0517/2018
Nutzungsänderung des denkmalgeschützten Herrenhauses in Tagungs-, Büro- und Seminarräume sowie einer Scheune in eine Veranstaltungshalle mit baulichen Änderungen, Errichtung von 120 PKW- Stellplätzen, Erweiterung und Umbau der Ställe um 6 Pferdeboxen
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Anlage 3: Maßnahmen Plan Blatt 2
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Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/57/571 Vorlagen-Nummer 0517/2018 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Nutzungsänderung des denkmalgeschützten Herrenhauses in Tagungs-, Büro- und Seminarräume sowie einer Scheune in eine Veranstaltungshalle mit baulichen Änderungen, Errichtung von 120 PKW- Stellplätzen, Erweiterung und Umbau der Ställe um 6 Pferdeboxen, 9 Paddocks, einer Sattelkammer und einem Strohlager, Verlegung einer Mistplatte und einer Pferdeführanlage sowie Errichtung eines neuen Strohlagers, Schloss- Arff- Str. in Köln Roggendorf, Landschaftsschutzgebiet LSG 1 und geschützter Landschaftsbestandteil LB 6.08, Bezirk 6 Beschlussorgan Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde Gremium Datum Beschluss: Der Beirat bei der Unteren Naturschutzbehörde ist mit der Nutzungsänderung des denkmalgeschützten Herrenhauses in Tagungs-, Büro- und Seminarräume des Schloss Arffs, der Nutzungsänderung einer Scheune in eine Veranstaltungshalle mit baulichen Änderungen, der Errichtung von 120 PKW- Stellplätzen, einer Erweiterung und dem Umbau der Ställe um 6 Pferdeboxen, 9 Paddocks, einem Strohlager und einer Sattelkammer, der Neuerrichtung eines Strohlagers sowie der Verlegung einer Mistplatte und der vorhandenen Pferdeführanlage an der Schloss- Arff- Str. im Landschaftsschutzgebiet L 1 bzw. im geschützten Landschaftsbestandteil LB 6.08 einverstanden. Er stimmt einer beabsichtigten Befreiung gem. § 67 (1) Nr. 1 BNatSchG von den Verbotsvorschriften des Landschaftsplanes zu. Alternative: Der Beirat bei der Unteren Naturschutzbehörde lehnt die beabsichtigte Befreiung gem. § 67 (1) Nr. 1 BNatSchG in Verbindung mit § 75 LG NW von den Verbotsvorschriften des Landschaftsplanes ab. Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 07.05.2018 2 Begründung: Beschreibung der Maßnahme: Das denkmalgeschützte, in den 1750er Jahren erbaute Schloss Arff in Köln Roggendorf soll in ein Eventschloss für Feste und Veranstaltungen für bis zu 300 Personen im Rahmen von geschlossenen Gesellschaften umgebaut werden. Die baurechtlich für diesen geplanten Nutzungsumfang geforderte Mindestparkplatzfläche für 120 PKW-Stellplätze (ca. 3230 qm) soll südlich der für die Erschließung vorgesehenen Straße errichtet werden. Für den bestehenden Reitbetrieb ist es geplant, den bestehenden Pferdestall an heutige Bedingun- gen anzupassen und 6 neue Pferdeboxen zu errichten sowie die Sattelkammer zu verlegen. Neben dieser Erweiterung um ca. 140 qm soll dem Pferdestall eine neue, ca. 260 qm große Päddockfläche vorgelagert werden. Des Weiteren soll ein neuer, ca. 35 qm großer Strohlagerplatz angelegt werden. Im Rahmen der Umbaumaßnahmen sollen auch die Ver- und Entsorgungsleitungen neu verlegt wer- den. Zur Vereinbarkeit der zwei Nutzungsarten ist es geplant, die im Hof befindliche Pferdeführanlage so- wie eine Mistplatte zu verlegen. Die Erschließung soll ausschließlich über den Further Weg und den Knotenpunkt Straberger Weg / Further Weg erfolgen. Zur Minimierung der Anbindungsstrecke sowie von Begegnungsverkehren ist es geplant, die Veranstaltungsverkehre über den Further Weg und dann über den Stichweg Richtung Kölner Randkanal direkt zum Parkplatz zu führen. Die Anbindungswege zum Parkplatz weisen derzeit nur begrenzte Möglichkeiten für Gegenverkehre auf. Vor diesem Hintergrund sollen zur Vermeidung einer Verbreiterung des Straßenquerschnitts ca. alle 200 m insgesamt eine asphaltierte und drei ge- schotterte Ausweichbucht(en) für jeweils zwei PKW´s eingerichtet werden. Da die Breite der Straßenparzelle durch den Straberger Weg derzeit nicht vollständig genutzt ist, stel- len die geplanten Parkbuchten auf der Südseite des Straberger Weges keinen Konflikt zur dort einge- tragenen Landschaftsplanmaßnahme - Anlage einer 8 m breiten Hecke mit vorgelagertem, ca. 3-5 m breitem Saum – dar. In der Annahme, dass es sich i.d.R. um private Veranstaltungen handeln wird, wird ein Busverkehr als Einzelereignis betrachtet. Bei dieser Beförderungsart ist es geplant, Gäste nicht bis zum Veran- staltungsgebäude zu fahren, sondern sie einen kurzen Fußweg zurücklegen zu lassen. Das Abstellen eines Busses wurde bereits mit der Stadt Dormagen gesondert geregelt. Somit kann ein Busverkehr am geschützten Landschaftsbestandteil ausgeschlossen und der Ausbau entspre- chender Zuwegungen vermieden werden. Für die Planung des Gesamtvorhabens wurden mehrere Varianten insbesondere für die Parkplatzan- lage betrachtet. Als erstes war eine Parkplatzfläche auf einer Weidefläche direkt nördlich der Hofanlage, z.T. noch im LB vorgesehen. Auf Grund schwieriger Bodenverhältnisse und insbesondere zum Schutz des LB´s wurde diese Variante verworfen. Die zweite Planung sah die Anlage des Parkplatzes ebenfalls auf einer Weidefläche direkt südlich des LB´s vor. Auch diese Variante wurde abgelehnt, da sie eine starke landschaftsbildästhetische Beein- trächtigung an sich als auch in Verbindung mit dem denkmalgeschützten Gebäudeensembles darge- stellt hätte. Durch das Angebot des Antragstellers, die bestehende Pferderennbahn auf der gegenüberliegenden Straßenseite an der Nordseite zu verkürzen, entwickelte sich eine Parkplatzplanung, die eine Lösung mit dem geringsten Eingriff darstellt. Da der neu geplante Parkplatz auf Flächen der aufgegebenen Rennbahn, einer teilbefestigten landwirtschaftlichen Lager- und Abstellfläche sowie auf von der Rennbahn eingegrenzten Weideflächen zwischen verkürzter Rennbahn und dem, der Erschließung dienenden Stichweg realisiert werden soll, stellt diese Planung zudem die beste landschaftsbildästhe- tische Lösung dar. Hinsichtlich zusätzlicher Beleuchtungsmaßnahmen außerhalb der Hofanlage wurde vom Antragsteller 3 im Rahmen des Nachtrages zum Landschaftspflegerischen Begleitplan aus März / April 2018 zugesi- chert, dass weder der Parkplatz noch der Schlosspark illuminiert werden wird. Vermeidung / Verminderung und Eingriff / Kompensation: Durch die Vergrößerung des Reitstalls, die Verlagerung der Pferdeführanlage und Mistplatte sowie die Neuanlage von Paddockflächen, der Ausweichbuchten und insbesondere des Parkplatzes werden vornehmlich Biotopstrukturen wie Weideflächen, semiversiegelte Reitbahnflächen und einer schotter- befestigten, mit Ruderalvegetation bestandenen Lagerfläche überformt bzw. versiegelt. Die im Rahmen des Parkplatzausbaus zu entfernenden Gebüschstrukturen sollen zwischen verkürz- ter Rennbahn und neuem Parkplatz zur Nutzungsabgrenzung wiederhergestellt werden. Die Verlegung der Versorgungsleitungen soll zur Vermeidung weiterer Eingriffe überwiegend in be- stehenden Wegeflächen erfolgen. In Bereichen, in denen die Verlegung durch Weideflächen geplant ist, soll sie in geschlossener Bauweise erfolgen. Im Zuge der Bebauung wird es zu einem Verlust von offener bzw. teilversiegelter Fläche kommen; durch Verlagerungen und Umnutzungen ist jedoch geplant, Flächen wieder zu entsiegeln. Für das gesamte Vorhaben wird es insbesondere durch die Anlage des Parkplatzes, der Erweiterung des Stallgebäudes sowie der Neugestaltung des Innenhofes zu einer Mehrversiegelung von insgesamt ca. 2550 qm kommen. Insbesondere entlang der Verkehrswege befinden sich Baumreihen aus alten Hybridpappeln, die auf Grund des Alters starke Schäden aufweisen und somit z.Z. nicht mehr verkehrssicher sind. Sie sollen sukzessive durch standortheimische, langlebigere Baumarten wie Winterlinden und Stieleichen er- setzt werden. Es ist geplant, die insgesamt 61 Hybridpappeln in der Summe durch 75 standortheimische Winterlin- den, Steileichen und Schwarzpappelen zu ersetzen, so dass der durch die fehlende Verkehrssicher- heit erforderlich werdende Umbau zum Erhalt der Landschaftsstrukturen als auch einer Erhöhung der Artenvielfalt beiträgt. Des Weiteren sollen im Umfeld des Schloss- Arff weitere 51 Bäume durch Anlage von Baumreihen und –gruppen sowie Streuobstwiesen gepflanzt werden. Die Pappelfällungen entlang des neu geplanten Parkplatzes sollen als erstes und zwar in drei Ab- schnitten, im Abstand von jeweils drei Jahren durch Winterlinden ersetzt werden. Damit ein einheitli- cher Charakter der Baumreihe gewährleistet wird, soll die Nachpflanzung der Linden jeweils in einer stärkeren Pflanzstärke (StU 1. Abschmitt:16-18 cm, 2. Abschnitt: 18-20 cm und 3. Abschnitt: 20-25 cm) erfolgen. Der Beginn der Fällarbeiten für die Hybridpappeln an der Schloss- Arff- Str. zwischen Hackenbroich und Hofanlage soll erst bei der Notwendigkeit von neuen Pflegearbeiten erfolgen, da diese erst kürz- lich einer Pflegemaßnahme unterzogen wurden. Diese Pappeln sollen durch Stieleichen ersetzt wer- den. Auch dieser Umbau soll analog der Verkehrssicherungsmaßnahmen an den Pappeln entlang des neuen Parkplatzes erfolgen. Neben den Baumpflanzungen ist es geplant, den Eingriff in das Biotoppotential durch die Anlage von zwei Streuobstwiesen und die Anlage eines Waldmantels zu kompensieren. Die gesamten Maßnah- men dienen darüber hinaus der Anreicherung des Landschaftsbildes. Artenschutz: Es wurde ein artenschutzrechtliches Gutachten erstellt (artenschutzrechtliche Prüfung Stufe 1, Stand 13.01.2017 und Stufe 2 mit Stand vom 20.09.2017), in dem nachfolgende Maßnahmen incl. vorgezo- gene Vermeidungsmaßnahmen (CEF) vorgesehen sind, um das Eintreten von Verbotstatbeständen i.S. des §§ 44 BNatSchG auszuschließen. Zeitliche Begrenzung der Gehölzbeseitigung, 4 Sukzessiver Umbau der Pappelbestände, Anbringen von Fledermauskästen, Gebäudekontrolle zwei Wochen vor Beginn der Umbauarbeiten am Stall und ggf. Erhalt der Quartierte (bei Grauem Langohr), Kontrolle der Pappeln mindestens zwei Wochen vor Fällung. Das Maßnahmenpaket ist insgesamt geeignet, den Eintritt der artenschutzrechtlichen Verbotstatbe- stände wirksam zu vermeiden. Das Vorhaben wird daher als zulässig betrachtet. Verbandsbeteiligung nach § 63 (2) BNatSchG i.V. mit § 66 (1) LNatSchG Da sich das Vorhaben z.T. auf Flächen im geschützten Landschaftsbestandteil erstreckt, sind gem. § 63 (2) BNatSchG i.V. mit § 66 (1) LNatSchG bei Befreiungen und Ausnahmen von Ge- und Verboten zum Schutz von geschützten Landschaftsbestandteilen die anerkannten Naturschutzvereinigungen durch die Genehmigungsbehörde zu beteiligen. Zum Vorhaben hat sich der NABU Stadtverband Köln mit Schreiben vom 04.02.2018 fristgerecht ge- äußert. Die Stellungnahme liegt der Beschlussvorlage als Anlage bei. Befreiungsvoraussetzungen: Die geplante Nutzungsänderung des Gutshofes Schloss Arff mit Umbauten und Neuanlagen soll auf einer Fläche im Geltungsbereich des Landschaftsplanes der Stadt Köln realisiert werden, die als ge- schützter Landschaftsbestandteil oder Landschaftsschutzgebiet mit einhergehenden Ge- und Ver- botsbestimmungen festgesetzt ist. Somit bedarf das beantragte Vorhaben einer Befreiung von den Ge- und Verboten des Landschaftsplanes gem. § 67 (1) BNatSchG. Aus Sicht der Unteren Naturschutzbehörde werden die Voraussetzungen für eine Befreiung gem. § 67 (1) Nr. 1 BNatSchG i. V. mit § 75 LNatSchG NW als gegeben angesehen. Auf der einen Seite be- steht ein hohes öffentliches Interesse am Erhalt des denkmalgeschützten Schloss Arff, was als sehr schwerwiegend angesehen wird. Auf der anderen Seite wird dagegen die Beeinträchtigung des öf- fentlichen Interesses am Erhalt zu kompensierender Vegetationsstrukturen in einer ansonsten reich strukturierten Landschaft festgemacht. Vor diesem Hintergrund ist für das beantragte Vorhaben das öffentliche Interesse an der Realisierung des Vorhabens zum Erhalt des Baudenkmals Schloss Arff als höherrangig anzusehen als die zu be- achtenden Naturschutzgelange. Somit kann aus Sicht der Unteren Naturschutzbehörde einer Befreiung gem. § 67 (1) Nr. 1 BNatSchG zugestimmt werden. Anlagen 1-6
Anlage 6: Nabu Stellungnahme im Rahmen Verbandsbeteiligung
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Vorstand Vorsitzender Dr. Horst Bertram 2. Vorsitzende Claudia Trunk Schatzmeister Axel Goldmann Schriftführerin Susanne Roer Referent Jakob Risch Spendenkonto IBAN: DE45 3705 0198 0005 2426 49 BIC: COLSDE33 Sparkasse KölnBonn Spenden und Beiträge Stiftungskonto IBAN: DE39 3705 0198 1900 6828 97 BIC: COLSDE33 Sparkasse KölnBonn Zustiftungen sind steuerlich NABU Anerkannter Natur- schutzverband nach § 58 Bundes- naturschutzgesetz NABU Köln • Naturschutzbund Deutschland Stadtverband Köln e.V. Geschäftsstelle • Alteburger Strasse 60 • 50678 Köln Umwelt- und Verbraucherschutzamt Stadt Köln - Stadthaus Deutz Frau Pniewski (08F63) Willy-Brand-Platz 2 50679 Köln Vorab per E-Mail: umwelt-verbraucherschutz@stadt-koeln.de Landesbüro Naturschutz NRW Geschäftsstelle Alteburger Strasse 60 50678 Köln Telefon: 0221 / 790 28 89 E-Mail: mail@NABU-Koeln.de Homepage: www.NABU-Koeln.de Köln, den 04.02.2018 Bauvorhaben Schloss Arff: Erteilung einer Baugenehmigung für eine Nutzungsände- rung. Hier Befreiung im GLB LB 6.08 im Landschaftsplan der Stadt Köln LB-Zeichen: K 5-01.18 GLB Ihr Zeichen: 571/13/6/2017-61 Sehr geehrter Frau Pniewski, das Landesbüro der Naturschutzverbände NRW hat den NABU Köln aufgefordert, eine Stel- lungnahme zu dem Antrag zu erarbeiten und diese dir ekt an die Genehmigungsbehörde zu richten. Unsere Stellungnahme bezieht sich auf die Antragsunterlagen des Vorhabenträgers Herr Frei- herr von Landsberg-Velen (49733 Haren). Der Antrag auf Nutzungsänderung bedingt unter anderem die Neuerrichtung von 120 PKW Stellplätzen und Gebäuden. Dem Antrag ist eine landschaftspflegerischer Beglei tplan beigefügt in dem die Erschließung des Schlosses Arff zu einem Eventschloss und dessen Auswirkungen auf Natur- und Land- schaft beschrieben wird. Die genehmigende Behörde hat auf Grundlage geeigneter Angaben zum Vorhaben unverzüg- lich festzustellen, ob nach den Paragraphen §§3b bi s 3f UVPG für das Vorhaben eine Ver- pflichtung zur Durchführung einer UVP besteht. Die Verpflichtung einer UVP besteht, wenn die zur Bestimmung seiner Art genannten Merkmale vorlie gen. Sofern Größenwerte angegeben sind ist eine UVP durchzuführen, wenn die Werte erreicht oder überschritten werden. Wir ge- hen davon aus, dass der Bau von Parkplätzen insgesamt die Größe von 5000 m² nicht über- schreitet. Ungeachtet der Bodenbeläge ist die Fläche des Parkplatzes inclusive der Zuwegung zu Bilanzieren. Eine aussagekräftige Bilanzierung dazu liegt den Antragsunterlagen nicht vor. 2 Aufgrund der Lage des Gutes am Rande des Chorbuschs hat der GLB 6.08 eine besondere Bedeutung hinsichtlich des schützenswürdigen Baumbe stand. Gerade Hybridpappeln bieten Höhlenbrütern wie zum Beispiel dem Waldkauz, Staren oder der Hohltaube ideale Brutbedin- gungen. Die Erhaltung absterbender oder abgestorbener Altbäume würde den Anforderungen an den GLB gerecht. Das der vollständige Ersatz der Hybridpappeln mit einheimischen Ge- hölzarten die Artenvielfalt erhöht, wie im landschaftspflegerischen Begleitplan behauptet wird, trifft frühestens in 80 Jahren zu und ist aufgrund der Belastungen (Boden, Kima, Wasser), die auf die Nachpflanzungen zukommt äußerst unwahrschei nlich. Es ist für jeden Baum einzeln zu prüfen, ob ein entfernen aus Sicht der Verkehrssicherung erforderlich ist bzw. ob nicht ein Rückschnitt der Pappeln zur Verkehrssicherung ausseichend ist. Hier fällt der Stadt Köln eine besondere Verantwortung zu, da es sich um Grenzbäume auf Flächen der Stadt Köln handelt. Der Zeitraum der sukzessiven Fällungen und Neupflanzungen von drei Jahren ist äußerst kurz und für die Wiederherstellung der Ökosystemleistung en zu vernachlässigen. Wenn ein suk- zessiver Umbau der Pappelbestände durchgeführt wird, müsste der Zeitraum mindestens das fünffache betragen. Das Anbringen von bereits definierten Federmauskästen als Ausgleich im direkten Umfeld des Eingriffsgebietes ist zu bevorzugen und bedingt auch die Pflege dieser. Werden Federmaus- kästen oder Brutkästen wenige Jahre nicht gepflegt, so sind diese Ausgleichsmaßnahem nach wenigen Jahren unwirksam. Somit ist nicht nur der S tandort zu definieren, sondern auch die Pflegemöglichkeit und die Pflegeintervalle. Bei der Grünlandpflege ist eine schonende Beweidung in den angegebenen Zeiträumen vor der Mahd vorzuziehen. Langfristig würde sich dann auf dem Grünland tatsächlich eine höhere Artenvielfalt einstellen. Aufgrund der besonderen Lage direkt am Rande des Ch orbusches, ist von zusätzlicher oder geänderter Beleuchtung abzusehen. In dem Bauantrag ist keine Beleuchtung im GLB erwähnt und somit wurde diese nicht beantragt. Eine Beleuch tung der Fassade oder des Parkplatzes hätte eine sehr negative Auswirkung bis in den Chorbusch. Der NABU Stadtverband Köln bedauert den großflächig en Eingriff in sehr kurzer Zeit in dem geschützten Landschaftsbestandteil (LB 6.08), würden des aber befürworten die Beeinträchti- gungen des GLB’s so gering wie möglich zu halten da mit der GLB 6.08 weiterhin im Land- schaftsplan bestand hat. Mit freundlichen Grüßen, (electronische Version ohne Unterschrift) i.A. Jakob Risch Referent Politik und Verwaltung des NABU-Stadtverbandes Köln e.V. (Email: risch@tec-source.der Mobil: 0174 3098 188) Anlagen: keine
Anlage 1: Landschaftsplan
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E 32347421 N 5658528 E 32346121N 5656728 Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster Die Geoinformationen sind gesetzlich geschützt und nur für den Dienstgebrauch zu verwenden. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit sind die jeweiligen Herausgeber verantwortlich. Diese sind auch für die Genehmigung weitergehender Nutzung zuständig. Auszug aus: Entwicklungsziele GB LPWH, LP Schutzgebiete, Zusatzgrafik u.a. Maßstab 1:5000 Datum: 21.12.2017 KölnGIS 100 m
Anlage 5: Maßnahmen Plan Blatt 5
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Analge 4: Maßnahmen Plan Blatt 3+4
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Anlage 2: Maßnahmen Plan Blatt 1
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Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0517/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 16.04.2018
- Erstellt
- 15.02.2018 11:52