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Mitteilung über die Veröffentlichung nach § 3 Abs. 2 BauGB des Bebauungsplan-Entwurfes Nummer 64492/01, Arbeitstitel: Am Bilderstöckchen in Köln-Bilderstöckchen

Mitteilung Ausschuss 3880/2024 vom 22.01.2025

Stand: Am 06.02.2025 in der Bezirksvertretung 5 (Nippes) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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  • Anlage 3 Vorhaben- und Erschließungsplan

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    5000 L 5000 L 5000 L 5000 L 71 44 202 304 1144 87 40 64 279 1147 91 607 605 73 60 c 547 36 250 1145 604 95 60 b 89 548 406 993 42 46 20 60 a 85 83 1146 409 38 14 70 58 a 1145 21 97 16 77 79 292 60 83 62 611 68 58 12 66 607 81 10606 606 18 93 1146 605 31 75 1143 IV Gem.Nippes Flur 90 FD II III VIII FD II Whs FD Whs Whs Whs Whs Whs I III FD FD VIII FD FD Vogesenstrasse 49.62 49.66 49.59 50.50 50.19 50.26 50.04 50.03 49.95 Robert -Perthel -Strasse 49.75 50.01 49.76 FD Gem.Muengersdorf Flur 75 50.01 50.24 49.60 49.12 49.97 49.06 49.55 Rockenhauser Strasse 49.59 49.90 49.51 49.53 49.39 49.54 49.85 49.78 49.66 49.58 51.07 49.78 49.84 49.62 49.74 49.80 49.82 49.94 49.28 49.38 49.28 49.41 50.12 50.20 Gem.Longerich Flur 6 49.77 49.90 49.92 49.94 49.89 50.11 53.10 51.54 50.06 49.92 49.91 49.99 50.65 50.61 49.89 50.80 50.45 49.90 50.74 49.93 50.70 49.92 50.94 52.74 Escher Strasse 50.62 50.05 52.74 52.68 50.2250.21 52.38 50.53 49.32 49.34 49.35 49.85 49.03 49.02 49.08 49.06 49.04 48.95 50.27 V I FD I FD 49.76 49.30 III Am Bilderstoeckchen 49.67 FD III VIII -I V 49.41 I 49.83 FD Whs V FD KiTa V FD 49.4649.21 FD V 49.54 49.75 49.91 49.93 V FD 49.77 49.70 V SD -I MD FD FD FD FD F MD III F F FD VIII IV V F III 51.30 FVIII VIII III 49.91 49.82 IV 49.87 49.24 49.54 S 50.06 S 50.45 49.37 49.23 III 49.36 S S 49.44 III V 49.30 I 49.82 49.32 49.78 III III F 50.01 Bolzplatz F 49.51 III V S FDI III III 49.98 49.93 S III F IV S 49.73 III S 49.30 I IV 49.39 49.40 49.59 F 49.32 50.12 50.07 M Kleinkind - spielplatz Kleinkind - spielplatz Pocketpark Quartiersplatz TGa -Einfahrt Spielplatz Bestand , privat Kleinkind - spielplatz öffentliche Grünfläche- Spielplatz - Radstellplätze + Fahrradservicestation Wärmepumpen Radstellplätze Radstellplätze Wärmepumpen St Haus 1.1 VI GH 68,1 Haus 1.2 IV GH 62,4 Haus 1.3 VI GH 71,2 Haus 2.1 VI GH 68,1 Haus 2.2 IV GH 62,4 Haus 3.1 VI GH 67,7 Haus 3.2 IV GH 62,0 Sämtliche Maße sind vom Unternehmer eigenverantwortlich am Bau zu pürfen. Alle Werkpläne sind nur in Verbindung mit den gültigen Schal- und Bewehrungsplänen des Tragwerksplaners, sowie den Durchbruchsplänen der Fachingenieure gültig und/oder den ergänzenden Angaben. Dehnungsfugen sind nach Angabe Tragwerksplaner auszuführen. Der Ausführende ist verpflichtet, den Auftraggeber auf etwaige Unstimmigkeiten der Ausführungsunterlagen hinzuweisen (VOB, §3.3). Alle Quadratmeterangaben beziehen sich auf Fertigmaße. Brüstungshöhen und Türöffnungsmaße beziehen sich auf OKFF. N Index Datum Änderungen Bearb. Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH, vertr. durch die GAG Immobilien AG Straße des 17. Juni 4 51103 Köln Tel.: 0221 / 20 11 - 0 BIL - Am Bilderstöckchen Am Bilderstöckchen 60-70 50739 Köln Ansichten B-Plan Blattgröße: 594 x 420 M: 1:500 Molestina Architekten + Stadtplaner Wormser Straße 21 50677 Köln E-Mail: info@molestina.de Tel.: 0221-2999252-0 ± 0,00 = 50,00 m üNHN = OK FFB EG Werkplanung Ausführungsphase Index: Der Bauherr Der Architekt Legende Brandschutzangaben: fb feuerbeständig (F90-AB, DIN 4102) (R90/REI90/EI90, DIN13501) hfh hochfeuerhemmend (R60/REI60/EI60, DIN 13501) hfhm hochfeuerhemmend mit mechanischer Belastung (REI-M60, DIN 13501) fh feuerhemmend (F30-B, DIN 4102) (R30/REI30/EI30, DIN 13501) vsdT vollwandig, selbst- und dichtschließende Türe dT dichtschließende Tür RS rauchdicht und selbstschließend BW Brandwand (REI-M90, DIN 13501) GBW öffnungslose Gebäudeabschlusswand BBW Bauart einer Brandwand (REI-M90, DIN 13501) Legende Schraffuren und Muster: Stahlbeton WU-Beton Betonfertigteil Mauerwerk Bims Estrich Perimeterdämmung GK-Trennwand Mineralwolle HöheBRH OK Fertigfußboden OK Rohfußboden OK Fertigbau UK Fertigbau OK Rohbau UK Rohbau Schacht Wanddurchbruch (WD b/h cm) Fußbodendurchbruch (BD b/h cm) Deckendurchbruch (DD b/h cm) Änderungswolke gem. Index Legende Zeichen: Legende Abkürzungen: AHD Abhangdecke BD Bodendurchbruch BRH Brüstungshöhe BS Bodenschlitz DA Dachablauf DD Deckendurchbruch HK Heizkörper LRH lichte Raumhöhe NA Notablauf OK Oberkante RH Raumhoch RR Regenrohr RW Rettungsweg UK Unterkante UZ Unterzug ÜZ Überzug VK Voderkante WD Wanddurchbruch WS Wandschlitz ZL Zuluftdurchlass AZ Außenzapfstelle Türhöhe Festigkeitsklassenn.A. Statik: Beton: C25/30; Mauerwerk: Steinfestigkeitsklasse 20 mit Dünnbettmörtel; Isokörbe: XT Typ K-M9-V1-REI120-CV35-X120-H200-6.0 68,03 üNHN 71,13 üNHN 68,03 üNHN 71,13 üNHN 68,03 üNHN 62,33 üNHN 68,03 üNHN 67,63 üNHN 61,93 üNHN 67,63 üNHN 71,13 üNHN 62,33 üNHN 68,03 üNHN68,03 üNHN 62,33 üNHN 67,63 üNHN 61,93 üNHN Gelände Bestand 68,03 üNHN 62,33 üNHN 71,13 üNHN 68,03 üNHN 62,33 üNHN 67,63 üNHN 61,93 üNHN Ansicht West Gebäude 1 Ansicht West Gebäude 2 Ansicht West Gebäude 3 Ansicht Ost Gebäude 1 Ansicht Ost Gebäude 2 Ansicht Ost Gebäude 3 Ansicht Nord Gebäude 1-3 Ansicht Süd Gebäude 1-3 0 23.05.24 Planerstellung SB Sämtliche Maße sind vom Unternehmer eigenverantwortlich am Bau zu pürfen. Alle Werkpläne sind nur in Verbindung mit den gültigen Schal- und Bewehrungsplänen des Tragwerksplaners, sowie den Durchbruchsplänen der Fachingenieure gültig und/oder den ergänzenden Angaben. Dehnungsfugen sind nach Angabe Tragwerksplaner auszuführen. Der Ausführende ist verpflichtet, den Auftraggeber auf etwaige Unstimmigkeiten der Ausführungsunterlagen hinzuweisen (VOB, §3.3). Alle Quadratmeterangaben beziehen sich auf Fertigmaße. Brüstungshöhen und Türöffnungsmaße beziehen sich auf OKFF. N Index Datum Änderungen Bearb. Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH, vertr. durch die GAG Immobilien AG Straße des 17. Juni 4 51103 Köln Tel.: 0221 / 20 11 - 0 BIL - Am Bilderstöckchen Am Bilderstöckchen 60-70 50739 Köln Ansichten B-Plan Blattgröße: 594 x 420 M: 1:500 Molestina Architekten + Stadtplaner Wormser Straße 21 50677 Köln E-Mail: info@molestina.de Tel.: 0221-2999252-0 ± 0,00 = 50,00 m üNHN = OK FFB EG Werkplanung Ausführungsphase Index: Der Bauherr Der Architekt Legende Brandschutzangaben: fb feuerbeständig (F90-AB, DIN 4102) (R90/REI90/EI90, DIN13501) hfh hochfeuerhemmend (R60/REI60/EI60, DIN 13501) hfhm hochfeuerhemmend mit mechanischer Belastung (REI-M60, DIN 13501) fh feuerhemmend (F30-B, DIN 4102) (R30/REI30/EI30, DIN 13501) vsdT vollwandig, selbst- und dichtschließende Türe dT dichtschließende Tür RS rauchdicht und selbstschließend BW Brandwand (REI-M90, DIN 13501) GBW öffnungslose Gebäudeabschlusswand BBW Bauart einer Brandwand (REI-M90, DIN 13501) Legende Schraffuren und Muster: Stahlbeton WU-Beton Betonfertigteil Mauerwerk Bims Estrich Perimeterdämmung GK-Trennwand Mineralwolle HöheBRH OK Fertigfußboden OK Rohfußboden OK Fertigbau UK Fertigbau OK Rohbau UK Rohbau Schacht Wanddurchbruch (WD b/h cm) Fußbodendurchbruch (BD b/h cm) Deckendurchbruch (DD b/h cm) Änderungswolke gem. Index Legende Zeichen: Legende Abkürzungen: AHD Abhangdecke BD Bodendurchbruch BRH Brüstungshöhe BS Bodenschlitz DA Dachablauf DD Deckendurchbruch HK Heizkörper LRH lichte Raumhöhe NA Notablauf OK Oberkante RH Raumhoch RR Regenrohr RW Rettungsweg UK Unterkante UZ Unterzug ÜZ Überzug VK Voderkante WD Wanddurchbruch WS Wandschlitz ZL Zuluftdurchlass AZ Außenzapfstelle Türhöhe Festigkeitsklassenn.A. Statik: Beton: C25/30; Mauerwerk: Steinfestigkeitsklasse 20 mit Dünnbettmörtel; Isokörbe: XT Typ K-M9-V1-REI120-CV35-X120-H200-6.0 68,03 üNHN 71,13 üNHN 68,03 üNHN 71,13 üNHN 68,03 üNHN 62,33 üNHN 68,03 üNHN 67,63 üNHN 61,93 üNHN 67,63 üNHN 71,13 üNHN 62,33 üNHN 68,03 üNHN68,03 üNHN 62,33 üNHN 67,63 üNHN 61,93 üNHN Gelände Bestand 68,03 üNHN 62,33 üNHN 71,13 üNHN 68,03 üNHN 62,33 üNHN 67,63 üNHN 61,93 üNHN Ansicht West Gebäude 1 Ansicht West Gebäude 2 Ansicht West Gebäude 3 Ansicht Ost Gebäude 1 Ansicht Ost Gebäude 2 Ansicht Ost Gebäude 3 Ansicht Nord Gebäude 1-3 Ansicht Süd Gebäude 1-3 0 23.05.24 Planerstellung SB Sämtliche Maße sind vom Unternehmer eigenverantwortlich am Bau zu pürfen. Alle Werkpläne sind nur in Verbindung mit den gültigen Schal- und Bewehrungsplänen des Tragwerksplaners, sowie den Durchbruchsplänen der Fachingenieure gültig und/oder den ergänzenden Angaben. Dehnungsfugen sind nach Angabe Tragwerksplaner auszuführen. Der Ausführende ist verpflichtet, den Auftraggeber auf etwaige Unstimmigkeiten der Ausführungsunterlagen hinzuweisen (VOB, §3.3). Alle Quadratmeterangaben beziehen sich auf Fertigmaße. Brüstungshöhen und Türöffnungsmaße beziehen sich auf OKFF. N Index Datum Änderungen Bearb. Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH, vertr. durch die GAG Immobilien AG Straße des 17. Juni 4 51103 Köln Tel.: 0221 / 20 11 - 0 BIL - Am Bilderstöckchen Am Bilderstöckchen 60-70 50739 Köln Ansichten B-Plan Blattgröße: 594 x 420 M: 1:500 Molestina Architekten + Stadtplaner Wormser Straße 21 50677 Köln E-Mail: info@molestina.de Tel.: 0221-2999252-0 ± 0,00 = 50,00 m üNHN = OK FFB EG Werkplanung Ausführungsphase Index: Der Bauherr Der Architekt Legende Brandschutzangaben: fb feuerbeständig (F90-AB, DIN 4102) (R90/REI90/EI90, DIN13501) hfh hochfeuerhemmend (R60/REI60/EI60, DIN 13501) hfhm hochfeuerhemmend mit mechanischer Belastung (REI-M60, DIN 13501) fh feuerhemmend (F30-B, DIN 4102) (R30/REI30/EI30, DIN 13501) vsdT vollwandig, selbst- und dichtschließende Türe dT dichtschließende Tür RS rauchdicht und selbstschließend BW Brandwand (REI-M90, DIN 13501) GBW öffnungslose Gebäudeabschlusswand BBW Bauart einer Brandwand (REI-M90, DIN 13501) Legende Schraffuren und Muster: Stahlbeton WU-Beton Betonfertigteil Mauerwerk Bims Estrich Perimeterdämmung GK-Trennwand Mineralwolle HöheBRH OK Fertigfußboden OK Rohfußboden OK Fertigbau UK Fertigbau OK Rohbau UK Rohbau Schacht Wanddurchbruch (WD b/h cm) Fußbodendurchbruch (BD b/h cm) Deckendurchbruch (DD b/h cm) Änderungswolke gem. Index Legende Zeichen: Legende Abkürzungen: AHD Abhangdecke BD Bodendurchbruch BRH Brüstungshöhe BS Bodenschlitz DA Dachablauf DD Deckendurchbruch HK Heizkörper LRH lichte Raumhöhe NA Notablauf OK Oberkante RH Raumhoch RR Regenrohr RW Rettungsweg UK Unterkante UZ Unterzug ÜZ Überzug VK Voderkante WD Wanddurchbruch WS Wandschlitz ZL Zuluftdurchlass AZ Außenzapfstelle Türhöhe Festigkeitsklassenn.A. Statik: Beton: C25/30; Mauerwerk: Steinfestigkeitsklasse 20 mit Dünnbettmörtel; Isokörbe: XT Typ K-M9-V1-REI120-CV35-X120-H200-6.0 68,03 üNHN 71,13 üNHN 68,03 üNHN 71,13 üNHN 68,03 üNHN 62,33 üNHN 68,03 üNHN 67,63 üNHN 61,93 üNHN 67,63 üNHN 71,13 üNHN 62,33 üNHN 68,03 üNHN68,03 üNHN 62,33 üNHN 67,63 üNHN 61,93 üNHN Gelände Bestand 68,03 üNHN 62,33 üNHN 71,13 üNHN 68,03 üNHN 62,33 üNHN 67,63 üNHN 61,93 üNHN Ansicht West Gebäude 1 Ansicht West Gebäude 2 Ansicht West Gebäude 3 Ansicht Ost Gebäude 1 Ansicht Ost Gebäude 2 Ansicht Ost Gebäude 3 Ansicht Nord Gebäude 1-3 Ansicht Süd Gebäude 1-3 0 23.05.24 Planerstellung SB Sämtliche Maße sind vom Unternehmer eigenverantwortlich am Bau zu pürfen. Alle Werkpläne sind nur in Verbindung mit den gültigen Schal- und Bewehrungsplänen des Tragwerksplaners, sowie den Durchbruchsplänen der Fachingenieure gültig und/oder den ergänzenden Angaben. Dehnungsfugen sind nach Angabe Tragwerksplaner auszuführen. Der Ausführende ist verpflichtet, den Auftraggeber auf etwaige Unstimmigkeiten der Ausführungsunterlagen hinzuweisen (VOB, §3.3). Alle Quadratmeterangaben beziehen sich auf Fertigmaße. Brüstungshöhen und Türöffnungsmaße beziehen sich auf OKFF. N Index Datum Änderungen Bearb. Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH, vertr. durch die GAG Immobilien AG Straße des 17. Juni 4 51103 Köln Tel.: 0221 / 20 11 - 0 BIL - Am Bilderstöckchen Am Bilderstöckchen 60-70 50739 Köln Ansichten B-Plan Blattgröße: 594 x 420 M: 1:500 Molestina Architekten + Stadtplaner Wormser Straße 21 50677 Köln E-Mail: info@molestina.de Tel.: 0221-2999252-0 ± 0,00 = 50,00 m üNHN = OK FFB EG Werkplanung Ausführungsphase Index: Der Bauherr Der Architekt Legende Brandschutzangaben: fb feuerbeständig (F90-AB, DIN 4102) (R90/REI90/EI90, DIN13501) hfh hochfeuerhemmend (R60/REI60/EI60, DIN 13501) hfhm hochfeuerhemmend mit mechanischer Belastung (REI-M60, DIN 13501) fh feuerhemmend (F30-B, DIN 4102) (R30/REI30/EI30, DIN 13501) vsdT vollwandig, selbst- und dichtschließende Türe dT dichtschließende Tür RS rauchdicht und selbstschließend BW Brandwand (REI-M90, DIN 13501) GBW öffnungslose Gebäudeabschlusswand BBW Bauart einer Brandwand (REI-M90, DIN 13501) Legende Schraffuren und Muster: Stahlbeton WU-Beton Betonfertigteil Mauerwerk Bims Estrich Perimeterdämmung GK-Trennwand Mineralwolle HöheBRH OK Fertigfußboden OK Rohfußboden OK Fertigbau UK Fertigbau OK Rohbau UK Rohbau Schacht Wanddurchbruch (WD b/h cm) Fußbodendurchbruch (BD b/h cm) Deckendurchbruch (DD b/h cm) Änderungswolke gem. Index Legende Zeichen: Legende Abkürzungen: AHD Abhangdecke BD Bodendurchbruch BRH Brüstungshöhe BS Bodenschlitz DA Dachablauf DD Deckendurchbruch HK Heizkörper LRH lichte Raumhöhe NA Notablauf OK Oberkante RH Raumhoch RR Regenrohr RW Rettungsweg UK Unterkante UZ Unterzug ÜZ Überzug VK Voderkante WD Wanddurchbruch WS Wandschlitz ZL Zuluftdurchlass AZ Außenzapfstelle Türhöhe Festigkeitsklassenn.A. Statik: Beton: C25/30; Mauerwerk: Steinfestigkeitsklasse 20 mit Dünnbettmörtel; Isokörbe: XT Typ K-M9-V1-REI120-CV35-X120-H200-6.0 68,03 üNHN 71,13 üNHN 68,03 üNHN 71,13 üNHN 68,03 üNHN 62,33 üNHN 68,03 üNHN 67,63 üNHN 61,93 üNHN 67,63 üNHN 71,13 üNHN 62,33 üNHN 68,03 üNHN68,03 üNHN 62,33 üNHN 67,63 üNHN 61,93 üNHN Gelände Bestand 68,03 üNHN 62,33 üNHN 71,13 üNHN 68,03 üNHN 62,33 üNHN 67,63 üNHN 61,93 üNHN Ansicht West Gebäude 1 Ansicht West Gebäude 2 Ansicht West Gebäude 3 Ansicht Ost Gebäude 1 Ansicht Ost Gebäude 2 Ansicht Ost Gebäude 3 Ansicht Nord Gebäude 1-3 Ansicht Süd Gebäude 1-3 0 23.05.24 Planerstellung SB z. B. III GH 0 25 50 Meter Vorhaben- und Erschließungsplan in Köln-Bilderstöckchen Maßstab 1:500 Entwurf zum Am Bilderstöckchen Blatt 2 von 2 Vorhabenbezogenen Bebauungsplan Entwurf 64492/01 ANSICHTEN Baukörper Nord (Maßstab 1:500) ANSICHTEN Baukörper Süd (Maßstab 1:500) ANSICHTEN Baukörper Ost (Maßstab 1:500) ANSICHTEN Baukörper West (Maßstab 1:500) Häuser 3.2 und 3.1 Häuser 2.2 und 2.1 Häuser 1.3, 1.2 und 1.1 Häuser 1.1, 1.2 und 1.3 Häuser 2.1 und 2.2 Häuser 3.1 und 3.2 Haus 1.3 Haus 2.2 Haus 3.2 Haus 1.1 Haus 2.1 Haus 3.1 Die in den Ansichten dargestellten Fassaden sind beispielhaft. Geringfügige Abweichungen sind im Zulässigkeitsrahmen des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes (Blatt 1) unter Berücksichtigung der Bestimmungen des §30 BauGB zulässig. Der Planentwurf ist nach § 4a Abs. 3 BauGB durch Beschluss des Rates geändert worden. Der Planentwurf ist in der Zeit vom bis nach § 3 Abs. 2 BauGB mit Begründung veröffentlicht worden. Der Rat hat diesen Bebauungsplan in seiner Sitzung am nach § 10 Abs. 1 BauGB als Satzung mit Begründung nach § 9 Abs. 8 BauGB beschlossen. Der Satzungsbeschluss des Bebauungs- plans durch den Rat einschließlich des Hinweises nach § 10 Abs. 3 BauGB wurde am ortsüblich bekannt gemacht. Köln, den Köln, den Köln, den Köln, den Die Oberbürgermeisterin Stadtplanungsamt Im Auftrag ZEICHENERKLÄRUNG BESTAND vorhandene Gebäude Durchfahrt Zahl der Vollgeschosse Dachform Baum Bahngleise Bordstein topografische Begrenzung Flurstücksgrenze Flurgrenze vorhandene Höhenlage über NHN I,III S,W 46.71 Gemarkungsgrenze PLANUNG Asphalt Rasen Pflanzflächen, Stauden, Gräser, Bodendecker Betonsteinpflaster ungebundene Wegedecke Schotterrasen Traufstreifen Hecke Fallschutz Spielplatz extensive Dachbegrünung + Photovoltaikanlage Terrassen Baum Bestand Mastleuchte Baum Fahrradabstellanlage überdacht Stabgitterzaun Retentionsbox auf Tiefgaragen- decke Zuwegung Gebäude BESTAND FREIRAUM Abfallcontainer o.i. Unterflurcontainer Bank Poller Pergola ZisterneFassadenrinne, Lichtschacht Grenze des räumlichen Geltungs- bereichs des Bebauungsplanes Geltungsbereich des Vorhaben- und Erschließungsplans geplante Gebäude und Bauwerke Zahl der Vollgeschosse (als Höchstmaß) Gebäudehöhe in m über Normal- höhennull (NHN) (als Höchstmaß) Tiefgarage Erschließung Freianlagen und Grünflächen Lichtschacht Tiefgarage Escher Straße Am Bilderstöckchen - Veröffentlichung - Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung hat in der Zeit vom 02.01.2023 bis 20.01.2023 nach § 3 Abs. 1 BauGB stattgefunden. Der Stadtentwicklungsausschuss hat die Planaufstellung am 27.10.2022 nach § 12 Abs. 2 BauGB beschlossen. Der Beschluss wurde am 21.12.2022 ortsüblich bekannt gemacht. gez. Reker Oberbürgermeisterin Für den Planentwurf Dezernat VI, Planen und Bauen Es wird bescheinigt, dass diese Planunterlage den Bestimmungen des § 1 Abs. 2 PlanVZ entspricht (Stand: 13.10.2023) Vermessungsbüro Dieper & Henkel Bayenstraße 65 50678 Köln Köln, den 12.12.2022Köln, den Köln, den Köln, den öffentlich bestellter Vermessungsingenieur Beigeordneter Hauseingänge kleiner Solitärstrauch Fassadenbegrünung Groß-Strauch Sandfläche Behindertenparkplatz Wärmepumpe N Für den Planentwurf Vorhabenträgerin Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH Straße des 17. Juni 4 51103 Köln
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    1/88 Begründung nach § 2a Baugesetzbuch (BauGB) zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan-Entwurf Nr 64492/01 Arbeitstitel: Am Bilderstöckchen in Köln-Bilderstöckchen 1. Anlass und Ziel der Planung 1.1. Anlass der Planung Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 11. 02.2014 das Stadtentwicklungskonzept Wohnen (Beschlussvorlage 3443/2013 "Stadtentwicklungskonzept Wohnen" (StEK Wohnen)) beschlossen. Am 20.12.2016 nahm der Rat der Stadt Köln das Ergebnis der Flächenrecherche für weiteren Wohnungsneubau zur Kenntnis und fasste den Beschluss zur Umsetzung des StEK Wohnen (Beschlussvorlage 1028/2015 „Umsetzung StEK Wohnen – hier: Neue Flächen für den Wohnungsbau“). Das StEK Wohnen zeigt Optionen zur weiteren Flächenaktivierung auf, u. a. durch Nutzung von Baulücken, Innenentwicklung im Be stand, ÖPNV-Netzerweiterung, Generationenwechsel im Bestand, interkommunale Koop eration und Regionalplan- überarbeitung, um der prognostizierten Unterdeckung bis 2029 von rund 17.000 Wohneinheiten (WE) Entwicklungspotenziale zur Decku ng des Wohnraumbedarfs in der weiter wachsenden Stadt entgegen zu wirken. Im StEK Wohnen wurde auch ermittelt, welche Wohnbaureserveflächen im Stadtgebiet, für die noch keine Baureife, das heißt Planungsrecht und ge sicherte Erschließung, vorliegt, als Ressourcen vorhanden sind. Im Stadtbezirk Nippes wurden mehrere Potentialflächen erkannt. Das Gebiet nördlich der Straße Am Bilderstöckchen, angrenzend an die öffentliche Grünfläche ist eine dieser Potentialflächen (Nr. 5.08), die kurz- bis mittelfristig für Wohnzwecke entwickelt werden soll. Um diese Entwicklung zu ermöglichen, soll ein neuer vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Vorhabenträgerin, die GAG, hat mit Schreiben vom 05.09.2022 die Einleitung des Verfahrens zur Aufstellung eines vor habenbezogenen Bebauungsplans beantragt. Vor dem Hintergrund des prognostizierten Bevölkerun gswachstums mit einem Anstieg der Einwohnerzahl, der Zahl der Haushalte und damit ein hergehend einer erhöhten zusätzlichen Nachfrage nach Wohnraum, soll durch das neue Quarti er ein Beitrag zur Deckung des aktuellen Wohnraumbedarfs innerhalb der Stadt Köln geleistet werden. 1.2. Ziel der Planung Ziel der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauung splanes ist die Arrondierung der bestehenden Bebauungsstrukturen am nördlichen Rand von Bilderstöckchen mit Mehrfamilienhäusern und die Errichtung von ca. 100 Wohneinheiten. Es kommt das Kooperative Baulandmodell 2017 (KoopBLM 2017) zur A nwendung. Es gilt die angepasste Fassung der Umsetzungungsanweisung des KoopBLM 2017plus vom 05.05.2022. Zur Realisierung des Vorhabens bedarf es der Schaff ung planungsrechtlicher Voraussetzungen auf den Ebenen der vorbereitenden und verbindlichen Bauleitplanung. 2. Verfahren Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzun g am 27.10.2022 nach § 12 Absatz 2 BauGB in Verbindung mit § 13b BauGB die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes 64492/01 „Am Bilderstöckchen“ in Köln-Bilderstöckchen (Beschlussvorlage 3166/2022) beschlossen. 2/88 Die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB erfolgte in der Zeit vom 17.09.2019 bis einschließlich 19.12.2019. Die Öffentlichkeit konnte sich gemäß § 3 Abs. 1 BauGB über die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die wesentlichen Auswirkungen der Planungen beim Stadtplanungsamt unterrichten und sich in der Zeit vom 02.01.2023 bis einschließlich 20.01.2023 zur Planung äußern. Es gingen keine Stellungnahmen ein. Im Mai 2023 wurden dem Gestaltungsbeirat drei städtebauliche Varianten mit Untervarianten, welche zuvor in einer Abstimmungsrunde zwischen der Stadt Köln, der Vorhabenträgerin und dem Architekturbüro aus 15 Varianten als beste Lösu ngen ausgesucht wurden, zur Entscheidung vorgestellt. Der Gestaltungsbeirat hat sich in seiner Sitzung am 09.05.2023 für die Variante mit drei Baukörpern und einer Geschoss igkeit von vier bis maximal sechs Vollgeschossen plus Staffelgeschoss entschieden. Aufgrund der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig vom 18. Juli 2023, dass Freiflächen außerhalb des Siedlungsbereiches einer Gemeinde nicht im beschleunigten Verfahren nach § 13b Satz 1 BauGB ohne Umweltprüfun g überplant werden dürfen, da dies gegen europäisches Umweltrecht verstößt, wurde das Bebauungsplanverfahren auf ein Normalverfahren nach § 2 BauGB in Verbindung mit § 12 BauGB umgestellt. Der Vorgabenbeschluss zur Ausarbeitung des Bebauung splan-Entwurfes wurde vom Stadtentwicklungsausschuss in der Sitzung am 14.03. 2024 positiv beschlossen. Die Beschlussvorlage wurde im Vorfeld am 07.03.2024 vom Ausschuss Klima, Umwelt und Grün und am 14.03.2024 von der Bezirksvertretung Nippes (BV 5) ungeändert empfohlen. Die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger ö ffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB erfolgte in der Zeit vom 19.08.2024 bis einschließlich 17.09.2024. Der geltende Flächennutzungsplan (FNP) stellt den Änderungsbereich als Grünfläche dar. Die Planung des Wohngebietes ist aus der aktuellen Darstellung des FNP nicht zu entwickeln. Der FNP wird daher im Parallelverfahren gemäß § 8 Abs. 3 BauGB geändert, dass zeitgleich läuft. 3. Erläuterungen zum Plangebiet 3.1. Lage und Abgrenzung des Plangebietes Das Plangebiet liegt im Stadtbezirk 5, Köln-Nippes, im Stadtteil Bilderstöckchen. Der Stadtteil Köln-Bilderstöckchen befindet sich westlich im Stadtbezirk Nippes. Er erstreckt sich östlich der Bundesautobahn A 57 von der Inneren Kanalstraße im Süden bis zum Gewerbegebiet Longerich im Norden. Das Plangebiet befindet sich am nord-westlichen Rand der Wohnbebauung im Stadtteil Köln- Bilderstöckchen und stellt den Übergang zu den nörd lich gelegenen Freiflächen dar. Es wird von der Straße Am Bilderstöckchen erschlossen. Der Geltungsbereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes umfasst eine Fläche von ca. 0,94 ha und beinhaltet die Flurstücke 604 und 606 sowie Teile von 607. Alle Flurstücke liegen in der Gemarkung Longerich, Flur 6. Im Norden wird das Plangebiet durch den neuen Fuß- und Radweg im angrenzenden Klimapark (Bilderstöckchen) begrenzt. Östlich und S üdlich schließt die dreigeschossige Bestandsbebauung Vogesenstraße 36-56 bzw. die fünf- bis achtgeschossige Bestandsbebauung Am Bilderstöckchen 58-70 an das Pl angebiet an. Westlich grenzt das Plangebiet an die Escher Straße und den Knotenpunkt Äußere Kanalstraße / Robert-Perthel- Straße. Die Grundstücke befinden sich sowohl in städtischem Besitz als auch im Eigentum der Grund und Boden GmbH (Grubo GmbH, Tochterunternehmen der GAG). Sie werden derzeit nicht baulich genutzt. Das Teilgrundstück der Grubo wird derzeit als Parkplatz genutzt. Das städtische Grundstück wird als Außenbereich nach § 35 BauGB eingestuft. Das 3/88 Grundstücksgeschäft zwischen der Stadt Köln und der Vorhabenträgerin, der Mietmanagementgesellschaft der GAG (M-GAG), wurde 12/2022 vollzogen. Das Erbbaurecht kann gemäß Erbbaurechtsvertrag erst eingetragen werden, wenn der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan vorliegt. Bis dahin verfügt die M -GAG jedoch bereits über alle Rechte eines Erbbaurechtsnehmers. 3.2. Bestandssituation / Vorhandene Struktur 3.2.1. Bebauung und Nutzung im Plangebiet Bei dem Plangebiet handelt es sich zum überwiegende n Teil um eine Freifläche für die Naherholung und zu einem kleinen Teil um eine beste hende vollversiegelte Parkplatzfläche. Im nordwestlichen Bereich gibt es einen größeren Bestand an Bäumen und Sträuchern. Eine bestehende Bebauung gibt es an dieser Stelle nicht. Das Gelände ist durchgehend eben mit Geländehöhen zwischen 49,51 m und maximal 50,26 m ü. NHN. Einzig im nordöstlichen Bereich fällt das Gelände zum Flurstück 250 hin leicht ab. An dieser Stelle beträgt die Geländehöhe 49,22 m ü. NHN. 3.2.2. Bebauung und Nutzung in der Umgebung des Pla ngebietes Der Stadtteil Köln-Bilderstöckchen wurde erstmals E nde des 19. Jahrhunderts bebaut, nachdem der Bahnhof Nippes und der Schlachthof in E hrenfeld errichtet wurden. Es folgten erste Wohnhäuser und eine Schule. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden weite Flächen zur Errichtung eines Artilleriedepots herangezogen, die nach der Aufgabe von der Stadt Köln übernommen und mit Hilfe der Siedlungsgesellschaft „Am Bilderstöckchen“ umgenutzt und zu Wohnungen umgebaut wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten sich die Bauten der Wohnungsbaugenossenschaften weiter, wodurch Köln-Bilderstöckchen weiter gewachsen ist. Heute unterteilt sich der Stadtteil hinsichtlich de r Nutzung in drei Teilbereiche. Der nördliche Bereich rund um die Robert-Perthel-Straße ist durch das Gewerbegebiet GE Bilderstöckchen mit großen Hallenstrukturen geprägt. Während der zentrale Bereich zwischen der Straße Am Bilderstöckchen und dem Parkgürtel überwiegend aus Wohngebäuden besteht, stellt sich der Bereich südlich der Nievenheimer Straße wiederum al s gemischtes Gebiet mit Wohngebäuden, Gewerbestrukturen und ansässigen Dienstleistungsunternehmen dar. Das Plangebiet liegt in einem homogenen Umfeld zwis chen Geschosswohnungsbauten und angrenzenden Grünflächen. Das direkte bauliche Umfeld südlich des Plangebietes ist geprägt von einer offenen Bauweise und drei- bis achtgescho ssigen Wohngebäuden mit Flachdächern. Der nordöstlich angrenzende Bereich sowie das erweiterte Umfeld ist von drei- bis viergeschossigen Zeilenbauten mit überwiegendem Satteldach geprägt. Vereinzelt befinden sich zwei- bis dreigeschossige Reihenhäuser in der Umgebung. 3.2.3. Soziale Infrastruktur Im Umfeld des Plangebietes findet sich eine Vielzah l an Wohnfolgeeinrichtungen, da das Gebiet am Rand des gewachsenen Stadtteils Köln-Bilderstöckchen liegt. Kindertagesstätten In direkter Nachbarschaft des Plangebietes befindet sich eine Kindertagesstätte (Am Bilderstöckchen 60c), die ein anerkanntes Familienz entrum der Stadt Köln ist. Das Familienzentrum Bilderstöckchen bietet seit vielen Jahren diverse Angebote im Stadtteil an, wobei die Arbeit mit Familien im Mittelpunkt steht. Das Familienzentrum dient als Ort der Begegnung und bietet eine umfassende Betreuung, Beratung und Bildung an. Südöstlich des Plangebietes gibt es mit der Katholischen Kindertagesstätte St. Franziskus eine 4/88 weitere Wohnfolgeeinrichtung in der näheren Umgebung (ca. 500 m Entfernung). Im gesamten Stadtteil Köln-Bilderstöckchen gibt es zudem drei weitere Kitas an der Stuttgarter Straße und der Escher Straße. Schulen Die dem Plangebiet nächstgelegenen Schulen sind die Gemeinschaftsgrundschule GGS Alzeyer Straße und die Katholische Grundschule KGS Alzeyer Straße sowie die Katholische Grundschule KGS Osterather Straße. Die Grundschulen im Stadtteil verfügen über ausreichende Kapazitäten, um den durch die Planung entstehenden Bedarf an neuen Schulplätzen aufzunehmen. Im Stadtteil Köln-Bilderstöckchen gibt es aktuell d rei weiterführende Schulen. Die Gemeinschaftshauptschule GHS Reutlinger Str. und das Dreikönigsgymnasium an der Escher Straße liegen ca. 13 bzw. 11 Gehminuten vom Plangeb iet entfernt. Das Gebäude des Dreikönigsgymnasiums wurde seit Ende 2021 bis zum 2 . Quartal 2024 generalsaniert und wurde hierzu in einen Interimsbau im Bürgerpark Nord, östlich der Escher Straße und ca. 200 m vom Plangebiet entfernt, ausgelagert. Seit dem Sc huljahr 2024/2025 wird das nun freie Interimsgebäude im Bürgerpark Nord von einer neuen Gesamtschule zwischengenutzt, deren letztgültiges neues Schulgebäude am Standort Schmie degasse nach Baufertigstellung frühestens 2030 bezogen werden wird. Des Weiteren befindet sich das Joseph-DuMont-Berufskolleg, ebenfalls an der Escher Straße, im Stadtteil Köln-Bilderstöckchen. Freizeitliche Einrichtungen Im direkten Umfeld des Plangebietes gibt es einige freizeitliche Einrichtungen. Das Lucky’s Haus (Am Bilderstöckchen 58a), welches von der SKM Köln betrieben wird, bietet Kindern, Jugendlichen und Familien aus Köln-Bilderstöckchen ein großes Angebot an Begegnungsmöglichkeiten (u.a. ein Jugendcafé). Für den Stadtteil Köln-Bilderstöckchen liegt hinsic htlich des Verhältnisses zwischen vorhandener Spielplatzfläche und Einwohnerzahl (15. 441 EW) ein Fehlbedarf von 9.338 m² vor. Der angestrebte Wert von 2 m² Spielplatzfläche pro Einwohner in Köln-Bilderstöckchen wird mit einem m²-Wert von 1,40 m² unterschritten. In der näheren Umgebung des Plangebietes gibt es mehrere Spielplätze sowie den Bolzplatz im nördlich angrenzenden Klimapark. In ca. 1 km Entfernung an der Longericher Straße be findet sich ein Standort des Netzwerk e.V., der als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe ein vielfältiges Angebot zur Pädagogik und Bildung im Kindes- und Jugendalter anbietet. 3.2.4. Begrünung und Freiraum Der Stadtbezirk Köln-Nippes im nördlichen Köln am l inken Rheinufer zeichnet sich durch die Rheinaue und eine Vielzahl an verschiedenen Grünflä chen aus. Die Parkflächen Lohsepark, Lis-Böhle-Park, Johann-Giesberts-Park, Nordpark, To ni-Steingass-Park, Weidenpescher Park, Nippeser Tälchen, Blücherpark,Bürgerpark Nord und Klimapark sorgen über den gesamten Stadtbezirk für ein zusammenhängendes Netz an Grünflächen. Ergänzt wird dieses Netz durch große Grünflächen, wie die Galopprennbah n und den Nordfriedhof in Köln- Weidenpesch. Innerhalb des Stadtbezirks liegen mehr ere Landschaftsschutzgebiete sowie das Naturschutzgebiet NSG N 13 „Am Ginsterpfad“. Zu dem ist das Rheinufer als Naherholungsgebiet ausgebaut. Die Grünflächen des Stadtteils Köln-Bilderstöckchen befinden sich überwiegend entlang der Bundesautobahn A 57. Hier liegen der Blücherpark, d er Bürgerpark Nord, mehrere Kleingartenanlagen und weitere Grünflächen, die zus ammen das Landschaftsschutzgebiet LSG L 10 „Erholungsgebiet Bürgerpark Nord und angre nzende Grünverbindungen“ bilden. 5/88 Des Weiteren gibt es Sport- und Erholungsflächen, w ie z.b. die Tennisanlage des TK Grün- Gold e.V. Bilderstöckchen verfügt nicht über zentra l im Stadtteil gelegene Grünflächen, sondern wird im Norden und Westen von Grünstrukture n tangiert, wie beispielsweise durch die Grünradiale Bürgerpark Nord. Das Plangebiet verfügt über einen hohen Anteil an G rünflächen und Baumbestand. Nördlich angrenzend an die Bestandsbebauung befindet sich der Klimapark. 3.3. Bestehende Erschließung 3.3.1. Äußere Erschließung Der Stadtbezirk Nippes wird am westlichen Rand von der Bundesautobahn A 57 und am nördlichen Rand von der Bundesautobahn A 1 begrenzt. Über insgesamt drei Anschlussstellen kann das regionale und überregionale Verkehrsnetz i n Richtung Düsseldorf / Oberhausen, Leverkusen / Dortmund und Aachen überdurchschnittli ch gut erreicht werden. Des Weiteren gibt es mit den S-Bahnhaltestellen Köln-Nippes, Gel dernstr./Parkgürtel und Köln-Longerich Anschlussmöglichkeiten an das Verkehrsnetz der Deutschen Bahn. Das Plangebiet wird über die Straße Am Bilderstöckchen erschlossen. In unmittelbarer Nähe zum Plangebiet liegen die Äußere Kanalstraße/Robert-Perthel-Straße, die Escher Straße und die Longericher Straße. Während die Äußere Kanalstraße und Escher Straße eine Verbindung in die Kölner Stadtteile Ehrenfeld und Nippes darstellen, führen die Robert-Perthel-Straße und Longericher Straße in nördlicher Richtung nach Köln -Longerich und weiter bis nach Köln- Chorweiler. Über den Anschlusspunkt 29 Köln-Bickendorf, der ca. 300 m vom Plangebiet entfernt liegt, ist die Bundesautobahn A 57 in Richtung Neuss / Düsseld orf und die Bundesautobahn A 1 in Richtung Dortmund / Saarbrücken zu erreichen. 3.3.2. Öffentlicher Personennahverkehr, Car-Sharing Die dem Plangebiet nächstgelegene ÖPNV Anbindung de r Buslinien 121 (Langel Fähre bis Neusser Str. / Gürtel), 127 (Longericher Str. bis E bertplatz), 140 (Aachener Str. / Gürtel bis Ebertplatz) und 147 (Am Bilderstöckchen bis Niehl Nord) ist die Haltestelle Am Bilderstöckchen auf der gleichnamigen Straße und liegt nur 2 Gehmin uten vom Plangebiet entfernt. Während die Buslinie 127 montags bis freitags in der Hauptv erkehrszeit im 10 Minuten-Takt verkehrt, fahren die Buslinien 121, 140 und 147 in der Hauptverkehrszeit im 20 Minuten-Takt. Über die genannten Buslinien können die S-Bahnhalte stellen Köln-Nippes, Geldernstr./Parkgürtel sowie die Stadtbahnhaltestel le Geldernstr./Parkgürtel und Neusser Str./Gürtel in max. 11 Fahrminuten erreicht werden. An der S-Bahnhaltestelle Geldernstr./Parkgürtel halten die S-Bahnlinien S 6 (Köln-Worringen – Essen Hbf) und S 11 (Düsseldorf Flughafen bis Bergisch Gladbach). Mit den S-Bahnlinien S11 und S 6, die über die Haltestellen Köln-Nippes und Köln-Hansaring den Kölner Hauptbahnhof erreichen, ist der Anschluss an die Kölner Innenstadt innerhalb von 5-8 Fahrminuten gewährleistet. Zudem besteht am Köl ner Hauptbahnhof der Anschluss an den Regional- und Fernverkehr.An den Stadtbahnhalte stellen Geldernstr./Parkgürtel besteht die Anschlussmöglichkeit an die Linie 13 (Sülzgürte l bis Thielenbruch). An der Stadtbahnhaltestelle Neusser Str./Gürtel, die ebenf alls durch die Linie 13 bedient wird, kann in die Linie 12 (Zollstock Südfriedhof bis Merkenic h/Niehl Nord) und Linie 15 (Ubierring bis Chorweiler) umgestiegen werden. Die dem Plangebiet nächstgelegene Stadtbahnhaltestelle Escher Straße liegt ca. 1,2 km (ca. 16 Gehminuten) entfernt. Hier verläuft die bereits erwähnte Linie 13. Die Anbindung des Stadtteils an den öffentlichen Personennahverkehr ist als durchschnittlich bis gut zu bewerten. 6/88 Carsharing-Angebote Das grundsätzliche Carsharing-Angebot unterteilt si ch in zwei Arten: das flexible und das stationsgebundene Carsharing. Beide Formen des Carsharings sind in Köln zu finden und auf der linken Rheinseite der Stadt besser ausgebaut. Während beim stationären Carsharing, das auch als stationsbasiertes Carsharing bezeichnet wi rd, die Autos über eine Stadt oder einen Ort verteilt sind und auf festen Stellplätzen, oft an Mietstationen, stehen, können Autos beim flexiblen Carsharing überall im Stadtgebiet abgehol t und abgestellt werden, wodurch eine höhere Flexibilität vorhanden ist. Zudem gibt es be im flexiblen Carsharing keine zeitliche Begrenzung für die Nutzung der Fahrzeuge. Im Stadtbezirk Nippes gibt es insgesamt drei Statio nen des Anbieters Cambio. Die nächstegelgene Station liegt ca. 30 Gehminuten vom Plangebiet entfernt in der Kempener Straße. Das Plangebiet liegt innerhalb des Geschäftsgebiets des flexiblen Anbieters ShareNow, sodass Nutzerinnen und Nutzer die Autos, welche sic h rund um das Plangebiet befinden, jederzeit spontan und flexibel anmieten und im gesa mten Geschäftsgebiet wieder abstellen können. Die Abwicklung des Vorgangs (Anmieten, Abre chnung und Abstellen) erfolgt über eine digitale App. 3.3.3. Fuß- und Radverkehr Im Plangebiet gibt es keine bestehenden Fußwegeverb indungen. In der öffentlichen Grünfläche nördlich und östlich des Plangebiets bestehen Fußwegeverbindungen, welche die Verbindung in die umliegenden Quartiere und Freirau mstrukturen sicherstellen. Die Straßen in der näheren Umgebung des Plangebietes verfügen über beidseitige Gehwege, sodass eine Trennung zwischen den Verkehrsteilnehmenden besteht . Lichtsignalanlagen und Fußgängerüberwege ermöglichen zudem eine sichere Überquerung der Straßen. Die RegioGrün Erlebnisroute Nord des Radverkehrsnetztes NRW führt in unmittelbarer Nähe zum Plangebiet vorbei. Westlich der Escher Straße, in den Grünflächen um den Interimsstandort des Dreikönigsgymnasiums liegt die dazugehörige Wegmarkierung Nr. 18144335 „Weg durch Park / Abzweig südl. Überführun g“. Die Route führt vom Startpunkt „Mediapark, Köln“ durch den Stadtteil Köln-Bilderst öckchen, vorbei an Pulheim und Sinnersdorf, durch das nationale Waldgebiet Chorbus ch bis zum Endpunkt „Kloster Knechtsteden, Dormagen-Knechtsteden“. In den Straßen rund um das Plangebiet wird der Radverkehr auf der Straße geführt. Einzig auf der Escher Straße und der Longericher Straße gibt es einen einseitigen Fahrradweg, der durch eine Markierung (durchgezogene Linie oder Randstein) vom Gehweg getrennt ist. 3.3.4. Ver- und Entsorgung Wasser-/Energieversorgung Die Energieversorgung der im Umfeld vorhandenen Bes tandsbebauung erfolgt über Gas- Brennwertthermen. Über die in der Straße Am Bilders töckchen gelegenen Wasserleitungen wird die Bestandsbebauung mit Frischwasser versorgt.Abwasserentsorgung Der Planbereich liegt im Einzugsbereich des Großklärwerks Köln-Stammheim. Das häusliche Schmutzwasser kann problemlos vom Schmutzwasserkanal in der Straße Am Bilderstöckchen und der umliegenden Kanalisation aufgenommen werden. 3.4. Naturraum und Klima Die Stadt Köln liegt in der Kölner Bucht, einer tri chterförmigen, durch den Rhein geprägten Flusstallandschaft zwischen den stufenartig ansteigenden Hängen des Bergischen Landes im Osten und der Eifel im Südwesten. Die Stadt ist bes timmt von der Lage am Rhein, der nach 7/88 dem Austritt aus dem südlich von Köln gelegenen Schiefergebirge als Niederrhein bezeichnet wird. Die geschützte, günstige Lage bewirkt das Vorherrschen eines milden Klimas. Köln liegt im Großraum der Übergangszone vom gemäßigten Seeklima zum Kontinentalklima mit milden Wintern und mäßig warmen Sommern. 3.4.1. Baumbestand Der Ratsbeschluss der Stadt Köln vom 24.05.1984 leg t fest, dass bei der Aufstellung und Änderung von Bebauungsplänen stets der nach der Bau mschutzsatzung schützenswerte Baumbestand erfasst und auf seinen Erhaltungswert überprüft werden muss. Zur Bewertung des Baumbestandes wurde im Vorfeld de r Planung eine Bestandsaufnahme des Baumbestandes und der Biotoptypen im Plangebiet erstellt. Der heutige Bestand im Innenhofbereich der Bestandsbebauung weist einen Baumbestand im Bereich der Parkplätze, Wege- sowie Spielflächen auf. Der durch den Bebauun gsplan überplante Teilbereich des „Bürgerpark Nord“ wird von Gebüsch mit überwiegend standorttypischen Gehölzen dominiert, die durch einzelne Großbäume ergänzt werden. Insgesamt wurden auf dem Areal 92 Gehölze kartiert und dokumentiert, die sich innerhalb des Plangebiets sowie unmittelbar angrenzend an diesem befinden. Insgesamt sind 25 der 92 Bestandsgehölze gemäß der Baumschutzsatzung der Sta dt Köln (2023) geschützt (siehe Kapitel 2.4.8.4 „planungsrechtliche Sicherung schützenswerter Bäume“ bzw. Anlage 1 und 5 des GOP). 3.4.2. Boden Das Plangebiet befindet sich im Verbreiterungsberei ch der Niederterrasse des Rheins, innerhalb einer wiederverfüllten, ehemaligen Sand- und Kiesabgrabung und stellt sich als ebenes Gelände mit Geländehöhen zwischen 49,14 m und 51,00 m ü. NHN dar. Das Plangebiet liegt gemäß der städtischen Auskunft im Bereich der Altablagerung Nr. 50702 und wurde bereits im Jahr 2002 erstmals untersucht. Die Geländearbeiten (Ingenieurbüro Dr. Tillmanns & Partner GmbH, 04.09.2002) erfolgten im Juni/Juli 2002 und wurden mittels einer flächendeck enden Erkundung aus Bohrungen, Rammkernsondierungen sowie Oberflächenmischbeprobungen erkundet. Demnach bestehen die im zentralen Bereich der Altablagerung bis zu 25 m mächtigen Auffüllungen vorzugsweise aus Bodenaushub und Bauschutt als Hauptbodenarten s owie nachgeordnet Aschen, Schlacken, Schwarzdeckenmaterial, Haus- und Gewerbe müll als nachgeordneten Nebenbodenarten. Die bis 0,35 m unter Oberkante Gelände (OKG) fläche ndeckend entnommenen Oberflächenmischproben zeigten ausschließlich humos en Bodenaushub (Schluff und Feinsand) mit Bauschutt als Nebenbodenart. Während im östlichen, südöstlichen und südlichen Un tersuchungsgebiet keine oberhalb der relevanten Bestimmungsgrenze von 0,1 Volumen-% lieg enden Methangehalte festgestellt wurden, wurden im zentralen Bereich des Untersuchungsgebietes ein Methan-Gehalt von lokal bis zu 3,9 Volumen-% und im südwestlichen Bereich von bis zu 13 Volumen-% nachgewiesen. Ferner wurden leicht erhöhte bis erhöhte CO2-Gehalt e als Hinweis auf lokal aerobe Abbauprozesse organischer Substanzen festgestellt. Bei späteren Untersuchungen wurden Methangehalte von bis zu 37 Vol.-% ermittelt. Für die aktuelle nutzungsorientierte Gefährdungsabschätzung (Ingenieurteam Dr. Hemling & Gräfe GmbH, 2024) wurden eine historische Kartenrec herche, das Abteufen von 5 Baggerschürfen, die chemische Untersuchung von Auff üllungsmaterial, mit insgesamt neun Mischproben im Feststoff bzw. im Eluat durchgeführt . Zusätzlich wurde eine zweimalige Untersuchung des Grundwassers an drei Grundwasserme ssstellen auf den Gehalt an 8/88 leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffen (LHKW) durchgeführt. Die Ergebnisse der Gefährungsabschätzung sind im Kapitel 5.8.7 beschrieben. Das Plangebiet liegt außerhalb geplanter und festgelegter Wasserschutzgebiete. Der mittlere Grundwasserstand liegt auf dem Gelände bei ca. 39,0 m ü. NHN. 3.4.3. Klima Das Klima in Köln-Bilderstöckchen ist gemäßigt und wird durch die Lage in der Kölner Bucht beeinflusst. Für das Plangebiet liegen die folgenden meteorologischen/klimatischen Daten vor: Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 12,8 °C (Quel le: DWD). Gemäß den städtischen Klimasimulationen (Quelle: DWD, Stadt Köln) ist das Plangebiet hinsichtlich Hitze heute als mäßig belastet eingestuft. 3.4.4. Niederschläge/Hochwasser Es gibt in der Kölner Bucht ganzjährig Niederschläg e, wobei die Sommermonate tendenziell etwas feuchter sind. Die Niederschlagsmenge verteilt sich relativ gleichmäßig über das Jahr. Der mittlere Jahresniederschlag im Plangebiet liegt bei 630 mm (Quelle: StEB Zeitraum 2000- 2022). Nach Angaben des Klimaatlas NRW liegt die mittlere aktuelle Verdunstungsleistung ETa zwischen 360-380 mm (l/m²). Das Plangebiet liegt außerhalb der Gebiete, für die Hochwassergefahren bestehen. Weder ist für ein mittleres Ereignis noch für ein extremes Er eignis eine Eintragung in den Hochwassergefahrenkarte vorhanden. 3.5. Alternativstandorte Bei der Planung handelt es sich überwiegend um die Umwandlung einer Grünfläche mit Baumbestand in Wohnbaufläche. Die Grünfläche wurde in der Umsetzung des Stadtentwicklungskonzeptes Wohnen (StEK Wohnen) als Potentialfläche für eine bauliche Entwicklung erkannt. Durch das Planvorhaben soll die Arrondierung der be stehenden Bebauungsstrukturen, bei denen es sich überwiegend um Bestände der GAG hande lt, am nördlichen Rand von Köln- Bilderstöckchen vorgenommen und ein Beitrag zur Deckung des aktuellen Wohnraumbedarfs innerhalb der Stadt Köln geleistet werden. Die gepl anten Wohnungen werden ausschließlich im öffentlich-geförderten Segment errichtet. Aus diesen Gründen wird dem Plangebiet eine hohe Pr iorität bei der Flächenentwicklung eingeräumt und die Fläche für eine zeitnah zu errichtende Wohnbebauung herangezogen. 4. Planungsvorgaben 4.1. Regionalplan Der gültige Regionalplan für den Regierungsbezirk K öln (Teilbereich Region Köln, kurz: Regionalplan Köln) legt im östlichen Teil des Plang ebietes einen Allgemeinen Siedlungsbereiches (ASB) sowie im westlichen Teil e inen Waldbereich, überwiegend mit der Überlagerung „Schutz der Landschaft und landschafts orientierte Erholung“ fest. Auch die bereits bestehenden Wohngebäude an der Straße Am Bilderstöckchen liegen zum großen Teil außerhalb des ASB. Aufgrund des Urteiles des Oberverwaltungsgerichts ( OVG NRW) vom 21.03.2024 sind wesentliche Festlegungen des 1. Änderungsverfahrens des LEP für unwirksam erklärt worden. Betroffen ist hierdurch auch das Ziel 2-3 „Siedlungsraum und Freiraum“ sowie die in diesem Ziel definierten Ausnahmetatbestände für eine Baufl ächendarstellung im Freiraum. Gemäß 9/88 den bisher geltenden Regelungen konnte die beabsichtigte Darstellung einer Wohnbaufläche vor allem durch den unter dem 1. Spiegelstrich des Zieles 2-3 definierten Ausnahmetatbestand begründet werden. Hier war bestimmt, dass im region alplanerischen Freiraum ausnahmsweise Bauflächen und -gebiete dargestellt u nd festgesetzt werden können, wenn diese unmittelbar an den Siedlungsraum anschließen und die Festlegung des Siedlungsraums nicht auf einer deutlich erkennbaren Grenze beruht. Bei den Zielen des LEP, die durch das OVG Urteil vom 21.03.2024 für unwirksam erklärt worden sind, treten wieder die Festlegungen des LEP mit Stand vom 08.02.2017 in Kraft. Insofern kommen für die vorliegende Planung vorrang ig die nachfolgenden Ziele und Grundsätze der Landes- und Regionalplanung in Betracht. LEP NRW - Ziel 2-3: Siedlungsraum und Freiraum (LEP 2017): „(…) Die Siedlungsentwicklung der Gemeinden vollzieht sich innerhalb der regionalplanerisch festgelegten Siedlungsbereiche.“ LEP NRW – Ziel 7.3-1 – Walderhaltung und Waldinanspruchnahme (LEP 2017): „(…) Ausnahmsweise dürfen Waldbereiche für entgegen stehende Planungen und Maßnahmen nur dann in Anspruch genommen werden, wenn für die angestrebten Nutzungen ein Bedarf nachgewiesen ist, dieser nicht außerhalb des Waldes realisierbar ist und die Waldumwandlung auf das unbedingt erforderliche Maß beschränkt wird. (…).“ Der Regionalplan Köln formuliert vor allem in den K apiteln B.1 „Generelle Entwicklung des Siedlungsraumes“, Kapitel B.1, D.1.3 und D.3.3 die für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan wesentlichen Ziele. Kapitel B.1 – Generelle Entwicklung des Siedlungsraumes: Gemäß dem Ziel 1 soll sich im Sinne einer nachhalti gen Raumentwicklung die Siedlungsentwicklung der Gemeinden auf den Flächen vollziehen, die im Regionalplan als Siedlungsbereiche dargestellt sind. Kapitel D.1.3 – Waldbereiche: Gemäß dem Regionalplan Köln, Kapitel D.1.3 Ziel 2 d ürfen Walgebiete nur für andere Nutzungen in Anspruch genommen werden, wenn die ang estrebten Nutzungen nicht außerhalb des Waldes realisierbar sind und der Eing riff in den Wald auf das unbedingt erforderliche Maß beschränkt wird. Funktionsverluste müssen ersetzt werden. Kapitel D.3.3 – Bereiche für den Schutz der Landschaft und landschaftsorientierten Erholung (BSLE): In Ziel 1 des Kapitel D.3.3 wird ausgeführt, dass i n den BSLE die Bodennutzungen und ihre Verteilungen auf eine nachhaltige Erhaltung und Wie derherstellung der natürlichen Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes und des Land schaftsbildes sowie der Erholungseignung auszurichten sind. Im Weiteren wer den einzelne Belange aufgeführt, die der Sicherung bzw. Wiederherstellung dienen sollen. Es werden hier u.a. genannt: das Landschaftsbild, die landschaftsgebundene Erholung sowie landschaftstypische Lebensräume und der Aufbau eines Biotopverbundsystems. In seiner Sitzung am 10.12.2021 hat der Regionalrat des Regierungsbezirks Köln den Aufstellungsbeschluss für die Neuaufstellung des Regionalplanes gefasst und damit auch den Planentwurf des neuen Regionalplanes für das weitere Verfahren beschlossen. Der Entwurf zur Regionalplan-Neuaufstellung legt für das Plangebiet, welcher unmittelbar an die Bestandssiedlung Bilderstöckchen angrenzt, künftig einen ASB fest. Lediglich die westliche Spitze des Änderungsbereiches verbleibt optisch als Abrundung im Entwurf (Stand Dezember 2021) als Allgemeiner Freiraum- und Agrarbereich (A FAB). Dies wird als Unschärfe der Überlagerung des Plangebietes und des aktuellen Ent wurfs des neuaufgestellten Regionalplanes im Planausschnitt ermessen. 10/88 Der Entwurf bestätigt die Einschätzung, dass die Fl ächen voraussichtlich durch die Regionalplanungsbehörde als grundsätzlich geeignet für eine ASB-Festlegung angesehen werden. Die Festlegungen des Entwurfes sind als in Aufstellung befindliche Ziele bei der Bauleitplanung in der Abwägung zu berücksichtigen. Vereinbarkeit des vorhabenbezogenen Bebauungsplans mit den Zielen der Landes- und Regionalplanung Siedlungsraum und Freiraum Durch die Einleitung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans ist beabsichtigt einen bislang als Grünfläche dargestellten Bereich künftig als Al lgemeines Wohngebiet und öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung Spielplatz festz usetzen. Das Plangebiet umfasst insgesamt eine Fläche von 0,9 Hektar. Somit bewegt man sich hier deutlich unterhalb der Darstellungsschwelle des Regionalplanes (von ca. 10 Hektar) und innerhalb des Interpretationsspielraums, der sich aufgrund der ma ßstäblichen Unschärfe des Planwerks ergibt (ca. 100-150 Meter). Bei dem Vorhaben handelt es sich um die Weiterentwi cklung einer bestehenden Wohnbebauung. Es ist kein planerisch begründeter bzw. örtlich erkennbarer Grenzverlauf des ASB zu erkennen, da bereits die heutige Bestandsbebauung diese ASB-Ausweisung deutlich überschreitet und somit innerhalb des regionalplane rischen Freiraums liegt. Die Siedlungskante wird mit der Neuplanung in Richtung Norden fortgeführt und begradigt, sodass letztlich mit der Planung eine klare Siedlungskante zum Freiraum geschaffen wird. Da durch die vorgesehene Bebauung der vorhandene Siedlungsra um abgerundet wird, entsteht auch keine Splittersiedlung. Walderhaltung und Waldinanspruchnahme Die Zielausnahme zum LEP-Ziel 7.3-1 beschreibt, das s eine angestrebte Nutzung nicht innerhalb eines regionalplanerisch festgelegten Walbereiches realisiert werden darf, wenn für den mit der Planung oder der Maßnahme verfolgten Zweck außerhalb von Walbereichen eine zumutbare Alternative besteht. Der Begriff der Zumutbarkeit setzt diesbezüglich voraus, dass der Mehraufwand in einem vertretbaren Verhältnis zur konkreten Beeinträchtigung des Waldes steht. Ein Teilbereich der bislang als Waldbereich festgelegten Fläche wird bereits gegenwärtig als Wohnbaufläche genutzt. Daher ist festzuhalten, dass auf etwa der Hälfte des festgelegten Waldbereiches faktisch keine Inanspruchnahme von Wa ldflächen erfolgt. Hier fehlt daher bereits konkret die Möglichkeit einer solchen Waldbeeinträchtigung. Die andere Hälfte der als Waldbereiche festgelegten Fläche verfügt über einen hohen Anteil an Grünflächen und Baumbestand. Das Bebauungsplanve rfahren reagiert auf die vorhandenen Grünflächenstrukturen und sieht Maßnahm en vor, um alle gemäß der Baumschutzsatzung der Stadt Köln als schützenswert anzusehenden Bäume, die aufgrund der Planung nicht erhalten werden können, innerhalb des Plangebietes adäquat zu ersetzen. Es sollen also alle entfallenden Flächen ortsnah au sgeglichen werden. Dem LEP-Ziel 7.3-1 wird damit insgesamt grundsätzlich entsprochen. Entwurf zur Regionalplan-Neuaufstellung Zur Beurteilung, ob der vorhabenbezogene Bebauungsplan mit den Zielen der Raumordnung vereinbar sind, ist der derzeit gültige Regionalplan zugrunde zu legen. Es soll aber auch eine Betrachtung des Entwurfes der Regionalplan-Neuaufst ellung erfolgen, um zu prüfen, ob die Planung zusätzlich den voraussichtlich zukünftigen Zielen der Raumordnung an dieser Stelle entspricht. Im Entwurf der Regionalplan-Neuaufstellung (mit Sta nd der Veröffentlichung, ehemals Offenlage, von Dezember 2021) ist der Bereich künft ig als ASB vorgesehen. Diese 11/88 beabsichtigte Festlegung ist als ein in Aufstellung befindliches Ziel in der Abwägung zu berücksichtigen. Die Festlegung dieses Bereiches al s ASB im Entwurf des Regionalplanes bestätigt somit die Einschätzung, dass dieser Bereich aus Sicht der Regionalplanung für eine Siedlungsentwicklung geeignet ist. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan ist mit den derzeit wirksamen Zielen der Landes- und Regionalplanung vereinbar. 4.2. Flächennutzungsplan Der geltende Flächennutzungsplan (FNP) stellt den Änderungsbereich als Grünfläche dar. Die Planung des Wohngebietes ist aus der aktuellen Darstellung des FNP nicht zu entwickeln. Der FNP wird daher im Parallelverfahren gemäß § 8 Abs. 3 BauGB geändert. 4.3. Landschaftsplan Das Plangebiet liegt zum überwiegenden Teil im Land schaftsschutzgebiet LSG L 10 "Erholungsgebiet Bürgerpark Nord und angrenzende Gr ünverbindungen". Einzig der unbebaute und aktuell als Parkplatz genutzte Bereic h zwischen den Grubo GmbH- Bestandsgebäuden „Am Bilderstöckchen 60-70“ sowie die Fläche nördlich Am Bilderstöckchen 68 und der Fußweg der Grünfläche zählen nicht dazu. Der Landschaftsplan der Stadt Köln stellt das Plang ebiet zudem mit den Entwicklungszielen EZ 4 (Anreicherung der Landschaft mit natürlichen L andschaftselementen unter Berücksichtigung bauleitplanerischer Vorgaben) und EZ 6 (Ausstattung der Landschaft für Zwecke des Immissionsschutzes oder zur Verbesserung des Klimas) sowie in Teilbereichen EZ 8 (Zeitlich begrenzte Erhaltung bis zur Realisie rung der Bauleitplanung) dar. Die Festsetzungen des Landschaftsplans in dem Bereich mit dem EZ 8 treten mit Inkrafttreten des Bebauungsplanes außer Kraft. Die widersprechende Darstellungen und Festsetzungen des Landschaftsplans in den anderen Bereichen treten zurück soweit der Träger der Lands chaftsplanung im Beteiligungsverfahren zur FNP-Änderung diesem Flächennutzungsplan nicht widersprochen hat. Mit Stellungnahme vom 19.07.2024 hat der Träger der Landschaftsplanung förmlich bestätigt, dass kein Widerspruch nach § 20 Absatz 3 LNatSchG NRW gegenüber der Planung erhoben wird. 4.4. Berücksichtigung von Fachplanungen Bei dem Planungsvorhaben sind keine Planfeststellungsverfahren zu berücksichtigen. Ein kleines Teilstück im Westen des Plangebietes l iegt innerhalb der Anbaubeschrän- kungszone an der Bundesautobahn 57. Gemäß § 9 Abs. 2 Bundesfernstraßengesetzt (FStrG) bedürfen bauliche Anlagen der Zustimmung des Fernst raßen-Bundesamtes, wenn sie längs der Bundesautobahnen in einer Entfernung bis zu 100 Meter, gemessen vom äußeren befes- tigten Rand der Fahrbahn, errichtet, erheblich geän dert oder anders genutzt werden. Allge- mein: Konkrete Bauvorhaben (auch baurechtlich verfahrensfreie Vorhaben) in den Anbauver- bots- und Anbaubeschränkungszonen bedürfen der Gene hmigung bzw. Zustimmung durch das Fernstraßen-Bundesamt. Werbeanlagen, die den Ve rkehrsteilnehmer ablenken können und somit geeignet sind die Sicherheit und Leichtig keit des Verkehrs zu gefährden, dürfen nicht errichtet werden. Hierbei genügt bereits eine abstrakte Gefährdung der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs. Auf § 33 StVO wird verwi esen. Die Errichtung von Werbeanlagen unterliegt ebenso der Genehmigung oder Zustimmung d es Fernstraßen-Bundesamtes. Be- leuchtungsanlagen sind so anzubringen, dass die Ver kehrsteilnehmer auf der BAB 57 nicht geblendet werden. Eine Blendung darf zu keiner Zeit gegeben sein, um die Sicherheit und 12/88 Leichtigkeit des Verkehrs auf der BAB 57 zu gewährl eisten. Dies bezieht sich auch auf die Bauphase und die dabei eingesetzten Geräte und Masc hinen. Bezüglich der Errichtung von Zäunen wird auf § 11 Abs. 2 FStrG verwiesen. Demgem äß dürfen Anpflanzungen, Zäune, Stapel, Haufen und andere mit dem Grundstück nicht fest verbundene Einrichtungen nicht angelegt werden, wenn sie die Verkehrssicherheit (konkret) beeinträchtigen. Soweit sie bereits vorhanden sind, haben die Eigentümer ihre Beseitigung zu dulden. Die Einordnung der Zaun- anlage unter § 11 FStrG oder ggf. unter § 9 FStrG bedarf einer konkreten Prüfung im Einzelfall. Die Grenze der Anbaubeschränkungszone gem. § 9 FStrG ist in der Planzeichnung nachricht- lich dargestellt. Bei der hiervon betroffenen Fläche handelt es sich um die westliche Teilfläche der öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung Spielplatz. 4.5. Planungsrechtliche Situation / Bebauungspläne Derzeit besteht kein rechtskräftiger Bebauungsplan für das Plangebiet. Die Stadt ist Eigentümerin der Grundstücke, die Mietmanagementges ellschaft der GAG ist Erbbaube- rechtigte. Die Grundstücke werden derzeit nicht bau lich genutzt, da sie überwiegend als Außenbereich nach § 35 BauGB eingestuft sind. Zur U msetzung und Konkretisierung der geplanten Wohnbebauung besteht daher das Erforderni s, neues Baurecht zu schaffen und einen Bebauungsplan aufzustellen. Das Plangebiet grenzt an drei bestehende Bebauungspläne. Der Bebauungsplan Nr. 65490/03 „Gebiet zwischen der geplanten Äußeren Kanalstraße, Longerischer Straße, Am Bilderstöckchen“ östlich de s Plangebietes setzt ein reines Wohngebiet (WR) mit einer GRZ von 0,3 und III-Gesch ossigkeit fest. Innerhalb des Geltungsbereiches ist zudem eine öffentliche Freifläche festgesetzt. Der übergeleitete Fluchtlinienplan Nr. 65489/02 „Am Bilderstöckchen, Escher Str., Schiefersburger Weg, Altleinigenweg, Wilensteinweg und Eschenbachstr.“ aus dem Jahr 1958 bildete die Grundlage für die Bebauung der Fläche s üdlich des Plangebietes. Er setzt öffentliche Verkehrs- und Parkflächen sowie eine Fl äche für öffentliche Gebäude – Zweckbestimmung Schulgrundstück – fest. Der Bebauungsplan Nr. 6449/03-3 „Parkgürtel, Butzwe iler Str., Escher Str., Militärringstr., Lindweiler Weg, östl.Heckhofweg, Heckweg, Escher St r.“ setzt für den Bereich westlich des Plangebietes mehrere öffentliche Grünflächen mit de r Zweckbestimmung Sportanlagen, Dauerkleingärten und Erholungsanlagen fest. Zudem s ichert der Bebauungsplan die Trasse der EB 9 (heute A 57) mit der Festsetzung einer Str aßenverkehrsfläche. An der Straße Parkgürtel ist ein Teilbereich als allgemeines Wohn gebiet (WA) mit einer GFZ von 0,9 festgesetzt. Der Bebauungsplan ist in Teilbereichen im Süden Bilderstöckchens bereits durch den Bebauungsplan Nr. 65480/04 überplant. 4.6. Städtebauliche Entwicklungskonzepte / Planunge n 4.6.1. Kooperatives Baulandmodell Zur Stärkung des öffentlich geförderten Wohnungsbau s wurde vom Rat der Stadt Köln am 17.12.2013 das Kooperative Baulandmodell (KoopBLM) beschlossen und mit Bekanntmachung im Amtsblatt am 24. Februar 2014 in Köln eingeführt. Ziel des Modells ist es, sowohl den öffentlich gefö rderten Wohnungsbau und das preiswerte Wohnungsmarktsegment zu stärken, als auch die Vorha benträger eines Bebauungsplanverfahrens an den planbedingten Folgek osten (zum Beispiel Kindertageseinrichtungen, öffentliche Spielplätze, etc.) zu beteiligen. Das Modell ist bei allen Vorhaben anzuwenden, für die eine verbindliche Baul eitplanung Voraussetzung für die Schaffung von Planungsrecht ist und die (unter ande rem) die Schaffung von Baurecht für 13/88 Wohnzwecke zum Ziel haben. Das Kooperative Baulandmodell kommt bei Vorhaben unterhalb der Schwellengrenze von 1.800 m² Geschossfläche (GF ) für Wohnzwecke oder mit weniger als 20 Wohneinheiten nicht zur Anwendung. Mit Ratsbeschluss vom 04.04.2017 wurde das Modell w eiterentwickelt und fortgeschrieben. Die aktuelle Fassung der Umsetzungsanweisung des Kooperativen Baulandmodells wurde am 05.05.2022 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Die im Kooperativen Baulandmodell aufgeführten Verpflichtungen unterstützen die Errichtung von öffentlich gefördertem Wohnungsbau und leisten damit einen wichtigen Beitrag, in einem unter Druck stehendem Wohnungsmarkt das preiswerte Wohnungsmarktsegment zu stärken. Zudem beteiligen sie den Planbegünstigten an den pl anbedingten Folgekosten. Grün- und Freiflächenräume sind vor dem Hintergrund von Bevöl kerungswachstum und Klimawandel unabdingbar für die Aufrecherhaltung der hohen Lebe nsqualität in Köln. Daher dient die Verpflichtung zur Herstellung von öffentlichen Grün -, Spielplatz- oder Kombiflächen den entstehenden Mehrbedarf zu decken. Öffentlich geförderter Wohnungsbau Bei Vorhaben, bei denen eine Geschossfläche von mindestens 1.800 m² für Wohnzwecke oder mindestens 20 Wohneinheiten entstehen, sind gemäß d en Vorgaben des Kooperativen Baulandmodells 30 % der geplanten Geschossfläche fü r Wohnzwecke im öffentlich geförderten Wohnungsbau zu errichten. Bei dem vorli egenden Vorhaben beabsichtigt die Vorhabenträgerin jedoch, einen deutlich höheren Ant eil, und zwar 100 % der geplanten Geschossfläche Wohnen im öffentlich geförderten Seg ment, zu errichten. Dadurch werden von der Vorhabenträgerin ca. 6.860 m² Geschossfläch e mehr im öffentlich geförderten Segment realisiert, als nach dem Kooperativen Baulandmodell erforderlich sind. Soziale Infrastruktur Durch die zu erwartende Einwohnerzahl von 250 Perso nen entsteht nur ein geringer Mehrbedarf von Plätzen für U3-Kinder und für Ü3-Kin der in einer Kindertageseinrichtung. Aufgrund dieses geringen Mehrbedarfs besteht keine Pflicht, im Plangebiet eine Kindertagesstätte entsprechend dem Bedarf und nach den Vorgaben der Stadt Köln zu errichten. Ähnliches gilt für die Schulplätze. Die nächstgelegenen Schulen verfügen über ausreichende Kapazitäten, sodass der Mehrbedarf gedeckt werden kann. Öffentliche Spielplätze Gemäß dem Kooperativem Baulandmodell wird der durch die Planung ausgelöste Bedarf an öffentlicher Spielplatzfläche so ermittelt, dass die neu zu erwartende Einwohnerzahl mit dem durchschnittlichen Wert von 2 m² Spielplatzfläche p ro Einwohner multipliziert wird. Die zu erwartenden Einwohnerzahl von 250 Personen löst ein en Flächenbedarf an öffentlicher Spielplatzfläche von insgesamt 501 m² aus. Die Planung sieht die Herstellung von öffentlichen Spielplatzflächen in einer Größenordnung von ca. 500 m² auf dem Grubo-Grundstück und weitere n ca. 65 m² auf dem Grundstücksteil der Stadt Köln vor. Damit werden 565 m² im westlichen Abschnitt des Geltungsbereichs durch die Festsetzung als öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Spielplatz“ gesichert. Öffentliche Grünflächen Gemäß dem Kooperativem Baulandmodell ist das gesamt e Gebiet der Stadt Köln mit Grünflächen mit wohngebietsbezogener Funktion unter versorgt. Grundsätzlich kann also davon ausgegangen werden, dass bei allen Planverfah ren der rechnerisch ermittelte Mehrbedarf auch dem ursächlichen Mehrbedarf entspricht. Zur Sicherstellung allgemeiner Anforderungen an ges unde Wohnverhältnisse, der Belange von Freizeit und Erholung, der Gestaltung des Orts- und Landschaftsbildes, zur qualitätsvollen Gestaltung von Quartieren und nicht zuletzt zur Anp assung der Städte an die Folgen des Klimawandels ist eine Durchgrünung des Plangebietes unbedingt umzusetzen. 14/88 Daher wird der durch die Planung ausgelöste Bedarf an privaten, öffentlich zugänglichen Grünflächen so ermittelt, dass die neu zu erwartende Einwohnerzahl mit der durchschnittlichen Versorgung von 10 m² Grünfläche pro Einwohner multi pliziert wird. Die zu erwartenden Einwohnerzahl von 250 Personen löst einen Flächenbedarf an privater, öffentlich zugänglicher Grünfläche von insgesamt 2.500 m² aus. Aufgrund der Lage direkt am Bürgerpark Nord verzichtet die Stadt Köln in diesem Einzelfall auf den Nachweis im Plangebiet und die Ablösezahlungen. Das freiraumplanerische Konzept zu r Gestaltung des entstehenden Innenhofs, das bspw. einen Pocketpark und einen Qua rtiersplatz vorsieht, schafft einen qualitativ hochwertigen und gut nutzbaren Freiraum für die Nachbarschaft. Qualifizierungsverfahren Das Vorhaben wurde im Gestaltungsbeirat mehrfach behandelt und dabei qualifiziert. Anwendungszustimmung Die Vorhabenträgerin hat am 12.10.2022 die Anwendun gszustimmung zur Anwendung des KoopBLM 2017 (Fassung vom 10.05.2017) unterzeichnet. Es gilt die angepasste Fassung der Umsetzungungsanweisung des KoopBLM 2017plus vom 05.05.2022. 4.6.2. Köln-Katalog / Kölner Perspektiven 2030+ Die Stadt Köln hat am 23.03.2023 den „Köln-Katalog – Typologien für kompakte, nachhaltige und lebenswerte Quartiere“ als städtebauliches Entwicklungskonzept beschlossen (Vorlagen- Nr. 3068/2022). Der Köln-Katalog identifiziert das Plangebiet als e in Gebiet der „Inneren Stadt sowie ausgewählte Versorgungszentren der Äußeren Stadt“, welches Quartiersdichten höher als 1,2 aufweisen sollte. Diese Quartiersdichte entspricht in etwa einer GFZ von > 2,0. Zudem sollte die Planung einen Anteil von Nicht-Wohnen größer al s 25 % und einen Anteil von Netto- Bauland zwischen 35 und 55 % aufweisen. Die vorliegende Planung entspricht den Qualitätskriterien aus dem Köln-Katalog nicht in allen Belangen. Die Empfehlung für 25 % Nutzungsmischung findet im Vorhaben keine Berücksichtigung. Das Vorhaben weist zudem kein aus gewogenes Verhältnis zwischen privaten und gemeinschaftlich genutzten Räumen auf. Dennoch entspricht die Zielrichtung des Projektes, welches sich durch die nicht unerhebliche Nachverdichtung einer Hinterlandbebauung in einer integrierten Lage auszeichnet, bei der die vorhandene Infrastruktur wie z.B. die Erschließung oder soziale Infrastruktur besser ausgelastet werden kann, den allgemein formulierten Qualitätskriterien des Köln-Katalogs, der die Stadt der kurzen Wege als eine wichitge Vorauss etzung für zukunftfähige, resiliente und nachhaltige Quartiere identifiziert hat. Zudem liegt die Planung in einem Bereich, der gemäß der Stadtstrategie 2030+, Zielkarte Wohnen, als Wohnbaupotenzial inklusive Mischnutzung ausgewisen hat. Die vorliegende Planung setzt diese Ziele um. 4.6.3. Masterplan Stadtgrün Köln verfügt über ein gesamtstädtisches Grün- und F reiflächennetz, das auf den Generalbebauungsplan aus den 1920er Jahren von Fritz Schumacher zurückzuführen ist. An dieser Vorgabe wurde festgehalten und das Netz entsprechend den jeweiligen städtebaulichen und grünplanerischen Vorstellungen weiterentwickelt. Heute verfügt die Stadt Köln über ein Grundgerüst e iner grünen Infrastruktur. Vorliegende gesamtstädtische städtebauliche und regionale Konze pte und Strategien zeigen, dass vor allem im Ballungsraum der Rheinschiene eine strategisch und langfristig ausgerichtete Grün- und Freiraumplanung unabdingbar ist, um den Herausf orderungen des Wachstums und des 15/88 Klimawandels zu begegnen. Der Rat der Stadt Köln hat in der Sitzung vom 23.03 .2021 die Verwaltung beauftragt, einen Masterplan Grün Köln aufzustellen. Dieser gibt ein strategisches Leitbild für die Grüne Infrastruktur in Köln vor. Der Masterplan Grün dient der Sicherung der vorhand enen Grüngürtel, der Grünzüge sowie der Komplettierung der grünen Strukturen in Köln un d einer damit einhergehenden Verbesserung des Stadtklimas, sowie der Aufenthalts - und Erholungsfunktion für die Kölner Bevölkerung. Vom Frühjahr 2021 bis September 2022 fand im Rahmen der ersten Phase eine fachplanerische Analyse der in Köln vorhandenen Grü nflächen anhand von Freiraumfunktionen (unter anderem Erholung, Stadtna tur, Klima, Umwelt und Produktion) statt. Je höher die Anzahl der angetroffenen Funktionen, desto höher wurden die Flächen für die Grüne Infrastruktur in Köln bewertet. Für das strategische Leitbild wurden die Grünflächen anschließend in die drei Kategorien Immergrün, Zukunftsgrün und Potentialgrün eingeordnet. Darüber hinaus werden auch soziale Aspekte berücksi chtigt, um das Grün in Köln für alle Bevölkerungsgruppen zugänglich zu machen und die In tegration in das städtische Leben zu fördern. Dies passiert derzeit unter Beteiligung der Öffentlichkeit. Die Bearbeitung aller neun Stadtbezirke soll bis 2027 abgeschlossen sein. Der Masterplan Stadtgrün ordnet den an das Plangebi et angrenzenden Grünraum in die Kategorie Immergrün ein. Dieser Bereich wird von den Grünraumfunktionen Sport, Freizeit und Erholung charakterisiert. Hinsichtlich der Freiraum funktion Stadtnatur ist der angrenzende Klimapark relevant für den Biotopverbund und als ar tenreiche Wiese definiert. Die Belange von Umwelt und Klima schlagen sich als klimaaktiver Boden und klimawirksame Freifläche nieder. Das Bodenschutzpotenzial wird als hoch bis sehr hoch bewertet. Für die Produktion erfüllt der angrenzende Grünraum keine Funktion. 4.6.4. Klimaleitlinien Um den Klimaschutz frühzeitig in den verschiedenen Verfahren der Umsetzung nicht- städtischer Neubauvorhaben in Köln zu berücksichtigen, wurden vom Rat der Stadt Köln am 17.03.2022 die Leitlinien zum Klimaschutz in der Um setzung nicht-städtischer Neubauvorhaben in Köln beschlossen. Ziel der Leitlinien ist die maximale Reduzierung de r CO2-Emissionen im gesamten Gebäudebereich. Um dieses Ziel auch unter Einbeziehung der teilweise erhöhten Emissionen im Gebäudebestand zu erreichen, müssen Neubauten id ealerweise eine positive Energiebilanz aufweisen. Das bedeutet, Gebäude sind so zu planen, dass ein möglichst geringer Energiebedarf entsteht, der zu möglichst hohen Anteilen durch erneuerbare Energien gedeckt wird, oder dass diese gar Energieüberschüss e erzielen. Die Leitlinien geben daher verbindliche Vorgaben und Empfehlungen zum energeti schen Klimaschutz bei der Neuaufstellung von Bebauungsplänen sowie bei der Ve räußerung und Erbbaurechts- bestellung kommunaler Flächen vor. Der Bebauungsplan Nr. 64492/01 – Arbeitstitel: Am B ilderstöckchen in Köln-Bilderstöckchen unterliegt den Leitlinien zum Klimaschutz in der Umsetzung nicht-städtischer Neubauvorhaben in Köln. Die Vorhabenträgerin hat die Anwendungszustimmung z ur Anwendung der Klimaschutzleitlinien Köln am 12.10.2022 unterzeichnet. 4.6.5. Einzelhandel- und Zentrenkonzept Seit 2008 weist der Stadtbezirk Nippes eine rückläu fige Verkaufsflächenentwicklung auf. Im 16/88 Vergleich zu den Bezirken 2 bis 9 (alle Bezirke auß er Innenstadt) ist damit der stärkste Verkaufsflächenrückgang festzustellen. Der Angebots schwerpunkt im Bezirk Nippes liegt im kurzfristigen Bedarfsbereich 1. Im Vergleich zum Durchschnitt der Stadtbezirke 2 bis 9 nimmt er einen leicht unterdurchschnittlichen Verkaufsflä chenanteil (ca. 55 %) ein. Die Verkaufsflächenanteile des mittel- und langfristigen Bedarfs (ca. 10 % bzw. ca. 35 %) liegen im Vergleich der Stadtbezirke ebenfalls im leicht unterdurchschnittlichen Bereich. Mit insgesamt acht zentralen Versorgungsbereichen, davon jeweils ein Bezirks- und ein Stadtteilzentrum, verfügt der Stadtbezirk Nippes üb er ein leicht unterdurchschnittlich ausgebildetes Zentrensystem. Die vorhandenen Zentre n sind historisch im Laufe der Siedlungsentwicklung gewachsen und haben sich entla ng der Verkehrsachsen herausgebildet. Neben dem Bezirkszentrum Nippes und dem Stadtteilzentrum Niehl befinden sich insgesamt sechs Nahversorgungszentren in den S tadtteilen Longerich, Weidenpesch, Nippes, Riehl und Niehl. Dementsprechend verfügen d ie Stadtteile Bilderstöckchen und Mauenheim über keinen zentralen Versorgungsbereich. Das dem Plangebiet nächstgelegene Nahversorgungszentrum (NVZ) liegt ca. 3,2 km entfernt und ist das NVZ Weidenpesch an der Ecke Neusser Str aße / Kapuzinerstraße. Das NVZ Nippes an der Sechzigstraße liegt etwa 3,5 km vom Plangebiet entfernt. In der näheren Umgebung (max. 900 m Entfernung zum Plangebiet) befindet sich ein Discounter sowie ein Drogeriemarkt und die Nahverso rgungslage (NVL) Bilderstöckchen am Schiefersburger Weg / West. Im direkten Umfeld des Plangebietes (max. 300 m Entfernung) gibt es einen Supermarkt zur Versorgung mit Lebensm itteln und Produkten des täglichen Bedarfs. 4.6.6. Stadtentwicklungskonzept Wohnen (StEK Wohnen ) Der Rat der Stadt Köln hat am 11.02.2014 das Stadte ntwicklungskonzept Wohnen (StEK Wohnen) beschlossen. Der ermittelte Bedarf an Wohne inheiten (Neubautätigkeit) im Betrachtungszeitraum 2010-2029 in Höhe von rund 52. 000 Wohnungen basierte auf der städtischen Bevölkerungsprognose 2011. In der Bevölkerungsprognose mit Stand Dezember 2021 wird zum Jahresende 2050 von rund 1.110.400 Einwohnern und 584.000 Haushalten ausgega ngen. Demnach steigen die Bevölkerungszahl (+3,6 %) und die Zahl der Haushalte (4,3 %) bis zum Jahr 2050 im Vergleich zum Ausgangsjahr 2021 leicht an. Der Gesamtwohnungsbedarf beläuft sich danach auf ru nd 66.000 Wohnungen, davon rund 30.000 Wohnungen bis zum Jahr 2019 - (Beschlussvorl age 1028/2015 "Umsetzung STEK Wohnen" – Ratsbeschluss vom 20.12.2016) realisiert werden sollten. Im Zeitraum 2010-2019 wurden jährlich zwischen 2.175 bis 3.957 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2020 lag die Zahl der fertiggestellten Wohnung pandemiebedingt nur bei 2.013 Wohnungen. Durch das neue Quartier wird ein kleiner Beitrag zur Deckung des aktuellen Wohnraumbedarfs innerhalb der Stadt Köln geleistet. 4.6.7. Denkmalschutz Durch das vorliegende Vorhaben sind keine denkmalfachlichen Belange betroffen. Es befindet sich weder innerhalb noch in unmittelbarer Nähe ein Baudenkmal. Innerhalb des Plangebietes sind archäologische Bode nfunde nicht ausgeschlossen. Werden 1 Stadtentwicklung Köln, Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020, Seite 369, Beschlüsse der Bezirksvertretungen aus 2022 und 2023 17/88 bei Bodeneingriffen archäologische Bodenfunde entdeckt, ist gemäß §§ 16 und 17 Denkmal- schutzgesetz (DSchG) das Römisch-Germanische Museum / Archäologische Bodendenkmal- pflege der Stadt Köln unverzüglich zu informieren. 5. Begründung der Planinhalte 5.1. Städtebauliches Planungs- und Freiraumkonzept Im Zuge der projektierten Neubaumaßnahme bzw. Arron dierung zu dem Grubo GmbH Bestandsgrundstück „Am Bilderstöckchen 60-70“ in Köln-Bilderstöckchen ist u.a. auf einem städtischen Teilgrundstück die Errichtung von insge samt ca. 109 Wohneinheiten in drei Gebäudekomplexen geplant. Alle Wohneinheiten sollen im Geschosswohnungsbau er richtet werden. Die maximal sechsgeschossigen Gebäudeteile sind als eine sogenannte ergänzende Hinterland-Bebauung zum teilweise achtgeschossigen, bestehenden Geschosswohnungsbau geplant, sodass sich die Neuplanung in das homogene Umfeld einfügt. Die benannten angrenzenden Wohnbestände der Grubo wurden in den vergangenen Jahren saniert. Die Gesamtmaßnahme umfasst neben dem öffentlich gef örderten Wohnungsbau die Errichtung eines öffentlichen Kinderspielplatzes so wie einer auskömmlichen Tiefgarage, die auch den Großteil der oberirdischen Bestands-Pkw-Stellplätze aufnehmen soll. Die Gebäude erhalten ein Flachdach, welches extensi v begrünt wird und eine Nutzung für Photovoltaikanlagen ermöglicht. Im Hinblick auf die geplante bauliche und freiräumliche Veränderung des Plangebietes werden die Außenanlagen des Bestandes einschließlich der K inderspielplätze, der Grünflächen und der inneren Erschließung überarbeitet bzw. ergänzt. Das Freiarumkonzept sieht u.a. die Einbeziehung des bestehenden privaten Kinderspielpl atzes im Bereich des Bestandsgrundstückes vor. Die Zuwegung der Neubaumaßnahme erfolgt über das Be standsgrundstück der GAG/Grubo GmbH. Eine Pkw-Erschließung über die nördlich geleg ene Robert-Perthel-Straße und die westlich gelegene Escher Straße ist nicht möglich. Durch die Neubebauung wird die Verlegung des vorhan denen Bolzplatzes, der sich im nördlichen angrenzenden Klimapark befindet, erforde rlich. Hier ist die Einhaltung von entsprechenden Mindestabständen zur geplanten Wohnn utzung (zwischen 43 und 73 m) relevant. Der Wegebau einer neuen Fuß- und Radwegev erbindung innerhalb der Grünfläche wurde zwischenzeitlich so durchgeführt, dass sowohl die mögliche Verlegung des Bolzplatzes sichergestellt wird, als auch umfangreiche Rodungsarbeiten vermieden werden können. Das freiraumplanerisches Konzept sieht vor, die Bestandbebauung mit der Neubebauung und dem nördlich angrenzenden Klimapark zu vernetzen und attraktive Freiräume für die künftige Bewohnerschaft und die Öffentlichkeit zu schaffen. Zentrales Element ist eine in Ost-West- Richtung verlaufende Wegeverbindung, die parallel z ur Neubauung vor und hinter den Gebäuden verläuft und im Osten an den direkt angren zenden Klimapark und im Westen an die neue öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestim mung Spielplatz anschließt. Der Spielplatz bildet mit seinen Zugängen vom Plangebie t und vom Klimapark einen weiteren Vernetzungspunkt zwischen dem neuen Wohnquartier und dem Klimapark. Die Hauptwegeverbindung in Ost-West-Richtung vor de n Eingängen der Neubebauung wird links und rechts durch einen Quartiersplatz, einen Pocketpark, drei Kleinkindspielplätze, eine begleitende Baumreihe samt Sitzmöglichkeiten und du rch Fahrradabstellanlagen flankiert. Das Konzept wird durch Fassadenbegrünungen an den N ord-Ostfassaden und eine Pergolaeingrünung der Tiefgaragenrampe ergänzt. Der Kinderspielplatz im Bestand angrenzend an die Häuser Nr. 60, 62 und 64 wird bei der Planung berücksichtigt. 5.2. Art der baulichen Nutzung 18/88 Da es sich um einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan handelt wird festgesetzt, dass im Rahmen der festgesetzten Nutzungen nur solche Vorha ben zulässig sind, zu deren Durchführung sich der Vorhabenträger im Durchführungsvertrag verpflichtet. Um das Grundstück für Wohnzwecke entwickeln zu könn en und der bestehenden angrenzenden Wohnbebauung zu entsprechen, wird für das Plangebiet ein allgemeines Wohngebiet (WA) gemäß § 4 Baunutzungsverordnung (Ba uNVO) festgesetzt. Obwohl in einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan die Festsetzu ngen nicht an eine Ausweisung gemäß der Baunutzungsverordnung (BauNVO) gebunden s ind, wird diese Festsetzung gewählt, weil die geplanten Nutzungen dem Charakter ein allgemeinen Wohngebiets (WA) entsprechen. Die im allgemeinen Wohngebiet ausnahmsweise zulässigen Nutzungen werden gem. § 1 Abs. 6 Nr. 1 BauNVO ausgeschlossen, da sie dem zu entwic kelnden Gebietscharakter eines Wohnquartiers nicht entsprechen und damit eine funk tionale und gestalterische Beeinträchtigung zu befürchten ist. Darüber hinaus werden Tankstellen (mit Mineralölstoffen) auch aufgrund des zu erwartenden erhöhten Verkehrsa ufkommens und der damit verbundenen Verkehrs- / Immissionsbelastung ausgeschlossen. 5.3. Maß der baulichen Nutzung Das Maß der baulichen Nutzung im Allgemeinen Wohnge biet (WA) wird durch die überbaubaren Grundstücksflächen in Verbindung mit e iner Grundflächenzahl (GRZ), einer Geschossflächenzahl (GFZ) sowie der Höhe der baulichen Anlagen bzw. der Geschossigkeit bestimmt. Die im Bebauungsplan festgesetzten Ausnutzungsziffe rn (GRZ und GFZ) beziehen sich ausschließlich auf die Grundstücksfläche des Bauvorhabens, welche neu bebaut werden soll. Sie wird im Bebauungsplan durch die sogenannten Knö dellinien (Grenze zwischen Maßen verschiedener baulicher Nutzung) von der übrigen nicht überbaubaren Grundstücksfläche des Bestands abgegrenzt und liegt nordöstlich dieser Gr enze. Die übrige Grundstücksfläche gilt als nicht überbaubare Grundstücksfläche im Bestand. 5.3.1. Grundfläche, Grundflächenzahl (GRZ) Die festgesetzten Grundflächenzahl von 0,4 entspric ht den Orientierungswerten der Baunutzungsverordnung (BauNVO) für allgemeine Wohngbiete (WA). Für die Berechnung der Grundflächenzahl ist nur die Grundstücksfläche des Bauvorhabens innerhalb der Grenze zwischen verschiedenen Maßen der baulichen Nutzung anzusetzen. Die übrige Grundstücksfläche gilt als nicht überbaubare Grundstücksfläche im Bestand. Es wird festgesetzt, dass die im Plan festgesetzte zulässige Grundfläche durch die Grundfläche unterirdischer Garagen und ihrer Zufahr ten bis zu einer GRZ von 0,7 über- schritten werden darf. Damit soll sichergestellt we rden, dass für das allgemeine Wohngebiet die Unterbringung des ruhenden Verkehrs gelingen kann. Die Tiefgarage dient insbesondere dazu, die Aufenthaltsqualität im Plangebiet zu erhö hen und die Grundstücksbereiche bzw. Blockinnenbereiche vom Verkehr und den damit einher gehenden Immissionen freizuhalten. Aufgrund der festgesetzten Begrünungsmaßnahmen werd en in der Regel die mit einer Vollversiegelung einhergehenden negativen Auswirkun gen (verminderte Regenrückhaltung, Aufheizung des Plangebietes etc.) signifikant gemil dert. Gleichzeitig sieht die Planung Maßnahmen vor, die die Einhaltung der allgemeinen A nforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse im Plangebiet sicherstellen und auch im Übrigen die geplante hohe Dichte ausgleichen. 5.3.2. Geschossfläche, Geschossflächenzahl (GFZ) Die festgesetzte Geschossflächenzahl (GFZ) von 1,7 überschreitet den maßgeblichen Orientierungswert von 1,2 für allgemeine Wohngebiet e. Für die Berechnung der 19/88 Geschossflächenzahl ist nur die Grundstücksfläche des Bauvorhabens innerhalb der Grenze zwischen verschiedenen Maßen der baulichen Nutzung anzusetzen. Die übrige Grundstücksfläche gilt als nicht überbaubare Grundstücksfläche im Bestand. Die Überschreitung wird erforderlich, um den abgest immten städtebaulichen Entwurf umsetzen zu können. Die Festsetzungen des vorhabenb ezogenen Bebauungsplans orientieren sich möglichst nah am konkreten Bauvorhaben. Ziel des Entwurfs ist es, auf einer Flächenreserve, die im Rahmen des StEK Wohnen ermit telt wurde, einen maßgeblichen Beitrag für den Wohnungsneubau zu leisten, insbeson dere im Segment des öffentlich geförderten Wohnungsbaus. Das geplante Neubauvorhaben passt sich in die bereits gebaute, direkte Umgebung ein, die eine Geschossigkeit zwischen drei und acht Geschossen erreicht. Den Anforderungen an eine ausreichende Belichtung u nd Besonnung wird entsprochen und die Abstandsflächen können auf dem eigenen Grundstü ck nachgewiesen werden. Auch wird den Anforderungen an die Versorgung mit Kleinkinder spielplätzen und mit öffentlichen Spielplätzen vollumfänglich entsprochen (siehe auch Abschnitt 5.7.3 und 5.7.4). Negative Auswirkungen auf die gesunden Wohn- und Arbeitsverh ältnisse werden durch die Überschreitung nicht hervorgerufen. 5.3.3. Baugrenzen Zur Klarstellung hinsichtlich der Tiefgaragen wird festgesetzt, dass die Baugrenzen nur für die oberirdischen Teile baulicher Anlagen gelten. Die T iefgarage wird mit Hilfe der Umgrenzung von Flächen für Nebenanlagen festgesetzt. 5.3.4. Zahl der Vollgeschosse Die Festsetzung der maximal zulässigen Anzahl der V ollgeschosse dient der Steuerung des Maßes der baulichen Nutzung. Sie gewährleistet eine auf das Umfeld abgestimmte Höhenentwicklung und Gestaltung und trägt somit zu einem harmonischen Siedlungsbild bei. Es wird sichergestellt, dass sich die Planung in da s Ortsbild sowie in die bestehenden Siedlungsstrukturen einfügt, aber auch als Maßnahme der Innenentwicklung den heutigen Ansprüchen an den Wohnungsmarkt entspricht. In dies em Zusammenhang wird auf der Grundlage des städtebaulichen Planungskonzeptes in dem Allgemeinen Wohngebiet das Maß der baulichen Nutzung durch die Zahl der Vollgeschosse als Höchstmaß ergänzt. Das Planungskonzept sieht eine differenzierte Höhengliederung vor. Die beiden Häuserpaare (Häuser 2.1, 2.2 und 3.1, 3.2) sind mit vier und se chs Geschossen geplant. Der dritte Gebäudekomplex weist neben einem vier- und einem se chsgeschossigen Gebäude ein weiteres sechsgeschossiges Haus auf, das um ein zusätzliches Staffelgeschoss ergänzt wird. 5.3.5. Höhe baulicher Anlagen Zur Ermöglichung einer einheitlichen, maßstäblichen und in die Umgebung integrierten Bebauung werden zusätzlich zu der Festsetzung der Zahl der Vollgeschosse als Höchstmaß, zwingende Gebäudehöhen in Metern über Normalhöhennull (m ü. NHN) festgesetzt. Dadurch wird die Überhöhung einzelner Gebäude vermieden,ein e städtebauliche Ordnung garantiert und das geplante Bauvorhaben möglichst konkret abge bildet. Eine geringfügige Abweichung von 10 cm pro Geschoss erlaubt ein gewisses Maß an Spiel, das für die Realisierung der geplanten Gebäude nötig ist. In der Regel entsprechen die festgesetzten Höhen de n Höhen der festgesetzten Vollgeschossigkeit, weil die Gebäude eindeutig in i hrer geplanten Kubatur definiert werden und kein Dachgeschoss erhalten sollen. Für das Haus 1.3 soll durch die Festsetzung der größeren Gebäudehöhe hiervon abweichend ein Nichtvo llgeschoss oberhalb des sechsten Vollgeschosses ermöglicht werden. Dieses Geschoss i st für die Rhythmisierung der Gebäudehöhe insgesamt wichtig. Gleichzeitig soll dieses Gebäude kein siebengeschossiges Gebäude sein, um der Vorgabe von einer maximalen Geschossanzahl von sechs Geschossen für den öffentlich geförderten Wohnungsbau zu entsprechen. 20/88 Der Bebauungsplan setzt für die Gebäude mit Flachdächern die Höhen der baulichen Anlagen in Form von zwingenden Gebäudehöhen fest. Oberster Bezugspunkt ist die Oberkante der Attika oder, wenn keine Attika hergestellt wird, die Oberkante des Gebäudes. 5.3.6. Technische Dachaufbauten Die Festsetzung, wonach untergeordnete Bauteile ode r bauliche Anlagen die zwingenden Gebäudehöhen im Geschosswohnungsbau um ein höchstzu lässiges Maß von bis zu 2,00 m und Anlagen zur Nutzung solarer Strahlungsenergie um bis zu 1,5 m in der Höhe überschreiten können, ermöglicht einen notwendigen Gestaltungsspielraum bei der Hochbauplanung, ohne städtebauliche Entwicklungsziele oder nachbarliche Belange zu beeinträchtigen. Die Unterscheidung von 0,5 m in der Überschreitungserla ubnis ist gerechtfertigt, da sich die Anlagen zur Nutzung solarer Strahlungsenergie in de r Regel über einen größeren Teil der Dachfläche erstrecken wohingegen die untergeordneten Bauteile eher punktuell auftreten. Um eine Beeinträchtigung des Ortsbildes zu vermeiden, müssen die Dachaufbautenmindestens um ihr Maß von der Gebäudeaußenkante der baulich zugeordneten Dachfläche zurücktreten, das ihrer Höhe über der Dachkante entspricht und einen Flächenanteil der Überschreitungen je Dachfläche von insgesamt 30% nicht übersteigen. Die Anlagen zur Nutzung solarer Strahlungsenergie sind von der Überschreitungseinschränkung nicht betroffen. 5.3.7. Geländeoberfläche In der Planzeichnung des vorhabenbezogen Bebauungsp lanes wird zur Einhaltung der Geländehöhe an den Eckpunkten der geplanten Gebäude sowie an maßgeblichen Stellen im Freiraum die Höhe der Geländeoberfläche festgesetzt. Die Höhen liegen zwischen 49,30 und 50,00 m ü. NHN. Geringfügige Abweichungen sind zur Neigung des Geländes für die Oberflächenentwässerung zulässig. Über- bzw. Unterschreitungen der festgesetzten Höhe der Geländeoberfläche sind bis zu 0,50 m durch Treppen- und Rampenanlagen sowie Aufschüttungen und Abgrabungen zulässig, um ein gew isses Maß an Flexibilität bei der Ausformung des Geländes zu ermöglichen, ohne das st ädtebauliche Gesamtbild zu beeinträchtigen. 5.4. Bauweise, überbaubare Grundstücksflächen 5.4.1. Überbaubare Grundstücksflächen Zur Umsetzung des städtebaulichen Konzeptes werden überbaubaren Grundstücksflächen in Form von drei Baufeldern festgesetzt. Hierdurch wir d eine geordnete Entwicklung der vorgeschlagenen Bebauungsstruktur gewährleistet, oh ne eine Bauweise bestimmen zu müssen. Die überbaubaren Grundstücksflächen werden durch Ba ugrenzen definiert. Die Baugrenzen des Bebauungsplanes orientieren sich am städtebauli chen Entwurf, sodass einerseits die geplante Bebauung innerhalb der festgesetzten Baugr enzen realisiert werden kann und andererseits ein gewisses Maß an Flexibilität bei d er Ausformung der Gebäude ermöglicht wird. Diese werden in Anlehnung an den städtebaulic hen Entwurf allseitig mit einem Puffer von ca. 0,50 m entlang der Gebäudekanten festgesetzt. 5.4.2. Überschreitung der Baugrenzen Gemäß § 23 Absatz 2 Satz 3 BauNVO werden für die Ba ugrenzen Ausnahmen festgesetzt. Durch diese Ausnahmen wird die Überschreitung der B augrenzen für bestimmte bauliche Elemente ermöglicht, um einen gewissen Gestaltungss pielraum zu eröffnen. In diesem Zusammenhang erfolgt die Festsetzung, dass die in d er Planzeichnung festgesetzten Baugrenzen durch Vordächer und Vorbauten im Erdgeschoss um bis zu 2,00 m überschritten werden können. Auch werden Überschreitungen der Baugrenzen durch Balkone oberhalb des Erdgeschosses 21/88 um bis zu 2,00 m zugelassen. Dabei darf in den vier ten und fünften Obergeschossen in Summe ein Drittel der Fassadenlänge der jeweiligen Gebäudeseite je Geschoss nicht überschritten werden. Zudem darf in den ersten, zwe iten und dritten Obergeschossen in der Summe 40 % der Fassadenlänge der jeweiligen Gebäudeseite je Geschoss nicht überschritten werden.Hierdurch soll das diffenzierte Angebot an F reisitzen ermöglicht werden, welches durch das unterschiedliche Wohnungsangebot in den Geschossen entstehen soll, ohne dass die städtebauliche Ordnung gestört wird. Zuletzt werden Spielräume für Terrassen gewährt. Sie dürfen die Baugrenzen im Erdgeschoss um bis zu 4,00 m überschreiten. Dabei darf in der S umme 40% der Fassadenlänge der jeweiligen Gebäudeseite nicht überschritten werden. Auch diese Festsetzungen soll gewisse Freiheiten ermöglichen, um die Breite und Tiefe der dem diffenzierten Wohnungsangebot geschuldeten Terrassen entstehen lassen zu können. Mit den getroffenen Festsetzungen können somit im R ahmen der Baugenehmigungsplanung Spielräume eingeräumt werden. 5.5. Erschließung 5.5.1. Verkehrsuntersuchung Aus der Abschätzung des Verkehrsaufkommens resultie rt ein Neuverkehr von ca. 260 Kfz- Fahrten pro Tag durch die Wohnnutzung. In der Morge nspitze sind etwa 18 Kfz-Fahrten und in der Abendspitze etwa 20 Kfz-Fahrten zu erwarten. Auf Grundlage einer angenommenen Verteilung der Neuverkehre auf die umliegenden Knot enpunkte wurden die Planfallbelastungen für die Analyse der Leistungsfä higkeit ermittelt. Für die Knotenpunkte Escher Straße / Am Bilderstöckchen sowie Am Bilders töckchen / Zufahrt Plangebiet kann sowohl im Bestand als auch im Planfall eine gute Leistungsfähigkeit nachgewiesen werden. 5.5.2. Mobilitätskonzept Im Rahmen eines Mobilitätskonzepts wurden darüber h inaus geeignete Maßnahmen entwickelt, um die Nutzung des Umweltverbundes zu fördern und die Kfz-Belastung durch das Plangebiet zu reduzieren. Neben der Errichtung von stationsbasiertem Carsharing und einer Paketstation sind verschiedene Maßnahmen zur Verlagerung von Kfz-Fahrten auf den ÖPNV, den Fuß- und den Radverkehrs enthalten. Neben der W irkung auf den MIV-Anteil der Bewohner:innen wird daher eine Reduzierung des Stel lplatzbedarfs von bis zu 15 % angenommen. Die Anlage des stationsbasiertem Carsharing wird außerhalb des Plangebietes an der Straße Am Bilderstöckchen in Abstimmung mit dem Fachamt er richtet. Die Umsetzung des Carsharings wird im Rahmen des Durchführungsvertrages geregelt. 5.5.3. Äußere Erschließung Das Plangebiet wird über die Straße Am Bilderstöckchen erschlossen. Von dort aus erfolgt die Erschließung des Geländes zukünftig über die Zufahr t zwischen der Bestandsbebauung Am Bilderstöckchen 64 und 66. Diese geplante Zufahrt w ird zeichnerisch durch einen Ein- und Ausfahrtsbereich festgesetzt. 5.5.4. Innere Erschließung Motorisierter und Nicht-motorisierter Verkehr (Geh- und Fahrrechte) Gehrechte Es wird für drei Bereiche ein Gehrecht zu Gunsten der Allgemeinheit festgesetzt. Dies betrifft wesentliche Bereiche der Freiflächen, die den künft igen Nutzenden und der umgebenden Nachbarschaft als Treffpunkt zur Verfügung gestellt werden sollen. Der Quartiersplatz und der Pocketpark dienen vornehmlich dem Aufenthalt, sodass hier nicht 22/88 gefahren werden soll. Das Gehrecht entlang der nord westlichen Fassadenseiten der geplanten Gebäude ermöglicht der künftigen Bewohner schaft, den benachbarten Klimapark von den Hinterausgängen der Häuser auf kurzem Wege zu erreichen. Es wird mit einer Breite von 1,70 m zeichnerisch eingetragen. Der mit einem Gehrecht belastete Weg ist zugleich auch für die Allgemeinheit nutzbar, um in Ost-West-Richt ung zu queren. Weil dieser Weg für die Befahrung mit Fahrrädern zu schmal ist, wird hierra uf auf ein Fahrradrecht für Radfahrer verzichtet. Westlich des Hauses 1.1 schließt das Gehrecht an das Geh- und Fahrrecht 2 (GF 2) an, welches in den nördlich benachtbart gelegenen Klimapark führt (siehe Abschnitt 5.5.4. Geh- und Radfahrrechte). Insgesamt ist eine fußläufige Erschließung über drei Anschlüsse an die Fußwege im Klimapark möglich. Eine Anknüpfung aus dem Plangebiet in den Klimapark findet sich westlich des Hauses 1.1 und wird durch das Geh- und Fahrrecht 2 gesichert. Zwei weitere Anknüpfungspunkte befinden sich im Osten und verbin den die neue Wegestruktur des Plangebietes vor und hinter den vorgesehenen Gebäud en mit dem in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Gehweg im Klimapark. Die Vernetzung des öffentlichen Spielplatzes wird zudem künftig über einen direkten Zugang aus dem Klimapark gewährleistet. Geh- und Fahrrechte Die verkehrliche Erschließung des Plangebiets wird, ausgehend von der Zufahrt, über eine Geh- und Fahrrecht-Fläche im Bebauungsplan gesicher t, innerhalb derer die Tiefgaragenrampe ausgespart wird. Das Geh- und Fahr recht 1 wird zugunsten der Allgemeinheit festgesetzt. Durch diese Festsetzung wird eine geordnete Erschließung sichergestellt. Hierdurch können die Bewohner sowoh l der bestehenden Gebäude als auch der künftigen Neubauten zu den wenigen oberirdische n bzw. zu den in der Tiefgarage gelegenen Stellplätzen gelangen. Auch die Müllabfuh r wird damit in die Lage versetzt, die Unterflurcontainer anzufahren. Eine entsprechende U mfahrt ist für die Müll-Fahrzeuge berücksichtigt. Geh- und Radfahrrechte Mit der Festsetzung des Geh- und Fahrrechts 2 wird eine Erschließung zugunsten der Allgemeinheit per Fahrrad und zu Fuß ermöglicht. Da s zusätzliche Fahrrecht auf diesen Flächen gilt den Anliegern, den Ver- und Entsorgung strägern sowie der Grünpflege des öffentlichen Spielplatzes, die durch Grünpflegefahrzeuge sichergestellt wird. Um die Durchwegung und Durchlässigkeit des Quartieres zu gewährleisten und den Anschluss an den Weg im nordwestlich anschließenden Park sowi e einen Weg an der Nordseite des Grundstücks herzustellen, wird der in Ost-West-Rich tung verlaufende Wege vor den Haupteingängen der geplanten Bebauung durch ein Geh - und Radfahrrecht zugunsten der Allgemeinheit gesichert. Diese Hauptwegeverbindung wird in einer Breite von 4,00 m als Geh- und Radfahrrecht zeichnerisch festgesetzt. Die Stichverbindung parallel zur Westfassade des Hauses 1.1 in den nördlich an das Plangebiet anschl ießenden Klimapark wird in einer Breite von 3,5 m eingetragen. Ruhender Verkehr Der ruhende Verkehr aus Bestand und Planung wird zu m überwiegenden Teil in der Tiefgaragen untergebracht. Oberirdisch wird nur ein Stellplatz festgesetzt. Hierbei handelt es sich um einen Behindertenparkplatz. Stellplatzbedarf Das Vorhaben löst einen Bedarf an 45 Pkw-Stellplätz en aus. Durch den ÖPNV- Reduktionsfaktor und einem zusätzliche Reduktionsfa ktor durch die Maßnahmen des Mobilitätskonzeptes reduziert sich der erforderlich e Bedarf auf 27 Stellplätze für das Neubauvorhaben. Hiervon werden 26 Stellplätze in der Tiefgarage und 1 Stellplatz oberirdisch realisiert. Die sich aus der Differenz ergebenden 9 Stellplätze müssten theoretisch abgelöst werden. Durch das Vorliegen eines Mobilitätskonzeptes ist die Ablöse der Stellplätze für den geförderten Wohnungsbau nicht erforderlich. 23/88 Zudem löst das Vorhaben einen Bedarf an 236 Fahrrad stellplätzen aus. Der überwiegende Teil wird in der Tiefgarage nachgewiesen. An drei S tellen im Plangebietwerden oberirdische, überdachte Fahrradabstellanlagen in der Nähe der Hauseingänge vorgesehen, die allerdings nicht zeichnerisch festgesetzt werden, um eine möglichst hohe Flexibilität bei der endgültigen Verortung im Zuge der Realisierung des Bauvorhabens zu ermöglichen. Im Vorhaben- und Erschließungsplan sind diese Fahrradabstellanlagen dargestellt. Ihre Realisierung wird im Durchführungsvertrag geregelt. Da nur ein Teil der Rahrradstellplätze oberirdisch untergebracht werden soll, ist mit gestalterischen Beeinträchtigungen nicht zu rechnen. Stellplätze und Tiefgarage Um gestalterisch unbefriedigende Situationen zu ver meiden und das Baugebiet für eine gesteigerte Aufenthaltsqualität möglichst autofrei zu halten, sind Stellplätze nur in den dafür festgesetzten Flächen zulässig. Um einen gewissen G estaltungsspielraum zu gewähren, dürfen die Standorte um bis zu 5 Metern verschoben werden. Die notwendendigen Stellplätze für die geplanten Wo hneinheiten sowie für den Ersatz der entfallenen oberirdischen Stellplätze werden in einer Tiefgarage (TGa) untergebracht. Darüber hinaus wird ein oberirdischer Stellplatz (S t) zeichnerisch festgesetzt, um für mobilitätseingeschränkte Personen eine leichte Zugä nglichkeit zu gewährleisten. Da es sich um nur um einen Stellplatz handelt, sind negative Auswirkungen nicht zu erwarten. 5.6. Technische Infrastruktur Um die für die Versorgung des Gebietes notwendigen Telekommunikations- und Versorgungsleitungen vor Beschädigungen zu schützen und hinsichtlich des Stadtbildes gestalterisch unbefriedigende Situationen zu vermei den, sind die Leitungen unterirdisch zu führen. 5.6.1. Entwässerung Entwässerungs- und Versickerungskonzept Aufgrund der im Rahmen einer Voruntersuchung vorgefundenen polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) und der damit einhergehend en Bestätigung der stofflichen Belastung des Untergrundes sollte das anfallende Ni ederschlagswasser nicht gezielt zur Versickerung gebracht werden. Das Plangebiet befindet sich im Bereich der Altablagerung mit der Nummer 50702, einer ehemaligen Deponieanlage. I n einem Deponiekörper ist grundsätzlich keine Versickerung von Niederschlagsw asser zulässig. Insofern muss die Ableitung des Niederschlagswassers in den vorhandenen Abwasserkanal erfolgen. Um das Niederschlagswasser verzögert in den Abwasserkanal zu leiten werden verschiedene Maßnahmen vorgesehen: Zum einen werden extensive Da chbegrünungen auf den Dachflächen festgesetzt. Zum anderen wird und auf d en Tiefgaragen eine intensive Begründung festgesetzt. Zuletzt werden auf der Tiefgaragendecke Retentionsboxen verortet, die eine Rückhaltung der nachzuweisenden Regenwasse rmengen sicherstellen. Die Retentionsboxen werden im Durchführungsvertrag geregelt. Starkregenereignis Für das Plangebiet wurde ein Überflutungsnachweis e rstellt (Helmertz & Bongartz GmbH, Gesellschaft für Ingenieurplanung, Tiefbau und Umwelt, April 2024). Für die Rückhaltung des bei Starkregen anfallenden Niederschlagswassers ist eine Kombination verschiedener Maßnahmen vorgesehen. In Teilbereichen ist die Rückhaltung als Aufstau in den Freianlagen vorgesehen, durch die Außenanlagenplanung wurden hierfür Geländemulden vorgesehen. In Bereichen, die von der Tiefgarage unterbaut sind, s ind Wasserretentionsboxen auf der Tiefgaragendecke vorgesehen, die bei Starkregen Was ser zwischenspeichern können. In Einzelbereichen ist darüber hinaus die Schaffung vo n unterirdischen Rückhalteräumen erforderlich. Das auf den Dachflächen anfallende Ni ederschlagswasser wird auf den 24/88 Dachflächen zurückgehalten und über Drosselabläufe zeitverzögert der Kanalisation zugeführt. Unter Berücksichtigung der beschriebenen Maßnahmen weist das Gutachten nach, dass die anfallenden Wassermengen schadlos auf dem Grundstück zurück gehalten werden können. Zur Sicherung der Rückhaltung in den Freianlagen werden eine Reihe von Geländehöhen im Bebauungsplan durch Eintragung in die Planzeichnung festgesetzt. Die weiteren Maßnahmen werden im Rahmen des Baugenehmigungssverfahrens umgesetzt. 5.6.2. Stromversorgung Die Stromversorgung des Plangebietes wird über eine Trafostation und Photovoltaikanlagen auf den Dächern der geplanten Gebäude gesichert. Di e Trafostation befindet sich außerhalb des Plangebietes parallel der Zuwegung des Bestandsgebäudes Am Bilderstöckchen 60 und ist hinsichtlich der erforderlichen Leistung und Ve rortung mit dem Versorgungsträger abgestimmt. Die Trafostation wird vertraglich im Durchführungsvertrag geregelt. 5.6.3. Wärmeversorgung Derzeit erfolgen Erwägungen und Abstimmungen zur Wä rmeversorgung des Plangebietes. Dabei werden zwei Varianten betrachtet: die Versorg ung über eine Abwasserwärmpepumpe oder über eine Luft/-Wasserwärmepumpe. Die bevorzugte Variante der Versorgung des Plangebi etes mit Wärme soll über eine Abwasserwärmepumpe erfolgen. Hierfür wurde ein Vert rag zwischen den Stadtentwässerungsbetrieben Köln (Steb Köln) und de r Vorhabenträgerin geschlossen.. Bei Umsetzung dieser Variante der Wärmeversorgung sind keine Festsetzungen im vorhabenbezogenen Bebauungsplan notwendig. Eine weitere Option der Wärmeversorgung stellt die Nutzung von Luft-/Wasserwärmepumpen dar. Im Gegensatz zur Abwasserwärmepumpe ist kein V ertrag mit einem Versorger und der Vorhabenträgerin nötig. Da von den Luft-/Wärmepumpe n jedoch Geräuschemissionen ausgehen, wurden die beiden geplanten Standorte der insgesamt 6 Wärmepumpen schalltechnisch untersucht und als Flächenfestsetzu ng für Nebenanlagen in den Bebauungsplan übernommen. Die Festsetzung, dass Einrichtungen im Sinne des § 14 Abs. 2 BauNVO nur auf den hierfür festgesetzten und mit EV gekennzeichneten Flächen z ulässig sind, dient der Sicherung der Wärmepumpen auf den Flächen, die einen ausreichende n Abstand zu den vor Lärm zu schützenden Wohnungen besitzen. Die festgesetzten F lächen entsprechen den Standorten der in der Lärmuntersuchung gemachten Annahmen. Ein e Verschiebung der Standorte ist nicht zulässig. Durch die Festsetzung können negative Auswirkungen vermieden werden. 5.6.4. Abfallentsorgung Für die Müllsammlung ist zum einen ein Standort für Unterflurcontainer zentral im Bereich der Zufahrt und ein Standort für Abfallsammelbehälter n ördlich des Bestandsgebäudes Am Bilderstöckchen 60 vorgesehen und in der Planzeichn ung durch Planeintrag entsprechend festgesetzt. Für die bestehenden Abfallsammelbehält er, die den Bestandsgebäuden zugeordnet sind und sich westlich der Tiefgaragenzufahrt und in direkter Nachbarschaft zum Ein- und Ausfahrtsbereich befinden, sind die Standorte ebenfalls zeichnerisch festgesetzt. Ein weiterer oberirdischen Standort für Abfallsammelbeh älter wird parallel zur Zuwegung des Bestandsgebäudes Am Bilderstöckchen 60 verortet und ist im Vorhaben- und Erschließungsplan dargestellt. Er liegt außerhalb d es Geltungsberichs und wird im Durchführungsvertrag geregelt. Durch die Festsetzung, dass Nebenanlagen nur in den dafür gekennzeichenten Bereichen zulässig sind, soll eine gestalterische Beeinträchtigung vermieden werden. Um einen gewissen Gestaltungsspie lraum zu ermöglichen, dürfen die Standorte um bis zu 5 Metern von den festgesetzten Standorten abweichen. 5.6.5. Paketstation Das Mobilitätskonzept sieht die Errichtung einer Pa ketstation vor, um eine Reduktion von 25/88 verkehrlich-städtebaulichen Konsequenzen von KEP-Li eferverkehren (Kurier-, Express und Paketdienste) zu erreichen. Damit die positiven Eff ekte dieser Maßnahme auch der Nachbarschaft in den Bestandsgebäuden zu Gute kommen und das Plangebiet weitestgehend von Verkehr freigehalten wird, wird die Paketstation außerhalb des Geltungsbereichs entlang der Straße Am Bilderstöckchen, vor dem Bestandsgebä ude Nr. 64 vorortet. Die Paketstation wird im Durchführungsvertrag geregelt. 5.7. Soziale Infrastruktur Für das Vorhaben kommt das Kooperative Baulandmodel l 2017 (KoopBLM 2017) zur Anwendung. Es gilt die angepasste Fassung der Umset zungungsanweisung des KoopBLM 2017plus vom 05.05.2022. Der rechnerischen Einschät zung des Mehrbedarfs in den Angebotssegmenten Kindertagesstätte, öffentlicher Spielplatz sowie öffentliche bzw. öffentlich zugängliche, private Grünfläche wird die im Plangeb iet erwartete Einwohnerzahl zu Grunde gelegt. Die erwartete Einwohnerzahl wird auf Grundl age der nutzungsspezifischen Flächenangaben für das jeweilige Vorhaben eingeschätzt. Hierbei ist nur die Geschossfläche Wohnen maßgeblich, die durch das Bebauungsplanverfahren neu geschaffen wird. Das heißt, erfolgt auf Grundlage der Planung eine Nachverdicht ung oder ‚Abriss und Neubau‘, so wird die im Vergleich zum heutigen Bestand zusätzliche G eschossflächen Wohnen für die Einschätzung herangezogen. Im Bestand befinden sich keine Wohnungen innerhalb des Plangebietes. Durch das Planvorhaben entstehen ca. 9.800 m² Geschossfläche Wohnen. Gemäß dem Kooperativen Baulandmodell entspricht dies, bei einer theoretisch anzusetzenden durchschnittlichen Größe einer Wohneinheit von 90 m², insgesamt einer Anzahl von ca. 109 Wohneinheiten. Bei Vorhaben mit einem Anteil von 30% öffentlich geförd erten Wohnungsbau werden für die Erstbelegungsquote 2,3 Einwohner pro Wohneinheit (E W/WE) angenommen. Die erwartete Einwohnerzahl im Plangebiet Am Bilderstöckchen lieg t demnach rechnerisch bei 250 Einwohnern*innen. 5.7.1. Kindertageseinrichtung Durch die zu erwartende Einwohnerzahl von 250 Perso nen entsteht nur ein geringer Mehrbedarf von Plätzen für U3-Kinder und für Ü3-Kin der in einer Kindertageseinrichtung. Aufgrund dieses geringen Mehrbedarfs besteht keine Pflicht, im Plangebiet eine Kindertagesstätte entsprechend dem Bedarf und nach den Vorgaben der Stadt Köln zu errichten. 5.7.2. Schulentwicklung Durch die zu erwartende Einwohnerzahl von 250 Perso nen entsteht nur ein geringer Mehrbedarf von Schulplätzen. Die nächstgelegenen Sc hulen verfügen über ausreichende Kapazitäten, sodass der Mehrbedarf gedeckt werden kann. 5.7.3. Öffentliche Spielplatzflächen Gemäß dem Kooperativem Baulandmodell wird der durch die Planung ausgelöste Bedarf an öffentlicher Spielplatzfläche so ermittelt, dass die neu zu erwartende Einwohnerzahl mit dem durchschnittlichen Wert von 2 m² Spielplatzfläche pro Einwohner multipliziert wird. Die zu erwartenden Einwohnerzahl von 250 Personen löst einen Flächenbedarf an öffentlicher Spielplatzfläche von insgesamt 501 m² aus. Die Planung sieht die Herstellung von öffentlichen Spielplatzflächen in einer Größenordnung von ca. 500 m² auf dem Grubo-Grundstück und weitere n ca. 65 m² auf dem Grundstücksteil der Stadt Köln vor. Damit werden 565 m² im westlichen Abschnitt des Geltungsbereichs durch die Festsetzung als öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Spielplatz“ gesichert. Der öffentliche Spielplatz wird durch die Vorhabent rägerin errichtet und nach Fertigstellung der Stadt Köln zu übergeben. Die konkreten Regelung en werden im Durchführungsvertrag 26/88 getroffen. 5.7.4. Private Spielplatzflächen Für die Bewohner des Plangebietes sind die nach Spi elplatzsatzung der Stadt Köln zu errichtenden privaten Spielflächen für Kleinkinder – verteilt über das Plangebiet – im Nahbereich der Wohngebäude vorgesehen und barrierefrei zugänglich. Sie entstehen in einer gemeinsamen Gestaltungssprache und bilden so eine zusammenhängende Spiellandschaft. Die Freiraumplanung sieht ca. 511 m² private Spielf lächen für Kleinkinder innerhalb des allgemeinen Wohngebietes WA vor. Zwei Spielplätze l iegen jeweils zwischen den Häusern, eine dritte Spielplatzfläche ist im Nordosten des Plangebietes vorgesehen. Die für die Deckung des Bedarfs erforderlichen weiteren 25 m² an Kleink inderspielfläche wird in der bestehenden Kinderspielfläche des Bestands in der nicht überbau baren Grundstücksfläche des Bestands untergebracht, die mit einer Fläche von 646 m² einen Bedarfsüberschuss von 184 m² aufweist. Im Zuge der Freiraumgestaltung ist eine Ertüchtigun g und Aufwertung des bestehenden Spielplatzes vorgesehen. 5.7.5. Öffentliche bzw. öffentlich zugängliche Grün fläche Gemäß dem Kooperativem Baulandmodell ist das gesamt e Gebiet der Stadt Köln mit Grünflächen mit wohngebietsbezogener Funktion unter versorgt. Grundsätzlich kann also davon ausgegangen werden, dass bei allen Planverfah ren der rechnerisch ermittelte Mehrbedarf auch dem ursächlichen Mehrbedarf entspricht. Zur Sicherstellung allgemeiner Anforderungen an ges unde Wohnverhältnisse, der Belange von Freizeit und Erholung, der Gestaltung des Orts- und Landschaftsbildes, zur qualitätsvollen Gestaltung von Quartieren und nicht zuletzt zur Anp assung der Städte an die Folgen des Klimawandels ist eine Durchgrünung des Plangebietes unbedingt umzusetzen. Daher wird der durch die Planung ausgelöste Bedarf an privaten, öffentlich zugänglichen Grünflächen so ermittelt, dass die neu zu erwartende Einwohnerzahl mit der durchschnittlichen Versorgung von 10 m² Grünfläche pro Einwohner multi pliziert wird. Die zu erwartenden Einwohnerzahl von 250 Personen löst einen Flächenbedarf an privater, öffentlich zugänglicher Grünfläche von insgesamt 2.500 m² aus. Aufgrund der Lage direkt am Bürgerpark Nord verzichtet die Stadt Köln in diesem Einzelfall auf den Nachweis im Plangebiet und die Ablösezahlungen. Das freiraumplanerische Konzept zu r Gestaltung des entstehenden Innenhofs, das bspw. einen Pocketpark und einen Qua rtiersplatz vorsieht, schafft einen qualitativ hochwertigen und gut nutzbaren Freiraum für die Nachbarschaft. 5.7.6. Öffentlich geförderter Wohnungsbau Bei Vorhaben, bei denen eine Geschossfläche von mindestens 1.800 m² für Wohnzwecke oder mindestens 20 Wohneinheiten entstehen, sind gemäß d en Vorgaben des Kooperativen Baulandmodells 30 % der geplanten Geschossfläche fü r Wohnzwecke im öffentlich geförderten Wohnungsbau zu errichten. Um dies siche rzustellen, wird eine entsprechende Festsetzung im Bebauungsplan getroffen. Bei dem vorliegenden Vorhaben beabsichtigt die Vorh abenträgerin jedoch, einen deutlich höheren Anteil, und zwar 100 % der geplanten Gescho ssfläche Wohnen im öffentlich geförderten Segment, zu errichten. Dadurch werden v on der Vorhabenträgerin ca. 6.860 m² Geschossfläche mehr im öffentlich geförderten Segment realisiert, als nach dem Kooperativen Baulandmodell erforderlich sind. Gemäß den Förderrichtlinien des Landes NRW sind ein Drittel der Grundstücksflächen als Grünfläche zu errichten, wovon mindestens 50 % als ein als Begegnungsort nutzbarer Teil fungieren muss. 5.8. Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaft spflege 5.8.1. Lärm 27/88 Das Plangebiet ist durch Lärmimmissionen aus dem öffentlichen Straßenverkehr und im Sportlärm vom Bolzplatz vorbelastet. Die höchsten Beurteilungspegel aus dem Straßenverke hr auf öffentlichen Verkehrswegen liegen im Westen zur A57 und zur Kreuzung Robert-Pe rthel-Straße Ecke Escher Straße hin. Dort sind Pegel von bis zu 64 dB(A) tags und 57 dB( A) nachts zu erwarten. Die Orientierungswerte für allgemeine Wohngebiete von 5 5 dB(A) tags bzw. 45 dB(A) nachts werden dort um bis zu 9 dB tags und 12 dB nachts überschritten. Im benachbarten Bereich des Knotenpunktes Escher St raße und Robert-Perthel-Straße wird eine öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung Spielplatz festgesetzt. Die dort erwarteten Pegel von 64 dB(A) tags wirken auf das K inderspiel ein. Da keine Anforderungen an Lärmschutz auf öffentlichen Spielplatzflächen un d verbindlichen rechtlichen Regelungen existieren, wird auf die Festsetzung einer Lärmschutzwand auch aus städtebaulichen Gründen verzichtet. Die notwendige Höhe wirkt bei dem Zuschnitt des Spielplatzes bedrängend und die notwendige Belichtung wäre nur noch zum Teil gegebe n. Zudem sind gesunde Wohnverhältnisse auch ohne eine Lärmschutzwand gege ben, da die Grenze von 70 dB (A) eingehalten werden. Nicht zuletzt fehlen Alternativ en für die Verlegung des öffentlichen Spielplatzes. Stattdessen wird im anschließenden Baugenehmigungsverfahren zusammen mit dem städtischen Amt für Kinder, Jugend und Familie ermessen, ob die Verortung eines abschirmenden Spielgerätes, beispielsweise einer Kletterwand, eine ähnliche lärmschützende Funktion erfüllen kann. Als Maßnahme zur Einhaltung der Immissionsrichtwerte bei dem Sportlärm ist eine Verlegung des Bolzplatzes sowie der Ausschluss des Betriebs innerhalb der morgendlichen Ruhezeiten von 06.00 bis 08.00 Uhr an Werktagen und von 07.00 bis 09.00 Uhr an Sonn- und Feiertagen vorgesehen. Nach Verlegung des Bolzplatzes sind an den Plangebäuden Beurteilungspegel von bis zu 51 dB(A) zu erwarten. Der Immissionsrichtwert außerhalb morgendlicher Ruhezei- ten von 55 dB(A) in allgemeinen Wohngebieten können somit eingehalten werden. Infolge der Überschreitung der Orientierungswerte aus dem öffentlichen Straßenverkehr ist im Geltungsbereich des Bebauungsplanes eine Festlegung der erforderlichen Luftschalldämmung von Außenbauteilen gegenüber Außenlärm für Aufenthaltsräume gemäß der DIN 4109:2018-01 vorzunehmen. Dies erfolgt gemäß aktueller Rechtsprechung mittels bei freier Schallausbreitung im Plangebiet berechneten flächigen Maßgeblichen Außenlärmpegeln in Kombination mit der empfohlenen Öffnungsklausel zur Berücksichtigung des künftig aktuellen Bautenstands (Abschirmung, etc.) in bauaufsichtlichen Genehmigungsverfahren. Die Zuordnung zwischen den in der Planzeichnung dargestellten Lärmpegelbereichen und den maßgeblichen Außenlärmpegeln ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle: Lärmpegelbereich Maßgeblicher Außenlärmpegel (L a in dB) I 55 II 60 III 65 IV 70 V 75 VI 80 VII > 80 a für maßgeblichen Außenlärmpegel La > 80 dB sind d ie Anforderungen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten festzulegen. Unter Berücksichtigung der Plangebäude ergeben sich die höchsten Lärmpegelbereiche entlang der West- und Nordwestfassaden des Hauses 1 . Dort wird vor den höherbelasteten Fassadenbereichen maximal der Lärmpegelbereich IV a usgewiesen. An der übrigen Planbebauung wird maximal der Lärmpegelbereich III ausgewiesen. Bezüglich des 28/88 Bolzplatzes im Bestand ist in Abstimmung mit dem st ädtischen Amt für Kinder, Jugend und Familie (Kinderinteressen – Spielplatzangelegenheit en) zur Einhaltung sämtlicher Immissionsrichtwerte (an Plan- und Bestandsgebäuden ) beschlossen worden, den Betrieb innerhalb der morgendlichen Ruhezeiten einzuschränk en und den Bolzplatz in nördliche Richtung zu verschieben. Die durch das Planvorhaben erzeugte Lärmbelastung auf die Bestandsbebauung in Form von Haustechnikanlagen und privatem Pkw-Verkehr innerha lb des Plangebiets werden an der benachbarten Wohnbebauung im Bestand die Immissionsrichtwerte der TA Lärm von 55 dB(A) tags und 40 dB(A) nachts für allgemeine Wohngebiete eingehalten. Bezüglich des durch das Planvorhaben bedingten Mehrverkehrs liegen die Beurteilungspegel an den Immissionsorten sowohl im Analysefall als auch im Prognose-Planfall unter den Werten von 70 dB(A) tags bzw. 60 dB(A) nachts. In diesem F all sind Erhöhungen der Beurteilungspegel bei weniger als 3 dB durch den pl anbedingten Zusatzverkehr auf öffentlichen Verkehrswegen als nicht wesentlich zu beurteilen. Die prognostizierten Erhöhungen des Straßenverkehrs auf öffentlichen Verkehrswegen liegen bei maximal 0,1 dB, so dass die Erhöhungen als nicht wesentlich einzustufen sind. Die abgestrahlten Schallleistungen wurden anhand ei nschlägiger Richtlinien angesetzt. Aufgrund der normgerechten Schallausbreitungsberech nung unter ausschließlichen Mitwindbedingungen sowie der Betrachtung des Zusamm enwirkens aller Lärmquellen ist davon auszugehen, dass die prognostizierten Beurtei lungspegel bei häufigen Nachmessungen in der deutlichen Mehrzahl der Fälle eingehalten werden. 5.8.2. Artenschutz Im Untersuchungsraum für vorliegenden Fachbeitrag k onnten einige artenschutzrechtlich relevante Arten nachgewiesen werden. Zu nennen sind insgesamt 19 Vogelarten. Insgesamt 12 der nachgewiesenen Vogelarten brüten im Untersuchungsgebiet. Die anderen 7 Arten sind Gastvögel. Auf der eigentlichen Vorhabenfläche befi nden sich Brutreviere von 5 Vogelarten. Unter den erfassten Brutvögeln befindet sich keine planungsrelevante Art entsprechend der Definition von KIEL (2005) bzw. MKULNV (2016). Arte n nach Anhang IV der FFH-Richtlinie kommen im Untersuchungsgebiet mit Ausnahme der wahr scheinlich als Nahrungsgast vorkommenden Zwergfledermaus nicht vor. Mit dem geplanten Vorhaben gehen unterschiedliche Auswirkungen auf die Natur einher, die auch aus Sicht des Artenschutzes von Bedeutung sein können. Im Vordergrund steht hierbei der eigentliche Flächenverlust, daneben die unmittelbare Gefährdung von Individuen durch die Flächeninanspruchnahme sowie durch Vogelschlag an F assaden. Wirkfaktoren wie Lärm, Licht oder die Fragmentierung von Lebensräumen bzw. die Unterbrechung des Biotopverbunds sind hierbei zu vernachlässigen. Bei Berücksichtigung der genannten Wirkfaktoren kan n eine artenschutzrechtliche Betroffenheit zahlreicher Arten durch das Vorhaben von vorneherein ausgeschlossen werden. Dies betrifft zunächst alle wildlebenden Vogelarten , die als Gastvögel im Plangebiet nachgewiesen wurden. Bei all diesen Arten kann eine unmittelbare Betroffenheit von Individuen oder ihren Entwicklungsstadien ausgeschlossen werden. Erhebliche Störungen, die sich auf die lokalen Populationen auswirken, lassen sich ebenfalls ausschließen. Die genannten Arten verlieren durch das Vorhaben auch keine Fortpflanzungs- oder Ruhestätten, da diese das Untersuchungsgebiet insgesamt nicht zu r Fortpflanzung oder als Ruhestätte nutzen. Für die artenschutzrechtlich relevanten und potenzi ell betroffenen Arten werden geeignete Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen vorgeschlag en, mit denen artenschutzrechtliche Betroffenheiten vermieden ode r auf ein unerhebliches Maß reduziert werden können. Sie bestehen aus einer zeitlichen Be schränkung der Flächeninanspruchnahme durch Fällungen und Rodungen in den Monaten Oktober bis März, der Einrichtung einer ökologischen Baubegleitung, w eiterhin der Begrenzung bau- und anlagebedingter Flächenbeanspruchungen und Vorsicht smaßnahmen bezüglich der 29/88 Fassadengestaltung an den Gebäuden. Durch die vorge schlagenen Maßnahmen können insbesondere die artenschutzrechtlichen Verbotstatbestände des § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG (unmittelbare Gefährdung von Individuen und ihren Entwicklungsstadien) umgangen werden. Zusammenfassend und unter Beachtung der vorgesehenen Maßnahmen zur Vermeidung und Minderung sowie der vorgezogenen Ausgleichsmaßnahme kommt vorliegender Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag daher zu dem Sch luss, dass das Vorhaben aus artenschutzrechtlicher Sicht nach den Vorgaben des § 44 Abs. 1 i.V. mit § 44 Abs. 5 BNatSchG zulässig ist. 5.8.3. Baumbestand sowie Eingriff / Ausgleich Die geplante Bebauung nimmt zum großen Teil Flächen in Anspruch, für deren Nutzung ein naturschutzrechtlicher Ausgleich erforderlich wird. Diese Flächen sind im Bebauungsplan als ausgleichspflichtiger Eingriffsbereich (AusglEB) kenntlich gemacht. Der heutige Bestand wird von Gebüsch mit überwiegen d standorttypischen Gehölzen dominiert. Darüber hinaus finden sich Scherrasenflä chen mit und ohne Baumbestand sowie Gärten bzw. Freiflächen der Bestandsbauten innerhalb des Plangebietes. Im Plangebiet wurde im Juni 2023 im Rahmen der Erstellung der „planungsrechtlichen Siche- rung schützenswerter Bäume“ eine erste Bestandsaufn ahme und Bewertung des Baumbe- standes und weiterer Biotoptypen durch das Landscha ftsarchitekturbüro studio grüngrau durchgeführt. Nach Durchführung von Suchschürfen wu rden im Februar 2024 ergänzende Kartierungen im Bereich der öffentlichen Grünfläche vorgenommen. Insgesamt wurden auf dem Areal 92 Gehölze kartiert und dokumentiert, die sich innerhalb des Plangebiets sowie unmittelbar angrenzend an diesem befinden. Insgesamt sind 25 der 92 Bestandsgehölze ge- mäß der Baumschutzsatzung der Stadt Köln (2023) ges chützt (siehe Kapitel 2.4.8.4 „pla- nungsrechtliche Sicherung schützenswerter Bäume“ bzw. Anlage 1 und 5 des GOP). Es wer- den 18 schützenswerte Bäume sowie 46 Gehölze besteh end aus Bäumen und Großsträu- chern gefällt, die je nach ihrer Lage unterschiedlich ausgeglichen werden: Die 18 Bäume, die außerhalb des ausgleichpflichtigen Eingriffsbereich es gefällt werden müssen, werden nach der Baumschutzsatzung ausgeglichen. Ein nicht unerh eblicher Teil des Ausgleichs nach der Baumschutzsatzung wird mit den Festsetzungen von 20 Baumpflanzungen im Plangebiet aus- geglichen. Die 46 Gehölze innerhalb des ausgleichpflichtigen Eingriffsbereichswerden mittels der Eingriffsregelung erfasst und im Rahmen der Aus gleichsbilanzierung über Biotopwert- punkte ausgeglichen. Die vom studio grüngrau durchgeführte Bilanzierung von Eingriff und Ausgleich innerhalb des ausgleichspflichtigem Eingriffsbereichs kommt zu de m Ergebnis, dass ein Ausgleichsbedarf von insgesamt 35.056 Biotopwertpunkten (BWP) besteh t. Hierfür stehen innerhalb des Geltungsbereichs nicht ausreichend Kompensationsflächen zur Verfügung. Aufgrund fehlender Möglichkeiten zur Umsetzung von Ausgleichsmaßnahmen innerhalb und angrenzend an das Plangebiet, wird zur Kompensation eine externe Ausgleichsmaßnahme umgesetzt. Diese externe Ausgleichsmaßnahme liegt i m Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 66389/03; Arbeitstitel: "Rondorf Nord-West" in Köln-Rondorf und wird in diesem Bebauungsplan unter der Nummer A3.6 geführt. Auf einer 3.187 m² großen Teilfläche des Flurstücks 308 der Gemarkung Rondorf-Land, Flur 7 wird die externe Maßnahme durch die Eintwicklung einer Glatthaferweise mit Strauchgruppen und Bäumen umgesetzt. Insgesamt kann durch die Umsetzung der hier beschri ebenen und in den Hinweisen festgeschriebene Ausgleichsmaßnahme auf der Fläche in Rondorf eine ökologische Aufwertung nach dem Bewertungsverfahren „Methode zu r ökologischen Bewertung der Biotopfunktionen von Biotoptypen“ von Dankward Ludwig, Bochum, 1991, erreicht werden. 5.8.4. Klimaschutz Durch die Einhaltung der Klimaleitlinien der Stadt Köln kann dem Klimaschutz Rechnung getragen werden. Vorgesehen sind Maßnahmen zur Begrünung des Quartiers, zur Dach- und Tiefgaragenbegrünung, zur Fassadenbegrünung sowie z ur nachhaltigen Energiegewinnung 30/88 (siehe auch Abschnitt 5.9). Die Stromerzeugung mit Hilfe von Photovoltaikanlagen auf den Dächern ist ein Baustein hierfür (siehe auch Abschnitt 5.9.4). 5.8.5. Luftschadstoffe Das Luftschadstoffgutachten kommt zu dem Ergebniss, dass sowohl im Prognose-Nullfall 2025 als auch im Prognose-Planfall 2025 die NO2-Gre nzwerte der 39. BImSchV an allen beurteilungsrelevanten Fassaden des Untersuchungsgebietes und insbesondere auch an den Fassaden der Plangebäude eingehalten werden. Ergänzend wurde eine lokale Ausbreitungsrechnung fü r die Feinstaub-Fraktionen PM10 und PM2,5 durchgeführt. Die Berechnungen zum Prognosejahr 2025 für das Untersuchungsgebiet bestätigen die auf aktuellen Messungen basierende Annahme, dass die Feinstaub-Grenzwerte im Bereich des Bebauungsplangebietes in beiden Unte rsuchungsfällen 2025 deutlich eingehalten werden. 5.8.6. Belichtung/Besonnung Eine relevante Verschattung der Bestandsgebäude durch die Plangebäude ist nicht gegeben. Gleiches gilt für die Plangebäude selbst. 5.8.7. Boden Das gesamte Plangebiet des Bebauungsplans liegt im Bereich der Altablagerung gem. Bundes-Bodenschutzgesetz § 2 mit der Nummer 50702. Gemäß § 9 Abs. 5 BauGB wird das gesamte Plangebiet als Fläche Altablagerung gekennzeichnet. Die Untersuchungsfläche wurde bis spätestens 1970 verfüllt. Es sind Auffüllungsmächtigkeiten von > 15 m belegt. Der Auffüllungskörper besteht im Wesentlichen aus m ineralischen Komponenten. Hierbei dominieren Bauschutt mit weiteren Fremdstoffanteile n aus Gebäudeabbrüchen in wechselnden Mischungsverhältnissen sowie kiesige un d schluffige Sande. Im Rahmen aktueller Baggerschurf-Aufschlüsse wurden neben den mineralischen Bauschuttbestandteilen auch Holz (Balken, Dielen), Dachpappen und Metallte ile (Zinkbleche, Dachrinnen) aufgefunden. Außerdem liegen im Plangebiet punktuell geringfügig erhöhte Belastungen durch Schwermetalle (i. W. Zink), polychlorierte Biphenyl e (PCB), Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW) und polycyclische aromatische Kohlenwassersto ffe (PAK) in der Feststoffphase vor. Auch im Bodeneluat ist die Schadstoffkonzentration bereichsweise für MKW, PAK und PCB erhöht. Die Bodenluft ist mit Methan belastet. Bisherige Grundwasseruntersuchungen belegen eine be kannte Verunreinigung des durchströmenden Grundwassers mit Tetrachlorethen. Aktuell liegen keine Hinweise vor, dass die nachgewiesenen Schadstoffe bei der derzeitigen Nutzung das Grundwasser schädigen. Im Rahmen des geplanten Bauvorhabens (insbesondere die Tiefgründung) kann eine bauzeitbedingte Gefährdung des Grundwassers allerdings nicht ausgeschlossen werden. Die möglichen Einträge werden mit Hilfe einer Messstelle der Stadt Köln überwacht Aufgrund der vorgefundenen polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) und der damit einhergehenden Bestätigung der stofflichen Be lastung des Untergrundes darf das anfallende Niederschlagswasser nicht gezielt zur Ve rsickerung gebracht werden. Das Plangebiet befindet sich im Bereich der Altablageru ng mit der Nummer 50702, einer ehemaligen Deponieanlage. In einem Deponiekörper ist grundsätzlich keine Versickerung von Niederschlagswasser zulässig. Eine Gefährdung über den Wirkungspfad Bodenluft – R aumluft – Mensch ist aufgrund der bekannten Methangaskonzentration im Deponiekörper gegeben. Für das Bauvorhaben ist ein entsprechendes Gassicherungskonzept zu erstellen und umzusetzen. Dies erfolgt im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens. Um eine Gefährdung ü ber den Wirkungspfad Boden- Mensch auszuschließen sind geeignete Sicherungsmaßn ahmen (Bodenaustausch, 31/88 Bodenabdeckung) erforderlich. Auch hierfür ist im R ahmen des Baugenehmigungsverfahren ein Sicherungskonzept vorzulegen. Die Erstellung de r Gassicherungskonzept und des Aushub- und Entsorgungskonzept wird im Durchführungsvertrag geregelt. Die Vorschriften der §§ 6 bis 8 der Bundesbodenschu tz-Verordnung (BBodSchV) sind zu beachten. 5.9. Bepflanzung und Begrünung Um die Ziele des Grünordnungsplanes umzusetzen werd en eine Vielzahl von Begrünungsmaßnahmen gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 25 a BauGB getroffen. 5.9.1. Begrünungsmaßnahmen im Bereich von öffentlic hen Grünflächen Innerhalb der festgesetzten öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung öffentlicher Spielplatz sind insgesamt mindestens 3 mittel- und großkronige Laubbäume zu pflanzen und dauerhaft zu unterhalten. Die Fläche ist zudem mit Wiesensaatgutmischung anzulegen. Ausgenommen hiervon sind Spielgeräte, Fallschutzflächen, Wegeflächen, Abfallbehälter und Bänke. Die in der Planzeichnung festgesetzten Baums tandorte sind nur zur Nachricht dargestellt. Mit diesen Festsetzungen wird ein Beit rag zur Begrünung und Verschattung der Spielflächen geleistet und die Steigerung des Aufen thaltscharakters bewirkt, ohne die Nutzungsmöglichkeiten der Freifläche zu sehr einzuschränken. 5.9.2. Begrünungsmaßnahmen im Bereich von privaten Grundstücken Im allgemeinen Wohngebiet WA sind 12 und in der nicht überbaubaren Grundstücksfläche des Bestandes 5 mittel- und großkronige Laubbäume zu pf lanzen. Die in der Planzeichnung festgesetzten Baumstandorte können um bis zu 5 m ve rschoben werden. Darüber hinaus ist die festgesetzte Fläche M7 mit einer Rasenfläche (E A31 / LW41112) zu begrünen und mit jeweils mindestens 3 Strauchgruppen mit je 3 Solitä rsträuchern (3xv, mB) zu bepflanzen. Ausnahmsweise ist die Pflanzung von Stauden und Grä sern zulässig. Die festgesetzte Flächen M8 ist ebenfalls mindestens mit einer Rasen fläche (EA31/LW4112) zu begrünen, wobei ausnahmsweise Gräser- und Staudenpflanzungen und Lüftungsschächte zulässig sind. Diese Maßnahmenfläche rahmt den Quartiersplatz als grüne Spange. In ihr befinden sich zugleich die Lüftungsschächte zur natürlichen Belüf tung der Tiefgarage. Für die Maßnahmenfläche M9, die die Gestaltung und Ausstattung des Pocketparks konkretisiert, wird ebenfalls mindestens eine Rasenfläche (EA31/LW4112) festgesetzt. Ausnahmsweise sind hier Gräser- und Staudenpflanzungen, Wege und Platz flächen auf maximal 20% der Gesamtfläche, Bänke, Abfallbehälter, bauliche Einfa ssungen sowie Leuchten und Einfriedungen zulässig. Zudem sind die Grundstücksf lächen, soweit sie nicht mit Gebäuden, Wegen, Spielplätzen und sonstigen Nebenanlagen über baut werden, mit Gräsern (HH 7/BR 132), Stauden und / oder Sträuchern (BB 1/GH 51) zu bepflanzen. Mit diesen Festsetzungen wird ein Beitrag zur Begünung des Quartiers und zur Steigerung der Aufenthaltsqualität geleistet. Die Festsetzungen wirken sich zudem positiv auf das Klima aus. Hierdurch soll neben den klimatischen Funktionen un d der biologischen Vielfalt der Begrünungsmaßnahmen auch ein Beitrag zu gärtnerisch en Gestaltung der Freiflächen sichergestellt werden. Die Flexibilität in Bezug auf die Baum-Standorte bi etet eine ausreichende Freiheit bei der Konkretisierung der Planung, ohne den Grundgedanken des Begrünungskonzeptes zu konterkarieren. 5.9.3. Begrünung von Tiefgaragen Zur Nutzbarmachung und Gestaltung des Innenbereichs , zur Verbesserung des direkten Wohnumfelds und zur Kompensation der Grünunterdeckl ung sind Tiefgaragen (TGa) oder unterirdische Gebäudeteile, soweit sie nicht mit Ge bäuden, Wegen, Platzflächen, Kinderspielflächen oder sonstigen Nebenanlagen über baut werden, zu begrünen. Die Vegetationstragschicht wird in einer angemessenen Stärke von 60 cm bzw. 1,20 m zzgl. Filter- 32/88 und Drainschicht und ein auskömmlicher Wurzelraum v on mindesten 25 m³ festgesetzt. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass die Wurzeln der Pflanzen ausreichend Platz für eine gesunde Entwicklung erhalten. 5.9.4. Extensive Dachbegrünung Die Flachdächer der Gebäude im allgemeinen Wohngebi et WA sind mit einer extensiven Dachbegrünung zu bepflanzen. Um gleichzeitig die Un terbringung nötiger Technik (wie z.B. Lüftungsanlagen o.ä.) zu ermöglichen, werden techni sche Aufbauten auf maximal 30 % der jeweiligen Dachfläche von der Begrünungspflicht aus genommen. Um attraktive Freisitze in Form von Dachterrassen für die Bewohnerschaft des S taffelgeschosses im Haus 1.3 zu ermöglichen, sind diese Flächen ebenfalls von der Begrünungspflicht ausgenommen. Um eine zukunftsweisende Energieerzeugung zu unterstützen, sind Photovoltaikelemente über der Dachbegrünung zulässig. Die positiven Effekte von Dachbegrünungen wirken si ch vielfältig aus. In Bezug auf die Gebäude wirkt ein begrüntes Dach als Schutz der Dac habdichtung und Dämmstoff. Die Lebensdauer des Daches wird verlängert und das Raumklima des obersten Geschosses, das regelmäßig am stärksten vom jahreszeitlichen Temper aturwechsel beeinflusst wird, deutlich verbessert. Hinsichtlich der Umweltaspekte fungiert ein extensiv begrüntes Dach als Wasserrückhaltung. Große Teile des Niederschlags werden verdunstet, wa s mit einer Entlastung der Entwässerungsanlagen und dem Verbleib des Wassers im ökologischen Kreislauf einhergeht. Die Dachflächen können auch Ersatzhabitate für Tier- und Pflanzenarten bieten. Insgesamt kann das Stadtklima, das durch eine hohe Versiegelung und damit einhergehende höhere Temperaturen bestimmt ist, verbessert werden. Die Funktion der Dachbegrünung als Filter für Staub und Schadstoffe wirkt sich ebenfalls positiv aus. 5.9.5. Fassadenbegrünung Um einen weiteren Beitrag für das Stadtklima und al s Filter für Staub und Schadstoffe zu leisten, wird eine Fassadenbegrünung der nordwestlich orientierten Wandflächen festgesetzt. Flächen für Fenster, Türen und Lüftungseinrichtunge n sind von der Begrünungspflicht ausgenommen. Es ist eine Kletterpflanze je laufenden Metern Wand bei Selbstklimmern bzw. zwei Kletterpflanzen je laufenden Meter bei Rank- u nd Schlingpflanzen vorzusehen. Bei letzeren ist eine Kletterhilfe vorzusehen. Durch di e Festsetzung, dass die Pflanzstellen offen mit Bodenanschluss und einer durchwurzelbaren Pflan zgrube von mindestens 1 m³ vorzusehen ist, soll sichergestellt werden, dass di e Pflanzen gute Wachstumsbedingungen vorfinden. 5.9.6. Erhalt von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzung Innerhalb der öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung Spielplatz sind 4 Bäume und im allgemeinen Wohngebiet WA 5 Bäume dauerhaft zu e rhalten und bei Verlust gleichwertig zu ersetzen. Zum Schutz der in der nicht überbaubaren Grundstück sfläche des Bestands bestehenden wertvollen Grünstrukturen, die den vorhandenen Kind erspielplatz einrahmen, werden die Flächen rund um dem Spielplatz als Fläche mit Bindu ngen für die Erhaltung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen festgesetzt. Ersatzpflanzungen erfolgen nach den Standards der Satzung zur Erhebung von Kostener- stattungsbeträge nach §§ 135a-135c BauGB. Mit diesen Festsetzungen wird der alte Baum- und Grünbestand gesichtert und ein Beitrag zur Begünung des Quartiers geleistet. 5.10. Gestalterische Festsetzungen Im Bebauungsplan werden örtliche Bauvorschriften (g estalterische Festsetzungen gemäß § 89 BauO NRW) getroffen. Diese dienen dazu, eine d urchmischte, gleichwohl harmonische 33/88 Gestaltung des Plangebietes zu erreichen. Es werden Regelungen zu Dachformen, Einfriedungen, Stellplatzbegrünung und Satellitensc hüsseln / Mobilfunksendeanlagen getroffen. 5.10.1. Dachform / Dachaufbauten Für ein einheitliches Quartiersbild sind im Geltungsbereich des Bebauunsplans ausschließlich Flachdächer mit einer Dachneigung bis maximal 5 Grad zulässig. Durch die Festsetzung von Flachdächern im vorhabenbezogenen Bebauungsplan werden entsprechend dem Vorhaben- und Erschließungsplan zeitgemäße Wohngebäude errich tet. Ferner begünstigt die Festsetzung der Flachdächer die gewünschte Dachbegrünung. Um eine Beeinträchtigung des Ortsbildes zu vermeiden, müssen Anlagen zur Nutzung solarer Strahlungsenergie um ihr Maß von der Gebäudeaußenka nte zurücktreten, das ihrer Höhe entspricht. 5.10.2. Einfriedungen Zur Vermeidung von gestalterisch unbefriedigenden S ituationen sind Grundstücks- einfriedungen entlang von Mietergärten nur als standortgerechte Hecken sowie als Draht- und Stabgitterzäune mit hinterpflanzten Hecken bis zu e iner Höhe von jeweils 1,2 m über der Geländeoberfläche zulässig. Gleiches begründet die Festsetzungen für die Gestaltung der Abstellplätze für Abfallsammel- behälter. Sie sind in Gestalt von Müllboxen einzuha usen oder mit standortgerechten Hecken zu umpflanzen. Die so gestalteten Anlagen können in die Grundstückseinfriedungen integriert werden. 5.10.3. Satellitenempfangsanlagen / Mobilfunksendeanlagen Um eine Beeinträchtigung der Fassaden und Balkone d urch Parabolantennen für den Satellitenrundfunkempfang zu verhindern, werden Sat ellitenschüsseln nur auf den Dachflächen zugelassen. Mobilfunksendemasten und -a nlagen sind dagegen ausgeschlossen. 6. Umweltbericht A Einleitung Für das Bebauungsplanverfahren wird eine Umweltprüf ung gemäß § 2 Absatz 4 Baugesetzbuch (BauGB) für die Belange nach § 1 Absa tz 6 Nummer 7 und § 1a BauGB durchgeführt. Die Ergebnisse werden in einem Umwelt bericht gemäß § 2a BauGB und der Anlage 1 zum BauGB dargestellt. 6.1. Darstellung des Inhalts und wichtigster Ziele des Bauleitplanes Der Vorhabenträger (Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH) beabsichtigt, den Neubau von drei Mehrfamilienhäusern in Köln Bilderstöckchen im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes planungsrechtlich zu sichern. Bei der geplanten Bebauung handelt es sich um eine Hinterlandbebauung der bestehenden Wohnbeba uung entlang der Straße Am Bilderstöckchen. Teile der Hinterhoffläche, auf der sich im Bestand asphaltierte Anwohnerparkplätze befinden, werden mit einer Tiefgarage, Grünflächen und einem Spielplatz überplant. Das Planvorhaben befindet sich im Stadtteil Bilders töckchen (Stadtbezirk Nippes) im Norden Kölns. Eingefasst wird das Plangebiet nördlich von der Robert-Perthel-Straße, südlich von der Straße Am Bilderstöckchen, östlich von der Vogesens traße und westlich von der Escher Straße. Das Vorhaben sieht eine Errichtung von ca. 95 Mieteinheiten verteilt auf drei 34/88 Gebäudekomplexen vor, welche mit der Errichtung ein er Tiefgarage mit ca. 60 PKW- Stellplätze ausgestattet sind. Bei den zu errichtet en Gebäuden handelt es sich um reine Wohngebäude, deren Wohnraum zu 100 % öffentlich gefördert ist. Im Rahmen der Umsetzung wurden die anliegenden Gebäude bereits modernisiert , weitere Überarbeitungen und Neugestaltungen sind darüber hinaus auch in den Ber eichen der Freianlagen und des Kinderspielplatzes geplant. Das geplante Vorhaben l eistet einen Beitrag zur Schaffung dringend benötigten Wohnungsbau in der wachsenden Großstadt Köln. Zur Entwicklung des Plangebietes wurde von der Vorhabenträgerin, der GAG Immobilien AG, ab Ende 2022 ein städtebauliches und architektonisc hes Gesamtkonzept für den Standort entwickelt. Nach dem Planungsprogramm sollen sich d ie künftigen Nutzungen im Plangebiet an den bereits vorhandenen Nutzungen orientieren. Das Gebiet bietet einen Nutzungsmix, in dem städtisches Wohnen sowie die Unterbringung von sozialen, kulturellen und anderen Einrichtungen, die eine Wohnnutzung nicht wesentlichen stören, zulässig ist. Es wurden drei städtebauliche Studien von molestina Architekten + Stadtplaner GmbH, Köln und studio grüngrau Landschaftsarchitektur GmbH, Dü sseldorf entwickelt und mit dem Gestaltungsbeirat der Stadt Köln in mehreren qualifizierenden Sitzungen abgestimmt. Der Stadtentwicklungsausschuss hat im Oktober/ November 2022 beschlossen, gemäß § 12 Absatz 2 BauGB in Anwendung des beschleunigten Verf ahrens nach § 13a BauGB einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan einzuleiten mit dem Ziel, im Planungsgebiet die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung eines Quartiers zu schaffen, in dem Wohnungsbau festgesetzt werden soll. Zur Vermeidung von Doppelungen mit dem vorangegange nen Teil der Begründung, wird auf dem städtebaulichen Teil der Begründung (s. Kapitel 1 „Anlass und Ziel der Planung“ sowie 5.1 „Städtebauliches Planungs- und Freiraumkonzept“) verwiesen. 6.2. Bedarf an Grund und Boden Entsprechend den vorgesehenen Festsetzungen im Bebauungsplan errechnen sich folgende Flächengrößen von Biotoptypen im Bestand und von Nutzungstypen im Zielzustand: Tabelle 1: Flächengrößen im Geltungsbereich Bestandsnutzung in m² geplante Vorhaben in m² Fahr- und Feldwege, versiegelt 2.073,57 Allgemeines Wohnen (WA) (Neu) 6.122,58 Gebüsch mit überwiegend standorttypischen Gehölzen 3.950,12 Allgemeines Wohnen (WA) (nicht überbaubare Grundstücksfläche Bestand – nüGB) 2.753,85 Scherrasen mit Baumbestand 1.907,47 Öffentliche Grünfläche mit Zweckbestimmung Spielplatz 564,74 Scherrasen ohne Baumbestand 1.109,89 Sportanlagen / Spielplätze, mit sonstigem Belag 400,38 6.3. Darstellung der in einschlägigen Fachgesetzen und Fachplänen festgelegten Ziele des Umweltschutzes Als Ziele des Umweltschutzes werden die einschlägig en Gesetze, Rechtsverordnungen, Erlasse, Verwaltungsvorschriften und "Technischen Anleitungen" zugrunde gelegt, die für die 35/88 jeweiligen Schutzgüter in Bauleitplan-Verfahren anzuwenden sind. Die EU-Schutzziele finden sich im Wesentlichen umgesetzt im deutschen Bundesi mmissionsschutzgesetz (BImSchG, Luftreinhalteplanung, Lärmminderung) und seinen Ver ordnungen, dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG – Arten-, Landsch afts- und Biotopschutz), dem Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG – Bodenschutz, Sc hutz vor bzw. Umgang mit schädlichen Bodenveränderungen) und seiner Verordnu ng, dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) sowie dem Denkmalschutzgesetz (DSchG). Auf La ndeseben greifen weitere Regelungen wie die Geruchsrichtlinie Nordrhein-West falen (GIRL – Beurteilung von Gerüchen), das Landeswassergesetz Nordrhein-Westfal en (LWG NRW – Schutz des Grundwasserdargebotes) sowie Verordnungen auf Ebene der Bezirksregierungen wie Wasserschutzzonen-Verordnungen und der Luftreinhalteplan. Auf kommunaler Ebene werden die Baumschutzsatzung u nd der Landschaftsplan der Stadt Köln berücksichtigt. Im Einzelnen siehe dazu die folgende Tabelle 2. Tabelle 2: Ziele des Umweltschutzes Umweltbelang Fachgesetz / Vorschrift Ziel des Umweltschutzes Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung / europäische Vogelschutzgebiete BNatSchG, FFH-RL Schutz prioritärer Arten, Beachtung der Schutzziele Landschaft Landschaftsplan BauGB, BNatSchG, DSchG; LNatSchG NRW Schutzziele der LP- Schutzausweisung, Entwicklungsziele umsetzen; Schutz, Pflege und Entwicklung der Vielfalt, Eigenart, Schönheit und Erholungswert von Natur und Landschaft Pflanzen BNatSchG, LNatSchG NRW Baumschutzsatzung Stadt Köln Schutz, Erhalt und Weiterentwicklung geschützter Biotope und Naturbestände, Vermeidung von Eingriffen; Tiere BauGB, BNatSchG, FFH- RL, VRL, LNatSchG NRW Vermeidung Verschlechterung Erhaltungszustand; Schutz wild-lebender Tiere und Lebensgemeinschaften, Vermeidung Tötung (Tötungsverbot) Biologische Vielfalt BauGB, BNatSchG, FFH- RL, VRL, LNatSchG NRW Erhalt wildlebender Tier- und Pflanzenarten, Erhalt von Lebensräumen, Stärkung der Biotopvernetzung, Entwicklung und Wiederherstellung der Tier- und Pflanzenwelt z.B. bei Eingriffen; Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen Eingriff/Ausgleich Baugesetzbuch, LNatSchG Ausgleich von Eingriffen in den Naturhaushalt; Ausgleich bzw. Ersatzmaßnahmen 36/88 nachhaltig und standortgerecht Fläche Baugesetzbuch Schonender Umgang mit Boden, Innenentwicklung vor Außenentwicklung, Revitalisierung von vorgenutzten Flächen Landschaft/Ortsbild Baugesetzbuch, LNatSchG Ausgleich von Eingriffen in das Landschaftsbild; Wahrung und Entwicklung der Vielfalt, Eigenart, Schönheit und dem Erholungswert von Landschaft- und Ortsbild; Wahrung des Charakters der Kulturlandschaft Boden BauGB; BBoSchG, BBoSchV, LBoSchG NRW sparsamer Umgang mit Grund und Boden, Innenentwicklung; Entsiegelung; Sicherung und Entwicklung von Bodenfunktionen, Abwendung schädlicher Bodenveränderungen und Einträge, Oberflächenwasser WHG, Wasserrahmenrichtlinie, HWRM-RL naturnahe Gestaltung von Fließgewässern; Reinhaltung, Schutz und Pflege von Gewässern; Deckung Wasserbedarf; Vermeidung negativer Veränderungen; Sanierung; naturnaher Aus- bzw. Rückbau Grundwasser WHG, Landeswassergesetz NW, Wasserschutzzonen- Verordnung Versickerung von Niederschlagswasser, Berücksichtigung der Ge- und Verbote; Vermeidung von Einträgen; Grundwasserneubildung erhalten und verbessern Klima, Kaltluft/Ventilation Klimaschutzgesetz NRW, Klimaschutzkonzept Köln BNatDchG, LNatSchG, BWaldG, LFoG NRW Vermeidung bioklimatisch belasteter Wohngebiete, Erhalt bioklimatischer Entlastungsbereiche und Bereiche mit Kaltluftentstehung; Erhalt und Planung von Frischluftzufuhr durch Grünflächen; Verbesserung des Mikroklimas durch Baumpflanzungen und Grünflächen; Maßnahmen zur Klimawandelanpassung Luftschadstoffe – Bundesimmissionsschutzg Schaffung und Erhalt 37/88 Emissionen/Immissionen esetz; BauGB, 39. BImSchV, TA Luft; Zielwerte der LAI gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse; Vermeiden von Emissionen und Konflikten; Erhalt und Verbesserung der Luftgüte; Einhaltung Grenzwerte der 39. BImSchV Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Gebieten, in denen die durch Rechtsverordnung zur Er-füllung von bindenden Beschlüssen der Europäischen Gemeinschaft festgelegten Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden BauGB; Bundesimmissionsschutz- gesetz; Luftreinhalteplan Köln 2021 Einhaltung Grenzwerte der 39. BImSchV Vermeidung von Emissionen (nicht Lärm/Luft, insbesondere Licht, Gerüche), sachgerechter Umgang mit Abfällen und Abwässern Bundesimmissionsschutz- gesetz; Lichterlass NW; LAI Hinweise; TA-Luft, Anhang 7, LWG NRW; Vermeidung von Emissionen; Konfliktbewältigung; Sicherstellung der sach- und fachgerechten Entsorgung Erneuerbare Energien/Energieeffizienz BauGB; Beschluss Stadtentwicklungsausschu ss zur solaren Optimierung; EEG 2023, GEG 2023, EnergieeinsparVO, Beschluss des Rates der Stadt Köln zur Klimaneutralität bis 2035 (06/2021), Leitlinien Klimaschutz der Stadt Köln (03/2022) Energieeffizient Planen, Verringerung / Vermeidung von Klimagas-Emissionen, energetisch optimierte Baustandards Lärm Bundesimmissionsschutz- gesetz; TA Lärm; DIN 4109; DIN 18005; DIN 45691; 16. BImSchV; Freizeitlärmerlass; 18. BImSchV, BauGB; Lärmaktionsplan Stufe III Einhaltung der Orientierungs- , Richt- und Grenzwerte; Konfliktvermeidung durch Planung; Trennungsgrundsatz; Einhalt und Sicherung gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse Altlasten BauGB; BBoSchG, BBoSchV, LBoSchG NRW, LAWA-Richtlinie, LAGA Anforderungen Vermeidung von Gefährdung durch die Wirkpfade Boden- Mensch, Boden-Luft, Boden- Grundwasser; Sanierung; Erschütterungen Bundesimmissionsschutz- gesetz; Abstandserlass; DIN 4150 Teil 1 und 2 Einhaltung der Werte der DIN 4150 Teil 2; Konfliktvermeidung Gefahrenschutz : - Hochwasserschutz WHG, LWG NRW, HWRW-RL; HochwasserschutzG II Hochwassersichere Baugebiete, Hinweis auf Hochwasserrisikogebiete; Hochwasserrisikoprophylaxe 38/88 - Störfallrecht Seveso-III-Richtlinie; KAS- 18, BImSchG; 12. BImSchV Einhaltung von Achtungs- und angemessenen Sicherheitsabständen - Magnetfeldbelastung Bundesimmissionsschutz- gesetz, Abstandserlass NW, städtischer Vorsorgewert WHG Einhaltung ausreichender Abstände zu sensiblen Nutzungen - Starkregenvorsorge Hinweis auf Starkregenbetroffenheit; Ableitung von Niederschlagswasser; Verhindern von Starkregengefahren Besonnung / Belichtung Positionspapier „Versorgung mit Tageslicht / Besonnung“ im Stadtplanungsamt Köln, 10/2021 Sicherung gesunder Wohnverhältnisse Kultur - und sonstige Sachgüter BauGB, Denkmalschutzgesetz; BNatSchG Vermeidung der Beeinträchtigung von Bau,- Klein und Bodendenkmälern; Naturdenkmalen, Resten historischer Kulturlandschaften oder deren Bestandteilen Grenzüberschreitende Auswirkungen von Bebauungsplän en oder Flächennutzungsplan- Änderungen sind in Köln aufgrund der Lage in großem Abstand zu Landesgrenzen nicht zu erwarten. Raumbedeutsame Planungen werden mit den a ngrenzenden Gemeinden abgestimmt. B Beschreibung und Bewertung der erheblichen Umweltauswirkungen 6.4. Grundlagen Die Untersuchungstiefe der Umweltprüfung orientiert sich in Übereinstimmung mit der Formulierung in § 2 Abs. 4 Satz 3 BauGB an den Fest setzungen des Bebauungsplanes „Am Bilderstöckchen in Köln-Bilderstöckchen“ . Geprüft wird, welche erheblichen Auswirkungen durch die Umsetzung des Bebauungsplanes auf die Umw eltbelange entstehen können und welche Einwirkungen auf die geplanten Nutzungen im Geltungsbereich aus der Umgebung erheblich einwirken können. Hierzu werden vernünfti gerweise regelmäßig bzw. dauerhaft erhebliche anzunehmende Einwirkungen geprüft, nicht jedoch außergewöhnliche und nicht vorhersehbare Ereignisse. Für die konkreten Vorhaben werden Regelungen zur Ba uphase gemäß den einschlägigen Vorschriften und Normen im nachfolgenden Baugenehmi gungsverfahren getroffen. Entsprechend beinhaltet diese Prüfung nicht die Unt ersuchung von Auswirkungen der Bauphase. Es liegen derzeit keine Erkenntnisse vor, ob durch die Umsetzung der Planung Techniken oder Stoffe eingesetzt und verwendet werden, die zu erhe blichen nachteiligen Umweltauswirkungen führen werden. 39/88 Weiterhin werden bei Vorliegen mehrerer Planungen i n räumlicher Nähe kumulierende Umweltauswirkungen beschrieben. 6.4.1. Beschreibung derzeitiger Umweltzustand (Basi sszenario) Das Plangebiet liegt im Stadtteil Bilderstöckchen unmittelbar an der Kreuzung Robert-Perthel- Straße/Escher Straße in der Flur 6 der Gemarkung Lo ngerich. Bei dem Vorhabenbereich handelt es sich einerseits um eine öffentlich zugän gliche Grünfläche, die im Bestand ausschließlich aus Gebüsch- und Rasenflächen besteh t sowie Innenhofflächen der bestehenden Wohnbebauung, die sich aus Parkplatz-, Spiel- und Wegeflächen zusammensetzt. Das Plangebiet wird im Norden durch die verbleibend e Grünfläche begrenzt. Östlich grenzt der Geltungsbereich an einen Fußgängerweg an, der s ich in der öffentlichen Grünfläche befindet. Im Süden grenzt das Plangebiet an die Wohnbebauung der Straße Am Bilderstöckchen an. Im Westen grenzt das Plangebiet an die Robert-Perthel-Straße. Lärmbelästigungen liegen durch die nahegelegene Aut obahn 57, sowie der Robert-Perthel- Straße, der Escher Straße und einen nördlich gelegenen Bolzplatz vor. Die bereits bebaute Fläche des Plangebiets wird dem Klimatoptyp ,,Stadtrandklima‘‘ zugeordnet, die öffentliche Grünfläche hingegen dem Klimatoptyp ,,Freilandklima‘‘. Erschlossen wird das Gebiet über die öffentliche Grünfläche im Norden des Areals, sowie über die Bebauung im südlichen Teil des Plangebietes über die Straße Am Bilderstöckchen. 6.4.2. Beschreibung des Umweltzustandes bei Nichtdu rchführung der Planung (Nullvariante) Flächennutzungsplan Im wirksamen Flächennutzungsplan der Stadt Köln sin d für das Plangebiet Flächen als Grünfläche und Wohnbaufläche ausgewiesen. Bei den Grünflächen handelt es sich um die nördlich gelegene öffentlich zugängliche Grünfläche, die derzeit unmittelbar an die bestehende Wohnbebauung angrenzt. Sie dient der Erholung sowie der Gestaltung des Orts- und Landschaftsbildes. Die ausgewiesene Wohnbaufläche dient vorwiegend ode r ausschließlich dem Wohnen und überlagert vollständig die südlich befindliche Bestandsbebauung sowie einen Teilbereich der nordöstlich gelegenen Grünfläche. Für letzteres wir d gemäß des Landschaftsplans das Entwicklungsziel „EZ 8 Zeitlich begrenzte Erhaltung bis zur Realisierung der Bauleitplanung“ dargestellt, während für die restliche Grünfläche das Entwicklungsziel „EZ 4 Anreicherung der Landschaft mit natürlichen Landschaftselementen unter Berücksichtigung bauleitplanerischer Vorhaben“ dargestellt wird. Gebietsübergreifend wird das Entwicklungsziel „EZ 6 Ausstattung der Landschaft für Zwecke des Immissionsschutzes od er zur Verbesserung des Klimas“ dargestellt. Zur Sicherung des Schutzzweckes wird das LSG „Erhol ungsgebiet Bürgerpark-Nord und angrenzende Grünverbindungen festgesetzt: - zur Erhaltung und Wiederherstellung der Leistungs fähigkeit des Naturhaushalts, insbesondere durch Sicherung wichtiger stadtklimati scher Ausgleichsräume und Durchlüftungszonen sowie durch Erhaltung vielgestal tiger Lebensräume für Pflanzen und Tiere. - wegen der Vielfalt, Eigenart und Schönheit des La ndschaftsbildes im Bereich der historischen Grünanlage Blücherpark und der durch l ändlichen Charakter geprägten Umgebung des Heckhofes. 40/88 - wegen der besonderen Bedeutung für die Erholung. Bei Nichtdurchführung der geplanten Arrondierung de r Wohnbebauung würde der derzeit rechtskräftige Flächennutzungsplan der Stadt Köln i n seiner derzeitigen Ausweisung verbleiben. Verbindliche Bauleitplanung und Baugenehmigungen Für das Plangebiet besteht kein rechtskräftiger Bebauungsplan. Die Flächen im Geltungsbereich können unter Berücks ichtigung des Flächennutzungsplans sowie dessen Entwicklungsziele und der planungsrechtlichen Beurteilung grob in drei Bereiche unterteilt werden: (1) Der nördliche Teil des Plangebietes, der sich derzeit als öffentlich zugängliche Grünfläche darstellt, liegt im unbeplanten Außenbereich und is t derzeit nach § 35 BauGB "Bauen im Außenbereich" zu beurteilen. Es handelt sich um ein e Grünfläche mit Scherrasen und Gehölzbestand. Für diese Flächen ist im Landschaftsplan das Entwicklungsziel 4 dargestellt. Dieses Entwicklungsziel umfasst Landschaftsräume, d ie überwiegend landwirtschaftlich genutzt werden, sich in ihrem Erscheinungsbild ausg eräumt und stark vernachlässigt darstellen, jedoch zukünftig unter Berücksichtigung von Bauleitplanungen nachhaltig verändert werden sollen. In der Nullvariante würde die Grünflächen in ihrem Bestand erhalten bleiben. Die Vegetation würde sich weiterhin gemäß der Entwicklungsziele de s Landschaftsplans entwickeln. Eine Bebauung nach § 34 BauGB wäre nicht möglich, da die se Fläche des Plangebietes planungsrechtlich dem Außenbereich § 35 BauGB zuzuo rdnen ist. Eine Bebauung durch im Außenbereich privilegierte Vorhaben ist auf Grund d er Größe und Lage der Fläche unwahrscheinlich. (2) Für den nordöstlichen Teilbereich der Grünfläche ist im Landschaftsplan das „EZ 8 Zeitlich begrenzte Erhaltung bis zur Realisierung der Baulei tplanung“ dargestellt. Die potentiellen Bauflächen sind gemäß § 16 LG als Flächen außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile (tatsächlicher Außenbereich) einzustufen und somit auch Geltungsbereich des Landschaftsplanes. Die Schutzausweisung dieser Fläc hen gilt nur zeitlich befristet bis zur Realisierung der Bauleitplanung und tritt danach in den Verbindlichkeitsgrad einer Empfehlung (Abwägungsbelang) zurück. Die Flächen sind im Rahme n der Eingriffs-/ und Ausgleichsbilanzierung nach § 35 BauGB "Bauen im Außenbereich" zu beurteilen. In der Nullvariante würden die Grünflächen in ihrer derzeitigen Ausprägung erhalten bleiben. Die bestehende Schutzausweisung dieser Flächen bliebe bis zur Realisierung einer weiteren Bauleitplanung bestehen. Eine Bebauung nach § 34 Ba uGB wäre nicht möglich, da diese Fläche des Plangebietes planungsrechtlich dem Außenbereich § 35 BauGB zuzuordnen ist. (3) Der südliche Teil des Geltungsbereiches kann du rch die charakteristischen Innenhofbereiche der bestehenden Wohnbebauung stark von der Grünfläche abgegrenzt werden. Er besteht überwiegend aus Stellplatz- und Wegeflächen sowie zu geringen Anteilen aus Scherrasen- und Kinderspielflächen und wird als Innenbereich nach § 34 BauGB „Zulässigkeit von Vorhaben innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile“ beurteilt. Die Innenhofflächen sind der angrenzenden Wohnbebauung zuzuordnen, für die in den 1970er Jahren Baugenehmigungen mit einer GRZ von 0,17 erteilt wurden. In der Nullvariante würden die Innenhofflächen der bestehenden Bebauung und damit deren Stellplatz-, Wege- und Spielflächen in ihrer heutig en Dimensionierung erhalten bleiben. Eine weitere Verdichtung ist als unwahrscheinlich einzustufen. 6.4.3. Prognose über die Entwicklung des Umweltzust ands bei Durchführung der Planung Bei der nördlichen gelegenen Grünfläche des Plangebiets handelt es sich um eine Teilfläche 41/88 des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes, welche in ei ne Wohnbaufläche umgewandelt werden soll. Im wirksamen Flächennutzungsplan der S tadt Köln ist für den Bereich der bestehenden Wohnbebauung bzw. der zugehörigen Innen hofflächen bereits eine Wohnbaufläche dargestellt. Mit Umsetzung der Planun g wird Wohnraum geschaffen, allerdings auch erheblich in den Naturhaushalt der Grünfläche eingegriffen, indem derzeit bestehenden Vegetationsflächen dauerhaft verloren gehen. Das Konzept fügt sich inhaltlich und gestalterisch in die vorhandene Bebauung ein und schließt die offene Blockbebauung in Richtung des angrenzend en Landschaftsschutzgebietes. Im Ergebnis entstehen damit im nördlichen Bereich eine offene Zeilenbebauung, während im südlichen Bereich die Blockbebauung bestehen bleibt . Lediglich die bestehenden Innenhofbereiche mit Parkplatz, Wege- und Spielflächen werden umgestaltet. Die privaten Grünflächen werden als Rasenflächen mi t geschnittenen Laubgehölzhecken eingefasst. Die gemeinschaftlichen Grünflächen sind überwiegend als Pflanzflächen geplant. Hier ist eine Bepflanzung mit einer extensiven Staudenmischpflanzung vorgesehen, die neben ihrem Artenreichtum besonders förderlich für den Er halt der biologischen Vielfalt ist. Ergänzend werden an geeigneten Stellen kleinere und mittelgroße Solitärgehölze gepflanzt. An geeigneten Stellen sind Baumpflanzungen vorgesehen, die durch Festsetzungen langfristig gesichert werden. Das Artenspektrum orientiert sich an der Liste der Zukunftsbäume und berücksichtigt Arten mit besonderer Resilienz und T rockenheitstoleranz. Die Mindestaufbaudicken auf Tiefgaragendecken werden berücksichtigt. An der Tiefgaragenrampe sowie den Giebel- und Nords eiten des WA Neu ist an geeigneten Stellen zusätzlich eine flächige, bodengleiche Fass adenbegrünung vorgesehen. Hierzu werden Kletterpflanzen an Stahlseilen geführt, die wiederum mit geeigneten Mitteln an der Fassade befestigt werden. Die Dächer des WA Neu sowie der Fahrradunterstände erhalten eine extensive Dachbegrünung, die auf Teilflächen der Wohngebäude mit Photovoltaikanlagen kombiniert wird. Durch die Festsetzung von Begrünungsmaßnahmen wird ein Mindestmaß an Vegetationsstrukturen qualitativ und langfristig gesichert. Flächennutzungsplan Bei Umsetzung des Planvorhabens muss der Flächennut zungsplan für die Bereiche (1) und (2) im Zuge der Flächennutzungsplanänderung angepasst werden. Nördlich des Geltungsbereichs wird der Bolzplatz au fgrund einzuhaltender Lärmschutzbestimmungen und der Verträglichkeit der verschiedenen Nutzungen in Richtung Nord-Osten verlegt. 6.5. Umweltbelange gemäß §1 Abs. 6 Nr. 7 Buchstaben a – j und §1a BauGB 6.5.1. Tiere (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Im Jahr 2023 wurde von April bis September eine faunistische Erhebung im Plangebiet durchgeführt, deren Ergebnisse in Tabelle 1 dargestellt sind. Zur Fauna des Bebauungsplangebietes liegen die Erge bnisse einer artenschutzrechtlichen Prüfung Stufe 2 (ASP II) aus dem Jahr 2023 vor. Hie rzu wurden Bestandserfassungen der wildlebenden Vogelarten, Fledermäuse sowie der Hase lmaus durchgeführt. Vorkommen von 42/88 artenschutzrechtlich relevanten Arten der Schmetter linge, Libellen, Reptilien sowie Amphibienarten konnten aufgrund fehlender Habitatei gnung im Vorfeld ausgeschlossen werden. Im Rahmen der Erhebungen wurden die Bestand sbäume auf potenzielle Quartiere kontrolliert. Avifauna: Die Erfassungsmethodik der Bestandsaufnahme orienti erte sich an den Vorgaben von Südbeck et al. (2005) und es erfolgte eine flächend eckende Erfassung der Brutvögel im Untersuchungsgebiet. Zur Erfassung der Vögel wurden 6 Begehungen im Zeit raum von Anfang April bis Ende Juni 2023 durchgeführt. Im Untersuchungsgebiet konnten insgesamt 19 Vogelarten nachgewiesen werden, von denen 12 als Brutvögel im Untersuchungsgebiet erfasst wur den. Die übrigen 7 Vogelarten sind als Nahrungsgäste oder Durchzügler einzustufen. Im unmittelbaren Vorhabenbereich sind Reviere der A rten Amsel (4 Reviere), Kohlmeise (4 Reviere), Mönchsgrasmücke (2 Reviere), Ringeltaube (2 Reviere) und Rotkehlchen (2 Reviere) betroffen. Von den im Untersuchungsgebiet nachgewiesenen Vogel arten ist keine Art als „planungsrelevant“ im Sinne von Kiel (2005) bzw. MKUNLV (2016) einzustufen. Mit den Arten Fitis und Sumpfrohrsänger wurden jedoch zwei Brutvo gelarten nachgewiesen, die für die Großlandschaft „Niederrheinische Bucht“ als regional gefährdet gelten. Ersterer trat Anfang Mai als Durchzügler auf, während letzterer am Rande des Untersuchungsgebietes außerhalb der vorhabenbedingt beanspruchten Flächen brütet. A ls Koloniebrüter ist noch der Haussperling im Kölner Stadtgebiet als planungsrele vante Art zu berücksichtigen, der im Untersuchungsgebiet jedoch nur als Nahrungsgast auftritt. Tabelle 1 Kartierte Tierarten : Es bedeuten: + = planungsrelevant (besonders und streng geschützt ) und – = besonders geschützte Arten, FFH = Art des Anhangs der Flora Fauna Habitat Richtlinie, VS-RL = Art des Anhangs/ Artikel Vogelschutz-Richtlinie, RL NRW = Rote Liste NRW, Regionalisierung RL NB / RL TL/ RL NRBU, (= Niederrheinische Bucht/ Tiefland bzw. Kölner Buc ht und Niederrheinische Bucht) (Rote Listen jeweils aus 2016 für Vögel und aus 2010 für alle anderen Klassen): 0 = ausgestorben/ verschollen, 1 = vom Aussterben bedroht, 2 = stark gefährdet, 3 = gefährdet, R = extrem selten, G = Gefährdung unbekannten Ausmaßes, V = Vorwarnliste, * = ungefährdet, D = Daten unzureichend. Die Bewertung der Tierarten erfolgt gemäß Fachinformationssystem Geschützte Arten in NRW des Landesamtes für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz NRW. Vogelarten Art Status planungs- relevant VS-RL RL NRW RL NB Amsel Brutvogel - * * * Blaumeise Brutvogel - * * * Buchfink Brutvogel - * * * Dorngrasmücke Nahrungsgast - * * * 43/88 Elster Nahrungsgast - * * * Fitis Durchzügler - * V 3 Gartengrasmücke Brutvogel - * * * Grünfink Nahrungsgast - * * * Haussperling Nahrungsgast - * V V Heckenbraunelle Brutvogel - * * * Kohlmeise Brutvogel - * * * Mönchsgrasmücke Brutvogel - * * * Rabenkrähe Nahrungsgast - * * * Ringeltaube Brutvogel - * * * Rotkehlchen Brutvogel - * * * Singdrossel Brutvogel - * * * Stieglitz Durchzügler - * * * Sumpfrohrsänger Brutvogel - * V 3 Zilpzalp Brutvogel - * * * Haselmaus Zur Erfassung der Haselmaus wurden insgesamt 10 künstliche Niströhren für die Haselmaus in als Lebensraum geeigneten Gehölzbeständen im Vor habenbereich und im umliegenden Untersuchungsgebiet ausgebracht und regelmäßig auf Besatz kontrolliert. Ein Vorkommen konnte nicht bestätigt werden. Fledermäuse Der von der Planung voraussichtlich betroffene Baum bestand wurde im Rahmen der Erhebungen auf mögliche Höhlen und Spaltenquartiere untersucht, die höhlenbrütenden Vogelarten als Brutplatz oder Fledermäusen als Tage s-, Wochenstuben- oder Winterquartier dienen könnten. Potentielle Quartiere konnten zwar an zwei Salweiden festgestellt werden, diese liegen jedoch außerhalb des Geltungsbereiches und werden durch das Vorhaben nicht beeinträchtigt. Die vorgefundenen Höhlen und Spalte n wurden mit optischen Geräten (Endoskopkamera) auf aktuelle Besiedlung sowie auf Spuren einer früheren Besiedlung (Kotspuren, Nahrungsreste, Federn, Eierschalen, son stige Hinweise) kontrolliert. Die Kontrollen erfolgten mehrfach parallel zu den Begeh ungen zur Untersuchung der anderen Tiergruppen. Ein Besatz konnte hierbei ausgeschlossen werden. Innerhalb der beanspruchten Gehölzbestände wurden keine Baumhöhlen gefunden, es wurde daher auf eine weitergehende Untersuchung der Fledermäuse verzichtet. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Im Falle der Nichtdurchführung der Planung würden die Grünflächen und somit die Brut- oder Nahrungshabitate unterschiedlicher Arten erhalten bleiben. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Bei Umsetzung des Vorhabens kommt es zu einer Überp lanung der derzeit bestehenden Vegetationen. Durch die baubedingte Flächeninanspruchnahme der Gebüschbestände, käme 44/88 es für einzelne Arten zu einem Entfall von potentie llen Fortpflanzungs- oder Ruhestätten. Teilflächen werden durch Umwandlung in Gartenareale weiterhin intensiv bis mäßig intensiv weitergenutzt (Nutzgartenbeete, Zierrasen, Staudenb eete). Sie erfüllen für störungsunempfindliche, allgemein häufige Arten Leb ensraumfunktionen. Im Bereich der vorgesehenen randlichen Anlage von Gehölzen ist die Besiedlung durch gehölzbewohnende Vogelarten der halboffenen Siedlungen sowie eine Nu tzung der Gehölzstrukturen als Nahrungshabitat und Leitstruktur für einheimische Fledermausarten zu erwarten. Darüber hinaus ist aufgrund der Teilinanspruchnahme der Grünfläche sowie der verbleibenden Vegetationsstrukturen in Verbindung mit der Errichtung bodentiefer Fenster in den Gebäuden von einem Vogelschlagrisiko auszugehen. Dies begrün det sich durch die vorhandenen Habitatstrukturen, die im nördlichen Bereich an den Geltungsbereich angrenzen und die Neubebauung im Bereich der derzeitigen Flugkorridor e. Die Analyse und Bewertung des Vogelschlagrisikos ergibt für die Nordfassaden aufgrund der angrenzenden Grünstrukturen ein hohes Risiko. Die Süd- und Südostfassaden werden da gegen mit einem mittleren Risiko eingestuft. Demnach sind im Bereich der Nordfassade n Maßnahmen zur Vermeidung von Vogelschlag zwingend vorzusehen, während diese im Bereich der Süd- und Südostfassaden nicht umgesetzt werden müssen. Weitere Informatione n hierzu können der Artenschutzprüfung entnommen werden. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Der Minderung nachteiliger Umweltauswirkungen auf d as Schutzgut Fauna dienen insbesondere die vorgesehenen Festsetzungen und Maß nahmen zur Begrünung durch Pflanzungen innerhalb des Plangebietes, Gebäudebegr ünungen wie die extensive Dachbegrünung der Wohngebäude und Fahrradabstellanl agen und Fassadenbegrünungen sowie die Maßnahmen zum Erhalt des vorhandenen Baumbestandes im Bereich des WA nicht überbaubare Grundstücksfläche Bestand (nüGB) und de r öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung Spielplatz. Folgende Vermeidungs- u nd Minderungsmaßnahmen wurden im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens in einem land schaftspflegerischen Fachbeitrag erarbeitet (Kürzel gem. LFB/GOP) und im Bebauungsplan festgesetzt: F1 Festsetzung einer öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Spielplatz“ F2 Festsetzung einer Fläche für den Erhalt von Bäumen , Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen F3 Festsetzung zum Erhalt von Bäumen F4 Festsetzung einer Fläche für das Anpflanzen von Bä umen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen F5 Grundstückseinfriedungen entlang von Mietergärten sind nur als standortgerechte Hecken sowie als Draht- und Stabgitterzäune mit hin terpflanzten Hecken (BD3/GH 412) bis zu einer Höhe von jeweils 2,0 m über der G eländeoberfläche gemäß § 2 Absatz 4 BauO 2018 zulässig. F6 Abstellplätze für Abfallsammelbehälter sind in Ges talt von Müllboxen einzuhausen oder mit standortgerechten Hecken zu umpflanzen. Die so gestalteten Anlagen können in die Grundstückseinfriedungen integriert werden M1 Mind. 3 Baumpflanzungen im Bereich der öffentliche n Grünfläche M2 Mind. 12 Baumpflanzungen im Bereich privater Frei flächen (WA Neu) M3 Mind. 5 Baumpflanzungen im Bereich privater Freif lächen (WA nüGB) M4 Begrünung der Tiefgarage M5 Extensive Dachbegrünung 45/88 M6 Fassadenbegrünung der Wohngebäude M7 Herstellung einer Rasenfläche und Pflanzung von So litärsträuchern M8 Herstellung einer Rasenfläche und Pflanzung von So litärsträuchern M9 Herstellung einer Rasenfläche und Pflanzung von So litärsträuchern Ebenso werden auf der Grundlage einer Eingriffs-/Au sgleichsbilanzierung auf der Basis der Biotopwertentwicklung die erforderlichen Kompensationsmaßnahmen abgeleitet. Zur Vermeidung der Beeinträchtigung artenschutzrech tlicher Belange wurde seitens des Gutachters eine Reihe von Maßnahmen aufgestellt. Di ese Maßnahmen sind im Folgenden erläutert und im landschaftspflegerischen Fachbeitr ag als H1 unter den planungsrechtlichen Hinweisen aufgeführt. Die zeitliche Begrenzung der Inanspruchnahme der Ve getation zur Vorbereitung der Bautätigkeiten beinhaltet die Vorgabe des Zeitfensters vom 01. Oktober bis 29. Februar (gem. § 39 BNatSchG) für Maßnahmen des Rückschnitts von Bäumen, Hecken und Büschen. Durch diese Maßnahme wird die unmittelbare Gefährdung von Individuen inkl. ihrer Eier und Jungtieren nach § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG vermiede n. Sollte die Umsetzung dieser Maßnahme nicht möglich sein, wäre die Einrichtung e iner Ökologischen Baubegleitung erforderlich, welche durch vorzeitige Kontrollen eine Gefährdung der Individuen ausschließen soll. Als weitere Maßnahme wird die flächensparende Inans pruchnahme von Bauflächen aufgeführt, welche an eine Flächeninanspruchnahme i n einem nur notwenigen Maße appelliert. Gegen das bereits beschrieben erhöhte R isiko des Vogelschlags sollen die betroffenen Fassadenbereiche entsprechend abgesiche rt werden. Dies kann beispielsweise mit Maßnahmen der Entspiegelung der Fensterflächen mit vogelschlagsicherer Folie umgesetzt werden. Für den Entfall etwaiger Quartier e von Fledermäusen ist als weitere Maßnahme die Anbringung von Ersatzquartieren und Fo rm von Fledermauskästen beschrieben. Bewertung: Im Zuge der Umsetzung des vorliegenden Bebauungsplans sind verschiedene Auswirkungen auf das Schutzgut zu erwarten. Die Betroffenheit möglicher Höhlenbäume und damit Quartiere durch das Planvorhaben konnte im Rahmen der Erhebun gen ausgeschlossen werden. Die Bestimmungen des gesetzlichen Artenschutzes werden somit eingehalten. Ergänzenden CEF-Maßnahmen sind nicht vorzusehen. 6.5.2. Pflanzen (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Auf dem Gelände des Plangebietes wurde im Juni sowi e September 2023 durch das studio grüngrau eine Bestandsaufnahme und Beurteilung der Bäume und weiterer Biotoptypen durchgeführt. Die Inhalte umfassen die Baumart, das ungefähre Alter in Jahren, die Vitalitätsstufe, den Stammumfang, den Schutzstatus gemäß der Baumschutzsatzung der Stadt Köln, den Kronendurchmesser sowie Einordnungen des Standortes. Insgesamt wurden auf und unmittelbar angrenzend an dem Bebauungsplan gebiet 92 Gehölze kartiert und dokumentiert, von denen etwa 25 gemäß der Baumschut zsatzung der Stadt Köln geschützt sind. Die vorgefundenen Arten sind in den Anlagen 1 und 5 zum landschaftspflegerischen Fachbeitrag dargestellt. Die Grünflächen bestehen aus Scherrasenflächen sowie Gebüschstrukturen aus heimischen Gehölzen mit einzelnen größeren Bäumen. Die Vegetat ion der Innenhofbereiche hingegen 46/88 zeichnet sich durch Scherrasen, einzelnen Staudenbe eten und entsprechend geringem Artenreichtum aus. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Bei Nichtdurchführung der Planung sind keine wesentlichen Veränderungen zu erwarten. Die Grünflächen in ihrer derzeitigen Ausprägung würden erhalten bleiben. Die bestehende Schutzausweisung dieser Flächen bliebe gem. dem Ent wicklungsziel 8 „Zeitl. Begrenzte Erhaltung bis zur Realisierung der BLP“ bis zur Rea lisierung einer weiteren Bauleitplanung bestehen. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Die vorhandenen Vegetations- und Biotopstrukturen d er Grünfläche werden durch die Wohnbebauung und deren Erschließung vollständig übe rbaut und durch neue Strukturen ersetzt. Hierdurch gehen Biotoptypen, hier ist insb esondere das Gebüsch mit überwiegend standorttypischen Gehölzen (GH51 / BB1) zu nennen, mit hoher ökologischer Wertigkeit verloren. Durch die im Bebauungsplanverfahren festgesetzten Maßnahmen wird sichergestellt, dass die privaten Freiflächen neu und dauerhaft begrünt werden. Innerhalb des Plangebietes werden eine öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung Spielplatz sowie drei private Spielflächen und öffe ntlich nutzbare private Grünflächen als Rasen- und Gehölzflächen mit standorttypischen heim ischen Gehölzen angelegt. Die Durchgrünung des Plangebietes erfolgt durch Baumpfl anzungen entlang der Erschließungsstraßen, innerhalb der Wohnbauflächen sowie in den geplanten öffentlichen und privaten Freiflächen. Zur Einfriedung der privaten Gartenflächen und der Müllplätze sind geschnittene Hecken vorgesehen. Die Dachflächen der Wohngebäude im Bereich des WA Neu sowie der Fahrradabstellanlagen werden mit einer extensiven Dachbegrünung versehen. Fassadenbegrünungen werden sowohl an den Nordfassaden der Wohngebäude im WA Neu als auch an der Tiefgaragenrampe vorgesehen. Planungsrechtlich wird die Pflanzung von mindestens 20 Bäumen auf den Flächen im Plangebiet durch Festsetzungen gesichert. Bei Reali sierung des zum Bebauungsplanverfahren vorliegenden landschaftspfle gerischen Fachbeitrags (LFB) (Stand Juni 2024) sind ca. 30 Neupflanzungen verortet, der en Realisierbarkeit im Rahmen der weiteren Ausführungsplanung geprüft wird. Zur Realisierung der Planung müssen ca. 18 Bäume ge fällt werden, die nach der Baumschutzsatzung Köln (2023) geschützt sind und de rzeit einen Bedarf an 34 Ausgleichspflanzungen auslösen. Etwa 45 Gehölze, be stehend aus Bäumen und Großsträuchern entfallen im Außenbereich und werden im Rahmen der Eingriffs- und Ausgleichsermittlung berücksichtigt. Durch die Festsetzung zum Erhalt werden insgesamt 9 Bäume im Bereich des künftigen WA nüGB sowie der öffentlichen Grünfläche langfristig gesichert. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblich nachteiliger Umweltauswirkungen: Die Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen (wie zum B eispiel Baumpflanzungen, extensive Dachbegrünungen der Wohngebäude und Fahrr adabstellanlagen, Fassadenbegrünungen, innere Durchgrünung mit Hecken sowie die Rückhaltung von Oberflächenwasser) wurden im Rahmen des Bebauungspl anverfahrens in einem landschaftspflegerischen Fachbeitrag erarbeitet. F1 Festsetzung einer öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Spielplatz“ 47/88 F2 Festsetzung einer Fläche für den Erhalt von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen F3 Festsetzung zum Erhalt von Bäumen F4 Festsetzung einer Fläche für das Anpflanzen von Bä umen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen F5 Grundstückseinfriedungen entlang von Mietergärten sind nur als standortgerechte Hecken sowie als Draht- und Stabgitterzäune mit hin terpflanzten Hecken (BD3/GH 412) bis zu einer Höhe von jeweils 2,0 m über der G eländeoberfläche gemäß § 2 Absatz 4 BauO 2018 zulässig. F6 Abstellplätze für Abfallsammelbehälter sind in Ges talt von Müllboxen einzuhausen oder mit standortgerechten Hecken zu umpflanzen. Die so gestalteten Anlagen können in die Grundstückseinfriedungen integriert werden M1 Mind. 3 Baumpflanzungen im Bereich der öffentliche n Grünfläche M2 Mind. 12 Baumpflanzungen im Bereich privater Freif lächen (WA Neu) M3 Mind. 5 Baumpflanzungen im Bereich privater Freifl ächen (WA nüGB) M4 Begrünung der Tiefgarage M5 Extensive Dachbegrünung M6 Fassadenbegrünung der Wohngebäude M7 Herstellung einer Rasenfläche und Pflanzung von So litärsträuchern M8 Herstellung einer Rasenfläche und Pflanzung von So litärsträuchern M9 Herstellung einer Rasenfläche und Pflanzung von So litärsträuchern Ebenso werden auf der Grundlage einer Eingriffs-/ A usgleichsbilanzierung auf der Basis der Biotopwertentwicklung die erforderlichen Kompensationsmaßnahmen abgeleitet. Die Maßnahmen Fassadenbegrünung an den nord-westlic hen Fassadenbereichen und die extensive Dachbegrünung auf den Fahrradabstellanlag en werden im Durchführungsvertrag geregelt. Bewertung: Die Umsetzung der Planung führt zu keinen erheblich en Beeinträchtigungen der Pflanzenartenvielfalt. Gefährdete Arten sind nicht betroffen. 6.5.3. Fläche (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Schutzgut Fläche beschäftigt sich mit der Inans pruchnahme der Fläche mit besonderer Betrachtung ihrer Versiegelung durch bauliche Nutzung. Derzeit handelt es sich im nördlichen Bereich um eine öffentlich zugängliche Grünfläche s owie die im direkten Anschluss befindlichen Innenhofflächen der bestehenden Wohnbe bauung. Die Flächen im Bereich der Grünfläche sind gänzlich unversiegelte Vegetationsf lächen aus Scherrasen sowie Gehölzvegetation, diese wurden jedoch nach der ehemaligen Nutzung als Kiesgrube aufgefüllt und weisen daher starke anthropogene Überformungen des Bodens auf. Die Fläche umfasst etwa 5.368 m², was ca. 57 % des Geltungsbereiches a usmacht. Im Bereich der Blockbebauung sind die Flächen durch Parkplatzfläch en, Wegeflächen sowie Müllaufstellflächen zu etwa 2.250 m² (ca. 24 %) versiegelt. Etwa 1.599 m² (ca. 17 %) bestehen 48/88 aus unversiegelten Scherrasen, Baumscheiben oder Beeten und weitere ca. 224 m² (ca. 2 %) bestehend aus Traufstreifen und Sandspielflächen, die teilversiegelt sind. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Bei der Nullvariante bleibt die nördliche, unversiegelte Fläche als öffentlich genutzte Grün- und Freifläche mit den entsprechenden Funktionen für den Naturhaushalt und die Umwelt erhalten. Die Flächennutzung und der Versiegelungsgrad der Fl ächen bei Nichtdurchführung der Planung entsprechen dem Bestand. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Bei der Planvariante gehen unversiegelte Flächen als Frei- und Grünflächen verloren. An ihrer Stelle entstehen Wohnbauflächen, Verkehrsflächen un d Grünflächen. Bei Umsetzung der Planung kommt es zu einer großflächigen Versiegelun g, so dass es zu einem Versiegelungsgrad von ca. 68 % kommt. Dies entspricht einer Zunahme von 42 % gegenüber dem derzeitigen Versiegelungsgrad. Im Gegenzug werd en bereits bebaute Flächen durch Festsetzungen langfristig begrünt und aufgewertet. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Die Zunahme der Bodenversiegelung soll bei Umsetzun g der Planung entsprechend der geplanten Nutzungen auf das notwendige Maß beschränkt werden. Durch die Festsetzung der zulässigen Grundflächenzahl (GRZ) wird Einfluss auf den zukünftigen Versiegelungsgrad genommen. Im Allgemeinen Wohngebiet WA Neu wird ein e Grundflächenzahl von 0,4 festgesetzt, die durch Nebenanlagen um maximal 50 % überschritten werden darf. Damit wird die Versiegelung der Grundstücksflächen begrenzt. Durch planerische Festsetzungen, die den Erhalt und die Neuanlage von Pflanzflächen und Bäumen regeln, wird der Versiegelungsgrad in beiden WA ebenfalls begrenzt. Durch die Festsetzung einer ca. 565 m² großen öffen tlichen Grünfläche mit öffentlichem Spielplatz innerhalb des Plangebietes bleibt dauerhaft eine größtenteils unversiegelte Fläche erhalten. Darüber hinaus wird innerhalb des allgeme inen Wohngebietes WA nüGB eine ca. 540 m² große private, öffentlich nutzbare Grünfläch e im Umfeld des Spielplatzes durch eine Pflanzfestsetzung gesichert. Im Bereich der östlich en Plangebietsgrenze im allgemeinen Wohngebiet WA Neu wird eine ca. 110 m² große Fläche als Vegetationsfläche zur Neuanpflanzung von Sträuchern und niedriger Vegetation planungsrechtlich festgesetzt. Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wurden im Kon text des landschaftspflegerischen Fachbeitrags sowie weiterer begleitender Fachplanun gen/Gutachten (Wasser, Boden, Lärm etc.) geeignete Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen erarbeitet und festgesetzt. Hierbei sind zu nennen; F1 Festsetzung einer öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Spielplatz“ F2 Festsetzung einer Fläche für den Erhalt von Bäumen , Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen M4 Begrünung der Tiefgarage M7 Herstellung einer Rasenfläche und Pflanzung von So litärsträuchern M8 Herstellung einer Rasenfläche und Pflanzung von So litärsträuchern M9 Herstellung einer Rasenfläche und Pflanzung von So litärsträuchern Bewertung: 49/88 Der Versiegelungsgrad innerhalb des Plangebietes be trägt im Bestand ca. 26 %. Bei Umsetzung der Planung wird sich der Versiegelungsgrad auf ca. 6.439 m² (ca. 68 %) erhöhen. Der zukünftige unversiegelte Flächenanteil von ca. 3.003 m² (ca. 32 %) wird durch verschiedene planungsrechtliche Festsetzungen im Be bauungsplan dauerhaft festgeschrieben. Hierzu zählen die Festsetzung von Flächen zum Erhalt und zum Anpflanzen von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen im Bereich der allgemeinen Wohngebiete sowie die dauerhafte Sicherung der öffe ntlichen Grünflächen innerhalb des Plangebietes. Der Flächenverlust von derzeitigen Grünflächen durc h Wohnbebauung, Nebenanlagen, Wegeflächen etc. im Umfang von ca. 0,5 Hektar wird trotz der verbleibenden Freiflächen im Baugebiet (Grundflächenzahl I 0,4) und der begleite nden Vermeidungs- und Kompensationsmaßnahmen als erheblich bewertet. Dies Umsetzung der Planung verursacht eine Zunahme von 42 % (ca. 3.965 m²) gegenüber dem derzeitigen Versiegelungsgrad. 6.5.4. Boden (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Gemäß der digitalen Bodenkarte (1 : 50.000) des geo logischen Dienstes NRW wird für den Geltungsbereich des Bebauungsplanes der Bodentyp Auftrags-Regosol angegeben. Aufgrund der vorherigen Nutzung als Kiesabbau ist jedoch davon auszugehen, dass im Plangebiet keine natürlichen Böden mehr vorhanden sind. Im Rahmen der Bodensuchschürfungen wurden im Plangebiet acht Suchschürfe angelegt, bei denen bis zu einer Tiefe von 4 m kein gewachsener Boden angetroffen wurde. Im Zuge einer Gefährdungsabschätzung des Ingenieurteam Dr. Hemling und Gräfe wurde für den Bodenbestand des Plangebiets festgestellt, dass die natürlichen Bodenverhältnisse im Änderungsbereich durch die Vornutzung als Kiesgrube bereits nachhaltig gestört sind und durch das Vorhaben nicht beeinträchtigt werden. Die anthropogene Auffüllung bis zu Endteufe von max. 4 m besteht hauptsächlich aus Sand, Kies u nd Schluff mit zum Teil hohen Anteilen an mineralischem Bauschutt. Bei den aktuellen Baggerschurf-Aufschlüssen wurden neben den mineralischen Bauschuttbestandteilen auch Holz (wie Balken und Dielen), Dachpappe und Metallteile (wie Zinkbleche und Dachrinnen) entdeckt. Ältere Gutachten weisen zudem darauf hin, dass im Untergrund auch Siedlungsabfälle vorhanden sein könnten. Durch die Gefährdungsabschätzung wurde ebenfalls he rausgefunden, dass die Auffüllung erhöhte Gehalte des Schwermetalls Zink aufweist. Au ßerdem wurde in einer der Schürfe ein auffälliger PCB-Gehalt erfasst, sowie ein Gehalt Mi neralölkohlenwasserstoff, der leicht oberhalb der Bestimmungsgrenze liegt. Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) werden ebenfalls in der Auffüllung nachgewiesen, sowie leicht erhöhte Anteile an organischen Kohlenstoffverbindungen. Die untersuchten Proben (sog. Eluate) weisen erhöhte Schwermetallgehalte von Antimon auf sowie selten erhöhte Mineralölkohlenwasserstoffe und PAK-Gehalten. In lediglich einer Probe konnte eine geringe Phenol-Konzentration und ein le icht erhöhter Gehalt an PFAS- Verbindungen gefunden werden. Über die Bodenluft Verhältnisse konnte herausgefund en werden, dass in 6 von 10 im Jahr 2019 gemessen Bodenluftpegeln Methangehalte größer 10 Vol.-% bis max. 37 Vol.-% vorliegen, welche in Zusammenhang mit den ebenfalls vorliegenden geringen Sauerstoffgehalten von kleiner 2 Vol.-% stehen. Für den Menschen ist Methan in den üblichen Konzentrationen ungiftig und weitgehend unschädlich. Höhere Konzentrationen führen jedoch zur Verdrängung von Sauerstoff und können die Atmung beeinträchtigen. Das Risiko besteht insbesondere in Kellerräumen und der Tiefgarage. Für den direkten Wirkungspfad Bodenluft- Mensch ist laut Gutachten allerdings keine Gefährdung zu befürchten. Es besteht jedoch eine 50/88 indirekte Gefährdung durch die Eigenschaft von Methan als brennbares und explosives Gas, da es bei Volumenkonzentrationen von 5 bis 15 % in Luft explosionsfähige Gemische bildet. Durch Umsetzung eines Gassicherungskonzeptes und di e darin enthaltenen Maßnahmen, kann das potentiell aufsteigende Gas ungefährlich abgeführt werden. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Bei der Nullvariante verbleiben die unversiegelten Böden mit den bestehenden anthropogenen Vorbelastungen aus Aufschüttungen in ihrem derzeitigen Zustand. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Die Veränderungen der Oberflächengestalt (Bodenauf- / und -abtrag) führen in der Planvariante dazu, dass die aufgetragenen Bodenhori zonte im bebaubaren Bereich des Gebietes zerstört werden. Dies hat erhebliche und n achhaltige Störungen des Boden- Wasserhaushalts und der Sorptionseigenschaften der Böden zur Folge, die durch Umschichtung und Überbauung verursacht werden. Durc h die Flächenversiegelung im Bebauungsplangebiet gehen die anthropogen überprägt en, aber biologisch aktiven Böden dauerhaft verloren. Diese sind in ihren Funktionen als Filter, Wasserschutz, Pflanzen- und Tierlebensstätte, Ertragspotenzial, Wasserversicker ung und -verdunstung sowie Klimaregulierung nicht ersetzbar. Durch die in den Schürfen erfassten Holzanteile die teilwiese mit Holzschutzmitteln behandelt wurden und sich deswegen nur langsam abbauen, muss davon ausgegangen werden, dass die Methangasbildung in den Böden noch Jahrzehnte a ndauern wird. Dies ist in der Planung zwingend zu berücksichtigen. Im weiteren Genehmigun gsverfahren wird dazu ein Gassicherungskonzept erstellt. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Durch die Festsetzung einer zulässigen GRZ von 0,4 im WA Neu wird eine übermäßige Versiegelung vermieden und gleichzeitig eine ausreichend dichte Bebauung gewährleistet, um den Flächenverbrauch insgesamt möglichst gering zu halten. Generell ist der nutzbare Oberboden bei Beginn der Erschließungs- und Baumaßnahmen zu sichern und für eine lokale Wiederverwendung vorzuhalten. Im Sinne der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelu ng sind Flächenversiegelungen durch geeignete Maßnahmen wie Entsiegelung, Rekultivierun g oder Extensivierung von Böden auszugleichen. Dies ist innerhalb des Plangebietes nicht möglich. Als Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen wird der Erhalt und Schaffung unversiegelter Bodenflächen durch die Festsetzung von Flächen zum Erhalt und zur Anpflanz ung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen im Bereich der allgemeinen Wohngebiete sowie durch die dauerhafte Sicherung von öffentlichen und privaten Grünflächen innerhalb des Geltungsbereiches gewährleistet. Teilflächen der un versiegelten Wohngrundstücke werden absehbar als Ziergärten mit dauerhafter Vegetation (Rasen, Stauden, Gehölze) angelegt und unterliegen dann auch ohne Bodenbearbeitung einer z umindest mäßig naturnahen Bodenentwicklung. Da ein vollständiger Biotopwert- und Flächenausglei ch innerhalb des Plangebietes nicht möglich ist, ergibt sich bei Umsetzung der Planung die Verpflichtung zu einem externen Ausgleich, der auch die Belange des Bodenschutzes b erücksichtigt. Für den ausgleichspflichtigen Eingriff in Natur und Landschaft wird eine externe Ausgleichsmaßnahme geplant und durchgeführt. Dies erfolgt durch die Um setzung der externen Ausgleichsmaßnahme A3.6 im Geltungsbereich des Beba uungsplanes Nr. 66389/03; Arbeitstitel: "Rondorf Nord-West" in Köln-Rondorf. Die externe Ausgleichsmaßnahme sieht die 51/88 Extensivierung einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von ca. 3,8 ha vor. Die als externer Ausgleich planungsrechtlich zu sichernde Fläche liegt in der Gemarkung Köln-Rondorf, Flur 7, Flurstück 308. Die Fläche wird dauerhaft in eine Gl atthaferwiese (LW41111 / EA1) mit standortgerechten, heimischen Strauch- und Baumgrup pen umgewandelt. Durch die Nutzungsextensivierung ist von einer Aufwertung der Bodenfunktionen auszugehen. Die § 6-8 der BBodSchV sind im weiteren Verfahren zu berücksichtigen. Bewertung: Aufgrund der tiefgreifenden Bodeneingriffe im Zuge des Kiesabbaus in der Vergangenheit ist im Planungsgebiet von einem tiefgründig gestörten B odenaufbau auszugehen. Dennoch besitzen die anstehenden Böden wichtige Funktionen für die natürlichen Kreisläufe von Wasser, Luft, organischen und mineralischen Stoffen sowie Sorptionsfunktionen. Die zu erwartenden Beeinträchtigungen des Bodenpote nzials wurden im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens untersucht und bewertet. Du rch geeignete Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen werden erhebliche und nachhalti ge Beeinträchtigungen soweit möglich vermieden. Die über den Wirkungspfad Boden- Bodenluft-Mensch bestehende, potentielle Gesundheitsgefährdung durch Methananrei cherung in der Raumluft (Keller- oder Tiefgaragengeschosse) ist durch geeignete, bauliche Maßnahmen (fugenlose, gasdichte Bodenplatte im KG/TG, gasdichte Wand- und Bodendurchlässe, Horizontaldrainage unterhalb der Bodenplatte KG/TG sowie Vertikaldrainage an den Außenwänden bis an die Geländeoberfläche) und geeignete Lüftungsmaßnahmen zu minimieren. Hierzu ist ein geeignetes, prüffähiges Gassicherungskonzept zu erstellen. Aufgrund erhöhter Blei- und Benzo(a)pyren-Konzentrationen ist im Rahmen der Neugestaltung der Außenanlagen besonders für die Nutzung ,,Kinder spielplatz‘‘ und ,,Wohnen‘‘ der bewertungsrelevante Horizont von 0 - 30 cm trotz Au skofferung und Neueinbringung den Vorgaben entsprechend als ungefährlich sicherzustellen. Bei Umsetzung der o. g. Maßnahmen sind für die Nutz ungssituationen im Plangebiet keine Gefährdungen der menschlichen Gesundheit über den W irkungspfad Boden-Mensch zu erwarten. Die Auswirkungen auf das Umweltgut Boden sind durch die Zerstörung der Bodenfunktionen dennoch als negativ zu bewerten, wo hlgleich keine natürlichen Böden vorhanden sind, die zerstört werden. 6.5.5. Wasser (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) 6.5.5.1. Oberflächenwasser Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Im Plangebiet sind keine Oberflächengewässer vorhanden. Auf dem Gebiet des Planareals befinden sich bei Bet rachtung der 30-200-jährlich (Starkregenindex 5-10) auftretenden Starkregenereig nissen keine besonders gefährdeten bzw. betroffenen Bereiche. Ausnahmen bilden jedoch nicht zusammenhängende Bereiche im Bereich der Innenhofflächen des Plangebietes, welch e bei einem 200-jährliches Starkregenereignis (SRI 10) eine mäßige Gefährdung aufweisen. Inwiefern Höhenangleichungen oder die Errichtung baulicher An lagen und Infrastruktur für die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung die anfallend en Wassermengen beeinflussen, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar. Von dem neu zu erschließenden Gebiet sollen keine R isiken für vorhandene Siedlungsbereiche ausgehen. Zugleich soll in letztg enannten Gebieten das Risiko möglichst gesenkt werden. Gemäß des „Leitfaden für eine wassersensible Stadt- und Freiraumplanung in Köln“ (STEB 2003) und des Leitfadens „Wassersensibel planen und bauen in Köln“ (STEB 52/88 o.J.) trägt die vorliegende Planung einer interdis ziplinären wassersensiblen Gesamtkonzeption Rechnung. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Bei der Nullvariante wird die Grünfläche mit der de rzeitigen Versickerung des Oberflächenwassers erhalten. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Mit der Planung sind keine Eingriffe in Oberflächengewässer verbunden. Durch die Umsetzung des Vorhabens kommt es zu großf lächigen Teilversiegelungen/ Versiegelungen von bisher offenen Grünflächen, die zu erheblichen Eingriffen in den Wasserhaushalt bzw. die Versickerung von Wasser und damit zu einer teilflächigen Verhinderung der Versickerung und zu einem erhöhten und beschleunigten Oberflächenwasserabfluss führen. Eine Versickerung des anfallenden Niederschlagswassers ist aufgrund des vorhandenen Deponiekörpers nicht z ulässig und muss über einen Mischwasserkanal abgeleitet werden. Auf Teilflächen außerhalb der Tiefgaragen- und Gebä udeflächen bleiben die natürlichen hydrologischen Bodenfunktionen durch die Umwandlung in Gartenflächen mit dauerhafter Vegetation erhalten. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Im Bebauungsplanverfahren wird der Umfang der versiegelten Flächen durch entsprechende Festsetzungen begrenzt. Die Festsetzung extensiver Dachbegrünungen auf den Wohngebäuden und die im Durchführungsvertrag gereg elte extensive Dachbegrünung der Fahrradabstellanlagen dienen der Rückhaltung und Ve rdunstung von Niederschlagswasser und trägt zur Abflussminimierung bei. In der vorliegenden Überflutungsprüfung (Helmert & Bongartz GmbH 2024) wurde der Nachweis erbracht, dass bei einem Starkregenereigni s keine Gefährdung von Menschen, Tieren oder Sachgütern zu erwarten ist. Hierzu wurd en die in der Planung vorgesehenen Maßnahmen berücksichtigt, die zu einer Rückhaltung des Niederschlagswassers führen. Hierzu sind Retentionsboxen mit einem Fassungsvolum en von 121 m³ im Bereich der Tiefgaragen und Rückhaltungen in Form von Mulden in den Außenanlagen vorgesehen. Durch die Herrichtung einer Regenwasserzisterne mit einem Fassungsvermögen von etwa 17 m³, kann ein Teil der anfallenden Niederschlagsmengen a ufgefangen und für die Bewässerung der örtlichen Grünflächen wiederverwendet werden. D as auf den Dachflächen anfallende Niederschlagswasser wird auf den Dachflächen zurück gehalten und über Drosselabläufe zeitverzögert an die Kanalisation abgegeben. Im Ext remfall kann das Oberflächenwasser in die nördlich angrenzende Grünfläche abfließen. Bewertung: Natürliche Oberflächengewässer sind nicht betroffen . Aufgrund des vorhandenen Deponiekörpers ist eine Versickerung auf den Fläche n des Plangebietes nicht zulässig. Der Abfluss des Oberflächenwassers wird durch Retentionsboxen und einer Regenwasserzisterne sowie durch die Einleitung in das öffentliche Misch wasserkanalnetz im zukünftigen Bebauungsplangebiet vermieden. 53/88 6.5.5.2. Grundwasser Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Plangebiet liegt im hydrogeologischen Teilraum „Terrassenebenen von Rhein und Maas“. Grundwasserführende Schichten wurden im Plangebiet nicht festgestellt. Der Grundwasserkörper „Terrassen des Rheins“ (27_19 ) wird hinsichtlich des mengenmäßigen Zustands als schlecht und hinsichtlic h des chemischen Zustands als unbefriedigend bewertet. Es handelt sich um einen P orengrundkörper in tertiären und quartären Sedimenten. Die Durchlässigkeit ist hoch. Daraus resultiert eine hohe Empfindlichkeit des Grundwassers gegenüber Schadstoffeinträgen. Eine Gefährdungsabschätzung durch das Ingenieurbüro Dr. Hemling & Gräfe hat ergeben, dass die in den Grundwasserproben ermittelten LHKW- Gehalte ausschließlich als Einzelparameter Tetrachlorethen-Gehalte von min. 18 ,3 µg/l bis max. 32,3 µg/l bestimmt werden konnten. Weitere LHKW-Einzelparameter (leich tflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe) konnten nicht bestimmt werden. Im Rahmen der Beprobung konnte bei der Messung im Dezember ein Anstieg des Grundwasser spiegels um ca. 20 cm festgestellt werden, der auf die hohen Niederschlagsmengen zurüc kgeführt werden kann. Insbesondere in der Dezember-Beprobung liegen die Per-Gehalte (Perchlorethylen) in den beiden Anstrom- Messtellen mit 30,6 bzw. 32,3 µg/l höher als in der Abstrom-Messtelle mit 22,2 µg/l. Bisherige Grundwasseruntersuchungen belegen daher eine bekann te Verunreinigung des durchströmenden Grundwassers mit Tetrachlorethen. Aktuell liegen keine Hinweise vor, dass von den nachgewiesenen Schadstoffen im Untergrund d es Plangebietes bei der derzeitigen Nutzung eine Schädigung des Grundwassers ausgeht. Als überregionale Grundwasserfließrichtung ist eine östliche bis nordöstliche Richtung zum Rhein hin ausgebildet. Das Plangebiet liegt außerha lb von ausgewiesenen Wasserschutzgebieten. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante bleiben die Grünflächen mit der damit verbundenen Versickerung von Oberflächenwasser und der Neubildung von Grundwasser erhalten. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Nach Durchführung eines Überflutungsnachweises lässt sich feststellen, dass es durch die in der Planung bedachten Berücksichtigung der Hinweise und Änderungsvorschläge bei einem Starkregenereignis nicht zu einer oberflächlichen Ü berflutung der Gebäude kommt, bzw. die anfallenden Wassermengen schadlos auf dem Grundstüc k zurückgehalten werden können. Selbst bei einem extremen Hochwasserereignis liegt die Liegenschaft oberhalb des zu erwartenden Rheinwasserstandes und ist somit nicht Hochwassergefährdet. Durch den erhöhten Versiegelungsanteil steht bei Realisierung der Planung ein geringerer Anteil an unversiegelter Fläche für die Rückführung des Niede rschlagswassers in den natürlichen Wasserkreislauf zur Verfügung. Aufgrund des vorhand enen Deponiekörpers ist eine Versickerung des anfallenden Niederschlagswassers i n den zukünftigen Grünflächen nicht zulässig. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Für den Bereich der Wohnbebauung ist eine Ableitung des Niederschlagswassers in den Mischwasserkanal vorgesehen. Um die Ableitung so gering wie möglich zu halten, wurden in der Planung Maßnahmen berücksichtigt, die zu einer Rückhaltung des Niederschlagswassers führen. Hierzu sind Retentionsboxen im Bereich der Tiefgaragen, Rückhaltungen in Form von 54/88 Mulden in den Außenanlagen sowie Regenwasserzistern en vorgesehen. Das auf den Dachflächen anfallende Niederschlagswasser wird auf den Dachflächen zurückgehalten und über Drosselabläufe zeitverzögert an die Kanalisation abgegeben. Ca. 2/3 der Fläche bis zur Gründungsebene der Tiefgaragen bzw. Keller werden auf ca. 4,5 m u. GOK ausgehoben. Die unterhalb des Gebäudes verbl eibenden Auffüllungen sind gegenüber Niederschlagswasser versiegelt. Bewertung: In der Planvariante kommt es auf Teilflächen des Ge bietes zu erheblichen Eingriffen in den Wasserhaushalt durch Versiegelung (teilflächige Verhinderung der Versickerung, erhöhter und beschleunigter Oberflächenwasserabfluss, lokal Verringerung der Grundwasserneubildung). Erhebliche Umweltauswirkungen auf das Grundwasser s ind jedoch nicht zu erwarten. Durch die Versiegelung der verbleibenden Auffüllungen geg enüber Niederschlagswasser ist der Eintrag von Schadstoffen über Sickerwasser für eine n Großteil des Plangebiets ausgeschlossen. Somit ist eine Gefährdung über den Wirkungspfad Boden-Grundwasser nicht zu erwarten. 6.5.6. Luft (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) 6.5.6.1. Luftschadstoffe – Emissionen, auch Treibhausgase Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Für die Stadt Köln besteht ein Luftreinhalteplan. N ach dem aktuellen Luftreinhalteplan Köln 2019 liegt das Änderungsgebiet innerhalb der Grenzen der Umweltzone. Die Flächen grenzen an den Äußeren Grüngürtel der Stadt Köln. Von der F läche selbst gehen im Bestand keine Emissionen in Form von Abgasen aus. Im Änderungsber eich und in der näheren Umgebung sind keine emittierenden Gewerbebetriebe vorhanden. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante wird die Grünfläche mit den entsprechenden Emissionen belassen. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Die geplante Änderung der Nutzung des Plangebiets führt nur zu einer marginalen Erhöhung des Verkehrsaufkommens. Auch die Emissionen aus der Wärmebereitstellung für die geplante Wohnbebauung werden aufgrund emissionsarmer Heiztechnik (Einhaltung der Standards der Energieeinsparverordnung) sehr gering sein. Somit führt die Umsetzung der Inhalte zu keiner messbaren oder wahrnehmbaren Veränderung der Luftqu alität im und um den Änderungsbereich. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Im Rahmen der Bebauungsplanaufstellung werden Verme idungs- und Minderungsmaßnahmen wie bspw. Gehölzpflanzungen, Fa ssadenbegrünungen und extensive Dachbegrünungen berücksichtigt. 55/88 Bei der baulichen Umsetzung der Planung werden durc h technische Maßnahmen an den Gebäuden relevante Luftschadstoffemissionen vermieden. Bewertung: Durch die Arrondierung des Plangebietes entstehen z usätzliche Luftschadstoffe aus Feuerungsanlagen (Heizung) und dem Kfz-Verkehr. Dur ch Begrünungs- und Durchgrünungsmaßnahmen an den Gebäuden können die negativen Auswirkungen teilweise kompensiert werden. Die Wärmeerzeugung erfolgt über Wärmepumpen. 6.5.6.2. Luftschadstoffe – Immissionen Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Als Informationsgrundlage dient eine Luftschadstoff prognose zu den verkehrsbedingten Immissionen der iMA cologne GmbH. Das Plangebiet liegt innerhalb der seit dem 01.10.2019 zum zweiten Mal erweiterten Umweltzone Köln. Die Hintergrundbelastungen für das Kalenderjahr 2022 wurden aus Messwerten des LANUV NRW der Jahre 2018 – 2022 abgeschätzt. Die daraus e rmittelten Werte wurden für NO 2 konservativ um 2 µg/m³ beaufschlagt, um die lokalen Hintergrundwerte im Bereich des Plangebietes mit möglichen Zusatzbelastungen durch die Quellen der westlich verlaufenden Autobahn 57 und der östlich verlaufenden elektrifiz ierten Schienenstrecken zu berücksichtigen. Daraus ergibt sich ein NO 2 Jahresmittel von 22,5 µg/m 3. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante wird die Grünfläche mit den ber eits vorhandenen Immissionen aus den angrenzenden Straßenzügen sowie der Wohnbebauung belastet. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Der Grenzwert des NO 2 Jahresmittelwerts liegt bei 40 µg/m 3. Die Berechnungen zum Prognosejahr 2025 bestätigen die auf aktuellen Mess ungen basierende Annahme, dass die Feinstaub-Grenzwerte im Bereich des Bebauungsplangebiets in beiden Untersuchungsfällen (Prognose-Nullfall 2025 und Prognose-Planfall 2025) mit einem NO 2 Jahresmittelwert von weniger als 27 µg/m³ eingehalten werden. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Die Maßnahmen zur Vermeidung von siedlungs- und ver kehrsbedingten Emissionen tragen auch zur Minderung der Immissionsbelastung bei. Darüber hinaus wurde ein Mobilitätskonzept durch die BERNARD Gruppe erstellt, welches bei Anwe ndung zur weiteren Minderung der verkehrsbedingten Emissionen beitragen kann. Die Ve rlagerung von Pkw-Verkehr auf den Rad- und Fußverkehr ist hier zentral. Durch systematisches Informieren der Bewohner*innen über das örtliche Angebot des ÖPNV/SPNV soll mit Sc haffung finanzieller Anreize und Aufzeigen des Angebots die Verlagerung von Pkw-Verk ehr auf den ÖPNV/SPNV erfolgen. Mithilfe attraktiver und barrierefreier Gestaltung von Fahrrad- und Fußwegen mit guter Anbindung an umliegende Flächen soll der Pkw-Verkeh r außerdem mehr auf den Fahrrad- und Fußverkehr umgelenkt werden. Dazu beitragen sol l auch das Schaffen von geeigneten und genügend Fahrradabstellplätzen, auch für Sonder fahrräder wie Lastenräder. Auf dem Plangebiet sind außerdem Radservice-Angebote einzur ichten um den Komfort bei Radfahrenden zu erhöhen und die Fahrtantrittswiderstände zu vermindern. 56/88 Es wird weiterhin empfohlen, das vorhandene Carshar ing-Angebot durch zusätzliches stationsbasiertes Carsharing zu ergänzen, um so auc h eine Reduzierung des Platzbedarfs des ruhenden Kfz-Verkehrs zu bewirken. Durch das Ei nrichten einer Paketstation können außerdem KEP-Lieferverkehr bedingte Immissionen wie Lärm und Schadstoffe reduziert werden. Für die Förderung alternativer Antriebe und Elektromobilität sollten Tanksäulen für Elektrofahrzeuge an den geplanten Stellplätzen verbaut werden. Bewertung: Erhebliche Belastungen durch Luftschadstoffeinträge sind im Plangebiet nicht zu erwarten. Bei Anwendung des Mobilitätskonzeptes werden die straße nverkehrsbedingten Immissionen weiter gesenkt. 6.5.7. Klima (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Die Kölner Bucht ist der südlichste Ausläufer des N iederrheinischen Tieflandes und gehört klimatisch zu den Gunsträumen der mittleren Breiten Europas. Das Klima der Kölner Bucht wird, wie im gesamten Westen Deutschlands, stark du rch die geographische Nähe zur Nordsee und zum Atlantik und damit zum Golfstrom be einflusst. Diese Lage führt zu einem maritim geprägten Klima mit milden Wintern und gemä ßigten Sommern. Im Bereich der Westwinddrift herrschen regelmäßige Tiefdruckgebiet e vor, die vom Atlantik kommend Deutschland mit entsprechenden Niederschlägen überq ueren. Bei den weniger häufigen Hochdruckwetterlagen nehmen die Tiefdruckgebiete nö rdliche oder südliche Zugbahnen, so dass dann längere Trockenperioden auftreten können. Gemäß dem Klimaatlas NRW ist die Grünfläche dem Klimatop 2 „Freilandklima“ zuzuordnen, das unter anderem für die Frischluftentstehung von Bedeutung ist und eine klimatische Entlastungsfunktion für die Siedlungsräume übernimm t. Es zeichnet sich durch einen ungestörten, ausgeprägten Tagesgang von Temperatur und Feuchte aus und stellt einen Übergang zwischen Freiland- und angrenzenden Stadtklimatopen dar. In der Planungshinweiskarte Hitze aus "Klimawandelg erechte Metropole Köln" (2013) ist die Grünfläche als " Klasse 3 belastete Siedlungsfläche " definiert. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Bei Nichtumsetzung verbleibt die Fläche in ihrer klimatischen Zuordnung. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Die Realisierung einer Wohnbebauung würde voraussic htlich zu einer Veränderung der klimatischen Verhältnisse führen. Demnach wäre die Fläche dem Klimatop 6 „Stadtrandklima“ zuzuordnen, das durch eine verdichtete, maximal dreigeschossige Einzelhaus-, Reihenhaus- oder Blockrandbebauung mit Grünflächen oder durch e ine maximal fünfgeschossige freistehende Bebauung mit Grünflächen bestimmt wird . Die nächtliche Abkühlung ist stark eingeschränkt und hängt im Wesentlichen von der Umg ebung ab. Lokale Winde und Kaltluftströme werden behindert, während regionale Winde stark gebremst werden. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: 57/88 Die vorgesehene Durchgrünung des Plangebietes einsc hließlich der festzusetzenden Dachbegrünung der Wohngebäude sowie im Durchführungsvertrag geregelte Dachbegrünung der Fahrradabstellanlagen mindern durch ihre Ausgle ichswirkung (Transpiration, Staubbindung, Verschattung etc.) die Auswirkungen a uf das Geländeklima und die stadtklimatischen Verhältnisse. Bewertung: Durch die Umsetzung der geplanten Wohnbebauung kommt es im Plangebiet zu einem Eingriff in eine klimaaktive Freifläche und damit zu einer V eränderung der lokalen kleinklimatischen Verhältnisse mit der Folge einer eingeschränkten Du rchlüftung, einer Erhöhung des Wärmeinseleffektes und einer Verringerung der Verdunstungskühlung. Die Planung führt vermutlich zu keiner erheblichen Beeinträchtigung der stadtklimatischen Funktion der verbleibenden Grünfläche. 6.5.8. Wirkungsgefüge zwischen Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, L uft, Klima, (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Plangebiet unterliegt derzeit einer gemischten Nutzung, da die Grünfläche im derzeitigen Zustand fast überwiegend aus unzugänglichen Gehölzflächen besteht und die Wohnbaufläche als solche genutzt wird. Die natürlichen Wirkungsgefüge und Wechselwirkungen der naturraumbezogenen Schutzgüter Boden, Wasser, Klima, Pflanzen und Tiere sind im Bereich der Grünfläche daher in ihrer Wirkung kaum anthropogen überformt. Lediglich die Scherrasenflächen der Grünfläche unterliegen einer extensiven Pflege, in Form einer regelmäßigen Mahd im Jahr. Die Innenhofbereiche sind in ihren Wirkungsgefügen hingegen fast gänzlich anthropogen gesteuert. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante bleibt das bestehende Wirkungsgefüge im Grünzug erhalten. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: In der Planvariante werden die bei Umsetzung eines Bebauungsplanverfahrens baulich beanspruchten und vollständig versiegelten Flächen hinsichtlich des Boden- und Wasserhaushaltes sowie der Vegetationseignung volls tändig entwertet. Sie verlieren damit auch weitgehend ihre Funktion als Lebensraum für Ti ere. Teile der neu entstehenden Strukturen wie z.B. Gebäudebegrünungen können aber auch neue Lebensräume für Tiere darstellen. Im Bereich der gärtnerisch genutzten Te ilflächen der Wohngrundstücke verbleibt ein stark durch menschliche Nutzung geprägtes Wirku ngsgefüge. Die verfahrensrelevanten Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern beziehen sich auf die einzelnen Schutzgüter Pflanzen/Tiere/Landschaft, Boden/Fläche, Wasser und Klima/Luft. Mit dem Verlust unversiegelter Bodenflächen ist gleichzeitig ein Ve rlust der vorhandenen Vegetation und der Biotopfunktion verbunden. Darüber hinaus ergeben si ch durch die Bodenversiegelung Auswirkungen auf das Klima durch den weitgehenden Verlust der Kaltluftproduktionsfunktion. Durch die Arrondierung des Wohnstandortes Am Bilderstöckchen werden heute unversiegelte Bodenflächen durch die geplante Bebauung versiegelt und stehen damit nicht mehr als Pflanzenstandort bzw. als Lebens- und Nahrungsraum insbesondere für Tierarten der 58/88 Siedlungsrandbiotope zur Verfügung. In der Wechselw irkung zwischen Boden und Wasser ergibt sich durch die geplante Bebauung eine Beeint rächtigung dahingehend, dass zukünftig weniger belebte Bodenfläche für die Versickerung vo n Niederschlagswasser zur Verfügung steht. Des Weiteren ist der Umweltbelang Klima/Luft von der Vegetation und dem Boden abhängig. Offene Vegetationsflächen, insbesondere O ffenlandflächen (Wiesen), dienen als klimatischer Austauschraum gegenüber dem bebauten Siedlungsraum, der sich aufgrund des höheren Versiegelungsgrades tagsüber schneller erwärmt und nachts langsamer abkühlt. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Die im vorhabenbezogenen Bebauungsplan für die einz elnen Schutzgüter zu benennenden Maßnahmen dienen insgesamt auch der Sicherung der F unktionsfähigkeit des Wirkungsgefüges und der Wechselwirkungen. Förderlich sind insbesondere die aufgeführten Maßnahmen zur Grünordnung, zur Gebäudebegrünung, zu r inneren Durchgrünung und zur Regenwasserbewirtschaftung mit örtlicher Versickeru ng, der Nutzung von Regenwasserzisternen sowie die externen Ausgleichsm aßnahmen. Durch die planungsrechtliche Festsetzung einer maximal zuläss igen Überbauung im Plangebiet kann einer vollständigen Versiegelung entgegengewirkt we rden. Darüber hinaus wird der Erhalt unversiegelter Bodenflächen durch die Festsetzung v on Flächen für die Erhaltung und Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Be pflanzungen in den allgemeinen Wohngebieten sowie durch die dauerhafte Sicherung einer öffentlichen Grünfläche innerhalb des Plangebietes gewährleistet. Durch die Begrünung der Gebäude mit Dach- und Fassadenbegrünung ergeben sich positive Auswirkunge n auf das Stadtbild, auf Flora und Fauna und auf das Klima. Bewertung: Durch die Umsetzung des Bebauungsplanes kommt es zu Veränderungen des Wirkungsgefüges, die sich negativ auf die Umweltbel ange auswirken. Es verbleiben nachhaltige Beeinträchtigungen, die die Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes im Plangebiet beeinträchtigen, denen jedoch durch Maßnahmen entgegengewirkt wird. 6.5.9. Landschaft (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Bei dem Landschaftsraum handelt es sich um einen st ädtisch geprägten Stadtrandbereich, der von einigen Verkehrsbändern durchzogen ist. Grü nflächen, Parks und Gärten sind im Umfeld des Plangebietes großflächig vorhanden und für die Kurzzeiterholung oder sportliche Aktivitäten nutzbar. Das Landschaftsbild des Planun gsgebiets ist durch die Lage im Übergangsbereich zwischen bestehenden Siedlungsfläc hen und öffentlichen Grünflächen geprägt. Das Gebiet selbst ist Teil einer Grünfläch e mit strukturreichen Gehölzsäumen im Anschluss an die Siedlungsflächen. Im Norden schließen weitere Grünflächen an. Südlich und östlich grenzt bestehende Wohnbebauung an. Vorbelastungen bestehen durch die angrenzenden Sied lungs- und Freizeitnutzungen. Die vorhandenen Fußwege werden von Fußgängern stark fre quentiert. Das Gelände weist kleinräumig Erhebungen von bis zu ca. 1,8 m auf, wä hrend sich die Rasenflächen als eben darstellen. Die umliegenden Flächen sind durch Laubbäume und Gebüschstrukturen eingegrünt. 59/88 Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Bei Nichtdurchführung der Planung würden die Grünfl ächen in ihrem jetzigen Zustand verbleiben, so dass sich das Landschaftsbild und di e Sichtbeziehungen nicht verändern würden. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: In der Planvariante wird durch die geplante Wohnnutzung das Orts- und Landschaftsbild durch die technische Überformung der bisher vorhandenen G rünflächen vollständig und nachhaltig verändert. Der öffentlich genutzte Landschaftsraum wird durch die Gebäude und deren Zufahrten überprägt. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wird ein land schaftspflegerischer Fachbeitrag erstellt, der ein grünordnerisches Konzept sowie in terne und externe Maßnahmen zum Ausgleich der Eingriffe darstellt. Zur Durchgrünung des Wohngebietes werden im Bebauungsplan Festsetzungen zu Baum- und Heckenpflanzungen sowie zur Dachbegrünung im Bereich der Wohngrundstücke getroffen. Zur Einbi ndung der Siedlung in die Landschaft sind randliche Gehölzpflanzungen sowie Fassadenbegr ünungen vorgesehen. Zur Wahrung eines ortsbildverträglichen Erscheinungsbildes werd en im Rahmen des landschaftspflegerischen Fachbeitrages entsprechende Festsetzungen sowie Regelungen im Durchführungsvertrags zur Einfassung bzw. Begrünung von Mülleinhausungen, der extensiven Dachbegrünung von Fahrradunterständen so wie der Fassadenbegrünung der Tiefgaragenrampe getroffen. Bewertung: Die Darstellung einer Wohnbaufläche im Bereich bisheriger Grünflächen stellt eine Ergänzung des bestehenden Siedlungsrandes dar. Durch die Überformung der freien Landschaft kommt es zu einer erheblichen Veränderung des Landschaftsbildes durch eine Bebauung. Durch die Maßnahmen der inneren Durchgrünung und insbesondere durch die randliche Anlage von Gehölzen wird eine Eingrünung des Siedlungsrandes u nd eine Einbindung in die Landschaft erreicht. Durch gestalterische Festsetzungen und Regelungen zur Gestaltung der Nebenanlagen wird im Bebauungsplanverfahren eine ortsbildverträgliche Gestaltung des Wohngebietes sichergestellt. 6.5.10. Biologische Vielfalt (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Im Plangebiet kommen keine nach § 30 BNatSchG bzw. § 62 LG NRW geschützten Biotope vor. Im Rahmen der Geländeerhebungen wurden keine in NRW gefährdeten Pflanzenarten nachgewiesen. 60/88 Für die Fledermausfauna besitzt das Gebiet aufgrund der vorhandenen Biotopstrukturen (Gehölzbestände mit überwiegend heimischen Gehölzen sowie Rasenflächen) Potential als Teil-/ bzw. Nahrungshabitat. Für den gesamten Änderungsbereich ist im Landschaft splan die Schutzfestsetzung L 10 Landschaftsschutzgebiet (§ 21 LG) festgesetzt. Dies betrifft das ca. 285 ha große Landschaftsschutzgebiet „LSG-Erholungsgebiet Bürger park Nord und angrenzende Grünverbindungen“ (LSG-5007-0005). Insgesamt kommt dem Änderungsbereich aufgrund der B iotopstruktur und unter Berücksichtigung der Vorbelastungen im Naturraum eine Bedeutung für den regionalen Arten- und Biotopschutz zu. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante verbleibt das Gebiet in seiner derzeitigen Nutzung als Grünfläche mit Teil- / Habitatfunktion für die örtliche Fauna. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: In der Planvariante kommt es durch die Ausweisung a ls Wohnbaufläche mit anschließender Bebauung des Plangebietes zum Verlust bzw. zur Umwa ndlung von Grünflächen. Es gehen dauerhafte, das Landschaftsbild prägende Vegetationsstrukturen (Gehölze) verloren. Im Bereich der geplanten randlichen Gehölzpflanzung en ist mit einer Besiedlung durch gehölzbewohnende Vogelarten der halboffenen Kulturl andschaft sowie einer Nutzung der Gehölzstrukturen als Nahrungshabitat und Leitstrukt ur für heimische Fledermausarten zu rechnen. Durch die Realisierung der Planung gehen B iotoptypen mit hoher ökologischer Wertigkeit (Gebüsche mit überwiegend standorttypisc hen Gehölzen GH51 / BB1) dauerhaft verloren. Sie befinden sich am Siedlungsrand und ha ben eine Funktion als Vernetzungsbiotope zwischen der Siedlung und dem angrenzenden Freiraum des Grünzuges. Hinsichtlich der umliegenden Natura 2000-Gebiete si nd vorhabenbedingt aufgrund der deutlichen Entfernung keine möglichen erheblichen B eeinträchtigungen der für den Schutzzweck maßgeblichen Bestandteile der Gebiete zu erwarten. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Auswirkungen auf die biologische Vielfalt werden im Bebauungsplanverfahren soweit möglich vermieden bzw. durch artenschutzrechtliche Maßnahme n und Maßnahmen im Rahmen der Eingriffsregelung vollständig kompensiert (siehe Maßnahmen der anderen Umweltgüter). Bewertung: Gemäß der Artenschutzprüfung Stufe II kann das Eint reten vorhabensbedingter Verbotstatbestände gemäß § 44 Abs. 1 Nr. 1-3 i.V.m. Abs. 5 BNatSchG für die im Wirkraum relevanten besonders geschützten Arten bei Umsetzun g des Bebauungsplanes durch nachfolgende Bauvorhaben unter Berücksichtigung von Vermeidungsmaßnahmen ausgeschlossen werden. Der Verlust von Gehölzflächen ist als erheblicher V erlust zu bewerten, welcher im Rahmen der Eingriffs-/Ausgleichsbilanzierung durch externe Ausgleichsmaßnahmen kompensiert wird. 61/88 6.5.11. Erhaltungsziele und Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete (Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung/europäische Vogelschutzgebiete) (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 b BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Die nächstgelegenen Natura 2000-Gebiete befinden sich in einer Entfernung von jeweils ca. 8 km nördlich (DE4907301 Worringer Bruch) und östlich (DE 4809301 Dhünn u. Eifgenbach) des Plangebietes. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante verbleibt das Gebiet in seiner derzeitigen Nutzung als Grünfläche ohne Bedeutung für die genannten Natura 2000-Gebiete. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung : Die Durchführung der Planung führt zu keinen Beeinträchtigungen der Schutzgebiete. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Es sind keine Maßnahmen erforderlich. Bewertung: Natura 2000-Gebiete sind von der Planung nicht betroffen. 6.5.12. Mensch, Gesundheit, Bevölkerung (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 c BauGB) 6.5.12.1. Lärm Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Öffentlicher Straßenverkehr / Straßenverkehrslärm: Die Lärmsituation im Untersuchungsgebiet hinsichtli ch des Straßenverkehrslärms auf öffentlichen Straßen wird durch den Verkehr auf den umliegenden Straßen, hier der A57, der Äußeren Kanalstraße, der Robert-Perthel-Straße, der Escher Straße sowie der Straße Am Bilderstöckchen bestimmt. Öffentlicher Schienenverkehr / Schienenverkehrslärm: Die Lärmsituation im Untersuchungsgebiet hinsichtli ch des Verkehrslärms auf öffentlichen Schienenwegen wird durch die Strecken der Deutschen Bahn AG, hier die Strecke 2615, die Strecke 2620 sowie die Strecke 9604 geprägt. Diese liegen außerhalb des Geltungsbereiches des Bebauungsplanes Nr. 64492/01 „Am Bilderstöckche n“. Die beiden Strecken 2615 und 2620 verlaufen in einer Entfernung von ca. 620 m no rdöstlich des Plangebietes. Die Strecke 9604 verläuft in einer Entfernung von ca. 1.430 m nordwestlich des Plangebietes. 62/88 Flugverkehr: Die auf das Untersuchungsgebiet einwirkenden Schallimmissionen durch Fluglärm wurden im vorliegenden Fall nicht detailliert untersucht. Gewerbelärm: Innerhalb und unmittelbar angrenzend an den Geltung sbereich befinden sich keine Gewerbebetriebe. In einer Entfernung von ca. 350 m nördlich des Plangebietes befindet sich jenseits der Grünfläche ein Gewerbegebiet. Dort sind ein Logistikhof, ein Elektrogroßhandel, eine Kfz-Prüfstelle, Büroflächen und weitere Betriebe unterschiedlicher Größe angesiedelt. Sportlärm : Innerhalb und unmittelbar angrenzend an den Geltung sbereich befinden sich keine ausgeschriebenen Sportanlagen. Allerdings befindet sich nördlich des Plangebietes auf der öffentlich zugänglichen Grünfläche ein öffentlicher Bolzplatz. Als Lärmquellen sind demnach insbesondere das Rufen der Kinder und Jugendlichen beim Spiel sowie das Ballspielen selbst bei z. B. Torschüssen wahrnehmbar. Das Heranrücken der Wohnbebauung würde zu einer Überschreitung der Lärmbelastung durch den Bolzplat z für die Wohnbebauung führen. Um eine sichere Einhaltung der Immissionsrichtwerte zu gewährleisten, wird der Bolzplatz verfahrensbegleitend innerhalb der Grünfläche neu a ngeordnet. In den durchgeführten Berechnungen wurde die neue Lage des Bolzplatzes berücksichtigt. Kindertagesstätte Unmittelbar südöstlich an das Plangebiet angrenzend befindet sich gegenüber Haus 2 der geplanten Bebauung ein Familienzentrum mit Kinderta gesstätte. Die Außenfläche der Kindertagesstätte wird auf ca. 1.050 m² geschätzt und erstreckt sich auf ca. 56 m entlang der südöstlichen Plangebietsgrenze. Kita-Parkplätze und technische Anlagen Die Stellplätze der Kindertagesstätte befinden sich südöstlich der Hausnummer 60b vor dem Eingangstor zum Außengelände der Kindertagesstätte. Hier ist davon auszugehen, dass die Wohnungen im Gebäude selbst bereits die Richtwerte der TA-Lärm einhalten. Die Plangebäude liegen um ein Vielfaches weiter entfern t als das Bestandsgebäude Am Bilderstöckchen 60b. In den Luftbildern sind keine technischen Anlagen o der Hinweise auf solche im Bereich der Kindertagesstätte zu erkennen Kindertagesstätten di eser Größe haben in der Regel keine lärmrelevante Haustechnik. Jugendhaus „Lucky´s Haus“ Östlich der Kindertagesstätte befindet sich das Jug endhaus „Lucky's Haus", das mit seinen Flächen näher, maximal in gleicher Entfernung zum angrenzenden Reinen Wohngebiet (WR) liegt als das nächstgelegene Plangebäude. Da diesem ein höherer Schutzstatus zugrunde liegt, ist davon auszugehen, dass mögliche Emission en des Jugendhauses nicht zu Richtwertüberschreitungen an der Planbebauung führen. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante verbleibt das Gebiet in seiner derzeitigen Nutzung als Grünfläche sowie bestehende Innenhofbereich der Wohnbebauung ohne Veränderung der Lärmarten. 63/88 Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Im Rahmen des Vorhabens wurden die auf das Untersuc hungsgebiet einwirkenden Geräuschimmissionen aus dem öffentlichen Straßen-, Schienen- und Luftverkehr, dem Gewerbe- und Sportlärm, die Auswirkungen der Planun g auf die Umgebung, der Nachbarschaftslärm sowie der Lärm der Kindertagesstätte betrachtet und bewertet. In der Planvariante werden die neu zu nutzenden Woh nbauflächen den genannten Immissionen ausgesetzt. Durch die höhere Einwohnerz ahl kommt es zu einer Zunahme des Ziel- und Quellverkehrs mit zusätzlichen Immissionen im Randbereich des Plangebietes sowie in der Umgebung. Gemäß künftigem Planungsrecht wird für den Planbere ich der Schutzanspruch eines Allgemeinen Wohngebietes (WA) angenommen. Die Verke hrslärm-Immissionen beurteilen sich nach der DIN 18005. Die Gewerbelärm-Immissione n werden gemäß der Technischen Anleitung Lärm (TA-Lärm) beurteilt. Einwirkungen (Immissionen) auf das Plangebiet durch Emittenten nach DIN 18005 Tabellarische Übersicht über die Orientierungs- und Grenzwerte des Lärmschutzes für allgemeine Wohngebiete (WA) Tag- und Nachtwerte der Außengeräuschpegel in dB(A ) DIN 18005 (Orientierungswerte) TA Lärm (Immissions- richtwerte) 16. BImSchV (Immissions- grenzwerte) Straßen- und Schienenverkehr Industrie und Gewerbe, Freizeitlärm Allgemeines Wohnbaugebiet/ Kleinsiedlungsgebiet 55/45 55/40 55/40 59/49 Straßenverkehrslärm Die Ergebnisse der schalltechnischen Untersuchung z eigen, dass die Einwirkungen des Verkehrs auf öffentlichen Straßen am höchsten im Westen zur A57 und zur Kreuzung Robert- Perthel-Straße Ecke Escher Straße sind. Dort sind im 5. OG Pegel von bis zu 64 dB(A) tags (von 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr) und 57 dB(A) nachts (v on 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr) zu erwarten. Die Orientierungswerte für allgemeine Wohngebiete von 55 dB(A) tags bzw. 45 dB(A) nachts werden dort um bis zu 9 dB tags und 12 dB nachts überschritten. Messungen im EG ergaben, dass Pegel von bis zu 59 dB(A) tags und 51 dB(A) nachts zu erwarten sind. Aufgrund der größeren Entfernung und dem abschirmen den Gebäuderiegel fallen die Beurteilungspegel an weiter nordöstlich gelegenen Plangebäuden wesentlich geringer aus. Im Bereich der Spielflächen ist auf der westlichen Spielfläche, aufgrund der Nähe zur Escher Straße an der äußersten Spielplatzkante, ein Beurteilungspegel von bis zu 70 dB(A) aus dem öffentlichen Straßenverkehr zu erwarten. Im Bereich der Ostgrenze fällt der Pegel um bis zu 8 dB auf 62 dB(A) ab. Eine Lärmbetroffenheit in Wohng ebieten ist erst bei einem Dauerschallpegel oberhalb von 70 dB(A) tags als kri tisch zu bewerten. Für öffentliche Spielplätze selbst bestehen keine Lärmschutzanforde rungen, verbindliche gesetzliche Regelungen sind nicht bekannt. Die Umsetzung aktive r Lärmschutzmaßnahmen auf Grund des Sport- und Verkehrslärms im Plangebiet ist aus städtebaulichen Aspekten nicht realisierbar, da eine effektive Maßnahme eine der G ebäudehöhe entsprechende Höhe aufweisen müsste. Infolgedessen kann auf die Errich tung einer Lärmschutzwand verzichtet werden. 64/88 Schienenverkehrslärm Die Beurteilungspegel für Immissionen des öffentlichen Schienenverkehrs liegen an den nordwestlichen Fassaden im EG tags bei bis zu 43 dB(A) und nachts bis zu 37 dB(A), während im 6.OG tagsüber bis zu 48 dB(A) und nachts bis zu 42 dB(A) zu erwarten sind. Die Pegel liegen somit mehr als 6 dB unterhalb der Orientierungswerte der DIN 18005 für allgemeine Wohngebiete. Nachts werden die Orientier ungswerte, vor Allem in den oberen Geschossen, ausgeschöpft, aber ebenfalls eingehalten. Fluglärm Die durch den Fluglärm auf das Untersuchungsgebiet einwirkenden Lärmimmissionen wurden aufgrund von geringen Ausmaßen nicht im Detail unte rsucht, es ergibt sich aus früheren Untersuchungen vom Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln ein Pegel von 35 dB (A) tags und nachts. Gesamtverkehr Die bei der Betrachtung des Gesamtverkehrs zu berüc ksichtigenden Geräuschimmissionen ergeben sich aus den Geräuschimmissionen der Emitte nten Straßenverkehr im Bereich der öffentlichen Verkehrsflächen und Schienenverkehr im Bereich der öffentlichen Verkehrsflächen für den Planfall. Die Beurteilungspegel entlang der Nordwestfassade b etragen tags bis zu 64 dB(A), nachts sind bis zu 57 dB(A) zu erwarten. In dem Innenhofbe reich des Plangebietes werden unter Berücksichtigung der Abschirmwirkung Beurteilungspegel von 54 - 57 dB(A) tags und 47 - 51 dB(A) nachts erreicht. Gewerbelärm Für die Beurteilung der Gewerbelärmeinwirkungen wur den die Richtwerte der TA Lärm für Allgemeine Wohnbaugebiete (WA) zugrunde gelegt. Der Gewerbelärm wird bei der Berechnung der maßgeblichen Außenlärmpegel nach den Richtwerten für Allgemeine Wohngebiete für den Tagzeitraum bzw. für den Nachtzeitraum berücksichtigt. Die maximal zu erwartenden Beurteilungspegel der Gewerbelärmimmissionen für den Planfall betragen an den nordwestlichen Fassaden der geplant en Wohngebäude tags 44 dB(A) und nachts 27 dB(A). Im Innenhofbereich des Plangebiete s werden unter Berücksichtigung der Abschirmwirkung Beurteilungspegel von 28 - 40 dB(A) tags und 12 - 24 dB(A) nachts erreicht. Damit werden die Immissionsrichtwerte der TA Lärm f ür Gewerbelärm für allgemeine Wohngebiete eingehalten. Eine Überschreitung des Kr iteriums für einzelne kurzzeitige Geräuschspitzen (Maximalpegel) der TA Lärm ist nicht zu erwarten. Sportlärm Da die geplante Bebauung an den Bolzplatz heranrück t, wurde dieser hinsichtlich seiner Lärmeinwirkungen auf die Plan- und Bestandsbebauung im Bestand und in einer geplanten Verlagerung untersucht. Gemäß § 25 der Kölner Stadtordnung ist die Nutzung von Bolzplätzen grundsätzlich auf die Zeit von 07:00 bis 22:00 Uhr beschränkt. Eine Nutzung im Nachtzeitraum ist somit ausgeschlossen, so dass keine Untersuchun gen im Nachtzeitraum durchgeführt wurden. Die Ergebnisse der schalltechnischen Untersuchung zeigen, dass bei der Variante „Bolzplatz vor Verlegung“ Beurteilungspegel von bis zu 57 dB(A) an der geplanten Bebauung zu erwarten 65/88 sind. Damit würde der Immissionsrichtwert von 50 dB (A) innerhalb der morgendlichen Ruhezeit um 7 dB und der Immissionsrichtwert von 55 dB(A) außerhalb der morgendlichen Ruhezeit um 2 dB in allgemeinen Wohngebieten übersc hritten. An der benachbarten Wohnbebauung im Bestand (WR) sind Beurteilungspegel von bis zu 47 dB(A) zu erwarten. Dort wird der Immissionsrichtwert von 45 dB(A) auße rhalb der morgendlichen Ruhezeit in reinen Wohngebieten um 2 dB überschritten. Die Ergebnisse zeigen bei der Betrachtung der Varia nte „Nach Verlegung des Bolzplatzes“, dass die Einwirkungen des Sport- und Freizeitlärms an den nordwestlichen Fassaden im Erdgeschoss die höchsten Pegel tags von bis zu 55 dB(A) erreichen. In den Obergeschossen sind tags Maximalpegel von bis zu 54 - 55 dB(A) zu erwarten. Die Sportlärmeinwirkungen werden durch die Verlager ung des Bolzplatzes auf die Immissionsrichtwerte reduziert. Zusätzlich wird der Ausschluss des Betriebs innerhalb der morgendlichen Ruhezeiten vorgesehen. Nach Verlegung des Bolzplatzes sind an den Plangebäuden Beurteilungspegel von bis zu 55 dB(A) zu erwarten. Der Immissionsrichtwert außerhalb morgendlicher Ruhezeiten von 55 dB(A) in allgemeinen Wohngebieten können somit eingehalten werden. Kita Im Rahmen des Gutachtens wurde ergänzend der Kinder lärm der südöstlich angrenzenden Kindertagesstätte bzw. deren Außenspielflächen ermi ttelt. Die Ergebnisse der schalltechnischen Untersuchung zeigen, dass im Fass adenbereich des unmittelbar angrenzenden Wohngebäudes während der Betriebszeiten mit Pegeln von bis zu 54 dB(A) zu rechnen ist. Kinderlärm wird im Allgemeinen als sozialadäquat angesehen un d wird somit nicht beurteilt. Jugendhaus „Lucky´s Haus“ Selbst für den Fall, dass das Jugendhaus nicht die Privilegierung nach § 22 Abs. 1 a BImSchG in Anspruch nehmen kann, führt die um 5 dB höhere I mmissionsempfindlichkeit an den Bestandsgebäuden dazu, dass an den Plangebäude kein e Immissionskonflikte durch das Jugendhaus zu erwarten sind. Auswirkungen (Emissionen) der Planung /Planbedingter Mehrverkehr Die Umsetzung der geplanten Arrondierung der Wohnbe bauung führt zu einer Erhöhung der Lärmimmissionen. Zu nennen ist hierbei zum einen die geplante Tiefgaragenzufahrt sowie die Wärmepumpen, die sich an zwei Stellen des Plangebiets befinden. Bei den Lärmimmissionen durch den hier zu betrachte nden Kfz-Verkehr infolge der geplanten Tiefgarage zur Wohnanlage und der oberird ischen Anwohnerstellplätze handelt es sich um Nachbarschaftslärm („Vorbereitung zur Teilnahme am Kfz-Verkehr auf öffentlichen Straßen“). Ebenfalls als Nachbarsc haftslärm zu berücksichtigen, sind lärmrelevante Haustechnikanlagen wie Wärmepumpen. Nachbarschaftslärm (Tiefgarage / Wärmepumpen): Innerhalb des Plangebietes werden die vorhandenen S tellplätze im Bereich der geplanten mehrgeschossigen Bebauung in einer gemeinsamen Tief garage untergebracht. Die Tiefgarage wird von Süden über eine Tiefgaragenrampe erschlossen. Die umliegende Wohnbebauung im Bestand befindet sic h gemäß gültigem 66/88 Flächennutzungsplan der Stadt Köln in einer Wohnbau fläche. Hier sind die Immissionsrichtwerte für allgemeine Wohngebiete analog TA Lärm von 55 dB(A) tags und 40 dB(A) nachts als Beurteilungsgrundlage heranzuziehen. Entlang der Nordwestfassade des Bestandsgebäudes Am Bilderstöckchen 60 ergeben sich Beurteilungspegel von bis zu 58 dB(A) tags und 47 d B(A) in der lautesten Nachtstunde. Die Immissionsrichtwerte würden dort tags um bis zu 3 d B und in der lautesten Nachtstunde um bis zu 7 dB überschritten. Da jedoch an der gesamte n Giebelseite keine Fenster und damit keine Immissionsorte vorhanden sind, liegt keine Üb erschreitung im Sinne der TA Lärm vor. Die Lärmeinwirkung auf die südwestliche Fassade des Hauses wird durch eine Loggia an der Nordwestecke des Gebäudes gemindert. Maßgeblicher Emittent ist hier der Pkw-Verkehr auf der Tiefgaragenrampe. Es wurde geprüft, dass an dem betroffenen Fassadenabschnitt keine Fenster und damit keine Immissionsorte im Sinne der TA Lärm vorhanden sind. Die einzigen Immissionsorte entlang der Rampe und der Fahrgasse sind die Fenster bzw. Fenstertüren der Loggien der Gebäude Am Bilderstöckchen 66 und 64. D ie Immissionsorte auf den Loggien sind 0,5 m vor den geöffneten Fenstern/Fenstertüren gemäß TA Lärm gegenüber der Außenwand zurückgesetzt. Dadurch ergeben sich an de n Fenstern und Fenstertüren der Loggien günstigere Beurteilungspegel, so dass der I mmissionsrichtwert der TA Lärm eingehalten werden kann. Die Richtwerte der TA Lärm werden an allen Immissio nsorten der Bestands- und Planbebauung durch die Emissionen der Tiefgarage un d der Luft-Wasser-Wärmepumpen eingehalten. Mehrverkehr Bezüglich des durch das Planvorhaben bedingten Mehrverkehrs liegen die Beurteilungspegel an den Immissionsorten sowohl im Analysefall als auch im Prognose- Planfall unter den Werten von 70 dB(A) tags bzw. 60 dB(A) nachts. In diesem Fall sind Erhöhungen der Beurteilungspegel bei weniger als 3 dB durch den planbedingten Zusatzverkehr auf öffentlichen Verkehrswegen als ni cht wesentlich zu beurteilen. Die prognostizierten Erhöhungen des Straßenverkehrs auf öffentlichen Verkehrswegen liegen bei maximal 0,1 dB, so dass die Erhöhungen a ls nicht wesentlich einzustufen sind. Einwirkungen (Immissionen) auf das Plangebiet durch Emittenten gem. 18 BImSchV Tabellarische Übersicht über die Orientierungs- und Grenzwerte des Lärmschutzes für allgemeine Wohnbaugebiete (WA) Gebiets- ausweisung Immissionsrichtwerte in dB(A) werktags Immissionsrichtwerte in dB(A) sonn- und feiertags Tag Nacht Tag Nacht Außerhalb der Ruhezeit 8:00-20:00 Uhr und innerhalb der Ruhezeit 20.00 – 22:00 Uhr Innerhalb der Ruhezeit 6:00-8:00 Uhr Lauteste volle Stunde 22.00- 06.00 Uhr Außerhalb der Ruhezeit 9.00-13.00 Uhr 15.00- 20.00 Uhr und innerhalb der Ruhezeit 13.00-15.00 Uhr 20.00- 22.00 Uhr Innerhalb der Ruhezeit 7.00-9.00 Uhr Lauteste volle Stunde 2.00- 07.00 Uhr WA Allgemeines Wohnbaugebiet 55 50 40 55 50 40 67/88 Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: aktive Schutzmaßnahmen (Bolzplatzverlegung, Abwägung Lärmschutzwand) Als Maßnahme zur Einhaltung der Immissionsrichtwert e ist eine Verlegung des Bolzplatzes sowie der Ausschluss des Betriebs innerhalb der morgendlichen Ruhezeiten vorgesehen. Die Umsetzung aktiver Lärmschutzmaßnahmen auf Grund des Sport- und Verkehrslärms im Plangebiet ist aus städtebaulichen Aspekten nicht u msetzbar, da eine wirksame Maßnahme eine der Gebäudehöhe entsprechende Höhe aufweisen müsste. Infolge der Überschreitung der Orientierungswerte aus dem öffentlichen Straßenverkehr ist im B-Plangebiet eine Festlegung der erforderlichen Luf tschalldämmung von Außenbauteilen gegenüber Außenlärm für Aufenthaltsräume gemäß der DIN 4109:2018-01 vorzunehmen. passive Maßnahmen Festsetzung von passiven Schallschutzmaßnahmen aufg rund der Überschreitung der Orientierungswerte der DIN 18005 zum Schutz vor Ver kehrslärm gemäß der baurechtlich eingeführten Fassung der DIN 4109 von 2018. - Bei Schlaf- und Kinderzimmern ist bei einem Beurt eilungspegel > 45 dB(A) im Nachtzeitraum (22:00 bis 6:00 Uhr) eine fensterunab hängige Belüftung durch schallgedämmte Lüftungseinrichtungen oder gleichwer tige Maßnahmen bei geschlossenen Fenstern und Türen sicher zu stellen. - Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 24 BauGB sind passive Schall schutzmaßnahmen entsprechend den in der Planzeichnung dargestellten Lärmpegelber eichen (LPB) an den Außenbauteilen von schutzbedürftigen Räumen zu treffen. Grundlage hierfür sind die maßgeblichen Außenlärmpegel nach DIN 4109-1 (Schallschutz im Hochbau, Ausgabe Januar 2018 – Beuth Verlag GmbH, Berlin). Die Zuordnung zwischen den dargestellten Lärmpegelb ereichen und den maßgeblichen Außenlärmpegeln ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle Lärmpegelbereich Maßgeblicher Außenlärmpegel La dB I 55 II 60 III 65 IV 70 V 75 VI 80 VII > 80 a a Für maßgebliche Außenlärmpegel L a > 80 dB sind die Anforderungen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten festzulegen. Ergänzung: Es handelt sich um dB(A)-Werte Die Minderung der zu treffenden Schallschutzmaßnahmen ist im Einzelfall zulässig, wenn im bauordnungsrechtlichen Verfahren anhand ein er schalltechnischen 68/88 Untersuchung ein niedrigerer Lärmpegelbereich bzw. ein maßgeblicher Außenlärmpegel an den Außenbauteilen von schutzbedü rftigen Räumen nachgewiesen wird. Für Balkone und Loggien, die einen Gesamtbeurteilun gspegel aus dem Verkehr (Straßen-, Schienen- und Flugverkehr) > 62 dB(A) im Tagzeitraum (6:00 bis 22:00 Uhr) aufweisen, sind Schallschutzmaßnahmen zu treff en. Durch diese muss sichergestellt werden, dass der vorgenannte Gesamtb eurteilungspegel nicht überschritten wird. Hiervon ausgenommen sind Balkon e und Loggien von durchgesteckten Wohnungen, wenn zusätzlich auf der lärmabgewandten Seite ein Balkon oder eine Loggia errichtet wird. Bewertung: Es wird für große Teile des Plangebietes eine erheb liche Verkehrslärmbelastung prognostiziert, mit hohen Überschreitungen der Orie ntierungswerte insbesondere an den Nord- bzw. Westfassaden des WA Neu-Bereiches. Die d adurch zwingend erforderlichen passiven Schallschutzmaßnahmen sind geeignet die Lä rmbelastungen in den Wohnungen (Innenschallpegel) relevant zu mindern. Die Festsetzungen von Schallschutzmaßnahmen stellen sicher, dass den schallimmissionsschutzrechtlichen Anforderungen an die geplante Wohnbebauung zur Erzielung gesunder Wohnverhältnisse sowohl im Tag- als auch Nachtzeitraum Rechnung getragen wird. 6.5.12.2. Altlasten Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Kataster über altlastverdächtige Flächen und Al tlasten der Stadt Köln weist für das Planareal Altablagerung Nr. 50702 aus. Für die Alta blagerung liegen Erkenntnisse über die Bildung von Deponiegas mit deutlich erhöhten Gehalten an Kohlendioxid und Methan (bis zu 37 Vol.-%) sowie lokalen Spurengasen (LCKW und BTEX-Aromaten) vor. Aufgrund der damaligen Nutzung wurde die Grube nach 1945 im Zuge des Kiesabbaus ausgehoben und nach Einstellung des Abbaus wieder verfüllt. Es ist daher davon auszugehen, dass sich in diesem Bereich keine Kampfmittel befinden. Die anthropogene Auffüllung besteht hauptsächlich a us Sand, Kies und Schluff mit zum Teil hohen Anteilen an mineralischem Bauschutt. Außerdem wurden Hinweise auf Ablagerungen von Abbruchmaterial aus den Rückbauen alter Gebäude aufgefunden. (s. Kap.6.5.4 Boden) Die Auffüllungen erstrecken sich bis in die grundwassergesättigte Zone. Die baurelevante Fläche diente ursprünglich der Kie sabgrabung, die bis zum Grundwasser reichte. Ein historischer Kartenstand aus dem Jahr 1958 zeigt, dass das Gelände nach der Abgrabung mit über 10 Metern Material aufgefüllt wu rde. Auf dem östlich angrenzenden Flurstück 547 wurde der Verdachtspunkt 90 identifiz iert, der ein Gefährdungsband von 15 Metern umfasst und bei der Planung einer Bebauung e ntsprechend berücksichtigt werden muss. Gemäß schriftlicher Auskunft des Amtes für öffentli che Ordnung (Amt 322/44) sind keine weiteren Maßnahmen, wie etwa eine Oberflächendetektion, erforderlich. Dies begründet sich dadurch, dass die geplante Wohnbebauung in einem Ab stand von über 20 Metern zum Verdachtspunkt realisiert werden soll. Auf einem Kartenauszug der Bezirksregierung Düsseld orf aus dem Jahr 2023 ist der Verdachtspunkt 89 nicht mehr existent. Laut 322/44 gilt grundsätzlich auch hier das 69/88 Gefährdungsband von 15m um den Verdachtspunkt 89. D er Verdachtspunkt 89 liegt außerhalb des Plangebietes und die Plangebäude sind >15m vom Verdachtspunkt entfernt. Laut Gutachterbüro Dr. Hemling & Gräfe gilt der Ver dachtspunkt 89 bereits als ausgeräumt, da dieser im Zuge des durchgeführten Bauvorhabens Bilderstöckchen 60 durch den KBD frei gegeben wurde. Die Koordinaten des Punktes befinden sich auf einer Gebäudeecke (Bilderstöckchen 60), das 2009 gebaut wurde. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Es würden sich bei Nichtdurchführung keine Änderungen ergeben. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Zur Realisierung der Wohnbebauung ist ein flächiger Bodenaustausch sowie Maßnahmen zur Baugrundverbesserung erforderlich. Der anfallende B odenaushub ist fachgerecht zu entsorgen. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Aufgrund der bekannten Methangaskonzentrationen im Deponiekörper wird bei Umsetzung des Bauvorhabens im Rahmen des Baugenehmigungsverfa hrens ein entsprechendes Gassicherungskonzept erstellt und umgesetzt. Aufgrund des Deponiekörpers ist eine Versickerung des Niederschlagswassers nicht zulässig. Begründet wird dies mit der Flächenversiegelung dur ch die Wohnbebauung und der daraus resultierenden zentrischeren Versickerung, die zu e iner Verlagerung der nachgewiesenen Stoffe führen könnte. Bewertung: Auf Grund der vorhandenen Altlast ist eine gezielte Versickerung nicht möglich. Durch die Planung von Vermeidungsmaßnahmen entstehen keine zu sätzlichen negativen Umweltauswirkungen. Aufgrund der historischen Nutzung des Planbereichs als Kiesgrube bis 1958 ist davon auszugehen, dass sich in diesem Gebiet keine Kampfm ittel mehr befinden. Die vollständige Auskiesung und anschließende Auffüllung lassen eine Ansammlung von Kampfmitteln als unwahrscheinlich erscheinen. Der Kampfmittelbeseiti gungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD) hat unter dem Aktenzeichen 353/08 entschieden, dass aufgrund der örtlichen Gegebenheiten keine weiteren Kampfmittelu ntersuchungen notwendig sind und verzichtet auf weitere Maßnahmen in diesem Zusammenhang. 6.5.12.3. Erschütterungen Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Bei der Planungsfläche handelt es sich um eine Grün- sowie Wohnsiedlungsfläche. Bau- und betriebsbedingte Erschütterungen sind nicht vorhanden. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante bleibt die Grünfläche mit angre nzendem Siedlungsrand ohne Bebauung erhalten. 70/88 Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Bei Umsetzung der Planung kommt es im Zuge der Erschließung und baulichen Nutzung der Fläche zu temporären Erschütterungen durch Maschine neinsatz (Bodenabtrag und -auftrag, Verdichtung etc.). Aufgrund der geplanten Ausweisung als Wohngebiet sind keine erheblichen und/oder dauerhaften Erschütterungen durch z.B. Produktionsmaschinen etc. zu erwarten. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Gesonderte Maßnahmen sind nicht erforderlich. Die V orgaben des Abstandserlasses NRW und der DIN 4150 werden bei der Umsetzung der Planung beachtet. Bewertung: Keine relevante Betroffenheit. Es sind keine erheblichen Auswirkungen anzunehmen. 6.5.12.4. sonstige Gesundheitsbelange / Risiken zum Beispiel Hochwasser, Magnetfeldbelastung, Störf allrisiko, Starkregen (Klimawandelfolgen) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Starkregen Auf dem Gebiet des Planareals befinden sich bei Bet rachtung der 30-200-jährlich (Starkregenindex 5-10) auftretenden Starkregenereig nissen keine besonders gefährdeten bzw. betroffenen Bereiche. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante würden sich keine Änderungen ergeben. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Durch die Versiegelung von Flächen und den Bau von Gebäuden und Tiefgaragen wird die Versickerung und der Abfluss von Niederschlagswasser bei Starkregenereignissen erheblich erschwert. Bei Starkregenereignissen wird die Rückhaltung und verzögerte Versickerung der Niederschläge über die belebten Bodenschichten, d. h. über die unversiegelten Vegetationsflächen, durch die im Rahmen der Planung initiierte Flächenversiegelung erschwert. Im Rahmen der Überflutungsprüfung nach DIN 1986-100 (Hemling & Gräfe 2024) wurden die online verfügbaren Starkregengefahrenkarten für die verschiedenen Starkregenereignisse der Stadtentwässerungsbetriebe Köln Aör abgerufen und a usgewertet. Die Auswertung der Starkregengefahrenkarte SRI 10 (200-jährig) ergab, dass im Bereich des Baufeldes in Teilbereichen eine mäßige Starkregengefährdung besteht. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Im Bereich der unterbauten Gebäudeflächen ist die Errichtung von Wasserretentionsboxen mit einem Fassungsvolumen von 121 m³ vorgesehen. Die Errichtung einer Regenwasserzisterne 71/88 mit einem Volumen von 17 m³ ermöglicht die Sammlung und Wiederverwendung des anfallenden Niederschlagswassers. Mit Hilfe der Festsetzung von Gebäudehöhen kann bei Starkregenereignissen ein schadloser Oberflächenabfluss des Niederschlagswassers gewährleistet werden. Vor allen Gebäudeeingängen sind die Außenanlagen so zu gestalten, dass ein Gefälle von den Gebäudeeingängen weg entsteht. Lüftungsschächte sind so anzuordnen, dass die Lüftungsöffnungen höher als das umgebende Gelände liegen. Um ein eintreten von Wasser in die Lichtschächte zu vermeiden, sind diese mindestens 3 cm über OKFF zu führen. Die geplante Tiefgarageneinfahrt wird entsprechend der Freianlagenplanung dreiseitig durch Mauern eingefasst. Um die Einfahrt über die Rampe z u vermeiden, ist das Gefälle vom Rampenkopf weg vorgesehen. Die Entwässerung der Tiefgaragenrampe erfolgt über eine Hebeanlage, die auf ein 100- jährliches Regenereignis ausgelegt ist. Ferner wird durch die extensive Dachbegrünung der Wohngebäude Niederschlag zurückgehalten. Bewertung: Auf die festgestellte mäßige Starkregengefährdung wurde in der Planung reagiert, indem die Höhe der geplanten Gebäude festgesetzt wurden und e ntsprechende Maßnahmen in der Planung eingeflossen sind. Die Starkregengefährdung wurde dadurch minimiert. Auf der Ebene der Baugenehmigung sind Maßnahmen zur Starkregenbeseitigung auf Grundlage der anzuwendenden Regelwerke im Rahmen de r Ausführungsplanung abschließend nachzuweisen. Mit Hilfe eines Überflut ungsnachweises konnte nachgewiesen werden, dass Starkregen schadlos auf dem eigenen Grundstück abgeleitet wird. Gesetzliches Überschwemmungsgebiet / Hochwasserschutzkonzept Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Planareal befindet sich nicht in einem gesetzlich festgesetzten Überschwemmungsgebiet. Bis zu einem 200-jährigen Hochwasser ist das Plange biet weder direkt noch bei einem Versagen der Hochwasserschutzeinrichtungen indirekt betroffen. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante würden sich keine Änderungen ergeben. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Der Belang Hochwasserrisiko ist auch nach Umsetzung der Planung nicht betroffen. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Es sind keine Maßnahmen zu treffen. Bewertung: 72/88 Das Plangebiet liegt nicht in einem gesetzlich fest gesetzten Überschwemmungsgebiet. Eine Betroffenheit kann daher ausgeschlossen werden. Störfallbetriebe Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Im Plangebiet oder unmittelbar angrenzend sind kein e Störfallbetriebsbereiche bekannt, die unter die Vorgaben der 12. Verordnung des Bundes-Im missionsschutzgesetz (Störfall- Verordnung, 12. BImSchV) fallen. Der Geltungsbereic h des Bebauungsplans liegt außerhalb von Achtungsabständen oder angemessenen Sicherheits abständen zu Betriebsbereichen gemäß Störfall-Verordnung (KABAS) /Seveso III-RL. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante würden sich keine Änderungen ergeben. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Der Belang Störfallbetriebe ist auch nach Umsetzung der Planung nicht betroffen. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Es sind keine Maßnahmen zu treffen. Bewertung: Keine relevante Betroffenheit. Es sind keine Auswirkungen anzunehmen. Elektromagnetische Felder (EMF) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Unmittelbar im Plangebiet oder an dieses angrenzend sind derzeit keine Quellen elektromagnetischer Strahlung bekannt. In ca. 200 m Entfernung befindet sich eine Mobilfun ksendeantenne mit der Standortbeschreibungs-Nr.: 4913654. Durch die Große Entfernung ist nicht mit einer Beeinträchtigung zu rechnen. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante würden sich keine Änderungen ergeben. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Für die Energieversorgung der geplanten Wohnbebauun g ist eine Trafostation erforderlich. Diese wird außerhalb des Geltungsbereichs im Bestan d, neben dem Gebäude Am Bilderstöckchen 62, installiert. Der vorgeschrieben e Mindestabstand von 5 m zur Bestandsfassade wird dabei eingehalten. Belange hin sichtlich elektromagnetischer Felder werden auch nach Realisierung der Planung nicht beeinträchtigt. 73/88 Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Es sind keine Maßnahmen zu treffen. Bewertung: Keine relevante Betroffenheit. Es sind keine Auswirkungen anzunehmen. Es sind keine weiteren Belange betroffen. 6.5.12.5. Besonnung/Belichtung Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Plangebiet und dessen Umgebung ist in seiner de rzeitigen Bestandssituation sonnenexponiert und wird allenfalls durch die vorha ndenen Gehölzbestände auf und unmittelbar angrenzend an den Geltungsbereich teilweise verschattet. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante bleiben die Belichtungsverhältnisse identisch. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Durch die mehrstöckige Wohnbebauung kann es zu eine r Verschattung der angrenzenden Grünflächen kommen. Die bestehende Bebauung der Straße Am Bilderstöckch en 62-64 befindet sich südlich der Neuplanung und ist somit von keiner Veränderung der Lichtverhältnisse betroffen. Die Hausnummern Am Bilderstöckchen 66 bis 68 / Ecke Escher Straße könnten aufgrund ihrer bis zu siebengeschossigen Bebauung eine geringfügige Ve rschattung in der Mittagszeit verursachen. Eine Verschattung durch die geplante Bebauung ist ausgeschlossen. Die nordöstlich gelegene Bebauung an der Vogesenstr aße wird durch die viergeschossige Bebauung im Nordosten voraussichtlich nicht oder nu r geringfügig verschattet. Auf die Erstellung eines Besonnungsgutachtens konnte daher verzichtet werden. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Es sind keine Maßnahmen zu ergreifen. Bewertung: Durch die Realisierung der Wohnbebauung lässt sich keine erhebliche Verschlechterung der Belichtung herleiten. 6.5.13. Kultur- und sonstige Sachgüter (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 d BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Basierend auf einer Abfrage der Kölner Denkmalliste sind keine sich auf dem Plangebiet 74/88 befindlichen Denkmäler eingetragen. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante ändert sich dieses Belangen nicht. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Bei Durchführung der Planung sind keine Änderungen der Belange zu erwarten. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Es sind keine Maßnahmen zu ergreifen. Bewertung: Durch die Realisierung der Wohnbebauung lässt sich keine erhebliche Veränderung hinsichtlich Kultur- und sonstiger Sachgüter herleiten. 6.5.14. Vermeidung von Emissionen (insbesondere Licht, Gerüche, Strahlung, Wärme), sachgerechter Umgang mit Abfällen und Abwässern (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 e BauGB) Eine Abstrahlung von erheblichen Wärme- oder Strahlungsemissionen (v. a. Lichtemissionen) bzw. Gerüche wird mit der Umsetzung der Planung nicht einhergehen. Da das Plangebiet über keine weitreichenden Blickbeziehungen in sensible L andschaftsbereiche verfügt, sind Festsetzungen zur Vermeidung von Lichtemissionen ni cht erforderlich. Der sachgerechte Umgang mit entstehenden Abfällen und Abwässern ist durch Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften sichergestellt und es bed arf diesbezüglich keiner gesonderten Regelung im Rahmen der Bauleitplanung. 6.5.15. Nutzung erneuerbarer Energien/ sparsame und effiziente Nutzung von Energie (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 f BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Informationen über die Nutzung erneuerbarer Energie n oder sparsamer und effizienter Nutzung von Energie liegen für den Bestand nicht vor. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Bei Nichtdurchführung der Planung sind keine Änderu ngen der Belange zu erwarten. Neue Gebäude sind entsprechend der aktuellen energetischen Gesetze zu errichten. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Durch die Arrondierung des Wohngebietes Am Bilderst öckchen ist zukünftig mit einem erhöhten Energiebedarf zu rechnen. Gemäß den Vorgaben der Klimaschutzleitlinien der Stadt Köln wurde die Nutzung erneuerbarer Energien in die Planung integriert. Hierzu zählen der Einsatz von Photovoltaikanlagen sowie Wärmepumpen. Hinsichtlich der Nutzungsart steht derzeit noch nicht fest, ob es sich hierbei um Wass er-Wasser-Wärmepumpen oder Luft- 75/88 Wasser-Wärmepumpen handeln wird. Die Gebäude sind als Effizienzhäuser 40 EE geplant. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Um den Klimaschutzkriterien der Klimaschutzleitlini en der Stadt Köln Rechnung zu tragen, sind im Plangebiet für das WA Neu Maßnahmen zur Nut zung erneuerbarer Energien vorgesehen. Geplant ist eine zentrale Energiegewinnung mittels Luftwärmepumpe für alle Gebäude des WA Neu. Für diese Heizzentrale werden zwei Flächen im Plangebiet festgesetzt. Ergänzend sind auf allen neu zu errichtenden Gebäud en des WA Neu Photovoltaikanlagen vorgesehen, die jeweils auf extensiv begrünten Dachflächen installiert werden. In Verbindung mit einer teilweisen Fassadenbegrünung trägt die Da chbegrünung zu einer effizienteren energetischen Versorgung der Wohngebäude bei. Bewertung: Unter Einhaltung der Klimaschutzleitlinien der Stad t Köln, wird dem Umweltbelang „Nutzung erneuerbarer Energien/ sparsame und effiziente Nutzung von Energie“ Rechnung getragen. 6.5.16. Darstellungen von Landschaftsplänen und sonstigen Plänen, insbesondere des Wasser-, Abfall-, Immissionsschutzrechtes (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 g BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Der nördliche Teil des Plangebietes, der sich als ö ffentlich zugängliche Grünfläche darstellt, liegt im räumlichen Geltungsbereich des Landschaftsplanes der Stadt Köln (siehe Blatt 6 des Planes). Für diesen Teil des Plangebiets ist im Landschaftsp lan die Schutzfestsetzung L 10 Landschaftsschutzgebiet (§ 21 LG) festgesetzt. Der Landschaftsplan stellt für Teilflächen des Plan gebietes folgende Entwicklungsziele fest (siehe Kapitel 4.3): • EZ 4 Anreicherung der Landschaft mit natürlichen L andschaftselementen unter Berücksichtigung bauleitplanerischer Vorhaben (nord westlicher Teilbereich der Grünfläche) • EZ 6 Ausstattung der Landschaft für Zwecke des Imm issionsschutzes oder zur Verbesserung des Klimas (gesamter Planbereich) • EZ 8 Zeitlich begrenzte Erhaltung bis zur Realisie rung der Bauleitplanung (Nordöstlicher Teilbereich der Grünfläche) Im Planbereich selbst sind darüber hinaus keine Ent wicklungsmaßnahmen festgesetzt worden. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante bleibt der Änderungsbereich in seiner Nutzung als Grünfläche und Wohnbaufläche erhalten. Die Darstellungen des Lands chaftsplanes werden weiterhin eingehalten. 76/88 Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Gemäß § 20 Landesnaturschutzgesetz NRW treten bei d er Aufstellung, Änderung und Ergänzung eines Bebauungsplanes im Geltungsbereich eines Landschaftsplanes widersprechende Darstellungen und Festsetzungen des Landschaftsplanes mit dem Inkrafttreten des entsprechenden Bebauungsplanes au ßer Kraft, soweit der Träger der Landschaftsplanung im Beteiligungsverfahren des ent sprechenden Bauleitplanänderungsverfahrens nicht widersprochen hat. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Die durch die Umsetzung des Bebauungsplanes entstehenden Eingriffe in den Naturhaushalt werden im Rahmen eines landschaftspflegerischen Fac hbeitrags ermittelt und fachgerecht ausgeglichen. Es sind externe Kompensationsmaßnahme n außerhalb des betroffenen Landschaftsschutzgebietes vorgesehen. Hierzu sollen externe Ausgleichsflächen im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 66389/03; " Rondorf Nord-West" in Köln-Rondorf in Anspruch genommen werden (s. Kapitel 6.5.20). Bewertung: Die Überlagerung eines bestehenden Landschaftsschut zgebietes mit Wohnbauflächen stellt eine Beeinträchtigung dar. Aufgrund der geringen Flächenausdehnung, der Vorbelastung der Fläche und unter Berücksichtigung der im Landschaftsplan festgelegten Entwicklungsziele EZ 4 und EZ 8 wird diese als negativ aber nicht als erhebliche Umweltauswirkung bewertet. Darstellungen anderer Fachplanungen, insbesondere d es Wasser-, Abfall- und Immissionsschutzrechts liegen für das Plangebiet nicht vor. 6.5.17. Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Gebieten, in denen die durch Rechts- verordnung zur Erfüllung von bindenden Beschlüssen der Europäischen Gemeinschaft festgelegten Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 h BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Plangebiet liegt außerhalb entsprechender Gebiete. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante bleibt das Gebiet in seiner der zeitigen Nutzung als Grünfläche und Wohnbaufläche ohne Veränderung der Luftqualität. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Durch die Bebauung ergeben sich im Planfall zusätzliche Beeinträchtigungen der Luftqualität durch siedlungs- und verkehrstypische Emissionen. D er hier behandelte Umweltbelang ist davon nicht betroffen. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: 77/88 Es sind keine gesonderten Maßnahmen erforderlich. Bewertung: Die Belange werden von der Planung nicht betroffen. 6.5.18. Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Belangen des Umweltschutzes nach den Buchstaben a bis d des § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB - Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, biologische Vielfalt, Natura 2000-Gebie te, Mensch, Gesundheit und Bevölkerung, Kultur- und Sachgüter (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 i BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Plangebiet liegt anteilig im Bereich eines Freiraumes, der von der Wohnbevölkerung zur Naherholung genutzt wird und dem Siedlungsdruck unterliegt. Die natürlichen Wirkungsgefüge und Wechselwirkungen der naturraumbezogenen Schutzg üter Boden, Wasser, Klima, Pflanzen und Tiere, biologische Vielfalt einerseits und Mensch, Gesundheit andererseits sind daher in ihrer Ausprägung anthropogen bestimmt bzw. überformt. Die biologische Vielfalt des Gebietes ist nutzungsb edingt stark eingeschränkt, weist aber aufgrund des vorhandenen Gehölzbestandes einen hohen Wert für die heimische Tierwelt auf. Natura 2000-Gebiete sind im Plangebiet nicht vorhanden. Kultur- und Sachgüter sind auf der betroffenen Fläche nicht vorhanden. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante bleiben die durch den Grünzug g eprägten Wechselwirkungen der genannten Faktoren erhalten. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Mit der Umsetzung der Wohnbauflächen werden Flächen versiegelt und Vegetationsbestände entnommen, dies verhindert eine ungestörte Wechselw irkung zwischen Pflanze-Tier und Pflanze-Boden, Boden-Wasser, Klima-Boden-Wasser. In der Planvariante werden die bei Umsetzung des Be bauungsplanverfahrens baulich beanspruchten und vollständig versiegelten Flächen hinsichtlich des Boden- und Wasserhaushaltes sowie der Vegetationseignung volls tändig entwertet. Sie verlieren damit auch weitgehend ihre Funktion als Lebensraum für Tiere. Im Bereich der gärtnerisch genutzten Teilflächen der Wohngrundstücke verbleibt ein stark durch menschliche Nutzung geprägtes Wirkungsgefüge. Kultur- und Sachgüter sind von der Umsetzung der Planung nicht betroffen. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Die für die einzelnen Schutzgüter zu benennenden Ma ßnahmen dienen insgesamt auch der Sicherung der Funktionsfähigkeit des Wirkungsgefüge s und der Wechselwirkungen. Insbesondere die aufgeführten Maßnahmen zur Grünges taltung, zur Begrünung von Freiflächen und zur Regenwasserbewirtschaftung mit ortsnaher Versickerung und Regenwassernutzung durch Zisternen sowie die extern en Ausgleichsmaßnahmen sind förderlich. Aspekte der Wohnqualität und Naherholun g werden in der begleitenden Grünordnungsplanung berücksichtigt. Bewertung: 78/88 Durch die Umsetzung des Bebauungsplanes ergeben sich auch im Plangebiet Veränderungen der Wechselwirkungen zwischen den genannten Faktore n, die sich teilweise negativ auswirken. Durch die Umsetzung von Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen verbleiben keine nachhaltigen Beeinträchtigungen der Wechselwi rkungen, die mit erheblich negativen Auswirkungen auf den Naturhaushalt verbunden sind. 6.5.19. Anfälligkeit für die Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastrophen auf die Belange des Umweltschutzes nach den Buchstaben a bis d und i des § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB - Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasse r, Luft, Klima, Landschaft, biologische Vielfalt, Natura 2000-Gebiete, Mensch, Gesundheit und Bevölkerung, Kultur- und Sachgüter, Wechselwirkungen (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 j BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Stadtgebiet Köln liegt in der Erdbebenzone 1 ge mäß DIN EN 1998-1/NA (2011). Dort werden vier Zonen - 0 bis 4 - zur Erdbebengefährdung ausgewiesen. Demnach können in Köln leichte Erdbeben auftreten mit der Folge von leichten Beschädigungen an Gebäuden. Sonstige schwere Unfälle oder (Natur-)Katastrophen sind für das Plangebiet als sehr unwahrscheinlich anzunehmen. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Die Neubebauung im Plangebiet erfolgt unter Berücks ichtigung der Hinweise der DIN EN 1998-1/NA (2011). Der Anteil der sensiblen Wohnnutz ung im Plangebiet wird erhöht. Die Anforderungen an die Rettungswege und die Zugänglichkeit der Gebäude für Rettungskräfte werden berücksichtigt. Insofern wird die geringe An fälligkeit des Plangebietes für schwere Unfälle oder Katastrophen nicht erhöht. Dies gilt auch für die Umweltbelange Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, bio logische Vielfalt, Natura 2000-Gebiete, Kultur- und Sachgüter sowie Wechselwirkungen. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umwelt- auswirkungen: Solche Maßnahmen sind nicht erforderlich. Bewertung: Mit Ausnahme leichter Erdbeben sind sonstige schwer e Unfälle oder Katastrophen für das Plangebiet als sehr unwahrscheinlich anzunehmen. Nach Umsetzung der Planung erhöht sich die geringe Anfälligkeit des Plangebietes für schwere Unfälle oder Katastrophen nicht. 6.5.20. Eingriffsregelung (§ 1a Abs. 3 BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Für die ausgleichspflichtige Eingriffsfläche wird d ie baurechtliche Zulässigkeit als Bestandswert angesetzt, auch wenn der Bestand in der Realität vom baurechtlichen Bestand abweicht. Eingriffe in Natur und Landschaft mit gle ichem oder höherem Planungsbiotopwert als der Biotopwert des baurechtlichen Bestandes lös en nach § 1a Abs. 3 BauGB keine Ausgleichspflicht aus. Etwa die Hälfte des derzeitigen Bestandes setzt sic h aus bestehender Wohnbebauung 79/88 zusammen, die dem Innenbereich nach §§ 30 und 34 Ba uGB zuzuordnen ist, während die ergänzende Wohnbebauung eine nach § 35 BauGB zu beurteilende Fläche überlagert, die im FNP als Grünfläche dargestellt ist. Nach Aussage de s Bauaufsichtsamtes der Stadt Köln ist diese Teilfläche eindeutig dem Außenbereich nach § 35 BauGB zuzuordnen. Somit ist die gesetzliche Eingriffsregelung auf die derzeitige Nu tzung als Grünfläche anzuwenden. Der ausgleichspflichtige Eingriffsbereich ist der Darst ellung im VBP zu entnehmen. Der Bestandswert im ausgleichpflichtigen Eingriffsbereich beträgt 64.172 Punkte. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Für den bereits festgestellten Bestandswert von ins gesamt 64.172 BWP der ausgleichpflichtigen Eingriffsfläche besteht eine Ausgleichspflicht von insgesamt 35.056 BWP. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umwelt- auswirkungen: Um den Biotopwertverlust möglichst gering zu halten, werden Maßnahmen wie landschaftliche Einbindung des Gebiets und innere sowie randliche D urchgrünung mit geeigneten Vegetationsstrukturen sowie eine Minderung von Flächenversiegelung angesetzt (siehe auch Grünmaßnahmen unter 6.5.2). Bewertung: Gemäß Tabelle 3 beträgt der Eingriffswert im derzei tigen Planzustand 35.056 negative Biotopwertpunkte. Das Vorhaben führt somit zu einer Verschlechterung des Biotopwertes im Plangebiet. Die zur Kompensation dieses Wertes erforderlichen Ausgleichsflächen bzw. Biotopwertpunkte könnten können durch Umsetzung von externen Ausglei chsmaßnahmen im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nummer 66389/03 „Rondorf-Nord-W est“ in Köln-Rondorf abgelöst werden. Die externen Ausgleichsmaßnahmen erfolgen a uf einer Teilfläche der Gemarkung Rondorf-Land, der Flur 7, des Flurstücks 308. Zur K ompensation der benötigten BWP würde eine Flächengröße von etwa 3.187 m² der Gesamtmaßna hme in Anspruch genommen werden. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die exter nen Kompensationsmaßnahmen keinen räumlichen Bezug aufweisen und somit keine lokale Kompensationswirkung entfalten. Tabelle 3: Bilanz zur Eingriffsregelung – Eingriffswert Fläche (m²) Gesamtwert (P) Bestandswert gesamter Planbereich 9.441 76.519 Planwert gesamter Planbereich 9.441 36.142 A Bestandwert ausgleichspflichtiger Eingriffsbereich 5.368 64.172 B Planwert ausgleichspflichtiger Eingriffsbereich 5.368 21.565 Eingriffswert (A-B): 42.607 Davon ausgleichspflichtig gem. LFB/GOP 42.607 80/88 Tabelle 4: Bilanz zur Eingriffsregelung – Ausgleichswert Gesamtwert (P) C Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen außerhalb des ausgleichspflichtigen Eingriffsbereiches innerhalb des Plangebiets - - D Ausgleichsmaßnahmen außerhalb des Plangebiets in Köln-Rondorf Umwandlung von landwirtschaftlich genutzten Flächen in Glatthaferwiesen auf 3.187 m² 35.056 Ausgleichswert (C-D): 35.056 Bilanz zur Eingriffsregelung – Bilanzierung Bilanz (Eingriffswert- Ausgleichswert) = 0 BWP 100 % *Bilanz = 0 Es wird ein vollständiger Ausgleich erz ielt (100%). 6.5.21. Kumulierung mit den Auswirkungen von Vorhaben benachbarter Plangebiete (Anlage 1 zum BauGB, 2. b) ff) Kumulierende Auswirkungen ergeben sich aus der Durc hführung und dem Betrieb eines Vorhabens in Verbindung mit den Auswirkungen benach barter Vorhaben. Denn die Umweltauswirkungen benachbarter Vorhaben können daz u führen, dass die Erheblichkeitsschwelle überschritten wird, auch wen n die einzelnen Vorhaben für sich betrachtet keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen haben. Derzeit sind keine weiteren Bauleitplanverfahren au f den unmittelbar angrenzenden Flächen bekannt. Kumulierungen mit der baulichen Nutzung der bereits dargestellten Wohnbaufläche sind daher nicht zu erwarten. 6.5.22. eingesetzte Stoffe und Techniken (Anlage 1 zum BauGB, 2. b) hh) Bei der Umsetzung der Planung sind weder durch den Bau noch durch den Betrieb des Vorhabens erhebliche Auswirkungen durch die eingese tzten Techniken und Stoffe zu erwarten. Die Auswirkungen durch den Baustellenbetr ieb können bei Gewährleistung einer optimalen Entsorgung der Bau- und Betriebsstoffe, e ines sachgerechten Umgangs mit Ölen und Kraftstoffen, einer regelmäßigen Wartung der Ba ufahrzeuge sowie einer ordnungsgemäßen Lagerung wassergefährdender Stoffe als unerheblich eingestuft werden. Auch durch den Betrieb der durch den Bebauungsplan ermöglichten Vorhaben sind bei sachgerechtem Umgang mit umweltgefährdenden Stoffen keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten. 6.5.23. In Betracht kommende anderweitige Planungsmöglichkeiten (Alternativen) und die Angabe für die wesentlichen Gründe für die getroffene Wahl (Anlage 1 zum BauGB, 2. d) 81/88 Alternative Planungsmöglichkeiten, die die eingangs genannten Planungsziele einer Siedlungserweiterung ermöglichen, bestehen nicht. D as Plangebiet schließt unmittelbar nördlich und westlich an bereits im bestehenden Flä chennutzungsplan als Wohnbauflächen dargestellte Flächen an. Mit der Inanspruchnahme di eser Fläche kann dem Bedarf an zusätzlichen Wohnbauflächen entsprochen werden. Dab ei wird die Grenze des Landschaftsschutzgebietes an den neuen Verlauf der Wohnbaufläche angepasst. C Zusätzliche Angaben 6.6. Technische Verfahren bei der Umweltprüfung bez iehungsweise Hinweise auf Schwierigkeiten bei der Zusammenstellung der Angaben Konkrete Schwierigkeiten bei der Ermittlung und Zus ammenstellung der Daten sind nicht aufgetreten. Allerdings beruhen verschiedene Angabe n auf allgemeinen Annahmen oder großräumigen Daten (z. B. Klimadaten) mit entsprechenden kleinräumigen Unschärfen. Für die Ermittlung und Bewertung der erheblichen Um weltauswirkungen der Planung in der vorliegenden Form stellen die zusammengestellten Da ten jedoch eine ausreichende Grundlage dar. 6.7. Geplante Maßnahmen zur Überwachung der erhebli chen Auswirkungen (Monitoring) Die Prognosen im Rahmen der Umweltprüfung zu den Au swirkungen der geplanten Bebauungsplan-Aufstellung sind ausreichend belastba r, sodass keine Maßnahmen zur Überwachung erheblicher Auswirkungen erforderlich sind. 6.8. Zusammenfassung Der Bebauungsplan sieht in der Flur 6 der Gemarkung Longerich die planungsrechtliche Sicherung von allgemeinen Wohngebieten sowie einer öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung Spielplatz vor, in deren Rahmen die Umwandlung einer 0,5 ha großen öffentlich zugänglichen Grünfläche in eine entsprec hende Wohnbaufläche erfolgt. Die geplante Bebauung ist als "Hinterlandbebauung" zur bestehenden Wohnbebauung vorgesehen. Die Umweltauswirkungen der Umsetzung der Planung au f die Schutzgüter Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima und das Wirkungs gefüge zwischen ihnen sowie die Landschaft und die biologische Vielfalt, die Erhaltungsziele und den Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete, die umweltbezogenen Auswirkungen auf den Menschen und seine Gesundheit sowie die Bevölkerung insgesamt, die umweltbezogene n Auswirkungen auf Kultur- und sonstige Sachgüter, die Vermeidung von Emissionen s owie der sachgerechte Umgang mit Abfällen und Abwässern, die Nutzung erneuerbarer En ergien sowie die sparsame Nutzung von Energie, Die Darstellungen der Landschaftspläne sowie anderer Pläne, insbesondere des Wasser-, Abfall- und Immissionsschutzrechts, die Er haltung der bestmöglichen Luftqualität, die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Belangen des Umweltschutzes, die Anfälligkeit gegenüber schweren Unfällen oder Katastrophen, die Kumulierung mit Auswirkungen von Vorhaben benachbarter Plangebiete, die Auswirkungen auf das Klima und die Anfälligkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels wurden beschr ieben und hinsichtlich ihrer Betroffenheit bewertet. Hierzu wurden entsprechende Bestandsaufnahmen und Recherchen durchgeführt. 82/88 Nullvariante: Bei Nichtdurchführung der Planung würden voraussich tlich die vorhandenen Nutzungen als Grünfläche und Wohnbaufläche in ihren Nutzungen erhalten bleiben. Tiere : Im Sommer 2023 wurde im Plangebiet des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes und in der näheren Umgebung der Bestand der vorkommenden Avi- und Fledermausfauna erfasst. Im Rahmen der Untersuchung konnten keine in NRW planungsrelevanten Arten mit Brutrevier festgestellt werden. Im Rahmen der Untersuchung wurden keine Fledermausa ktivitäten festgestellt. Mögliche Baumhöhlen, die als Quartier dienen könnten, wurden im Rahmen der Kartierungen innerhalb des Plangebiets nicht vorgefunden. Im Bereich der geplanten Grünflächen ist eine Besie dlung durch Vogelarten der Siedlungen und Halboffenlandschaften sowie eine Nutzung der Gehölzstrukturen als Nahrungshabitat und Leitstruktur für heimische Fledermausarten zu erwarten. Das Vorkommen der Haselmaus konnte durch die Ausbri ngung und Kontrolle von 10 künstlichen Niströhren nicht bestätigt werden. Pauschal geschützte Flächen nach § 30 BNatSchG oder § 62 LG NRW sind nicht vorhanden. Gemäß der Artenschutzprüfung Stufe II ist das Eintr eten vorhabenbedingter Verbotstatbestände gemäß § 44 Abs. 1 Nr. 1-3 i.V.m. Abs. 5 BNatSchG für die im Wirkraum relevanten besonders geschützten Arten bei Umsetzun g des Bebauungsplanes durch nachfolgende Bauvorhaben ausgeschlossen werden, sof ern entsprechende Vermeidungsmaßnahmen umgesetzt werden. Pflanzen : Die geplante Wohnbaufläche überdeckt nahezu flächen deckend einen derzeit dichten Gehölzbestand. Insgesamt kommt der bestehenden Grün fläche aufgrund seiner Biotopstruktur und unter Berücksichtigung der Vorbe lastungen im Naturraum eine aktuelle Bedeutung für den regionalen Arten- und Biotopschutz zu. Fläche : Durch die Planvariante werden größere Teilflächen d es Gebietes als Lebensraum für Tiere und Pflanzen beseitigt bzw. in Form von Überbauung und Versiegelung stark beeinträchtigt. Boden : Die natürlichen Bodenverhältnisse im Änderungsberei ch sind durch die Vornutzung als Kiesgrube bereits anthropogen vollständig überformt und nachhaltig gestört. Wasser : Oberflächenwasser : Im Plangebiet sind keine natürlichen Oberflächengewässer vorhanden. In der Planvariante kommt es durch die Wohnbebauung zu einer großflächigen Versiegelung und damit zu erheblichen Eingriffen in den Wasserha ushalt (Verhinderung der Versickerung, erhöhter und beschleunigter Oberflächenwasserabflus s). Aufgrund des vorhandenen 83/88 Deponiekörpers ist die Versickerung von Oberflächen wasser nicht zulässig und muss stattdessen über das Mischwasserkanalsystem abgeleitet werden. Im Bebauungsplanverfahren werden geeignete Minderungsmaßnahmen (Maß der Bebauung, Dachbegrünung, Grünflächenanteil) festgesetzt. Im E xtremfall kann das Oberflächenwasser in die nördlich angrenzende Grünfläche abfließen. Grundwasser : Das Plangebiet liegt im hydrogeologischen Teilraum „Terrassenebenen von Rhein und Maas“. Grundwasserführende Schichten wurden im Plangebiet nicht festgestellt. Der Grundwasserkörper „Terrassen des Rheins“ wird h insichtlich des mengenmäßigen Zustands als schlecht und hinsichtlich des chemischen Zustands als unbefriedigend bewertet. Es handelt sich um einen Porengrundwasserleiter in tertiären und quartären Sedimenten. Die Durchlässigkeit ist hoch. Daraus resultiert eine ho he Empfindlichkeit des Grundwassers gegenüber Schadstoffeinträgen. Es bestehen jedoch k eine Bedenken hinsichtlich der menschlichen Gesundheit. Das Planareal liegt außerhalb von ausgewiesenen Wasserschutzgebieten. In der Planvariante kommt es auf Teilflächen des Ge bietes zu erheblichen Eingriffen in den Wasserhaushalt durch Versiegelung (teilflächige Verhinderung der Versickerung, erhöhter und beschleunigter Oberflächenwasserabfluss, lokal Verringerung der Grundwasserneubildung). Im Bebauungsplanverfahren werden geeignete Minderun gsmaßnahmen (Maß der baulichen Nutzung, Dachbegrünung) festgesetzt. Klima und Luft : Insgesamt handelt es sich bei dem Plangebiet um eine klimaaktive Grünfläche, die zusammen mit den umliegenden Freiflächen eine hohe Bedeutung für die klimatische und lufthygienische Situation in Köln-Bilderstöckchen hat. Im Planfall gehen die derzeit unbebauten Flächen fü r die Kalt- und Frischluftproduktion verloren. Darüber hinaus belasten siedlungsbedingte Emissionen (Hausbrand und Kfz- Abgase) die Frischluft. Die im B-Planverfahren vorgesehene Durchgrünung der Wohnsiedlung mindert die Auswirkungen auf die stadtklimatischen Verhältnisse. Die stadtklimatische Funktion der verbleibenden Grünflächen sowie die lufthygienische Situation werden durch die Planung nicht erheblich beeinträchtigt. Wirkungsgefüge zwischen Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, L uft, Klima : Das Plangebiet unterliegt einer extensiven anthropo genen Nutzung. Die natürlichen Wirkungsgefüge und Wechselwirkungen der naturraumbe zogenen Schutzgüter Boden, Wasser, Klima, Pflanzen und Tiere sind daher in ihrer Wirkung überformt. Die im Bebauungsplanverfahren für die einzelnen Schutzgüter zu erarbeitenden Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen dienen auch in der Planvari ante insgesamt der Sicherung der Funktionsfähigkeit des Wirkungsgefüges und der Wech selwirkungen. Es verbleiben keine nachhaltigen Beeinträchtigungen, die die Funktionsf ähigkeit des Naturhaushaltes im Plangebiet gefährden. Landschaft : Der nördliche Teil des Planareals ist eine als Grün fläche genutzte Fläche, bestehend aus 84/88 Scherrasen und Gehölzflächen im Anschluss an Wohngebiete. Im Westen und Norden schließen sich weitere Grünflä chen an, im Osten und Süden die bestehenden Wohngebiete. Die Darstellung und Ausweisung einer Wohnbaufläche stellt eine Hinterlandbebauung des bestehenden Siedlungsrandes dar. Die gehölzreichen Vegetationsflächen werden durch Gebäude und deren Zufahrten überprägt. Durch minder nde Maßnahmen der inneren Durch- und Randeingrünung wird eine naturnahe Einbindung in die Landschaft erreicht. Durch Festsetzungen und Regelungen zur Gestaltung d er Nebenanlagen wird eine ortsbildverträgliche Gestaltung des Wohngebietes gewährleistet. Biologische Vielfalt : Durch die Umsetzung der Wohnbebauung gehen Gehölzst rukturen mit Bedeutung für die lokale Artenausstattung verloren. Der Wegfall diese r Flächen wird im Rahmen der Eingriffs- Ausgleichsbilanzierung durch externe Maßnahmen kompensiert. Erhaltungsziele und Schutzzweck der Natura 2000-Geb iete (Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung/europäische Vogelschutzgebiete): Der Umweltbelang ist nicht betroffen. Mensch, Gesundheit, Bevölkerung Lärm : Aufgrund der bereits bestehenden angrenzenden Wohnbebauung entlang der östlichen sowie südlichen Plangebietsgrenze ist nur mit einer gerin gen Zunahme der Lärmbelastung im Änderungsbereich zu rechnen. Die Auswirkungen des Bebauungsplans sind daher als gering einzustufen. Altlasten : Für das Bauvorhaben ist ein entsprechendes Gassicherungskonzept der Gebäude sowie ein Konzept für den Bodenaustausch im Bereich der verbl eibenden Freiflächen zu erstellen. Der Umweltbelang ist weiterhin nicht maßgebend betroffen. Erschütterungen : Der Umweltbelang ist nicht betroffen. sonstige Gesundheitsbelange / Risiken : Der Umweltbelang ist nicht betroffen. Besonnung/Belichtung : Durch die Realisierung einer Wohnbebauung lässt sich keine erhebliche Verschlechterung der Belichtung herleiten. Kultur- und sonstige Sachgüter : Der Umweltbelang ist nicht betroffen. 85/88 Vermeidung von Emissionen (insbesondere Licht, Gerüche, Strahlung, Wärme), sachgerechter Umgang mit Abfällen und Abwässern : Die Umsetzung des Vorhabens ist nicht mit Emissione n verbunden, die einer besonderen Berücksichtigung im Rahmen der Bauleitplanung bedürfen. Nutzung erneuerbarer Energien / sparsame und effiziente Nutzung von Energie : Die geplanten Gebäude werden mit Photovoltaik-Anlag en sowie Fassaden- und Dachbegrünung ausgestattet. Darstellungen von Landschaftsplänen und sonstigen P länen, insbesondere des Wasser-, Abfall-, Immissionsschutzrechtes : Der nördliche Teil des Plangebietes, der sich als ö ffentlich zugängliche Grünfläche darstellt, liegt im räumlichen Geltungsbereich des Landschafts planes der Stadt Köln, der hier die Schutzfestsetzung L 10 Landschaftsschutzgebiet (§ 21 LG) trifft. Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Gebieten, in denen die durch Rechtsverordnung zur Erfüllung von bindenden Beschlüssen der Europäischen Gemeinschaft festgelegten Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden. Nach dem aktuellen Luftreinhalteplan Köln 2019 lieg t das Änderungsgebiet innerhalb der Grenzen der Umweltzone. Wechselwirkungen : Die Planung wirkt sich besonders im Teil der Bestan dsgrünfläche deutlich auf die Wechselwirkung zwischen den Schutzbelangen aus. Anfälligkeit für die Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastrophen : Der Umweltbelang ist nicht betroffen. Eingriffsregelung : Die Beschreibung und Begründung des Eingriffs in Na tur und Landschaft, die Ableitung des daraus resultierenden Handlungsbedarfs und die Entw icklung konkreter Planungsinhalte in Form von Maßnahmen, Festsetzungen oder Regelungen i n einem städtebaulichen Vertrag etc. erfolgt im Rahmen eines Landschaftspflegerisch en Fachbeitrags auf der Ebene des Bebauungsplans. Die entstehenden Eingriffe werden durch Vermeidungs -, Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen im Plangebiet sowie auf externen Flächen kompensiert. Es verbleiben keine erheblichen und nachhaltigen Beeinträchtigung en. Der Eingriff wird vollständig kompensiert. Die externen Ausgleichsmaßnahmen stehe n jedoch in keinem räumlich funktionalen Zusammenhang mit dem Projektgebiet. Kumulierung mit den Auswirkungen von Vorhaben benac hbarter Plangebiete, eingesetzte Stoffe und Techniken, Alternativen, Monitoring (falls erforderlich): Es sind keine Kumulierungen zu erwarten. 86/88 6.9. Referenzliste der Quellen Im Rahmen des Planverfahrens wurden folgende Gutachten erstellt: - ADU cologne, Institut für Immissionsschutz GmbH ( 31.05.2024) – Schalltechnische Untersuchung - ADU cologne, Institut für Immissionsschutz GmbH ( 22.03.2024) – Schalltechnische Untersuchung zum Nachbarschaftslärm - ADU cologne, Institut für Immissionsschutz GmbH ( 08.03.2024) – Schalltechnische Untersuchung zum Lärmschutz an der geplanten öffentlichen Spielplatzfläche - BERNARD Gruppe zT GmbH (21.10.2024) – Verkehrsunt ersuchung und Mobilitätskonzept - Helmert & Bongartz GmbH, Gesellschaft für Ingenie urplanung, Tiefbau und Umwelt (30.04.2024) – Überflutungsprüfung - iMA cologne GmbH (21.02.2024) – Luftschadstoffpro gnose - Ingenieurteam Dr. Hemling & Gräfe GmbH (07.05.202 4) – Nutzungsbezogene Gefährdungsabschätzung - Kölner Büro für Faunistik (03.11.2023/Juni 2024) – Artenschutzprüfung (ASP), Stufe II - studio grüngrau, Landschaftsarchitektur GmbH (21. 10.2024) – Grünordnungsplan (GOP) Weitere Quellen: • Bezirksregierung Köln: Wasserschutzgebiete in Köln , eigene kartographische Darstellung, Köln, o. J.; • Geologischer Dienst NW: Bodenkarte 1:50.000, Krefe ld, o. J.; • Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW: Auszug aus der Planungshinweiskarte „Zukünftige Wärmebelastung“ au s: Klimawandelgerechte Metropole Köln, Abschlussbericht, LANUV Fachbericht Nr. 50, Recklinghausen, 2013; • LANUV NRW: Kartografische Abbildung von Betriebsbe reichen und Anlagen nach Störfall-Verordnung (KABAS); • Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, elwas web: Grundwasserdaten, Düsseldorf, abgerufen am 22.04.2024; • Stadt Köln: Altlastenkataster, Köln, 2023; • Stadt Köln: Karte Hochwasser Risikogebiet und gese tzliches Überschwemmungsgebiet des Rheines Herausgeber: Land esamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen; • Stadt Köln: Landschaftsplan, Stand: 27.07.2018; • Stadt Köln: Überflutungshöhen bei verschiedenen St arkregenereignissen, aus StEB AÖR, Köln, abgerufen am 08.11.2023; • Dlubal Software (2024): Erdbebenzonen - https://www.dlubal.com/de/lastzonen/erdbeben-en-1998-1-din-en-1998- 1.html?srsltid=AfmBOooxnYGhnsTSnZWaBNir8pdz9STQ5rxHT8X2KLZZ0Sx3dY1F OwxE#center=50.80142645563874,7.979901437796162&zoom=9&marker=52.5219 18,13.413215 [zuletzt zugegriffen am 21.10.2024]; • Bezirksregierung Köln (2021): Luftreinhalteplan - https://www.bezreg- koeln.nrw.de/verfahren/luftreinhalteplaene [zuletzt zugegriffen am 21.10.2024]; • Geologischer Dienst NW: Bodenkarte 1 : 50.000, Aus zug, Krefeld, o. J.; 87/88 • Klimaatlas NRW (2024): abgerufen von https://www.k limaatlas.nrw.de/klima-nrw- karte?&itnrw_address=am%20bilderst%C3%B6ckchen [zuletzt zugegriffen am 21.10.2024]; • Stadt Köln (2023): Suche im Flächennutzungsplan. V erfügbar unter https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/planen-bauen/suche-im- flaechennutzungsplan [zuletzt zugegriffen am 21.10.2024]; • Stadt Köln (2024): Landschaftsplan. Verfügbar unte r: https://www.stadt- koeln.de/artikel/05242/index.html [zuletzt zugegriffen am 21.10.2024];STEB „Leitfaden für eine wassersensible Stadt- und Freiraumplanung in Köln“; 2003; 3. Auflage, abrufbar unter steb.koeln.de; • STEB „Leitfadens „Wassersensibel planen und bauen in Köln“, ohne Jahr, 2. Auflage; abrufbar unter steb.koeln.de. 7. Planverwirklichung 7.1. Überplanungen/ Bestandsschutz Die Überplanung der vorhandenen Bausubstanz im Plangebiet geschieht im Interesse und auf Veranlassung der Vorhabenträgerin. Belange des Bestandsschutzes für vorhandene bauliche Anlagen und Nutzungen sind für die Planung gegeben. Die im Bestand befindliche oberirdische Stellplatzanlage für PKW wird durch di e Unterbringung der dort weggefallenen Stellplätze in der neuen Tiefgarage ersetzt. 7.2. Umlegung, Baulast, Grunddienstbarkeiten Bodenordnende Maßnahmen nach § 45 ff BauGB sind nicht erforderlich, da die erforderlichen Grundstücke im Eigentum der Vorhabenträgerin, über Erbbaurechtsverträge in der Ver- fügungsgewalt der Vorhabenträgerin bzw. im Eigentum der Stadt Köln stehen. Die Geh- und Fahrrechte im Baugebiet ist der Stadt Köln durch die Vorhabenträgerin durch dingliche Sicherung (Grunddienstbarkeit) einzuräumen. 7.3. Durchführungsvertrag Die Vorhabenträgerin verpflichtet sich in einem Durchführungsvertrag gemäß § 12 BauGB zur Umsetzung des Vorhabens, wie es im Vorhaben- und Erschließungsplan definiert ist. 7.4. Kosten für die Stadt Köln, Kostenübernahme dur ch die Vorhabenträgerin Die Vorhabenträgerin übernimmt alle Kosten, die die Aufstellung des Bebauungsplanes be- treffen. Kosten für den städtischen Haushalt entstehen insoweit nicht. 8. Städtebauliche Kenndaten Plangebietsgröße 9.442 m² davon Grundstücksfläche der Neubauten 6.123 m² davon nicht überbaubare Grundstücksfläche Bestand 2.754 m² 88/88 davon öffentliche Grünfläche mit der Zweckbest. Spielplatz 565 m² Geschossfläche gem. § 20 BauNVO gesamt ca. 9.800 m² Anzahl der Wohneinheiten ca. 100 WE Baumpflanzungen im Plangebiet 20 Bäume Der Bebauungsplan-Entwurf 64492/01 wird gemäß § 3 A bsatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) mit dieser Begründung öffentlich ausgelegt. Köln, den Beigeordneter
  • Anlage 6- Externe Ausgleichsflächen_AMB

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    N0 10050 200 300 Meter Gemarkung: Rondorf-Land Flur: 007 Flurstück: 308 Fläche: 3.187 m² Entwicklung von Wiesen und Gehölzgruppen: Auf mindestens 93% der Fläche ist eine Glatthaferwiese (LW41111 / EA1) zu entwickeln. Mindestens 6% der Fläche sind mit einheimischen und standortgerechten Bäumen (GH51 / BB1) zu bepflanzen. Mindestens 1% der Fläche ist mit fünf mittel- bis großkronigen Bäumen (GH741 / BF31) als Baumgruppen zu bepflanzen. Lage der externen Ausgleichsfläche zum Bebauungsplan 64492/01 Am Bilderstöckchen in Köln - Bilderstöckchen (Anlage 6)
  • Anlage 4 Textliche Festsetzungen

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    A N L A G E 4 1/10 Textliche Festsetzungen zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 64492/01 Arbeitstitel: Am Bilderstöckchen in Köln-Bilderstöckchen I. Textliche Festsetzungen 1. Art der baulichen Nutzung a) Gemäß § 4 BauNVO wird ein allgemeines Wohngebiet (WA) festgesetzt. b) Gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 1 BauNVO sind alle im allge meinen Wohngebiet (WA) ausnahmsweise zulässigen Nutzungen nach § 4 Abs. 3 BauNVO nicht Bestandteil des Bebauungsplanes. c) Gemäß § 12 Abs. 3a in Verbindung mit § 9 Abs. 2 BauGB wird festgesetzt, dass im Allgemeinen Wohngebiet (WA) im Rahmen der festgesetzten Nutzungen nur solche Vorhaben zulässig sind, zu deren Durchführung sich die Vorhabenträgerin im Durchführungsvertrag verpflichtet. 2. Maß der baulichen Nutzung a) Gemäß § 16 Abs. 2 Nr. 4 BauNVO werden für die Be bauung im allgemeinen Wohngebiet (WA) Gebäudehöhen zwingend festgesetzt. b) Gemäß § 18 Abs. 2 BauNVO können geringfügige Abw eichungen von der zwigenden Gebäudehöhe zugelassen werden. Als geringfügige Abweichung gelten 10 cm pro Vollgeschoss. c) Gemäß § 16 Abs. 6 BauNVO können die festgesetzte n Gebäudehöhen durch untergeordnete Bauteile oder bauliche Anlagen - z.B. Antennen, Aufzugsüberfahrten, Kamine, Lüftungseinrichtungen, Oberlichter - auf den baulich zugeordneten Dachflächen überschritten werden. Das höchstzulässige Maß der Überschreitungen beträgt 2,00 m in der Höhe. Anlagen zur Nutzung solarer Strahlungsenergie dürfen die festgesetzte Gebäudehöhe um max. 1,50 m überschreiten. Der Flächenanteil der Überschreitungen je Dachfläche darf insgesamt 30% nicht übersteigen. Die Dachaufbauten müssen mindestens um das Maß ihrer Höhe von der Gebäudeaußenkante des jeweiligen zugeordneten Geschosses zurücktreten. d) Gemäß § 23 Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit § 1 6 Absatz 5 BauNVO gelten die festgesetzten Baugrenzen nur für die oberirdischen Teile baulicher Anlagen. 2.1 Grundflächenzahl, zulässige Grundfläche Gemäß § 19 Abs. 4 Satz 3 BauNVO kann im allgemeinen Wohngebiet (WA) die zulässige Grundfläche durch die Grundflächen von Garagen und Stellplätzen mit ihren Zufahrten, Nebenanlagen im Sinne des § 14 BauNVO sowie baulichen Anlagen unterhalb der Geländeoberfläche, durch die das Baugrundstück lediglich unterbaut wird, bis zu einer GRZ von 0,7 überschritten werden. 2.2. Grundflächenzahl und Geschossflächenzahl 2/10 Gemäß § 16 Abs. 5 BauNVO ist für die Berechnung der Grundflächenzahl sowie der Geschossflächenzahl ausschließlich die Grundstücksfläche des Bauvorhabens nordöstlich der Grenze zwischen verschiedenen Maßen der baulichen Nutzung anzusetzen. Die übrige Grundstücksfläche gilt als nicht überbaubare Grundstücksfläche im Bestand. 3. Überbaubare Grundstücksflächen Gemäß § 23 Abs. 3 Satz 3 in Verbindung mit Abs. 2 Satz 3 BauNVO werden für die überbaubaren Grundstücksflächen folgende Ausnahmen festgesetzt: a) Die Baugrenzen der Wohngebäude im allgemeinen Wo hngebiet (WA) dürfen im Erdgeschoss durch Vordächer und Vorbauten bis max. 2,0 m überschritten werden. b) Die Baugrenzen der Wohngebäude im allgemeinen Wo hngebiet (WA) dürfen im Erdgeschoss durch Terrassen bis maximal 4,00 m überschritten werden. Dabei darf in der Summe 40 % der Fassadenlänge der jeweiligen Gebäudeseite nicht überschritten werden. c) Die Baugrenzen der Wohngebäude im allgemeinen Wo hngebiet (WA) dürfen oberhalb des Erdgeschosses durch Balkone bis max. 2,0 m überschritten werden. Dabei darf in den vierten und fünften Obergeschossen in der Summe ein Drittel der Fassadenlänge der jeweiligen Gebäudeseite je Geschoss nicht überschritten werden. Zudem darf in den ersten, zweiten und dritten Obergeschossen in der Summe 40 % der Fassadenlänge der jeweiligen Gebäudeseite je Geschoss nicht überschritten werden. 4. Nebenanlagen und Stellplätze mit ihren Einfahrte n a) Gemäß § 12 Abs. 6 BauNVO sind Stellplätzenur in den nach § 9 Abs. 1 Nr. 4 BauGB dafür festgesetzten Flächen zulässig. Die in der Planzeichnung festgesetzten Standorte können um bis zu 5 m verschoben werden. b) Gemäß § 14 Abs. 1 Satz 3 BauNVO sind Nebenanlage n nur auf den hierfür festgesetzten Flächen zulässig. c) Gemäß § 14 Abs. 1 Satz 3 BauNVO sind Einrichtung en im Sinne des § 14 Abs. 2 BauNVO nur auf den hierfür festgesetzten und mit EV gekennzeichneten Flächen zulässig. d) Gemäß § 14 Abs. 1 Satz 3 BauNVO sind Fahrradabst ellanlagen auf den nicht überbaubaren Grundstücksflächen der allgemeinen Wohngebiete (WA) zulässig. 5. Flächen, auf denen ganz oder teilweise nur Wohng ebäude, die mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung gefördert werden könnten, errichtet werden dürfen. Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 7 ist mindestens 30% der gesamten Geschossflächen (§ 20 Abs. 3 Satz 1 BauNVO) in den Wohngebäuden des als allgemeines Wohngebiet (WA) festgesetzten Gebiets als Wohnnutzung zu errichten, die mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung gefördert werden könnte. 6. Führung von oberirdischen oder unterirdischen Ve rsorgungsanlagen und - 3/10 leitungen Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 13 BauGB sind Telekommunikations- sowie sonstige Versorgungsleitungen unterirdisch zu führen. 7. Mit Geh-, Fahr- und Leitungsrechten zu belastend en Flächen Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 21 BauGB werden innerhalb des Allgemeinen Wohngebietes (WA) die folgenden Geh- und Fahrrechte festgesetzt: a) Die mit Geh- und Fahrrecht 1 (GF 1) bezeichnete Fläche ist mit einem Geh- und Fahrrecht zugunsten der Allgemeinheit gemäß Planeintrag zu belasten. b) Die mit Geh- und Fahrrecht 2 (GF 2) bezeichnete Fläche ist mit einem Geh- und Radfahrrecht zugunsten der Allgemeinheit und einem Fahrrecht zugunsten der Anlieger und der Ver- und Entsorgungsträger sowie zugunsten von Grünpflegefahrzeugen zur Pflege der öffentlichen Grünfläche, Zweckbestimmung Spielplatz, gemäß Planeintrag zu belasten. c) Die mit Gehrecht (G) bezeichnete Fläche ist mit einem Gehrecht zugunsten der Allgemeinheit gemäß Planeintrag zu belasten. 8. Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen a) Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 24 BauGB sind passive Schal lschutzmaßnahmen entsprechend den in der Planzeichnung dargestellten Lärmpegelbereichen (LPB) an den Außenbauteilen von schutzbedürftigen Räumen zu treffen. Grundlage hierfür sind die maßgeblichen Außenlärmpegel nach DIN 4109-1 (Schallschutz im Hochbau, Ausgabe Januar 2018 – Beuth Verlag GmbH, Berlin). Die Zuordnung zwischen den dargestellten Lärmpegelbereichen und den maßgeblichen Außenlärmpegeln ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle Lärmpegelbereic h Maßgeblicher Außenlärmpegel La dB I 55 II 60 III 65 IV 70 V 75 VI 80 VII > 80 a a Für maßgebliche Außenlärmpegel L a > 80 dB sind die Anforderungen auf- grund der örtlichen Gegebenheiten festzulegen. Ergänzung: Es handelt sich um dB(A)-Werte Die Minderung der zu treffenden Schallschutzmaßnahmen ist im Einzelfall zulässig, wenn im bauordnungsrechtlichen Verfahren anhand einer schalltechnischen Untersuchung ein niedrigerer Lärmpegelbereich bzw. ein maßgeblicher Außenlärmpegel an den Außenbauteilen von schutzbedürftigen Räumen 4/10 nachgewiesen wird. b) Bei Schlaf- und Kinderzimmern ist bei einem Beur teilungspegel > 45 dB(A) im Nachtzeitraum (22:00 bis 6:00 Uhr) eine fensterunabhängige Belüftung durch schallgedämmte Lüftungseinrichtungen oder gleichwertige Maßnahmen bei geschlossenen Fenstern und Türen sicher zu stellen. c) Für Balkone und Loggien, die einen Gesamtbeurtei lungspegel aus dem Verkehr (Straßen-, Schienen- und Flugverkehr) > 62 dB(A) im Tagzeitraum (6:00 bis 22:00 Uhr) aufweisen, sind Schallschutzmaßnahmen zu treffen. Durch diese muss sichergestellt werden, dass der vorgenannte Gesamtbeurteilungspegel nicht überschritten wird. Hiervon ausgenommen sind Balkone und Loggien von durchgesteckten Wohnungen, wenn zusätzlich auf der lärmabgewandten Seite ein Balkon oder eine Loggia errichtet wird. 9. Anpflanzen von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 25 a) BauGB sind im Bebauungsplangebiet folgende Begrünungsmaßnahmen durchzuführen. a) Begrünungsmaßnahmen im Bereich von öffentlichen Grünflächen M1: a) Innerhalb der festgesetzten öffentlichen Grünflä che mit der Zweckbestim- mung öffentlicher Spielplatz sind insgesamt mindestens 3 mittel- und groß- kronige Laubbäume (BF31/GH741) zu pflanzen und dauerhaft zu unterhal- ten. Die in der Planzeichnung festgesetzten Baumstandorte sind nur zur Nachricht dargestellt. b) Auf dieser Fläche ist zudem eine Wiesensaatgut mischung EA31 (LW41112) anzulegen. Ausgenommen hiervon sind Spielgeräte, Fallschutzflächen, Wegeflächen, Abfallbehälter und Bänke. b) Begrünungsmaßnahmen im Bereich von privaten Grundstücken Grundstücksflächen sind, soweit sie nicht mit Gebäuden, Wegen, Spielplätzen und sonstigen Nebenanlagen überbaut werden, mit Gräsern (HH 7/BR 132), Stauden und / oder Sträuchern (BB 1/GH 51) zu bepflanzen. M2: Im allgemeinen Wohngebiet WA sind 12 mittel- und großkronige Laubbäume (BF31/GH741) im Bereich der nicht überbaubaren Grundstücksflächen zu pflanzen. Die in der Planzeichnung festgesetzten Baumstandorte können um bis zu 5 m verschoben werden. M3: Innerhalb der Fläche mit der Bezeichnung „Nicht überbaubare Grundstücksfläche im Bestand“ sind 5 mittel- und großkronige Laubbäume (BF31/GH741) zu pflanzen. Die in der Planzeichnung festgesetzten Baumstandorte können um bis zu 5 m verschoben werden. 5/10 M7: Innerhalb der Maßnahmenfläche M7 ist eine Rasenfläche (EA31/LW41112) herzustellen und mit 3 Strauchgruppen jeweils bestehend aus 3 Solitärgehölzen (3xv, mB) zu bepflanzen. Ausnahmsweise ist die Pflanzung von Stauden und Gräsern zulässig. M8: Die festgesetzte Fläche M8 ist zu begrünen. Es ist mindestens eine Rasenfläche (EA31/LW4112) herzustellen. Ausnahmsweise zulässig sind hier Gräser- und Staudenpflanzungen und Lüftungsschächte. M9: In der festgesetzten Fläche M9 ist mindestens eine Rasenfläche (EA31/LW4112) herzustellen. Ausnahmeweise zulässig sind hier Gräser- und Staudenpflanzungen, Wege und Platzflächen auf max. 20% der Gesamtfläche, Bänke, Abfallbehälter, bauliche Einfassungen sowie Leuchten und Einfriedungen. c) Begrünung von Tiefgaragen M4: Tiefgaragen (TGa) oder unterirdische Gebäudeteile sind, soweit sie nicht mit Gebäuden, Wegen, Platzflächen, Kinderspielflächen oder sonstigen Nebenanlagen überbaut werden, zu begrünen. Die Vegetationstragschicht ist mit einer Stärke von mindestens 60 cm zzgl. Filter und Drainschicht herzustellen. Für Baumpflanzungen auf den Tiefgaragen oder unterirdischen Gebäudeteilen ist eine Vegetationstragschicht von mindestens 1,20 m zzgl. Filter- und Drainschicht herzustellen. Der Wurzelraum muss mindesten 25 m³ betragen. d) Extensive Dachbegrünung M5: Die Flachdächer der Gebäude im allgemeinen Wohngebiet WA sind mit einer extensiven Dachbegrünung DC1 / DC3 (NB6243 / NB6244) zu bepflanzen. Die Vegetationstragschicht ist mit einer Stärke von mindestens 8 cm zzgl. Filter- und Drainschicht herzustellen. Ausgenommen hiervon sind technische Aufbauten auf max. 30% der jeweiligen Dachfläche sowie die Dachterrassen des Staffelgeschosses des Hauses 1.3. Photovoltaikelemente sind über der Dachbegrünung zulässig. e) Fassadenbegrünung M6: Die nordwestlich orientierten Wandflächen von Gebäuden innerhalb des festgesetzten allgemeinen Wohngebietes WA sind, mit Ausnahme von Fenstern, Türen und Lüftungseinrichtungen, mit einer Kletterpflanze je laufenden Metern Wand bei Selbstklimmern bzw. mit zwei Kletterpflanzen je laufenden Metern bei Rank- und Schlingpflanzen zu begrünen. Die Pflanzstellen sind offen mit Bodenanschluss und mit einer durchwurzelbaren Pflanzgrube von mindestens 1 m³ Volumen herzustellen. Bei Rank- und Schlingpflanzen ist eine Kletterhilfe vorzusehen. 10. Bindungen für Bepflanzungen und für die Erhaltu ng von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen sowie von Gewässern; 6/10 Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 25 b) BauGB sind im Bebauungsplangebiet folgende Bäume, Sträucher und sonstige Bepflanzungen dauerhaft zu erhalten und bei Verlust zu erset- zen: a) Innerhalb der festgesetzten öffentlichen Grünflä che mit der Zweckbestimmung öf- fentlicher Spielplatz sind 4 Bäume zu dauerhaft erhalten und bei Verlust gleichwer- tig zu ersetzen. b) In der nicht überbaubaren Grundstücksfläche im B estand sind 5 Bäume dauerhaft zu erhalten und bei Verlust gleichwertig zu ersetzen. c) Ersatzpflanzungen erfolgen nach den Standards der Satzung zur Erhebung von Kostenerstattungsbeträge nach §§ 135a-135c BauGB. 11. Zuordnung von Ausgleichsmaßn ahmen aus einem anderen Bebauungsplan Gemäß § 9 Abs. 1a Satz 2 BauGB werden 3.187 m² der in dem Bebauungsplan Nr. 66389/03, Arbeitstitel: „Rondorf Nord-West“ festgesetzten Ausgleichsmaßnahme A3.6 den Eingriffen des festgesetzten allgemeinen Wohngebietes (WA) zugeordnet. 12. Geländeoberfläche Gemäß § 9 Abs. 3 BauGB wird die Höhe der Geländeoberfläche in der Planzeichnung festgesetzt. Geringfügige Abweichungen sind zur Neigung des Geländes für die Oberflächenentwässerung zulässig. Darüber hinaus sind Über- bzw. Unterschreitungen der festgesetzten Höhe der Geländeoberfläche bis zu 0,50 m durch Treppen- und Rampenanlagen sowie durch Aufschüttungen und Abgrabungen zulässig. II. Gestalterische Festsetzungen Gemäß § 9 Abs. 4 BauGB in Verbindung mit § 89 Abs. 1 und 2 BauO NRW 2018 werden folgende gestalterische Festsetzungen getroffen: 1. Dachform / Dachaufbauten a) Im Geltungsbereich des Bebauungsplanes sind auss chließlich Flachdächer zulässig. Dächer mit einer Neigung bis maximal 5 Grad gelten als Flachdächer. b) Anlagen zur Nutzung solarer Strahlungsenergie mü ssen mindestens um das Maß ihrer Höhe von der Außenkante zurücktreten. 2. Einfriedungen a) Grundstückseinfriedungen entlang von Mietergärte n sind nur als standortgerechte Hecken sowie als Draht- und Stabgitterzäune mit hinterpflanzten Hecken (BD3/GH 412) bis zu einer Höhe von jeweils 1,2 m über der Geländeoberfläche gemäß § 2 Absatz 4 BauO 2018 zulässig. b) Abstellplätze für Abfallsammelbehälter sind in G estalt von Müllboxen einzuhausen oder mit standortgerechten Hecken (BD3/GH 412) zu umpflanzen. Die so gestalteten Anlagen können in die Grundstückseinfriedungen integriert werden. 7/10 3. Satellitenempfangsanlagen / Mobilfunksendeanlage n a) Parabolantennen für den Satellitenrundfunkempfan g sind nur auf den Dachflächen zulässig. b) Mobilfunksendemasten und -anlagen sind auf den D achflächen nicht zulässig. III. Kennzeichnungen Gemäß § 9 Abs. 5 BauGB werden folgende Flächen im Bebauungsplan gekennzeichnet: Altablagerung Nr. 50702 Der Bebauungsplan liegt im Bereich der Altablagerung gem. Bundes- Bodenschutzgesetz § 2 mit der Nummer 50702. Im Untergrund liegen Auffüllungs- materialien in Form von Erdaushub, Bauabfällen (mineralisch und organisch) und Siedlungsabfällen vor. Die eingebrachten Auffüllungsmaterialien reichen bis in das Grundwasser. Punktuell liegen Belastungen durch Schwermetalle, polychlorierte Biphenyle, Mineralölkohlenwasserstoffe und polycyclische aromatische Kohlen- wasserstoffe vor. Die Bodenluft ist mit Methan belastet. Zur Realisierung der geplanten Nutzung sind Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Insbesondere sind die in den Untergrund reichenden Baukörper gegen das Eindringen von Deponiegasen zu sichern. Der im Bereich der Freiflächen anstehende belastete Boden ist auszutauschen oder zu überdecken. Im Baugenehmigungsverfahren sind Konzepte vorzulegen, die die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen beschreiben. IV. Nachrichtliche Übernahmen Gemäß § 9 Abs. 6 BauGB wird die nach anderen gesetzlichen Vorschriften getroffene Festsetzung nachrichtlich in den Bebauungsplan übernommen: Bundestraße Die gemäß § 9 Abs. 1 und 2 Bundesfernstraßengesetz (FStrG) festgesetzte Baube- schränkungszone von 100 m entlang der Bundesautobahn 57 (BAB 57). V. Hinweise 1. Artenschutz Laut Artenschutzprüfung, Kölner Büro für Faunistik (26. Juni 2024), Bebauung Am Bilderstöckchen / Escher Straße, 50739 Köln-Bilderstöckchen – Artenschutzprüfung 8/10 (ASP), Stufe II, ist das Vorhaben aus artenschutzrechtlicher Sicht nach den Vorgaben des § 44 Abs. 1 i.V. mit § 44 Abs. 5 BNatSchG zulässig, wenn insbesondere nachstehende Maßnahmen zur Vermeidung und Minderung artenschutzrelevanter Beeinträchtigungen beachtet werden: a) Sämtliche Rodungs- und Fällarbeiten haben außerh alb der Vogelbrutzeit zu erfolgen (Brutzeit 01.03. – 30.09. eines jeden Jahres). Sollten diese Arbeiten zwingend in die Vogelbrutzeit fallen, ist eine ökologische Baubegleitung (ÖBB) hinzuzuziehen. Diese hat die Strukturen frühestens zwei Tage vor Beginn der Arbeiten auf Besatz durch Vögel und/oder Fledermäuse zu untersuchen. Erst nach erfolgtem Negativnachweis und Freigabe durch die ÖBB darf mit den Arbeiten begonnen werden. Die Ergebnisse der ÖBB sind zu protokollieren. Das Protokoll ist der Unteren Naturschutzbehörde unaufgefordert vorzulegen Sollten auf den betroffenen Flächen Tiere besonders geschützter Arten festgestellt werden, so ist der Antragsteller verpflichtet, die weiteren Rodungs-/Bautätigkeiten unverzüglich einzustellen und umgehend mit der Unteren Naturschutzbehörde Kontakt aufzunehmen, um das weitere Vorgehen abzustimmen. b) Bau- und anlagebedingte Flächeninanspruchnahmen und insbesondere Eingriffe in Gehölzbestände im Vorhabenbereich sowie im direkten Umfeld der Bauvorhaben (durch Baustelleneinrichtungen, Zufahrten etc.) sind nach Möglichkeit zu vermeiden oder auf ein unbedingt notwendiges Maß zu minimieren. Dies gilt in besonderem Maße für die Inanspruchnahme von Gehölzen. Diese stellen einen Brutlebensraum für verbreitete Vogelarten dar. Daher sollten die Inanspruchnahmen dieser Bereiche auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt werden. c) Bei der Verwendung transparenter oder spiegelnd er großflächiger Glaselemente (Fenster, Glaswände, Absturzsicherungen) oder anderer Baustoffe ist sicher zu stellen, dass diese für Vögel als Hindernis erkennbar sind. Das Bundesamt für Naturschutz verweist in diesem Zusammenhang auf den Leitfaden zum vogelfreundlichen Bauen mit Glas, dem wichtige Hinweise zur Ausgestaltung von Glasflächen entnommen werden können (vgl. https://www.vogelwarte.ch/modx/assets/files/publications/upload2017/ schmid_2012_voegel_glas_licht_de.pdf) 2. Baumschutzsatzung a) Bei Aufstellung des Bebauungsplans ist die Satzu ng zum Schutz des Baumbestandes innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile und des Geltungsbereiches der Bebauungspläne im Gebiet der Stadt Köln (Baumschutzsatzung – BSchS) vom 18. Juli 2023 (Amtsblatt Nr. 28 vom 26. Juli 2023) anzuwenden. b) Im Zuge der Umsetzung des Bebauungsplanes ist di e zur Zeit der Stellung des Antrages auf Erteilung einer Fällerlaubnis jeweils gültige Fassung der BSchS anzuwenden. Wenn Ersatzpflanzungen bzw. Ersatzgeldzahlungen für im Zuge der Umsetzung des Bebauungsplanes zu fällende Bäume zu leisten sind, gilt die BSchS in der jeweils gültigen Fassung soweit die betroffenen Bäume nicht bereits im Bebauungsplanverfahren bei der Bewertung und Bilanzierung nach der 9/10 naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung nach § 18 Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege in Verbindung mit § 1a Abs. 3 Baugesetzbuch berücksichtigt wurden. 3. Bodenschutz Die Vorschriften der §§ 6 bis 8 der Bundesbodenschutz-Verordnung (BBodSchV) sind zu beachten. 4. Denkmalschutz Innerhalb des Plangebietes sind archäologische Bodenfunde nicht ausgeschlossen. Werden bei Bodeneingriffen archäologische Bodenfunde entdeckt, ist gemäß §§ 16 und 17 Denkmalschutzgesetz (DSchG) das Römisch-Germanische Museum / Archäo- logische Bodendenkmalpflege der Stadt Köln unverzüglich zu informieren. 5. DIN-Vorschriften und sonstige anzuwendende Regel werke DIN-Vorschriften und sonstige private Regelwerke, auf die in den textlichen Festsetzungen des Bebauungsplanes verwiesen wird, sind jeweils in der bei Erlass dieser Satzung geltenden Fassung anzuwenden und werden beim Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster der Stadt Köln Plankammer, Zimmer 06. E 05, Stadthaus Deutz, Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln, während der Öffnungszeiten zur Einsichtnahme bereitgehalten. 6. Externe Ausgleichsmaßnahmen Auf einer 3.187 m² großen Teilfläche des Grundstücks der Gemarkung Rondorf-Land, der Flur 7, des Flurstücks 308 im Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 66389/03, Arbeitstitel: „Rondorf Nord-West“ wird in Köln-Rondorf folgende externe Ausgleichsmaßname für die Eingriffe im Plangebiet hergestellt: a) Maßnahme A3.6: Entwicklung von Wiesen und Gehölz gruppen: Auf mindestens 93% der Fläche ist eine Glatthaferwiese (LW41111 / EA1) zu entwickeln. Mindestens 6% der Fläche sind mit einheimischen und standortgerechten Bäumen (GH51 / BB1) zu bepflanzen. Mindestens 1% der Fläche ist mit fünf mittel ‐ bis großkronigen Bäumen (GH741 / BF31) als Baumgruppen zu bepflanzen. Die Durchführung und Kostentragung der Maßnahme wird im Durchführungsvertrag geregelt. 7. Lärm- und Luftschadstoffimmissionen Das Plangebiet ist durch die Lärmimmissionen des Straßenverkehrs und durch Sportlärm des Bolzplatzes vorbelastet. 8. Rechtsfolgen Innerhalb des Plangebietes bestehende Rechtssetzungen aufgrund des Preußischen Fluchtliniengesetzes, des Aufbaugesetzes NW, des Bundesbaugesetzes oder des Baugesetzbuches treten mit der Rechtsverbindlichkeit dieses Bebauungsplanes außer Kraft. 10/10 9. Rechtsgrundlagen Es gilt: - das Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Beka nntmachung vom 3. November 2017 (BGBl. I S. 3634), - die Baunutzungsverordnung (BauNVO) vom 23. Januar 1990 (BGBl. I S. 132) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. November 2017 (BGBl. I S. 3786), - die Planzeichenverordnung (PlanZV) vom 18. Dezemb er 1990 (BGBl. I S. 58). - die Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen - Landesbauordnung 2018 - (BauO NRW 2018) vom 21. Juli 2018 (GV. NRW. S. 421), - jeweils die bei Erlass dieser Satzung geltende Fa ssung. 10. Satzung zur Erhebung von Kostenerstattungsbeträ gen Die verwendeten Kürzel innerhalb der Begrünungsfestsetzungen beziehen sich auf die Anlage zur Satzung der Stadt Köln zur Erhebung von Kostenerstattungsbeträgen gemäß §§ 135a bis 135c BauGB vom 15. Dezember 2011 (Amtsblatt der Stadt Köln Nr. 1 vom 04. Januar 2012). In dieser Anlage sind mit der Angabe von Kürzeln allgemein gültige Qualitätsmaßstäbe für Begrünungsmaßnahmen der Stadt Köln formuliert. 11. Versickerung von Niederschlagswasser Aufgrund der im Rahmen einer Voruntersuchung vorgefundenen polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) und der damit einhergehenden Bestätigung der stofflichen Belastung des Untergrundes darf das anfallende Niederschlagswasser nicht gezielt zur Versickerung gebracht werden. Das Plangebiet befindet sich im Bereich der Altablagerung mit der Nummer 50702, einer ehemaligen Deponieanlage. In einem Deponiekörper ist grundsätzlich keine Versickerung von Niederschlagswasser zulässig.
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    Dezernat, Dienststelle VI/61/612-1 Vorlagen-Nummer 22.01.2025 3880/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtentwicklungsausschuss 06.02.2025 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 06.02.2025 Mitteilung über die Veröffentlichung nach § 3 Abs. 2 BauGB des Bebauungsplan- Entwurfes Nr. 64492/01, Arbeitstitel: Am Bilderstöckchen in Köln-Bilderstöckchen Anlass und Ziel Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 11.02.2014 das Stadtentwicklungskonzept Wohnen (Beschlussvorlage 3443/2013 "Stadtentwicklungskonzept Wohnen" (StEK Wohnen)) beschlossen. Am 20.12.2016 nahm der Rat der Stadt Köln das Ergebnis der Flächenrecherche für weiteren Wohnungsneubau zur Kenntnis und fasste den Beschluss zur Umsetzung des StEK Wohnen (Beschlussvorlage 1028/2015 „Umsetzung StEK Wohnen – hier: Neue Flächen für den Woh- nungsbau“). Das StEK Wohnen zeigt Optionen zur weiteren Flächenaktivierung auf, u. a. durch Nutzung von Baulücken, Innenentwicklung im Bestand, ÖPNV-Netzerweiterung, Generationen- wechsel im Bestand, interkommunale Kooperation und Regionalplan -überarbeitung, um der prognostizierten Unterdeckung bis 2029 von rund 17.000 Wohneinheiten (WE) Entwicklungs- potenziale zur Deckung des Wohnraumbedarfs in der weiter wachsenden Stadt entgegen zu wirken. Im StEK Wohnen wurde auch ermittelt, welche Wohnbaureserveflächen im Stadtgebiet, für die noch keine Baureife, das heißt Planungsrecht und gesicherte Erschließung, vorliegt, als Res- sourcen vorhanden sind. Im Stadtbezirk Nippes wurden mehrere Potentialflächen erkannt. Das Gebiet nördlich der Straße Am Bilderstöckchen, angrenzend an die öffentliche Grünfläche ist eine dieser Potentialflächen (Nr. 5.08), die kurz- bis mittelfristig für Wohnzwecke entwickelt wer- den soll. Um diese Entwicklung zu ermöglichen, soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Mit Schreiben vom 05.09.2022 hat die GAG die Einleitung des Verfahrens zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes für eine Fläche im Bereich Am Bilderstöckchen – Ro- bert-Perthel-Straße beantragt, die weitgehend deckungsgleich mit der Potentialfläche Nr. 5.08 aus dem StEK Wohnen ist. Vor dem Hintergrund des prognostizierten Bevölkerungswachstums mit einem Anstieg der Ein- wohnerzahl, der Zahl der Haushalte und damit einhergehend einer erhöhten zusätzlichen Nach- frage nach Wohnraum, soll durch das neue Quartier ein Beitrag zur Deckung des aktuellen Wohnraumbedarfs innerhalb der Stadt Köln geleistet werden. Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung der Planung eines Wohngebietes bestehend aus drei Mehrfamilienhäusern mit ca. 100 Wohneinheiten und einem öffentlichen Spielplatz geschaffen werden. Die Planung dient der Arrondierung der vorhandenen Bebauungsstrukturen am nördlichen Ortsrand von Bil- derstöckchen. 2 Das Kooperative Baulandmodell 2017 (KoopBLM 2017) kommt zur Anwendung. Es gilt die an- gepasste Fassung der Umsetzungsanweisung des KoopBLM 2017plus vom 05.05.2022. Parallel zum Aufstellungsverfahren des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Am Bilderstö- ckchen“ in Köln-Bilderstöckchen wird die 248. Änderung des Flächennutzungsplanes durchge- führt. Verfahrensverlauf Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung am 27.10.2022 nach § 12 Absatz 2 BauGB in Verbindung mit § 13b BauGB die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes 64492/01 „Am Bilderstöckchen“ in Köln-Bilderstöckchen (Beschlussvorlage 3166/2022) beschlossen. Die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB erfolgte in der Zeit vom 17.09.2019 bis einschließlich 19.12.2019. Die Öffentlichkeit konnte sich gemäß § 3 Abs. 1 BauGB über die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die wesentlichen Auswirkungen der Planungen beim Stadtplanungsamt unterrichten und sich in der Zeit vom 02.01.2023 bis einschließlich 20.01.2023 zur Planung äußern. Es gingen keine Stellungnahmen ein. Im Mai 2023 wurden dem Gestaltungsbeirat drei städtebauliche Varianten mit Untervarianten, welche zuvor in einer Abstimmungsrunde zwischen der Stadt Köln, der Vorhabenträgerin und dem Architekturbüro aus 15 Varianten als beste Lösungen ausgesucht wurden, zur Entscheidung vorgestellt. Der Gestaltungsbeirat hat sich in seiner Sitzung am 09.05.2023 für die Variante mit drei Baukörpern und einer Geschossigkeit von vier bis maximal sechs Vollgeschossen plus Staffelgeschoss entschieden. Aufgrund der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig vom 18. Juli 2023, dass Freiflächen außerhalb des Siedlungsbereiches einer Gemeinde nicht im beschleunigten Verfahren nach § 13b Satz 1 BauGB ohne Umweltprüfung überplant werden dürfen, da dies gegen europäisches Umweltrecht verstößt, wurd e das Bebauungsplanverfahren auf ein Normalverfahren nach § 2 BauGB in Verbindung mit § 12 BauGB umgestellt. Der Vorgabenbeschluss zur Ausarbeitung des Bebauungsplan -Entwurfes wurde vom Stadtentwicklungsausschuss in der Sitzung am 14.03.2024 positiv besch lossen. Die Beschlussvorlage wurde im Vorfeld am 07.03.2024 vom Ausschuss Klima, Umwelt und Grün und am 14.03.2024 von der Bezirksvertretung Nippes (BV 5) ungeändert empfohlen. Die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB erfolgte in der Zeit vom 19.08.2024 bis einschließlich 17.09.2024. Der geltende Flächennutzungsplan (FNP) stellt den Änderungsbereich als Grünfläche dar. Die Planung des Wohngebietes ist aus der aktuellen Darstellung des FNP nicht zu entwickeln. Der FNP wird daher im Parallelverfahren gemäß § 8 Abs. 3 BauGB geändert, dass zeitgleich läuft. Gez. Greitemann Anlagen Anlage 1 Geltungsbereich des Bebauungsplans Anlage 2 Vorhabenbezogener Bebauungsplan-Entwurf Anlage 3 Vorhaben- und Erschließungsplan-Entwurf Anlage 4 Textliche Festsetzungen Anlage 5 Begründung mit Umweltbericht
  • Anlage 2 Vorgabenbezogener Bebauungsplan

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    71 87 40 64 1147 607 605 73 60 c 547 250 1145 604 95 60 b 89 548 406 993 42 60 a 85 83 409 70 58 a 1145 97 77 79 60 62 68 66 81 606 1146 75 IV Gem.Nippes Flur 90 FD II III VIII FD II Whs FD Whs Whs Whs Whs Whs I III FD FD VIII FD FD Vogesenstrasse 49.66 49.59 50.50 50.19 50.26 50.04 50.03 49.95 Robert -Perthel -Strasse 49.75 50.01 49.76 FD Gem.Muengersdorf Flur 75 50.01 50.24 49.60 49.12 49.97 49.06 49.55 49.59 49.90 49.51 49.53 49.39 49.54 49.85 49.78 49.66 49.58 51.07 49.78 49.84 49.62 49.74 49.80 49.82 49.94 49.28 49.38 49.28 49.41 50.12 50.20 Gem.Longerich Flur 6 49.77 49.90 49.92 49.94 49.89 50.11 53.10 51.54 50.06 49.92 49.91 49.99 50.65 50.61 49.89 50.80 50.45 49.90 50.74 49.93 50.70 49.92 50.94 52.74 Escher Strasse 50.62 50.05 52.74 52.68 50.2250.21 52.38 49.03 V I FD I FD 49.76 49.30 III Am Bilderstoeckchen 49.67 FD III VIII -I V I 49.83 FD Whs V FD KiTa V FD 49.4649.21 FD V 49.54 49.75 49.91 49.93 V FD 49.77 49.70 V SD -I MD FD FD FD FD F FVIIIV III 51.30 FVIII VIII 49.91 49.82 IV 49.87 49.24 49.54 50.06 50.45 49.37 49.23 49.36 V 49.82 49.78 50.01 Bolzplatz 49.51 V III 49.98 49.93 F 49.73 49.39 49.40 49.59 F 50.12 50.07 21,7 19,3 21,8 14,9 20,2 20,6 14,6 19,2 21,6 3,8 1,7 2,0 3,5 4,0 3,0 14,6 4,6 14,6 14,6 4,6 7,1 11,7 24,8 10,4 31,9 Haus 1.1 VI GH 68,1 M5 TGaWA GRZ 0,4 GFZ 1,7 FD St Aw LPB III LPB IV LPB IV LPB III LPB IV LPB III LPB IV LPB V LPB VI öffentliche Grünfläche- Spielplatz - GF 1 GF 2 LPB V EV GF 2 50,0 50,0 49,9 50,0 49,9 50,0 50,0 50,0 49,6 49,6 49,3 49,6 EV TGa M G M M1 M4 M3 M6 M6 M6 M2 M7 Haus 1.2 IV GH 62,4 M5 Haus 1.3 VI GH 71,2 M5 Haus 2.1 VI GH 68,1 M5 Haus 2.2 IV GH 62,4 M5 Haus 3.1 VI GH 67,7 M5 Haus 3.2 IV GH 62,0 M5 AL Nr . 50702 M9 M8 G G M nicht überbaubare Grundstücksflächeim Bestand öffentliche Grünfläche- Spielplatz - TIM-online Dieser Ausdruck wurde mit TIM-online (www.tim-online.nrw.de) am 10.06.2024 um 12:44 Uhr erstellt. Land NRW 2024 - Keine amtliche Standardausgabe. Es gelten die auf den Folgeseiten angegebenen Nutzungs- und Lizenzbedingungen der dargestellten Geodatendienste. Flurstück 308 Flur 007 Gemarkung Rondorf-Land Lage der externen Ausgleichsmaßnahme (A3.6) Geobasisdaten der Kommunen und des Landes NRW © Geobasis NRW Maßstab 1:5.000 GRZ GFZ z. B. III 0,0 z.B. M1 z.B. AL 901264 GH FD TGa Aw M EV St 0 25 50 Meter Vorhabenbezogener in Köln-Bilderstöckchen Maßstab 1:500 Bebauungsplan Entwurf Am Bilderstöckchen ZEICHENERKLÄRUNG Bestand vorhandene Gebäude Durchfahrt Zahl der Vollgeschosse Dachform Baum Bahngleise Bordstein topografische Begrenzung Flurstücksgrenze Flurgrenze vorhandene Höhenlage über NHN I,III S,W 46.71 Die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung hat in der Zeit vom 02.01.2023 bis 20.01.2023 nach § 3 Abs. 1 BauGB stattgefunden. Der Stadtentwicklungsausschuss hat die Planaufstellung am 27.10.2022 nach § 12 Abs. 2 BauGB beschlossen. Der Beschluss wurde am 21.12.2022 ortsüblich bekannt gemacht. gez. Reker Oberbürgermeisterin Für den Planentwurf Dezernat VI, Planen und Bauen Es wird bescheinigt, dass diese Planunterlage den Bestimmungen des § 1 Abs. 2 PlanVZ entspricht (Stand: 13.10.2023) Vermessungsbüro Dieper & Henkel Bayenstraße 65 50678 Köln Der Planentwurf ist nach § 4a Abs. 3 BauGB durch Beschluss des Rates geändert worden. Planung Grenze des räumlichen Geltungs- bereichs des Bebauungsplanes Geltungsbereich des Vorhaben- und Erschließungsplans Grundflächenzahl Geschossflächenzahl Zahl der Vollgeschosse (als Höchstmaß) Gebäudehöhe in m über Normal- höhennull (NHN) (zwingend) Straßenbegrenzungslinie auch gegenüber Verkehrsflächen besonderer Zweckbestimmung Ein- und Ausfahrtsbereich Baum zu pflanzen Baum zu erhalten Flächen zum Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen LPB VII Lärmpegelbereiche z.B. VII Mit Geh- (G) und Fahrrechten (F) zu belastende Flächen Flächen, deren Böden erheblich mit umweltgefährdenden Stoffen belastet sind Blatt 1 von 2 Maßnahmenflächen Gemarkungsgrenze Altablagerung Köln, den 12.12.2022 Der Planentwurf ist in der Zeit vom bis nach § 3 Abs. 2 BauGB mit Begründung veröffentlicht worden. Der Rat hat diesen Bebauungsplan in seiner Sitzung am nach § 10 Abs. 1 BauGB als Satzung mit Begründung nach § 9 Abs. 8 BauGB beschlossen. Der Satzungsbeschluss des Bebauungs- plans durch den Rat einschließlich des Hinweises nach § 10 Abs. 3 BauGB wurde am ortsüblich bekannt gemacht. 64492/01 und Vorhaben- und Erschließungsplan I. Textliche Festsetzungen 1. Art der baulichen Nutzung a) Gemäß § 4 BauNVO wird ein allgemeines Wohngebiet (WA) festgesetzt. b) Gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 1 BauNVO sind alle im allgemeinen Wohngebiet (WA) ausnahmsweise zulässigen Nutzungen nach § 4 Abs. 3 BauNVO nicht Bestandteil des Bebauungsplanes. c) Gemäß § 12 Abs. 3a in Verbindung mit § 9 Abs. 2 BauGB wird festgesetzt, dass im Allgemeinen Wohngebiet (WA) im Rahmen der festgesetzten Nutzungen nur solche Vorhaben zulässig sind, zu deren Durchführung sich die Vorhabenträgerin im Durchführungsvertrag verpflichtet. 2. Maß der baulichen Nutzung a) Gemäß § 16 Abs. 2 Nr. 4 BauNVO werden für die Bebauung im allgemeinen Wohngebiet (WA) Gebäudehöhen zwingend festgesetzt. b) Gemäß § 18 Abs. 2 BauNVO können geringfügige Abweichungen von der zwigenden Gebäudehöhe zugelassen werden. Als geringfügige Abweichung gelten 10 cm pro Vollgeschoss. c) Gemäß § 16 Abs. 6 BauNVO können die festgesetzten Gebäudehöhen durch untergeordnete Bauteile oder bauliche Anlagen - z.B. Antennen, Aufzugsüberfahrten, Kamine, Lüftungseinrichtungen, Oberlichter - auf den baulich zugeordneten Dachflächen überschritten werden. Das höchstzulässige Maß der Überschreitungen beträgt 2,00 m in der Höhe. Anlagen zur Nutzung solarer Strahlungsenergie dürfen die festgesetzte Gebäudehöhe um max. 1,50 m überschreiten. Der Flächenanteil der Überschreitungen je Dachfläche darf insgesamt 30% nicht übersteigen. Die Dachaufbauten müssen mindestens um das Maß ihrer Höhe von der Gebäudeaußenkante des jeweiligen zugeordneten Geschosses zurücktreten. d) Gemäß § 23 Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit § 16 Absatz 5 BauNVO gelten die festgesetzten Baugrenzen nur für die oberirdischen Teile baulicher Anlagen. 2.1 Grundflächenzahl, zulässige Grundfläche Gemäß § 19 Abs. 4 Satz 3 BauNVO kann im allgemeinen Wohngebiet (WA) die zulässige Grundfläche durch die Grundflächen von Garagen und Stellplätzen mit ihren Zufahrten, Nebenanlagen im Sinne des § 14 BauNVO sowie baulichen Anlagen unterhalb der Geländeoberfläche, durch die das Baugrundstück lediglich unterbaut wird, bis zu einer GRZ von 0,7 überschritten werden. 2.2. Grundflächenzahl und Geschossflächenzahl Gemäß § 16 Abs. 5 BauNVO ist für die Berechnung der Grundflächenzahl sowie der Geschossflächenzahl ausschließlich die Grundstücksfläche des Bauvorhabens nordöstlich der Grenze zwischen verschiedenen Maßen der baulichen Nutzung anzusetzen. Die übrige Grundstücksfläche gilt als nicht überbaubare Grundstücksfläche im Bestand. Flachdach Baugrenze öffentliche Grünflächen Tiefgarage Abfallwertstoffbehälter Festgesetzte Geländehöhe in m über Normalhöhennull (NHN) Abfallsammelanlagen Energieverteilungsanlagen WA Allgemeines Wohngebiet nicht überbaubar I überbaubar Grenze zwischen verschiedenen Nutzungsarten beziehungsweise Maßen baulicher Nutzung, sowie unterschiedlichen Geländehöhen Stellplätze Ausgleichspflichtiger Eingriffsbereich 3. Überbaubare Grundstücksflächen Gemäß § 23 Abs. 3 Satz 3 in Verbindung mit Abs. 2 Satz 3 BauNVO werden für die überbaubaren Grundstücksflächen folgende Ausnahmen festgesetzt: a) Die Baugrenzen der Wohngebäude im allgemeinen Wohngebiet (WA) dürfen im Erdgeschoss durch Vordächer und Vorbauten bis max. 2,0 m überschritten werden. b) Die Baugrenzen der Wohngebäude im allgemeinen Wohngebiet (WA) dürfen im Erdgeschoss durch Terrassen bis maximal 4,00 m überschritten werden. Dabei darf in der Summe 40 % der Fassadenlänge der jeweiligen Gebäudeseite nicht überschritten werden. c) Die Baugrenzen der Wohngebäude im allgemeinen Wohngebiet (WA) dürfen oberhalb des Erdgeschosses durch Balkone bis max. 2,0 m überschritten werden. Dabei darf in den vierten und fünften Obergeschossen in der Summe ein Drittel der Fassadenlänge der jeweiligen Gebäudeseite je Geschoss nicht überschritten werden. Zudem darf in den ersten, zweiten und dritten Obergeschossen in der Summe 40 % der Fassadenlänge der jeweiligen Gebäudeseite je Geschoss nicht überschritten werden. 4. Nebenanlagen und Stellplätze mit ihren Einfahrten a) Gemäß § 12 Abs. 6 BauNVO sind Stellplätzenur in den nach § 9 Abs. 1 Nr. 4 BauGB dafür festgesetzten Flächen zulässig. Die in der Planzeichnung festgesetzten Standorte können um bis zu 5 m verschoben werden. b) Gemäß § 14 Abs. 1 Satz 3 BauNVO sind Nebenanlagen nur auf den hierfür festgesetzten Flächen zulässig. c) Gemäß § 14 Abs. 1 Satz 3 BauNVO sind Einrichtungen im Sinne des § 14 Abs. 2 BauNVO nur auf den hierfür festgesetzten und mit EV gekennzeichneten Flächen zulässig. d) Gemäß § 14 Abs. 1 Satz 3 BauNVO sind Fahrradabstellanlagen auf den nicht überbaubaren Grundstücksflächen der allgemeinen Wohngebiete (WA) zulässig. 5. Flächen, auf denen ganz oder teilweise nur Wohngebäude , die mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung gefördert werden könnten , errichtet werden dürfen. Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 7 ist mindestens 30% der gesamten Geschossflächen (§ 20 Abs. 3 Satz 1 BauNVO) in den Wohngebäuden des als allgemeines Wohngebiet (WA) festgesetzten Gebiets als Wohnnutzung zu errichten, die mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung gefördert werden könnte. 6. Führung von oberirdischen oder unterirdischen Versorgungsanlagen und - leitungen Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 13 BauGB sind Telekommunikations- sowie sonstige Versorgungsleitungen unterirdisch zu führen. 7. Mit Geh-, Fahr- und Leitungsrechten zu belastenden Flächen Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 21 BauGB werden innerhalb des Allgemeinen Wohngebietes (WA) die folgenden Geh- und Fahrrechte festgesetzt: a) Die mit Geh- und Fahrrecht 1 (GF 1) bezeichnete Fläche ist mit einem Geh- und Fahrrecht zugunsten der Allgemeinheit gemäß Planeintrag zu belasten. b) Die mit Geh- und Fahrrecht 2 (GF 2) bezeichnete Fläche ist mit einem Geh- und Radfahrrecht zugunsten der Allgemeinheit und einem Fahrrecht zugunsten der Anlieger und der Ver- und Entsorgungsträger sowie zugunsten von Grünpflegefahrzeugen zur Pflege der öffentlichen Grünfläche, Zweckbestimmung Spielplatz, gemäß Planeintrag zu belasten. c) Die mit Gehrecht (G) bezeichnete Fläche ist mit einem Gehrecht zugunsten der Allgemeinheit gemäß Planeintrag zu belasten. 8. Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen a) Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 24 BauGB sind passive Schallschutzmaßnahmen entsprechend den in der Planzeichnung dargestellten Lärmpegelbereichen (LPB) an den Außenbauteilen von schutzbedürftigen Räumen zu treffen. Grundlage hierfür sind die maßgeblichen Außenlärmpegel nach DIN 4109-1 (Schallschutz im Hochbau, Ausgabe Januar 2018 - Beuth Verlag GmbH, Berlin). Die Zuordnung zwischen den dargestellten Lärmpegelbereichen und den maßgeblichen Außenlärmpegeln ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle Lärmpegelbereich Maßgeblicher Außenlärmpegel La in dB I 55 II 60 III 65 IV 70 V 75 VI 80 VII > 80 a für maßgebliche Außenlärmpegel La > 80 dB sind die Anforderungen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten festzulegen. Ergänzung: Es handelt sich um dB(A)-Werte Die Minderung der zu treffenden Schallschutzmaßnahmen ist im Einzelfall zulässig, wenn im bauordnungsrechtlichen Verfahren anhand einer schalltechnischen Untersuchung ein niedrigerer Lärmpegelbereich bzw. ein maßgeblicher Außenlärmpegel an den Außenbauteilen von schutzbedürftigen Räumen nachgewiesen wird. b) Bei Schlaf- und Kinderzimmern ist bei einem Beurteilungspegel > 45 dB(A) im Nachtzeitraum (22:00 bis 6:00 Uhr) eine fensterunabhängige Belüftung durch schallgedämmte Lüftungseinrichtungen oder gleichwertige Maßnahmen bei geschlossenen Fenstern und Türen sicher zu stellen. c) Für Balkone und Loggien, die einen Gesamtbeurteilungspegel aus dem Verkehr (Straßen-, Schienen- und Flugverkehr) > 62 dB(A) im Tagzeitraum (6:00 bis 22:00 Uhr) aufweisen, sind Schallschutzmaßnahmen zu treffen. Durch diese muss sichergestellt werden, dass der vorgenannte Gesamtbeurteilungspegel nicht überschritten wird. Hiervon ausgenommen sind Balkone und Loggien von durchgesteckten Wohnungen, wenn zusätzlich auf der lärmabgewandten Seite ein Balkon oder eine Loggia errichtet wird. 9. Anpflanzen von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 25 a) BauGB sind im Bebauungsplangebiet folgende Begrünungsmaßnahmen durchzuführen. a) Begrünungsmaßnahmen im Bereich von öffentlichen Grünflächen M1: a) Innerhalb der festgesetzten öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung öffentlicher Spielplatz sind insgesamt mindestens 3 mittel- und großkronige Laubbäume (BF31/GH741) zu pflanzen und dauerhaft zu unterhalten. Die in der Planzeichnung festgesetzten Baumstandorte sind nur zur Nachricht dargestellt. b ) Auf dieser Fläche ist zudem eine Wiesensaatgutmischung EA31 (LW41112) anzulegen. Ausgenommen hiervon sind Spielgeräte, Fallschutzflächen, Wegeflächen, Abfallbehälter und Bänke. b) Begrünungsmaßnahmen im Bereich von privaten Grundstücken Grundstücksflächen sind, soweit sie nicht mit Gebäuden, Wegen, Spielplätzen und sonstigen Nebenanlagen überbaut werden, mit Gräsern (HH 7/BR 132), Stauden und / oder Sträuchern (BB 1/GH 51) zu bepflanzen. M2: Im allgemeinen Wohngebiet WA sind 12 mittel- und großkronige Laubbäume (BF31/GH741) im Bereich der nicht überbaubaren Grundstücksflächen zu pflanzen. Die in der Planzeichnung festgesetzten Baumstandorte können um bis zu 5 m verschoben werden. M3: Innerhalb der Fläche mit der Bezeichnung "Nicht überbaubare Grundstücksfläche im Bestand" sind 5 mittel- und großkronige Laubbäume (BF31/GH741) zu pflanzen. Die in der Planzeichnung festgesetzten Baumstandorte können um bis zu 5 m verschoben werden. M7: Innerhalb der Maßnahmenfläche M7 ist eine Rasenfläche (EA31/LW41112) herzustellen und mit 3 Strauchgruppen jeweils bestehend aus 3 Solitärgehölzen (3xv, mB) zu bepflanzen. Ausnahmsweise ist die Pflanzung von Stauden und Gräsern zulässig. M8: Die festgesetzte Fläche M8 ist zu begrünen. Es ist mindestens eine Rasenfläche (EA31/LW4112) herzustellen. Ausnahmsweise zulässig sind hier Gräser- und Staudenpflanzungen und Lüftungsschächte. M9: In der festgesetzten Fläche M9 ist mindestens eine Rasenfläche (EA31/LW4112) herzustellen. Ausnahmeweise zulässig sind hier Gräser- und Staudenpflanzungen, Wege und Platzflächen auf max. 20% der Gesamtfläche, Bänke, Abfallbehälter, bauliche Einfassungen sowie Leuchten und Einfriedungen. c) Begrünung von Tiefgaragen M4: Tiefgaragen (TGa) oder unterirdische Gebäudeteile sind, soweit sie nicht mit Gebäuden, Wegen, Platzflächen, Kinderspielflächen oder sonstigen Nebenanlagen überbaut werden, zu begrünen. Die Vegetationstragschicht ist mit einer Stärke von mindestens 60 cm zzgl. Filter und Drainschicht herzustellen. Für Baumpflanzungen auf den Tiefgaragen oder unterirdischen Gebäudeteilen ist eine Vegetationstragschicht von mindestens 1,20 m zzgl. Filter- und Drainschicht herzustellen. Der Wurzelraum muss mindesten 25 m³ betragen. d) Extensive Dachbegrünung M5: Die Flachdächer der Gebäude im allgemeinen Wohngebiet WA sind mit einer extensiven Dachbegrünung DC1 / DC3 (NB6243 / NB6244) zu bepflanzen. Die Vegetationstragschicht ist mit einer Stärke von mindestens 8 cm zzgl. Filter- und Drainschicht herzustellen. Ausgenommen hiervon sind technische Aufbauten auf max. 30% der jeweiligen Dachfläche sowie die Dachterrassen des Staffelgeschosses des Hauses 1.3. Photovoltaikelemente sind über der Dachbegrünung zulässig. e) Fassadenbegrünung M6: Die nordwestlich orientierten Wandflächen von Gebäuden innerhalb des festgesetzten allgemeinen Wohngebietes WA sind, mit Ausnahme von Fenstern, Türen und Lüftungseinrichtungen, mit einer Kletterpflanze je laufenden Metern Wand bei Selbstklimmern bzw. mit zwei Kletterpflanzen je laufenden Metern bei Rank- und Schlingpflanzen zu begrünen. Die Pflanzstellen sind offen mit Bodenanschluss und mit einer durchwurzelbaren Pflanzgrube von mindestens 1 m³ Volumen herzustellen. Bei Rank- und Schlingpflanzen ist eine Kletterhilfe vorzusehen. 10. Bindungen für Bepflanzungen und für die Erhaltung von Bäumen , Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen sowie von Gewässern Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 25 b) BauGB sind im Bebauungsplangebiet folgende Bäume, Sträucher und sonstige Bepflanzungen dauerhaft zu erhalten und bei Verlust zu ersetzen: a) Innerhalb der festgesetzten öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung öffentlicher Spielplatz sind 4 Bäume zu dauerhaft erhalten und bei Verlust gleichwertig zu ersetzen. b) In der nicht überbaubaren Grundstücksfläche im Bestand sind 5 Bäume dauerhaft zu erhalten und bei Verlust gleichwertig zu ersetzen. c) Ersatzpflanzungen erfolgen nach den Standards der Satzung zur Erhebung von Kostenerstattungsbeträge nach §§ 135a-135c BauGB. 11. Zuordnung von Ausgleichsmaßnahmen aus einem anderen Bebauungsplan Gemäß § 9 Abs. 1a Satz 2 BauGB werden 3.187 m² der in dem Bebauungsplan Nr. 66389/03, Arbeitstitel: „Rondorf Nord-West“ festgesetzten Ausgleichsmaßnahme A3.6 den Eingriffen des festgesetzten allgemeinen Wohngebietes (WA) zugeordnet. 12. Geländeoberfläche Gemäß § 9 Abs. 3 BauGB wird die Höhe der Geländeoberfläche in der Planzeichnung festgesetzt. Geringfügige Abweichungen sind zur Neigung des Geländes für die Oberflächenentwässerung zulässig. Darüber hinaus sind Über- bzw. Unterschreitungen der festgesetzten Höhe der Geländeoberfläche bis zu 0,50 m durch Treppen- und Rampenanlagen sowie durch Aufschüttungen und Abgrabungen zulässig. II . Gestalterische Festsetzungen Gemäß § 9 Abs. 4 BauGB in Verbindung mit § 89 Abs. 1 und 2 BauO NRW 2018 werden folgende gestalterische Festsetzungen getroffen: 1. Dachform / Dachaufbauten a) Im Geltungsbereich des Bebauungsplanes sind ausschließlich Flachdächer zulässig. Dächer mit einer Neigung bis maximal 5 Grad gelten als Flachdächer. b) Anlagen zur Nutzung solarer Strahlungsenergie müssen mindestens um das Maß ihrer Höhe von der Außenkante zurücktreten. 2. Einfriedungen a) Grundstückseinfriedungen entlang von Mietergärten sind nur als standortgerechte Hecken sowie als Draht- und Stabgitterzäune mit hinterpflanzten Hecken (BD3/GH 412) bis zu einer Höhe von jeweils 1,2 m über der Geländeoberfläche gemäß § 2 Absatz 4 BauO 2018 zulässig. b) Abstellplätze für Abfallsammelbehälter sind in Gestalt von Müllboxen einzuhausen oder mit standortgerechten Hecken (BD3/GH 412) zu umpflanzen. Die so gestalteten Anlagen können in die Grundstückseinfriedungen integriert werden. 3. Satellitenempfangsanlagen / Mobilfunksendeanlagen a) Parabolantennen für den Satellitenrundfunkempfang sind nur auf den Dachflächen zulässig. b) Mobilfunksendemasten und -anlagen sind auf den Dachflächen nicht zulässig. III. Kennzeichnungen Gemäß § 9 Abs. 5 BauGB werden folgende Flächen im Bebauungsplan gekennzeichnet: Altablagerung Nr. 50702 Der Bebauungsplan liegt im Bereich der Altablagerung gem. Bundes- Bodenschutzgesetz § 2 mit der Nummer 50702. Im Untergrund liegen Auffüllungs- materialien in Form von Erdaushub, Bauabfällen (mineralisch und organisch) und Siedlungsabfällen vor. Die eingebrachten Auffüllungsmaterialien reichen bis in das Grundwasser. Punktuell liegen Belastungen durch Schwermetalle, polychlorierte Biphenyle, Mineralölkohlenwasserstoffe und polycyclische aromatische Kohlen- wasserstoffe vor. Die Bodenluft ist mit Methan belastet. Zur Realisierung der geplanten Nutzung sind Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Insbesondere sind die in den Untergrund reichenden Baukörper gegen das Eindringen von Deponiegasen zu sichern. Der im Bereich der Freiflächen anstehende belastete Boden ist auszutauschen oder zu überdecken. Im Baugenehmigungsverfahren sind Konzepte vorzulegen, die die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen beschreiben. IV. Nachrichtliche Übernahmen Gemäß § 9 Abs. 6 BauGB wird die nach anderen gesetzlichen Vorschriften getroffene Festsetzung nachrichtlich in den Bebauungsplan übernommen: Bundestraße Die gemäß § 9 Abs. 1 und 2 Bundesfernstraßengesetz (FStrG) festgesetzte Baubeschränkungszone von 100 m entlang der Bundesautobahn 57 (BAB 57). V. Hinweise 1. Artenschutz Laut Artenschutzprüfung, Kölner Büro für Faunistik (26. Juni 2024), Bebauung Am Bilderstöckchen / Escher Straße, 50739 Köln-Bilderstöckchen - Artenschutzprüfung (ASP), Stufe II, ist das Vorhaben aus artenschutzrechtlicher Sicht nach den Vorgaben des § 44 Abs. 1 i.V. mit § 44 Abs. 5 BNatSchG zulässig, wenn insbesondere nachstehende Maßnahmen zur Vermeidung und Minderung artenschutzrelevanter Beeinträchtigungen beachtet werden: a) Sämtliche Rodungs- und Fällarbeiten haben außerhalb der Vogelbrutzeit zu erfolgen (Brutzeit 01.03. - 30.09. eines jeden Jahres). Sollten diese Arbeiten zwingend in die Vogelbrutzeit fallen, ist eine ökologische Baubegleitung (ÖBB) hinzuzuziehen. Diese hat die Strukturen frühestens zwei Tage vor Beginn der Arbeiten auf Besatz durch Vögel und/oder Fledermäuse zu untersuchen. Erst nach erfolgtem Negativnachweis und Freigabe durch die ÖBB darf mit den Arbeiten begonnen werden. Die Ergebnisse der ÖBB sind zu protokollieren. Das Protokoll ist der Unteren Naturschutzbehörde unaufgefordert vorzulegen Sollten auf den betroffenen Flächen Tiere besonders geschützter Arten festgestellt werden, so ist der Antragsteller verpflichtet, die weiteren Rodungs-/Bautätigkeiten unverzüglich einzustellen und umgehend mit der Unteren Naturschutzbehörde Kontakt aufzunehmen, um das weitere Vorgehen abzustimmen. b) Bau- und anlagebedingte Flächeninanspruchnahmen und insbesondere Eingriffe in Gehölzbestände im Vorhabenbereich sowie im direkten Umfeld der Bauvorhaben (durch Baustelleneinrichtungen, Zufahrten etc.) sind nach Möglichkeit zu vermeiden oder auf ein unbedingt notwendiges Maß zu minimieren. Dies gilt in besonderem Maße für die Inanspruchnahme von Gehölzen. Diese stellen einen Brutlebensraum für verbreitete Vogelarten dar. Daher sollten die Inanspruchnahmen dieser Bereiche auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt werden. c) Bei der Verwendung transparenter oder spiegelnder großflächiger Glaselemente (Fenster, Glaswände, Absturzsicherungen) oder anderer Baustoffe ist sicher zu stellen, dass diese für Vögel als Hindernis erkennbar sind. Das Bundesamt für Naturschutz verweist in diesem Zusammenhang auf den Leitfaden zum vogelfreundlichen Bauen mit Glas, dem wichtige Hinweise zur Ausgestaltung von Glasflächen entnommen werden können (vgl. https://www.vogelwarte.ch/modx/assets/files/publications/upload2017/ schmid_2012 _voegel_glas_licht_de.pdf) 2. Baumschutzsatzung a) Bei Aufstellung des Bebauungsplans ist die Satzung zum Schutz des Baumbestandes innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile und des Geltungsbereiches der Bebauungspläne im Gebiet der Stadt Köln (Baumschutzsatzung - BSchS) vom 18. Juli 2023 (Amtsblatt Nr. 28 vom 26. Juli 2023) anzuwenden. b) Im Zuge der Umsetzung des Bebauungsplanes ist die zur Zeit der Stellung des Antrages auf Erteilung einer Fällerlaubnis jeweils gültige Fassung der BSchS anzuwenden. Wenn Ersatzpflanzungen bzw. Ersatzgeldzahlungen für im Zuge der Umsetzung des Bebauungsplanes zu fällende Bäume zu leisten sind, gilt die BSchS in der jeweils gültigen Fassung soweit die betroffenen Bäume nicht bereits im Bebauungsplanverfahren bei der Bewertung und Bilanzierung nach der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung nach § 18 Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege in Verbindung mit § 1a Abs. 3 Baugesetzbuch berücksichtigt wurden. 3. Bodenschutz Die Vorschriften der §§ 6 bis 8 der Bundesbodenschutz-Verordnung (BBodSchV) sind zu beachten. 4. Denkmalschutz Innerhalb des Plangebietes sind archäologische Bodenfunde nicht ausgeschlossen. Werden bei Bodeneingriffen archäologische Bodenfunde entdeckt, ist gemäß §§ 16 und 17 Denkmalschutzgesetz (DSchG) das Römisch-Germanische Museum / Archäologische Bodendenkmalpflege der Stadt Köln unverzüglich zu informieren. 5. DIN-Vorschriften und sonstige anzuwendende Regelwerke DIN-Vorschriften und sonstige private Regelwerke, auf die in den textlichen Festsetzungen des Bebauungsplanes verwiesen wird, sind jeweils in der bei Erlass dieser Satzung geltenden Fassung anzuwenden und werden beim Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster der Stadt Köln Plankammer, Zimmer 06. E 05, Stadthaus Deutz, Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln, während der Öffnungszeiten zur Einsichtnahme bereitgehalten. 6. Externe Ausgleichsmaßnahmen Auf einer 3.187 m² großen Teilfläche des Grundstücks der Gemarkung Rondorf-Land, der Flur 7, des Flurstücks 308 im Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 66389/03, Arbeitstitel: „Rondorf Nord-West“ in Köln-Rondorf wird folgende externe Ausgleichsmaßnahme für die Eingriffe im Plangebiet hergestellt: a) Maßnahme A3.6: Entwicklung von Wiesen und Gehölzgruppen : Auf mindestens 93% der Fläche ist eine Glatthaferwiese (LW41111 / EA1) zu entwickeln. Mindestens 6% der Fläche sind mit einheimischen und standortgerechten Bäumen (GH51 / BB1) zu bepflanzen. Mindestens 1% der Fläche ist mit fünf mittel- bis großkronigen Bäumen (GH741 / BF31) als Baumgruppen zu bepflanzen. Die Durchführung und Kostentragung der Maßnahme wird im Durchführungsvertrag geregelt. 7. Lärm- und Luftschadstoffimmissionen Das Plangebiet ist durch die Lärmimmissionen des Straßenverkehrs und durch Sportlärm des Bolzplatzes vorbelastet. 8. Rechtsfolgen Innerhalb des Plangebietes bestehende Rechtssetzungen aufgrund des Preußischen Fluchtliniengesetzes, des Aufbaugesetzes NW, des Bundesbaugesetzes oder des Baugesetzbuches treten mit der Rechtsverbindlichkeit dieses Bebauungsplanes außer Kraft. 9. Rechtsgrundlagen Es gilt: - das Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2017 (BGBl. I S. 3634), - die Baunutzungsverordnung (BauNVO) vom 23. Januar 1990 (BGBl. I S. 132) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. November 2017 (BGBl. I S. 3786), - die Planzeichenverordnung (PlanZV) vom 18. Dezember 1990 (BGBl. I S. 58). - die Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen - Landesbauordnung 2018 - (BauO NRW 2018) vom 21. Juli 2018 (GV. NRW. S. 421), - jeweils die bei Erlass dieser Satzung geltende Fassung. 10. Satzung zur Erhebung von Kostenerstattungsbeträgen Die verwendeten Kürzel innerhalb der Begrünungsfestsetzungen beziehen sich auf die Anlage zur Satzung der Stadt Köln zur Erhebung von Kostenerstattungsbeträgen gemäß §§ 135a bis 135c BauGB vom 15. Dezember 2011 (Amtsblatt der Stadt Köln Nr. 1 vom 04. Januar 2012). In dieser Anlage sind mit der Angabe von Kürzeln allgemein gültige Qualitätsmaßstäbe für Begrünungsmaßnahmen der Stadt Köln formuliert. 11. Versickerung von Niederschlagswasser Aufgrund der im Rahmen einer Voruntersuchung vorgefundenen polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) und der damit einhergehenden Bestätigung der stofflichen Belastung des Untergrundes darf das anfallende Niederschlagswasser nicht gezielt zur Versickerung gebracht werden. Das Plangebiet befindet sich im Bereich der Altablagerung mit der Nummer 50702, einer ehemaligen Deponieanlage. In einem Deponiekörper ist grundsätzlich keine Versickerung von Niederschlags-wasser zulässig. Köln, den Köln, den Köln, den Köln, den Köln, den Köln, den Köln, den Flächen mit Bindungen für Bepflanzungen und für die Erhalt- ung von Bäumen und Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen Mit Geh- (G) und Fahrrechten (F) zu belastende Flächen (bei schmalen Flächen) Escher Straße Am Bilderstöckchen Anbaubeschränkungszone gemäß §9 FStrG Nachrichtliche Übernahmen - Veröffentlichung - öffentlich bestellter Vermessungsingenieur Für den Planentwurf Vorhabenträgerin Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH Straße des 17. Juni 4 51103 Köln Beigeordneter Grenze zwischen Nutzungsarten N N
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    Planwirkungsbereich der Vorlage zur Orientierung von Mitgliedern des Rates, der Ausschüsse und der Bezirksver- tretungen, die wegen Befangenheit an den Beratungen zu diesem Tagesordnungspunkt nicht teilnehmen dürfen. Anlage 1 N Stadtplanungsamt Geltungsbereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes 64492/01 Am Bilderstöckchen in Köln - Nippes 0 10050 200 300 Meter
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    A N L A G E 5 1/88 Begründung nach § 2a Baugesetzbuch (BauGB) zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan-Entwurf Nr 64492/01 Arbeitstitel: Am Bilderstöckchen in Köln-Bilderstöckchen 1. Anlass und Ziel der Planung 1.1. Anlass der Planung Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 11. 02.2014 das Stadtentwicklungskonzept Wohnen (Beschlussvorlage 3443/2013 "Stadtentwicklungskonzept Wohnen" (StEK Wohnen)) beschlossen. Am 20.12.2016 nahm der Rat der Stadt Köln das Ergebnis der Flächenrecherche für weiteren Wohnungsneubau zur Kenntnis und fasste den Beschluss zur Umsetzung des StEK Wohnen (Beschlussvorlage 1028/2015 „Umsetzung StEK Wohnen – hier: Neue Flächen für den Wohnungsbau“). Das StEK Wohnen zeigt Optionen zur weiteren Flächenaktivierung auf, u. a. durch Nutzung von Baulücken, Innenentwicklung im Be stand, ÖPNV-Netzerweiterung, Generationenwechsel im Bestand, interkommunale Koop eration und Regionalplan- überarbeitung, um der prognostizierten Unterdeckung bis 2029 von rund 17.000 Wohneinheiten (WE) Entwicklungspotenziale zur Decku ng des Wohnraumbedarfs in der weiter wachsenden Stadt entgegen zu wirken. Im StEK Wohnen wurde auch ermittelt, welche Wohnbaureserveflächen im Stadtgebiet, für die noch keine Baureife, das heißt Planungsrecht und ge sicherte Erschließung, vorliegt, als Ressourcen vorhanden sind. Im Stadtbezirk Nippes wurden mehrere Potentialflächen erkannt. Das Gebiet nördlich der Straße Am Bilderstöckchen, angrenzend an die öffentliche Grünfläche ist eine dieser Potentialflächen (Nr. 5.08), die kurz- bis mittelfristig für Wohnzwecke entwickelt werden soll. Um diese Entwicklung zu ermöglichen, soll ein neuer vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Vorhabenträgerin, die GAG, hat mit Schreiben vom 05.09.2022 die Einleitung des Verfahrens zur Aufstellung eines vor habenbezogenen Bebauungsplans beantragt. Vor dem Hintergrund des prognostizierten Bevölkerun gswachstums mit einem Anstieg der Einwohnerzahl, der Zahl der Haushalte und damit ein hergehend einer erhöhten zusätzlichen Nachfrage nach Wohnraum, soll durch das neue Quarti er ein Beitrag zur Deckung des aktuellen Wohnraumbedarfs innerhalb der Stadt Köln geleistet werden. 1.2. Ziel der Planung Ziel der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauung splanes ist die Arrondierung der bestehenden Bebauungsstrukturen am nördlichen Rand von Bilderstöckchen mit Mehrfamilienhäusern und die Errichtung von ca. 100 Wohneinheiten. Es kommt das Kooperative Baulandmodell 2017 (KoopBLM 2017) zur A nwendung. Es gilt die angepasste Fassung der Umsetzungungsanweisung des KoopBLM 2017plus vom 05.05.2022. Zur Realisierung des Vorhabens bedarf es der Schaff ung planungsrechtlicher Voraussetzungen auf den Ebenen der vorbereitenden und verbindlichen Bauleitplanung. 2. Verfahren Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzun g am 27.10.2022 nach § 12 Absatz 2 BauGB in Verbindung mit § 13b BauGB die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes 64492/01 „Am Bilderstöckchen“ in Köln-Bilderstöckchen (Beschlussvorlage 3166/2022) beschlossen. 2/88 Die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB erfolgte in der Zeit vom 17.09.2019 bis einschließlich 19.12.2019. Die Öffentlichkeit konnte sich gemäß § 3 Abs. 1 BauGB über die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die wesentlichen Auswirkungen der Planungen beim Stadtplanungsamt unterrichten und sich in der Zeit vom 02.01.2023 bis einschließlich 20.01.2023 zur Planung äußern. Es gingen keine Stellungnahmen ein. Im Mai 2023 wurden dem Gestaltungsbeirat drei städtebauliche Varianten mit Untervarianten, welche zuvor in einer Abstimmungsrunde zwischen der Stadt Köln, der Vorhabenträgerin und dem Architekturbüro aus 15 Varianten als beste Lösu ngen ausgesucht wurden, zur Entscheidung vorgestellt. Der Gestaltungsbeirat hat sich in seiner Sitzung am 09.05.2023 für die Variante mit drei Baukörpern und einer Geschoss igkeit von vier bis maximal sechs Vollgeschossen plus Staffelgeschoss entschieden. Aufgrund der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig vom 18. Juli 2023, dass Freiflächen außerhalb des Siedlungsbereiches einer Gemeinde nicht im beschleunigten Verfahren nach § 13b Satz 1 BauGB ohne Umweltprüfun g überplant werden dürfen, da dies gegen europäisches Umweltrecht verstößt, wurde das Bebauungsplanverfahren auf ein Normalverfahren nach § 2 BauGB in Verbindung mit § 12 BauGB umgestellt. Der Vorgabenbeschluss zur Ausarbeitung des Bebauung splan-Entwurfes wurde vom Stadtentwicklungsausschuss in der Sitzung am 14.03. 2024 positiv beschlossen. Die Beschlussvorlage wurde im Vorfeld am 07.03.2024 vom Ausschuss Klima, Umwelt und Grün und am 14.03.2024 von der Bezirksvertretung Nippes (BV 5) ungeändert empfohlen. Die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger ö ffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB erfolgte in der Zeit vom 19.08.2024 bis einschließlich 17.09.2024. Der geltende Flächennutzungsplan (FNP) stellt den Änderungsbereich als Grünfläche dar. Die Planung des Wohngebietes ist aus der aktuellen Darstellung des FNP nicht zu entwickeln. Der FNP wird daher im Parallelverfahren gemäß § 8 Abs. 3 BauGB geändert, dass zeitgleich läuft. 3. Erläuterungen zum Plangebiet 3.1. Lage und Abgrenzung des Plangebietes Das Plangebiet liegt im Stadtbezirk 5, Köln-Nippes, im Stadtteil Bilderstöckchen. Der Stadtteil Köln-Bilderstöckchen befindet sich westlich im Stadtbezirk Nippes. Er erstreckt sich östlich der Bundesautobahn A 57 von der Inneren Kanalstraße im Süden bis zum Gewerbegebiet Longerich im Norden. Das Plangebiet befindet sich am nord-westlichen Rand der Wohnbebauung im Stadtteil Köln- Bilderstöckchen und stellt den Übergang zu den nörd lich gelegenen Freiflächen dar. Es wird von der Straße Am Bilderstöckchen erschlossen. Der Geltungsbereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes umfasst eine Fläche von ca. 0,94 ha und beinhaltet die Flurstücke 604 und 606 sowie Teile von 607. Alle Flurstücke liegen in der Gemarkung Longerich, Flur 6. Im Norden wird das Plangebiet durch den neuen Fuß- und Radweg im angrenzenden Klimapark (Bilderstöckchen) begrenzt. Östlich und S üdlich schließt die dreigeschossige Bestandsbebauung Vogesenstraße 36-56 bzw. die fünf- bis achtgeschossige Bestandsbebauung Am Bilderstöckchen 58-70 an das Pl angebiet an. Westlich grenzt das Plangebiet an die Escher Straße und den Knotenpunkt Äußere Kanalstraße / Robert-Perthel- Straße. Die Grundstücke befinden sich sowohl in städtischem Besitz als auch im Eigentum der Grund und Boden GmbH (Grubo GmbH, Tochterunternehmen der GAG). Sie werden derzeit nicht baulich genutzt. Das Teilgrundstück der Grubo wird derzeit als Parkplatz genutzt. Das städtische Grundstück wird als Außenbereich nach § 35 BauGB eingestuft. Das 3/88 Grundstücksgeschäft zwischen der Stadt Köln und der Vorhabenträgerin, der Mietmanagementgesellschaft der GAG (M-GAG), wurde 12/2022 vollzogen. Das Erbbaurecht kann gemäß Erbbaurechtsvertrag erst eingetragen werden, wenn der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan vorliegt. Bis dahin verfügt die M -GAG jedoch bereits über alle Rechte eines Erbbaurechtsnehmers. 3.2. Bestandssituation / Vorhandene Struktur 3.2.1. Bebauung und Nutzung im Plangebiet Bei dem Plangebiet handelt es sich zum überwiegende n Teil um eine Freifläche für die Naherholung und zu einem kleinen Teil um eine beste hende vollversiegelte Parkplatzfläche. Im nordwestlichen Bereich gibt es einen größeren Bestand an Bäumen und Sträuchern. Eine bestehende Bebauung gibt es an dieser Stelle nicht. Das Gelände ist durchgehend eben mit Geländehöhen zwischen 49,51 m und maximal 50,26 m ü. NHN. Einzig im nordöstlichen Bereich fällt das Gelände zum Flurstück 250 hin leicht ab. An dieser Stelle beträgt die Geländehöhe 49,22 m ü. NHN. 3.2.2. Bebauung und Nutzung in der Umgebung des Pla ngebietes Der Stadtteil Köln-Bilderstöckchen wurde erstmals E nde des 19. Jahrhunderts bebaut, nachdem der Bahnhof Nippes und der Schlachthof in E hrenfeld errichtet wurden. Es folgten erste Wohnhäuser und eine Schule. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden weite Flächen zur Errichtung eines Artilleriedepots herangezogen, die nach der Aufgabe von der Stadt Köln übernommen und mit Hilfe der Siedlungsgesellschaft „Am Bilderstöckchen“ umgenutzt und zu Wohnungen umgebaut wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelten sich die Bauten der Wohnungsbaugenossenschaften weiter, wodurch Köln-Bilderstöckchen weiter gewachsen ist. Heute unterteilt sich der Stadtteil hinsichtlich de r Nutzung in drei Teilbereiche. Der nördliche Bereich rund um die Robert-Perthel-Straße ist durch das Gewerbegebiet GE Bilderstöckchen mit großen Hallenstrukturen geprägt. Während der zentrale Bereich zwischen der Straße Am Bilderstöckchen und dem Parkgürtel überwiegend aus Wohngebäuden besteht, stellt sich der Bereich südlich der Nievenheimer Straße wiederum al s gemischtes Gebiet mit Wohngebäuden, Gewerbestrukturen und ansässigen Dienstleistungsunternehmen dar. Das Plangebiet liegt in einem homogenen Umfeld zwis chen Geschosswohnungsbauten und angrenzenden Grünflächen. Das direkte bauliche Umfeld südlich des Plangebietes ist geprägt von einer offenen Bauweise und drei- bis achtgescho ssigen Wohngebäuden mit Flachdächern. Der nordöstlich angrenzende Bereich sowie das erweiterte Umfeld ist von drei- bis viergeschossigen Zeilenbauten mit überwiegendem Satteldach geprägt. Vereinzelt befinden sich zwei- bis dreigeschossige Reihenhäuser in der Umgebung. 3.2.3. Soziale Infrastruktur Im Umfeld des Plangebietes findet sich eine Vielzah l an Wohnfolgeeinrichtungen, da das Gebiet am Rand des gewachsenen Stadtteils Köln-Bilderstöckchen liegt. Kindertagesstätten In direkter Nachbarschaft des Plangebietes befindet sich eine Kindertagesstätte (Am Bilderstöckchen 60c), die ein anerkanntes Familienz entrum der Stadt Köln ist. Das Familienzentrum Bilderstöckchen bietet seit vielen Jahren diverse Angebote im Stadtteil an, wobei die Arbeit mit Familien im Mittelpunkt steht. Das Familienzentrum dient als Ort der Begegnung und bietet eine umfassende Betreuung, Beratung und Bildung an. Südöstlich des Plangebietes gibt es mit der Katholischen Kindertagesstätte St. Franziskus eine 4/88 weitere Wohnfolgeeinrichtung in der näheren Umgebung (ca. 500 m Entfernung). Im gesamten Stadtteil Köln-Bilderstöckchen gibt es zudem drei weitere Kitas an der Stuttgarter Straße und der Escher Straße. Schulen Die dem Plangebiet nächstgelegenen Schulen sind die Gemeinschaftsgrundschule GGS Alzeyer Straße und die Katholische Grundschule KGS Alzeyer Straße sowie die Katholische Grundschule KGS Osterather Straße. Die Grundschulen im Stadtteil verfügen über ausreichende Kapazitäten, um den durch die Planung entstehenden Bedarf an neuen Schulplätzen aufzunehmen. Im Stadtteil Köln-Bilderstöckchen gibt es aktuell d rei weiterführende Schulen. Die Gemeinschaftshauptschule GHS Reutlinger Str. und das Dreikönigsgymnasium an der Escher Straße liegen ca. 13 bzw. 11 Gehminuten vom Plangeb iet entfernt. Das Gebäude des Dreikönigsgymnasiums wurde seit Ende 2021 bis zum 2 . Quartal 2024 generalsaniert und wurde hierzu in einen Interimsbau im Bürgerpark Nord, östlich der Escher Straße und ca. 200 m vom Plangebiet entfernt, ausgelagert. Seit dem Sc huljahr 2024/2025 wird das nun freie Interimsgebäude im Bürgerpark Nord von einer neuen Gesamtschule zwischengenutzt, deren letztgültiges neues Schulgebäude am Standort Schmie degasse nach Baufertigstellung frühestens 2030 bezogen werden wird. Des Weiteren befindet sich das Joseph-DuMont-Berufskolleg, ebenfalls an der Escher Straße, im Stadtteil Köln-Bilderstöckchen. Freizeitliche Einrichtungen Im direkten Umfeld des Plangebietes gibt es einige freizeitliche Einrichtungen. Das Lucky’s Haus (Am Bilderstöckchen 58a), welches von der SKM Köln betrieben wird, bietet Kindern, Jugendlichen und Familien aus Köln-Bilderstöckchen ein großes Angebot an Begegnungsmöglichkeiten (u.a. ein Jugendcafé). Für den Stadtteil Köln-Bilderstöckchen liegt hinsic htlich des Verhältnisses zwischen vorhandener Spielplatzfläche und Einwohnerzahl (15. 441 EW) ein Fehlbedarf von 9.338 m² vor. Der angestrebte Wert von 2 m² Spielplatzfläche pro Einwohner in Köln-Bilderstöckchen wird mit einem m²-Wert von 1,40 m² unterschritten. In der näheren Umgebung des Plangebietes gibt es mehrere Spielplätze sowie den Bolzplatz im nördlich angrenzenden Klimapark. In ca. 1 km Entfernung an der Longericher Straße be findet sich ein Standort des Netzwerk e.V., der als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe ein vielfältiges Angebot zur Pädagogik und Bildung im Kindes- und Jugendalter anbietet. 3.2.4. Begrünung und Freiraum Der Stadtbezirk Köln-Nippes im nördlichen Köln am l inken Rheinufer zeichnet sich durch die Rheinaue und eine Vielzahl an verschiedenen Grünflä chen aus. Die Parkflächen Lohsepark, Lis-Böhle-Park, Johann-Giesberts-Park, Nordpark, To ni-Steingass-Park, Weidenpescher Park, Nippeser Tälchen, Blücherpark,Bürgerpark Nord und Klimapark sorgen über den gesamten Stadtbezirk für ein zusammenhängendes Netz an Grünflächen. Ergänzt wird dieses Netz durch große Grünflächen, wie die Galopprennbah n und den Nordfriedhof in Köln- Weidenpesch. Innerhalb des Stadtbezirks liegen mehr ere Landschaftsschutzgebiete sowie das Naturschutzgebiet NSG N 13 „Am Ginsterpfad“. Zu dem ist das Rheinufer als Naherholungsgebiet ausgebaut. Die Grünflächen des Stadtteils Köln-Bilderstöckchen befinden sich überwiegend entlang der Bundesautobahn A 57. Hier liegen der Blücherpark, d er Bürgerpark Nord, mehrere Kleingartenanlagen und weitere Grünflächen, die zus ammen das Landschaftsschutzgebiet LSG L 10 „Erholungsgebiet Bürgerpark Nord und angre nzende Grünverbindungen“ bilden. 5/88 Des Weiteren gibt es Sport- und Erholungsflächen, w ie z.b. die Tennisanlage des TK Grün- Gold e.V. Bilderstöckchen verfügt nicht über zentra l im Stadtteil gelegene Grünflächen, sondern wird im Norden und Westen von Grünstrukture n tangiert, wie beispielsweise durch die Grünradiale Bürgerpark Nord. Das Plangebiet verfügt über einen hohen Anteil an G rünflächen und Baumbestand. Nördlich angrenzend an die Bestandsbebauung befindet sich der Klimapark. 3.3. Bestehende Erschließung 3.3.1. Äußere Erschließung Der Stadtbezirk Nippes wird am westlichen Rand von der Bundesautobahn A 57 und am nördlichen Rand von der Bundesautobahn A 1 begrenzt. Über insgesamt drei Anschlussstellen kann das regionale und überregionale Verkehrsnetz i n Richtung Düsseldorf / Oberhausen, Leverkusen / Dortmund und Aachen überdurchschnittli ch gut erreicht werden. Des Weiteren gibt es mit den S-Bahnhaltestellen Köln-Nippes, Gel dernstr./Parkgürtel und Köln-Longerich Anschlussmöglichkeiten an das Verkehrsnetz der Deutschen Bahn. Das Plangebiet wird über die Straße Am Bilderstöckchen erschlossen. In unmittelbarer Nähe zum Plangebiet liegen die Äußere Kanalstraße/Robert-Perthel-Straße, die Escher Straße und die Longericher Straße. Während die Äußere Kanalstraße und Escher Straße eine Verbindung in die Kölner Stadtteile Ehrenfeld und Nippes darstellen, führen die Robert-Perthel-Straße und Longericher Straße in nördlicher Richtung nach Köln -Longerich und weiter bis nach Köln- Chorweiler. Über den Anschlusspunkt 29 Köln-Bickendorf, der ca. 300 m vom Plangebiet entfernt liegt, ist die Bundesautobahn A 57 in Richtung Neuss / Düsseld orf und die Bundesautobahn A 1 in Richtung Dortmund / Saarbrücken zu erreichen. 3.3.2. Öffentlicher Personennahverkehr, Car-Sharing Die dem Plangebiet nächstgelegene ÖPNV Anbindung de r Buslinien 121 (Langel Fähre bis Neusser Str. / Gürtel), 127 (Longericher Str. bis E bertplatz), 140 (Aachener Str. / Gürtel bis Ebertplatz) und 147 (Am Bilderstöckchen bis Niehl Nord) ist die Haltestelle Am Bilderstöckchen auf der gleichnamigen Straße und liegt nur 2 Gehmin uten vom Plangebiet entfernt. Während die Buslinie 127 montags bis freitags in der Hauptv erkehrszeit im 10 Minuten-Takt verkehrt, fahren die Buslinien 121, 140 und 147 in der Hauptverkehrszeit im 20 Minuten-Takt. Über die genannten Buslinien können die S-Bahnhalte stellen Köln-Nippes, Geldernstr./Parkgürtel sowie die Stadtbahnhaltestel le Geldernstr./Parkgürtel und Neusser Str./Gürtel in max. 11 Fahrminuten erreicht werden. An der S-Bahnhaltestelle Geldernstr./Parkgürtel halten die S-Bahnlinien S 6 (Köln-Worringen – Essen Hbf) und S 11 (Düsseldorf Flughafen bis Bergisch Gladbach). Mit den S-Bahnlinien S11 und S 6, die über die Haltestellen Köln-Nippes und Köln-Hansaring den Kölner Hauptbahnhof erreichen, ist der Anschluss an die Kölner Innenstadt innerhalb von 5-8 Fahrminuten gewährleistet. Zudem besteht am Köl ner Hauptbahnhof der Anschluss an den Regional- und Fernverkehr.An den Stadtbahnhalte stellen Geldernstr./Parkgürtel besteht die Anschlussmöglichkeit an die Linie 13 (Sülzgürte l bis Thielenbruch). An der Stadtbahnhaltestelle Neusser Str./Gürtel, die ebenf alls durch die Linie 13 bedient wird, kann in die Linie 12 (Zollstock Südfriedhof bis Merkenic h/Niehl Nord) und Linie 15 (Ubierring bis Chorweiler) umgestiegen werden. Die dem Plangebiet nächstgelegene Stadtbahnhaltestelle Escher Straße liegt ca. 1,2 km (ca. 16 Gehminuten) entfernt. Hier verläuft die bereits erwähnte Linie 13. Die Anbindung des Stadtteils an den öffentlichen Personennahverkehr ist als durchschnittlich bis gut zu bewerten. 6/88 Carsharing-Angebote Das grundsätzliche Carsharing-Angebot unterteilt si ch in zwei Arten: das flexible und das stationsgebundene Carsharing. Beide Formen des Carsharings sind in Köln zu finden und auf der linken Rheinseite der Stadt besser ausgebaut. Während beim stationären Carsharing, das auch als stationsbasiertes Carsharing bezeichnet wi rd, die Autos über eine Stadt oder einen Ort verteilt sind und auf festen Stellplätzen, oft an Mietstationen, stehen, können Autos beim flexiblen Carsharing überall im Stadtgebiet abgehol t und abgestellt werden, wodurch eine höhere Flexibilität vorhanden ist. Zudem gibt es be im flexiblen Carsharing keine zeitliche Begrenzung für die Nutzung der Fahrzeuge. Im Stadtbezirk Nippes gibt es insgesamt drei Statio nen des Anbieters Cambio. Die nächstegelgene Station liegt ca. 30 Gehminuten vom Plangebiet entfernt in der Kempener Straße. Das Plangebiet liegt innerhalb des Geschäftsgebiets des flexiblen Anbieters ShareNow, sodass Nutzerinnen und Nutzer die Autos, welche sic h rund um das Plangebiet befinden, jederzeit spontan und flexibel anmieten und im gesa mten Geschäftsgebiet wieder abstellen können. Die Abwicklung des Vorgangs (Anmieten, Abre chnung und Abstellen) erfolgt über eine digitale App. 3.3.3. Fuß- und Radverkehr Im Plangebiet gibt es keine bestehenden Fußwegeverb indungen. In der öffentlichen Grünfläche nördlich und östlich des Plangebiets bestehen Fußwegeverbindungen, welche die Verbindung in die umliegenden Quartiere und Freirau mstrukturen sicherstellen. Die Straßen in der näheren Umgebung des Plangebietes verfügen über beidseitige Gehwege, sodass eine Trennung zwischen den Verkehrsteilnehmenden besteht . Lichtsignalanlagen und Fußgängerüberwege ermöglichen zudem eine sichere Überquerung der Straßen. Die RegioGrün Erlebnisroute Nord des Radverkehrsnetztes NRW führt in unmittelbarer Nähe zum Plangebiet vorbei. Westlich der Escher Straße, in den Grünflächen um den Interimsstandort des Dreikönigsgymnasiums liegt die dazugehörige Wegmarkierung Nr. 18144335 „Weg durch Park / Abzweig südl. Überführun g“. Die Route führt vom Startpunkt „Mediapark, Köln“ durch den Stadtteil Köln-Bilderst öckchen, vorbei an Pulheim und Sinnersdorf, durch das nationale Waldgebiet Chorbus ch bis zum Endpunkt „Kloster Knechtsteden, Dormagen-Knechtsteden“. In den Straßen rund um das Plangebiet wird der Radverkehr auf der Straße geführt. Einzig auf der Escher Straße und der Longericher Straße gibt es einen einseitigen Fahrradweg, der durch eine Markierung (durchgezogene Linie oder Randstein) vom Gehweg getrennt ist. 3.3.4. Ver- und Entsorgung Wasser-/Energieversorgung Die Energieversorgung der im Umfeld vorhandenen Bes tandsbebauung erfolgt über Gas- Brennwertthermen. Über die in der Straße Am Bilders töckchen gelegenen Wasserleitungen wird die Bestandsbebauung mit Frischwasser versorgt.Abwasserentsorgung Der Planbereich liegt im Einzugsbereich des Großklärwerks Köln-Stammheim. Das häusliche Schmutzwasser kann problemlos vom Schmutzwasserkanal in der Straße Am Bilderstöckchen und der umliegenden Kanalisation aufgenommen werden. 3.4. Naturraum und Klima Die Stadt Köln liegt in der Kölner Bucht, einer tri chterförmigen, durch den Rhein geprägten Flusstallandschaft zwischen den stufenartig ansteigenden Hängen des Bergischen Landes im Osten und der Eifel im Südwesten. Die Stadt ist bes timmt von der Lage am Rhein, der nach 7/88 dem Austritt aus dem südlich von Köln gelegenen Schiefergebirge als Niederrhein bezeichnet wird. Die geschützte, günstige Lage bewirkt das Vorherrschen eines milden Klimas. Köln liegt im Großraum der Übergangszone vom gemäßigten Seeklima zum Kontinentalklima mit milden Wintern und mäßig warmen Sommern. 3.4.1. Baumbestand Der Ratsbeschluss der Stadt Köln vom 24.05.1984 leg t fest, dass bei der Aufstellung und Änderung von Bebauungsplänen stets der nach der Bau mschutzsatzung schützenswerte Baumbestand erfasst und auf seinen Erhaltungswert überprüft werden muss. Zur Bewertung des Baumbestandes wurde im Vorfeld de r Planung eine Bestandsaufnahme des Baumbestandes und der Biotoptypen im Plangebiet erstellt. Der heutige Bestand im Innenhofbereich der Bestandsbebauung weist einen Baumbestand im Bereich der Parkplätze, Wege- sowie Spielflächen auf. Der durch den Bebauun gsplan überplante Teilbereich des „Bürgerpark Nord“ wird von Gebüsch mit überwiegend standorttypischen Gehölzen dominiert, die durch einzelne Großbäume ergänzt werden. Insgesamt wurden auf dem Areal 92 Gehölze kartiert und dokumentiert, die sich innerhalb des Plangebiets sowie unmittelbar angrenzend an diesem befinden. Insgesamt sind 25 der 92 Bestandsgehölze gemäß der Baumschutzsatzung der Sta dt Köln (2023) geschützt (siehe Kapitel 2.4.8.4 „planungsrechtliche Sicherung schützenswerter Bäume“ bzw. Anlage 1 und 5 des GOP). 3.4.2. Boden Das Plangebiet befindet sich im Verbreiterungsberei ch der Niederterrasse des Rheins, innerhalb einer wiederverfüllten, ehemaligen Sand- und Kiesabgrabung und stellt sich als ebenes Gelände mit Geländehöhen zwischen 49,14 m und 51,00 m ü. NHN dar. Das Plangebiet liegt gemäß der städtischen Auskunft im Bereich der Altablagerung Nr. 50702 und wurde bereits im Jahr 2002 erstmals untersucht. Die Geländearbeiten (Ingenieurbüro Dr. Tillmanns & Partner GmbH, 04.09.2002) erfolgten im Juni/Juli 2002 und wurden mittels einer flächendeck enden Erkundung aus Bohrungen, Rammkernsondierungen sowie Oberflächenmischbeprobungen erkundet. Demnach bestehen die im zentralen Bereich der Altablagerung bis zu 25 m mächtigen Auffüllungen vorzugsweise aus Bodenaushub und Bauschutt als Hauptbodenarten s owie nachgeordnet Aschen, Schlacken, Schwarzdeckenmaterial, Haus- und Gewerbe müll als nachgeordneten Nebenbodenarten. Die bis 0,35 m unter Oberkante Gelände (OKG) fläche ndeckend entnommenen Oberflächenmischproben zeigten ausschließlich humos en Bodenaushub (Schluff und Feinsand) mit Bauschutt als Nebenbodenart. Während im östlichen, südöstlichen und südlichen Un tersuchungsgebiet keine oberhalb der relevanten Bestimmungsgrenze von 0,1 Volumen-% lieg enden Methangehalte festgestellt wurden, wurden im zentralen Bereich des Untersuchungsgebietes ein Methan-Gehalt von lokal bis zu 3,9 Volumen-% und im südwestlichen Bereich von bis zu 13 Volumen-% nachgewiesen. Ferner wurden leicht erhöhte bis erhöhte CO2-Gehalt e als Hinweis auf lokal aerobe Abbauprozesse organischer Substanzen festgestellt. Bei späteren Untersuchungen wurden Methangehalte von bis zu 37 Vol.-% ermittelt. Für die aktuelle nutzungsorientierte Gefährdungsabschätzung (Ingenieurteam Dr. Hemling & Gräfe GmbH, 2024) wurden eine historische Kartenrec herche, das Abteufen von 5 Baggerschürfen, die chemische Untersuchung von Auff üllungsmaterial, mit insgesamt neun Mischproben im Feststoff bzw. im Eluat durchgeführt . Zusätzlich wurde eine zweimalige Untersuchung des Grundwassers an drei Grundwasserme ssstellen auf den Gehalt an 8/88 leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffen (LHKW) durchgeführt. Die Ergebnisse der Gefährungsabschätzung sind im Kapitel 5.8.7 beschrieben. Das Plangebiet liegt außerhalb geplanter und festgelegter Wasserschutzgebiete. Der mittlere Grundwasserstand liegt auf dem Gelände bei ca. 39,0 m ü. NHN. 3.4.3. Klima Das Klima in Köln-Bilderstöckchen ist gemäßigt und wird durch die Lage in der Kölner Bucht beeinflusst. Für das Plangebiet liegen die folgenden meteorologischen/klimatischen Daten vor: Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 12,8 °C (Quel le: DWD). Gemäß den städtischen Klimasimulationen (Quelle: DWD, Stadt Köln) ist das Plangebiet hinsichtlich Hitze heute als mäßig belastet eingestuft. 3.4.4. Niederschläge/Hochwasser Es gibt in der Kölner Bucht ganzjährig Niederschläg e, wobei die Sommermonate tendenziell etwas feuchter sind. Die Niederschlagsmenge verteilt sich relativ gleichmäßig über das Jahr. Der mittlere Jahresniederschlag im Plangebiet liegt bei 630 mm (Quelle: StEB Zeitraum 2000- 2022). Nach Angaben des Klimaatlas NRW liegt die mittlere aktuelle Verdunstungsleistung ETa zwischen 360-380 mm (l/m²). Das Plangebiet liegt außerhalb der Gebiete, für die Hochwassergefahren bestehen. Weder ist für ein mittleres Ereignis noch für ein extremes Er eignis eine Eintragung in den Hochwassergefahrenkarte vorhanden. 3.5. Alternativstandorte Bei der Planung handelt es sich überwiegend um die Umwandlung einer Grünfläche mit Baumbestand in Wohnbaufläche. Die Grünfläche wurde in der Umsetzung des Stadtentwicklungskonzeptes Wohnen (StEK Wohnen) als Potentialfläche für eine bauliche Entwicklung erkannt. Durch das Planvorhaben soll die Arrondierung der be stehenden Bebauungsstrukturen, bei denen es sich überwiegend um Bestände der GAG hande lt, am nördlichen Rand von Köln- Bilderstöckchen vorgenommen und ein Beitrag zur Deckung des aktuellen Wohnraumbedarfs innerhalb der Stadt Köln geleistet werden. Die gepl anten Wohnungen werden ausschließlich im öffentlich-geförderten Segment errichtet. Aus diesen Gründen wird dem Plangebiet eine hohe Pr iorität bei der Flächenentwicklung eingeräumt und die Fläche für eine zeitnah zu errichtende Wohnbebauung herangezogen. 4. Planungsvorgaben 4.1. Regionalplan Der gültige Regionalplan für den Regierungsbezirk K öln (Teilbereich Region Köln, kurz: Regionalplan Köln) legt im östlichen Teil des Plang ebietes einen Allgemeinen Siedlungsbereiches (ASB) sowie im westlichen Teil e inen Waldbereich, überwiegend mit der Überlagerung „Schutz der Landschaft und landschafts orientierte Erholung“ fest. Auch die bereits bestehenden Wohngebäude an der Straße Am Bilderstöckchen liegen zum großen Teil außerhalb des ASB. Aufgrund des Urteiles des Oberverwaltungsgerichts ( OVG NRW) vom 21.03.2024 sind wesentliche Festlegungen des 1. Änderungsverfahrens des LEP für unwirksam erklärt worden. Betroffen ist hierdurch auch das Ziel 2-3 „Siedlungsraum und Freiraum“ sowie die in diesem Ziel definierten Ausnahmetatbestände für eine Baufl ächendarstellung im Freiraum. Gemäß 9/88 den bisher geltenden Regelungen konnte die beabsichtigte Darstellung einer Wohnbaufläche vor allem durch den unter dem 1. Spiegelstrich des Zieles 2-3 definierten Ausnahmetatbestand begründet werden. Hier war bestimmt, dass im region alplanerischen Freiraum ausnahmsweise Bauflächen und -gebiete dargestellt u nd festgesetzt werden können, wenn diese unmittelbar an den Siedlungsraum anschließen und die Festlegung des Siedlungsraums nicht auf einer deutlich erkennbaren Grenze beruht. Bei den Zielen des LEP, die durch das OVG Urteil vom 21.03.2024 für unwirksam erklärt worden sind, treten wieder die Festlegungen des LEP mit Stand vom 08.02.2017 in Kraft. Insofern kommen für die vorliegende Planung vorrang ig die nachfolgenden Ziele und Grundsätze der Landes- und Regionalplanung in Betracht. LEP NRW - Ziel 2-3: Siedlungsraum und Freiraum (LEP 2017): „(…) Die Siedlungsentwicklung der Gemeinden vollzieht sich innerhalb der regionalplanerisch festgelegten Siedlungsbereiche.“ LEP NRW – Ziel 7.3-1 – Walderhaltung und Waldinanspruchnahme (LEP 2017): „(…) Ausnahmsweise dürfen Waldbereiche für entgegen stehende Planungen und Maßnahmen nur dann in Anspruch genommen werden, wenn für die angestrebten Nutzungen ein Bedarf nachgewiesen ist, dieser nicht außerhalb des Waldes realisierbar ist und die Waldumwandlung auf das unbedingt erforderliche Maß beschränkt wird. (…).“ Der Regionalplan Köln formuliert vor allem in den K apiteln B.1 „Generelle Entwicklung des Siedlungsraumes“, Kapitel B.1, D.1.3 und D.3.3 die für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan wesentlichen Ziele. Kapitel B.1 – Generelle Entwicklung des Siedlungsraumes: Gemäß dem Ziel 1 soll sich im Sinne einer nachhalti gen Raumentwicklung die Siedlungsentwicklung der Gemeinden auf den Flächen vollziehen, die im Regionalplan als Siedlungsbereiche dargestellt sind. Kapitel D.1.3 – Waldbereiche: Gemäß dem Regionalplan Köln, Kapitel D.1.3 Ziel 2 d ürfen Walgebiete nur für andere Nutzungen in Anspruch genommen werden, wenn die ang estrebten Nutzungen nicht außerhalb des Waldes realisierbar sind und der Eing riff in den Wald auf das unbedingt erforderliche Maß beschränkt wird. Funktionsverluste müssen ersetzt werden. Kapitel D.3.3 – Bereiche für den Schutz der Landschaft und landschaftsorientierten Erholung (BSLE): In Ziel 1 des Kapitel D.3.3 wird ausgeführt, dass i n den BSLE die Bodennutzungen und ihre Verteilungen auf eine nachhaltige Erhaltung und Wie derherstellung der natürlichen Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes und des Land schaftsbildes sowie der Erholungseignung auszurichten sind. Im Weiteren wer den einzelne Belange aufgeführt, die der Sicherung bzw. Wiederherstellung dienen sollen. Es werden hier u.a. genannt: das Landschaftsbild, die landschaftsgebundene Erholung sowie landschaftstypische Lebensräume und der Aufbau eines Biotopverbundsystems. In seiner Sitzung am 10.12.2021 hat der Regionalrat des Regierungsbezirks Köln den Aufstellungsbeschluss für die Neuaufstellung des Regionalplanes gefasst und damit auch den Planentwurf des neuen Regionalplanes für das weitere Verfahren beschlossen. Der Entwurf zur Regionalplan-Neuaufstellung legt für das Plangebiet, welcher unmittelbar an die Bestandssiedlung Bilderstöckchen angrenzt, künftig einen ASB fest. Lediglich die westliche Spitze des Änderungsbereiches verbleibt optisch als Abrundung im Entwurf (Stand Dezember 2021) als Allgemeiner Freiraum- und Agrarbereich (A FAB). Dies wird als Unschärfe der Überlagerung des Plangebietes und des aktuellen Ent wurfs des neuaufgestellten Regionalplanes im Planausschnitt ermessen. 10/88 Der Entwurf bestätigt die Einschätzung, dass die Fl ächen voraussichtlich durch die Regionalplanungsbehörde als grundsätzlich geeignet für eine ASB-Festlegung angesehen werden. Die Festlegungen des Entwurfes sind als in Aufstellung befindliche Ziele bei der Bauleitplanung in der Abwägung zu berücksichtigen. Vereinbarkeit des vorhabenbezogenen Bebauungsplans mit den Zielen der Landes- und Regionalplanung Siedlungsraum und Freiraum Durch die Einleitung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans ist beabsichtigt einen bislang als Grünfläche dargestellten Bereich künftig als Al lgemeines Wohngebiet und öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung Spielplatz festz usetzen. Das Plangebiet umfasst insgesamt eine Fläche von 0,9 Hektar. Somit bewegt man sich hier deutlich unterhalb der Darstellungsschwelle des Regionalplanes (von ca. 10 Hektar) und innerhalb des Interpretationsspielraums, der sich aufgrund der ma ßstäblichen Unschärfe des Planwerks ergibt (ca. 100-150 Meter). Bei dem Vorhaben handelt es sich um die Weiterentwi cklung einer bestehenden Wohnbebauung. Es ist kein planerisch begründeter bzw. örtlich erkennbarer Grenzverlauf des ASB zu erkennen, da bereits die heutige Bestandsbebauung diese ASB-Ausweisung deutlich überschreitet und somit innerhalb des regionalplane rischen Freiraums liegt. Die Siedlungskante wird mit der Neuplanung in Richtung Norden fortgeführt und begradigt, sodass letztlich mit der Planung eine klare Siedlungskante zum Freiraum geschaffen wird. Da durch die vorgesehene Bebauung der vorhandene Siedlungsra um abgerundet wird, entsteht auch keine Splittersiedlung. Walderhaltung und Waldinanspruchnahme Die Zielausnahme zum LEP-Ziel 7.3-1 beschreibt, das s eine angestrebte Nutzung nicht innerhalb eines regionalplanerisch festgelegten Walbereiches realisiert werden darf, wenn für den mit der Planung oder der Maßnahme verfolgten Zweck außerhalb von Walbereichen eine zumutbare Alternative besteht. Der Begriff der Zumutbarkeit setzt diesbezüglich voraus, dass der Mehraufwand in einem vertretbaren Verhältnis zur konkreten Beeinträchtigung des Waldes steht. Ein Teilbereich der bislang als Waldbereich festgelegten Fläche wird bereits gegenwärtig als Wohnbaufläche genutzt. Daher ist festzuhalten, dass auf etwa der Hälfte des festgelegten Waldbereiches faktisch keine Inanspruchnahme von Wa ldflächen erfolgt. Hier fehlt daher bereits konkret die Möglichkeit einer solchen Waldbeeinträchtigung. Die andere Hälfte der als Waldbereiche festgelegten Fläche verfügt über einen hohen Anteil an Grünflächen und Baumbestand. Das Bebauungsplanve rfahren reagiert auf die vorhandenen Grünflächenstrukturen und sieht Maßnahm en vor, um alle gemäß der Baumschutzsatzung der Stadt Köln als schützenswert anzusehenden Bäume, die aufgrund der Planung nicht erhalten werden können, innerhalb des Plangebietes adäquat zu ersetzen. Es sollen also alle entfallenden Flächen ortsnah au sgeglichen werden. Dem LEP-Ziel 7.3-1 wird damit insgesamt grundsätzlich entsprochen. Entwurf zur Regionalplan-Neuaufstellung Zur Beurteilung, ob der vorhabenbezogene Bebauungsplan mit den Zielen der Raumordnung vereinbar sind, ist der derzeit gültige Regionalplan zugrunde zu legen. Es soll aber auch eine Betrachtung des Entwurfes der Regionalplan-Neuaufst ellung erfolgen, um zu prüfen, ob die Planung zusätzlich den voraussichtlich zukünftigen Zielen der Raumordnung an dieser Stelle entspricht. Im Entwurf der Regionalplan-Neuaufstellung (mit Sta nd der Veröffentlichung, ehemals Offenlage, von Dezember 2021) ist der Bereich künft ig als ASB vorgesehen. Diese 11/88 beabsichtigte Festlegung ist als ein in Aufstellung befindliches Ziel in der Abwägung zu berücksichtigen. Die Festlegung dieses Bereiches al s ASB im Entwurf des Regionalplanes bestätigt somit die Einschätzung, dass dieser Bereich aus Sicht der Regionalplanung für eine Siedlungsentwicklung geeignet ist. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan ist mit den derzeit wirksamen Zielen der Landes- und Regionalplanung vereinbar. 4.2. Flächennutzungsplan Der geltende Flächennutzungsplan (FNP) stellt den Änderungsbereich als Grünfläche dar. Die Planung des Wohngebietes ist aus der aktuellen Darstellung des FNP nicht zu entwickeln. Der FNP wird daher im Parallelverfahren gemäß § 8 Abs. 3 BauGB geändert. 4.3. Landschaftsplan Das Plangebiet liegt zum überwiegenden Teil im Land schaftsschutzgebiet LSG L 10 "Erholungsgebiet Bürgerpark Nord und angrenzende Gr ünverbindungen". Einzig der unbebaute und aktuell als Parkplatz genutzte Bereic h zwischen den Grubo GmbH- Bestandsgebäuden „Am Bilderstöckchen 60-70“ sowie die Fläche nördlich Am Bilderstöckchen 68 und der Fußweg der Grünfläche zählen nicht dazu. Der Landschaftsplan der Stadt Köln stellt das Plang ebiet zudem mit den Entwicklungszielen EZ 4 (Anreicherung der Landschaft mit natürlichen L andschaftselementen unter Berücksichtigung bauleitplanerischer Vorgaben) und EZ 6 (Ausstattung der Landschaft für Zwecke des Immissionsschutzes oder zur Verbesserung des Klimas) sowie in Teilbereichen EZ 8 (Zeitlich begrenzte Erhaltung bis zur Realisie rung der Bauleitplanung) dar. Die Festsetzungen des Landschaftsplans in dem Bereich mit dem EZ 8 treten mit Inkrafttreten des Bebauungsplanes außer Kraft. Die widersprechende Darstellungen und Festsetzungen des Landschaftsplans in den anderen Bereichen treten zurück soweit der Träger der Lands chaftsplanung im Beteiligungsverfahren zur FNP-Änderung diesem Flächennutzungsplan nicht widersprochen hat. Mit Stellungnahme vom 19.07.2024 hat der Träger der Landschaftsplanung förmlich bestätigt, dass kein Widerspruch nach § 20 Absatz 3 LNatSchG NRW gegenüber der Planung erhoben wird. 4.4. Berücksichtigung von Fachplanungen Bei dem Planungsvorhaben sind keine Planfeststellungsverfahren zu berücksichtigen. Ein kleines Teilstück im Westen des Plangebietes l iegt innerhalb der Anbaubeschrän- kungszone an der Bundesautobahn 57. Gemäß § 9 Abs. 2 Bundesfernstraßengesetzt (FStrG) bedürfen bauliche Anlagen der Zustimmung des Fernst raßen-Bundesamtes, wenn sie längs der Bundesautobahnen in einer Entfernung bis zu 100 Meter, gemessen vom äußeren befes- tigten Rand der Fahrbahn, errichtet, erheblich geän dert oder anders genutzt werden. Allge- mein: Konkrete Bauvorhaben (auch baurechtlich verfahrensfreie Vorhaben) in den Anbauver- bots- und Anbaubeschränkungszonen bedürfen der Gene hmigung bzw. Zustimmung durch das Fernstraßen-Bundesamt. Werbeanlagen, die den Ve rkehrsteilnehmer ablenken können und somit geeignet sind die Sicherheit und Leichtig keit des Verkehrs zu gefährden, dürfen nicht errichtet werden. Hierbei genügt bereits eine abstrakte Gefährdung der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs. Auf § 33 StVO wird verwi esen. Die Errichtung von Werbeanlagen unterliegt ebenso der Genehmigung oder Zustimmung d es Fernstraßen-Bundesamtes. Be- leuchtungsanlagen sind so anzubringen, dass die Ver kehrsteilnehmer auf der BAB 57 nicht geblendet werden. Eine Blendung darf zu keiner Zeit gegeben sein, um die Sicherheit und 12/88 Leichtigkeit des Verkehrs auf der BAB 57 zu gewährl eisten. Dies bezieht sich auch auf die Bauphase und die dabei eingesetzten Geräte und Masc hinen. Bezüglich der Errichtung von Zäunen wird auf § 11 Abs. 2 FStrG verwiesen. Demgem äß dürfen Anpflanzungen, Zäune, Stapel, Haufen und andere mit dem Grundstück nicht fest verbundene Einrichtungen nicht angelegt werden, wenn sie die Verkehrssicherheit (konkret) beeinträchtigen. Soweit sie bereits vorhanden sind, haben die Eigentümer ihre Beseitigung zu dulden. Die Einordnung der Zaun- anlage unter § 11 FStrG oder ggf. unter § 9 FStrG bedarf einer konkreten Prüfung im Einzelfall. Die Grenze der Anbaubeschränkungszone gem. § 9 FStrG ist in der Planzeichnung nachricht- lich dargestellt. Bei der hiervon betroffenen Fläche handelt es sich um die westliche Teilfläche der öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung Spielplatz. 4.5. Planungsrechtliche Situation / Bebauungspläne Derzeit besteht kein rechtskräftiger Bebauungsplan für das Plangebiet. Die Stadt ist Eigentümerin der Grundstücke, die Mietmanagementges ellschaft der GAG ist Erbbaube- rechtigte. Die Grundstücke werden derzeit nicht bau lich genutzt, da sie überwiegend als Außenbereich nach § 35 BauGB eingestuft sind. Zur U msetzung und Konkretisierung der geplanten Wohnbebauung besteht daher das Erforderni s, neues Baurecht zu schaffen und einen Bebauungsplan aufzustellen. Das Plangebiet grenzt an drei bestehende Bebauungspläne. Der Bebauungsplan Nr. 65490/03 „Gebiet zwischen der geplanten Äußeren Kanalstraße, Longerischer Straße, Am Bilderstöckchen“ östlich de s Plangebietes setzt ein reines Wohngebiet (WR) mit einer GRZ von 0,3 und III-Gesch ossigkeit fest. Innerhalb des Geltungsbereiches ist zudem eine öffentliche Freifläche festgesetzt. Der übergeleitete Fluchtlinienplan Nr. 65489/02 „Am Bilderstöckchen, Escher Str., Schiefersburger Weg, Altleinigenweg, Wilensteinweg und Eschenbachstr.“ aus dem Jahr 1958 bildete die Grundlage für die Bebauung der Fläche s üdlich des Plangebietes. Er setzt öffentliche Verkehrs- und Parkflächen sowie eine Fl äche für öffentliche Gebäude – Zweckbestimmung Schulgrundstück – fest. Der Bebauungsplan Nr. 6449/03-3 „Parkgürtel, Butzwe iler Str., Escher Str., Militärringstr., Lindweiler Weg, östl.Heckhofweg, Heckweg, Escher St r.“ setzt für den Bereich westlich des Plangebietes mehrere öffentliche Grünflächen mit de r Zweckbestimmung Sportanlagen, Dauerkleingärten und Erholungsanlagen fest. Zudem s ichert der Bebauungsplan die Trasse der EB 9 (heute A 57) mit der Festsetzung einer Str aßenverkehrsfläche. An der Straße Parkgürtel ist ein Teilbereich als allgemeines Wohn gebiet (WA) mit einer GFZ von 0,9 festgesetzt. Der Bebauungsplan ist in Teilbereichen im Süden Bilderstöckchens bereits durch den Bebauungsplan Nr. 65480/04 überplant. 4.6. Städtebauliche Entwicklungskonzepte / Planunge n 4.6.1. Kooperatives Baulandmodell Zur Stärkung des öffentlich geförderten Wohnungsbau s wurde vom Rat der Stadt Köln am 17.12.2013 das Kooperative Baulandmodell (KoopBLM) beschlossen und mit Bekanntmachung im Amtsblatt am 24. Februar 2014 in Köln eingeführt. Ziel des Modells ist es, sowohl den öffentlich gefö rderten Wohnungsbau und das preiswerte Wohnungsmarktsegment zu stärken, als auch die Vorha benträger eines Bebauungsplanverfahrens an den planbedingten Folgek osten (zum Beispiel Kindertageseinrichtungen, öffentliche Spielplätze, etc.) zu beteiligen. Das Modell ist bei allen Vorhaben anzuwenden, für die eine verbindliche Baul eitplanung Voraussetzung für die Schaffung von Planungsrecht ist und die (unter ande rem) die Schaffung von Baurecht für 13/88 Wohnzwecke zum Ziel haben. Das Kooperative Baulandmodell kommt bei Vorhaben unterhalb der Schwellengrenze von 1.800 m² Geschossfläche (GF ) für Wohnzwecke oder mit weniger als 20 Wohneinheiten nicht zur Anwendung. Mit Ratsbeschluss vom 04.04.2017 wurde das Modell w eiterentwickelt und fortgeschrieben. Die aktuelle Fassung der Umsetzungsanweisung des Kooperativen Baulandmodells wurde am 05.05.2022 vom Rat der Stadt Köln beschlossen. Die im Kooperativen Baulandmodell aufgeführten Verpflichtungen unterstützen die Errichtung von öffentlich gefördertem Wohnungsbau und leisten damit einen wichtigen Beitrag, in einem unter Druck stehendem Wohnungsmarkt das preiswerte Wohnungsmarktsegment zu stärken. Zudem beteiligen sie den Planbegünstigten an den pl anbedingten Folgekosten. Grün- und Freiflächenräume sind vor dem Hintergrund von Bevöl kerungswachstum und Klimawandel unabdingbar für die Aufrecherhaltung der hohen Lebe nsqualität in Köln. Daher dient die Verpflichtung zur Herstellung von öffentlichen Grün -, Spielplatz- oder Kombiflächen den entstehenden Mehrbedarf zu decken. Öffentlich geförderter Wohnungsbau Bei Vorhaben, bei denen eine Geschossfläche von mindestens 1.800 m² für Wohnzwecke oder mindestens 20 Wohneinheiten entstehen, sind gemäß d en Vorgaben des Kooperativen Baulandmodells 30 % der geplanten Geschossfläche fü r Wohnzwecke im öffentlich geförderten Wohnungsbau zu errichten. Bei dem vorli egenden Vorhaben beabsichtigt die Vorhabenträgerin jedoch, einen deutlich höheren Ant eil, und zwar 100 % der geplanten Geschossfläche Wohnen im öffentlich geförderten Seg ment, zu errichten. Dadurch werden von der Vorhabenträgerin ca. 6.860 m² Geschossfläch e mehr im öffentlich geförderten Segment realisiert, als nach dem Kooperativen Baulandmodell erforderlich sind. Soziale Infrastruktur Durch die zu erwartende Einwohnerzahl von 250 Perso nen entsteht nur ein geringer Mehrbedarf von Plätzen für U3-Kinder und für Ü3-Kin der in einer Kindertageseinrichtung. Aufgrund dieses geringen Mehrbedarfs besteht keine Pflicht, im Plangebiet eine Kindertagesstätte entsprechend dem Bedarf und nach den Vorgaben der Stadt Köln zu errichten. Ähnliches gilt für die Schulplätze. Die nächstgelegenen Schulen verfügen über ausreichende Kapazitäten, sodass der Mehrbedarf gedeckt werden kann. Öffentliche Spielplätze Gemäß dem Kooperativem Baulandmodell wird der durch die Planung ausgelöste Bedarf an öffentlicher Spielplatzfläche so ermittelt, dass die neu zu erwartende Einwohnerzahl mit dem durchschnittlichen Wert von 2 m² Spielplatzfläche p ro Einwohner multipliziert wird. Die zu erwartenden Einwohnerzahl von 250 Personen löst ein en Flächenbedarf an öffentlicher Spielplatzfläche von insgesamt 501 m² aus. Die Planung sieht die Herstellung von öffentlichen Spielplatzflächen in einer Größenordnung von ca. 500 m² auf dem Grubo-Grundstück und weitere n ca. 65 m² auf dem Grundstücksteil der Stadt Köln vor. Damit werden 565 m² im westlichen Abschnitt des Geltungsbereichs durch die Festsetzung als öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Spielplatz“ gesichert. Öffentliche Grünflächen Gemäß dem Kooperativem Baulandmodell ist das gesamt e Gebiet der Stadt Köln mit Grünflächen mit wohngebietsbezogener Funktion unter versorgt. Grundsätzlich kann also davon ausgegangen werden, dass bei allen Planverfah ren der rechnerisch ermittelte Mehrbedarf auch dem ursächlichen Mehrbedarf entspricht. Zur Sicherstellung allgemeiner Anforderungen an ges unde Wohnverhältnisse, der Belange von Freizeit und Erholung, der Gestaltung des Orts- und Landschaftsbildes, zur qualitätsvollen Gestaltung von Quartieren und nicht zuletzt zur Anp assung der Städte an die Folgen des Klimawandels ist eine Durchgrünung des Plangebietes unbedingt umzusetzen. 14/88 Daher wird der durch die Planung ausgelöste Bedarf an privaten, öffentlich zugänglichen Grünflächen so ermittelt, dass die neu zu erwartende Einwohnerzahl mit der durchschnittlichen Versorgung von 10 m² Grünfläche pro Einwohner multi pliziert wird. Die zu erwartenden Einwohnerzahl von 250 Personen löst einen Flächenbedarf an privater, öffentlich zugänglicher Grünfläche von insgesamt 2.500 m² aus. Aufgrund der Lage direkt am Bürgerpark Nord verzichtet die Stadt Köln in diesem Einzelfall auf den Nachweis im Plangebiet und die Ablösezahlungen. Das freiraumplanerische Konzept zu r Gestaltung des entstehenden Innenhofs, das bspw. einen Pocketpark und einen Qua rtiersplatz vorsieht, schafft einen qualitativ hochwertigen und gut nutzbaren Freiraum für die Nachbarschaft. Qualifizierungsverfahren Das Vorhaben wurde im Gestaltungsbeirat mehrfach behandelt und dabei qualifiziert. Anwendungszustimmung Die Vorhabenträgerin hat am 12.10.2022 die Anwendun gszustimmung zur Anwendung des KoopBLM 2017 (Fassung vom 10.05.2017) unterzeichnet. Es gilt die angepasste Fassung der Umsetzungungsanweisung des KoopBLM 2017plus vom 05.05.2022. 4.6.2. Köln-Katalog / Kölner Perspektiven 2030+ Die Stadt Köln hat am 23.03.2023 den „Köln-Katalog – Typologien für kompakte, nachhaltige und lebenswerte Quartiere“ als städtebauliches Entwicklungskonzept beschlossen (Vorlagen- Nr. 3068/2022). Der Köln-Katalog identifiziert das Plangebiet als e in Gebiet der „Inneren Stadt sowie ausgewählte Versorgungszentren der Äußeren Stadt“, welches Quartiersdichten höher als 1,2 aufweisen sollte. Diese Quartiersdichte entspricht in etwa einer GFZ von > 2,0. Zudem sollte die Planung einen Anteil von Nicht-Wohnen größer al s 25 % und einen Anteil von Netto- Bauland zwischen 35 und 55 % aufweisen. Die vorliegende Planung entspricht den Qualitätskriterien aus dem Köln-Katalog nicht in allen Belangen. Die Empfehlung für 25 % Nutzungsmischung findet im Vorhaben keine Berücksichtigung. Das Vorhaben weist zudem kein aus gewogenes Verhältnis zwischen privaten und gemeinschaftlich genutzten Räumen auf. Dennoch entspricht die Zielrichtung des Projektes, welches sich durch die nicht unerhebliche Nachverdichtung einer Hinterlandbebauung in einer integrierten Lage auszeichnet, bei der die vorhandene Infrastruktur wie z.B. die Erschließung oder soziale Infrastruktur besser ausgelastet werden kann, den allgemein formulierten Qualitätskriterien des Köln-Katalogs, der die Stadt der kurzen Wege als eine wichitge Vorauss etzung für zukunftfähige, resiliente und nachhaltige Quartiere identifiziert hat. Zudem liegt die Planung in einem Bereich, der gemäß der Stadtstrategie 2030+, Zielkarte Wohnen, als Wohnbaupotenzial inklusive Mischnutzung ausgewisen hat. Die vorliegende Planung setzt diese Ziele um. 4.6.3. Masterplan Stadtgrün Köln verfügt über ein gesamtstädtisches Grün- und F reiflächennetz, das auf den Generalbebauungsplan aus den 1920er Jahren von Fritz Schumacher zurückzuführen ist. An dieser Vorgabe wurde festgehalten und das Netz entsprechend den jeweiligen städtebaulichen und grünplanerischen Vorstellungen weiterentwickelt. Heute verfügt die Stadt Köln über ein Grundgerüst e iner grünen Infrastruktur. Vorliegende gesamtstädtische städtebauliche und regionale Konze pte und Strategien zeigen, dass vor allem im Ballungsraum der Rheinschiene eine strategisch und langfristig ausgerichtete Grün- und Freiraumplanung unabdingbar ist, um den Herausf orderungen des Wachstums und des 15/88 Klimawandels zu begegnen. Der Rat der Stadt Köln hat in der Sitzung vom 23.03 .2021 die Verwaltung beauftragt, einen Masterplan Grün Köln aufzustellen. Dieser gibt ein strategisches Leitbild für die Grüne Infrastruktur in Köln vor. Der Masterplan Grün dient der Sicherung der vorhand enen Grüngürtel, der Grünzüge sowie der Komplettierung der grünen Strukturen in Köln un d einer damit einhergehenden Verbesserung des Stadtklimas, sowie der Aufenthalts - und Erholungsfunktion für die Kölner Bevölkerung. Vom Frühjahr 2021 bis September 2022 fand im Rahmen der ersten Phase eine fachplanerische Analyse der in Köln vorhandenen Grü nflächen anhand von Freiraumfunktionen (unter anderem Erholung, Stadtna tur, Klima, Umwelt und Produktion) statt. Je höher die Anzahl der angetroffenen Funktionen, desto höher wurden die Flächen für die Grüne Infrastruktur in Köln bewertet. Für das strategische Leitbild wurden die Grünflächen anschließend in die drei Kategorien Immergrün, Zukunftsgrün und Potentialgrün eingeordnet. Darüber hinaus werden auch soziale Aspekte berücksi chtigt, um das Grün in Köln für alle Bevölkerungsgruppen zugänglich zu machen und die In tegration in das städtische Leben zu fördern. Dies passiert derzeit unter Beteiligung der Öffentlichkeit. Die Bearbeitung aller neun Stadtbezirke soll bis 2027 abgeschlossen sein. Der Masterplan Stadtgrün ordnet den an das Plangebi et angrenzenden Grünraum in die Kategorie Immergrün ein. Dieser Bereich wird von den Grünraumfunktionen Sport, Freizeit und Erholung charakterisiert. Hinsichtlich der Freiraum funktion Stadtnatur ist der angrenzende Klimapark relevant für den Biotopverbund und als ar tenreiche Wiese definiert. Die Belange von Umwelt und Klima schlagen sich als klimaaktiver Boden und klimawirksame Freifläche nieder. Das Bodenschutzpotenzial wird als hoch bis sehr hoch bewertet. Für die Produktion erfüllt der angrenzende Grünraum keine Funktion. 4.6.4. Klimaleitlinien Um den Klimaschutz frühzeitig in den verschiedenen Verfahren der Umsetzung nicht- städtischer Neubauvorhaben in Köln zu berücksichtigen, wurden vom Rat der Stadt Köln am 17.03.2022 die Leitlinien zum Klimaschutz in der Um setzung nicht-städtischer Neubauvorhaben in Köln beschlossen. Ziel der Leitlinien ist die maximale Reduzierung de r CO2-Emissionen im gesamten Gebäudebereich. Um dieses Ziel auch unter Einbeziehung der teilweise erhöhten Emissionen im Gebäudebestand zu erreichen, müssen Neubauten id ealerweise eine positive Energiebilanz aufweisen. Das bedeutet, Gebäude sind so zu planen, dass ein möglichst geringer Energiebedarf entsteht, der zu möglichst hohen Anteilen durch erneuerbare Energien gedeckt wird, oder dass diese gar Energieüberschüss e erzielen. Die Leitlinien geben daher verbindliche Vorgaben und Empfehlungen zum energeti schen Klimaschutz bei der Neuaufstellung von Bebauungsplänen sowie bei der Ve räußerung und Erbbaurechts- bestellung kommunaler Flächen vor. Der Bebauungsplan Nr. 64492/01 – Arbeitstitel: Am B ilderstöckchen in Köln-Bilderstöckchen unterliegt den Leitlinien zum Klimaschutz in der Umsetzung nicht-städtischer Neubauvorhaben in Köln. Die Vorhabenträgerin hat die Anwendungszustimmung z ur Anwendung der Klimaschutzleitlinien Köln am 12.10.2022 unterzeichnet. 4.6.5. Einzelhandel- und Zentrenkonzept Seit 2008 weist der Stadtbezirk Nippes eine rückläu fige Verkaufsflächenentwicklung auf. Im 16/88 Vergleich zu den Bezirken 2 bis 9 (alle Bezirke auß er Innenstadt) ist damit der stärkste Verkaufsflächenrückgang festzustellen. Der Angebots schwerpunkt im Bezirk Nippes liegt im kurzfristigen Bedarfsbereich 1. Im Vergleich zum Durchschnitt der Stadtbezirke 2 bis 9 nimmt er einen leicht unterdurchschnittlichen Verkaufsflä chenanteil (ca. 55 %) ein. Die Verkaufsflächenanteile des mittel- und langfristigen Bedarfs (ca. 10 % bzw. ca. 35 %) liegen im Vergleich der Stadtbezirke ebenfalls im leicht unterdurchschnittlichen Bereich. Mit insgesamt acht zentralen Versorgungsbereichen, davon jeweils ein Bezirks- und ein Stadtteilzentrum, verfügt der Stadtbezirk Nippes üb er ein leicht unterdurchschnittlich ausgebildetes Zentrensystem. Die vorhandenen Zentre n sind historisch im Laufe der Siedlungsentwicklung gewachsen und haben sich entla ng der Verkehrsachsen herausgebildet. Neben dem Bezirkszentrum Nippes und dem Stadtteilzentrum Niehl befinden sich insgesamt sechs Nahversorgungszentren in den S tadtteilen Longerich, Weidenpesch, Nippes, Riehl und Niehl. Dementsprechend verfügen d ie Stadtteile Bilderstöckchen und Mauenheim über keinen zentralen Versorgungsbereich. Das dem Plangebiet nächstgelegene Nahversorgungszentrum (NVZ) liegt ca. 3,2 km entfernt und ist das NVZ Weidenpesch an der Ecke Neusser Str aße / Kapuzinerstraße. Das NVZ Nippes an der Sechzigstraße liegt etwa 3,5 km vom Plangebiet entfernt. In der näheren Umgebung (max. 900 m Entfernung zum Plangebiet) befindet sich ein Discounter sowie ein Drogeriemarkt und die Nahverso rgungslage (NVL) Bilderstöckchen am Schiefersburger Weg / West. Im direkten Umfeld des Plangebietes (max. 300 m Entfernung) gibt es einen Supermarkt zur Versorgung mit Lebensm itteln und Produkten des täglichen Bedarfs. 4.6.6. Stadtentwicklungskonzept Wohnen (StEK Wohnen ) Der Rat der Stadt Köln hat am 11.02.2014 das Stadte ntwicklungskonzept Wohnen (StEK Wohnen) beschlossen. Der ermittelte Bedarf an Wohne inheiten (Neubautätigkeit) im Betrachtungszeitraum 2010-2029 in Höhe von rund 52. 000 Wohnungen basierte auf der städtischen Bevölkerungsprognose 2011. In der Bevölkerungsprognose mit Stand Dezember 2021 wird zum Jahresende 2050 von rund 1.110.400 Einwohnern und 584.000 Haushalten ausgega ngen. Demnach steigen die Bevölkerungszahl (+3,6 %) und die Zahl der Haushalte (4,3 %) bis zum Jahr 2050 im Vergleich zum Ausgangsjahr 2021 leicht an. Der Gesamtwohnungsbedarf beläuft sich danach auf ru nd 66.000 Wohnungen, davon rund 30.000 Wohnungen bis zum Jahr 2019 - (Beschlussvorl age 1028/2015 "Umsetzung STEK Wohnen" – Ratsbeschluss vom 20.12.2016) realisiert werden sollten. Im Zeitraum 2010-2019 wurden jährlich zwischen 2.175 bis 3.957 Wohnungen fertiggestellt. Im Jahr 2020 lag die Zahl der fertiggestellten Wohnung pandemiebedingt nur bei 2.013 Wohnungen. Durch das neue Quartier wird ein kleiner Beitrag zur Deckung des aktuellen Wohnraumbedarfs innerhalb der Stadt Köln geleistet. 4.6.7. Denkmalschutz Durch das vorliegende Vorhaben sind keine denkmalfachlichen Belange betroffen. Es befindet sich weder innerhalb noch in unmittelbarer Nähe ein Baudenkmal. Innerhalb des Plangebietes sind archäologische Bode nfunde nicht ausgeschlossen. Werden 1 Stadtentwicklung Köln, Einzelhandels- und Zentrenkonzept Köln 2020, Seite 369, Beschlüsse der Bezirksvertretungen aus 2022 und 2023 17/88 bei Bodeneingriffen archäologische Bodenfunde entdeckt, ist gemäß §§ 16 und 17 Denkmal- schutzgesetz (DSchG) das Römisch-Germanische Museum / Archäologische Bodendenkmal- pflege der Stadt Köln unverzüglich zu informieren. 5. Begründung der Planinhalte 5.1. Städtebauliches Planungs- und Freiraumkonzept Im Zuge der projektierten Neubaumaßnahme bzw. Arron dierung zu dem Grubo GmbH Bestandsgrundstück „Am Bilderstöckchen 60-70“ in Köln-Bilderstöckchen ist u.a. auf einem städtischen Teilgrundstück die Errichtung von insge samt ca. 109 Wohneinheiten in drei Gebäudekomplexen geplant. Alle Wohneinheiten sollen im Geschosswohnungsbau er richtet werden. Die maximal sechsgeschossigen Gebäudeteile sind als eine sogenannte ergänzende Hinterland-Bebauung zum teilweise achtgeschossigen, bestehenden Geschosswohnungsbau geplant, sodass sich die Neuplanung in das homogene Umfeld einfügt. Die benannten angrenzenden Wohnbestände der Grubo wurden in den vergangenen Jahren saniert. Die Gesamtmaßnahme umfasst neben dem öffentlich gef örderten Wohnungsbau die Errichtung eines öffentlichen Kinderspielplatzes so wie einer auskömmlichen Tiefgarage, die auch den Großteil der oberirdischen Bestands-Pkw-Stellplätze aufnehmen soll. Die Gebäude erhalten ein Flachdach, welches extensi v begrünt wird und eine Nutzung für Photovoltaikanlagen ermöglicht. Im Hinblick auf die geplante bauliche und freiräumliche Veränderung des Plangebietes werden die Außenanlagen des Bestandes einschließlich der K inderspielplätze, der Grünflächen und der inneren Erschließung überarbeitet bzw. ergänzt. Das Freiarumkonzept sieht u.a. die Einbeziehung des bestehenden privaten Kinderspielpl atzes im Bereich des Bestandsgrundstückes vor. Die Zuwegung der Neubaumaßnahme erfolgt über das Be standsgrundstück der GAG/Grubo GmbH. Eine Pkw-Erschließung über die nördlich geleg ene Robert-Perthel-Straße und die westlich gelegene Escher Straße ist nicht möglich. Durch die Neubebauung wird die Verlegung des vorhan denen Bolzplatzes, der sich im nördlichen angrenzenden Klimapark befindet, erforde rlich. Hier ist die Einhaltung von entsprechenden Mindestabständen zur geplanten Wohnn utzung (zwischen 43 und 73 m) relevant. Der Wegebau einer neuen Fuß- und Radwegev erbindung innerhalb der Grünfläche wurde zwischenzeitlich so durchgeführt, dass sowohl die mögliche Verlegung des Bolzplatzes sichergestellt wird, als auch umfangreiche Rodungsarbeiten vermieden werden können. Das freiraumplanerisches Konzept sieht vor, die Bestandbebauung mit der Neubebauung und dem nördlich angrenzenden Klimapark zu vernetzen und attraktive Freiräume für die künftige Bewohnerschaft und die Öffentlichkeit zu schaffen. Zentrales Element ist eine in Ost-West- Richtung verlaufende Wegeverbindung, die parallel z ur Neubauung vor und hinter den Gebäuden verläuft und im Osten an den direkt angren zenden Klimapark und im Westen an die neue öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestim mung Spielplatz anschließt. Der Spielplatz bildet mit seinen Zugängen vom Plangebie t und vom Klimapark einen weiteren Vernetzungspunkt zwischen dem neuen Wohnquartier und dem Klimapark. Die Hauptwegeverbindung in Ost-West-Richtung vor de n Eingängen der Neubebauung wird links und rechts durch einen Quartiersplatz, einen Pocketpark, drei Kleinkindspielplätze, eine begleitende Baumreihe samt Sitzmöglichkeiten und du rch Fahrradabstellanlagen flankiert. Das Konzept wird durch Fassadenbegrünungen an den N ord-Ostfassaden und eine Pergolaeingrünung der Tiefgaragenrampe ergänzt. Der Kinderspielplatz im Bestand angrenzend an die Häuser Nr. 60, 62 und 64 wird bei der Planung berücksichtigt. 5.2. Art der baulichen Nutzung 18/88 Da es sich um einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan handelt wird festgesetzt, dass im Rahmen der festgesetzten Nutzungen nur solche Vorha ben zulässig sind, zu deren Durchführung sich der Vorhabenträger im Durchführungsvertrag verpflichtet. Um das Grundstück für Wohnzwecke entwickeln zu könn en und der bestehenden angrenzenden Wohnbebauung zu entsprechen, wird für das Plangebiet ein allgemeines Wohngebiet (WA) gemäß § 4 Baunutzungsverordnung (Ba uNVO) festgesetzt. Obwohl in einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan die Festsetzu ngen nicht an eine Ausweisung gemäß der Baunutzungsverordnung (BauNVO) gebunden s ind, wird diese Festsetzung gewählt, weil die geplanten Nutzungen dem Charakter ein allgemeinen Wohngebiets (WA) entsprechen. Die im allgemeinen Wohngebiet ausnahmsweise zulässigen Nutzungen werden gem. § 1 Abs. 6 Nr. 1 BauNVO ausgeschlossen, da sie dem zu entwic kelnden Gebietscharakter eines Wohnquartiers nicht entsprechen und damit eine funk tionale und gestalterische Beeinträchtigung zu befürchten ist. Darüber hinaus werden Tankstellen (mit Mineralölstoffen) auch aufgrund des zu erwartenden erhöhten Verkehrsa ufkommens und der damit verbundenen Verkehrs- / Immissionsbelastung ausgeschlossen. 5.3. Maß der baulichen Nutzung Das Maß der baulichen Nutzung im Allgemeinen Wohnge biet (WA) wird durch die überbaubaren Grundstücksflächen in Verbindung mit e iner Grundflächenzahl (GRZ), einer Geschossflächenzahl (GFZ) sowie der Höhe der baulichen Anlagen bzw. der Geschossigkeit bestimmt. Die im Bebauungsplan festgesetzten Ausnutzungsziffe rn (GRZ und GFZ) beziehen sich ausschließlich auf die Grundstücksfläche des Bauvorhabens, welche neu bebaut werden soll. Sie wird im Bebauungsplan durch die sogenannten Knö dellinien (Grenze zwischen Maßen verschiedener baulicher Nutzung) von der übrigen nicht überbaubaren Grundstücksfläche des Bestands abgegrenzt und liegt nordöstlich dieser Gr enze. Die übrige Grundstücksfläche gilt als nicht überbaubare Grundstücksfläche im Bestand. 5.3.1. Grundfläche, Grundflächenzahl (GRZ) Die festgesetzten Grundflächenzahl von 0,4 entspric ht den Orientierungswerten der Baunutzungsverordnung (BauNVO) für allgemeine Wohngbiete (WA). Für die Berechnung der Grundflächenzahl ist nur die Grundstücksfläche des Bauvorhabens innerhalb der Grenze zwischen verschiedenen Maßen der baulichen Nutzung anzusetzen. Die übrige Grundstücksfläche gilt als nicht überbaubare Grundstücksfläche im Bestand. Es wird festgesetzt, dass die im Plan festgesetzte zulässige Grundfläche durch die Grundfläche unterirdischer Garagen und ihrer Zufahr ten bis zu einer GRZ von 0,7 über- schritten werden darf. Damit soll sichergestellt we rden, dass für das allgemeine Wohngebiet die Unterbringung des ruhenden Verkehrs gelingen kann. Die Tiefgarage dient insbesondere dazu, die Aufenthaltsqualität im Plangebiet zu erhö hen und die Grundstücksbereiche bzw. Blockinnenbereiche vom Verkehr und den damit einher gehenden Immissionen freizuhalten. Aufgrund der festgesetzten Begrünungsmaßnahmen werd en in der Regel die mit einer Vollversiegelung einhergehenden negativen Auswirkun gen (verminderte Regenrückhaltung, Aufheizung des Plangebietes etc.) signifikant gemil dert. Gleichzeitig sieht die Planung Maßnahmen vor, die die Einhaltung der allgemeinen A nforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse im Plangebiet sicherstellen und auch im Übrigen die geplante hohe Dichte ausgleichen. 5.3.2. Geschossfläche, Geschossflächenzahl (GFZ) Die festgesetzte Geschossflächenzahl (GFZ) von 1,7 überschreitet den maßgeblichen Orientierungswert von 1,2 für allgemeine Wohngebiet e. Für die Berechnung der 19/88 Geschossflächenzahl ist nur die Grundstücksfläche des Bauvorhabens innerhalb der Grenze zwischen verschiedenen Maßen der baulichen Nutzung anzusetzen. Die übrige Grundstücksfläche gilt als nicht überbaubare Grundstücksfläche im Bestand. Die Überschreitung wird erforderlich, um den abgest immten städtebaulichen Entwurf umsetzen zu können. Die Festsetzungen des vorhabenb ezogenen Bebauungsplans orientieren sich möglichst nah am konkreten Bauvorhaben. Ziel des Entwurfs ist es, auf einer Flächenreserve, die im Rahmen des StEK Wohnen ermit telt wurde, einen maßgeblichen Beitrag für den Wohnungsneubau zu leisten, insbeson dere im Segment des öffentlich geförderten Wohnungsbaus. Das geplante Neubauvorhaben passt sich in die bereits gebaute, direkte Umgebung ein, die eine Geschossigkeit zwischen drei und acht Geschossen erreicht. Den Anforderungen an eine ausreichende Belichtung u nd Besonnung wird entsprochen und die Abstandsflächen können auf dem eigenen Grundstü ck nachgewiesen werden. Auch wird den Anforderungen an die Versorgung mit Kleinkinder spielplätzen und mit öffentlichen Spielplätzen vollumfänglich entsprochen (siehe auch Abschnitt 5.7.3 und 5.7.4). Negative Auswirkungen auf die gesunden Wohn- und Arbeitsverh ältnisse werden durch die Überschreitung nicht hervorgerufen. 5.3.3. Baugrenzen Zur Klarstellung hinsichtlich der Tiefgaragen wird festgesetzt, dass die Baugrenzen nur für die oberirdischen Teile baulicher Anlagen gelten. Die T iefgarage wird mit Hilfe der Umgrenzung von Flächen für Nebenanlagen festgesetzt. 5.3.4. Zahl der Vollgeschosse Die Festsetzung der maximal zulässigen Anzahl der V ollgeschosse dient der Steuerung des Maßes der baulichen Nutzung. Sie gewährleistet eine auf das Umfeld abgestimmte Höhenentwicklung und Gestaltung und trägt somit zu einem harmonischen Siedlungsbild bei. Es wird sichergestellt, dass sich die Planung in da s Ortsbild sowie in die bestehenden Siedlungsstrukturen einfügt, aber auch als Maßnahme der Innenentwicklung den heutigen Ansprüchen an den Wohnungsmarkt entspricht. In dies em Zusammenhang wird auf der Grundlage des städtebaulichen Planungskonzeptes in dem Allgemeinen Wohngebiet das Maß der baulichen Nutzung durch die Zahl der Vollgeschosse als Höchstmaß ergänzt. Das Planungskonzept sieht eine differenzierte Höhengliederung vor. Die beiden Häuserpaare (Häuser 2.1, 2.2 und 3.1, 3.2) sind mit vier und se chs Geschossen geplant. Der dritte Gebäudekomplex weist neben einem vier- und einem se chsgeschossigen Gebäude ein weiteres sechsgeschossiges Haus auf, das um ein zusätzliches Staffelgeschoss ergänzt wird. 5.3.5. Höhe baulicher Anlagen Zur Ermöglichung einer einheitlichen, maßstäblichen und in die Umgebung integrierten Bebauung werden zusätzlich zu der Festsetzung der Zahl der Vollgeschosse als Höchstmaß, zwingende Gebäudehöhen in Metern über Normalhöhennull (m ü. NHN) festgesetzt. Dadurch wird die Überhöhung einzelner Gebäude vermieden,ein e städtebauliche Ordnung garantiert und das geplante Bauvorhaben möglichst konkret abge bildet. Eine geringfügige Abweichung von 10 cm pro Geschoss erlaubt ein gewisses Maß an Spiel, das für die Realisierung der geplanten Gebäude nötig ist. In der Regel entsprechen die festgesetzten Höhen de n Höhen der festgesetzten Vollgeschossigkeit, weil die Gebäude eindeutig in i hrer geplanten Kubatur definiert werden und kein Dachgeschoss erhalten sollen. Für das Haus 1.3 soll durch die Festsetzung der größeren Gebäudehöhe hiervon abweichend ein Nichtvo llgeschoss oberhalb des sechsten Vollgeschosses ermöglicht werden. Dieses Geschoss i st für die Rhythmisierung der Gebäudehöhe insgesamt wichtig. Gleichzeitig soll dieses Gebäude kein siebengeschossiges Gebäude sein, um der Vorgabe von einer maximalen Geschossanzahl von sechs Geschossen für den öffentlich geförderten Wohnungsbau zu entsprechen. 20/88 Der Bebauungsplan setzt für die Gebäude mit Flachdächern die Höhen der baulichen Anlagen in Form von zwingenden Gebäudehöhen fest. Oberster Bezugspunkt ist die Oberkante der Attika oder, wenn keine Attika hergestellt wird, die Oberkante des Gebäudes. 5.3.6. Technische Dachaufbauten Die Festsetzung, wonach untergeordnete Bauteile ode r bauliche Anlagen die zwingenden Gebäudehöhen im Geschosswohnungsbau um ein höchstzu lässiges Maß von bis zu 2,00 m und Anlagen zur Nutzung solarer Strahlungsenergie um bis zu 1,5 m in der Höhe überschreiten können, ermöglicht einen notwendigen Gestaltungsspielraum bei der Hochbauplanung, ohne städtebauliche Entwicklungsziele oder nachbarliche Belange zu beeinträchtigen. Die Unterscheidung von 0,5 m in der Überschreitungserla ubnis ist gerechtfertigt, da sich die Anlagen zur Nutzung solarer Strahlungsenergie in de r Regel über einen größeren Teil der Dachfläche erstrecken wohingegen die untergeordneten Bauteile eher punktuell auftreten. Um eine Beeinträchtigung des Ortsbildes zu vermeiden, müssen die Dachaufbautenmindestens um ihr Maß von der Gebäudeaußenkante der baulich zugeordneten Dachfläche zurücktreten, das ihrer Höhe über der Dachkante entspricht und einen Flächenanteil der Überschreitungen je Dachfläche von insgesamt 30% nicht übersteigen. Die Anlagen zur Nutzung solarer Strahlungsenergie sind von der Überschreitungseinschränkung nicht betroffen. 5.3.7. Geländeoberfläche In der Planzeichnung des vorhabenbezogen Bebauungsp lanes wird zur Einhaltung der Geländehöhe an den Eckpunkten der geplanten Gebäude sowie an maßgeblichen Stellen im Freiraum die Höhe der Geländeoberfläche festgesetzt. Die Höhen liegen zwischen 49,30 und 50,00 m ü. NHN. Geringfügige Abweichungen sind zur Neigung des Geländes für die Oberflächenentwässerung zulässig. Über- bzw. Unterschreitungen der festgesetzten Höhe der Geländeoberfläche sind bis zu 0,50 m durch Treppen- und Rampenanlagen sowie Aufschüttungen und Abgrabungen zulässig, um ein gew isses Maß an Flexibilität bei der Ausformung des Geländes zu ermöglichen, ohne das st ädtebauliche Gesamtbild zu beeinträchtigen. 5.4. Bauweise, überbaubare Grundstücksflächen 5.4.1. Überbaubare Grundstücksflächen Zur Umsetzung des städtebaulichen Konzeptes werden überbaubaren Grundstücksflächen in Form von drei Baufeldern festgesetzt. Hierdurch wir d eine geordnete Entwicklung der vorgeschlagenen Bebauungsstruktur gewährleistet, oh ne eine Bauweise bestimmen zu müssen. Die überbaubaren Grundstücksflächen werden durch Ba ugrenzen definiert. Die Baugrenzen des Bebauungsplanes orientieren sich am städtebauli chen Entwurf, sodass einerseits die geplante Bebauung innerhalb der festgesetzten Baugr enzen realisiert werden kann und andererseits ein gewisses Maß an Flexibilität bei d er Ausformung der Gebäude ermöglicht wird. Diese werden in Anlehnung an den städtebaulic hen Entwurf allseitig mit einem Puffer von ca. 0,50 m entlang der Gebäudekanten festgesetzt. 5.4.2. Überschreitung der Baugrenzen Gemäß § 23 Absatz 2 Satz 3 BauNVO werden für die Ba ugrenzen Ausnahmen festgesetzt. Durch diese Ausnahmen wird die Überschreitung der B augrenzen für bestimmte bauliche Elemente ermöglicht, um einen gewissen Gestaltungss pielraum zu eröffnen. In diesem Zusammenhang erfolgt die Festsetzung, dass die in d er Planzeichnung festgesetzten Baugrenzen durch Vordächer und Vorbauten im Erdgeschoss um bis zu 2,00 m überschritten werden können. Auch werden Überschreitungen der Baugrenzen durch Balkone oberhalb des Erdgeschosses 21/88 um bis zu 2,00 m zugelassen. Dabei darf in den vier ten und fünften Obergeschossen in Summe ein Drittel der Fassadenlänge der jeweiligen Gebäudeseite je Geschoss nicht überschritten werden. Zudem darf in den ersten, zwe iten und dritten Obergeschossen in der Summe 40 % der Fassadenlänge der jeweiligen Gebäudeseite je Geschoss nicht überschritten werden.Hierdurch soll das diffenzierte Angebot an F reisitzen ermöglicht werden, welches durch das unterschiedliche Wohnungsangebot in den Geschossen entstehen soll, ohne dass die städtebauliche Ordnung gestört wird. Zuletzt werden Spielräume für Terrassen gewährt. Sie dürfen die Baugrenzen im Erdgeschoss um bis zu 4,00 m überschreiten. Dabei darf in der S umme 40% der Fassadenlänge der jeweiligen Gebäudeseite nicht überschritten werden. Auch diese Festsetzungen soll gewisse Freiheiten ermöglichen, um die Breite und Tiefe der dem diffenzierten Wohnungsangebot geschuldeten Terrassen entstehen lassen zu können. Mit den getroffenen Festsetzungen können somit im R ahmen der Baugenehmigungsplanung Spielräume eingeräumt werden. 5.5. Erschließung 5.5.1. Verkehrsuntersuchung Aus der Abschätzung des Verkehrsaufkommens resultie rt ein Neuverkehr von ca. 260 Kfz- Fahrten pro Tag durch die Wohnnutzung. In der Morge nspitze sind etwa 18 Kfz-Fahrten und in der Abendspitze etwa 20 Kfz-Fahrten zu erwarten. Auf Grundlage einer angenommenen Verteilung der Neuverkehre auf die umliegenden Knot enpunkte wurden die Planfallbelastungen für die Analyse der Leistungsfä higkeit ermittelt. Für die Knotenpunkte Escher Straße / Am Bilderstöckchen sowie Am Bilders töckchen / Zufahrt Plangebiet kann sowohl im Bestand als auch im Planfall eine gute Leistungsfähigkeit nachgewiesen werden. 5.5.2. Mobilitätskonzept Im Rahmen eines Mobilitätskonzepts wurden darüber h inaus geeignete Maßnahmen entwickelt, um die Nutzung des Umweltverbundes zu fördern und die Kfz-Belastung durch das Plangebiet zu reduzieren. Neben der Errichtung von stationsbasiertem Carsharing und einer Paketstation sind verschiedene Maßnahmen zur Verlagerung von Kfz-Fahrten auf den ÖPNV, den Fuß- und den Radverkehrs enthalten. Neben der W irkung auf den MIV-Anteil der Bewohner:innen wird daher eine Reduzierung des Stel lplatzbedarfs von bis zu 15 % angenommen. Die Anlage des stationsbasiertem Carsharing wird außerhalb des Plangebietes an der Straße Am Bilderstöckchen in Abstimmung mit dem Fachamt er richtet. Die Umsetzung des Carsharings wird im Rahmen des Durchführungsvertrages geregelt. 5.5.3. Äußere Erschließung Das Plangebiet wird über die Straße Am Bilderstöckchen erschlossen. Von dort aus erfolgt die Erschließung des Geländes zukünftig über die Zufahr t zwischen der Bestandsbebauung Am Bilderstöckchen 64 und 66. Diese geplante Zufahrt w ird zeichnerisch durch einen Ein- und Ausfahrtsbereich festgesetzt. 5.5.4. Innere Erschließung Motorisierter und Nicht-motorisierter Verkehr (Geh- und Fahrrechte) Gehrechte Es wird für drei Bereiche ein Gehrecht zu Gunsten der Allgemeinheit festgesetzt. Dies betrifft wesentliche Bereiche der Freiflächen, die den künft igen Nutzenden und der umgebenden Nachbarschaft als Treffpunkt zur Verfügung gestellt werden sollen. Der Quartiersplatz und der Pocketpark dienen vornehmlich dem Aufenthalt, sodass hier nicht 22/88 gefahren werden soll. Das Gehrecht entlang der nord westlichen Fassadenseiten der geplanten Gebäude ermöglicht der künftigen Bewohner schaft, den benachbarten Klimapark von den Hinterausgängen der Häuser auf kurzem Wege zu erreichen. Es wird mit einer Breite von 1,70 m zeichnerisch eingetragen. Der mit einem Gehrecht belastete Weg ist zugleich auch für die Allgemeinheit nutzbar, um in Ost-West-Richt ung zu queren. Weil dieser Weg für die Befahrung mit Fahrrädern zu schmal ist, wird hierra uf auf ein Fahrradrecht für Radfahrer verzichtet. Westlich des Hauses 1.1 schließt das Gehrecht an das Geh- und Fahrrecht 2 (GF 2) an, welches in den nördlich benachtbart gelegenen Klimapark führt (siehe Abschnitt 5.5.4. Geh- und Radfahrrechte). Insgesamt ist eine fußläufige Erschließung über drei Anschlüsse an die Fußwege im Klimapark möglich. Eine Anknüpfung aus dem Plangebiet in den Klimapark findet sich westlich des Hauses 1.1 und wird durch das Geh- und Fahrrecht 2 gesichert. Zwei weitere Anknüpfungspunkte befinden sich im Osten und verbin den die neue Wegestruktur des Plangebietes vor und hinter den vorgesehenen Gebäud en mit dem in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Gehweg im Klimapark. Die Vernetzung des öffentlichen Spielplatzes wird zudem künftig über einen direkten Zugang aus dem Klimapark gewährleistet. Geh- und Fahrrechte Die verkehrliche Erschließung des Plangebiets wird, ausgehend von der Zufahrt, über eine Geh- und Fahrrecht-Fläche im Bebauungsplan gesicher t, innerhalb derer die Tiefgaragenrampe ausgespart wird. Das Geh- und Fahr recht 1 wird zugunsten der Allgemeinheit festgesetzt. Durch diese Festsetzung wird eine geordnete Erschließung sichergestellt. Hierdurch können die Bewohner sowoh l der bestehenden Gebäude als auch der künftigen Neubauten zu den wenigen oberirdische n bzw. zu den in der Tiefgarage gelegenen Stellplätzen gelangen. Auch die Müllabfuh r wird damit in die Lage versetzt, die Unterflurcontainer anzufahren. Eine entsprechende U mfahrt ist für die Müll-Fahrzeuge berücksichtigt. Geh- und Radfahrrechte Mit der Festsetzung des Geh- und Fahrrechts 2 wird eine Erschließung zugunsten der Allgemeinheit per Fahrrad und zu Fuß ermöglicht. Da s zusätzliche Fahrrecht auf diesen Flächen gilt den Anliegern, den Ver- und Entsorgung strägern sowie der Grünpflege des öffentlichen Spielplatzes, die durch Grünpflegefahrzeuge sichergestellt wird. Um die Durchwegung und Durchlässigkeit des Quartieres zu gewährleisten und den Anschluss an den Weg im nordwestlich anschließenden Park sowi e einen Weg an der Nordseite des Grundstücks herzustellen, wird der in Ost-West-Rich tung verlaufende Wege vor den Haupteingängen der geplanten Bebauung durch ein Geh - und Radfahrrecht zugunsten der Allgemeinheit gesichert. Diese Hauptwegeverbindung wird in einer Breite von 4,00 m als Geh- und Radfahrrecht zeichnerisch festgesetzt. Die Stichverbindung parallel zur Westfassade des Hauses 1.1 in den nördlich an das Plangebiet anschl ießenden Klimapark wird in einer Breite von 3,5 m eingetragen. Ruhender Verkehr Der ruhende Verkehr aus Bestand und Planung wird zu m überwiegenden Teil in der Tiefgaragen untergebracht. Oberirdisch wird nur ein Stellplatz festgesetzt. Hierbei handelt es sich um einen Behindertenparkplatz. Stellplatzbedarf Das Vorhaben löst einen Bedarf an 45 Pkw-Stellplätz en aus. Durch den ÖPNV- Reduktionsfaktor und einem zusätzliche Reduktionsfa ktor durch die Maßnahmen des Mobilitätskonzeptes reduziert sich der erforderlich e Bedarf auf 27 Stellplätze für das Neubauvorhaben. Hiervon werden 26 Stellplätze in der Tiefgarage und 1 Stellplatz oberirdisch realisiert. Die sich aus der Differenz ergebenden 9 Stellplätze müssten theoretisch abgelöst werden. Durch das Vorliegen eines Mobilitätskonzeptes ist die Ablöse der Stellplätze für den geförderten Wohnungsbau nicht erforderlich. 23/88 Zudem löst das Vorhaben einen Bedarf an 236 Fahrrad stellplätzen aus. Der überwiegende Teil wird in der Tiefgarage nachgewiesen. An drei S tellen im Plangebietwerden oberirdische, überdachte Fahrradabstellanlagen in der Nähe der Hauseingänge vorgesehen, die allerdings nicht zeichnerisch festgesetzt werden, um eine möglichst hohe Flexibilität bei der endgültigen Verortung im Zuge der Realisierung des Bauvorhabens zu ermöglichen. Im Vorhaben- und Erschließungsplan sind diese Fahrradabstellanlagen dargestellt. Ihre Realisierung wird im Durchführungsvertrag geregelt. Da nur ein Teil der Rahrradstellplätze oberirdisch untergebracht werden soll, ist mit gestalterischen Beeinträchtigungen nicht zu rechnen. Stellplätze und Tiefgarage Um gestalterisch unbefriedigende Situationen zu ver meiden und das Baugebiet für eine gesteigerte Aufenthaltsqualität möglichst autofrei zu halten, sind Stellplätze nur in den dafür festgesetzten Flächen zulässig. Um einen gewissen G estaltungsspielraum zu gewähren, dürfen die Standorte um bis zu 5 Metern verschoben werden. Die notwendendigen Stellplätze für die geplanten Wo hneinheiten sowie für den Ersatz der entfallenen oberirdischen Stellplätze werden in einer Tiefgarage (TGa) untergebracht. Darüber hinaus wird ein oberirdischer Stellplatz (S t) zeichnerisch festgesetzt, um für mobilitätseingeschränkte Personen eine leichte Zugä nglichkeit zu gewährleisten. Da es sich um nur um einen Stellplatz handelt, sind negative Auswirkungen nicht zu erwarten. 5.6. Technische Infrastruktur Um die für die Versorgung des Gebietes notwendigen Telekommunikations- und Versorgungsleitungen vor Beschädigungen zu schützen und hinsichtlich des Stadtbildes gestalterisch unbefriedigende Situationen zu vermei den, sind die Leitungen unterirdisch zu führen. 5.6.1. Entwässerung Entwässerungs- und Versickerungskonzept Aufgrund der im Rahmen einer Voruntersuchung vorgefundenen polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) und der damit einhergehend en Bestätigung der stofflichen Belastung des Untergrundes sollte das anfallende Ni ederschlagswasser nicht gezielt zur Versickerung gebracht werden. Das Plangebiet befindet sich im Bereich der Altablagerung mit der Nummer 50702, einer ehemaligen Deponieanlage. I n einem Deponiekörper ist grundsätzlich keine Versickerung von Niederschlagsw asser zulässig. Insofern muss die Ableitung des Niederschlagswassers in den vorhandenen Abwasserkanal erfolgen. Um das Niederschlagswasser verzögert in den Abwasserkanal zu leiten werden verschiedene Maßnahmen vorgesehen: Zum einen werden extensive Da chbegrünungen auf den Dachflächen festgesetzt. Zum anderen wird und auf d en Tiefgaragen eine intensive Begründung festgesetzt. Zuletzt werden auf der Tiefgaragendecke Retentionsboxen verortet, die eine Rückhaltung der nachzuweisenden Regenwasse rmengen sicherstellen. Die Retentionsboxen werden im Durchführungsvertrag geregelt. Starkregenereignis Für das Plangebiet wurde ein Überflutungsnachweis e rstellt (Helmertz & Bongartz GmbH, Gesellschaft für Ingenieurplanung, Tiefbau und Umwelt, April 2024). Für die Rückhaltung des bei Starkregen anfallenden Niederschlagswassers ist eine Kombination verschiedener Maßnahmen vorgesehen. In Teilbereichen ist die Rückhaltung als Aufstau in den Freianlagen vorgesehen, durch die Außenanlagenplanung wurden hierfür Geländemulden vorgesehen. In Bereichen, die von der Tiefgarage unterbaut sind, s ind Wasserretentionsboxen auf der Tiefgaragendecke vorgesehen, die bei Starkregen Was ser zwischenspeichern können. In Einzelbereichen ist darüber hinaus die Schaffung vo n unterirdischen Rückhalteräumen erforderlich. Das auf den Dachflächen anfallende Ni ederschlagswasser wird auf den 24/88 Dachflächen zurückgehalten und über Drosselabläufe zeitverzögert der Kanalisation zugeführt. Unter Berücksichtigung der beschriebenen Maßnahmen weist das Gutachten nach, dass die anfallenden Wassermengen schadlos auf dem Grundstück zurück gehalten werden können. Zur Sicherung der Rückhaltung in den Freianlagen werden eine Reihe von Geländehöhen im Bebauungsplan durch Eintragung in die Planzeichnung festgesetzt. Die weiteren Maßnahmen werden im Rahmen des Baugenehmigungssverfahrens umgesetzt. 5.6.2. Stromversorgung Die Stromversorgung des Plangebietes wird über eine Trafostation und Photovoltaikanlagen auf den Dächern der geplanten Gebäude gesichert. Di e Trafostation befindet sich außerhalb des Plangebietes parallel der Zuwegung des Bestandsgebäudes Am Bilderstöckchen 60 und ist hinsichtlich der erforderlichen Leistung und Ve rortung mit dem Versorgungsträger abgestimmt. Die Trafostation wird vertraglich im Durchführungsvertrag geregelt. 5.6.3. Wärmeversorgung Derzeit erfolgen Erwägungen und Abstimmungen zur Wä rmeversorgung des Plangebietes. Dabei werden zwei Varianten betrachtet: die Versorg ung über eine Abwasserwärmpepumpe oder über eine Luft/-Wasserwärmepumpe. Die bevorzugte Variante der Versorgung des Plangebi etes mit Wärme soll über eine Abwasserwärmepumpe erfolgen. Hierfür wurde ein Vert rag zwischen den Stadtentwässerungsbetrieben Köln (Steb Köln) und de r Vorhabenträgerin geschlossen.. Bei Umsetzung dieser Variante der Wärmeversorgung sind keine Festsetzungen im vorhabenbezogenen Bebauungsplan notwendig. Eine weitere Option der Wärmeversorgung stellt die Nutzung von Luft-/Wasserwärmepumpen dar. Im Gegensatz zur Abwasserwärmepumpe ist kein V ertrag mit einem Versorger und der Vorhabenträgerin nötig. Da von den Luft-/Wärmepumpe n jedoch Geräuschemissionen ausgehen, wurden die beiden geplanten Standorte der insgesamt 6 Wärmepumpen schalltechnisch untersucht und als Flächenfestsetzu ng für Nebenanlagen in den Bebauungsplan übernommen. Die Festsetzung, dass Einrichtungen im Sinne des § 14 Abs. 2 BauNVO nur auf den hierfür festgesetzten und mit EV gekennzeichneten Flächen z ulässig sind, dient der Sicherung der Wärmepumpen auf den Flächen, die einen ausreichende n Abstand zu den vor Lärm zu schützenden Wohnungen besitzen. Die festgesetzten F lächen entsprechen den Standorten der in der Lärmuntersuchung gemachten Annahmen. Ein e Verschiebung der Standorte ist nicht zulässig. Durch die Festsetzung können negative Auswirkungen vermieden werden. 5.6.4. Abfallentsorgung Für die Müllsammlung ist zum einen ein Standort für Unterflurcontainer zentral im Bereich der Zufahrt und ein Standort für Abfallsammelbehälter n ördlich des Bestandsgebäudes Am Bilderstöckchen 60 vorgesehen und in der Planzeichn ung durch Planeintrag entsprechend festgesetzt. Für die bestehenden Abfallsammelbehält er, die den Bestandsgebäuden zugeordnet sind und sich westlich der Tiefgaragenzufahrt und in direkter Nachbarschaft zum Ein- und Ausfahrtsbereich befinden, sind die Standorte ebenfalls zeichnerisch festgesetzt. Ein weiterer oberirdischen Standort für Abfallsammelbeh älter wird parallel zur Zuwegung des Bestandsgebäudes Am Bilderstöckchen 60 verortet und ist im Vorhaben- und Erschließungsplan dargestellt. Er liegt außerhalb d es Geltungsberichs und wird im Durchführungsvertrag geregelt. Durch die Festsetzung, dass Nebenanlagen nur in den dafür gekennzeichenten Bereichen zulässig sind, soll eine gestalterische Beeinträchtigung vermieden werden. Um einen gewissen Gestaltungsspie lraum zu ermöglichen, dürfen die Standorte um bis zu 5 Metern von den festgesetzten Standorten abweichen. 5.6.5. Paketstation Das Mobilitätskonzept sieht die Errichtung einer Pa ketstation vor, um eine Reduktion von 25/88 verkehrlich-städtebaulichen Konsequenzen von KEP-Li eferverkehren (Kurier-, Express und Paketdienste) zu erreichen. Damit die positiven Eff ekte dieser Maßnahme auch der Nachbarschaft in den Bestandsgebäuden zu Gute kommen und das Plangebiet weitestgehend von Verkehr freigehalten wird, wird die Paketstation außerhalb des Geltungsbereichs entlang der Straße Am Bilderstöckchen, vor dem Bestandsgebä ude Nr. 64 vorortet. Die Paketstation wird im Durchführungsvertrag geregelt. 5.7. Soziale Infrastruktur Für das Vorhaben kommt das Kooperative Baulandmodel l 2017 (KoopBLM 2017) zur Anwendung. Es gilt die angepasste Fassung der Umset zungungsanweisung des KoopBLM 2017plus vom 05.05.2022. Der rechnerischen Einschät zung des Mehrbedarfs in den Angebotssegmenten Kindertagesstätte, öffentlicher Spielplatz sowie öffentliche bzw. öffentlich zugängliche, private Grünfläche wird die im Plangeb iet erwartete Einwohnerzahl zu Grunde gelegt. Die erwartete Einwohnerzahl wird auf Grundl age der nutzungsspezifischen Flächenangaben für das jeweilige Vorhaben eingeschätzt. Hierbei ist nur die Geschossfläche Wohnen maßgeblich, die durch das Bebauungsplanverfahren neu geschaffen wird. Das heißt, erfolgt auf Grundlage der Planung eine Nachverdicht ung oder ‚Abriss und Neubau‘, so wird die im Vergleich zum heutigen Bestand zusätzliche G eschossflächen Wohnen für die Einschätzung herangezogen. Im Bestand befinden sich keine Wohnungen innerhalb des Plangebietes. Durch das Planvorhaben entstehen ca. 9.800 m² Geschossfläche Wohnen. Gemäß dem Kooperativen Baulandmodell entspricht dies, bei einer theoretisch anzusetzenden durchschnittlichen Größe einer Wohneinheit von 90 m², insgesamt einer Anzahl von ca. 109 Wohneinheiten. Bei Vorhaben mit einem Anteil von 30% öffentlich geförd erten Wohnungsbau werden für die Erstbelegungsquote 2,3 Einwohner pro Wohneinheit (E W/WE) angenommen. Die erwartete Einwohnerzahl im Plangebiet Am Bilderstöckchen lieg t demnach rechnerisch bei 250 Einwohnern*innen. 5.7.1. Kindertageseinrichtung Durch die zu erwartende Einwohnerzahl von 250 Perso nen entsteht nur ein geringer Mehrbedarf von Plätzen für U3-Kinder und für Ü3-Kin der in einer Kindertageseinrichtung. Aufgrund dieses geringen Mehrbedarfs besteht keine Pflicht, im Plangebiet eine Kindertagesstätte entsprechend dem Bedarf und nach den Vorgaben der Stadt Köln zu errichten. 5.7.2. Schulentwicklung Durch die zu erwartende Einwohnerzahl von 250 Perso nen entsteht nur ein geringer Mehrbedarf von Schulplätzen. Die nächstgelegenen Sc hulen verfügen über ausreichende Kapazitäten, sodass der Mehrbedarf gedeckt werden kann. 5.7.3. Öffentliche Spielplatzflächen Gemäß dem Kooperativem Baulandmodell wird der durch die Planung ausgelöste Bedarf an öffentlicher Spielplatzfläche so ermittelt, dass die neu zu erwartende Einwohnerzahl mit dem durchschnittlichen Wert von 2 m² Spielplatzfläche pro Einwohner multipliziert wird. Die zu erwartenden Einwohnerzahl von 250 Personen löst einen Flächenbedarf an öffentlicher Spielplatzfläche von insgesamt 501 m² aus. Die Planung sieht die Herstellung von öffentlichen Spielplatzflächen in einer Größenordnung von ca. 500 m² auf dem Grubo-Grundstück und weitere n ca. 65 m² auf dem Grundstücksteil der Stadt Köln vor. Damit werden 565 m² im westlichen Abschnitt des Geltungsbereichs durch die Festsetzung als öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Spielplatz“ gesichert. Der öffentliche Spielplatz wird durch die Vorhabent rägerin errichtet und nach Fertigstellung der Stadt Köln zu übergeben. Die konkreten Regelung en werden im Durchführungsvertrag 26/88 getroffen. 5.7.4. Private Spielplatzflächen Für die Bewohner des Plangebietes sind die nach Spi elplatzsatzung der Stadt Köln zu errichtenden privaten Spielflächen für Kleinkinder – verteilt über das Plangebiet – im Nahbereich der Wohngebäude vorgesehen und barrierefrei zugänglich. Sie entstehen in einer gemeinsamen Gestaltungssprache und bilden so eine zusammenhängende Spiellandschaft. Die Freiraumplanung sieht ca. 511 m² private Spielf lächen für Kleinkinder innerhalb des allgemeinen Wohngebietes WA vor. Zwei Spielplätze l iegen jeweils zwischen den Häusern, eine dritte Spielplatzfläche ist im Nordosten des Plangebietes vorgesehen. Die für die Deckung des Bedarfs erforderlichen weiteren 25 m² an Kleink inderspielfläche wird in der bestehenden Kinderspielfläche des Bestands in der nicht überbau baren Grundstücksfläche des Bestands untergebracht, die mit einer Fläche von 646 m² einen Bedarfsüberschuss von 184 m² aufweist. Im Zuge der Freiraumgestaltung ist eine Ertüchtigun g und Aufwertung des bestehenden Spielplatzes vorgesehen. 5.7.5. Öffentliche bzw. öffentlich zugängliche Grün fläche Gemäß dem Kooperativem Baulandmodell ist das gesamt e Gebiet der Stadt Köln mit Grünflächen mit wohngebietsbezogener Funktion unter versorgt. Grundsätzlich kann also davon ausgegangen werden, dass bei allen Planverfah ren der rechnerisch ermittelte Mehrbedarf auch dem ursächlichen Mehrbedarf entspricht. Zur Sicherstellung allgemeiner Anforderungen an ges unde Wohnverhältnisse, der Belange von Freizeit und Erholung, der Gestaltung des Orts- und Landschaftsbildes, zur qualitätsvollen Gestaltung von Quartieren und nicht zuletzt zur Anp assung der Städte an die Folgen des Klimawandels ist eine Durchgrünung des Plangebietes unbedingt umzusetzen. Daher wird der durch die Planung ausgelöste Bedarf an privaten, öffentlich zugänglichen Grünflächen so ermittelt, dass die neu zu erwartende Einwohnerzahl mit der durchschnittlichen Versorgung von 10 m² Grünfläche pro Einwohner multi pliziert wird. Die zu erwartenden Einwohnerzahl von 250 Personen löst einen Flächenbedarf an privater, öffentlich zugänglicher Grünfläche von insgesamt 2.500 m² aus. Aufgrund der Lage direkt am Bürgerpark Nord verzichtet die Stadt Köln in diesem Einzelfall auf den Nachweis im Plangebiet und die Ablösezahlungen. Das freiraumplanerische Konzept zu r Gestaltung des entstehenden Innenhofs, das bspw. einen Pocketpark und einen Qua rtiersplatz vorsieht, schafft einen qualitativ hochwertigen und gut nutzbaren Freiraum für die Nachbarschaft. 5.7.6. Öffentlich geförderter Wohnungsbau Bei Vorhaben, bei denen eine Geschossfläche von mindestens 1.800 m² für Wohnzwecke oder mindestens 20 Wohneinheiten entstehen, sind gemäß d en Vorgaben des Kooperativen Baulandmodells 30 % der geplanten Geschossfläche fü r Wohnzwecke im öffentlich geförderten Wohnungsbau zu errichten. Um dies siche rzustellen, wird eine entsprechende Festsetzung im Bebauungsplan getroffen. Bei dem vorliegenden Vorhaben beabsichtigt die Vorh abenträgerin jedoch, einen deutlich höheren Anteil, und zwar 100 % der geplanten Gescho ssfläche Wohnen im öffentlich geförderten Segment, zu errichten. Dadurch werden v on der Vorhabenträgerin ca. 6.860 m² Geschossfläche mehr im öffentlich geförderten Segment realisiert, als nach dem Kooperativen Baulandmodell erforderlich sind. Gemäß den Förderrichtlinien des Landes NRW sind ein Drittel der Grundstücksflächen als Grünfläche zu errichten, wovon mindestens 50 % als ein als Begegnungsort nutzbarer Teil fungieren muss. 5.8. Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaft spflege 5.8.1. Lärm 27/88 Das Plangebiet ist durch Lärmimmissionen aus dem öffentlichen Straßenverkehr und im Sportlärm vom Bolzplatz vorbelastet. Die höchsten Beurteilungspegel aus dem Straßenverke hr auf öffentlichen Verkehrswegen liegen im Westen zur A57 und zur Kreuzung Robert-Pe rthel-Straße Ecke Escher Straße hin. Dort sind Pegel von bis zu 64 dB(A) tags und 57 dB( A) nachts zu erwarten. Die Orientierungswerte für allgemeine Wohngebiete von 5 5 dB(A) tags bzw. 45 dB(A) nachts werden dort um bis zu 9 dB tags und 12 dB nachts überschritten. Im benachbarten Bereich des Knotenpunktes Escher St raße und Robert-Perthel-Straße wird eine öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung Spielplatz festgesetzt. Die dort erwarteten Pegel von 64 dB(A) tags wirken auf das K inderspiel ein. Da keine Anforderungen an Lärmschutz auf öffentlichen Spielplatzflächen un d verbindlichen rechtlichen Regelungen existieren, wird auf die Festsetzung einer Lärmschutzwand auch aus städtebaulichen Gründen verzichtet. Die notwendige Höhe wirkt bei dem Zuschnitt des Spielplatzes bedrängend und die notwendige Belichtung wäre nur noch zum Teil gegebe n. Zudem sind gesunde Wohnverhältnisse auch ohne eine Lärmschutzwand gege ben, da die Grenze von 70 dB (A) eingehalten werden. Nicht zuletzt fehlen Alternativ en für die Verlegung des öffentlichen Spielplatzes. Stattdessen wird im anschließenden Baugenehmigungsverfahren zusammen mit dem städtischen Amt für Kinder, Jugend und Familie ermessen, ob die Verortung eines abschirmenden Spielgerätes, beispielsweise einer Kletterwand, eine ähnliche lärmschützende Funktion erfüllen kann. Als Maßnahme zur Einhaltung der Immissionsrichtwerte bei dem Sportlärm ist eine Verlegung des Bolzplatzes sowie der Ausschluss des Betriebs innerhalb der morgendlichen Ruhezeiten von 06.00 bis 08.00 Uhr an Werktagen und von 07.00 bis 09.00 Uhr an Sonn- und Feiertagen vorgesehen. Nach Verlegung des Bolzplatzes sind an den Plangebäuden Beurteilungspegel von bis zu 51 dB(A) zu erwarten. Der Immissionsrichtwert außerhalb morgendlicher Ruhezei- ten von 55 dB(A) in allgemeinen Wohngebieten können somit eingehalten werden. Infolge der Überschreitung der Orientierungswerte aus dem öffentlichen Straßenverkehr ist im Geltungsbereich des Bebauungsplanes eine Festlegung der erforderlichen Luftschalldämmung von Außenbauteilen gegenüber Außenlärm für Aufenthaltsräume gemäß der DIN 4109:2018-01 vorzunehmen. Dies erfolgt gemäß aktueller Rechtsprechung mittels bei freier Schallausbreitung im Plangebiet berechneten flächigen Maßgeblichen Außenlärmpegeln in Kombination mit der empfohlenen Öffnungsklausel zur Berücksichtigung des künftig aktuellen Bautenstands (Abschirmung, etc.) in bauaufsichtlichen Genehmigungsverfahren. Die Zuordnung zwischen den in der Planzeichnung dargestellten Lärmpegelbereichen und den maßgeblichen Außenlärmpegeln ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle: Lärmpegelbereich Maßgeblicher Außenlärmpegel (L a in dB) I 55 II 60 III 65 IV 70 V 75 VI 80 VII > 80 a für maßgeblichen Außenlärmpegel La > 80 dB sind d ie Anforderungen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten festzulegen. Unter Berücksichtigung der Plangebäude ergeben sich die höchsten Lärmpegelbereiche entlang der West- und Nordwestfassaden des Hauses 1 . Dort wird vor den höherbelasteten Fassadenbereichen maximal der Lärmpegelbereich IV a usgewiesen. An der übrigen Planbebauung wird maximal der Lärmpegelbereich III ausgewiesen. Bezüglich des 28/88 Bolzplatzes im Bestand ist in Abstimmung mit dem st ädtischen Amt für Kinder, Jugend und Familie (Kinderinteressen – Spielplatzangelegenheit en) zur Einhaltung sämtlicher Immissionsrichtwerte (an Plan- und Bestandsgebäuden ) beschlossen worden, den Betrieb innerhalb der morgendlichen Ruhezeiten einzuschränk en und den Bolzplatz in nördliche Richtung zu verschieben. Die durch das Planvorhaben erzeugte Lärmbelastung auf die Bestandsbebauung in Form von Haustechnikanlagen und privatem Pkw-Verkehr innerha lb des Plangebiets werden an der benachbarten Wohnbebauung im Bestand die Immissionsrichtwerte der TA Lärm von 55 dB(A) tags und 40 dB(A) nachts für allgemeine Wohngebiete eingehalten. Bezüglich des durch das Planvorhaben bedingten Mehrverkehrs liegen die Beurteilungspegel an den Immissionsorten sowohl im Analysefall als auch im Prognose-Planfall unter den Werten von 70 dB(A) tags bzw. 60 dB(A) nachts. In diesem F all sind Erhöhungen der Beurteilungspegel bei weniger als 3 dB durch den pl anbedingten Zusatzverkehr auf öffentlichen Verkehrswegen als nicht wesentlich zu beurteilen. Die prognostizierten Erhöhungen des Straßenverkehrs auf öffentlichen Verkehrswegen liegen bei maximal 0,1 dB, so dass die Erhöhungen als nicht wesentlich einzustufen sind. Die abgestrahlten Schallleistungen wurden anhand ei nschlägiger Richtlinien angesetzt. Aufgrund der normgerechten Schallausbreitungsberech nung unter ausschließlichen Mitwindbedingungen sowie der Betrachtung des Zusamm enwirkens aller Lärmquellen ist davon auszugehen, dass die prognostizierten Beurtei lungspegel bei häufigen Nachmessungen in der deutlichen Mehrzahl der Fälle eingehalten werden. 5.8.2. Artenschutz Im Untersuchungsraum für vorliegenden Fachbeitrag k onnten einige artenschutzrechtlich relevante Arten nachgewiesen werden. Zu nennen sind insgesamt 19 Vogelarten. Insgesamt 12 der nachgewiesenen Vogelarten brüten im Untersuchungsgebiet. Die anderen 7 Arten sind Gastvögel. Auf der eigentlichen Vorhabenfläche befi nden sich Brutreviere von 5 Vogelarten. Unter den erfassten Brutvögeln befindet sich keine planungsrelevante Art entsprechend der Definition von KIEL (2005) bzw. MKULNV (2016). Arte n nach Anhang IV der FFH-Richtlinie kommen im Untersuchungsgebiet mit Ausnahme der wahr scheinlich als Nahrungsgast vorkommenden Zwergfledermaus nicht vor. Mit dem geplanten Vorhaben gehen unterschiedliche Auswirkungen auf die Natur einher, die auch aus Sicht des Artenschutzes von Bedeutung sein können. Im Vordergrund steht hierbei der eigentliche Flächenverlust, daneben die unmittelbare Gefährdung von Individuen durch die Flächeninanspruchnahme sowie durch Vogelschlag an F assaden. Wirkfaktoren wie Lärm, Licht oder die Fragmentierung von Lebensräumen bzw. die Unterbrechung des Biotopverbunds sind hierbei zu vernachlässigen. Bei Berücksichtigung der genannten Wirkfaktoren kan n eine artenschutzrechtliche Betroffenheit zahlreicher Arten durch das Vorhaben von vorneherein ausgeschlossen werden. Dies betrifft zunächst alle wildlebenden Vogelarten , die als Gastvögel im Plangebiet nachgewiesen wurden. Bei all diesen Arten kann eine unmittelbare Betroffenheit von Individuen oder ihren Entwicklungsstadien ausgeschlossen werden. Erhebliche Störungen, die sich auf die lokalen Populationen auswirken, lassen sich ebenfalls ausschließen. Die genannten Arten verlieren durch das Vorhaben auch keine Fortpflanzungs- oder Ruhestätten, da diese das Untersuchungsgebiet insgesamt nicht zu r Fortpflanzung oder als Ruhestätte nutzen. Für die artenschutzrechtlich relevanten und potenzi ell betroffenen Arten werden geeignete Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen vorgeschlag en, mit denen artenschutzrechtliche Betroffenheiten vermieden ode r auf ein unerhebliches Maß reduziert werden können. Sie bestehen aus einer zeitlichen Be schränkung der Flächeninanspruchnahme durch Fällungen und Rodungen in den Monaten Oktober bis März, der Einrichtung einer ökologischen Baubegleitung, w eiterhin der Begrenzung bau- und anlagebedingter Flächenbeanspruchungen und Vorsicht smaßnahmen bezüglich der 29/88 Fassadengestaltung an den Gebäuden. Durch die vorge schlagenen Maßnahmen können insbesondere die artenschutzrechtlichen Verbotstatbestände des § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG (unmittelbare Gefährdung von Individuen und ihren Entwicklungsstadien) umgangen werden. Zusammenfassend und unter Beachtung der vorgesehenen Maßnahmen zur Vermeidung und Minderung sowie der vorgezogenen Ausgleichsmaßnahme kommt vorliegender Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag daher zu dem Sch luss, dass das Vorhaben aus artenschutzrechtlicher Sicht nach den Vorgaben des § 44 Abs. 1 i.V. mit § 44 Abs. 5 BNatSchG zulässig ist. 5.8.3. Baumbestand sowie Eingriff / Ausgleich Die geplante Bebauung nimmt zum großen Teil Flächen in Anspruch, für deren Nutzung ein naturschutzrechtlicher Ausgleich erforderlich wird. Diese Flächen sind im Bebauungsplan als ausgleichspflichtiger Eingriffsbereich (AusglEB) kenntlich gemacht. Der heutige Bestand wird von Gebüsch mit überwiegen d standorttypischen Gehölzen dominiert. Darüber hinaus finden sich Scherrasenflä chen mit und ohne Baumbestand sowie Gärten bzw. Freiflächen der Bestandsbauten innerhalb des Plangebietes. Im Plangebiet wurde im Juni 2023 im Rahmen der Erstellung der „planungsrechtlichen Siche- rung schützenswerter Bäume“ eine erste Bestandsaufn ahme und Bewertung des Baumbe- standes und weiterer Biotoptypen durch das Landscha ftsarchitekturbüro studio grüngrau durchgeführt. Nach Durchführung von Suchschürfen wu rden im Februar 2024 ergänzende Kartierungen im Bereich der öffentlichen Grünfläche vorgenommen. Insgesamt wurden auf dem Areal 92 Gehölze kartiert und dokumentiert, die sich innerhalb des Plangebiets sowie unmittelbar angrenzend an diesem befinden. Insgesamt sind 25 der 92 Bestandsgehölze ge- mäß der Baumschutzsatzung der Stadt Köln (2023) ges chützt (siehe Kapitel 2.4.8.4 „pla- nungsrechtliche Sicherung schützenswerter Bäume“ bzw. Anlage 1 und 5 des GOP). Es wer- den 18 schützenswerte Bäume sowie 46 Gehölze besteh end aus Bäumen und Großsträu- chern gefällt, die je nach ihrer Lage unterschiedlich ausgeglichen werden: Die 18 Bäume, die außerhalb des ausgleichpflichtigen Eingriffsbereich es gefällt werden müssen, werden nach der Baumschutzsatzung ausgeglichen. Ein nicht unerh eblicher Teil des Ausgleichs nach der Baumschutzsatzung wird mit den Festsetzungen von 20 Baumpflanzungen im Plangebiet aus- geglichen. Die 46 Gehölze innerhalb des ausgleichpflichtigen Eingriffsbereichswerden mittels der Eingriffsregelung erfasst und im Rahmen der Aus gleichsbilanzierung über Biotopwert- punkte ausgeglichen. Die vom studio grüngrau durchgeführte Bilanzierung von Eingriff und Ausgleich innerhalb des ausgleichspflichtigem Eingriffsbereichs kommt zu de m Ergebnis, dass ein Ausgleichsbedarf von insgesamt 35.056 Biotopwertpunkten (BWP) besteh t. Hierfür stehen innerhalb des Geltungsbereichs nicht ausreichend Kompensationsflächen zur Verfügung. Aufgrund fehlender Möglichkeiten zur Umsetzung von Ausgleichsmaßnahmen innerhalb und angrenzend an das Plangebiet, wird zur Kompensation eine externe Ausgleichsmaßnahme umgesetzt. Diese externe Ausgleichsmaßnahme liegt i m Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 66389/03; Arbeitstitel: "Rondorf Nord-West" in Köln-Rondorf und wird in diesem Bebauungsplan unter der Nummer A3.6 geführt. Auf einer 3.187 m² großen Teilfläche des Flurstücks 308 der Gemarkung Rondorf-Land, Flur 7 wird die externe Maßnahme durch die Eintwicklung einer Glatthaferweise mit Strauchgruppen und Bäumen umgesetzt. Insgesamt kann durch die Umsetzung der hier beschri ebenen und in den Hinweisen festgeschriebene Ausgleichsmaßnahme auf der Fläche in Rondorf eine ökologische Aufwertung nach dem Bewertungsverfahren „Methode zu r ökologischen Bewertung der Biotopfunktionen von Biotoptypen“ von Dankward Ludwig, Bochum, 1991, erreicht werden. 5.8.4. Klimaschutz Durch die Einhaltung der Klimaleitlinien der Stadt Köln kann dem Klimaschutz Rechnung getragen werden. Vorgesehen sind Maßnahmen zur Begrünung des Quartiers, zur Dach- und Tiefgaragenbegrünung, zur Fassadenbegrünung sowie z ur nachhaltigen Energiegewinnung 30/88 (siehe auch Abschnitt 5.9). Die Stromerzeugung mit Hilfe von Photovoltaikanlagen auf den Dächern ist ein Baustein hierfür (siehe auch Abschnitt 5.9.4). 5.8.5. Luftschadstoffe Das Luftschadstoffgutachten kommt zu dem Ergebniss, dass sowohl im Prognose-Nullfall 2025 als auch im Prognose-Planfall 2025 die NO2-Gre nzwerte der 39. BImSchV an allen beurteilungsrelevanten Fassaden des Untersuchungsgebietes und insbesondere auch an den Fassaden der Plangebäude eingehalten werden. Ergänzend wurde eine lokale Ausbreitungsrechnung fü r die Feinstaub-Fraktionen PM10 und PM2,5 durchgeführt. Die Berechnungen zum Prognosejahr 2025 für das Untersuchungsgebiet bestätigen die auf aktuellen Messungen basierende Annahme, dass die Feinstaub-Grenzwerte im Bereich des Bebauungsplangebietes in beiden Unte rsuchungsfällen 2025 deutlich eingehalten werden. 5.8.6. Belichtung/Besonnung Eine relevante Verschattung der Bestandsgebäude durch die Plangebäude ist nicht gegeben. Gleiches gilt für die Plangebäude selbst. 5.8.7. Boden Das gesamte Plangebiet des Bebauungsplans liegt im Bereich der Altablagerung gem. Bundes-Bodenschutzgesetz § 2 mit der Nummer 50702. Gemäß § 9 Abs. 5 BauGB wird das gesamte Plangebiet als Fläche Altablagerung gekennzeichnet. Die Untersuchungsfläche wurde bis spätestens 1970 verfüllt. Es sind Auffüllungsmächtigkeiten von > 15 m belegt. Der Auffüllungskörper besteht im Wesentlichen aus m ineralischen Komponenten. Hierbei dominieren Bauschutt mit weiteren Fremdstoffanteile n aus Gebäudeabbrüchen in wechselnden Mischungsverhältnissen sowie kiesige un d schluffige Sande. Im Rahmen aktueller Baggerschurf-Aufschlüsse wurden neben den mineralischen Bauschuttbestandteilen auch Holz (Balken, Dielen), Dachpappen und Metallte ile (Zinkbleche, Dachrinnen) aufgefunden. Außerdem liegen im Plangebiet punktuell geringfügig erhöhte Belastungen durch Schwermetalle (i. W. Zink), polychlorierte Biphenyl e (PCB), Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW) und polycyclische aromatische Kohlenwassersto ffe (PAK) in der Feststoffphase vor. Auch im Bodeneluat ist die Schadstoffkonzentration bereichsweise für MKW, PAK und PCB erhöht. Die Bodenluft ist mit Methan belastet. Bisherige Grundwasseruntersuchungen belegen eine be kannte Verunreinigung des durchströmenden Grundwassers mit Tetrachlorethen. Aktuell liegen keine Hinweise vor, dass die nachgewiesenen Schadstoffe bei der derzeitigen Nutzung das Grundwasser schädigen. Im Rahmen des geplanten Bauvorhabens (insbesondere die Tiefgründung) kann eine bauzeitbedingte Gefährdung des Grundwassers allerdings nicht ausgeschlossen werden. Die möglichen Einträge werden mit Hilfe einer Messstelle der Stadt Köln überwacht Aufgrund der vorgefundenen polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) und der damit einhergehenden Bestätigung der stofflichen Be lastung des Untergrundes darf das anfallende Niederschlagswasser nicht gezielt zur Ve rsickerung gebracht werden. Das Plangebiet befindet sich im Bereich der Altablageru ng mit der Nummer 50702, einer ehemaligen Deponieanlage. In einem Deponiekörper ist grundsätzlich keine Versickerung von Niederschlagswasser zulässig. Eine Gefährdung über den Wirkungspfad Bodenluft – R aumluft – Mensch ist aufgrund der bekannten Methangaskonzentration im Deponiekörper gegeben. Für das Bauvorhaben ist ein entsprechendes Gassicherungskonzept zu erstellen und umzusetzen. Dies erfolgt im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens. Um eine Gefährdung ü ber den Wirkungspfad Boden- Mensch auszuschließen sind geeignete Sicherungsmaßn ahmen (Bodenaustausch, 31/88 Bodenabdeckung) erforderlich. Auch hierfür ist im R ahmen des Baugenehmigungsverfahren ein Sicherungskonzept vorzulegen. Die Erstellung de r Gassicherungskonzept und des Aushub- und Entsorgungskonzept wird im Durchführungsvertrag geregelt. Die Vorschriften der §§ 6 bis 8 der Bundesbodenschu tz-Verordnung (BBodSchV) sind zu beachten. 5.9. Bepflanzung und Begrünung Um die Ziele des Grünordnungsplanes umzusetzen werd en eine Vielzahl von Begrünungsmaßnahmen gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 25 a BauGB getroffen. 5.9.1. Begrünungsmaßnahmen im Bereich von öffentlic hen Grünflächen Innerhalb der festgesetzten öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung öffentlicher Spielplatz sind insgesamt mindestens 3 mittel- und großkronige Laubbäume zu pflanzen und dauerhaft zu unterhalten. Die Fläche ist zudem mit Wiesensaatgutmischung anzulegen. Ausgenommen hiervon sind Spielgeräte, Fallschutzflächen, Wegeflächen, Abfallbehälter und Bänke. Die in der Planzeichnung festgesetzten Baums tandorte sind nur zur Nachricht dargestellt. Mit diesen Festsetzungen wird ein Beit rag zur Begrünung und Verschattung der Spielflächen geleistet und die Steigerung des Aufen thaltscharakters bewirkt, ohne die Nutzungsmöglichkeiten der Freifläche zu sehr einzuschränken. 5.9.2. Begrünungsmaßnahmen im Bereich von privaten Grundstücken Im allgemeinen Wohngebiet WA sind 12 und in der nicht überbaubaren Grundstücksfläche des Bestandes 5 mittel- und großkronige Laubbäume zu pf lanzen. Die in der Planzeichnung festgesetzten Baumstandorte können um bis zu 5 m ve rschoben werden. Darüber hinaus ist die festgesetzte Fläche M7 mit einer Rasenfläche (E A31 / LW41112) zu begrünen und mit jeweils mindestens 3 Strauchgruppen mit je 3 Solitä rsträuchern (3xv, mB) zu bepflanzen. Ausnahmsweise ist die Pflanzung von Stauden und Grä sern zulässig. Die festgesetzte Flächen M8 ist ebenfalls mindestens mit einer Rasen fläche (EA31/LW4112) zu begrünen, wobei ausnahmsweise Gräser- und Staudenpflanzungen und Lüftungsschächte zulässig sind. Diese Maßnahmenfläche rahmt den Quartiersplatz als grüne Spange. In ihr befinden sich zugleich die Lüftungsschächte zur natürlichen Belüf tung der Tiefgarage. Für die Maßnahmenfläche M9, die die Gestaltung und Ausstattung des Pocketparks konkretisiert, wird ebenfalls mindestens eine Rasenfläche (EA31/LW4112) festgesetzt. Ausnahmsweise sind hier Gräser- und Staudenpflanzungen, Wege und Platz flächen auf maximal 20% der Gesamtfläche, Bänke, Abfallbehälter, bauliche Einfa ssungen sowie Leuchten und Einfriedungen zulässig. Zudem sind die Grundstücksf lächen, soweit sie nicht mit Gebäuden, Wegen, Spielplätzen und sonstigen Nebenanlagen über baut werden, mit Gräsern (HH 7/BR 132), Stauden und / oder Sträuchern (BB 1/GH 51) zu bepflanzen. Mit diesen Festsetzungen wird ein Beitrag zur Begünung des Quartiers und zur Steigerung der Aufenthaltsqualität geleistet. Die Festsetzungen wirken sich zudem positiv auf das Klima aus. Hierdurch soll neben den klimatischen Funktionen un d der biologischen Vielfalt der Begrünungsmaßnahmen auch ein Beitrag zu gärtnerisch en Gestaltung der Freiflächen sichergestellt werden. Die Flexibilität in Bezug auf die Baum-Standorte bi etet eine ausreichende Freiheit bei der Konkretisierung der Planung, ohne den Grundgedanken des Begrünungskonzeptes zu konterkarieren. 5.9.3. Begrünung von Tiefgaragen Zur Nutzbarmachung und Gestaltung des Innenbereichs , zur Verbesserung des direkten Wohnumfelds und zur Kompensation der Grünunterdeckl ung sind Tiefgaragen (TGa) oder unterirdische Gebäudeteile, soweit sie nicht mit Ge bäuden, Wegen, Platzflächen, Kinderspielflächen oder sonstigen Nebenanlagen über baut werden, zu begrünen. Die Vegetationstragschicht wird in einer angemessenen Stärke von 60 cm bzw. 1,20 m zzgl. Filter- 32/88 und Drainschicht und ein auskömmlicher Wurzelraum v on mindesten 25 m³ festgesetzt. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass die Wurzeln der Pflanzen ausreichend Platz für eine gesunde Entwicklung erhalten. 5.9.4. Extensive Dachbegrünung Die Flachdächer der Gebäude im allgemeinen Wohngebi et WA sind mit einer extensiven Dachbegrünung zu bepflanzen. Um gleichzeitig die Un terbringung nötiger Technik (wie z.B. Lüftungsanlagen o.ä.) zu ermöglichen, werden techni sche Aufbauten auf maximal 30 % der jeweiligen Dachfläche von der Begrünungspflicht aus genommen. Um attraktive Freisitze in Form von Dachterrassen für die Bewohnerschaft des S taffelgeschosses im Haus 1.3 zu ermöglichen, sind diese Flächen ebenfalls von der Begrünungspflicht ausgenommen. Um eine zukunftsweisende Energieerzeugung zu unterstützen, sind Photovoltaikelemente über der Dachbegrünung zulässig. Die positiven Effekte von Dachbegrünungen wirken si ch vielfältig aus. In Bezug auf die Gebäude wirkt ein begrüntes Dach als Schutz der Dac habdichtung und Dämmstoff. Die Lebensdauer des Daches wird verlängert und das Raumklima des obersten Geschosses, das regelmäßig am stärksten vom jahreszeitlichen Temper aturwechsel beeinflusst wird, deutlich verbessert. Hinsichtlich der Umweltaspekte fungiert ein extensiv begrüntes Dach als Wasserrückhaltung. Große Teile des Niederschlags werden verdunstet, wa s mit einer Entlastung der Entwässerungsanlagen und dem Verbleib des Wassers im ökologischen Kreislauf einhergeht. Die Dachflächen können auch Ersatzhabitate für Tier- und Pflanzenarten bieten. Insgesamt kann das Stadtklima, das durch eine hohe Versiegelung und damit einhergehende höhere Temperaturen bestimmt ist, verbessert werden. Die Funktion der Dachbegrünung als Filter für Staub und Schadstoffe wirkt sich ebenfalls positiv aus. 5.9.5. Fassadenbegrünung Um einen weiteren Beitrag für das Stadtklima und al s Filter für Staub und Schadstoffe zu leisten, wird eine Fassadenbegrünung der nordwestlich orientierten Wandflächen festgesetzt. Flächen für Fenster, Türen und Lüftungseinrichtunge n sind von der Begrünungspflicht ausgenommen. Es ist eine Kletterpflanze je laufenden Metern Wand bei Selbstklimmern bzw. zwei Kletterpflanzen je laufenden Meter bei Rank- u nd Schlingpflanzen vorzusehen. Bei letzeren ist eine Kletterhilfe vorzusehen. Durch di e Festsetzung, dass die Pflanzstellen offen mit Bodenanschluss und einer durchwurzelbaren Pflan zgrube von mindestens 1 m³ vorzusehen ist, soll sichergestellt werden, dass di e Pflanzen gute Wachstumsbedingungen vorfinden. 5.9.6. Erhalt von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzung Innerhalb der öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung Spielplatz sind 4 Bäume und im allgemeinen Wohngebiet WA 5 Bäume dauerhaft zu e rhalten und bei Verlust gleichwertig zu ersetzen. Zum Schutz der in der nicht überbaubaren Grundstück sfläche des Bestands bestehenden wertvollen Grünstrukturen, die den vorhandenen Kind erspielplatz einrahmen, werden die Flächen rund um dem Spielplatz als Fläche mit Bindu ngen für die Erhaltung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen festgesetzt. Ersatzpflanzungen erfolgen nach den Standards der Satzung zur Erhebung von Kostener- stattungsbeträge nach §§ 135a-135c BauGB. Mit diesen Festsetzungen wird der alte Baum- und Grünbestand gesichtert und ein Beitrag zur Begünung des Quartiers geleistet. 5.10. Gestalterische Festsetzungen Im Bebauungsplan werden örtliche Bauvorschriften (g estalterische Festsetzungen gemäß § 89 BauO NRW) getroffen. Diese dienen dazu, eine d urchmischte, gleichwohl harmonische 33/88 Gestaltung des Plangebietes zu erreichen. Es werden Regelungen zu Dachformen, Einfriedungen, Stellplatzbegrünung und Satellitensc hüsseln / Mobilfunksendeanlagen getroffen. 5.10.1. Dachform / Dachaufbauten Für ein einheitliches Quartiersbild sind im Geltungsbereich des Bebauunsplans ausschließlich Flachdächer mit einer Dachneigung bis maximal 5 Grad zulässig. Durch die Festsetzung von Flachdächern im vorhabenbezogenen Bebauungsplan werden entsprechend dem Vorhaben- und Erschließungsplan zeitgemäße Wohngebäude errich tet. Ferner begünstigt die Festsetzung der Flachdächer die gewünschte Dachbegrünung. Um eine Beeinträchtigung des Ortsbildes zu vermeiden, müssen Anlagen zur Nutzung solarer Strahlungsenergie um ihr Maß von der Gebäudeaußenka nte zurücktreten, das ihrer Höhe entspricht. 5.10.2. Einfriedungen Zur Vermeidung von gestalterisch unbefriedigenden S ituationen sind Grundstücks- einfriedungen entlang von Mietergärten nur als standortgerechte Hecken sowie als Draht- und Stabgitterzäune mit hinterpflanzten Hecken bis zu e iner Höhe von jeweils 1,2 m über der Geländeoberfläche zulässig. Gleiches begründet die Festsetzungen für die Gestaltung der Abstellplätze für Abfallsammel- behälter. Sie sind in Gestalt von Müllboxen einzuha usen oder mit standortgerechten Hecken zu umpflanzen. Die so gestalteten Anlagen können in die Grundstückseinfriedungen integriert werden. 5.10.3. Satellitenempfangsanlagen / Mobilfunksendeanlagen Um eine Beeinträchtigung der Fassaden und Balkone d urch Parabolantennen für den Satellitenrundfunkempfang zu verhindern, werden Sat ellitenschüsseln nur auf den Dachflächen zugelassen. Mobilfunksendemasten und -a nlagen sind dagegen ausgeschlossen. 6. Umweltbericht A Einleitung Für das Bebauungsplanverfahren wird eine Umweltprüf ung gemäß § 2 Absatz 4 Baugesetzbuch (BauGB) für die Belange nach § 1 Absa tz 6 Nummer 7 und § 1a BauGB durchgeführt. Die Ergebnisse werden in einem Umwelt bericht gemäß § 2a BauGB und der Anlage 1 zum BauGB dargestellt. 6.1. Darstellung des Inhalts und wichtigster Ziele des Bauleitplanes Der Vorhabenträger (Mietmanagementgesellschaft der GAG mbH) beabsichtigt, den Neubau von drei Mehrfamilienhäusern in Köln Bilderstöckchen im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes planungsrechtlich zu sichern. Bei der geplanten Bebauung handelt es sich um eine Hinterlandbebauung der bestehenden Wohnbeba uung entlang der Straße Am Bilderstöckchen. Teile der Hinterhoffläche, auf der sich im Bestand asphaltierte Anwohnerparkplätze befinden, werden mit einer Tiefgarage, Grünflächen und einem Spielplatz überplant. Das Planvorhaben befindet sich im Stadtteil Bilders töckchen (Stadtbezirk Nippes) im Norden Kölns. Eingefasst wird das Plangebiet nördlich von der Robert-Perthel-Straße, südlich von der Straße Am Bilderstöckchen, östlich von der Vogesens traße und westlich von der Escher Straße. Das Vorhaben sieht eine Errichtung von ca. 95 Mieteinheiten verteilt auf drei 34/88 Gebäudekomplexen vor, welche mit der Errichtung ein er Tiefgarage mit ca. 60 PKW- Stellplätze ausgestattet sind. Bei den zu errichtet en Gebäuden handelt es sich um reine Wohngebäude, deren Wohnraum zu 100 % öffentlich gefördert ist. Im Rahmen der Umsetzung wurden die anliegenden Gebäude bereits modernisiert , weitere Überarbeitungen und Neugestaltungen sind darüber hinaus auch in den Ber eichen der Freianlagen und des Kinderspielplatzes geplant. Das geplante Vorhaben l eistet einen Beitrag zur Schaffung dringend benötigten Wohnungsbau in der wachsenden Großstadt Köln. Zur Entwicklung des Plangebietes wurde von der Vorhabenträgerin, der GAG Immobilien AG, ab Ende 2022 ein städtebauliches und architektonisc hes Gesamtkonzept für den Standort entwickelt. Nach dem Planungsprogramm sollen sich d ie künftigen Nutzungen im Plangebiet an den bereits vorhandenen Nutzungen orientieren. Das Gebiet bietet einen Nutzungsmix, in dem städtisches Wohnen sowie die Unterbringung von sozialen, kulturellen und anderen Einrichtungen, die eine Wohnnutzung nicht wesentlichen stören, zulässig ist. Es wurden drei städtebauliche Studien von molestina Architekten + Stadtplaner GmbH, Köln und studio grüngrau Landschaftsarchitektur GmbH, Dü sseldorf entwickelt und mit dem Gestaltungsbeirat der Stadt Köln in mehreren qualifizierenden Sitzungen abgestimmt. Der Stadtentwicklungsausschuss hat im Oktober/ November 2022 beschlossen, gemäß § 12 Absatz 2 BauGB in Anwendung des beschleunigten Verf ahrens nach § 13a BauGB einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan einzuleiten mit dem Ziel, im Planungsgebiet die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung eines Quartiers zu schaffen, in dem Wohnungsbau festgesetzt werden soll. Zur Vermeidung von Doppelungen mit dem vorangegange nen Teil der Begründung, wird auf dem städtebaulichen Teil der Begründung (s. Kapitel 1 „Anlass und Ziel der Planung“ sowie 5.1 „Städtebauliches Planungs- und Freiraumkonzept“) verwiesen. 6.2. Bedarf an Grund und Boden Entsprechend den vorgesehenen Festsetzungen im Bebauungsplan errechnen sich folgende Flächengrößen von Biotoptypen im Bestand und von Nutzungstypen im Zielzustand: Tabelle 1: Flächengrößen im Geltungsbereich Bestandsnutzung in m² geplante Vorhaben in m² Fahr- und Feldwege, versiegelt 2.073,57 Allgemeines Wohnen (WA) (Neu) 6.122,58 Gebüsch mit überwiegend standorttypischen Gehölzen 3.950,12 Allgemeines Wohnen (WA) (nicht überbaubare Grundstücksfläche Bestand – nüGB) 2.753,85 Scherrasen mit Baumbestand 1.907,47 Öffentliche Grünfläche mit Zweckbestimmung Spielplatz 564,74 Scherrasen ohne Baumbestand 1.109,89 Sportanlagen / Spielplätze, mit sonstigem Belag 400,38 6.3. Darstellung der in einschlägigen Fachgesetzen und Fachplänen festgelegten Ziele des Umweltschutzes Als Ziele des Umweltschutzes werden die einschlägig en Gesetze, Rechtsverordnungen, Erlasse, Verwaltungsvorschriften und "Technischen Anleitungen" zugrunde gelegt, die für die 35/88 jeweiligen Schutzgüter in Bauleitplan-Verfahren anzuwenden sind. Die EU-Schutzziele finden sich im Wesentlichen umgesetzt im deutschen Bundesi mmissionsschutzgesetz (BImSchG, Luftreinhalteplanung, Lärmminderung) und seinen Ver ordnungen, dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatschG – Arten-, Landsch afts- und Biotopschutz), dem Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG – Bodenschutz, Sc hutz vor bzw. Umgang mit schädlichen Bodenveränderungen) und seiner Verordnu ng, dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) sowie dem Denkmalschutzgesetz (DSchG). Auf La ndeseben greifen weitere Regelungen wie die Geruchsrichtlinie Nordrhein-West falen (GIRL – Beurteilung von Gerüchen), das Landeswassergesetz Nordrhein-Westfal en (LWG NRW – Schutz des Grundwasserdargebotes) sowie Verordnungen auf Ebene der Bezirksregierungen wie Wasserschutzzonen-Verordnungen und der Luftreinhalteplan. Auf kommunaler Ebene werden die Baumschutzsatzung u nd der Landschaftsplan der Stadt Köln berücksichtigt. Im Einzelnen siehe dazu die folgende Tabelle 2. Tabelle 2: Ziele des Umweltschutzes Umweltbelang Fachgesetz / Vorschrift Ziel des Umweltschutzes Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung / europäische Vogelschutzgebiete BNatSchG, FFH-RL Schutz prioritärer Arten, Beachtung der Schutzziele Landschaft Landschaftsplan BauGB, BNatSchG, DSchG; LNatSchG NRW Schutzziele der LP- Schutzausweisung, Entwicklungsziele umsetzen; Schutz, Pflege und Entwicklung der Vielfalt, Eigenart, Schönheit und Erholungswert von Natur und Landschaft Pflanzen BNatSchG, LNatSchG NRW Baumschutzsatzung Stadt Köln Schutz, Erhalt und Weiterentwicklung geschützter Biotope und Naturbestände, Vermeidung von Eingriffen; Tiere BauGB, BNatSchG, FFH- RL, VRL, LNatSchG NRW Vermeidung Verschlechterung Erhaltungszustand; Schutz wild-lebender Tiere und Lebensgemeinschaften, Vermeidung Tötung (Tötungsverbot) Biologische Vielfalt BauGB, BNatSchG, FFH- RL, VRL, LNatSchG NRW Erhalt wildlebender Tier- und Pflanzenarten, Erhalt von Lebensräumen, Stärkung der Biotopvernetzung, Entwicklung und Wiederherstellung der Tier- und Pflanzenwelt z.B. bei Eingriffen; Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen Eingriff/Ausgleich Baugesetzbuch, LNatSchG Ausgleich von Eingriffen in den Naturhaushalt; Ausgleich bzw. Ersatzmaßnahmen 36/88 nachhaltig und standortgerecht Fläche Baugesetzbuch Schonender Umgang mit Boden, Innenentwicklung vor Außenentwicklung, Revitalisierung von vorgenutzten Flächen Landschaft/Ortsbild Baugesetzbuch, LNatSchG Ausgleich von Eingriffen in das Landschaftsbild; Wahrung und Entwicklung der Vielfalt, Eigenart, Schönheit und dem Erholungswert von Landschaft- und Ortsbild; Wahrung des Charakters der Kulturlandschaft Boden BauGB; BBoSchG, BBoSchV, LBoSchG NRW sparsamer Umgang mit Grund und Boden, Innenentwicklung; Entsiegelung; Sicherung und Entwicklung von Bodenfunktionen, Abwendung schädlicher Bodenveränderungen und Einträge, Oberflächenwasser WHG, Wasserrahmenrichtlinie, HWRM-RL naturnahe Gestaltung von Fließgewässern; Reinhaltung, Schutz und Pflege von Gewässern; Deckung Wasserbedarf; Vermeidung negativer Veränderungen; Sanierung; naturnaher Aus- bzw. Rückbau Grundwasser WHG, Landeswassergesetz NW, Wasserschutzzonen- Verordnung Versickerung von Niederschlagswasser, Berücksichtigung der Ge- und Verbote; Vermeidung von Einträgen; Grundwasserneubildung erhalten und verbessern Klima, Kaltluft/Ventilation Klimaschutzgesetz NRW, Klimaschutzkonzept Köln BNatDchG, LNatSchG, BWaldG, LFoG NRW Vermeidung bioklimatisch belasteter Wohngebiete, Erhalt bioklimatischer Entlastungsbereiche und Bereiche mit Kaltluftentstehung; Erhalt und Planung von Frischluftzufuhr durch Grünflächen; Verbesserung des Mikroklimas durch Baumpflanzungen und Grünflächen; Maßnahmen zur Klimawandelanpassung Luftschadstoffe – Bundesimmissionsschutzg Schaffung und Erhalt 37/88 Emissionen/Immissionen esetz; BauGB, 39. BImSchV, TA Luft; Zielwerte der LAI gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse; Vermeiden von Emissionen und Konflikten; Erhalt und Verbesserung der Luftgüte; Einhaltung Grenzwerte der 39. BImSchV Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Gebieten, in denen die durch Rechtsverordnung zur Er-füllung von bindenden Beschlüssen der Europäischen Gemeinschaft festgelegten Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden BauGB; Bundesimmissionsschutz- gesetz; Luftreinhalteplan Köln 2021 Einhaltung Grenzwerte der 39. BImSchV Vermeidung von Emissionen (nicht Lärm/Luft, insbesondere Licht, Gerüche), sachgerechter Umgang mit Abfällen und Abwässern Bundesimmissionsschutz- gesetz; Lichterlass NW; LAI Hinweise; TA-Luft, Anhang 7, LWG NRW; Vermeidung von Emissionen; Konfliktbewältigung; Sicherstellung der sach- und fachgerechten Entsorgung Erneuerbare Energien/Energieeffizienz BauGB; Beschluss Stadtentwicklungsausschu ss zur solaren Optimierung; EEG 2023, GEG 2023, EnergieeinsparVO, Beschluss des Rates der Stadt Köln zur Klimaneutralität bis 2035 (06/2021), Leitlinien Klimaschutz der Stadt Köln (03/2022) Energieeffizient Planen, Verringerung / Vermeidung von Klimagas-Emissionen, energetisch optimierte Baustandards Lärm Bundesimmissionsschutz- gesetz; TA Lärm; DIN 4109; DIN 18005; DIN 45691; 16. BImSchV; Freizeitlärmerlass; 18. BImSchV, BauGB; Lärmaktionsplan Stufe III Einhaltung der Orientierungs- , Richt- und Grenzwerte; Konfliktvermeidung durch Planung; Trennungsgrundsatz; Einhalt und Sicherung gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse Altlasten BauGB; BBoSchG, BBoSchV, LBoSchG NRW, LAWA-Richtlinie, LAGA Anforderungen Vermeidung von Gefährdung durch die Wirkpfade Boden- Mensch, Boden-Luft, Boden- Grundwasser; Sanierung; Erschütterungen Bundesimmissionsschutz- gesetz; Abstandserlass; DIN 4150 Teil 1 und 2 Einhaltung der Werte der DIN 4150 Teil 2; Konfliktvermeidung Gefahrenschutz : - Hochwasserschutz WHG, LWG NRW, HWRW-RL; HochwasserschutzG II Hochwassersichere Baugebiete, Hinweis auf Hochwasserrisikogebiete; Hochwasserrisikoprophylaxe 38/88 - Störfallrecht Seveso-III-Richtlinie; KAS- 18, BImSchG; 12. BImSchV Einhaltung von Achtungs- und angemessenen Sicherheitsabständen - Magnetfeldbelastung Bundesimmissionsschutz- gesetz, Abstandserlass NW, städtischer Vorsorgewert WHG Einhaltung ausreichender Abstände zu sensiblen Nutzungen - Starkregenvorsorge Hinweis auf Starkregenbetroffenheit; Ableitung von Niederschlagswasser; Verhindern von Starkregengefahren Besonnung / Belichtung Positionspapier „Versorgung mit Tageslicht / Besonnung“ im Stadtplanungsamt Köln, 10/2021 Sicherung gesunder Wohnverhältnisse Kultur - und sonstige Sachgüter BauGB, Denkmalschutzgesetz; BNatSchG Vermeidung der Beeinträchtigung von Bau,- Klein und Bodendenkmälern; Naturdenkmalen, Resten historischer Kulturlandschaften oder deren Bestandteilen Grenzüberschreitende Auswirkungen von Bebauungsplän en oder Flächennutzungsplan- Änderungen sind in Köln aufgrund der Lage in großem Abstand zu Landesgrenzen nicht zu erwarten. Raumbedeutsame Planungen werden mit den a ngrenzenden Gemeinden abgestimmt. B Beschreibung und Bewertung der erheblichen Umweltauswirkungen 6.4. Grundlagen Die Untersuchungstiefe der Umweltprüfung orientiert sich in Übereinstimmung mit der Formulierung in § 2 Abs. 4 Satz 3 BauGB an den Fest setzungen des Bebauungsplanes „Am Bilderstöckchen in Köln-Bilderstöckchen“ . Geprüft wird, welche erheblichen Auswirkungen durch die Umsetzung des Bebauungsplanes auf die Umw eltbelange entstehen können und welche Einwirkungen auf die geplanten Nutzungen im Geltungsbereich aus der Umgebung erheblich einwirken können. Hierzu werden vernünfti gerweise regelmäßig bzw. dauerhaft erhebliche anzunehmende Einwirkungen geprüft, nicht jedoch außergewöhnliche und nicht vorhersehbare Ereignisse. Für die konkreten Vorhaben werden Regelungen zur Ba uphase gemäß den einschlägigen Vorschriften und Normen im nachfolgenden Baugenehmi gungsverfahren getroffen. Entsprechend beinhaltet diese Prüfung nicht die Unt ersuchung von Auswirkungen der Bauphase. Es liegen derzeit keine Erkenntnisse vor, ob durch die Umsetzung der Planung Techniken oder Stoffe eingesetzt und verwendet werden, die zu erhe blichen nachteiligen Umweltauswirkungen führen werden. 39/88 Weiterhin werden bei Vorliegen mehrerer Planungen i n räumlicher Nähe kumulierende Umweltauswirkungen beschrieben. 6.4.1. Beschreibung derzeitiger Umweltzustand (Basi sszenario) Das Plangebiet liegt im Stadtteil Bilderstöckchen unmittelbar an der Kreuzung Robert-Perthel- Straße/Escher Straße in der Flur 6 der Gemarkung Lo ngerich. Bei dem Vorhabenbereich handelt es sich einerseits um eine öffentlich zugän gliche Grünfläche, die im Bestand ausschließlich aus Gebüsch- und Rasenflächen besteh t sowie Innenhofflächen der bestehenden Wohnbebauung, die sich aus Parkplatz-, Spiel- und Wegeflächen zusammensetzt. Das Plangebiet wird im Norden durch die verbleibend e Grünfläche begrenzt. Östlich grenzt der Geltungsbereich an einen Fußgängerweg an, der s ich in der öffentlichen Grünfläche befindet. Im Süden grenzt das Plangebiet an die Wohnbebauung der Straße Am Bilderstöckchen an. Im Westen grenzt das Plangebiet an die Robert-Perthel-Straße. Lärmbelästigungen liegen durch die nahegelegene Aut obahn 57, sowie der Robert-Perthel- Straße, der Escher Straße und einen nördlich gelegenen Bolzplatz vor. Die bereits bebaute Fläche des Plangebiets wird dem Klimatoptyp ,,Stadtrandklima‘‘ zugeordnet, die öffentliche Grünfläche hingegen dem Klimatoptyp ,,Freilandklima‘‘. Erschlossen wird das Gebiet über die öffentliche Grünfläche im Norden des Areals, sowie über die Bebauung im südlichen Teil des Plangebietes über die Straße Am Bilderstöckchen. 6.4.2. Beschreibung des Umweltzustandes bei Nichtdu rchführung der Planung (Nullvariante) Flächennutzungsplan Im wirksamen Flächennutzungsplan der Stadt Köln sin d für das Plangebiet Flächen als Grünfläche und Wohnbaufläche ausgewiesen. Bei den Grünflächen handelt es sich um die nördlich gelegene öffentlich zugängliche Grünfläche, die derzeit unmittelbar an die bestehende Wohnbebauung angrenzt. Sie dient der Erholung sowie der Gestaltung des Orts- und Landschaftsbildes. Die ausgewiesene Wohnbaufläche dient vorwiegend ode r ausschließlich dem Wohnen und überlagert vollständig die südlich befindliche Bestandsbebauung sowie einen Teilbereich der nordöstlich gelegenen Grünfläche. Für letzteres wir d gemäß des Landschaftsplans das Entwicklungsziel „EZ 8 Zeitlich begrenzte Erhaltung bis zur Realisierung der Bauleitplanung“ dargestellt, während für die restliche Grünfläche das Entwicklungsziel „EZ 4 Anreicherung der Landschaft mit natürlichen Landschaftselementen unter Berücksichtigung bauleitplanerischer Vorhaben“ dargestellt wird. Gebietsübergreifend wird das Entwicklungsziel „EZ 6 Ausstattung der Landschaft für Zwecke des Immissionsschutzes od er zur Verbesserung des Klimas“ dargestellt. Zur Sicherung des Schutzzweckes wird das LSG „Erhol ungsgebiet Bürgerpark-Nord und angrenzende Grünverbindungen festgesetzt: - zur Erhaltung und Wiederherstellung der Leistungs fähigkeit des Naturhaushalts, insbesondere durch Sicherung wichtiger stadtklimati scher Ausgleichsräume und Durchlüftungszonen sowie durch Erhaltung vielgestal tiger Lebensräume für Pflanzen und Tiere. - wegen der Vielfalt, Eigenart und Schönheit des La ndschaftsbildes im Bereich der historischen Grünanlage Blücherpark und der durch l ändlichen Charakter geprägten Umgebung des Heckhofes. 40/88 - wegen der besonderen Bedeutung für die Erholung. Bei Nichtdurchführung der geplanten Arrondierung de r Wohnbebauung würde der derzeit rechtskräftige Flächennutzungsplan der Stadt Köln i n seiner derzeitigen Ausweisung verbleiben. Verbindliche Bauleitplanung und Baugenehmigungen Für das Plangebiet besteht kein rechtskräftiger Bebauungsplan. Die Flächen im Geltungsbereich können unter Berücks ichtigung des Flächennutzungsplans sowie dessen Entwicklungsziele und der planungsrechtlichen Beurteilung grob in drei Bereiche unterteilt werden: (1) Der nördliche Teil des Plangebietes, der sich derzeit als öffentlich zugängliche Grünfläche darstellt, liegt im unbeplanten Außenbereich und is t derzeit nach § 35 BauGB "Bauen im Außenbereich" zu beurteilen. Es handelt sich um ein e Grünfläche mit Scherrasen und Gehölzbestand. Für diese Flächen ist im Landschaftsplan das Entwicklungsziel 4 dargestellt. Dieses Entwicklungsziel umfasst Landschaftsräume, d ie überwiegend landwirtschaftlich genutzt werden, sich in ihrem Erscheinungsbild ausg eräumt und stark vernachlässigt darstellen, jedoch zukünftig unter Berücksichtigung von Bauleitplanungen nachhaltig verändert werden sollen. In der Nullvariante würde die Grünflächen in ihrem Bestand erhalten bleiben. Die Vegetation würde sich weiterhin gemäß der Entwicklungsziele de s Landschaftsplans entwickeln. Eine Bebauung nach § 34 BauGB wäre nicht möglich, da die se Fläche des Plangebietes planungsrechtlich dem Außenbereich § 35 BauGB zuzuo rdnen ist. Eine Bebauung durch im Außenbereich privilegierte Vorhaben ist auf Grund d er Größe und Lage der Fläche unwahrscheinlich. (2) Für den nordöstlichen Teilbereich der Grünfläche ist im Landschaftsplan das „EZ 8 Zeitlich begrenzte Erhaltung bis zur Realisierung der Baulei tplanung“ dargestellt. Die potentiellen Bauflächen sind gemäß § 16 LG als Flächen außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile (tatsächlicher Außenbereich) einzustufen und somit auch Geltungsbereich des Landschaftsplanes. Die Schutzausweisung dieser Fläc hen gilt nur zeitlich befristet bis zur Realisierung der Bauleitplanung und tritt danach in den Verbindlichkeitsgrad einer Empfehlung (Abwägungsbelang) zurück. Die Flächen sind im Rahme n der Eingriffs-/ und Ausgleichsbilanzierung nach § 35 BauGB "Bauen im Außenbereich" zu beurteilen. In der Nullvariante würden die Grünflächen in ihrer derzeitigen Ausprägung erhalten bleiben. Die bestehende Schutzausweisung dieser Flächen bliebe bis zur Realisierung einer weiteren Bauleitplanung bestehen. Eine Bebauung nach § 34 Ba uGB wäre nicht möglich, da diese Fläche des Plangebietes planungsrechtlich dem Außenbereich § 35 BauGB zuzuordnen ist. (3) Der südliche Teil des Geltungsbereiches kann du rch die charakteristischen Innenhofbereiche der bestehenden Wohnbebauung stark von der Grünfläche abgegrenzt werden. Er besteht überwiegend aus Stellplatz- und Wegeflächen sowie zu geringen Anteilen aus Scherrasen- und Kinderspielflächen und wird als Innenbereich nach § 34 BauGB „Zulässigkeit von Vorhaben innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile“ beurteilt. Die Innenhofflächen sind der angrenzenden Wohnbebauung zuzuordnen, für die in den 1970er Jahren Baugenehmigungen mit einer GRZ von 0,17 erteilt wurden. In der Nullvariante würden die Innenhofflächen der bestehenden Bebauung und damit deren Stellplatz-, Wege- und Spielflächen in ihrer heutig en Dimensionierung erhalten bleiben. Eine weitere Verdichtung ist als unwahrscheinlich einzustufen. 6.4.3. Prognose über die Entwicklung des Umweltzust ands bei Durchführung der Planung Bei der nördlichen gelegenen Grünfläche des Plangebiets handelt es sich um eine Teilfläche 41/88 des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes, welche in ei ne Wohnbaufläche umgewandelt werden soll. Im wirksamen Flächennutzungsplan der S tadt Köln ist für den Bereich der bestehenden Wohnbebauung bzw. der zugehörigen Innen hofflächen bereits eine Wohnbaufläche dargestellt. Mit Umsetzung der Planun g wird Wohnraum geschaffen, allerdings auch erheblich in den Naturhaushalt der Grünfläche eingegriffen, indem derzeit bestehenden Vegetationsflächen dauerhaft verloren gehen. Das Konzept fügt sich inhaltlich und gestalterisch in die vorhandene Bebauung ein und schließt die offene Blockbebauung in Richtung des angrenzend en Landschaftsschutzgebietes. Im Ergebnis entstehen damit im nördlichen Bereich eine offene Zeilenbebauung, während im südlichen Bereich die Blockbebauung bestehen bleibt . Lediglich die bestehenden Innenhofbereiche mit Parkplatz, Wege- und Spielflächen werden umgestaltet. Die privaten Grünflächen werden als Rasenflächen mi t geschnittenen Laubgehölzhecken eingefasst. Die gemeinschaftlichen Grünflächen sind überwiegend als Pflanzflächen geplant. Hier ist eine Bepflanzung mit einer extensiven Staudenmischpflanzung vorgesehen, die neben ihrem Artenreichtum besonders förderlich für den Er halt der biologischen Vielfalt ist. Ergänzend werden an geeigneten Stellen kleinere und mittelgroße Solitärgehölze gepflanzt. An geeigneten Stellen sind Baumpflanzungen vorgesehen, die durch Festsetzungen langfristig gesichert werden. Das Artenspektrum orientiert sich an der Liste der Zukunftsbäume und berücksichtigt Arten mit besonderer Resilienz und T rockenheitstoleranz. Die Mindestaufbaudicken auf Tiefgaragendecken werden berücksichtigt. An der Tiefgaragenrampe sowie den Giebel- und Nords eiten des WA Neu ist an geeigneten Stellen zusätzlich eine flächige, bodengleiche Fass adenbegrünung vorgesehen. Hierzu werden Kletterpflanzen an Stahlseilen geführt, die wiederum mit geeigneten Mitteln an der Fassade befestigt werden. Die Dächer des WA Neu sowie der Fahrradunterstände erhalten eine extensive Dachbegrünung, die auf Teilflächen der Wohngebäude mit Photovoltaikanlagen kombiniert wird. Durch die Festsetzung von Begrünungsmaßnahmen wird ein Mindestmaß an Vegetationsstrukturen qualitativ und langfristig gesichert. Flächennutzungsplan Bei Umsetzung des Planvorhabens muss der Flächennut zungsplan für die Bereiche (1) und (2) im Zuge der Flächennutzungsplanänderung angepasst werden. Nördlich des Geltungsbereichs wird der Bolzplatz au fgrund einzuhaltender Lärmschutzbestimmungen und der Verträglichkeit der verschiedenen Nutzungen in Richtung Nord-Osten verlegt. 6.5. Umweltbelange gemäß §1 Abs. 6 Nr. 7 Buchstaben a – j und §1a BauGB 6.5.1. Tiere (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Im Jahr 2023 wurde von April bis September eine faunistische Erhebung im Plangebiet durchgeführt, deren Ergebnisse in Tabelle 1 dargestellt sind. Zur Fauna des Bebauungsplangebietes liegen die Erge bnisse einer artenschutzrechtlichen Prüfung Stufe 2 (ASP II) aus dem Jahr 2023 vor. Hie rzu wurden Bestandserfassungen der wildlebenden Vogelarten, Fledermäuse sowie der Hase lmaus durchgeführt. Vorkommen von 42/88 artenschutzrechtlich relevanten Arten der Schmetter linge, Libellen, Reptilien sowie Amphibienarten konnten aufgrund fehlender Habitatei gnung im Vorfeld ausgeschlossen werden. Im Rahmen der Erhebungen wurden die Bestand sbäume auf potenzielle Quartiere kontrolliert. Avifauna: Die Erfassungsmethodik der Bestandsaufnahme orienti erte sich an den Vorgaben von Südbeck et al. (2005) und es erfolgte eine flächend eckende Erfassung der Brutvögel im Untersuchungsgebiet. Zur Erfassung der Vögel wurden 6 Begehungen im Zeit raum von Anfang April bis Ende Juni 2023 durchgeführt. Im Untersuchungsgebiet konnten insgesamt 19 Vogelarten nachgewiesen werden, von denen 12 als Brutvögel im Untersuchungsgebiet erfasst wur den. Die übrigen 7 Vogelarten sind als Nahrungsgäste oder Durchzügler einzustufen. Im unmittelbaren Vorhabenbereich sind Reviere der A rten Amsel (4 Reviere), Kohlmeise (4 Reviere), Mönchsgrasmücke (2 Reviere), Ringeltaube (2 Reviere) und Rotkehlchen (2 Reviere) betroffen. Von den im Untersuchungsgebiet nachgewiesenen Vogel arten ist keine Art als „planungsrelevant“ im Sinne von Kiel (2005) bzw. MKUNLV (2016) einzustufen. Mit den Arten Fitis und Sumpfrohrsänger wurden jedoch zwei Brutvo gelarten nachgewiesen, die für die Großlandschaft „Niederrheinische Bucht“ als regional gefährdet gelten. Ersterer trat Anfang Mai als Durchzügler auf, während letzterer am Rande des Untersuchungsgebietes außerhalb der vorhabenbedingt beanspruchten Flächen brütet. A ls Koloniebrüter ist noch der Haussperling im Kölner Stadtgebiet als planungsrele vante Art zu berücksichtigen, der im Untersuchungsgebiet jedoch nur als Nahrungsgast auftritt. Tabelle 1 Kartierte Tierarten : Es bedeuten: + = planungsrelevant (besonders und streng geschützt ) und – = besonders geschützte Arten, FFH = Art des Anhangs der Flora Fauna Habitat Richtlinie, VS-RL = Art des Anhangs/ Artikel Vogelschutz-Richtlinie, RL NRW = Rote Liste NRW, Regionalisierung RL NB / RL TL/ RL NRBU, (= Niederrheinische Bucht/ Tiefland bzw. Kölner Buc ht und Niederrheinische Bucht) (Rote Listen jeweils aus 2016 für Vögel und aus 2010 für alle anderen Klassen): 0 = ausgestorben/ verschollen, 1 = vom Aussterben bedroht, 2 = stark gefährdet, 3 = gefährdet, R = extrem selten, G = Gefährdung unbekannten Ausmaßes, V = Vorwarnliste, * = ungefährdet, D = Daten unzureichend. Die Bewertung der Tierarten erfolgt gemäß Fachinformationssystem Geschützte Arten in NRW des Landesamtes für Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz NRW. Vogelarten Art Status planungs- relevant VS-RL RL NRW RL NB Amsel Brutvogel - * * * Blaumeise Brutvogel - * * * Buchfink Brutvogel - * * * Dorngrasmücke Nahrungsgast - * * * 43/88 Elster Nahrungsgast - * * * Fitis Durchzügler - * V 3 Gartengrasmücke Brutvogel - * * * Grünfink Nahrungsgast - * * * Haussperling Nahrungsgast - * V V Heckenbraunelle Brutvogel - * * * Kohlmeise Brutvogel - * * * Mönchsgrasmücke Brutvogel - * * * Rabenkrähe Nahrungsgast - * * * Ringeltaube Brutvogel - * * * Rotkehlchen Brutvogel - * * * Singdrossel Brutvogel - * * * Stieglitz Durchzügler - * * * Sumpfrohrsänger Brutvogel - * V 3 Zilpzalp Brutvogel - * * * Haselmaus Zur Erfassung der Haselmaus wurden insgesamt 10 künstliche Niströhren für die Haselmaus in als Lebensraum geeigneten Gehölzbeständen im Vor habenbereich und im umliegenden Untersuchungsgebiet ausgebracht und regelmäßig auf Besatz kontrolliert. Ein Vorkommen konnte nicht bestätigt werden. Fledermäuse Der von der Planung voraussichtlich betroffene Baum bestand wurde im Rahmen der Erhebungen auf mögliche Höhlen und Spaltenquartiere untersucht, die höhlenbrütenden Vogelarten als Brutplatz oder Fledermäusen als Tage s-, Wochenstuben- oder Winterquartier dienen könnten. Potentielle Quartiere konnten zwar an zwei Salweiden festgestellt werden, diese liegen jedoch außerhalb des Geltungsbereiches und werden durch das Vorhaben nicht beeinträchtigt. Die vorgefundenen Höhlen und Spalte n wurden mit optischen Geräten (Endoskopkamera) auf aktuelle Besiedlung sowie auf Spuren einer früheren Besiedlung (Kotspuren, Nahrungsreste, Federn, Eierschalen, son stige Hinweise) kontrolliert. Die Kontrollen erfolgten mehrfach parallel zu den Begeh ungen zur Untersuchung der anderen Tiergruppen. Ein Besatz konnte hierbei ausgeschlossen werden. Innerhalb der beanspruchten Gehölzbestände wurden keine Baumhöhlen gefunden, es wurde daher auf eine weitergehende Untersuchung der Fledermäuse verzichtet. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Im Falle der Nichtdurchführung der Planung würden die Grünflächen und somit die Brut- oder Nahrungshabitate unterschiedlicher Arten erhalten bleiben. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Bei Umsetzung des Vorhabens kommt es zu einer Überp lanung der derzeit bestehenden Vegetationen. Durch die baubedingte Flächeninanspruchnahme der Gebüschbestände, käme 44/88 es für einzelne Arten zu einem Entfall von potentie llen Fortpflanzungs- oder Ruhestätten. Teilflächen werden durch Umwandlung in Gartenareale weiterhin intensiv bis mäßig intensiv weitergenutzt (Nutzgartenbeete, Zierrasen, Staudenb eete). Sie erfüllen für störungsunempfindliche, allgemein häufige Arten Leb ensraumfunktionen. Im Bereich der vorgesehenen randlichen Anlage von Gehölzen ist die Besiedlung durch gehölzbewohnende Vogelarten der halboffenen Siedlungen sowie eine Nu tzung der Gehölzstrukturen als Nahrungshabitat und Leitstruktur für einheimische Fledermausarten zu erwarten. Darüber hinaus ist aufgrund der Teilinanspruchnahme der Grünfläche sowie der verbleibenden Vegetationsstrukturen in Verbindung mit der Errichtung bodentiefer Fenster in den Gebäuden von einem Vogelschlagrisiko auszugehen. Dies begrün det sich durch die vorhandenen Habitatstrukturen, die im nördlichen Bereich an den Geltungsbereich angrenzen und die Neubebauung im Bereich der derzeitigen Flugkorridor e. Die Analyse und Bewertung des Vogelschlagrisikos ergibt für die Nordfassaden aufgrund der angrenzenden Grünstrukturen ein hohes Risiko. Die Süd- und Südostfassaden werden da gegen mit einem mittleren Risiko eingestuft. Demnach sind im Bereich der Nordfassade n Maßnahmen zur Vermeidung von Vogelschlag zwingend vorzusehen, während diese im Bereich der Süd- und Südostfassaden nicht umgesetzt werden müssen. Weitere Informatione n hierzu können der Artenschutzprüfung entnommen werden. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Der Minderung nachteiliger Umweltauswirkungen auf d as Schutzgut Fauna dienen insbesondere die vorgesehenen Festsetzungen und Maß nahmen zur Begrünung durch Pflanzungen innerhalb des Plangebietes, Gebäudebegr ünungen wie die extensive Dachbegrünung der Wohngebäude und Fahrradabstellanl agen und Fassadenbegrünungen sowie die Maßnahmen zum Erhalt des vorhandenen Baumbestandes im Bereich des WA nicht überbaubare Grundstücksfläche Bestand (nüGB) und de r öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung Spielplatz. Folgende Vermeidungs- u nd Minderungsmaßnahmen wurden im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens in einem land schaftspflegerischen Fachbeitrag erarbeitet (Kürzel gem. LFB/GOP) und im Bebauungsplan festgesetzt: F1 Festsetzung einer öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Spielplatz“ F2 Festsetzung einer Fläche für den Erhalt von Bäumen , Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen F3 Festsetzung zum Erhalt von Bäumen F4 Festsetzung einer Fläche für das Anpflanzen von Bä umen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen F5 Grundstückseinfriedungen entlang von Mietergärten sind nur als standortgerechte Hecken sowie als Draht- und Stabgitterzäune mit hin terpflanzten Hecken (BD3/GH 412) bis zu einer Höhe von jeweils 2,0 m über der G eländeoberfläche gemäß § 2 Absatz 4 BauO 2018 zulässig. F6 Abstellplätze für Abfallsammelbehälter sind in Ges talt von Müllboxen einzuhausen oder mit standortgerechten Hecken zu umpflanzen. Die so gestalteten Anlagen können in die Grundstückseinfriedungen integriert werden M1 Mind. 3 Baumpflanzungen im Bereich der öffentliche n Grünfläche M2 Mind. 12 Baumpflanzungen im Bereich privater Frei flächen (WA Neu) M3 Mind. 5 Baumpflanzungen im Bereich privater Freif lächen (WA nüGB) M4 Begrünung der Tiefgarage M5 Extensive Dachbegrünung 45/88 M6 Fassadenbegrünung der Wohngebäude M7 Herstellung einer Rasenfläche und Pflanzung von So litärsträuchern M8 Herstellung einer Rasenfläche und Pflanzung von So litärsträuchern M9 Herstellung einer Rasenfläche und Pflanzung von So litärsträuchern Ebenso werden auf der Grundlage einer Eingriffs-/Au sgleichsbilanzierung auf der Basis der Biotopwertentwicklung die erforderlichen Kompensationsmaßnahmen abgeleitet. Zur Vermeidung der Beeinträchtigung artenschutzrech tlicher Belange wurde seitens des Gutachters eine Reihe von Maßnahmen aufgestellt. Di ese Maßnahmen sind im Folgenden erläutert und im landschaftspflegerischen Fachbeitr ag als H1 unter den planungsrechtlichen Hinweisen aufgeführt. Die zeitliche Begrenzung der Inanspruchnahme der Ve getation zur Vorbereitung der Bautätigkeiten beinhaltet die Vorgabe des Zeitfensters vom 01. Oktober bis 29. Februar (gem. § 39 BNatSchG) für Maßnahmen des Rückschnitts von Bäumen, Hecken und Büschen. Durch diese Maßnahme wird die unmittelbare Gefährdung von Individuen inkl. ihrer Eier und Jungtieren nach § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG vermiede n. Sollte die Umsetzung dieser Maßnahme nicht möglich sein, wäre die Einrichtung e iner Ökologischen Baubegleitung erforderlich, welche durch vorzeitige Kontrollen eine Gefährdung der Individuen ausschließen soll. Als weitere Maßnahme wird die flächensparende Inans pruchnahme von Bauflächen aufgeführt, welche an eine Flächeninanspruchnahme i n einem nur notwenigen Maße appelliert. Gegen das bereits beschrieben erhöhte R isiko des Vogelschlags sollen die betroffenen Fassadenbereiche entsprechend abgesiche rt werden. Dies kann beispielsweise mit Maßnahmen der Entspiegelung der Fensterflächen mit vogelschlagsicherer Folie umgesetzt werden. Für den Entfall etwaiger Quartier e von Fledermäusen ist als weitere Maßnahme die Anbringung von Ersatzquartieren und Fo rm von Fledermauskästen beschrieben. Bewertung: Im Zuge der Umsetzung des vorliegenden Bebauungsplans sind verschiedene Auswirkungen auf das Schutzgut zu erwarten. Die Betroffenheit möglicher Höhlenbäume und damit Quartiere durch das Planvorhaben konnte im Rahmen der Erhebun gen ausgeschlossen werden. Die Bestimmungen des gesetzlichen Artenschutzes werden somit eingehalten. Ergänzenden CEF-Maßnahmen sind nicht vorzusehen. 6.5.2. Pflanzen (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Auf dem Gelände des Plangebietes wurde im Juni sowi e September 2023 durch das studio grüngrau eine Bestandsaufnahme und Beurteilung der Bäume und weiterer Biotoptypen durchgeführt. Die Inhalte umfassen die Baumart, das ungefähre Alter in Jahren, die Vitalitätsstufe, den Stammumfang, den Schutzstatus gemäß der Baumschutzsatzung der Stadt Köln, den Kronendurchmesser sowie Einordnungen des Standortes. Insgesamt wurden auf und unmittelbar angrenzend an dem Bebauungsplan gebiet 92 Gehölze kartiert und dokumentiert, von denen etwa 25 gemäß der Baumschut zsatzung der Stadt Köln geschützt sind. Die vorgefundenen Arten sind in den Anlagen 1 und 5 zum landschaftspflegerischen Fachbeitrag dargestellt. Die Grünflächen bestehen aus Scherrasenflächen sowie Gebüschstrukturen aus heimischen Gehölzen mit einzelnen größeren Bäumen. Die Vegetat ion der Innenhofbereiche hingegen 46/88 zeichnet sich durch Scherrasen, einzelnen Staudenbe eten und entsprechend geringem Artenreichtum aus. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Bei Nichtdurchführung der Planung sind keine wesentlichen Veränderungen zu erwarten. Die Grünflächen in ihrer derzeitigen Ausprägung würden erhalten bleiben. Die bestehende Schutzausweisung dieser Flächen bliebe gem. dem Ent wicklungsziel 8 „Zeitl. Begrenzte Erhaltung bis zur Realisierung der BLP“ bis zur Rea lisierung einer weiteren Bauleitplanung bestehen. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Die vorhandenen Vegetations- und Biotopstrukturen d er Grünfläche werden durch die Wohnbebauung und deren Erschließung vollständig übe rbaut und durch neue Strukturen ersetzt. Hierdurch gehen Biotoptypen, hier ist insb esondere das Gebüsch mit überwiegend standorttypischen Gehölzen (GH51 / BB1) zu nennen, mit hoher ökologischer Wertigkeit verloren. Durch die im Bebauungsplanverfahren festgesetzten Maßnahmen wird sichergestellt, dass die privaten Freiflächen neu und dauerhaft begrünt werden. Innerhalb des Plangebietes werden eine öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung Spielplatz sowie drei private Spielflächen und öffe ntlich nutzbare private Grünflächen als Rasen- und Gehölzflächen mit standorttypischen heim ischen Gehölzen angelegt. Die Durchgrünung des Plangebietes erfolgt durch Baumpfl anzungen entlang der Erschließungsstraßen, innerhalb der Wohnbauflächen sowie in den geplanten öffentlichen und privaten Freiflächen. Zur Einfriedung der privaten Gartenflächen und der Müllplätze sind geschnittene Hecken vorgesehen. Die Dachflächen der Wohngebäude im Bereich des WA Neu sowie der Fahrradabstellanlagen werden mit einer extensiven Dachbegrünung versehen. Fassadenbegrünungen werden sowohl an den Nordfassaden der Wohngebäude im WA Neu als auch an der Tiefgaragenrampe vorgesehen. Planungsrechtlich wird die Pflanzung von mindestens 20 Bäumen auf den Flächen im Plangebiet durch Festsetzungen gesichert. Bei Reali sierung des zum Bebauungsplanverfahren vorliegenden landschaftspfle gerischen Fachbeitrags (LFB) (Stand Juni 2024) sind ca. 30 Neupflanzungen verortet, der en Realisierbarkeit im Rahmen der weiteren Ausführungsplanung geprüft wird. Zur Realisierung der Planung müssen ca. 18 Bäume ge fällt werden, die nach der Baumschutzsatzung Köln (2023) geschützt sind und de rzeit einen Bedarf an 34 Ausgleichspflanzungen auslösen. Etwa 45 Gehölze, be stehend aus Bäumen und Großsträuchern entfallen im Außenbereich und werden im Rahmen der Eingriffs- und Ausgleichsermittlung berücksichtigt. Durch die Festsetzung zum Erhalt werden insgesamt 9 Bäume im Bereich des künftigen WA nüGB sowie der öffentlichen Grünfläche langfristig gesichert. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblich nachteiliger Umweltauswirkungen: Die Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen (wie zum B eispiel Baumpflanzungen, extensive Dachbegrünungen der Wohngebäude und Fahrr adabstellanlagen, Fassadenbegrünungen, innere Durchgrünung mit Hecken sowie die Rückhaltung von Oberflächenwasser) wurden im Rahmen des Bebauungspl anverfahrens in einem landschaftspflegerischen Fachbeitrag erarbeitet. F1 Festsetzung einer öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Spielplatz“ 47/88 F2 Festsetzung einer Fläche für den Erhalt von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen F3 Festsetzung zum Erhalt von Bäumen F4 Festsetzung einer Fläche für das Anpflanzen von Bä umen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen F5 Grundstückseinfriedungen entlang von Mietergärten sind nur als standortgerechte Hecken sowie als Draht- und Stabgitterzäune mit hin terpflanzten Hecken (BD3/GH 412) bis zu einer Höhe von jeweils 2,0 m über der G eländeoberfläche gemäß § 2 Absatz 4 BauO 2018 zulässig. F6 Abstellplätze für Abfallsammelbehälter sind in Ges talt von Müllboxen einzuhausen oder mit standortgerechten Hecken zu umpflanzen. Die so gestalteten Anlagen können in die Grundstückseinfriedungen integriert werden M1 Mind. 3 Baumpflanzungen im Bereich der öffentliche n Grünfläche M2 Mind. 12 Baumpflanzungen im Bereich privater Freif lächen (WA Neu) M3 Mind. 5 Baumpflanzungen im Bereich privater Freifl ächen (WA nüGB) M4 Begrünung der Tiefgarage M5 Extensive Dachbegrünung M6 Fassadenbegrünung der Wohngebäude M7 Herstellung einer Rasenfläche und Pflanzung von So litärsträuchern M8 Herstellung einer Rasenfläche und Pflanzung von So litärsträuchern M9 Herstellung einer Rasenfläche und Pflanzung von So litärsträuchern Ebenso werden auf der Grundlage einer Eingriffs-/ A usgleichsbilanzierung auf der Basis der Biotopwertentwicklung die erforderlichen Kompensationsmaßnahmen abgeleitet. Die Maßnahmen Fassadenbegrünung an den nord-westlic hen Fassadenbereichen und die extensive Dachbegrünung auf den Fahrradabstellanlag en werden im Durchführungsvertrag geregelt. Bewertung: Die Umsetzung der Planung führt zu keinen erheblich en Beeinträchtigungen der Pflanzenartenvielfalt. Gefährdete Arten sind nicht betroffen. 6.5.3. Fläche (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Schutzgut Fläche beschäftigt sich mit der Inans pruchnahme der Fläche mit besonderer Betrachtung ihrer Versiegelung durch bauliche Nutzung. Derzeit handelt es sich im nördlichen Bereich um eine öffentlich zugängliche Grünfläche s owie die im direkten Anschluss befindlichen Innenhofflächen der bestehenden Wohnbe bauung. Die Flächen im Bereich der Grünfläche sind gänzlich unversiegelte Vegetationsf lächen aus Scherrasen sowie Gehölzvegetation, diese wurden jedoch nach der ehemaligen Nutzung als Kiesgrube aufgefüllt und weisen daher starke anthropogene Überformungen des Bodens auf. Die Fläche umfasst etwa 5.368 m², was ca. 57 % des Geltungsbereiches a usmacht. Im Bereich der Blockbebauung sind die Flächen durch Parkplatzfläch en, Wegeflächen sowie Müllaufstellflächen zu etwa 2.250 m² (ca. 24 %) versiegelt. Etwa 1.599 m² (ca. 17 %) bestehen 48/88 aus unversiegelten Scherrasen, Baumscheiben oder Beeten und weitere ca. 224 m² (ca. 2 %) bestehend aus Traufstreifen und Sandspielflächen, die teilversiegelt sind. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Bei der Nullvariante bleibt die nördliche, unversiegelte Fläche als öffentlich genutzte Grün- und Freifläche mit den entsprechenden Funktionen für den Naturhaushalt und die Umwelt erhalten. Die Flächennutzung und der Versiegelungsgrad der Fl ächen bei Nichtdurchführung der Planung entsprechen dem Bestand. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Bei der Planvariante gehen unversiegelte Flächen als Frei- und Grünflächen verloren. An ihrer Stelle entstehen Wohnbauflächen, Verkehrsflächen un d Grünflächen. Bei Umsetzung der Planung kommt es zu einer großflächigen Versiegelun g, so dass es zu einem Versiegelungsgrad von ca. 68 % kommt. Dies entspricht einer Zunahme von 42 % gegenüber dem derzeitigen Versiegelungsgrad. Im Gegenzug werd en bereits bebaute Flächen durch Festsetzungen langfristig begrünt und aufgewertet. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Die Zunahme der Bodenversiegelung soll bei Umsetzun g der Planung entsprechend der geplanten Nutzungen auf das notwendige Maß beschränkt werden. Durch die Festsetzung der zulässigen Grundflächenzahl (GRZ) wird Einfluss auf den zukünftigen Versiegelungsgrad genommen. Im Allgemeinen Wohngebiet WA Neu wird ein e Grundflächenzahl von 0,4 festgesetzt, die durch Nebenanlagen um maximal 50 % überschritten werden darf. Damit wird die Versiegelung der Grundstücksflächen begrenzt. Durch planerische Festsetzungen, die den Erhalt und die Neuanlage von Pflanzflächen und Bäumen regeln, wird der Versiegelungsgrad in beiden WA ebenfalls begrenzt. Durch die Festsetzung einer ca. 565 m² großen öffen tlichen Grünfläche mit öffentlichem Spielplatz innerhalb des Plangebietes bleibt dauerhaft eine größtenteils unversiegelte Fläche erhalten. Darüber hinaus wird innerhalb des allgeme inen Wohngebietes WA nüGB eine ca. 540 m² große private, öffentlich nutzbare Grünfläch e im Umfeld des Spielplatzes durch eine Pflanzfestsetzung gesichert. Im Bereich der östlich en Plangebietsgrenze im allgemeinen Wohngebiet WA Neu wird eine ca. 110 m² große Fläche als Vegetationsfläche zur Neuanpflanzung von Sträuchern und niedriger Vegetation planungsrechtlich festgesetzt. Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wurden im Kon text des landschaftspflegerischen Fachbeitrags sowie weiterer begleitender Fachplanun gen/Gutachten (Wasser, Boden, Lärm etc.) geeignete Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen erarbeitet und festgesetzt. Hierbei sind zu nennen; F1 Festsetzung einer öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Spielplatz“ F2 Festsetzung einer Fläche für den Erhalt von Bäumen , Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen M4 Begrünung der Tiefgarage M7 Herstellung einer Rasenfläche und Pflanzung von So litärsträuchern M8 Herstellung einer Rasenfläche und Pflanzung von So litärsträuchern M9 Herstellung einer Rasenfläche und Pflanzung von So litärsträuchern Bewertung: 49/88 Der Versiegelungsgrad innerhalb des Plangebietes be trägt im Bestand ca. 26 %. Bei Umsetzung der Planung wird sich der Versiegelungsgrad auf ca. 6.439 m² (ca. 68 %) erhöhen. Der zukünftige unversiegelte Flächenanteil von ca. 3.003 m² (ca. 32 %) wird durch verschiedene planungsrechtliche Festsetzungen im Be bauungsplan dauerhaft festgeschrieben. Hierzu zählen die Festsetzung von Flächen zum Erhalt und zum Anpflanzen von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen im Bereich der allgemeinen Wohngebiete sowie die dauerhafte Sicherung der öffe ntlichen Grünflächen innerhalb des Plangebietes. Der Flächenverlust von derzeitigen Grünflächen durc h Wohnbebauung, Nebenanlagen, Wegeflächen etc. im Umfang von ca. 0,5 Hektar wird trotz der verbleibenden Freiflächen im Baugebiet (Grundflächenzahl I 0,4) und der begleite nden Vermeidungs- und Kompensationsmaßnahmen als erheblich bewertet. Dies Umsetzung der Planung verursacht eine Zunahme von 42 % (ca. 3.965 m²) gegenüber dem derzeitigen Versiegelungsgrad. 6.5.4. Boden (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Gemäß der digitalen Bodenkarte (1 : 50.000) des geo logischen Dienstes NRW wird für den Geltungsbereich des Bebauungsplanes der Bodentyp Auftrags-Regosol angegeben. Aufgrund der vorherigen Nutzung als Kiesabbau ist jedoch davon auszugehen, dass im Plangebiet keine natürlichen Böden mehr vorhanden sind. Im Rahmen der Bodensuchschürfungen wurden im Plangebiet acht Suchschürfe angelegt, bei denen bis zu einer Tiefe von 4 m kein gewachsener Boden angetroffen wurde. Im Zuge einer Gefährdungsabschätzung des Ingenieurteam Dr. Hemling und Gräfe wurde für den Bodenbestand des Plangebiets festgestellt, dass die natürlichen Bodenverhältnisse im Änderungsbereich durch die Vornutzung als Kiesgrube bereits nachhaltig gestört sind und durch das Vorhaben nicht beeinträchtigt werden. Die anthropogene Auffüllung bis zu Endteufe von max. 4 m besteht hauptsächlich aus Sand, Kies u nd Schluff mit zum Teil hohen Anteilen an mineralischem Bauschutt. Bei den aktuellen Baggerschurf-Aufschlüssen wurden neben den mineralischen Bauschuttbestandteilen auch Holz (wie Balken und Dielen), Dachpappe und Metallteile (wie Zinkbleche und Dachrinnen) entdeckt. Ältere Gutachten weisen zudem darauf hin, dass im Untergrund auch Siedlungsabfälle vorhanden sein könnten. Durch die Gefährdungsabschätzung wurde ebenfalls he rausgefunden, dass die Auffüllung erhöhte Gehalte des Schwermetalls Zink aufweist. Au ßerdem wurde in einer der Schürfe ein auffälliger PCB-Gehalt erfasst, sowie ein Gehalt Mi neralölkohlenwasserstoff, der leicht oberhalb der Bestimmungsgrenze liegt. Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) werden ebenfalls in der Auffüllung nachgewiesen, sowie leicht erhöhte Anteile an organischen Kohlenstoffverbindungen. Die untersuchten Proben (sog. Eluate) weisen erhöhte Schwermetallgehalte von Antimon auf sowie selten erhöhte Mineralölkohlenwasserstoffe und PAK-Gehalten. In lediglich einer Probe konnte eine geringe Phenol-Konzentration und ein le icht erhöhter Gehalt an PFAS- Verbindungen gefunden werden. Über die Bodenluft Verhältnisse konnte herausgefund en werden, dass in 6 von 10 im Jahr 2019 gemessen Bodenluftpegeln Methangehalte größer 10 Vol.-% bis max. 37 Vol.-% vorliegen, welche in Zusammenhang mit den ebenfalls vorliegenden geringen Sauerstoffgehalten von kleiner 2 Vol.-% stehen. Für den Menschen ist Methan in den üblichen Konzentrationen ungiftig und weitgehend unschädlich. Höhere Konzentrationen führen jedoch zur Verdrängung von Sauerstoff und können die Atmung beeinträchtigen. Das Risiko besteht insbesondere in Kellerräumen und der Tiefgarage. Für den direkten Wirkungspfad Bodenluft- Mensch ist laut Gutachten allerdings keine Gefährdung zu befürchten. Es besteht jedoch eine 50/88 indirekte Gefährdung durch die Eigenschaft von Methan als brennbares und explosives Gas, da es bei Volumenkonzentrationen von 5 bis 15 % in Luft explosionsfähige Gemische bildet. Durch Umsetzung eines Gassicherungskonzeptes und di e darin enthaltenen Maßnahmen, kann das potentiell aufsteigende Gas ungefährlich abgeführt werden. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Bei der Nullvariante verbleiben die unversiegelten Böden mit den bestehenden anthropogenen Vorbelastungen aus Aufschüttungen in ihrem derzeitigen Zustand. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Die Veränderungen der Oberflächengestalt (Bodenauf- / und -abtrag) führen in der Planvariante dazu, dass die aufgetragenen Bodenhori zonte im bebaubaren Bereich des Gebietes zerstört werden. Dies hat erhebliche und n achhaltige Störungen des Boden- Wasserhaushalts und der Sorptionseigenschaften der Böden zur Folge, die durch Umschichtung und Überbauung verursacht werden. Durc h die Flächenversiegelung im Bebauungsplangebiet gehen die anthropogen überprägt en, aber biologisch aktiven Böden dauerhaft verloren. Diese sind in ihren Funktionen als Filter, Wasserschutz, Pflanzen- und Tierlebensstätte, Ertragspotenzial, Wasserversicker ung und -verdunstung sowie Klimaregulierung nicht ersetzbar. Durch die in den Schürfen erfassten Holzanteile die teilwiese mit Holzschutzmitteln behandelt wurden und sich deswegen nur langsam abbauen, muss davon ausgegangen werden, dass die Methangasbildung in den Böden noch Jahrzehnte a ndauern wird. Dies ist in der Planung zwingend zu berücksichtigen. Im weiteren Genehmigun gsverfahren wird dazu ein Gassicherungskonzept erstellt. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Durch die Festsetzung einer zulässigen GRZ von 0,4 im WA Neu wird eine übermäßige Versiegelung vermieden und gleichzeitig eine ausreichend dichte Bebauung gewährleistet, um den Flächenverbrauch insgesamt möglichst gering zu halten. Generell ist der nutzbare Oberboden bei Beginn der Erschließungs- und Baumaßnahmen zu sichern und für eine lokale Wiederverwendung vorzuhalten. Im Sinne der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelu ng sind Flächenversiegelungen durch geeignete Maßnahmen wie Entsiegelung, Rekultivierun g oder Extensivierung von Böden auszugleichen. Dies ist innerhalb des Plangebietes nicht möglich. Als Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen wird der Erhalt und Schaffung unversiegelter Bodenflächen durch die Festsetzung von Flächen zum Erhalt und zur Anpflanz ung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen im Bereich der allgemeinen Wohngebiete sowie durch die dauerhafte Sicherung von öffentlichen und privaten Grünflächen innerhalb des Geltungsbereiches gewährleistet. Teilflächen der un versiegelten Wohngrundstücke werden absehbar als Ziergärten mit dauerhafter Vegetation (Rasen, Stauden, Gehölze) angelegt und unterliegen dann auch ohne Bodenbearbeitung einer z umindest mäßig naturnahen Bodenentwicklung. Da ein vollständiger Biotopwert- und Flächenausglei ch innerhalb des Plangebietes nicht möglich ist, ergibt sich bei Umsetzung der Planung die Verpflichtung zu einem externen Ausgleich, der auch die Belange des Bodenschutzes b erücksichtigt. Für den ausgleichspflichtigen Eingriff in Natur und Landschaft wird eine externe Ausgleichsmaßnahme geplant und durchgeführt. Dies erfolgt durch die Um setzung der externen Ausgleichsmaßnahme A3.6 im Geltungsbereich des Beba uungsplanes Nr. 66389/03; Arbeitstitel: "Rondorf Nord-West" in Köln-Rondorf. Die externe Ausgleichsmaßnahme sieht die 51/88 Extensivierung einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von ca. 3,8 ha vor. Die als externer Ausgleich planungsrechtlich zu sichernde Fläche liegt in der Gemarkung Köln-Rondorf, Flur 7, Flurstück 308. Die Fläche wird dauerhaft in eine Gl atthaferwiese (LW41111 / EA1) mit standortgerechten, heimischen Strauch- und Baumgrup pen umgewandelt. Durch die Nutzungsextensivierung ist von einer Aufwertung der Bodenfunktionen auszugehen. Die § 6-8 der BBodSchV sind im weiteren Verfahren zu berücksichtigen. Bewertung: Aufgrund der tiefgreifenden Bodeneingriffe im Zuge des Kiesabbaus in der Vergangenheit ist im Planungsgebiet von einem tiefgründig gestörten B odenaufbau auszugehen. Dennoch besitzen die anstehenden Böden wichtige Funktionen für die natürlichen Kreisläufe von Wasser, Luft, organischen und mineralischen Stoffen sowie Sorptionsfunktionen. Die zu erwartenden Beeinträchtigungen des Bodenpote nzials wurden im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens untersucht und bewertet. Du rch geeignete Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen werden erhebliche und nachhalti ge Beeinträchtigungen soweit möglich vermieden. Die über den Wirkungspfad Boden- Bodenluft-Mensch bestehende, potentielle Gesundheitsgefährdung durch Methananrei cherung in der Raumluft (Keller- oder Tiefgaragengeschosse) ist durch geeignete, bauliche Maßnahmen (fugenlose, gasdichte Bodenplatte im KG/TG, gasdichte Wand- und Bodendurchlässe, Horizontaldrainage unterhalb der Bodenplatte KG/TG sowie Vertikaldrainage an den Außenwänden bis an die Geländeoberfläche) und geeignete Lüftungsmaßnahmen zu minimieren. Hierzu ist ein geeignetes, prüffähiges Gassicherungskonzept zu erstellen. Aufgrund erhöhter Blei- und Benzo(a)pyren-Konzentrationen ist im Rahmen der Neugestaltung der Außenanlagen besonders für die Nutzung ,,Kinder spielplatz‘‘ und ,,Wohnen‘‘ der bewertungsrelevante Horizont von 0 - 30 cm trotz Au skofferung und Neueinbringung den Vorgaben entsprechend als ungefährlich sicherzustellen. Bei Umsetzung der o. g. Maßnahmen sind für die Nutz ungssituationen im Plangebiet keine Gefährdungen der menschlichen Gesundheit über den W irkungspfad Boden-Mensch zu erwarten. Die Auswirkungen auf das Umweltgut Boden sind durch die Zerstörung der Bodenfunktionen dennoch als negativ zu bewerten, wo hlgleich keine natürlichen Böden vorhanden sind, die zerstört werden. 6.5.5. Wasser (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) 6.5.5.1. Oberflächenwasser Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Im Plangebiet sind keine Oberflächengewässer vorhanden. Auf dem Gebiet des Planareals befinden sich bei Bet rachtung der 30-200-jährlich (Starkregenindex 5-10) auftretenden Starkregenereig nissen keine besonders gefährdeten bzw. betroffenen Bereiche. Ausnahmen bilden jedoch nicht zusammenhängende Bereiche im Bereich der Innenhofflächen des Plangebietes, welch e bei einem 200-jährliches Starkregenereignis (SRI 10) eine mäßige Gefährdung aufweisen. Inwiefern Höhenangleichungen oder die Errichtung baulicher An lagen und Infrastruktur für die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung die anfallend en Wassermengen beeinflussen, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar. Von dem neu zu erschließenden Gebiet sollen keine R isiken für vorhandene Siedlungsbereiche ausgehen. Zugleich soll in letztg enannten Gebieten das Risiko möglichst gesenkt werden. Gemäß des „Leitfaden für eine wassersensible Stadt- und Freiraumplanung in Köln“ (STEB 2003) und des Leitfadens „Wassersensibel planen und bauen in Köln“ (STEB 52/88 o.J.) trägt die vorliegende Planung einer interdis ziplinären wassersensiblen Gesamtkonzeption Rechnung. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Bei der Nullvariante wird die Grünfläche mit der de rzeitigen Versickerung des Oberflächenwassers erhalten. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Mit der Planung sind keine Eingriffe in Oberflächengewässer verbunden. Durch die Umsetzung des Vorhabens kommt es zu großf lächigen Teilversiegelungen/ Versiegelungen von bisher offenen Grünflächen, die zu erheblichen Eingriffen in den Wasserhaushalt bzw. die Versickerung von Wasser und damit zu einer teilflächigen Verhinderung der Versickerung und zu einem erhöhten und beschleunigten Oberflächenwasserabfluss führen. Eine Versickerung des anfallenden Niederschlagswassers ist aufgrund des vorhandenen Deponiekörpers nicht z ulässig und muss über einen Mischwasserkanal abgeleitet werden. Auf Teilflächen außerhalb der Tiefgaragen- und Gebä udeflächen bleiben die natürlichen hydrologischen Bodenfunktionen durch die Umwandlung in Gartenflächen mit dauerhafter Vegetation erhalten. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Im Bebauungsplanverfahren wird der Umfang der versiegelten Flächen durch entsprechende Festsetzungen begrenzt. Die Festsetzung extensiver Dachbegrünungen auf den Wohngebäuden und die im Durchführungsvertrag gereg elte extensive Dachbegrünung der Fahrradabstellanlagen dienen der Rückhaltung und Ve rdunstung von Niederschlagswasser und trägt zur Abflussminimierung bei. In der vorliegenden Überflutungsprüfung (Helmert & Bongartz GmbH 2024) wurde der Nachweis erbracht, dass bei einem Starkregenereigni s keine Gefährdung von Menschen, Tieren oder Sachgütern zu erwarten ist. Hierzu wurd en die in der Planung vorgesehenen Maßnahmen berücksichtigt, die zu einer Rückhaltung des Niederschlagswassers führen. Hierzu sind Retentionsboxen mit einem Fassungsvolum en von 121 m³ im Bereich der Tiefgaragen und Rückhaltungen in Form von Mulden in den Außenanlagen vorgesehen. Durch die Herrichtung einer Regenwasserzisterne mit einem Fassungsvermögen von etwa 17 m³, kann ein Teil der anfallenden Niederschlagsmengen a ufgefangen und für die Bewässerung der örtlichen Grünflächen wiederverwendet werden. D as auf den Dachflächen anfallende Niederschlagswasser wird auf den Dachflächen zurück gehalten und über Drosselabläufe zeitverzögert an die Kanalisation abgegeben. Im Ext remfall kann das Oberflächenwasser in die nördlich angrenzende Grünfläche abfließen. Bewertung: Natürliche Oberflächengewässer sind nicht betroffen . Aufgrund des vorhandenen Deponiekörpers ist eine Versickerung auf den Fläche n des Plangebietes nicht zulässig. Der Abfluss des Oberflächenwassers wird durch Retentionsboxen und einer Regenwasserzisterne sowie durch die Einleitung in das öffentliche Misch wasserkanalnetz im zukünftigen Bebauungsplangebiet vermieden. 53/88 6.5.5.2. Grundwasser Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Plangebiet liegt im hydrogeologischen Teilraum „Terrassenebenen von Rhein und Maas“. Grundwasserführende Schichten wurden im Plangebiet nicht festgestellt. Der Grundwasserkörper „Terrassen des Rheins“ (27_19 ) wird hinsichtlich des mengenmäßigen Zustands als schlecht und hinsichtlic h des chemischen Zustands als unbefriedigend bewertet. Es handelt sich um einen P orengrundkörper in tertiären und quartären Sedimenten. Die Durchlässigkeit ist hoch. Daraus resultiert eine hohe Empfindlichkeit des Grundwassers gegenüber Schadstoffeinträgen. Eine Gefährdungsabschätzung durch das Ingenieurbüro Dr. Hemling & Gräfe hat ergeben, dass die in den Grundwasserproben ermittelten LHKW- Gehalte ausschließlich als Einzelparameter Tetrachlorethen-Gehalte von min. 18 ,3 µg/l bis max. 32,3 µg/l bestimmt werden konnten. Weitere LHKW-Einzelparameter (leich tflüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe) konnten nicht bestimmt werden. Im Rahmen der Beprobung konnte bei der Messung im Dezember ein Anstieg des Grundwasser spiegels um ca. 20 cm festgestellt werden, der auf die hohen Niederschlagsmengen zurüc kgeführt werden kann. Insbesondere in der Dezember-Beprobung liegen die Per-Gehalte (Perchlorethylen) in den beiden Anstrom- Messtellen mit 30,6 bzw. 32,3 µg/l höher als in der Abstrom-Messtelle mit 22,2 µg/l. Bisherige Grundwasseruntersuchungen belegen daher eine bekann te Verunreinigung des durchströmenden Grundwassers mit Tetrachlorethen. Aktuell liegen keine Hinweise vor, dass von den nachgewiesenen Schadstoffen im Untergrund d es Plangebietes bei der derzeitigen Nutzung eine Schädigung des Grundwassers ausgeht. Als überregionale Grundwasserfließrichtung ist eine östliche bis nordöstliche Richtung zum Rhein hin ausgebildet. Das Plangebiet liegt außerha lb von ausgewiesenen Wasserschutzgebieten. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante bleiben die Grünflächen mit der damit verbundenen Versickerung von Oberflächenwasser und der Neubildung von Grundwasser erhalten. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Nach Durchführung eines Überflutungsnachweises lässt sich feststellen, dass es durch die in der Planung bedachten Berücksichtigung der Hinweise und Änderungsvorschläge bei einem Starkregenereignis nicht zu einer oberflächlichen Ü berflutung der Gebäude kommt, bzw. die anfallenden Wassermengen schadlos auf dem Grundstüc k zurückgehalten werden können. Selbst bei einem extremen Hochwasserereignis liegt die Liegenschaft oberhalb des zu erwartenden Rheinwasserstandes und ist somit nicht Hochwassergefährdet. Durch den erhöhten Versiegelungsanteil steht bei Realisierung der Planung ein geringerer Anteil an unversiegelter Fläche für die Rückführung des Niede rschlagswassers in den natürlichen Wasserkreislauf zur Verfügung. Aufgrund des vorhand enen Deponiekörpers ist eine Versickerung des anfallenden Niederschlagswassers i n den zukünftigen Grünflächen nicht zulässig. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Für den Bereich der Wohnbebauung ist eine Ableitung des Niederschlagswassers in den Mischwasserkanal vorgesehen. Um die Ableitung so gering wie möglich zu halten, wurden in der Planung Maßnahmen berücksichtigt, die zu einer Rückhaltung des Niederschlagswassers führen. Hierzu sind Retentionsboxen im Bereich der Tiefgaragen, Rückhaltungen in Form von 54/88 Mulden in den Außenanlagen sowie Regenwasserzistern en vorgesehen. Das auf den Dachflächen anfallende Niederschlagswasser wird auf den Dachflächen zurückgehalten und über Drosselabläufe zeitverzögert an die Kanalisation abgegeben. Ca. 2/3 der Fläche bis zur Gründungsebene der Tiefgaragen bzw. Keller werden auf ca. 4,5 m u. GOK ausgehoben. Die unterhalb des Gebäudes verbl eibenden Auffüllungen sind gegenüber Niederschlagswasser versiegelt. Bewertung: In der Planvariante kommt es auf Teilflächen des Ge bietes zu erheblichen Eingriffen in den Wasserhaushalt durch Versiegelung (teilflächige Verhinderung der Versickerung, erhöhter und beschleunigter Oberflächenwasserabfluss, lokal Verringerung der Grundwasserneubildung). Erhebliche Umweltauswirkungen auf das Grundwasser s ind jedoch nicht zu erwarten. Durch die Versiegelung der verbleibenden Auffüllungen geg enüber Niederschlagswasser ist der Eintrag von Schadstoffen über Sickerwasser für eine n Großteil des Plangebiets ausgeschlossen. Somit ist eine Gefährdung über den Wirkungspfad Boden-Grundwasser nicht zu erwarten. 6.5.6. Luft (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) 6.5.6.1. Luftschadstoffe – Emissionen, auch Treibhausgase Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Für die Stadt Köln besteht ein Luftreinhalteplan. N ach dem aktuellen Luftreinhalteplan Köln 2019 liegt das Änderungsgebiet innerhalb der Grenzen der Umweltzone. Die Flächen grenzen an den Äußeren Grüngürtel der Stadt Köln. Von der F läche selbst gehen im Bestand keine Emissionen in Form von Abgasen aus. Im Änderungsber eich und in der näheren Umgebung sind keine emittierenden Gewerbebetriebe vorhanden. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante wird die Grünfläche mit den entsprechenden Emissionen belassen. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Die geplante Änderung der Nutzung des Plangebiets führt nur zu einer marginalen Erhöhung des Verkehrsaufkommens. Auch die Emissionen aus der Wärmebereitstellung für die geplante Wohnbebauung werden aufgrund emissionsarmer Heiztechnik (Einhaltung der Standards der Energieeinsparverordnung) sehr gering sein. Somit führt die Umsetzung der Inhalte zu keiner messbaren oder wahrnehmbaren Veränderung der Luftqu alität im und um den Änderungsbereich. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Im Rahmen der Bebauungsplanaufstellung werden Verme idungs- und Minderungsmaßnahmen wie bspw. Gehölzpflanzungen, Fa ssadenbegrünungen und extensive Dachbegrünungen berücksichtigt. 55/88 Bei der baulichen Umsetzung der Planung werden durc h technische Maßnahmen an den Gebäuden relevante Luftschadstoffemissionen vermieden. Bewertung: Durch die Arrondierung des Plangebietes entstehen z usätzliche Luftschadstoffe aus Feuerungsanlagen (Heizung) und dem Kfz-Verkehr. Dur ch Begrünungs- und Durchgrünungsmaßnahmen an den Gebäuden können die negativen Auswirkungen teilweise kompensiert werden. Die Wärmeerzeugung erfolgt über Wärmepumpen. 6.5.6.2. Luftschadstoffe – Immissionen Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Als Informationsgrundlage dient eine Luftschadstoff prognose zu den verkehrsbedingten Immissionen der iMA cologne GmbH. Das Plangebiet liegt innerhalb der seit dem 01.10.2019 zum zweiten Mal erweiterten Umweltzone Köln. Die Hintergrundbelastungen für das Kalenderjahr 2022 wurden aus Messwerten des LANUV NRW der Jahre 2018 – 2022 abgeschätzt. Die daraus e rmittelten Werte wurden für NO 2 konservativ um 2 µg/m³ beaufschlagt, um die lokalen Hintergrundwerte im Bereich des Plangebietes mit möglichen Zusatzbelastungen durch die Quellen der westlich verlaufenden Autobahn 57 und der östlich verlaufenden elektrifiz ierten Schienenstrecken zu berücksichtigen. Daraus ergibt sich ein NO 2 Jahresmittel von 22,5 µg/m 3. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante wird die Grünfläche mit den ber eits vorhandenen Immissionen aus den angrenzenden Straßenzügen sowie der Wohnbebauung belastet. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Der Grenzwert des NO 2 Jahresmittelwerts liegt bei 40 µg/m 3. Die Berechnungen zum Prognosejahr 2025 bestätigen die auf aktuellen Mess ungen basierende Annahme, dass die Feinstaub-Grenzwerte im Bereich des Bebauungsplangebiets in beiden Untersuchungsfällen (Prognose-Nullfall 2025 und Prognose-Planfall 2025) mit einem NO 2 Jahresmittelwert von weniger als 27 µg/m³ eingehalten werden. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Die Maßnahmen zur Vermeidung von siedlungs- und ver kehrsbedingten Emissionen tragen auch zur Minderung der Immissionsbelastung bei. Darüber hinaus wurde ein Mobilitätskonzept durch die BERNARD Gruppe erstellt, welches bei Anwe ndung zur weiteren Minderung der verkehrsbedingten Emissionen beitragen kann. Die Ve rlagerung von Pkw-Verkehr auf den Rad- und Fußverkehr ist hier zentral. Durch systematisches Informieren der Bewohner*innen über das örtliche Angebot des ÖPNV/SPNV soll mit Sc haffung finanzieller Anreize und Aufzeigen des Angebots die Verlagerung von Pkw-Verk ehr auf den ÖPNV/SPNV erfolgen. Mithilfe attraktiver und barrierefreier Gestaltung von Fahrrad- und Fußwegen mit guter Anbindung an umliegende Flächen soll der Pkw-Verkeh r außerdem mehr auf den Fahrrad- und Fußverkehr umgelenkt werden. Dazu beitragen sol l auch das Schaffen von geeigneten und genügend Fahrradabstellplätzen, auch für Sonder fahrräder wie Lastenräder. Auf dem Plangebiet sind außerdem Radservice-Angebote einzur ichten um den Komfort bei Radfahrenden zu erhöhen und die Fahrtantrittswiderstände zu vermindern. 56/88 Es wird weiterhin empfohlen, das vorhandene Carshar ing-Angebot durch zusätzliches stationsbasiertes Carsharing zu ergänzen, um so auc h eine Reduzierung des Platzbedarfs des ruhenden Kfz-Verkehrs zu bewirken. Durch das Ei nrichten einer Paketstation können außerdem KEP-Lieferverkehr bedingte Immissionen wie Lärm und Schadstoffe reduziert werden. Für die Förderung alternativer Antriebe und Elektromobilität sollten Tanksäulen für Elektrofahrzeuge an den geplanten Stellplätzen verbaut werden. Bewertung: Erhebliche Belastungen durch Luftschadstoffeinträge sind im Plangebiet nicht zu erwarten. Bei Anwendung des Mobilitätskonzeptes werden die straße nverkehrsbedingten Immissionen weiter gesenkt. 6.5.7. Klima (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Die Kölner Bucht ist der südlichste Ausläufer des N iederrheinischen Tieflandes und gehört klimatisch zu den Gunsträumen der mittleren Breiten Europas. Das Klima der Kölner Bucht wird, wie im gesamten Westen Deutschlands, stark du rch die geographische Nähe zur Nordsee und zum Atlantik und damit zum Golfstrom be einflusst. Diese Lage führt zu einem maritim geprägten Klima mit milden Wintern und gemä ßigten Sommern. Im Bereich der Westwinddrift herrschen regelmäßige Tiefdruckgebiet e vor, die vom Atlantik kommend Deutschland mit entsprechenden Niederschlägen überq ueren. Bei den weniger häufigen Hochdruckwetterlagen nehmen die Tiefdruckgebiete nö rdliche oder südliche Zugbahnen, so dass dann längere Trockenperioden auftreten können. Gemäß dem Klimaatlas NRW ist die Grünfläche dem Klimatop 2 „Freilandklima“ zuzuordnen, das unter anderem für die Frischluftentstehung von Bedeutung ist und eine klimatische Entlastungsfunktion für die Siedlungsräume übernimm t. Es zeichnet sich durch einen ungestörten, ausgeprägten Tagesgang von Temperatur und Feuchte aus und stellt einen Übergang zwischen Freiland- und angrenzenden Stadtklimatopen dar. In der Planungshinweiskarte Hitze aus "Klimawandelg erechte Metropole Köln" (2013) ist die Grünfläche als " Klasse 3 belastete Siedlungsfläche " definiert. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Bei Nichtumsetzung verbleibt die Fläche in ihrer klimatischen Zuordnung. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Die Realisierung einer Wohnbebauung würde voraussic htlich zu einer Veränderung der klimatischen Verhältnisse führen. Demnach wäre die Fläche dem Klimatop 6 „Stadtrandklima“ zuzuordnen, das durch eine verdichtete, maximal dreigeschossige Einzelhaus-, Reihenhaus- oder Blockrandbebauung mit Grünflächen oder durch e ine maximal fünfgeschossige freistehende Bebauung mit Grünflächen bestimmt wird . Die nächtliche Abkühlung ist stark eingeschränkt und hängt im Wesentlichen von der Umg ebung ab. Lokale Winde und Kaltluftströme werden behindert, während regionale Winde stark gebremst werden. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: 57/88 Die vorgesehene Durchgrünung des Plangebietes einsc hließlich der festzusetzenden Dachbegrünung der Wohngebäude sowie im Durchführungsvertrag geregelte Dachbegrünung der Fahrradabstellanlagen mindern durch ihre Ausgle ichswirkung (Transpiration, Staubbindung, Verschattung etc.) die Auswirkungen a uf das Geländeklima und die stadtklimatischen Verhältnisse. Bewertung: Durch die Umsetzung der geplanten Wohnbebauung kommt es im Plangebiet zu einem Eingriff in eine klimaaktive Freifläche und damit zu einer V eränderung der lokalen kleinklimatischen Verhältnisse mit der Folge einer eingeschränkten Du rchlüftung, einer Erhöhung des Wärmeinseleffektes und einer Verringerung der Verdunstungskühlung. Die Planung führt vermutlich zu keiner erheblichen Beeinträchtigung der stadtklimatischen Funktion der verbleibenden Grünfläche. 6.5.8. Wirkungsgefüge zwischen Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, L uft, Klima, (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Plangebiet unterliegt derzeit einer gemischten Nutzung, da die Grünfläche im derzeitigen Zustand fast überwiegend aus unzugänglichen Gehölzflächen besteht und die Wohnbaufläche als solche genutzt wird. Die natürlichen Wirkungsgefüge und Wechselwirkungen der naturraumbezogenen Schutzgüter Boden, Wasser, Klima, Pflanzen und Tiere sind im Bereich der Grünfläche daher in ihrer Wirkung kaum anthropogen überformt. Lediglich die Scherrasenflächen der Grünfläche unterliegen einer extensiven Pflege, in Form einer regelmäßigen Mahd im Jahr. Die Innenhofbereiche sind in ihren Wirkungsgefügen hingegen fast gänzlich anthropogen gesteuert. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante bleibt das bestehende Wirkungsgefüge im Grünzug erhalten. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: In der Planvariante werden die bei Umsetzung eines Bebauungsplanverfahrens baulich beanspruchten und vollständig versiegelten Flächen hinsichtlich des Boden- und Wasserhaushaltes sowie der Vegetationseignung volls tändig entwertet. Sie verlieren damit auch weitgehend ihre Funktion als Lebensraum für Ti ere. Teile der neu entstehenden Strukturen wie z.B. Gebäudebegrünungen können aber auch neue Lebensräume für Tiere darstellen. Im Bereich der gärtnerisch genutzten Te ilflächen der Wohngrundstücke verbleibt ein stark durch menschliche Nutzung geprägtes Wirku ngsgefüge. Die verfahrensrelevanten Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern beziehen sich auf die einzelnen Schutzgüter Pflanzen/Tiere/Landschaft, Boden/Fläche, Wasser und Klima/Luft. Mit dem Verlust unversiegelter Bodenflächen ist gleichzeitig ein Ve rlust der vorhandenen Vegetation und der Biotopfunktion verbunden. Darüber hinaus ergeben si ch durch die Bodenversiegelung Auswirkungen auf das Klima durch den weitgehenden Verlust der Kaltluftproduktionsfunktion. Durch die Arrondierung des Wohnstandortes Am Bilderstöckchen werden heute unversiegelte Bodenflächen durch die geplante Bebauung versiegelt und stehen damit nicht mehr als Pflanzenstandort bzw. als Lebens- und Nahrungsraum insbesondere für Tierarten der 58/88 Siedlungsrandbiotope zur Verfügung. In der Wechselw irkung zwischen Boden und Wasser ergibt sich durch die geplante Bebauung eine Beeint rächtigung dahingehend, dass zukünftig weniger belebte Bodenfläche für die Versickerung vo n Niederschlagswasser zur Verfügung steht. Des Weiteren ist der Umweltbelang Klima/Luft von der Vegetation und dem Boden abhängig. Offene Vegetationsflächen, insbesondere O ffenlandflächen (Wiesen), dienen als klimatischer Austauschraum gegenüber dem bebauten Siedlungsraum, der sich aufgrund des höheren Versiegelungsgrades tagsüber schneller erwärmt und nachts langsamer abkühlt. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Die im vorhabenbezogenen Bebauungsplan für die einz elnen Schutzgüter zu benennenden Maßnahmen dienen insgesamt auch der Sicherung der F unktionsfähigkeit des Wirkungsgefüges und der Wechselwirkungen. Förderlich sind insbesondere die aufgeführten Maßnahmen zur Grünordnung, zur Gebäudebegrünung, zu r inneren Durchgrünung und zur Regenwasserbewirtschaftung mit örtlicher Versickeru ng, der Nutzung von Regenwasserzisternen sowie die externen Ausgleichsm aßnahmen. Durch die planungsrechtliche Festsetzung einer maximal zuläss igen Überbauung im Plangebiet kann einer vollständigen Versiegelung entgegengewirkt we rden. Darüber hinaus wird der Erhalt unversiegelter Bodenflächen durch die Festsetzung v on Flächen für die Erhaltung und Anpflanzung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Be pflanzungen in den allgemeinen Wohngebieten sowie durch die dauerhafte Sicherung einer öffentlichen Grünfläche innerhalb des Plangebietes gewährleistet. Durch die Begrünung der Gebäude mit Dach- und Fassadenbegrünung ergeben sich positive Auswirkunge n auf das Stadtbild, auf Flora und Fauna und auf das Klima. Bewertung: Durch die Umsetzung des Bebauungsplanes kommt es zu Veränderungen des Wirkungsgefüges, die sich negativ auf die Umweltbel ange auswirken. Es verbleiben nachhaltige Beeinträchtigungen, die die Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes im Plangebiet beeinträchtigen, denen jedoch durch Maßnahmen entgegengewirkt wird. 6.5.9. Landschaft (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Bei dem Landschaftsraum handelt es sich um einen st ädtisch geprägten Stadtrandbereich, der von einigen Verkehrsbändern durchzogen ist. Grü nflächen, Parks und Gärten sind im Umfeld des Plangebietes großflächig vorhanden und für die Kurzzeiterholung oder sportliche Aktivitäten nutzbar. Das Landschaftsbild des Planun gsgebiets ist durch die Lage im Übergangsbereich zwischen bestehenden Siedlungsfläc hen und öffentlichen Grünflächen geprägt. Das Gebiet selbst ist Teil einer Grünfläch e mit strukturreichen Gehölzsäumen im Anschluss an die Siedlungsflächen. Im Norden schließen weitere Grünflächen an. Südlich und östlich grenzt bestehende Wohnbebauung an. Vorbelastungen bestehen durch die angrenzenden Sied lungs- und Freizeitnutzungen. Die vorhandenen Fußwege werden von Fußgängern stark fre quentiert. Das Gelände weist kleinräumig Erhebungen von bis zu ca. 1,8 m auf, wä hrend sich die Rasenflächen als eben darstellen. Die umliegenden Flächen sind durch Laubbäume und Gebüschstrukturen eingegrünt. 59/88 Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Bei Nichtdurchführung der Planung würden die Grünfl ächen in ihrem jetzigen Zustand verbleiben, so dass sich das Landschaftsbild und di e Sichtbeziehungen nicht verändern würden. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: In der Planvariante wird durch die geplante Wohnnutzung das Orts- und Landschaftsbild durch die technische Überformung der bisher vorhandenen G rünflächen vollständig und nachhaltig verändert. Der öffentlich genutzte Landschaftsraum wird durch die Gebäude und deren Zufahrten überprägt. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wird ein land schaftspflegerischer Fachbeitrag erstellt, der ein grünordnerisches Konzept sowie in terne und externe Maßnahmen zum Ausgleich der Eingriffe darstellt. Zur Durchgrünung des Wohngebietes werden im Bebauungsplan Festsetzungen zu Baum- und Heckenpflanzungen sowie zur Dachbegrünung im Bereich der Wohngrundstücke getroffen. Zur Einbi ndung der Siedlung in die Landschaft sind randliche Gehölzpflanzungen sowie Fassadenbegr ünungen vorgesehen. Zur Wahrung eines ortsbildverträglichen Erscheinungsbildes werd en im Rahmen des landschaftspflegerischen Fachbeitrages entsprechende Festsetzungen sowie Regelungen im Durchführungsvertrags zur Einfassung bzw. Begrünung von Mülleinhausungen, der extensiven Dachbegrünung von Fahrradunterständen so wie der Fassadenbegrünung der Tiefgaragenrampe getroffen. Bewertung: Die Darstellung einer Wohnbaufläche im Bereich bisheriger Grünflächen stellt eine Ergänzung des bestehenden Siedlungsrandes dar. Durch die Überformung der freien Landschaft kommt es zu einer erheblichen Veränderung des Landschaftsbildes durch eine Bebauung. Durch die Maßnahmen der inneren Durchgrünung und insbesondere durch die randliche Anlage von Gehölzen wird eine Eingrünung des Siedlungsrandes u nd eine Einbindung in die Landschaft erreicht. Durch gestalterische Festsetzungen und Regelungen zur Gestaltung der Nebenanlagen wird im Bebauungsplanverfahren eine ortsbildverträgliche Gestaltung des Wohngebietes sichergestellt. 6.5.10. Biologische Vielfalt (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 a BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Im Plangebiet kommen keine nach § 30 BNatSchG bzw. § 62 LG NRW geschützten Biotope vor. Im Rahmen der Geländeerhebungen wurden keine in NRW gefährdeten Pflanzenarten nachgewiesen. 60/88 Für die Fledermausfauna besitzt das Gebiet aufgrund der vorhandenen Biotopstrukturen (Gehölzbestände mit überwiegend heimischen Gehölzen sowie Rasenflächen) Potential als Teil-/ bzw. Nahrungshabitat. Für den gesamten Änderungsbereich ist im Landschaft splan die Schutzfestsetzung L 10 Landschaftsschutzgebiet (§ 21 LG) festgesetzt. Dies betrifft das ca. 285 ha große Landschaftsschutzgebiet „LSG-Erholungsgebiet Bürger park Nord und angrenzende Grünverbindungen“ (LSG-5007-0005). Insgesamt kommt dem Änderungsbereich aufgrund der B iotopstruktur und unter Berücksichtigung der Vorbelastungen im Naturraum eine Bedeutung für den regionalen Arten- und Biotopschutz zu. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante verbleibt das Gebiet in seiner derzeitigen Nutzung als Grünfläche mit Teil- / Habitatfunktion für die örtliche Fauna. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: In der Planvariante kommt es durch die Ausweisung a ls Wohnbaufläche mit anschließender Bebauung des Plangebietes zum Verlust bzw. zur Umwa ndlung von Grünflächen. Es gehen dauerhafte, das Landschaftsbild prägende Vegetationsstrukturen (Gehölze) verloren. Im Bereich der geplanten randlichen Gehölzpflanzung en ist mit einer Besiedlung durch gehölzbewohnende Vogelarten der halboffenen Kulturl andschaft sowie einer Nutzung der Gehölzstrukturen als Nahrungshabitat und Leitstrukt ur für heimische Fledermausarten zu rechnen. Durch die Realisierung der Planung gehen B iotoptypen mit hoher ökologischer Wertigkeit (Gebüsche mit überwiegend standorttypisc hen Gehölzen GH51 / BB1) dauerhaft verloren. Sie befinden sich am Siedlungsrand und ha ben eine Funktion als Vernetzungsbiotope zwischen der Siedlung und dem angrenzenden Freiraum des Grünzuges. Hinsichtlich der umliegenden Natura 2000-Gebiete si nd vorhabenbedingt aufgrund der deutlichen Entfernung keine möglichen erheblichen B eeinträchtigungen der für den Schutzzweck maßgeblichen Bestandteile der Gebiete zu erwarten. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Auswirkungen auf die biologische Vielfalt werden im Bebauungsplanverfahren soweit möglich vermieden bzw. durch artenschutzrechtliche Maßnahme n und Maßnahmen im Rahmen der Eingriffsregelung vollständig kompensiert (siehe Maßnahmen der anderen Umweltgüter). Bewertung: Gemäß der Artenschutzprüfung Stufe II kann das Eint reten vorhabensbedingter Verbotstatbestände gemäß § 44 Abs. 1 Nr. 1-3 i.V.m. Abs. 5 BNatSchG für die im Wirkraum relevanten besonders geschützten Arten bei Umsetzun g des Bebauungsplanes durch nachfolgende Bauvorhaben unter Berücksichtigung von Vermeidungsmaßnahmen ausgeschlossen werden. Der Verlust von Gehölzflächen ist als erheblicher V erlust zu bewerten, welcher im Rahmen der Eingriffs-/Ausgleichsbilanzierung durch externe Ausgleichsmaßnahmen kompensiert wird. 61/88 6.5.11. Erhaltungsziele und Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete (Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung/europäische Vogelschutzgebiete) (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 b BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Die nächstgelegenen Natura 2000-Gebiete befinden sich in einer Entfernung von jeweils ca. 8 km nördlich (DE4907301 Worringer Bruch) und östlich (DE 4809301 Dhünn u. Eifgenbach) des Plangebietes. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante verbleibt das Gebiet in seiner derzeitigen Nutzung als Grünfläche ohne Bedeutung für die genannten Natura 2000-Gebiete. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung : Die Durchführung der Planung führt zu keinen Beeinträchtigungen der Schutzgebiete. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Es sind keine Maßnahmen erforderlich. Bewertung: Natura 2000-Gebiete sind von der Planung nicht betroffen. 6.5.12. Mensch, Gesundheit, Bevölkerung (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 c BauGB) 6.5.12.1. Lärm Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Öffentlicher Straßenverkehr / Straßenverkehrslärm: Die Lärmsituation im Untersuchungsgebiet hinsichtli ch des Straßenverkehrslärms auf öffentlichen Straßen wird durch den Verkehr auf den umliegenden Straßen, hier der A57, der Äußeren Kanalstraße, der Robert-Perthel-Straße, der Escher Straße sowie der Straße Am Bilderstöckchen bestimmt. Öffentlicher Schienenverkehr / Schienenverkehrslärm: Die Lärmsituation im Untersuchungsgebiet hinsichtli ch des Verkehrslärms auf öffentlichen Schienenwegen wird durch die Strecken der Deutschen Bahn AG, hier die Strecke 2615, die Strecke 2620 sowie die Strecke 9604 geprägt. Diese liegen außerhalb des Geltungsbereiches des Bebauungsplanes Nr. 64492/01 „Am Bilderstöckche n“. Die beiden Strecken 2615 und 2620 verlaufen in einer Entfernung von ca. 620 m no rdöstlich des Plangebietes. Die Strecke 9604 verläuft in einer Entfernung von ca. 1.430 m nordwestlich des Plangebietes. 62/88 Flugverkehr: Die auf das Untersuchungsgebiet einwirkenden Schallimmissionen durch Fluglärm wurden im vorliegenden Fall nicht detailliert untersucht. Gewerbelärm: Innerhalb und unmittelbar angrenzend an den Geltung sbereich befinden sich keine Gewerbebetriebe. In einer Entfernung von ca. 350 m nördlich des Plangebietes befindet sich jenseits der Grünfläche ein Gewerbegebiet. Dort sind ein Logistikhof, ein Elektrogroßhandel, eine Kfz-Prüfstelle, Büroflächen und weitere Betriebe unterschiedlicher Größe angesiedelt. Sportlärm : Innerhalb und unmittelbar angrenzend an den Geltung sbereich befinden sich keine ausgeschriebenen Sportanlagen. Allerdings befindet sich nördlich des Plangebietes auf der öffentlich zugänglichen Grünfläche ein öffentlicher Bolzplatz. Als Lärmquellen sind demnach insbesondere das Rufen der Kinder und Jugendlichen beim Spiel sowie das Ballspielen selbst bei z. B. Torschüssen wahrnehmbar. Das Heranrücken der Wohnbebauung würde zu einer Überschreitung der Lärmbelastung durch den Bolzplat z für die Wohnbebauung führen. Um eine sichere Einhaltung der Immissionsrichtwerte zu gewährleisten, wird der Bolzplatz verfahrensbegleitend innerhalb der Grünfläche neu a ngeordnet. In den durchgeführten Berechnungen wurde die neue Lage des Bolzplatzes berücksichtigt. Kindertagesstätte Unmittelbar südöstlich an das Plangebiet angrenzend befindet sich gegenüber Haus 2 der geplanten Bebauung ein Familienzentrum mit Kinderta gesstätte. Die Außenfläche der Kindertagesstätte wird auf ca. 1.050 m² geschätzt und erstreckt sich auf ca. 56 m entlang der südöstlichen Plangebietsgrenze. Kita-Parkplätze und technische Anlagen Die Stellplätze der Kindertagesstätte befinden sich südöstlich der Hausnummer 60b vor dem Eingangstor zum Außengelände der Kindertagesstätte. Hier ist davon auszugehen, dass die Wohnungen im Gebäude selbst bereits die Richtwerte der TA-Lärm einhalten. Die Plangebäude liegen um ein Vielfaches weiter entfern t als das Bestandsgebäude Am Bilderstöckchen 60b. In den Luftbildern sind keine technischen Anlagen o der Hinweise auf solche im Bereich der Kindertagesstätte zu erkennen Kindertagesstätten di eser Größe haben in der Regel keine lärmrelevante Haustechnik. Jugendhaus „Lucky´s Haus“ Östlich der Kindertagesstätte befindet sich das Jug endhaus „Lucky's Haus", das mit seinen Flächen näher, maximal in gleicher Entfernung zum angrenzenden Reinen Wohngebiet (WR) liegt als das nächstgelegene Plangebäude. Da diesem ein höherer Schutzstatus zugrunde liegt, ist davon auszugehen, dass mögliche Emission en des Jugendhauses nicht zu Richtwertüberschreitungen an der Planbebauung führen. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante verbleibt das Gebiet in seiner derzeitigen Nutzung als Grünfläche sowie bestehende Innenhofbereich der Wohnbebauung ohne Veränderung der Lärmarten. 63/88 Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Im Rahmen des Vorhabens wurden die auf das Untersuc hungsgebiet einwirkenden Geräuschimmissionen aus dem öffentlichen Straßen-, Schienen- und Luftverkehr, dem Gewerbe- und Sportlärm, die Auswirkungen der Planun g auf die Umgebung, der Nachbarschaftslärm sowie der Lärm der Kindertagesstätte betrachtet und bewertet. In der Planvariante werden die neu zu nutzenden Woh nbauflächen den genannten Immissionen ausgesetzt. Durch die höhere Einwohnerz ahl kommt es zu einer Zunahme des Ziel- und Quellverkehrs mit zusätzlichen Immissionen im Randbereich des Plangebietes sowie in der Umgebung. Gemäß künftigem Planungsrecht wird für den Planbere ich der Schutzanspruch eines Allgemeinen Wohngebietes (WA) angenommen. Die Verke hrslärm-Immissionen beurteilen sich nach der DIN 18005. Die Gewerbelärm-Immissione n werden gemäß der Technischen Anleitung Lärm (TA-Lärm) beurteilt. Einwirkungen (Immissionen) auf das Plangebiet durch Emittenten nach DIN 18005 Tabellarische Übersicht über die Orientierungs- und Grenzwerte des Lärmschutzes für allgemeine Wohngebiete (WA) Tag- und Nachtwerte der Außengeräuschpegel in dB(A ) DIN 18005 (Orientierungswerte) TA Lärm (Immissions- richtwerte) 16. BImSchV (Immissions- grenzwerte) Straßen- und Schienenverkehr Industrie und Gewerbe, Freizeitlärm Allgemeines Wohnbaugebiet/ Kleinsiedlungsgebiet 55/45 55/40 55/40 59/49 Straßenverkehrslärm Die Ergebnisse der schalltechnischen Untersuchung z eigen, dass die Einwirkungen des Verkehrs auf öffentlichen Straßen am höchsten im Westen zur A57 und zur Kreuzung Robert- Perthel-Straße Ecke Escher Straße sind. Dort sind im 5. OG Pegel von bis zu 64 dB(A) tags (von 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr) und 57 dB(A) nachts (v on 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr) zu erwarten. Die Orientierungswerte für allgemeine Wohngebiete von 55 dB(A) tags bzw. 45 dB(A) nachts werden dort um bis zu 9 dB tags und 12 dB nachts überschritten. Messungen im EG ergaben, dass Pegel von bis zu 59 dB(A) tags und 51 dB(A) nachts zu erwarten sind. Aufgrund der größeren Entfernung und dem abschirmen den Gebäuderiegel fallen die Beurteilungspegel an weiter nordöstlich gelegenen Plangebäuden wesentlich geringer aus. Im Bereich der Spielflächen ist auf der westlichen Spielfläche, aufgrund der Nähe zur Escher Straße an der äußersten Spielplatzkante, ein Beurteilungspegel von bis zu 70 dB(A) aus dem öffentlichen Straßenverkehr zu erwarten. Im Bereich der Ostgrenze fällt der Pegel um bis zu 8 dB auf 62 dB(A) ab. Eine Lärmbetroffenheit in Wohng ebieten ist erst bei einem Dauerschallpegel oberhalb von 70 dB(A) tags als kri tisch zu bewerten. Für öffentliche Spielplätze selbst bestehen keine Lärmschutzanforde rungen, verbindliche gesetzliche Regelungen sind nicht bekannt. Die Umsetzung aktive r Lärmschutzmaßnahmen auf Grund des Sport- und Verkehrslärms im Plangebiet ist aus städtebaulichen Aspekten nicht realisierbar, da eine effektive Maßnahme eine der G ebäudehöhe entsprechende Höhe aufweisen müsste. Infolgedessen kann auf die Errich tung einer Lärmschutzwand verzichtet werden. 64/88 Schienenverkehrslärm Die Beurteilungspegel für Immissionen des öffentlichen Schienenverkehrs liegen an den nordwestlichen Fassaden im EG tags bei bis zu 43 dB(A) und nachts bis zu 37 dB(A), während im 6.OG tagsüber bis zu 48 dB(A) und nachts bis zu 42 dB(A) zu erwarten sind. Die Pegel liegen somit mehr als 6 dB unterhalb der Orientierungswerte der DIN 18005 für allgemeine Wohngebiete. Nachts werden die Orientier ungswerte, vor Allem in den oberen Geschossen, ausgeschöpft, aber ebenfalls eingehalten. Fluglärm Die durch den Fluglärm auf das Untersuchungsgebiet einwirkenden Lärmimmissionen wurden aufgrund von geringen Ausmaßen nicht im Detail unte rsucht, es ergibt sich aus früheren Untersuchungen vom Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln ein Pegel von 35 dB (A) tags und nachts. Gesamtverkehr Die bei der Betrachtung des Gesamtverkehrs zu berüc ksichtigenden Geräuschimmissionen ergeben sich aus den Geräuschimmissionen der Emitte nten Straßenverkehr im Bereich der öffentlichen Verkehrsflächen und Schienenverkehr im Bereich der öffentlichen Verkehrsflächen für den Planfall. Die Beurteilungspegel entlang der Nordwestfassade b etragen tags bis zu 64 dB(A), nachts sind bis zu 57 dB(A) zu erwarten. In dem Innenhofbe reich des Plangebietes werden unter Berücksichtigung der Abschirmwirkung Beurteilungspegel von 54 - 57 dB(A) tags und 47 - 51 dB(A) nachts erreicht. Gewerbelärm Für die Beurteilung der Gewerbelärmeinwirkungen wur den die Richtwerte der TA Lärm für Allgemeine Wohnbaugebiete (WA) zugrunde gelegt. Der Gewerbelärm wird bei der Berechnung der maßgeblichen Außenlärmpegel nach den Richtwerten für Allgemeine Wohngebiete für den Tagzeitraum bzw. für den Nachtzeitraum berücksichtigt. Die maximal zu erwartenden Beurteilungspegel der Gewerbelärmimmissionen für den Planfall betragen an den nordwestlichen Fassaden der geplant en Wohngebäude tags 44 dB(A) und nachts 27 dB(A). Im Innenhofbereich des Plangebiete s werden unter Berücksichtigung der Abschirmwirkung Beurteilungspegel von 28 - 40 dB(A) tags und 12 - 24 dB(A) nachts erreicht. Damit werden die Immissionsrichtwerte der TA Lärm f ür Gewerbelärm für allgemeine Wohngebiete eingehalten. Eine Überschreitung des Kr iteriums für einzelne kurzzeitige Geräuschspitzen (Maximalpegel) der TA Lärm ist nicht zu erwarten. Sportlärm Da die geplante Bebauung an den Bolzplatz heranrück t, wurde dieser hinsichtlich seiner Lärmeinwirkungen auf die Plan- und Bestandsbebauung im Bestand und in einer geplanten Verlagerung untersucht. Gemäß § 25 der Kölner Stadtordnung ist die Nutzung von Bolzplätzen grundsätzlich auf die Zeit von 07:00 bis 22:00 Uhr beschränkt. Eine Nutzung im Nachtzeitraum ist somit ausgeschlossen, so dass keine Untersuchun gen im Nachtzeitraum durchgeführt wurden. Die Ergebnisse der schalltechnischen Untersuchung zeigen, dass bei der Variante „Bolzplatz vor Verlegung“ Beurteilungspegel von bis zu 57 dB(A) an der geplanten Bebauung zu erwarten 65/88 sind. Damit würde der Immissionsrichtwert von 50 dB (A) innerhalb der morgendlichen Ruhezeit um 7 dB und der Immissionsrichtwert von 55 dB(A) außerhalb der morgendlichen Ruhezeit um 2 dB in allgemeinen Wohngebieten übersc hritten. An der benachbarten Wohnbebauung im Bestand (WR) sind Beurteilungspegel von bis zu 47 dB(A) zu erwarten. Dort wird der Immissionsrichtwert von 45 dB(A) auße rhalb der morgendlichen Ruhezeit in reinen Wohngebieten um 2 dB überschritten. Die Ergebnisse zeigen bei der Betrachtung der Varia nte „Nach Verlegung des Bolzplatzes“, dass die Einwirkungen des Sport- und Freizeitlärms an den nordwestlichen Fassaden im Erdgeschoss die höchsten Pegel tags von bis zu 55 dB(A) erreichen. In den Obergeschossen sind tags Maximalpegel von bis zu 54 - 55 dB(A) zu erwarten. Die Sportlärmeinwirkungen werden durch die Verlager ung des Bolzplatzes auf die Immissionsrichtwerte reduziert. Zusätzlich wird der Ausschluss des Betriebs innerhalb der morgendlichen Ruhezeiten vorgesehen. Nach Verlegung des Bolzplatzes sind an den Plangebäuden Beurteilungspegel von bis zu 55 dB(A) zu erwarten. Der Immissionsrichtwert außerhalb morgendlicher Ruhezeiten von 55 dB(A) in allgemeinen Wohngebieten können somit eingehalten werden. Kita Im Rahmen des Gutachtens wurde ergänzend der Kinder lärm der südöstlich angrenzenden Kindertagesstätte bzw. deren Außenspielflächen ermi ttelt. Die Ergebnisse der schalltechnischen Untersuchung zeigen, dass im Fass adenbereich des unmittelbar angrenzenden Wohngebäudes während der Betriebszeiten mit Pegeln von bis zu 54 dB(A) zu rechnen ist. Kinderlärm wird im Allgemeinen als sozialadäquat angesehen un d wird somit nicht beurteilt. Jugendhaus „Lucky´s Haus“ Selbst für den Fall, dass das Jugendhaus nicht die Privilegierung nach § 22 Abs. 1 a BImSchG in Anspruch nehmen kann, führt die um 5 dB höhere I mmissionsempfindlichkeit an den Bestandsgebäuden dazu, dass an den Plangebäude kein e Immissionskonflikte durch das Jugendhaus zu erwarten sind. Auswirkungen (Emissionen) der Planung /Planbedingter Mehrverkehr Die Umsetzung der geplanten Arrondierung der Wohnbe bauung führt zu einer Erhöhung der Lärmimmissionen. Zu nennen ist hierbei zum einen die geplante Tiefgaragenzufahrt sowie die Wärmepumpen, die sich an zwei Stellen des Plangebiets befinden. Bei den Lärmimmissionen durch den hier zu betrachte nden Kfz-Verkehr infolge der geplanten Tiefgarage zur Wohnanlage und der oberird ischen Anwohnerstellplätze handelt es sich um Nachbarschaftslärm („Vorbereitung zur Teilnahme am Kfz-Verkehr auf öffentlichen Straßen“). Ebenfalls als Nachbarsc haftslärm zu berücksichtigen, sind lärmrelevante Haustechnikanlagen wie Wärmepumpen. Nachbarschaftslärm (Tiefgarage / Wärmepumpen): Innerhalb des Plangebietes werden die vorhandenen S tellplätze im Bereich der geplanten mehrgeschossigen Bebauung in einer gemeinsamen Tief garage untergebracht. Die Tiefgarage wird von Süden über eine Tiefgaragenrampe erschlossen. Die umliegende Wohnbebauung im Bestand befindet sic h gemäß gültigem 66/88 Flächennutzungsplan der Stadt Köln in einer Wohnbau fläche. Hier sind die Immissionsrichtwerte für allgemeine Wohngebiete analog TA Lärm von 55 dB(A) tags und 40 dB(A) nachts als Beurteilungsgrundlage heranzuziehen. Entlang der Nordwestfassade des Bestandsgebäudes Am Bilderstöckchen 60 ergeben sich Beurteilungspegel von bis zu 58 dB(A) tags und 47 d B(A) in der lautesten Nachtstunde. Die Immissionsrichtwerte würden dort tags um bis zu 3 d B und in der lautesten Nachtstunde um bis zu 7 dB überschritten. Da jedoch an der gesamte n Giebelseite keine Fenster und damit keine Immissionsorte vorhanden sind, liegt keine Üb erschreitung im Sinne der TA Lärm vor. Die Lärmeinwirkung auf die südwestliche Fassade des Hauses wird durch eine Loggia an der Nordwestecke des Gebäudes gemindert. Maßgeblicher Emittent ist hier der Pkw-Verkehr auf der Tiefgaragenrampe. Es wurde geprüft, dass an dem betroffenen Fassadenabschnitt keine Fenster und damit keine Immissionsorte im Sinne der TA Lärm vorhanden sind. Die einzigen Immissionsorte entlang der Rampe und der Fahrgasse sind die Fenster bzw. Fenstertüren der Loggien der Gebäude Am Bilderstöckchen 66 und 64. D ie Immissionsorte auf den Loggien sind 0,5 m vor den geöffneten Fenstern/Fenstertüren gemäß TA Lärm gegenüber der Außenwand zurückgesetzt. Dadurch ergeben sich an de n Fenstern und Fenstertüren der Loggien günstigere Beurteilungspegel, so dass der I mmissionsrichtwert der TA Lärm eingehalten werden kann. Die Richtwerte der TA Lärm werden an allen Immissio nsorten der Bestands- und Planbebauung durch die Emissionen der Tiefgarage un d der Luft-Wasser-Wärmepumpen eingehalten. Mehrverkehr Bezüglich des durch das Planvorhaben bedingten Mehrverkehrs liegen die Beurteilungspegel an den Immissionsorten sowohl im Analysefall als auch im Prognose- Planfall unter den Werten von 70 dB(A) tags bzw. 60 dB(A) nachts. In diesem Fall sind Erhöhungen der Beurteilungspegel bei weniger als 3 dB durch den planbedingten Zusatzverkehr auf öffentlichen Verkehrswegen als ni cht wesentlich zu beurteilen. Die prognostizierten Erhöhungen des Straßenverkehrs auf öffentlichen Verkehrswegen liegen bei maximal 0,1 dB, so dass die Erhöhungen a ls nicht wesentlich einzustufen sind. Einwirkungen (Immissionen) auf das Plangebiet durch Emittenten gem. 18 BImSchV Tabellarische Übersicht über die Orientierungs- und Grenzwerte des Lärmschutzes für allgemeine Wohnbaugebiete (WA) Gebiets- ausweisung Immissionsrichtwerte in dB(A) werktags Immissionsrichtwerte in dB(A) sonn- und feiertags Tag Nacht Tag Nacht Außerhalb der Ruhezeit 8:00-20:00 Uhr und innerhalb der Ruhezeit 20.00 – 22:00 Uhr Innerhalb der Ruhezeit 6:00-8:00 Uhr Lauteste volle Stunde 22.00- 06.00 Uhr Außerhalb der Ruhezeit 9.00-13.00 Uhr 15.00- 20.00 Uhr und innerhalb der Ruhezeit 13.00-15.00 Uhr 20.00- 22.00 Uhr Innerhalb der Ruhezeit 7.00-9.00 Uhr Lauteste volle Stunde 2.00- 07.00 Uhr WA Allgemeines Wohnbaugebiet 55 50 40 55 50 40 67/88 Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: aktive Schutzmaßnahmen (Bolzplatzverlegung, Abwägung Lärmschutzwand) Als Maßnahme zur Einhaltung der Immissionsrichtwert e ist eine Verlegung des Bolzplatzes sowie der Ausschluss des Betriebs innerhalb der morgendlichen Ruhezeiten vorgesehen. Die Umsetzung aktiver Lärmschutzmaßnahmen auf Grund des Sport- und Verkehrslärms im Plangebiet ist aus städtebaulichen Aspekten nicht u msetzbar, da eine wirksame Maßnahme eine der Gebäudehöhe entsprechende Höhe aufweisen müsste. Infolge der Überschreitung der Orientierungswerte aus dem öffentlichen Straßenverkehr ist im B-Plangebiet eine Festlegung der erforderlichen Luf tschalldämmung von Außenbauteilen gegenüber Außenlärm für Aufenthaltsräume gemäß der DIN 4109:2018-01 vorzunehmen. passive Maßnahmen Festsetzung von passiven Schallschutzmaßnahmen aufg rund der Überschreitung der Orientierungswerte der DIN 18005 zum Schutz vor Ver kehrslärm gemäß der baurechtlich eingeführten Fassung der DIN 4109 von 2018. - Bei Schlaf- und Kinderzimmern ist bei einem Beurt eilungspegel > 45 dB(A) im Nachtzeitraum (22:00 bis 6:00 Uhr) eine fensterunab hängige Belüftung durch schallgedämmte Lüftungseinrichtungen oder gleichwer tige Maßnahmen bei geschlossenen Fenstern und Türen sicher zu stellen. - Gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 24 BauGB sind passive Schall schutzmaßnahmen entsprechend den in der Planzeichnung dargestellten Lärmpegelber eichen (LPB) an den Außenbauteilen von schutzbedürftigen Räumen zu treffen. Grundlage hierfür sind die maßgeblichen Außenlärmpegel nach DIN 4109-1 (Schallschutz im Hochbau, Ausgabe Januar 2018 – Beuth Verlag GmbH, Berlin). Die Zuordnung zwischen den dargestellten Lärmpegelb ereichen und den maßgeblichen Außenlärmpegeln ergibt sich aus der nachfolgenden Tabelle Lärmpegelbereich Maßgeblicher Außenlärmpegel La dB I 55 II 60 III 65 IV 70 V 75 VI 80 VII > 80 a a Für maßgebliche Außenlärmpegel L a > 80 dB sind die Anforderungen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten festzulegen. Ergänzung: Es handelt sich um dB(A)-Werte Die Minderung der zu treffenden Schallschutzmaßnahmen ist im Einzelfall zulässig, wenn im bauordnungsrechtlichen Verfahren anhand ein er schalltechnischen 68/88 Untersuchung ein niedrigerer Lärmpegelbereich bzw. ein maßgeblicher Außenlärmpegel an den Außenbauteilen von schutzbedü rftigen Räumen nachgewiesen wird. Für Balkone und Loggien, die einen Gesamtbeurteilun gspegel aus dem Verkehr (Straßen-, Schienen- und Flugverkehr) > 62 dB(A) im Tagzeitraum (6:00 bis 22:00 Uhr) aufweisen, sind Schallschutzmaßnahmen zu treff en. Durch diese muss sichergestellt werden, dass der vorgenannte Gesamtb eurteilungspegel nicht überschritten wird. Hiervon ausgenommen sind Balkon e und Loggien von durchgesteckten Wohnungen, wenn zusätzlich auf der lärmabgewandten Seite ein Balkon oder eine Loggia errichtet wird. Bewertung: Es wird für große Teile des Plangebietes eine erheb liche Verkehrslärmbelastung prognostiziert, mit hohen Überschreitungen der Orie ntierungswerte insbesondere an den Nord- bzw. Westfassaden des WA Neu-Bereiches. Die d adurch zwingend erforderlichen passiven Schallschutzmaßnahmen sind geeignet die Lä rmbelastungen in den Wohnungen (Innenschallpegel) relevant zu mindern. Die Festsetzungen von Schallschutzmaßnahmen stellen sicher, dass den schallimmissionsschutzrechtlichen Anforderungen an die geplante Wohnbebauung zur Erzielung gesunder Wohnverhältnisse sowohl im Tag- als auch Nachtzeitraum Rechnung getragen wird. 6.5.12.2. Altlasten Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Kataster über altlastverdächtige Flächen und Al tlasten der Stadt Köln weist für das Planareal Altablagerung Nr. 50702 aus. Für die Alta blagerung liegen Erkenntnisse über die Bildung von Deponiegas mit deutlich erhöhten Gehalten an Kohlendioxid und Methan (bis zu 37 Vol.-%) sowie lokalen Spurengasen (LCKW und BTEX-Aromaten) vor. Aufgrund der damaligen Nutzung wurde die Grube nach 1945 im Zuge des Kiesabbaus ausgehoben und nach Einstellung des Abbaus wieder verfüllt. Es ist daher davon auszugehen, dass sich in diesem Bereich keine Kampfmittel befinden. Die anthropogene Auffüllung besteht hauptsächlich a us Sand, Kies und Schluff mit zum Teil hohen Anteilen an mineralischem Bauschutt. Außerdem wurden Hinweise auf Ablagerungen von Abbruchmaterial aus den Rückbauen alter Gebäude aufgefunden. (s. Kap.6.5.4 Boden) Die Auffüllungen erstrecken sich bis in die grundwassergesättigte Zone. Die baurelevante Fläche diente ursprünglich der Kie sabgrabung, die bis zum Grundwasser reichte. Ein historischer Kartenstand aus dem Jahr 1958 zeigt, dass das Gelände nach der Abgrabung mit über 10 Metern Material aufgefüllt wu rde. Auf dem östlich angrenzenden Flurstück 547 wurde der Verdachtspunkt 90 identifiz iert, der ein Gefährdungsband von 15 Metern umfasst und bei der Planung einer Bebauung e ntsprechend berücksichtigt werden muss. Gemäß schriftlicher Auskunft des Amtes für öffentli che Ordnung (Amt 322/44) sind keine weiteren Maßnahmen, wie etwa eine Oberflächendetektion, erforderlich. Dies begründet sich dadurch, dass die geplante Wohnbebauung in einem Ab stand von über 20 Metern zum Verdachtspunkt realisiert werden soll. Auf einem Kartenauszug der Bezirksregierung Düsseld orf aus dem Jahr 2023 ist der Verdachtspunkt 89 nicht mehr existent. Laut 322/44 gilt grundsätzlich auch hier das 69/88 Gefährdungsband von 15m um den Verdachtspunkt 89. D er Verdachtspunkt 89 liegt außerhalb des Plangebietes und die Plangebäude sind >15m vom Verdachtspunkt entfernt. Laut Gutachterbüro Dr. Hemling & Gräfe gilt der Ver dachtspunkt 89 bereits als ausgeräumt, da dieser im Zuge des durchgeführten Bauvorhabens Bilderstöckchen 60 durch den KBD frei gegeben wurde. Die Koordinaten des Punktes befinden sich auf einer Gebäudeecke (Bilderstöckchen 60), das 2009 gebaut wurde. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Es würden sich bei Nichtdurchführung keine Änderungen ergeben. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Zur Realisierung der Wohnbebauung ist ein flächiger Bodenaustausch sowie Maßnahmen zur Baugrundverbesserung erforderlich. Der anfallende B odenaushub ist fachgerecht zu entsorgen. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Aufgrund der bekannten Methangaskonzentrationen im Deponiekörper wird bei Umsetzung des Bauvorhabens im Rahmen des Baugenehmigungsverfa hrens ein entsprechendes Gassicherungskonzept erstellt und umgesetzt. Aufgrund des Deponiekörpers ist eine Versickerung des Niederschlagswassers nicht zulässig. Begründet wird dies mit der Flächenversiegelung dur ch die Wohnbebauung und der daraus resultierenden zentrischeren Versickerung, die zu e iner Verlagerung der nachgewiesenen Stoffe führen könnte. Bewertung: Auf Grund der vorhandenen Altlast ist eine gezielte Versickerung nicht möglich. Durch die Planung von Vermeidungsmaßnahmen entstehen keine zu sätzlichen negativen Umweltauswirkungen. Aufgrund der historischen Nutzung des Planbereichs als Kiesgrube bis 1958 ist davon auszugehen, dass sich in diesem Gebiet keine Kampfm ittel mehr befinden. Die vollständige Auskiesung und anschließende Auffüllung lassen eine Ansammlung von Kampfmitteln als unwahrscheinlich erscheinen. Der Kampfmittelbeseiti gungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD) hat unter dem Aktenzeichen 353/08 entschieden, dass aufgrund der örtlichen Gegebenheiten keine weiteren Kampfmittelu ntersuchungen notwendig sind und verzichtet auf weitere Maßnahmen in diesem Zusammenhang. 6.5.12.3. Erschütterungen Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Bei der Planungsfläche handelt es sich um eine Grün- sowie Wohnsiedlungsfläche. Bau- und betriebsbedingte Erschütterungen sind nicht vorhanden. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante bleibt die Grünfläche mit angre nzendem Siedlungsrand ohne Bebauung erhalten. 70/88 Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Bei Umsetzung der Planung kommt es im Zuge der Erschließung und baulichen Nutzung der Fläche zu temporären Erschütterungen durch Maschine neinsatz (Bodenabtrag und -auftrag, Verdichtung etc.). Aufgrund der geplanten Ausweisung als Wohngebiet sind keine erheblichen und/oder dauerhaften Erschütterungen durch z.B. Produktionsmaschinen etc. zu erwarten. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Gesonderte Maßnahmen sind nicht erforderlich. Die V orgaben des Abstandserlasses NRW und der DIN 4150 werden bei der Umsetzung der Planung beachtet. Bewertung: Keine relevante Betroffenheit. Es sind keine erheblichen Auswirkungen anzunehmen. 6.5.12.4. sonstige Gesundheitsbelange / Risiken zum Beispiel Hochwasser, Magnetfeldbelastung, Störf allrisiko, Starkregen (Klimawandelfolgen) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Starkregen Auf dem Gebiet des Planareals befinden sich bei Bet rachtung der 30-200-jährlich (Starkregenindex 5-10) auftretenden Starkregenereig nissen keine besonders gefährdeten bzw. betroffenen Bereiche. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante würden sich keine Änderungen ergeben. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Durch die Versiegelung von Flächen und den Bau von Gebäuden und Tiefgaragen wird die Versickerung und der Abfluss von Niederschlagswasser bei Starkregenereignissen erheblich erschwert. Bei Starkregenereignissen wird die Rückhaltung und verzögerte Versickerung der Niederschläge über die belebten Bodenschichten, d. h. über die unversiegelten Vegetationsflächen, durch die im Rahmen der Planung initiierte Flächenversiegelung erschwert. Im Rahmen der Überflutungsprüfung nach DIN 1986-100 (Hemling & Gräfe 2024) wurden die online verfügbaren Starkregengefahrenkarten für die verschiedenen Starkregenereignisse der Stadtentwässerungsbetriebe Köln Aör abgerufen und a usgewertet. Die Auswertung der Starkregengefahrenkarte SRI 10 (200-jährig) ergab, dass im Bereich des Baufeldes in Teilbereichen eine mäßige Starkregengefährdung besteht. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Im Bereich der unterbauten Gebäudeflächen ist die Errichtung von Wasserretentionsboxen mit einem Fassungsvolumen von 121 m³ vorgesehen. Die Errichtung einer Regenwasserzisterne 71/88 mit einem Volumen von 17 m³ ermöglicht die Sammlung und Wiederverwendung des anfallenden Niederschlagswassers. Mit Hilfe der Festsetzung von Gebäudehöhen kann bei Starkregenereignissen ein schadloser Oberflächenabfluss des Niederschlagswassers gewährleistet werden. Vor allen Gebäudeeingängen sind die Außenanlagen so zu gestalten, dass ein Gefälle von den Gebäudeeingängen weg entsteht. Lüftungsschächte sind so anzuordnen, dass die Lüftungsöffnungen höher als das umgebende Gelände liegen. Um ein eintreten von Wasser in die Lichtschächte zu vermeiden, sind diese mindestens 3 cm über OKFF zu führen. Die geplante Tiefgarageneinfahrt wird entsprechend der Freianlagenplanung dreiseitig durch Mauern eingefasst. Um die Einfahrt über die Rampe z u vermeiden, ist das Gefälle vom Rampenkopf weg vorgesehen. Die Entwässerung der Tiefgaragenrampe erfolgt über eine Hebeanlage, die auf ein 100- jährliches Regenereignis ausgelegt ist. Ferner wird durch die extensive Dachbegrünung der Wohngebäude Niederschlag zurückgehalten. Bewertung: Auf die festgestellte mäßige Starkregengefährdung wurde in der Planung reagiert, indem die Höhe der geplanten Gebäude festgesetzt wurden und e ntsprechende Maßnahmen in der Planung eingeflossen sind. Die Starkregengefährdung wurde dadurch minimiert. Auf der Ebene der Baugenehmigung sind Maßnahmen zur Starkregenbeseitigung auf Grundlage der anzuwendenden Regelwerke im Rahmen de r Ausführungsplanung abschließend nachzuweisen. Mit Hilfe eines Überflut ungsnachweises konnte nachgewiesen werden, dass Starkregen schadlos auf dem eigenen Grundstück abgeleitet wird. Gesetzliches Überschwemmungsgebiet / Hochwasserschutzkonzept Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Planareal befindet sich nicht in einem gesetzlich festgesetzten Überschwemmungsgebiet. Bis zu einem 200-jährigen Hochwasser ist das Plange biet weder direkt noch bei einem Versagen der Hochwasserschutzeinrichtungen indirekt betroffen. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante würden sich keine Änderungen ergeben. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Der Belang Hochwasserrisiko ist auch nach Umsetzung der Planung nicht betroffen. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Es sind keine Maßnahmen zu treffen. Bewertung: 72/88 Das Plangebiet liegt nicht in einem gesetzlich fest gesetzten Überschwemmungsgebiet. Eine Betroffenheit kann daher ausgeschlossen werden. Störfallbetriebe Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Im Plangebiet oder unmittelbar angrenzend sind kein e Störfallbetriebsbereiche bekannt, die unter die Vorgaben der 12. Verordnung des Bundes-Im missionsschutzgesetz (Störfall- Verordnung, 12. BImSchV) fallen. Der Geltungsbereic h des Bebauungsplans liegt außerhalb von Achtungsabständen oder angemessenen Sicherheits abständen zu Betriebsbereichen gemäß Störfall-Verordnung (KABAS) /Seveso III-RL. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante würden sich keine Änderungen ergeben. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Der Belang Störfallbetriebe ist auch nach Umsetzung der Planung nicht betroffen. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Es sind keine Maßnahmen zu treffen. Bewertung: Keine relevante Betroffenheit. Es sind keine Auswirkungen anzunehmen. Elektromagnetische Felder (EMF) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Unmittelbar im Plangebiet oder an dieses angrenzend sind derzeit keine Quellen elektromagnetischer Strahlung bekannt. In ca. 200 m Entfernung befindet sich eine Mobilfun ksendeantenne mit der Standortbeschreibungs-Nr.: 4913654. Durch die Große Entfernung ist nicht mit einer Beeinträchtigung zu rechnen. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante würden sich keine Änderungen ergeben. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Für die Energieversorgung der geplanten Wohnbebauun g ist eine Trafostation erforderlich. Diese wird außerhalb des Geltungsbereichs im Bestan d, neben dem Gebäude Am Bilderstöckchen 62, installiert. Der vorgeschrieben e Mindestabstand von 5 m zur Bestandsfassade wird dabei eingehalten. Belange hin sichtlich elektromagnetischer Felder werden auch nach Realisierung der Planung nicht beeinträchtigt. 73/88 Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Es sind keine Maßnahmen zu treffen. Bewertung: Keine relevante Betroffenheit. Es sind keine Auswirkungen anzunehmen. Es sind keine weiteren Belange betroffen. 6.5.12.5. Besonnung/Belichtung Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Plangebiet und dessen Umgebung ist in seiner de rzeitigen Bestandssituation sonnenexponiert und wird allenfalls durch die vorha ndenen Gehölzbestände auf und unmittelbar angrenzend an den Geltungsbereich teilweise verschattet. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante bleiben die Belichtungsverhältnisse identisch. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Durch die mehrstöckige Wohnbebauung kann es zu eine r Verschattung der angrenzenden Grünflächen kommen. Die bestehende Bebauung der Straße Am Bilderstöckch en 62-64 befindet sich südlich der Neuplanung und ist somit von keiner Veränderung der Lichtverhältnisse betroffen. Die Hausnummern Am Bilderstöckchen 66 bis 68 / Ecke Escher Straße könnten aufgrund ihrer bis zu siebengeschossigen Bebauung eine geringfügige Ve rschattung in der Mittagszeit verursachen. Eine Verschattung durch die geplante Bebauung ist ausgeschlossen. Die nordöstlich gelegene Bebauung an der Vogesenstr aße wird durch die viergeschossige Bebauung im Nordosten voraussichtlich nicht oder nu r geringfügig verschattet. Auf die Erstellung eines Besonnungsgutachtens konnte daher verzichtet werden. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Es sind keine Maßnahmen zu ergreifen. Bewertung: Durch die Realisierung der Wohnbebauung lässt sich keine erhebliche Verschlechterung der Belichtung herleiten. 6.5.13. Kultur- und sonstige Sachgüter (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 d BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Basierend auf einer Abfrage der Kölner Denkmalliste sind keine sich auf dem Plangebiet 74/88 befindlichen Denkmäler eingetragen. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante ändert sich dieses Belangen nicht. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Bei Durchführung der Planung sind keine Änderungen der Belange zu erwarten. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Es sind keine Maßnahmen zu ergreifen. Bewertung: Durch die Realisierung der Wohnbebauung lässt sich keine erhebliche Veränderung hinsichtlich Kultur- und sonstiger Sachgüter herleiten. 6.5.14. Vermeidung von Emissionen (insbesondere Licht, Gerüche, Strahlung, Wärme), sachgerechter Umgang mit Abfällen und Abwässern (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 e BauGB) Eine Abstrahlung von erheblichen Wärme- oder Strahlungsemissionen (v. a. Lichtemissionen) bzw. Gerüche wird mit der Umsetzung der Planung nicht einhergehen. Da das Plangebiet über keine weitreichenden Blickbeziehungen in sensible L andschaftsbereiche verfügt, sind Festsetzungen zur Vermeidung von Lichtemissionen ni cht erforderlich. Der sachgerechte Umgang mit entstehenden Abfällen und Abwässern ist durch Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften sichergestellt und es bed arf diesbezüglich keiner gesonderten Regelung im Rahmen der Bauleitplanung. 6.5.15. Nutzung erneuerbarer Energien/ sparsame und effiziente Nutzung von Energie (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 f BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Informationen über die Nutzung erneuerbarer Energie n oder sparsamer und effizienter Nutzung von Energie liegen für den Bestand nicht vor. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): Bei Nichtdurchführung der Planung sind keine Änderu ngen der Belange zu erwarten. Neue Gebäude sind entsprechend der aktuellen energetischen Gesetze zu errichten. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Durch die Arrondierung des Wohngebietes Am Bilderst öckchen ist zukünftig mit einem erhöhten Energiebedarf zu rechnen. Gemäß den Vorgaben der Klimaschutzleitlinien der Stadt Köln wurde die Nutzung erneuerbarer Energien in die Planung integriert. Hierzu zählen der Einsatz von Photovoltaikanlagen sowie Wärmepumpen. Hinsichtlich der Nutzungsart steht derzeit noch nicht fest, ob es sich hierbei um Wass er-Wasser-Wärmepumpen oder Luft- 75/88 Wasser-Wärmepumpen handeln wird. Die Gebäude sind als Effizienzhäuser 40 EE geplant. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Um den Klimaschutzkriterien der Klimaschutzleitlini en der Stadt Köln Rechnung zu tragen, sind im Plangebiet für das WA Neu Maßnahmen zur Nut zung erneuerbarer Energien vorgesehen. Geplant ist eine zentrale Energiegewinnung mittels Luftwärmepumpe für alle Gebäude des WA Neu. Für diese Heizzentrale werden zwei Flächen im Plangebiet festgesetzt. Ergänzend sind auf allen neu zu errichtenden Gebäud en des WA Neu Photovoltaikanlagen vorgesehen, die jeweils auf extensiv begrünten Dachflächen installiert werden. In Verbindung mit einer teilweisen Fassadenbegrünung trägt die Da chbegrünung zu einer effizienteren energetischen Versorgung der Wohngebäude bei. Bewertung: Unter Einhaltung der Klimaschutzleitlinien der Stad t Köln, wird dem Umweltbelang „Nutzung erneuerbarer Energien/ sparsame und effiziente Nutzung von Energie“ Rechnung getragen. 6.5.16. Darstellungen von Landschaftsplänen und sonstigen Plänen, insbesondere des Wasser-, Abfall-, Immissionsschutzrechtes (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 g BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Der nördliche Teil des Plangebietes, der sich als ö ffentlich zugängliche Grünfläche darstellt, liegt im räumlichen Geltungsbereich des Landschaftsplanes der Stadt Köln (siehe Blatt 6 des Planes). Für diesen Teil des Plangebiets ist im Landschaftsp lan die Schutzfestsetzung L 10 Landschaftsschutzgebiet (§ 21 LG) festgesetzt. Der Landschaftsplan stellt für Teilflächen des Plan gebietes folgende Entwicklungsziele fest (siehe Kapitel 4.3): • EZ 4 Anreicherung der Landschaft mit natürlichen L andschaftselementen unter Berücksichtigung bauleitplanerischer Vorhaben (nord westlicher Teilbereich der Grünfläche) • EZ 6 Ausstattung der Landschaft für Zwecke des Imm issionsschutzes oder zur Verbesserung des Klimas (gesamter Planbereich) • EZ 8 Zeitlich begrenzte Erhaltung bis zur Realisie rung der Bauleitplanung (Nordöstlicher Teilbereich der Grünfläche) Im Planbereich selbst sind darüber hinaus keine Ent wicklungsmaßnahmen festgesetzt worden. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante bleibt der Änderungsbereich in seiner Nutzung als Grünfläche und Wohnbaufläche erhalten. Die Darstellungen des Lands chaftsplanes werden weiterhin eingehalten. 76/88 Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Gemäß § 20 Landesnaturschutzgesetz NRW treten bei d er Aufstellung, Änderung und Ergänzung eines Bebauungsplanes im Geltungsbereich eines Landschaftsplanes widersprechende Darstellungen und Festsetzungen des Landschaftsplanes mit dem Inkrafttreten des entsprechenden Bebauungsplanes au ßer Kraft, soweit der Träger der Landschaftsplanung im Beteiligungsverfahren des ent sprechenden Bauleitplanänderungsverfahrens nicht widersprochen hat. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Die durch die Umsetzung des Bebauungsplanes entstehenden Eingriffe in den Naturhaushalt werden im Rahmen eines landschaftspflegerischen Fac hbeitrags ermittelt und fachgerecht ausgeglichen. Es sind externe Kompensationsmaßnahme n außerhalb des betroffenen Landschaftsschutzgebietes vorgesehen. Hierzu sollen externe Ausgleichsflächen im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 66389/03; " Rondorf Nord-West" in Köln-Rondorf in Anspruch genommen werden (s. Kapitel 6.5.20). Bewertung: Die Überlagerung eines bestehenden Landschaftsschut zgebietes mit Wohnbauflächen stellt eine Beeinträchtigung dar. Aufgrund der geringen Flächenausdehnung, der Vorbelastung der Fläche und unter Berücksichtigung der im Landschaftsplan festgelegten Entwicklungsziele EZ 4 und EZ 8 wird diese als negativ aber nicht als erhebliche Umweltauswirkung bewertet. Darstellungen anderer Fachplanungen, insbesondere d es Wasser-, Abfall- und Immissionsschutzrechts liegen für das Plangebiet nicht vor. 6.5.17. Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Gebieten, in denen die durch Rechts- verordnung zur Erfüllung von bindenden Beschlüssen der Europäischen Gemeinschaft festgelegten Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 h BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Plangebiet liegt außerhalb entsprechender Gebiete. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante bleibt das Gebiet in seiner der zeitigen Nutzung als Grünfläche und Wohnbaufläche ohne Veränderung der Luftqualität. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Durch die Bebauung ergeben sich im Planfall zusätzliche Beeinträchtigungen der Luftqualität durch siedlungs- und verkehrstypische Emissionen. D er hier behandelte Umweltbelang ist davon nicht betroffen. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: 77/88 Es sind keine gesonderten Maßnahmen erforderlich. Bewertung: Die Belange werden von der Planung nicht betroffen. 6.5.18. Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Belangen des Umweltschutzes nach den Buchstaben a bis d des § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB - Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, biologische Vielfalt, Natura 2000-Gebie te, Mensch, Gesundheit und Bevölkerung, Kultur- und Sachgüter (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 i BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Plangebiet liegt anteilig im Bereich eines Freiraumes, der von der Wohnbevölkerung zur Naherholung genutzt wird und dem Siedlungsdruck unterliegt. Die natürlichen Wirkungsgefüge und Wechselwirkungen der naturraumbezogenen Schutzg üter Boden, Wasser, Klima, Pflanzen und Tiere, biologische Vielfalt einerseits und Mensch, Gesundheit andererseits sind daher in ihrer Ausprägung anthropogen bestimmt bzw. überformt. Die biologische Vielfalt des Gebietes ist nutzungsb edingt stark eingeschränkt, weist aber aufgrund des vorhandenen Gehölzbestandes einen hohen Wert für die heimische Tierwelt auf. Natura 2000-Gebiete sind im Plangebiet nicht vorhanden. Kultur- und Sachgüter sind auf der betroffenen Fläche nicht vorhanden. Umweltzustand bei Nichtdurchführung der Planung (Nullvariante): In der Nullvariante bleiben die durch den Grünzug g eprägten Wechselwirkungen der genannten Faktoren erhalten. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Mit der Umsetzung der Wohnbauflächen werden Flächen versiegelt und Vegetationsbestände entnommen, dies verhindert eine ungestörte Wechselw irkung zwischen Pflanze-Tier und Pflanze-Boden, Boden-Wasser, Klima-Boden-Wasser. In der Planvariante werden die bei Umsetzung des Be bauungsplanverfahrens baulich beanspruchten und vollständig versiegelten Flächen hinsichtlich des Boden- und Wasserhaushaltes sowie der Vegetationseignung volls tändig entwertet. Sie verlieren damit auch weitgehend ihre Funktion als Lebensraum für Tiere. Im Bereich der gärtnerisch genutzten Teilflächen der Wohngrundstücke verbleibt ein stark durch menschliche Nutzung geprägtes Wirkungsgefüge. Kultur- und Sachgüter sind von der Umsetzung der Planung nicht betroffen. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umweltauswirkungen: Die für die einzelnen Schutzgüter zu benennenden Ma ßnahmen dienen insgesamt auch der Sicherung der Funktionsfähigkeit des Wirkungsgefüge s und der Wechselwirkungen. Insbesondere die aufgeführten Maßnahmen zur Grünges taltung, zur Begrünung von Freiflächen und zur Regenwasserbewirtschaftung mit ortsnaher Versickerung und Regenwassernutzung durch Zisternen sowie die extern en Ausgleichsmaßnahmen sind förderlich. Aspekte der Wohnqualität und Naherholun g werden in der begleitenden Grünordnungsplanung berücksichtigt. Bewertung: 78/88 Durch die Umsetzung des Bebauungsplanes ergeben sich auch im Plangebiet Veränderungen der Wechselwirkungen zwischen den genannten Faktore n, die sich teilweise negativ auswirken. Durch die Umsetzung von Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen verbleiben keine nachhaltigen Beeinträchtigungen der Wechselwi rkungen, die mit erheblich negativen Auswirkungen auf den Naturhaushalt verbunden sind. 6.5.19. Anfälligkeit für die Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastrophen auf die Belange des Umweltschutzes nach den Buchstaben a bis d und i des § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB - Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasse r, Luft, Klima, Landschaft, biologische Vielfalt, Natura 2000-Gebiete, Mensch, Gesundheit und Bevölkerung, Kultur- und Sachgüter, Wechselwirkungen (§ 1 Absatz 6 Nummer 7 j BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Das Stadtgebiet Köln liegt in der Erdbebenzone 1 ge mäß DIN EN 1998-1/NA (2011). Dort werden vier Zonen - 0 bis 4 - zur Erdbebengefährdung ausgewiesen. Demnach können in Köln leichte Erdbeben auftreten mit der Folge von leichten Beschädigungen an Gebäuden. Sonstige schwere Unfälle oder (Natur-)Katastrophen sind für das Plangebiet als sehr unwahrscheinlich anzunehmen. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Die Neubebauung im Plangebiet erfolgt unter Berücks ichtigung der Hinweise der DIN EN 1998-1/NA (2011). Der Anteil der sensiblen Wohnnutz ung im Plangebiet wird erhöht. Die Anforderungen an die Rettungswege und die Zugänglichkeit der Gebäude für Rettungskräfte werden berücksichtigt. Insofern wird die geringe An fälligkeit des Plangebietes für schwere Unfälle oder Katastrophen nicht erhöht. Dies gilt auch für die Umweltbelange Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, bio logische Vielfalt, Natura 2000-Gebiete, Kultur- und Sachgüter sowie Wechselwirkungen. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umwelt- auswirkungen: Solche Maßnahmen sind nicht erforderlich. Bewertung: Mit Ausnahme leichter Erdbeben sind sonstige schwer e Unfälle oder Katastrophen für das Plangebiet als sehr unwahrscheinlich anzunehmen. Nach Umsetzung der Planung erhöht sich die geringe Anfälligkeit des Plangebietes für schwere Unfälle oder Katastrophen nicht. 6.5.20. Eingriffsregelung (§ 1a Abs. 3 BauGB) Bestand (derzeitiger Umweltzustand): Für die ausgleichspflichtige Eingriffsfläche wird d ie baurechtliche Zulässigkeit als Bestandswert angesetzt, auch wenn der Bestand in der Realität vom baurechtlichen Bestand abweicht. Eingriffe in Natur und Landschaft mit gle ichem oder höherem Planungsbiotopwert als der Biotopwert des baurechtlichen Bestandes lös en nach § 1a Abs. 3 BauGB keine Ausgleichspflicht aus. Etwa die Hälfte des derzeitigen Bestandes setzt sic h aus bestehender Wohnbebauung 79/88 zusammen, die dem Innenbereich nach §§ 30 und 34 Ba uGB zuzuordnen ist, während die ergänzende Wohnbebauung eine nach § 35 BauGB zu beurteilende Fläche überlagert, die im FNP als Grünfläche dargestellt ist. Nach Aussage de s Bauaufsichtsamtes der Stadt Köln ist diese Teilfläche eindeutig dem Außenbereich nach § 35 BauGB zuzuordnen. Somit ist die gesetzliche Eingriffsregelung auf die derzeitige Nu tzung als Grünfläche anzuwenden. Der ausgleichspflichtige Eingriffsbereich ist der Darst ellung im VBP zu entnehmen. Der Bestandswert im ausgleichpflichtigen Eingriffsbereich beträgt 64.172 Punkte. Prognose Umweltzustand nach Durchführung der Planung: Für den bereits festgestellten Bestandswert von ins gesamt 64.172 BWP der ausgleichpflichtigen Eingriffsfläche besteht eine Ausgleichspflicht von insgesamt 35.056 BWP. Vermeidungs-/Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen er heblicher nachteiliger Umwelt- auswirkungen: Um den Biotopwertverlust möglichst gering zu halten, werden Maßnahmen wie landschaftliche Einbindung des Gebiets und innere sowie randliche D urchgrünung mit geeigneten Vegetationsstrukturen sowie eine Minderung von Flächenversiegelung angesetzt (siehe auch Grünmaßnahmen unter 6.5.2). Bewertung: Gemäß Tabelle 3 beträgt der Eingriffswert im derzei tigen Planzustand 35.056 negative Biotopwertpunkte. Das Vorhaben führt somit zu einer Verschlechterung des Biotopwertes im Plangebiet. Die zur Kompensation dieses Wertes erforderlichen Ausgleichsflächen bzw. Biotopwertpunkte könnten können durch Umsetzung von externen Ausglei chsmaßnahmen im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nummer 66389/03 „Rondorf-Nord-W est“ in Köln-Rondorf abgelöst werden. Die externen Ausgleichsmaßnahmen erfolgen a uf einer Teilfläche der Gemarkung Rondorf-Land, der Flur 7, des Flurstücks 308. Zur K ompensation der benötigten BWP würde eine Flächengröße von etwa 3.187 m² der Gesamtmaßna hme in Anspruch genommen werden. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die exter nen Kompensationsmaßnahmen keinen räumlichen Bezug aufweisen und somit keine lokale Kompensationswirkung entfalten. Tabelle 3: Bilanz zur Eingriffsregelung – Eingriffswert Fläche (m²) Gesamtwert (P) Bestandswert gesamter Planbereich 9.441 76.519 Planwert gesamter Planbereich 9.441 36.142 A Bestandwert ausgleichspflichtiger Eingriffsbereich 5.368 64.172 B Planwert ausgleichspflichtiger Eingriffsbereich 5.368 21.565 Eingriffswert (A-B): 42.607 Davon ausgleichspflichtig gem. LFB/GOP 42.607 80/88 Tabelle 4: Bilanz zur Eingriffsregelung – Ausgleichswert Gesamtwert (P) C Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen außerhalb des ausgleichspflichtigen Eingriffsbereiches innerhalb des Plangebiets - - D Ausgleichsmaßnahmen außerhalb des Plangebiets in Köln-Rondorf Umwandlung von landwirtschaftlich genutzten Flächen in Glatthaferwiesen auf 3.187 m² 35.056 Ausgleichswert (C-D): 35.056 Bilanz zur Eingriffsregelung – Bilanzierung Bilanz (Eingriffswert- Ausgleichswert) = 0 BWP 100 % *Bilanz = 0 Es wird ein vollständiger Ausgleich erz ielt (100%). 6.5.21. Kumulierung mit den Auswirkungen von Vorhaben benachbarter Plangebiete (Anlage 1 zum BauGB, 2. b) ff) Kumulierende Auswirkungen ergeben sich aus der Durc hführung und dem Betrieb eines Vorhabens in Verbindung mit den Auswirkungen benach barter Vorhaben. Denn die Umweltauswirkungen benachbarter Vorhaben können daz u führen, dass die Erheblichkeitsschwelle überschritten wird, auch wen n die einzelnen Vorhaben für sich betrachtet keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen haben. Derzeit sind keine weiteren Bauleitplanverfahren au f den unmittelbar angrenzenden Flächen bekannt. Kumulierungen mit der baulichen Nutzung der bereits dargestellten Wohnbaufläche sind daher nicht zu erwarten. 6.5.22. eingesetzte Stoffe und Techniken (Anlage 1 zum BauGB, 2. b) hh) Bei der Umsetzung der Planung sind weder durch den Bau noch durch den Betrieb des Vorhabens erhebliche Auswirkungen durch die eingese tzten Techniken und Stoffe zu erwarten. Die Auswirkungen durch den Baustellenbetr ieb können bei Gewährleistung einer optimalen Entsorgung der Bau- und Betriebsstoffe, e ines sachgerechten Umgangs mit Ölen und Kraftstoffen, einer regelmäßigen Wartung der Ba ufahrzeuge sowie einer ordnungsgemäßen Lagerung wassergefährdender Stoffe als unerheblich eingestuft werden. Auch durch den Betrieb der durch den Bebauungsplan ermöglichten Vorhaben sind bei sachgerechtem Umgang mit umweltgefährdenden Stoffen keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten. 6.5.23. In Betracht kommende anderweitige Planungsmöglichkeiten (Alternativen) und die Angabe für die wesentlichen Gründe für die getroffene Wahl (Anlage 1 zum BauGB, 2. d) 81/88 Alternative Planungsmöglichkeiten, die die eingangs genannten Planungsziele einer Siedlungserweiterung ermöglichen, bestehen nicht. D as Plangebiet schließt unmittelbar nördlich und westlich an bereits im bestehenden Flä chennutzungsplan als Wohnbauflächen dargestellte Flächen an. Mit der Inanspruchnahme di eser Fläche kann dem Bedarf an zusätzlichen Wohnbauflächen entsprochen werden. Dab ei wird die Grenze des Landschaftsschutzgebietes an den neuen Verlauf der Wohnbaufläche angepasst. C Zusätzliche Angaben 6.6. Technische Verfahren bei der Umweltprüfung bez iehungsweise Hinweise auf Schwierigkeiten bei der Zusammenstellung der Angaben Konkrete Schwierigkeiten bei der Ermittlung und Zus ammenstellung der Daten sind nicht aufgetreten. Allerdings beruhen verschiedene Angabe n auf allgemeinen Annahmen oder großräumigen Daten (z. B. Klimadaten) mit entsprechenden kleinräumigen Unschärfen. Für die Ermittlung und Bewertung der erheblichen Um weltauswirkungen der Planung in der vorliegenden Form stellen die zusammengestellten Da ten jedoch eine ausreichende Grundlage dar. 6.7. Geplante Maßnahmen zur Überwachung der erhebli chen Auswirkungen (Monitoring) Die Prognosen im Rahmen der Umweltprüfung zu den Au swirkungen der geplanten Bebauungsplan-Aufstellung sind ausreichend belastba r, sodass keine Maßnahmen zur Überwachung erheblicher Auswirkungen erforderlich sind. 6.8. Zusammenfassung Der Bebauungsplan sieht in der Flur 6 der Gemarkung Longerich die planungsrechtliche Sicherung von allgemeinen Wohngebieten sowie einer öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung Spielplatz vor, in deren Rahmen die Umwandlung einer 0,5 ha großen öffentlich zugänglichen Grünfläche in eine entsprec hende Wohnbaufläche erfolgt. Die geplante Bebauung ist als "Hinterlandbebauung" zur bestehenden Wohnbebauung vorgesehen. Die Umweltauswirkungen der Umsetzung der Planung au f die Schutzgüter Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima und das Wirkungs gefüge zwischen ihnen sowie die Landschaft und die biologische Vielfalt, die Erhaltungsziele und den Schutzzweck der Natura 2000-Gebiete, die umweltbezogenen Auswirkungen auf den Menschen und seine Gesundheit sowie die Bevölkerung insgesamt, die umweltbezogene n Auswirkungen auf Kultur- und sonstige Sachgüter, die Vermeidung von Emissionen s owie der sachgerechte Umgang mit Abfällen und Abwässern, die Nutzung erneuerbarer En ergien sowie die sparsame Nutzung von Energie, Die Darstellungen der Landschaftspläne sowie anderer Pläne, insbesondere des Wasser-, Abfall- und Immissionsschutzrechts, die Er haltung der bestmöglichen Luftqualität, die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Belangen des Umweltschutzes, die Anfälligkeit gegenüber schweren Unfällen oder Katastrophen, die Kumulierung mit Auswirkungen von Vorhaben benachbarter Plangebiete, die Auswirkungen auf das Klima und die Anfälligkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels wurden beschr ieben und hinsichtlich ihrer Betroffenheit bewertet. Hierzu wurden entsprechende Bestandsaufnahmen und Recherchen durchgeführt. 82/88 Nullvariante: Bei Nichtdurchführung der Planung würden voraussich tlich die vorhandenen Nutzungen als Grünfläche und Wohnbaufläche in ihren Nutzungen erhalten bleiben. Tiere : Im Sommer 2023 wurde im Plangebiet des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes und in der näheren Umgebung der Bestand der vorkommenden Avi- und Fledermausfauna erfasst. Im Rahmen der Untersuchung konnten keine in NRW planungsrelevanten Arten mit Brutrevier festgestellt werden. Im Rahmen der Untersuchung wurden keine Fledermausa ktivitäten festgestellt. Mögliche Baumhöhlen, die als Quartier dienen könnten, wurden im Rahmen der Kartierungen innerhalb des Plangebiets nicht vorgefunden. Im Bereich der geplanten Grünflächen ist eine Besie dlung durch Vogelarten der Siedlungen und Halboffenlandschaften sowie eine Nutzung der Gehölzstrukturen als Nahrungshabitat und Leitstruktur für heimische Fledermausarten zu erwarten. Das Vorkommen der Haselmaus konnte durch die Ausbri ngung und Kontrolle von 10 künstlichen Niströhren nicht bestätigt werden. Pauschal geschützte Flächen nach § 30 BNatSchG oder § 62 LG NRW sind nicht vorhanden. Gemäß der Artenschutzprüfung Stufe II ist das Eintr eten vorhabenbedingter Verbotstatbestände gemäß § 44 Abs. 1 Nr. 1-3 i.V.m. Abs. 5 BNatSchG für die im Wirkraum relevanten besonders geschützten Arten bei Umsetzun g des Bebauungsplanes durch nachfolgende Bauvorhaben ausgeschlossen werden, sof ern entsprechende Vermeidungsmaßnahmen umgesetzt werden. Pflanzen : Die geplante Wohnbaufläche überdeckt nahezu flächen deckend einen derzeit dichten Gehölzbestand. Insgesamt kommt der bestehenden Grün fläche aufgrund seiner Biotopstruktur und unter Berücksichtigung der Vorbe lastungen im Naturraum eine aktuelle Bedeutung für den regionalen Arten- und Biotopschutz zu. Fläche : Durch die Planvariante werden größere Teilflächen d es Gebietes als Lebensraum für Tiere und Pflanzen beseitigt bzw. in Form von Überbauung und Versiegelung stark beeinträchtigt. Boden : Die natürlichen Bodenverhältnisse im Änderungsberei ch sind durch die Vornutzung als Kiesgrube bereits anthropogen vollständig überformt und nachhaltig gestört. Wasser : Oberflächenwasser : Im Plangebiet sind keine natürlichen Oberflächengewässer vorhanden. In der Planvariante kommt es durch die Wohnbebauung zu einer großflächigen Versiegelung und damit zu erheblichen Eingriffen in den Wasserha ushalt (Verhinderung der Versickerung, erhöhter und beschleunigter Oberflächenwasserabflus s). Aufgrund des vorhandenen 83/88 Deponiekörpers ist die Versickerung von Oberflächen wasser nicht zulässig und muss stattdessen über das Mischwasserkanalsystem abgeleitet werden. Im Bebauungsplanverfahren werden geeignete Minderungsmaßnahmen (Maß der Bebauung, Dachbegrünung, Grünflächenanteil) festgesetzt. Im E xtremfall kann das Oberflächenwasser in die nördlich angrenzende Grünfläche abfließen. Grundwasser : Das Plangebiet liegt im hydrogeologischen Teilraum „Terrassenebenen von Rhein und Maas“. Grundwasserführende Schichten wurden im Plangebiet nicht festgestellt. Der Grundwasserkörper „Terrassen des Rheins“ wird h insichtlich des mengenmäßigen Zustands als schlecht und hinsichtlich des chemischen Zustands als unbefriedigend bewertet. Es handelt sich um einen Porengrundwasserleiter in tertiären und quartären Sedimenten. Die Durchlässigkeit ist hoch. Daraus resultiert eine ho he Empfindlichkeit des Grundwassers gegenüber Schadstoffeinträgen. Es bestehen jedoch k eine Bedenken hinsichtlich der menschlichen Gesundheit. Das Planareal liegt außerhalb von ausgewiesenen Wasserschutzgebieten. In der Planvariante kommt es auf Teilflächen des Ge bietes zu erheblichen Eingriffen in den Wasserhaushalt durch Versiegelung (teilflächige Verhinderung der Versickerung, erhöhter und beschleunigter Oberflächenwasserabfluss, lokal Verringerung der Grundwasserneubildung). Im Bebauungsplanverfahren werden geeignete Minderun gsmaßnahmen (Maß der baulichen Nutzung, Dachbegrünung) festgesetzt. Klima und Luft : Insgesamt handelt es sich bei dem Plangebiet um eine klimaaktive Grünfläche, die zusammen mit den umliegenden Freiflächen eine hohe Bedeutung für die klimatische und lufthygienische Situation in Köln-Bilderstöckchen hat. Im Planfall gehen die derzeit unbebauten Flächen fü r die Kalt- und Frischluftproduktion verloren. Darüber hinaus belasten siedlungsbedingte Emissionen (Hausbrand und Kfz- Abgase) die Frischluft. Die im B-Planverfahren vorgesehene Durchgrünung der Wohnsiedlung mindert die Auswirkungen auf die stadtklimatischen Verhältnisse. Die stadtklimatische Funktion der verbleibenden Grünflächen sowie die lufthygienische Situation werden durch die Planung nicht erheblich beeinträchtigt. Wirkungsgefüge zwischen Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, L uft, Klima : Das Plangebiet unterliegt einer extensiven anthropo genen Nutzung. Die natürlichen Wirkungsgefüge und Wechselwirkungen der naturraumbe zogenen Schutzgüter Boden, Wasser, Klima, Pflanzen und Tiere sind daher in ihrer Wirkung überformt. Die im Bebauungsplanverfahren für die einzelnen Schutzgüter zu erarbeitenden Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen dienen auch in der Planvari ante insgesamt der Sicherung der Funktionsfähigkeit des Wirkungsgefüges und der Wech selwirkungen. Es verbleiben keine nachhaltigen Beeinträchtigungen, die die Funktionsf ähigkeit des Naturhaushaltes im Plangebiet gefährden. Landschaft : Der nördliche Teil des Planareals ist eine als Grün fläche genutzte Fläche, bestehend aus 84/88 Scherrasen und Gehölzflächen im Anschluss an Wohngebiete. Im Westen und Norden schließen sich weitere Grünflä chen an, im Osten und Süden die bestehenden Wohngebiete. Die Darstellung und Ausweisung einer Wohnbaufläche stellt eine Hinterlandbebauung des bestehenden Siedlungsrandes dar. Die gehölzreichen Vegetationsflächen werden durch Gebäude und deren Zufahrten überprägt. Durch minder nde Maßnahmen der inneren Durch- und Randeingrünung wird eine naturnahe Einbindung in die Landschaft erreicht. Durch Festsetzungen und Regelungen zur Gestaltung d er Nebenanlagen wird eine ortsbildverträgliche Gestaltung des Wohngebietes gewährleistet. Biologische Vielfalt : Durch die Umsetzung der Wohnbebauung gehen Gehölzst rukturen mit Bedeutung für die lokale Artenausstattung verloren. Der Wegfall diese r Flächen wird im Rahmen der Eingriffs- Ausgleichsbilanzierung durch externe Maßnahmen kompensiert. Erhaltungsziele und Schutzzweck der Natura 2000-Geb iete (Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung/europäische Vogelschutzgebiete): Der Umweltbelang ist nicht betroffen. Mensch, Gesundheit, Bevölkerung Lärm : Aufgrund der bereits bestehenden angrenzenden Wohnbebauung entlang der östlichen sowie südlichen Plangebietsgrenze ist nur mit einer gerin gen Zunahme der Lärmbelastung im Änderungsbereich zu rechnen. Die Auswirkungen des Bebauungsplans sind daher als gering einzustufen. Altlasten : Für das Bauvorhaben ist ein entsprechendes Gassicherungskonzept der Gebäude sowie ein Konzept für den Bodenaustausch im Bereich der verbl eibenden Freiflächen zu erstellen. Der Umweltbelang ist weiterhin nicht maßgebend betroffen. Erschütterungen : Der Umweltbelang ist nicht betroffen. sonstige Gesundheitsbelange / Risiken : Der Umweltbelang ist nicht betroffen. Besonnung/Belichtung : Durch die Realisierung einer Wohnbebauung lässt sich keine erhebliche Verschlechterung der Belichtung herleiten. Kultur- und sonstige Sachgüter : Der Umweltbelang ist nicht betroffen. 85/88 Vermeidung von Emissionen (insbesondere Licht, Gerüche, Strahlung, Wärme), sachgerechter Umgang mit Abfällen und Abwässern : Die Umsetzung des Vorhabens ist nicht mit Emissione n verbunden, die einer besonderen Berücksichtigung im Rahmen der Bauleitplanung bedürfen. Nutzung erneuerbarer Energien / sparsame und effiziente Nutzung von Energie : Die geplanten Gebäude werden mit Photovoltaik-Anlag en sowie Fassaden- und Dachbegrünung ausgestattet. Darstellungen von Landschaftsplänen und sonstigen P länen, insbesondere des Wasser-, Abfall-, Immissionsschutzrechtes : Der nördliche Teil des Plangebietes, der sich als ö ffentlich zugängliche Grünfläche darstellt, liegt im räumlichen Geltungsbereich des Landschafts planes der Stadt Köln, der hier die Schutzfestsetzung L 10 Landschaftsschutzgebiet (§ 21 LG) trifft. Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität in Gebieten, in denen die durch Rechtsverordnung zur Erfüllung von bindenden Beschlüssen der Europäischen Gemeinschaft festgelegten Immissionsgrenzwerte nicht überschritten werden. Nach dem aktuellen Luftreinhalteplan Köln 2019 lieg t das Änderungsgebiet innerhalb der Grenzen der Umweltzone. Wechselwirkungen : Die Planung wirkt sich besonders im Teil der Bestan dsgrünfläche deutlich auf die Wechselwirkung zwischen den Schutzbelangen aus. Anfälligkeit für die Auswirkungen schwerer Unfälle und Katastrophen : Der Umweltbelang ist nicht betroffen. Eingriffsregelung : Die Beschreibung und Begründung des Eingriffs in Na tur und Landschaft, die Ableitung des daraus resultierenden Handlungsbedarfs und die Entw icklung konkreter Planungsinhalte in Form von Maßnahmen, Festsetzungen oder Regelungen i n einem städtebaulichen Vertrag etc. erfolgt im Rahmen eines Landschaftspflegerisch en Fachbeitrags auf der Ebene des Bebauungsplans. Die entstehenden Eingriffe werden durch Vermeidungs -, Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen im Plangebiet sowie auf externen Flächen kompensiert. Es verbleiben keine erheblichen und nachhaltigen Beeinträchtigung en. Der Eingriff wird vollständig kompensiert. Die externen Ausgleichsmaßnahmen stehe n jedoch in keinem räumlich funktionalen Zusammenhang mit dem Projektgebiet. Kumulierung mit den Auswirkungen von Vorhaben benac hbarter Plangebiete, eingesetzte Stoffe und Techniken, Alternativen, Monitoring (falls erforderlich): Es sind keine Kumulierungen zu erwarten. 86/88 6.9. Referenzliste der Quellen Im Rahmen des Planverfahrens wurden folgende Gutachten erstellt: - ADU cologne, Institut für Immissionsschutz GmbH ( 31.05.2024) – Schalltechnische Untersuchung - ADU cologne, Institut für Immissionsschutz GmbH ( 22.03.2024) – Schalltechnische Untersuchung zum Nachbarschaftslärm - ADU cologne, Institut für Immissionsschutz GmbH ( 08.03.2024) – Schalltechnische Untersuchung zum Lärmschutz an der geplanten öffentlichen Spielplatzfläche - BERNARD Gruppe zT GmbH (21.10.2024) – Verkehrsunt ersuchung und Mobilitätskonzept - Helmert & Bongartz GmbH, Gesellschaft für Ingenie urplanung, Tiefbau und Umwelt (30.04.2024) – Überflutungsprüfung - iMA cologne GmbH (21.02.2024) – Luftschadstoffpro gnose - Ingenieurteam Dr. Hemling & Gräfe GmbH (07.05.202 4) – Nutzungsbezogene Gefährdungsabschätzung - Kölner Büro für Faunistik (03.11.2023/Juni 2024) – Artenschutzprüfung (ASP), Stufe II - studio grüngrau, Landschaftsarchitektur GmbH (21. 10.2024) – Grünordnungsplan (GOP) Weitere Quellen: • Bezirksregierung Köln: Wasserschutzgebiete in Köln , eigene kartographische Darstellung, Köln, o. J.; • Geologischer Dienst NW: Bodenkarte 1:50.000, Krefe ld, o. J.; • Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW: Auszug aus der Planungshinweiskarte „Zukünftige Wärmebelastung“ au s: Klimawandelgerechte Metropole Köln, Abschlussbericht, LANUV Fachbericht Nr. 50, Recklinghausen, 2013; • LANUV NRW: Kartografische Abbildung von Betriebsbe reichen und Anlagen nach Störfall-Verordnung (KABAS); • Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, elwas web: Grundwasserdaten, Düsseldorf, abgerufen am 22.04.2024; • Stadt Köln: Altlastenkataster, Köln, 2023; • Stadt Köln: Karte Hochwasser Risikogebiet und gese tzliches Überschwemmungsgebiet des Rheines Herausgeber: Land esamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen; • Stadt Köln: Landschaftsplan, Stand: 27.07.2018; • Stadt Köln: Überflutungshöhen bei verschiedenen St arkregenereignissen, aus StEB AÖR, Köln, abgerufen am 08.11.2023; • Dlubal Software (2024): Erdbebenzonen - https://www.dlubal.com/de/lastzonen/erdbeben-en-1998-1-din-en-1998- 1.html?srsltid=AfmBOooxnYGhnsTSnZWaBNir8pdz9STQ5rxHT8X2KLZZ0Sx3dY1F OwxE#center=50.80142645563874,7.979901437796162&zoom=9&marker=52.5219 18,13.413215 [zuletzt zugegriffen am 21.10.2024]; • Bezirksregierung Köln (2021): Luftreinhalteplan - https://www.bezreg- koeln.nrw.de/verfahren/luftreinhalteplaene [zuletzt zugegriffen am 21.10.2024]; • Geologischer Dienst NW: Bodenkarte 1 : 50.000, Aus zug, Krefeld, o. J.; 87/88 • Klimaatlas NRW (2024): abgerufen von https://www.k limaatlas.nrw.de/klima-nrw- karte?&itnrw_address=am%20bilderst%C3%B6ckchen [zuletzt zugegriffen am 21.10.2024]; • Stadt Köln (2023): Suche im Flächennutzungsplan. V erfügbar unter https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/planen-bauen/suche-im- flaechennutzungsplan [zuletzt zugegriffen am 21.10.2024]; • Stadt Köln (2024): Landschaftsplan. Verfügbar unte r: https://www.stadt- koeln.de/artikel/05242/index.html [zuletzt zugegriffen am 21.10.2024];STEB „Leitfaden für eine wassersensible Stadt- und Freiraumplanung in Köln“; 2003; 3. Auflage, abrufbar unter steb.koeln.de; • STEB „Leitfadens „Wassersensibel planen und bauen in Köln“, ohne Jahr, 2. Auflage; abrufbar unter steb.koeln.de. 7. Planverwirklichung 7.1. Überplanungen/ Bestandsschutz Die Überplanung der vorhandenen Bausubstanz im Plangebiet geschieht im Interesse und auf Veranlassung der Vorhabenträgerin. Belange des Bestandsschutzes für vorhandene bauliche Anlagen und Nutzungen sind für die Planung gegeben. Die im Bestand befindliche oberirdische Stellplatzanlage für PKW wird durch di e Unterbringung der dort weggefallenen Stellplätze in der neuen Tiefgarage ersetzt. 7.2. Umlegung, Baulast, Grunddienstbarkeiten Bodenordnende Maßnahmen nach § 45 ff BauGB sind nicht erforderlich, da die erforderlichen Grundstücke im Eigentum der Vorhabenträgerin, über Erbbaurechtsverträge in der Ver- fügungsgewalt der Vorhabenträgerin bzw. im Eigentum der Stadt Köln stehen. Die Geh- und Fahrrechte im Baugebiet ist der Stadt Köln durch die Vorhabenträgerin durch dingliche Sicherung (Grunddienstbarkeit) einzuräumen. 7.3. Durchführungsvertrag Die Vorhabenträgerin verpflichtet sich in einem Durchführungsvertrag gemäß § 12 BauGB zur Umsetzung des Vorhabens, wie es im Vorhaben- und Erschließungsplan definiert ist. 7.4. Kosten für die Stadt Köln, Kostenübernahme dur ch die Vorhabenträgerin Die Vorhabenträgerin übernimmt alle Kosten, die die Aufstellung des Bebauungsplanes be- treffen. Kosten für den städtischen Haushalt entstehen insoweit nicht. 8. Städtebauliche Kenndaten Plangebietsgröße 9.442 m² davon Grundstücksfläche der Neubauten 6.123 m² davon nicht überbaubare Grundstücksfläche Bestand 2.754 m² 88/88 davon öffentliche Grünfläche mit der Zweckbest. Spielplatz 565 m² Geschossfläche gem. § 20 BauNVO gesamt ca. 9.800 m² Anzahl der Wohneinheiten ca. 100 WE Baumpflanzungen im Plangebiet 20 Bäume

Beratungsverlauf

  1. 06.02.2025

    Stadtentwicklungsausschuss

    TOP 17.4, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 06.02.2025 zuletzt

    Bezirksvertretung 5 (Nippes)

    TOP 10.2.6, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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