0468/2020
Freigabe und Vergabe der Fördermittel "IFM Organisatorische Stärkung" in 2020 und 2021 als befristete institutionelle Förderung
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Beschlussvorlage Ausschuss
4430 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/41/22 Vorlagen-Nummer 0468/2020 Freigabedatum 02.03.2020 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Freigabe und Vergabe der Fördermittel "IFM Organisatorische Stärkung" in 2020 und 2021 als befristete institutionelle Förderung Beschlussorgan Finanzausschuss Gremium Datum Beschluss: Der Finanzausschuss beschließt die Freigabe und Vergabe der Mittel i.H. v. 50.000 € im Jahr 2020 und in Höhe von 100.000 € im Jahr 2021 im Teilergebnisplan 0416 – Kulturförderung in der Teilplan- zeile 15 – Transferaufwendungen für eine auf zwei Jahre befristete institutionelle Förderung (BKZ) im Bereich Musik zum Zwecke der Organisatorischen Stärkung des IFM – Initiative Freie Musik Köln e.V. (siehe Konzept in der Anlage). Haushaltsjahr BKZ Stadt Köln Eigenanteil Gesamtbudget 2020 50.000 € 5.000 € 55.000 € 2021 100.000 € 10.000 € 110.000 € Ausschuss Kunst und Kultur 10.03.2020 Finanzausschuss 23.03.2020 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 50.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung Der IFM e.V. (Initiative Freie Musik Köln) ist der Dachverband der freien Musikszene Kölns. In ihm haben sich die sechs Teilszenen Alte Musik, Elektronik & Klangkunst, Globale Musik, Jazz, Klassik und Neue Musik zusammengeschlossen. In seiner Gesamtheit vertritt der IFM e.V. über 500 Akteure der freien Musik in Köln und ist damit einer der maßgeblichen Akteure der Musikstadt Köln. Es ist das Ziel des IFM e.V. die Interessen aller Akteure der freien Kölner Musikszene zu vertreten und ihre Le- bens- und Arbeitsbedingungen stetig zu verbessern. Im Dialog mit Verwaltung und Politik arbeitet der IFM e.V. daran mit, die künstlerische und strukturelle Qualität, Vielfalt und Strahlkraft der Musikstadt Köln nachhaltig weiterzuentwickeln. Mit der Organisatorischen Stärkung des IFM e.V. wird die in der Entwicklungsplanung formulierte Idee der „Stärkung der Selbstorganisationsstruktur zur dauerhaften Vernetzung der freien Szene“ (KEP 2019, S. 149) konkretisiert und weiterentwickelt. Als Interessenvertretung übernimmt der IFM e.V. Aufgaben wie: • Öffentlichkeitsarbeit (Redaktion des Webportals „Musik-in-Köln“ und der Internetseiten der Teilszenen, Werbemaßnahmen, Pressearbeit) 3 • Kommunikation nach Innen (Szene) und nach Außen (Kulturverwaltung, Politik, Gremi- en) • Vernetzung mit regionalen und überregionalen Verbänden wie FREO (Freie Ensem- bles und Orchester), Deutsche Jazzunion, etc. • Präsentation der Kölner Szene auf internationalen Kongressen und Fachmessen wie Jazz Ahead, Womex, etc. • Entwicklung und Pflege partizipativer Strukturen (Mitgliederversammlungen, Teilsze- nenvertretung, Sprecherrat, Vorstand) • Vergabe von Kleinstförderung (siehe Beschlussvorlage 0472/2020, Freie Projektmittel für den Initiative Freie Musik e.V.) • Veranstaltung von Kongressen, Symposien und innovativen Formaten zu szenerele- vanten Themen Um die vielfältigen Aufgaben erfüllen zu können, richtet der IFM e.V. ein Büro mit einer Bürokraft und Assistenz ein, welche den Vorstand in seiner Arbeit unterstützt und erhält dazu einen auf zwei Jahre befristeten Betriebskostenzuschuss in Höhe von 50.000 € im Jahr 2020 und 100.000 € im Jahr 2021. Finanzierung Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigten Aufwandsermächtigungen i.H. v. 150.000 € (50.000 € im Jahr 2020 und 100.000 € im Jahr 2021) stehen im Teilergebnisplan 0416 - Kulturförde- rung, Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen zur Verfügung. Die Mittel stammen aus der Verteilung der Kulturförderabgabe in den Haushaltsplan 2020/2021. Anlage
Anlage 0468-2020 IF IFM eV. Konzept Organisatorische Stärkung
14246 Zeichen
Seite 1 von 5 Konzept „Organisatorische Stärkung Initiative Freie Musik Köln (IFM e.V.)“ Die Initiative Freie Musik Köln (IFM e.V.) wurde 1999 unter dem Namen Initiativkreis Freie Musik Köln als Interessenvertretung der freischaffenden Akteur*innen der professionellen Musikszene Kölns ins Leben gerufen. Er ist ein kulturpolitischer Zusammenschluss von professionellen Musiker*innen und Ensembles der Teilszenen Neue Musik, Alte Musik, Elektronik und Klangkunst, Jazz, Globale Musik und Klassik sowie von Veranstaltern, Spielstätten, Musikjournalist*innen, Produzent*innen und Kurator*innen. Die Professionalisierung der Szenevertretung und die kontinuierlich steigende Mitgliederzahl bilden die stetig wachsende Bedeutung der freien Musikszenen und -strukturen für die musikalische Produktion und Innovation in Köln ab. Längst ist nur noch ein kleiner Teil der professionellen Musiker*innen institutionell gebunden. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung setzt sich der IFM e.V. für langfristig angelegte substantielle Veränderungen in der Förderung der freien Musikszenen und ihrer Produktionsstrukturen ein. 2017 hat sich der IFM e.V. eine neue vereinsrechtliche Struktur (mit Vorstand, Satzung und Mitgliederversammlung) gegeben. Diese soll weiterentwickelt und mit Unterstützung der Stadt auf eine professionelle und nachhaltig finanzierte Basis (Büro, Weiterentwicklung partizipativer Strukturen und Verfahren) gestellt werden, um den wachsenden Aufgaben in den Bereichen Kommunikation (mit den sechs Teilszenen, Politik, Verwaltung, Institutionen und überregionalen Partnern auf Landes- und Bundesebene, regionalen und überregionalen Interessenvertretungen), Öffentlichkeitsarbeit, Weiterentwicklung der Förderlandschaft sowie Vergabe von Kleinstförderung und Stipendien gerecht werden zu können. Das nachfolgende Konzept soll die Basis für diesen Entwicklungsprozess des IFM e.V. zu einem starken, schlagkräftigen und überregional vernetzten Akteur der Musikstadt Köln und Dialogpartner von Politik, Verwaltung und Institutionen legen. Wichtige aktuelle Entwicklungsbereiche sind in Anknüpfung an die neue Kulturentwicklungsplanung der Stadt IFM e.V. | Initiative Freie Musik in Köln c/o Susanne Regel Schleidener Str. 24 50937 Köln Vorstand: Susanne Regel Thomas Gläßer Georg Dietzler Kontoinhaber: IFM e.V. Institut: Sparkasse KölnBonn IBAN: DE71 3705 0198 1900 5124 74 BIC:COLSDE33 An die Stadt Köln Kulturamt, Referat für Musik Richartzstraße 2-4 50667 Köln Köln, den 10. Februar 2020 Seite 2 von 5 Köln: • die differenzierte und ausgeglichene Weiterentwicklung der Förderlandschaft (neue Förderinstrumente, neue Vergabestrukturen) • die Mitwirkung am neuen Musikförderkonzept der Stadt Köln • der Aufbau und die redaktionelle Pflege der alle Teilszenen umfassenden Internetplattform www.musik-in-koeln.de (KEP-Stichwort: Kulturmarketing) • die Weiterentwicklung partizipativer Strukturen und Formate zur dauerhaften Vernetzung der freien Musikszene (KEP-Stichwort: Partizipation) • die konzeptionelle Mitwirkung an der Erschließung multifunktionaler Raumkapazitäten (Probe- und Veranstaltungsräume, kulturelle Bildung und Teilhabe) in den Stadtteilen (KEP-Stichwort: Raummanagement) • die Entwicklung innovativer Konzepte zur Förderung der Teilszenen, insbesondere im Bereich Globale Musik im Dialog mit dem Kulturamt (KEP-Stichworte: Interkultur, Kulturelle Teilhabe) • die koordinierte Weiterentwicklung der Festival- und Reihenlandschaft in Köln Der IFM e.V. verfolgt dabei das langfristige Ziel, Köln bis 2030 durch durchdachte und aufeinander abgestimmte Maßnahmen zu einer der attraktivsten Musikstädte in Westeuropa, vor allem auch für junge Musiker*innen und Publikum, zu entwickeln. Dabei sollen gleichermaßen bestehende Ressourcen und historisch bedeutsame Entwicklungslinien (z.B. Musiktheater, Elektronische Musik, Klangkunst, Alte Musik, Jazz) weiter entfaltet und neue Entwicklungsbereiche (z.B. Globale Musik, transmediale und digitale Konzepte, Musik und Diskurs) strategisch gestärkt werden. Aufgaben und Ziele Der IFM e.V. bündelt und vertritt als kulturpolitische Plattform und Dachverband der Teilszenenvertretungen Neue Musik, Alte Musik, Elektronik und Klangkunst, Jazz, Globale Musik und Klassik die Interessen der Akteur*innen der profession ellen freien Musikszene Kölns. Im Dialog mit Verwaltung und Politik arbeitet der IFM e.V. daran mit, die künstlerische und strukturelle Qualität, Vielfalt und Strahlkraft der Musikstadt Köln und die Lebens - und Arbeitsbedingungen der hier lebenden Musiker*innen nachhaltig weiterzuentwickeln und zu verbessern. Damit diese Arbeit nachhaltig, kontinuierlich und professionell g eleistet werden kann, wird dem IFM e.V. ein Betriebskostenzuschuss gewährt, um u.a. folgende Aktivitäten zu ermöglichen: • Öffentlichkeitsarbeit (Redaktion des Webportals „Musik-in-Köln“ und der Internetseiten der Teilszenen, Werbemaßnahmen, Pressearbeit) • Kommunikation nach Innen (Szene) und Außen (Kulturverwaltung, Gremien, Politik) • Vernetzung und Austausch mit regionalen und überregionalen Verbänden und Interessenvertretungen • Entwicklung und Pflege partizipativer Strukturen (Mitgliederversammlungen, Teilszenenvertretung, Sprecherrat, Vorstand, Open Space) • Präsentation der Kölner Szene/n auf internationalen Kongressen, Fachmessen und Festivals Seite 3 von 5 • Vergabe von Arbeits- und Recherchestipendien sowie Kleinstförderung • Veranstaltungen, Symposien und innovative Formate zu szenerelevanten Themen Öffentlichkeitsarbeit Ein zentrales Anliegen des IFM e.V. und der von ihm vertretenen Akteur*innen ist die bessere Sichtbarkeit ihrer musikalischen, organisatorischen und kulturpolitischen Aktivitäten in Köln und darüber hinaus. Zentrales Werkzeug ist dabei die im Oktober 2019 gestartete Website www.musik-in-koeln.de, die als szeneübergreifende Webplattform allen Akteur*innen der freien Szene zur Darstellung von Veranstaltungen und Ensembles zur Verfügung steht, Daten aus den Websites der Teilszenen zusammenführt und künftig sowohl professionell redaktionell und technisch betreut als auch mit professionellen redaktionellen Beiträgen (Interviews, Berichte, Artikel) angereichert werden soll. Für 2020 und 2021 ist zudem eine Bewerbung in mehreren Plakat- und Anzeigenkampagnen geplant. Auf diesem Wege soll eine große Zahl von Akteur*innen und Musikinteressierten angesprochen werden und ein hoher Präsenzgrad für Veranstaltungen und Mitteilungen durch die Webseite www.musik-in-koeln.de entstehen. Folgende weitere Instrumente sollen zudem 2020 und 2021 zur Verfügung stehen: • eine gut gepflegt Verteiler- und Newsletterstruktur • Ressourcen für Öffentlichkeitsarbeit der Teilszenen, ihrer Vertretungen und Veranstaltungen • gezielte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für die Veranstaltungen, Aktivitäten und kulturpolitischen Ziele des IFM e.V. Kommunikation nach Innen und Außen Eine der wichtigsten Funktionen des IFM e.V. ist die Koordination und konzeptionelle Bündelung übergeordneter Interessen der Akteur*innen der freien Musikszenen und ihre Vertretung in Dialog und Zusammenarbeit mit Kulturverwaltung, Gremien, Politik. Die innere Struktur des IFM e.V. mit seiner Vollversammlung, sechs Teilszenenvertretungen, Sprecher*innenrat der Teilszenen und Vorstand (sowie dem 2020 startenden und für alle Akteur*innen der freien Szene offenen Open Space-Format) hat sich seit seiner Einführung als zwar pflegeintensive, aber effektive, transparente und vertrauensbildende Beteiligungsstruktur bewährt. Durch den Betriebskostenzuschuss soll daneben die Ausweitung der Beteiligung d es IFM e.V. an Gremien, kulturpolitischen Prozessen und Kommunikationen mit Kulturverwaltung und Politik auf kommunaler, Landes- und Bundesebene ermöglicht werden. Büro Als neue Schnittstelle des IFM e.V. soll ein Büro die Aktivitäten koordinieren und verwalten, als gut erreichbare Anlaufstelle für alle Akteur*innen und Teilszenenvertretungen der freien Musikszene dienen, die überregionale Vernetzung vorantreiben und ggf. auch Drittmittel zu akquirieren. Mittelfristig geplant ist der Ausbau zu einer schlanken Stellenstruktur mit eigener Büroinfrastruktur mit folgenden ersten Schritten in den Jahren 2020 und 2021: • 2020 und 2021: Mitnutzung einer bestehenden Bürostruktur • 2020 und 2021: personelle Besetzung des IFM Vereins-Büros mit einer Seite 4 von 5 Vorstandsassistenz in Teilzeit ab 1. Mai 2020 Entwicklung und Pflege partizipativer Strukturen Der IFM e.V. versteht sich als partizipatives Netzwerk zahlreicher Akteur*innen der Freien Musik in Köln und darüber hinaus. Der IFM e.V. bündelt und vertritt übergeordnete Interessen der freien Musikszenen, ohne dabei einen Alleinvertretungsanspruch zu erheben. Dieses Netzwerk benötigt transparente und partizipative Strukturen und Prozesse, Öffnungen über den Kreis der Vereinsmitglieder hinaus sowie verlässliche Pflege, um lebendig und zugänglich zu sein und vielschichtige Interessen transparent und wirksam bündeln zu können. Neben den Strukturen des IFM e.V. (Mitgliederversammlung, Sprecher*innenrat, Vorstand) sollen ein Büro als neuer Schnittstelle, die Intensivierung des Dialogs mit den Teilszenen, die Einrichtung eines jährlichen Open Space für alle Akteur*innen der freien Szene innerhalb und außerhalb des IFM e.V. und überregionalen Vernetzungsaktivitäten (Partner und „Peers“ auf Landes- und Bundesebene, Teilnahme an Fachkongressen) diesen Prozess dynamisch vorantreiben. Vernetzung Einen weiteren Entwicklungsbereich bilden Austausch und Koordination mit regionalen und überregionalen Verbänden und Interessenvertretungen wie FREO (Freie Ensembles und Orchester), Deutsche Jazzunion, Koalition der Freien Szene Berlin etc. Diese Vernetzung soll eine Abstimmung von Zielsetzungen und Strategien ermöglichen, um die Anliegen der freien Musikszene im Verbund der verschiedenen Akteur*innen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene voranzubringen. Präsentation auf internationalen Kongressen, Fachmessen und Festivals Ein weiterer Baustein der internationalen Vernetzung ist die Präsentation der Kölner Szene (sowie ggf. des IFM e.V. als ihrer Vertretung) auf nationalen und internationalen Kongressen, Fachmessen und Festivals. Vergabe von Stiendien und Kleinstförderung Ein wesentliches Ziel der Zusammenarbeit des IFM e.V. mit der Kulturverwaltung und der Politik ist neben der schrittweisen und bedarfs- und gestaltungsorientierten Anhebung des Fördervolumens für die freien Musikszenen der Stadt die Ausdifferenzierung der Förderinstrumente und die Pluralisierung und Vereinfachung der Zugänge zu kommunaler Unterstützung. Neben der bereits vollzogenen Einrichtung einer unterjährigen Förderung durch das Kulturamt sind für 2020 und 2021 zwei weitere Schritte in diese Richtung vorgesehen: 1) Die Vergabe von Kleinstförderungen bis 1.000 € direkt über den IFM e.V. bzw. seine Teilszenenvertretungen soll kurzfristige Zusammenarbeiten mit tourenden Künstler*innen, Konzerte, Workshops oder Gesprächsformate ermöglichen. In Anlehnung an die Pilotprojekte “Mikropstipendien” (ON – Neue Musik Köln) und “Fast Cash” (Europäisches Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik / KJK) soll hier ein flexibles, möglichst unbürokratisches und szenenahes Förderinstrument zur Deckung kurzfristiger Bedarfe in allen Teilszenen entstehen, das mit geringem Mitteleinsatz die künstlerischen Arbeitsbedingungen und Möglichkeiten in der Stadt spürbar verbessert, bürgerschaftliches Engagement (z.B. von kuratierenden Musiker*innen oder Kleinveranstaltern) unterstützt und zu einem Katalysator der Kommunikation und Vernetzung innerhalb der Teilszenen wird. Seite 5 von 5 2) Die jährliche Vergabe von Stipendien von bis zu 6 Monaten soll umfangreiche Arbeits- und Recherchevorhaben von Künstler*innen sowie anderen Akteur*innen der freien Musikszenen unterstützen. Je nach Ausrichtung und Umfang des Arbeitsvorhabens werden Stipendien von 1.500 € / Monat für zwei bis sechs Monate an professionelle Akteur*innen der freien Musikszenen vergeben. Im Pilotjahr 2020 erfolgt die Vergabe über eine vom IFM e.V. in Abstimmung mit der Kulturverwaltung eingesetzte unabhängige Jury (ab 2021 dann auf Grundlage des neuen Musikförderkonzepts der Stadt Köln). Veranstaltungen, Symposien und innovative Formate zu szenerelevanten Themen Um den IFM e.V. über seine Funktion einer lokalen Szenevertretung hinaus zu einer Schnittstelle des überregionalen Austausches der freien Musikszenen aus anderen Städten und Regionen, zu einem Katalysator für innovative kulturpolitische Prozesse und einem Think Tank für gesellschaftsrelevante musikpolitische Themen zu entwickeln ist ein Teil der neuen Strukturmittel zur Ermöglichung eigener Gesprächs- und Veranstaltungsformate zu szenerelevanten Themen eingeplant. Wichtige aktuelle Themen sind dabei u.a. • die Entwicklung neuer Strukturen in den freien Musikszenen in Europa (Produktionszentren, Agenturen, Arbeitsräume, Residenzprogramme) • der Austausch mit Förderpolitik (Politik, Förderer, Stiftungen) und Institutionen • die Umstrukturierung der Fördersysteme, um der zunehmenden Verschiebung zu transdisziplinären Arbeitsweisen und der Durchlässigkeit zwischen den Genres besser gerecht zu werden • die strukturelle Reflexion und Weiterentwicklung der Kulturförderung unter den Gesichtspunkten Ökologie, Nachhaltigkeit, Diversität kultureller Wertesysteme • die Auseinandersetzung mit der fortschreitenden Prekarisierung der Arbeitsbedingungen der Akteur*innen der freien Musikszene • innovative Konzepte für offene Kultur- und Kreativräume in Städten, Stadtteilen und Metropolregionen (Probe- und Veranstaltungsräume, kulturelle Bildung) • die Aktualisierung oder Entwicklung von Förder- und Festivalkonzepten in allen Teilszenen • die Entwicklung transparenter und demokratischer Entscheidungsprozesse, Selbstverwaltungs- und Partizipationsstrukturen im Austausch mit anderen Kultursparten Köln, den 10. Februar 2020 IFM e.V. | Initiative Freie Musik in Köln Vorstand: Thomas Gläßer - Susanne Regel - Georg Dietzler
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0468/2020
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 02.03.2020
- Erstellt
- 11.02.2020 13:04