3757/2024
Beantwortung einer mündlichen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sowie der CDU-Fraktion aus dem Finanzausschuss vom 12.11.2024: "Überplanmäßiger Aufwand im Teilergebnisplan 0212 Brand- und Bevölkerungsschutz, Rettungsdienst
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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle I/37/370/2 Vorlagen-Nummer 03.12.2024 3757/2024 Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung öffentlicher Teil Gremium Datum Finanzausschuss 09.12.2024 Beantwortung einer mündlichen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sowie der CDU-Fraktion aus dem Finanzausschuss vom 12.11.2024: "Überplanmäßiger Aufwand im Teilergebnisplan 0212 Brand- und Bevölkerungsschutz, Rettungsdienst Der Finanzausschuss hat in seiner Sitzung am 12.11.2024 unter Vorlagen-Nr. 3069/2024 den „Überplanmäßigen Aufwand im Teilergebnisplan 0212 Brand- und Bevölkerungsschutz, Ret- tungsdienst“ behandelt. Hierzu bat RM Schneeloch um eine detaillierte Aufstellung der Einzelposten der Mehraufwen- dungen zur nächsten Sitzung des Finanzausschusses. Eine entsprechende Zusammenstel- lung ist als Anlage 1 beigefügt. RM Petelkau fragte, ob die Gefahr bestehe, dass die Mehraufwendungen bei den Verbrauchs- materialien aufgrund fehlender Refinanzierung durch die Krankenkassen zu einem chroni- schen Defizit werden und regt an zu prüfen, ob die Hersteller der Fahrzeuge für die verspätete Lieferung in Regress genommen werden können. Die Mehraufwendungen beim medizinischen Verbrauchsmaterial werden – ebenso wie wei- tere Mehraufwendungen, die dem Rettungsdienst zuzuordnen sind – im Rahmen der Gebüh- renkalkulation für die Rettungsdienstsatzung geltend gemacht. Die Hersteller der Fahrzeuge werden bereits – sofern die hierfür erforderlichen Voraussetzun- gen vorliegen – für die verspätete Lieferung in Regress genommen. Gemäß den zusätzlichen Vertragsbedingungen der Stadt Köln werden im Rahmen der Ausschreibungsverfahren und späteren Auftragserteilung Vertragsstrafen für den Fall eines Lieferverzuges vereinbart. Hier- nach haftet der Auftragnehmer für die fristgerechte Erledigung des Auftrages. Sofern die Ver- zögerungen nach der Auftragserteilung eintreten und die Voraussetzungen für die Vertrags- strafe gegeben sind, wird diese gegenüber dem Auftragnehmer durch die Verwaltung konse- quent eingefordert. Gez. Blome
Anlage 1 - Aufstellung der Einzelposten der Mehraufwendungen
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Ist 2019 Ist 2020 Ist 2021 Ist 2022 Ist 2023 Plan 2024 Prognose 2024 Mehrbedarf 2024 Erläuterung Unterhaltung der Einsatzfahrzeuge (Teilplanzeile 13) 2.108.663 2.029.927 3.335.403 3.971.581 3.950.294 2.500.000 4.400.000 1.900.000 Der Mehrbedarf ist hauptsächlich auf Preissteigerungen und Lieferengpässe im Bereich der Ersatzteilversorgung sowie Preissteigerungen im Tankkostensektor zurückzuführen. Zudem führen marktabhängige Verzögerungen im Bereich der Fahrzeugbeschaffungen zu erhöhten Instandhaltungsaufwendungen im aktuellen Fahrzeugbestand. Für notwendige Reparaturen / Instandhaltung ergibt sich ein Mehrbedarf von rd. 1.600.000 €. Die Preissteigerungen im Tankkostensektor führen zu einem Mehrbedarf von rd. 300.000 €. Der Anstieg der Aufwendungen begann bereits in den Jahren 2021/2022 - auch als Folge der Corona-Pandemie mit weltweit gestörten Lieferketten. Energiekosten (Teilplanzeile 13) 1.091.240 1.009.819 1.266.272 1.254.319 1.667.939 1.200.000 1.500.000 300.000 Preissteigerungen im Energiesektor führen zu einem Mehrbedarf von rd. 300.000 €. Auch hier kann ein leichter Anstieg bereits seit 2021 beobachtet werden, der sich dann in 2023 noch einmal massiv verstärkt hat - unter anderem als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Medizinisches Verbrauchsmaterial (Teilplanzeile 13) 1.439.092 1.386.594 1.518.163 1.416.411 1.994.161 1.500.000 2.400.000 900.000 Im Jahr 2023 musste ein neuer Rahmenvertrag für das medizinische Verbrauchsmaterial im Rettungsdienst geschlossen werden, da der vorherige Rahmenvertrag ausgelaufen ist. Der Rahmenvertrag wurde dabei europaweit ausgeschrieben und das wirtschaftlichste Angebot gewählt. Die im Haushaltsplan 2023/2024 für das Haushaltsjahr 2024 veranschlagten Mittel für das medizinische Verbrauchsmaterial i.H.v. 1.500.000 € orientierten sich an den Ist-Werten 2019 bis 2021 (ohne Zusatzkosten während der Corona-Pandemie). Folgende Faktoren führen nun zu einem finanziellen Mehrbedarf in 2024: • steigende Einsatzzahlen im Rettungsdienst bzw. Mehrverbrauch von medizinischem Verbrauchsmaterial • allgemeine Preissteigerungen • weiterhin gestörte Lieferketten (schwierige Versorgungssituation für einzelne Produkte wie z. B. Kochsalzlösung und bestimmte Medikamente) Ist 2019 Ist 2020 Ist 2021 Ist 2022 Ist 2023 Plan 2024 Prognose 2024 Mehrbedarf 2024 Erläuterung Dienst- und Schutzkleidung (Teilplanzeile 13 und 16) 1.817.740 1.546.705 1.843.935 2.474.317 1.681.824 1.800.000 2.600.000 800.000 Im Jahr 2023 musste ein neuer Rahmenvertrag für die Reinigung und Desinfektion der Dienst- und Schutzkleidung geschlossen werden, da der vorherige Rahmenvertrag ausgelaufen ist. Der Rahmenvertrag wurde dabei europaweit ausgeschrieben und das wirtschaftlichste Angebot gewählt. Die im Haushaltsplan 2023/2024 für das Haushaltsjahr 2024 veranschlagten Mittel für die Dienst- und Schutzkleidung i.H.v. 1.800.000 € orientierten sich an den Ist-Werten 2019 bis 2021. Im Jahr 2022 kam es zur Einführung der neuen Einsatzkleidung im Brandschutz, die zu einem einmaligen Aufwand in Höhe von rd. 750.000 € geführt hat. Folgende Faktoren führen nun zu einem finanziellen Mehrbedarf in 2024: • steigende Einsatzzahlen im Rettungsdienst führen zu steigenden Waschzyklen bei der Rettungsdienstkleidung sowie einer Aufstockung der Poolkleidung und damit zu steigenden Reinigungs- und Beschaffungskosten • Personalgewinnung im Haupt- und Ehrenamt (u.a. verstärkte Ausbildung von Fachkräften zur Sicherstellung der Funktionsbesetzung im Brandschutz und im Rettungsdienst) • allgemeine Preissteigerungen bei der Reinigung und der Beschaffung der Kleidung Mieten (Teilplanzeile 16) 2.257.748 2.468.462 2.896.031 3.501.701 3.744.997 3.262.000 3.562.000 300.000 Aus den Verzögerungen im Bereich der Fahrzeugbeschaffungen aufgrund global gestörter Lieferketten ergibt sich die vorübergehende Notwendigkeit, Einsatzfahrzeuge zur Kompensation von Ausfällen anzumieten. Konkret wurden zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft ein Feuerwehrkran, eine Drehleiter und ein Intentsiv-Rettungswagen angemietet, um den Zeitraum bis zum Eintreffen der neuen Fahrzeuge zu überbrücken. Dadurch sind Mehraufwendungen von rd. 150.000 € entstanden. Hinzu kommt die Anmietung von zwei neuen Objekten als Ersatz für zwei zuvor bestehende Liegenschaften, die vermieterseitig gekündigt wurden. Hierdurch sowie durch allgemeine Mietpreiserhöhungen entsteht ein weiterer Mehrbedarf von rd. 150.000 €. Ist 2019 Ist 2020 Ist 2021 Ist 2022 Ist 2023 Plan 2024 Prognose 2024 Mehrbedarf 2024 Erläuterung Telefon (Teilplanzeile 16) 166.546 232.300 455.583 381.921 592.403 280.000 380.000 100.000 An den Standorten der Freiwilligen Feuerwehr war die Ertüchtigung / Erneuerung der Telekommunikationstechnik zwingend erforderlich. Außerdem wurde jede Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr und jedes Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) der Berufsfeuerwehr aus einsatztaktischen Gründen mit einem Mobiltelefon ausgestattet. Hierdurch entstehen Mehraufwendungen von rd. 100.000 €. Bereits seit 2021 zeichnet sich ein Mehrbedarf im Bereich der Telekommunikation ab. Förderung Ehrenamt (Teilplanzeile 16) 482.443 478.599 571.075 523.775 667.176 500.000 600.000 100.000 Für die Umsetzung des Ehrenamtskonzeptes wurden ursprünglich zusätzliche 450.000 € im Haushaltsplan 2020/2021 veranschlagt. Dieser Ansatz wurde in den Folgejahren aus Konsolidierungsgründen reduziert. In 2024 entsteht für die Umsetzung des Ehrenamtskonzeptes somit ein Mehrbedarf von rd. 100.000 €. Allgemeiner Mehrbedarf, u.a. Unterhaltung Betriebs- und Geschäftsausstattung (Teilplanzeile 13) 500.000 Weitere Preissteigerungen für die Unterhaltung der Betriebs- und Geschäftsausstattung führen zu einem Mehrbedarf von rd. 500.000 €. So wurden z.B. zur Unterhaltung von Hard- und Software im Haushaltsplan ursprünglich 1.100.000 € veranschlagt. Die tatsächlichen Kosten liegen jedoch um ca. 200.000 € darüber. Für die Bewachung der Baustelle auf dem Kalkberg wurden 250.000 € eingeplant, die tatsächlichen Kosten werden mit rd. 400.000 € prognostiziert, also rd. 150.000 € über dem Planansatz. Die weiteren Mehraufwendungen von rd. 150.000 € ergeben sich hauptsächlich durch den Bezug mehrerer neuer Gebäude(teile) wie z.B. durch die Erweiterung der Feuer- und Rettungswache 9, die Inbetriebnahme der Rettungswache Worringen und des neuen Gerätehauses der Löschgruppe Longerich. Die Mehraufwendungen resultieren dabei vorrangig aus der mit dem Bezug der Gebäude(teile) verbundenen Erstausstattung der Räumlichkeiten mit Möbeln und Informations-/Datenverarbeitungstechnik. 9.363.472 9.152.406 11.886.462 13.524.025 14.298.794 11.042.000 15.442.000 4.900.000
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3757/2024
- Typ
- Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
- Datum
- 03.12.2024
- Erstellt
- 25.11.2024 09:49