3367/2019
Urbanes-Gärtnern Projekt
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Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung (BV 5)
1381 Zeichen
Anlage: Öffentlichkeitsbeteiligung
[Beim Druck ausgeblendeter Text: Hier geht es um eine Verfahrensentscheidung. Bitte wählen Sie eine der drei folgenden Varianten.]
VARIANTE 1
Öffentlichkeitsbeteiligung ist gesetzlich vorgeschrieben.
Folgende Form des Verfahrens ist vorgeschrieben:
Ein spezielles Verfahren ist nicht vorgeschrieben.
Folgender Verfahrenstyp wird empfohlen:
Beteiligungsspielraum Komplexität
Information einfach / standardisiert
Anhörung / Beratung teilstandardisiert
Mitgestaltung / Mitverantwortung komplex / individuell
Das Beteiligungskonzept ist bereits beigefügt bzw. wird in der nächsten Sitzung zur Entscheidung vorgelegt.
VARIANTE 2
Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird vorgeschlagen.
Folgender Verfahrenstyp wird empfohlen:
Beteiligungsspielraum Komplexität
Information einfach / standardisiert
Anhörung / Beratung teilstandardisiert
Mitgestaltung / Mitverantwortung komplex / individuell
Das Beteiligungskonzept ist bere its beigefügt bzw. wird in der nächsten Sitzung zur Entscheidung vorgelegt.
VARIANTE 3
Eine Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen, weil:
Öffentlichkeitsbeteiligung hat bereits stattgefunden.
Gestaltungsspielraum ist nicht ausreichend.
Verfahrensverzögerung kann nicht akzeptiert werden.
Ressourcen stehen nicht zur Verfügung.
Anlage - Konzept Urban Gardening Ehrenfeld
28814 Zeichen
01. August 2019 Konzept Gemeinschaftsgarten Ehrenfeld Kontakt: M.Oehlers@web.de Inhalt Einleitung & Idee 2 1 Vorstellung 3 1.1 Das Kernteam 3 1.2 Aktuelle MitstreiterInnen 4 1.3 Neue MitstreiterInnen finden 4 1.4 Ein Garten für ALLE 4 2 Ziele 4 3 Gartenplanung 5 3.1 Architektonische Planung (bebilderte Beispiele im Anhang) 5 3.2 Planung Bepflanzung 5 4 Organisationsform 7 5 Grundsätze der Zusammenarbeit 7 6 Arbeitsgruppen 8 7 Benötigte Materialien 8 8. Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung 9 8.1 Digitale Vernetzung 10 8.2 Vernetzung mit Kölner Initiativen 10 8.3 Veranstaltungen 10 9 Finanzierung 10 10 Versicherung 11 11 Mögliche Unterstützung durch die Stadt Köln 11 Anlagen 11 Anlage 1: Liste von derzeit interessierten Mit-GärtnerInnen 12 Anlage 2: Beispiele Gartenplanung 13 1 Einleitung & Idee Wir möchten im Leo-Amann Park in Köln Ehrenfeld im Kontext der Initiative „Essbare Stadt“ einen öffentlichen Nutzgarten ins Leben rufen. Durch dieses Projekt möchten wir mit einer städtischen Grünfläche einen höchstmöglichen positiven Nutzen für Mensch und Natur erzielen. Hierbei gilt unser Interesse Themen wie Klimawandel, Strukturwandel und sozialen Aspekten gleichermaßen. Unsere Motivation entsteht aus dem Wunsch diese Themenfelder als Gruppe eigenverantwortlich mit zu gestalten. Das Urban-Gardening Projekt im Leo-Amann Park soll ein offener Lern- und Begegnungsort sein an dem Themen wie Aufwertung des öffentlichen Raums, Integration, Umweltschutz und nachhaltige Lebensführung gelebt und geteilt werden können. Das Projekt bietet die Möglichkeit, dass Menschen und Pflanzen sich begegnen, Transportwege und Verpackungsmüll vermieden werden und sich Wissen um die Zusammenhänge von Konsum und Klima weiter verbreiten. Darüber hinaus macht uns allen das Gärtnern großen Spaß und wir haben durch den Verein Gartenwerkstadt Ehrenfeld e.V. einen starken Partner an unserer Seite, der uns mit Wissen und Erfahrung unterstützt. Der Leo-Amann-Park stellt bereits einen Treffpunkt für diverse Ehrenfelder Gruppen dar. Der hintere Parkteil ist leider etwas außen vor und hat keine eindeutige Funktion. In diesem Parkbereich soll durch den Gemeinschaftsgarten ein Raum für Umweltbildung, soziale Vernetzung, kulturelle Veranstaltungen und gemeinschaftliche Freizeitaktivitäten entstehen. Ein zusätzliches Ziel ist es, eine Kooperation mit der sozialen Einrichtung eva e.V. und dem BüZe einzugehen um das Projekt voranzubringen. 2 1 Vorstellung 1.1 Das Kernteam “Wir” sind eine bunt gemischte Gruppe von 6 Personen, die sich für das Urban Gardening Projekt aus den verschiedensten Gründen engagieren wollen. Lea Steyer , Geographin: lebt seit 7 Jahren ohne Garten oder Balkon in Ehrenfeld und möchte mehr nachhaltiges Grün in das Veedel bringen. Lisa Marie Brunner , arbeitet in der Stadt- und Mobilitätsentwicklung, wünscht sich einen Garten in Ehrenfeld und möchte als Nachbarin des Leo-Amann-Park mit an der Gestaltung des öffentlichen Raumes mitwirken. Fee Thomas , Assistentin des IT-Abteilungsleiters eines Baumarktes, nennt Ehrenfeld seit 6 Jahren ihr Zuhause. Sie hat sich durch die derzeitige, erfolgreiche Bewirtschaftung eines Gemüseackers in den Gemüseanbau verliebt und möchte Wissen und Leidenschaft an die Nachbarschaft weitergeben. Kevin Pawel Matweew , Künstler und Filmemacher aus Ehrenfeld. Engagiert sich für die sinnvolle und nachhaltige Nutzung des öffentlichen Raums und möchte viel über das Gärtnern lernen. Maren Oehlers , Grafikdesignerin: lebt seit 7 Jahren in Köln und arbeitet seit 4 Jahren in Ehrenfeld. Möchte ihren Teil zur Nachbarschaft beitragen und freut sich darauf viel über den Anbau von Lebensmitteln zu lernen und dieses Wissen weiterzugeben. Dirk Kluwig , wohnt seit über 20 Jahren in Ehrenfeld und möchte durch seine gute Vernetzung und seinem Spaß am Gärtnern, das Projekt unterstützen. 3 1.2 Aktuelle MitstreiterInnen Neben dem Kernteam, das die Initiierung des Projektes übernimmt und für Organisation und Koordination zuständig ist, haben bereits weitere BewohnerInnen aus Ehrenfeld ihr Interesse am Gärtnern gezeigt und möchten insbesondere bei der Umsetzung einbezogen werden. 1.3 Neue MitstreiterInnen finden Unser Ziel ist es, so schnell wie möglich mit dem Gärtnern zu starten, spätestens jedoch im Frühjahr 2020. Erste Möglichkeiten für die Bewerbung des Gemeinschaftsgartens: ● Hörspielwiese im Leo-Amann-Park (16.08.2019) ● Tag des guten Lebens in Ehrenfeld (15.09.2019) ● Verteiler BUND-Gruppe Köln Darüber hinaus soll es eine Öffentlichkeitsarbeits- und Vernetzungsstrategie geben, verankert im zuständigen Team (siehe Kapitel 7 und 9). 1.4 Ein Garten für ALLE Der neue Garten im Leo-Amann-Park soll ein Garten für alle sein. Die Lage im Park und im öffentlichen Raum macht das Projekt zu einem Besonderen, da der Garten öffentlich für jeden zugänglich sein wird. Generell kann sich natürlich jede und jeder im Projekt engagieren, ob bei der Koordination oder dem langfristigen Gärtnern selbst. Langfristiges Engagement ist erwünscht, aber auch kurzfristige oder projektbezogene Beteiligung ist möglich; ebenso nur die Teilnahme an Veranstaltungen. Durch den öffentlichen Zugang im Park erhält dieser Punkt besonders starken Charakter - jeder ist willkommen und eingeladen den Garten zu nutzen. Dabei sollen auch Gruppen wie RentnerInnen, Langzeitarbeitslose, Behinderte, Kinder, Flüchtlinge sowie natürlich AnwohnerInnen in das Projekt einbezogen werden. 2 Ziele Unsere Ziele sind in die folgenden Themenbereiche unterteilt: Ökologische Nutzung: Der Gemeinschaftsgarten soll dem Anbau von Gemüse, Obst, Kräutern und Blumen dienen. Auch einige Streuobstbäume wären denkbar. Kultureller Austausch, sozialer Zweck: Der Garten soll gemeinschaftlich gestaltet und ohne kommerzielles Interesse genutzt werden. Er soll ein Ort des sozialen und kulturellen Miteinanders und des gemeinsamen Lernens sein. Von allen und für alle die Lust haben teilzunehmen. Das städtische Grün soll die Lebensqualität verbessern und den Leo-Amann-Park aufwerten. So soll er ein öffentlicher Ort der Begegnung im Veedel sein und auch unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, denen sonst der Zugang fehlt oder erschwert ist (z. B. Rentner, Erwerbslose, Flüchtlinge etc.), die Integration in die Nachbarschaft ermöglichen. Der Garten steht explizit Angehörigen aller Nationalitäten offen. Klimaangepasste Stadtentwicklung: Wir verstehen diesen Garten auch als Beitrag zu Klima und Umweltschutz in der Stadt und wollen einen alternativen Weg zu Konsum und Überfluss aufzeigen. Wir wollen Wertschätzung von gesunden Lebensmitteln und „selber machen“ leben und vermitteln. Die Ressourcen die wir dafür nutzen, sollen sparsam, rücksichtsvoll und sinnvoll genutzt werden und im Einklang mit der Natur funktionieren. So wird der Garten als nachhaltiger Naturkreislauf von uns 4 errichtet und gepflegt. Dazu gehört die Erhaltung von heimischen Tier- und Pflanzenarten zu unterstützen und zu fördern. Bildungsaufgabe: Kooperationen mit z. B. Kitas, (Inklusions-)Schulen, Universitäten, Altenheimen, Vereinen (z. B eva e.V. ), Kirchen, dem BüZe und andere Organisationen in der Nachbarschaft werden angestrebt, um den Betrieb des Gartens breit in der Nachbarschaft zu verankern und Austausch zwischen den Generationen zu fördern. Zudem soll er Bildungszwecken dienen. Durch unterschiedliche Vorrichtungen sollen Informationen zu Arten- und Sortenvielfalt des Gartens bereitgestellt werden, die für Kinder und Erwachsene, (– gerne auch unterschiedlicher Nationalitäten) verständlich aufbereitet sind. Der Garten könnte zudem zu universitärer Forschung und Lehrzwecken von der Universität zu Köln und der Technischen Hochschule Köln verwendet werden. 3 Gartenplanung 3.1 Architektonische Planung (bebilderte Beispiele im Anhang) Der Garten wird mit Hochbeeten ausgestattet, welche aus Holzaufsatzrahmen und selbstgebauten Hochbeeten aus Einwegpaletten bestehen. Durch in Kübel gepflanzte Obstbäumchen und -sträucher, entsteht eine schöne Umrandung der Fläche, ohne eine wirkliche Abgrenzung zu schaffen. Jeder soll sich willkommen fühlen. Mit selbstgebauten Sitzmöglichkeiten gewinnt der Garten an Attraktivität und lädt zum Ausruhen und Wohlfühlen ein. Die Möbel werden aus Paletten selbst gebaut und teilweise mit bepflanzt. Sie dienen zudem als Inspiration kreativer Gartengestaltung, welche die Nachbarschaft zum Nachmachen animiert. Mit Upcycling-Elementen werden wir dem Garten seinen eigenen Charm geben und beispielsweise eine ausrangierte Badewanne in eine Blumenpracht verwandeln. In der Mitte des Gartens, wird eine Kräuterspirale entstehen, und so zum Blickfang des Gartens werden. Durch Bienenhotels und Vogelfutterstationen bieten wir auch den Tieren den nötigen Freiraum und unterstützen bei der Nahrungssuche. Kartoffeln werden in sogenannten Kartoffelsäcken zusätzliche Elemente im Garten darstellen. Wenn wir nicht die Möglichkeit bekommen, den Kompost auf dem Gelände vom BüZe Café zu errichten, wird dieser in einer verschlossenen Kiste unter den Bäumen einen Platz finden. Durch Informationsschilder und Veranstaltungen soll es allen Besuchern ermöglicht werden, sich über den nachhaltigen Anbau im Garten, unbekannte Obst- und Gemüsesorten und über unser Projekt zu erkundigen. 3.2 Planung Bepflanzung Der ökologische Gedanke ist uns bei der Bepflanzung des Gartens sehr wichtig. Ein ökologisches Gleichgewicht wird durch naturgemäße Bodenpflege und die Förderung von Nützlingen erreicht. Es werden keinerlei Schadstoffe, wie chemische Schädlingsbekämpfungsmittel oder andere Chemikalien, eingesetzt. Der Garten wird mit Gemüse, Obst, Kräutern und Blumen bepflanzt, so dass für jeden etwas dabei ist und unterschiedliche Interessensgruppen zusammenfinden. Wir wollen ökologisch, nachhaltig und ressourcenschonend gärtnern und mit alten und ungewöhnlichen Sorten experimentieren. Wir legen Wert auf bienengerechte Pflanzen und werden Essensplätze für Vögel einrichten. 5 Damit der Garten noch attraktiver für die Gemeinschaft wird, werden wir die Hochbeete und deren Bepflanzung in Themen unterteilen. Hier könnte man mehrere Hochbeete zu Gruppen zusammenstellen und diese bestimmten Themen zuweisen. Anhand dieser Themen können Gießpläne erstellt und Zuständigkeiten definiert werden, damit die stetige Pflege gesichert werden kann. In regelmäßigen Gartentreffen wird besprochen, wann was gemacht werden muss. So kann jeder solidarisch mitentscheiden, aber muss sich nur um einen kleinen Teil selber kümmern. Themenbeispiele für Hochbeetgruppen: ● Smoothie-Hochbeet ● Fitness-Hochbeet ● Pizza-Pasta-Hochbeet ● Wok-Hochbeet ● Kinder-Hochbeet ● Winter-Hochbeet ● Rund-um-die-Erde-Hochbeet ● Suppen-Hochbeet ● Das-ungewöhnliche-Hochbeet ● Apotheken-Hochbeet ● Heilpflanzen-Hochbeet ● Cocktail-Hochbeet Zu den Hochbeeten wird es noch folgende Pflanzvarianten geben: Kräuterspirale (Beispiel im Anhang) Es ist geplant, das eine Kräuterspirale in den Garten gebaut wird. Folgende Kräuter wären hier eine gute Kombination: Brunnenkresse, Schnittlauch, Waldmeister, Petersilie, Pfefferminze, Zitronenmelisse, Pimpinelle, Dill, Bohnenkraut, Liebstöckel, Estragon, Kerbel, Weinraute, Koriander, Kümmel, Kamille, Kapuzinerkresse, Basilikum, Salbei, Essigkraut, Majoran, Oregano, Thymian, Lavendel, Ysop, Rosmarin Obstbäume Obstbäumchen werden in Kübeln angepflanzt und als Umrandung des Garten drapiert. Folgende Obstsorten sind in Planung: ● Äpfel ● Johannisbeeren ● Stachelbeeren ● Feigen ● Blaubeeren ● Minikiwi ● Kirschen Blumen Um den natürlichen Kreislauf zu unterstützen und auch das Interesse der Blumenliebhabern zu wecken, werden wir auch großes Augenmerk auf die Pflanzung von Blumen legen. Hier wird besonders auf die bienenfreundlichen Blumen gelegt. Zudem werden kleine Wasserstellen zwischen den Blumen eingerichtet, so das die Insekten Trinkstelle an heißen Tagen haben. Kartoffeln 6 Kartoffeln werden in separaten Kartoffelsäcken angepflanzt um die benötigte Tiefe zu gewährleisten und somit eine reiche Ernte zu erhalten. 4 Organisationsform Der neue Gemeinschaftsgarten läuft in Zusammenarbeit mit der Gartenwerkstadt Ehrenfeld e.V. , der als Trägerverein für das Projekt dienen soll. Dieser gemeinnützige Verein wurde 2013 gegründet und hat den Zweck das Gemeinschaftsgärtnern auf innerstädtischen Flächen zu etablieren und dafür öffentlich zu werben. Er betreibt die Umweltbildung, fördert den Natur- und Umweltschutz, das bürgerschaftliche Engagement und die interkulturelle Verständigung. Der Verein besitzt eine große Erfahrung in Bezug auf den Betrieb von Gemeinschaftsgärten, da er bereits den vierten Gemeinschaftsgarten betreibt. Anfänglich befand sich der Gemeinschaftsgarten der Gartenwerkstadt am Grünen Weg. Dieser Kistengarten zog im September 2013 auf den ehemaligen Güterbahnhof Ehrenfeld und firmierte dort unter dem Namen Gartenbahnhof Ehrenfeld. Seit Mai 2016 existiert der Vitalisgarten in einem ehemaligen Schrebergartengelände und stellt seit 2017 den Hauptgarten des Vereins dar. Zwischen Dezember 2016 und September 2018 entstand zwischenzeitlich auf dem Heliosgelände zudem der Gemeinschaftsgarten HELGA. Darüber hinaus gärtnerte der Verein zeitweise mit Flüchtlingen im Innenhof eines Flüchtlingswohnheims in der Geisselstraße. Der Verein organisierte ebenfalls ein Kinderprogramm. Aufgrund der Trägerschaft durch den Verein ist es nicht notwendig einen neuen eigenen Verein zu gründen. Damit eine ausreichende Bindung zwischen dem Gartenprojekt und dem Trägerverein entsteht, treten mindestens zwei Personen des Kernteams des Gartenprojekts der Gartenwerkstadt bei und nehmen an regelmäßigen Planungstreffen teil. Der Trägerverein wird darüber hinaus die finanziellen Aspekte des Gartenprojektes regeln. Hierbei wird das Kernteam den Verein z. B. in Bezug auf Förderanträge und die Buchhaltung unterstützen. 5 Grundsätze der Zusammenarbeit Der Garten steht allen teilnehmenden GärtnerInnen zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung. Sowohl die anfallenden Arbeiten als auch die Ernte werden auf alle Personen (auch Nichtgärtner – also alle Besucher des Gartens) verteilt. Im Garten wird naturnah gearbeitet. Alle GärtnerInnen beteiligen sich nach eigenen Möglichkeiten an der Pflege des Gartens und können einen Teil der Ernte für sich beanspruchen. Wie auch im Umgang mit der Natur soll auch in der GärtnerInnen-Gemeinschaft auf ein Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen geachtet werden. Über Entscheidungen wird demokratisch abgestimmt und die Kommunikation so transparent wie möglich gehalten. Mitmachen heißt: ● Mitwirkung bei der Raum- und Beetplanung ● Ausführen von regelmäßigen Aufgaben wie gießen und jäten, Initiative ergreifen und mithelfen bei anderen anfallenden Aufgaben ● Ernten für den Eigenbedarf ● Sorge tragen für das Gelände und die Geräte (Reinigen von Werkzeug nach Gebrauch, Vermeiden von Abfall, Entsorgen von (Fremd-) Müll ● Umsetzen von eigenen Ideen in Absprache mit der Gemeinschaft ● Teilnahmemöglichkeit bei gemeinsamen Gartenaktivitäten und Festen 7 6 Arbeitsgruppen Für den geplanten Garten im Leo-Amann-Park wurden für das Kernteam folgende Gruppen zur Arbeitsteilung festgelegt: ● Gartengruppe (alle) – Saatgut, Kompost, Jauche, Fruchtwechsel, Saatkalender, Pflanzenauswahl, Bewässerung ● Bauen und Gestaltung (Maren, Lisa, Kevin) – Pflanzkisten, Hochbeete, Sitzecken, Aufenthaltsorte, Wege, Regenwassernutzung, Unterstände (z.B. für Tomaten), etc. ● Interne Kommunikation (Fee) – Einberufen und Moderieren von Besprechungen, AnsprechpartnerIn für alle, insbesondere auch für neuen GärtnerInnen oder Interessierte, schwarzes Brett, Gartentage organisieren (regelmäßiges zusammen Gärtnern) ● Externe Kommunikation, Offizielles und Öffentlichkeitsarbeit in Kooperation mit der Gartenwerkstadt (Dirk, Maren, Lea, Lisa) – Ansprechpartnerin für Politik, Behörden und Netzwerke, Vertragsverhandlungen, Anträge, Betreuung von Internet-Auftritt und Veranstaltungen, Flyer gestalten, Newsletter erstellen und Verteiler pflegen, Teilnahme an anderen Veranstaltungen, um für den Garten zu werben, etc. ● Finanzen und Fundraising (Fee in Abstimmung mit der Gartenwerkstadt Ehrenfeld e.V. ) – Verwaltung, Bedarf feststellen, Sponsoren, Fundraising und Spenden Zum jetzigen Zeitpunkt ist Interesse an einer Zusammenarbeit von eva e.V. angemeldet. Der Verein wird zu einem späteren Zeitpunkt Personen benennen, die sich in die Arbeitsgruppen mit einbringen werden. Hier war angedacht, dass besonders die Gartengruppe sowie die Gruppe Bauen und Gestalten unterstützt werden. eva e.V. würde sich auch für die Sauberkeit und allgemeine Instandhaltung einsetzen. Zudem wird eine Unterstützung durch das Bürgerzentrum Ehrenfeld (BüZe), in Person Andreas Pöttgen, erhofft, um durch Vernetzung, Erfahrung und Räumlichkeiten unterstützt zu werden. 7 Benötigte Materialien Bei der Beschaffung der benötigten Materialien, werden wir in enger Abstimmung mit der Gartenwerkstadt Ehrenfeld e.V. handeln und versuchen, die im Vitalisgarten übrigen Materialien zu nutzen. folgende Materialien werden benötigt mögliche Bezugsquellen Mutterboden Unterstützung durch die Stadt wurde signalisiert Saatgut ggf. hat die Gartenwerkstadt Ehrenfeld e.V. günstige Bezugsquellen oder sogar eigenes Saatgut Pflanzen ggf. hat die Gartenwerkstadt Ehrenfeld e.V. günstige Bezugsquellen 8 Holz für Beete / Europaletten eva e.V könnte ggf. mit Holz unterstützen und auch die Gartenwerkstadt Ehrenfeld e.V. bietet Unterstützung an Gartengeräte - Schubkarren, Spaten, Hacken, Schaufel gebraucht anschaffen Werkzeuge - Hammer, Zange, Verbrauchsmaterial gebraucht anschaffen Materialien für ● Hochbeete ● Sitzmöglichkeiten ● Überdachung (Schutz für Pflanzen) ● Kompost ● Informations- / Erklärtafeln ● Bienenhotel ● Vogelhäuschen ● Upcyclingprojekte Blumenkübel für Obstbäumchen gebraucht anschaffen Kartoffelsäcke Platz und Material für Kompost ggf. in Kooperation mit dem BüZe Café Gestaltungsmaterial (Holz, Steine, Pflanzen) ggf. könnten das Sponsoren Müllentsorgung organisieren ggf. mit Hilfe der EVA e.V. Wasserstelle auf dem Gelände ggf. über das Trinkbrunnenprogramm der Rheinenergie Geräteschuppen ggf. kann ein Raum des BüZe Cafés genutzt werden 8. Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung Um dem neuen Garten möglichst viel Sichtbarkeit zu geben und das neue Projekt über die Grenzen von Ehrenfeld bekannt zu machen, sind zahlreiche Aktivitäten zu Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung geplant. Zunächst soll das Projekt, wie in 2.3 beschrieben, auf diversen Veranstaltungen in Ehrenfeld beworben werden. Insbesondere der Tag des guten Lebens (TdgL) im September könnte dabei einen ersten Meilenstein darstellen, bei dem verschiedene Aktionen im Leo-Amann-Park in Zusammenarbeit mit dem TdgL geplant werden. Aber auch bei der Hörspielwiese im Leo-Amann-Park könnten erste Interessierte beworben werden. Mit den Erfahrungen und der Vernetzung vom BüZe erhoffen wir uns einen starken Unterstützer. 9 8.1 Digitale Vernetzung Um auch im Internet eine hohe Sichtbarkeit zu erzielen, sind die Einrichtung von diversen Kanälen geplant. Zunächst soll es eine Facebook-Seite (https://www.facebook.com/gartenwerkstadt) geben, wie auch eine offene Facebook-Gruppe für aktive Personen. Eine Website ist zunächst nicht geplant, da das Projekt eine Seite auf der Website der Gartenwerkstadt Ehrenfeld e.V. erhalten wird. Auch die Website der Essbaren Stadt Köln wird das neue Projekt ankündigen. Darüber hinaus soll der neue Garten auf allen wichtigen Social Media Kanälen präsent sein. Neben Facebook soll auch über einen Instagram-Account regelmäßig über das Projekt berichtet werden. Auch die Plattform nebenan.de kann insbesondere für die direkte Bewerbung von NachbarInnen genutzt werden. Für Interessierte soll zudem eine generische E-Mail-Adresse eingerichtet werden, die online aber auch auf Printmedien angegeben und insbesondere für Interessierte zur Verfügung stehen soll. 8.2 Vernetzung mit Kölner Initiativen Neben der Gartenwerkstadt Ehrenfeld e.V. und der Essbaren Stadt werden auch Kooperationen mit anderen Kölner Initiativen angestrebt. Denkbar wären andere Gemeinschaftsgärten, Flüchtlingsinitiaven, Organisationen gegen Lebensmittelverschwendung, Zero Waste etc. Der Tag des guten Lebens wird hier eine erste hilfreiche Plattform sein, weil dort der Großteil der nachhaltigen Initiativen vertreten sein wird. 8.3 Veranstaltungen Der neue Gemeinschaftsgarten soll ein Ort der Begegnung sein, wo sich NachbarInnen und jeder und jede treffen können. Deshalb sollen regelmäßig Veranstaltungen im Garten organisiert und umgesetzt werden. Neben regelmäßigen Treffen zum Gärtnern, können kleine Gartenfeste geplant werden, bei denen zum einen neue engagierte Personen angeworben werden, aber auch das Nachbarschaftsgefühl gestärkt und beispielsweise das geerntete Gemüse gemeinsam verarbeitet werden kann. Zu Beginn soll der Fokus natürlich klar auf dem Aufbau des Gartens liegen. Zur Eröffnung und wenn sich dieser aber schon stärker etabliert hat, sind diverse Veranstaltungen vorstellbar. Dazu gehören Workshops, Führungen durch den Garten (z.B. für Schulen und Kindergärten), Picknicke oder Lesungen. Hierbei wird auch eine Kooperation mit dem Bürgerzentrum Ehrenfeld angestrebt. 9 Finanzierung Für die Finanzierung stehen möglicherweise schon bezirksorientierte Mittel durch bereits bewilligte Mittel zur Stadtverschönerung für den Leo-Amann-Park zur Verfügung (insgesamt 50.000 € ). Diese Mittel zur Stadtverschönerung werden jedes Jahr neu angesetzt und da es sich um einen öffentlichen Platz im städtischen Besitz mit sozialem und kulturellem Mehrwert handelt, könnten diese Gelder fortlaufend angemeldet werden. Daneben werden Anträge bei der Deutschen Postcode Lotterie, der anstiftung und der Montagsstiftung angestrebt. Im weiteren Verlauf könnten bestimmte Bildungsprojekte innerhalb des Gemeinschaftsgartens auch durch Fördermöglichkeiten des Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH angefragt werden. Darüber hinaus kommen auch Crowdsourcing und Spenden zur Initiierung des Gartens in Betracht. Ein Startpunkt könnte hier auch der Tag des guten Lebens sein. Es wäre sicherlich auch eine Option NABU und BUND als Unterstützung zu gewinnen oder hier Werbung (im Hinblick auf Spenden) zu machen. 10 10 Versicherung Die Versicherung wird über die Gartenwerkstadt Ehrenfeld e.V. abgewickelt, die eine Haftpflichtversicherung besitzt. 11 Mögliche Unterstützung durch die Stadt Köln Für einen möglichst guten Start und eine langfristige Planung des Projektes, wird die Unterstützung der Stadt Köln zur konkreten Umsetzung des Projektes benötigt. Dabei stehen insbesondere finanzielle Mittel für eine Grundausstattung an Gartengeräten, Material zum Bau der Pflanzenkisten, Saatgut und Erde im Vordergrund. Außerdem wird ein Wasseranschluss in der nächsten Nähe der Gartenstelle benötigt. Dies könnte auch in der Art eines Trinkbrunnens umgesetzt werden. Nicht zwingend notwendig für die erste Umsetzung, allerdings von großem Nutzen für zukünftige Projekte (wie Bildungsveranstaltungen, kulturelle Veranstaltungen, etc.) wäre auch ein Stromanschluss eine Bereicherung. Jede weitere denkbare Unterstützung der Stadt Köln ist natürlich gern willkommen. Anlagen 1. Liste von derzeit interessierten Mit-GärtnerInnen 2. Beispiele Gartenplanung 11 Anlage 1: Liste von derzeit interessierten Mit-GärtnerInnen Name E-Mail-Adresse Christoph Holz derholz@googlemail.com Jana Köbbing + Freund jkoebbing@gmail.com Christina Auffenberg ca-christina@gmx.de Linda Manns linda.manns@gmx.de Nicole Neitzel nicole782@gmx.net Stephanie Jung + Kinder jung@email.de 12 Anlage 2: Beispiele Gartenplanung Beispiele der Hochbeete Beispiel einer Kräuterspirale Upcycling-Beispiele für Blumenpracht und Vogelfreude 13 Beispiel zum Anbau von Obst in Kübeln Beispiele für selbstgebaute Sitzmöglichkeiten Beispiel für eine Kompostkiste 14
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/67/671 Vorlagen-Nummer 3367/2019 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Urbanes-Gärtnern Projekt Beschlussorgan Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Ehrenfeld beschließt die Einrichtung eines Urban-Gärtnern Projektes im Be- reich der Christianstraße auf der Grundlage des beigefügten Konzepts. Die Bezirksvertretung beauf- tragt das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen mit der Gruppe die Umsetzungsplanung abzu- stimmen. Alternative: Die Bezirksvertretung Ehrenfeld lehnt die Einrichtung eines Urban-Gärtnern Projektes im Bereich der Christianstraße ab. Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 04.11.2019 2 Begründung: Der Leo-Ammann-Park ist eine kleine, zentral gelegene Grünfläche mitten im Stadtteil Ehrenfeld. Die Grünfläche wird sehr stark von sehr unterschiedlichen Nutzergruppen genutzt. Zum Teil kommt es zu Übernutzungserscheinungen, die dazu geführt haben, dass unter Vorsitz von Herrn Bezirksbürger- meister Wirges ein Runder Tisch eingerichtet wurde. Als ein Ergebnis dieses Runden Tisches wird das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen in Zu- sammenarbeit mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie ein Sanierungskonzept erarbeiten und der Bezirksvertretung vorlegen. Das Konzept ist zurzeit in Bearbeitung. In diesem Zusammenhang wurden auch alternative Nutzungsmöglichkeiten für eine Fläche an der Christianstraße diskutiert. In diesem Bereich befindet sich ein unterirdisches Regenrückhaltebecken der StEB, so dass die Fläche nur eingeschränkt nutzbar ist. Ziel ist es hier eine Nutzung zu etablie- ren, die ausgleichend auf die Nutzungsstruktur des Parks wirken kann und gleichzeitig neue Nutzer- gruppen in den Park holt. Die Bezirksvertretung Ehrenfeld hat sich am 08.07.2019 in einer gemeinsamen Erklärung der Fraktio- nen und Einzelvertreter*innen für einen Konzeptstart für Urbanes Gärtnern ausgesprochen. Die Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) haben folgende Stellungnahme abgegeben. „Im Bereich des Leo-Amann-Parks/Christianstraße in Köln Ehrenfeld befindet sich ein Regenrückhaltebecken der StEB Köln (siehe Anlage). Das Regenrückhaltebecken hat die Funktion stärkere Niederschläge zwi- schen zu speichern und nach dem Regenereignis erfolgt die Entleerung zum Mischwasserkanal. Ge- gen die Einrichtung eines Gemeinschaftsgartens bestehen seitens der StEB Köln keine grundsätzli- chen Bedenken. Jedoch muss die Zufahrt und müssen die Öffnungen des Regenbeckens jederzeit von dem Betriebspersonal der StEB Köln angefahren oder begangen werden können. Hierzu sind die Zufahrt und die Öffnungen des unterirdischen Betonbeckens von jeglichen, auch zeitlich befristeten Aufbauten freizuhalten.“ Das Konzept ist beigefügt. Anlagen
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3367/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 30.09.2019
- Erstellt
- 25.09.2019 10:32