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AN/1102/2021

Altkleidersammlung Köln: im Regen stehen gelassen?

FDP/KSG Anfrage nach § 4 31.05.2021

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Nächste Beratung: Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln, Sitzung am 02.09.2021, TOP 1.2

FDP Anfrage nach § 4

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FDP Anfrage nach § 4

4465 Zeichen

www.FDP-Koeln.de 
 
An die Oberbürgermeisterin 
Frau Henriette Reker 
 
An die Vorsitzende des Ausschusses 
für Klima, Umwelt und Grün 
Frau Denise Abé 
 
 
 
Rathaus · 50667 Köln 
Fon 0221. 221-23830 
Fax 0221. 221-23833 
fdp-fraktion@stadt-koeln.de 
www.fdp-koeln.de 
 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 28.05.2021 
AN/1102/2021 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln 04.06.2021 
 
Altkleidersammlung Köln: im Regen stehen gelassen? 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin 
Sehr geehrte Frau Vorsitzende, 
 
die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung 
der kommenden Sitzung des Ausschusses Klima, Umwelt und Grün am 4. Juni zu setzen. 
 
Es gibt in Köln einen traditionellen Markt für second-hand Kleidung und auch ständig neue 
Start-ups die sich um den nachhaltigen Umgang mit Textilien kümmern. So war z. B. die 
Kölner Kleiderei unter den Finalisten des NRW-Umweltwirtschaftspreises. Webseiten wie 
vinted (kleiderkreisel) und andere machen Markenbekleidung auch für kleine Geldbeutel er-
schwinglich und verringern die Nachfrage nach neuen Textilien und damit trotz des 
Rebound-Effektes den Ressourcenverbrauch (CO2, Wasser, Pflanzenschutzmittel). 
 
Nach Angabe des bvse lag das potentielle Sammelaufkommen für Alttextilien in Deutschland 
2018 bei 18,7 kg pro Kopf. Davon wurden 15,7 kg/Kopf erfasst: 10,75 kg/Kopf über Depot-
container. 2015 konnten nach Angaben des bvse aus einer Sammelmenge von 12,4 kg/Kopf 
54% als Altkleider, 21% als Putzlappen, 17% als Fasern, 6% als Brennstoff gewonnen wer-
den und nur 2% waren Restmüll-Fehlwürfe. 
 
Im Sinne der EU Abfallhierarchie steht die Wiederverwertung als Bekleidung über dem 
Downcycling als Lappen und Fasern. Dazwischen steht die Reparatur. 
 Mitte 2020 überraschte das Bundesumweltministerium die Städte und Gemeinden mittels 
eines Schreibens an den Deutschen Städtetag. Der Nachrichtendienst  Euwid berichtete aus 
dem Schreiben wie folgt: „wenn Sie bei den Kommunen dafür werben könnten, dass diese 
sich bemühen, vor Ort mit den lokalen Akteuren im Dialog Lösungen für die Entsorgung des 
Restmülls aus den Altkleidercontainern zu finden“, Zudem sollten die Alttextilentsorger bei 
der Suche nach Lagermöglichkeiten für die gestiegenen Alttextilmengen unbürokratisch un-
terstützt werden. Auch sollten die Kommunen die „Verbraucher verstärkt darüber informie-
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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www.FDP-Koeln.de 
ren, dass aussortierte Textilien vorübergehend zu Hause gelagert werden sollten und dass 
Alttextilcontainer nicht für die Entsorgung von Restmüll bestimmt sind.“ 
 
Daraus ergeben sich folgende Fragen: 
 
1. Inwieweit sind die im Schreiben des Bundesumweltministeriums genannten Probleme 
auch in Köln aufgetreten, wie haben die eigenbetriebsähnliche Einrichtung, die AWB 
und die Partner der Stadt darauf reagiert und wie stellt sich die Situation heute dar? 
2. Die AWB hat die Altkleidersammlung 2014 übernommen (BAA November 2013). 
Damals wurde mit einem Netto-Überschuss aus der Vermarktung von 0,37 Mio. 
€/Jahr gerechnet Wie haben sich Einnahmen und Kosten der städtischen Altkleider-
sammlung in Köln seit 2014 entwickelt, wie tragen Bürgerinnen und Bürger das wirt-
schaftliche Risiko (über die Gewinnabführung in den städtischen Haushalt oder den 
Gebührenhaushalt) und welche Ziele haben Verwaltung und AWB? 
3. Wo werden die von der AWB im Auftrag der Stadt gesammelten Altkleider sortiert und 
in wie weit können diese Partner der Stadt Auskunft geben über die Entwicklung der 
Qualität des Inhalts der AWB-Altkleidercontainer (Wiederverwendung im Inland, Wie-
derverwendung im Ausland, Verwendung als Lappen oder Fasern in der Industrie, 
thermische Verwertung, Restmüllgehalt). 
4. Inwieweit liegen der Stadtverwaltung Daten zur Entwicklung der privaten Container-
standorte (gemeinnützig wie bei den Schützen Stammheim, privat wie vor St. Pius) 
im Stadtgebiet seit Einführung der Sammlung durch die AWB vor? 
5. Reparatur ist ein wichtiger Teil einer Kreislaufwirtschaft. Die Reparatur von Beklei-
dung wird an den meisten Schulen nicht mehr gelehrt. Die Menschen sind auf profes-
sionelle Betriebe angewiesen: wie hat sich die Zahl der Schneidereien in Köln entwi-
ckelt? 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
Gez. Ulrich Breite     Dr. Rolf Albach 
Fraktionsgeschäftsführer    Umweltpolitischer Sprecher

Beratungsverlauf (1)

02.09.2021 Betriebsausschuss Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln
TOP 1.2 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Sache ist erledigt

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Markt

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Details

Aktenzeichen
AN/1102/2021
Typ
FDP/KSG Anfrage nach § 4
Datum
31.05.2021
Erstellt
21.05.2021 23:47