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2011/0415

Entwicklung der Mathildenhöhe und Bau eines Museums des Stifterpaares Sander. hier: Bericht zu den Ergebnissen hinsichtlich der Übernahme der Empfehlungen des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft vom 2. Februar 2011

Magistratsvorlage 27.09.2011

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2011/0415

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
29.09.2011 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat I Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Kulturamt 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
 
Vorlage-Nr. 2011/0415 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Entwicklung der Mathild enhöhe und Bau eines Museums des Stifterpaares Sander. 
hier: Bericht zu den Ergebnissen hinsichtlich der Übernahme der Empfehlungen des 
Ausschusses für Kultur und Wissenschaft vom 2. Februar 2011. 
 
Vorlage vom: 27.09.2011 
 
Beschlussvorschlag: 
 
1. Der Magistrat nimmt Kenntnis von den Ergebnissen hinsichtlich einer Übernahme der Empfehlungen 
des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft vom 2. Februar 2011. 
 
2. Das Stadtplanungsamt wird beauftragt, den städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb 
„Osthang Mathildenhöhe“ unverzüglich vorzubereiten und einzuleiten sowie das Verfahren zur 
Bürgerbeteiligung festzulegen und vorzubereiten. 
 
3. Der Koordinator Mathildenhöhe wird beauftragt, zusammen mit dem Gutachter Prof. Oechslin und dem 
Landesamt für Denkmalpflege, eine Informationsveranstaltung zu den Inhalten des Gutachtens und 
zum weiteren Verfahren der Bewerbung der Mathildenhöhe als UNESCO Weltkulturerbestätte 
vorzubereiten.

2 
... 
 
Anlagen: Zeitablauf-Wettbewerb 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Beschluss des Magistrats vom

3 
... 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 27.09.2011:  
 
Zu der von der Stadtverordnetenversammlung am 28.02.2011 beauftragten Übernahme der 
Empfehlungen des Ausschusses für Kultur und Wissenschaft vom 2. Februar 2011 zur Entwicklung 
der Mathildenhöhe und dem Bau eines Museums des Stifterpaares Sander nach den mit der 
Bürgerschaft durchgeführten Fachforen liegen nach Prüfung der Sachverhalte folgende Ergebnisse 
vor: 
 
1. Entwicklung des Osthanges – Umsetzung des Rahmenplanes
 
 
Das Stadtplanungsamt legt eine Übersicht der notwendigen Planungsschritte zur Durchführung des 
städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerbs Osthang Mathildenhöhe und einen zu 
veranschlagenden Zeitablauf vor (Anlage). Danach wird die Dauer des Wettbewerbsverfahren auf 44 
Wochen (ca. 10 Monate) geschätzt. Für die anschließende Bearbeitung des Bebauungsplans bis zum 
Satzungsbeschluss wird mit einem Zeitraum von 18 Monaten gerechnet, so dass die Dauer des 
Gesamtverfahren ohne vorhersehbare Zwischenfälle auf etwa zweieinhalb Jahre veranschlagt wird. 
 
Das Stadtplanungsamt wird beauftragt, den städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb 
für die Entwicklung des Osthangs Mathildenhöhe unverzüglich vorzubereiten und einzuleiten sowie 
die inhaltliche Abstimmung mit dem Land Hessen vorzunehmen.  
 
Das Verfahren zur Bürgerbeteiligung ist festzulegen und vorzubereiten. 
 
 
2. Welterbeverfahren
 
 
Am 16.08.2011 hat Oberbürgermeister Jochen Partsch schriftlich der Hessischen Ministerin für 
Wissenschaft und Kunst offiziell das Interesse der Wissenschaftsstadt Darmstadt an einer Bewerbung 
zur Anmeldung der Künstlerkolonie Mathildenhöhe als Weltkulturerbestätte mitgeteilt. 
 
Die Kultusministerkonferenz entscheidet bis 1. August 2012 welche Anträge zur Aufnahme in die 
Tentativliste vorgeschlagen werden. Danach führt eine noch zu bestimmende Expertengruppe eine 
Evaluation der Vorschläge durch und nimmt eine Auswahl vor. 
  
Das für den Antrag zur Aufnahme der Künstlerkolonie Mathildenhöhe in die Tentativliste der 
Weltkulturerbestätte beauftragte Gutachten von Prof. Oechslin/Einsiedeln (Schweiz) liegt vor. 
 
Zwischen dem Koordinator Mathildenhöhe, Herrn Heiss, und dem Präsidenten des Landesamtes für 
Denkmalpflege, Herrn Prof. Weiß, und der Welterbestättenbeauftragten des Landes, Frau Dr. 
Verhoeven, fand am 29.08.2011 ein Abstimmungsgespräch statt über die weitere Vorgehensweise. 
 
Insbesondere wurde auch die Durchführung einer Informationsveranstaltung für die Öffentlichkeit im 
November 2011, spätestens Anfang 2012, zu den Themen „Weltkulturerbe“ (Vortrag Prof. Weiß, Dr. 
Verhoeven) und zur Vorstellung des Gutachtens durch Prof. Oechslin besprochen. 
 
Für die Öffentlichkeit soll zu dieser ersten Veranstaltung eine Publikation erscheinen, in der die Inhalte 
des Gutachtens dargestellt werden. 
 
Im Jahr 2012 sollen weitere öffentliche Veranstaltungen folgen, u. a. zu den Themen 
„Denkmalpflegerische Maßnahmen auf der Mathildenhöhe“, „Masterplan“ und „Wettbewerb Osthang“. 
 
Den formellen Antrag zur Aufnahme der Mathildenhöhe als UNESCO Weltkulturerbestätte bereiten 
der Koordinator Mathildenhöhe und das Landesamt für Denkmalpflege gemeinsam am 5. Oktober 
2011 vor. Neben dem Gutachten wird die Rahmenkonzeption Mathildenhöhe  
 
inklusive der wissenschaftlich erstellten Bestandsaufnahme als Entwurf für einen künftigen 
Managementplan in überarbeiteter aktualisierter Form beigefügt. 
 
 
3. Kooperation der Kunstsammlungen in Darmstadt

4 
... 
Die Leiterin des Kulturamtes hat am 31.03. und 06.04.2011 Gespräche mit dem Geschäftsführenden 
Direktor des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und dem Direktor des Instituts Mathildenhöhe in 
deren Funktion als Leiter der beiden größten Kunstsammlungen in Darmstadt zur fachlichen 
Einschätzung der Themen konzeptionelle Vernetzung, Kooperation und Ausstellungsmöglichkeiten 
geführt. 
 
Herr Dr. Beil und Herr Dr. Jülich erläuterten, dass es dieses Netzwerk bereits gibt. Die 
Zusammenarbeit in Ausstellungs- und Sammlungsfragen gestaltet sich reibungslos. Der Leihverkehr 
untereinander ist seit Jahrzehnten gelebte Praxis. Es gibt darüber hinaus einen Austausch bei 
Schwerpunkten der Sammlungen in Bezug auf Ausstellungsplanung und technisches Equipment.  
 
Eine konzeptionelle Vernetzung der Sammlungsbestände des ausgehenden 19. 
Jahrhunderts/Aufbruch 20. Jahrhunderts in Darmstadt erfordert eine darauf ausgerichtete 
wissenschaftliche Bearbeitung, die auf Grund des engen Personalbestandes und fehlender zeitlicher 
Kapazitäten von beiden Institutionen nicht geleistet werden kann. Um eine neue Stelle ausschließlich 
dafür einzurichten, fehlen die finanziellen Möglichkeiten. 
 
Die Aktivitäten des Hessischen Landesmuseums richten sich voll und ganz darauf bis Anfang 2013 
das Konzept der Gemäldegalerie im eigenen Haus zur Wiedereröffnung des Museums abzuschließen. 
Die sog.  „Darmstädter Malerei“ ist konzeptionell im internationalen Kontext und nicht im lokalen 
Kontext eingebettet. 
 
Nachdem die Stelle des Kurators und Konservators am Institut Mathildenhöhe seit 01.07.2011 nun 
nach längerer Vakanz wieder besetzt werden konnte, hat die vorrangige Bearbeitung der gesamten 
Bestände der Städtischen Kunstsammlung und eine Präsentation ausgewählter Werke in einer 
Sammlungsausstellung zur voraussichtlichen Wiedereröffnung nach Abschluss der Energetischen 
Sanierung des Ausstellungsgebäudes höchste Priorität. In diesem Zusammenhang ist auch die 
vollständige digitale Erfassung der 15.000 Kunstwerke der Sammlung mit einer neuen Software 
vorgesehen. 
 
Die Sammlung des Stadtarchivs ist als Teil der städtischen Kunstsammlung zu betrachten. Dort 
befinden sich vor allem historisch bedeutsame grafische Blätter (Kupferstiche, Zeichnungen). Eine 
enge Zusammenarbeit mit den anderen Darmstädter Sammlungen besteht auch hier. 
 
Die Sammlung des Schlossmuseums befindet sich vorwiegend im Besitz der Hessischen 
Hausstiftung, die Sammlung des Ehepaars Sander ist im Besitz der Hans-Joachim und Gisa Sander 
Stiftungs GmbH. Konzeptionell unterscheiden sich diese von den öffentlichen Sammlungen der Stadt 
und des HLMD dadurch, dass die Gemälde im Schlossmuseum vorwiegend dynastische Themen 
aufweisen (Herrscher- und Familienporträts, Interieurs der Adelssitze etc.), der hochkarätige Bestand 
Darmstädter Malerei der Sammlung Sander hat spezifische Schwerpunkte, die das Sammlerpaar 
festgelegt hat. 
 
Beide Sammlungen werden wissenschaftlich betreut und aufgearbeitet. Kooperationen, insbesondere 
Leihverfahren, werden problemlos durchgeführt.  
 
Eine über die bestehende Praxis der Kooperation hinaus gehende konzeptionelle Vernetzung erbringt 
aus fachlicher Sicht keine wesentlichen oder neuen Vorteile. Auch finanzielle und personelle 
Möglichkeiten dazu bestehen nicht. 
 
 
 
 
Bestes Beispiel für das sehr gut funktionierende Netzwerk ist das gemeinsam von den 
Sammlungsverantwortlichen des HLMD, des Stadtarchivs, der Städt. Kunstsammlung und der 
Hessischen Hausstiftung erstellte neue Basiskonzept für das Schlossmuseum. 
 
Eine Gesamtsicht zur Darmstädter Museumslandschaft wird vorbereitet. 
 
 
4. Standort und architektonische Gestaltung des Sander-Museums
 
 
Der Denkmalschutzbehörde und dem Koordinator Mathildenhöhe liegt eine denkmalfachliche 
Stellungnahme des Landesamtes für Denkmalpflege vom 30.08.2011 zur Bebauung des Parks am

5 
... 
Eugen-Bracht-Weg vor, nach der die Bebauung dieses Geländes aus historischen Gründen kritisch 
gesehen wird. 
 
Der Kulturdezernent präferiert den Bau des Museums Sander auf dem Osthang der Mathildenhöhe 
und wird das Gespräch mit dem Stifterpaar Sander diesbezüglich aufnehmen. 
 
Die Prüfung des landeseigenen Grundstückes, das zum Alfred-Messel-Haus (heutiges Design Haus) 
gehört, als möglicher Standort für das Sander-Museum wird deshalb nicht weiter verfolgt. 
 
 
5. Klärung der baurechtlichen Voraussetzungen
 
 
Der Magistrat hat am 03.06.2009 dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan 0 27 – 
Mathildenhöhe Süd zugestimmt. Die Stadtverordnetenversammlung hat die Vorlage (2009/0197) am 
30.06.2009 ebenfalls beschlossen. 
 
Am 28. Juni 2011 wurde ein Vertrag mit dem Architekturbüro WerkStadt zur Bearbeitung des 
Bebauungsplanes geschlossen. Der Bebauungsplan ist somit in Arbeit. 
 
 
6. Klärung der rechtlichen Grundlagen zwischen Stiftern und Stadt Darmstadt
 
 
Der Kulturdezernent wird das Gespräch mit dem Stifterpaar Sander aufnehmen, um die noch 
ungeklärten Fragen zum Umfang der Sammlung, der unveräußerlichen Teile, des Übergangs im 
Todesfall der Stifter und der Gemeinnützigkeit im Binnenverhältnis von privaten Stiftern und Stadt 
Darmstadt zu thematisieren und entsprechende zusätzliche Vereinbarungen vorbereiten. 
 
Darmstadt, den 27. September 2011 
41/Lo 
 
 
 
 
Dezernent I       Dezernentin III 
 
 
 
 
Jochen Partsch      Brigitte Lindscheid 
Oberbürgermeister      Stadträtin

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Zeitablauf – notwendige Planungsschritte

1.Abgrenzung Wettbewerbsgebiet
Erste Überlegungen Wettbewerbsinhalte

4 Wochen	1
	2
	3
	42.1Abstimmung der Inhalte mit den zu beauftragenden Büros2 Wochen	5
	62.2Abgabe der Angebote von den Büros
2 Wochen	7
	82.3Auswahl und Beauftragung des Büros zur Durchführung des Wettbewerbs2 Wochen	9
	103.a
3.b
3.cAusarbeitung Textfassung europaweite Ausschreibung
Zusammenstellung Preisgericht
Bewerbungszeitraum
4 Wochen	11
	12
	13
	144.a
4.bAuswahl von ca. 20 teilnehmenden Büros
1. Entwurf Auslobungstext



6 Wochen	15
	16
	17
	18
	19
	205.
5.a
5.b
5.c
5.dWettbewerbsvergabe
Preisrichtervorgespräch
Auslobungstext 2. Fassung
Kolloquium
Endgültiger Auslobungstext (3. Fassung)


8 Wochen	21
	22
	23
	24
	25
	26
	27
	286.Wettbewerbszeitraum bis zum Preisgericht






8 Wochen	29
	30
	31
	32
	33
	34
	35
	367.Entscheidung über den Wettbewerbsausgang
Welcher Preis wird realisiert
Beauftragung eines Büros zur Ausarbeitung B-Plan
8 Wochen	37
	38
	39
	40
	41
	42
	43
	44
Dauer Wettbewerbsverfahren44 Wochen 
= ca. 10 Monate8.Bebarbeitung des Bebauungsplans bis zum Satzungsbeschluß

18 Monate
Dauer Gesamtverfahren (ohne Zwischenfälle)Ca. 2½ Jahre
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Beratungsverlauf (4)

TOP 6
TOP 510 beschließend
TOP 12

Orte (1)

  • Eugen-Bracht-Weg

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2011/0415
Typ
Magistratsvorlage
Datum
27.09.2011
Erstellt
29.09.2026 00:00