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2441/2020

Abfallvermeidung: Einkaufsguide Verpackungen

Mitteilung Ausschuss 19.08.2020

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Nächste Beratung: Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln, Sitzung am 27.08.2020, TOP 5.2

Mitteilung Ausschuss

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Einkaufsguide-Verpackungen

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Mitteilung Ausschuss

1986 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/V/6 
 
Vorlagen-Nummer  19.08.2020 
 2441/2020 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln 27.08.2020 
 
Abfallvermeidung: Einkaufsguide Verpackungen 
Der VKU – Verband kommunaler Unternehmen e.V. – hat seinen Mitgliedern einen Einkaufsguide der 
Hansestadt Hamburg mit einem Ampelsystem zur Recycelbarkeit von Verpackungen zur Verfügung 
gestellt. 
 
Der Einkaufsguide Verpackungen zielt auf nachhaltigeren Konsum und besseres Recycling, indem 
typischen Verpackungen von Lebensmitteln jeweils in Bezug auf die Umweltfreundlichkeit ihres Mate-
rials, ihrer Farbe und ihres Etiketts eine Ampelfarbe zugeordnet wird. Zusammenfassend erhält dann 
jeder Verpackungstyp (beispielsweise TK-Pizzakarton, Schale mit Folie für Gemüse, PET-Flasche) 
eine abschließende Bewertung einschließlich Begründung – die Recyclingampel leuchtet entweder 
grün, gelb oder rot. 
  
AWB und Verwaltung haben diesen Vorschlag aufgegriffen und bieten den Einkaufsguide nun für 
Köln als ergänzende Information in digitaler Form auf der AWB-Webseite unter Tipps zur Abfallver-
meidung an (https://www.awbkoeln.de/abfall-vermeiden/). Auf das zusätzliche Angebot gedruckter 
Broschüren wird aus Gründen der Nachhaltigkeit verzichtet.  
  
Zuvor wurden die Erfahrungen aus Hamburg eingeholt. Die Stadtreinigung Hamburg kann von einer 
durchweg positiven Resonanz berichten, der Guide wird dort als kleiner, aber guter Baustein für Ab-
fallvermeidung und bewusstes Einkaufen betrachtet. Nach Hamburg haben den Einkaufsguide bun-
desweit noch 16 weitere Städte übernommen. 
 
Die AWB plant, ab September über Social-Media-Kanäle mit mehreren Postings auf den Einkaufsgui-
de Verpackungen aufmerksam zu machen und die neuen Tipps zu bewerben. 
 
Der Einkaufsguide (https://www.awbkoeln.de/medien/Downloads/Entsorgung-von-
Abfaellen/Einkaufsguide-Verpackungen.pdf) ist in Anlage beigefügt. 
 
gez. Dr. Rau

Einkaufsguide-Verpackungen

11521 Zeichen

EINKAUFSGUIDE
VERPACKUNGEN
DIE AMPEL FÜR  
NACHHALTIGEREN KONSUM 
UND BESSERES RECY
CLING

Recycling fängt beim Einkauf anRecycling fängt beim Einkauf an Eine Frage des DesignsEine Frage des Designs
226,5 Kilo Verpackungsabfall pro Kopf haben 
die Deutschen 2017 verbraucht* – so viel wie in 
keinem anderen Land in Europa. Was tun? Die 
Lösung lautet: vermeiden und recyceln. Viele 
Kunststoffverpackungen lassen sich gut stofflich 
verwerten, wenn sie in den Haushalten sorg-
fältig und konsequent getrennt werden. Einige 
sind allerdings nur teilweise und nur unter sehr 
hohem technischen Aufwand recycelbar.  
Andere Kunststoffverpackungen 
können überhaupt nicht 
wiederverwertet werden. 
Mit unserer Recycling-
Ampel erfahren Sie, 
welche Verpackun-
gen recycelbar 
sind und wie Sie 
umweltfreundlicher 
einkaufen können.
Drei Hauptkriterien bestimmen, ob eine Verpa-
ckung umwelt- und recyclingfreundlich gestaltet 
ist oder nicht:
Material: Einige Kunststoffe lassen sich gut 
recyceln, andere weniger. Besonders proble-
matisch sind Verpackungen, die verschiedene 
Kunststofftypen kombinieren und sogenannte 
Verbunde bilden. 
Etikett: In der Sortieranlage werden Verpa-
ckungen gescannt, um sie der richtigen Wert-
stofffraktion zuzuordnen. Sind die Etiketten auf 
den Verpackungen, die meist aus einem ande-
ren Material bestehen, zu groß, kommt es zu 
Fehlern beim Sortieren. Bitte achten Sie beim 
Einkauf darauf, dass Etikett und Verpackung 
möglichst aus dem gleichen Material sind. Falls 
das nicht der Fall ist, entsorgen Sie Verpackung 
und Etikett bitte möglichst getrennt.
Farbe: Schwarze oder sehr dunkel eingefärbte 
Kunststoffe werden von den Scannern meist 
nicht richtig erkannt und können somit nicht 
recycelt werden. Perfekt sind helle oder trans-
parente Verpackungen. Diese sollten Sie beim 
Einkauf bevorzugen.
➽
RECYCLINGFÄHIGKEIT ERKLÄRTVORWORT
*https://www .umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/verpackungsverbrauch-im-jahr-2017-weiter-gestiegen

Die Recycling-AmpelDie Recycling-Ampel TiefkühlpizzaTiefkühlpizza
Die Recycling-Ampel hilft dabei, „gute“ Kunst-
stoffverpackungen von „schlechten“ zu unter-
scheiden. Lässt sich eine Verpackung problem-
los recyceln, steht die Ampel auf Grün. Ist die 
Verpackung mit Einschränkungen recycelbar, 
leuchtet die Ampel gelb. Kann eine Verpackung 
nur sehr schwer recycelt werden, steht die Am-
pel auf Rot. Von der Tiefkühlpizza bis zur PET-
Flasche zeigen wir beispielhaft, wie verschiede-
ne Produkte abschneiden. Wer mehr erfahren 
möchte, findet jeweils detaillierte Bewertungen 
zu Material, Etikettierung und Farbe. Wichtig: 
Sofern nicht anders angegeben, gehören alle 
hier bewerteten Verpackungen in die gelbe 
Wertstofftonne. Sauber einkaufen, Restmüll 
reduzieren – Los geht’s!
Der Papieranteil des sauberen Kartons und 
die Folie sind gut recycelbar. Wichtig: Nur der 
saubere Karton gehört in die blaue Tonne.
Kein Etikett vorhanden.
Die Farbe stellt kein Problem dar.
 Sofern die Folie in die ge lbe und der Karton in die 
blaue Tonne kommen, kann die Folie und der Papieranteil 
des Kartons recycelt werden. Etwas nachhaltiger sind 
Pizzen ohne extra Karton. Oder Sie machen sie selbst.
➽
FERTIGGERICHTE
MATERIAL
ETIKETT
FARBE
SO FUNKTIONIERT DIE AMPEL

Zumeist ein Verbund, der sich nicht mehr trennen 
und recyceln lässt. Leider fehlt meistens ein Hinweis 
auf die Verbundeigenschaften der Verpackung.
Aludeckel und Kunststoffbecher wären recycel-
bar, aber nur, wenn man den Deckel vor dem 
Entsorgen ganz vom Becher löst.
Kein Etikett vorhanden. Das Papieretikett ist sehr groß und verhindert 
die richtige Erkennung und Sortierung.
Die hier gezeigte Farbgebung wäre aus  
Recycling-Gesichtspunkten kein Problem.
Die abgebildete Verpackung ist schwarz und 
somit nicht richtig sortierbar. 
 Für den V erbraucher ist es unmöglich zu erkennen,  
ob es sich um einen Verbund oder doch um nur ein Material 
handelt. W
enn Sie sichergehen wollen, vermeiden Sie sol-
che Verpackungen ganz. Besser sind Saucen im Glas vom 
lokalen Händler
, wie es sie etwa auf dem Wochenmarkt gibt.
 Schwarze V erpackung, übergroßes Papieretikett – 
bei dieser Verpackung ist nur der Deckel sortier- und re-
cycelbar. Die umweltfreundlichere Alternative sind weiße 
Verpackungen mit Kunststoffetikett. Leider steht auf den 
Verpackungen nicht, woraus das Etikett besteht.
FERTIGGERICHTEFERTIGGERICHTE
MATERIALMATERIAL
ETIKETTETIKETT
FARBEFARBE
Beutel mit FertigmischungBeutel mit FertigmischungFertiggericht zum AufgießenFertiggericht zum Aufgießen

PET gilt als besonders gut recycelbar und ist 
somit eine gute Wahl.
Dieser Verbund aus Papier und Kunststoff lässt 
sich hinterher trennen, aber nur das Papier kann 
recycelt werden, sofern es nicht verunreinigt ist.
Das Material des Etiketts entspricht der Ver-
packung und stört somit nicht die Sortierung.    
Kein Etikett vorhanden. 
Die Flasche ist transparent. So ist es 
richtig.
Die hier gezeigte Farbgebung wäre 
aus Recycling-Gesichtspunkten kein 
Problem.
 Diese V erpackung aus PET ist besonders gut recycel -
bar. Achten Sie jedoch darauf, dass das Etikett nicht aus 
Papier ist. W
enn Sie ganz sicher sein wollen, entsorgen Sie 
Flasche, Deckel und Etikett getrennt. Noch nachhaltiger 
sind Mehrweg-Pfandflaschen von lokalen Abfüllbetrieben.
 Immerhin ist der Papieran teil recycelbar. Holen Sie 
die Lasagne möglichst aus der Verpackung und erhitzen 
Sie sie auf einem Teller und nicht in der Verpackung, um 
Verunreinigungen zu vermeiden. 
GETRÄNKEFERTIGGERICHTE
MATERIALMATERIAL
ETIKETTETIKETT
FARBEFARBE
PET -FlaschePET -FlascheFertiglasagneFertiglasagne

Der Beutel kombiniert PET und Polyamid 
(PA). Diese Kombination ist nicht mehr  
trenn- und recycelbar.  
PET ist gut recycelbar.  
Kein Etikett vorhanden. 
Das Etikett ist zwar unnötig groß, aber aus  
demselben Material wie die Verpackung und 
stört deshalb die Sortierung nicht.
  
Die Farbe wäre für das Recycling kein Prob-
lem.
Die dunkle Farbe der Flasche erschwert 
das Recycling.
 Diese Materialkombinatio n macht das Recycling  
unmöglich und es gibt wirklich nachhaltigere Wege,  
Getränke zu transportieren und zu konsumieren. Besser 
sind transparente PET-Flaschen. Optimal ist Mehrweg 
aus Glas vom lokalen Abfüller. 
 Zum einen erschwert die Farbe das Recycling, zum 
anderen verschwenden so aufwendige Designs unnötig 
Ressourcen. V
ermeiden Sie diese am besten von vornhe-
rein und achten Sie auf transparente Verpackungen.
GETRÄNKEGETRÄNKE
MATERIALMATERIAL
ETIKETTETIKETT
FARBEFARBE
TrinkbeutelTrinkbeutelPET -Flasche (Großes Etikett) PET -Flasche (Großes Etikett)

Kombiniert Papier und Kunststoff, was sich gut 
trennen lässt. Das Papier kann trotz des dün-
nen Überzugs aus Kunststoff recycelt werden.
Das Material der Schale ist in der Regel nicht 
recycelbar, da es sich um eine Verbundver
-
packung handelt. 
Kein Etikett vorhanden. Das Etikett ist aus Papier und kann die 
korrekte Erkennung verhindern.  
Die Farbe ist beim Recycling kein Problem.Schwarze V
erpackungen werden nicht richtig 
sortiert und somit auch nicht recycelt. 
 Klar: Ganz vermeiden sow ie frisch und regional 
kaufen ist besser. Aber immerhin ist der Papieranteil der 
Verpackung gut recycelbar. Bitte entsorgen Sie die Ver-
packung direkt in der blauen Tonne und vermeiden Sie 
Verunreinigungen am Papier.
 Diese V erpackung macht eigentlich alles falsch: sie 
kombiniert mehrere Kunststoffe, ist schwarz und hat ein 
Etikett aus Papier. Besser Gemüse und Obst komplett 
unverpackt einkaufen oder allenfalls in Papiertüten.
GEMÜSE UND OBSTGEMÜSE UND OBST
MATERIALMATERIAL
ETIKETTETIKETT
FARBEFARBE
Tiefkühl-GemüseTiefkühl-GemüseSchale mit Folie Schale mit Folie

Solche Verpackungen kombinieren meistens 
Papier, Aluminium und Polyethylen. Davon 
wird nur das Papier wiederverwertet. 
Der Beutel besteht aus Polyethylen (PE), 
was gut recycelbar ist.
Kein Etikett vorhanden. Nicht vorhanden.  
Die Farbe wäre beim Recycling kein Problem.Die Farbe ist beim Recycling kein Problem.
 Der in den V erpackungen enthaltene Kunststoff wird 
in der Regel nicht recycelt, sondern verbrannt. Mehr-
weg-Glasflaschen sind klar ökologischer, sofern sie bei 
Ihnen in der Region abgefüllt werden und keine großen 
Distanzen zurücklegen.
 Umweltfreundlicher ist nu r ganz unverpackt. Die 
Verpackung ist aus Recyclingsicht gut gestaltet und macht 
keine Probleme.
MILCH UND FLEISCHGEMÜSE UND OBST
MATERIALMATERIAL
ETIKETTETIKETT
FARBEFARBE
Milch im Verbundkarton Milch im Verbundkarton TrockenobstTrockenobst

Gut recycelbar, aber Sie müssen die Alufolie 
komplett vom Becher lösen. Die Butterreste 
werden in der Recyclinganlage abgewaschen.
Die meisten Käseverpackungen kombinie-
ren zum Schutz des Produkts verschiedene 
Kunststoffe und sind nicht recycelbar.
Kein Etikett vorhanden. Das Etikett an der Rückseite ist klein und 
wäre somit kein Problem. 
Die Farbe ist beim Recycling kein Problem.Die Farbe wäre beim Recycling kein Problem.
 Entsorgen Sie die einzeln en Bestandteile auf jeden 
Fall separat in der gelben Wertstofftonne. Dann ist das 
Recycling kein Problem. Ressourcenschonender ist  
Butter, die nur in Folie verpackt ist. Auch diese muss in 
die Wertstofftonne.
 W enn Sie wirklich sichergehen wollen, kaufen Sie 
ihren Käse möglichst unverpackt an der Frischetheke. 
Kunststoffverpackungen sind meistens ein Verbund und 
somit nicht recycelbar. 
MILCH UND FLEISCHMILCH UND FLEISCH
MATERIALMATERIAL
ETIKETTETIKETT
FARBEFARBE
ButterButterKäseKäse

Oft handelt es sich bei solchen Verpackungen um 
einen Verbund mehrerer Kunststoffe, sodass das 
Trennen und Recycling nicht möglich ist.
Das Etikett ist klein und wäre somit kein 
Problem.  
Die hier gezeigte Verpackung ist transparent. 
Gut so. Oft ist sie schwarz, was ein zusätz-
liches Ausschlusskriterium wäre.
 Immerhin ist diese V erpackung transparent und nicht 
schwarz. Aufgrund der Materialkombination lässt sie sich 
dennoch nicht recyceln und muss in den Restmüll. Res-
sourcenschonend ist nur der Kauf an der Frischetheke. 
MILCH UND FLEISCH
MATERIAL
ETIKETT
FARBE
Fleisch Fleisch Unverpackt ist TrumpfUnverpackt ist Trumpf
Der beste Weg, Müll zu vermeiden, ist verpa-
ckungsfreies Einkaufen. Wo ist das möglich  
und worauf müssen Sie achten?
 Unverpackt-LädenUnverpackt-Läden     
Hier landen Lebensmittel und Co. in mitge-
brachten Dosen und Gläsern. Wer kein Behält-
nis dabei hat, kann auch vor Ort eines kaufen.    
 WochenmärkteWochenmärkte
Frisch vom Stand in die Tasche: Vor allem Obst 
und Gemüse gibt’s auf Wochenmärkten ohne 
lästige Plastikhülle. Andere Produkte landen 
bestenfalls in mitgebrachten Gefäßen.
 TransportgefäßeTransportgefäße
Vom Stoffbeutel über den Mehrweg-Kaffeebe-
cher bis hin zur wiederbefüllbaren Trinkflasche: 
Wer beim Shopping eigene Behältnisse dabei 
hat, spart sich so manche Verpackung.
WEITERE INFOS

AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln 
GmbH („AWB“)
Maarweg 271
50825 Köln
Tel: +49 (0) 221/9 22 22 24
E-Mail: kundenberatung@awbkoeln.de
oder im Internet: www.awbkoeln.de
Mülltrennung lohnt sich!Mülltrennung lohnt sich!
Generell gilt: Kunststoffverpackungen sind  
ein Fall für die gelbe Wertstofftonne. Nur dann 
können sie auch recycelt werden. Sie sind  
unsicher welcher Abfall in welche Tonne gehört? 
Das Müll-ABC hilft weiter:  
 
https://www.awbkoeln.de/muellabc/ 
Hinweis: 
Die Inhalte dieser Publikation entstanden in  
Kooperation der Stadtreinigung Hamburg mit 
der Technischen Universität Hamburg und 
basieren auf den Ergebnissen der Veranstaltung 
„TUHH goes sustainable“ 2018. 
MÜLL-ABC

Beratungsverlauf (1)

27.08.2020 Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln
TOP 5.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2441/2020
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
19.08.2020
Erstellt
10.08.2020 13:40