V/0334/2023
Jahresabschluss 2022 der Stadtnetze Münster GmbH
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V_0334_2023_Anlage 2_SNMS_JAP_2022_Kurztestat-E-Kopie
152278 Zeichen
Jahresabschluss und Lagebericht
zum 31. Dezember 2022
Bestätigungsvermerk
Stadtnetze Münster GmbH
Münster
Dr. Bergmann, Kauffmann und Partner GmbH & Co. KG
Wirtschaft sprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsges ellschaft
Handelsregister: AG Dortmund HRA 13590
UStIdNr.: DE 121104786
Sitz der Gesellschaft:
44141 Dortmund
Feldstraße 61-63
www.bkp-wp.de
Telefon: +49 231 952035-0
Telefax: +49 231 952035-9
Anlage 2 zur Beschlussvorlage V/0334/2023
Anlage 1
31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
A k t i v a € € P a s s i v a € €
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
I. Immaterielle Vermögensgegenstände I. Gezeichnetes Kapital 101.000,00 101.000,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie II. Kapitalrücklage 159.171.011,58 159.171.011,58
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.661.754,14 1.658.971,14 159.272.011,58 159.272.011,58
II. Sachanlagen
1. Grundstü cke und Bauten 21.059.867,78 20.928.737,11 B. Rückstellungen
2. Verte ilungsanlagen 247.713.892,00 218.826.466,00 1. Rü ckstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 13.518.290,00 12.586.669,00
3. Techni sche Anlagen und Maschinen 12.174.341,00 12.314.320,00 2. Steue rrückstellungen 34.153,57 5.525,10
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.148.233,00 5.795.106,00 3. Sonstige Rückstellungen 4.335.298,97 4.191.352,94
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 19.873.826,49 13.960.451,79 17.887.742,54 16.783.547,04
305.970.160,27 271.825.080,90
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 68.333,07 95.284,47 C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 177.329,39 291.728,38
307.700.247,48 273.579.336,51 2. Verbind lichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.412.949,10 8.571.885,58
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 104.023.004,25 73.995.388,38
B. Umlaufvermögen davon gegenüber Gesellschafter 104.018.431,68 €
(VJ: 73.968.631,05 € )
I. Vorräte 4. S onstige Verbindlichkeiten 2.023.234,34 2.086.947,88
1. Roh- , Hilfs- und Betriebsstoffe 5.598.367,67 3.655.270,29 davon aus Steuern 1.575.127,68 €
2. Unfertige Leistungen 3.452.614,46 1.314.788,02 (VJ: 1.563.451,38 € )
9.050.982,13 4.970.058,31
123.636.517,08 84.945.950,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.098.493,62 9.433.256,12
2. Forderungen gegen verbunde Unternehmen 32.364,00 0,00 D. Rechnungsabgrenzungsposten 31.446.554,12 29.972.154,90
davon gegen Gesellschafter € 0,00
(Vorjahr: € 0,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.820.929,15 2.293.560,73
14.951.786,77 11.726.816,85
III. Guthaben bei Kreditinstituten 128.729,26 238.603,11
24.131.498,16 16.935.478,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 411.079,68 458.848,96
332.242.825,32 290.973.663,74 332.242.825,32 290.973.663,74
Münster, den 04. Mai 2023
Stadtnetze Münster GmbH
Franz Süberkrüb Alexandra Rösing
Bilanz der Stadtnetze Münster GmbH, Münster
zum 31.12.2022
Anlage 2
2022 2021
€ €
1. Umsatzerlöse 207.999.355,44 203.797.389,42
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 2.137.826,44 -807.399,94
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 13.512.269,30 11.783.637,14
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.214.288,25 967.014,93
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebs-
51.591.834,41 42.073.640,07
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 64.712.211,31 66.432.120,53
116.304.045,72 108.505.760,60
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 23.020.506,37 21.710.504,57
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung 6.793.472,78 6.503.545,54
davon für Altersversorgung € 2.323.164,12 29.813.979,15 28.214.050,11
(Vorjahr € 2.237.509,25)
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen 15.283.325,32 14.290.192,25
15.283.325,32 14.290.192,25
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Konzessionsabgabe 17.313.699,65 18.175.218,67
b) Andere übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 23.947.894,92 23.747.225,50
41.261.594,57 41.922.444,17
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 2.025 ,77 2.686,88
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 347,51 1.092,36
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.014.185,99 1.769.136,51
12. Ergebnis nach Steuern 20.188.981,96 21.042.837,15
13. Sonstige Steuern 351.291,40 350.817,57
14. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn -19.837.690,56 -20.692.019,58
15. Jahresergebnis 0,00 0,00
Münster, den 04. Mai 2023
Stadtnetze Münster GmbH
Franz Süberkrüb Alexandra Rösing
Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtnetze Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2022 (01.01.-31.12.)
stoffe und für bezogene Waren
Anlage 3
Seite 1
Stadtnetze Münster GmbH
Anhang
für das Geschäftsjahr 2022 (1. Januar – 31. Dezember)
Die Stadtnetze Münster GmbH, Münster, (Gese llschaft) wurde mit notarie ller Urkunde vom
24. September 2005 gegründet und am 26. Oktober 200 5 unter HRB 10209 in das Handels-
register des Amtsgerichts Münster eingetragen.
Mit Vertrag vom 26. Juni 2020 wurde der Te ilbetrieb Versorgungsnetze von der Stadtwerke
Münster GmbH auf die Stadtnetze Münster GmbH ausgeg liedert. Die Ausg liederung wurde
am 19. August 2020 im Handelsregister eingetragen und erfolgte mit wirtschaftlicher Rückwir-
kung auf den 1. Januar 2020.
I. Angaben zur Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Der J ahresabschluss u nd der Lagebericht wurde entsprechend dem Gese llschaftsvertrag
nach den für große Kapitalgese llschaften maßgeblichen Rechnungslegungsvorschriften des
Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes sowie des EnWG aufgestellt. Unter Berück-
sichtigung der aus der Art des Betriebs folgenden Besonde rheiten wurde die Darstellung der
Sachanlagen in der Bilanz (§ 265 Abs. 5 HGB) um den Posten „Verteilungsanlagen” erweitert.
Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 HGB. Sie ist verpflichtet, den
Jahresabschluss und den Lagebericht nach § 316 ff. HGB sowie die Or dnungsmäßigkeit der
Geschäftsführung nach § 53 HGrG prüfen zu lassen.
Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren an-
gewandt.
II. Erläuterungen zu Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die auf den Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wur-
den beibehalten.
Entgeltlich erwor bene immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen werden zu
Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet.
Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten die direkt zurechenbaren Einzel-
kosten sowie Lagergemeinkosten. Für Vermögensgegens tände der Energie- und Wa sser-
netze werden darüber hinaus Regiegemeinkosten berü cksichtigt. Die Zuschlagssätze für die
Regiegemeinkosten betragen in Abhängigkeit von den m aßnahmenbeteiligten techni schen
Funktionsbereichen zwischen 2,0 und 5,4 Prozent. Sie bemessen sich nach den Herstellungs-
kosten vor Regiegemeinkosten. Der Zu schlagssatz für Lagergemeinkosten beträgt dreiund-
zwanzig Prozent auf Lagermaterialentnahmen. Fremdka pitalzinsen sind nicht in die Herstel-
lungskosten ei ngegangen. Erhaltene Zu schüsse wur den, soweit es sich nicht um von An-
schlussnehmern erhaltene Baukostenzuschüsse für das vorgelagerte Netz (BKZ) und Netzan-
schlusskostenbeiträge (NAK) handelte, von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abge-
setzt.
Anlage 3
Seite 2
Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern
zu Grunde.
Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern im Anlagevermögen betragen bei:
Immateriellen Vermögensgegenständen 3 - 7 Jahre
Grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken 7 – 50 Jahre
Verteilungsanlagen 20 – 55 Jahre
Technischen Anlagen und Maschinen 5 - 22 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 - 14 Jahre
Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250 € werden unmittelbar als Aufwand erfasst.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 251 € und 800 € werden im
Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und inventarisiert.
Die Finanzanlagen betreffen Ausleihungen an Mitarbeiter und werden in Höhe des Nennwerts
abzüglich erhaltener Tilgungen ausgewiesen.
Die Roh-, H ilfs- und Betriebsstoffe sind unter Berü cksichtigung von Ab schreibungen gem.
§ 253 Abs. 4 HGB zu fortge schriebenen, durch schnittlichen An schaffungskosten oder zum
niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Ab schlussstichtag bewertet. Die Vo rräte beinhalten
noch nicht abgerechnete Aufträge an Dritte (unfertige Leistungen) in Höhe von 3.453 T€ (Vor-
jahr 1.315 T€).
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berüc ksichti-
gung des erkennbaren Ausfa llrisikos bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos
wird eine Pau schalwertberichtigung geb ildet. Seit dem Geschäftsjahr 2015 werden Erstat-
tungsansprüche gegen den Übertragungsnetzbetreiber, welche sich aus dem Belastungsaus-
gleich für Einspeisevergütungen bzw. der Abrechnung der gesetz lichen Umlagen ergeben,
periodengleich aktiviert. Für das Jahr 2022 wurden 2.010 TEUR innerhalb der sonstigen Ver-
mögensgegenstände berücksichtigt.
Liquide Mittel werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt.
Die von den An schlussnehmern erhaltenen BKZ sowie NAK wer den nach den Regelungen
des Energiewirtschaftsrechts und weiterführenden Schreiben der Finanzverwaltung in passive
Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt, die über 20 Jahre aufgelöst werden.
Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmänn ischer Beurteilung not-
wendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei werden alle Risiken und ungewissen Verbind-
lichkeiten ausreichend berücksichtigt.
Die unter den Rü ckstellungen für Pensionen und ähn liche Verpf lichtungen ausgewiesenen
Rückstellungen für Deputatverpflichtungen werden nach dem versicherungsmathemati schen
Verfahren der "Projected Unit Credit Method" (Methode der laufenden Einmalprämie) ermittelt.
Gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB wurden die Rückstellungen mit dem ihrer Restlaufzeit entspre-
chenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich aus den vergangenen zehn Ge-
schäftsjahren ergibt. Dementsprechend wurde in Verbin dung mit der Rü ckstellungsabzin-
sungsverordnung der für Ende Dezember 2022 veröffentlichte Wert der Bundesbank in Höhe
von 1,78 % bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren ein bezogen. Weiterhin wurden eine Kosten-
steigerung von 2,5 % p. a. und eine Fluktuationsrate von bis zu 2 % p. a. in die versicherungs-
mathematischen Berechnungen einbezogen. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln
2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.
Anlage 3
Seite 3
Die Gese llschaft ist Mitg lied der Kommunalen Versorgung skasse Westfalen-Li ppe ( KVW),
Münster. Zweck der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im Wege privatrechtlicher Versicherung
eine zusätz liche Alters- und Hinterb liebenenversorgung zu gewähren. Die Gese llschaft hat
sich bei Begründung der Mitgliedschaft verpflichtet, alle Arbeitnehmer zu versichern, die nach
dem Tarifvertrag über die Versorgung der Arbeitnehm er kommunaler Verwaltungen und Be-
triebe (VNS TV-G) zu versichern sind. Zum Stichtag 31. Dezember 2022 betrug der Umlage-
satz 4,5 % zuzüg lich eines S anierungsgeldes in Höhe von 3,25 % (Abrechnung sverband I)
bzw. 6,9 % (Abrechnung sverband II). Die Umlage im Abrechnung sverband I und das Sanie-
rungsgeld werden von der Gese llschaft allein getragen. Im Abrechnungsverband II trägt die
Gesellschaft 6,5 %, auf die Arbeitnehmer entfa llen 0,4 %. Die Summe der beitragspf lichtigen
Entgelte für das Jahr 2022 beträgt 20.624 T€ (Vorjahr 19.331 T€). Für den auf die Gesellschaft
entfallenden Teilbetrag der Unterdeckung der Versorgungsverpflichtungen in der KVW wurde
für den Stichtag 31. Dezember 2022 ein Wert in Höhe von 27.757 T€ ermittelt. Die Ermittlung
des Unterdeckungsbetrags erfolgte nach versicherung smathematischen Gr undsätzen der
“Projected Unit Credit Method". Als Rechnungsgrundl agen wurden dabei die Richttafeln
2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, der Rechnungszins auf Basis eines 10jährigen Betrach-
tungszeitraums und einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß Rückstellungs-
abzinsungsverordnung in Höhe von 1,78 %, künftige Gehaltssteigerungen von 1,5 % p. a. und
eine Rentendynamik in Höhe von 1,0 % p. a. berücksichtigt. Für die Unterdeckung wurden bis
zum 31. Dezember 2022 11.541 T€ unter den Pensionsr ückstellungen bilanziert, so dass die
verbleibende Deckungslücke 16.216 T€ beträgt. Die Höhe der Zuführung im Berich tsjahr be-
trug 811 T€.
Jubiläumsrückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen
Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angeno mmenen Restlaufzeit von 15 Jahren
(1,44 %) unter Berücksichtigung eines Gehaltstrends von 2,0 % p. a. sowie einer Fluktuations-
rate von bis zu 2,0 % p. a. versicherungsmathematisch ergibt.
Die Altersteilzeitrückstellung ist gemäß IDW RS HFA 3 gebildet; die Abzinsung erfolgt gemäß
§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschni ttlichen Marktzinssatz unter Berücksichti gung
eines Gehaltstrends von 2 % p. a. Der vertrag lichen Ausgestaltung der Altersteilzeitverpflich-
tung liegt ausschließlich das Blockmodell zu Grunde.
Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
Latente Steuern werden für zeitliche, sich in Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen
zwischen den handels- und steue rrechtlichen B ilanzansätzen geb ildet, soweit dies nach
§ 274 HGB zulässig ist. Im Rahmen des Organschaftsverhältnisses mit der Stadtwerke Müns-
ter (Organträger) werden diese dort ermittelt und angegeben.
Anlage 3
Seite 4
2. Angaben zu Posten der Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.
Die Finanzanlagen werden mit einem Zinssatz von 2,5 % p. a. verzinst.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen A brechnungen aus Netznutzung
gegen dritte Lieferanten im Netz Münster, verminder t um die darauf bereits erhaltenen Ab-
schlagszahlungen. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auch die anteilige
Verbrauchsabgrenzung des Lieferjahres zum Bilanzstichtag enthalten. Wie im Vorjahr wurden
Forderungen gegen den Übertragungsnetzbetreiber Amp rion GmbH, Dortmund, mit Verbind-
lichkeiten gegenüber selbigem verrechnet, da hierdurch eine klarere und übersichtlichere Dar-
stellung der Vermögenslage erreicht wird.
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesent lichen Steuererstattungsansprü-
che sowie Erstattungsansprüche gegen den Übertragungsnetzbetreiber, welche sich aus dem
Belastungsausgleich für Einspeisevergütungen ergebe n. Von den sonstigen Vermögensge-
genständen entstehen 1.377 T€ (Vorjahr 1.067 T€) rechtlich erst nach dem Stichtag. Es han-
delt sich hierbei um noch nicht abziehbare Vorsteuerbeträge.
Alle Forderungen haben eine Laufzeit unter einem Jahr.
Das Stammkapital (101 T€) sowie die Kapitalrücklage (159.171 T€) sind unverändert. Alleinige
Gesellschafterin ist die Stadtwerke Münster GmbH.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beinhalten eine Rückstellung
für Deputatverpflichtungen (1.978 T€) sowie eine Rü ckstellung zur Abdeckung der Verpflich-
tungen aus einer mög lichen Unterdeckung KVW (11.541 T€). Der Unter schiedsbetrag nach
§ 253 Abs. 6 HGB beträgt bezüg lich der Deputatrückste llung 164 T€ und der Sanierungs-
geldrückstellung 2.537 T€.
Für noch zu zahlende Strom- und Erdgassteuern wurde eine Steuerrückstellung gebildet.
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 4.335 T€ betre ffen im Wesentlichen eine ausste-
hende Abrechnung für vermiedene Netzentgelte (983 T €), Kosten der Marktraumumste llung
Gas (249 T€) sowie ausstehende Gebührenabrechnungen (152 T€). Daneben bestehen Rück-
stellungen für noch auszugleichende Personalaufwendungen (Mehrar beit, Leistungszulage,
Altersteilzeit, Jubiläum etc.) in Höhe von 2.759 T€.
Die erhaltenen Anzahlungen auf Beste llungen wurden für noch nicht fertiggeste llte Hausan-
schlussarbeiten vereinnahmt.
In den Verbind lichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist auch die Abgr enzung der Ein-
speiseaufwendungen zum Bilanzstichtag enthalten.
Die gegenüber verbundenen Unternehmen b ilanzierten Verbindlichkeiten resultieren im We-
sentlichen mit 54.220 T€ aus Gesellschafterdarlehen und mit 49.803 T€ aus Lieferungen und
Leistungen. Sofern zulässig, werden Forderungen gegen die Gesellschafterin mit den Verbind-
lichkeiten gegenüber der Gese llschafterin verrechnet. Hinsichtlich der Angaben zur Mitzuge-
hörigkeit zu anderen Posten gemäß § 265 Abs. 3 HGB wird ergänzend auf den Tätigkeitsab-
schluss verwiesen.
Anlage 3
Seite 5
Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten (1.575 T€),
erhaltene Zuschüsse für noch im Bau befindliche Maßnahmen (252 T€), kreditorische Debito-
ren (189 T€) sowie erhaltene Sicherheitsleistungen (6 T€).
Für die von den An schlussnehmern empfangenen BKZ und NAK wurde ein pa ssiver Rech-
nungsabgrenzungsposten (31.424 T€) gebildet, der ratierlich mit 5 % p. a. aufgelöst wird.
3. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse in Höhe von 207.999 T€ beinhalten im Wesent lichen die Netzentgelte und
die von den Letztverbrauchern vereinnahmten gesetz lichen Umlagen (149.314 T€), Erträge
aus dem Belastungsausgleich nach EEG bzw. KWKG (20.876 T€), Bau- und Betriebsleistun-
gen sowie Wasserlieferungen an die Gesellschafterin Stadtwerke Münster GmbH (20.063 T€)
und Erträge aus der Abrechnung von Mehrmindermengen Strom und Gas (10.048 T€). Sie
wurden im Einzugsgebiet von Münster erzielt.
Die aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 13.512 T€ resultieren übe rwiegend aus Leistun-
gen im Bereich der Versorgungsnetze.
Die sonstigen betrieblichen Erträge (1.214 T€) enthalten Erträge aus dem Abgang von Vermö-
gensgegenständen des Sachanlagevermögens (149 T€), Schadenersatzansprüche (224 T€),
sowie aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen (168 T€).
Der Materialaufwand (116.304 T€) weist im Wesent lichen Aufwendungen für Instandset-
zung/Reparaturen (22.597 T€), Netzeinspeisung (22.545 T€), die Nutzung vorgelagerter Netze
(24.660 T€) sowie Umlagen des vorgelagerten Netzbetreibers (14.295 T€) auf.
Der Personalaufwand (29.814 T€) ist im Berichtsjahr in Folge der Personalentwicklung gestie-
gen. Im Jahr 2022 wurden durch schnittlich 349 (Vorjahr 337) Mitarbeiter beschäftigt. Die Be-
legschaft bestand durchschnittlich aus 313 (Vorjahr 299) vollzeitbeschäftigten und 36 (Vorjahr
38) teilzeitbeschäftigten Mitarbeitern.
Anlage 3
Seite 6
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (41.262 T€) beinhalten hauptsächlich die Konzes-
sionsabgaben an die Städte Münster und Drensteinfur t (17.314 T€), Aufwendungen im Zu-
sammenhang mit den Servicevereinbarungen der Stadtwerke Münster (17.919 T€), IT-Dienst-
leistungen (1.882 T€) und Beratungsleistungen (919 T€).
Das Finanzergebnis resultiert zum überwiegenden Te il aus der Verzinsung des Gese llschaf-
terdarlehens zur Finanzierung des durch den Übergan g des Te ilbetriebs Versorgungsnetze
übertragenen Anlagevermögens (1.464 T€), Zinsen für kurzfristige Liquiditätshilfen der Gesell-
schafterin Stadtwerke M ünster GmbH (277 T€) sowie durch Aufzinsungen von R ückstellun-
gen. Diese entfallen nahezu vollständig auf Pensionsrückstellungen (244 T€; Vorjahr 246 T€).
Das Ergebnis der Gesellschaft wird durch sonstige Steuern in Höhe von 351 T€ (Energiesteu-
ern 218 T€, Grundsteuern 88 T€, Kraftfahrzeugsteuer 26 T€, sonstige 19 T€) belastet.
III. Angaben zum Jahresergebnis
Gemäß des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages wird das Ergebnis vor Gewinn-
abführung in Höhe von 19.838 T€ an die Gesellschafterin Stadtwerke Münster abgeführt.
IV. Ergänzende Angaben
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus den Pacht- und Betriebsführung sverträgen mit der Stadtwerke Münster GmbH und der
smartOPTIMO GmbH & Co. KG ergibt sich für das Jahr 2023 eine Zahlung sverpflichtung in
Höhe von 37.732 T€.
Aus Leasingverträgen mit einer Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren resultieren jährliche
Verpflichtungen in Höhe von 40 T€.
Die Verpflichtungen aus Bestellungen für Investitionen beliefen sich zum 31. Dezember 2022
auf 23,0 Mio. €.
2. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe
2.1 Geschäftsführung
Geschäftsführer der Gesellschaft sind
Herr Franz Süberkrüb, Laer, Vorsitzender der Geschäftsführung
Frau Alexandra Rösing, Coesfeld
Anlage 3
Seite 7
2.2 Gesamtbezüge für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans
Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Jahr 2022 326 T€ und setzten sich wie
folgt zusammen:
3. Angaben gemäß § 6b Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
Von der Gesellschafterin Stadtwerke Münster wurden folgende wesentliche Leistungen bezo-
gen:
Dienstleistungen im Rahmen der Servicevereinbarunge n 13.963 T€, Stromeinspeisung und
KWK-Vergütung dezentraler Anlagen 3.967 T€, Miete Betriebsgrundstücke 3.956 T€, Energie-
bezug der Netze 3.352 T€, Netzverluste 5.148 T€, Mehr-/Mindermengen Strom/Gas 7.300 T€,
Entgelt für dezentrale Einspeisung 1.459 T€, Bau- und Betriebsleistungen 1.512 T€.
An die Gesellschafterin wurden im Wesentlichen folgende Leistungen abgerechnet:
Netzentgelte 111.354 T€, Bau- und Betriebsleistunge n 11.577 T€, Wa sserlieferungen
8.486 T€, Mehr-/Mindermengen Strom/Gas 6.464 T€.
4. Abschlussprüferhonorar
Auf die A ngabe des Ab schlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichte t, we il
diese im Konzernabschluss des einbeziehenden Mutterunternehmens enthalten ist.
5. Geschä fte mit nah estehenden Personen, die nicht zu marktüblichen
Bedingungen zustande gekommen sind
Im Geschäftsjahr 2022 wurden weiterhin keine Geschäfte mit nahestehenden Personen abge-
schlossen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.
6. Einbeziehung in Konzernabschluss
Der Jahresab schluss der Gese llschaft wird in den Konzernab schluss der Gese llschafterin,
Stadtwerke Münster GmbH, Münster (Stadtwerke Münster), einbezogen (kleinster und größter
Konsolidierungskreis), welcher wiederum in den Gesamtabschluss der Stadt Münster eingeht.
Der Konzernabschluss ist am Sitz des Mutterunternehmens erhältlich und wird im Bundesan-
zeiger elektronisch veröffentlicht.
Anlage 3
Seite 8
7. Nachtragsbericht
Der im Februar 2022 ausgebrochene Krieg in der Ukra ine und die dadurch ausgelösten Ver-
werfungen an den Energiemärkten wirken sich auch im Geschäftsjahr 2023 weiter auf die wirt-
schaftliche Lage der Stadtnetze Münster GmbH aus. Für nähere Erläuterungen verweisen wir
an dieser Stelle auf die Ausführungen im Lagebericht.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 haben die Stadtwerke Münster ihren Anteil an der Westfäli-
schen Fernwärmeversorgung von 50 % durch Erwerb der Ge schäftsanteile der Stadtwerke
Dinslaken auf 100 % erhöht Zum gleichen Stichtag wi rd die Westfälische Fernwärmeversor-
gung auf die Stadtwerke Münster ver schmolzen. Das Fernwärmenetz der auf die Stadtwerke
Münster ver schmolzenen Wes tfälischen Fernwärmeversorgung wird sodann auf die Stadt-
netze Münster ausgegliedert. Die beiden Umwandlungsvorgänge sollen im Juni bzw. August
2023 beurkundet werden. Die Mitarbeiter der Westfälischen Fernwärme werden mit Abschluss
des Verschmelzungsvorgangs auf die Stadtnetze Münster übergehen.
Münster, den 4. Mai 2023
Stadtnetze Münster GmbH
Franz Süberkrüb Alexandra Rösing
Anlage 3
Seite 9
Stand am Abgänge Umbuchungen Stand am Stand am Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am Stand am Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am Stand am Stand am
01.01.2022 31.12.2022 01.01.2022 31.12.2022 01.01.2022 31.12.2022 31.12.2022 31.12.2021
€ € € € € € € € € € € € € € € € €
I.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, 6.486.641,48 134.306,49 - 295.339,81 6.916.287,78 - - - 4.827.670,34 pA 420.433,17 - 5.254.533,64 1.661.754,14 1.658.971,14
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche gA 6.430,13
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
Summe I. 6.486.641,48 134.306,49 - 295.339,81 6.916.287,78 - - - - - 4.827.670,34 426.863,30 - - 5.254.533,64 1.661.754,14 1.658.971,14
II.
1. Grundstücke und Bauten 53.131.642,43 940.740,11 9.471,46 159.720,30 54.222.631,38 756,46 756,46 32.202.148,86 pA 964.477,62 4.619,34 33.162.007,14 21.059.867,78 20.928.737,11
2. Verteilungsanlagen 837.913.331,01 31.842.281,12 359.528,24 10.511.622,60 879.907.706,49 62.852.356,66 1.934.143,91 64.786.500,57 556.234.508,35 pA 11.497.863,81 325.058,24 567.407.313,92 247.713.892,00 218.826.466,00
3. Technische Anlagen und Maschinen 41.482.405,54 180.656,74 5.901,28 843.369,19 42.500.530,19 261.935,89 190.800,00 452.735,89 28.906.149,65 pA 973.204,93 5.901,28 29.873.453,30 12.174.341,00 12.314.320,00
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.084.781,38 498.178,13 393.933,02 276.050,53 22.465.077,02 27.413,33 27.413,33 16.262.262,05 pA 1.357.432,38 393.747,02 17.289.430,69 5.148.233,00 5.795.106,00
gA 63.483,28
5. Geleistete Anzahlungen und 13.960.451,79 18.115.262,29 115.785,16 12.086.102,43 - 19.873.826,49 - - - - - - - 19.873.826,49 13.960.451,79
Anlagen im Bau
Summe II. 968.572.612,15 51.577.118,39 884.619,16 295.339,81 - 1.018.969.771,57 63.142.462,34 2.124.943,91 - - 65.267.406,25 633.605.068,91 14.856.462,02 729.325,88 - 647.732.205,05 305.970.160,27 271.825.080,90
Summe I. und II. 975.059.253,63 51.711.424,88 884.619,16 0,00 - 1.025.886.059,35 63.142.462,34 2.124.943,91 - - 65.267.406,25 638.432.739,25 15.283.325,32 729.325,88 - 652.986.738,69 307.631.914,41 273.484.052,04
III.
Sonstige Ausleihungen 95.284,47 - 26.951,40 68.333,07 68.333,07 95.284,47
Summe Finanzanlage 95.284,47 - 26.951,40 - 68.333,07 - - - - - - - - - 68.333,07 95.284,47
G e s a m t 975.154.538,10 51.711.424,88 911.570,56 0,00 - 1.025.954.392,42 63.142.462,34 2.124.943,91 - - 65.267.406,25 638.432.739,25 15.283.325,32 729.325,88 - 652.986.738,69 307.700.247,48 273.579.336,51
Erläuterung der Abkürzungen: pA 15.213.411,91
gA 69.913,41
pA = planmäßige Abschreibungen
gA = geringwertige Anlagegüter/Vollabschreibung gemäß § 6 Abs. 2 EStG
Zugänge
Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Finanzanlagen
Stadtnetze Münster GmbH
Entwicklung des Anlagevermögens 2022
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Abschreibungen / Wertberichtigungen Buchwerte
vor Abrechnung von Zuschüssen erhaltene Zuschüsse
Anlage 4
Seite 1
Lagebericht der Stadtnetze Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2022
1. Gr undlagen des Unternehmens
1.1. Geschäftsmodell
Die Stadtnetze Münster GmbH, Münster (Stadtnetze Münster) ist eine 100%ige Toch-
tergesellschaft der Stadtwerke Münster GmbH, Münster, (Stadtwerke M ünster). Die
Stadtnetze Münster betreibt Strom-, Gas-, Wa sser- und Wärmeversorgungsnetze in
ihren Konzessionsgebieten sowie die Wasserwerke in Münster.
Das Kerngeschäft der Stadtnetze Münster ist die Planung, der Betrieb, die Instandhal-
tung sowie der bedarfsgerechte Ausbau der Versorgungsnetze und Wasserwerke. Die
Stadtnetze Münster übernimmt in ihren Konzessionsgebieten die Marktrolle des grund-
zuständigen Messstellenbetreibers. Zudem werden Bau- und Betriebsführungsleistun-
gen insbesondere für die Ge schäftsfelder Straßenbeleuchtung und Glasfaser der
Stadtwerke Münster erbracht.
Der Lagebericht stellt die Geschäftsfelder entsprechend den betrieblichen Strukturen
dar. Die Tätigkeiten der Stadtnetze Münster als Verteilungsnetzbetreiber im Sinne des
§ 6b Abs. 7 Satz 4 EnWG werden in dem Abschnitt "Vermögens-, Finanz- und Ertrags-
lage" erläutert.
Die St adtnetze Münster hat mit der smartOPTIMO GmbH & Co. K G, Os nabrück
(smartOPTIMO), einen Vertrag über Dienstleistungen für den Betrieb von Messstellen
und Messung abgeschlossen. Von der smartOPTIMO werden die dafür notwendige n
Betriebsmittel gepachtet.
Zur Durchführung unterstützender Tätigkeiten wurde eine Servicevereinbarung mit der
Stadtwerke Münster abgeschlossen. Leistungsumfang und Preise werden jähr lich an
die benötigte Leistungsmenge und die hierfür entstehenden Kosten angepasst.
Zwischen der Stadt netze M ünster und der Stadtwerke Münster besteht ein Ergeb -
nisabführungsvertrag. Das Jahresergebnis 2022 wird an die Stadtwerke Münster ab-
geführt.
1.2. Ziele und Strategien
Die aus den Zielen der Stadtnetze Münster abgeleitete U nternehmensstrategie, die
eine Perspektive bis 2030 aufzeig t, umfasst insbesondere die Kernthemen „Versor-
gungssicherheit“, „Effizienz und Digitalisierung”, „Umwelt- und Klimaschutz“ sowie die
„intelligente und zukun ftsfähige Ausrichtung der Versorgungs netze und Wa sser-
werke“. Diese Säulen bilden die maßgebliche Grundlage für die Weiterentwicklung der
Stadtnetze Münster.
Anlage 4
Seite 2
Ziel der Stadtnetze Münster ist es, a lle Letztentscheidungsprozesse zu beherrschen,
die Geschäftsprozesse mit allen Netzkunden, alle diskriminierungssensiblen Prozesse
sowie den Betri eb der Versorgungsnetze und Wa sserwerke selbst auszuführen. Bei
unterstützenden Tätigkeiten wird ein Auftraggeber-Auftragnehmer-Prinzip umgesetzt.
Von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtnetze Münster werden alle Netz-
kunden betreut. Dies gilt für Lieferanten, Endkunden, Einspeiser so wie Messstellen-
betreiber und Messdienstleister. Dabei ist die angemessene Gleichbehandlung Hand-
lungsmaxime für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die bestehenden Qualitäts- und Sicherheitsstandards zur Gewährleistung einer siche-
ren und zuverlässigen Versorgung werden auch durch unabhängige Experten geprüft.
Das Qualitätsmanagement in den technischen Bereichen wurde nach ISO 9001 zerti-
fiziert. In diesem Rahm en erfolgte auch eine Zertifizierung des techni schen Sicher-
heitsmanagements (TSM) für die Gasversorgungsanlagen durch den deutschen Ver-
ein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW). Ebenso wurde das Informations-Mana-
gementsystem der Stadtnetze Münster im Zusammenhang mit den Anforderungen des
IT-Sicherheitskataloges gem. § 11 EnWG zertifiziert.
2. Wirt schaftsbericht
2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Das Geschä ftsjahr 2022 ist gekennzeichnet dur ch eine in ihrem Ausmaß außerge-
wöhnliche Energiekrise. Der Krieg in der Ukraine hat zu einer enormen Volatilität an
den Energiemärkten geführ t. Der Erhalt der Versorgungssicherheit stand, wie selten
zuvor, im öffentlichen Fokus. Die Störung der Lieferketten in Folge der Corona Pande-
mie wurde durch den Krieg in der Ukraine nochmals v erstärkt. Dies führte zu fortdau-
ernden Güterknappheiten und Preisschüben bei den unterschiedlichsten Waren, unter
anderem auch bei Material für den Netzbau und die Wasserversorgung. Ebenso haben
sich die massiven Preissteigerungen im Tief- und Leitungsbau fortgesetzt. Neue Vor-
gaben für die Kampfmi ttelsondierung ha ben zusätz lich zu Verzö gerungen bei Bau-
maßnahmen und Kostensteigerungen geführt. Die Verbr aucherpreise sind im Ver-
gleich zum Vorjahr extrem gestiegen. Die Preissteigerungen sowie die öffentlichen Ap-
pelle zum E nergiesparen haben in Verbindung mit einer m ilden Witterung zu einem
erheblichen Rückgang des Gas- und Stromverbrauches geführt.
Strom- und Gasnetz:
Für den wirtschaftlichen Betrieb von Strom- und Gasnetzen sind die recht lichen Vor-
gaben und deren regulatorische Umsetzung prägend. Neben dem Energiewirtschafts-
gesetz (EnWG) und der Vielzahl der sich darin begründenden Verordnungen sind auch
die Auswirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und des Kraft-Wärme-
Kopplungsgesetzes (KWKG) von Bedeutung. Die Umsetzung der Energiewende u nd
der hierfür von Gesetzgeber und Regulierungsbehörden geschaffene Rahmen haben
großen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Stadtnetze Münster.
Die Anreizregulierungsverordnung (ARegV) sieht die Festlegung von Erlö sobergren-
zen für das Strom- und Gasnetz jeweils für eine fünfjährige Regulierungsperiode durch
Anlage 4
Seite 3
die Bundesnetzagentur bzw. eine Landesregulierungsbehörde vor. Im Jahr 2022 läuft
die dritte Regulierungsperiode, welche für Gasnetzbetreiber auch in die sem Jahr und
für Stromnetzbetreiber im Jahr 2023 endet. Die Festlegungen der Erlösobergrenz en
für die dritte Regulierungsperiode liegen der Stadtnetze Münster vor. Eine gegen die
Festlegung der Erlösobergrenzen für das Stromnet z eingelegte Beschwerde vor dem
Oberlandesgericht Düsseldorf wurde im Jahr 2022 zurückgenommen.
Messstellenbetrieb für intelligente Messsysteme und moderne Messeinrichtungen:
Die Stadtnetze M ünster hat die Marktro lle des grundzust ändigen Messstellenbetrei-
bers übernommen. In der Rolle des grundzuständigen Messstellenbetreibers wird die
Stadtnetze Münster den im Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) geregelten Rollout von
intelligenten Messsystemen und modernen Messeinrichtungen umsetzen.
Sonstige Sparten:
Die Energiewende hat das Ziel, die Wärmeversorgung auf erneuerbare und klimascho-
nende Energien umzuste llen sowie ei ne effiziente Energienutzung in den Unterneh-
men und Haushalten zu fördern. Beides reduziert die Auslastung der Gas- und Wär-
menetze.
Zusätzlich steht die Wärmeversorgung über Fern- und Nahwärmenetze in Konkurrenz
zur Versorgung durch andere Energieträger. Insbeson dere besteht eine Wechse lwir-
kung zu den regu lierten Gasnetzen und der zunehmenden Wärmeerzeugung mit
strombetriebenen Wärmepumpen.
Für die Wasserversorgung findet regelmäßig ein Benchmark zwischen Wasserversor-
gungsunternehmen statt. Diesen Benchmark erkennen die Landesregierung und die
im Wirtschaftsministerium angesiedelte Landeskartellbehörde an. Die Wa sserversor-
gungsnetze und Wasserwerke sind Teil des Benchmarks.
2.2. Geschäftsverlauf
Zur intern en Steuerung des Unternehmens werden die folgenden bedeutsamsten
finanziellen und nich tfinanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis des
Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft von Bedeutung sind, herangezogen:
· Umsatzerlöse
· Durchleitungsmengen Strom und Gas sowie Wassererzeugung
· Investitionen
· Jahresergebnis vor Ergebnisabführung
· Mitarbeiter_innen
Anlage 4
Seite 4
Strom- und Gasnetz:
Die Erlösobergrenzen in den Sparten Strom- und Gasnetz wurden ents prechend den
Vorgaben der Anreizregulierungsverordnung (ARegV) zum 1. Januar 2022 angepasst.
Die Anpassung erfolgte auf Basis der vorliegenden Festlegungen der Erlösobergren-
zen der dritten Regulierungsperiode durch die Regulierungsbehörden. Ebenso berück-
sichtigt wurden der Verbraucherpreisindex des Jahres 2020, die Effizienzvorgaben der
Regulierungsbehörden sowie die beantragten Kapitalkostenaufschläge für das Strom-
und Gasnetz.
Für das Geschäftsjahr 2022 wurde in der S parte Stromnetz ein Umsatz aus Netzent-
gelten von 68.011 T€ geplan t. Die Umsatzerlöse aus Netz entgelten beinhalten auch
die Erlöse au s dem Messste llenbetrieb für konventione lle Messeinrichtungen sowie
Konzessionsabgaben. Die erzielt en Umsat zerlöse aus Netzentgelten liegen mit
66.203 T€ unter den geplanten Umsätzen. Die niedrigeren Umsatzerlöse sind im We-
sentlichen auf eine im Vergleich zum Plan um 5,7 % auf 1.168 Mio. kW h verringerte
Durchleitungsmenge sowie geringere Höchstleistungen bei Kunden mit Leistungsmes-
sung zurückzuführen. Die Verringerung der Mengen resultiert insbesondere aus Ver-
brauchsrückgängen im Zusammenhang mit der Energiekrise.
Die Umsatzerlöse aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), dem Kraft-Wä rme-
Kopplungsgesetz (KWKG) und anderen gesetzlichen Umlagen werden für die Planung
nicht vo llständig q uantifiziert. Diese Ertr äge ste llen für den Stromnetzbetreiber, mit
Ausnahme v on Periodenver schiebungen, dem Grunde nach durchlaufende Post en
dar. Erstattungsansprüche gegen den Übertragungsnet zbetreiber, welche sich aus
dem Belastungsausgleich für Einspeisevergütungen bz w. aus der Abrechnung der
gesetzlichen Uml agen er geben, werden periodengleich aktiviert, sofern der Erstat-
tungsanspruch bereits im laufenden Geschäftsjahr entstanden ist.
In der Sparte Gasnetz wurde für das Geschäftsjahr 2022 ein Umsatz aus Netzentgel-
ten von 31.088 T€ geplan t. Die Umsatzerlöse aus Netzentgelten beinhalten auch die
Erlöse aus dem Messstellenbetrieb für konventionelle Messeinrichtungen sowie Kon-
zessionsabgaben. Die erzielten Umsatzerlöse aus Netzentgelten von 28.439 T€ liegen
deutlich unter dem Niveau der geplanten Umsätze. Der Rückgang ist im Wesentlichen
verursacht durch eine im Zusammenhang mit der Energiekrise und einer milden Wit-
terung um 9,7 % auf 1.956 Mio. kWh verringerte Durchleitungsmenge bei Netzkunden
mit einer mengenbezogenen Abrechnung.
Messstellenbetrieb für intelligente Messsysteme und moderne Messeinrichtungen:
Im Geschäftsjahr 2022 wurde der Einbau von modernen Messeinrichtungen weiter vo-
rangetrieben. Intelligente Messsysteme wurden dagegen nur in sehr geringer Stü ck-
zahl eingebaut. Die erzielbaren Erlöse sind durch die gesetz lich festgelegten Preis-
obergrenzen begrenzt. Der Austausch alter Stromzähl er durch inte lligente Messsys-
teme und moderne Messeinrichtungen wird sich noch über ei nen Zeitraum v on rund
10 Jahren erstrecken. Die im Geschäftsjahr 2022 erzielten Erlöse in Höhe von 842 T€
liegen aufgrund von zeit lichen Verschiebungen beim Einbau von inte lligenten Mess-
systeme unter den geplanten Erlösen in Höhe von 853 T€.
Anlage 4
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Sonstige Sparten:
Die Umsatzerlöse in den sonstigen Sparten resultieren insbesondere aus der Nutzung
des Wasser- und Wärmenetzes, der Wassergewinnung, Bau- und Betriebsführung s-
leistungen insbesondere für die Ge schäftsbereiche Glasfaser und Straßenbeleuch-
tung der Stadtwerke Münster sowie aus weiteren technischen Leistungen.
Die Sparten Wa sser- und Wärmenetz unterliegen nicht dem EnWG und der ARegV.
Die erzielten Umsatzerlöse resultieren im Wes entlichen aus Netznutzungsentgelten,
die der Stadtwerke Münster in Rechnung geste llt werden. Es handelt sich zu großen
Teilen um Pau schalentgelte, welche zu Beginn des Jahres auf Basis der er warteten
Mengen- und Preisent wicklung in den Sparten Wa sser- und Wärmenetz verei nbart
werden.
Die Wa sserlieferungen der Wa sserwerke wer den mit einem Referenzpreis an die
Stadtwerke Münster abgerechnet. Die Umsatzerlöse aus Bau-, Betriebsführungs- und
sonstigen technischen Leistungen basieren auf den entstandenen Kosten bzw. mit den
Kunden vereinbarten Leistungsverzeichnissen.
In den sonstigen Sparten wurden für das Ge schäftsjahr 2022 Umsatzerlöse in Höhe
von 65.178 T€ erzielt. Die Umsatzerlöse liegen insbesondere aufgrund geringerer Bau-
leistungen für das Geschäftsfeld Glasfaser der Stadtwerke Münster unterhalb der ge-
planten Umsatzerlöse in Höhe von 88.444 T€. Die Verzögerungen bei der Bautätigkeit
sind unter anderem durch eine Ausweitung von Sondie rungspflichten im Zusammen-
hang mit dem Nachweis der Kampfmittelfreiheit bedingt.
Spartenübergreifend:
Im Geschäftsjahr 2022 wurden 51,6 Mio. € in die Versorgungsnetze und Wasserwerke
investiert. Neben dem kontinuierlichen Ausbau des Leitungsnetzes und der Hausan-
schlüsse einschließlich der zu gehörigen Anlagen war ein wesent licher Schwerpunkt
die Erneuerung der Wasserwerke. Die Investitionsausgaben liegen aufgrund von Lie-
ferverzögerungen und Kapazitätsengpässen bei Dienstleistern unter dem Niveau der
geplanten Investitionen von 59,5 Mio. €.
Zum 31. Dezember 2022 be schäftigte die St adtnetze Münster 355 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter. Die Stadtnetze Münster verfügt über keine eigene Personalabteilung.
Alle Belange des Personalwesens werden dienstleistend von der Stadtwerke Münster
erbracht. Die Personalstrategie der Stadtnetze Münster entspricht der bei der Stadt-
werke Münster verfolgten Strategie. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter n ehmen re-
gelmäßig an Aus- und Weiterbildungen teil.
Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von 19.838 T€ liegt unter dem Planergeb-
nis von 27.200 T€. Ursäch lich hierfür sind ins besondere die im Zusammenhang mit
der Energiekrise und einer milden Witterung erheblich verringerten Erlöse aus Strom-
und Gasnetzentgelten. Diese verbrauchsbedingten Mindererlöse können jedoch über
das Regulierungskonto in Folgej ahren nachgeholt werden. Die höheren Strom- und
Gaspreise führten zu einem Anstieg der Aufwendungen für Netzverluste und Betriebs-
Anlage 4
Seite 6
verbräuche. Die Aufwendungen für Instandhaltungsleistungen liegen aufgrund gestie-
gener Preise für Material und Tiefbauleistungen in Verbindung mit einer etwa s um-
fangreicheren Wartungs- und Entstörungstätigkeit über dem geplanten Niveau. Höher
als geplante Personalaufwendungen sind unter anderem auf einmalige Aufwendungen
zurückzuführen.
Unter Berücksichtigung der Aus wirkungen einer in ihren Ausmaßen außergewöhn li-
chen Energie krise ist die Ent wicklung und die wirtschaftliche Lage der Stadtnetze
Münster für das Geschäftsjahr 2022 als zufriedenstellend zu beurteilen.
2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Stadtnetze Münster sind wesentlich ge-
prägt durch die langfristige Kapitalbindung in den Versorgungsnetzen sowie die Regu-
lierungsvorgaben.
Vermögenlage
Im Geschäftsjahr 2022 erfolgten Investitionen in Höhe von 51,7 Mio. € in immaterielle
Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen. Die Umsetzung der strategischen
Ziele der Stadtnetze Münster und das Gelingen der Energiewende machen erhebliche
Investitionen in die Versorgungsnetze und Wa sserwerke erforderlich. Dies zeigt sich
bereits an einem zum Vorjahr deutlich gestiegenen Investitionsvolumen.
Das Umlaufvermögen der Stadtnetze Münster setzt sich unter anderem aus 9.051 T€
Vorräten (Vorjahr: 4.970 T€), 10.098 T€ (Vorjahr: 9.433 T€) F orderungen aus Liefe-
rungen und Leistungen, 32 T€ (Vorjahr: 0 T€) Forderungen gegen verbundene Unter-
nehmen sowie 4.821 T€ (Vorjahr: 2.294 T€) sonstigen Ve rmögensgegenständen zu-
sammen. Der Anstieg der Vorräte betrifft sowohl einen höheren Bestand an unfertigen
Leistungen als auch eine umfangreichere Bevorratung von Material für den Leitungs-
und Anlagenbau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistun gen betreffen insbe-
sondere Forderungen aus Netzentgelten so wie gesetzlichen Umlagen. Die sonstigen
Vermögensgegenstände resultieren insbesondere aus i m Vorjahresvergleich deutlich
gestiegenen Erstattungsansprüchen gegen den Übertra gungsnetzbetreiber Amprion
sowie aus der Umsatzsteuer.
Der Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von 129 T€ (Vorjahr: 238 T€) ist im Vergleich
zum Vorjahr gesunken. Die Gesellschaft war j ederzeit in der Lage, ihre finanzie llen
Verpflichtungen zu erfüllen.
Finanzlage
Dem Vermögen steht an Eigenmi tteln ein gezeichnetes Kapital von 101 T€ und eine
Kapitalrücklage von 1 59.171 T€ gegenüber. Die Kapitalrücklage wurde im Zuge der
Ausgliederung des Geschäftsbereiches Versorgungsnetze auf die Stadtnetze Münster
im Geschäftsjahr 2020 gebildet. Die Eigenkapitalquote ist mit 47,9 % (Vorjahr: 54,7 %)
bezogen auf die Bilanzsumme weiterhin als hoch einzustufen.
Anlage 4
Seite 7
Die Rückstellungen für Pensionen und ähn liche Verpflichtungen bilden die Verpflich-
tungen gegenüber aktiven und ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter Be-
rücksichtigung der langjährigen Zinsentwicklung ab und entwickelten sich planmäßig.
Insbesondere dem Risiko einer mög lichen Unterdeckung der Kommunale Versor-
gungskassen Westfalen-Lippe, Münster, wur de durch die ratier liche Bildung einer
Rückstellung entgegengewirkt.
Eine Bildung von Rückstellungen für unterlassene Netzinstandhaltungen war im Ver-
gleich zum Vorjahr nur in geringem Umfang notwendig, weil die im Geschäftsjahr 2022
vorgesehenen Instandhaltungsmaßnahmen nahe zu vollständig bis zum Jahresende
abgeschlossen wurden.
Sofern für erhaltene Lieferungen und Leistungen noch keine Eingangsrechnungen vor-
lagen, wurden die zugehörigen Aufwendungen über die Bildung einer Rückstellung für
ausstehende Rechnungen periodengerecht abgegrenzt.
Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 17.413 T€ (Vor-
jahr: 8.752 T€) betrifft insbesondere Tief- und Leitungsbauleistungen sowie Einspeise-
vergütungen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 104.023 T€
(Vorjahr: 73.995 T€) bestehen zu 104.018 T€ gegenüber dem Gesellschafter. Die For-
derungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter werden wie im Vorjahr
miteinander verrechnet, sofern die Voraussetzungen hierfür erfü llt sind. Verbindlich-
keiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 54.220 T€ entfallen auf ein
langfristiges Gesellschafterdarlehen. Mit dem Gesellschafter ist eine laufzeitadäquate
und marktübliche Verzinsung des Darlehens vereinbart.
Die von den Anschlussnehmern erhaltenen Baukostenzuschüsse und Netzanschluss-
kostenbeiträge werden entsprechend der Regelungen des Energiewirtschaftsrechts in
passive Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und über 20 Jahre aufgelöst.
Die Bilanzsumme (332.243 T€; Vorjahr: 290.974 T€) hat sich um 41.269 T€ erh öht.
Der Anstieg resultiert im Wesent lichen aus der verstärkten Investitionstätigkeit und
dem damit verbundenen Wachstum des Sachanlagevermögens. Der Anteil des Anla-
gevermögens an der Bilanzsumme ist mit 92,6 % sehr hoch und spiegelt die Anlagen-
intensität des Netzbetriebes und der Wassergewinnung wider. Der Anteil der kurzfristig
zur Verfügung stehenden liquiden Mittel liegt unverändert zum Vorjahr bei 0,1 %.
Die Liquidität der Stadtnetze M ünster ist durch die Zugehörigkeit zum Stadtwer ke-
Münster-Konzern gesichert. Der Finanzmittelf onds besteht zum Stichtag au sschließ-
lich aus Bankguthaben.
Ertragslage
Die Umsatzerlöse wur den mit 141.979 T€ (Vorjahr: 137.063 T€) in den reg ulierten
Sparten Strom- und Gasnetz erzielt. In der Sparte M essstellenbetrieb für inte lligente
Messsysteme und mo derne Messeinricht ungen betragen die Umsatzerlöse 842 T€
Anlage 4
Seite 8
(Vorjahr: 623 T€). In den sonstigen Sparten wurden U msatzerlöse von 65.178 T€
(Vorjahr: 66.112 T€) erzielt.
Strom- und Gasnetz:
Die Umsatzerlöse in der Sparte Stromnetz liegen mit 106.002 T€ über dem Niveau des
Vorjahres und gliedern sich wie folgt:
in T€ 2022 2021 Verä nderung
Netzentgelte 66.203 64.665 1.538
Einspeisung EEG/KWKG 20.876 22.558 -1.682
Gesetzliche Umlagen 13.142 12.199 943
Sonstige Umsatzerlöse 5.781 3.836 1.945
Spartenumsatz Stromnetz 106.002 103.258 2.744
Die Umsatzerlöse aus Netzentgelten beinhalten auch die Erlöse au s dem Messstel-
lenbetrieb für konventionelle Messeinrichtungen sowie Konzessionsabgaben. Die Um-
satzerlöse aus Einspeis ung EEG/KWK umfassen insbesondere den Belastungsau s-
gleich durch den Übertragungsnetzbetreiber. Die sonstigen Umsatzerlöse enthalten
überwiegend Erlöse aus Baukostenzu schüssen und Netzan schlusskostenbeiträgen
sowie Mindermengenabrechnungen.
Der Umsatz aus Netzentgelten liegt mit 2,4 % über dem Niveau des Vorjahres, aber
deutlich unter den geplanten Umsatzerlösen. Der Anstieg ist bedingt durch gestiegene
Netznutzungsentgelte, welche sich für einen durch schnittlichen Haushaltskunden mit
einem Verbrauch von 3.500 kWh/Jahr um 4,9 % im Vergleich zum Preisblatt 2021 er-
höht haben. Die Durchleitungsmenge von 1.168 Mio. kWh liegt dagegen aufgrund der
Energiekrise rund 3,9% unter dem Vorjahr.
Die Umsatzerlöse aus Einspeisung EEG/KWKG sowie aus gesetzlichen Umlagen stel-
len für die Stadtnetze Münster, mit Ausnahme von Per iodenverschiebungen, grund-
sätzlich durchlaufende Posten dar. Der Rückgang resultiert insbesondere au s einer
erheblichen Reduzierung der vergüteten Marktprämien aufgrund der hohen Strom-
preise im Jahr 2022. Den niedrigeren Vergütungen steht jedoch eine deutliche Steige-
rung der Anzahl der dezentralen Erzeugungsanlagen im Stromnetz gegenüber, welche
überwiegend aus dem Ausbau der Solarerzeugung in Münster resultiert.
Der deutliche Anstieg der sonstigen Umsatzerlöse resultiert aus höheren Strompreisen
für die Abrechnung von Mindermengen an Lieferanten. Den gestiegenen Umsatzerlö-
sen aus der Abrechnung von Minde rmengen stehen höhere Materialaufwendungen
aus der Abrechnung von Mehrmengen gegenüber.
Die Umsatzerlöse in der Sparte Gasnetz haben sich um 6,4 % auf 35.977 T€ er höht
und gliedern sich wie folgt:
Anlage 4
Seite 9
in T€ 2022 2021 Veränderung
Netzentgelte 28.439 32.288 -3.849
Sonstige Umsatzerlöse 7.538 1.516 6.022
Spartenumsatz Gasnetz 35.977 33.804 2.173
Die Umsatzerlöse aus Netzentgelten beinhalten auch die Erlöse au s dem Messstel-
lenbetrieb für konventione lle Me sseinrichtungen so wie Konzessionsabgaben. Die
sonstigen Umsatzerlöse enthalten über wiegend Erlöse aus Baukostenzu schüssen
und Netzanschlusskostenbeiträgen sowie Mindermengenabrechnungen.
Der deutliche Rückgang der Umsatzerlöse aus Netzentgelten um 11,9 % resultiert ins-
besondere aus krisen- und witterungsbedingten Mengenrückgängen im Vergleich zum
Vorjahr. Die Durchleitungsmenge von 1.956 Mio. kWh bei Netzkunden mit einer men-
genbezogenen Abrechnung liegt mit einem außergewöhnlichen Rückgang von 17,7 %
deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Die Netznutzungsentgelte haben sich für
einen durchschnittlichen Haushaltskunden mit einem Verbrauch von 35.000 kWh/Jahr
dagegen um 2,3 % im Vergleich zum Preisblatt 2021 erhöht. Der deutliche Anstieg der
sonstigen Umsatzerlöse resultiert insbesondere aus höheren Gaspreisen für die Ab-
rechnung von Mindermengen an Lieferanten sowie die Inanspruchnahme einer im Vor-
jahr gebildeten Rückstellung für das Regulierungskonto.
Messstellenbetrieb für intelligente Messsysteme und moderne Messeinrichtungen:
In der Sparte Messstellenbetrieb für intelligente Messsysteme und moderne Messein-
richtungen wurden im Geschäftsjahr 2022 Umsatzerlöse von 842 T€ (Vorjahr: 623 T€)
erzielt. Der Einbau von modernen Messeinrichtungen läuft bereits seit mehreren Jah-
ren. Dagegen wurde im Geschäftsjahr 2022 nur eine überschaubare Anzahl von intel-
ligenten Messsystemen eingebaut.
Sonstige Sparten:
Die Umsatzerlöse in den sonstigen Sparten von 65.178 T€ (Vorjahr: 66.112 T€) setzen
sich wie folgt zusammen:
in T€ 2022 2021 Verä nderung
Netzentgelte Wassernetz 26.668 26.188 480
Netzentgelte Wärmenetz 14.020 13.732 288
Wassergewinnung 8.486 7.153 1.333
Bau-, Betriebsführungs- und sons-
tige technische Leistungen 15.070 17.635 -2.565
Sonstige 934 1.404 -470
Spartenumsatz Sonstige Sparten 65.178 66.112 -934
Der Anstieg der Umsatzerlöse im Wassernetz um 1,8 % und im Wärmenetz um 2,1 %
resultiert insbesondere aus einer Anpassung der Pauschalpreise aufgrund der Erwei-
terung dieser Netze. Die Umsatzerlöse aus der Wassergewinnung liegen aufgrund ei-
ner Erhöhung des abgerechneten Referenzpreises über dem Niveau des Vorjahres.
Anlage 4
Seite 10
Der Rückgang der Umsatzerlöse aus Bau-, Betriebsführungs- und so nstigen techni-
schen Leistungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert insbesondere aus einem Rück-
gang der an die Stadtwerke Münster abgerechneten Bauleistungen für das Geschäfts-
feld Glasfaser.
Spartenübergreifend:
Die aktivierten Eigenleistungen von 13.512 T€ (Vorjahr: 11.784 T€) entfallen vor allem
auf die Aktivierung von Netzbaumaßnahmen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfa ssen im Geschä ftsjahr 2022 insbesondere
Erstattungen von Wasserentnahmeentgelten, Schadenersatzzahlungen für Leitung s-
beschädigungen durch Dritte sowie Erträge aus Anlagenabgängen.
Der Materialaufwand erhöhte sich um 7.798 T€ auf 116.304 T€ und umfasst insbeson-
dere Einspeisevergütungen nach EEG und KWK G, Material- und Fremdleistungsauf-
wendungen für die Erbringung von Bau- und Betriebsführungsleistungen sowie die In-
standhaltung und den Betrieb der Versorg ungsnetze und Wasserwerke, Aufwendun-
gen für die Nutzung vorgelagerter Netze und vermied ene Netzentgelte, die Weiterlei-
tung der vereinnahmten gesetzlichen Umlagen an den Übertragungsnetzbetreiber so-
wie Energie- und Wasserverbräuche. Der Anstieg des Mate rialaufwandes ergibt sich
insbesondere aus höheren Preisen für die Abrechnung von Mehrmengen an Lieferan-
ten und ko rrespondiert mit der Ent wicklung der Mindermengenabrechnungen in d en
Umsatzerlösen. Die Aufwen dungen für die Nutzung des vorgel agerten Strom- und
Gasnetzes sind ebenfalls preisbedingt deutlich angestiegen. Demgegenüber sind die
Aufwendungen für Material- und Fremdleistungen im Z usammenhang mit der Erbrin-
gung von Bau- und Betriebsführungsleistungen sowie für Einspeisevergütungen nach
EEG und KWKG gegenüber dem Vorjahr gesunken.
Der Personalaufwand von 29.814 T€ (Vorjahr: 28.214 T€) spiegelt die personelle Ent-
wicklung der Stadtnetze Münster im Zusammenhang mit der Erschließung neuer Ge-
schäftsfelder und der Übernahme neuer Aufgaben sowie Tarifsteigerungen wieder. Mit
Blick auf die strategische Ausrichtung der Stadtnetze Münster und die Gestaltung effi-
zienter Strukturen wurde die Organisation im Jahr 2022 weiterentwickelt.
Die planmäßigen Abschreibungen entfallen insbesondere auf das Sachanlagevermö-
gen der Versorgungsnetze und Wasserwerke.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 41.262 T€ (Vorjahr: 41.922 T€) bein-
halten insbesondere Konze ssionsabgaben, Aufwendungen für Shared-Servi ce-Leis-
tungen und Gebäudenutzung der Stadtwerke Münster, IT - und Beratungsleistungen
sowie Gebühren, Beiträge und Abgaben. Der Rü ckgang der sonstigen betrieb lichen
Aufwendungen ist durch eine geringere Abführung von Konzessionsabgaben im Zu-
sammenhang mit den gesunkenen Strom- und Gasverbrauchsmengen begründet.
Das unter Berücksichtigung der krisenbedingten Einflüsse zufriedenstellende Jahres-
ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von 19.838 T€ (Vorjahr: 20.692 T€) wurde
aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages an die
Stadtwerke Münster abgeführt.
Anlage 4
Seite 11
3. Pr ognosebericht einsch ließlich der Chan cen und Risiken der zukün ftigen
Entwicklung
Strom- und Gasnetz:
Das Geschäftsjahr 2023 ste llt das letzte J ahr der dritten Regulierungsperiode Strom
dar. Die Erlösobergrenze 2023 wurde auf Basi s der vorliegenden Festlegung der Er-
lösobergrenzen ermittelt. Es wurden die festgelegte n Effizienzvorgaben und Antrags-
werte bei der Ermittlung der Erlösobergrenze berücksichtigt.
Die Stadtnetze Münster erwartet in der Sparte Stromnetz eine Steigerung der Umsatz-
erlöse aus Netzentgelten von ca. 14,2 % bezogen auf den Um satz des
Geschäftsjahres 2022 von 66.203 T€. Der Anstieg der Umsatzerl öse ergibt sich aus
einer deutlichen Erhöhung der Erlösobergren ze, insbesondere aufgrund der erheb li-
chen Preisanstiege bei der Be schaffung von Verlustenergie u nd im vor gelagerten
Netz. Die Netznutzungsentgelte erhöhen sich für einen durch schnittlichen Haushalts-
kunden mit einem Verbrauch von 3.500 kWh/Jahr um 18,8 % im Vergleich zum Preis-
blatt 2022. Aufgrund der fortdauernden Energiekrise gehen die S tadtnetze Münster
davon aus, dass sich die Durchleitungsmenge im Ge schäftsjahr 2023 nur geringfügig
auf 1.180 Mio. kWh erhöhen wird.
Das Geschäftsjahr 2023 stellt das erste Jahr der vierten Regulierungsperiode Gas dar.
Die Erlösobergrenze 2023 wurde auf Basis des von der Regu lierungsbehörde mitge-
teilten Ausgangsniveaus ermittelt. Ein Beschluss über die Festlegung der Erlösober-
grenzen liegt noch nicht vor. Zudem wurd en die E ffizienzvorgaben der 3. Regu lie-
rungsperiode fortgeschrieben und Antragswerte bei de r Ermi ttlung der Erlösober-
grenze berücksichtigt.
In der Sparte Gasnetz erwartet die Stadtnetze Münster eine Erhöhung der Umsatzer-
löse aus Netzentgelten v on ca. 8,7 % bezogen auf den Umsatz des Geschäftsjahres
2022 von 28.439 T€. Die Festlegung niedriger Eigenkapitalzinsätze durch die Bundes-
netzagentur für die 4. Regulierungsperiode mindert die Erlösobergrenze erheblich. Ge-
genläufig wirkt jedoch ein enormer Preisanstieg im vorgelagerten Netz, sodass die Er-
lösobergrenze insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres liegt. Bei der Ermittlung der
Netzentgelte für das Jahr 2023 wurde jedoch aufgrund der fortdauernden Energiekrise
von einer erheblich niedrigeren Durchleitungsmenge für Kunden mit einer mengenbe-
zogenen Abrechnung von 1.820 Mio. kWh ausgegangen. Die Netzentgelte für ei nen
durchschnittlichen Haushaltskunden mit einem Verbrauch von 35.000 kWh/Jahr sind
um 15,0 % im Vergleich zum Vorjahr angestiegen.
Die Stadtnetze Münster als bisherige Konzessionsnehmerin haben sich im November
2022 aus dem Konzessionsverfahren für das Gasnetz der Stadt Drensteinfurt zurück-
gezogen. Mit einem Abschluss des Verfahrens zur Übertragung des Gasnetzbetriebes
auf einen neuen Konzessionsnehmer ist frühestens zum 01.01.2024 zu rechnen.
Die gesetzlich vorgeschriebene Umstellung der Gasqualität von L-Gas auf H-Gas er-
folgt in Münster gemä ß dem überregionalen Netzentwicklungsplan Gas der Fernlei-
tungsnetzbetreiber ab dem Jahr 2026. Bis dahin müssen sämtliche mit Erdgas betrie-
Anlage 4
Seite 12
benen Geräte im betroffenen Netzgebiet erhoben und auf die Umstellung der Gasqua-
lität vorbereitet werden. Die im Jahr 2 024 beginnende Erhebung der Erdgas-Geräte
befindet sich bereits in der Vorbereitung.
Messstellenbetrieb für intelligente Messsysteme und moderne Messeinrichtungen:
Der sukzessive Einbau von modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsys-
temen führt zu einer stetigen Erhöhung der Umsatzerlöse. Für das Geschäftsjahr 2023
werden Umsatzerlöse in Höhe von 1.111 T€ (Ge schäftsjahr 2022: 842 T€) erwartet,
welche im Wesentlichen aus dem Einbau moderner Messeinrichtungen resultieren.
Sonstige Sparten:
In den sonstigen Sparten sind Umsatzerlöse in Höhe von 104.670 T€ (Geschäftsjahr
2022: 65.178 T€) geplant. Diese beinhalten im Wesentlichen Umsatzerlöse aus Was-
sernetzentgelten von 26.906 T€ (Geschäftsjahr 2022: 26.668 T€), aus Wärmenetzent-
gelten von 14.514 T€ (Ge schäftsjahr 2022: 14.020 T€), aus der Wa sserlieferung von
10.036 T€ (Ge schäftsjahr 2022: 8.486 T€) so wie au s Betriebsführungs-, Bau- und
sonstigen technischen Leistungen von 50.420 T€ (Geschäftsjahr 2022: 15.070 T€).
Bei den Netzentgelten für das Wasser- und Wärmenetz handelt es sich im Wesent li-
chen um Pauschalentgelte, welche entsprechend des er warteten Netzwachstums für
das Jahr 2023 vereinbart wurden. Der erhebliche, ausschließlich preisbedingte Anstieg
der Aufwendungen für Wärmeverluste und Betriebsverbräuche um voraussichtlich 8,4
Mio. € im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 konnte jedoch nicht in steigende Netzent-
gelte umgesetzt werden. Hierdurch wird das Jahresergebnis der Stadtnetze Münster
erheblich belastet.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 haben die Stadtwerke Münster ihren Ante il an der
Westfälischen Fernwärmeversorgung von 50 % durch Erwerb der Geschäftsanteile der
Stadtwerke Dinslaken auf 100 % erhöht. Zum gleichen Stichtag wird die Westfälische
Fernwärmeversorgung auf die Stadtwerke Münster ver schmolzen. Das Fernwä rme-
netz der auf die Stadtwerke Münster verschmolzenen Westfälischen Fernwärmever-
sorgung wird sodann auf die Stadtnetze Münster ausgegliedert. Die beiden Umwand-
lungsvorgänge sollen im J uni bzw. August 2023 beurkundet werden. Die Mitarbeiter
der Westfälischen Fernwärme werden mit Ab schluss des Verschmelzungsvorgangs
auf die Stadtnetze Münster übergehen.
Die Wa sserlieferungen der Wa sserwerke wer den mit einem Referenzpreis an die
Stadtwerke Münster abgerechnet.
Die geplanten Umsatzerlöse aus Betriebsführungs-, Bau- und sonstigen technischen
Leistungen basieren auf den vorau ssichtlich entstehenden Kosten bzw. vereinbarten
Leistungsverzeichnissen. Vor a llem der forcierte Ausbau des Glasfasernetzes im
Stadtgebiet Münster wird im Jahr 2023 zu einer Erhöhung des Auftragsvolumens füh-
ren, wobei die Umsetzung der geplanten Baumaßnahmen in erheblichem Maße von
positiven Rahmenbedingungen abhängt.
Anlage 4
Seite 13
Spartenübergreifend:
Für das Geschäftsjahr 2023 ist ein Investition svolumen von 66,8 Mio. € vorgesehen.
Neben der kontinuier lichen Erneuerung und Erweiterung der Versorgungsnetze wird
ein wesentlicher Schwerpunkt auf dem Kapazitätsausbau im Stromnetz sowie der zu-
kunftsorientierten Erneuerung der Wasserwerke liegen.
Die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne A uszubildende) wird zum Jah-
resende 2023 voraussichtlich auf 374 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ansteigen.
Für das Geschäftsjahr 2023 wird mit einem im Vergleich zum Gesc häftsjahr 2022 er-
heblich niedrigerem Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von 12.306 T€ gerechnet.
Der Ergebnisrü ckgang ist insbeson dere durch erheb lich gestiegene Preise für Be-
triebsverbräuche und Net zverluste verursacht, welche insbesondere in den Sparten
Wasser- und Wärmenetz nicht durch höhere Netzentgelte komp ensiert werden k ön-
nen.
Chancen und Risiken:
Die Umsetzung der bestehenden Rechtslage und die weitere Marktent wicklung bein-
halten Chancen und Risiken für die Stadtnetze Münster.
Die Stadtnetze Münster ist in das Risikomanagementsystem der Stadtwerke Münster
eingebunden. In diesem Rahmen erfolgt eine regelmäßige Risikobetrachtung ergänzt
durch planmäßige Gespräche zwischen den Geschäftsführungen der Gesellschaften.
Das Risikomanagementsystem si eht die kontinuier liche Risikoidentifikation,
-klassifizierung und -bewertung durch die Risikoverantwort lichen, aktive Risikosteue-
rungsmaßnahmen, die Einrichtung eines Frühwarn systems sowie die Ü berwachung
und Überprüfu ng der Angemessenheit und Funktionsfähigkeit des Risikomanage-
mentsystems vor.
Seit Februar 2022 dominiert der Angriff Russlands auf die Ukraine das politische, ge-
sellschaftliche u nd wirtschaftliche Ge schehen. Ins besondere die west lichen Länder
haben auf die In vasion mit massiv en Sanktionen gegenüber Russland reagiert. Der
Krieg in der Ukraine hat zu deutlichen Verwerfungen und Preisanstiegen an den Ener-
giemärken geführt. Die Folgen des Ukraine Krieges u nd der Ent wicklungen an den
Energiemärkten werden von der Stadtnetze Münster stetig neu bewerte t. Erlösrück-
gängen und Kostensteigerungen wird dabei im Rahmen der bestehenden Möglichkei-
ten entgegengewirkt.
Die Gef ahr einer Gasmange llage in Folge der Einste llung der Gas lieferungen aus
Russland besteht weiterhin. Allerdings hat sich die Ausgangslage im Laufe des letzten
Jahres durch die teilweise Substitution der russischen Gaslieferungen durch Gasliefe-
rungen aus Norwegen und den Niederlanden, die Inbetriebnahme neuer LNG-Termi-
nals und die e rreichten Verbrauchseinsparungen deutlich verbessert. Sollte es wider
Erwarten zu einer Ga sknappheit kommen, sind die Stadtnetze Münster gemäß d en
Regelungen des § 16 EnWG verpf lichtet, eine notwendige Abschaltung von Gaskun-
den umzusetzen. Hieraus können Erlösrückgänge, Ha ftungsrisiken und ungeplante
Kosten z.B. für Außer- und Wiederinbetriebnahmen sowie Entstörungen entstehen.
Anlage 4
Seite 14
Das Mengenrisiko aufgrund von Änderungen im Verbrauchsverhalten oder witterungs-
bedingten Schwankungen der Durchleitungsmengen in den Sparten Strom- und Gas-
netz wird über das Regulierungskonto ausgeglichen, so dass mittelfristig die Umsatz-
erlöse den genehmigten Erlösobergrenzen entsprechen. Jedoch können die Umsatz-
erlöse aus Netzentgelten in einzelnen Jahren aufgrund von ungeplanten Rückgängen
bei den Durchleitungsmengen unterhalb der Erlösober grenze liegen und das Jahres-
ergebnis belasten. Ein Ausgleich über das Regulierungskonto erfolgt erst in den nach-
folgenden Jahren.
Die Stadtnetze Münster ist gesetzlich verpflichtet, fremden Lieferanten Netzzugang zu
gewähren. Insbesondere vor dem Hintergrund der Energiekrise und der volat ilen Be-
schaffungspreisentwicklung an den Strom- und Gasbörsen steigt das Risiko von For-
derungsausfällen fremder Lieferanten. Um das Risiko von Zahlungsausfällen aufgrund
von Insolvenzen zu reduzieren wird ein bedarfsgerechtes Forderungsmanagement
durchgeführt, welc hes neben einem Bonitätsmonitoring und zeitnahen Ma hnwesen
auch die Anforderung von Vorau szahlungen und in letzter Konsequenz den Entzug
der Netznutzung im gesetzlich zulässigen Rahmen vorsieht.
Die Stadtnetze M ünster führt derzeit gemeinsam mit vielen anderen N etzbetreibern
Beschwerdeverfahren gegen die Festlegung des generellen sektoralen Produktivitäts-
faktors für das Stromnetz und der Eigenkapitalzinssätze für die 4. Regulierungsperiode
im Strom- und Gasnetz durch die Bundesnetzagentur. Zu welchen Zeitpunkt die Er-
gebnisse der Beschwerdeverfahren abschließend feststehen, ist derzeit nicht abseh-
bar. Für das Ge schäftsjahr 2023 ergeben sich hieraus jedoch vorau ssichtlich keine
wesentlichen Auswirkungen.
Die derzeitige Ausgestaltung der Anreizregu lierung und der behörd lichen Regu lie-
rungspraxis im Strom- und Gasnetz schränkt die Handlungsfähigkeit der Netzbetreiber
massiv ein. Durch die Festlegung neuer Effizienzvorgaben für die Netzbetreiber durch
die Bundesnetzagentur zu Beginn der vierten Regulierungsperiode drohen zudem wei-
tere Erlö skürzungen. Das Ge lingen der Energiewende und die Transfo rmation der
Energienetze hängt jedoch in erheblichem Maße von der erfolgreichen Umsetzung in
den Verteilnetzen ab.
Der Rollout von intelligenten Messsystemen erfordert umfangreiche Prozess- und Sys-
temanpassungen. Der fläch endeckende Rollout von inte lligenten Messsystemen hat
sich jedoch aufgrund der recht lichen Bedenken des Oberverwaltungsgerichtes Nord-
rhein-Westfalen gegen die Marktverfügbarkeitserklärung des BSI weiter verzögert. Der
im Februar 2023 veröffentlichte Regierungsentwurf eines Gesetzes zum Neustart der
Digitalisierung der Energiewende (G NDEW) des Bundesministeriums für Wirt schaft
und Klimaschutz sieht eine kurzfristige Anpassung der Prozesse und Vorgaben im in-
telligenten Messwesen vor. Die Umsetzung wird mit weiter en Aufwänden verbunden
sein. Für das Ge schäftsjahr 2023 ist noch kein Einbau einer signifikanten S tückzahl
von intelligenten Messsystemen geplant.
Wie für jeden Netzbetreiber g ilt auch für die Stadtnetze Münster, da ss die stetig stei-
gende Komplexität der Marktproze sse im Strom- u nd Gasnetz und die weiter zuneh-
mende dezentrale Erzeugung zu Anpa ssungen in den eigenen Ge schäftsprozessen
Anlage 4
Seite 15
und IT-Systemen führt. Die Umsetzung neuer Anforderungen wird zusätzliche Aufwen-
dungen verursachen und kann insbesondere in der Ein führungsphase zu instab ilen
Prozessen führen. Fehler bei der Abbildung der Marktprozesse oder dem Belastungs-
ausgleich für Einspeisevergütungen können das Jahresergebnis belasten.
Chancen und Risiken mit Blick auf das Jahresergebnis bestehen auch bei der Durch-
führung und der Preisent wicklung von Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen. Lie-
ferengpässe und Rohstoffknappheiten führen derzeit in fast allen Bereichen zu starken
Preissteigerungen und Verzögerungen. Die Stadtnetze Münster können sich den ho-
hen Preissteigerungen, trotz europaweiter Ausschreibungen, nicht entziehen. Einspar-
maßnahmen dürfen jedoch nicht zu Lasten der Versorgungsqualität gehen.
Im Fernwärmenetz werden auch in den kommenden Jahre n umfangreiche Erneue-
rungsmaßnahmen durchgeführ t, welc he aufgrund des fort schreitenden Alters des
Wärmenetzes notwendig sind. Durch das Alter dieser Leitungen in Verbindung mit zu-
sätzlichen Materialbelastungen aus einer zeitweisen, insta ndsetzungsbedingten Au-
ßerbetriebnahme von Teilstücken erhöht sich das Risiko einer Materialermüdung und
damit verbundenen Rissbildung. Die Instandsetzung solcher Mängel ist aufgrund der
technischen Eigenschaften des Wärmenetzes kostenintensiv und kann zu einer Über-
schreitung der für die Instandhaltung eingeplanten Aufwendunge n führen. Ebenso
können bauliche Verzögerungen bei diesen Maßnahmen im schlimmsten Fall zu einer
Einschränkung der Wärmeversorgung und Mehrkosten für eine Ersatzversorgung der
Kunden führen.
Die Stadtnetze Münster erschließt im Auftrag der Stadtwerke Münster das Stadtgebiet
Münster mit Glasfaser. Die erbrachten Leistungen werden unter anderem auf Basis
vereinbarter Leistungsverzeichnisse mit mengenbasierten Stückpreisen an die Stadt-
werke Münster abgerechnet. Mehr- oder Minderkosten bei der Er schließung wirken
sich unmittelbar auf das Ergebnis der Stadtnetze Münster aus.
Eine veränderte Vorgehensweise der zuständigen Ordnun gsbehörden in der Kampf-
mittelüberprüfung und die Nutzung neueren Luftbildmaterials führen in Münster zu ei-
ner deutlichen Erhöhung von Sondierungsfällen. Durch die ver schärften Anforderun-
gen besteht, im Zusammenhang mit einer weiter zunehmenden Bautätigkeit der Stadt-
netze Münster im Glasfaserausbau und für die Erneuerung und Erweiterung der Ener-
gienetze, das Risiko höherer Kosten und von Verzögerungen.
Die europäische Zentralbank wirkt der anhaltend hohen Inflation zunehmend mit Zins-
erhöhungen entgegen. Dies sorgt für einen d eutlichen Anstieg der Kreditzinsen. Der
für die Stadtnetze Münster wichtige Zinssatz für längerfristige Kredite hat sich inner-
halb kurzer Zeit deutlich erhöht. Dies führt in A nbetracht der kapita lintensiven Ge-
schäftstätigkeit und der notwendigen Investitionen in die Zukunft der Energie-, Wärme-
und Wasserversorgung zu deutlich steigenden Zinsaufwendungen.
Unter Berücksichtigung dieser Faktoren und der erheblich durch die Energiekrise ge-
prägten Ertragslage geht die Stadtnetze Münster von einer zufriedenste llenden Ge-
schäftsentwicklung und einem positiven Jahreserge bnis vor Ergebnisabführung in
Höhe von 12.306 T€ im Geschäftsjahr 2023 aus.
Anlage 4
Seite 16
4. Ö ffentliche Zwecksetzung nach der Gemeindeordnung NRW
Über die Einhaltung der ö ffentlichen Zwe cksetzung und Zwe ckerreichung der
Stadtnetze Münster im Geschäftsjahr 2022 gemäß § 108 Abs. 3 Nr. 2 der Gemeinde-
ordnung Nordrhein-Westfalen wird gleichzeitig mit dem Jahresabschluss und dem La-
gebericht an den Gesellschafter getrennt berichtet. Die öffentliche Zwecksetzung und
Zweckerreichung wurden eingehalten.
Münster, den 04. Mai 2023
Stadtnetze Münster GmbH
Franz Süberkrüb Alexandra Rösing
Anlage 5/1
31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
€ € € € € € € € € € € € € €
A. Anlageverm ögen
I. I mmaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten 722.923,40 743.281,00 245.540,51 230.554,15 11.025,11 8. 381,21 682.265,12 676.754,78 1.661.754,14 1.658.971,14 - - 1. 661.754,14 1.658.971,14
II. Sachanl agen
1. Gr undstücke und Bauten 8. 662.827,83 7.868.550,05 1.353.327,69 1.557.139,78 250,0 1 212,74 11.043.462,25 11.502.834,54 21.059.867,78 20.92 8.737,11 - - 21.059.867,78 20.928.737,11
2. Verte ilungsanlagen 108.621.017,14 97.641.550,92 39.983.069,09 37.990.085, 72 662,43 569,70 99.109.143,34 83.194.259,66 247.713.892 ,00 218.826.466,00 - - 247.713.892,00 218.826.466,00
3. Tec hnische Anlagen und Maschinen 32.452,81 34.703,20 154.493,17 182.102,42 546,48 472,52 1 1.986.848,54 12.097.041,86 12.174.341,00 12.314.320,00 - - 12.174.341,00 12.314.320,00
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1. 819.659,69 2.018.422,78 584.974,62 730.616,94 25.800,98 25.187,90 2 .717.797,71 3.020.878,38 5.148.233,00 5.795.106,00 - - 5. 148.233,00 5.795.106,00
5. Geleistete Anzahl ungen und Anlagen im Bau 5.506.009,41 4.569.178,25 2.586.793,21 980. 654,22 3.205,31 3.382,78 11.777.818,56 8.407.236,54 19.8 73.826,49 13.960.451,79 - - 19.873.826,49 13.960.451,79
124.641.966,88 112.132.405,20 44.662.657,78 41.440.599 ,08 30.465,21 29.825,64 136.635.070,40 118.222.250,98 30 5.970.160,27 271.825.080,90 - - 305.970.160,27 271.825.080,90
III. Finanzanl agen
Sonstige Ausleihungen 27.524,56 37.827,94 10.987,95 15.988,74 512,49 581,24 29. 308,07 40.886,55 68.333,07 95.284,47 - - 68.333,07 95.284,47
B. Umlaufverm ögen
I Vo rräte
1. Roh- , Hilfs- und Betriebsstoffe 1. 777.639,78 1.079.734,79 727.797,50 539.938,86 - - 3. 092.930,39 2.035.596,64 5.598.367,67 3.655.270,29 - - 5. 598.367,67 3.655.270,29
2. Unfertige Leist ungen 11.639,84 610,81 80.056,46 200,03 93,54 3,73 3.360.824,62 1.313.973,45 3.452.614,46 1.314.788,0 2 - - 3. 452.614,46 1.314.788,02
1.789.279,62 1.080.345,60 807.853,96 540.138,89 93,54 3,73 6.453.755,01 3.349.570,09 9.050.982,13 4.970.058,3 1 - - 9.050.982,13 4.970.058,31
II. For derungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forder ungen aus Lieferungen und Leistungen 5.298.679,27 5.090.367,57 942.770,04 1.284.169,91 11 1.661,52 108.866,17 3.745.382,79 2.949.852,47 10.098.49 3,62 9.433.256,12 - - 10.098.493,62 9.433.256,12
2. Forder ungen gegen verbundene Unternehmen 32.364,00 - - - 102.020,24 102.946,03 - - 134.384,24 102.946,03 -102.020,24 -102.946,03 32.364,00 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.652.152,46 1.566.12 5,08 129.005,67 81.883,93 11.870,02 10.262,85 1.027.901, 00 635.288,87 4.820.929,15 2.293.560,73 - - 4. 820.929,15 2.293.560,73
8.983.195,73 6.656.492,65 1.071.775,71 1.366.053,84 225 .551,78 222.075,05 4.773.283,79 3.585.141,34 15.053.807 ,01 11.829.762,88 -102.020,24 -102.946,03 14.951.786,77 11.726.816,85
III. Guth aben bei Kreditinstituten 50.556,71 74.060,48 24.904,95 71.335,69 395,82 467,91 52. 871,78 92.739,03 128.729,26 238.603,11 - - 128.729,26 238.603,11
C. Rec hnungsabgrenzungsposten 403.996,82 451.422,46 2.503,18 2.503,16 59,33 46,76 4.520,35 4.876,58 411.079,68 458.848 ,96 - - 411.079,68 458.848,96
136.619.443,72 121.175.835,33 46.826.224,04 43.667.173 ,55 268.103,28 261.381,54 148.631.074,52 125.972.219,35 332.344.845,56 291.076.609,77 -102.020,24 -102.946,03 3 32.242.825,32 290.973.663,74
Münster, 04. Mai 2023
Franz Süberkrüb Alexandra Rösing
Aktivseite
GasverteilungsnetzElektrizitätsverteilungsnetz
Umgliederung
aufgrund von
Konsolidierungen
Gesamt
andere Tätigkeiten
außerhalb Elektrizitäts- und
Erdgassektor
ZwischensummeTätigkeitsabschluss der Stadtnetze M ünster GmbH
Bilanz nach Tätigkeiten per 31.12.2022
Tätigkeiten aus modernem +
intelligentem Mess-
stellenbetrieb
Anlage 5/2
Passivseite 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 3 1.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31 .12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
€ € € € € € € € € € € € € €
A. Zugeordnetes Eigenkapital 61.546.158,63 64.186.765,24 15.042.385,56 14.990.780,6 5 -75.493,11 103.797,17 82.758.960,50 79.990.668,52 159 .272.011,58 159.272.011,58 - - 159.272.011,58 159.272.011,58
B. Rückste llungen
1. Rückste llungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen 5.445.167,21 4.996.907,60 2.173.741,03 2.112.043,06 1 01.387,18 76.778,69 5.797.994,58 5.400.939,65 13.518.29 0,00 12.586.669,00 - - 13.518.290,00 12.586.669,00
2. Steue rrückstellungen 4.513,83 526,88 1.456,93 1.212,79 8,40 - 28.174,41 3.785,43 34.153,57 5.525,10 - - 34.153,57 5.525,10
3. Sonstige Rückste llungen 2.238.460,25 1.606.850,34 803.694,82 1.481.568,74 21.28 2,77 13.416,27 1.271.861,13 1.089.517,59 4.335.298,97 4. 191.352,94 - - 4. 335.298,97 4.191.352,94
7.688.141,29 6.604.284,82 2.978.892,78 3.594.824,59 122 .678,35 90.194,96 7.098.030,12 6.494.242,67 17.887.742, 54 16.783.547,04 - - 17.887.742,54 16.783.547,04
C. Verbi ndlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen au f Bestellungen 122.065,32 190.246,52 8.655,74 15.873,38 - - 46.608,33 85.608,48 177.329,39 291.728,38 - - 177.329,39 291.728,38
2. Verbind lichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.063.637,34 3.765. 721,40 1.497.195,86 891.010,32 213.440,96 60.012,61 6.63 8.674,94 3.855.141,25 17.412.949,10 8.571.885,58 - - 17.412.949,10 8.571.885,58
3. Verbind lichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.313.068,89 27 .219.935,70 19.458.784,60 15.928.158,27 - - 45.353.171,00 30.950.240,44 104.125.024,49 74.098.334, 41 -102.020,24 -102.946,03 104.023.004,25 73.995.388, 38
davon gegenüber Gesellschaftern 39.308.496,32 27.213.278,45 19.458.784,60 15.928.158,2 7 - - 45.353.171,00 30.950.240,44 104.120.451,92 74.091.677,16 -102.020,24 -102.946,03 104.018.431,68 73.988.731,13
4. Sonstige Verbind lichkeiten 785.000,97 909.033,78 271.103,56 314.774,95 7.422,01 7.3 76,80 959.707,80 855.762,35 2.023.234,34 2.086.947,88 - - 2. 023.234,34 2.086.947,88
davon aus Steuern 774.406,00 763.941,51 269.222,18 260.137,28 7.380,47 5.6 37,28 524.119,03 533.735,31 1.575.127,68 1.563.451,38 - - 1.575.127,68 1.563.451,38
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit - - - - - - - - - - - - 0,00 0,00
49.283.772,52 32.084.937,40 21.235.739,76 17.149.816,9 2 220.862,97 67.389,41 52.998.162,07 35.746.752,52 123.7 38.537,32 85.048.896,25 -102.020,24 -102.946,03 123.6 36.517,08 84.945.950,22
D. Rec hnungsabgrenzungsposten 18.101.371,28 18.299.847,87 7.569.205,94 7.931.751,39 5 5,07 - 5. 775.921,83 3.740.555,64 31.446.554,12 29.972.154,90 - - 31.446.554,12 29.972.154,90
136.619.443,72 121.175.835,33 46.826.224,04 43.667.173 ,55 268.103,28 261.381,54 148.631.074,52 125.972.219,35 332.344.845,56 291.076.609,77 -102.020,24 -102.946,03 332.242.825,32 290.973.663,74
Münster, 04. Mai 2023
Franz Süberkrüb Alex andra Rösing
Umgliederung
aufgrund von
Konsolidierungen +
Zuordnung Eigen kapital
GesamtZwischensummeTätigkeitsabschluss der Stadtnetze M ünster GmbH
Bilanz nach Tätigkeiten per 31.12.2022
Gasverteilungsnetz andere Tätigkeiten
außerhalb Elektrizitäts- und ErdgassektorElektrizitätsverteilungsnetz
Tätigkeiten aus modernem +
intelligentem Mess-
stellenbetrieb
Anlage 5/3
2022 2021 2022 2021 2022 2021 2022 2021 2022 2021
€ € € € € € € € € €
1. Umsatzerlöse, extern 106.002.362,00 103.258.373,06 35.976.568,05 33.804.411,88 841.900,14 622.778,43 65.178.525,25 66.111.826,05 207.999.355,44 203.797.389,42
2. Umsatzerlöse, intern 84.768,72 78.348,00 - - - - 23.313.787,76 21.978.479,67 23.398.556,48 22.056.827,67
3. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen - 3. 793,76 - 76.107,31 - - - 2. 061.719,13 803.606,18 - 2. 137.826,44 807.399,94 -
4. Andere aktivierte Eigenleistungen 6.842.578,91 5. 892.318,31 1.636.899,89 1. 513.683,70 - - 5. 032.790,50 4. 377.635,13 13.512.269,30 11.783.637,14
5. Sonstige betriebliche Erträge, extern 115.204,89 170.188,54 3.992,73 21.657,22 - - 1. 095.090,63 775.169,17 1. 214.288,25 967.014,93
6. Sonstige betriebliche Erträge, intern - - - - - - 503.676,87 256.306,79 503.676,87 256.306,79
7. Materialaufwand, extern
a) Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 31.539.593,48 30.621.883,15 7.499.727,56 2. 445.642,65 - - 12.552.513,37 9. 006.114,27 51.591.834,41 42.073.640,07
und für bezogene Waren
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 38.051.191,42 34.930.395,25 8.758.518,74 9. 946.099,29 622.056,76 488.348,90 17.280.444,39 21.067.277,09 64.712.211,31 66.432.120,53
69.590.784,90 65.552.278,40 16.258.246,30 12.391.741,94 622.056,76 488.348,90 29.832.957,76 30.073.391,36 116.304.045,72 108.505.760,60
8. Materialaufwand, intern
Aufwendungen für bezogene Leistungen, intern 16.542.099,92 15.319.183,38 6.550.263,29 6. 495.378,82 290.807,71 228.045,35 15.385,56 14.220,12 23.398.556,48 22.056.827,67
9. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - - - - - - 23.020.506,37 21.710.504,57 23.020.506,37 21.710.504,57
b) Soziale A bgaben und Aufwendungen für Altersversorgung - - - - - - 6. 793.472,78 6. 503.545,54 6. 793.472,78 6. 503.545,54
und für Unterstützung
davon für Altersversorgung - - - - - - 2.323.164,12 2. 237.509,25 2.323.164,12 2. 237.509,25
- - - - - - 29.813.979,15 28.214.050,11 29.813.979,15 28.214.050,11
10. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen 5.150.887,90 4. 756.431,29 1.811.003,82 1. 793.936,01 - - 8. 321.433,60 7. 739.824,95 15.283.325,32 14.290.192,25
11. Sonstige betriebliche Aufwendungen, extern
a) K onzessionsabgaben 10.155.980,39 10.851.583,07 1.189.982,28 1. 426.581,60 - - 5. 967.736,98 5. 897.054,00 17.313.699,65 18.175.218,67
b) Übri ge betriebliche Aufwendungen 6.150.440,29 5. 789.530,80 4.696.333,50 4. 432.167,18 - - 13.101.121,13 13.525.527,52 23.947.894,92 23.747.225,50
16.306.420,68 16.641.113,87 5.886.315,78 5. 858.748,78 - - 19.068.858,11 19.422.581,52 41.261.594,57 41.922.444,17
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen, intern 348.277,73 194.657,73 123.258,11 35.923,98 32.141,03 25.725,08 - - 503.676,87 256.306,79
13. Erträge aus Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens - - - - - - 2. 025,77 2. 686,88 2. 025,77 2. 686,88
14. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - - - - - - 347,51 1. 092,36 347,51 1. 092,36
Davon aus verbundenen Unternehmen - - - - - - - - - -
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 704.921,17 609.652,01 252.024,12 224.663,66 - - 1. 057.240,70 934.820,84 2. 014.185,99 1. 769.136,51
Davon an verbundene Unternehmen 704.887,76 609.095,04 251.671,04 223.334,85 - - 783.904,81 649.553,17 1. 740.463,61 1. 481.983,06
16. Ergebnis vor Steuern 4.401.522,22 6. 322.117,47 6. 812.456,56 8. 539.359,61 103.105,36 - 119.340,90 - 9.078.108,54 6. 300.700,97 20.188.981,96 21.042.837,15
17. Sonstige Steuern 89.056,93 89.611,43 15.789,95 15.982,25 - - 246.444,52 245.223,89 351.291,40 350.817,57
18. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 4.312.465,29 - 6. 232.506,04 - 6.796.666,61 - 8. 523.377,36 - 103.105,36 119.340,90 8.831.664,02 - 6. 055.477,08 - 19.837.690,56 - 20.692.019,58 -
19. Jahresüberschuss - - - - - - - - - -
Münster, 04. Mai 2023
Franz Süberkrüb Alexandra Rösing
Tätigkeitsabschluss der Stadtnetze M ünster GmbH
Gewinn- und Verlustr echnung nach Tätigkeiten
für das Geschäftsjahr 2022 (01.01. - 31.12.)
Elektrizitätsverteilungsnetz G asverteilungsnetz
andere Tätigkeiten
außerhalb Elektrizitäts-
und Erdgassektor
Gesamt
Tätigkeiten aus modernem +
intelligentem Mess-
stellenbetrieb
Anlage 5/4
E n t w i c k l u n g d e s A n l a g e v e r m ö g e n s - E l e k t r i z i t ä t s v e r t e i l u n g s n e t z
Buchwerte
Wertentwicklung Erhaltene Zuschüsse
Stand Zugänge Abgänge
Umbu-
chungen Stand Stand Zugänge Stand Stand Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen S tand Stand Stand Stand Stand
Posten des 01.01.2022 2022 2022 2022 31.12.2022 01.01.2022 2022 31.12 .2022 01.01.2022 2022 2022 2022 2022 31.12.2022 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Anlagevermögens € € € € € € € € € € € € € € € € € €
I. I mmaterielle
Vermögensgegenstä nde
Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an 420.800,14 - 62.169,92 - 358.630,22 - - - 222.989,75 18.318,00 13.470,92 - - 227.836,83 592.130,01 545.470,61 722.923,40 743.281,00
solchen Rechten und Werten
II. S achanlagen
1. Gr undstücke und Bauten 17.743.385,22 896.639,79 9.471,46 159.720,30 18.790.273 ,85 - - - 12.844.661,20 184.301,30 4.619,34 - - 13.024.343,16 2.896.897,14 2.969.826,03 8.662.827,83 7. 868.550,05
2. Verte ilungsanlagen 332.206.304,34 12.673.451,01 348.765,74 3.493.048,03 34 8.024.037,64 9.456.910,93 267.076,26 9.723.987,19 225.1 47.089,41 4.883.975,78 314.295,74 - - 229.716.769,45 37.736,14 39.246,92 108.621.017,14 97.64 1.550,92
3. T echnische Anlagen und Maschinen 637.962,95 - - - 637.962,95 - - - 634.012,95 846,00 - - - 634.858,95 29.348,81 30.753,20 32.452,81 34.703,20
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 568.348,87 121.080,82 599,00 - 688.830,69 - - - 281.707,87 63.446,82 599,00 - - 344.555,69 1.475.384,69 1.731.781,78 1.819.659,69 2.018 .422,78
5. Geleistete Anzahl ungen und
Anlagen im Bau 4.349.021,04 4.602.210,19 - -3. 652.768,33 5.298.462,90 - - - - - - - - - 207.546,51 220.157,21 5.506.009,41 4.569.178,25
355.505.022,42 18.293.381,81 358.836,20 - 373.439.568,03 9.456.910,93 267.076,26 9.723.987,19 238 .907.471,43 5.132.569,90 319.514,08 - - 243.720.527,25 4.646.913,29 4.991.765,14 124.641.966,8 8 112.132.405,20
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen - - - - - - - - - - - - - - 27.524,56 37.827,94 27.524,56 37.827,94
- - - - - - - - - - - - - - 27.524,56 37.827,94 27.524,56 37.827,94
Gesamt 355.925.822,56 18.293.381,81 421.006,12 - 373.798.198,25 9.456.910,93 267.076,26 9.723.987,19 239 .130.461,18 5.150.887,90 332.985,00 - - 243.948.364,08 5.266.567,86 5.575.063,69 125.392.414,8 4 112.913.514,14
Abschreibungen/Wertberichtigungen Mittelbare Zuordnungen
Vor Abrechnung von Zuschüssen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anlage 5/5
E n t w i c k l u n g d e s A n l a g e v e r m ö g e n s - G a s v e r t e i l u n g s n e t z
Buchwerte
Wertentwicklung
Stand Zugänge Abgänge
Umbu-
chungen Stand Stand Zugänge Stand Stand Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschre ibungen Stand Stand Stand Stand Stand
Posten des 01.01.2022 2022 2022 2022 31.12.2022 01.01.2022 2022 31.12 .2022 01.01.2022 2022 2022 2022 2022 31.12.2022 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Anlagevermögens € € € € € € € € € € € € € € € € € €
I. I mmaterielle
Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an 332.339,72 9.474,81 - - 341.814,53 - - - 332.339,72 315,81 - - - 332.655,53 236.381,51 230.554,15 245.540,51 230.554,15
solchen Rechten und Werten
II. Sa chanlagen
1. G rundstücke und Bauten 1. 586.289,95 1.261,00 - - 1. 587.550,95 - - - 1. 241.098,05 20.740,00 - - - 1. 261.838,05 1.027.614,79 1.211.947,88 1.353.327,69 1.557 .139,78
2. Verte ilungsanlagen 180.809.430,02 3.482.281,00 10.762,50 445.997,14 184.72 6.945,66 3.987.681,80 172.951,99 4.160.633,79 138.848.2 19,22 1.760.754,15 10.762,50 - - 140.598.210,87 14.968,09 16.556,72 39.983.069,09 37.990 .085,72
3. Tec hnische Anlagen und Maschinen 2. 642.424,67 - - 2. 866,86 2.645.291,53 - - - 2. 473.320,67 29.193,86 - - - 2. 502.514,53 11.716,17 12.998,42 154.493,17 182.102,42
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 469.201,72 - - - 469.201,72 - - - 469.201,72 - - - - 469.201,72 584.974,62 730.616,94 584.974,62 730.616,94
5. Geleistete Anzahl ungen und
Anlagen im Bau 887.600,32 2.066.784,99 - - 448.864,00 2.505.521,31 - - - - - - - - 0,00 81.271,90 93.053,90 2.586.793,21 980.654,22
186.394.946,68 5.550.326,99 10.762,50 - 191.934.511,17 3.987.681,80 172.951,99 4.160.633,79 143 .031.839,66 1.810.688,01 10.762,50 - - 144.831.765,17 1.720.545,57 2.065.173,86 44.662.657,78 41.440.599,08
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen - - - - - - - - - - - - - - 10.987,95 15.988,74 10.987,95 15.988,74
- - - - - - - - - - - - - - 10.987,95 15.988,74 10.987,95 15.988,74
Gesamt 186.727.286,40 5.559.801,80 10.762,50 - 192.276.325,70 3.987.681,80 172.951,99 4.160.633,79 143 .364.179,38 1.811.003,82 10.762,50 - - 145.164.420,70 1.967.915,03 2.311.716,75 44.919.186,24 41.687.141,97
Abschreibungen/Wertberichtigungen Mittelbare Zuordnungen
Vor Abrechnung von Zuschüssen Erhaltene Zuschüsse
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anlage 5/6
E n t w i c k l u n g d e s A n l a g e v e r m ö g e n s - T ä t i g k e i t a u s m o d e r n e m + i n t e l l i g e n t e m M e s s s t e l l e n b e t r i e b
Buchwerte
Wertentwicklung Erhaltene Zuschüsse
Stand Zugänge Abgänge
Umbu-
chungen Stand Zugänge Stand Zugänge Abgänge
Umbuchung
en
Zuschreibun
gen Stand Stand Stand Stand Stand
Posten des 01.01.2022 2022 2022 2022 31.12.2022 2022 01.01.2022 2022 2 022 2022 2022 31.12.2022 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Anlagevermögens € € € € € € € € € € € € € € € €
I. I mmaterielle
Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an - - - - - - - - - - - - 11.025,11 8.381,21 11.025,11 8.381,21
solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. einschließlich der Bauten auf - - - - - - - - - - - - 250,01 212,74 250,01 212,74
fremden Grundstücken
2. Verteilungsanlagen - - - - - - - - - - - - 662,43 569,70 662,43 569,70
3. Anlagen und Maschinen - - - - - - - - - - - - 546,48 472,52 546,48 472,52
4. Geschäftsausstattung - - - - - - - - - - - - 25.800,98 25.187,90 25.800,98 25.187,90
5. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau - - - - - - - - - - - - 3.205,31 3.382,78 3.205,31 3.382,78
- - - - - - - - - - - - 30.465,21 29.825,64 30.465,21 29.825,64
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen - - - - - - - - - - - - 512,49 581,24 512,49 581,24
- - - - - - - - - - - - 512,49 581,24 512,49 581,24
Gesamt - - - - - - - - - - - - 42.002,81 38.788,09 42.002,81 38.788,09
Abschreibungen/Wertberichtigungen Mi ttelbare Zuordnungen
Vor Abrechnung von Zuschüssen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anlage 5/7
E n t w i c k l u n g d e s A n l a g e v e r m ö g e n s - a n d e r e T ä t i g k e i t e n a u ß e r h a l b E l e k t r i z i t ä t s - u n d E r d g a s s e k t o r
Buchwerte
Wertentwicklung Erhaltene Zuschüsse
Stand Zugänge Abgänge
Umbu-
chungen Stand Stand Zugänge Stand Stand Zugänge Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen Stand Stand Stand Stand Stand
Posten des 01.01.2022 2022 2022 2022 31.12.2022 01.01.2022 2022 31.12 .2022 01.01.2022 2022 2022 2022 2022 31.12.2022 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Anlagevermögens € € € € € € € € € € € € € € € € € €
I. I mmaterielle
Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an 5. 733.501,62 187.001,60 - 295.339,81 6.215.843,03 - - - 4.272.340,87 421.700,41 - - - 4.694.041,28 -839.536,63 -784.405,97 682.265,12 676.75 4,78
solchen Rechten und Werten
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 33.801.967,26 42.839,32 - - 33.844.806,58 756,46 - 756,46 18.116.389,61 759.436,32 - - - 18.875.825,93 -3.924.761,94 -4.181.986,65 11.043.462,2 5 11.502.834,54
2. Verteilungsanlagen 324.897.596,65 15.698.947,44 12.398,33 6.572.577,43 347.156.723,19 49.407.763,93 1.494.115,6 6 50.901.879,59 192.239.199,72 4.853.133,88 - - - 197.092.333,60 -53.366,66 -56.373,34 99.109.143,34 83.1 94.259,66
3. Technische Anlagen und Maschinen 38.202.017,92 180.656,74 5.901,28 840.502,33 39.217.275 ,71 261.935,89 190.800,00 452.735,89 25.798.816,03 943.1 65,07 5.901,28 - - 26.736.079,82 -41.611,46 -44.224,14 11.986.848,54 12.09 7.041,86
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.047.230,79 377.097,31 393.334,02 276.050,53 21.307.0 44,61 27.413,33 - 27.413,33 15.511.352,46 1.357.468,84 393.148,02 - - 16.475.673,28 -2.086.160,29 -2.487.586,62 2.717.797,71 3.020.878,38
5. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau 8.723.830,43 11.446.267,11 115.785,16 -7.984.470,10 12.069 .842,28 - - - - - - - - 0,00 -292.023,72 -316.593,89 11.777.818,56 8.407.236,54
426.672.643,05 27.745.807,92 527.418,79 -295.339,81 453. 595.692,37 49.697.869,61 1.684.915,66 51.382.785,27 251 .665.757,82 7.913.204,11 399.049,30 - - 259.179.912,63 -6.397.924,07 -7.086.764,64 136.635.070 ,40 118.222.250,98
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 95.284,47 - 26.951,40 - 68.333,07 - - - - - - - - - -39.025,00 -54.397,92 29.308,07 40.886,55
95.284,47 - 26.951,40 - 68.333,07 - - - - - - - - - -39.025,00 -54.397,92 29.308,07 40.886,55
Gesamt 432.501.429,14 27.932.809,52 554.370,19 - 459.879.868,47 49.697.869,61 1.684.915,66 51.382.785, 27 255.938.098,69 8.334.904,52 399.049,30 - - 263.873.953,91 -7.276.485,70 -7.925.568,53 137.346.643 ,59 118.939.892,31
Abschreibungen/Wertberichtigungen Mittelbare Zuordnungen
Vor Abrechnung von Zuschüssen
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anlage 5/8
Erläuterungen zu den Tätig keitsabschlüssen (einschließ lich A ngaben n ach
§ 6b Abs. 3 Satz 7 EnWG) der Stadtnetze Münster Gmb H, Münster, für das Ge-
schäftsjahr 2022
Die Stadtnetze M ünster GmbH, Münster (Stadtnet ze), betreibt und unterhält Vertei-
lungsnetze für Strom, Gas, Wasser und Fernwärme im Stadtgebiet Münster sowie für
Gas im Stadtgebiet Drensteinfurt. Sie hat ihre operative Tätigke it am 01.01.2005 auf-
genommen.
Bis zum 31.12.2019 hat die Stadtnet ze die Netze von der Muttergese llschaft Stadt-
werke Münster GmbH gepachtet; durch Ausgliederung des Teilbetriebs Versorgungs-
netze hat die Stadtwerke Münster GmbH das Eigentum an den Versorgungsnetzen
und Wasserwerken mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 01.01.2020 auf die Stadt-
netze übertragen. Die nach § 7a Energie wirtschaftsgesetz (EnWG) wesentlichen Tä-
tigkeiten werden von der Stadtnetze Münster GmbH ausgeführt. Die weiteren Leistun-
gen werden über Dienstleistungsverträge von der Muttergesellschaft wahrgenommen.
Nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG ist die Stadtnet ze zur Aufstellung eines Tätigkeitsab-
schlusses nach § 6b Abs. 3 EnWG verpflichtet, da dieser die Führung getrennter Kon-
ten für ein im Elektrizitäts- und Gasbereich tätige s Unternehmen bei wirtschaftlicher
Nutzung von Eigentum verlangt.
In der Rechnungslegung sind jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten
§ Elektrizität sverteilungsnetz
§ Ga sverteilungsnetz
§ moderner und inte lligenter Messstellenbetrieb
eingerichtet. Die ebenfalls in der Rechnungslegung kontenweise getrennt geführten
Tätigkeiten außerhalb von Elektrizitäts- und Gassektor sowie Messstellenbetrieb sind
als
· andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors
zusammengefasst. Mit der Erstellung des Jahresabschlusses wurde für je den dieser
abgegrenzten Tätigkeitsbereiche jeweils eine dem § 6b Abs. 3 EnWG entsprechende
Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt.
Buchhaltungssystematik
Die Stadtnetze wickelt ihr Rechnungswesen mit den Modulen des SAP-S ystems ab.
Mit den zur Finanzbuchhaltung (SAP-FI) vollständig integrierten Instrumenten der Kos-
tenrechnung (SAP-CO) und Profit-Center-Rechnung (SAP -EC-PCA) wird das Unter-
nehmen in managementorientierte Organisationseinheiten (Profit-Center) hierarchisch
aufgeteilt. Diese Profit-Center-Struktur bildet die Grundlage für die Abb ildung der Tä-
tigkeitsbereiche nach § 6b Abs. 3 EnWG.
Anlage 5/9
Der überwiegende Teil der in der Kostenrechnung und Profit-Center-Rechnung verar-
beiteten GuV-relevanten Vorgänge wurde in der Finanzbuchhaltung bereits tätigkeits-
genau erfasst.
Nicht direkt zuordenbare Vorgänge wurden zunächst auf Profit-Center der kaufmänni-
schen und techni schen Q uerschnittsfunktionen kontiert und in der Folge nach ver -
schiedenen Schlüsseln auf die Bereiche verrechnet bzw. umgelegt.
Die Bilanzkonten der Finanzbuchhaltung wurden in die Profit-Center-Rechnung über-
nommen. Soweit eine unmittelbare Profit-Center- Zuordnung zu den Bilanzkonten da-
bei nicht sinnvoll möglich war, wurden die Konten zunächst auf Bilanzverteilungs-Pro-
fit-Centern gesammelt und im nächsten Schritt nach Maßgabe definierter Verteilungs-
schlüssel auf die Profit-Center verteilt.
Zugrunde gelegter Jahresabschluss
Die Ermi ttlung der Tätigkeitsab schlüsse nach § 6b Abs. 3 EnWG erfolgte auf der
Grundlage des handelsrecht lichen Jahres abschlusses der Stadt netze zum 31. De-
zember 2022.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der einzelnen Tätigkeiten entspr echen
den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im handelsrechtlichen Jahresabschluss
der Stadtnetze. Insofern verweisen wir auf den Anhang des Jahresab schlusses der
Stadtnetze.
Abschreibungssystematik
Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern im Anlageve rmögen betragen tätigkeit s-
übergreifend bei
Immateriellen Vermögensgegenständen 3 - 7 Jahre
Grundstücken (Außenanlagen) und Bauten 7 - 50 Jahre
Verteilungsanlagen 20 - 55 Jahre
Technischen Anlagen und Maschinen 5 - 22 Jahre
Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 - 14 J ahre
Zuweisung der Akti va und P assiva, der Aufwe ndungen und Erträge zu den
Tätigkeiten
Den in den Tätigkeits-Bilanzen und Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnungen ausge-
wiesenen Abschlussposten wurden die Werte vorrangig direkt zugeordnet. Soweit ein
nur mittelbarer Tätigkeitsbezug vorlag oder die direkte Zuord nung auf dem Weg der
Kontierung mit unvertretbar hohem Aufwand verbunden gewesen wäre, wurde die Zu-
ordnung auf der Grundlage sachlich begründeter Schlüsselgrößen vorgenommen. An-
gewandt wurden dabei im Wesentlichen
Anlage 5/10
· Die Restbuchwerte des Anlagevermögens der Endbereiche auf das Gese ll-
schafterdarlehen sowie auf das Eigenkapital
· Die Leistungsabgabe der Funktionsbereiche auf die Perso nalrückstellungen
und die Lohnsteuerverbindlichkeit, auf die den Funktionsbereichen zugeordne-
ten Verbindlichkeiten und die nicht direkt zuordenbare Teile des Anlagevermö-
gens
· Der Personal schlüssel der Verbundleitstelle auf die der Verbundleitstelle zuge-
ordneten Betriebsimmobilien
· Die Umsatzerlöse der Endbereiche auf nicht direkt zuordenbare Teile der For-
derungen und Sonstigen Vermögensgegenstände sowie auf die Umsatzsteuer-
verbindlichkeiten
· Die kurzfristi gen Verbindlichkeiten aus direkter Zuordnung auf den Bestand der
liquiden Mittel
In Höhe der nach diesen Zuordnungen verbliebenen Differenz wurde ein Kapitalver-
rechnungsposten gebildet.
Die nur mittelbar zuordenbaren Aufwendungen und Erträge des Verwaltungsbereichs
wurden nach Maßgabe innerbetrieblicher Leistungsverrechnungen und Umlagen den
Tätigkeitsbereichen zugewiesen. Die Verrechnung interner Re ssourcen erfolgte ent-
sprechend gemessener Leistungsinanspruchnahme. Sofern eine Me ssung der Leis-
tungsinanspruchnahme nicht mög lich oder nicht wirtschaftlich vertretbar war, wurde
die Inanspruchnahme interner Re ssourcen aufgrund einer proz entualen Verte ilung
vorgenommen. Basis der prozentualen Verte ilung war eine Erh ebung der aufgaben-
bezogenen Kapazitätsbeanspruchung in den betroffenen Unternehmensbereichen.
Das Gliederungsschema der Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnungen wurde um die
aus der Entkonso lidierung der Tätigkeitsbereiche resultierenden Posten interne Um-
satzerlöse, inter ne betrieb liche Erträge, interne Materialaufwendungen und inter ne
sonstige betriebliche Aufwendungen erweitert
Eigenkapitaldarstellung im Tätigkeitsabschluss
Die Darstellung der Eigenkapitalpositionen
· Gezeichnetes Kapital
· Kapitalrü cklage
· Kapitalverrechnung
erfolgt in den Tätigkeitsb ilanzen zusammengefasst unter der Position "Zugeordnetes
Eigenkapital". Der Ausweis erfolgt in Einkl ang mit der Textziffer 70 der IDW-Stellung-
nahme zur Rechnungslegung IDW RS EFA 1.
Anlage 5/11
Zusätzliche Angaben
Folgende Angaben, wie sie im Anhang zum Jahresabschluss aufgeführt wurden, wer-
den für die einzelnen Tätigkeiten gemacht.
Anlagevermögen
Die tätigkeits bezogene Entwicklung des Anlagevermögens im Ge schäftsjahr kann
dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel nach Tätigkeiten entnommen werden.
Die sonstigen Rückstellungen umfassen insbesondere Aufwendungen für Ansprü che
der Mitarbeiter für geleistete Mehrarbeit, noch nic ht genommenen Urlaub und Lei s-
tungszulagen (Elektrizitätsverteilungsnetz 636 T€, Gasverteilungsnetz 254 T€, andere
Tätigkeiten aus modernem und intelligentem Messstellenbetrieb 12 T€, andere Tätig-
keiten außerhalb Elektrizitäts- und Gassektor 677 T€), sowie Rückstellungen für Jubi-
läums- bzw. Alterste ilzeitansprüche (Elektrizität sverteilungsnetz 232 T€, Gasvertei-
lungsnetz 93 T€, Tätigkeiten aus modernem u nd inte lligentem Me ssstellenbetrieb
4 T€, andere Tätigkeiten außerhalb Elektrizitäts- u. Gassektor 248 T€).
Übersicht der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeit bi s zu einem Jahr und mehr als ei-
nem Jahr per 31.12.2022:
Alle Angaben vor Konsolidierung in T€:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Schadensersatzleistun-
gen (224 T€, vo llständig entfallend auf andere Tätigkeiten außerhalb Elektrizitäts-u .
Gassektor), Erträge aus dem Abgang von immateriellen Vermögensgegenständen des
Anlagevermögens und Sachanlagen (Elektrizitätsverteilungsnetz 41 T€, andere Tätig-
keiten außerhalb Elektrizitäts- u. Gassektor 108 T€ ), so wie aus der Auflösung von
sonstigen Rückstellungen (168 T€, davon 146 T€ Elektrizität sverteilungsnetz und 22
T€ andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors).
Der Personalaufwand wird im Rahmen der internen Leistungsverrechnung in die Auf-
wendungen für bezogene Leistungen vorrangig direkt zugeordnet und in einem zwei-
ten Schritt geschlüsselt.
Anlage 5/12
Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in H öhe von 2.014 T€ belast en das Finanzer-
gebnis; sie resultieren zum überwiegenden Teil aus der Verzinsung eines Gesellschaf-
terdarlehens zur Finanzierung des durch den Übergang des Teilbetriebs Versorgungs-
netze und Wasserwerke übertragenen Anlagevermögens und kurzfristigen Liquiditäts-
hilfen durch den Gese llschafter (Elektrizitätsverteilungsnetz 705 T€, Ga sverteilungs-
netz 252 T€, andere Tätigkeiten außerhalb Elektrizitäts- und Gassektors 784 T€) sowie
aus der Aufzinsung von Rückstellungen nach BilMoG. Diese entfallen mit 244 T€ voll-
ständig auf andere Aktivitäten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors.
Angaben gemäß § 6b Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) über Geschäfte
größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen
Aus den wechselseitigen Ge schäftsbeziehungen mit der Stadtwerke Münster GmbH
stehen wesentlichen Erträgen in Höhe von 137.881 T€ wesentliche Aufwendungen in
Höhe von 40.657 T€ gegenüber. Die Aufteilung auf die Tätigkeiten stellt sich wie folgt
dar:
Erlö se Aufwendungen
T€ T€
Elektrizitätsverteilungsnetz 51.423 16.887
Gasverteilungsnetz 25.707 9.460
Andere Aktivitäten außer-
halb des Elektrizitäts- und
Gassektors 60.751 14.310
Münster, den 04. Mai 2023
Stadtnetze Münster GmbH
Franz Süberkrüb Alexandra Rösing
Anlage 6/1
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Stadtnetze Münster GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschlu ss der Stadtnetze Münster GmbH - bestehend aus der Bil anz zum 31. Dezember 2022
und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäf tsjahr vom 1. Jan uar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie
dem Anhang, einschließlich der Darste llung der B ilanzierungs- und Bewert ungsmethoden - geprüf t. Darüber hi naus
haben wir den Lagebericht der Stadtnetze Münster Gm bH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum
31. Dezember 2022 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschlu ss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften
geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermi ttelt unter Beachtung der deut schen Grundsätze ordnungsmä-
ßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältniss en entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlag e der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertr agslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bi s zum
31. Dezember 2022 und
· vermi ttelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutre ffendes Bild von der Lage der Gesellschaf t. In all en we-
sentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang m it dem Jahresabschlu ss, entspricht den deutschen ge-
setzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass un sere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnu ngs-
mäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurte ile
Wir ha ben unsere Prüfung des Jahresab schlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtscha ftsprüfer (IDW) festgeste llten deutschen Gru ndsätze ordn ungsmäßiger Ab-
schlussprüfung durchgeführt. Unsere Ver antwortung nach diesen Vorschri ften und Gru ndsätzen ist im Abschni tt „Ver-
antwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des J ahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestäti-
gungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unab hängig in Übereinsti mmung mit den
deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschri ften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflic h-
ten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erf üllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prü-
fungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um al s Grundlage für unsere Prüfungsurte ile zum Jahresab schluss
und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresab schluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind ver antwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapi-
talgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass
der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes B ild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesells chaft vermittelt. Ferner sind
die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die i nternen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen
Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlus-
ses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufste llung des Jahresab schlusses sind die gesetzlic hen Vertreter dafür verantwort lich, die Fähigkeit der Ge-
sellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkei t zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sach-
Anlage 6/2
verhalte in Zusa mmenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit , sofern einschlägig, anzugeben. Darüber
hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes d er Fortführung der Unter-
nehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutref-
fendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittel t sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahr esabschluss in
Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünfti gen Ent-
wicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnah-
men (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben , um die Aufste llung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit
den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise
für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen , ob der Jahresabschlu ss als Ganzes frei von we-
sentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falsch en Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein
zutreffendes Bild von der Lage der Gesell schaft vermittelt sowie in allen wes entlichen Belangen mit dem Jahresab-
schluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Ein klang steht, den deutschen gesetzlichen Vor-
schriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutre ffend darstellt, sowie einen Bestäti-
gungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, a ber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimm ung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirt schaftsprüfer (IDW) festgestellten deut schen Grundsätze ord-
nungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darste llung stets aufdeck t. Falsche
Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resul tieren und werden als wesentlich angesehen, we nn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, da ss sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresa b-
schlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pf lichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber
hinaus
· identifizieren und beurte ilen wir die Risiken wes entlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falsch er Darstel-
lungen im Jahresabschluss und im Lageberich t, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf d iese Ri-
siken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die a usreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentl iche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt wer den, ist bei
Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöß e betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabs ichtig-
te Unvollständigkeiten, i rreführende Darste llungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten kön-
nen.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfu ng des Jahresabschlusses relevanten internen Kontro llsystem
und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gege benen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur
Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurte ilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden
sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen V ertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusam-
menhängenden Angaben.
Anlage 6/3
· zieh en wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Ve rtretern angewandten Rech-
nungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unterne hmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangt en Prü-
fungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusa mmenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten be-
steht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwer-
fen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im
Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresa bschluss und im Lagebericht aufmerksam zu ma-
chen oder, fa lls diese A ngaben unangemessen sind, unser jewe iliges Prüf ungsurteil zu m odifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres B estätigungsvermerks erlangten Prü-
fungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurte ilen wir die Gesamt darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresab schlusses einschließlich der Anga-
ben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den t atsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresab schluss, seine Gesetzesentsprechung und das von
ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
· führen wir Prüfungshandlungen zu den von den geset zlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeig neter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbes ondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen
nach und beurte ilen die sach gerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein ei-
genständiges Prüfungsurte il zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugru nde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den
zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwort lichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeit planung
der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen , einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontro llsystem, die
wir während unserer Prüfung feststellen.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegung spflichten n ach § 6b Abs. 3 EnWG
und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG
Prüfungsurteile
Wir haben geprüft, ob die Gesellsc haft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2
MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 eingehal-
ten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Stromverteilung und Gasverteilung nach
§ 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 Msb G – bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezemb er 2022
und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäf tsjahr vom 1. Ja nuar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie
die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungs legungsmethoden für die Aufste llung der Tätigkeitsabschlüsse
– geprüft.
· Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 Msb G
zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.
· Nach unserer Beurte ilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntn isse entsprechen die beigefügten
Tätigkeitsabschlüsse in a llen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7
EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.
Anlage 6/4
Grundlage für die Prüfungsurte ile
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten z ur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in
Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtun g des IDW Prüfung sstandards: Prüfung nach § 6b Energie-
wirtschaftsgesetz (IDW PS 6 10 n.F. (07.2022)) durchgeführ t. Unsere Ver antwortung nach diesen Vorschriften und
Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abs chlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Re chnungsle-
gungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG“ weitergehend beschrieben. Wir sind vo n dem
Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den d eutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vor schrif-
ten und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflic hten in Übereinsti mmung mit diesen Anforderungen erfü llt. Wir
wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen
an die Qua litätssicherung in der Wirt schaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Au ffassung, dass die v on uns
erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeigne t sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhal-
tung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die R echnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3
Abs. 4 Satz 2 MsbG
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG
und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die
Aufstellung der Tätigkeitsab schlüsse nach d en deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 b is 7 EnWG und des
§ 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.
Außerdem si nd die gesetz lichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontro llen, die sie als notwendig erachtet
haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.
Die Verantwortung der gesetz lichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entsprich t der im Abschni tt „Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht“ hinsichtlich des Jahresabschlusses beschrie-
benen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jewe ilige Tätigkeitsabschluss kein unter B eachtung der deut schen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlic hen Verhältnissen entsprechendes B ild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.
Anlage 6/5
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüf ung der Einhaltung der Pf lichten zur R echnungs-
legung nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
· ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur
Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und
· ob die Tätigkeitsabschlüsse in a llen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschri ften des § 6b Abs. 3 Sätze 5
bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG entsprechen.
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzu nehmen, der unsere Prüfungsur-
teile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet.
Die Prüfung der Einhaltung der Pf lichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Füh-
rung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3
Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 Msb G sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und d er Grund-
satz der Stetigkeit beachtet wurde.
Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeits abschlüsse entspricht der im Abschni tt „Verantwortung des Ab-
schlussprüfers für die Prüfu ng des J ahresabschlusses und des Lageberichts“ hinsichtlich des Jahresabschlusses be-
schriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, da ss wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der
sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Dortmund, den 19. Mai 2023
Dr. Bergmann, Kauffmann und Partner
GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
(Börner) (Black)
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer
opy - Elektronische Kopie - electronic copy - Elektronische Kopie - electronic copy - Elektronische Kopie - electronic copy - Elektronische Kopie - electronic copy - Elektronische Kopie - elec
Allgemeine Au ftragsbedi ngungen
für
Wirtschaftsprüfer und Wirt schaftsprüf ungsgesellscha ften
vom 1 . Januar 2017
Alle Rechte vorbehalten. Ohne Ge nehmigung des Verlages ist es nicht gestattet, die Vordrucke ganz oder teilweise
nachz udrucken bzw. auf fotomechanischem oder elektronisc hem Wege zu vervielfälti gen und/oder zu verbreiten.
© IDW Verlag GmbH · Tersteegenstraße 14 · 40474 Düsse ldorf
50261 . PN 5 5495/0/0
1. Geltungsbereich
(1) Die Au ftragsbedingungen gelten für Vertr äge zwi schen Wirt schaftsprüfern
oder Wirt schaftsprüfungsgesell schaften (im Nachstehenden zusa mmenfas-
send „Wirtscha ftsprüfer" genannt) und ihren Au ftraggebern über Prüfungen,
Steuerberatung, Beratungen in wirt schaftlichen Angelegenheiten und sonsti-
ge Aufträge, soweit nicht etwas anderes ausdrück lich schriftlich verei nbart
oder gesetzlich zwi ngend vorgeschrieben ist.
(2) Dritte k önnen nur dann Ansprüche aus dem Vertrag zwi schen Wirt-
schaftsprüfer und Au ftraggeber herleiten, wenn dies ausdrück lich verei nbart
ist oder sich aus zwingenden gesetz lichen Regelungen ergib t. Im Hi nblick auf
solche Ansprüche gelten diese Au ftragsbedingungen auch diesen Dri tten
gegenüber.
2. Umfang und Ausführung d es Auftrags
(1) Gegenstand des Au ftrags ist die vereinbarte Leistung, nicht ein bestimm -
ter wirtscha ftlicher Erfolg. Der Au ftrag wird nach den Grundsätzen ordnungs-
mäßiger Berufsausübung ausgeführ t. Der Wirt schaftsprüfer übernimmt im
Zusamm enhang mit seinen Leistungen keine Aufgaben der Ge schäftsfüh-
rung. Der Wirt schaftsprüfer ist für die Nutzung oder Umsetzung der Ergebnis-
se seiner Leistungen nicht verantwort lich. Der Wirt schaftsprüfer ist berechtigt,
sich zur Durchf ührung des Au ftrags sachverst ändiger Personen zu bedienen.
(2) Die Berücksichtigung ausländi schen Rechts bedarf – außer bei betriebs-
wirtschaftlichen Prüfungen – der ausdrück lichen schriftlichen Vereinbarung.
(3) Ändert sich die Sach- oder Rechtslage nach Abgabe der ab schließenden
beruflichen Äußerung, so ist der Wirtscha ftsprüfer nicht verpf lichtet, den
Auftraggeber auf Änderungen oder sich daraus ergebende F olgerungen
hinzuweisen.
3. Mitwirk ungspf lichten d es Auftraggebers
(1) Der Au ftraggeber hat dafür zu sorgen, dass dem Wirt schaftsprüfer alle für
die Ausf ührung des Au ftrags notwendigen Unterlagen und weiteren Informa-
tionen rechtzeitig übermi ttelt wer den und ihm von a llen Vorgängen u nd
Umständen Kenntnis gegeben wird, die für die Ausführung des Au ftrags von
Bedeutung sein können. Dies g ilt auch für die Unterlagen und weiteren
Informationen, Vorgänge und Umstände, die erst währ end der Tätigkeit des
Wirtschaftsprüfers bekannt werden. Der Au ftraggeber wird dem Wirt schafts-
prüfer geeignete Au skunftspersonen benennen.
(2) Auf Verlangen des Wirtscha ftsprüfers hat der Au ftraggeber die Vo llstän-
digkeit der vorgelegten Unterlagen und der weiteren Informa tionen sowie der
gegebenen Auskün fte und Erklärungen in einer vom Wirt schaftsprüfer formu-
lierten schriftlichen Erklärung zu bestätigen.
4. Sicher ung der Unabhängigkeit
(1) Der Au ftraggeber hat a lles zu unterlassen, was die Unabhängigkeit der
Mitarbeiter des Wirt schaftsprüfers gefährdet. Dies gilt für die D auer des
Auftragsverhältni sses ins besondere für Angebote auf Anste llung oder Über-
nahme von Organfunktionen und für Angebote, Au fträge auf ei gene Rech-
nung zu übernehmen.
(2) Sollte die Durchf ührung des Au ftrags die Unabhängigkeit des Wirt schafts-
prüfers, die der mit ihm verbundenen Unternehmen, seiner Netzwer kunter-
nehmen oder solcher mit ihm a ssoziierten Unternehmen, auf die die Unab-
hängigkeitsvor schriften in gleicher Weise Anwendung finden wie auf den
Wirtschaftsprüfer, in anderen Au ftragsverhältni ssen beeinträchtigen, ist der
Wirtschaftsprüfer zur außerordent lichen Kündigung des Au ftrags berechtigt.
5. Berichtersta ttung und münd liche Au skünfte
Soweit der Wirt schaftsprüfer Er gebnisse im R ahmen der Bearbeitung des
Auftrags schriftlich darzustellen hat, ist a lleine diese schriftlic he Darste llung
maßgebend. Entwürfe schriftlicher Darstellungen sind unverbind lich. Sofern
nicht anders vereinbar t, si nd münd liche Erklärungen und Au skünfte des
Wirtschaftsprüfers nur dann verbind lich, w enn sie schriftlich bestätigt werden.
Erklärungen und Au skünfte des Wirt schaftsprüfers außerhalb des erteilten
Auftrags sind stets unverbind lich.
6. Weitergabe einer beruflichen Ä ußerung des Wirt schaftsprüfers
(1) Die Weiter gabe beruf licher Äußerungen des Wirtscha ftsprüfers (Ar beits-
ergebnisse oder Auszüge von Arbeitsergebni ssen – sei es im Entwurf oder in
der Endfa ssung) oder die Information über das Tätigwerden des Wirtschafts-
prüfers für den Auftraggeber an einen Dri tten bedarf der schriftlichen Zustim-
mung des Wirt schaftsprüfers, es sei denn, der Au ftraggeber ist zur Weiter-
gabe oder Information aufgrund eines Gesetzes oder einer behörd lichen
Anordnung verpf lichtet.
(2) Die Verw endung beruf licher Äußerungen des Wirtscha ftsprüfers und die
Information über das Tätigwerden des Wirt schaftsprüfers für den Au ftragge-
ber zu Werbezwecken durch den Au ftraggeber sind unzulä ssig.
7. Mängelbe seitigung
(1) Bei etwai gen Mängeln hat der Au ftraggeber Anspruch auf Nacherfü llung
durch den Wirt schaftsprüfer. Nur bei Fehl schlagen, Unterla ssen bzw. unbe-
rechtigter Verweigerung, Unzumutbarkeit oder Unmög lichkeit der Nacherfül-
lung kann er die Vergütung mindern oder vom Vertrag zurücktreten; ist der
Auftrag nicht von einem Verbraucher erte ilt worden, so kann der Auftraggeber
wegen eines Mangels nur dann vom Vertrag zurü cktreten, wenn die erbrach-
te Leistung wegen Fehl schlagens, Unterla ssung, Unzumutbarkeit oder
Unmöglichkeit der Nacherfüllung für ihn ohne Intere sse is t. Soweit darüber
hinaus Schadensersatzansprüche bestehen , gilt Nr. 9.
(2) Der Anspruch auf Beseitigung von Mängeln mu ss vom Au ftraggeber
unverzüglich in Tex tform geltend gemacht werden. Ansprüche nach Abs. 1,
die nicht auf einer vorsätz lichen Handlung beruhen, verjähren nach Ablauf
eines Jahres ab dem gesetz lichen Verjährungsbeginn.
(3) O ffenbare Unrichtigkeiten, wie z.B. Schreibfehler, Rec henfehler u nd
formelle M ängel, die in einer beruflichen Äußerung (Berich t, Gutacht en u nd
dgl.) des Wirt schaftsprüfers enthalten sind, können jederzeit vom Wirt-
schaftsprüfer auch Dri tten gegenüber berichtigt werden. Unrichtigkeiten, di e
geeignet sind, in der beruf lichen Äußerung des Wirt schaftsprüfers enthaltene
Ergebnisse infr age zu ste llen, berechtigen diesen, die Äußerung auch Dri tten
gegenüber zurü ckzunehmen. In den vorgenannten Fä llen ist der Au ftragge-
ber vom Wirtscha ftsprüfer tunlichst vorher zu hören.
8. Schweigepflicht gege nüber Dri tten, Daten schutz
(1) Der Wirt schaftsprüfer ist nach Maßgabe der Gesetze (§ 323 Abs . 1 HGB,
§ 43 WPO, § 203 StGB) verpf lichtet, über Tatsachen und Umstände, die ihm
bei seiner Berufstätigkeit anvertraut oder bekannt werden, St illschwei gen zu
bewahren, es sei denn, da ss der Auftraggeber ihn von dieser Schweigepf licht
entbindet.
(2) Der Wirtscha ftsprüfer wird bei der Verarbeitung von personenbezogen en
Daten die nationalen und europarecht lichen Regelungen zum Daten schutz
beachten.
9. Haftung
(1) Für gesetzlich vor geschriebene Leistungen des Wirt schaftsprüfers, insbe-
sondere Prüfungen, gelten die jewe ils anzuwendenden gesetz lichen Haf-
tungsbeschränkungen, insbesondere die Ha ftungsbeschränkung des § 323
Abs. 2 HGB.
(2) Sofern w eder eine gesetz liche Ha ftungsbeschränkung Anwendung findet
noch eine einzelvertrag liche Ha ftungsbeschränkung besteh t, ist die Haftu ng
des Wirt schaftsprüfers für Sc hadensersatzansprüche jeder Ar t, mit Aus nah-
me von Schäden aus der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit,
sowie von Schäden, die eine Ersatzpf licht des Herste llers nach § 1
ProdHaftG begründen, bei einem fahrlässig verursachten einzel nen Scha-
densfall gemäß § 54a Abs . 1 Nr. 2 WPO auf 4 Mio. € beschränkt.
(3) Einreden und Einwendungen aus dem Vertragsverhältni s mit dem Auf-
traggeber stehen dem Wirtscha ftsprüfer auch gegenüber Dri tten zu.
(4) Leiten mehrere Anspruchsteller aus dem mit dem Wir tschaftsprüfer
bestehenden Vertragsverhältnis Ansprüche aus einer fahrlässigen Pflichtver-
letzung des Wirtscha ftsprüfers her, gilt der in Abs. 2 genannte Höchstbetrag
für die betre ffenden Ansprüche a ller Anspruchsteller ins gesamt.
(5) Ein einzel ner Schadensfa ll im Si nne von Abs. 2 ist auch bezüg lich ei nes
aus mehreren Pf lichtverletzu ngen sta mmenden einheit lichen Schadens
gegeben. Der einzelne Schadensfa ll umfa sst sämtlic he Folgen einer Pf licht-
verletzung ohne Rücksicht darau f, ob Sc häden in einem oder in mehreren
aufeinanderfolgenden Jahren entstanden sind. Dabei gilt m ehrfaches auf
gleicher oder gleichartiger Fehlerquelle beruhendes Tun oder Unterlassen als
einheitliche Pf lichtverletz ung, wenn die betre ffenden Angelegenheiten mitei-
nander in rechtlichem oder wirt schaftlichem Zusammenhang stehen. In
diesem Fall kann der Wirt schaftsprüfer nur bis zur Höhe von 5 Mio. € in
Anspruch geno mmen werden. Die Begrenzung auf das Fün ffache der Min-
destversicherung ssumme gilt nicht bei gesetz lich vor geschriebenen Pf licht-
prüfungen.
(6) Ein Schadensersatzanspruch er lischt, w enn nicht innerhalb von sechs
Monaten nach der schriftlichen Ablehnung der Ersatzleistung Klage erhoben
wird und der Auftraggeber auf diese Folge hingewies en wurde. Dies g ilt nicht
für Sc hadensersatzansprüche, die auf vorsätz liches Verhalten zurüc kzufüh-
ren sind, sowie bei einer schuldhaften Verletzung von Leben, Körper oder
Gesundheit sowie bei Schäden, die eine Ersatzpf licht des Herste llers nach §
1 ProdHa ftG begründen. Das Rech t, die Einr ede der Verjährung geltend zu
machen, bleibt unberührt.
10. Ergänze nde Bestimmungen für Prüfung saufträge
(1) Ä ndert der Au ftraggeber nachträg lich den durch den Wirtscha ftsprüfer
geprüften und mit einem Bestätigungsvermerk versehenen Ab schluss oder
Lageberich t, darf er diesen Bestätigungsvermerk nich t weiterverwe nden.
Hat der Wirt schaftsprüfer ei nen Bestätigungsvermerk nicht erte ilt, so ist ein
Hinweis auf die durch den Wirt schaftsprüfer durchgeführte Prüfung im
Lage¬bericht oder an anderer für die Ö ffentlichkeit bestimmter Ste lle nur mit
schrift¬licher Einwilligung des Wirtscha ftsprüfers und mit dem von ihm
genehmigten Wortlau t zulässig.
(2) Wide rruft der Wirt schaftsprüfer den Bestätigungsvermerk, so darf der
Bestätigungsvermerk nicht weiterverwendet werden. H at der Au ftraggeber
den Bestätigungsvermerk bereits verwende t, so hat er auf Verlangen des
Wirtschaftsprüfers den Widerruf bekanntzugeben.
(3) Der Au ftraggeber hat Anspruch auf fünf Berichtsausfertigunge n. Weitere
Ausfertigungen werden besonders in Rechnung geste llt.
11. Ergänze nde Bestimmungen für H ilfeleist ung in Steuer sachen
(1) Der Wirtsc haftsprüfer ist berechtigt, sow ohl bei der Beratung in steuerli-
chen Einzelfragen als auch im Fa lle der Dauerberatung die vom Au ftraggeber
genannten Tatsachen, insbesondere Zahlenangaben, al s richtig und vo llstän-
dig zugrunde zu legen; dies g ilt auch für Buchführungsau fträge. Er hat jedoch
den Auftraggeber auf von ihm festgestellte Unrichtigkeit en hinzuweisen.
(2) Der Steuerberatungsau ftrag umfa sst nicht die zur W ahrung von Fristen
erforderlichen Handlungen, es sei denn, da ss der Wirtscha ftsprüfer hierzu
ausdrücklich den Auftrag über nommen hat. In diesem Fa ll hat der Au ftragge-
ber dem Wirt schaftsprüfer alle für die W ahrung von Fristen wesent lichen
Unterlagen, insbesondere Steuerbe scheide, so rechtzeitig vorzulegen, dass
dem Wirt schaftsprüfer ei ne angeme ssene Bearbeitungszeit zur Verfügu ng
steht.
(3) Mangels einer anderweitigen schriftlichen Vereinbarung umfa sst die
laufende Steuerberatung folgende, in die Vertragsdau er fa llenden Tätigkei-
ten:
a) Ausarbeitung der Jahre ssteuererklärungen für die Einko mmensteuer,
Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer sowie der Vermögensteuererkl ä-
rungen, und zwar auf Grund der vom Au ftraggeber vorzulegenden Jahres-
abschlüsse und sonstiger für die Besteuerung erforder licher Aufste llungen
und Nachweise
b) Nachprüfung von Steuerbe scheiden zu den unter a) genannten Steuern
c) Verhandlungen mit den Finanzbehörden im Zusammenha ng mit den
unter a) und b) genannten Erklärungen und Be scheiden
d) Mitwirkung bei Betriebsprüfungen und Auswertung de r Ergebni sse von
Betriebsprüfungen hinsichtlich der unter a) genannten St euern
e) Mitwirkung in Einspruchs- und Be schwerdeverf ahren hinsichtlich der
unter a) genannten Steuern.
Der Wirtscha ftsprüfer berücksichtigt bei den vorgenannten Aufgaben die
wesentliche veröffentlichte Rechtsprec hung und Verwaltungsauffa ssung.
(4) Erhält der Wirt schaftsprüfer für die l aufende Steuerberatung ein Pau-
schalhonorar, so sind mangels anderweitiger schriftlicher Vereinbarungen die
unter Abs. 3 Buchs t. d) und e) genannten Tätigkeiten gesondert zu honorie-
ren.
(5) Sofern der Wirtscha ftsprüfer auch Steuerberater ist und die Steuerbera-
tervergütungsverordnung für die Beme ssung der Vergütung anzuwenden ist,
kann eine höhere oder niedrigere als die gesetz liche Vergütung in Textform
vereinbart werden.
(6) Die Bearbeitung besonderer Einzelfragen der Einko mmensteuer, Körper-
schaftsteuer, Gewerbesteuer, Einheitsbewertung und Vermögen steuer sowie
aller Fr agen der Umsatzsteuer, Lohnsteuer, sonstigen Steuer n und Abgab en
erfolgt auf Grund eines besonderen Au ftrags. Dies gilt auch für
a) die B earbeitung einma lig anfallender Steuerangelegenheiten, z.B. auf
dem Gebie t der Erbschaftsteuer, Kapitalverkehrsteuer , Grunderwerbsteuer,
b) die Mitwirkung und Vertretung in Verfahren vor den Gerichten der Fi-
nanz- und der Verwaltungsgerichtsbarkei t sowie in St euerstrafsachen,
c) die beratende und gutacht liche Tätigkeit im Zusammenhang mit Um-
wandlungen, Kapitalerhöhung und -herabsetzung, Sani erung, Eintri tt und
Ausscheiden eines Gesell schafters, Betri ebsveräußerung, Liquidation und
dergleichen und
d) die Unterstützung bei der Erfü llung von Anzeige- und Dokumentations-
pflichten.
(7) Soweit auch die Ausarbeitung der Umsatzsteuerjahre serklärung als
zusätzliche Tätigkeit übernommen wird, gehört dazu nicht die Überprüfu ng
etwaiger besonderer buchmäßiger Vorau ssetzungen sowie die Frage , ob alle
in Betracht ko mmenden umsatzsteue rrechtlichen Vergünstigungen wahrge-
nommen worden sind. Eine Gewähr für die vo llständige Erfa ssung der Unter-
lagen zur Geltendmachung des Vorsteuerabzugs wird n icht übernommen.
12. Elektr onische Ko mmunikation
Die Ko mmunikati on zwi schen dem Wirt schaftsprüfer und dem Au ftraggeber
kann auch per E-Ma il erfol gen. Soweit der Auftraggeber eine Ko mmunikation
per E-Mail nicht w ünscht oder besondere Sicherheitsanforderungen ste llt, wie
etwa die Ver schlüssel ung von E-Ma ils, wird der Au ftraggeber den Wirt-
schaftsprüfer entsprechend in Tex tform informier en.
13. Vergütung
(1) Der Wirtsc haftsprüfer hat neben seiner Gebühren- oder Honorarforderu ng
Anspruch auf Ersta ttung seiner Auslagen; die Umsatzsteuer wird zusätz lich
berechnet. Er ka nn angeme ssene Vor schüsse auf Vergütung und Auslagen-
ersatz verlangen und die Aus lieferung seiner Leistung von der vo llen Befrie-
digung seiner Ansprüche abhängig machen. Mehrere Au ftraggeber ha ften als
Gesamtschul dner.
(2) Ist der Au ftraggeber kein Verbraucher, so ist eine Aufrechnung geg en
Forderungen des Wirt schaftsprüfers auf Vergütung und Auslagenersatz nur
mit unbestrittenen oder rechtskrä ftig festgestellten Forderungen zulä ssig.
14. Streit schlichtungen
Der Wirt schaftsprüfer ist nicht bereit, an Streitbe ilegungsverfahren vor einer
Verbraucher schlichtungsstelle im Si nne des § 2 des Verbraucherstreitbe ile-
gungsgesetzes teilzunehmen.
15. Anzuwe ndend es Recht
Für den Au ftrag, seine Durchführung und die sich hieraus ergeben den An-
sprüche g ilt nur deutsches Recht.
Beschlussvorlage
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V/0334/2023 V/0334/2023 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Jahresabschluss 2022 der Stadtnetze Münster GmbH Beratungsfolge 13.06.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Die Vertretung der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH wird ermächtigt, folgende Entscheidungen zu treffen: 1. Der Jahresabschluss 2022 (Bilanz, Gewinn - und Verlustrechnung, Anhang) der Stadtnetze Münster GmbH wird festgestellt. 2. Der Lagebericht der Stadtnetze Münster GmbH für das Geschäftsjahr 2022 wird zur Kenntnis genommen. II. Finanzielle Auswirkungen: Keine Begründung: Die Stadtnetze Münster GmbH ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Münster GmbH (SWMS). Gemäß § 9.4 lit. f des Gesellschaftsvertrages der SWMS ist die Gesellschafter- versammlung der Stadtwerke Münster GmbH u. a. für die Beschlussfassung über die Feststellung des Jahresabschlusses der Stadtnetze Münster GmbH zuständig. Die Stadtnetze Münster GmbH schließt das Geschäftsjahr 202 2 mit einer Bilanzsumme von 332.243 T€ (VJ: 290.974 T€) bei einem Jahresergebnis vor Gewinnabführung von 19.838 T€ (VJ: 20.692 T€) ab. Aufgrund der durch den Krieg gegen die Ukraine verschärften Energiekrise sowie einer milden Witterung im 4. Quartal und den damit verbundenen Umsatzv erlusten durch eingesparte Energieverbräuche wird das geplante Ergebnis i.H.v. 27.200 T€ deutlich, aber erwart- bar verfehlt. Amt für Finanzen und Beteiligungen 02.06.2023 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Rothermundt Telefon: 492-2006 Rothermundt@stadt- muenster.de - 2 - V/0334/2023 Gemäß des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages zwischen der Stadtwerke Münster GmbH und der Stadtnetze Münster GmbH wird das Ergebnis in Höhe von 19.838 T€ an die Ge- sellschafterin Stadtwerke Münster GmbH abgeführt. Ausführliche Informationen sind dem Jahresabschluss 2022 (Anlage 2) und der Aufsichtsratsvorla- ge 13/2023 (Anlage 1) zu entnehmen, die der Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster GmbH in seiner Sitzung am 13.06.2023 beraten wird. Einschätzung des Beteiligungsmanagements zum Jahresabschluss Nach Prüfung des Jahresabschlusses durch die BKP Dr. Bergmann, Kauffmann und Partner GmbH & Co. KG, Dortmund, haben sich aus Sicht des Beteiligungsmanagements keine Einwen- dungen gegen oder zusätzliche Hinweise zum Jahresabschluss der Stadtnetze Münster GmbH ergeben. Nach Durchsicht des vorgelegten und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsver- merk versehenen Jahresabschlussberichtes erscheint der Jahresabschluss als plausibel und ver- mittelt ein hinreichend nachvollziehbares Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Stadt- netze Münster GmbH zum Bilanzstichtag 31.12.2022. i.V. gez. Christine Zeller Stadtkämmerin Anlagen: Anlage A Anlage 1: Vorlage an den Aufsichtsrat der SWMS Nr. 13/2023 zum Jahresabschluss 2022 der SN Anlage 2: Jahresabschluss und Lagebericht 2022 der SN
Anlage A
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Anlage A zur V/0334/2023 Kurzüberblick Die Stadtwerke Münster GmbH ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Stadt Münster. Gemäß § 9.4 des Gesellschaftsvertrages der Stadtwerke Münster GmbH ist die Gesellschafterversamm- lung u.a. für „[…] die Feststellung des Jahresabschlusses […] der Stadtnetze Münster GmbH […]“ (lit. f) zuständig. Die Stadtnetze Münster GmbH ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Münster GmbH. Zur Ermächtigung der Vertretung der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH ist ein Beschluss des Ausschusses für Wohnen, Liegenschaften, Fi- nanzen und Wirtschaft notwendig. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Die Stadtnetze Münster GmbH ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Münster GmbH. Ihr obliegt gemäß Gesellschaftsvertrag der Betrieb, die Wartung und der Ausbau der Versor- gungsnetze der öffentlichen Energie- und Wasserversorgung. Im Bereich der Wasserversorgung umfasst der Unternehmensgegenstand die Wasserförderung, Wassergewinnung und Wasserauf- bereitung („Trinkwasserproduktion"). Weiterhin umfasst sind im Bereich der Energie- und Wasser- versorgungsnetze auch die damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen sowie Dienst- leistungen in Bereichen sonstiger (Netz-)Infrastrukturen wie TK-Netze, Funknetze oder Straßen- beleuchtung. Ebenfalls umfasst sind Geschäfte jeder Art, die der Erreichung des Gesellschafts- zwecks mittelbar oder unmittelbar dienen. Bei der Erfüllung der aufgeführten Aufgaben ist von der Gesellschaft anzustreben, vorhandene Ressourcen, insbesondere die natürlichen Vorräte an Energieträgern und Wasser, soweit wie möglich zu schonen und die Belastung der Umwelt durch Emissionen so gering wie möglich zu halten. Finanzierung Produktgruppe: 1501 Anteile an Unternehmen Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein k.A. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig Vollständig freiwillig u.a. gem. Satzung der Stadtwerke Münster GmbH und Stadtnetze Münster GmbH Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) k.A.
V_0334_2023_Anlage 1_AR-Vorlage 13_2023 Stadtnetze MS JA 2022
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((Logo eingeblendet, wird aber nicht gedruckt)) Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 13/2023 Betreff Jahresabschluss 2022 der Stadtnetze Münster GmbH Berichterstatter Sebastian Jurczyk Anlage Prüfungsbericht des Abschlussprüfers mit Bestätigungsvermerk darin als Anlagen enthalten: Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022, bestehend aus: - Bilanz - Gewinn- und Verlustrechnung - Anhang - Lagebericht Antrag Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster GmbH wolle beschließen: 1. Der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH werden folgende Beschlüsse zur Annahme empfohlen: Die Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH wird ermächtigt, in der Gesellschafterversammlung der Stadtnetze Münster GmbH folgende Beschlüsse zu fassen: 1.1. Der Jahresabschluss 2022 (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang) wird festgestellt. 1.2. Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 wird zur Kenntnis genommen. Münster, 10.05.2023 Seite 2 von 2 ((Logo eingeblendet, wird aber nicht gedruckt)) 2. Die Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH wird ermächtigt, in der Gesellschafterversammlung der Stadtnetze Münster GmbH folgende Beschlüsse zu fassen: 2.1. Das Ergebnis in Höhe von 19.837.690,56 EUR wird entsprechend Ergebnisabführungsvertrag von der alleinigen Gesellschafterin, der Stadtwerke Münster GmbH, übernommen. 2.2. Der Geschäftsführung der Stadtnetze Münster GmbH wird für das Geschäftsjahr 2022 Entlastung erteilt. Begründung Der Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn - und Verlustrechnung, Anhang) sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 wurden von BKP Dr. Bergmann Kauffmann und Partner GmbH & Co. KG, Dortmund, geprüft. Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Erläuterungen sind aus den beiliegenden Anlagen ersichtlich. Die kaufmännischen Aufgaben der Stadtnetze Münster GmbH werden im Rahmen der Geschäftsbesorgung von der Stadtwerke Münster GmbH wahrgenommen. Um die Synergieeffekte auch bei der Prüfung des Jahresa bschlusses 2023 zu nutzen ist es sinnvoll, dass die Stadtnetze Münster GmbH dieselbe Abschlussprüfungsgesellschaft beauftragt, die den Einzel - und Konzernabschluss der Gesellschafterin Stadtwerke Münster GmbH prüft. Es ist vorgesehen, dass für den Jahresa bschluss 2023 der Stadtwerke Münster GmbH die BKP Dr. Bergmann Kauffmann und Partner GmbH & Co. KG, Dortmund, bestellt wird. Hierzu wird auf die Vorlage an den Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster GmbH Nr. 16/2023 verwiesen. Stadtwerke Münster GmbH gez. Sebastian Jurczyk gez. Frank Gäfgen
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0334/2023
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 30.05.2023
- Erstellt
- 22.05.2023 16:52