0472/2025
Bürgereingabe nach § 24 GO – Antrag zur Umbenennung eines Teilstücks der Alfred-Schütte-Allee in Mary-Bauermeister-Allee - Az: 63/24 S
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Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Dezernat, Dienststelle VIII/23/235/1 Vorlagen-Nummer 0472/2025 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe nach § 24 GO – Antrag zur Umbenennung eines Teilstücks der Alfred- Schütte-Allee in Mary-Bauermeister-Allee - Az: 63/24 S Beschlussorgan Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Innenstadt dankt der Petentin für die Bürgereingabe nach § 24 GO. Die Bezirksvertretung Innenstadt nimmt die Stellungnahme der Verwaltung zu dem Vorschlag der Petentin zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, ein Straßenumbenennungsverfahren einzuleiten und eine Anwohner*innenbefragung durchzuführen. Alternativ Die Bezirksvertretung Innenstadt nimmt die Stellungnahme der Verwaltung zu dem Vorschlag der Petentin zur Kenntnis und lehnt den Antrag ab. Sie beauftragt die Verwaltung, den Namen „Mary Bauermeister“ auf die Vorschlagsliste zu nehmen. Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 20.03.2025 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Mit Antrag vom 20.06.2024 wird beantragt, den Teil der Alfred-Schütte-Allee zwischen Dreh- brücke und Südbrücke in Köln-Deutz in „Mary-Bauermeister-Allee" umzubenennen. Stellungnahme der Verwaltung: Die international bekannte Künstlerin Mary Bauermeister wurde am 07.09.1934 in Frankfurt am Main geboren und verstarb am 02.03.2023 in Forsbach (Rösrath). Nach den Richtlinien des Rates für die Neu- und Umbenennung von Straßen und Plätzen (nachfolgend RL genannt) können Straßen nur nach Personen benannt werden, deren Todes- tag mindestens zwei Jahre zurückliegt (Punkt 3.1). Eine Benennung nach Mary Bauermeister ist demzufolge seit dem 02.03.2025 möglich. Eine Benennung nach Personen kann nur erfolgen, wenn deren Geschichtsbild abgeklärt ist (Punkt 3.2.4 der RL). Die Geschichtsprüfung ist bereits erfolgt. Das positive Gutachten ist als Anlage beigefügt. Eine Benennung des Teils zwischen Drehbrücke und Südbrücke in Köln-Deutz wäre eine (Teil)Straßenumbenennung der Alfred-Schütte-Allee. Straßen werden nur in besonderen Aus- nahmefällen umbenannt (Punkt 4.1 der RL). Diese Ausnahmefälle gibt es, wenn der Umbe- nennungsgrund im bisherigen Namen liegt (z.B. späte Kenntnis über negative Aspekte im Ge- schichtsbild) oder wenn aufgrund einer baulichen/verkehrlichen Veränderung (z.B. eine Unter- brechung in der Verkehrsführung) eine Umbenennung erforderlich ist. Eine Änderung der Ver- kehrsführung hat es im Bereich der Südbrücke an der Straße Am Schnellert gegeben. Ein Foto hiervon ist als Anlage beigefügt. Eine Umbenennung des Teils der Alfred-Schütte-Allee widerspricht dem Punkt 4.1 der RL demnach nicht, ist aber dennoch nicht zwingend erforder- lich. Besteht das Anliegen, eine Straße oder ein Teil einer Straße umzubenennen, muss in jedem Fall eine Anwohner*innenbefragung erfolgen (Punkt 4.4 der RL). Die daraus ergebenden Er- kenntnisse sind der zuständigen Bezirksvertretung in einer Beschlussvorlage vorzulegen. An dem vorgeschlagenen Teilstück der Alfred-Schütte-Allee gibt es einige gewerbliche Anlie- ger*innen, die bei einem Umbenennungsverfahren zu befragen sind. Anlagen Anonymisierte Mail der Petentin Gutachten zu Mary Bauermeister Foto der veränderten Verkehrsführung der Alfred-Schütte-Allee
Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung
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Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung für Gremien, auf die die Leitlinien Öffentlichkeitsbeteiligung Anwendung finden, beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen. Warum wird keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen? - Sonstiges Bitte begründen Sie Ihre Entscheidung (Begründung zwingend erforderlich): In der Zuständigkeitsordnung der Stadt Köln sowie in den Richtlinien des Rates für Neu- und Umbenennungen von Straßen und Plätzen ist eine Öffentlichkeitsbeteiligung nicht vorgesehen. Kontakt OB/1 Büro der Oberbürgermeisterin OB/12 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung Brückenstraße 5-11 50667 Köln Telefon: 0221 – 221 25044 E-M ail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung
Bauermeister Mary - Gutachten Hist. Archiv
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Geschichtsbild Mary Bauermeister Im Historischen Archiv mit Rheinischem Bildarchiv sind in Best. 1441Sammlung Wolfgang Hahn zur Avantgarde-Kunst um 1960 in Köln Unterlagen zu und eventuell auch von Mary Bauermeister vorhanden. Diese waren allerdings vom Einsturz des Archivgebäudes 2009 betroffen und sind noch nicht wieder zugänglich. Außerdem befindet sich im Historischen Archiv mit Rheinischem Bildarchiv eine Akte aus dem Nachlass von Alfred Biolek (Best. 1895 A 57) vorhanden, die die Vorbereitung zu einer Sendung Boulevard Bio aus dem Jahr 1992, in der Mary Bauermeister über ihren Glauben an Reinkarnation sprach, enthält In der Dienstbibliothek des Historischen Archivs mit Rheinischem Bildarchiv befinden sich das 1993 vom Historischen Archiv der Stadt Köln herausgegebene Buch „Das Atelier Mary Bauermeister in Köln 1960-62“ und Mary Bauermeisters 2011 erschienenes autobiografisches Buch über ihre Beziehung zu Karl-Heinz Stockhausen „Ich hänge im Triolengitter“. Im Internet sind zahlreiche Interviews mit und Presseberichte über Mary Bauermeister zu finden. Der Schwerpunkt der Berichterstattung liegt in der Regel auf ihrem kunstorganisatorischen und künstlerischen Schaffen in den 1960er Jahren bzw. ihrem Privatleben in dieser Zeit und auf ihrem Engagement in Rösrath ab den 2000ern. Viele Informationen in den Interviews und Berichten stammen von Mary Bauermeister selbst. Mary Bauermeister wurde am 07.09.1934 in Frankfurt am Main geboren. Ihre Jugend verbrachte sie in Köln. 1954-1956 studierte Sie an der Hochschule für Gestaltung in Ulm und an der Staatlichen Schule für Kunst und Gestaltung in Saarbrücken. 1956-1962 lebte Mary Bauermeister wieder in Köln. Obwohl sie künstlerisch tätig war, erregte sie in erster Linie als Kunstorganisatorin Aufsehen. Zusammen mit ihrem damaligen Lebensgefährten Haro Lauhus betrieb sie ein Atelier, in dem regelmäßig Kunst- und Musikveranstaltungen mit bedeutenden Avantgardekünstlern stattfanden. Einige dieser Veranstaltungen waren in der breiten Öffentlichkeit umstritten. Sie beeinflussten aber die Kölner Kunstszene und eventuell auch die internationale Kunstentwicklung. 1962 hatte Mary Bauermeister eine Einzelausstellung im Amsterdamer Stedelijk Museum. 1962 ging Mary Bauermeister in die USA. Dort war sie als Künstlerin sehr erfolgreich. Sie lebte mit dem Komponisten Karl-Heinz Stockhausen zusammen, zunächst in einer Menage a trois mit seiner Ehefrau Doris. 1967 heirateten Mary Bauermeister und Karl-Heinz Stockhausen, nachdem dieser sich hatte scheiden lassen. Sie bekamen zwei Kinder. Später bekam Mary Bauermeister noch zwei Kinder von anderen Partnern. 1973 wurde die Ehe von Mary Bauermeister und Karl-Heinz Stockhausen geschieden. 1972 kehrte Mary Bauermeister nach Deutschland zurück. Sie lebte und arbeitete dann in Rösrath. Hier war sie vor allem als Landschaftsgestalterin tätig. In dieser Zeit beschäftigte sich Mary Bauermeister stark mit Esoterik, wovon sie sich später zum Teil distanzierte. 2005 wurde unter ihrer Schirmherrschaft der Verein Künstler in Rösrath gegründet. Ein Zeit lang machte sie ihr Atelier und ihren künstlerisch gestalteten Garten jeden ersten Sonntag im Monat der Öffentlichkeit zugänglich. Seit den 1990ern erhielt Mary Bauermeisters künstlerisches Werk in Deutschland verstärkt Aufmerksamkeit. 2004/5 fand eine Einzelausstellung im Museum Ludwig in Köln statt. 2020 erhielt Mary Bauermeister das Bundesverdienstkreuz, 2021 den Kunstpreis NRW. In ihrer Autobiografie bezeichnet Mary Bauermeister ihre politische Einstellung in den 1960er Jahren als links und zeigt Sympathie für die Hippiebewegung in der USA. Da sie Kunst und Leben als Einheit sah, betrachtete sie ihre Kunst möglicherweise als politisch. Sie scheint sich aber niemals im engeren Sinne politisch engagiert zu haben. Allerdings äußerte sie sich kritisch gegenüber der Verteidigung der Ukraine gegen Russland. Sie betrachtete Gewalt nicht als geeignetes Mittel zur Konfliktlösung. Einige von Mary Bauermeisters lassen sich so interpretieren, dass sie zumindest einem Teil der Coronamaßnahmen skeptisch gegenüberstand. (Interview auf dem Youtoubekanal Symbology extension://hdppkjifljbdpckfajcmlblbchhledln/bcr.html?bcr=https://www.youtube.com/ watch?v=mABZVKNJJ5A) Nach ihrer eigenen Aussage (Ich hänge im Triolengitter, S. 203), hat Mary Bauermeister, wahrscheinlich in den 1960er Jahren, im Rahmen eines der Experimente von Timothy Leary einmal LSD konsumiert. Ob der Konsum illegal oder im Rahmen eines wissenschaftlichen Experiments legal war, geht aus der Aussage Bauermeisters nicht klar hervor. Allerdings wäre eine einmalige illegale Handlung wohl auch kein Grund eine Straßenbenennung zu verweigern. Insgesamt liegen beim Historischen Archiv mit Rheinischem Bildarchiv keine Informationen vor, die gegen eine Straßenbenennung nach Mary Bauermeister sprechen würden.
Antrag anonymisiert
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TB Bürgeramt Innenstadt Ludwigstraße 8 50667 Köln 20.06.2024 Antrag zur Umbenennung einer Straße Sehr geehrter Herr HI, anbei übersende ich Ihnen einen Antrag zur Umbenennung eines Teils der Alfred-Schütte Allee in „Mary-Bauermeister-Allee" in Köln-Deutz. Bei Rückfragen können Sie sich gerne an mich wenden (EB^HH^^^E)- Mit freundlichen Grüßen Gemeinsamer Antrag zur Umbenennung einer Straße in „Mary- Bauermeister-Allee“ in Köln-Deutz Sehr geehrte Damen und Herren der Bezirksvertretung Innenstadt, Mary Bauermeister war eine der bedeutendsten Kölner Künstlerpersönlichkeiten. Am 2. März 2023 verstarb die Künstlerin im Alter von 88 Jahren. An diese Frau, deren Werk weit über Köln hinaus strahlte, soll mit der Benennung einer Straße erinnert werden. Die Straßenbenennung ist zudem ein Beitrag, bedeutende Frauen im Kölner Stadtraum sichtbarer zu machen. Deswegen stellen wir mit diesem Anschreiben einen Antrag zur Umbenennung eines Teils der Alfred-Schütte-Allee (zwischen Drehbrücke und Südbrücke, Köln-Deutz) in „Mary- Bauermeister-Allee“. Gemeinsame*r Antragsteller*insind (sowie von Mary Bauermeister und Kölner Bürger. Begründung für Ehrung und Ort Mary Bauermeister, Avantgarde- und Fluxus-Ikone Mary Bauermeister nimmt in der internationalen Kunst- und Kulturszene eine herausragende Stellung ein. Mit ihren Arbeiten hat sie die kunsthistorische Entwicklung maßgeblich beeinflusst. Ein Großteil ihres Schaffens fand in Köln statt. So organisierte und veranstaltete Mary Bauermeister im Rahmen des Contre-Festivals Konzerte in ihrem Kölner Atelier in der Lintgasse 28. Diese Konzerte fanden im Anschluss an die offiziellen Veranstaltungen der IGNM (Internationale Gesellschaft für Neue Musik) statt, hatten ein weltweit interessiertes Publikum und sind in die internationale Kunstgeschichte eingegangen. So wird Mary Bauermeister wegen dieser Veranstaltungen manchmal als Großmutter des Fluxus bezeichnet. Zeit ihres Lebens und solange es ihre körperliche Mobilität zuließ, war sie in kulturelle Veranstaltungen und Lecture Performances involviert. Neben ihrer Bedeutung für den Fluxus ist auch ihr malerisches Werk, das ab 1964 in New York, USA, entstand, von Weltrang. So befinden sich Arbeiten von ihr in den Sammlungen des Museum of Modern Art New York, des Whitney Museum of American Art oder des Hirshhorn Museum and Sculpture Garden. Ihr Werk „Needlees Needles“, das als erstes von ihr vom Museum Ludwig angekauft wurde, brachte feministische Beiträge in die Debatte ein, Jahre bevor man von Feminismus sprach. Ein weiteres Werk, ein Linsenkasten, befindet sich in der Sammlung des Kölnischen Stadtmuseums. Nicht zu unterschätzen ist zudem ihre Förderung und Unterstützung namhafter Künstler wie Nam June Paik, John Cage und Karlheinz Stockhausen, mit dem sie verheiratet war. Wahl des Standortes Die Alfred-Schütte-Allee, hier der Abschnitt entlang der Poller Wiesen, bietet sich für eine Umbenennung in „Mary-Bauermeister-Allee“ an. Warum? Die Natur und der Rhein nehmen im Werk von Mary Bauermeister eine besondere Stellung ein.• Naturnähe: Als Natur- und Gartenliebhaberin gestaltete sie Gärten und realisierte Kunst-am- Bau-Projekte. Linsen, Steine, Äste: Immer wieder verbindet sie Vorgefundenes mit Eigenem und bringt die Natur in eine neue Ordnung. Poller Wiesen: So verwendet sie in ihrer Kunst Treibholz, das sie nach Rheinhochwasser auf den Poller Wiesen (also am vorgeschlagenen Standort) sammelt. Fluxus: Zwischen Fluxus und dem Rhein besteht ein direkter begrifflicher Zusammenhang. So wird der Begriff „Fluxus" von Emmett Williams, dem Mitbegründer der Fluxus-Bewegung, als fließender Übergang zwischen Kunst und Leben beschrieben. Der „Fluss" der Aktionen ist von entscheidender Bedeutung. Biografie: Es gibt auch eine biografische Nähe zum Ort. Mary Bauermeister besuchte das Gymnasium in Kalk und hatte bis zu ihrem Lebensende Kontakt zu ihrem Kunstlehrer. Den Weg von Rösrath nach Kalk legte sie zu Fuß zurück. Ihre Kindheit und Jugend sowie ihre reiferen Jahre verbrachte sie auf der rechten Rheinseite. Praktische Gründe: Für diesen Standort sprechen aus unserer Sicht auch praktische Gründe. Das Schütte-Werk ist von der Umbenennung nicht betroffen, da es im Poller-• Teil der „Alfred-Schütte-Allee“ liegt. Somit behält Alfred Schütte seine Ehrung. Der Deutzer Abschnitt ist nahezu adresslos. Nur noch wenige Firmen haben hier ihren Sitz. Im Zuge der Entwicklung des Deutzer Hafens erhält das Gebiet zudem einen neuen Charakter. Dieser wird durch den Namen einer avantgardistischen Künstlerin unterstrichen. Die Antragstellerinnen ~|:m^^^m^^^^^dist eines der weltweit größten Netzwerke berufstätiger Frauen. Mit gesellschaftspolitischem Engagement unterstützt das Erreichen der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs). Als gemeinnütziger befassen wir uns seit 2016 insbesondere mit Fragen der rechtlichen, sozialen und beruflichen Gleichstellung von Frauen, lokal für Köln und weltweit. So sehen wir unsere Aufgabe: Bewusstmachen, Bekennen, Bewegen. Es ist uns daher ein besonderes Anliegen, auf die Verdienste von Mary Bauermeister für Frauen in Kunst und Gesellschaft hinzuweisen und sichtbar zu machen. Die Künstlerin steht für eine wichtige feministische Position in der zeitgenössischen Kunst. Schon früh setzte sie sich dafür ein, dass Frauen in der Kunst sichtbarer und ihre Leistungen anerkannt werden. Sie inspirierte zahlreiche Künstlerinnen. |: Als habe ich Mary . Bauermeister bis zu ihrem Tod begleitet. Meine erste Begegnung mit Mary Bauermeister fand 1996 in Bonn nach der Aufführung von Bertolt Brechts „Kleinbürgerhochzeit“ statt. Seitdem war ich in engem Kontakt mit der Künstlerin. Als ihr künstlerischer Assistent war ich direkt an Projekten beteiligt, wie z. B. der Aufarbeitung des Kölner Ateliers Mary Bauermeister, mit dem Medienwerk ihres Weggefährten Nam June Paik, im Rahmen einer Ausstellung der Städtischen Galerie Sindelfingen (2006). Die Ausstellungen und Reisen sind in meinem Videoarchiv über Mary Bauermeister dokumentiert. Schlussbemerkung In der Geschichte werden vor allem Männer geehrt. Es ist an der Zeit, eine Künstlerin wie Mary Bauermeister angemessen zu würdigen. Sie war Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, erste Preisträgerin des „Kunstpreises NRW“ und sicherlich eine der bedeutendsten Künstlerinnen Kölns. Ihr Name ist eng mit der Domstadt verbunden.' Die Umbenennung eines Teils der Alfred-Schütte-Allee in „Mary-Bauermeister-Allee" wird nicht nur ihre Freunde und Fans erfreuen, sondern auch international Beachtung finden. Mit dieser Geste ihres künstlerischen Erbes unterstreichen wir die Bedeutung von Mary Bauermeister und von Kunst und Kultur in unserer Stadt. Wir bitten daher den Antrag zu prüfen. Über einen positiven Bescheid freuen wir uns. Gerne stellen wir Ihnen das Anliegen auch persönlich in der Bezirksvertretung Innenstadt vor. Mit freundlichen Grüßen (Präsidentin Dieser Antrag wird unterstützt von: Kurzbiografie Mary Bauermeister 1934 Geboren in Frankfurt am Main, Deutschland Bis 1954: Besuch des Gymnasiums in Köln-Kalk 1954 — 1955 Studium an der Kunsthochschule für Gestaltung, Ulm, Deutschland 1957 Niederlassung in Köln, Beginn der Arbeit als freie bildendende Künstlerin in Köln und New York, NY 1960 — 1961 Veranstaltungen im Studio Mary Bauermeister (Lintgasse 28, Köln), wo sie Konzerte, Happenings ünd Performances mit Künstlern wie John Cage, David Tudor, Nam June Paik organisierte, die zur Entstehung von Fluxus beitrugen. 1961 bis 1968: Beziehung zum Komponisten Karlheinz Stockhausen. Gemeinsame Arbeiten wie Musiktheater Originale (1961), das Stockhausen im Auftrag des Kölner Theaters am Dom entwickelte. 1962 Ausstellung im Stedelijk Museum, Amsterdam. Anschließend Übersiedlung nach New York, NY . . . 1964 erste Einzelausstellung in der Galeria Bonino, New York, NY 1973 Rückkehr nach Deutschland, um ihre Arbeit als Bildhauerin und Gartenarchitektin fortzusetzen, Köln, Deutschland 2020 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse 2021 Erste Preisträgerin des „Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen“ für ihre herausragende Leistung und ihren gesellschaftlichen Beitrag, verliehen durch Ministerpräsident Hendrik Wüst Lebte und arbeitete bis zu Ihrem Tod am 02.03.2023 in Forsbach bei Rösrath, Deutschland
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (6)
- Brückenstraße 5
- Alfred-Schütte-Allee
- Lintgasse 28
- Am Schnellert
- Ludwigstraße 8
- Südbrücke
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Details
- Aktenzeichen
- 0472/2025
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 07.03.2025
- Erstellt
- 11.02.2025 08:22