2008/0498
Sanierung des alten Gaswerkstandortes Frankfurter Straße 100 hier: Darlehensannahme über 4.532.000 €
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2008/0498
4790 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
12.11.2008
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Finanzverwaltung
Abteilung Kämmerei
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2008/0498
Magistratsbeschluss-Nr.
Betreff: Sanierung des alten Gaswerkstandortes Frankfurter Straße 100
hier: Darlehensannahme über 4.532.000 €
Vorlage vom: 10.11.2008
Beschlussvorschlag:
1. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt nimmt für das Haushaltsjahr 2009 das Darlehensange-
bot der Landestreuhandstelle Hessen (LTH) für die weitere Sanierung des alten Gaswerk-
standortes Frankfurter Straße 100 über 4.532.000 € an.
2. Die Mittel werden an die HSE weitergeleitet, die den Schuldendienst trägt.
3. Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten i. R. ihrer Haushaltsberatungen zum
Haushalt 2009 die entsprechenden Haushaltsansätze für die Darlehensaufnahme
und die Weiterleitung an die HSE einzuplanen.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Beschluss des Magistrats vom
...
Begründungsseite zur Magistratsvorlage vom 10.11.2008
Der alte Gaswerkstandort Frankfurter Straße 100 wird seit Jahren von der HEAG Südhessi-
sche Energie AG (HSE) saniert.
Gem. den Altlastenfinanzierungsrichtlinien (AFR) und den hierzu geltenden haushaltsrechtli-
chen Bestimmungen wurden dafür Mittel aus dem Altlastenfinanzierungsfonds des Landes
Hessen in Anspruch genommen.
Bei Kapitalgesellschaften, die sich nicht vollständig im Besitz einer Gebietskörperschaft be-
finden, besteht die Regelung, dass die förderfähigen Kosten nur zu dem Anteil berücksichtigt
werden, den die zuwendungsberechtigte Gebietskörperschaft an der juristischen Person hält.
D. h., es hätten maximal nur die förderfähigen Kosten anerkannt werden können, die dem
kommunalen Anteil an der HSE entsprechen.
Eine Erhöhung der Landeszuwendungen konnte aber erreicht werden, da die Wissen-
schaftsstadt Darmstadt, als ehemaliger Betreiber des Gaswerks, am 28.10.2003 die Über-
nahme der Verantwortung für die vorzunehmenden Sanierungsmaßnahmen erklärte.
Die förderfähigen Sanierungskosten konnten somit ungekürzt bei der Ermittlung der Landes-
zuwendungen berücksichtigt werden, so dass hierdurch ca. 80 % der Kosten durch Landes-
mittel abgedeckt wurden.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat hierfür lediglich die für die Sanierung bewilligten Zu-
wendungen an die HSE weitergeleitet.
Alle darüber hinausgehenden Kosten gingen zu Lasten der HSE.
Im Rahmen der fortschreitenden Sanierung wurde Anfang 2007 unter Beteiligung des Recht-
samtes hierzu noch ein Dienstleistungsvertrag mit der HSE abgeschlossen, in dem diese
Kostenübernahme explizit festgeschrieben wurde („Alle nicht von den bewilligten und ausge-
zahlten Zuwendungen gedeckten Kosten gehen zu Lasten der HSE“).
Mit dem Erreichen der ursprünglich vorgesehenen Aushubtiefe konnte das vorgegebene
Sanierungsziel nicht erreicht werden, so dass die Sanierungsmaßnahme ausgedehnt werden
muss.
Für die dazu (vorläufig festgestellten) förderfähigen Kosten i. H. von 4.532.000 € bietet das
Hessische Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz (HMULV) einen
Zins- und Tilgungszuschuss für ein von der Landestreuhandstelle (LTH) in gleicher Höhe
bereitzustellendes Darlehen an.
Die HSE bittet die Wissenschaftsstadt Darmstadt um Annahme dieses Darlehens und sichert
unverändert die volle Übernahme aller nach Abzug der Fördermittel verbleibenden Kosten
zu, die bei der Sanierung der gaswerkverursachten Schäden anfallen.
Ferner wird zugesichert, dass die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen für die Wissen-
schaftsstadt Darmstadt kostenneutral erfolgen.
Da es sich formal um ein Darlehen an die Wissenschaftsstadt Darmstadt handelt, müssen
die Darlehensaufnahme und die Weiterleitung an die HSE im Haushalt 2009 veranschlagt
werden.
Die Maßnahme ist haushaltsneutral.
...
Da die Beratungen des Magistrats zum Haushalt 2009 bereits abgeschlossen sind, wird die
Stadtverordnetenversammlung gebeten, im Rahmen ihrer Beratungen die entsprechenden
Etatisierungen vorzunehmen.
Darlehensaufnahme
Kostenstelle: 910-020-1000 Sachkonto: 4201267
Weiterleitung an die HSE:
Kostenstelle: 910-020-1000 Sachkonto: 2530810
Darmstadt, 10.11.2008
D e z e r n e n t I I
Wolfgang Glenz
Bürgermeister
Beratungsverlauf (3)
Orte (1)
- Frankfurter Straße 100
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2008/0498
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 10.11.2008
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00