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0122/2024

Anregung der BV Nippes - Olympiastützpunkt und Indoor-Skatepark

Mitteilung Ausschuss 25.01.2024

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Nächste Beratung: Sportausschuss, Sitzung am 14.03.2024

AN_1753_2023_Anlage 1_Konzept_Papier_Skateboard_Leistungs_Sport_Kulturzentrum

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AN_1753_2023_Anlage 1_Konzept_Papier_Skateboard_Leistungs_Sport_Kulturzentrum

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Konzept-Papier Skateboard (Leistungs-)Sport- & Kulturzentrum Köln Olympia-Stützpunkt und Indoor-Skatepark für alle unter einem Dach    Skateboarding wurde 2016 vom International Olympic Commitee (IOC) als vorübergehend olympische Disziplin in das Programm von Tokyo 2020 aufgenommen. Inzwischen wurde vom IOC entschieden, dass diese Sportart auch 2024 in Paris inkludiert sein wird und sehr wahrscheinlich ebenso 2028, im Mutterland des Skateboardings, in Los Angeles. Mit der dauerhaften Etablierung von Skateboarding im olympischen Kanon wird die Forderung nach speziellen Skateparks als Trainingsstätten für internationale Wettkämpfe (vgl. Kuhn, 2019) zunehmend wichtiger und dringender.   In der kommunalen partizipativen Planung von öffentlichen Skateparks ist bisher kein olympisches Skateboard Terrain weder Street noch Park hervorgegangen und es ist unwahrscheinlich, dass dies aufgrund der divergierenden Wünsche und Bedürfnisse von Teilnehmer*innen öffentlicher Planungs-Beteiligungen zukünftig zu erwarten ist (vgl. Kilberth, 2021, S. 240). Der Bund ist gefordert für den Zweck der Förderung des Leistungssports investive Mittel durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) bereitzustellen.   Aus bundesweiter Perspektive fehlt es in erheblichen Maß insbesondere an öffentlichen Indoor-Anlagen für den informellen Sport, die es ermöglichen Praktiken wie Skateboarding witterungsunabhängig ganzjährig ausüben zu können.   Als konstitutionell informelle, selbstbestimmte Bewegungspraktik haben sich in der Skateboard-Szene weder Vereins- und Verbandsstrukturen etabliert, noch stand die Praktik jemals zuvor im Zusammenhang systematischer Leistungssportförderung. Die in der Skateboard-Kultur bisher sehr gering ausgerichtete Wettkampf- und Leistungssport-Orientierung von Skateboarder*innen, bekommt nun durch die Olympiasierung erstmalig eine neue Bedeutung, und wird in der Szene teilweise als ‚ideologischer Konflikt‘ kritisch diskutiert (Schwier & Kilberth, 2018).   Aufgrund der bis dato vorherrschenden soziokulturellen Eigenlogik des subkulturell geprägten Skateboardings, gibt es folglich innerhalb der Szene nur einen ganz geringen Anteil an Skater*innen, die die Praktik auch als Leistungssport betreiben (ebd., S. 85). Es stellt sich die Frage, ob eine Investition in einen separaten Bundes- bzw. Olympia-Stützpunkt im Verhältnis zur aktuell marginalen Ausprägung des Leistungssports im Skateboarding in Deutschland als verhältnismäßig erscheint. Ebenso ist zu überlegen, inwiefern eine kulturlosgelöste leistungssportzentrierte Verräumlichung überhaupt förderlich ist im Sinne der Zielsetzung. Lässt sich eine Praktik wie Skateboarding, die stark von Stil-Praktiken gekennzeichnet ist, welche im Habitus der meisten Akteur*innen internalisiert sind, mit den gleichen Leistungssport-didaktischen Mitteln und Methoden bearbeiten, wie jenen des modernen Wettkampfsports? Zweifelsohne können die wissenschaftlich erwiesenen Trainingsmethoden auch die Physiologie der Skateboard-Athlet*innen objektiv verbessern und dadurch leistungsfördernd sein. Jedoch könnten sich vor allem auch kulturelle Aspekte in sport-psychologischer Hinsicht als leistungssteigernd erweisen, die im Zusammenhang mit motivationalen Anreiz-Systemen, wie etwa der Identifikation und Verbundenheit mit der Szene stehen.  Die Lösung dieses Problems ist der Ansatz des hier dargestellten Konzepts eines Skateboard (Leistungs-)Sport- & Kulturzentrums in Köln. Nicht ein Entweder-Oder, sondern ein Sowohl-Als-Auch ist hier die handlungsleitende Initiative. Die räumliche Kombination eines Bundes-Stützpunkts, der gleichzeitig auch ein Indoor-Skatepark für alle unter einem Dach bietet.   Das Skateboard-Festival SKTWK, in dessen Rahmen die Deutsche Skateboard Meisterschaft 2018 und 2019 in Düsseldorf stattfand, soll hier als konzeptionelles Vorbild dienen, um zu zeigen, wie der Aspekt des Leistungssports mit der subkulturellen Auslegung von Skateboarding als Ereignis eines Live Events fruchtbar zusammengebracht werden konnte. Diese Idee soll als ein innovatives Raum-Modell adaptiert

werden, das auf einer Fläche von ca. 1.800 m2 ein Park und ein Street Terrain vorsieht. Außer der Aktionsflächen sollen Aufenthaltsräume mit einem Cafe inklusive der Möglichkeit von Filmvorführungen und Ausstellungfläche für Kunst – in Kollaboration mit dem Skateboard-Museum –, die im Zusammen-hang mit der Skateboard-Kultur steht. Ebenso sollen auch die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen werden, um Events, wie offizielle Wettbewerbe, aber auch kleine szenenahe Grassroot-Veranstaltungen umsetzen zu können.   Die Terrains sollen als ‚Olympic Size‘ Skateparks gestaltet werden, d.h. sie sollen den Ansprüchen der olympischen Parcours entsprechen und das „Anforderungsprofil Trainings- und Wettkampfstätten im Skateboarding des Deutschen Rollsport und Inline-Verbands e. V. (DRIV)“ (Barabas, 2021) erfüllen.   Als Besonderheit wird das Street Terrain um einen Bereich ergänzt, der partizipativ gestaltet werden soll, damit ein zusätzliches Areal entsteht, das über das progressive, Einzeltrick-orientierte Skating hinaus auch für eine breitere Nutzer*innengruppe attraktiv ist.   Der Betrieb soll so reguliert werden, dass durch differenzierte Nutzungszeiten es auch möglich ist das Zentrum für weitere urbane Bewegungspraktiken zu öffnen sowie die Nutzung für Workshops, Camps und Schulen der Stadt Köln möglich ist. Auch das Wheelchair Skating (WCMX) soll in die Planung integriert und somit der Rollstuhlsport in die Nutzung einbezogen werden.   Der Standort der Millionenmetropole Köln bietet dabei allgemein besonders geeignete Voraus-setzungen. Bezüglich des Leistungssports können Synergien mit der Sporthochschule Köln (Leistungsdiagnostik, Physio., Fitness etc.) genutzt werden. Im Besonderen hat Köln historisch auch Skateboard-kulturell eine große Bedeutung für Skateboarding in Deutschland. So bietet Köln eines der modernsten Angebote an Outdoor-Skateparks, eine Vielzahl an sehr guten Skater*innen und mit der North Brigade das aktuell beste Outdoor Trainings-Gelände für Skateboard-Wettkämpfe auf dem in 2021 die Deutsche Meisterschaft stattfand.   Aus kommunaler Sicht der Stadt Köln schließt das vorliegende Konzept an folgende Bedarfe an: Es entspricht der Empfehlung des Gutachtens der jüngst in Köln durchgeführten Sportentwicklungsplanung „Olympische Trendsportarten, wie z.B. das Skateboarding […]“ (Kähler, Thieme, Brandl-Bredenbeck & Fischer, 2019, S. 96) zu fördern und des Schaffens einer weiteren, dringend benötigten Indoor-Möglichkeit für Urbane Bewegungspraktiken in Köln, als Empfehlung des vom hiesigen Amt für Kinder, Jugend und Familie beauftragte „Urban Sports Gesamtkonzept der Stadt Köln“ (vgl. Kilberth, Mikmak & Isbrecht, 2021). Darüber hinaus entsteht durch das vorliegende Konzept ein Mehrwert für bestimmte Leitziele der Stadt Köln: „Sport und Räume“, „Sport für alle Menschen“, „Erziehung und Bildung durch Sport“ und „Sport und Profilbildung“ (Kähler, et al., 2019, S. 190-191).   Die Finanzierung soll sich entsprechend des inhaltlichen Ansatzes und der breiten Zielsetzung sportfachlich vom Bund und dem Land (NRW) sowie kommunal intersektoral aus verschiedenen Fachbereichen zur Förderung des Sports und der Jugendkultur zusammensetzen (Sportamt, Schulamt und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie). Ein großer Nutzen, der sich von der Bundes- bis auf die lokale Bezirksebene ausweitet und allen Beteiligten diese infrastrukturelle Investition zugutekommt. Eine innovative Lösung, die verschiedene Bedürfnisse unter einem Dach berücksichtigt und den Bürger*innen als öffentliches Hallenprojekt zur Verfügung steht.  Mit dem Skateboard (Leistungs-)Sport- & Kulturzentrums in Köln soll eine Begegnungsstätte entstehen, die den subkulturellen Geist von Skateboarding als Jugendkultur mit der olympischen Maxime: citius, altius, fortius zusammenbringt. Ein Modell-Projekt, indem der elitäre Leistungssport nah an den Breitensport heranrückt und von dem besonders viele Menschen unmittelbar profitieren.

Mitteilung Ausschuss

12644 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IV/52/520 
 
Vorlagen-Nummer 25.01.2024 
 0122/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Sportausschuss 01.02.2024 
 
Anregung der BV Nippes - Olympiastützpunkt und Indoor-Skatepark 
Der Rat hat die nachfolgende Anregung der Bezirksvertretung Nippes aus ihrer Sitzung am 
19.10.2023, TOP 8.2.1 (AN/1753/2023 - https://ratsinformation.stadt-koeln.de/get-
file.asp?id=960799&type=do ) in seiner Sitzung am 07.12.2023 zur Kenntnis genommen, die 
Angelegenheit zur Beratung in den Sportausschuss verwiesen und die Verwaltung um Stel-
lungnahme gebeten: 
 
Text des Antrags: 
 
Um den offiziellen Deutschen Olympia-Stützpunkt für Skateboarding nach Köln zu holen, for-
dert die Bezirksvertretung Nippes die Verwaltung auf, einen geeigneten Ort (bereits bestehen-
des Gebäude bzw. Halle welche umgenutzt werden kann) für einen Olympia-Stützpunkt und 
Indoor-Skatepark im Stadtbezirk Nippes zu suchen. Hierbei darf keine zusätzliche Flächenver-
siegelung erfolgen, der (Um-)Bau und Betrieb haben so klimagerecht wie möglich zu erfolgen. 
Die Anlage muss für die Allgemeinheit sozial inklusiv nutzbar sein. 
 
Bei der Suche müssen folgende Eckdaten berücksichtigt werden, um die Kriterien für einen 
Olympia-Stützpunkt und damit eine Förderung zu gewährleisten:  
 
- Grundfläche des Gebäudes mind. 2.500 m2 
- Raumhöhe mindestens 7 m 
- ÖPNV-Anbindung 
 
Der Rat und sein Sportausschuss sind aufgefordert, sich diesem Antrag anzuschließen und 
die Verwaltung damit zu beauftragen, nach einem geeigneten Gebäude zu suchen, um ein 
Skateboard (Leistungs-)Sport- & Kulturzentrum für Nippes und in Köln zu realisieren. Wenn es 
nicht möglich ist, im Stadtbezirk Nippes eine geeignete Immobilie zu finden, wie z.B. die offen-
sichtlich leerstehenden Fabrikhallen zwischen Emdener Straße und Industriestraße oder wo-
anders, dann kann die Suche auch auf andere Stadtbezirke ausgeweitet werden. Zusätzlich 
soll das ehem. Campina-Gelände auf seine Eignung überprüft werden. 
 
Mit dem Verein North Brigade e.V. und dessen Skatepark in Weidenpesch in der Bezirkssport-
anlage Nippes existiert jedoch bereits ein geeigneter Außenbereich sowie ein zur Verfügung 
stehender Betreiber des Olympiastützpunktes, der auch das Management übernehmen 
könnte. Betreiber wäre dann nicht die Stadt Köln, sondern der Verein North Brigade e.V.  
 
Für die Ausgestaltung des Projekts und die bei Olympia-Stützpunkten meist weitgehende För-
derung sollen die zuständigen Ämter zusammenarbeiten und frühestmöglich die jeweiligen 
Anträge beim Land und Bund stellen, sodass vor einem möglichen Start der Zuschlag durch

2 
 
das IOC erteilt werden kann. 
Begründung: 
Köln ist die Hauptstadt des Karnevals, der Multikulturalität, der Diversität, des Sports und auch 
des Skateboardings in Deutschland. Die Stadt offerierte mit der Dom-Platte lange Zeit einen 
der besten Street-Spots in Europa und verfügt heute dank einer starken Skateboard Szene, 
Zivilgesellschaft und professionellen sowie kommerziellen Akteuren über eine Reihe sehr gu-
ter Skateparks (North-Brigade, Lentpark, Jugendpark Skatepark, Skatepark Mülheim, Salat-
schüssel in Ehrenfeld, KAP686 Skateplaza) und Skaterampen (Lohserampe, Stadtwald-rampe 
usw.). Damit ist Köln Anziehungspunkt und Hochburg für alle Skateboarder*innen. Trotzdem 
verfügt Köln nur über eine einzige Skatehalle in Kalk (die Abenteuersporthalle/ Halle59), die 
schon lange nicht die Bedarfe abdecken kann. 
 
Im Jahr 2016 wurde Skateboarding vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vorüber-
gehend als olympische Disziplin in das Programm von Tokyo 2020 aufgenommen. Seitdem 
hat das IOC beschlossen, dass diese Sportart auch in Paris 2024 und höchstwahrscheinlich 
auch in Los Angeles 2028 enthalten sein wird. Mit der dauerhaften Etablierung von Skateboar-
ding im olympischen Kanon wird die Notwendigkeit von speziellen Skateparks als Trainings-
stätten für internationale Wettkämpfe immer wichtiger und dringender. 
 
Bisher sind in der Planung von öffentlichen Skateparks in Deutschland weder olympische 
Skateboard-Anlagen im Street- noch im Park-Stil entstanden. Es fehlen zudem bundesweit 
öffentliche Indoor-Anlagen, um den Sport unabhängig von der Witterung ganzjährig ausüben 
zu können. Unter dem Deutschen Rollsport und Inlineverbands e.V. (DRIV) sind seit 2017 
deutschlandweit fünf Regionalstützpunkte entstanden Doch noch immer ist der DRIV auf der 
Suche nach einem zukünftigen Indoor-Skatepark welcher die Standards erfüllt, ein Olympia-
Stützpunkt für Skateboarding zu werden. Der Bund wird zudem aufgefordert, investive Mittel 
durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) bereitzustellen, um den 
Leistungssport, in Form eines Olympia-Stützpunktes für Skateboarding, zu fördern. Wir wol-
len diese Gelder und das Leistungszentrum nach Nippes holen. Das Skateboard (Leistungs-) 
Sport- & Kulturzentrum Köln in Nippes soll eine Begegnungsstätte schaffen, die den subkul-
turellen Geist des Skateboardings als Jugendkultur mit den olympischen Idealen vereint 
(siehe Konzept-Papier des North Brigade e.V. Köln). Es ist ein Modellprojekt, bei dem der eli-
täre Leistungssport eng mit dem Breitensport verbunden wird und von dem eine Vielzahl von 
Menschen unmittelbar profitieren kann. 
 
Anlage 1: Konzept-Papier des North Brigade e.V. Köln

3 
 
Die Verwaltung nimmt hierzu wie folgt Stellung: 
 
Grundlagen 
 
Zu dem Antrag in der Bezirksvertretung Nippes zur Gründung eines Indoor-Skateparks in Nip-
pes, der dann zu einem Zentrum für das Thema Olympisches Skaten weiterentwickelt werden 
könnte, ist zunächst die Begrifflichkeit zu klären:  
 
Einen „offiziellen Deutschen Olympia-Stützpunkt für Skateboarding“ gibt es nicht. Die Verwal-
tung deutet den Antrag im Hinblick auf den Wunsch nach einer Einrichtung eines Bundes-
stützpunkts für die Disziplin Skateboarding. 
 
Köln verfügt seit vielen Jahren über den Olympiastützpunkt Rheinland, dieser ist aber eine 
sportartübergreifende Serviceinstitution, dessen Aufgabe die Betreuung und Förderung von 
jungen Athlet*innen aus den olympischen Disziplinen ist.  
 
Nach dem Stützpunkt-Konzept des DOSB ist die Grundvoraussetzung für die Anerkennung 
eines Bundesstützpunkts/Nachwuchsstützpunkts in einer olympischen Sportart die Erfüllung 
der im Strukturplan des jeweiligen Spitzenverbands vorgesehenen sportartspezifischen Rah-
menbedingungen und Qualitätskriterien. Den Spitzenverbänden steht es frei, aus sportartspe-
zifischen Erwägungen ein Bewerbungsverfahren zur Errichtung eines Bundes-/oder Bundes-
Nachwuchsstützpunkts zu starten. Die Anträge auf Anerkennung werden nach sportfachlicher 
Prüfung und Abstimmung durch den DOSB dem Bundesministerium des Inneren zugeleitet. 
Die Anerkennung erfolgt nach Zustimmung des BMI. Die grundlegenden Bedingungen sind in 
dem Stützpunktkonzept des DOSB beschrieben. 
 
Der Spitzenverband für den Skate-Sport ist der 
 
Deutsche Rollsport und Inline Verband e.V. 
Otto-Fleck-Schneise 10 a 
60 528 Frankfurt 
kurz: DRIV 
 
Ein Bundesstützpunkt müsste vom DRIV beantragt werden. Eine Kommune kann den Antrag 
lediglich unterstützen, indem sie eine den Disziplinen entsprechende Infrastruktur zur Verfü-
gung stellt. 
 
Skateboarding 
 
Im noch relativ jungen Skateboarding-Sport stellt sich die Situation aber noch anders dar. Hier 
läuft derzeit ein Klärungsprozess, ob die Disziplin Skateboarding dauerhaft zu einer Olympi-
schen Disziplin werden kann oder soll. Dies ist in der Szene durchaus nicht unumstritten. 
 
Bereits jetzt werden einzelne olympiareife Skater*innen durch die Olympiastützpunkte, so 
auch durch den Olympiastützpunkt Rheinland, gefördert. Dieser leistet nach dortiger Auskunft 
Unterstützung bei der athletischen Grundbetreuung und Versorgung der Skater*innen. Bei 
den Olympischen Spielen 2021 in Tokio war Skateboarding erstmals in den beiden Disziplinen 
Street und Park durch das IOC in das Wettkampfprogramm aufgenommen. Auch für die Olym-
pischen Spiele in Paris 2024 wird das so sein, für Los Angeles 2028 bestehen ebenfalls gute 
Aussichten, dass Skateboarding weiterhin versuchsweise zu den olympischen Sportarten zäh-
len wird. Das IOC verspricht sich dadurch eine höhere Attraktivität der Olympischen Spiele für 
jüngeres Publikum. Ob das allerdings dauerhaft so sein soll, ist längst nicht entschieden und 
hängt auch von der Positionierung der internationalen Skateboard-Szene ab, von der ein Teil 
eine Beteiligung an Olympischen Spiel wegen der „Kommerzialisierung“ des Skatens ablehnt. 
 
Solange der Sport nicht dauerhaft zur festen olympischen Disziplin wird, investieren 
DOSB und BMI nicht in einen Bundesstützpunkt. Deshalb ist man im bundesdeutschen 
Skateboarding einen anderen Weg gegangen.  
 
In Verbindung mit der finanziellen Unterstützung des Skateboard-Teams Deutschland für die

4 
 
Spiele in Tokyo 2021 hat der DRIV vom DOSB eine Unterstützung erhalten, um an insgesamt 
fünf Standorten in Deutschland Nachwuchs- und Talentförderung zu betreiben. Die Sportkom-
mission des DRIV hat in jeder seiner fünf Regionen eine Stadt gesucht, die sowohl über eine 
Indoor-Skatehalle verfügt, als auch weitere Outdoor-Locations aufweisen kann. 
 
An diesen Regionalstützpunkten kann eine erfahrene Person als Regionaltrainer für 10 Stun-
den in der Woche beschäftigt werden und sich schwerpunktmäßig um folgende Aufgaben 
kümmern: 
 
o Ansprechpartner für Vereine, Kommunikation mit den Vereinen in der Region 
o Unterstützung der Vereine in der Region bei der Nachwuchsgewinnung. 
o Organisation und Durchführung von z.B. Jam-Sessions (ggf. als Contest) für 
Nachwuchsskater/innen bis 16 Jahre zur Auswahl für das Regionalteam und das 
Nationalteam 
o Besuch von Contests in der Region zur Auswahl von Nachwuchsskatern/innen 
o Aufbau eines Regionalteams Skateboard (Altersbereich 8 bis 16 Jahre) mit klarer 
Perspektive und Zielstellung eventuell ins Nationalteam zu kommen 
o Die Förderung von Mädchen ist ausdrücklich auch Gegenstand der Aufgaben 
o Organisation, Anleitung und Durchführung von wöchentlichem Tagestraining 
(gemeinsame Skatesessions im Beisein des Regionaltrainers und skatespezifisches 
Konditionstraining) an den Stützpunkten in der Region für die Mitglieder des Regional-
teams und die zugeordneten Mitglieder des Nationalteams nach den inhaltlichen 
Vorgaben der Bundestrainer 
o Mitarbeit beim Aufbau einer regionalen Wettkampfserie und regionaler Meisterschaften 
 
Ausgewählt wurden zunächst folgende fünf Regionalstützpunkte: 
 
Mitteldeutschland 
Stützpunkt Leipzig / Heizhaus 
 
Süddeutschland 
Stützpunkt Stuttgart / Skatehalle Stuttpark 
 
Nord-Ost 
Stützpunkt Berlin / Skatehalle Revalerstraße 
 
Norddeutschland 
Stützpunkt Oldenburg / Backyard Skatehalle 
 
Westdeutschland 
Stützpunkt Kassel / Skatehalle Kesselschmiede 
  
Die Entscheidung für eine bestimmte Halle und für einen bestimmten Regionaltrainer erfolgt 
immer für ein Kalenderjahr und kann auch auf Antrag gewechselt werden. 
 
Skateboard-Stützpunkt in Köln? 
Theoretisch könnte sich ein Kölner Skateboard-Verein, wie zum Beispiel der North Brigade 
e.V., mit dem DRIV in Verbindung setzen, um dort sein Interesse als Regionalstützpunkt zu 
bekunden. Praktisch hat so eine Bewerbung aber nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn am 
Standort eine Indoor-Skatehalle zur Verfügung steht. In Köln besteht derzeit nur eine Halle, 
die Abenteuerhalle Kalk/Halle 59, die jedoch stark ausgelastet ist. Die Initiative müsste vom 
Verein ausgehen, der DRIV als Spitzenverband müsste entscheiden. 
 
Ob ein solcher Regionalstützpunkt langfristig zu einem Bundesstützpunkt entwickelt werden 
kann, hängt von der weiteren Entwicklung des Skateboardings im olympischen Kontext als 
auch davon ab, ob die Indoor-Skatehalle den künftigen Anforderungen an eine olympiataugli-
che Trainingsanlage entspricht. 
 
Die Gründung einer neuen Indoor-Skatehalle setzt erhebliche Investitionen für den Ankauf ei-

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nes geeigneten Gebäudes sowie den olympiatauglichen Umbau und Betrieb voraus. Auszuge-
hen ist mindestens von einem zweistelligen Millionenbetrag sowie einem sechsstelligen Be-
trag für die jährlichen Betriebskosten. Ein Verein, der die Rolle des Betreibers für eine solche 
Halle übernehmen müsste, muss in der Lage sein, einen geordneten Betrieb und die nötigen 
Betriebskosten zu tragen. 
 
In Köln wird das Thema Skateboarding in der Federführung des Amtes für Kinder, Jugend und 
Familie betreut, es besteht ein regelmäßiger fachlicher Austausch mit dem Sportamt. Bei bei-
den Ämter bestehen derzeit weder die personellen noch finanziellen Ressourcen, um ein sol-
ches Projekt zu entwickeln.  
 
 
Gez. Voigtsberger

Beratungsverlauf (1)

14.03.2024 Sportausschuss
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0122/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
25.01.2024
Erstellt
09.01.2024 07:55