Planung verkehrlicher Maßnahmen zur Schulwegsicherung im Zusammenhang der Schulerweiterung Brüder-Grimm-Schule in Sürth
Beschlussvorlage Bezirksvertretung 2178/2021 vom 03.12.2021
Stand: Am 06.12.2021 in der Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) geändert beschlossen.
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Anlage 2 - Lageplan
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Alternative: Planung eines Kreisverkehrs Vorhandene Fahrbahnanrampung als FGÜ Schwimmbus und Kurzzeitstellplätze Haltelinie rechter Fahrspur vorsetzen -
Anlage 3 - Erläuterung zum Ortstermin 15.09.2021
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Anlage 3 Planung verkehrlicher Maßnahmen zur Schulwegsicherung im Zusammenhang der Schulerweiterung Brüder-Grimm-Schule in Sürth Vorlagen-Nr.: 2178/2021 Erläuterung zum durchgeführten Ortstermin Am 15.09.2021 fand ein Ortstermin mit Vertreter*innen der Bezirksvertretung Rodenkirchen, der Schulleiterin der Brüder-Grimm-Schule, Vertreter*innen der Elternpflegschaft und der Fachverwaltung statt, um die vorgeschlagenen Maßnahmen der Beschlussvorlage und mögliche weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zu erörtern. Im Anschluss wurden alle Maßnahmen durch die Verwaltung mit den einzubindenden Dienststellen mit folgendem Ergebnis zur Umsetzbarkeit geprüft: A. Realisierbare Maßnahmen: 1. Verlängerung der Mittelmarkierung auf der Kölnstraße nördlich des signalisierten Knotenpunktes Kölnstraße/Sürther Hauptstraße, um die Unzulässigkeit eines Wendemanövers zu verdeutlichen. 2. Ausweitung des Haltverbots in Schulnähe, um das Halten im Schulnahbereich zu unterbinden. Diese beiden Maßnahmen könnten zusätzlich als Ergänzung zum Beschlussvorschlag zur Abstimmung eingebracht werden. B. nicht umsetzbare Maßnahmen: 1. Das Versetzen der vorhandenen Poller zur Abgrenzung des Lehrerparkplatzes an die Gehwegvorderkante ist nicht anordnungsfähig, da der vorhandene bereits sehr schmale Gehweg zu stark eingeengt wird. 2. Die Einrichtung einer temporär geltenden Einbahnstraße zu Zeiten des Schulbeginns wird aus Gründen der Verkehrssicherheit als kritisch erachtet, da es keine geeignete und sichere Wendemöglichkeit für Fahrzeuge in entgegengesetzter Fahrtrichtung der Einbahnstraße gibt. Durch Einrichtung einer Einbahnstraße wird eine nicht vertretbare Verlagerung von Verkehren in den umliegenden Straßen erzeugt und die Erschließungsfunktion der Kölnstraße für den Stadtteil Sürth aus Richtung Autobahnanschluss maßgeblich beeinträchtigt. Folgende Maßnahmen aus der Beschlussvorlage behalten ihre Gültigkeit: 1. Gestaltung der Fahrbahnanrampung Kölnstraße (Höhe Schuleingangsbereich) als Fußgängerüberweg und Einrichtung einer Schulbushaltestelle auf der Kölnstraße auf der rechten Fahrspur vor dem Knotenpunkt Kölnstraße/Sürther Hauptstraße als laufendes Geschäft der Verwaltung. 2. Planungsbeschluss zur Planung eines Kreisverkehrs für den Knotenpunkt Kölnstraße/Grüner Weg (Zusatz zur Beschlussalternative). -
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle III/66/661/3 661/3 Vorlagen-Nummer 2178/2021 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Planung verkehrlicher Maßnahmen zur Schulwegsicherung im Zusammenhang der Schulerweiterung Brüder-Grimm-Schule in Sürth Beschlussorgan Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Rodenkirchen beauftragt die Verwaltung, zur sicheren Schulwegerschließung die dargestellten verkehrlichen Maßnahmen zum Schulstandort Sürther Hauptstraße/Kölnstraße zu planen: - vorhandene Fahrbahnanrampung Kölnstraße (Höhe Schuleingangsbereich) als FGÜ gestal- ten; - Einrichtung Schulbushaltestelle und Hol- und Bringstellplätze auf Kölnstraße auf rechter Fahr- spur vor Knotenpunkt Kölnstraße/Sürther Hauptstraße und Versetzung der Haltelinie. Beschlussalternative: Die Bezirksvertretung Rodenkirchen beauftragt die Verwaltung, zur sicheren Schulwegerschließung die dargestellten verkehrlichen Maßnahmen zum Schulstandort Sürther Hauptstraße/Kölnstraße zu planen: - vorhandene Fahrbahnanrampung Kölnstraße (Höhe Schuleingangsbereich) als FGÜ gestal- ten; - für den Knotenpunkt Kölnstraße/Grüner Weg soll ein Kreisverkehr geplant und anschließend ein Baubeschluss vorgelegt werden; - Einrichtung Schulbushaltestelle und Hol- und Bringstellplätze auf Kölnstraße auf rechter Fahr- spur vor Knotenpunkt Kölnstraße/Sürther Hauptstraße und Versetzung der Haltelinie. Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 14.06.2021 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Am Schulstandort Sürther Hauptstraße/Kölnstraße wird die vorhandene Grundschule Brüder-Grimm- Schule in Containerbauweise erweitert. Die Schülerzahl erhöht sich von 400 auf 500. Die Erschlie- ßung des Schulgrundstücks bleibt unverändert. Die voraussichtliche Inbetriebnahme der Erweiterung ist für das dritte Quartal 2021 vorgesehen. In Höhe des Schuleingangs auf der Kölnstraße befindet sich eine Fahrbahnanrampung, die als Que- rungsmöglichkeit genutzt wird. Am signalisierten Knotenpunkt Kölnstraße/Sürther Hauptstraße befin- det sich eine gesicherte Querungsmöglichkeit für Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen der Schulerweiterung wurde ein Verkehrsgutachten erstellt. Dabei sind verschiedene verkehrliche Maßnahmen für eine sichere Schulerschließung erarbeitet worden. Darüber hinaus hat die Verwaltung auf Grundlage des Verkehrsgutachtens weitere eigene Überlegungen für verkehrliche Maßnahmen ausgearbeitet und geprüft. Verkehrliche Maßnahmen zur Schulwegsicherung: Für eine sichere Erreichbarkeit des Schulgrundstücks ist die Fahrbahnanrampung an der Kölnstraße in Höhe des Schuleingangs mittels Markierung und Beschilderung als ein Fußgängerüberweg zu er- tüchtigen (vgl. Anlage 1, Verkehrsgutachten erstellt von Verkehrskonzept, Fassung vom 20.12.2019, S. 16 f.). Da auf dem schuleigenen Grundstück der Schwimmbusverkehr sowie Hol- und Bringverkehr nicht abgewickelt werden kann, sind eine Schwimmbushaltestelle und Kurzzeitstellplätze auf der rechten Fahrspur der Kölnstraße vor dem Kreuzungsbereich Kölnstraße/Sürther Hauptstraße einzurichten (vgl. Anlage 2, Lageplan). Dabei ist die Haltelinie dieser Spur soweit wie möglich in Richtung Einmün- dung vorzuziehen, damit eine größere Aufstellfläche für Fahrzeuge entsteht. Vorschlag in der Beschlussalternative: Zusätzlich zu den aus dem Verkehrsgutachten zur Erweiterung der Grundschule resultierenden Maß- nahmen hat die Verwaltung Defizite der Querbarkeit im Bereich der Einmündung des Grünen Wegs in die Kölnstraße identifiziert. Daher schlägt die Verwaltung unabhängig von der Schulerweiterung als zusätzliche Maßnahme die Planung eines Kreisverkehrs an dem Knotenpunkt vor. Dieser könnte dort die Verkehrssicherheit erhöhen und die Übersichtlichkeit der Verkehrsführung verbessern (vgl. Anla- ge 2: Lageplan). Allerdings ist die Kreisverkehrsanlage keinesfalls mit Inbetriebnahme der Schuler- weiterung realisierbar. Dringlichkeitsbegründung: Aufgrund notwendiger umfangreicher Abstimmungen bzgl. der verkehrlichen Maßnahmen konnte die Beschlussvorlage erst zum jetzigen Zeitpunkt erstellt werden. Ein kurzfristiger Beschluss ist notwen- 3 dig, damit die Planung und Umsetzung der Maßnahmen kurzfristig erfolgen können, um eine sichere Schulwegerschließung gewähren zu können. Anlagen Anlage 1 – Verkehrsgutachten Anlage 2 – Lageplan -
Anlage 1 - Verkehrsgutachten
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Stadtverwaltung Köln Gebäudewirtschaft Ottoplatz 1 50679 Köln Verkehrsgutachten Erweiterung der Brüder-Grimm-Schule in Köln-Sürth Bericht 20. Dezember 2019 Bearbeitung: Kasinostraße 63 52066 Aachen fon: 0241 . 980 93 998 fax: 0241 . 980 95 470 info@verkehrskonzept.de Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 2 1 Aufgabenstellung und Vorgehensweise ........................................................... 3 2 Analyse ...................................................................................................... 4 2.1 Lage im Netz ............................................................................................... 4 2.2 Unfalldatenauswertung ................................................................................. 6 2.1 Lehrerparken .............................................................................................. 7 2.2 Heutiger Bring- und Abholverkehr .................................................................. 7 2.2.1 Bringverkehr ............................................................................................... 8 2.2.2 Abholverkehr ............................................................................................. 10 2.2.3 Weitere Verkehrsbeobachtungen .................................................................. 12 2.3 Fußgänger- und Fahrradverkehr ................................................................... 13 3 Konzept .................................................................................................... 16 3.1 Fußgänger- und Radverkehr ........................................................................ 16 3.2 Lehrerparken ............................................................................................ 17 3.3 Abwicklung Bring- und Abholverkehr ............................................................ 18 3.3.1 Grundsätzliche Bemerkungen ...................................................................... 18 3.3.2 Variante 1: Nutzung des Parkplatzes der Sparkasse ...................................... 19 3.3.3 Variante 2: Erweiterung des Lehrerparkplatzes ............................................. 21 3.3.4 Variante 3: Einrichtung eines Haltestreifens zu Lasten des rechten Fahrstreifens auf der Kölnstraße ..................................................................................... 22 3.3.5 Bewertung der Varianten ............................................................................ 23 3.4 Fahrrad- und Rollerparken .......................................................................... 24 3.5 Ver- und Entsorgung .................................................................................. 24 3.6 Schwimmbus ............................................................................................. 24 3.7 Auswirkungen auf die Verkehrsqualität an den Knotenpunkten ........................ 25 4 Zusammenfassung und Fazit ....................................................................... 25 Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 3 1 Aufgabenstellung und Vorgehensweise Die Stadt Köln plant die Brüder-Grimm-Grundschule in Köln -Sürth um acht Klassenräume in Containerbauweise zu erweitern. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler wird damit von 400 auf 500 steigen. Diese Erweiterung ist für min - destens 10 Jahre vorgesehen. Die Brüder-Grimm-Schule liegt an der Sürther Hauptstraße. Der Haupteingang der Schule befindet sich in der Köln straße, ein Nebeneingang in der Sürther Hauptstraße. Die Schule verfügt heute über 20 Lehrerstellplätze auf schul - eigenem Grundstück. Bild 1 Lageplan der Erweiterung Das Verkehrsgutachten soll zeigen, mit welchen verkehrlich en Auswirkungen auf das umgebende Verkehrsstraßennetz zu rechnen ist und darüber hinaus Vo r- schläge für eine sichere und einem Schulstandort angemessene Erschließung formulieren. Dabei sind die Belange aller für den Grundschulverkehr wichtigen Verkehrsträger zu berücksichtigen: Fuß, Rad und Kfz -Verkehr (Bringen/Abholen, Inklusion, Schwimmbusbetrieb). Für erwartbare Erschließungsdefizite und S i- cherheitskonflikte werden Lösungsvorschläge erarbeitet, sofern erforderlich in Varianten. Die Nutzung öffentlicher Ve rkehrsmittel wird prinzipiell mitbetrachtet, besitzt allerdings für die Erreichbarkeit von Grundschulen erfahrungsgemäß nur eine untergeordnete Bedeutung. Obwohl die Schule an diesem Standort schon länger besteht, erscheint es sin n- voll, im Zusammenhang mi t der verkehrlichen Betrachtung der Auswirkungen, die sich durch die Erweiterung ergeben, auch die bestehende verkehrliche Situ a- Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 4 tion im Schulumfeld vor allem auf Sicherheitsaspekte für den Schülerverkehr zu überprüfen. Zur Ermittlung des zukünftigen Bring - und Holverkehrs werden die derzeitigen Hol- und Bringverkehre erhoben und können für die Prognose entsprechend hochgerechnet werden. Darüber hinaus werden Verkehrsbeobachtungen durc h- geführt, um bestehende Probleme im Schulverkehr zu erfassen und bei der Pla- nung berücksichtigen zu können. 2 Analyse 2.1 Lage im Netz Die Brüder-Grimm-Schule befindet sich im östlichen Teil von Sürth. Sie hat den Haupteingang zur Kölnstraße und einen Nebeneingang zur Sürther Hauptstraße. Westlich liegt das eher dörfliche Sürth, ö stlich ein Gewerbegebiet. Nordwestlich schließt sich neue mehrgeschossige Wohnbebauung an. Bild 2: Lage im Netz Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 5 Auf nahezu allen Straßen des Untersuchungsgebiets gilt Tempo 30. Auf der Sürther Hauptstraße, der Kölnstraße, der Bahnhofstraße, der Falderstra ße (Rich- tung Norden, Richtung Süden fehlt das Schild) und der Bergstraße ist eine Stre- ckengeschwindigkeitsbegrenzung angeordnet, sie haben Vorrang vor den Neben- straßen. Die Straßen südlich der Sürther Hauptstraße und der Grüne Weg liegen in Tempo 30-Zonen. Bezeichnend für den Stadtteil Sürth ist ein dichtes Netz an separaten Fuß- und Radwegen. Dort wo diese die Kölnstraße kreuzen sind in mehreren Fällen Fu ß- gängerüberwege eingerichtet. In Höhe des Schuleingangs gibt es eine Aufpfla s- terung der Fahrbahn in der Kölnstraße. Bild 3: Fußgängerüberweg in der Kölnstraße Bild 4: Aufpflasterung in der Kölnstraße am Sch ul- eingang Auf der Sürther Hauptstraße sichert in Höhe des Schuleingangs ein Fußgänge r- überweg die Fahrbahnüberquerung. Zwischen dem Grünen Weg und der Aufpflasterung gibt es an der Kölnstraße nur einseitig auf der Ostseite einen Gehweg. Die Gehwege sind an der Kölnstraße und der Sürther Hauptstraße mit einer nutzbaren Breite von 1,50 m zu schmal. Bilder 5 und 6: Schmale Gehwege in der Kölnstraße (links) und der Sürther Hauptstraße (rechts) An der Kölnstraße ist von der Kreuzung mit der Sürther Haup tstraße bis nördlich des Schuleingangs beidseitig ein absolutes Haltverbot eingerichtet. Auf der Wes t- seite ist dies auf die Zeit von 7 bis 17 Uhr beschränkt. Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 6 2.2 Unfalldatenauswertung Ausgewertet wurden die polizeilichen Unfalldaten von Januar 2017 bis August 2018. Insgesamt geschahen in d ieser Zeit a uf der Kölnstraße und der Sürther Hauptstraße 16 Unfälle mit Personenschäden. Bei sieben der Unfälle waren Ra d- fahrer beteiligt, bei dreien Kinder und Jugendliche. 2018 wurde ein Schulkind vor der Schule angefahren (Unfallursache: Falsches Verhalten gegenüber Fußgängern an anderen Stellen). Ebenfalls 2018 wurden zwei Radfahrer auf der Kölnstraße zwischen H. -Erpen- bach-Straße und Grünem Weg durch in den fließenden Verkehr einfahrende Kraftfahrzeuge verletzt. Tabelle 1: Verkehrsunfälle 2017 bis 2019 Köln- straße/ Am Feldrain Kölnstraße Sürther Hauptstraße Sürther Haupt- straße/ Köln- straße Am Feldrain bis H.- Erpen- bach- Straße H.- Erpen- bach- Straße bis Grüner Weg Grüner Weg bis Sürther Haupt- straße Berg- straße bis Falder- straße Falder- straße bis Bahn- hofstra- ße Bahn- hofstra- ße bis Köln- straße Köln- straße bis E.- Volland- Straße 2017 Kategorie 1-4 2 0 1 0 0 0 0 0 1 Kategorie 1-3 2 0 1 0 0 0 0 0 1 mit Beteiligung Fußgänger 0 0 0 0 0 0 0 0 0 mit Beteiligung Radfahrer 1 0 0 0 0 0 0 0 0 mit Beteiligung Kinder/ Jugendliche 1 0 0 0 0 0 0 0 0 2018 Kategorie 1-4 2 2 3 1 1 1 0 1 0 Kategorie 1-3 2 2 3 1 0 1 0 1 0 mit Beteiligung Fußgänger 0 0 1 0 0 0 0 0 mit Beteiligung Radfahrer 0 2 3 0 0 0 0 0 mit Beteiligung Kinder/ Jugendliche 0 1 0 1 0 0 0 0 0 2019 bis August Kategorie 1-4 0 0 0 0 1 0 Kategorie 1-3 0 0 0 0 1 0 mit Beteiligung Fußgänger 0 0 0 0 0 0 0 0 0 mit Beteiligung Radfahrer 0 0 0 0 1 0 mit Beteiligung Kinder/ Jugendliche 0 0 0 0 0 0 Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 7 2.1 Lehrerparken Die Brüder -Grimm-Schule besitzt derzeit zwei Lehrerparkplätze. Jeder umfasst 10 Stellplätze. Ein Lehrerparkplatz liegt an der Kölnstraße, dieser wird auch vom Bring- und Abholverkehr genutzt. Der zweite Lehrerparkplatz liegt an der Sürther Hauptstraße. Bilder 7 und 8: Lehrerparkplätze an der Kölnstraße (links) und der Sürther Hauptstraße (rechts) An den Beobachtungstagen war der Lehrerparkplatz an der Kölnstraße vormi t- tags meist voll belegt, an der Sürther Hauptstraße war der größte Teil der Stel l- plätze frei. Im Laufe des Nachmittags leeren sich die Lehrerparkplätze. Am 24. September parkten um 14:30 Uhr noch drei Fahrzeuge auf dem Lehrerparkplatz an der Kölnstraße. Am 29.10. wurde Lehrpersonal beobachtet, dass, obwohl auf beiden Lehrerpar k- plätzen zu diesem Zeitpunkt noch Stellplätze frei waren, entlang der Kölnstraße vor dem Zaun (siehe Bild 11, blau markierter Bereich) parkte. 2.2 Heutiger Bring- und Abholverkehr Die Brüder-Grimm-Schule hat zwei Schuleingänge: An der Kölnstraße und an der Sürther Hauptstraße. Der Schuleingang an der Sürther Hauptstraße spielt eine deutlich untergeordnete Rolle. Der Bring - und Abholverkehr spielt sich nahezu ausschließlich am Eingang Kölnstraße ab. Am 24 . September 2019 erfolgte eine Beobachtung des Bring - und eine Erh e- bung des Abholverkehrs an der Brüder -Grimm-Schule, sowie am 30. Oktober 2019 eine Erhebung des Bringverkehrs. Von Seiten der Schule ist für die Abwicklung des Bring - und Abholverkehrs der Lehrerparkplatz an der Kölnstraße vorgesehen. Bilder 9 und 10: Lehrerparkplatz an der Kölnstraße Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 8 Bild 11: Bereiche, in denen sich der Bring- und Abholverkehr abspielt (siehe Bilder 12 und 17,18) 2.2.1 Bringverkehr Die Brüder-Grimm-Schule beginnt um 8:00 Uhr mit dem Unterricht. Der weitaus überwiegende Teil der Schülerinnen und Schüler kommt zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad. Ein großer Teil dieser Kinder kommt unbegleitet von erwachsenen Personen. Der weitaus größte Teil erreicht die Schule zwischen 7:45 und 8:00 Uhr. Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 9 Am 30. Oktober 2019 wurden im unmittelbaren Schulumfeld (siehe Bild 11) 27 bringende Kraftfahrzeuge beobachtet, maximal waren 8 Fahrzeuge gleichzei- tig anwesend (7:57 bis 7:59 Uhr). Bild 12: morgendlicher Bringverkehr an der Brüder-Grimm-Schule um 8 Uhr am 30.10.2019 Auffällig ist, dass alle vor 7:55 Uhr eintreffenden Fahrzeuge die Kinder an legalen Stellen aus dem Auto aussteigen ließen. Bis dahin lief das Bringen mit dem Kfz in einem geordneten Rahmen ab. Eltern, die erst ganz k urz vor acht Uhr eintrafen , hielten jedoch verstärkt im absoluten Haltverbot halb auf dem Gehweg unmittel- bar vor der Schule. Es wurde dabei nicht nach einem legalen Angebot Ausschau gehalten, sondern direkt regelwidrig angehalten. Dabei wurden auch Fahrzeu ge wiedererkannt, die am 24. September beim Abholen ebenfalls an dieser Stelle geparkt hatten. Am 24. September wurden auch einige Eltern beobachtet, die den Parkplatz der Sparkasse an der Sürther Hauptstraße nutzten, um ihre Kind dort aussteigen zu lassen. Dort waren zu dieser Zeit 18 Stellplätze frei. Bilder 13 und 14: morgendlicher Bringverkehr auf dem Lehrerparkplatz Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 10 Bild 15: Bringverkehr zu Fuß und mit dem Fahrrad Bild 16: Behindernder Bringverkehr im absoluten Haltverbot 2.2.2 Abholverkehr Die stärk ste genutzte Abholzeit lag um 15 Uhr. Hier kamen insgesamt 23 Elternfahrzeuge an. Zwischen 15:02 und 15:04 Uhr waren 16 Fahrzeuge gleichzeitig anwesend. Sieben Fahrzeuge davon parkten auf dem Lehrerparkplatz, zwei legal am Straßenrand der Kölnstraße, die übrigen sieben Fahrzeuge standen im absoluten Haltverbot, entweder auf der Schulseite unmittelbar südlich des Schuleingangs ( drei Fahrzeuge), vor dem Zaun/Hecke gegenüber der Schule (drei Fahrzeuge) oder unmittelbar südlich der Einengung auf der westlichen Straßenseite (ein Fahrzeug). Insgesamt parkten von den insgesamt 23 Fahrzeugen elf an legalen Standorten und zwölf im absoluten Haltverbot. Auf den legalen Stellplätzen waren die Stand- zeiten deutlich länger als im Haltverbot, aber auch dort gab es Standzei ten von über einer Viertelstunde. Auf dem Lehrerparkplatz an der Kölnstraße waren drei Stellplätze (noch von Lehrpersonal?) belegt, somit standen sieben Stellplätze für den Abholverkehr zur Verfügung. Auf dem Parkplatz der Stadtsparkasse an der Sürther Hau ptstraße waren wä h- rend dieser Zeit 15 Stellplätze frei. Um 16 Uhr wurden deutlich weniger Kinder abgeholt. Insgesamt waren es 9 abholende Fahrzeuge. Maximal fünf Fahrzeuge waren gleichzeitig anwesend (16:00 Uhr). Zwei davon parkten im absoluten Haltverbot unmittelbar südlich des Schuleingangs. Ein Fahrzeug kam aus Richtung Sürther Hauptstraße, wend e- te über den Lehrerparkplatz, um sich dann gegen die Fahrtrichtung halb auf dem Gehweg in das absolute Haltverbot auf der Schulseite zu stellen. Nachdem das Kind eingestiegen war, wendete das Fahrzeug erneut und fuhr über die Kölnstra- ße nach Norden davon. Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 11 Bild 17: nachmittäglicher Abholverkehr an der OGS der Brüder-Grimm-Schule um 15 Uhr am 24.09.2019 Bild 18: nachmittäglicher Abholverkehr an der OGS der Brüder-Grimm-Schule um 16 Uhr am 24.09.2019 Besonders problematisch sind die im absoluten Haltverbot auf der Ostseite (Schulseite) halb auf dem Gehweg parkenden Fahrzeuge des Bring - und Abhol- verkehrs. Sie behindern und gefährden zu Fuß, mit dem Roller oder Fah rrad kommende Schulkinder erheblich. Bilder 19 und 20: Abholer im absoluten Haltverbot auf der Ost- (links) und Westseite (rechts) Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 12 2.2.3 Weitere Verkehrsbeobachtungen Der weitaus stärkste Strom der Kinder, die zu Fuß, mit dem Roller und dem Fahr- rad kommen, kommt über den Fußweg von der Bahnhofstraße, der in Höhe der Aufpflasterung am Schuleingang auf die Kölnstraße mündet. Die Aufpflasterung wird in der Regel von den Autofahrern wie ein Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) interpretiert: Sie gewähren den Fußgänge rn, Rollerfahrern und Radfahrern Vo r- rang. Dadurch kam es vor Schulbeginn um kurz vor acht einmal kurzfristig zu e i- nem Rückstau, der bis zur Lichtsignalanlage an der Sürther Hauptstraße reichte. Der Knotenpunkt Sürther Hauptstraße/Kölnstraße war während der gesamten Beobachtungszeit uneingeschränkt leistungsfähig. Es wurden keine nennenswe r- ten Rückstaus festgestellt. Der Abschnitt der Kölnstraße zwischen Schuleingang und Grünem Weg wird in der Regel nur einstreifig befahren. Die zwischen den am Zaun parkende n Fahr- zeugen und dem Gehweg auf der Ostseite verbleibende Fahrbahnbreite reicht für eine akzeptierte Pkw/Pkw-Begegnung nicht aus. Außerhalb der Zeiten des Schulbeginns wurden auch Verkehr durch große Lkw und Lastzüge auf der Kölnstraße beobachtet. Die Kö lnstraße ist im Lkw - Führungskonzept der Stadt Köln als Erschließungsstraße für Gewerbegebiete dargestellt. Bilder 21 und 22: Lkw-Verkehr auf der Kölnstraße Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 13 2.3 Fußgänger- und Fahrradverkehr Bild 23 zeigt die zu bestehenden Schulwegrouten zu Fuß, mit dem Ro ller oder mit dem Fahrrad. Grundschüler, die mit dem Rad zur Schule kommen , müssen bzw. dürfen auf dem Gehweg fahren. Insofern sind die Anforderungen an die In- frastruktur w eitgehend die gleichen: Es werden ausreichende breite Gehwege und sichere Querungsstellen benötigt. Bild 23: Fußwegrouten zum Schulstandort mit Problemstellen Aufgrund der beengten straßenräumlichen Situation liegt in den meisten Str a- ßenabschnitten die Gehwegbreite unter dem wünsche nswerten Maß von 2,50 m Breite. Problemstelle 1: Querung Bahnhofstraße Dort, wo der Fußweg von der Kölnstraße auf die Bahnhofstraße mündet, übe r- queren viele Schulkinder die Bahnhofstraße. Hier ist heute auf dem Gehweg ein Warnsymbol für querende Fußgänger aufgebracht (Bild 24). Der Kfz-Verkehr wird mit Zeichen 136 StVO „Kinder“ auf die Situation hingewiesen (Bild 25). Trotzdem bleibt die Querung problematisch. Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 14 Bilder 24 und 25: Querungsstelle an der Bahnhofstraße Problemstelle 2: Engstelle im Gehweg an der Kölnstraße nördlich des Grünen Wegs Zwischen dem südlichsten Fußgängerüberweg über die Kölnstraße und dem Gr ü- nen Weg wird der Gehweg auf der Ostseite durch zwei Bäume massiv eing e- schränkt (siehe Bilder 26 und 27). Diese Engstelle müssen alle Schulkinder pa s- sieren, die aus den nördlichen Bereichen kommen, da es weiter südlich auf der Westseite keinen Gehweg mehr gibt und sie den letzten Fußgängerüberweg zur Fahrbahnüberquerung der Kölnstraße nutzen müssen. Bilder 26 und 27: Engstelle im Gehweg der Kölner Straße nördlich des Grünen Wegs Problemstelle 3: Parkende Fahrzeuge während des Schulbeginns und – ende an der Kölnstraße im Schuleingangsbereich Vor Schulbeginn und bei Schulende halten und parken bringende Eltern mit ihren Fahrzeugen auf dem ohnehin schon schmalen Gehweg südlich des Schuleingangs an der Kö lnstraße. Zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad kommenden Ki n- dern bleibt unzureichender Raum (siehe Bilder 28 und 29). Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 15 Bilder 28 und 29: Engstelle im Gehweg der Kölner Straße nördlich des Grünen Wegs Problemstelle 4: Fahrbahnanrampung vor dem Schulei ngang an der Kölnstraße An dieser Stelle kreuzt die wichtigste Schulwegroute. Die Aufpflasterung wird b e- reits heute von dem deutlich überwiegenden Teil der Kraftfahrer wie ein Fußgä n- gerüberweg beachtet. Rechtlich gesehen ist es an der Stelle aber kein Fuß gän- gerüberweg. Bild 30: Fahrbahnanrampung an der Kölner Straße Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 16 3 Konzept 3.1 Fußgänger- und Radverkehr Zur Sicherung des Fußgänger - und Radverkehrs zu r Brüder-Grimm-Schule soll- ten die folgenden dargestellten Maßnahmen ergriffen werden. Die Schule besteht seit längerer Zeit. Die fußläufigen Schulwege werden bereits ebenso lange zurückgelegt. Besonders an den Engstellen auf den Gehwegen h a- ben sich die Kinder daran gewöhnt und gelangen „irgendwie“ hindurch. Für (be- gleitende) Eltern mit Kinderwagen , Rollstuhlfahrer oder ältere Leute mit Rollator stellen diese aber erhebliche Hindernisse dar. Auch ist ein zu zweit nebeneina n- der Gehen bzw. das Mitführen eines Rollers oder Fahrrad ohne auf die Fahrbahn auszuweichen nahezu unmöglich. Unnötige Einschränkungen auf de n mei st schmalen Gehwegen durch haltende oder parkende Fahrzeuge sollten deshalb unbedingt vermieden werden. Hier sollte eine verstärkte Überwachung erfolgen. Dabei kann stufenweise vorgegangen werden: Zunächst werden Ermahnungen ausgesprochen und an regelgerec htes Verhalten appelliert, nach einiger Zeit g e- bührenpflichtige Verwarnungen ausgesprochen. Für die Querungstelle an der Bahnhofstraße ( Problemstelle 1 ) wird die Anlage eines Fußgängerüberweges vorgeschlagen. Er sollte so angelegt werden, dass die erforderliche Sicht1 auf wartende Fußgänger (30 m) ebenso eingehalten wird wie die Sicht auf den Fußgängerüberweg (50 m). An der Engstelle im Gehweg an der Kölnstraße nördlich des Grünen Wegs ( Prob- lemstelle 2 ) wäre eine Erweiterung des Gehwegs nur durch eine einst reifige Engstelle für den Kfz -Verkehr möglich, die aber an dieser Stelle aus mehreren Gründen nicht empfohlen werden kann: die Nähe zum vorhandenen Fußgänge r- überweg, die sich südlich anschließenden erneute Einstreifigkeit durch das Pa r- ken vor dem Zaun, der vorhandene Lkw-Verkehr. Deshalb wird vorgeschlagen , unmittelbar nördlich der Einmündung des Grünen Wegs, dort wo der Gehweg auf der westlichen Seite der Kölnstraße endet , einen weiteren Fußgängerüberweg anzulegen. Dieser läge zwar „nur“ 70 m südlich des vorhanden Überwegs, würde aber allen Fußgängern, die aus dem nordwestlichen Bereich kommen, die Möglichkeit eröffnen, die Engstelle zu umgeh en. Neben den Schulkindern sind auch die Wege von bzw. zu den Kindertagesstätten am Grünen Weg, der Sürther Hauptstraße und an der Kölnstraße betroffen. An der Kölnstraße im erweiterten Schuleingangsbereich (Problemstelle 3) sollte der Gehweg gegen ein Befahren und Beparken durch Gitter geschützt werden. Gitter haben zudem den Vorteil, dass auch auf der Fahrbahn daneben nicht ge- halten wird, um die Kinder aussteigen zu lassen. Um die lichte Breite des Gehwegs so groß wie möglich zu halten, wird vorg e- schlagen die Gitter und evtl. Poller direkt neben dem Bordstein zu montieren. Der notwendige Sicherheitsraum zu den Fahrzeug en könnte durch Fahrbahnb e- grenzungslinien auf der Straße markiert werden. Die Fahrbahnanrampung auf der Kölnstraße (Problemstelle 4 ) sollte zusätzlich mit einem Fußgängerüberweg ausgestattet werden, hier kreuzt die wichtigste Schulwegroute. Die Aufpflasterung wird bereits heute von dem deutlich überwi e- 1 Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen (R -FGÜ 2001) des Bunde s- ministeriums für Verkehr Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 17 genden Teil der Kraftfahrer wie ein Fußgängerüberweg beachtet. Mit der Anlage eines Fußgängerüberweges, Zeichen 350 StVO würde dem tatsächlichen Ve r- halten auch rechtlich eindeutig entsprochen. Bild 31: Konzept für den unmittelbaren Schuleingangsbereich 3.2 Lehrerparken Nach der Richtzahlenliste der Stadt Köln werden für eine dreizügige Grundschule mit 500 Schülern 17 Stellplätze benötigt. Dabei ist eine eventuelle Minderung wegen einer guten ÖPNV-Anbindung noch nicht berücksichtigt. Mit den 20 best e- henden Lehrerstellplätzen sind damit ausreichend Stellplätze für das Lehrpers o- nal auch nach der Erweiterung vorhanden. Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 18 3.3 Abwicklung Bring- und Abholverkehr Der Einzugsbereich der Brüder-Grimm-Schule wird mit der Erwei terung unverän- dert bleiben. Die Schülerzahl wird durch die Erweiterung von 400 auf 500 steigen. Dement- sprechend ist auch von einer Steigerung um 25% beim Bring- und Abholverkehr auszugehen. Damit wird in Zukunft mit einem morgendlichen Bringverkehr von etwa 34 Pkw zu rechnen sein. Maximal 10 Pkw werden gleichzeitig anwesend sein. Nachmittags verteilt sich der Abholverkehr auf mehrere Abholzeiten , die maxi- male Stellplatznachfrage wird bei etwa 20 Pkw um 15 Uhr und damit doppelt so hoch wie der morgendliche Bedarf liegen. Der morgendliche Bringverkehr verläuft heute bis auf die letzten fünf Minuten vor Schulbeginn in geordnetem Rahmen. Probleme treten dann durch die kurz vor Schulbeginn eintreffenden Fahrzeuge auf, die gezielt den unmittelbaren Schuleingangsbereich ansteuern. Diese Fahrzeuge werden nur durch restriktive Maßnahmen, die baulich ein Anhalten oder Aussteigenlassen verhindern, von dieser Praxis abgehalten werden können. In der Praxis sollte deshalb der Ge h- weg auf der Schulseite in den Bereichen, wo keine Einfahrten vorhanden sind, durch Gitter gesichert werden (siehe Bild 31). 3.3.1 Grundsätzliche Bemerkungen Der Bring- und Holverkehr an Schulen und Kindergärten zeigt seit Jahrzehnten eine ständige Zunahme im Pkw -Verkehr. Diese Entwicklung hat vielfältige Ursa- chen: Steigende Pkw -Verfügbarkeit, vermehrte Berufstätigkeit der Eltern, z u- nehmendes Sicherheitsbedürfnis etc. Vor Ort führt die Zunahme des Pkw - Verkehrs verstärkt zu (Sicherheits -)Problemen (siehe Kapitel 2.2). Dies führt wiederum dazu, dass einige Eltern, die ihre Kinder alleine haben gehen lassen, diese dann auch zur Schule bringen, meistens auch mit dem Pkw. Auf der anderen Seite sind bei Kindern und Jugendlichen deutliche Rückgänge in der motorischen Leistungsfähigkeit, zunehmende Unselbstständigk eit und Bewe- gungsmangel festzustellen. Der eigenständige Schulweg zu Fuß, mit dem Roller und dem Fahrrad muss verkehrsplanerisch (und pädagogisch) gefördert werden. Wichtig sind deshalb sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer (siehe Kapitel 3.1). Ein eigenständiger Schulweg ist wichtig für die Entwicklung von Kindern. Er wirkt Bewegungsmangel entgegen, fördert damit die Motorik, er schafft Gelegenheit für kleine Erlebnisse, Gemeinsamkeit mit Freunden, Erfahrungen im Verkehr. Er stärkt damit das Sozialverhalten und die Selbständigkeit. Deshalb sollten auch Eltern, die ihre Kinder wegen der Entfernung zur Schule diese mit dem Kfz bringen „müssen“, die Kinder nach Möglichkeit nicht unmitte l- bar vor der Schule, sondern weiter entfernt, aussteigen lassen, um ihn en zumin- dest einen kurzen eigenständigen Weg zu ermöglichen. Darüber hinaus „entla s- tet“ ein solches Verhalten die unmittelbare Umgebung der Schule von fahrendem und haltendem Kfz -Verkehr und erhöht damit wiederum die Sicherheit und A n- nehmlichkeit für die Zufußgehenden. Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 19 Rein verkehrstechnisch orientierte Lösungen, wie das Zu rverfügungstellen von ausreichenden Park - und Haltemöglichkeiten in unmittelbarer Schulumgebung sind immer vor diesem Hintergrund zu sehen und es darf nicht außer Acht gela s- sen werden, dass ein verbessertes Angebot in der Regel eine erhöhte Nachfrage mit sich bringt. Um effektive und nachhaltige Lösungen zu erreichen, sollte das System Schule miteinbezogen werden mit dem Ziel, eine entsprechende Bewusstseinsbildung in der Schulgemeinschaft zu erreichen -„ Stichwort schulisches Mobilitätsmanag e- ment“. 3.3.2 Variante 1: Nutzung des Parkplatzes der Sparkasse Wie oben beschrieben, wäre es sinnvoll, das Bringen mit Kfz vom Schuleingang weg zu verlagern. Eine in Bezug auf Lage und Kapazität ideale Stelle wäre der Kundenparkplatz der Stadtsparkasse an der Sürther Hauptstraße. Er kann aus al- len Richtungen angefahren und in alle Richtungen wieder verlassen werden. Die Zu- und Ausfahrt sind getrennt voneinander und liegen außerhalb der Haup t- schulwegrouten. Vom Parkplatz aus ist die Schule auf einem etwa 200 m kurzen und bis auf die Querung der Kölnstraße (siehe Kapitel 3.1) autofreien Weg fu ß- läufig zu erreichen. In der Praxis wird der Parkplatz bereits von einigen wenigen Schuleltern und Kindergarteneltern g enutzt. Die Nutzungsbedingungen für den Parkplatz würden das Bringen und Abholen auch heute bereits zulassen. Eine o f- fizielle Empfehlung von Seiten der Schule ist aber nur mit einer Unterstützung der Sparkassen möglich. Es sollten deshalb von der Stadt Köl n Gespräche mit der Sparkassenleitung geführt werden, um ein Einverständnis für eine Nutzung für den Bring- und Abholverkehr zu erlangen. Die, um den gesamten Bedarf des Abholverkehrs zu decken, benötigten 20 Stellplätze sind auf dem Schulgelände nicht unt erzubringen. Auf dem Lehre r- parkplatz können, wie am 26.09. beobachtet , etwa 7 abholende Pkw Platz finden, auf dem Parkplatz der Sparkasse waren zu diesem Zeitpunkt 15 Stellplätze frei. Mit einem entsprechenden Arrangement mit der Sparkasse Köln könnte der ge- samte Bedarf abgedeckt werden. Grundsätzlich bleibt aber der Nachteil bestehen, dass es sich um eine private Fläche handelt. Fremde Nutzungen müssen deshalb mit dem (jeweiligen) Eige n- tümer abgestimmt werden, wobei die Gefahr besteht , dass bei einem Eige ntü- merwechsel andere Interessen verfolgt werden. Langfristig wäre es eine Mö g- lichkeit, dass sich die Stadt Köln um ein Vorkaufsrecht des Grundstückes des Parkplatz bemüht, um die Funktion langfristig zu sichern. Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 20 Bilder 32 bis 34: Kundenparkplatz der Sparkasse an der Sürther Hauptstraße Notwendig für eine verträgliche Abwicklung des Bring - und Abholverkehrs ist ne- ben einer Vereinbarung mit der Sparkasse eine entsprechende Öffentlichkeitsa r- beit durch die Schule. Bild 35: Abwicklung des Bring- und Holverkehrs bei Nutzung des Parkplatzes der Sparkasse Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 21 3.3.3 Variante 2: Erweiterung des Lehrerparkplatzes Theoretisch wäre es denkbar, den Lehrerparkplatz an der Kölnstraße zu erweitern. Durch die Anordnung von Schrägparken beidseitig zu einer Fahrgasse ließen s ich 16 statt der heute 10 Stellplätze unterbringen. Für den Abholverkehr stünden damit etwa 13 Stellplätze – drei sind zur Spitzenabholzeit noch von Lehrpersonal belegt) zur Verfügung. Dies würde nicht ausreichen , den prognostizierten Bedarf von 20 Stellplätzen für den Abholverkehr abzudecken. Bild 36: Mögliche Erweiterung des Lehrerparkplatzes Eine Erweiterung des Parkplatzes hätte einen massiven Eingriff in den vorhand e- nen Baumbestand zur Folge (siehe Bilder 37 und 38). Bilder 37 und 38: Bereich hinter dem Lehrerparkplatz an der Kölnstraße Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 22 3.3.4 Variante 3: Einrichtung eines Haltestreifens zu Lasten des rechten Fahr- streifens auf der Kölnstraße Würde man in der Zufahrt auf die Lichtsignalanlage an der Sürther Hauptstraße in der Kölnstraße auf einen Fahrstre ifen verzichten, könnte man dort einen Ha l- testreifen für insgesamt sieben Pkw anlegen (unter Mitbenutzung der dort vorg e- sehenen Schwimmbushaltestelle). Damit diese Plätze nicht von Dauerparkern belegt werden, wäre die Einrichtung eines eingeschränkten Haltverbots (Zei- chen 286 StVO) erforderlich – wobei dann eigentlich auch der Abholverkehr ve r- kehrsrechtlich nicht möglich wäre, da es sich bei diesem um Parkvorgänge ha n- delt – oder eines Parkens mit einer kurzen Höchstparkdauer (15 bis 30 min), was sich wieder um mit einer Parkscheibenregelung nicht verträgt. Beide Varianten würden zudem eine regelmäßige Überwachung erfordern. Unter Zugrundelegung der Belastungszahlen der städtischen Zählung von Januar 2017 wäre bei Verzicht auf den einen Fahrstreifen in der Köl nstraße am Knoten- punkt in den Spitzenstunden weiterhin eine Verkehrsqualität in Stufe C zu erre i- chen. Der Haltestreifen auf der Westseite der Kölner Straße hätte den Nachteil, dass er ohne Wendemanöver auf der Fahrbahn nur von Norden anzufahren und nur na ch Süden verlassen werden könnte. Diese Variante allein deckt ebenfalls nicht den prognostizierten Bedarf. Bild 39: Haltestreifen bei Verzicht auf einen Fahrstreifen in der Kölnstraße Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 23 3.3.5 Bewertung der Varianten Tabelle 2: Variantenvergleich Variante 1 Sparkassenparkplatz Variante 2 Erweiterung Lehrer- parkplatz Variante 3 Haltestreifen Kölnstra- ße Sicherheit Keine Wendemanöver im Straßenraum Keine Wendemanöver im Straßenraum Wendemanöver auf der Kölnstraße zwi- schen Schuleingang und Lichtsignalanlage wahrscheinlich Überfahren des Geh- wegs zum Lehrerpark- platz notwendig Überfahren des Geh- wegs zum Lehrerpark- platz verstärkt not- wendig Überfahren des Geh- wegs zum Lehrerpark- platz notwendig Angebot auf Schulge- lände (abzüglich par- kende Lehrer) 7 Stellplätze 13 Stellplätze 7 Stellplätze + 7 Stellplätze im Straßenraum Eingriffe in Grün Keine Massive Eingriffe in Baumbestand Keine Leistungsfähigkeit der LSA Sürther Haupt- straße Keine Veränderung, Qualitätsstufe C Keine Veränderung, Qualitätsstufe C Geringe Verringerung, Qualitätsstufe C Aufwand Keine bauliche Verän- derungen Bauliche Erweiterung Lehrerparkplatz Veränderung Markie- rung, Erweiterung Gehweg, Anpassung Signalsteuerung Verbleibender Rest- schulweg 200 m 25 m 25 m Öffentlichkeitsarbeit notwendig notwendig notwendig Überwachung Wünschenswert Wünschenswert erforderlich Die beiden mit Ausbau verbundenen Varianten können die aus der heutigen Sit u- ation hochgerechnete Nachfrage von 20 Stellplätzen nicht decken. Es bleibt ein Rest, der an anderer Stelle abgewickelt werden muss. Hierfür steht außer eve n- tuellen freien Kapazitäten im entfernteren Straßenraum nur der Parkplatz der Sparkasse zur Verfügung. Lediglich eine Kombination aus den Varianten 2 und 3 kö nnte den prognostizie r- ten Bedarf für den Abholverkehr decken. Unberücksichtigt bei der Berechnung ist die Erfahrung, dass e in zusätzliches An- gebot in der Regel auch eine vermehrte Nachfrage nach sich zieht. Diese Nach- frage tritt aber nur über einen sehr begrenzten Zeitraum am Tag auf. Mit den Varianten 2 und 3 wird der Bring - und Holverkehr im unmittelbaren Schulumfeld abgewickelt, der Verkehr wird in den kritischen Bereich „eingeladen“. Die Bedingungen für den nicht motorisierten Schulverkehr werden tenden ziell unsicherer. Aus gutachterlicher Sicht wird empfohlen , neben den flankierenden baulichen Maßnahmen, die in Kapitel 3.1 dargestellt sind , die Variante 1 mit einem begle i- tenden Einstieg in den Prozess des schulischen Mobilitätsmanagement umzuse t- Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 24 zen. Im Rahmen eines schulischen Mobilitätsmanagement sollte, der eigenstä n- dige Schulweg gefördert und die Eltern dazu motiviert werden, sich regel - und umweltgerecht zu verhalten. Zahlreiche Städte in NRW sind in diesem Bereich schön länger aktiv bzw. starten Pilotprojekte. Die Varianten 2 und 3 wären später immer noch realisierbar, wenn irgendwann der Sparkassenparkplatz nicht mehr zur Verfügung stehen sollte. Zu bedenken ist in jedem Falle, dass die Erweiterung als Provisorium für zunächst zehn Jahre vorgesehen ist. 3.4 Fahrrad- und Rollerparken Nach der Richtzahlenliste der Stadt Köln werden für eine dreizügige Grundschule mit 500 Schülern 84 Fahrradabstellplätze benötigt. Die Musterstellplatzsatzung, die von der Arbeitsgemeinschaft der fußgänger - und fahrradfreundlichen Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein -Westfalen (AGFS NRW) entwickelt wurde, sieht für Grundschulen einen Fahrradstellplatz auf 2 bis 4 Schüler/innen vor, was 125 bis 250 Abstellplätzen entsprechen würde. Heute parken die Fahrräder und Roller am Rande des Schulhofs. Die vorhande- nen Vorderradhalter reichen von der Anzahl nicht aus und entsprechen nicht mehr dem Standard für qualitätsvolle und sichere Abstellanlagen. Im Rahmen der Erweiterung wäre eine Ausstattung mit einer ausreichenden A n- zahl von Anlehnbügeln wünschenswert. Bilder 40 und 41: Bestehende unzureichende Abstellanlagen für Fahrräder und Roller 3.5 Ver- und Entsorgung Die Ver- und Entsorgung (Anlieferung Mensa, Müllabfuhr) erfolgt von der Sürther Hauptstraße aus. Dies wird auch nach der Erweiterung der Fall sein. Die Situation wird von der Schulleitung als unproblematisch eingeschätzt, da die Anlief erung und Entsorgung außerhalb der Bring - und Holzeiten bzw. der Pausenzeiten e r- folgt. 3.6 Schwimmbus Der Schwimmbus hält heute im absoluten Hal tverbot auf der östlichen Straße n- seite der Kölnstraße südlich des Schuleingangs. Er kommt an zwei der Tagen der Verkehrsgutachten Grundschule Brüder-Grimm-Schule, Köln-Sürth Seite 25 Woche jeweils zweimal zur Schule und bringt die Kinder ins Schwimmbad R o- denkirchen. Eine Benutzung des Lehrerparkplatzes lassen die beengten Ver hältnissen und Radien nicht zu. Aufgrund des schmalen Gehweges und der vorgesehenen Absperrung, sowie des Blockieren des nach Norden führenden Fahrstreifens, wird vorgeschlagen, die Schwimmbushaltestelle auf die andere Straßenseite in den Beginn des Rechts ab- biegestreifens zu verlegen. 3.7 Auswirkungen auf die Verkehrsqualität an den Knotenpunkten In der morgendlichen Spitzenstunde ist durch d ie Erweiterung der Brüder - Grimm-Schule mit einem zusätzlichen Kfz -Verkehr von etwa 6 Fahrzeugen zu rechnen, in der nachmittäglichen Spitzenstunde (nach 16 Uhr) von 2 Fahrzeugen. Dieser geringe zusätzliche Verkehr ist ohne Beeinträchtigungen der Verkehrsqua- lität zu bewältigen. 4 Zusammenfassung und Fazit Die Brüder-Grimm-Grundschule in Köln -Sürth soll durch Containerbauweise von derzeit rund 400 auf 500 Schüler/innen erweitert werden. Dies ist zurzeit für ei- nen Zeitraum von mindestens zehn Jahren angedacht. Im fließenden Kfz -Verkehr sind durch die Schulerweiterung keine wesentlichen Veränderungen zu erwarten. Allerdings bestehen schon heute auf den Schulwegen zur Schule Problempunkte, die für die Zukunft beseitigt werden sollten. So wird empfohlen an der Bahnho f- straße in Höhe der Einmündung des Fußweges von der Kölnstraße einen Fußgä n- gerüberweg anzulegen, ebenso wie an der Köln straße am südlichen Ende des westlichen Gehweges. Auch sollte die Querungsstelle über die Kölnstraße unmi t- telbar am Schuleingang mit einem Fußgängerüberweg ausgestattet werden. Der heutige Bring- und Holverkehr sorgt insbesondere durch das Halten und Pa r- ken halb auf dem Gehweg der Kölnstraße für Probleme und behindert die Sch ü- ler/innen die zu Fuß, mit dem Roller oder Fahrrad kommen. Aus diesem Grund sollte der Gehweg an der Kölnstraße zwischen der Sürther Hauptstraße und der Schule durch Gitter und Poller v or dem unerwünschten und unzulässigen Bepar- ken gesichert werden. Der Schwimmbus, der heute ebenfalls im absoluten Halt- verbot vor der Schule hält, sollte deshalb auf der gegenüberliegenden Straßen- seite eine Haltestelle bekommen. Aus gutachterlicher Sicht i st es die günstigste Lösung, wenn der Bring - und Hol- verkehr auf dem Parkplatz der Stadtsparkasse abgewickelt werden würde. Hier- für wären Gespräche von der Stadt Köln mit der Sparkasse erforderlich, ebenso wie eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit, die i m Rahmen eines schulischen Mobilitätsmanagements erfolgen könnte.
Beratungsverlauf
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06.12.2021
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 9.1.1, Entscheidung. Ergebnis: geändert beschlossen
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