3488/2024
Beantwortung einer Anfrage auf AN/0411/2024 Karnevalsumzüge - Verbesserungen beim Wurfmaterial und Sammelstellen
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Beantwortung einer Anfrage (BV)
3281 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VIII/VIII/3 Vorlagen-Nummer 3488/2024 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 5 (Nippes) 22.05.2025 Beantwortung einer Anfrage auf AN/0411/2024 Karnevalsumzüge - Verbesserungen beim Wurfmaterial und Sammelstellen der BV 5 Dr. Diana Siebert und Herr Robert Spieß stellen folgende schriftliche Anfrage unter AN/0411/2024 vom 07.03.2024: 1. Welche Möglichkeit sieht die Verwaltung, die schon bestehenden Tendenzen der Karne- valsgesellschaften und Anbieter*innen von Wurfmaterial zu unterstützen und verstärken – Strüßjer an Eibenzweigchen mit Bändern zu befestigen statt in Plastik verpackt einzu- kaufen, – nachhaltiger verpackte Kamelle und andere Süßigkeiten einzukaufen, – Kamelle und andere Süßigkeiten von solcher Qualität zu werfen, die wirklich aufgeho- ben und gegessen werden? 2. Welche Möglichkeit sieht die Verwaltung, auf Sammelstellen für eingesammelte, aber nicht benötigte Kamelle und andere Süßigkeiten hinzuweisen – oder selbst zu betreiben? Die Verwaltung antwortet wie folgt: Grundsätzlich steht die Verwaltung den Karnevalsgesellschaften und Anbieter*innen von Wurfmaterial beratend zur Seite. Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Abfallwirtschaftsbe- triebe der Stadt Köln (VIII/3) nimmt an Treffen aus einem Netzwerk aus verschiedenen Vee- delszügen, dem Festkommittee, Scientists for Future, Cradle 2 Cradle und Zero Waste Köln e.V. teil und berät die verschiedenen Akteur*innen hinsichtlich der Machbarkeit ihrer Ideen aus Verwaltungssicht. Beim ersten Treffen dieses Netzwerks am 30.10.2024 wurde die Vision eines nachhaltigen Karnevals thematisiert und das Ziel formuliert, mögliche Ideen zur Nachhaltigkeit im Rahmen von Veedelszügen pilotierend zu testen. Bei dem zweiten Treffen am 07.04.2025 wurden kon- krete Ergebnisse aus der Session 2025 vorgestellt, unter anderem der „Kamelle Kreisel“ und die ehrenamtliche Sammlung von Glaspfand auf Lastenrädern. Zu Frage 1: - Laut Aussage der Veedelszüge sind Strüßjer, die nicht in Plastik verpackt sind, sehr schadensanfällig. Es werden Überlegungen angestellt, insgesamt weniger Strüßjer be- reitzustellen und diese in die Hand zu übergeben. - Nachhaltige Wurfmaterialien sind in der Regel teurer. 2025 wurde aus Eigeninitiative des Sülzer Veedelszuges ein sogenannter „Kamelle Kreisel“ erprobt. Hierbei wurden übrig gebliebene Kamelle gesammelt und für einen anschließenden Zug gespendet. - Bisher gibt es keine Erhebung über liegengelassene Kamelle. Der Einkauf von höher- 2 wertigen Produkten / Markenprodukten verursacht höhere Kosten ohne sicherzustel- len, dass dadurch eine höhere Akzeptanzquote erreicht wird. Aus Sicht der Verwaltung ist eine stärkere Befassung der Veranstalter und Lieferanten mit nachhaltigen Prozes- sen erstrebenswert, um so Abfall zu reduzieren und das Bewusstsein für den ressour- censchonenden Umgang mit Wurfmaterialien zu stärken. Der „Kamelle Kreisel“ ist ein möglicher Weg, der für die kommende Session geprüft wird. Zu Frage 2: - Die Verwaltung steht im Kontakt mit dem Initiator des „Kamelle Kreisels“ und prüft in Kooperation mit den Abfallwirtschaftsbetrieben Köln GmbH eine Ausweitung auf an- dere Veedelszüge.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3488/2024
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (BV)
- Datum
- 24.04.2025
- Erstellt
- 04.11.2024 19:03