Mandari Insight

V/0331/2008

Erneuerung des Hauptbahnhofs Münster, Bereitstellung der städtischen Finanzierungsbeteiligung

Vorlagen 18.04.2008

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft, Sitzung am 30.04.2008, TOP 5.1

Ergänzungsvorlage V/0331/2008/1

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1 - V/0331/2008

· application/pdf

Ansehen

Anlage 2 - V/0331/2008

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Ergänzungsvorlage V/0331/2008/1

4859 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 Vorlagen-Nr.: 
 
V/0331/2008/1. Erg. 
Öffentliche Beschlussvorlage 
 
 
Auskunft erteilt: 
Herr Franke 
Ruf: 
492 61 10 
E-Mail: 
 FrankeGerd@stadt-muenster.de   Datum: 
 02.05.2008  
 
Betrifft 
 
Erneuerung des Hauptbahnhofs Münster; Bereitstellung der städtischen Finanzierungsbeteiligung 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
06.05.2008 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
07.05.2008 Hauptausschuss Vorberatung 
07.05.2008 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster nimmt die positiven Beschlüsse des Konzernvorstandes der Deut-
sche Bahn AG vom 22.04.2008 und des Vorstandes der DB Station&Service AG vom 
09.04.2008 (s. Anlage 1) zum Projekt „Neubau Empfangsgebäude Münster Hbf.“ als Investo-
renprojekt auf Basis des Konzeptes „Timon Bauregie“ zur Kenntnis. 
 
2. Aufgrund des gestalterischen, funktionalen und städtebaulichen Mehrwerts des Projektes „Neu-
bau Empfangsgebäude Münster Hbf.“ mit dem Ziel einer weiteren Attraktivitätssteigerung des 
öffentlichen Personennahverkehrs stellt die Stadt Münster im Rahmen der Gesamtfinanzierung 
des Projektes eine Finanzierungsbeteiligung in Höhe von maximal 5,0 Mio. EUR zur Verfügung. 
 
3. Der Rat der Stadt Münster erwartet, dass sowohl das Investorenprojekt als auch die von der 
Deutsche Bahn AG vorgestellten Maßnahmen zum Umbau der Verkehrsstation (incl. Tunnel-
verbreiterung) kurzfristig baulich umgesetzt werden. 
 
4. Die Verwaltung wird beauftragt, die Planung für ein Fahrradparkhaus auf der Ostseite 
des Hauptbahnhofes in Abstimmung mit dem Investor für das neue Empfangsgebäude 
sowie mit der Deutsche Bahn AG voranzutreiben. 
 
5. Die Anträge  
 
- A-R/0029/2007 der SPD-Fraktion vom 05.06.2007 „Hauptbahnhof Münster: Den Umbau 
gestalten“, 
 
- A-R/0017/2004 der CDU-Fraktion vom 05.07.2004 „Neue Weichenstellung für den Haupt-
bahnhof“ (Inhalt: Auslobung eines Investoren-Wettbewerbs für das Areal Hbf. Münster), 
 
V/0331/2008/1

- 2 - 
- A-R/0010/2004 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL vom 13.05.2004 „Freie Bahn für 
den Großen Bahnhof – den Hauptbahnhof zu einer verkehrlichen, wirtschaftlichen und kul-
turellen Drehscheibe ausbauen“, 
 
- A-R/0034/2003 der SPD-Fraktion vom 28.11.2003 „Hauptbahnhof Münster endlich umbau-
en – Weichen durch städtisches Engagement neu stellen“ 
 
 sind mit dieser Vorlage erledigt.  
 
II. Kosten/Folgekosten 
 
Im Rahmen der Gesamtfinanzierung des Projektes „Neubau Empfangsgebäude Münster Hbf.“ 
stellt die Stadt Münster eine Finanzierungsbeteiligung in Höhe von 5 Mio. EUR bereit. Folgekosten 
entstehen nicht. 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: 
 
Der Rat beschließt eine außerplanmäßige Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 5 Mio. EUR zu 
Lasten des Haushaltsjahres 2009 in der Produktgruppe 09.01 „Stadt- und Regionalentwicklung, 
Stadtplanung“ für die Maßnahme „Finanzierungsbeteiligung Neubau Münster Hauptbahnhof“. 
 
Deckung: 
Vorläufige Sperrung bei folgenden Verpflichtungsermächtigungen zu Lasten des Haushaltsjahres 
2009:  
Produktgruppe 1101 “Abwasserbeseitigung“ 
Maßnahme 0012 “Verbesserung v. Kanälen/Hausanschlüssen 1.700.000 EUR 
Maßnahme 4058 “ KA Mariendorf / Handorf, Aufhebung“ 1.600.000 EUR 
Produktgruppe 1201 “Bereitstellung von Verkehrsflächen und –anlagen“ 
Maßnahme 4068 “ Hafenweg, Albersl.Weg – Dortm. u. Bernh.-Ernst“  600.000 EUR 
Maßnahme 4074 “ Roxel Nord, BG, Bp 461“ 900.000 EUR 
Maßnahme 4079 “ Meesenstiege/südl. Sternkamp, BG, Bp 465“ 200.000 EUR 
  
Endgültige Deckung: I. Nachtragshaushaltsplan 2008 
 
Sollten sich im Rahmen der konkreten Umsetzungsprüfung Hinweise ergeben, die eine geänderte 
haushaltsplanmäßige Veranschlagung erforderlich machen, wird diese mit der Aufstellung des 
Haushaltsplanes 2009 vollzogen. 
 
 
Begründung: 
 
Die Vorlage V/0331/2008 „Erneuerung des Hauptbahnhofs Münster; Bereitstellung der städtischen 
Finanzierungsbeteiligung“ wurde am 30.04.2008 im Ausschuss für Stadtplanung, 
Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft beraten. 
 
Der Ausschuss sprach sich für die Bereitstellung der städtischen Finanzierungsbeteiligung aus.  
 
Zur Sicherung des Ziels, in der weiteren Konzeptausarbeitung ein für die Nutzer attraktives Fahr-
radparkhaus vorzusehen, fasste der Ausschuss durch Hinzufügung eines weiteren Beschlusspunk-
tes den o. a. geänderten Beschluss als Beschlussempfehlung an den Rat. 
 
Der  Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft beschloss einstimmig, 
V/0331/2008/1

- 3 - 
dem Rat den geänderten Beschlussvorschlag der Vorlage zu empfehlen. 
 
Die Verwaltung empfiehlt dem Rat, dem so geänderten Beschlussvorschlag zu folgen.   
 
 
I. V. 
 
gez. 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor 
 
 
  
V/0331/2008/1

Anlage 1 - V/0331/2008

1552 Zeichen

Anlage 1 zur Vorlage V/0331/2008 an den Rat

NETZE

Rolf Reh:,
Vorstand Betrieb/Entwicklung
DB Station&Service AG
Herrn
Hartwick Schultheiß
Stadt Münster
Stadthaus 1
48127 Münster
10.04.08

Sehr geehrter Herr Stadtdirektor Schultheiß,

der Vorstand der DB Station&Service AG hat in der Vorstandssitzung am 09.04.2008
dem Projekt Neubau Empfangsgebäude Münster Hbf. als Investorenprojekt
zugestimmt. Das Konzept der Timon Bauregie mit dem Co-Investor LBBW Immobilien
Development GmbH wird im Rahmen des EU-weiten Wettbewerbs gemäß der
Empfehlung der Stadt Münster den Zuschlag erhalten. Die Zustimmung zum Projekt
durch den Vorstand der DB Station&Service AG erfolgte mit der Maßgabe der
Bewilligung der avisierten Beteiligung der Stadt Münster in Höhe von ca. 5,0 Mio. EUR
durch den Stadtrat.

Das Projekt Neubau Empfangsgebäude Münster Hbf. wird in der
Konzernvorstandssitzung am 22.04.08 behandelt.

Am 30.04.08 wird voraussichtlich die notarielle Beurkundung des Vorvertrages mit dem
Investor unter Gremienvorbehalt der DB Station&Service AG erfolgen. Nach dem
Beschluss des Stadtrats über die Beteiligung der Stadt Münster an dem Projekt wird
das Projekt im Vorstand der DB Station&Service AG zur Auflösung des
Gremienvorbehalts behandelt.

Wir freuen uns gemeinsam mit der Stadt Münster das Bahnhofsprojekt entscheidend
vorangebracht zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

DB Station&Service AG www.bahn.de © sıs2s2
Köthener Str. 2 Tel: 030 297-68100 ne = ade
10963 Berlin Fax: 030 297-68105

[U U2bis Potsdamer
Platz

(GBR Bus 146, 200, 248,
und 348

Anlage 2 - V/0331/2008

7978 Zeichen

Anlage 2

N ETZ E 5 Seiten

DB Station&Service AG

Zentrale

DB Station&Service AG + Köthener Straße 2 + 10963 Berlin al KEeeT une
10963 Berlin

H www.db.de

errn
Hartwig Schultheiß ö Matthias Mi Schmic
ü m — elefon

er Telefax 030 29768312

Matthias.mi.schmidt@bahn.de

48127 Münster Zeichen I.SBE ht

14.04.2008

Münster Hbf

Sehr geehrter Herr Stadtdirektor Schultheiß,

im Nachgang zu unserem Schreiben vom 10.04.2008 möchten wir die von der Stadt Münster in
Aussicht gestellte Beteiligung in Höhe von ca. 5,0 Mio. EUR mit Maßnahmen belegen.

Die Grundkonzeption des Bahnhofsprojektes der Timon Bauregie dient der städtebaulichen
Aufwertung des Bahnhofsumfeldes und der Verbesserung der Verknüpfung von Innenstadt und
Hafenquartier. Im Sinne der Stadt Münster werden großzügige Geschoßhöhen im neuen Bahn-
hofsprojekt realisiert, die ausgewählte Fassadengestaltung übernimmt prägende Elemente der
Bestandsstrukturen. Darüber hinaus wird durch die Verlagerung des Bahnhofsempfangsgebäu-
des von der West- auf die Ostseite die Abwicklung des öffentlichen und des Individualverkehrs
am Bahnhof deutlich verbessert. In der Baubeschreibung (s. Anlage) werden die städtebauli-
chen Vorzüge des Gesamtprojektes weitergehend beschrieben. Eine Hinterlegung der Beteili-
gung der Stadt Münster auf einzelne Positionen können Sie der Anlage „Baubeschreibung Kos-
ten“ entnehmen.

Mit dem Gesamtkonzept der Timon Bauregie werden über die städtebaulichen Vorteile für die
Stadt Münster hinaus auch die von der Stadt Münster vorgegebene Orientierung hinsichtlich der
maximalen Verkaufsflächen an dem Standort berücksichtigt.

DB Station&Service AG Vorsitzender des Vorstand: Bernd Koch

Sitz Berlin Aufsichtsrates: Dr. Andre Zeug, Jürgen Niemann
Registergericht Stefan Garber Vorsitzender Rolf Reh
Berlin-Charlottenburg

HRB 87 691

USt-IdNr.: DE199861749

NETZE

2/2

Über eine positive Entscheidung des Stadtrats am 07.05.08 zur Bewilligung des Zuschusses für
das Bahnhofsprojekt würden wir uns freuen. In der Vorstandssitzung der DB S&S am
21.05.2008, nach dem Beschluss des Stadtrats, soll die Auflösung des Gremienvorbehalts zum
Vorvertrag zwischen der Timon Bauregie und der DB S&S behandelt werden. Erst mit Auflö-
sung des Gremienvorbehalts beginnen die Vertragsfristen.

Mit freundlichen Grüßen

h Sch

Rolf Reh i. A. Matthias Schmidt
Anlagen: - Baubeschreibung

= Kostenaufstellung

Hentrich - Petschnigg & Partner GmbH + Co. KG j 2 f

Projekt : Hauptbahnhof Münster

Kostenschätzung für Abweichung vom durchschnittlichen Gebäudestandard
für Bahnhofsempfangsgebäude

Grundlage: Kostenschätzung nach DIN 276 vom 26.03.2008 durch HPP)

Westgebäude Mehrkosten (netto) in Euro

Ausbildung eines städt. Raumes im Gebäudeinneren:

Zulage für Eingangshalle EG (Flächen DB):

Fassadenverkleidung der einfassenden Wände,

Stahl-Glas-Geländer

Zulage für Mall EG (Durchgang Tunnel): 540.380

Natursteinboden, gestaltete Schallschutzdecke

Summe: 617.870
erglasung der Eingangshalle als Städtebauliches Zeichen:

Zulage für Glasfassade Eingangshalle: 616.140

Glasfassade mit filigranen Stahlprofilen

Zulage für Glasdach Eingangshalle: 989.410

Überkopfverglasung auf leichter Konstruktion

Summe: 1.605.550

Zwischensumme Westgebäude 2.223.420

Ostgebäude Mehrkosten (netto) in Euro

Zulage Eingangshalle EG:

Fassadenverkleidung der einfassenden Wände,

Stahl-Glas-Geländer, gestaltete Schallschutzdecke

Zulage Mall: 307.090
Natursteinboden, gestaltete Schallschutzdecke

404.260

rglasung der Eingangshalle als Städtebauliches Zeichen:
age für Glasfassade Eingangshalle:

Sn mit filigranen Stahlprofilen

alu als Vorderseite / Gleiches Erscheinungsbild

age für Hauptfassade:

Ausführung Natursteinverkleidung (Muschelkalk

Summe: 1.431.530
Zwischensumme Ostgebäude 2.222.100

386.310

Summe Baukosten (Kostengruppen 300/400) 4.445.520
Ost- und Westgebäude

Nebenkosten (Kostengruppe 700) 800.194
18% auf 4.445.520

Gesamtsumme (in EURO) 5.245.714

HPP Hentrich - Petschnigg & Partner GmbH + Co. KG

Unser Entwurf für den Neubau des Hauptbahnhofs Münster ist keine Standardlösung.
Dies wurde in unserer Kostenschätzung vom 26.03.2008 berücksichtigt, sodass sich in Teilen
erhöhte Kosten (Zulagen) ergeben.

Die Grundkonzeption unseres Entwurfes ist die Schaffung eines signifikanten Ortes im
Stadtgefüge und die Verknüpfung von Innenstadt und Hafenquartier.

Der Bahnhof verbindet Berliner Platz und Bremer Platz und befreit Sie aus Ihrer Randlage zum
Gleiskörper. Großzügigkeit der Geschoßhöhen und ausgewählte Fassadengestaltung
zusammen mit besonderer städtebaulicher Ausformung wertet die Umgebung deutlich auf.

Duktus und Materialität der Fassade entwickeln sich aus den die Umgebung prägenden
massiv wirkenden Fassadenstrukturen der Bestandsgebäude. Diese präsentieren sich im
Wesentlichen als Gebäude mit Lochfassaden deren erdgeschossige Nutzungsbereiche über
großflächig verglaste Schaufensterfronten definiert werden.

Gebäudeprägende Materialien sind im Wesentlichen gebrannter Ziegel sowie partiell
Naturstein, der im Besonderen im Bereich der Gebäudesockel, sowie der Einfassungen der
Fensteröffnungen (Faschen) eingesetzt wird.

Für den Bahnhof schlagen wir aufgrund der Beständigkeit des Gebäudes die Übernahme, der
bestehenden Materialien in das Gestaltkonzept der Neubauten vor.

Im Besonderen schlagen wir den Einsatz von massiven, vorgehängten und hinterlüfteten
Konstruktionen, die stadtseitig als Naturstein- oder Fassaden mit natursteinähnlichem Duktus
gestaltet werden, vor.
Zum einen dokumentiert dieses Vorgehen wie vorher aufgezeigt die Übernahme von
prägenden Elementen der Bestandsstrukturen, zum anderen sehen wir die beständige Qualität
des Natursteinmaterials als adäquate Lösung für ein Bahnhofsgebäude an.

Westgebäude:

Der Zugang zum Westgebäude erfolgt Über eine dreigeschossige Eingangshalle.

Diese wird als städtischer Raum im Gebäudeinneren behandelt und kommuniziert dadurch mit
der Umgebung. Sie bildet ein städtebauliches Zeichen und sorgt für einen offenen und
einladenden Charakter zur Innenstadtseite.

Die Eingangshalle wird zur Innenstadt komplett mit einer fillgranen Glassfassade ausgestattet
ung die leichte Dachkonstruktion mit Glas eingedeckt. Die einfassenden Wände der
anschließenden Innenräume werden wie die Außenfassade behandelt und entsprechend
bekleidet.

Der Charakter wird durch die Wahl eines besonderen Bodenbelags (Naturstein) für
Eingangshalle und Zugang zum Gleistunnel unterstrichen.

Als Zulagen/ Mehrkosten fließen in unsere Kostenschätzung ein:
Verkleidung der einfassenden Wände mit Naturstein,
Stahl-Glas-Geländer der Galerie-Geschosse,

atursteinboden Im Hallenbereich und Zugang zum Gleistunnel,
gestaltete Schallschutzdecke Im Zugang zum Gleistunnel,
Glasfassade mit filigranen Stahlprofilen,

Überkopfverglasung auf leichter Konstruktion

Ostgebäude:

Wir entwerfen nicht Vorder- und Rückseite, sondern EINEN Bahnhof.

Um dem Konzept der Verknüpfung von Innenstadt und Hafenquariier durch den Bahnhof
Rechnung zu tragen, erhalten beide Gebäude das gleiche Erscheinungsbild.

Dadurch wird die der Innenstadt abgewandte Ostseite des Bahnhofs in der Ausstattung
aufgewertet.

Das Ostgebäude wird mit dem gleichen Fassadenmeterial verkleidet wie das Westgebäude.
Die Eingangshalle wird entsprechend der Eingangshalle des Westgebäudes als städtischer
Raum betrachtet und ausgestattet:

Die Fassade zum Hafenauartier wird komplett mit einer filigranen Glassfassade ausgestattet,
die einfassenden Wände der anschließenden Innenräume werden wie die Außenfassade
behandelt und entsprechend bekleidet.

Im Ostgebäude werden neben der Eingangshalle und dem Zugang zum Gleistunnel auch die
übrigen Mallbereiche mit Natursteinboden belegt.

Als Zulagen/ Mehrkosten fließen in unsere Kostenschätzung ein:

Verkleidung der einfassenden Wände der Eingangshalle mit Naturstein,

Glasfassade mit filigranen Stahlprofilen,

Natursteinboden und gestaltete Schallschutzdecke in der Eingangshalle sowie im gesamten
Mallbereich.

Beschlussvorlage

10445 Zeichen

V/0331/2008 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Erneuerung des Hauptbahnhofs Münster; Bereitstellung der städtischen Finanzierungsbeteiligung 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
30.04.2008 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 
06.05.2008 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 
07.05.2008 Hauptausschuss Vorberatung 
07.05.2008 Rat Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster nimmt die positiven Beschlüsse des Konzernvorstandes der Deut-
sche Bahn AG vom 22.04.2008 und des Vorstandes der DB Station&Service AG vom 
09.04.2008 (s. Anlage 1) zum Projekt „Neubau Empfangsgebäude Münster Hbf.“ als Investo-
renprojekt auf Basis des Konzeptes „Timon Bauregie“ zur Kenntnis. 
 
2. Aufgrund des gestalterischen, funktionalen und städtebaulichen Mehrwerts des Projektes „Neu-
bau Empfangsgebäude Münster Hbf.“ mit dem Ziel einer weiteren Attraktivitätssteigerung des 
öffentlichen Personennahverkehrs stellt die Stadt Münster im Rahmen der Gesamtfinanzierung 
des Projektes eine Finanzierungsbeteiligung in Höhe von maximal 5,0 Mio. EUR zur Verfügung. 
 
3. Der Rat der Stadt Münster erwartet, dass sowohl das Investorenprojekt als auch die von der 
Deutsche Bahn AG vorgestellten Maßnahmen zum Umbau der Verkehrsstation (incl. Tunnel-
verbreiterung) kurzfristig baulich umgesetzt werden. 
 
4. Die Anträge  
 
- A-R/0029/2007 der SPD-Fraktion vom 05.06.2007 „Hauptbahnhof Münster: Den Umbau 
gestalten“, 
 
- A-R/0017/2004 der CDU-Fraktion vom 05.07.2004 „Neue Weichenstellung für den Haupt-
bahnhof“ (Inhalt: Auslobung eines Investoren-Wettbewerbs für das Areal Hbf. Münster), 
 
- A-R/0010/2004 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL vom 13.05.2004 „Freie Bahn für 
den Großen Bahnhof – den Hauptbahnhof zu einer verkehrlichen, wirtschaftlichen und kul-
turellen Drehscheibe ausbauen“, 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0331/2008 
Auskunft erteilt: 
Herr Franke 
Ruf: 
492 61 10 
E-Mail: 
FrankeGerd@stadt-muenster.de  
Datum: 
24.04.2008 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0331/2008 
- A-R/0034/2003 der SPD-Fraktion vom 28.11.2003 „Hauptbahnhof Münster endlich umbau-
en – Weichen durch städtisches Engagement neu stellen“ 
 
 sind mit dieser Vorlage erledigt.  
 
II. Kosten/Folgekosten 
 
Im Rahmen der Gesamtfinanzierung des Projektes „Neubau Empfangsgebäude Münster Hbf.“ 
stellt die Stadt Münster eine Finanzierungsbeteiligung in Höhe von 5 Mio. EUR bereit. Folgekosten 
entstehen nicht. 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: 
 
Der Rat beschließt eine außerplanmäßige Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 5 Mio. EUR zu 
Lasten des Haushaltsjahres 2009 in der Produktgruppe 09.01 „Stadt- und Regionalentwicklung, 
Stadtplanung“ für die Maßnahme „Finanzierungsbeteiligung Neubau Münster Hauptbahnhof“. 
 
Deckung:
 
Vorläufige Sperrung bei folgenden Verpflichtungsermächtigungen zu Lasten des Haushaltsjahres 
2009:  
Produktgruppe 1101 “Abwasserbeseitigung“
 
Maßnahme 0012 “Verbesserung v. Kanälen/Hausanschlüssen 1.700.000 EUR 
Maßnahme 4058 “ KA Mariendorf / Handorf, Aufhebung“ 1.600.000 EUR 
Produktgruppe 1201 “Bereitstellung von Verkehrsflächen und –anlagen“
 
Maßnahme 4068 “ Hafenweg, Albersl.Weg – Dortm. u. Bernh.-Ernst“  600.000 EUR 
Maßnahme 4074 “ Roxel Nord, BG, Bp 461“ 900.000 EUR 
Maßnahme 4079 “ Meesenstiege/südl. Sternkamp, BG, Bp 465“ 200.000 EUR 
  
Endgültige Deckung:
 I. Nachtragshaushaltsplan 2008 
 
Sollten sich im Rahmen der konkreten Umsetzungsprüfung Hinweise ergeben, die eine geänderte 
haushaltsplanmäßige Veranschlagung erforderlich machen, wird diese mit der Aufstellung des 
Haushaltsplanes 2009 vollzogen. 
 
 
Begründung: 
 
Der Rat der Stadt Münster hatte am 24.10.2007 aufgrund eines gemeinsamen Antrages mit Bezug 
auf die Vorlage V/0767/2007 „Hauptbahnhof Münster – Sachstand: Investorenverfahren und Ver-
kehrsstation“ die Verwaltung einstimmig u. a. damit beauftragt, auf der Basis der im Ausschuss für 
Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft am 18.10.2007 vorgestellten Konzepte, 
eine Entscheidung zum Neubau des Hauptbahnhofes Münster vorzubereiten. 
 
Die Verwaltung hatte seinerzeit ausgeführt, dass aus Sicht der Stadt die städtebaulichen und funk-
tionalen Aspekte sowie die Strukturverträglichkeit des Gesamtprojektes (Begrenzung der Einzel-
handelsflächen) wichtige Komponenten der Entscheidungsfindung sind und diese höher zu bewer-
ten sind, als rein wirtschaftliche Aspekte. 
 
Unter dieser Maßgabe erklärte der Rat am 24.10.2007 seine grundsätzliche Bereitschaft, die Rea-
lisierung des Investorenprojektes finanziell zu unterstützen und hat dies – ergänzend zu seinem 
Beschluss zur Vorlage V/0767/2007 „Hauptbahnhof Münster – Sachstand: Investorenverfahren 
und Verkehrsstation“ – durch folgende Protokollerklärung zum Ausdruck gebracht:

- 3 - 
V/0331/2008 
  
„Der Rat erklärt seine Bereitschaft, eine verkehrlich, stadtstrukturell-städtebaulich überzeu-
gende Lösung für die Erneuerung des Hauptbahnhofs mit eigenen Mitteln der Stadt ange-
messen zu unterstützen. Der Rat verknüpft mit diesem Angebot die Erwartung, dass die Er-
neuerung des Hauptbahnhofes bereits im Jahr 2008 begonnen wird.“ 
 
Bereits im Sachstandsbericht auf Seite 2 der Vorlage V/0767/2007 „Hauptbahnhof Münster – 
Sachstand: Investorenverfahren und Verkehrsstation“ hatte die Verwaltung deutlich gemacht, dass 
der Hauptbahnhof und sein Umfeld bereits seit Jahren ein Schwerpunkt der Stadterneuerung in  
Münster mit folgenden Zielsetzungen ist: 
• funktionale und gestalterische Aufwertung des Empfangsgebäudes und seines Umfeldes,  
• verbesserte Einbindung des Bahnhofsareals in die Stadtstruktur,  
• funktionale und gestalterische Aufwertung der Verkehrsstation (Anlagen und Einrichtungen 
für alle verkehrlichen Funktionen des Bahnhofs), 
• Verbesserung und Entwicklung des ÖPNV, 
• Aufwertung der Umsteigebeziehungen zwischen öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrädern 
und Pkws (Parken) zur Bahn. 
 
Da mit den Entscheidungen des Konzernvorstandes der Deutsche Bahn AG vom 22.04.2008 und 
des Vorstandes der DB Station&Service AG vom 09.04.2008 zum Projekt „Neubau Empfangsge-
bäude Münster Hbf.“ als Investorenprojekt auf Basis des Konzeptes „Timon Bauregie“ die Forde-
rungen der Stadt an eine Erneuerung des Hauptbahnhofes Münster weitestgehend erfüllt werden, 
befürwortet die Verwaltung eine finanzielle Beteiligung in Höhe von maximal 5,0 Mio. €. 
 
Die vom Rat der Stadt Münster gem. Beschluss vom 24.10.2007 empfohlene Realisierung der Er-
neuerung des Hauptbahnhofes Münster auf der Grundlage des Konzeptes „Timon Bauregie“ dient 
der städtebaulichen Aufwertung des Bahnhofsumfeldes einschließlich der funktionalen Verbesse-
rung der Verknüpfung von Innenstadt und Ostviertel bzw. Hafenquartier. Das Votum des Rates 
hatte eine stadtstrukturell, städtebaulich und verkehrlich (insbesondere Verknüpfung des ÖPNV) 
verträgliche Lösung mit hohem architektonischen Anspruch unterstellt. Im Sinne der Stadt Münster 
und in Abstimmung mit der DB AG und dem Investor werden großzügige Geschosshöhen im neu-
en Bahnhofsprojekt realisiert. Die ausgewählte Fassadengestaltung wird prägende Elemente des 
Münsteraner Stadtbildes und der benachbarten Bestandsstrukturen übernehmen. Durch die Verla-
gerung des Bahnhofsempfangsgebäudes von der West- auf die Ostseite wird die Abwicklung des 
öffentlichen Personennahverkehrs und des Individualverkehrs am Bahnhof deutlich verbessert 
werden (s. Anlage 2). 
 
Auf der Grundlage einer Kostenschätzung des den Umbauentwurf verfassenden Architekturbüros 
Hentrich – Petschnigg & Partner GmbH + Co. KG (HPP) ist davon auszugehen, dass – abwei-
chend von durchschnittlichen Gebäudestandards – ein Kostenmehraufwand für das westliche und 
östliche Empfangsgebäude des neuen Hbf. Münster von insgesamt rund 5,2 Mio. € erforderlich 
werden wird: 
• für die Ausbildung attraktiver städtischer Räume im Inneren der beiden Empfangsgebäude,  
• für die architektonische Ausprägung der beiden Eingangshallen als markante städtebauliche 
Zeichen und  
• für die angemessene Ausbildung des jeweiligen Erscheinungsbildes der Vorderseiten der 
beiden Empfangsgebäude. 
 
Neben den dargelegten städtebaulichen, architektonischen und funktionalen Qualitäten werden 
darüber hinaus mit dem Konzept der „Timon Bauregie“ auch die strukturellen Orientierungsvorga-
ben der Stadt Münster hinsichtlich der maximal zu realisierenden Verkaufsflächen im Zusammen-
hang mit der Erneuerung des Hauptbahnhofes erfüllt. 
 
Auf der Grundlage eines entsprechenden Ratsbeschlusses zu dieser Vorlage wird die Verwaltung 
die weitere inhaltliche und zeitliche Projektentwicklung mit der DB AG und „Timon Bauregie“ ab-
stimmen. Handlungsleitend für die Verwaltung werden dabei die vom Rat in seiner Sitzung am

- 4 - 
V/0331/2008 
24.10.2007 einstimmig beschlossenen Erwartungen an eine Realisierung des von den Investoren 
„Timon Bauregie und LBBW Immobilien“ vorgelegten Konzeptes sein. 
 
Über die Ergebnisse der weiteren Abstimmungsprozesse zwischen DB AG, Investoren und Stadt 
wird die Verwaltung zeitnah in den zuständigen Ausschüssen berichten und bei Bedarf weitere 
erforderliche Beschlüsse für die zuständigen parlamentarischen Gremien vorbereiten. 
 
In diesem Zusammenhang werden auch folgende Anträge  
 
- A-R/0051/2007 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL vom 04.12.2007 „Parksituation an 
der Bahnhofsostseite für Radfahrer verbessern – Parkhaus“, 
 
- A-R/0048/2006 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL vom 30.10.2006 „Parkverkehr am 
Hauptbahnhof ordnen“, 
 
- A-R/0035/2003 der SPD-Fraktion vom 28.11.2003 „Ostseite des Hauptbahnhofs aufwerten – 
Für ein attraktives Tor zum Hansaviertel“, 
 
von Seiten der Verwaltung in die Abstimmungsprozesse eingebracht und deren sowohl auf die 
Planungs- als auch auf die Bauphase zielenden inhaltlichen Aspekte – soweit möglich – berück-
sichtigt. 
 
 
I. V. 
 
 
gez. 
Schultheiß 
Stadtdirektor 
 
 
 
Anlagen: 
 
 
Anlage 1:
 Schreiben von Herrn Reh, Vorstand Betrieb/Entwicklung – DB Station&Service AG, 
vom 10.04.2008 an Stadtdirektor Schultheiß 
 
Anlage 2:
 Schreiben der Herren Reh und Schmidt, DB Station&Service AG, vom 14.04.2008 
an Stadtdirektor Schultheiß, mit einer Kostenaufstellung und Baubeschreibung für 
das neue Empfangsgebäude Hauptbahnhof Münster

Beratungsverlauf (4)

30.04.2008 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 5.1 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung
Entscheidung
Vorberatung
Vorberatung

Orte (5)

  • Hafenweg
  • Sternkamp
  • Berliner Platz
  • Meesenstiege
  • Bremer Platz

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
V/0331/2008
Typ
Vorlagen
Datum
18.04.2008
Erstellt
06.10.2020 14:37