Mandari Insight

0370/2023

Tätigkeitsbericht 2022 des Büros für Europa und Internationales

Mitteilung Ausschuss 27.01.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales, Sitzung am 13.03.2023, TOP 2.1

Mitteilung Ausschuss

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Ansehen

2023-01-24-Tätigkeitsbericht 2022

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Ansehen

Mitteilung Ausschuss

427 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
OB/01/3 
 
Vorlagen-Nummer  27.01.2023 
 0370/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In-
ternationales 30.01.2023 
 
Tätigkeitsbericht 2022 des Büros für Europa und Internationales 
Die Verwaltung informiert mit beigefügtem Tätigkeitsbericht über die Arbeit des Büros für Eu-
ropa und Internationales im Jahr 2022. 
 
Gez. Reker

2023-01-24-Tätigkeitsbericht 2022

33222 Zeichen

Tätigkeitsbericht 2022 
 
Büro für Europa und Internationales

Inhalt 
 
Einleitung ................................ ................................ ................................ ..............................  1 
Hauptteil ................................ ................................ ................................ ................................  2 
Europa ................................ ................................ ................................ ...............................  2 
„Europa-Hopping“ zum Europatag ................................ ................................ .................. 2 
Fördermittelakquise – Aufbau eines gesamtstädtischen Monitorings ..............................  3 
Nach innen und außen vernetzt ................................ ................................ ...................... 3 
Städtepartnerschaften ................................ ................................ ................................ ........ 5 
Neue Projektpartnerschaft mit Dnipro in der Ukraine ................................ ...................... 5 
Kooperation mit den Städtepartnerschaftsvereinen ................................ ........................ 7 
Fachaustausch mit Partnerstädten ................................ ................................ ................. 9 
Kommunale Entwicklungszusammenarbeit ................................ ................................ .......10 
Zehn Jahre Klimapartnerschaften ................................ ................................ ..................10 
Die Projekte in Kölns (Klima-)Partnerstädten laufen erfolgreich weiter ..........................10 
Zweiter Platz im Wettbewerb „Kommune bewegt Welt“ ................................ .................11 
Fairer Handel und Faire Beschaffung ................................ ................................ ...............12 
Ausblick ................................ ................................ ................................ ................................ 13

1 
 
Einleitung 
Auch die Arbeit des Büros für Europa und  Internationales war im Jahr 2022 stark ge-
prägt von den verheerenden Auswirkungen der völkerrechtswidrigen Invasion Russ-
lands in der Ukraine und der damit einhergehenden Zeitenwende in der internationalen 
Politik. Oberste Priorität hatte für die Dienststelle im Amt der Oberbürgermeisterin das 
schnelle Leisten humanitärer Hilfe. Einerseits koordinierte das Büro gemeinsam mit 
Cologne Alliance e.V. eine Spendenaktion und Hilfslieferungen für Kölns Partnerstädte 
Klausenburg (Rumänien) und Kattowitz (Polen), wo Hunderttausende Geflüchtete auf-
grund der Nähe zur Ukraine ankamen. Andererseits setzte das Büro den Ratsauftrag 
vom 17. März 2022, eine Projektpartnerschaft mit einer Stadt in der Ukraine zu initiie-
ren, zügig um. 
 
Am 20. Juni 2022 beschloss der Rat  auf Vorschlag der Verwaltung , mit der ukraini-
schen Stadt Dnipro eine Projektpartnerschaft einzugehen, humanitäre Hilfe zu leisten 
und entwicklungspolitische Zusammenarbeit zu initiieren.  Diesem Auftrag kam d as 
Büro für Europa und Internationales durch die Organisation von Fachaustauschen und 
zahlreiche Hilfslieferungen nach, wobei das Blau -Gelbe Kreuz  e.V. tatkräftig unter-
stützte. Am 27. Oktober unterzeichneten Frau Oberbürgermeiste rin Reker und Herr 
Bürgermeister Filatow während einer Videokonferenz den offiziellen Kooperationsver-
trag. Im Dezember besuchte eine Fachdelegation aus der neuen ukrainischen Projekt-
partnerstadt Köln unter Leitung von Vizebürgermeister Volodymyr Miller. 
 
Die unmittelbare Hilfe Kölns für Dnipro ist auch Ausdruck der rasant zunehmenden 
Bedeutung der Städte in einer globalisierten Welt. Die Folgen von Klimakrise, zuneh-
mende Flucht- und Migrationsbewegungen, Energie - und Ressourcenmangel sowie 
die Corona-Pandemie wirken sich direkt auf die Städte aus. Damit spielt die internati-
onale Kooperation zwischen Kommunen eine immer größere Rolle: Fach - und Erfah-
rungsaustausche, humanitäre und nachhaltige Entwicklungsprojekte oder diplomati-
sche Appelle von Stadt zu Stadt zur Wahrung der Menschenrechte tragen dazu bei, 
vor Ort die globalen Herausforderungen zu lösen. Als Frank-Walter Steinmeier im Ok-
tober 2022 die Ukraine besuchte, rief er dazu auf, deutsch-ukrainische Kommunalpart-
nerschaften abzuschließen. Auch hierin zeigt sich die stark wachsende Bedeutung der 
Städte in der Welt.  
 
Dieser Bericht gibt einen Überblick über die wesentlichen Aktivitäten des Büros im Jahr 
2022. Er gliedert sich in die drei zentralen Bereiche Europa, Städtepartnerschaften und 
Kommunale Entwicklungszusammenarbeit. Um Fokus und Kürze zu gewährleisten, 
konzentriert sich der Text auf die drei zentralen Schwerpunkte jedes einzelnen Arbeits-
bereichs. Da sich die Stadt Köln zu den Globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten 
Nationen (Sustainable Developments Goals/SDGs) bekennt und diese Richtschnur für 
die städtische Entwicklung sind, verweist der Bericht auf die relevanten Ziele.

2 
 
Hauptteil  
Europa  
Mehr als 70 Prozent aller EU-Beschlüsse wirken sich auf die Kommunen aus, und EU-
Fördertöpfe bieten ein enormes Potenzial für Drittmittel. Das Büro für Europa und In-
ternationales fu ngiert als Bindeglied zwischen der eur opäischen und kommunalen 
Ebene mit dem Ziel, die Stadt Köln in Europa und zugleich Europa in unserer Stadt zu 
verankern. Die zentralen Aufgabenbereiche sind dabei EU -Öffentlichkeitsarbeit in die 
Verwaltung und in die S tadtgesellschaft hinein, Vernetzung nach i nnen und nach au-
ßen, das Einwerben von Fördermitteln sowie die Steigerung der Europakompetenz der 
Verwaltung inklusive Fremdsprachenkompetenz. Mit ihrem Dienstantritt zum 15. März 
ist Frau Dr. Birte Klemm auch die neue Europabeauftragte der Stadt Köln.  
 
„Europa-Hopping“ zum Europatag 
Anlässlich des Europatages, der jedes Jahr rund um den 
9. Mai gefeiert wird, hat das Büro für Europa und Inter-
nationales zusammen mit der Volkshochschule  zu ei-
nem "Europa-Hopping" eingeladen. Dabei fuhren am 7. 
Mai 2022 Bürger*innen mit einem eigens angemieteten 
Bus zu Orten, an denen europäische Kulturen in Köln zu 
Hause sind. Sie besuchten die bu lgarische Schule "Az 
Buki Vedi" in Kalk , die im dortigen Caritas-Zentrum Un-
terrichtsräume nutzt. Die Teilnehmenden erhielten  Ein-
blicke in das kyrillische Alphabet, in bulgarischen Volks-
tanz und Landeskunde.  
Zweiter Stopp war das Institut français in der Kölner Südstadt, wo die Teilnehmenden 
sich mit jungen Französ*innen über die Gemeinsamkeit en und Unterschiede von 
Frankreich und Deutschland austauschten. Drittens trafen die Teilnehmenden Bürger-
meister Dr. Ralf Heinen, der Oberbürgermeisterin Frau Reker vertrat,  zu einem Ge-
spräch im Rathaus. Dort teilten die Kölner*innen die Eindrücke ihrer Tour zu europäi-
schen Orten mit. Grundtenor war, dass Köln eine sehr europäische Stadt ist, die durch 
die Arbeit von Vereinen wie die Bulgarische Schule oder das Institut français erfahrbar 
sowie an vielen verschiedenen Orten sichtbar wird.  
Das Büro für Euro pa und Internationales hatte das Europa -Hopping gemeinsam mit 
der Volkshochschule Köln organisiert. Das Land Nordrhein -Westfalen hatte das Pro-
jekt im Rahme n der Europawoche 2022 prämiert  und finanziell gefördert. 
Den produzierten Film zur Europa -Tour könne n Sie hier sehen:   
https://www.youtube.com/watch?v=i4mpm4ej8uo 
 
Folgendes Globale Nachhaltigkeitsziel (SDG) wurde damit gefördert: 
 SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

3 
 
Fördermittelakquise – Aufbau eines gesamtstädtischen Monitorings  
Die Serviceeinheit für Drittmittel im Büro für Europa und Internationales unterstützt die 
Dienststellen entlang des Prozesses der Fördermittelakquise. Sie informiert mit einem 
monatlichen Newsletter sowie anlassbezogen über neue Förderaufrufe und die Regeln 
im Verfahren. Die Serviceeinheit geht zurück auf den Ratsbeschluss „Fördermittelak-
quise und -abwicklung von EU-Drittmitteln“ (3887/2018), der im April 2019 verabschie-
det worden war. Sie befin det sich seit Mitte 2021 in der stetigen Entwicklung und be-
rücksichtigt alle relevanten Fördermittelgeber.   
 
Um einen umfassenden Überblick über die von der Stadt Köln eingeworbenen Förder-
mittel zu erhalten, war ein Schwerpunkt der Arbeit im Jahr 2022 der Aufbau eines ge-
samtstädtischen Fördermittel monitorings. Zu diesem Zweck entwickelte die Ser-
viceeinheit eine Datenbanklösung, die im Jahr 2023 gemeinsam mit dem Amt für In-
formationsbearbeitung weiterentwickelt wird.  
   
 Die Serviceeinheit und die Ausbildungsleitung reichten gemeinsam einen Erasmus+-
Akkreditierungsantrag ein, damit Auszubildende der Stadt im Ausland Praxiserfahrung 
sammeln können. 
 
Folgendes Globale Nachhaltigkeitsziel (SDG) wurde damit gefördert: 
 SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen  
 
 Nach innen und außen vernetzt 
Das Büro für Europa und Internationales war 2022 innerhalb und außerhalb der Stadt-
verwaltung aktiv, um entscheidende Akteure von Politik, Stadtgesellschaft,  Wissen-
schaft und Verwaltung miteinander zu vernetzen und die EU öffentlichkeitswirksam zu 
vermitteln:  
 
 Beim monatlich angebotenen ‚English Lunch‘ waren  die Beschäftigten aller 
städtischen Dienststellen eingeladen, miteinander Englisch zu sprechen  und 
auf diese Weise ihre Englischkenntnisse zu verbessern;   
 
 Am 25. Oktober traf sich die neue Europabe auftrage Dr. Birte Klemm mit Ver-
treter*innen der  Europa-Vereine. Dabei regten die  Europa-Vereine an, das 
Thema Europa stärker an den Kölner Schulen einzubringen. Daraufhin rief Frau 
Oberbürgermeisterin Reker  im November alle Kölner Schulen dazu auf, am 
Wettbewerb zu den Europawochen 2023 teilzunehmen. Das Preisausschreiben 
steht unter dem Motto „EUpdate – Leben und Lernen in Europa“;  
 
 Die Großeinkäufer -Initiative der EU -Kommission zog am 9. November  nach 
zwei Jahren erfolgreich Bilanz in Brüssel. In Köln hatten das Büro Europa und 
Internationales und die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH gemeinsam die 
Initiative geleitet. Ziel war und bleibt, die Auftragsvergaben städtischer Ämter in 
europäischen Städten für innovative, aber teure und schwer am Markt erhältli-
che Waren und Dienstleistungen zusammenzuschließen und die gemeinsame 
Marktmacht auszunutzen.

4 
 
 Am 27. November richteten die Stadt Köln und die EU-Kommission gemeinsam 
eine virtuelle Informationsveranstaltun g zum ‚Green Deal‘ der Europäischen 
Union aus. Dieser Aktionsplan für die Jahre 2021 bis 2027  soll dazu beitragen, 
Ressourcen durch den Übergang zu einer sauberen und kreislauforientierten 
Wirtschaft effizient zu nutzen, die Artenvielfalt weit möglichst wiederherzustel-
len sowie die Verschmutzung der Umwelt zu bekämpfen. Mehr als 30 interes-
sierte städtische Kolleg*innen diskutierten bei der Veranstaltung zu den The-
men Umwelt, Verkehr, Digitalisierung und Verkehr.  
 
 Das Büro Europa und Internationales und di e Personalentwicklung der Stadt 
Köln blicken gemeinsam auf zwei erfolgreiche Schulungen für mehr Europafä-
higkeit in der Verwaltung zurück, die mit dem Bundesverwaltungsamt (BVA) und 
dem Landesverband Rheinland (LVR)  veranstaltet wurden. Dabei wurde der 
Englischkurs, der Anfang des Jahres erstmalig durchgeführt worden war, auch 
im Winter 2022 angeboten. Der bereits seit Jahren bestehende fruchtbare Aus-
tausch der Behörden wurde damit um einen weiteren erfolgreichen Baustein 
erweitert. 
Folgende Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) wurden damit gefördert: 
 SDG 7 – Bezahlbare und saubere Energie 
 SDG 1 – Nachhaltige Städte und Gemeinden 
 SDG 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

5 
 
Städtepartnerschaften 
Köln hat 22 internationale Städtepartnerschaften und damit so viele wie keine andere 
deutsche Metropole. In Folge des Angriffskriegs auf die Ukraine wurde Köln um eine 
Projektpartnerschaft mit Dnipro bereichert . Zudem wurden im Auftrag des Rates ver-
schiedene Möglichkeiten einer Städtepartnerschaf t in Su bsahara-Afrika eruiert. Dar-
über hinaus finalisierte das Büro im Jahre 2022 das neue Städtepartnerschaftskonzept 
und legte es den politischen Gremien zur Beschlussfassung vor.  
Neue Projektpartnerschaft mit Dnipro in der Ukraine 
Frau Oberbürgermeisterin Re ker und der 
Bürgermeister von Dnipro, Borys Filatow , 
unterzeichneten am 27. Oktober 2022 im 
Rahmen einer Videokonferenz den Vertrag 
einer Projektpartnerschaft . Dies ereignete 
sich nur wenige Tage nachdem Bundesprä-
sident Frank -Walter Steinmeier bei seinem 
Besuch in der Ukraine dazu aufgerufen 
hatte, kommunale Partnerschaften zu schlie-
ßen.  
 
In dem Vertrag vereinbarten beide Städte die Zusammenarbeit in den Bereichen Ener-
gieeffizienz, Wasserversorgung und Abwasser sowie Technik und Kultur. Die Koope-
ration beruht auf dem Beschluss des Rats vom 20. Juni, im Rahmen der Partnerschaft 
humanitäre Hilfe für Dnipro zu leisten und entwicklungspolitische Zusammenarbeit zu 
initiieren. Die Projektpartnerschaft ist zunächst auf drei Jahre befristet. 
Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) hatte im Auftrag des Bundes-
ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auch auf-
grund vieler Gemeinsamkeiten das Zusammenkommen der beiden Städte vermittelt: 
Dnipro - etwa 400 Kilometer südöstlich von Kiew in der Ukraine gelegen - hat wie Köln 
mehr als eine Million Einwohner*innen und ist ebenfalls die viertgrößte Stadt des Lan-
des.  
Das Büro für Europa und Internationales koordiniert die Projektpartnerschaft, den fach-
lichen Austausch, den Besuch von Fachdelegationen sowie die Hilfstransporte in die 
Ukraine. Der Verein Blau-Gelbes Kreuz e.V. unterstützt die Stadt Köln bei den Hilfs-
transporten nach Dnipro. 
 
 
Diese Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) wurden damit gefördert: 
 SDG 2 – Ernährung weltweit sichern  
 SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen 
 SDG 6 – Ausreichend Wasser in bester Qualität 
 SDG 7 – Bezahlbare und saubere Energie 
 SDG 11 – Nachhaltige Städte und Gemeinden 
 SDG 17 – Globale Partnerschaften zur Erreichung der Ziele 
 
© Stadt Köln/Costa Belibasakis

6 
 
Folgende Meilensteine markieren das Zustandekommen und die weitere Entwicklung 
der Projektpartnerschaft: 
 
  
 
 
  
 
15. 
♦ 20. Juni 2022 Ratsbeschluss der Stadt Köln 
♦ 29. Juni  Der Kölner Bürgermeister Andreas Wolter und der Vize -
Bürgermeister von Dnipro Volodymyr Miller unterzeichnen 
beim „World Urban Forum“ in Kattowitz (Polen) eine Ab-
sichtserklärung  
♦ 15. Juli Erste Hilfslieferung: Ein mit Medikamenten, Generatoren 
und haltbaren Lebensmitteln beladener Rettungswagen 
macht sich auf den Weg nach Dnipro  
♦ 19. August  Zweite Hilfslieferung: Zwei Fahrzeuge beladen mit Medizin, 
Feuerwehrhelmen und medizinischen Geräten verlassen 
das Lager des Blau-Gelben Kreuz e.V. in Richtung Ukraine 
♦ 22. September  
und 25. Oktober  
Digitale Fachaustausche zwischen Beschäftigten der 
Stadt Köln und Dnipro sowie der RheinEnergie und den 
Stadtentwässerungsbetrieben zu den Themen Wasserver-
sorgung, Abwasserreinigung, Hochwasserschutz, Energie-
effizienz  
♦ 27. Oktober Frau Oberbürgermeisterin Reker und Herr Borys Filatow , 
Bürgermeister von Dnipro, unterzeichnen im Rahmen einer 
Videokonferenz den Kooperationsvertrag  
♦ 25. November  Dritte Hilfslieferung: 118 Generatoren, Medizin, Rollstühle, 
Rollatoren, Matratzen und Winterkleidung werden per LKW 
nach Dnipro transportiert. 
♦ 4. bis 9.  
Dezember  
Eine siebenköpfige Delegation inkl. Vize-Bürgermeister Mil-
ler besucht Köln. Empfang mit Oberbürgermeisterin Reker 
im Rathaus, Fachgespräche zu den Themen Energieeffizi-
enz, Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Hoch-
wasserschutz mit RheinEnergie und Städtischen Entwäs-
serungsbetrieben inkl. Besuchen bei den Gewerken vor 
Ort. Bei der Ratssitzung am 8. Dezember hält Vize-Bürger-
meister Miller eine Rede  
♦ 17. November 
bis 23. Dezember 
Das Blau -Gelbe Kreuz  e.V. übernimmt den Weihnachts-
marktstand auf dem Roncalliplatz, den die Kölner Weih-
nachtsgesellschaft jedes Jahr dem Büro Europa und Inter-
nationales kostenfrei einer Partnerstadt bzw. einem Städte-
partnerschaftsverein zur Verfügung stellt. 2022 lag der Fo-
kus auf Dnipro. Es wurden typisch ukrainisches Handwerk 
und Spezialitäten angeboten. Den Erlös nutzt der Verein für 
weitere Hilfstransporte nach Dnipro. 
♦ 26. Dezember 
2022 
Erneut werden 118 Generatoren, finanziert von den Stadt-
werken, nach Dnipro geschickt.  
♦ Dezember 2022 Die GIZ übergibt der Stadt Köln einen Landcruiser sowie 
drei Minibusse und einen Doppelkabiner. Die KVB spen-
det fünf Busse für den Stadtverkehr, das Grünflächenamt 
einen LKW. Die Fahrzeuge werden Anfang 2023 nach 
Dnipro überführt. 
 
  
Projektpartnerschaft mit Dnipro

7 
 
 
Kooperation mit den Städtepartnerschaftsvereinen  
Hilfslieferungen für ukrainische Geflüchtete durch gesammelte Spenden  
Der Angriff auf die Ukraine hatte auch drastische Folgen für Kölns Partnerstädte Kat-
towitz in Polen und Cluj-Napoca (Klausenburg) in Rumänien. Seit Kriegsbeginn kamen 
dort aufgrund der geografischen Nähe zur Ukraine mehrere Hundert tausend Men-
schen an, zumeist Frauen und Kinder . Die Geflüchteten mussten mit dem Nötigsten 
sowie einer Unterkunft versorgt werden.  
Um die Not zu lindern, initiierten das Büro für Europa und Internationales und Cologne 
Alliance e.V. Anfang März eine Spendenaktion, zu der Frau Oberbürgermeisterin Re-
ker und der Vorsitzende des Vereins , Ludger Giesbert , gemeinsam aufriefen. Die 
Spenden wurden aus dem RestCent-Topf der Stadt aufgestockt (bei den Rest-Cent-
Mitteln handelt es sich um die Cent -Beträge des Gehalts, die Bedienstete der Stadt 
monatlich spenden ). Insgesamt wurde n an beide Städte 40.000 Euro übergeben 
(Stand: Anfang Dezember 2022). Die Spendenaktion w urde im Rahmen des Kölner 
Krippenweges 2022/2023 fortgesetzt.  
Auch schickte die Stadt Köln  Ende April und Anfang Mai zwei Hilfstransporte haupt-
sächlich mit haltbaren Lebensmitteln und  Hygieneartikeln nach Katt owitz und Cluj -
Napoca. Das Büro für Europa und Internationales hatte die Güter bei Kölner Unterneh-
men angefragt. Den Transport nach Polen und Rumänien übernahm eine einge -
sesene Kölner Spedition. 
Diese Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) wurden damit gefördert: 
 SDG 2 – Ernährung weltweit sichern  
 SDG 11 –.Nachhaltige Städte und Gemeinden 
 SDG 17 – Globale Partnerschaften zur Erreichung der Ziele  
 
Gemeinsames Puppenfestival in Köln 
Im Mai 2022 organisierte das Hänneschen-Theater zusammen mit dem ‚PUCK Thea-
ter‘ aus Cluj -Napoca ein Puppenfestival in Köln. Der K lausenburger Oberbürger - 
meister Dr. Emil Boc  und Emilia Botezan, Leiterin des internationalen Büros in Klau-
senburg, waren ebenfalls zum Festival eingeladen und wurden im Historischen Rat-
haus von Bürgermeister Andreas Wolter empfangen. Der St ädtepartnerschaftsverein 
Köln-Cluj-Napoca/Klausenburg e.V. unterstützte die  Veranstaltung und organisierte 
zur selben Zeit eine Ausstellung über Cluj, die im Hänneschen-Theater gezeigt wurde.

8 
 
Menschentürme zu Pfingsten in Köln  
Unter dem Mo tto ‚3 Mal Kölsch -Katalanisches UNESCO Weltkulturerbe‘ kamen An-
fang Juni 200 Menschenturmbauer*innen aus Barcelona nach Köln . Sie bauten auf 
dem Roncalliplatz, im Dom und im Rathaus die traditionellen katalanischen Menschen-
türme, ein immaterielles Kulturerbe der UNESCO.  
 
Frau Oberbürgermeisterin Reker empfing am Pfingstmontag die Gäste im Rathaus, 
bevor es gemeinsam mit den Kölner Altstädtern (Vertreter des Weltkulturerbes „Kar-
neval“) in den Dom (materielles Weltkulturerbe) ging. Das Büro für Europa und Inter-
nationales koordinierte den Besuch federführend.  
 
Jazz-Musiker und Schüler*innen aus Indianapolis in Köln 
2022 feierte der vom Freundeskreis Köln -Indianapolis ins Leben gerufene ‚Indiana -
Jazz Exchange‘  sein ze hnjähriges Jubiläu m. Prof. Monika Herzig engagierte dafür 
zwei US-Jazzmusiker in Köln. Gemeinsam mit zwei Kölner Musikern wurde ein einma-
liges Musikerlebnis geboten. Organisiert wurde es durch die Initiatoren, den Freundes-
kreis der Städtepartnerschaft Köln-Indianapolis e.V. sowie das Amerikahaus e.V. Das 
Konzert wurde mit Mitteln aus dem Fördertopf ‚Städtepartnerschaften gestalten‘ unter-
stützt.  
 
Die Jazzmusiker veranstalteten überdies  mit den Schüler*innen der Carl -von  
Ossietzky-Gesamtschule einen Musikworkshop. Die Kölner Gesamtschule pflegt seit 
2016 eine Schulpartnerschaft mit der Meridian High-School in Indianapolis. Davon be-
suchten zwei Lehrer*innen mit Schüler*innen Köln und die Partnerschule. Das Büro 
für Europa und Internationales unterstützte bei der Organisation d es Programms in 
Köln.  
 
Gäste aus Turku 
Ebenso begleitete das Büro für Europa und Inte rnationales den Besuch von Schü-
ler*innen aus Turku  in Köln. Im Rahmen der am längsten währenden Schulpartner-
schaft in Köln fanden im August und Oktober nach zweijähriger Corona-Pause 2022 
gegenseitige Besuche zwischen Köln und Turku statt.  
  
© Stadt Köln

9 
 
Weitere Aktivitäten mit Cologne Alliance 
Im Jahr 2022 organisierten das Büro für Europa und Internationales zahlreiche weitere 
Aktivitäten mit den Kölner Städtepartnerschaftsvereinen und CologneAlliance, wie zum 
Beispiel einen gemeinsamen Auftritt auf dem Ehrenamtstag und bei der Domwallfahrt 
im September. Dabei besuchte der Archimandrit aus Thessaloniki Köln (in der ortho-
doxen Kirche der Abt eines Klosters) Köln, um an der Wallfahrt teilzunehmen.  
In der zweiten Jahreshälfte bereiteten CologneAlliance und der Flughafen Köln/Bonn 
eine öffentlichkeitswirksame Werbekampagne zu Kölns Partnerstädten auf dem Flug-
hafengelände vor. Die feierliche Eröffnung ist mit Frau Oberbürgermeisterin Reke r, 
CologneAlliance und allen Fördervereinen für die erste Jahreshälfte 2023 geplant.  
Fachaustausch mit Partnerstädten 
Ein allgemeines Anliegen der Städtepartnerschaftsarbeit ist der Austausch zu kommu-
nalspezifischen Themen. So sollen Städte voneinander le rnen und sich mit ihrem 
„Know-How“ gegenseitig bereichern.  
Mit diesem Ansinnen besuchte eine Delegation aus der polnischen Partnerstadt Kat-
towitz im Juni  2022 Köln zu einem Fachkräfteaustausch.  Erstmals war ein Vertreter 
lesbischer, schwuler, bisexueller und transgender Interessen (LGBT) Teil d er  
offiziellen Delegation , die von Vize -Bürgermeister Wozniak angeführt wurde . Frau  
Oberbürgermeisterin Reker lud zu einem Empfang im Rathaus. Während ihres Aufent-
halts informierten sich die Gäste  über Themen rund um Integration und Vielfalt  und 
besuchten entsprechende Einrichtungen. Ebenso tauschten sie sich mit Sozialdezer-
nent Dr. Harald Rau darüber aus, wie Geflüchtete aus der Ukraine in Köln unterstützt 
und untergebracht werden.  
Ebenfalls im Juni fand auf Einladung der Stadt Turku eine Delegationsreise unter der 
Leitung von Bürgermeister Andreas Wolter und dem Beigeordneten William Wolf-
gramm statt. Die Themen nachhaltige Stadtentwicklung, Umweltprojekte und die Stra-
tegien der beiden Städte standen hierbei im Fokus. Der Besuch erfolgte im Vorfeld der 
Jahreshauptversammlung des Städtenetzwerks EUROCITIES im finnischen Espoo.

10 
 
Kommunale Entwicklungszusammenarbeit 
Zehn Jahre Klimapartnerschaften 
2012 rief die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) , die Ansprechpart-
nerin für kommunale Entwicklungspolitik des Bundesministeriums für wirtschaftliche 
Zusammenarbeit und Entwicklung, die ‚kommunalen Klimapartnerschaften‘ mit einem 
Förderprogramm ins Leben. Hierbei führen deutsche Städte mit Kommunen des Glo-
balen Süd ens Projekte in den Bereichen Klimaschutz und Klimafolgenanpassung 
durch. Die Stadt Köln ist 2012 Klimapartnerschaften mit Corinto (Nicaragua) und  Rio 
de Janeiro eingegangen. 2017 folgte ein Vertrag mit Yarinacocha in Peru.  
2022 bedeutete also das zehnjäh rige Jubiläum der Partnerschaften mit den beiden 
Städten in Nicaragua und Brasilien. Kölns Klimapartnerschaften wurden am 8. Mai im 
Rahmen des KlimaTags im Kölner Zoo  gefeiert. Das Büro für Europa und Internatio-
nales organisierte mehrere interaktive Stände, ein Bühnenprogramm auf dem Gelände 
des Kölner Zoos sowie eine Fachdiskussion am Abend des Veranstaltungstages. Auch 
wurde ein Film anlässlich des Jubiläums produziert, siehe hier :  
https://youtu.be/3D8RK4ov4dY 
Folgendes Globale Nachhaltigkeitsziel (SDG) wurden damit gefördert: 
 SDG 13 – Weltweit Klimaschutz umsetzen  
 SDG 17 – Globale Partnerschaften zur Erreichung der Ziele  
Die Projekte in Kölns (Klima-)Partnerstädten laufen erfolgreich weiter  
In Rio de Janeiro startete im Januar 2021 das dreijährige Klimapartnerschaftsprojekt 
zur ‚Vermeidung und Verwertung von Lebensmittelabfällen‘, das von der SKEW geför-
dert wird. Im zweiten Projektjahr erfolgte in Rio unter anderem eine Analyse des Mülls 
der Schulküchen. An 28 Schulen wurden Lehrer*innen und Mitarbeiter*innen in der 
Vermeidung von Lebensmittelverschwendung und der Kreislaufwirtschaft von organi-
schem Müll unterrichtet. Der getrennt gesammelte Abfall wird in der Biogas- und Kom-
postierungsanlage im ‚EcoParque Caju‘ genutzt, wo Biogas und Kompost daraus ge-
wonnen werden. Letzterer wird in Gemeinschaftsgärten zum Gemüseanbau verwen-
det, wodurch der Kreislauf geschlossen wird. 
2022 besuchte anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Städte - und Klimapartner-
schaft eine Kölner Delegation die Stadt am Zuckerhut (die Städtepartnerschaft wurde 
2021 gegründet, die Reise wurde wegen der Corona-Pandemie nachgeholt). Die Teil-
nehmenden aus Rat, Verwaltung und Städtepartnerschaftsvereinen verschafften sich 
unter anderem einen Eindruck von den Klimaschutz-Projekten vor Ort einschließlich 
ihrer sozialen Dimension. 
 SDG 1 – keine Armut 
 SDG 2 – kein Hunger 
 SDG 3 – Gesundheit und Wohlergehen 
 SDG 5 – Geschlechtergerechtigkeit 
 SDG 6 – sauberes Wasser 
 SDG 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz 
 SDG 17 – Globale Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

11 
 
In Bethlehem, Kölns Partnerstadt seit 1996, läuft seit Dezember 2020 ein Projekt mit 
dem Ziel, das Straßenbeleuchtungsnetz zu modernisieren . Bis Januar  2022 wurde 
eine zweite Tranche mit 65 LED -Straßenlaternen installiert, sodass inzwischen 109 
nachhaltige Leuchten in der Stadt strahlen. Dank eines Solarmoduls, das im April auf-
gebaut wurde, ist der Strom klimaneutral und kostengünstig. 2023 steuert das Projekt 
auf sein Ende zu, wobei dann nach Plan insgesamt 205 LED-Laternen die historisch 
bedeutsame Stadt beleuchten werden.  
Auch bei der Projektarbeit mit Corinto, Nicaragua, gibt es einen Erfolg zu verzeich-
nen: Das Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit bewertete 
das Abfallwirtschaftsprojekt, welches  das Büro für Europa und Internationales  
zwischen 2016 und 2019 betreute, als ein Best -Practice-Beispiel für Kommunale  
Entwicklungszusammenarbeit mit Partnerstädten. D ie Studie wurde im Au ftrag des 
Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung  durchge-
führt.  
Folgende Globale Nachhaltigkeitsziele (SDGs) wurden damit gefördert: 
 SDG 7 – Bezahlbare und saubere Energie 
 SDG 13 – weltweit Klimaschutz umsetzen 
 
Zweiter Platz im Wettbewerb „Kommune bewegt Welt“ 
Die Stadt Köln gewann im Jahr 2022 den zweiten Platz im Wettbewerb „Kommune 
bewegt Welt“ und wurde damit gemeinsam mit engagierten Bürger*innen für ihre Arbeit 
für ‚Eine-Welt Stadt Köln“ ausgezeichnet. Dieses Netzwerk ist 2011aus einer Initiative 
der Zivilgesellschaft hervorgegangen und wird vom Büro für Europa und Internationa-
les koordiniert. Das Preisgeld von 15.000 Euro wird in die weitere entwicklungspoliti-
sche Arbeit des Netzwerks investiert.  
Der Wettbewerb würdigt Städte, Landkreise 
und Gemeinden, die si ch für entwicklungs-
politische Zusammenarbeit und gesell-
schaftlichen Zusammenhalt einsetzen und 
dabei Kriterien wie Nachhaltigkeit, Kontinui-
tät und  Teilhabe berücksichtigen. Die ‚ Ser-
vicestelle Kommunen in der Einen Welt ‘ 
(SKEW) von ‚Engagement Global‘  führt den 
Wettbewerb alle zwei Jahre im Auftrag des 
Bundesministeriums für wirtschaftliche Zu-
sammenarbeit und Entwicklung durch. 
Folgendes Globale Nachhaltigkeitsziel (SDG) wurde damit gefördert: 
 SDG 17 – Globale Partnerschaften zur Erreichung der Ziele 
 
  
© Astrid Piethan, Kommune bewegt Welt

12 
 
Fairer Handel und Faire Beschaffung 
Hinter der Idee des Fairen Handels steht der Anspruch, dass Arbeiter*innen unter men-
schenwürdigen Bedingungen arbeiten und existenzsichernde Löhne gezahlt werden. 
Das Büro für Europa und Internationales trägt im Rahmen sein er kommunalen Ent-
wicklungszusammenarbeit dazu bei, diese Idee zu realisieren.  
Da die Stadt Köln jährlich Waren im Wert von Millionen von Euro beschafft, hat sie sich 
zum Ziel gesetzt, Produkte einzukaufen, die den Kriterien des Fairen Handels entspre-
chen. Die Mitarbeitenden des Büros für Europa und Internationales sind damit beauf-
tragt, die faire Beschaffung bei der Stadt Köln weiter voranzutreiben. Für ihre Aktivitä-
ten wird die Stadt Köln seit 2011 als Fairtrade Town zertifiziert. 2022 wurden folgende 
zentrale Aktivitäten durchgeführt: 
Veranstaltungen und Maßnahmen im Bereich Fairer Handel und Faire Beschaf-
fung 
 Am 21. Mai fand ein ‚Faires Frühstück‘ auf dem Ebertplatz statt, mitorganisiert vom 
Büro für Europa und Internationales. Ziel war es, vorbeiflanierende Kölner*innen, 
auf fair gehandelte Lebensmittel aufmerksam zu machen;  
 
 Am 25. August lud Frau Oberbürgermeisterin Reker zu einem Empfang anlässlich 
des 30-jährigen Jubiläums der Initiative  Transfair e.V. im Rathaus ein  (seit 2021 
Fairtrade Deutschland). Dabei verabschiedete sie den langjährigen Vorstandsvor-
sitzenden Dieter Overath in den Ruhestand;  
 
 Das Büro für Europa und Internationales koordinierte in der zweiten Jahreshälfte die 
grafische Gestaltung einer  Straßenbahn der Kölner Verkehrsbetriebe mi t Motiven 
des Fairen Handels, die zwei Jahre lang im Stadtverkehr fahren wird;  
 
 Das Büro für Europa und Internationales organisierte in der ersten Jahreshälfte eine 
externe Beratung zum Thema Faire Beschaffung, sodass bei der Ausschreibung 
der städtischen  Rahmenverträge für Arbeitsschuhe und Dienstkleidung Kriterien 
des Fairen Handels berücksichtigt werden konnten; 
 
 Bei der 8. ‚Fair Trade Night ‘ am 15. September präsentierten Mitarbeitende der 
Stadt Köln die fair beschaffte  und gehandelte Berufskleidung des Amtes für Land-
schaftspflege und Grünflächen mit einer ‚Fliegenden Modenschau‘. Darüber hinaus 
informierte die Stadt als zertifizierte und ausgezeichnete ‚Fairt rade Town‘ mit zivil-
gesellschaftlichen Initiativen über ihr Engagement; 
 
 Durch ein neues Tool in ‚cVergabe‘, dem elektronischen Vergabesystem der Stadt 
Köln, wird seit November 2022 abgefragt, ob Kriterien des Fairen Handels bei der 
Beschaffung berücksichtigt wurden. Damit wurde die Geschäftsanweisung Vergabe 
in diesem Bereich präzisiert.  
Folgendes Globales Nachhaltigkeitsziel (SDG) wurde damit gefördert: 
 SDG 8 – Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum 
 SDG 12 – Nachhaltig produzieren und konsumieren

13 
 
Ausblick 
Die humanitäre und entwicklungspolitische Hilfe für die Projektpartnerstadt Dnipro in 
der Ukraine wird auch 2023 die Arbeit des Büros für Europa und Internationales be-
stimmen. Wie einleitend erwähnt ist die se unmittelbare Unterstützung ein Ausdruck 
der rasant zunehmenden Rolle der Städte in einer Welt, in der Kommunen direkt von 
den Folgen weltweiter Krisen betroffen sind.  
  
Als global handelnde Kommune ist umso wichtiger, die Kölner Stadtgesellschaft für 
internationale Themen zu sensibilisieren und zu informieren. „African Futures“ ist das 
Festival, das vom 30. Mai bis 11. Juni 2023 begleitend zur größten afrikawissenschaft-
lichen Konferenz an der Universität zu Köln stattfinden wird. Das Büro für Europa und 
Internationales organisiert zusammen mit Kooperationspartner*innen das reichhaltige 
Programm, das Teil der geschlossenen Bündnisvereinbarung zwischen den Fraktions-
parteien von 2020 ist, für alle wissenschaftliche Besucher*innen und Kölner Bürger*in-
nen. Die Komplexität, Vielschichtigkeit und Kreativität des modernen Afrika wird dabei 
interdisziplinär beleuchtet werden.  
 
Die dafür eigens gestaltete KVB-Bahn wird Themen des Fairen Handels in die Öffent-
lichkeit bringen, wenn sie ab Frühjahr zwei Jahre lang durch das Kölner Stadtgebiet 
fahren wird. Neu kreierte Werbebanner werden tausenden von Passagier*innen am 
Köln/Bonner Flughafen die 22 internationalen Städtepartnerschaften Kölns sichtbar 
machen. Zur Einweihung ist im Frühling eine Eröffnungsfeier mit der Oberbürgermeis-
terin im Flughafen geplant.    
  
2023 bedeutet das 60-jährige Jubiläum des Élysée-Vertrags und der damit einherge-
henden deutsch -französischen Freundschaft. Die  öffentliche Literaturveranstaltung 
„Europa erlesen“ in Kooperation mit der Staatskanzlei und dem Literaturbüro NRW 
zum Europatag wird unter dieser Thematik stehen.  
 
Dies ist nur ein Ausschnitt der vielzähligen Aktivitäten des Büros für Europa und Inter-
nationales im Jahr 2023. Auf der Website www.stadt-koeln.de/politik-und-verwal-
tung/internationales können Sie sich fortlaufend informieren.

Beratungsverlauf (1)

13.03.2023 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0370/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
27.01.2023
Erstellt
24.01.2023 14:51