VK 4/2023
Anfrage der Fraktion DIE LINKE./Volt vom 04.04.2023 Konstante, umfangreiche und vielfältige Kritik am Ausbau der A4
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Sitzungsvorlage VK (Anfrage der Fraktion DIE LINKE./Volt vom 04.04.2023 Konstante, umfangreiche und vielfältige Kritik am Ausbau der A4)
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Seite 1 von 1 Sitzungsvorlage VK - öffentlich - VK 4/2023 Dezernat Regionalplanung, Braunkohlenplanung, Geschäftsstelle Ansprechperson Herr Willi Kolks, Aut- bahn GmbH Telefon BEZIRKSREGIERUNG Köln Datum 14.04.2023 Beratungsfolge Termin TOP Beratungsaktion Verkehrskommission Regionalrat des Regie- rungsbezirkes Köln 21.04.2023 6.2 zur Kenntnis TOP: Anfrage der Fraktion DIE LINKE./Volt vom 04.04.2023 Konstante, umfangreiche und vielfältige Kritik am Ausbau der A4 Vorschlag: Die Verkehrskommission nimmt die Antwort der Autobahn GmbH zur Kenntnis Erläuterungen: Anlage(n): 1. 2023 VK Anfrage Konstante umfangreiche und vielseitige Kritik am Ausbau der A4 Verkehrs - kommision 21.04.2023 2. Beantwortung 2023 VK Anfrage Konstante umfangreiche und vielseitige Kritik am Ausbau der A4 Verkehrskommision 21.04.2023
Sitzungsvorlage VK (Beantwortung 2023 VK Anfrage Konstante umfangreiche und vielseitige Kritik am Ausbau der A4 Verkehrskommision 21.04.2023)
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Geschäftsführung
Stephan Krenz (Vorsitzender)
Gunther Adler
Anne Rethmann
Aufsichtsratsvorsitz
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Steuernummer
30/260/50246
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Konstante, umfangreiche und vielfältige Kritik am Ausbau der A4
Anfrage der DIE LINKE./Volt im Regionalrat Köln vom 04.04.2023
1. Wie wurden die Mitglieder des Dialogforums ausgewählt und wie sehen ihre
Einflussmöglichkeiten auf die Planungen der Autobahn GmbH aus?
Es ist das erklärte Ziel der Autobahn GmbH, die Planung von Anfang an ge-
meinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Interessenvertreterin-
nen und Vertretern der Region zu gestalten. Bereits in der frühen Phase der
Vorplanung hat Straßen.NRW, die vorher zuständige Behörde, ein Dialogforum
eingerichtet, das den gesamten Planungsprozess begleiten wird. Das Dialogfo-
rum ist ein informelles Gremium, das in der Planung eine beratende Funktion
hat. In dem Begleitgremium sitzen neben zufällig ausgewählten Bürgerinnen
und Bürgern auch direkte Anrainer sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Po-
litik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Sie alle können ihre Perspektiven konti-
nuierlich in die Planung einbringen. Bewerbungen um einen Platz im Dialogfo-
rum sind für neue Verbände, Bürgerinitiativen o. ä. jederzeit möglich. Es wird
dafür geprüft, ob eine neue Perspektive ins Dialogforum eingebracht wird.
2. Warum tagte das Dialogforum seit dem 25.05.2022 nicht mehr und wann ist
ein nächstes Treffen geplant?
Grundsätzlich gilt: die Beteiligung folgt immer der Planung. Wenn es neue Er-
gebnisse im Projekt gibt, kommt das Dialogforum zusammen und wird infor-
miert. Im Mai 2022 wurden im Dialogforum die ersten Ergebnisse der Umwelt-
verträglichkeitsstudie (UVS) vorgestellt. Die Mitglieder des Dialogforums er-
hielten einen „Blick in die Werkstatt“ und konnten schon Hinweise geben. Da-
nach untersuchte das zuständige Umweltbüro die restlichen Varianten und die
Träger öffentlicher Belange (TöBs) konnten Stellung zu den Ergebnissen neh-
men. Im Januar 2023 wurde der dritte UVS-Termin abgeschlossen. Das Dialog-
forum wird zum nächsten wichtigen Meilenstein, der Vorstellung der Vorzugs-
variante, voraussichtlich im Sommer 2023 zusammenkommen.
Die Autobahn GmbH des Bundes · Deutz-Kalker Str. 18-26 · 50679 Köln
An den Vorsitzenden
der Verkehrskommission des
Regierungsbezirks Köln
Herrn Paul Hebbel
Die Autobahn GmbH
des Bundes
Niederlassung Rheinland
Außenstelle Köln
Deutz-Kalker Str. 18 -26
50679 Köln
T: +49 221 299 27 - 0
E: rheinland@autobahn.de
www.autobahn.de
Ihr Zeichen, Ihre Nachricht vom Unser Zeichen, unsere Nachricht vom Name, Durchwahl Datum
Willi Kolks, -600 12.04.2023
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3. Wann wird es eine wirkliche Öffentlichkeitsbeteiligung in größerem Umfang
geben?
Die Öffentlichkeitsbeteiligung für das Projekt A4plus ist im Jahr 2020 gestartet.
Neben dem informellen Gremium des Dialogforums war auch eine Informati-
onsveranstaltung für die breite Öffentlichkeit vorgesehen. Leider wurde die
Umsetzung aufgrund der Corona-Pandemie in den vergangenen zwei Jahren
erschwert, sodass nun eine Informationsveranstaltung für die interessierte Öf-
fentlichkeit zur Vorstellung der Vorzugsvariante geplant ist. Generell sind ne-
ben dem informellen Beteiligungsprozess auch Offenlegungen und Informati-
onstermine für die Öffentlichkeit als Teil des formellen Planungsprozesses vor-
gesehen. Dies findet nach der Vorplanung und Entwurfsplanung jedoch erst im
Planfeststellungsverfahren statt. Dort werden die Planunterlagen über einen
bestimmten Zeitraum ausgelegt und können eingesehen werden. Hierbei ist es
auch möglich, Einwände einzureichen. Nach einem umfassenden Anhörungs-
verfahren (Offenlage und Erörterung) entscheidet die Planfeststellungsbe-
hörde schließlich über die Einwendungen und stellt den Plan fest, indem alle
öffentlich-rechtlichen und privaten Belange unter- bzw. gegeneinander abge-
wogen werden. Der informelle Beteiligungsprozess der Autobahn GmbH star-
tet deshalb bereits in der Vorplanung, um Betroffene und Interessierte so früh
wie nur möglich über das Vorhaben zu informieren und konsultieren.
4. Warum sind die Dokumentationen, die die Autobahn GmbH auf ihre Home-
page stellt, nicht barrierefrei und ist es geplant dies in absehbarere Zeit zu än-
dern, um möglichst vielen Menschen einen Zugang zu den entsprechenden In-
formationen zu gewähren
Die Zugänglichkeit aller Informationen zum Autobahnprojekt A4plus ist uns
sehr wichtig, weswegen wir uns bemühen, alle Inhalte barrierefrei auf der
Website darzustellen. Einige Studien und Dokumente sind bisher nicht als bar-
rierefreie PDFs verfügbar. Die Umwandlung in barrierefreie Dokumente ist
sehr aufwändig, weswegen wir diese Aufgabe der allgemeinen Information der
Öffentlichkeit hintenangestellt haben. Wir bemühen uns künftig, verstärkt alle
Dokumente als barrierefreie Versionen zugänglich zu machen. Da die Doku-
mente teilweise eine so hohe Komplexität z. B. bei Karten des Untersuchungs-
raums aufweisen, wird dies jedoch nicht immer lückenlos möglich sein.
5. Werden die Forderung nach Überarbeitung des Bundeswegeplanes, damit ak-
tuelle Verkehrszahlen, sowie der Durchführung erforderlicher Maßnahmen hin-
sichtlich des Klimawandels Einzug in die weiteren Planungen der Autobahn AG
nehmen?
a. Wenn „ja“, in welcher Weise, wenn „nein“, aus welchem Grund?
Die Aufstellung des Bundesverkehrswegeplanes obliegt dem BMDV, Fragen zu
einer Überarbeitung müssten also an das Bundesverkehrsministerium gerich-
tet werden.
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Verkehrsgutachten werden im Planungsprozess kontinuierlich fortgeschrie-
ben, so dass jederzeit aktuelle Verkehrszahlen in die Planung eingehen.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Willi Kolks
Leiter Außenstelle Köln
Sitzungsvorlage VK (2023 VK Anfrage Konstante umfangreiche und vielseitige Kritik am Ausbau der A4 Verkehrskommision 21.04.2023)
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Fraktion DIE LINKE. / Volt im Regionalrat Köln Zeughausstraße 2-10|50667 Köln +49 221 292 00 704 fraktion@linke-volt-regionalrat.koeln www.linke-volt-regionalrat.koeln Seite 1 DIE LINKE. / Volt im RR | Zeughausstraße 2-10|50667 Köln An den Vorsitzenden der Verkehrskommission Im Regionalrat Köln Herrn Paul Hebbel Köln, den 04.04.2023 Anfrage Konstante, umfangreiche und vielfältige Kritik am Ausbau der A4 Sehr geehrter Herr Hebbel, der von der Autobahn GmbH vorangetriebene Ausbau der A4, der unter dem Projektna- men A4 plus bekannt ist, hat einmal mehr Kritik auf den Plan gerufen. Neben engagierten Bürger*innen, Initiativen , Natu rschutzverbänden sowie Parteien (DIE LINKE., Volt , B90/ Grüne) hat nun auch auf Bundesebene Staatssekr etär Sven Lehmann seinem Unmut Luft gemacht1. Alle vereint, dass sie die der Planung zu Grunde liegende veraltete Datenerhebung von Verkehrszahlen des Jahres 2018 sowie starke Beeinträchtigungen für Menschen, Tiere und die Natur kritisieren. Ein aktueller Bundesverkehrswegeplan, als Grundlage ist über fällig, und eine Revidierung gefasster Beschlüsse im Sinne einer Verkehrswende wird gefordert. Die Kritik wird sowohl durch eine Greenpeace-Studie2, als auch durch die Wissenschaftler Gilles Duranton und Mattthew A. Turner 3 bestätigt, die zu dem Schluss kommt, dass ein Mehr an Autobahnen keine Verkehrsprobleme löst und in vielen Fällen das Staupotential sogar noch erhöht wird. Eine CO2- Reduzierung kann so nicht erreicht werden, sondern das Gegenteil ist der Fall. Die von der Autobahn GmbH viel gepriesene Öffentlichkeitsbeteiligung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass nicht alle interessierten Menschen einen Zugang zu den vorhande- nen Informationen hatten bzw. haben oder ihre Meinung tatsächlich einbringen können. Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen: 1 https://www.ksta.de/koeln/rodenkirchen/koeln-streit-um-abriss-der-rodenkirchener-bruecke-1-487179 2 https://www.greenpeace.de/publikationen/20230223_greenpeace_Stauausbau_02_23_meta.pdf 3 https://www.aeaweb.org/articles?id=10.1257/aer.101.6.2616 1.) Wie wurden die Mitglieder des Dialogforums ausgewählt und wie sehen ihre Ein- flussmöglichkeiten auf die Planungen der Autobahn GmbH aus? 2.) Warum tagte das Dialogforum seit dem 25.05.2022 nicht mehr und wann ist ein nächstes Treffen geplant? 3.) Wann wird es eine wirkliche Öffentlichkeitsbeteiligung in größerem Umfang geben? 4.) Warum sind die Dokumentationen, die die Autobahn GmbH auf ihre Homepage stellt, nicht barrierefrei und ist es geplant dies in absehbarere Zeit zu änd ern, um möglichst vielen Menschen einen Zugang zu den entsprechenden Informationen zu gewähren? 5.) Werden die Forderung nach Überarbeitung des Bundeswegeplanes, damit aktuelle Verkehrszahlen, sowie der Durchführung erforderlicher Maßnahmen hinsichtlich des Klimawandels Einzug in die weiteren Planungen der Autobahn AG nehmen? a. Wenn „ja“, in welcher Weise, wenn „nein“, aus welchem Grund?
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- VK 4/2023
- Typ
- Sitzungsvorlage VK
- Datum
- 21.04.2023
- Erstellt
- 14.04.2023 12:50