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3455/2024

Die rheinischen Jahrtausendfeiern 1925. Akteure, Interessen, Wahrnehmungen

Mitteilung Ausschuss 04.11.2024

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Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

3577 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/4518 
 
Vorlagen-Nummer 04.11.2024 
 3455/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 05.11.2024 
 
Die rheinischen Jahrtausendfeiern 1925. Akteure, Interessen, Wahrnehmungen 
Bericht zur Tagung am 24./25.10.2024 
Im Jahr 2025 jähren sich die Jahrtausendfeiern der Rheinlande zum 100. Mal. 
Aus diesem Anlass hat das Kölnische Stadtmuseum gemeinsam mit dem Land-
schaftsverband Rheinland, dem LVR-Institut für Landeskunde und Regionalge-
schichte, der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln und der Ge-
sellschaft für Rheinische Geschichtskunde daher in Kooperation mit der Stiftung Orte 
der deutschen Demokratiegeschichte und „Moderne im Rheinland“ Zentrum für Rhein-
landforschung der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf die Tagung „Die rheinischen 
Jahrtausendfeiern. Akteure - Interessen - Wahrnehmungen“ (LVR-Landeshaus) veran-
staltet. 
Hintergrund - Zwischen Moderne und Gemütlichkeit 
Vor rund 100 Jahren gaben u.a. führende Vertreter des rheinischen Provinzial-
verbandes und einzelner rheinischer Städte den Anstoß, mit den rheinischen 
Jahrtausendfeiern ein kulturpolitischen Großprojekts mit überregionaler Strahl-
kraft ins Leben zu rufen. Im Kontext von Rheinlandbesetzung und Separatis-
mus dienten diese Feierlichkeiten u. a. einer Demonstration der angeblich tau-
sendjährigen Zugehörigkeit der Region zum Deutschen Reich. Die Veranstal-
tungen damals umfassten eine Vielzahl städtisch organisierter Ausstellungen, 
Festveranstaltungen und -umzüge, Kundgebungen und Gottesdienste.  
Die 1000-jährige Geschichte zwischen 925 und dem besetzten Rheinland des 
Jahres 1925 diente als Projektionsfläche für regionale und nationale Ambitio-
nen ebenso wie der Selbstvergewisserung des Rheinlands in einer unruhigen 
Zeit. Darüber hinaus nutzten viele rheinische Städte die Veranstaltungen als 
einmalige Gelegenheit zur Leistungsschau und der Förderung von Tourismus.  
Die Tagung konnte auf breiter wissenschaftlicher Ebene Akteure, Interessen und Moti-
vationslagen hinter dem geschichtspolitischen Großereignis untersuchen. Die Jahrtau-
sendfeiern wurden nicht allein als Teil einer politisch dominierten Festkultur interpre-
tiert. Gerade an Rhein und Ruhr waren in den vorangehenden Jahren vermeintlich si-
chere Ordnungen ins Wanken geraten. Einfluss auf die gesellschaftliche Wahrneh-
mung der Gegenwart und formulierte Zukunftserwartungen übte beispielsweise eine

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rasant voranschreitende gesellschaftliche und kulturelle Modernisierung aus. Das Be-
dürfnis, eine überwiegend rückwärtsgewandte Fiktion einer stabilen, geordneten Welt 
zu inszenieren, stellt eine sichtbare Parallele zur heutigen Zeit dar. 
Das Kölnische Stadtmuseum hatte die Aufgabe, den wissenschaftlichen Abschluss-
vortrag der zweitägigen Veranstaltung zu halten und dabei mittels einer geschichtspo-
litischen Betrachtung eine Brücke zwischen Kölner Geschichtsausstellungen der Ver-
gangenheit und der Gegenwart zu schlagen.  
Auf Basis dieser Tagung realisiert das Kölnische Stadtmuseum mit den eingangs ge-
nannten Kooperationspartner im kommenden Jahr eine Tafelausstellung zur Wirkung 
der Jahrtausendaufstellung auf das Köln des Jahres 1925. Die bereits bestehende 
wissenschaftliche Vernetzung des Hauses im Hochschulbereich wird damit um wich-
tige nichtuniversitäre Forschungseinrichtungen ergänzt und solchermaßen gestärkt. 
Insgesamt reiht sich das Thema ein in die verstärkte Beschäftigung mit den 1920er 
Jahren, die das Museum in den nächsten Jahren verfolgen wird. 
 
Gez. Charles

Beratungsverlauf (1)

03.12.2024 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3455/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
04.11.2024
Erstellt
02.11.2024 18:51