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AN/0776/2025

Entwicklung von Suchthilfen für Crack-Konsumierende und Umsetzung beschlossener Maßnahmen

SPD Anfrage nach § 4 05.06.2025

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Nächste Beratung: Gesundheitsausschuss, Sitzung am 17.06.2025, TOP 3.1

SPD Anfrage nach § 4

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SPD Anfrage nach § 4

4061 Zeichen

Frau Oberbürgermeisterin  
Henriette Reker 
 
An den Vorsitzenden des  
Gesundheitsausschusses 
Herrn Dr. Ralf Unna 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Köln  
Rathaus, Spanischer Bau  
50667 Köln 
fon 0221. 221 259 50  
fax 0221. 221 246 57  
mail fraktion@koelnspd.de  
web  www.koelnspd.de  
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 05.06.2025 
 
AN/0776/2025 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Gesundheitsausschuss 17.06.2025 
 
Entwicklung von Suchthilfen für Crack-Konsumierende und Umsetzung 
beschlossener Maßnahmen 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Vorsitzender,  
 
die SPD-Fraktion bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung des Gesundheitsausschusses am 
17.06.2025 zu setzen: 
 
Der Konsum der Droge Crack hat sich in Nordrhein-Westfalen, insbesondere in städtischen Ballungs-
zentren, zu einer großen gesundheitlichen und sozialen Herausforderung entwickelt. Laut einer aktu-
ellen Umfrage der Technischen Hochschule Nürnberg und der Hochschule Düsseldorf ist Crack in 
mehreren Städten NRWs – darunter Köln – mittlerweile die am häufigsten konsumierte Droge, noch 
vor Heroin. Diese Entwicklung wird auch durch die rasant steigende Zahl an Drogentoten mit Crack 
im Blut untermauert: Im Jahr 2024 war fast jede*r vierte Drogentote betroffen.1 
 
Ende letzten Jahres kündigte der Kölner Gesundheitsdezernent Dr. Harald Rau im WDR an, dass er 
erreichen möchte, dass Köln an einem Modellprojekt zur Abgabe eines Crack-Ersatzstoffs unter medi-
zinischer Aufsicht teilnimmt – mit dem Ziel, den illegalen Handel zu schwächen und Suchterkrankten 
einen gesünderen, betreuten Zugang zu Substanzen zu ermöglichen.2 
 
Zudem plädieren alle demokratischen Fraktionen im Rat für die Prüfung des sogenannten Zürcher 
Modells, bei dem in Drogenkonsumräumen auch Kleinhandel unter Konsumierenden toleriert wird, 
verweisen aber auf die Notwendigkeit rechtlicher Anpassungen auf Landes- oder Bundesebene.3  
 
                                                 
1  https://www.spiegel.de/panorama/nrw-immer-mehr-crack -a-2c58abc4-16e0-4a23-8357-
4a13f6f796a9 
2  https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/polizeipraesident -fordert-abgabe-harte-drogen-100-100.amp 
3 https://www.ksta.de/koeln/drogenszene -soll-koeln-den-kleinhandel-in-konsumraeumen-tolerieren-1036302

- 2 - 
 
Aber auch in deutschen Städten werden gute Projekte auf den Weg gebracht, um den offenen Dro-
genkonsum und -handel einzudämmen und Suchterkrankten zu helfen. In Frankfurt wird ein Crack-
Zentrum geplant, das ein umfassendes Hilfs- und Aufenthaltsangebot für Crack-Konsumierende 
schaffen soll. In Dortmund kümmert sich ein Krisenstab um Maßnahmen gegen den öffentlichen Dro-
genhandel.  
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Stadtverwaltung:  
1. Gibt es einen aktuellen Sachstand zur Beteiligung der Stadt Köln an einem Modellprojekt zur kon-
trollierten Abgabe eines Crack-Ersatzstoffs, wie vom Gesundheitsdezernenten angeregt? 
2. Welche rechtlichen und fachlichen Handlungsspielräume bestehen für die Stadt Köln aktuell, um 
das Teilen oder den Kleinhandel von Drogen in Konsumräumen zu tolerieren? 
3. Welche gesetzlichen Änderungen auf Landes- oder Bundesebene wären erforderlich, um die kon-
trollierte Abgabe von harten Drogen (wie von PP Johannes Hermanns angeregt) oder von Origi-
nalsubstituten (bei Heroin schon möglich) bzw. die Tolerierung des Mikrohandels in Köln zu er-
möglichen?  
4. Wie weit ist die Umsetzung des Ratsbeschlusses „Zunehmende Verwahrlosung in Köln – Lösungs-
wege für Sicherheit, Sauberkeit, Prävention und gegen Stillstand“ fortgeschritten, und welche 
konkreten Maßnahmen wurden bislang umgesetzt? 
5. Welche Erkenntnisse liegen der Stadtverwaltung über geplante Projekte in anderen deutschen 
und internationalen Städten – insbesondere über das Crack-Hilfezentrum in Frankfurt und das 
Vorgehen in Dortmund – vor, und wie bewertet sie deren Übertragbarkeit auf die Situation in 
Köln?  
 
Mit freundlichen Grüßen  
Gez. 
Thomas Breustedt  
SPD-Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

17.06.2025 Gesundheitsausschuss
TOP 3.1 Antrag / Anfrage
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0776/2025
Typ
SPD Anfrage nach § 4
Datum
05.06.2025
Erstellt
05.06.2025 07:40