V/0624/2015
Bült - Wettbewerbsauslobung zur Um- und Neugestaltung der öffentlichen Frei- und Verkehrsflächen zwischen Theater und Asche
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Auslobung Bült
33199 Zeichen
Nichtoffener Wettbewerb
RPW 2013
Neugestaltung des Straßenraumes
Bült - Voßgasse
Auslobungsunterlagen
Stand 01.09.15
Schopmeyer Architekten BDA
Münster
Anlage 2 zur V/0624/2015
Nichtoffener Wettbewerb RPW 2013
Neugestaltung des Straßenraumes Bült - Voßgasse 2
Inhaltsverzeichnis
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen 3
1. Ausloberin 3
2. Wettbewerbsart 3
3. Wettbewerbsaufgabe 3
4. Wettbewerbsteilnehmer 3
5. Preisgericht 4
6. Wettbewerbsunterlagen 6
7. Wettbewerbsleistungen 6
8. Preise + Vergütung 7
9. Termine 7
10. Eigentum + Urheberrecht 8
11. Weitere Bearbeitung 8
Teil 2 Rahmenbedingungen 9
1. Anlass und Ziel des Wettbewerbes 9
2. Städtebauliche Situation 9
3. Planungsprogramm 11
4. Beurteilungskriterien 13
Teil 3 Anlagen 14
Verfassererklärung 15
Anfahrtsskizze 16
Plansätze / Unterlagen (CD)
Wettbewerbsgebiet
Neubrückenstraße bis Asche
Nichtoffener Wettbewerb RPW 2013
Neugestaltung des Straßenraumes Bült - Voßgasse 3
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen
1. Ausloberin
Ausloberin des Wettbewerbs ist die Stadt Münster
-vertreten durch das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung-
Albersloher Weg 33
48155 Münster
2. Wettbewerbsart
Es handelt sich um einen nichtoffenen Wettbewerb. D as Verfahren ist einstufig und anonym. Der
Durchführung des Wettbewerbs liegen die RPW 2013 zugrunde.
Der Übereinstimmungsvermerk der Architektenkammer NW wurde beantragt.
Alle am Verfahren Beteiligten erklären, dass sie Ke nntnis vom Auslobungstext haben und diesen ak-
zeptieren.
3. Wettbewerbsaufgabe
In der Altstadt von Münster soll innerhalb eines Be trachtungsraumes im Hauptverkehrsstraßennetz
zwischen Neubrückenstraße (Eingang Stadttheater) un d Asche (Stadtbücherei) für die öffentlichen
Frei- und Verkehrsflächen der Straßen Voßgasse und Bült ein stadtgestalterisches Konzept unter
Berücksichtigung verkehrlicher Belange entwickelt werden.
4. Wettbewerbsteilnehmer
bbz Landschaftsarchitekten berlin gmbh
Heidestr. 50
10557 Berlin
T. 030-4050439-14
brandenfels landscape + environment
Neustr. 18
48167 Münster
T. 02506-3617
club L94 Landschaftsarchitekten GmbH
Zechenstr. 11
51103 Köln
T. 0221-7899502-0
Planungsbüro
DTP Davids Terfrüchte + Partner
Im Löwental 76
45239 Essen
T. 0201-747361-0
FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH
Bergische Landstr. 606
40629 Düsseldorf
T. 0211-29106-0
/barb4right
Nichtoffener Wettbewerb RPW 2013
Neugestaltung des Straßenraumes Bült - Voßgasse 4
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen
4. Teilnehmer (Fortsetzung)
Kraft.Raum
Landschaftsarchitektur und Stadtentwicklung
René Rheims
Uerdinger Str. 321
47800 Krefeld
T. 2151-581714
landschaftsarchitekten stadtplaner
nsp Christoph Schonhoff
Heinrichstr. 30
30175 Hannover
T. 0511-336123-0
SAL Planungsgruppe
Hansaring 25
48155 Münster
T. 0251-68648-0
scape Landschaftsarchitekten GmbH
Friedrichstr. 115a
40217 Düsseldorf
T. 0211-302037-0
wbp Landschaftsarchitekten GmbH
Nordring 49
44787 Bochum
T. 0234-96299-0
5. Preisgericht
5.1 Fachpreisrichter
Landschaftsarchitektin BDLA
Ina Bimberg
Iserlohn
Architekt BDA
Matthias Fritzen
Münster
Architektin BDA
Jutta Heinze
Duisburg
Leiter Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung; Stadtplaner
Christian Schowe
Münster
Stadtdirektor; Architekt
Hartwig Schultheiß
Münster /barb4right/barb4right /barb4right/barb4right
Nichtoffener Wettbewerb RPW 2013
Neugestaltung des Straßenraumes Bült - Voßgasse 5
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen
5.2 Stellvertretende Fachpreisrichter
Architekt und Stadtplaner
Reinhard Drees
Bielefeld
Dezernent; Architekt
Siegfried Thielen
Münster
5.3 Sachpreisrichter
Vorsitzende des Ausschusses für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen
Helga Bennink
Münster
Bezirksbürgermeister
Peter Fischer-Baumeister
Münster
5.4. Stellvertretende Sachpreisrichter
Stellv. Vorsitzender des Ausschusses für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen
Thomas Fastermann
Münster
Stellv. Bezirksbürgermeisterin Münster-Mitte
Marita Otte
Münster
5.5 Sachverständige Berater (ohne Stimmrecht)
Verkehrsplanung Stadt Münster; Bauingenieur
Stephan Böhme
Münster
Stellv. Leiter Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung. Verkehrsplanung; Stadtplaner
Jörg Krause
Münster
Stellv. Leiter Tiefbauamt Stadt Münster; Bauingenieur
Gerhard Rüller
Münster
Leiterin städtische Denkmalbehörde und Stadtgestaltung Stadt Münster; Architektin
Marlies Voss
Münster
Nichtoffener Wettbewerb RPW 2013
Neugestaltung des Straßenraumes Bült - Voßgasse 6
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen
5.6 Als Gäste (ohne Stimmrecht)
Frau Isabelle Lohmann, Münster
Herr Christoph Deckwitz, Münster
5.7 Wettbewerbsbetreuung
Schopmeyer Architekten BDA
Münster
6. Wettbewerbsunterlagen
Die Wettbewerbsunterlagen bestehen aus diesem Auslobungstext und weiteren Anlagen.
7. Wettbewerbsleistungen
7.1 Rahmenplan Betrachtungsraum M 1:2000 und 1:500
7.2 Lageplan Ausschnitte Wettbewerbsgebiet M 1:200 (Grundrisse, Schnitte, Ansichten)
7.3 Vertiefung eines typischen Teilbereichs M 1:20 (Grundrisse, Schnitte, Ansichten mit Angaben
zu Materialien und Farbigkeit)
7.4 Erläuterungsbericht (Max. 1 Seite DIN A 4, get rennt von den Plänen)
7.5. Ergänzende Angaben:
Alle Planungsleistungen und Präsentationen müssen d urch eine Nummer anonym gekenn-
zeichnet sein. Die Tarnzahl besteht aus 6 arabische n Ziffern (Höhe max. 1 cm, Breite max. 6
cm) am rechten, oberen Blattrand.
Die Zeichnungen sind als Strichzeichnungen einzurei chen (1 Satz Präsentationspläne -
gerollt-, 1 Satz Prüfpläne -gefaltet-).
Die Pläne sind zu norden.
Die Unterlagen sind zusätzlich als pdf- bzw. jpg-Dateien auf einer CD-ROM zur Verfügung
zu stellen. Ebenso sind die Zeichnungen als dwg- bzw. dxf-Dateien zur Vorprüfung als CD-
ROM einzureichen.
Jeder Teilnehmer darf sich nur mit einem Entwurf a m Wettbewerb beteiligen.
Den Wettbewerbsunterlagen ist ein Verzeichnis der eingereichten Unterlagen beizufügen.
Gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit ist in eine m verschlossenen, undurchsichtigen Um-
schlag die ausgefüllte Verfassererklärung (Anlage 1 ) einzureichen. Außen darf der Umschlag
nur die Kennzahl ausweisen. Mit der Erklärung versi chert der Wettbewerbsteilnehmer
ehrenwörtlich durch seine Unterschrift, dass er der geistige Urheber der eingereichten Arbeit
ist.
Zur Wahrung der Anonymität ist als Absender die An schrift des Empfängers einzusetzen.
Nichtoffener Wettbewerb RPW 2013
Neugestaltung des Straßenraumes Bült - Voßgasse 7
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen
8. Preise und Vergütung
8.1 Die Gesamtpreissumme beträgt 21.000,00 € inkl. Mehrwertsteuer
8.2 Es werden folgende Preise ausgelobt:
1. Preis 9.000,00 €
2. Preis 5.000,00 €
3. Preis 3.000,00 €
Für Anerkennungen 2.000,00 €
Summe: 21.000,00 € inkl. Mehrwertsteuer
8.3 Es bleibt dem Preisgericht vorbehalten, eine an dere Aufteilung der Preise vorzunehmen.
8.4 Die Preise werden nach Entscheid des Preisgeric hts gegen Vorlage einer Rechnung an die
Preisträger ausgezahlt.
9. Termine
9.1 Ausgabe des Auslobungstextes mit Anlagen am
XX.XX.15
9.2 Rückfragen
Schriftliche Rückfragen können bis zum XX.XX.15 an das Architekturbüro Schopmeyer, Am
Dill 1 in 48163 Münster (Fax: 0251-246651 / eMail: schopmeyer.architekten@t-online.de)
gerichtet werden. Die Beantwortung der Fragen erfolgt im Kolloquium.
9.3 Kolloquium
Die Ausloberin wird ein Kolloquium mit den Teilneh mern und den Preisrichtern veranstalten.
Es findet statt am XX.XX.15, XX:XX Uhr im ________________ des Stadtweinhauses ( X.
OG), Prinzipalmarkt 8-9 in Münster.
Das Protokoll zum Kolloquium wird allen Teilnehmern zugestellt und somit Bestandteil der
Auslobung.
9.4 Abgabe
Abgabetermin für die Planunterlagen bzw. die unter Pkt. 7 geforderten Nachweise und Er-
läuterungen ist der XX.XX.15 (es gilt das Datum des Tagesstempels).
• Bei der Beförderung durch die Post oder andere Bef örderungsunternehmen (Adressat-
und Absenderangabe: Büro Schopmeyer) kann der Nachw eis der termingerechten Ein-
lieferung gefordert werden. Falls ein Verfasser, de ssen Arbeit prämiert werden soll, die-
sen Nachweis nicht erbringen kann, wird er von der Prämierung ausgeschlossen.
• Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, die Arb eiten in der Zeit von 13:00 bis 15:00
Uhr im Architekturbüro Schopmeyer, Am Dill 1 in 48163 Münster, abzugeben.
9.5 Preisgerichtssitzung
Das Preisgericht wird voraussichtlich in der XX. KW 15 zusammentreten.
9.6 Bekanntgabe des Ergebnisses und Ausstellung der Arbeiten
Allen Wettbewerbsteilnehmern, den Mitgliedern des Preisgerichts und dem Wettbewerbs-
ausschuss der AKNW wird das Wettbewerbsergebnis dur ch Zusendung des Preisgerichts-
protokolles bekannt gegeben.
9.7 Alle Wettbewerbsarbeiten werden öffentlich ausg estellt. Ort der Ausstellung, Zeitpunkt der
Eröffnung und Dauer werden den Wettbewerbsteilnehme rn rechtzeitig bekannt gegeben.
/barb4right
Nichtoffener Wettbewerb RPW 2013
Neugestaltung des Straßenraumes Bült - Voßgasse 8
Teil 1 Allgemeine Wettbewerbsbedingungen
9. Termine (Fortsetzung)
lieferung gefordert werden. Falls ein Verfasser, de ssen Arbeit prämiert werden soll, die-
sen Nachweis nicht erbringen kann, wird er von der Prämierung ausgeschlossen.
• Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, die Arb eiten in der Zeit von 13:00 bis 15:00
Uhr im Architekturbüro Schopmeyer, Am Dill 1 in 48163 Münster, abzugeben.
9.5 Preisgerichtssitzung
Das Preisgericht wird voraussichtlich in der XX. KW 15 zusammentreten.
9.6 Bekanntgabe des Ergebnisses und Ausstellung der Arbeiten
Allen Wettbewerbsteilnehmern, den Mitgliedern des Preisgerichts und dem Wettbewerbs-
ausschuss der AKNW wird das Wettbewerbsergebnis dur ch Zusendung des Preisgerichts-
protokolles bekannt gegeben.
9.7 Alle Wettbewerbsarbeiten werden öffentlich ausg estellt. Ort der Ausstellung, Zeitpunkt der
Eröffnung und Dauer werden den Wettbewerbsteilnehme rn rechtzeitig bekannt gegeben.
9.8 Terminübersicht
Ausgabe Auslobungstext / CD XX.XX.15
Rückfragen bis XX.XX.15
Kolloquium XX.XX.15 XX:XX Uhr __________________ Stadtweinhaus
( X. OG), Prinzipalmarkt 8-9 in Münster
Abgabe der Wettbewerbsarbeiten XX.XX.15
Preisgerichtssitzung XX. KW 15, voraussichtlich
10. Eigentum und Urheberrecht
Die mit Preisen oder Anerkennungen ausgezeichneten Arbeiten werden Eigentum der Ausloberin.
Die Urheberrechte, insbesondere der Schutz gegen Na chbau und das Recht auf Veröffentlichung der
Entwürfe, bleiben den Teilnehmern erhalten. Die Tei lnehmer erklären Ihr Einverständnis zur Erstver-
öffentlichung bzw. Erstellung einer Dokumentation durch die Ausloberin.
11. Weitere Bearbeitung
Die Ausloberin wird im Falle der Durchführung des B auvorhabens einem Preisträger weitere Leis-
tungen nach der HOAI bei der Umsetzung der Planungsaufgabe übertragen.
Der Auftrag kann die Gesamtbearbeitung der Aufgabe umfassen oder auf Teilleistungen (mind. Leis-
tungsphasen 2 - 5 HOAI) beschränkt werden.
Im Falle der Auftragserteilung wird die Preissumme vom Vorentwurfshonorar abgezogen, wenn die
Wettbewerbsarbeit ohne wesentliche Änderungen der Ausführung zugrunde gelegt werden kann.
Platzraum Nord
Nichtoffener Wettbewerb RPW 2013
Neugestaltung des Straßenraumes Bült - Voßgasse 9
Teil 2 Rahmenbedingungen
1. Anlass und Ziel des Wettbewerbes
Der grundsätzlich stadträumlich wohlproportionierte Bereich am Bült kann seine Qualitäten aufgrund
der hohen Fahrzeugdichte, der zentralen Bushalteste llensituation und – nicht zuletzt – seiner Teilung
in Straßen- und Parkierungsflächen derzeit nur subo ptimal entfalten. Die jüngst abgeschlossene
bauliche Aufwertung der Straße ‚Alter Fischmarkt‘ sowie mögliche städtebauliche Entwicklungen auf
dem heutigen ‚Hörster Parkplatz‘ rücken dieses Problem verstärkt in den Fokus.
Seitdem der ohnehin stark verkehrsfrequentierte Str aßenraum innerhalb der Altstadt zur Entlastung
des Prinzipalmarkts als zentraler Bushalteknotenpu nkt ausgebaut worden ist, hat sich seine trennen-
de Wirkung zwischen Altstadtkern und Martiniviertel noch verstärkt.
Die Wettbewerbsaufgabe ist, die intensive Auseinan dersetzung mit dem bestehenden Verkehrsraum
mit dem Ziel, einen die angrenzenden Altstadtbereic he verbindenden und zugleich seinen funktio-
nalen Anforderungen gerecht werdenden Platzraum mit erhöhter Aufenthaltsqualität und angemes-
sener Verkehrsqualität für alle Verkehrsteilnehmer zu gestalten.
2. Städtebauliche Situation
2.1 Stadtentwicklung und stadträumliche Prägungen
Das Wettbewerbsgebiet liegt im Nordosten der im Zwe iten Weltkrieg schwer zerstörten historischen
Altstadt Münsters. Die Straßenzüge Voßgasse und Bül t sind in ihrer heutigen Breite und Gestalt erst
im Zuge der Neuordnung des Verkehrs ab 1949 geschaf fen worden, fußen aber auf einem historisch
gewachsenen Straßennetz, das sich in den Grundzügen bis in das späte 12. Jahrhundert
zurückverfolgen lässt.
An Voßgasse, Todtengasse (dem westlichen Abschnitt des heutigen Bült) und Bült verlief die Grenze
zwischen dem Kirchspiel St. Lamberti und dem 1174 b ei der Neuordnung der innerkirchlichen Ver-
hältnisse unter Bischof Hermann II. von diesem abge spalteten Kirchspiel St. Martini. Dies deutet da-
rauf hin, dass diese Wegeverbindungen schon früh im innerstädtischen Straßengefüge vorhanden
waren.
Die Straßen waren jedoch in Spätmittelalter und Frü her Neuzeit untergeordnete Wegeverbindungen,
die vor allem der inneren Erschließung der Pfarrbez irke St. Lamberti und St. Martini dienten. Die
Hauptverkehrswege in diesem innerstädtischen Areal waren damals der Alte Fischmarkt und die
Hörster Straße, über die der Fernverkehr nach Osnab rück und Bremen verlief, sowie der Alte Stein-
weg, die Asche und die St-Mauritzstraße, die über T elgte, Warendorf und Paderborn zum Hellweg,
der großen Ost-West-Verbindung im Reich, führten.
Bis zur Zerstörung im 2. Weltkrieg blieb diese Stad tmorphologie in der Grundstruktur erhalten. Bei der
Neuordnung des Verkehrs brach man allerdings mit de m tradierten Wegesystem. Als Zugeständnis
an den Autoverkehr wurden zwei verbreiterte Sekante n vom Neutor aus durch die Stadt gezogen,
davon führt die eine über die neue Verbindung ‚Am S tadtgraben‘ zum Aegidiitor und die andere über
die neue Verbindung ‚An der Apostelkirche‘ zum Mauritztor.
Obwohl sich neue Voßgasse, neuer Bült und neue Maur itzstraße grob an den alten Straßenzügen
orientieren, dominiert heute die neue West-Ost-Verb indung die innerstädtische Verkehrsführung und
ist deutlich als Zäsur zwischen Altstadt, Martinivi ertel und Hörster Parkplatz wahrnehmbar. Zusätzlich
wird diese Zäsur noch betont durch die bis heute pr ägende, großmaßstäblichere Bebauung, die seit
den 1950er, in den 1990er und 2010er Jahren entstanden ist. Gleichwohl sind die Stadträume gut und
für die Altstadt noch maßstäblich proportioniert un d in keiner Weise mit den Verkehrsschneisen zu
vergleichen, die nach dem Leitbild der „Autogerecht en Stadt“ in der Nachkriegszeit durch Altstädte
gezogen worden sind.
Der Kulisse einer typischen Straßenrandbebauung jew eils gegenüber stehen am nordwestlichen
Rand des Wettbewerbsgebietes das 1956 fertiggestell te Stadttheater (Architekten: Deilmann, von
Hausen, Rave, Ruhnau) und an seinem südöstlichen Ra nd der von der Mauritzstraße zurückgesetzte
„Kiffe-Pavillon“ als prägnante Solitäre der 1950er Jahre. Die den heutigen Bült zwischen
Hörsterstraße und Korduanenstraße prägende zurückve rsetzte nördliche Bauflucht mit vorgelagertem
Parkplatz und neungeschossigem Hochhaus folgte Mitt e der 1960er Jahre. Östlich davon, nördlich
der Korduanenstraße erstreckt sich der seit der Kri egszerstörung unbebaute, jedoch mittelfristig zur
Neubebauung anstehende heutige Hörster Parkplatz, w ährend der Block zur Wevelinghofergasse als
gewachsen kleinteiliges Wohnquartier erhalten geblieben ist. /barb4right
Nichtoffener Wettbewerb RPW 2013
Neugestaltung des Straßenraumes Bült - Voßgasse 10
Teil 2 Rahmenbedingungen
2. Städtebauliche Situation (Fortsetzung)
Am Alten Fischmarkt / Bült entstand in jüngster Zei t eine Wohn- und Geschäftsbebauung, die sich am
Alten Fischmarkt an der traditionellen Giebelarchit ektur orientiert und damit die historische städte-
bauliche Kontinuität zwischen Altem Fischmarkt und Hörsterstraße über die Kreuzung hinaus wieder
herstellt. An der Voßgasse greift sie dagegen bewus st den größeren Maßstab der Bebauung entlang
der West-Ost-Verkehrsachse auf. Das Pendant zum Sta dttheater bildet am südöstlichen Rand des
Wettbewerbsgebietes seit 1993 die Stadtbücherei, di e mit der Zweiteilung des Baukörpers, der
diagonalen Passage und dem südlich vorgelagerten Al fred-Flechtheim-Platz die Anknüpfung zur
Altstadt sucht.
Zusammenfassend sind für die stadträumliche Situati on im Wettbewerbsgebiet die Verkehrs- und
Bebauungsentscheidungen des Wiederaufbaus immer noc h prägend. Sie manifestieren sich v.a. in
den gegenüber den übrigen Altstadtstraßen aufgeweit eten Straßenquerschnitten und dem Maßstab
der umgebenden Straßen- bzw. Platzwände.
2.2 Verkehrliche Situation
Der Straßenzug 'Münzstraße - Bergstraße - An der Ap ostelkirche - Voßgasse - Bült - Mauritzstraße'
verbindet als Teil der Landesstraße (L843) das Neut or am Schlossplatz im Nordwesten der
Innenstadt mit dem Mauritztor im Osten.
Er ist damit mit der Straßenfolge 'Schlossplatz' un d 'Am Stadtgraben' vom Neutor zum Aegidiitor am
Aasee (B 54 / B 219) eine der beiden einzigen durch gängigen Querungen bzw. Sekanten innerhalb
des Promenadenrings und von hoher verkehrsfunktiona ler Bedeutung. Das heutige Verkehrsge-
schehen ist geprägt von hohem Verkehrsaufkommen bet reffend alle Verkehrsarten sowie beträcht-
lichem Querverkehr, insbesondere Fußgänger und Radf ahrer im Abschnitt Korduanenstraße und
Neubrückenstraße. Hinzu kommt das Erschließungserfo rdernis für die drei Parkplätze und
Parkhäuser „Hörsterplatz“, „Alter Steinweg“ und „Theater“.
Den zentralen Bereich des Wettbewerbsgebietes stell t die platzartige Straßenaufweitung in den Ab-
messungen von ca. 12.000 qm zwischen den Kreuzungen Hörsterstraße / Alter Fisch markt und
Korduanenstraße / Kirchherrngasse dar.
Die starke Nutzung dieser Hauptverkehrsstraße durch den Kfz-Verkehr (ca. 17.500 Kfz pro Tag) führt
zu einer gefühlten Abkoppelung der nördlich gelegen en Altstadtviertel, insbesondere des Martinivier-
tels im Bereich Voßgasse und Bült. Die 2001 zur Ent lastung vom Prinzipalmarkt zum Bült verlegten
zentralen Bushaltestellen mit ihren ca. 12.000 ein- und aussteigenden Fahrgästen sowie in Summe
ca. 1.600 Bussen/Tag stellen hohe funktionale Anfor derungen hinsichtlich Betriebserfordernissen,
Aufenthaltsqualität, Gestaltung und Sicherheit. Die Achse stellt zudem eine bedeutsame und
aufkommensstarke Radwegeverbindung in West-Ost Richtung dar. In den vergangenen Jahren ist der
Bereich zwischen Hörsterstraße und Korduanenstraße bei der Aufnahme der Verkehrsunfalldaten als
Unfallhäufungslinie bewertet worden. Dabei ist insb esondere die hohe Zahl von Überschreiten-Unfälle
auffällig. Im Bereich der zentralen Bushaltestellen wurde daraufhin die Geschwindigkeit auf 30 km/h
reduziert.
Nichtoffener Wettbewerb RPW 2013
Neugestaltung des Straßenraumes Bült - Voßgasse 11
Teil 2 Rahmenbedingungen
3. Planungsprogramm
3.1 Gestalterische Aufwertung des Stadtraums
Der Kernbereich des Wettbewerbsgebietes ist der Bus halteknotenpunkt Bült, der stadträumlich durch
das Hochhaus der 1960er Jahre an der Ecke zur Kordu anenstraße und dem Eckturm der jüngsten
Bebauung am Alten Fischmarkt gerahmt wird. Besonder s dieser Straßenraum bzw. Platz bedarf
wesentlicher gestalterischer Aufwertung – unter Bea chtung der verkehrsfunktionalen Anforderungen,
aber mit deutlicher Verbesserung der Aufenthaltsqua lität und der Verflechtung der angrenzenden
Altstadtbereiche. Wichtig ist dabei auch die Fortsetzung bzw. der Übergang der Neugestaltung zu den
nordwestlich und südöstlich anschließenden Straßenr äumen in den Bereichen Stadttheater und
Stadtbücherei.
Die historischen Wegebeziehungen sind zwar noch spü rbar, jedoch funktional v.a. fuß- und radläufig
beeinträchtigt. Unter Würdigung der Qualität der st ädtebaulichen Prägung der 1950/60er Jahre ist
deshalb die Verbesserung der Fußgänger- und Radverk ehrsfunktion und der Aufenthaltsqualität
wichtig, und zwar nicht nur unter funktionalen und gestalterischen Gesichtspunkten, sondern auch im
Interesse einer verbesserten Ablesbarkeit der histo rischen Stadtstruktur und ihres menschlichen
Maßstabs, die beide in der Altstadt von Münster besondere Bedeutung haben.
Platzraum West
3.2 Verkehrliche Anforderungen
Die Straße Bült hat eine Vielzahl an Funktionen auf zunehmen. Zu den hohen Frequentierungen des
MIV und Busverkehrs kommt auch ein sehr hoher Ante il an Radfahrern und Fußgängern. Die in den
Seitenräumen angeordneten Radwege sind für das vorh andene Radverkehrsaufkommen zu schmal
und entsprechen nicht den Mindestbreiten der Empfeh lungen für Radverkehrsanlagen. Aufgrund der
Lage zwischen den ebenfalls schmalen Gehwegen und d en Haltestellen kommt es immer wieder zu
Interaktionen bzw. gefährlichen Situationen zwischen Radfahrern und Fußgängern.
Für den ÖPNV sind beidseitig der Straße Bült jeweil s zwei Haltepositionen für die Busse mit einer
Länge von insgesamt 45 m erforderlich. Die Busse ha ben keine feste Busposition (first in-first out).
Neben den Möblierungselementen wie Witterungsschutz einrichtungen, Fahrgastinformationsanlagen,
Fahrkartenautomaten, Abfallbehälter und Beleuchtung ist auf der Nordseite die vorhandene
Toilettenanlage zu berücksichtigen. Die Haltestelle n sollten über ausreichende Aufstellflächen
verfügen sowie sicher und barrierefrei gestaltet sein.
Neben dem Fußgängerlängsverkehr sind geeignete und sichere Angebote insbesondere für querende
Fußgänger zu berücksichtigen. Die vorhandenen Signa lanlagen sind soweit erforderlich beizube-
halten. Die Querungsstellen sollten adäquat dem bes tehenden Bedarf erweitert und über ein taktil er-
fassbares und gesichertes Leitsystem erreichbar sei n. Über das Leitsystem ist auch die Erreichbarkeit
der Haltestellen sicherzustellen. /barb4right
Nichtoffener Wettbewerb RPW 2013
Neugestaltung des Straßenraumes Bült - Voßgasse 12
Teil 2 Rahmenbedingungen
3. Planungsprogramm (Fortsetzung)
Bei der Überplanung des vorhandenen Parkplatzes auf der Nordseite Bült sollte der Erhalt der Behin-
dertenstellplätze (2) und der Anwohnerstellplätze ( 4) berücksichtigt werden. Für die übrigen öffent-
lichen, bewirtschafteten Stellplätze stehen Alterna tiven in den anliegenden Parkhäusern zur Verfü-
gung.
Im gesamten Umfeld Bült ist der Bedarf an Abstellmö glichkeiten für Fahrräder enorm hoch. Das An-
gebot sollte daher, insbesondere im Bereich der Hal testellen, umfangreich auch unter dem Aspekt
bike & ride erweitert werden.
Im Umfeld der Haltestellen befinden sich drei beson ders prägende Bäume, die zu erhalten sind, weil
sie in Münsters Bürgerschaft eine hohe Wertschätzun g genießen und eine besondere Identifikation
des Quartieres sind. Dabei handelt es sich um eine Roteiche in Höhe Hörsterstraße/Bült, sowie um
einen Blauglockenbaum und eine Platane in Höhe der Querung Hörsterparkplatz/ Kirchherrngasse.
Diese Baumstandorte sind so zu erhalten, dass die Bäume sich weiter artgerecht entwickelt können.
Straßenraum Ost
Für den Bereich Bült wird im Juni 2015 eine umfasse nde Bestandsaufnahme der Verkehrssituation
durchgeführt. Bei der geplanten Verkehrserhebung we rden Knotenstromzählungen, Fußgängerstrom-
zählungen und Stromverfolgungen aufgenommen und aus gewertet. Die aktuellen Daten werden zur
Verfügung gestellt.
Mit der Sicherstellung der Abwicklung der notwendig en Verkehre unter gleichzeitiger Aufwertung des
öffentlichen Raumes sind die Rahmenbedingungen komp lex. Die Realisierbarkeit der Verkehrs-
anlagen und der Verkehrsführung unter Beachtung der technischen Regelwerke ist hierbei geboten.
Von daher ist die Hinzuziehung eines versierten Ingenieurbüros für Verkehrsplanung zwingend.
Die Entwicklung eines Beleuchtungskonzeptes soll im Einklang mit dem in der Altstadt verwendeten
Leuchtentyp der Fa. Schreder (Zylinderleuchte Proje kt one) und den Prinzipien des Masterplans Licht
der Stadt Münster erfolgen. Das Lichtkonzept von Mi chael Batz, Hamburg, ist ein Baustein zur
Qualitätssteigerung des Stadtbildes. Das Illuminier ungskonzept soll die Qualitäten der historischen
Altstadt in den Abendstunden erlebbar machen. Ziel ist keine „Münster-Lightshow“ mit grandiosen
Lichteffekten und hoher Leuchtdichte, sondern eine subtile Unterstützung von historischen Gebäuden,
Straßen- und Platzräumen, Wegebeziehungen, Orientie rungspunkten und Bedeutungsräumen. Im
Ergebnis können die charakteristischen historischen Formen, Materialien und Farben des
Altstadtensembles mit weniger grellen und kalten Li chtquellen bei geringerem Stromverbrauch
besser zur Geltung gebracht werden.
Umgesetzt wurde das Lichtkonzept bereits auf dem ge samten Prinzipalmarkt einschließlich dem
Rathaus und der Lambertikirche, bei der Fassade des Museums für Lackkunst, der Ludgerikirche, der
Clemenskirche und dem Erbdrostenhof.
Nichtoffener Wettbewerb RPW 2013
Neugestaltung des Straßenraumes Bült - Voßgasse 13
Teil 2 Rahmenbedingungen
3.3 Bauliche Anforderungen
Bestandsplan Bült
Die Fahrbahnbefestigungen der Haltestellen Bült sin d durch die hohe Verkehrsbelastung von 1600
Bussen pro Tag, in einem sehr schlechten Zustand. I m Lauf der vergangenen Jahre sind, trotz
zurück-liegender Instandsetzungsmaßnahmen, an diese r Stelle starke Spurrillen, durch die hohe
Verkehrs-belastung entstanden. Es sind erhebliche S traßeninstandsetzungsarbeiten im großen
finanziellen Rahmen erforderlich.
Die Busspuren sind in Betonbauweise zu erneuern. Ve rkehrsflächen aus Beton sind hoch belastbar,
verformungsstabil und langlebig. Auch bei dauerhaft hoher Belastung sind im gesamten Nutzungs-
zeitraum nur geringe bauliche Erhaltungsmaßnahmen erforderlich.
Die Nebenanlagen sind zurzeit beidseitig nicht abgä ngig. Bedingt durch die Sanierung der Fahrbahn
muss jedoch der vordere Bereich bei den Haltestelle n auf einer Breite von ca. 1,50 m und der Hoch-
bord erneuert werden. In diesem Zuge sind auch die Haltestellen mit einem Blindenleitsystem und die
Übergänge mit getrennten Querungen nach dem Standar d der Stadt Münster in der weiteren Planung
zu berücksichtigen bzw. mit aufzunehmen.
Pflasterbauweisen sind entsprechend den „Richtlinie n für den Straßenoberbau“ (RSTO) der For-
schungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen nur bis zur Bauklasse 3,2 (z.B. Innen-
stadtstraßen, die nicht vom Busverkehr befahren wer den) zulässig. Die Verkehrsbeanspruchung im
Bereich der Haltestellen Bült, infolge des hohen An teils an Bussen verlangt jedoch erfahrungsgemäß
mindestens die Bauklasse 100 (RSTO). Diese Bauklass e kann nur durch Ausbildung der Fahrbahn in
Beton oder Asphalt dauerhaft standsicher hergestellt werden.
Um eine möglichst hohe Standfestigkeit der Oberfläc hen in diesen Bereichen zu erreichen, müsste
auf die sogenannte „gebundene Pflasterbauweise“, ei ne Sonderbauweise außerhalb der RSTO,
zurückgegriffen werden. Diese Bauweise ist sehr kom plex in ihrer Planung und Ausführung,
verbunden mit dem Risiko von bereits nach kurzer Nu tzungsdauer auftretenden Schäden und
anschließendem entsprechend hohen Unterhaltungsaufw and. Bisher wurde sie in Münster bereits
ausgeführt, jedoch nicht in Bereichen mit einer der art hohen Verkehrsbelastung. (Vergleich: Bült:
1600 Busse/Tag, Johannisstraße/Rothenburg: 400 Busse/Tag)
Weiterhin ist bei Straßen mit höherer Verkehrsbelas tung die gepflastert werden die Schallabstrahlung
beim Befahren höher als die von Asphalt oder Beton. Dies ist grundsätzlich zu berücksichtigen.
4. Beurteilungskriterien
Die Wettbewerbsarbeiten sollen vor allem beurteilt werden in Hinsicht auf:
• Städtebauliche, architektonische und stadtgestalte rische Qualität der Planung unter
besonderer Berücksichtigung verkehrsfunktionaler Erfordernisse
• Programmerfüllung (Bearbeitung der Teilgebiete, We ttbewerbsleistungen)
• Berücksichtigung der Rahmenvorgaben (siehe Stellun gnahmen der beteiligten Ämter)
• Wirtschaftlichkeit
Nichtoffener Wettbewerb RPW 2013
Neugestaltung des Straßenraumes Bült - Voßgasse 14
Teil 3 Anlagen
Anlage 1: Verfassererklärung
Anlage 2: Plansätze / Unterlagen (CD)
2.1 Lageplan mit Darstellung Betrachtungsraum und W ettbewerbsgebiet 1-4
2.2 Ausschnitt aus der Deutschen Grundkarte
2.3 ALK
2.4 Baumbestand und Bewertung
2.5 Lage vorhandener Kanalleitungen mit Höhen
2.6 Übersichtsplan Leitungstrassen
2.7 Altstadtsatzung
2.8 Historische Karten mit Kennzeichnung der Wegeve rbindungen
Anlage 3: Anfahrtsskizze Kolloquium
Nichtoffener Wettbewerb RPW 2013
Neugestaltung des Straßenraumes Bült - Voßgasse 15
Anlage 1
Erklärung über Urheberschaft und Teilnahmeberechtigung
___________________________________________________ ___________________________________
Achtung! In neutralem, undurchsichti-
gem, verschlossenem mit Kennzahl
versehenen Umschlag abzugeben!
Kennzahl
Ich versichere / Wir versichern ehrenwörtlich,
1. alleinige(r) geistige Urheber(in) der Wettbewerbsarbeit zu sein,
2. das Recht zur Nutzung und Änderung sowie zur Einräumung zweckentsprechender Nutzungsrechte besitze(n)
3. nach den Bestimmungen der Auslobung teilnahmeberechtigt zu sein,
4. dass Teilnahmehindernisse nach § 4 (2) RPW für mich/uns nicht bestehen,
5. im Falle einer Beauftragung durch die Ausloberin willens, berechtigt und in der Lage zu sein, die Arc hitektenleistungen
entsprechend den Regelungen in der Auslobung, ggf. in Zusammenarbeit, zu übernehmen und zu er-bringen,
6. dass der bevollmächtigte Vertreter im Falle eine r Preiserteilung berechtigt ist, gegenüber der Auslo berin (Auftraggeber)
als Partner für Vertragsverhandlungen und die Vertrag sdurchführung aufzutreten, diese Stellung auch für d en Fall von
gesellschaftsrechtlichen Veränderungen (Auflösung, Änderung der Zusammensetzung) behält,
7. über die Planungsleistungen hinaus kein geschäftliches Interesse an dem Wettbewerbsgegenstand zu haben,
8. dass an der Wettbewerbsarbeit außerdem die unten aufgeführten Mitarbeiter mitwirkten
Mir / Uns ist bekannt, dass Verstöße gegen die vorg enannten Bedingungen den Ausschluss meiner / unserer Wettbe-
werbsarbeit zur Folge haben und dass falsche Angaben ein berufsgerichtliches Verfahren nach sich ziehen können.
Verfasser / Urheber (Nennung sämtlicher Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft, juristischer Personen
und derer bevollmächtigter Vertreter; ggf. Rückseite des Blattes mit verwenden):
*) Fachrichtung: Architekt, Stadtplaner, Landschaft s- oder Innenarchitekt bitte angeben. Ist in einem konkreten Fall auch eine Teilnahmeberechtigung von
anderen Berufsgruppen, Absolventen oder Studenten g egeben, so ist dies entsprechend zu vermerken
An der Wettbewerbsarbeit wirkten außerdem mit (ggf. Rückseite des Blattes mit verwenden):
___________________________________________________ ___________________________________
Ort, Datum, Unterschrift des bevollmächtigten Vertreters
Nichtoffener Wettbewerb RPW 2013
Neugestaltung des Straßenraumes Bült - Voßgasse 16
Teil 3 Anlagen
Anlage 3: Anfahrtsskizze Kolloquium
Auslobung
Stadtweinhaus
Hauptausschusszimmer 1. OG
Prinzipalmarkt 8-9
Parkhaus
Münster Arkaden
Parkplatz
Georgskommende
Parkplatz
Schlossplatz
Parkplatz
Hörsterplatz
Parkhaus
‚Asche‘
Übersichtsplan Wettbewerb
125 Zeichen
a nn Un RIENNSIRN; SM EFFREL CE u U) un DS) N h NO LIE | |; 223 ii IN I el I 7 Sr NEN > NINVZ ! &y IS N 5 MM x X 9, > N 7 A
Beschlussvorlage
4399 Zeichen
V/0624/2015 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Bült - Wettbewerbsauslobung zur Um- und Neugestaltung der öffentlichen Frei- und Verkehrsflächen zwischen Theater und Asche Beratungsfolge 22.09.2015 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 30.09.2015 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Für den Bereich Bült –Voßgasse wird auf der Grundlage der Auslobungsunterlagen gemäß Anla- ge 2 ein Wettbewerb zur Um- und Neugestaltung der öffentlichen Frei- und Verkehrsflächen zwi- schen Neubrückenstraße und Asche ausgelobt. II. Finanzielle Auswirkungen: Teilfinanzplan Nr. Bezeichnung Haush.- jahr Betrag € Bemerkungen Produktgruppe 1201 2015 Investitionsmaßnah- me 4215 Bült, Fahrbahnsanierung/ Bushaltestellen Auszahlungen 50.000,00 Einzahlungen 0,00 Summe aller Auszahlungen/Saldo 50.000,00 Begründung: Vorlagen-Nr.: V/0624/2015 Auskunft erteilt: Herr Böhme Ruf: 492 61 56 E-Mail: Boehme@stadt-muenster.de Datum: 08.09.2015 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0624/2015 Mit dem Beschluss des Ausschusses für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen vom 12.03.2015 zur Vorlage V/0159/2015 wurde die Verwaltung beauftragt, für die Um- und Neugestaltung der öffentlichen Frei- und Verkehrsflächen im Bereich Bült zwischen Theater und Asche (Anlage 1) einen Wettbewerb vorzubereiten. Der grundsätzlich stadträumlich ausgewogen proportionierte Bereich am Bült kann seine Qualitä- ten aufgrund der hohen Fahrzeugdichte, der zentralen Bushaltestellensituation und – nicht zuletzt – seiner Teilung in Straßen- und Parkierungsflächen derzeit nur suboptimal entfalten. Die jüngst abgeschlossene bauliche Aufwertung im Eckbereich Voßgasse/Alter Fischmarkt sowie zukünftige städtebauliche Entwicklungen auf dem heutigen ‚Hörster Parkplatz‘ rücken dieses Problem ver- stärkt in den Fokus. Seitdem der ohnehin stark verkehrsfrequentierte Straßenraum innerhalb der Altstadt zur Entlas- tung des Prinzipalmarkts als zentraler Bushaltepunkt ausgebaut worden ist, hat sich seine tren- nende Wirkung zwischen Altstadtkern und Martiniviertel noch verstärkt. Für die Beurteilung der aktuellen Verkehrssituation und in Vorbereitung des geplanten Wettbewe r- bes wurden durch ein Ingenieurbüro aus Bochum, im Juni 2015 an einem Donnerstag und Sam s- tag umfangreiche Verkehrserhebungen im Bereich Bül t und Voßgasse durchgeführt. Die ersten Ergebnisse bestätigen wie intensiv dieser Verkehrsraum genutzt wird. So wurden z. B. im Bereich der Bushaltestelle Bült über 17.000 querende Fußgänger, fast 12.000 ein - und aussteigende Bus- fahrgäste, ca. 4.500 Radfah rer im Längsverkehr und zusätzlich 17.000 Kfz im Straßenquerschnitt innerhalb eines Tages gezählt. Insbesondere die hohe Anzahl an querenden Fußgängern unte r- streicht die Notwendigkeit, die Trennwirkung des Straßenzuges Bült/Voßgasse zu reduzieren. Ende September liegt der Verwaltung der geprüfte Abschlussbericht der Verkehrserhebungen vor. Dieser Bericht enthält dann auch Aussagen zum Quell -, Ziel- sowie Durchgangsverkehrsaufkom- men und wird den Wettbewerbsteilnehmern zur Verfügung gestellt. Die Wettbewer bsaufgabe ist die intensive Auseinandersetzung mit dem bestehenden Verkehr s- raum mit dem Ziel, einen die angrenzenden Altstadtbereiche verbindenden und z ugleich seinen funktionalen Anforderungen gerecht werdenden Stadtraum mit erhöhter Aufenthaltsqualität u nd angemessener Verkehrsqualität für alle Verkehrsteilnehmer zu gestalten. In dem beigefügten Aus- lobungstext, in der Anlage 2, sind die Rahmenbedingungen für die Erarbeitung entsprechender Lösungen dargestellt, die die Bedeutung dieses wichtigen Stadtraums für die Innenstadt Mün ster deutlich machen sollen. Es handelt sich um einen nichtoffenen Wettbewerb. Das Verfahren ist einstufig und anonym. Der Durchführung des Wettbewerbs liegt die Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW 2013) zugrun- de. Die Preissumme für den Wettbewerb beträgt 21.000€. Die Ergebnisse werden der BV-Mitte und dem ASSVW im Anschluss vorgestellt. i.V. gez. Schultheiß Stadtdirektor Anlagen: Anlage 1 Übersichtsplan Wettbewerbsgebiet Anlage 2 Auslobungstext - 3 - V/0624/2015
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (29)
- Voßgasse 2
- Neubrückenstraße
- Heidestraße 50
- Neustraße 18
- Heinrichstraße 30
- Friedrichstraße 115a
- Mauritzstraße
- Korduanenstraße
- Wevelinghofergasse
- Münzstraße
- Kirchherrngasse
- Johannisstraße
- Albersloher Weg 33
- Hansaring 25
- Schlossplatz
- Hörsterplatz
- Alter Steinweg
- Am Dill 1
- An der Apostelkirche
- Am Stadtgraben
- Alter Fischmarkt
- Prinzipalmarkt 8
- Hörsterstraße
- Georgskommende
- Bergstraße
- Mauritztor
- Rothenburg
- Asche
- Neutor
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0624/2015
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 07.09.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37