0780/2018
Detailuntersuchung des Grundwassers im Umfeld des Kalkbergs
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Anlage 1 - Übersichtsplan mit Messstellen
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AnlageBearbeitungsdatum Maßstab Lageplan 1 : 6.000 nicht für Vermessung geeignet Titel Projekt-Nr. Projekt Auftragnehmer CONZEPT Umweltberatung GmbH Solinger Str. 12 45481 Mülheim www.conzept-gmbh.de Auftraggeber 120.11.2017 Übersichtsplan mit Grundwassermessstellen 0359 Detailuntersuchung Kalkberg 1 Abschlussbericht N GWM für Probennahme und GW-Standsmessung sowie Datenloggerüberwachung von Januar 2015 bis Januar 2017 (8 Stück), Stand Dez. 2016 Kartengrundlage: Stadt Köln, digitale DGK 1060 Grundwassermessstelle (GWM) für Probennahme und GW-Standsmessung (19 Stück), Stand Dez. 2016 1059 weitere relevante Untersuchungspunkte
Anlage 3 - Profilschnitt
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AnlageBearbeitungsdatum Maßstab der Höhe 1 : 250 Maßstab der Länge 1 : 3.000 nicht für Vermessung geeignet Titel Projekt-Nr.: Projekt Auftragnehmer CONZEPT Umweltberatung GmbH Solinger Str. 12 45481 Mülheim www.conzept-gmbh.de Auftraggeber Detailuntersuchung Kalkberg 1 Abschlussbericht 0359 Schematisierter Profilschnitt A-A‘ 20.11.2017 3 Ausschnitt DGK 5 in Lizenz Stadt Köln 1: 15.000 Anschüttung allgemein Kalkschlamm, Faulschlamm, Ölschlamm, Salzschlacke, erbohrt Niederterassensedimente des Rheins (Pleistozän) Hauptbodenart Schluff Niederterrassensedimente des Rheins (Pleistozän) Hauptbodenart Sand Niederterrassensedimente des Rheins (Pleistozän) Hauptbodenart Kies Tertiäre Sedimente des Miozäns Braunkohle Tertiäre Sedimente des Oligozäns (Grafenberger Sand) Hauptbodenart Sand Tertiäre Sedimente des Oligozäns (Grafenberger Schichten) Hauptbodenart Ton (A) (K) (U) (S) (G) (Bk) (S) (T) Stratigrafische Einteilung des Untergrundes im Untersuchungsraum 40,42 höchster und niedrigster dokumentierter Grundwasserstand in m NHN Geländeoberkante Endteufe 5797 Messstellenbezeichnung ? Anschüttungsbasis unbekannt Entnahmetiefe (Pumpe) Beprobung Juni 2015 Entnahmetiefe (Pumpe) tiefenhorizontierte Beprobung Oktober 2015 vermutete Lage und Ausdehnung der Becken unterhalb des Kalkberges und der Schlinggruben/Absetzbecken mit potenziellen Klärschlammvorkommen 41,50 möglicher maximaler Grundwasserstand gemäß [17] m NHN 84 82 80 60 58 56 54 52 50 48 46 44 42 40 38 36 34 32 30 28 26 24 22 20 18 16 0 m 735 m Darstellung verkürzt m NHN 84 82 80 60 58 56 54 52 50 48 46 44 42 40 38 36 34 32 30 28 26 24 22 20 18 16 (S) (S) (K) 28 m (T) (G) ? ? (BK) (S) (S) (S) (S) (A) (A) ca. 13 - 15 m (K) (A) (U) (S) 5797 KBL 5 KBL 2 1059 Kalkberg I Bo 1 und Bo 5 (1096) ca. 74,50 m NHN Kalkberg II Höhe unbekannt 5798 1084 1081 S NSchnitt A-A‘ B 187278 GWM ST N1/1059 (alte Lage) Bo 1 (U) Ölschaden vermutete Geländehöhe um 1925-1930 Bo 5 (1096) Ölgeruch Ölgeruch auffälliger KW-Index 120 µg/l CN ges. im Eluat 40 m 61 m 228 m43 m 40 m50 m 106 m93 m 5795 10 m10 m 26 m 40,42 alle Maße sind ca. Maße 36,50 41,50 N A A‘ RKS 2-2017 KRB 38 KRB 38a
Anlage 2 - Belastungskarte für Cyanide
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Messstellen 5791 und 5798: Die Konzentrationen wurden, abweichend vom Analysenbericht, aufgrund der bekannten örtlichen Belastungen aus den vorliegenden Zeitreihen getauscht. Es wird von einer Verwechslung ausgegangen. Messstelle 1094: Stark sedimenthaltiges Grundwasser. Die Probennahme wurde nach 15 Minuten abgebrochen. AnlageBearbeitungsdatum Maßstab Lageplan 1 : 11.000 nicht für Vermessung geeignet Titel Projekt-Nr. Projekt Auftragnehmer CONZEPT Umweltberatung GmbH Solinger Str. 12 45481 Mülheim www.conzept-gmbh.de Auftraggeber 5 a - 223.11.2017 CN -Konzentrationenges. im Grundwasser 03/2016 bis 06/2017 0359 Detailuntersuchung Kalkberg 1 Abschlussbericht N 1057 Grundwassermessstelle (GWM) CN -Isokonzen:ges. Kartengrundlage: Stadt Köln, digitale DGK 1189 Grundwassermessstelle (GWM) mit Datenlogger Gehalt an CN [µg/l] ges. in den untersuchten Messstellen < 5 µg/l Gehalt an CN [µg/l] ges. in den untersuchten Messstellen unterhalb der Bestimmungsgrenze CN -Konzentrationen: ges. 59 µg/l Kalkberg I und Schlinggruben der ehemaligen Kläranlage Köln ehemaliges CFK-Gelände ehemaliges Stahlwerk, Waggon- und Räderfabrik ≥ 10 µg/l ≥ 50 µg/l ≥ 100 µg/l ≥ 150 µg/l ≥ 250 µg/l
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/57 Vorlagen-Nummer 12.04.2018 0780/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Umwelt und Grün 24.04.2018 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 03.05.2018 Gesundheitsausschuss 08.05.2018 Bauausschuss 28.05.2018 Detailuntersuchung des Grundwassers im Umfeld des Kalkbergs Gefährdungsabschätzung aller Wirkungspfade zur Altlast Kalkberg 1. Ausgangslage Der Kalkberg ist im „Kataster über Altlasten und altlastverdächtige Flächen“ als Altlast erfasst. Bei Grundwasseruntersuchungen im Rahmen der Ankaufverhandlungen wurden neben den bis dahin bekannten Grundwasserbelastungen durch Chlorid auch Belastungen durch Cyanide festgestellt. Mit der Unterzeichnung des Kaufvertrages für den Kalkberg hat die Stadt Köln auch die Übernahme sämtlicher Altlastenrisiken übernommen und sich insofern zur Durchführung einer Detailuntersuchung im Bereich der Werksdeponie der ehemaligen CFK verpflichtet. Für die Durchführung der Detailuntersuchung Grundwasser wurde das Gutachterbüro Conzept Um- weltberatung GmbH am 17.12.2013 beauftragt. Die Untersuchungen sind mittlerweile abgeschlossen. Das Gutachten des Gutachterbüros liegt der Verwaltung seit dem 8.12.2017 vor. Es kann unter http://www.stadt-koeln.de/politik-und- verwaltung/feuerwehr/hubschrauber/altlast-kalkberg eingesehen werden. 2. Untersuchungsumfang und Ergebnisse Zur Beurteilung der Grundwasserbelastung wurden 5 neue Grundwassermessstellen im An- und Abstrom sowie eine Messstelle im Zentrum der Altlast errichtet. Zur Überprüfung der Grundwasser- qualität stand somit ein Netz von 27 Grundwassermessstellen zur Verfügung. Die Messstellen wurden über 3 Jahre vierteljährlich beprobt und auf die Parameter Cyanide (gesamt und leicht freisetzbar), Cadmium, Chlorid, Kupfer, Sulfat, Zink, Chrom, Kohlenwasserstoffindex und Ammonium untersucht. 8 Messstellen wurden mit Datenloggern versehen, um den Gang der Grundwasserhöhen und damit die Grundwasserfließrichtungen bestimmen zu können. Ein Lageplan der beprobten Messstellen ist als Anlage 1 angefügt. Für das Umfeld des Kalkberges wurde eine überwiegend von Südost nach Nordwest gerichtete Grundwasserfließrichtung ermittelt, die zeitweise durch den starken Einfluss des Rheinwasserstandes in nordöstliche Richtung umgelenkt wird. Es wurden Wasserstände von 36,50 – 40,42 m NHN gemessen. 2 Das Grundwasser ist im Wesentlichen durch Cyanide und Chlorid und an einzelnen Messstellen durch Sulfat belastet. Die Cyanidgehalte lagen mit max. 350 µg/l deutlich über dem Geringfügigkeitsschwellenwert (GFS) von 50 µg/l. Die ermittelte Grundwasserschadensfahne breitet sich nach Nordwesten aus und hatte 2016 eine Ausdehnung von ca. 28ha. Gehalte an leicht freisetzbaren Cyaniden über dem GFS-Wert (10 µg/l) wurden nur zeitweise (zuletzt im Oktober 2016) und nur an wenigen Messstellen ermittelt. Der Maximalgehalt an leicht freisetzbaren Cyaniden lag bei 37 µg/l. Eine Belastungskarte für Cyanide für den Beprobungszeitraum 03/2016 bis 06/2017 ist als Anlage 2 beigefügt. In einer zentral auf dem Kalkberg liegenden Messstelle wurden mit 10.500 mg/l die höchsten Chlo- ridgehalte gemessen. In der Abstrommessstelle 1795 wurden außerhalb des Kalkberges mit 1220 mg/l im Maximum ebenfalls Schadstoffgehalte deutlich über dem GFS-Wert (250 mg/l) gemessen. Die Sulfatgehalte lagen im weiteren Abstrom an wenigen Grundwassermessstellen mit max. 710 mg/l über dem GFS-Wert. Die Untersuchungen im direkten Umfeld des Kalkberges ergaben für Sulfat kei- ne GFS-Wert-Überschreitungen. Für alle anderen Parameter insbesondere PAK, Kohlenwasserstoffindex und Ammonium lagen Über- schreitungen des Geringfügigkeitsschwellenwertes nur an einzelnen Messstellen und bei einzelnen Beprobungen vor. Die Ablagerungen unter dem Kalkberg reichen bis in eine Tiefe von ca. 40 m NHN und die Ablage- rungen im Bereich der ehemaligen Schlinggruben südwestliches des Kalkberges bis in eine Tiefe von 36 m NHN. Der Aufbau wird in der Anlage 3 anhand eines schematischen Profils verdeutlicht. Der Gutachter beschreibt 4 mögliche Quellen für die Cyanidbelastungen des Grundwassers (siehe Anlage 4): Schlinggruben der ehem. städtischen Kläranlage (heutiges Gelände der MUSIC STORE professional GmbH) Ablagerungen in ehemaligen Gruben unterhalb des Kalkberges Ablagerungen im Bereich der Südostböschung des Kalkberges Eisenhärterei der ehemaligen Waggonfabrik „van der Zypen“ Die Schadstofffrachten des Grundwassers wurden vom Gutachter mit 57 – 104g/d für Cyanide be- rechnet. 3. Bewertung der Ergebnisse durch die Untere Bodenschutzbehörde Aus den nur temporär und nur an einzelnen Grundwassermessstellen festgestellten erhöhten Gehal- ten an PAK, Kohlenwasserstoffen oder Ammonium kann keine Gefährdung für das Grundwasser im Abstrom abgeleitet werden. Durch cyanid- und chloridhaltige Auffüllungsmaterialien im Untergrund besteht im Abstrom des Kalk- berges eine Grundwasserbelastung, die durch nachhaltige und nicht unerhebliche Frachten gekenn- zeichnet ist. Hierbei ergibt eine Frachtabschätzung eine Cyanidmenge von max. 104 g/d und eine Chloridmenge von max. 214 kg/d im Grundwasser. Die ehemaligen Schlinggruben südlich des Kalkberges tragen nur untergeordnet zu den Grundwas- serbelastungen bei. Die Flächen dort sind fast vollständig versiegelt. Es erfolgt bereits eine Überwa- chung des Grundwassers in diesem Bereich, die weiterhin aufrecht zu erhalten ist. Bei hohen Ständen kann das Grundwasser die Sohle der Ablagerungen im Untersuchungsgebiet er- reichen. Insofern könnte auch durch eine vollständige Versiegelung des Kalkberges ein Austrag von Schadstoffen nicht völlig unterbunden werden. 3 Der wesentliche Anteil der Belastungen hat ihren Ursprung in den ehemaligen Gruben unterhalb des Kalkberges. Dieser Bereich ist für technische Sanierungsmaßnahmen wegen der mächtigen Auffül- lungen darüber nur äußerst schwer, bzw nicht erreichbar. Denkbare Sanierungs- oder Sicherungsme- thoden wie die Mobilisierung bzw. der Abbau von Cyaniden z. B. durch Lösungsvermittler inkl. einer hyd- raulischen Abstromsicherung und einer Sanierungsanlage zur Abreinigung cyanidbelasteter Grundwässer horizontale und vertikale Abdichtung des Schadenbereiches dauerhaftes Absenken des Grundwasserspiegels, sind vorbehaltlich Ihrer technischen Machbarkeit wegen des immensen Aufwandes ökologisch und wirtschaftlich unverhältnismäßig. Um den Einfluss der Ablagerungen im Bereich der derzeit unversiegelten Südostböschung einschät- zen zu können, wurde durch die Verwaltung nach der geltenden Arbeitshilfe der Länderarbeitsge- meinschaft Boden eine Sickerwasserprognose erstellt. Für die bis dato unversiegelte Südböschung des Kalkberges ergab sich in einer worst-case-Betrachtung eine geschätzte Sickerwasserfracht für Cyanide von max. 1,9 g/d, was ca. 2 – 4 % der im Grundwasser ermittelten Gesamtfracht ausmacht. Für Chlorid wurde für den Bereich der Südböschung ebenfalls in einer worst-case-Betrachtung eine Sickerwasserfracht von max. 0,97 kg/d berechnet, was einem Anteil von ca. 0,5 – 1% an der ermittel- ten Gesamtfracht im Grundwasser entspricht. Bei den Berechnungen wurde berücksichtigt, dass eine Deckschicht der Südböschung nicht durchgängig vorhanden ist. Aufgrund des sehr geringen Anteils an der Gesamtfracht und der technisch schwierigen Lage in un- mittelbarer Nähe zur Stadtautobahn sind Maßnahmen zur Quellsanierung (z.B. Auskofferung oder Oberflächenabdichtung) nicht verhältnismäßig. Die Waggon-Fabrik „van der Zypen“ ist als mögliche Quelle eines Teils der Grundwasserbelastungen auszuschließen. Die Produktionshallen und Lagerflächen der Fabrik befanden sich ausweislich der historischen Luftbilder, Karten und Fabrikpläne außerhalb der Belastungsfahnen. Bei dem vom Gut- achter vermuteten Quellbereich handelte es sich nur um mögliche Erweiterungsflächen der Fabrik. Diese Flächen wurden schon 1920 als Kleingartenanlage genutzt. Bodenuntersuchungen, die bis in den gewachsenen Boden reichen, ergaben ebenfalls keine Hinweise auf Bodenbelastungen. Zur Kontrolle ist das Grundwasser im Umfeld des Kalkberges zukünftig halbjährlich auf die Parameter Chlorid, Sulfat und Cyanide zu untersuchen. Alle 5 Jahre soll eine Untersuchung des Grundwassers auf alle in der Bundes-Bodenschutzverordnung zur Beurteilung des Wirkungspfad Boden- Grundwasser beschriebenen Parameter mit Ausnahme der nicht relevanten Pflanzenschutzmittel erfolgen. 4. Gefährdungsabschätzung aller Wirkungspfade gem. Bundes–Bodenschutz- und Altlasten- verordnung Die Verwaltung hat den Abschluss der Grundwasseruntersuchungen zum Anlass genommen, eine Gefährdungsabschätzung für den gesamten Kalkberg nach den Vorgaben der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung vorzunehmen. Eine Gefährdungsabschätzung hat insbesondere die Ausbrei- tungsmöglichkeit von Schadstoffen in Boden, Gewässern und Luft sowie die Möglichkeit ihrer Auf- nahme durch Menschen, Tiere und Pflanzen zu bewerten. Durch die Haldenstabilisierung wird ein Großteil des Kalkberges durch eine mineralische Abdichtung (Westböschung), eine Kunststoffdichtungsbahn (Ost- und Nordböschung sowie Teile der Kuppe) ab- gedichtet. Weitere Teile sind durch den Bau der Hubschrauberbetriebsstation ebenfalls abgedichtet. Wirkungspfad Boden-Mensch 4 Unter der Voraussetzung, dass die Maßnahmen der Haldenstabilisierung wie geplant abgeschlossen werden, ist der Belastungspfad Boden-Mensch für einen Großteil des Kalkberges (Ost-, Nord-, West- böschung und Kuppe) unterbunden. Bis zum Abschluss der Maßnahmen zur Haldenstabilisierung sind jedoch Beeinträchtigungen über belastete Stäube nicht auszuschließen. Maßnahmen zur Vermeidung von Staubverwehungen werden bis zur Abdichtung der Flächen weiter- hin betrieben, um die Emissionen so gering wie möglich zu halten. Um Gefahren über den Belastungspfad Boden-Mensch im Bereich der Südböschung ausschließen zu können, hat die Verwaltung weitere Oberbodenuntersuchungen veranlasst. Sollten hierbei Prüfwert- überschreitungen festgestellt werden, so können sich daraus ergebende Gefahren durch gezielte Maßnahmen wie die Herstellung eines dichten Bewuchses oder Betretungsverbote ausgeschlossen werden. Wirkungspfad Bodenluft-Mensch In keiner Bodenuntersuchung wurden Belastungen festgestellt, die Hinweise auf eine Gefährdung über den Belastungspfad Bodenluft geben. Somit ist eine Gefährdung auch für diesen Belastungspfad ausgeschlossen. Wirkungspfad Boden-Grundwasser Werden die Maßnahmen zur Haldenstabilisierung wie geplant abgeschlossen, wird durch die Versie- gelung großer Bereiche des Kalkberges eine Verlagerung von Schadstoffen aus dem Kalkberg über den Sickerpfad in das Grundwasser sicher unterbunden. Eine Ausnahme bildet möglicherweise der mit einer Kunststoffdichtungsbahn (KDB) abgedeckte Teil der Kuppe. Hier wurden im Zusammenhang mit dem Bau der Hubschrauberbetriebsstation Verände- rungen an der Kuppenentwässerung vorgenommen. Die Entwässerung der Kalkbergkuppe ist inso- fern auf ihre Funktionalität zu prüfen und im Bedarfsfall zu ertüchtigen. Die Verwaltung wird im Rah- men der Maßnahmen zur Haldenstabilisierung auch für eine geordnete Entwässerung der Kalkberg- kuppe sorgen. Im Bereich der Südböschung existieren chlorid- und cyanidhaltige Auffüllungsmaterialien. Der Ein- fluss dieser Ablagerungen an der Gesamtschadstofffracht im Grundwasser im Abstrom des Kalkber- ges ist jedoch sehr gering. Aus diesem Grund und der technisch schwierigen Lage in unmittelbarer Nähe zur Stadtautobahn sind Maßnahmen zur Quellsanierung (z.B. Auskofferung oder Oberflächen- abdichtung) nicht verhältnismäßig. Zusammenfassend stellt die Verwaltung somit fest, dass vom Kalkberg unter der Voraussetzung, dass die Maßnahmen zur Haldenstabilisierung wie geplant abgeschlossen werden, je nach Ergebnis der Oberbodenuntersuchungen Betretungsverbote durch Einzäunung oder alternativ dichter Bewuchs im Bereich der Südböschung herzustellen ist, bei Bedarf die Kuppenentwässerung ertüchtigt wird, sowie weiterhin Grundwasserkontrollen stattfinden eine Gefährdung über die Wirkungspfade nach den Vorgaben des Bodenschutzrechtes nicht zu be- fürchten ist. Anlagen Anlage 1 – Übersichtsplan mit Messstellen Anlage 2 – Belastungskarte für Cyanide Anlage 3 – Profilschnitt Anlage 4 – Übersicht mögliche Eintragsquellen Anlage 5 – ordnungsbehördliche Schlussbewertung 5 Gez. Dr Rau
Anlage 4 - Übersicht mögliche Eintragsquellen
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AnlageBearbeitungsdatum Maßstab Lageplan 1 : 5.000 nicht für Vermessung geeignet Titel Projekt-Nr. Projekt Auftragnehmer CONZEPT Umweltberatung GmbH Solinger Str. 12 45481 Mülheim www.conzept-gmbh.de Auftraggeber 727.11.2017 quelldifferenzierte Betrachtung des Untersuchungsraumes 0359 Detailuntersuchung Kalkberg 1 Abschlussbericht N 1057 Grundwassermessstelle (GWM) Kalkberg I, Bereich der Becken ca. 1925 (einschließlich Böschungen) Schlinggruben/Becken der ehemaligen Kläranlage Köln ca. 1925 (Sohlbereich) mögliche Quelltherme Kartengrundlage: Stadt Köln, digitale DGK mögliche Cyanidquelle Kalkberg I 1189 Grundwassermessstelle (GWM) mit Datenlogger Kalkberg I, ehemaligen Kläranlage Köln und ehemaliges Stahlwerk Einwirkungsbereiche für CN bei nordwestlich gerichteter ges Grundwasserströmung: mögliche Cyanidquelle Schlinggruben der ehemaligen Kläranlage Köln mögliche Cyanidquelle Stahlwerk, Waggon- und Räderfabrik Auffüllung/Härterei des ehemaligen Stahlwerkes,Waggon- und Räderfabrik (vermutetet Lage) mögliche Cyanidquelle Kalkberg I mögliche Cyanidquelle Schlinggruben der ehemaligen Kläranlage Köln mögliche Cyanidquelle Stahlwerk, Waggon- und Räderfabrik Hauptschadensbereich durch CN :ges Außenbecken des Kalkberges I ca. 1925 (Sohlbereich) ehemaliges Stahlwerk, Waggon- und Räderfabrik ehem. Kläranlage Kalkberg I
Anlage 5 - ordnungsbehördliche Schlussbewertung
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57 08.03.2018 573/1 Herr Gerhold 23737 Schlussbewertung zur Detailuntersuchungen der Altablagerung 80206 Kalkberg 1 Vorgang Der Kalkberg ist im Kataster über Altlasten und altlastverdächtige Flächen unter der Nummer 80206 erfasst. In den Jahren 1999 bis 2004 wurde das Plateau des Kalkberges von der damaligen Ei- gentümerin der GSE Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH & Co. Kommanditge- sellschaft modelliert und mit einer wasserschwerdurchlässigen Deckschicht abgedeckt. Im Zuge von Ankaufsverhandlungen mit der Stadt Köln wurden weitere Grundwasserun- tersuchungen durchgeführt. Dabei hat sich eine relevante Beaufschlagung des Grund- wassers im Wesentlichen durch Cyanid und Chlorid ergeben. Um mögliche Quellen für die Grundwasserbelastungen mit Cyaniden zu ermitteln und über die Notwendigkeit und Durchführbarkeit von Sicherungs- bzw. Sanierungsmaßnahmen entscheiden zu können, waren weitere Grundwasseruntersuchungen erforderlich. Die CONZEPT Umweltbera- tung GmbH wurde im Dezember 2013 mit einer Detailuntersuchung des Grundwassers im Umfeld des Kalkberges beauftragt. Herr Jansen als Geschäftsführer der Firma CON- ZEPT ist ein gemäß Verordnung über Sachverständige und Untersuchungsstellen für Bodenschutz und Altlasten (SU-BodAV NRW) zertifizierter Gutachter. Seit 2015 werden die Ost-, West- und Nord-Böschungen zur Stabilisierung des Kalkber- ges neu modelliert und abgedichtet. Im Zusammenhang mit dem Bau der Hubschrau- berbetriebsstation wurde die Kalkbergkuppe mit einer Kunststoffdichtungsbahn abge- dichtet und Veränderungen an der Kuppenentwässerungssituation vorgenommen. Verwendete Unterlagen Abschlussbericht zur Detailuntersuchung Grundwasser im Umfeld der Altablagerung Kalkberg1 in Köln, CONZEPT Umweltberatung GmbH, vom 06.10.2017 2. Zwischenbericht zur Detailuntersuchung Grundwasser im Umfeld der Altablagerung Kalkberg1 in Köln, CONZEPT Umweltberatung GmbH, vom 04.04.2016 Zwischenbericht zur Detailuntersuchung Grundwasser im Umfeld der Altablagerung Kalkberg1 in Köln, CONZEPT Umweltberatung GmbH, vom 03.07.2014 Kurzbericht zur Erkundung der Südböschung; CONZEPT Umweltberatung GmbH, vom 03.05.2017 28. Bericht: Geotechnische Erkundungen im Bereich des Loses 5; Grundlagenermittlung für Standsicherheitsuntersuchungen; Ingenieurbüro für Geotechnik und Umweltplanung GbR vom 20.02.2018 Untersuchungsumfang Zur Beurteilung der Grundwasserbelastung wurden 5 neue Grundwassermessstellen im An- und Abstrom sowie eine Messstelle im Zentrum der Altlast errichtet. Zur Überprü- 12 nn fung der Grundwasserqualität stand somit ein Netz von 27 Grundwassermessstellen zur Verfügung. Die Messstellen wurden über 3 Jahre vierteljährlich beprobt und auf die Pa- rameter Cyanide (gesamt und leicht freisetzbar), Cadmium, Chlorid, Kupfer, Sulfat, Zink, Chrom, Kohlenwasserstoffindex und Ammonium untersucht. 8 Messstellen wurden mit Datenloggern versehen, um den Gang der Grundwasserhöhen und damit die Grund- wasserfließrichtungen bestimmen zu können. Untersuchungsergebnisse Der Gutachter beschreibt, dass die Ablagerungen unter dem Kalkberg bis in eine Tiefe von ca. 40 m NHN und die Ablagerungen im Bereich der ehemaligen Schlinggruben südwestliches des Kalkberges bis in eine Tiefe von 36 m NHN reichen. Für das Umfeld des Kalkberges wurde eine überwiegend von Südost nach Nordwest ge- ‚fichtete Grundwasserfließrichtung ermittelt, die zeitweise durch den starken Einfluss des Rheinwasserstandes in nordöstliche Richtung umgelenkt wird. Es wurden Wasserstände von 36,50 — 40,42 m NHN gemessen. Bei hohen Ständen kann das Grundwasser die Sohle der Ablagerungen im Untersuchungsgebiet erreichen. Das Grundwasser ist im Wesentlichen durch Cyanide und Chlorid und an einzelnen Messstellen durch Sulfat belastet. Die Cyanidgehalte lagen mit max. 350 ug/l deutlich über dem Geringfügigkeitsschwel- lenwert von 50 ug/l. Die ermittelte Grundwasserschadensfahne breitet sich nach Nordos- ten aus und hatte 2016 eine Ausdehnung von ca. 28ha. Gehalte an leicht freisetzbaren Cyaniden über dem GFS-Wert (10 ug/l) wurden nur zeitweise (zuletzt im Oktober 2016) und nur an wenigen Messstellen ermittelt. Der Maximalgehalt an leicht freisetzbaren Cy- aniden lag bei 37 ug/l. In einer zentral auf dem Kalkberg liegenden Messstelle wurden mit 10.500 mg/l die höchsten Chloridgehalte gemessen. In der Abstrommessstelle 1795 wurden außerhalb des Kalkberges mit 1220 mg/l im Maximum ebenfalls Schadstoffgehalte deutlich über dem GFS-Wert (250 mg/l) gemessen. Die Sulfatgehalte lagen im weiteren Abstrom an wenigen Grundwassermessstellen mit max. 710 mg/l über dem GFS-Wert. Die Untersuchungen im direkten Umfeld ergaben für Sulfat keine Prüfwertüberschreitungen. Für alle anderen Parameter insbesondere PAK, Kohlenwasserstoffindex und Ammonium lagen Überschreitungen des Geringfügigkeitsschwellenwertes nur an einzelnen Mess- stellen und bei einzelnen Beprobungen vor. Der Gutachter beschreibt 4 mögliche Quellen für die Cyanidbelastungen des Grundwas- sers: e Schlinggruben der ehem. Städtischen Kläranlage (heutiges Gelände der MUSIC STORE professional GmbH) + Ablagerungen in ehemaligen Gruben unterhalb des Kalkberges e Ablagerungen in der Südostböschung des Kalkberges + Eisenhärterei der ehemaligen Waggonfabrik von der Zypen Die Schadstofffrachten für Cyanide wurden vom Gutachter mit 57g/d — 104g/d berech- net. Bewertung der Ergebnisse 13 de Durch cyanid- und chloridhaltige Auffüllungsmaterialien im Untergrund des Kalkberges besteht im Abstrom eine Grundwasserbelastung, die durch nachhaltige und nicht uner- hebliche Frachten gekennzeichnet ist. Hierbei ergibt eine Frachtabschätzung im Grund- wasser eine Cyanidmenge von max. 104 g/d und eine Chloridmenge von max. 214 kg/d. Die ehemaligen Schlinggruben südlich des Kalkberges tragen nur untergeordnet zu den Grundwasserbelastungen bei. Die Flächen dort sind fast vollständig versiegelt. Es erfolgt bereits eine Überwachung des Grundwassers in diesem Bereich, die weiterhin aufrecht zu erhalten ist. Auch durch eine vollständige Versiegelung des Kalkberges könnte ein Austrag von Schadstoffen nicht völlig unterbunden werden. Der wesentliche Anteil der Belastungen hat Ihren Ursprung unterhalb des Kalkberges. Dieser Bereich ist für technische Sanie- rungsmaßnahmen wegen der mächtigen Auffüllungen darüber nur äußerst schwer, bzw nicht erreichbar. Denkbare Sanierungs- oder Sicherungsmethoden wie e die Mobilisierung bzw. der Abbau von Cyaniden z. B. durch Lösungsvermittler inkl. einer hydraulischen Abstromsicherung und einer Sanierungsanlage zur Ab- reinigung cyanidbelasteter Grundwässer e horizontale und vertikale Abdichtung des Schadenbereiches e dauerhaftes Absenken des Grundwasserspiegels, sind vorbehaltlich Ihrer technischen Machbarkeit wegen des immensen Aufwandes öko- logisch und wirtschaftlich unverhältnismäßig. Eine durch die Untere Bodenschutz Behörde nach der geltenden Arbeitshilfe der Län- derarbeitsgemeinschaft Boden erstellte Sickerwasserprognose ergab für die bis dato un- versiegelte Südböschung des Kalkberges in einer worst-case-Betrachtung eine ge- schätzte Sickerwasserfracht für Cyanide von max. 1,9 g/d, was ca. 2-4 % der im Grundwasser ermittelten Gesamtfracht ausmacht. Für Chlorid wurde für den Bereich der Südböschung ebenfalls in einer worst-case-Betrachtung eine Sickerwasserfracht von max. 0,97 kg/d berechnet, was einem Anteil von ca. 0,5 — 1% an der ermittelten Gesamt- fracht im Grundwasser entspricht. Bei den Berechnungen wurde berücksichtigt, dass eine Deckschicht der Südböschung nicht durchgängig vorhanden ist. Eine Erneuerung der Abdeckung ist wegen der unmit- telbar angrenzenden Stadtautobahn technisch schwierig. Sie würde nicht wesentlich zur Reduzierung der Schadstofffrachten beitragen und ist somit aus Sicht des Grundwas- serschutzes nicht erforderlich. Grundwassernutzungen sind im Umfeld des Kalkberges nicht bekannt und in der an- grenzenden Kleingartenanlage gemäß städtischer Gartenordnung verboten. Am Rand der Schadstofffahne befindet sich ein Notbrunnen, dessen weitere Nutzbarkeit überprüft werden muss. Die Waggon-Fabrik van der Zypen ist als mögliche Quelle eines Teils der Grundwasser- belastungen auszuschließen. Die Produktionshallen und Lagerflächen der Fabrik befan- den sich ausweislich der historischen Luftbilder, Karten und Fabrikpläne außerhalb der Belastungsfahnen. Bei dem vom Gutachter vermuteten Quellbereich handelte es sich nur um mögliche Erweiterungsflächen der Fabrik. Diese Flächen wurden schon 1920 als Kleingartenanlage genutzt. Bodenuntersuchungen, die bis in den gewachsenen Boden reichen, ergaben ebenfalls keine Hinweise auf Bodenbelastungen. Konsequenzen für das behördliche Handeln 14 -4- Die Fläche ist nach Abschluss der Haldenstabilisierung als Altlast unter dem Risikosta- tus 6 (Altlast, ohne technische Sanierung mit dauerhaften Schutz, Beschränkungs- und Überwachungsmaßnahmen) zu führen. Die Entwässerung der Kalkbergkuppe ist auf ihre Funktionalität zu überprüfen und im Bedarfsfall zu ertüchtigen. Das Grundwassermonitoring ist halbjährlich weiterzuführen. Als Parameter sind mindes- tens Chlorid, Sulfat, und Cyanide (gesamt und leicht freisetzbar) zu untersuchen. In das Grundwassermonitoring sind zusätzlich neue Messstellen an der Kalk-Mülheimer-Str. zu integrieren. Alle 5 Jahre ist eine Kontrollanalyse an den im Zuge der Detailuntersuchung beprobten Messstellen auf alle Parameter der BBodSchV (allerdings ohne Pflanzenschutzmittel) durchzuführen. Die Untersuchungsergebnisse sind zu dokumentieren und zu bewerten. Ein Handlungs- konzept zum weiteren Vorgehen bei nachhaltig veränderten Grundwassermilieubedin- gungen ist erst dann zu erstellen, wenn diese ermittelt werden. Das Handlungskonzept ist auf die dann herrschende Schadstoffsituation abzustimmen. >
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0780/2018
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 12.04.2018
- Erstellt
- 09.03.2018 12:29