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Stadtbibliothek Köln Bericht 2017/2018

Mitteilung Ausschuss 3949/2017 vom 10.01.2018

Stand: Am 23.01.2018 im Ausschuss Kunst und Kultur beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/43 Vorlagen-Nummer 10.01.2018 3949/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 23.01.2018 Stadtbibliothek Köln Bericht 2017/2018 Der Ausschuss Kunst und Kultur soll über die wesentlichen Planungen für 2018 und die Aktivitäten der Stadtbibliothek Köln aus dem Jahr 2017 informiert werden. Der Bericht 2017/2018 wird den Mitgliedern des Ausschusses für Kunst und Kultur als Infobroschüre über den Postverteiler, elektronisch sowie in der Sitzung zur Verfügung gestellt. Die Direktorin wird dem Ausschuss einen kompakten Überblick – vor allem über die laufenden Pla- nungen - geben. Einige Fakten  Weiterhin steigende Besucherzahlen, stabile Werte bei der Mediennutzung.  Veranstaltungsangebote werden noch stärker angenommen.  Samstag ist Familientag in allen Einrichtungen der Stadtbibliothek.  Digitale Angebote und Veranstaltungen rund um digitale Entwicklungen sowie zu MINT- Themen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.  Die Bedeutung der Bibliothek als nichtkommerzieller Lern-, Kreativ- und Begegnungsort mit vielfältigen Schnittstellen zu virtuellen Anwendungen nimmt weiter zu.  Partizipative Angebote, Bürgerbeteiligung und ehrenamtliches Engagement stehen immer stärker im Fokus.  Kollaboratives Arbeiten wird zentral und Makerspaces werden als Kreativräume zu gleichwer- tigen Bibliotheksangeboten.  Leseförderung, Medienpädagogik und digitale Bildung werden gleichrangig und parallel wahr- genommen. Ebenso Printmedien und E-Books.  Im Rahmen des Böll-Jahres erfuhren die zahlreichen Angebote der Stadtbibliothek große Be- achtung, besonders auch die Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche. 2017 2016 Veranstaltungen 3.089 3.093 Stabil Veranstaltungsbesucher 50.216 44.318 Zuwachs um 13 % zum Vorjahr Besucher 2.376.890 2.341.507 Zuwachs um 1,5 % zum Vorjahr Mediennutzung 7.530.777 7.577.999 Stabil, geringfügige Abweichung um -0,6 % gez. Laugwitz-Aulbach
  • Jahresbericht 2017_2018 - KEIN UMDRUCK

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    2017 / 2018 Redaktion/Layout/Konzeption: Stadtbibliothek Köln Fotos: © Stadtbibliothek Köln, falls nicht anders angegeben Druck: Druckhaus Süd, Köln Stand: Januar 2018 Im Text wird wegen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Die Oberbürgermeisterin Stadtbibliothek Der Oberbürgermeister Foto auf der Titelseite: Eine von Vize-Bürgermeister Wang Ning angeführte Delegation aus der Partnerstadt Peking besucht die Stadtbibliothek Köln Mit großer Freude blicken wir auf das vergangene Jahr. Der enorme Zuspruch, den wir erfahren, bestätigt und bereichert unsere innovative Bibliotheksarbeit. Die Besucherzahlen haben sich weiter nach oben entwickelt – fast 2,4 Millionen Menschen sind unserer Einladung 2017 gefolgt. Die Digitalisierung zeigt sehr deutlich: Der Lernprozess hört nie auf – weder für uns als Mitarbeitende, noch für unsere Besucherinnen und Besucher. Die Bedeutung der Bibliothek als nichtkommerzieller Lern-, Kreativ- und Begegnungsort nimmt kontinuierlich zu. Digitale Services und Programme rund um technologisch-gesell- schaftliche Themen erfreuen sich dabei zunehmender Beliebtheit. Stets gehen wir proaktiv vor und machen di- gitale Entwicklungen frühzeitig transparent – unter anderem in unseren Veranstaltungsforen und Workshops. Partizipative Angebote, Bürgerbeteiligung und ehrenamtliches Engagement stehen bei uns besonders im Fokus. Dankbar erleben wir die Anerkennung unserer Arbeit, was uns auch 2018 beflügelt. Dazu zählen beispiels - weise: Schwerpunktmittel für MINT-und Digitalprojekte seitens der politischen Entscheidungsträger, die Un - terstützung unserer interkulturellen Arbeit durch die renommierte „Kulturstiftung des Bundes“ oder die Aus - zeichnung Kölns als „Vorlesestadt 2017“ in der Kategorie Nachhaltigkeit, die – neben vielen anderen Akteuren – auch auf unseren Aktivitäten beruht. Bei all unserem Handeln werden wir national und international auch außerhalb unserer Branche stark wahrgenommen. Das freut uns sehr. Im Namen des gesamten Teams danke ich unseren Unterstützern, Sponsoren und Partnern, aber auch unseren höchst engagierten Ehrenamtlichen und unseren Fördervereinen für ihre kreative Arbeit, die wir nicht hoch genug wertschätzen können. Vorwort von Dr. Hannelore Vogt Dr. Hannelore Vogt, Direktorin der Stadtbibliothek Köln Die Zentralbibliothek soll bei laufendem Betrieb einer Generalsanierung unterzogen werden. Bei einem entsprechenden Baubeschluss Anfang 2018 dauert die Baumaßnahme voraussichtlich von 2019 – 2023. Der Besucherbereich wird auf der Grundlage eines innenarchitektonischen Wettbewerbes zeitgemäß umgestaltet. Bauherr ist die Gebäudewirt - schaft der Stadt Köln; die Stadtbibliothek ist Mieter und Nutzer. Während der Umbauphase stehen die Bestände weiterhin – teils im Magazin – zur Verfügung und auch die Programmangebote werden weitestgehend aufrechterhalten. Konsequent wurden die Vorbereitungen zur Generalsanierung weiter - getrieben. Die Leistungsphase der Entwurfsplanung inklusive der Farb - gestaltung konnte abgeschlossen werden. Der Anspruch ist, ein archi - tektonisches Zeichen für eine offene und integrative Großstadtkultur zu setzen. Ein Highlight wird sicher die Dachterrasse. Mit Blick auf die Zukunft wird ein flexibles Konzept für einen innovativen Wissens-, Lern,- und Erlebnisraum geschaffen, in das sich die Bürger aktiv einbringen kön- nen. Generalsanierung „Zentralbibliothek“ Design Thinking – Neugestaltung der Stadtteilbibliothek Kalk Die Stadtteilbibliothek Kalk erhält eine neue Innengestaltung. Zu - schüsse kamen vom Landesprogramm „Zuweisungen für Investiti - onen an Gemeinden zur Förderung von Quartieren mit besonderem Entwicklungsbedarf “. Die Kalker Bibliothek, Experimentierfeld für Gaming und medial-digita- le Kompetenzen, wird mit mutigem Design und neuen interkulturellen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien ausgestattet – ange - passt an die örtlichen Bedürfnisse. Bereits im Vorfeld der Konzeptent - wicklung hat die Stadtbibliothek die Kalker Bürgerschaft im Rahmen einer Nutzerbefragung beteiligt. Die Ergebnisse flossen in einen mo - dernen „Design Thinking Prozess“ ein, an dem Bibliotheksmitarbeiten- de unterschiedlichster Einsatzbereiche involviert wurden. So entsteht in Kalk gerade ein neuer Lebensraum mit hoher Aufenthaltsqualität und viel Raum zum eigenen Tun. Der niederländische Architekt Aat Vos hat als „Art Director“ wertvolle Impulse für die Neugestaltung geliefert; unterstützt wird er vom Büro „FRANKE Architektur / Innenarchitektur“. Spezialgebiete von Aat Vos sind die Wiederbelebung öffentlicher Räume und die Gestaltung von Bibliotheken. Er hat in Oslo, Amsterdam und Antwerpen an Bibliothe - ken gearbeitet. http://aatvos.com/project/koln-kalk-library/ “One of the great achievements of the Kalk project is the team’s energy and informal belief to just realize the project. That turns out to be a source of energy we can rely on. It is a team effort – and that is what makes the process great. This will become visible in Kalk.“ (Aat Voss – architect). Der Makerspace, Forum zum Selbermachen, hat sich auch 2017 räum- lich und inhaltlich ausgeweitet – mit modernster Hardware und akti - vierenden Angeboten. Die Makeridee wird permanent weiterentwi - ckelt, dabei werden die implementierten Technologien, Services und Programme nach ihrer gesellschaftlichen Relevanz beurteilt. So haben auch die aktuellen Virtual Reality-Produkte große Auswirkungen auf die Medienkultur und das Thema „Künstliche Intelligenz“ wird unsere Zukunft maßgeblich beeinflussen. Das Angebot der Stadtbibliothek an ihre Besucherinnen und Besucher beinhaltet, Technik nicht nur kennenzulernen, sondern aktiv zu nutzen und selbst Hand anzulegen. Inzwischen ist die ganze Bibliothek zum „Makerspace“ geworden – einem Ort, an dem man Neues lernt, Dinge ausprobiert und eigenes Wissen an Andere weitergibt. An diesem Beispiel zeigt sich die neue Rolle der öffentlichen Bibliothek. Sie bietet nicht nur mediale Informationen, sondern schafft eine stets aktuelle technische Plattform, um den Menschen kreative Prozesse und Ergebnisse zu ermöglichen – sie werden vom Konsumenten zum Produzenten. Feste Bestandteile des Programmes sind beispielsweise die zweimal jährlich erscheinenden Workshop-Programme „Digitale Werkstatt“, „Makerspace“ und die „MakerKids“. Die Workshops sind inzwischen Selbstläufer. Beispiele für Kompetenzangebote: Regelmäßige Vorführungen von Virtual Reality-Brillen, wie „HTC Vive- Brille“ und „Oculus Rift“ mit der Möglichkeit, Lizenzen zur Selbstnut - zung zu erwerben. VR-Lizenz: In Workshops lernt man, wie man eine VR-Brille und den dazugehörigen Computer richtig bedient – danach kann man Termine reservieren und die HTC Vive kostenfrei nutzen. Auch für die selbstständige Nutzung des 3D-Druckers werden Work - shops angeboten. Inzwischen haben schon etwa 400 Personen die „Li- zenz zum Drucken“ erworben. Makerspace – Labor der kreativen Entfaltung Wer möchte nicht einmal zum Mond reisen, in der Tiefsee tauchen oder in einen Vulkan hinabsteigen – und das alles, ohne die Bibliothek zu verlassen? Möglich wird das mit Google Expeditions. Mit diesen Virtual Reality-Anwendungen lassen sich faszinierende Landschaften, erstaunenswerte Sehenswürdigkeiten und spektakuläre Naturphäno - mene hautnah miterleben. Die Stadtbibliothek Köln wurde von der „Stiftung Lesen“ und der Google Zukunftswerkstatt eingeladen, sich am Pilotprojekt „Google Expeditions“ zu beteiligen. Dabei handelt es sich um sphärische Fotos von Sehenswürdigkeiten, Naturphänomenen oder Ausstellungsräumen. Mit einer VR-Brille wie dem Cardboard und dem Smartphone können diese Räume aus einer 360°- Perspektive erkundet werden. Über die Faszination der virtuellen Realität wird der Forschergeist angeregt und eine Brücke zwischen VR und Lesen ge - schlagen, denn immer werden auch Sachbücher zum jeweiligen The - ma vorgestellt. Im Rahmen von Klassenführungen und mit ihrem Workshop-Format “Makerkids“ nimmt die Stadtbibliothek Kinder auf eine ganz besonde- re virtuelle Reise mit. So wurden schon Dinosaurier bestaunt und ein solcher aus einem Gipsblock freigelegt und zusammengesetzt. Wir schwimmen neuerdings mit Haien... Eine Brücke zwischen VR und Lernen Coding in der Bibliothek: Roboter NAO – calliope mini Roboter und ihr möglicher Einsatz in unterschiedlichen Arbeitsfel - dern werden kontrovers diskutiert – eine gesellschaftlich bedeutende technologische Entwicklung, über die die Stadtbibliothek informiert. Bereits 2016 wurde der humanoide Roboter NAO angeschafft und in - zwischen mit komplexer Programmierung ausgestattet. Er ist nun in der Lage, Gesichter zu erkennen, zu sprechen (auch auf Kölsch), zu lau- fen oder Tai-Chi vorzuführen. NAO wird nicht nur präsentiert, sondern auch in offenen Programmiertreffen gemeinsam mit Besucherinnen und Besuchern weiterentwickelt. Begleitend dazu werden in der Ver - anstaltungsreihe „wissenswert“ die gesellschaftlichen und ethischen Auswirkungen der künstlichen Intelligenz thematisiert und aktuelle Neuerscheinungen vorgestellt. Eine neue Coding-Errungenschaft der Bibliothek ist der „calliope mini“. Kinder können damit leicht Lichtabläufe, Geräusche oder kleine Spiele programmieren. Pilotphasen zum Einsatz in Grundschulen ab dem dritten Schuljahr laufen bereits. Ein Grund mehr für die Stadtbi - bliothek, in ihren MakerKids-Workshops erste Programmiererfahrun - gen mit calliope möglich zu machen – auch hier mit einem besonderen Blick auf Mädchen. Ausblick: Ausleihe von „calliope minis“. Weiteres gemeinsames Programmieren mit dem humanoiden Roboter NAO, u. a. mit Schülerinnen der Liebfrauenschule Zu den Gesellschaftern der Calliope GmbH gehören neben dem Kölner Stephan Noller u. a. auch die Design-Professorin und Internetbotschafterin der Bundesre- gierung Gesche Joost. Das Projekt wird von den Unternehmen Google, Microsoft, SAP , Bosch, Cornelsen und der Deutschen Telekom-Stiftung unterstützt. Viele naturwissenschaftliche und technische Phänomene werden über Geschichten erfahrbar. Hier setzt das neue Angebot der Stadtbiblio - thek „MINT-Erziehung und Bibliothek der Dinge“ an. MINT ist ein Ak - ronym für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. MINT-Fächer in den Schulen sollen eine frühe Beschäftigung mit den Themen ermöglichen. Die Stadtbibliothek unterstützt dies an ihren speziellen MINT-Stationen mit einem Grundbestand an MINT-Büchern begleitet von einer vielfältigen „Bibliothek der Dinge“. Zum Einsatz kommen hier Mikroskope, Teleskope, Magnete, Sets zur künstlerisch- handwerklichen Bildung wie Nähen, Origami oder Physik-Experimen - tierkästen oder die programmierbare Raupe „Flitzi“ – ein Coding- Spielzeug für Kleinkinder. Alle Geräte sind ausleihbar! Flankiert wird das Angebot durch MINT-Vorlesepaten, um Kinder über das Vorlesen in Verbindung mit kleinen Experimenten für die entsprechenden The- men zu begeistern. MINT-Inhalte und Lesekompetenz werden gewinn- bringend verknüpft. Die Stadtbibliothek ist Kooperationspartner im Netzwerk Vorlesen der Stiftung Lesen, unterstützt von der Telekom- Stiftung. MINT – Erziehung für Kinder von 2 - 10 Ausblick: Großes MINT-Jahr der Stadtbibliothek in 2018 mit dem ersten MINTköln-Festival, einem MINTspace und einem MINTmobil. Die Stadtbibliothek Köln zeigte sich überaus engagiert in der Akqui - se von zusätzlichen Finanzmitteln und der Implementierung von zu - kunftsweisenden Projekten mit prominenten Partnern. Neue Projekte Open Roberta – die Stadtbibliothek Köln wird 2018 Open Roberta Coding Hub Laut „MINT-Nachwuchsbarometer 2017“ wünscht sich sowohl ein Großteil der Schüler als auch der Lehrkräfte mehr digitale Bildung. Um Lern- und Lehrangebote auch außerschulisch zu fördern, eröffnet das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) unterstützt von der Google Zukunftswerkstatt in der Stadtbib - liothek Köln einen „Open Roberta Coding Hub“. Über diese Program - mierungs-Plattform können Kinder auf einfache Weise und spielerisch selbst Roboter und Minicomputer programmieren lernen. Durch das Fraunhofer-Institut geschulte Lernpaten vermitteln dabei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen das spielerische Programmie- ren von Robotern und Mini-Computern (wie dem hauseigenen NAO) sowie „LEGO Mindstorms“ oder „Calliope“. Die Förderung von Mäd - chen ist der Bibliothek dabei ein besonderes Anliegen. Ausblick: Ab Anfang 2018 wird es zweimal im Monat unter anderem kostenlose Lernangebote zum Umgang mit Calliope für Kinder, Eltern und Lehrer geben. Die- ses Angebot ist Teil des MINT-Schwerpunktprogramms 2018. Die Stadtbibliothek freut sich über die Auszeichnung einer umfas - senden mehrjährigen Förderung im Rahmen des Programms „360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft“ durch die Kultur - stiftung des Bundes. Mit diesem Programm fördert die renommierte Bundeskulturstiftung erstmals Bibliotheken in Deutschland. In einem mehrstufigen Auswahlprozess, bei dem die Direktorin nach dem Vor- auswahlverfahren einer Fachjury das Kölner Vorhaben persönlich präsentieren durfte, wurde die Stadtbibliothek Köln als eine von fünf Bibliotheken deutschlandweit für die Förderung ausgewählt. Der Fonds 360° fördert „.. für ihr erfolgreiches Engagement für Diversität bekannte Einrichtungen. Die Bibliotheken, die in Städten mit hohem migrantischem Bevölkerungsanteil angesiedelt sind, haben sich vorge- nommen, als interkulturelle Literatur- und Medienhäuser der Zukunft zu öffentlichen Begegnungsräumen für alle zu werden. Dafür erhalten sie je 360.000 Euro…“ heißt es in der Pressemitteilung der Kulturstif - tung des Bundes. Die Bibliothek möchte weitere interkulturelle Programmangebote schaffen und dabei vor allem auch jugendliche Migranten in Planung und Gestaltung einbinden. In Zusammenarbeit mit Schulen sollen zu - sätzliche Praktikumsplätze für Jugendliche entstehen und die Biblio - thek soll als Ausbildungsplatz vorgestellt werden. Ein weiteres Ziel ist die Stärkung der interkulturellen Kompetenz aller Mitarbeitenden, also auch eine Diversifizierung nach innen. „Maker interkulturell“ – Kulturstiftung des Bundes fördert die Stadtbibliothek Köln I am very happy to know that your Library has received 360.000 € fund. I read in the below mentioned link. http://www.kulturstiftung-des-bundes.de/cms/de/projek- te/nachhaltigkeit_und_zukunft/fonds-fuer-kulturen-der-stadtgesellschaft.html Bangalore Team wishes you all the best. (Goethe-Institut Bangalore am 15.12.2017) sprachraum – gelebte Integration Der sprachraum wurde im Oktober zwei Jahre alt und gilt als großer Gewinn für Köln. Er ist ein offener Lernort und Treffpunkt für Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft und wird von Ehrenamtlichen wie Geflüchteten intensiv genutzt. Das dortige Team der Ehrenamtli - chen hat sich 2017 auf 93 Menschen vergrößert. Sie helfen bei allen Fragen zu Sprache und zur Alltagsbewältigung, organisieren Veranstal- tungen zum Deutschlernen oder führen sie selbst durch. Die Website des sprachraums wurde inzwischen in 14 Sprachen übersetzt, inklusive Kölsch. Neben einem Einblick in andere Kulturen habe der Umgang mit überwiegend geflüchteten Menschen auch ihren Blick auf die eigene Sprache und Kultur verändert – so die Meinung vieler der im sprach - raum tätigen Ehrenamtlichen. Im sprachraum fanden 2017 450 Veranstaltungenstatt. In Kooperation mit mittlerweile rund 30 Bil - dungspartnern wurden 90 interkulturelle Führungen durchgeführt. Der sprachraum fand eine großartige internationale Berichterstat - tung, unter anderem im Guardian, Artikel und Berichte sind unter www.stbib-koeln.de/sprachraum zu finden. Cologne library opens its doors to refugees: ‚You fill this room with life‘ The Cologne Public Library is serving as a social and educational space for the city’s refugees, as counterparts across Germany increasingly become places for community engagement. Could the UK learn from this? (The Guardian - Ross Davies in Cologne Tuesday 21 February 2017 12.00 GMT) https://www.theguardian.com/cities/2017/feb/21/cologne-library-opens- doors-refugees-you-fill-room-with-life Jeder Mensch hat eine Geschichte – und jede Geschichte ist es wert, gehört zu werden. Unter dieser Maxime hat sich die Stadtbibliothek Köln mit Bibliotheken aus Roskilde (Dänemark), Malmö (Schweden) und Athen (Griechenland) zusammengetan, um die Geschichten von Menschen aufzuzeichnen, die erst seit kurzer Zeit Teil unserer Gesell - schaft sind: Menschen mit Fluchterfahrung. Die Stadtbibliothek Köln nimmt an einem EU-Projekt teil, das geflüchteten Menschen ein Forum bietet, ihre persönlichen Erfahrungen und Geschichten zu dokumen - tieren und zu veröffentlichen – gerne in ihrer Muttersprache, in Schrift, aber auch in Bild, Ton oder Video. Das EU-Projekt „A Million Stories“ soll zu einer interkulturellen und multimedialen Sammlung von Geschich- ten werden, die das Leben schreibt: Kindheit, Herkunft, Ausbildung, Wünsche und Hoffnungen – aber eben auch Not, Kummer, Flucht und Ungewissheit. Das Projekt will den Blick auf die Herkunftsländer der Geflüchteten lenken, die aktuellen Lebensumstände seit ihrer Ankunft in Deutschland zeigen und zum Dialog anregen. Ausblick: „A Million Stories“ – in Text, Bild, Film, Audio – werden 2018 auf einer gemeinsamen Website veröffentlicht. EU-Projekt A Million Stories – Menschen mit Fluchterfahrung erzählen Die Stadtbibliothek bietet eine neue Lernmethode an, die eine Balance zwischen selbstständigem und gemeinsamem Lernen verspricht: Man lernt online zuhause und trifft sich mit den anderen Kursteilnehmen - den regelmäßig in der Bibliothek. Vorbild der Kölner „Lernteams“ ist die Peer 2 Peer University (P2PU), einer mit dem MIT (Massachusetts Institute of Technology, Cambridge) verbundenen Non-Profit-Organi- sation, die ihre Materialien Open Source zur Verfügung stellt. Der Kölner Philipp Schmidt, Director of Learning Innovation am MIT Media Lab, hat damit seine Vision von Openness in der digitalen Bildung verwirklicht und unterstützt die Stadtbibliothek bei der Umsetzung. Für über 1.800 Themen gibt es jetzt umfangreiche, professionell er - stellte E-Learning-Kurse bei Lynda.com – für alle Bibliotheksmitglieder kostenlos über die E-Ausleihe zugänglich. Die didaktisch hervorragend aufgebauten Trainingsvideos finden sich insbesondere in den Berei - chen Bildbearbeitung & Fotografie, Web, Video & Audio, 3D und CAD, Design, IT, Programmierung, Business und Marketing. Lernteams – Gemeinsam online lernen in der Stadtbibliothek Ausblick: Die ersten Lernteams wurden von der Bibliothek moderiert, die künftigen Gruppentreffen sollen geschulte Ehrenamtliche übernehmen. „Bildung 4.0 ist jedoch mehr als digitales Lernen oder digitaler Wissenstransfer. E-Learning, Blended Learning, Lernplattformen, MOOCs vermitteln Inhalte wie Fron - talkurse oder Fernstudien. Aber so entwickelt sich noch keine Kompetenz. Diese entwickelt sich nur ko-kreierend in der alltäglichen Praxis... Bildung 4.0 muss weit flexibler gedacht werden als in den uns vertrauten Bildungskanälen und -schemata. Dabei die informellen Potenziale des lebenslangen Lernens nicht nur als Worthülse zu nutzen, ist die Herausforderung unserer Zeit.“ http://flowcampus.com/allgemein/bildung-4-0-manifest/ Gaming – Pädagogik vereint mit Spaß Anfang Dezember 2017 wurde die erste bundesweite Studie zur deut- schen Games-Branche vorgestellt, ihr wird ein „enormes wirtschaftli - ches und kulturelles Potential“ attestiert – immer unter der Vorausset- zung der richtigen politischen Impulse. Die Stadtbibliothek Köln engagiert sich bereits seit 2010 aktiv im Be - reich Gaming und erlebt den rapiden Bedeutungszuwachs hautnah. Alle Stadtteilbibliotheken verfügen inzwischen über Konsolenstati - onen, die für offene Spielangebote oder zielgruppenspezifische Pro - grammarbeit verwendet werden. Die Spieletestergruppen des Spie - leratgebers NRW wurden erfolgreich weitergeführt. Ein FIFA-Turnier, die E-Sport-Veranstaltung „Hearthstone & Overwatch“ oder eine In - formationsveranstaltung zur frühkindlichen Mediennutzung gehörten zu den Angeboten. Im Rahmen der „Nacht der Bibliotheken“ konnten Besucher mit VR-Brillen virtuelle Welten erkunden und an einer digita- len Schnitzeljagd teilnehmen. Auch der Dialog mit Ausstellern, Veran- staltern und Besuchern der Gamescom gehört zum Pflichtprogramm des Gaming-Teams. Innovation lebt von den Kompetenzen des Bibliotheksteams. Von - einander lernen ermutigt zu neuen Experimenten. Auch ein Scheitern wird als Wissenserwerb gesehen und bedeutet neuen Ansporn. Diese in Deutschland noch nicht so weit verbreitete Lernkultur, die Druck mildert und Wagemut ermöglicht, wird in zahlreichen Workshops auch an die Bürgerinnen und Bürger weitergegeben. Das Bibliotheksteam – lernen und vermitteln Seit August 2017 nehmen die angehenden FAMIS (Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste) an BLOK teil. BLOK ist das erste bun- desweit etablierte Online-Berichtsheft für die duale Berufsausbildung und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die Auszubildenden nutzen außerdem einen virtuellen Be - sprechungsraum, um Projekte ortsunabhängig und zeitlich flexibel zu planen. In der Praxis wird den Auszubildenden Freiraum zur Gestaltung kleinerer Coding- oder MINT-Workshops gegeben, die sie vor allem in der Bocklemünder Juniorbibliothek erproben. Große Resonanz bei Rat und Verwaltung fand die Präsentation des neuen Angebots „google expeditions“ beim „Digital Education Day 2017“ der Stadt Köln. https://www.online-ausbildungsnachweis.de Ausblick 2018: Mitwirkung an der Neukonzeption der Juniorbibliothek Bockle - münd – Entwicklung einer Coding-Konzeption für Dash&Dot, die kinderfreund - lichen Roboter Ausbildung – neue Wege durch BLOK Internationale Besucher kamen aus Japan, Indien, Australien, Indonesien, Russland, China, aus den Niederlanden und von den Philippinen. Kölner Kolleginnen und Kollegen waren eingeladen als Referenten in Brasilien, Tschechien, Indien, Russland, Belgien, Peru, Polen, Spanien, Türkei sowie der Schweiz. Beispiele für den internationalen Austausch „Bibliotheken und Museen sind die Visitenkarten ihrer Städte“ (Wang Ning, Vize-Bürgermeister von Peking) © Günther Ortmann In „wissenswert“ werden aktuelle gesellschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Themen – vorwiegend anhand von Buchneuer - scheinungen – ausführlich und mit dem Publikum diskutiert. Das For - mat steht für neue Impulse und einen lebendigen Diskurs. Eine Aus - wahl der Gäste 2017: Gerd Gigerenzer, Thomas Metzinger, Matthias Politycki, Constantin Schreiber, Rolando Villazón, Wolf Singer, Ranga Yogeshwar, Louvrens Langevoort, Joachim Frank, Denis Scheck, Gert Scobel, Gisela Steinhauer. Kooperationspartner waren u. a. die Verlage, die Max-Planck-Institute in Berlin und Köln, das Literaturhaus Köln und die Kölner Buchhandlungen. „wissenswert – Gespräche am Puls der Zeit“ Das Literatur-in-Köln-Archiv und das Heinrich-Böll-Archiv der Stadtbi - bliothek feierten den 100. Geburtstag des Kölner Ehrenbürgers und Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll. Gespräche über Bölls neu erschienene „Kriegstagebücher“, sein Verhältnis zu Willy Brandt oder die Ausstellung „Heinrich Böll und die Bildende Kunst“ sind besondere Beispiele für die Feierlichkeiten. Die Stadtbibliothek möchte Heinrich Böll weiterhin durch Inhalte und lebendige Aktivitäten in Erinnerung halten, an denen auch junge Menschen partizipieren können. Es gilt, sein Denken zu vermitteln und die Zeitlosigkeit seiner Gedanken wach- zuhalten und dazu in einen aktiven kontinuierlichen Diskurs mit den Kölnerinnen und Kölnern allen Alters zu treten. 100 Jahre Heinrich Böll – die Stadtbibliothek feiert den Kölner Ehrenbürger Diese Veranstaltungsreihe wendet sich an technikaffine Men - schen und bietet ein offenes, partizipativ ausgelegtes Forum rund um das Thema technologische Entwicklungen und Trends. geeks@cologne nahm hochaktuelle Themen wie Robotik, Künstliche Intelligenz, Virtual Reality (VR), Augmented Reality (AR) und Open Data in den Fokus. Die Events wurden durch eine Vielzahl von Koopera- tionspartnern mit Vorträgen und Live-Demonstrationen unterstützt, darunter die Universität Bonn, das Fraunhofer Institut, Kuka Robotics, IBM, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) oder die deutsche medienakademie. Ein Höhepunkt war der „Tag der Virtuellen Realität“. Die Besucher konnten neue Produkte testen, mit Anwendern und Entwicklern spre- chen und sich über Projekte von Firmen und Institutionen aus Köln und der Region informieren. geeks@cologneGesund leben – Körper, Geist, Gesellschaft Die neue Veranstaltungsreihe, passend zu den Medienangeboten auf der dritten Etage der Zentralbibliothek, ist zu einer festen Institution geworden. Es gab folgende Themenabende: Humor und Achtsamkeit, Gewaltfreie Kommunikation, Resilienz im Arbeitsleben, AD(H)S und Asperger, Gesundheitszentrale Darm. In Vorbereitung für 2018 sind Themen wie Depression, Schlaf, Hoch - sensibilität und Glück. Alle Eltern, deren Kinder im nächsten Jahr in Köln schulpflichtig wur - den, erhielten eine Informationsbroschüre und eine Einladung zur kostenlosen Anmeldung ihrer Kinder in der Stadtbibliothek – zur sofor- tigen Medienausleihe und Nutzung aller interaktiven und interkulturel- len Angebote. Nach der Einschulung kommen die Kinder im Rahmen einer Klassenführung in die Bibliothek – so werden jährlich fast 2000 Erstklässler erreicht. Veranstaltungen mit dem Yunus Emre Institut 2017: türkisch-deutsche Lesungen „Mert und der wundersame Fes“ von Betül Sayın mit begleitender Buchausstel - lung, Gedichtlesungen mit Necdet Neydim aus Istanbul in der Stadtteilbibliothek Nippes. Kooperation mit der SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn: Internationale Kinder- und Jugendbuchwochen, Gastland Frankreich Die Veranstaltungen in der gesamten Stadtbibliothek zeigten einen interessanten Querschnitt durch die französische Kinderliteratur und eine beeindruckende Bandbreite an Möglichkeiten, eine Lesung für Kinder zu gestalten. Bibliotheksausweis in jede Schultüte – Basisaktion mit Breitenwirkung Sprach- und Leseförderung der Stadtbibliothek – ein unerschöpfliches Potenzial Von den „Bücherbabys“ bis hin zu „Digital Storytelling“ spannt sich das Kontinuum der Sprach- und Leseförderungsaktivitäten im gesam- ten Bibliothekssystem. Leseförderung ist eines der fünf strategischen Handlungsfelder der Stadtbibliothek und hat höchste Priorität in der täglichen Arbeit. Köln ist „Nachhaltige Vorlesestadt 2017“ Das haben am 20.12.2017 die Initiatoren und Partner des bundes - weiten Wettbewerbs „Vorlesestadt 2017“ – Stiftung Lesen, DIE ZEIT, Deutsche Bahn Stiftung und Deutscher Städte- und Gemeindebund – bekanntgegeben. Die von der Stadtbibliothek Köln eingereichte Be - werbung überzeugte die Jury, das Votum war einstimmig. Köln werbe seit vielen Jahren für das Vorlesen und mache sich für die Bildung sei - ner Kinder stark, lobte die Jury und führte aus: „Nachhaltige und kon - tinuierliche Leseförderung wird in Köln großgeschrieben. Die Stadt - bibliothek Köln ist neben der Kölner Freiwilligenagentur, dem Jungen Literaturhaus Köln, der Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn, der KidCologne, den Lesementoren und dem Leselauf von Run & Ride for Reading e.V. Dreh- und Angelpunkt des Kölner Vorleseengagements. „In mehr als einer Kultur zuhause“ ist Motto und Leitbild der mehr - sprachigen Sprach- und Leseförderung der Stadtbibliothek. Mit ihrer Initiative „Wir sprechen viele Sprachen“ hat sie ein wirkungsvolles und überaus beliebtes Format für Kinder geschaffen – unabhängig von deren Sprache, Kultur und Religion. Grundschulkinder lesen dabei in Deutsch und ihren Herkunftssprachen vor Publikum gemeinsam eine Geschichte vor. Der Gewinn besteht in einem unschätzbaren Lernef - fekt für Sprache und andere Kulturkreise. Wir sprechen viele Sprachen – Kinder lesen ein Buch in 15 Sprachen „Wie die Ergebnisse der internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) zeigen, haben fast 20% der Viertklässler in Deutschland Probleme beim Lesen. Ein weiteres Ergebnis ist, dass in Deutschland immer noch die soziale Herkunft für den Bildungserfolg von Kindern letztendlich entschei - dend ist. Lesekompetenz als Grundlage jeder Bildung ist von ganz erhebli - cher Bedeutung. Hier spielen die Bibliotheken … eine wichtige Rolle, denn sie unterstützen als außerschulische Bildungspartner seit langem bei der Förde- rung der Lesekompetenz.“ (dbv Deutscher Bibliotheksverband: Potenzial der Bibliotheken für Leseförderung von Kindern nutzen und stärken, 8. 12. 2017) Der 100. Geburtstag Heinrich Bölls bot eine ausgezeichnete Ausgangs- situation für ein ganzjähriges Kinderprogramm, das auf Bewährtes setzte und auch viel Neues bot. Im Zentrum stand dabei das Buch „Der kluge Fischer“, das basierend auf einem Text Bölls von dem Zeichner Emile Bravo kongenial als Bilderbuch zum Thema Glück gestaltet wur- de. Dieses Buch war auch der Startschuss für die ganz neue Kinderakti- on „Junges Buch für die Stadt“ – eine Komplementäraktion für die jün- geren Zielgruppen zum bestehenden beliebten Kölner Format „Buch für die Stadt“. Die Partner Junges Literaturhaus Köln, Kölner Stadt-An- zeiger und Stadtbibliothek Köln werden diese so erfolgreich gestartete Aktion künftig jedes Jahr durchführen. Auf der SPIEGEL-Bestsellerliste erreichte „Der kluge Fischer“ sogar einen stolzen vierten Platz in der Kategorie „Bilderbuch“. Das ganz Jahr über stand „Der Kluge Fischer“ im Zentrum aller Sprach- und Leseförderungsaktivitäten der Stadtbib- liothek: Bilderbuch-Apps, Bilderbuchkino, Bibliotheksquiz, Kamishibai, BeeBot-Miniroboter, Führungen oder Vorlesestunden mit Ehrenamtli- chen. Insgesamt wurden allein 180 „Fischer-Aktionen“ durchgeführt! Junges Buch für die Stadt: Der kluge Fischer 100 Jahre Heinrich Böll für Kinder Am Bundesweiten Vorlesetag, Freitag, 17. November, feierte die Stadtbibliothek Köln mit Schulklassen, Kindern, Eltern und Lehrern und der Oberbürgermeisterin Henriette Reker ein großes Lesefest. Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker würdigte die nachhaltigen, vielschichtigen und mehrsprachigen Sprach- und Leseförderungspro - gramme der Stadtbibliothek und ihre systematische Vernetzung in die Kindergärten, Schulen und Familien. Mit ihren regelmäßigen – auch mehrsprachigen – Vorleseaktionen erreiche allein die Stadtbibliothek jährlich Tausende Kinder und Jugendliche. Ein Drittel der Bibliotheks - nutzer gehört übrigens zu dieser Altersgruppe. Lesefest „Der Kluge Fischer“ am Bundesweiten Vorlesetag Stadtbibliothek vernetzt sich – Präsenz auf Tagungen und Messen 20.03. - 24.03. CeBIT: Die Stadtbibliothek Köln wurde vom „Ministerium für Inneres und Kommunales NRW“ eingeladen, sich auf der CeBIT mit ihren MINT-Angeboten und dem Roboter NAO zu präsentieren. s. a. https://stadtbibliothekkoeln.blog/2017/04/03/mit-unserem-nao-auf-der-cebit-2017/ 27.03. Bildungspartner NRW – Bericht über den Schulservice der Stadtbibliothek im Landtag NRW 25.04. Library Lovers Breakfast im EU-Parlament in Brüssel – Präsentation der Bibliothek vor Europaparlamentariern 30.05. - 02.06. Deutscher Bibliothekartag in Frankfurt a. M. – Präsentation mit Vorträgen zu Zukunftsstrategien 24.06. Kulturfestival Irkutsk / Russland – Digitale Bildung in der Stadtbibliothek Köln 27.06. VHS-Forum – Anwendertreffen der Onleihe-Bibliotheken 19.08. - 25.08. IFLA World Library and Information Congress in Breslau – Präsentation des sprachraums / A Million Stories https://biistories.wordpress.com/2017/08/22/poster-session-alles-ist-politisch 16.10. Infostand auf der Uni-Messe in der Mensa der Universität zu Köln zusammen mit dem Kulturdezernat 17.10. Zentralbibliothek – Bürgerveranstaltung „Kölndigital“ mit Informationsständen, Aktionen und Workshops zum digitalen Angebot der Stadt und der Stadtbibliothek 17.10 - 18.10. EU-Parlament in Brüssel bei „Generation Code – Libraries make you smarter“ während der European Code Week – Präsentation Stadtbibliothek und Vertreter des Deutschen Bibliotheksverbandes 5.11. Infostand bei der Bildungungskonferenz „Bildung im digitalen Wandel“ im Rathaus mit NAO, 3D-Druck und E-Learning 25.11. Kölner Digital Education Day Infostand und Workshop 27.11. - 28.11. Midterm-Meeting des EU-Projekts „A Million Stories“ in Köln – digitales Storytelling-Projekt für geflüchtete Menschen 29.11. Literaturfestival Bangalore / Indien: Digitale Bildung und Literatur Außerschulischer Lernort – Stadtbibliothek im Landtag NRW Nach mehr als zehn Jahren „Bildungspartner NRW“ haben Landesregierung und Kommunale Spitzenverbände die erfolgreiche Partnerschaft von Schulen und außerschulischen Bildungs- und Kultureinrichtungen erneuert. Zusammen mit ihrer Partnerschule „Gymnasium Kreuzgasse“ war auch die Stadtbibliothek Köln eingeladen, um den Anwesenden, unter ihnen die damaligen Ministerinnen Sylvia Löhrmann und Christina Kampmann, über ihre guten Erfahrungen mit „Bibliothek und Schule“ zu berichten. Man war sich einig, dass das theoretische Lernen in der Schule durch die außerschu- lischen Lernorte erst erfahrbar gemacht wird und die praktische Komponente für die Schüler wichtig ist, um Unterrichtsinhalte wirklich zu begreifen. Die regelmäßigen Besuche helfen dabei, die Partnerschaft zu pflegen und zu intensivieren. Ungewöhnliche Messepräsenz – Stadtbibliothek auf der CEBIT Als die Einladung vom Innenministerium NRW kam, herrschte große Euphorie: Ein Stand auf der CeBIT für die Stadtbibliothek und ihren NAO-Roboter! Viele der diesjährigen Messethemen passten gut zu den Angeboten der Stadtbibliothek: Digitalisierung, Robotik, Künst - liche Intelligenz, Virtuelle Realität. Perfekt positioniert an einem der Hauptgänge zog der kleine Roboter viel Aufmerksamkeit auf sich. Selten verging eine Minute, ohne dass jemand fasziniert stehen blieb und mehr über NAO erfahren wollte, und oft bildeten sich richtige Menschentrauben. Mit seinem niedlichen Auftreten ist er die perfek - te Motivationshilfe, um Kindern und Erwachsenen den Einstieg in die Programmierung zu versüßen. Da sich die Stadtbibliothek auch in der MINT-Förderung stark macht, fielen die Gespräche mit den Mes - sebesuchern leicht. Viele informierten sich über die Eigenschaften des Roboters, philosophierten über die Zukunft der Mensch-Roboter- Interaktion, gaben uns ihre Visitenkarten für zukünftige Kooperatio - nen oder zeigten sich verblüfft über die Angebote unserer Bibliothek. Unsere Antwort zu letzterem: Wir sind eine Kultur- und Bildungsein - richtung, ein Ort jenseits des Konsumzwangs. Ja, wir verleihen Bücher und engagieren uns in der Leseförderung, aber wir beschränken uns bei weitem nicht auf das Medium Buch und das geschriebene Wort. Wir sind nicht passiv und statisch, sondern ein aktiver Ort, der Wissen vermittelt, Kreativität fördert und zum Selbertun aufruft. Dazu dienen unser Makerspace, unsere Workshops und unsere Veranstaltungen. Über unsere Angebote in der digitalen Bildung hielt die Direktorin der Stadtbibliothek zwei Vorträge auf der CeBIT. Tigerbooks: Über 2.000 interaktive Bücher, E-Books und Hörbücher mit den tollsten Geschichten bekannter Kinderbuchverlage für Kinder zwischen 2 und 10 Jahren, gesammelt in einer App, werden kostenlos für Bibliotheksmitglieder angeboten. E-Learning mit Lynda: Neben den im letzten Jahr eingeführten Sprach- kursen des renommierten Anbieters Rosetta Stone können seit Som - mer 2017 auch die professionellen Video-Trainings von Lynda alias Vi- deo2Brain von allen Mitgliedern kostenlos genutzt werden – integriert im E-Medien-Portal www.e-ausleihe.de Basiswissen Schule: Seit Herbst integriert im Munzinger-Portal: Das komplette Paket der kompakten Duden-Nachschlagewerke für den gesamten Schulstoff ab der 5. Klasse ist jederzeit online nutzbar. Neue Online-Angebote – überall und jederzeit nutzbar Die Selbstverbuchungstechnologie RFID (Radio-frequency Identifica - tion) ist bereits seit 2012 in der Zentralbibliothek Standard. Anfang 2017 folgten die Stadtteilbibliothek Haus Balchem und Ende 2017 die neu renovierte Stadtteilbibliothek Chorweiler. Bis Ende 2018 soll die erweiterte RFID-Technik mit Ausleih-, Rückgabe-, Bezahl- und Recher- chefunktion in allen Stadtteilbibliotheken eingeführt und in Betrieb genommen werden. Ebenso sollen die bisherigen Magnetkarten-Bi - bliotheksausweise auf verschlüsselte RFID-Kundenkarten umgestellt werden. Der RFID-Ausbau ist eine wichtige bibliotheksstrategische Maßnahme. Neben der Selbstverbuchung werden weitere Serviceerleichterungen und -erweiterungen wie selbstständiger Zugang zu IT-Geräten, Toilet- ten, Taschenschränken möglich, was in letzter Konsequenz auch erwei- terte, kundenfreundliche Öffnungszeiten erlaubt. Den Mitarbeitenden ermöglicht das die dringend erforderliche stärke- re Einbindung in die Wissensvermittlung und Projektarbeit auf allen Ebenen. RFID – neueste Verbuchungstechnologie Schlaglichter aus den Stadtteilbibliotheken Bocklemünd: Vorlesestunden mit Lesehund Bella Bücherbus: 19 Haltestellen wöchentlich, leider unterbrochen von häu- figen Reparaturen Chorweiler: Wiedereröffnung von Chorweiler im Januar 2018 nach Sa- nierung im laufenden Betrieb; Präsentationen und Lesungen des Bu - ches „Der kluge Fischer“ vor 20 Grundschulklassen Ehrenfeld: Lesung mit Luc Blanvallain im Rahmen der Internationalen Kinder- und Jugendbuchwochen Haus Balchem: Wiedereröffnung März 2017 nach umfassender Reno - vierung; Bücherbabys; Literaturcafé; Comic Lounge; Quilting Kalk: wöchentliche Gaming-Spieletester Gruppen mit Kindern und Ju - gendlichen; ab August 2017 umfassende Renovierung Mülheim: Vorlesestunden mit Lesehund Joy; Digital Storytelling; Gaming-Event „Mülheim zockt“ Neubrück: Dauerbrenner Wii für Senioren; Literaturkreis; Neubrücker Kunstsommer; Kalk Gestalten; mehrsprachiges Angebot „Neubrück liest“ Nippes: „Integration durch Leseförderung“ mit der GGS Alzeyerstr.; Manga-Workshops für Mangabegeisterte; MINT-Vorlesestunden; Strickmammselcher Porz: Bilderbuchkino, auch bei Klassen- und Kitaführungen; Ran-ans- Lesen für Schulen in sozialen Brennpunkten; Beratungen zur „onleihe“; Porzer Seniorentag 2017 – „Leben mit allen Sinnen“ Rodenkirchen: Ausstellung „Die Halle“ – Porträts von Rodenkircher Flüchtlingen; zahlreiche Veranstaltungen mit dem Förderverein Litera- mus; Ran-ans-Lesen; Patenschaften mit Schulen in Meschenich Sülz: Autorenwerkstatt für Nachwuchsautoren; „Calliope mini“ zum Programmieren für Kinder; TigerBooks mit vielen Apps; Vorlesen in vielen Sprachen (span., ital., engl.) Minibibs: Bücherbüdchen im Stadtgarten und im Wasserturm in Kalk – Vorstellung der Angebote der Stadtbibliothek, Kindergartenführun - gen; LeseWelten-Vorleseaktionen diesmal u.a. mit Fritz Pleitgen Zahlen, Daten, Fakten Das Bibliothekssystem Zentralbibliothek mit Kinderbibliothek, Musikbibliothek, Makerspace, Heinrich-Böll-Archiv, Literatur-in-Köln-Archiv (LiK), Blindenhörbibliothek, Bibliothek Germania Judaica e.V. Stadtteilbibliotheken 11 Stadtteilbibliotheken (Haus Balchem ist nach langjähriger Renovierung seit März 2017 wieder geöffnet, die Sanierung von Chorweiler im laufenden Betrieb wird Anfang Januar 2018 nach kurzer Schließzeit beendet sein, Kalk wird seit August 2017 umfassend renoviert und neugestaltet. Bücherbus 19 Haltestellen minibibs 2 „minibibs“ (Wasserturm in Kalk und Bücherbüdchen im Stadtgarten) Besucher 2.376.890 – Zuwachs um 1,5 % zum Vorjahr Mediennutzung 7.530.777 E-Ausleihen – Nutzungen 406.700 Beratungs- und Informationsgespräche 457.650 Weiterhin steigende Besucherzahlen, stabile Werte bei der Mediennutzung. Veranstaltungsangebote werden noch stärker wahrgenommen. Digitale Angebote und Programme erfreuen sich steigender Beliebtheit. Die Ausleihrenner 2017 Belletristik Elena Ferrante: Meine geniale Freundin Sachbuch Andrea Wulf: Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur Kinderbuch Jeff Kinney: Gregs Tagebuch Band 11: Alles Käse! Hörbuch Jean-Luc Bannalec: Bretonische Flut Film Inferno Kinderfilm Findet Dorie Musik-CD Bravo – The Hits 2016 Veranstaltungen / Besucher 3.089 50.216 – Zuwachs um 13% zum Vorjahr Social Media Facebook 4.350 Follower 20 % Zuwachs zum Vorjahr Twitter 4.100 Follower 15 % Zuwachs zum Vorjahr Blog 42.000 Aufrufe aus 91 Ländern Instagram 1100 Follower aktuell 70 % Zuwachs zum Vorjahr Mitarbeitende / Stellen 206 / 155 Auszubildende 13 Ehrenamtliche 158 „Wissen teilen, statt es zu verkaufen – welch ein Anachronismus im Zeitalter digitaler Geschäftemacherei! Die offene Bibliothek gilt es zu verteidigen, denn sie bildet das Betriebssystem einer besseren Gesellschaft. Auch in einer modernen Digitalwelt haben wir alle die historische Verpflichtung, die Staffel unseres Weltkulturerbes an die nächste Generation weiterzugeben. Museen, Konzerthallen und Bibliotheken waren nie Profitcenter und lebten stets von der Unterstützung der Gesellschaft. Daran sollten wir festhalten, heute und auch morgen.“ Ranga Yogeshwar/ Nächste Ausfahrt Zukunft (ersch. 5.10.17) anlässlich der Vorstellung seines Buches in der Zent- ralbibliothek am 29.12.17 „Für mich ist die Kölner Stadtbibliothek ein bewundernswertes und vorbildliches Leuchtturm-Projekt – ein Beweis dafür, dass Bildung lebt. Die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigen auf vielerlei Weisen, wie man mit Bildung und Büchern Menschen tat - sächlich helfen kann: mit Sprachkursen, 3D-Druckern oder den Mög- lichkeiten, Software zu erproben. Naturwissenschaften und neues Wissen werden lebendig und buchstäblich begreifbar gemacht. All das gehört zu unserer Wissensgesellschaft genauso wie die Biblio - thek, die den Geist der Bücher erfahrbar macht. Die Stadtbibliothek hat es geschafft, Menschen durch Bildung und Wissen zu begeistern, zusammenzubringen und ein lebendiges Zentrum der Kultur in Köln zu sein.“ Gert Scobel © Günther Ortmann © Günther Ortmann

Beratungsverlauf

  1. 23.01.2018

    Ausschuss Kunst und Kultur

    TOP 8.5, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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