AN/1534/2023
Arbeitskräftemangel bekämpfen
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Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Grüne)
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Fraktion Bündnis 90/Die Grünen CDU-Fraktion SPD-Fraktion Fraktion Die LINKE FDP-Fraktion Volt-Fraktion An den Vorsitzenden des Ausschusses Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen/Vergabe/Internationales Herrn Bernd Petelkau Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 28.08.2023 AN/1534/2023 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 28.08.2023 Arbeitskräftemangel bekämpfen Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die antragstellenden Fraktionen und Ratsmitglieder bitten Sie, den folgenden Änderungsan- trag zu TOP 8.1 auf die Tagesordnung der Sitzung des AVR am 28.08.2023 zu setzen. Beschluss: 1. Der Rat der Stadt Köln unterstützt die neuentwickelten Maßnahmen der Personalstrategie sowie der Personalgewinnungsstrategie der Stadt Köln und fordert die Verwaltung auf, die Strategien und Maßnahmen regelmäßig auf neue Entwicklungen im internen und externen Personalmarketing anzupassen sowie dem Rat / AVR-Ausschuss regelmäßig darüber zu be- richten. 2. Die Verwaltung wird gebeten, einen regelmäßigen Strategiekreis "Arbeitswelt gestalten" mit den großen städtischen Gesellschaften einzurichten, um einen Austausch und ggf. Über- nahmen von erfolgreichen Lösungen zwischen der Stadt Köln und städtischen Gesellschaf- ten herzustellen. 3. Die Verwaltung wird gebeten, in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter eine intensivere strukturierte Ansprache mit freiwerdenden Fachkräften aufgrund von Umstrukturierungen - 2 - (z.B. RTL, Ford, Galeria Kaufhof) in der Region aufzunehmen, mit dem Ziel passende Beset- zungen bei der Stadt Köln zu finden. 4. Die Verwaltung soll prüfen, wie ein Programm "Rente +" für Mitarbeiter*innen der Stadt- verwaltung, die kurz vor dem Renteneintritt stehen, ausgestaltet werden kann. Interessierte Mitarbeiter*innen im Rentenstatus sollen dadurch attraktive Konditionen erhalten, damit sie befristet auf 2 Jahre in Teilzeit länger bei der Stadt Köln arbeiten können. 5. Der Rat der Stadt Köln fordert die Oberbürgermeisterin und die Stadtverwaltung auf, a) dass ein konsequenter und massiver Ausbau von Ausbildungs- und Weiterbildungsmög- lichkeiten insbesondere der sogenannten Mangelberufe bei der Stadt erfolgt. Es müssen mehr und neue Ausbildungsplätze und Ausbildungsstationen/Ausbildungswerkstätten ge- schaffen werden. Kampagnen zur Gewinnung von Bewerber*innen sollen sich auch explizit an junge Menschen mit internationaler Familiengeschichte richten. Dringend müssen Maß- nahmen zur Attraktivierung der Tätigkeit als Ausbilder*in auf den Weg gebracht werden. b) dass Ausbildungen bei der Stadt flexibilisiert werden, sodass sie auch in Teilzeit oder ver- kürzt oder als „Training on the Job“ absolviert werden können. Finanzielle Unterstützungs- modelle – z. B. Ausbildungsdarlehen – sollen für Quereinsteigende geschaffen, erfolgreiche Modelle, wie die duale Ausbildung und die praxisorientierte Erzieher*innenausbildung auf an- dere Bereiche ausgerollt werden. Weitere entgeltfreie Qualifizierungsmodule für das Ge- samtpersonal, Quereinsteiger*innen oder Umschulungswillige müssen geschaffen, vorhan- dene Weiterbildungsmöglichkeiten insbesondere für den Aufstieg in die höheren Entgelt- und Besoldungsstufen müssen gestrafft werden. c) dass Bevölkerungsgruppen für eine Beschäftigung bei der Stadt Köln gewonnen und qua- lifiziert werden, die bisher noch nicht im vollem Umfang erreicht werden konnten, z. B. Frauen für den Einsatz in der Jobfamilie MINT oder im Bereich Sicherheit und Überwachung bzw. Männer in der Jobfamilie SAGE (Soziale Arbeit, Gesundheit und Erziehung) sowie Ge- flüchtete und Langzeitarbeitslose. In diesem Rahmen sind sämtliche Bewerbungsverfahren und Zugangsmöglichkeiten auf mögliche Barrieren zu überprüfen und zu befreien (z.B. Aner- kennung von Berufserfahrungen und Bildungsabschlüssen aus dem Ausland). d) dass die Einstellung und Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung und ande- ren Einschränkungen nicht nur als gesetzliche Verpflichtung verstanden wird sondern als Chance für die Stadt, eine neue Gruppe von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu ge- winnen. e) sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln auf allen politischen Ebenen dafür einzu- setzen, dass mit Hochdruck auf eine Reform der Stellenbewertungen hingewirkt wird, die zu höheren Entgelten und/oder Besoldungen, Möglichkeiten übertariflicher Bezahlung, flexibili- sierten Erfahrungsstufen und einer Überarbeitung von Stellenanforderungen und -beschrei- bungen insbesondere bei den Mangelberufen führt. 6. Die Stadt setzt sich zudem für die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage zur Schaffung einer Großstadtzulage für Tarifbeschäftigte insbesondere in den Mangelberufen wie Erzie- her*in, beim Jugendamt, in der Pflege, IT und Technik und für Beamt*innen in NRW ein. - 3 - 7. Die Stadtverwaltung prüft die Wirksamkeit und Eignung dieser und ihrer bisherigen Maß- nahmen zur Gewinnung und Bindung von Personal und stellt in einem detaillierten Bericht mit Kostenkalkulation dar, wie und bis wann diese Maßnahmen ausgebaut werden können. 8. Des Weiteren legt die Verwaltung dar, mit welchen Maßnahmen sie dem steigenden Be- darf an Arbeitsplätzen auch in Bezug auf eine hinreichende Anzahl moderner Arbeitsplätze gerecht werden will. 9. Die Verwaltung setzt sich für die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage zur Verkürzung der Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher ein. Begründung: Erfolgt mündlich Mit freundlichen Grüßen gez. gez. gez. Lino Hammer Grüne- Fraktionsgeschäftsführer Niklas Kienitz CDU- Fraktionsgeschäftsführer Christian Joisten SPD- Fraktionsvorsitzender gez. gez. gez. Michael Weisenstein DIE LINKE- Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite FDP- Fraktionsgeschäftsführer Lucas Sickmöller Volt- Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1534/2023
- Typ
- Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Grüne)
- Datum
- 28.08.2023
- Erstellt
- 28.08.2023 15:43