.
Die für Jugendliche besonders attraktiven MINT- und Maker-Aktivi -
täten werden nun stadtweit angeboten. Insbesondere die Stadtteil -
bibliothek Kalk richtet ihre umfangreichen Medienkompetenz- und 
Gamingprogramme auf Kinder und Jugendliche aus – mit 250 Veran -
staltungen gab es dort 2019 nahezu täglich einen anderen Workshop.
Alle Einrichtungen werden nach und nach durch entsprechende Maßnahmen 
(Gruppenarbeits- und Ruhezonen, Kaffeebereich, Sofas etc.) zu anregenden 
Aufenthaltsorten („Dritter Ort“) umgestaltet – in Kalk, Chorweiler, Rodenkir-
chen und Haus Balchem ist dies schon geschehen. Diese Angebote sind be -
sonders für Jugendliche attraktiv.

Im Rahmen des 360°-Programms wurde mit „It’s up to you!“ ein neuer 
Ansatz entwickelt und erprobt, wie Jugendliche mit Einwanderungsge-
schichte aktiv in die Programmgestaltung einzubeziehen sind. Mit Er -
folg: Erste junge „Maker“ gestalteten in der „Offenen Stunde“ der Stadt-
teilbibliothek Kalk eigene digital-mediale Angebote für andere Kinder 
und Jugendliche und bereicherten damit das Veranstaltungsprogramm. 
Mit einem neuen Praktikumskonzept  konnten Schülerinnen und Schü
-
ler mit Einwanderungsgeschichte in Kooperation mit Schulen für die Ar-
beit in Bibliotheken begeistert werden. Beim „Girls‘ and Boys‘ Day“ ha-
ben die Auszubildenden den Nachwuchs für die Bibliothek interessiert. 
Mittels spezieller Diversity-Schulungen wurden die Kompetenzen der 
Mitarbeitenden im Umgang mit (kultureller) Vielfalt erweitert. 
Diversity - Vielfalt aktiv gelebt

Diversity - Vielfalt aktiv gelebt
Im nächsten Jahr wird „It’s up to you!“ auf die Standorte Bocklemünd und 
Chorweiler übertragen und es wird ein Konzept für den erleichterten Einstieg 
potenzieller Bewerberinnen und Bewerber für den Beruf der/des Fachange -
stellten in Bibliotheken erarbeitet. Im sprachraum ist ein Berufsberatungs -
schwerpunkt für Migrantinnen und Migranten geplant. Ein Kompetenzteam 
aus „Diversity-Multiplikatorinnen und Multiplikatoren“ wird den Diversifizie-
rungsprozess in allen Arbeitsbereichen nachhaltig etablieren.  
Gefördert im Programm 360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft
Der sprachraum ist als stark frequentierter Lern- und Begegnungsort 
weiterhin äußerst erfolgreich. Inzwischen kommen nicht mehr nur Ge-
flüchtete, sondern unabhängig von ihrem Hintergrund alle Menschen, 
die Deutsch lernen möchten – oder anderen dabei helfen wollen.

Stadtbibliothek präsentiert sich in Europa 
Nach Meetings in Warschau und Tampere trafen sich Partner des EU-
Projekts „Learning Circles in Libraries“ in Köln. Aufbauend auf einer 
grundlegenden Analyse der E-Learning-Situation in den teilnehmen-
den Ländern Polen, Finnland, Rumänien, Portugal und Deutschland 
wurden geeignete Lernressourcen für die begleitend zu Online-Kursen 
stattfi  ndenden Lernteams evaluiert. Erste Projektergebnisse konnten 
bereits einem internationalen Publikum in Aarhus, Amsterdam und 
Brüssel vorgestellt werden.
Die Stadtbibliothek ist Teil der Lighthouse Libraries, des Netzwerks 
führender europäischer Bibliotheken, das gemeinsam mit Public Li-
braries 2030 zukunftsweisende Strategien und Projekte entwickelt. 
Während der Ausstellung „Generation Code – born at the library“ im 
EU-Parlament konnten wichtige Kontakte zu Abgeordneten des Euro-
paparlaments geknüpft und vertieft werden. 
Die Stadtbibliothek präsentierte ihre didaktischen Angebote außer-
dem auf dem vom Deutsch-Amerikanischen Institut und der Amerika-
nischen Botschaft veranstalteten „Festival of Learning“ in Heidelberg. 
Hier wurden zusammen mit dem MIT media lab vorbildliche Konzepte 
für außerschulische Lernorte und lebenslanges Lernen vorgestellt.

Gäste aus 23 Ländern und von allen fünf Kontinenten besuchten un -
sere Stadtbibliothek im Jahr 2019 – sie kamen aus Australien, Belarus, 
Belgien, Brasilien, China, Finnland, Indien, Italien, Kanada, Kenia, Süd-
korea, Niederlande, Nigeria, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Ser-
bien, Spanien, Taiwan, Tschechien, Türkei, USA, 
Bibliotheksmitarbeitende präsentierten als Referentinnen und Refe -
renten die Arbeit der Stadtbibliothek in Workshops und auf Tagungen 
in Russland, Indien, Belarus, Österreich, Usbekistan, Finnland, Polen, 
Rumänien, Georgien, Serbien und den Niederlanden.
Willkommen in Köln: Gäste aus aller Welt
Vielen Dank, meine liebe Hannelore, dass Sie sich die Zeit genommen haben, 
mich und meine Kollegen in Ihrer wunderbaren Bibliothek zu führen. Es war 
der Höhepunkt unserer Reise. 
Doreen Assad, Mayor , Brossard (Québec), Canada
© Jörn Neumann

Juli Zeh, Literaturnacht und ein Quiz
Wer kennt sich aus in der Literatur, ist ein Teamplayer und hat Freude an 
kniffligen Rätseln? In Kooperation mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ wird 
in der Zentralbibliothek neuerdings gequizzt. Das Kölner Literaturquiz 
geht von Proust über Potter bis hin zu Poe – die Fragen schicken die Gäs
-
te nicht nur in die Hochkultur, sondern auch mal in die Abgründe eines 
Schundromans. Ziel ist es, auch Erwachsenen spielerisch die Lust an Li
-
teratur zu vermitteln und die Bibliothek mit einem weiteren Baustein als 
„Dritter Ort“ und Raum der Interaktion zu etablieren. 
Das Heinrich-Böll-Archiv und das Literatur-in-Köln-Archiv (LiK) organi
-
sierte Buchpremieren und Veranstaltungen unter anderem mit Peter 
Henning, Angela Steidele und Michael Kohtes. Im Rahmen der Schrif -
tenreihe »lik« erschien der Band »Heinrich Böll und die bildende Kunst«. 
Neben der Teilnahme an der 1. Kölner Literaturnacht stieß vor allem die 
Gedenkfeier zum 90. Geburtstag von Dorothee Sölle auf besonders gro
-
ßes Interesse. Ein Höhepunkt war der Abend mit Juli Zeh, bevor ihr im 
Rathaus am folgenden Tag der Heinrich-Böll-Preis verliehen wurde. Im 
Gespräch mit der Journalistin Stefanie Junker bot Zeh vor einem begeis
-
terten Publikum Einblicke in ihre schriftstellerische Arbeit. 
In der ersten Jahreshälfte 2020 wird eine Ausstellung das Verhältnis zwischen 
Heinrich Böll und seinen Kölner Schriftstellerkolleginnen und -kollegen be -
leuchten. Außerdem wird die Dokumentation der Verleihung des Heinrich-
Böll-Preises an Juli Zeh erscheinen. Geplant ist ferner der sechste Band der 
Schriftenreihe »lik«, für den Ulla Hahn, eine der bedeutendsten Lyrikerinnen 
und Erzählerinnen der deutschen Gegenwartsliteratur gewonnen werden 
konnte. Außerdem wird nach dem großen Erfolg der ersten Veranstaltung 
das Kölner Literaturquiz 2020 fortgeführt. 
© Dörthe Boxberg

„Der Mondfisch in der Waschanlage“ von Andrea Schomburg und Do-
rothee Mahnkopf war das dritte Buch der Kölner Leseaktion „Junges 
Buch für die Stadt“. Ein Bilderbuch, ein Sachbuch, ein Gedichtbuch – 
es vereint mit seinen tierischen Sensationen viele Qualitäten. Der Pis
-
tolenkrebs kann unter Wasser Knalle von 200 Dezibel erzeugen und 
gewinnt so jedes Duell, die Raupe des Schwalbenschwanz vertausend
-
facht ihr Gewicht innerhalb von 14 Tagen und das Thermometerhuhn 
baut für seinen Nachwuchs eine Art Brutkasten.
Dieses Buch für schlaue Köpfe weckt mit seinen MINT-Bezügen die 
Neugier an naturwissenschaftlichen und technischen Themen, fördert 
die Sprachentwicklung und ist dabei ein riesiger Lesespaß. Das „Junge 
Buch für die Stadt“ wurde vorgelesen, in Spielszenen umgesetzt und 
lieferte in 24 einzelnen Veranstaltungen den teilnehmenden Kindern 
viele Impulse für eigene Recherchen, Zeichnungen oder Reime. 
Junges Buch für die Stadt
Diese gemeinsame Leseaktion der Partner „Kölner Stadt-Anzeiger“, „Junges 
Literaturhaus Köln“ und der „Stadtbibliothek Köln“ wird 2020 mit einem 
neuen Buch fortgesetzt.

Dunja Hayali, Claus Offe, Sophie Passmann, Herfried und Marina Münk-
ler, Christiane Woopen, Isabel Schayani und Julia Ebner: Dies sind nur 
einige der interessanten Gäste, die in der Reihe „Wissenswert – Ge -
spräche am Puls der Zeit“ ihre Standpunkte in kontroversen Debatten 
vertraten. Ein Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf den Themen Techno
-
logie und Demokratie. Wie begegnen wir als Demokraten dem Hass 
im Internet? Welche Auswirkungen hat Künstliche Intelligenz auf unser 
gesellschaftliches Zusammenleben? Wie manipulieren extremistische 
Gruppen mit Hilfe sozialer Medien?
Diese Abendveranstaltungen bescherten der Stadtbibliothek stets ein 
volles Haus und angeregte Diskussionen, in die das Publikum selbst
-
verständlich immer eingebunden wurde. Ein besonderer Erfolg dabei: 
Zunehmend fand an den anspruchsvollen Diskursen auch ein jüngeres 
Publikum Interesse, legte mit originellen Wortbeiträgen seine Per-
spektiven dar und lockte die Expertinnen und Experten aus der Reserve. 
Science Slam, Retrogaming, Lichtjahre voraus, Rubik’s Cube, Gitarre
-
spielen mit der JelGi-Methode, Coding und Cryptoparties waren wei -
Kontroverse Debatten mit jungem Publikum

tere Beispiele für Veranstaltungen, die besonders ein junges Publikum 
angesprochen haben. Der Zauberwürfel-Workshop ist mittlerweile 
fester Bestandteil des Programms. Nach einer Anleitung, wie man den 
berühmt-berüchtigten Würfel lösen kann, findet im Anschluss immer 
ein offenes Cubing-Treffen statt, in dem man sich austauscht, hilft und 
gegenseitig Tricks beibringt. Zum ersten Mal fand auch ein Zauberwür
-
fel-Workshop für Blinde statt – mit ertastbaren Würfeln. 
Im Frühjahr 2020 wird es wieder ein interessantes Programm mit zahlreichen 
interessanten Gästen geben. Ein Highlight ist sicherlich die Veranstaltung mit 
Arun Gandhi, dem Enkel des berühmten Mahatma Gandhi. Arun Gandhi ist 
Journalist und Autor, er verbreitet die Lehren seines Großvaters als Präsident 
des Gandhi Worldwide Education Institute und als bekannter Redner über Ge-
waltlosigkeit und Frieden.

Die Stadtbibliothek wird ab Frühjahr 2020 auch sonntags öffnen. Dies wird 
in einem ersten Schritt in der Zentralbibliothek umgesetzt werden – voraus -
sichtlich von 13 – 18 Uhr. Die Vorbereitungen dafür laufen mit voller Kraft, 
ein besonderer Fokus liegt auf der Konzeption eines Veranstaltungsangebots 
für Familien. 2020 startet außerdem ein Format zur Bürgerbeteiligung bei der 
Generalsanierung der Zentralbibliothek. Zunächst sind partizipative und dis-
kursive Programme in Kooperation mit dem niederländischen Generalkonsu-
lat und dem Haus der Architektur geplant. 
Medienkompetenz, Gesundheit und Gesang
Eltern und Großeltern konnten sich in Veranstaltungen zum Thema 
Medienkompetenz wie beispielsweise dem Smartphone-Kauf für Kin -
der, zu Instagram- und WhatsApp-Nutzung beraten lassen. Beliebt war 
auch die Reihe „Digitaler Stammtisch“, organisiert von der Verbrau
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cher Initiative e.V., bei der online zugeschaltete Experten Seniorinnen 
und Senioren Tipps zum Thema Smartphone-Sicherheit gaben. Sven 
von Loga führte wieder in die Nutzung von Navigationsgeräten und 
-Apps ein.
Die Reihe „Gesund leben mit der Stadtbibliothek“ sorgte mit den 
Themen „Gesund durch Bewegung“, „Gemeinschaftliches Gärtnern 
in Köln“, „Nahrungsergänzungsmittel“ und „Chemie in Körperpflege  
und Haushalt“ jedes Mal für vollbesetzte Stuhlreihen. 
„Kanti“, ein Chor für alle, wurde in Kooperation mit der Lernenden Re
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gion – Netzwerk Köln e.V. gegründet und wird vom Projekt „aktiv-S“ 
gefördert. Es geht um das gemeinsame Singen, Vorkenntnisse sind 
nicht erforderlich. Unter Leitung einer erfahrenen Chorleiterin finden 
einmal wöchentlich stets sehr gut besuchte Proben statt. 
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Wir machen die Bibliothek zukunftssicher
Eine besondere Herausforderung für die IT-Abteilung: Bei laufendem 
Betrieb mussten alle IT-Systeme umstrukturiert und auf den neuesten 
Stand gebracht werden. Dies musste parallel zum Management des 
Bibliothekssystems, der RFID-Selbstbedienungsgeräte, der 25 Server 
und 350 Client-Rechner erfolgen. Um den reibungslosen Betrieb sowie 
die vielfältigen digitalen Aktivitäten (insbesondere im MINT-Bereich) 
weiterhin gewährleisten zu können, wurde außerdem der Ausbau der 
bestehenden Datennetze und des WLAN-Angebots vorbereitet. 
Als Pilotprojekt wurde ein RFID-gestützter Ladeschrank beschafft, mit 
dem die Kundinnen und Kunden selbständig Notebooks und iPads für 
den Gebrauch in der Bibliothek entleihen können. Durch diesen nie
-
derschwelligen digitalen Zugang wird nicht nur die Chancengerech -
tigkeit erhöht, es können auch altersgerechte Inhalte zur Verfügung 
gestellt werden. 
Für die Stadtteilbibliotheken ist der Einsatz weiterer Ladeschränke geplant. 
2020 wird die Umsetzung des Netzausbaus erfolgen. Damit schafft die Stadt-
bibliothek die Infrastruktur für zukunftsweisende und serviceorientierte An -
wendungen im Kultur- und Bildungsbereich.

Auch 2020 wird das digitale Angebot weiter ausgebaut. Die „NAXOS Music 
Library“ — eine der bedeutendsten digitalen Sammlungen für Klassik und 
Jazz — wird die Streaming-Angebote erweitern und der Bereich Presse-
recherche wird durch das Librarynet der Süddeutschen Zeitung mit Archiv 
und aktuellen Ausgaben verstärkt. 
Filmstreaming rund um die Uhr 
Gute Nachrichten für Film- und Klassikfans: Mit „filmfriend“ steht nun 
eine digitale Bibliothek mit über 2000 Filmen allen Mitgliedern kosten-
los und jederzeit zur Verfügung. Deutsche Filme, internationale Art -
house-Titel, Filmklassiker, Kurzfilme, Filme für Kinder sowie Serien – so 
ein Programm findet man bei den gängigen Streaminganbietern nicht. 
Gleiches gilt für das neu lizenzierte „medici.tv“, dem umfangreichsten 
Streaming-Dienst für Klassische Musik, Oper, Tanz und Master Classes 
mit über 3.500 musikalischen Werken und 150 Live-Events im Jahr.  
 
Zuwachs im E-Book-Segment: Mit „Overdrive“ konnte eine attraktive 
und einfach zu nutzende Plattform für englischsprachige Belletristik 
lizenziert werden. Angeboten werden aktuelle Bestseller und Gegen
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wartsliteratur, Krimis und Young Adult Fiction. 
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Unserem Instagram-Account folgen nach vier Jahren mittlerweile über 
2200 Menschen. Besonders beliebt ist unser Gehörlosendienstag, vor 
allem unsere Gebärden-Videos werden viel geklickt. Eine große Freude 
war der Besuch der Thriller-Autorin Melanie Raabe, die eine tolle Insta-
Story über uns gedreht hat. Seitdem folgt uns jetzt Giulia Becker (unter 
anderem Schriftstellerin und Gagschreiberin beim Neo Magazin Roya
-
le) und Herr Stuckrad-Barre ist uns ebenfalls wohlgesonnen.
InstagramSharing Economy ist gut fürs Klima
Dinge ausleihen und gemeinschaftlich nutzen – dieses umweltscho -
nende Prinzip der Sharing Economy praktiziert die Stadtbibliothek Köln 
bereits seit 1890. Strommessgeräte, senseBoxen zur Messung von Um-
weltdaten, die MINT-Bibliothek der Dinge und die vielen anderen entleih-
baren Gegenstände führen diesen Gedanken weiter.
Auch in der Programm- und Vermittlungsarbeit der Stadtbibliothek be-
sitzt der Klima- und Umweltschutz einen hohen Stellenwert. Workshops 
und Veranstaltungen wie „Dem Klimawandel auf der Spur“, Upcycling, 
„Zero Waste - Reinigungsmittel selbst herstellen“, der Infostand der 
Stadtentwässerungsbetriebe und ein mehrwöchiges Lernteam zu einem 
Klima-MOOC waren besondere Angebote während des MINT-Festivals. 
Und selbstverständlich hat der energetische Aspekt bei der geplanten Sa
-
nierung der Zentralbibliothek höchste Priorität.
Die Themen Umweltschutz und Klima werden auch im kommenden Jahr in 
Sonderveranstaltungen besonders in den Blick gerückt, sie werden einer der 
Schwerpunkte des kommenden MINT-Festivals sein.

Zahlen, Daten, Fakten
Das Bibliothekssystem
Zentralbibliothek mit Kinderbibliothek, Musikbibliothek, Makerspace, MINTspace, sprachraum, Heinrich-Böll-Archiv, Literatur-in-Köln-Archiv 
(LiK),  Blindenhörbibliothek, Bibliothek Germania Judaica e.V.
Stadtteilbibliotheken 11 Stadtteilbibliotheken (Schließzeit in Rodenkirchen wegen Renovierung;  
Wiedereröffnung 4 Wochen vor dem geplanten Termin).
Bücherbus 19 Haltestellen, neue Haltestelle in Meschenich.
minibibs Wasserturm in Kalk. Das Bücherbüdchen zog um nach Chorweiler und wurde am 16. August eröffnet.
Besucher 2,4 Millionen
Leicht steigende Besucherzahlen, weiterhin stabile Werte bei der Mediennutzung.
Digitale Angebote und Programme zu gesellschaftlichen Fragen erfreuen sich steigender Belliebtheit - besonders auch bei jungen Menschen.  
95 % Auslastung bei der MINTköln!

Die Ausleihrenner 2019
Belletristik Dörte Hansen: „Mittagsstunde“
Sachbuch Michelle Obama: „Becoming“
Kinderbuch Jeff Kinney: „Gregs Tagebuch 13: Eiskalt erwischt“
Hörbuch Marc -Uwe Kling: „Die Känguru-Apokryphen“
Film „Ant-Man and the Wasp“
Kinderfilm „Coco – lebendiger als das Leben“
Musik-CD Herbert Grönemeyer: „Tumult“
 
Programme und Veranstaltungen
Veranstaltungen 4.200 
Social Media
Twitter 5100 Follower
Facebook 5500 Follower
Instagram 2300 Follower
 
Team 
Mitarbeitende / Stellen 206 / 159
Auszubildende 11
Ehrenamtliche 198
 
Veröffentlichung in den Medien 
Die Stadtbibliothek war in der Berichterstattung zahlreicher lokaler Medi-
en vertreten. Auch überregionale Medien berichteten über die Arbeit der 
Bibliothek, beispielsweise die Zeitschrift DBmobil, das ZDF heute journal, 
der WDR in Hörfunk und Fernsehen uvm.

© Johannes Haas
 © ESA, Philippe Sebirot
„Ich gratuliere der Stadtbibliothek Köln zu ihrem großartigen Engagement 
im MINT-Bereich! Kinder und Jugendliche können in der Bibliothek spielerisch 
ihren Horizont erweitern und sowohl die Naturwissenschaften wie auch 
Technik und Informatik auf eine Lust bringende Weise entdecken. Erforschen, 
anfassen und erschaffen sind positive Erfahrungen, die prägend für das gan-
ze Leben sind. Kinder können in den Workshops der Stadtbibliothek Köln den 
MINT-Kosmos auf kreative Weise erobern. Es muss ja nicht jeder davon träu-
men, ins All zu reisen - die MINT-Fächer bieten jede Menge Expeditionen in 
unbekannte Welten.“ 
Astronaut Matthias Maurer, European Space Agency
„Was ich an der Stadtbibliothek Köln toll finde: Ich kann hier viel mehr ma -
chen als Bücher ausleihen und lesen! Es gibt einen 3D-Drucker, ich kann ex -
perimentieren, … alles Dinge, die es in meiner Kindheit in der Bibliothek nicht 
gab. Früher musste ich dort immer ganz still sein, sonst gab es Ärger. Heute 
kann ich mich dort mit anderen Menschen austauschen, mich unterhalten. 
Das ist sehr angenehm.“
Moderator und Autor Ralph Caspers

Beratungsverlauf (1)

28.01.2020 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
4385/2019
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
10.01.2020
Erstellt
16.12.2019 16:43