2484/2024
Jahresabschluss Wirtschaftsjahr 2022/2023 des Gürzenich-Orchesters Köln
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Beschlussvorlage Rat
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Dezernat, Dienststelle VII/47 47 Vorlagen-Nummer 2484/2024 Freigabedatum 04.09.2024 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Jahresabschluss Wirtschaftsjahr 2022/2023 des Gürzenich-Orchesters Köln Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: 1. Gemäß § 4 c der Betriebssatzung des Gürzenich-Orchesters Köln in Verbindung mit § 26 Abs. 3 der Eigenbetriebsverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (EigVO NW) wer- den der mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 28.06.2024 der Wirt- schaftsprüfungsgesellschaft Nexia GmbH versehene Jahresabschluss zum 31.08.2023 sowie der Lagebericht für das Wirtschaftsjahr vom 01.09.2022 bis 31.08.2023 festgestellt. 2. Der Bilanzgewinn für das Wirtschaftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.08.2023 in Höhe von EUR 6.347.207,78, der sich aus dem Jahresüberschuss 2022/2023 in Höhe von EUR 428.043,06 nach Verrechnung mit dem Gewinnvortrag von EUR 5.914.312,72 sowie Ent- nahmen aus den Gewinnrücklagen in Höhe von EUR 4.852,00 ergibt, wird auf neue Rech- nung vorgetragen. 3. Dem Betriebsausschuss und der Betriebsleitung wird Entlastung erteilt. Betriebsausschuss Gürzenich-Orchester 17.09.2024 Finanzausschuss 23.09.2024 Rat 01.10.2024 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Zur Begründung des Beschlussvorschlags sind folgende Anlagen beigefügt: 1. Jahresabschluss zum 31.08.2023, bestehend aus a) Bilanz zum 31.08.2023 Anlage 1 b) Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 01.09.2022 – 31.08.2023 Anlage 2 c) Anhang einschließlich Anlagennachweis für das Wirtschaftsjahr 01.09.2022 – 31.08.2023 Anlage 3, Seite 1 - 16 2. Lagebericht für das Wirtschaftsjahr vom 01.09.2022 - 31.08.2023 Anlage 4, Seite 1 – 15 3. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Nexia GmbH vom 28.06.2024 Anlage 5, Seite 1 – 4 4. Fragenkatalog zu § 53 HGrG Anlage 6 Auf ein Abschlussgespräch hat die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (GPA NRW) verzichtet.
Anlage 1 Jahresabschluss Bilanz
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Eigenbetriebsähnliche Einrichtung I/1 Gürzenich-Orchester Köln, Köln AKTIVA 31.08.2023 31.08.2022 PASSIVA 31.08.2023 31.08.2022 A. Anlagevermögen A. Eigenkapital ---------------------------- ---------------------- I. Immaterielle Vermögensgegenstände I. Stammkapital 25.000,00 25.000,00 1. Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 49.272,00 8.763,00 2. Geleistete Anzahlungen 2.577,63 0,00 51.849,63 8.763,00 II. Gewinnrücklagen 2.613.689,07 2.618.541,07 II. Sachanlagen III. Bilanzgewinn 6.347.207,78 5.914.312,72 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 906.734,40 802.151,00 8.985.896,85 8.557.853,79 958.584,03 810.914,00 B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 49.341,00 54.866,00 --------------------------------------------------------------------------------------- B. Umlaufvermögen ---------------------------- I. Vorräte C. Rückstellungen 1. Betriebsstoffe 19.655,00 35.952,00 ------------------------- 2. Unfertige Leistungen 369.900,00 140.200,00 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen1.011.488,00 1.040.581,00 389.555,00 176.152,00 2. Sonstige Rückstellungen 4.350.772,00 5.036.757,00 5.362.260,00 6.077.338,00 II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.500,00 28.434,00 2. Forderungen gegenüber die Stadt Köln 12.326.431,72 10.984.902,60 D. Verbindlichkeiten 3. Forderungen gegen Eigenbetriebe 1.499.077,49 1.404.538,76 --------------------------- 4. Sonstige Vermögensgegenstände 784.002,90 827.981,74 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41,95 0,00 14.628.012,11 13.245.857,10 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 392.052,80 773.509,08 3. Sonstige Verbindlichkeiten 27.206,79 36.742,61 III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 419.301,54 810.251,69 und Schecks 1.063.106,48 3.450.676,41 16.080.673,59 16.872.685,51 E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.276.820,40 2.249.277,84 ----------------------------------------------- C. Rechnungsabgrenzungsposten 54.362,17 65.987,81 ----------------------------------------------- 17.093.619,79 17.749.587,32 17.093.619,79 17.749.587,32 Bilanz zum 31. August 2023
Anlage 5 Jahresabschluss Bestätigungsvermerk
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101112195 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln III/1 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers An das Gürzenich-Orchester Köln - eigenbetriebsähnliche Einrichtung -, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2022/2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln für das Wirtschaftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften der Nordrhein-Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zum 31. August 2023 sowie seiner Ertragslage für das Wirtschaftsjahr vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023. - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den Vorschriften des § 103 Abs. 1 GO NRW i. V. m. § 289 HGB und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerkes weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Eigenbetrieb unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. 101112195 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln III/2 Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Betriebsausschusses für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den Vorschriften der Nordrhein-Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den Vorschriften der Nordrhein-Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden Vorschriften der Nordrhein-Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Betriebsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den Vorschriften der Nordrhein-Westfälischen Eigenbetriebsverordnung i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet 101112195 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln III/3 werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die eigenbetriebsähnliche Einrichtung ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der landesrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. 13.08.2024 11:42:22 [UT Christian Ueberholz 13.08.2024 12:56:53 [UT Dirk Iwanowitsch
Anlage 2 Jahresabschluss Gewinn-Verlustrechnung
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Eigenbetriebsähnliche EinrichtungI/2Gürzenich-Orchester Köln, Köln2022/2023 2021/20221.Umsatzerlöse9.250.081,86 9.225.310,602.Erhöhung des Bestands an unfertigenLeistungen 229.700,00 28.700,003.Sonstige betriebliche Erträge13.936.730,64 13.913.409,994. MaterialaufwandAufwendungen für bezogene Leistungen4.748.316,15 4.805.454,875. Personalaufwanda)Löhne und Gehälter13.559.879,22 13.408.677,53b)Soziale Abgaben und Aufwendungen fürAltersversorgung und Unterstützung2.593.132,03 16.153.011,25 2.751.482,52 16.160.160,056.Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen118.470,39 115.168,467. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.783.607,27 2.110.893,298.Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge28.209,35 869,009.Zinsen und ähnliche Aufwendungen216.324,00 236.951,6910. Ergebnis nach Steuern 424.992,79 -260.338,7711. Sonstige Steuern 3.050,27 0,0012.Jahresüberschuss/ -fehlbetrag428.043,06 -260.338,7713. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.914.312,72 6.170.651,4914.Entnahme aus Gewinnrücklagen4.852,00 4.000,0015. Bilanzgewinn 6.347.207,78 5.914.312,72 für die Zeit vom 1. September 2022 bis 31. August 2023Gewinn- und Verlustrechnung
Anlage 3 Jahresabschluss Anhang
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Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln V3 JAHRESABSCHLUSS FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR 1. SEPTEMBER 2022 BIS 31. AUGUST 2023 ANHANG Der Jahresabschluss der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln für das Wirtschaftsjahr 1.9.2022 bis 31.8.2023 wurde nach den für Eigenbetriebe geltenden Bestimmungen der 88 21 - 24 der Eigen- betriebsverordnung NRW in der Fassung ab 2.4.2021 sowie in sinngemäßer Anwendung der für große Kapi- talgesellschaften geltenden Vorschriften zum Jahresabschluss im Dritten Buch des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung von 8 263 HGB und der ergänzenden Vorschriften der Betriebssatzung aufgestellt. Dies schließt die Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein. I BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanz wurde nach teilweiser Verwendung des Jah- resergebnisses (8 268 Abs. 1 HGB) aufgestellt. Im Jahresabschluss zum 31.8.2023 wurden die zum 1.9.2000 im Rahmen der Ausgliederung des Orchesters als eigenbetriebsähnliche Einrichtung von der Stadt Köln übertragenen Anlagegüter zu den fortgeführten Zeit- werten und die in den Wirtschaftsjahren 2000/2001 bis 2022/2023 angeschafften Anlagegüter zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Wertminderung wurde durch planmäßige lineare Abschreibungen Rech- nung getragen, wobei die Nutzungsdauern bzw. Restnutzungsdauern auf der Grundlage einschlägiger Ab- schreibungstabellen sachgerecht geschätzt wurden. Die Nutzungsdauer der immateriellen Anlagegüter beträgt 3 bis 5 Jahre. Die Nutzungsdauer der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 3 bis 30 Jahre. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt, der im Jahr des Zugangs sowie in den vier folgenden Wirtschaftsjahren mit jeweils !/s gewinnmin- dernd aufgelöst wird. Bei den Vorräten wurden die Betriebsstoffe zu Einstandspreisen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die bis zum Bilanzstichtag angefallenen Vorleistungen für zwei Konzerte im neuen Geschäftsjahr wurden als unfertige Leistungen zu Herstellungskosten auf der Basis einer Normalauslastung des Orchesters bewertet. Die Forderungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die liquiden Mittel wurden zum Nenn- wert bewertet. Das Stammkapital wurde zu dem in der Betriebssatzung festgelegten Nennwert angesetzt. Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 1/4 Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurde in Höhe des Betrages angesetzt, der den (ggf. anteiligen) Restwerten der bezuschussten Anlagegüter entspricht. Gemäß einer Vereinbarung zwischen der Stadt Köln und dem Orchester hat das Gürzenich-Orchester für Be- amte, die vor dem 1.9.2000 in den Ruhestand getreten sind, die nach dem Beamtenversorgungsgesetz (Be- amtVG) vorgesehenen Versorgungsleistungen vollständig zu übernehmen. Für Beamte, die am 1.9.2000 noch aktiv waren, wird das Gürzenich-Orchester mit Versorgungsleistungen entsprechend dem auf das Orchester entfallenden Dienstzeitenanteil belastet. Für diese ungewissen Verbindlichkeiten wurden Pensionsrückstellun- gen gebildet. Im Jahresabschluss zum 31.8.2023 erfolgte die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wie im Vorjahr gemäß 8 22 Abs. 3 EigVO NRW nach 8 37 Abs. 1 der Kommunalhaushaltsverordnung NRW (KommHVO NRW) zum Teilwert unter Zugrundelegung eines festen Rechnungszinsfusses von 5 % und unter Anwendung der neuen Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck. Erwartbare Änderungen der künftigen Personalkosten waren bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen nicht zu berücksichtigen. Die Wertansätze der Pensionsver- pflichtungen wurden durch versicherungsmathematische Gutachten belegt. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessener Höhe und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags analog $ 253 Abs. 1 HGB passiviert. Bei den Rückstellungen für Dienstjubiläen als Rückstel- lungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden im Rahmen der Wertansätze künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzin- sungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinss- ätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der deutschen Bundesbank monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Bei den langfristigen Rückstellungen für Beihilfeverpflichtungen er- folgte die Bewertung zum 31.8.2023 entsprechend der Bewertung der Pensionsrückstellungen zum Teilwert unter Zugrundelegung eines festen Rechnungszinsfußes von 5 % auf der Grundlage des durchschnittlichen Beihilfeaufwandes der letzten fünf Jahre. Alle Wertansätze der Beihilfe- und Jubiläumsverpflichtungen wurden durch versicherungsmathematische Gutachten belegt. Die im Wirtschaftsjahr 2011/2012 erstmals gebildete Rückstellung für drohende Verluste im Bereich des Per- sonalaufwands betrifft den Verpflichtungsüberschuss für das Orchester aus den künftigen Gehaltszahlungen im Rahmen einer Freistellung unter Berücksichtigung der orchesterspezifischen Gehaltsentwicklungsprogno- sen. Soweit die Rückstellung Gehaltszahlungen betrifft, die nach dem 31.8.2023 zur Auszahlung gelangen, wurde eine Abzinsung vorgenommen (8 21 EigVO NRW i.V.m. 8 253 Abs. 2 S. 1 HGB). Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 1/5 II, ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens im Wirtschaftsjahr 2022/2023 ist dem nachfolgen- den Anlagennachweis zu entnehmen: Anschaffungs- und Herstellungskosten Posten des Anlagevermögens Stand Stand 1.9.2022 ? Zugang Abgang 31.8.2023 EUR EUR EUR EUR Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 139.443,93 53.752,30 0,00 193.196,23 Geleistete Anzahlungen 0,00 2.577,63 0,00 2.577,63 139.443,93 56.329,93 0,00 195.773,86 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.019.640,45 210.158,49 40.567,16 3.189,.231,78 3.159.084,38 266.488,42 40.567,16 3.385.005,64 Abschreibungen Posten des Anlagevermögens Stand Stand 1.9.2022 ? Zugang Abgang 31.8.2023 EUR EUR EUR EUR Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 130.680,93 13.243,30 0,00 143.924,23 Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 130.680,93 13.243,30 0,00 143,.924,23 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.217.489,45 105.227,09 40.219,16 2.282.497,38 2.348.170,38 118.470,39 40.219,16 2.426.421,61 Kennzahlen Posten des Anlagevermögens Restbuchwerte| Restbuchwerte Durch- Durch- 31.8.2023 31.8.2022 schnittlicher Ab- | schnittlicher Rest- schreibungssatz ? buchwert ? EUR EUR % % Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Software und Lizenzen 49.272,00 8.763,00 6,85 25,50 Geleistete Anzahlungen 2.577,63 0,00 0,00 100,00 51.849,63 8.763,00 6,76 26,48 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 906.734,40 802.151,00 3,30 28,43 958.584,03 810.914,00 1 Hinsichtlich der Aussagekraft des Anlagennachweises ist darauf hinzuweisen, dass die Anlagegüter, die zum 1.9.2000 auf das Orchester übertragen wurden, mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den bis zum 1.9.2000 auf- gelaufenen Abschreibungen in den Anlagennachweis aufgenommen wurden. 2 Zugang Abschreibungen x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2023 ? Restbuchwerte am 31.8.2022 x 100 / Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum 31.8.2023 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 1/6 Der Zugang bei den immateriellen Vermögensgegenständen entfällt auf einen Ankauf einer Anwendersoftware OPAS online und next der Oper. Der Zugang bei den Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung entfällt auf Instrumente (TEUR 170), Hardware (TEUR 3), sonstige Betriebsausstattung (TEUR 3) sowie geringwertige Anlagegüter (TEUR 34). 2. Vorräte Die unter den Vorräten ausgewiesenen Betriebsstoffe (TEUR 20) umfassen im Wesentlichen Jahresvorschau- hefte, CD’s und Büromaterial. Des Weiteren entfällt der Bilanzposten auf unfertige Leistungen (TEUR 370). Als solche werden die vor dem Bilanzstichtag angefallenen Kosten des Orchesters für zwei Konzerte in der Spielzeit 2023/2024 abgegrenzt. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen laufende Leistungsforderungen. Die Forderungen gegen die Stadt Köln umfassen zum einen die auf den 31.8.2023 fortgeschriebene Restfor- derung aus der Ausgliederung der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zum 1.9.2000 in Höhe von TEUR 2.846. Die Stadt hat einen Ausgleich dieser Forderung ohne Zinsverluste ab 2005 zugesagt. Im Wirtschaftsjahr 2022/2023 hat die Stadt Köln je eine Tilgungsrate (TEUR 500) für das Vorjahr und für das aktuelle Wirtschafts- jahr bezahlt. Am Bilanzstichtag hat diese Forderung in Höhe von TEUR 2.346 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Darüber hinaus enthält der Bilanzposten Forderungen aus laufenden Verrechnungen zwischen dem Orchester und den folgenden städtischen Dienststellen: Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 77 31.8.2023 TEUR Kämmerei Cash Concentrating / Stand per 31.8.2023 ausgesetzte Restzahlungen auf Betriebs- kostenzuschuss 2021/22 übrige Personalamt Rechts- und Versicherungsamt Amt für Informationsverarbeitung Bei den Forderungen gegen Eigenbetriebe handelt es sich um Forderungen aus laufender Verrechnung gegen die Bühnen der Stadt Köln. Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen: Betriebskostenzuschuss Land NRW Januar bis August 2023 Forderungen gegen Finanzamt Personalkostenzuschüsse Förderbeiträge Überzahlungen Krankenkassen übrige 4. Liquide Mittel Am Bilanzstichtag 31.8.2023 verfügte das Orchester über folgende liquide Mittel: 31.8.2023 TEUR Wechselgeld Geldmarktkonto Sparkasse KölnBonn Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 1/8 5. (Aktiver) Rechnungsabgrenzungsposten Folgende, für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 bzw. weitere Wirtschaftsjahre vorausbezahlte Aufwendungen wurden per 31.8.2023 als aktive Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt: 31.8.2023 TEUR Versorgungsbezüge September 2023 Werbemaßnahmen September 2023 Zuschuss Gürzenich Chor September bis Dezember 2023 Nutzungsgebühren September bis Dezember 2023 Markenverlängerungen bis 2031 Notenmieten September bis Oktober 2023 übrige 6. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals des Orchesters stellte sich im Wirtschaftsjahr 2022/2023 wie folgt dar: Saldovortrag Jahres- Entnahmen Stand 31.08.2022 ergebnis Gewinn- 31.8.2023 2022/2023 rücklagen TEUR TEUR TEUR TEUR Vom Rat der Stadt Köln laut Satzung zur Verfügung ge- stelltes Stammkapital 25 0 0 25 Gewinnrücklagen andere Gewinnrücklagen 2.619 0 -5 2.614 Bilanzgewinn 5,914 +428 +5 6.347 Der Bilanzgewinn zum 31.8.2022 in Höhe von TEUR 5.914 wurde gemäß Ergebnisverwendungsbeschluss des Rates zum Jahresabschluss 31.8.2022 des Gürzenich-Orchesters Köln vom 7.9.2023 auf neue Rechnung vor- getragen. Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 1/9 7. Sonderposten Der Sonderposten für Investitionszuschüsse entwickelte sich im Wirtschaftsjahr 2022/2023 wie folgt: Saldovortrag| Zugang | Auflösung Stand 1.9.2022 | 2022/2023 | 2022/2023 | 31.8.2023 TEUR TEUR TEUR TEUR Sonderposten für Investitionszu- schüsse der Stadt Köln aus Übertragung des Anlage- vermögens zum 1.9.2000 der Stadt Köln 3 0 0 3 für die Anschaffung von be- weglichem Anlagevermögen 52 0 6 46 55 0 6 49 8. Rückstellungen Die Rückstellungen entwickelten sich im Wirtschaftsjahr 2022/2023 wie folgt: Saldovortrag Inanspruch- Auf- Auf-/ Ab- Stand 1.9.2022 nahme lösung Zuführung zinsung 31.8.2023 2022/2023 2022/2023 | 2022/2023 | 2022/2023 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Pensionsrückstellungen Versorgungsempfänger 1.041 8 52 1.012 Sonstige Rückstellungen ausstehender Urlaub Sonderzahlungen November Dienstjubiläen Beihilfeverpflichtungen Altersteilzeit Gehaltsnachzahlungen drohende Verluste aus einem Anstellungsverhältnis SV-Risiken nach LSt-BP SV-Risiken iZm Kurzarbeit austehende Leistungs- abrechnungen Kosten Jahresabschluss übrige 20) 20 [) 25 0 25 5038 | 6.078 1.251 5.362 Zum 31.8.2023 bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber 9 Versorgungsempfängern sowie einer aktivtä- tigen Beamtin, die zeitweise bei dem Gürzenich-Orchester beschäftigt war. Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 1/10 9. Verbindlichkeiten Die Fristigkeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten zum 31.8.2023 lassen sich dem folgenden Verbind- lichkeitenspiegel entnehmen: EEE EEE davon mit einer Restlaufzeit I | Gesamt- bis zu einem | zwischen über | betrag Jahr einem und fünf | 31.8.2023 fünf Jahren Jahre TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ©) ©) © Verbindlichkeiten aus Liefe- rungen und Leistungen 0 a 0 Sonstige Verbindlichkeiten TEE BF: BF BER BE BE (in Klammern: Vorjahr) Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen laufende Leistungsverpflichtungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen folgende Posten: 31.8.2023 TEUR Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern Verbindlichkeiten gegenüber Künstlersozialkasse Verbindlichkeiten gegenüber Bundeszentralamt für Steuern übrige EEE BE, davon aus Steuern 4 davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 9 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 1/11 10. (Passiver) Rechnungsabgrenzungsposten Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten wurden folgende für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 im Voraus eingegangene Erträge abgegrenzt: 31.8.2023 TEUR Erträge aus Kartenverkäufen für die Spielzeit 2023 / 2024 1.237 Betriebskostenzuschuss September 2023 III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen: TEUR TEUR | TEUR Erlöse Bühnen der Stadt Köln für Opernbespielung Erlöse Kartenverkauf Einzelverkauf Abonnements Besucherorganisationen sonstige Erlöse Spielbetrieb 9.250| 9.225 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 1/12 Den Erlösen lagen dabei im Vergleich zum Vorjahr folgende Leistungsdaten zugrunde: 2022/23 Veran- Besu Erlöse | Vera Besu- Erlöse | Veran- | Bes: Erlöse stal- cher stal cher stal- cher tungen tungen | TEUR | tungen Abonnementkonzerte Kammerkonzerte Sonderkonzerte Abgrenzungen Eigenveranstaltungen Kooperationen / Gastspiele Opernbespielung Fremdveranstaltungen Te Tau Te a as ah al ns au alas] a Die Kartenpreise fielen in 2022/23 haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert: 2022/23 Preis- gruppe Vorjahr Veränderung Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- Preis- gruppe | gruppe | gruppe | gruppe | gruppe | gruppe | gruppe 13 Preis- gruppe ‚Abonnementkonzerte 11,00 Kammerkonzerte 17,00 17,00 17,00 Großes Abonnement (So) 137,00| 259,00| 413,00 Großes Abonnement (Mo/Di) 121,00| 227,00] 361,00 Familienkonzerte * 11,00/22,00 1 Preiswerteste Preisgruppe 2 Mittlere Preisgruppe 3 Teuerste Preisgruppe 4 Kinderkarte/Erwachsenenkarte Die Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen betrifft aktivierte Kosten für ein Konzert des nachfolgen- den Wirtschaftsjahres. Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 113 Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen folgende Posten: 2022/23 Vorjahr Veränderung TEUR TEUR Zuschüsse und Kostenerstattungen Betriebskostenzuschuss Stadt Köln für das laufende Wirtschaftsjahr Betriebskostenzuschuss Land NRW Förderbeiträge Spenden sonstige Kostenzuschüsse Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen Erträge aus dem Abgang von Vermögens- gegenständen des Anlagevermögens Erstattungen von Sozialversicherungsbeiträgen im Zusammenhang mit Kurzarbeitergeld Versicherungsentschädigungen übrige davon Erträge aus der Auflösung des Sonder- postens für Investitionszuschüsse zum Anlage- Der Materialaufwand entfällt auf folgende Aufwendungen für bezogene Leistungen: Gagen Aushilfsmusiker 1.161 1.207 -46 -3,8 Gagen Gäste 968 829 +139 +16,8 Reisekosten Aushilfsmusiker / Gäste 398 355 +43 +12,1 Anmietung Konzertsaal für Proben u. Konzerte 1.230 1.122 +108 +9,6 Instandhaltung Musikinstrumente 243 200 +43 +21,5 Transportkosten 11 17 -6 -35,3 Programmhefte 158 143 +15 +10,5 Produktionskosten 38 136 -98 -72,1 'Tantiemen und GEMA-Gebühren 69 77 -8 -10,4 Kosten Gastspiele nach auswärts 33 269 -236 -87,7 Aufwendungen Streamingdienst GO-Plus 260 248 +12 +4,8 Einrichten Orchester- / Notenmaterial 97 165 -68 -41,2 Abrechnung Notenbibliothek 6 18 -12 -66,7 übrige 76 19 +57| >+100,0 4.748 4.805 -57 -12 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 1/14 Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: ee Gehälter Angestellte / Lohnempfänger / Beamte Gehälter Künstler Sonderzahlungen / Urlaubsgeld Erstattung Kurzarbeitergeld Energiepreispauschale sonstige tarifvertragliche bzw. vertragliche Bezüge +/- Veränderung Rückstellung Altersteilzeit +/- Veränderung Urlaubsrückstellung +/- Veränderung Drohverlustrückstellung Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung +/- Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung aus Ver- änderung Drohverlustrückstellung Arbeitgeberanteile zur Zusatzversorgungs- kasse / Bayrischen Versorgungskasse Nachzahlungsrisiken Zusatzversorgung im Zusammenhang mit Kurzarbeit Versorgungsbezüge +/- Veränderung Pensionsrückstellung Beihilfen +/- Veränderung Beihilferückstellung sonstige soziale Abgaben davon für Altersversorgung Die Entwicklung der Abschreibungen auf Sachanlagen ist dem Anlagennachweis zu entnehmen (vgl. Abschnitt 111.). Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 1/15 Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen folgende Posten: Zuführung Sonderposten für Investitionszuschüsse Verwaltungsaufwendungen Versicherungen Büromieten einschl. Nebenkosten Instandhaltungen / Reparaturen Kostenbeteiligung Köln-Ticket Personalnebenkosten (Gastspiele nach auswärts Personalnebenkosten (sonstige) Kosten Jahresabschluss / Abschlussprüfung Rechts- und Beratungskosten Porti / Telekommunikation Beiträge Verbände / Berufsvertretungen Einsatz Zeitarbeitnehmer Verwaltungskostenerstattungen Stadt übrige Verwaltungsaufwendungen Kosten Werbung, Öffentlichkeitsarbeit Spenden Die Zinserträge betreffen mit TEUR 27 Zinszahlungen der Stadt Köln (Kämmerei) für einen Liquiditätskredit sowie die Beteiligung am städtischen CashPooling sowie sonstige Zinserträge (TEUR 1). Die Zinsaufwendungen entfallen auf den Aufzinsungsaufwand der langfristigen Personalrückstellungen (Pen- sionsrückstellungen TEUR 52, für Beihilfeverpflichtungen TEUR 163 sowie für sonstige langfristige Personal- rückstellungen TEUR 1). Die sonstigen Steuern umfassen folgende Abgaben: 2022/23 % 3 3 3 Umsatzsteuer Vorjahre . Sonstige Steuern . Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 1/16 IV. SONSTIGE ANGABEN 1. Organe Die Organe des Orchesters bestehen aus dem Betriebsausschuss und der Betriebsleitung. Die stimmberechtigten Mitglieder des Betriebsausschusses (gemäß 8 5 Abs. 1 der Betriebssatzung personen- identisch mit dem Ausschuss Kunst und Kultur der Stadt Köln) setzten sich im Wirtschaftsjahr 2022/23 wie folgt zusammen: Elfi Scho-Antwerpes, Diplom-Ingenieurin - Vorsitzende - Dr. Ralph Elster, Leiter der Expleo Academy (DACH-Region) - 1. Stellvertreter - Mario Michalak, darstellender Künstler und Produzent - 2. Stellvertreter - Dr. Eva Bürgermeister, Leiterin des deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrums, sachkundige Bürgerin Jörg Kobel, sachkundiger Bürger, Lorenz Deutsch, Landtagsabgeordneter, sachkundiger Bürger Dominik Schneider, Bürokaufmann, sachkundiger Bürger Brigitta von Bülow, Gymnasiallehrerin, Maria Helmis-Arend, Studienrätin, Bärbel Hölzing, freischaffende Musiklehrerin, Dr. David Lutz, Informatiker, Ira Sommer, Rechtsanwältin, Thomas Welter, Immobilienunternehmer. Die Betriebsleitung bestand im Wirtschaftsjahr 2022/23 aus: Frangois-Xavier Roth Künstlerischer Betriebsleiter Stefan Englert Geschäftsführender Direktor Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 717 Für die Mitglieder der Betriebsleitung bzw. ehemalige Mitglieder der Betriebsleitung wurden von dem Orchester im Wirtschaftsjahr 2022/23 folgende Bezüge aufgewendet: Gehälter Sonder- Gesamt- vergütungen bezüge TEUR TEUR TEUR Aktive Mitglieder der Betriebsleitung: Frangois-Xavier Roth 140,0 268,0 408,0 Stefan Englert 137,0 0,0 137,0 277,0 268,0) 545,0) Ehemalige Mitglieder der Betriebsleitung: 0,0 0,0 0,0 I | 1 2680| 5450 Für ein ehemaliges Mitglied der Betriebsleitung bestehen zum Bilanzstichtag Rückstellungen für eine beam- tenrechtliche Versorgungszusage in Höhe von TEUR 242 sowie Beihilfeverpflichtungen in Höhe von TEUR 35. Für Mitglieder des Betriebsausschusses wurden keine Bezüge aufgewendet. 2. Arbeitnehmer Die Anzahl der Beschäftigten des Orchesters im Wirtschaftsjahr 2022/23 entwickelte sich wie folgt: Jahres 30.11.2022 | 28.02.2023 | 31.05.2023 | 31.08.2023 | durch- schnitt künstlerische Angestellte 140,0 141,0 141,0 150,0 Beschäftigte nach TVöD 16,0 16,0 16,0 16,0 Beamte Das Orchester ist Mitglied der Zusatzversorgungskasse der Stadt Köln (ZVK) und der Bayerischen Versorgungs- kammer Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen (BVK). Die Versorgungseinrichtungen haben die Aufgabe, den Arbeitnehmern ihrer Mitglieder eine zusätzliche Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversor- gung zu gewähren. Die Umlage beträgt bei der ZVK 5,8% und bei der BVK 9,0% des zusatzversorgungspflich- tigen Entgelts. Zum Aufbau einer Kapitaldeckung wurde von der ZVK ein Zusatzbeitrag wie folgt erhoben: Ab 2007: 3,2%. Die umlagepflichtigen Gehälter betrugen im Wirtschaftsjahr 2022/23 rd. TEUR 15.833. Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 1/18 3. Abschlussprüferhonorare Für die Abschlussprüfungsleistungen für das Wirtschaftsjahr 2022/23 wurden Honorare in Höhe von TEUR 13,9 aufwandswirksam gebucht. 4. Ergebnisverwendungsvorschlag Die Betriebsleitung des Gürzenich-Orchesters schlägt vor, den Bilanzgewinn des Wirtschaftsjahres vom 1.9.2022 bis zum 31.8.2023 in Höhe von EUR 6.347.207,78 durch Vortrag auf neue Rechnung zu verwenden. V. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH SCHLUSS DES WIRTSCHAFTSJAHRES In der Spielzeit 2023/24 wurde in Zusammenarbeit mit den Bühnen der Stadt Köln das neue Ticketverkaufs- system DTS fertiggestellt und in Betrieb genommen. Dieses ermöglicht nunmehr einen modernen, kundenori- entieren Kartenverkauf des Orchesters. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Wirtschaftsjahres 2021/22, aber vor Ver- fassung dieses Anhangs eingetreten sind, waren nicht zu verzeichnen. Köln, den 28. Juni 2024 Fan Say“ Frangois-Xavier Roth Stefan Englert Künstlerischer Betriebsleiter Geschäftsführender Direktor
Anlage 4 Jahresabschluss Lagebericht
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LAGEBERICHT
FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR
1. SEPTEMBER 2022 BIS 31. AUGUST 2023
I. SPIELZEITVERLAUF UND LAGE DES ORCHESTERS IM WIRTSCHAFTSJAHR 2022/23
1. Die wirtschaftliche Situation öffentlicher Orchester in der Bundesrepublik Deutschland
in der Spielzeit 2022/23
Nach dem Ende der Coronamaßnahmen im Spielbetrieb der Theater und Orchester hat sich gezeigt, dass
die Pandemie mit ihren substanziellen Einschränkungen zu einer großen Verunsicherung der Menschen
geführt hat und Öffentliche Veranstaltungen nach dem Wegfall der Einschränkungen nur mit großer
Zurückhaltung wieder wahrgenommen werden. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die sich
anschließende Energiekrise haben zudem dazu beigetragen, dass diese Verunsicherung in 2022 anhielt
und viele Besucher*innen erst zum Ende des Kalenderjahres 2022 in die Veranstaltungen zurückkehrten.
Vor diesem Hintergrund standen bei den Theatern und Orchestern die ständigen Bemühungen im Vor-
dergrund, die Menschen bei ihrer Rückkehr in das öffentliche Leben und damit auch in den Theater- und
Konzertbesuch zu unterstützen. Wie in den Vorjahren bewirkten dabei die finanziellen Verhältnisse der
öffentlichen Haushalte gerade nach Corona unverändert einen hohen Konsolidierungsdruck auf die deut-
schen Kultureinrichtungen. Als personalintensive Einrichtungen mit einem hohen Anteil fixer Personal-
kosten und dadurch begrenzten kurzzeitig realisierbaren Konsolidierungspotentialen sind die öffentlichen
Theater und Orchester hiervon in besonderem Maße betroffen.
Bezogen auf die vorjährige Spielzeit 2021/22* lag die Zahl der Besucher*innen noch deutlich unter der
der Saison 2019/2020, während die Anzahl der Veranstaltungen nahezu den Stand der Spielzeit
2019/2020 erreichte. Auch die Zahl der digitalen Angebote ging deutlich zurück, ein Beleg dafür, dass
die Theater und Orchester perspektivisch weiter vor allem auf Live-Veranstaltungen setzen. Die Anzahl
der ständig Beschäftigten stieg in 2021/22 um rund 6 %, die Anzahl der unständig Beschäftigten - be-
dingt durch den Ausbau der Programme und Veranstaltungen - sogar um rund 26 %. Die Betriebsein-
nahmen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um fast 70 % Prozent, lagen dabei aber noch 40 %
unter denen der Spielzeit 2019/2020. Auch die Zuweisungen und Betriebszuschüsse stiegen moderat,
was mit den höheren Personal- und Sachkosten korrelierte. Der Betriebszuschuss pro Besuch fiel in
dieser Spielzeit durch die gestiegenen Veranstaltungs- und Besuchszahlen mit etwas über EUR 300,00
wieder deutlich niedriger
* Quelle: Theaterstatistik 2021/2022 des Deutschen Bühnenvereins, 57. Auflage, Köln 2024
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aus als in der Spielzeit 2020/21, fiel damit aber noch fast doppelt so hoch aus, wie in vorpandemischen
Spielzeiten. Die Statistik für die Spielzeit 2021/22 spiegelt insofern den Weg der Gesellschaft zurück in
die neue Normalität und zeigt dabei, wie tief die Pandemie die Gesellschaft verunsichert und wie sie
Rituale und Gewohnheiten verändert hat.
Vor diesem Hintergrund muss sich auch das Gürzenich-Orchester Köln mit der Frage auseinandersetzen,
was die Menschen nach diesen Erfahrungen und in einer Zeit sich überschlagender Krisen motiviert, in
seine Konzerte zu gehen. Unverändert bleibt dabei - nicht zuletzt auch mit Blick auf die Zukunft des
Orchesters - das Bestreben, neue Einnahmequellen (z.B. das Sponsoring) zu erschließen bzw. durch
innovative Projekte, so z.B. das vom Orchester betriebene Projekt GO-Plus, das „Ohren auf!“-Projekt für
jüngere Musikliebhaber und Familien sowie Livestream-Konzerte, bisherige Besuchergruppen zu binden
und neue Besuchergruppen anzusprechen. Dabei bleibt es Ziel des Orchesters, die künstlerische Qualität
ständig zu verbessern und weiterzuentwickeln sowie ein möglichst einzigarliges, charakteristisches und
unverwechselbares Klangbild zu kreieren, um die Attraktivität für Konzertbesucher*innen, Sponsoren
und auch Medien zu erhöhen.
2. Die künstlerische Bilanz des Orchesters in der Spielzeit 2022/23
Das Gürzenich-Orchester Köln ist eines der führenden Konzert- und Opernorchester Deutschlands und
verfügt wie kaum ein anderes über eine Tradition, die Musikgeschichte schrieb. Gegründet wurde es
1827 durch die Concert-Gesellschaft Köln, seit 1888 ist es das Orchester der Stadt Köln. Der Name des
Orchesters verweist auf den Gürzenich, Kölns repräsentativen historischen Festsaal, in dem die Konzerte
zwischen 1857 und 1986 stattfanden. Herausragende Werke des romantischen Repertoires von Johannes
Brahms, Richard Strauss und Gustav Mahler erfuhren mit dem Gürzenich-Orchester ihre Uraufführung,
am Pult standen bereits führende Dirigenten und Komponisten ihrer Zeit wie Hector Berlioz, Giuseppe
Verdi, Johannes Brahms oder Igor Strawinsky. Bis heute pflegt das Orchester dieses große Erbe und ist
Magnet für die weltweit prominentesten Dirigent*innen und Solist*innen.
In der Saison 2022/23 verwies das Gürzenich-Orchester erneut auf seine beeindruckende Geschichte.
Schwerpunkt der Spielzeit war zum einen die Sinfonik Anton Bruckners - Frangois-Xavier Roth führte
seinen bereits begonnenen Konzert- und Aufnahme-Zyklus sämtlicher Bruckner-Sinfonien aus der Per-
spektive „Bruckner, der Moderne“ mit den Sinfonien Nr. 3, 5 und 6 fort. Andererseits zeugten herausra-
gende Beiträge von Komponisten der Jetztzeit von der Verantwortung des Orchesters, der Musik unserer
Tage ein Gesicht zu verleihen. Artist in Residence war der persisch-iranische Cembalist Mahan Esfahani.
In zwei Abonnement-Programmen spielte er das Cembalokonzert von Bohuslav Martinü sowie die Urauf-
führung eines Werks von Miroslav Srnka, eine Auftragskomposition des Gürzenich-Orchesters. Darüber
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hinaus gestaltete er mit Solistinnen und Solisten des Gürzenich-Orchesters ein kammermusikalisches
Programm.
Im Detail verlief die Spielzeit 2022/23 wie folgt: Im Festkonzert zum Saisonauftakt entfesselte Gürzenich-
Kapellmeister Frangois-Xavier Roth den Freudenjubel von Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie und setzte
zugleich eine klangmächtige Botschaft der Hoffnung auf weltumspannenden Frieden und Versöhnung.
In dieses Projekt war auch der beliebte Kölner Bürgerchor eingebunden. Das traditionelle Domkonzert
bei freiem Eintritt entfaltete die Pracht eines der populärsten Werke der sakralen Musik, Wolfgang
Amadeus Mozarts Krönungsmesse.
Die Reihe der Abonnementkonzerte begann mit einer exemplarischen Zusammenführung der beiden
Saisonschwerpunkte: Bei seiner ersten Begegnung mit Orchester und Publikum spielte Artist in Residence
Mahan Esfahani die Uraufführung des im Auftrag des Gürzenich-Orchesters geschriebenen Cembalokon-
zerts „Standstill“ von Miroslav Srnka. Dem stellte Frangois-Xavier Roth seine Sichtweise auf die 3. Sinfonie
Anton Bruckners gegenüber und verwies auf Bruckner als einen Komponisten des Fortschritts.
Ebenfalls bedeutsam für Tradition und Repertoire des Gürzenich-Orchesters ist das Werk Gustav Mahlers.
Seine 1. Sinfonie dirigierte der israelische Dirigent Eliuah Inbal. Eine Wiederbegegnung gab es mit dem
australischen Pianisten Kristian Bezuidenhout, der mit Bravour das Klavierkonzert Nr. 22 von Wolfgang
Amades Mozart historisch authentische Gestalt verlieh.
Eine neue Kooperation verbindet das Gürzenich-Orchester mit den Roten Funken, dem ältesten Traditi-
onskorps Kölns. Anlässlich des Jubiläums „200 Jahre Rote Funken“ spielte das Gürzenich-Orchester zu-
sammen mit dem Jugendsinfonieorchester der Rheinischen Musikschule ein Karnevals-Konzert, die Lei-
tung hatte der ehemalige Gürzenich-Kapellmeister Markus Stenz. Er knüpfte kurz darauf in einem Abo-
Konzert an seine große Erfahrung mit dem Werk Richard Wagners an und präsentierte den Ring des
Nibelungen in einer rein sinfonischen Kurzversion. Beinahe zeitgleich mit dem Ring entstand Felix Men-
delssohn Bartholdys einziges Violinkonzert, Solistin bei dessen Aufführung war die russische Geigerin
Alina Ibragimova.
Für die verhinderte Dirigentin Joana Mallwitz sprang Andres Orozco-Estrada ein, ab 2025/26 designierter
Kölner Generalmusikdirektor. Er widmete sich Carl Maria von Weber und Sinfonik von Richard Strauss.
Die deutsche, weltweit gefragte Geigerin Veronika Eberle wurde für ihre einfühlsame, souveräne Inter-
pretation von Max Bruchs populärem Violinkonzert gefeiert.
Zwei inszenierte Familienkonzerte für Kinder ab 6 Jahren mit einer musikalischen Petterson-und-Findus-
Geschichte wurden als beliebte vorweihnachtliche Tradition wieder begeistert aufgenommen. Das neue
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Format eines vom Kölner Comedian Martin Zingsheim moderierten »Wunschzettel-Konzerts« erfüllte kurz
vor Weihnachten Publikums-Wünsche und lud zum Mitsingen ein. Unter der Leitung von Frangois-Xavier
Roth wirkte auch hier der Kölner Bürgerchor mit.
Auch in dieser Spielzeit wurde das Benefiz-Konzert des Gürzenich-Orchesters mit Musik von Antonin
Dvoräk, Kurt Weill und Johann Strauß zugunsten der Initiative wir helfen des Kölner Stadt-Anzeigers
veranstaltet. Unter dem auch politisch aktuellen Motto „Zuflucht“ traf der amerikanische Star-Bariton
Thomas Hampson auf den jungen österreichischen Dirigenten Emmanuel Tjeknavorian.
Einen der Saison-Höhepunkte bildete die Aufführung von Robert Schumanns weltlichem Oratorium Das
Paradies und die Peri. Mit erlesenen Vokalsolisten und den Stimmen des Chorwerk Ruhr lotete Frangois-
Xavier Roth die Facetten dieses faszinierenden Werkes aus und knüpfte damit an die zyklische Ausei-
nandersetzung des Gürzenich-Orchesters mit dem Werk Robert Schumanns an. Die Begegnung mit ei-
nem weiteren ganz jungen Pultstar auf dem Weg zur Weltspitze ermöglichte ein Auftritt des Schweizer
Dirigenten Lorenzo Viotti, der eindrucksvoll seinen Blick auf das sinfonische Repertoire Russlands prä-
sentierte und zugleich Sergej Rachmaninow zum 150. Geburtstag gratulierte.
Zum ersten Mal am Pult des Gürzenich-Orchesters stand der prominente finnische Dirigent Sakari Oramo
mit Musik aus seiner Heimat. Außer der 5. Sinfonie von Jean Sibelius dirigierte Oramo das 2014 geschrie-
bene Melodram „Accused“ von Magnus Lindberg, eine eindrucksvolle Mahnung zur Wahrung von Freiheit
und Menschenwürde.
Erneut eine Gegenüberstellung von Musik der Gegenwart mit einem Schlüsselwerk von Anton Bruckner
unternahm Frangois-Xavier Roth mit der Interpretation von Bruckners 5. Sinfonie und der deutschen
Erstaufführung des Konzerts für Klangwerk und Orchester (2019) von Georg Friedrich Haas, auch dies
eine Auftragskomposition des Gürzenich-Orchesters. Solist in dieser beeindruckenden Komposition für
ein riesiges Arsenal unterschiedlichster Schlaginstrumente war der deutsche Perkussionist Christoph Siet-
zen, dem das Stück auch gewidmet ist.
Das Prinzip einer Demonstration von Anton Bruckners Bezügen zur musikalischen Zukunft durch die
Kombination mit Musik unserer Zeit verfolgte Frangois-Xavier Roth auch in einem dritten Programm:
Diesmal paarte er die 6. Sinfonie Anton Bruckners mit der Uraufführung eines weiteren Kompositions-
auftrags des Gürzenich-Orchesters: 2019 hatte der österreichische Komponist Bernhard Gander sein
atemberaubend bravouröses Werk „Evil Elves: Level Eleven“ für das Gürzenich-Orchester und das legen-
däre Rascher Saxophone Quartet geschrieben, das bei der Kölner Uraufführung stürmisch gefeiert
wurde.
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Das von ihm 2019 gegründete Bürgerorchester dirigierte Frangois-Xavier Roth im inzwischen dritten
Konzertprojekt: Gürzenich-Profis erarbeiten mit engagierten Kölner Hobby-Instrumentalisten ein Kon-
zertprogramm. Geistliche Werke der Barockzeit waren bei einem Passionskonzert am Karfreitag unter
der Leitung von Julien Chauvin, eines ausgewiesenen Spezialisten für historisch orientierte Aufführungs-
praxis, zu hören.
Der britische Dirigent und Komponist George Benjamin stellte am Pult des Gürzenich-Orchesters ein
eigenes Werk aus dem Jahr 2021 der magisch schillernden Orchestersuite „Daphnis und Chlo&“ von
Maurice Ravel gegenüber. Als Solist begeisterte - ebenfalls zum ersten Mal beim Gürzenich-Orchester -
der Countertenor Cameron Shahbazi, den Chorpart in Ravels impressionistischem Monumental-Gemälde
übernahm Chorwerk Ruhr. George Benjamin als Komponist und Dirigent war auch ein Sonderkonzert mit
Musiker*innen und Gästen des Gürzenich-Orchesters gewidmet.
Mit dem brillanten Cembalokonzert von Bohuslav Martinüi verabschiedete sich der Artist in Residence
Mahan Esfahani, der Dirigent Michael Sanderling — ein immer wieder gern gesehener Gast beim Gürze-
nich-Orchester - präsentierte Slawische Tänze von Antonin Dvofäk und die 4. Sinfonie von Ludwig van
Beethoven. In Kooperation mit KölnMusik feierte das Gürzenich-Orchester den 100. Geburtstag des gro-
ßen Komponisten György Ligeti.
Krankheitsbedingt musste Dmitrij Kitajenko, Ehrendirigent des Gürzenich-Orchesters, seinen Auftritt
beim letzten Abo-Konzert der Saison absagen. An seiner Stelle brillierte die Dirigentin Elim Chan mit
furioser Musik von Jacques Offenbach und Igor Strawinsky sowie einer weiteren Geburtstags-Hommage
an Sergej Rachmaninow.
Bei den Gastspielen des Orchesters standen auf einer Tournee in die Schweiz im Januar 2023 unter der
Leitung von Nicholas Collon in Luzern, Bern und Genf Ludwig van Beethovens 5. Klavierkonzert (Solist
in Luzern Piotr Anderszewski, in Bern und Genf Rudolf Buchbinder) sowie die 2. Sinfonie von Johannes
Brahms auf dem Programm. Auf Einladung des „Festival de päques d’Aix-en-Provence“ wurde im April
Richard Wagners Der fliegende Holländer im Grand-Theätre de Provence konzertant aufgeführt.
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3. Die wirtschaftliche Lage des Orchesters im Wirtschaftsjahr 2022/2023
a) Leistungsdaten
Die Aktivitäten des Gürzenich-Orchesters Köln führten im Wirtschaftsjahr 2022/23 zu folgenden Leis-
tungsdaten:
Der Vergleich der Leistungsdaten des Orchesters in der Spielzeit 2022/23 mit dem Vorjahr zeigt, dass
die Anzahl der Eigenveranstaltungen mit 64 zwar nahezu unverändert geblieben ist (im Vorjahr 63).
Gleichzeitig stieg aber die Anzahl der Besucher erheblich um 24.721 (50,4 %) auf 73.810. Auch die
Auslastung der Eigenveranstaltungen lag mit 71,0 % um 6,6 % ebenfalls deutlich über der vorherigen
Spielzeit. Bei den Erlösen war im gleichen Zeitraum ein Anstieg um TEUR 518 bzw. 52,8 % (davon
Sinfoniekonzerte TEUR +400 bzw. +59,4 %, Kammerkonzerte TEUR +4 bzw. +44,5 %, Sonderkonzerte
TEUR +114 bzw. +38,1 %) festzustellen. Die durchschnittliche Einnahme je Besucher erhöhte sich in
der Spielzeit 2022/23 leicht von EUR 19,99 um EUR 0,32 bzw. +1,6 % auf EUR 20,31.
Für die Bühnen der Stadt Köln wurden im Bereich der Oper und Kinderoper 204, und damit 7 Veranstal-
tungen mehr (+3,6 %) als in der vorherigen Spielzeit durchgeführt. Dabei lag aber die Gesamtvergütung
für die Opernbespielung mit TEUR 7.482 um 3,4% hinter der Vorjahresvergütung (im Vorjahr
TEUR 7.746).
b) Ertragslage / Vergleich mit dem Wirtschaftsplan und Periodenvergleich
In der ersten Spielzeit ohne pandemiebedingte Einschränkungen im Spielbetrieb erzielte das Gürzenich-
Orchester nach dem vorjährigen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 260 im Wirtschaftsjahr 2022/23
einen Jahresüberschuss von TEUR 428.
Die an der Struktur des Wirtschaftsplans 2022/23 ausgerichtete Analyse des Ergebnisses zeigt, dass sich
der Überschuss aus einem positiven Betriebsergebnis in Höhe von TEUR 613 (im Vorjahr TEUR -24),
einem negativen Zinsergebnis von TEUR -188 (im Vorjahr TEUR -236) sowie Steuererstattungen von
TEUR 3 (im Vorjahr TEUR 0) zusammensetzt.
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Im Überblick stellt sich die Ertragslage im Wirtschaftsjahr 2022/23 wie folgt dar, wobei den Ist-Daten
zum einen die Planansätze des vom Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am 20.6.2022 beschlossenen
Wirtschaftsplans und zum anderen die Vorjahreszahlen gegenübergestellt werden:
Ertragslage Vgl. mit Wirtschaftsplan Vgl. mit Vorjahr 2021/22
Wj.2022723 | | Abweichung |
I___| Abweichung |
Umsatzerlöse
Kartenverkauf aus Konzertbetrieb
Opernbespielung
Gastspielerlöse
sonstige Bereiche Konzertbetrieb
Bestandsveränderung
unfertige Produktionen
sonstige betriebliche Erträge
Betriebskostenzuschuss Stadt Köln
Betriebskostenzuschuss Land
andere sonstige betriebliche Erträge
betriebliche Erträge
Materialaufwand
Gagen für Gastdirigenten,
Solisten, Chöre
Gagen für Aushilfen
Saalmieten
anderer Materialaufwand
Personalaufwand
Löhne und Gehälter
soziale Abgaben, Altersversorgung
und Unterstützung
Abschreibungen Anlagevermögen
sonstige betriebliche Aufwendungen
betriebliche Aufwendungen
Betriebsergebnis
Zinserträge
Zinsaufwendungen
Steuern vom Einkommen und Ertrag
sonstige Steuern
+ 3
+28
-84
-10
+3
Jahresüberschuss / | nase
Jahresfehlbetrag 58
ir
Entnahmen aus Gewinnrücklagen 5 +0
271] 4785| +1.558
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Im Vergleich mit dem Wirtschaftsplan zeigt die Analyse, dass das erwirtschaftete Betriebsergebnis in
Höhe von TEUR +613 den budgetierten Planansatz (TEUR -820) um TEUR 1.433 bzw. 174,8 % erheblich
überschritten hat.
Zusammen mit den Mitteln des städtischen Betriebskostenzuschusses und des Landeszuschusses stan-
den dem Orchester aus der Opernbespielung sowie dem eigenen Konzertbetrieb insgesamt
TEUR 23.417 und damit - im Vergleich zum Planansatz - TEUR 375 (+1,6 %) mehr an betrieblichen
Erträgen zur Deckung der laufenden Kosten zur Verfügung. Die erhöhten Erträge sind dabei im Wesent-
lichen auf Zuwächse beim Kartenverkauf bzw. Spielbetrieb in Höhe von TEUR 37 (+2,5 %), gestiegenen
Erstattungen aus der Opernbespielung (TEUR +100 bzw. +1,4 %) und nicht budgetierten Erlösen aus
Gastspielen (TEUR +222) zurückzuführen. Zusätzlich ergab sich aus der Bestandserhöhung der zu Her-
stellungskosten bewerteten Leistungen für Produktionen im Folgejahr ein Ertrag in Höhe von TEUR 230,
der im Wirtschaftsplan noch nicht kalkulierbar war. Diesen Ertragszuwächsen standen - bei annähernd
genau geplanten Erträgen aus dem städtischen Betriebskostenzuschuss, dem Betriebskostenzuschuss
des Landes sowie Förderbeiträgen — Einbußen bei den pauschal kalkulierten anderen sonstigen betrieb-
lichen Erträgen in Höhe von TEUR 235 (-58,8 %) gegenüber.
Zeitgleich konnten die betrieblichen Aufwendungen um insgesamt TEUR 1.058 bzw. 4,4 % gegenüber
den geplanten Kostenansätzen unterschritten werden. Zu dieser Entwicklung trugen vor allem Kosten-
einsparungen in Höhe von TEUR 1.217 bzw. 20,4 % im Bereich der Materialaufwendungen und im Be-
reich der Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 423 bzw. 2,6 % bei, während im Bereich der sons-
tigen betrieblichen Aufwendungen für Verwaltung, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit Mehrkosten ge-
genüber dem Wirtschaftsplan in Höhe von TEUR 584 bzw. 48,7 % verausgabt wurden. Im Bereich der
Materialaufendungen verteilten sich die Kosteneinsparungen vor allem auf die Kosten für Gastdirigenten,
Solisten und Chöre (TEUR -357 bzw. 25,2 %), während die Kosten für Aushilfsgagen um TEUR 62
(+4,4 %) und für Saalmieten um TEUR 207 (+19,8 %) anstiegen. Die pauschal mit TEUR 2.100 kalku-
lierten übrigen Materialaufwendungen konnten um insgesamt TEUR 1.129 (-53,8 %) auf TEUR 971 re-
duziert werden. Im Bereich der Personalaufwendungen erhöhten sich zwar die Kosten für Gehälter um
TEUR 184 bzw. 1,4 % bei einem nur minimal gesunkenen Personalbestand und Schwankungen bei den
Stellenbesetzungen. Dagegen unterschritten die gesetzlichen Sozialabgaben und Aufwendungen für die
Altersversorgung die budgetierten Kostenansätze deutlich um TEUR 607 bzw. 19,0 %, da insbesondere
Veränderungen der Rückstellungen für Beihilfe- und Altersvorsorgeverpflichtungen im Rahmen des Wirt-
schaftsplanes nur pauschal geplant werden konnten. Unter Berücksichtigung des Zinsergebnisses lag
damit letztlich der vom Orchester erwirtschaftete Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 428 um TEUR
1.558 bzw. 137,97 % über dem zunächst prognostizierten Verlust von TEUR 1.130.
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Im Periodenvergleich lag das Betriebsergebnis mit TEUR 613 um TEUR 637 erheblich über dem betrieb-
lichen Vorjahresdefizit von TEUR 24. Dabei überschritten die betrieblichen Erträge die Erträge 2021/22
um TEUR 250 bzw. 1,1 % vor allem als Folge des um TEUR 201 gestiegenen Ertrags aus der Bestands-
erhöhung der zu Herstellungskosten bewerteten Leistungen für Produktionen im Folgejahr. Mehrerlösen
bei den Kartenverkäufen (TEUR + 501 bzw. 50,2 %) standen im Wesentlichen geringere Erlöse aus der
Opernbespielung (TEUR -265 bzw. -3,4 %) und aus Gastspielen (TEUR -203 bzw. -47,8 %) gegenüber.
Im Vergleich zur Entwicklung der betrieblichen Erträge verminderten sich die betrieblichen Aufwendun-
gen gegenüber dem Vorjahr um TEUR 387 bzw. -1,7 %. Hier lagen zunächst die Materialkosten gering-
fügig (TEUR -56 bzw. -1,2 %) unter den Vorjahresbeträgen. Und auch die Personalaufwendung stellten
sich in 2022/23 in Summe fast unverändert (TEUR -7) im Vergleich zum Vorjahr ein. Deutliche Kosten-
einsparungen im Rahmen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten hier vor allem bei den
Personalnebenkosten insbesondere im Zusammenhang mit den auswärtigen Gastspielen (TEUR -301
bzw. -64,0 %) erreicht werden, so dass sich die Verwaltungsaufwendungen insgesamt um TEUR 368
bzw. 31,3 % reduzierten. Bei den Kosten für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit war dagegen ein Kos-
tenanstieg um TEUR 47 bzw. 5,5 % zu verzeichnen.
Bezogen auf die Gesamterträge des Orchesters im Wirtschaftsjahr 2022/23 bilden die laufenden Perso-
nalkosten mit 69,0 % (im Vorjahr 69,8 %) unverändert den größten Aufwandsposten. Im Berichtsjahr
setzten sich diese Kosten wie folgt zusammen:
2022/23 Vorjahr | Veränderung
TEUR TEUR | _TEuR | %
Löhne und Gehälter, Beamtenbezüge 13.560 13.415 +145 +1
Erstattung Kurzarbeitergeld {e) -6 +6) -100,0
Soziale Abgaben 2.380 1.890 +490 +25,9
Aufwendungen für Altersversorgung 509 873 -364 -41,7
Aufwendungen für Unterstützung 296 12 -284| <-100,0)
16.153 16.160 7 -0,0
Im Bereich der laufenden Personalaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr die Gehälter der
angestellten Künstler und sonstigen Mitarbeiter um TEUR 145 bzw. 1,1 % im Rahmen einer minimalen
Reduzierung des Personalbestandes vor allem als Folge eine Rückgangs der Aufwendungen für Alters-
teilzeit, Die gesetzlichen Sozialabgaben erhöhten sich um TEUR 490 bzw. 25,9 % und hier nicht zuletzt
wegen der besonderen Gehaltsstruktur der künstlerisch Beschäftigten. Insbesondere fielen hier Kosten-
reduzierungen bei den Aufwendungen für Altersversorgung (TEUR -364 bzw. -41,7 %) und für Beihilfen
(TEUR -284) aufgrund von Anpassungen der entsprechenden Rückstellungen an.
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Die Personalstatistik weist für das Wirtschaftsjahr 2022/23 folgende Daten aus:
Die Zahl der tatsächlich besetzten Stellen lag auch in 2022/23 mit durchschnittlich 144,89 um 8,28 Stel-
Zum Vergl.
Wirtschafts-
plan
2022/23
Besetzte Stellen
Beschäftigte nach TVöD
künstlerische Angestellte
Beamte
Platzanweiser 0,0 0,00
I | 142,71] 143,45] 193,45| 149,95] 19,89] 153,17]
Beschäftigte
Beschäftigte nach TVöD
künstlerische Angestellte
Beamte
Platzanweiser
I | 156,001 157,001 157,00] 166,00] 159,00}
|__zum Vergleich Vorjahr | 1159,00] (156,00)] 1161,00)] (158,00)] (158,50)]
len bzw. 5,4 % unter dem Planansatz (153,17).
Insgesamt konnte das Orchester in der Spielzeit 2021/22 mittels der vereinnahmten Betriebskostenzu-
schüsse, der Erträge aus der Opernbespielung und der übrigen selbst erwirtschafteten Erträge bei ver-
minderten betrieblichen Kosten wieder ein positives Betriebsergebnis erwirtschaften. Unter Einschluss
der Zinsen und hier vor allem der Ergebnisbelastung durch den Aufzinsungsaufwand bei den langfristigen
Personalrückstellungen wurde damit letztlich ein Jahresüberschuss von TEUR 428 (im Vorjahr Jahres-
fehlbetrag in Höhe von TEUR 260) erzielt.
c) Vermögens- und Finanzlage
Die Vermögenslage des Orchesters stellt sich an den beiden Bilanzstichtagen zusammengefasst wie folgt
dar:
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung
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Vermögen
Anlagevermögen
Forderung aus Ausgliederung der eigen-
betriebsähnlichen Einrichtung zum 1.9.2000
Lang- und mittelfristig gebundene
Vermögenswerte
Vorräte
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Flüssige Mittel
Kurzfristig gebundene Vermögenswerte
Rechnungsabgrenzungsposten
Vermögen insgesamt
Eigenkapital
Sonderposten Investitionszuschüsse
zum Anlagevermögen
Sonderposten
Pensionsrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Lang- und mittelfristiges Fremdkapital
Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Kurzfristiges Fremdkapital
Rechnungsabgrenzungsposten
Kapital insgesamt
111
31.8.2023 31.8.2022
TEUR % TEUR %
176
9.899
6,2 3.451
13.235 77,4 13.526 76,2
0
17.094 100,0 17.749 100,0
8.986
50 0,3 55 0,3
1.011 59 1.040 5,9
2.769 16,2 3.767 21,2
3.780 22,1
0 0,0
1.582 1.270
419 2, 810 4,6
2.277 13,3 2.249 12,7
17.094 100,0 17.749 100,0
Die Analyse der Vermögenslage ergibt auf den Stichtag 31.8.2023 eine Eigenkapitalquote! von 52,9 %
(im Vorjahr 48,5 %), einen Verschuldungsgrad? von 33,8 % (zum 31.8.2022 38,8 %) sowie einen Anla-
gedeckungsgrad? von 942,5 % (zum 31.8.2022 1.062,1 %). Die Investitionsquote® lag im Wirtschafts-
jahr 2022/23 bei 32,9 % (im Vorjahr 9,5 %).
Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Bilanzsumme
Rückstellungen + Verbindlichkeiten / Bilanzsumme
Eigenkapital einschließlich Sonderposten / Anlagevermögen
Investitionen / Buchwert Anlagevermögen zum 1.9. des jeweiligen Wirtschaftsjahres
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An Mitteln aus dem städtischen Haushalt standen dem Orchester im Wirtschaftsjahr 2022/23
TEUR 12.499 als Betriebskostenzuschuss auf der Grundlage des Ratsbeschlusses vom 20.6.2022 zur
Verfügung. Die Mittel waren vollständig zum Ausgleich des Betriebsverlustes zu verwenden.
Bezogen auf die Verhältnisse an den beiden Bilanzstichtagen 31.8.2022 und 31.8.2023 ergab sich erneut
eine deutliche Verschlechterung der Liquidität des Orchesters um TEUR 2.388, und zwar im Einzelnen
aus folgenden Quellen:
TEUR
Jahresüberschuss / -fehlbetrag
Abschreibungen auf Anlagevermögen (+)
Buchgewinne (-)/ Buchverluste (+)
aus dem Verkauf von Anlagevermögen
Aufwendungen aus der Zuführung zum Sonderposten
für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (+)
Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens
für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (-)
Zunahme (+) / Abnahme (-) der langfristigen Personal-
rückstellungen
Cashflow
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Aktiva
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Passiva
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Tilgung von Krediten
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds
Die Verschlechterung der Liquidität resultiert trotz der Verbesserung des Jahresergebnisses vor allem
aus dem Anstieg der Mittelbindung in den Forderungen gegen die Stadt Köln und in den übrigen Forde-
rungen. Die gestiegenen Forderungen gegenüber der Stadt Köln resultieren dabei insbesondere aus der
im Berichtsjahr begründeten Teilnahme am Cash Pooling mit der Kämmerei der Stadt Köln. Gleichzeitig
haben die Rückstellungen und sonstige Passivposten deutlich abgenommen, so dass ein negativer Cash-
flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.132 verbleibt. Unter Berücksichtigung des
Saldos aus Auszahlungen für Investitionen und Einzahlungen aus Anlageabgängen (TEUR -256) ergibt
sich eine Veränderung des Finanzmittelfonds zu den beiden Bilanzstichtagen in Höhe von TEUR -2.388.
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Nicht zuletzt unter Berücksichtigung der Beteiligung des Orchesters am städtischen Cash Polling standen
dem Orchester auch im Wirtschaftsjahr 2022/23 ausreichend liquide Mittel für den Spielbetrieb zur Ver-
fügung, so dass keine Kredite in Anspruch genommen werden mussten.
4. Prüfungsfeststellungen nach 8 53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes im Rahmen der
Vorjahresprüfung (1.9.2021 — 31.8.2022)
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Schüllermann und Partner AG, Dreiech, hat entsprechend dem Auf-
trag der Betriebsleitung des Gürzenich-Orchesters auf der Grundlage des Beschlusses des Betriebsaus-
schusses vom 10.1.2023 den Jahresabschluss des Orchesters unter Einbeziehung der Buchführung und
des Lageberichts für das Wirtschaftsjahr 1.9.2021 bis 31.8.2022 geprüft. Der Prüfungsauftrag umfasste
nach 8 102 Abs. 2 GO NRW in entsprechender Anwendung des 8 53 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 HGrG auch
die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung sowie die Berichterstattung über wirtschaftlich
bedeutsame Sachverhalte. Die Prüfer sind zu der im Bestätigungsvermerk vom 15.3.2023 getroffenen
Beurteilung gelangt, dass der Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den Vorschriften der Ei-
genbetriebsverordnung NRW i. V. m. den einschlägigen deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungs-
mäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Fi-
nanzlage des Eigenbetriebes zum 31.8.2022 sowie seiner Ertragslage für das Wirtschaftsjahr vom
1.9.2021 bis 31.8.2022 vermittelt. Der Lagebericht vermittelt zudem insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage des Orchesters, steht in allen wesentlichen Belangen in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den Vorschriften des & 103 Abs. 1 GO NRW i. V. m. 8 289 HGB und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäfts-
führung führte zu keinen Beanstandungen.
II. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Unter Einschluss des im Geschäftsjahr 2022/23 erwirtschafteten Jahresüberschusses weist das Gürze-
nich-Orchester zum 31.8.2023 einen Bilanzgewinn von TEUR 6.347 aus. Das Eigenkapital beträgt damit
zum 31.8.2023 TEUR 8.986 (zum 31.8.2022 TEUR 8.558). Im Rahmen der weiteren wirtschaftlichen
Entwicklung des Orchesters stellte der Rat in seiner Sitzung am 16.5.2023 gemäß 8 4 der Betriebssatzung
in Verbindung mit &$ 4 der EigVO NRW den Wirtschaftsplan des Orchesters für das Wirtschaftsjahr
2023/24 mit folgenden Eckdaten fest:
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung
Gürzenich-Orchester Köln, Köln
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Wirtschafts-
plan 2023/24
Umsatzerlöse
Kartenverkauf 1.735
Opernbespielung 7.412
sonstige Erlöse Spielbetrieb 388
9,535
Sonstige Erträge (ohne Betriebskostenzuschuss Stadt) 1.755
Materialaufwendungen
Personalaufwendungen
Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Zinsaufwendungen
Steuern
Planergebnis vor Betriebskostenzuschuss
Betriebskostenzuschuss
Jahresfehlbetrag
Das geplante Defizit resultiert vor allem aus der beschlossenen Stellenzusetzung im künstlerischen Be-
reich bei gleichzeitigem Einfrieren des städtischen Betriebskostenzuschusses sowie eines Gastspielpro-
jektes. Bezogen auf die Kartenerlöse wird erwartet, dass diese sich in Höhe des Niveaus vor der Corona-
Pandemie einstellen. Durch den geplanten Verlust 2023/24 sowie die Festschreibung des Betriebskos-
tenzuschusses auf dem Niveau von 2021/22 soll in Abstimmung mit der Kämmerei überschüssige Liqui-
dität des Orchesters abgeschmolzen werden.
Bis zum Ende des zweiten Quartals 2023/24 (1.9.2023 — 29.2.2024) weist das Betriebsergebnis des
Orchesters zum Teil deutliche Abweichungen von den Plandaten aus. So lagen die Umsatzerlöse aus
dem Kartenverkauf, der Opernbespielung und den sonstigen Erlösen des Spielbetriebs um TEUR 579
bzw. 11,6 % unter den geplanten Erlösen. Die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Erträge unter
Einschluss des Betriebskostenzuschusses verlief dagegen erheblich günstiger (TEUR +1.003 bzw.
+14,5 %), so dass die betrieblichen Erträge insgesamt am Ende des zweiten Quartals 2023/24 die
Budgetansätze um TEUR 423 bzw. 3,6 % überstiegen. Gleichzeitig reduzierte sich der Aufwand für Ma-
terial- und Leistungsbezüge (TEUR -1.396 bzw. -40,4 %), während der Personalaufwand die kalkulierten
Kosten um TEUR 659 bzw. 8,3 % überstieg. Unter Berücksichtigung eines Rückgangs der sonstigen
betrieblichen Aufwendungen (TEUR -115 bzw. -36,6 %) sowie noch nicht eingerechneter zeitanteiliger
Abschreibungsbeträge (TEUR -60) unterschritten die betrieblichen Aufwendungen die Planansätze ins-
gesamt um TEUR 912 bzw. 7,7 %. Damit stellte sich für das zweite Quartal der Spielzeit 2023/24 ein
Betriebsergebnis in Höhe von TEUR +1.459 ein, das um TEUR 1.335 deutlich über dem budgetierten
Ergebnis für diesen Zeitraum (TEUR +124) liegt.
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung
Gürzenich-Orchester Köln, Köln 1/15
Vor diesem Hintergrund hängt die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Orchesters damit maßgeblich
von der Ertragslage bzw. Bezuschussung in den folgenden Wirtschaftsjahren sowie der laufenden Tilgung
der Restforderung gegen die Stadt Köln aus der seinerzeitigen Ausgliederung der eigenbetriebsähnlichen
Einrichtung ab. Es wird davon ausgegangen, dass im Rahmen der weiteren Bezuschussung durch die
Stadt die in vier Schritten ab der Spielzeit 2022/2023 geplanten Stellenzusetzungen im Orchester be-
rücksichtigt werden.
Im Rahmen der Investitionsplanung für das Wirtschaftsjahr 2023/24 ist die Beschaffung von Instrumen-
ten (TEUR 90) sowie Investitionen in die IT-Technik (TEUR 30) vorgesehen. Die Finanzierung der Inves-
titionsvorhaben soll in voller Höhe aus Mitteln des Betriebskostenzuschusses des Wirtschaftsjahres zum
Ausgleich der Abschreibungen abgedeckt werden.
Die Einrichtung des für das Orchester gemäß 8 10 Abs. 1 EigVO NRW erforderlichen Risikofrüherken-
Nungssystems ist bis zur Abfassung dieses Lageberichts weitergeführt worden. Auf der Grundlage eines
auf die speziellen Belange und die überschaubare Größe des Orchesters zugeschnittenen Handbuchs
zum Risiko-/Chancenmanagement, das ständig zu ergänzen und zu aktualisieren ist, wurde zuletzt im
April 2024 erneut eine Risikoinventur mit anschließender Risiko- und Chancenbewertung durchgeführt.
Die Arbeiten an einem zeitnahen, umfassenden Berichtswesen zur laufenden Erfassung und Kommuni-
kation der Risiken und Chancen sowie einem Katalog der notwendigen Abwehrmaßnahmen werden fort-
gesetzt. Mit einem solchen Berichtswesen soll sichergestellt werden, dass mögliche Risiken an die jewei-
ligen Entscheidungsträger des Orchesters frühzeitig kommuniziert werden, damit wirtschaftlichen, tech-
nischen und organisatorischen Fehlentwicklungen rechtzeitig entgegengewirkt werden kann.
Bestandsgefährdende Risiken sind unter der Prämisse einer nachhaltigen Bezuschussung durch die Stadt
und das Land nicht zu erwarten.
Köln, den 28. Juni 2024
Fe y IN
Frangois-Xavier Roth Stefan Englert
Künstlerischer Betriebsleiter Geschäftsführender Direktor
Ä
Anlage 6 Jahresabschluss Fragenkatalog
34253 Zeichen
Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln Feststellungen im Rahmen der Prüfung nach § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz 1.Tätigkeit von Überwachungsorganen und Geschäftsleitung sowie individualisierte Offenlegung der Organbezüge a) Gibt es Geschäftsordnungen für die Organe und einen Geschäfts-verteilungsplan für die Geschäftsleitung sowie ggf. für die Konzernleitung? Gibt es darüber hinaus schriftliche Weisungen des Überwachungsorgans zur Organisation für die Geschäfts- sowie ggf. für die Konzernleitung (Geschäftsanweisung)? Entsprechen diese Regelungen den Bedürfnissen des Unternehmens bzw. des Konzerns? Der Betriebsleitung gehren satzungsgemß zwei Personen an. Im Wirtschaftsjahr 2022/2023 waren dies als Generalmusikdirektor der Stadt Kln und Grzenich-Kapellmeister Herr Francois-Xavier Roth sowie als Geschftsfhrender Direktor und kaufmnnischer Betriebsleiter Herr Stefan Englert. Die Geschftsverteilung zwischen den Betriebsleitern sowie die Abgrenzung ihrer Kompetenzen und Zustndigkeiten ergeben sich aus der vom damaligen Oberbrgermeister hierzu erlassenen Geschftsanweisung. Nach dieser Anweisung fhrt die Betriebsleitung die Geschfte des Orchesters gesamtverantwortlich nach einheitlichen Zielsetzungen, Plnen und Richtlinien. Unbe- schadet der Gesamtverantwortung werden den Betriebsleitern Ressorts zugewiesen, fr die sie zustndig sind. Der knstlerische Betriebsleiter ist verantwortlich fr den Spielplan des Orchesters einschließlich der Engagements der Gastdirigenten und Solisten sowie fr das knstlerische Niveau des Ensembles. Der kaufmnnische Betriebsleiter leitet in Abstimmung mit dem knstlerischen Betriebsleiter den organisatorischen Ablauf des Konzert- und Orchesterbetriebes und ist zustndig fr das Finanzwesen, das Personalwesen, die Verwaltung und fr das Marketing. Dienstvorgesetzter der Dienstkrfte des Orchesters ist die Oberbrgermeisterin der Stadt Kln (§ 6 der Betriebssatzung). Die aktuell gltige Betriebssatzung ist am 5. Mai 2022 vom Rat der Stadt Kln beschlossen worden und zum 6. Juli 2022 in Kraft getreten. Das berwachungsorgan des Orchesters sind der Rat der Stadt Kln und der Betriebsausschuss. 101112195 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-OrchesterKöln, Köln Der Rat entscheidet ber Angelegenheiten, die er nicht bertragen kann (§ 41 Abs. 1 GO NRW), dazu gehren u. a.: die Wahl der Mitglieder der Ausschsse und ihrer Vertreter, der Erlass, die nderung und die Aufhebung von Satzungen und ortsrechtlichen Bestimmungen. der Erlass eines Stellenplanes und die Festsetzung privatrechtlicher Entgelte. Darber hinaus entscheidet der Rat der Stadt Kln u. a. ber folgende Angelegenheiten (§ 4 der Betriebssatzung), die der Betriebsausschuss gemß § 5 Abs. 2 der Betriebssatzung im Vorfeld der Beschlussfassung durch den Rat zur Entscheidung vorabbert: o Bestellung und Abberufung der Betriebsleiter o Feststellung und nderung des Wirtschaftsplanes o Feststellung des Jahresabschlusses und die Ergebnisverwendung o Rckzahlung von Eigenkapital an die Stadt Die brigen Zustndigkeiten des Rates der Stadt Kln nimmt - bis auf die oben genannten nicht bertragbaren Aufgaben und die in der Betriebssatzung genannten Angelegenheiten - der Betriebsausschuss wahr (§ 41 Abs. 2 und 3 GO NRW i. V. m. der Zustndigkeitsordnung des Rates der Stadt Kln vom 5 Mrz 2012). Der Betriebsausschuss ist der Ausschuss Grzenich-Orchester der Stadt Kln (§ 5 Abs. 1 der Betriebssatzung). Der Betriebsausschuss bndelt alle - die eigenbetriebshnliche Einrichtung betreffenden - kaufmnnischen, technischen und personellen Angelegenheiten, die ansonsten nach der Zustndigkeitsordnung des Rates der Stadt Kln grundstzlich auch anderen Fachausschssen zur Entscheidung bertragen sind. Der Betriebsausschuss entscheidet in den Angelegenheiten, die ihm durch die GO NRW und die EigVO NRW bertragen sind, sowie in den ihm vom Rat der Stadt Kln ausdrcklich bertragenen Angelegenheiten sowie gemß der Betriebssatzung ber Erlass und Niederschlagung von Ansprchen bei Betrgen von EUR10.000,00 bis EUR 50.000,00, Stundung von Ansprchen bei Betrgen von EUR 20.000,00 bis EUR 50.000,00, Bedarfsfeststellung fr Lieferungen und Leistungen bei Auftragswerten von mehr als EUR 300.000,00 bis EUR 1,5 Mio.; die Befugnisse des Betriebsausschusses nach § 5 Abs. 1 der Zustndigkeitsordnung der Stadt Kln hinsichtlich des Vorbehaltes ber die Vergabeentscheidung bleiben unberhrt, Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln Zustimmung zu sonstigen Vertrgen, die nicht unter Buchstaben a) bis c) fallen und deren Wert im Einzelfall den Betrag von EUR 300.000,00 bersteigt, ausgenommen sind An- gelegenheiten, die nach GO NRW, der EigVO NRW oder der Betriebssatzung der Zustn- digkeit des Rates vorbehalten sind sowie den Vorschlag des Abschlussprfers zur Vorlage an die Gemeindeprfungsanstalt. Die Regelungen zum Dienstbetrieb und Geschftsablauf innerhalb der Klner Stadtverwaltung sind in dem "Handbuch der Stadtverwaltung Kln (HK)" zusammengefasst. Die vorstehend dargestellten Regelungen entsprechen den Bedrfnissen der eigenbetriebshnlichen Einrichtung. b) Wie viele Sitzungen der Organe und ihrer Ausschüsse haben stattgefunden und wurden Niederschriften hierüber erstellt? Im Zeitraum vom 1. September 2022 bis zum 31. August 2023 fanden insgesamt sieben Sitzungen des Betriebsausschusses statt. Entsprechende Protokolle liegen vor. Die vom Betriebsausschuss vorbereiteten Empfehlungen hat der Rat der Stadt Kln durch entsprechende Beschlussfassungen bernommen. Die Beschlsse des Rates der Stadt Kln liegen vor. c) In welchen Aufsichtsgremien und anderen Kontrollgremien i.S.d. § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG sind die einzelnen Mitglieder der Geschäftsleitung tätig? Die Mitglieder der Betriebsleitung sind auskunftsgemß in keinen Kontrollgremien ttig. d) Wird die Vergütung der Organmitglieder (Geschäftsleitung, Überwachungs-organ) individualisiert im Anhang des Jahresabschlusses/Konzern-abschlusses aufgeteilt nach Fixum, erfolgsbezogenen Komponenten und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung ausgewiesen? Falls nein, wie wird dies begründet? Die Vergtung der Betriebsleitung wird individualisiert und aufgegliedert nach ihren verschiedenen Bestandteilen im Anhang ausgewiesen. 101112195 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-OrchesterKöln, Köln 2. Aufbau- und ablauforganisatorische Grundlagen a) Gibt es einen den Bedürfnissen des Unternehmens entsprechenden Organi-sationsplan, aus dem Organisationsaufbau, Arbeitsbereiche und Zuständig-keiten/Weisungsbefugnisse ersichtlich sind? Erfolgt dessen regelmäßige Überprüfung? Die Arbeitsbereiche und dazugehrigen personellen Zustndigkeiten ergeben sich aus dem jhrlichen Dienstverteilungs- und Stellenplan. Im Dienstverteilungs- und Stellenplan sind kurze Stellenbeschreibungen der Mitarbeiter vorhanden. Unterlagen zu Weisungsbefugnissen und Voll- machten der Mitarbeiter sind zentral dokumentiert. Darber hinaus besteht eine Dienstanweisung ber die Abgrenzung der Zustndigkeiten der Betriebsleiter, die zum 1. Januar 2011 in Kraft getreten ist. Eine regelmßige berprfung der Aufbauorganisation durch die Betriebsleitung findet auskunftsgemäß statt. Sie ergibt sich aus dem jhrlich aufzustellenden Dienstverteilungs- und Stellenplan. Bezglich der Ablauforganisation sind zwar keine zentral verfgbaren Unterlagen vorhanden, die Ablufe sind aber aufgrund der Betriebsgrße berschaubar. b) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass nicht nach dem Organisationsplan verfahren wird? Anhaltspunkte dafür haben sich im Rahmen unserer Prüfung nicht ergeben. c) Hat die Geschäftsleitung Vorkehrungen zur Korruptionsprävention ergriffen und dokumentiert? Die Stadt Kln hat Vorkehrungen zur Korruptionsprvention getroffen, die auch für die eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gültigkeit haben. Diese beinhalten Hinweise zur Umsetzung des Korruptionsbekmpfungsgesetzes (KorruptionsbG) vom 16. Dezember 2004 im Vergabewesen sowie eine Richtlinie zur Rotation von Mitarbeiter/-innen in korruptionsgefhrdeten Bereichen. Die Einhaltung dieser Maßnahmen wird auskunftsgemäß von der internen Revision kontrolliert. Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln d) Gibt es geeignete Richtlinien bzw. Arbeitsanweisungen für wesentliche Entscheidungsprozesse (insbesondere Auftragsvergabe und Auftrags-abwicklung, Personalwesen, Kreditaufnahme und -gewährung)? Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass diese nicht eingehalten werden? Die für den Betrieb geltenden Regelungen zum allgemeinen Dienstbetrieb und Geschftsablauf innerhalb der Klner Stadtverwaltung sind im "Handbuch der Stadtverwaltung Kln (HK)" vom 20. November 2001 bzw. den laufenden Aktualisierungen dokumentiert. Darber hinaus ergeben sich weitere Richtlinien aus der Zustndigkeitsordnung fr den Rat der Stadt Kln vom 5. Mrz 2012. Den Mitarbeitern stehen im Intranet der Stadt Kln die zu beachtenden Gesetze/Rechtsverordnungen, Dienstanweisungen/-vereinbarungen und städtischen Regelungen zur Verfgung. Die stdtischen Regelungen umfassen u.a.: Richtlinien der Stadt Kln fr die Vergabe von Bauleistungen (VOB), von Lieferungen und Dienstleistungen (VOL), von freiberuflichen Leistungen an freiberuflich Ttige (VOF) und Dienstleistungskonzessionen vom 31. Oktober 1995 in der aktualisierten Fassung 06/2010, Wertgrenzenkonzept der Stadt Kln vom 1. Januar 2014 sowie die Vergaberichtlinie TVgG Anhang 10 und 11 (Stand 2. Mai 2012) aufgrund des Tariftreue- und Vergabegesetzes NRW, das am 1. Mai 2012 in Kraft getreten ist. Allgemeine Rahmenbedingungen fr Sponsoringleistungen im Bereich der Stadtverwaltung vom 9. November 2010 bzw. den laufenden Aktualisierungen. Fr Personalangelegenheiten gelten die Vorschriften des § 8 der Betriebssatzung in Verbindung mit § 28 der Hauptsatzung der Stadt Kln. Der Rat der Stadt Kln beschließt einmal jhrlich im Zusammenhang mit der Prfung des Wirtschaftsplanes den Gesamtbetrag der Kredite zur Finanzierung der Ausgaben und ermchtigt gleichzeitig die Betriebsleitung, Kassenkredite bis zu einer bestimmten Hhe aufzunehmen, um die kurzfristige Liquiditt sicherzustellen. Die Ermchtigung der Betriebsleitung zur Inanspruchnahme von Kassenkrediten zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben wurde gemß Beschluss des Rates der Stadt Kln im Rahmen der Genehmigung des Wirtschaftsplanes fr 2020/2021 auf TEUR 500 begrenzt. Das Grzenich-Orchester Kln hat im Berichtsjahr keine Kredite aufgenommen oder gewhrt. Anhaltspunkte fr die Nichteinhaltung von Regelungen haben sich im Rahmen unserer Prüfung nicht ergeben. e) Besteht eine ordnungsmäßige Dokumentation von Verträgen (z. B. Grund-stücksverwaltung, EDV)? Es besteht eine ordnungsgemße, chronologische und nach Sachverhalten sortierte Dokumentation der Vertrge. 101112195 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-OrchesterKöln, Köln 3. Planungswesen, Rechnungswesen, Informationssystem und Controlling a) Entspricht das Planungswesen - auch im Hinblick auf Planungshorizont und Fortschreibung der Daten sowie auf sachliche und zeitliche Zusammenhänge von Projekten - den Bedürfnissen des Unternehmens? Das Planungswesen entspricht den Bedrfnissen der eigenbetriebshnlichen Einrichtung. b) Werden Planabweichungen systematisch untersucht? Planabweichungen werden in Monats- und Quartalsberichten untersucht und in den Quartalsberichten dokumentiert. c) Entspricht das Rechnungswesen einschließlich der Kostenrechnung der Größe und den besonderen Anforderungen des Unternehmens? Das Rechnungswesen entspricht der Grße und den Anforderungen der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. d) Besteht ein funktionierendes Finanzmanagement, welches u. a. eine laufende Liquiditätskontrolle und eine Kreditüberwachung gewährleistet? Es wird seitens der Bhnen der Stadt Kln auf Grundlage eines Geschftsbesorgungsvertrages eine wchentliche Liquidittskontrolle fr das Grzenich-Orchester durchgefhrt. Im mittelfristigen Bereich wird die Liquiditt grundstzlich durch eine Finanzplanung sichergestellt. Dem durch den Rat der Stadt Kln festgestellten Wirtschaftsplan 2022/2023 ist eine mittelfristige Finanzplanung beigefgt. Kredite bestehen nicht. e) Gehört zu dem Finanzmanagement auch ein zentrales Cash-Management und haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die hierfür geltenden Regelungen nicht eingehalten worden sind? Die eigenbetriebsähnliche Einrichtung nimmt seit dem Berichtsjahr am Cash-Pooling mit der Kämmerei der Stadt Köln teil. f) Ist sichergestellt, dass Entgelte vollständig und zeitnah in Rechnung gestellt werden? Ist durch das bestehende Mahnwesen gewährleistet, dass ausstehende Forderungen zeitnah und effektiv eingezogen werden? In Bezug auf den Verkauf von Eintrittskarten, der im Rahmen eines Geschftsbesorgungsvertrages über die Bhnen der Stadt Kln abgewickelt wird, erfolgt eine Rechnungsstellung fr den Bereich der Abonnements. Insoweit ist grundsätzlich sichergestellt, dass Forderungen zeitnah und effektiv eingezogen werden. Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln g) Entspricht das Controlling den Anforderungen des Unternehmens/Konzerns und umfasst es alle wesentlichen Unternehmens-/Konzernbereiche? Das kaufmännische Controlling wird unter Nutzung des SAP-Controlling-Moduls durch den kaufmnnischen Betriebsleiter des Orchesters wahrgenommen. Die Auswertungen nach Kostenstellen (Verwaltung und Orchesterbetrieb) und Kostentrgern (z. B. Abokonzerte, CD-Produktionen) umfassen lediglich die Ist-Zahlen. Planzahlen werden im Rahmen des Wirtschaftsplanes dokumentiert. Planabweichungen werden im Rahmen der Quartalsberichte dokumentiert und analysiert. h) Ermöglichen das Rechnungs- und Berichtswesen eine Steuerung und/oder Überwachung der Tochterunternehmen und der Unternehmen, an denen eine wesentliche Beteiligung besteht? Es bestehen keine Tochter- oder Beteiligungsunternehmen. 4.Risikofrüherkennungssystem a) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung nach Art und Umfang Frühwarnsignale definiert und Maßnahmen ergriffen, mit deren Hilfe bestandsgefährdende Risiken rechtzeitig erkannt werden können? Ein auf die speziellen Belange und die berschaubare Grße der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung zugeschnittenes Handbuch zum Risiko-/Chancenmanagement wird stndig ergnzt und aktualisiert. Die letzte Risikoinventur erfolgte auskunftsgemäß im April 2024. Die Arbeiten an einem zeitnahen und umfassenden Berichtswesen zur laufenden Erfassung der Risiken und Chancen sowie einem Katalog der notwendigen Abwehrmaßnahmen sollen auskunftsgemäß fortgesetzt werden. b) Reichen diese Maßnahmen aus und sind sie geeignet, ihren Zweck zu erfüllen? Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Maßnahmen nicht durchgeführt werden? Die bisher getroffenen Maßnahmen sind - unter Bercksichtigung der noch durchzufhrenden Ausgestaltung des Berichtswesens - nach unserer Einschätzung grundsätzlich geeignet, ihren Zweck zu erfllen. 101112195 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-OrchesterKöln, Köln c) Sind diese Maßnahmen ausreichend dokumentiert? Die letzte zum 3. April 2024 durchgefhrte Risikoinventur wurde entsprechend dokumentiert. Das RCM-Handbuch wird stndig ergnzt bzw. aktualisiert. d) Werden die Frühwarnsignale und Maßnahmen kontinuierlich und systematisch mit dem aktuellen Geschäftsumfeld sowie mit den Geschäfts-prozessen und Funktionen abgestimmt und angepasst? Im Rahmen der Risikoinventur erfolgte die Aufnahme der Frhwarnsignale und der bereits implementierten bzw. zu implementierenden Maßnahmen. Aufgrund der geringen Betriebsgrße und der flachen Aufbauhierarchie ist unseres Erachtens sichergestellt, dass die Frhwarnsignale und Maßnahmen kontinuierlich und systematisch mit den aktuellen Geschftsprozessen und Funktionen abgestimmt und entsprechend angepasst werden. 5. Finanzinstrumente, andere Termingeschäfte, Optionen und Derivate Dieser Fragenkreis kommt bei der eigenbetriebshnlichen Einrichtung nicht zur Anwendung, da derartige Instrumente nicht eingesetzt werden. a) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung den Geschäftsumfang zum Einsatz von Finanzinstrumenten sowie von anderen Termingeschäften, Optionen und Derivaten schriftlich festgelegt? Dazu gehört: - Welche Produkte/Instrumente dürfen eingesetzt werden? - Mit welchen Partnern dürfen die Produkte/Instrumente bis zu welchen Beträgen eingesetzt werden? - Wie werden die Bewertungseinheiten definiert und dokumentiert und in welchem Umfang dürfen offene Posten entstehen? - Sind die Hedge-Strategien beschrieben, z. B. ob bestimmte Strategien ausschließlich zulässig sind bzw. bestimmte Strategien nicht durchgeführt werden dürfen (z. B. antizipatives Hedging)? b) Werden Derivate zu anderen Zwecken eingesetzt als zur Optimierung von Kreditkonditionen und zur Risikobegrenzung? Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln c) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung ein dem Geschäftsumfang entsprechendes Instrumentarium zur Verfügung gestellt insbesondere in Bezug auf - Erfassung der Geschäfte, - Beurteilung der Geschäfte zum Zweck der Risikoanalyse, - Bewertung der Geschäfte zum Zweck der Rechnungslegung, - Kontrolle der Geschäfte? d) Gibt es eine Erfolgskontrolle für nicht der Risikoabsicherung (Hedging) dienende Derivatgeschäfte und werden Konsequenzen aufgrund der Risikoentwicklung gezogen? e) Hat die Geschäfts-/Konzernleitung angemessene Arbeitsanweisungen erlassen? f) Ist die unterjährige Unterrichtung der Geschäfts-/Konzernleitung im Hinblick auf die offenen Positionen, die Risikolage und die ggf. zu bildenden Vorsorgen geregelt? 6. Interne Revision a) Gibt es eine den Bedürfnissen des Unternehmens/Konzerns entsprechende interne Revision/Konzernrevision? Besteht diese als eigenständige Stelle oder wird diese Funktion durch eine andere Stelle (ggf. welche?) wahrgenommen? Die Aufgaben der Internen Revision werden von der Internen Revision der Bhnen der Stadt Kln im Wege einer Geschäftsbesorgung mit fünf Wochenstunden wahrgenommen. Die Aufgaben der internen Revision sind in der "Dienstanweisung Innenrevision" vom 27. Januar 2015 festgelegt. Darüber hinaus werden auch durch das Rechnungsprfungsamt der Stadt Kln Prüfungen durchgefhrt. 101112195 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-OrchesterKöln, Köln b) Wie ist die Anbindung der internen Revision/Konzernrevision im Unter-nehmen/Konzern? Besteht bei ihrer Tätigkeit die Gefahr von Interessenkonflikten? Da die Aufgaben der internen Revision fr den Bereich des Grzenich-Orchesters im Wege der Geschäftsbesorgung auf die interne Revision der Bhnen der Stadt Kln bzw. das RPA ausgelagert worden sind, ist die Gefahr von Interessenkonflikten gering. c) Welches waren die wesentlichen Tätigkeitsschwerpunkte der internen Revision/Konzernrevision im Geschäftsjahr? Wurde auch geprüft, ob wesentlich miteinander unvereinbare Funktionen (z. B. Trennung von Anweisung und Vollzug) organisatorisch getrennt sind? Wann hat die interne Revision das letzte Mal über Korruptionsprävention berichtet? Liegen hierüber schriftliche Revisionsberichte vor? Im Berichtsjahr wurden von der internen Revision folgende Prüfungen durchgeführt: Vergabeverfahren Prüfung der Vergabeunterlagen Umsetzung der städtischen Geschäftsanweisung zur Durchführung von Vergabeverfahren Umsetzung der Wertgrenzenregelung für die Vorlage- und Informationspflichten gegenüber dem Rechnungsprüfungsamt ab 01.04.2022 Prüfungen des Rechnungsprüfungsamtes und des Rechtsamtes, die von der Internen Revision begleitet und unterstützt wurden: Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen Prüfung von Vergaben auf Rechtmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit, hier: Begleitung der Stichprobenprüfung in Bezug auf die Einhaltung der Vergabevorschriften Rechnungsprüfungsamt Prüfung von Bedarfsprüfungen auf Rechtmäßigkeit und Ordnungsmäßigkeit, hier: Begleitung der Stichprobenprüfung in Bezug auf die Einhaltung der Bedarfsprüfungsrichtlinie Programmprüfung, hier: Einführung eines eRechnungseingangs-buchs in SAP mittels Doxis4 der Firma SER, Programmprüfung nach § 104 Abs. 1 Ziffer 3 der Gemeindeordnung (GO) NRW, hier: Unterstützung und Begleitung der Prüfung (IKS) Datenschutz, hier Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie Überwachung der Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorschriften d) Hat die interne Revision ihre Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschluss-prüfer abgestimmt? Eine Abstimmung der Prfungsschwerpunkte der internen Revision mit dem Abschlussprfer erfolgt nicht. Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln e) Hat die interne Revision/Konzernrevision bemerkenswerte Mängel aufgedeckt und um welche handelt es sich? Die interne Revision hat auskunftsgemäß keine bemerkenswerten Mngel aufgedeckt. f) Welche Konsequenzen werden aus den Feststellungen und Empfehlungen der internen Revision/Konzernrevision gezogen und wie kontrolliert die interne Revision/Konzernrevision die Umsetzung ihrer Empfehlungen? Die Betriebsleitung veranlasst die Umsetzung der Empfehlungen der internen Revision u. a. durch Dienstanweisungen. Die interne Revision prft die Einhaltung der Dienstanweisungen bei Bedarf bzw. auf Anweisung in zeitlichem Abstand. 7.Übereinstimmung der Rechtsgeschäfte und Maßnahmen mit Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung, Geschäftsanweisung und bindenden Beschlüssen des Überwachungsorgans a) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die vorherige Zustimmung des Überwachungsorgans zu zustimmungspflichtigen Rechtsgeschäften und Maßnahmen nicht eingeholt worden ist? Im Rahmen unserer stichprobenhaften Prfung haben sich keine Anhaltspunkte ergeben, dass die vorherigen Zustimmungen des berwachungsorgans zu zustimmungspflichtigen Rechtsgeschften und Maßnahmen nicht eingeholt worden sind. b) Wurde vor der Kreditgewährung an Mitglieder der Geschäftsleitung oder des Überwachungsorgans die Zustimmung des Überwachungsorgans eingeholt? Es wurden keine derartigen Kredite gewhrt. c) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass anstelle zustimmungsbedürftiger Maßnahmen ähnliche, aber nicht als zustimmungsbedürftig behandelte Maßnahmen vorgenommen worden sind (z. B. Zerlegung in Teilmaßnahmen)? Anhaltspunkte dafür haben sich Im Rahmen unserer Prfung nicht ergeben. d) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Geschäfte und Maßnahmen nicht mit Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung, Geschäftsanweisung und bindenden Beschlüssen des Überwachungsorgans übereinstimmen? Anhaltspunkte dafr haben sich im Rahmen unserer Prüfung nicht ergeben. 101112195 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-OrchesterKöln, Köln 8.Durchführung von Investitionen a) Werden Investitionen (in Sachanlagen, Beteiligungen, sonstige Finanz-anlagen, immaterielle Anlagewerte und Vorräte) angemessen geplant und vor Realisierung auf Rentabilität/Wirtschaftlichkeit, Finanzierbarkeit und Risiken geprüft? Die Investitionen im Bereich der Sachanlagen werden im Wirtschaftsplan im Rahmen des Vermgensplanes erfasst. Das Anlagevermgen besteht im Wesentlichen aus Instrumenten. Bei der Anschaffung dieser Instrumente mssen die Besonderheiten eines Orchesterbetriebes bercksichtigt werden. Eine interne Planung der Instrumentenbeschaffung findet statt, wobei Abnutzung im Spielbetrieb (Er- satzbeschaffung) sowie die Spielplanung (eventuelle Beschaffung nicht vorhandener Instrumente) als Kriterien im Vordergrund stehen. Bei den Investitionen im Bereich des Vorratsvermgens (z. B. Druck der Jahresbroschre) fin- den entsprechende Planungen und Prfungen statt; die Vergabestelle der Stadt Kln wird mit eingeschaltet. b) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Unterlagen/Erhebungen zur Preisermittlung nicht ausreichend waren, um ein Urteil über die Angemessenheit des Preises zu ermöglichen (z. B. bei Erwerb bzw. Veräußerung von Grundstücken oder Beteiligungen)? Fr Fremdleistungen wird der Preis grundstzlich ber die vorgeschriebenen Verfahren nach der VOB, VOL und der VOF ermittelt. Ab einem Auftragswert von EUR 20.000,00 (VOL) bzw. EUR 100.000,00 (VOB) erfolgen grundstzlich ffentliche Ausschreibungen zentral durch das Vergabeamt der Stadt Kln. c) Werden Durchführung, Budgetierung und Veränderungen von Investitionen laufend überwacht und Abweichungen untersucht? Die Durchfhrung der Investitionen wird laufend berwacht. Es wurde darauf geachtet, dass die im Rahmen des Wirtschaftsplanes budgetierte und genehmigte Gesamtsumme der Investitionen nicht berschritten wird. d) Haben sich bei abgeschlossenen Investitionen wesentliche Überschreitungen ergeben? Wenn ja, in welcher Höhe und aus welchen Gründen? Es haben sich keine wesentlichen Investitionsberschreitungen ergeben. e) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass Leasing- oder vergleichbare Verträge nach Ausschöpfung der Kreditlinien abgeschlossen wurden? Anhaltspunkte dafr haben sich im Rahmen unserer Prüfung nicht ergeben. Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 9. Vergaberegelungen a) Haben sich Anhaltspunkte für eindeutige Verstöße gegen Vergaberegelungen (z. B. VOB, VOL, VOF, EU-Regelungen) ergeben? Fr die eigenbetriebshnliche Einrichtung gelten die von der Verwaltungskonferenz der Stadt Kln (heute Stadtvorstand) am 31. Oktober 1995 beschlossenen "Richtlinien der Stadt Kln fr die Vergabe von Bauleistungen, Lieferungen und Dienstleistungen" in der aktualisierten Fassung vom Juni 2010, die Richtlinie der Stadt Kln fr die Vergabe von Bauleistungen (VOB) sowie von freiberuflichen Leistungen an freiberuflich Ttige in der aktualisierten Fassung vom Juni 2010. Darber hinaus existiert bei der Stadt Kln die selbststndige Verwaltungseinheit "Zentrales Vergabeamt". Ein Prfungsrecht obliegt dem Rechnungsprfungsamt der Stadt Kln. Anhaltspunkte fr eindeutige Verstße gegen Vergaberegelungen haben sich bei unserer Prfung nicht ergeben. Wir weisen darauf hin, dass die berprfung der Vergaben im Rahmen einer Abschlussprfung nur begrenzt und in Stichproben durchfhrbar ist und eine abschließende rechtliche Beurteilung nicht möglich ist. b) Werden für Geschäfte, die nicht den Vergaberegelungen unterliegen, Konkurrenzangebote (z. B. auch für Kapitalaufnahmen und Geldanlagen) eingeholt? Das Rechnungsprfungsamt ist in den nach den stdtischen Vergaberichtlinien vorgesehenen Vergabeprozess eingebunden. Die Vorlagepflichten richten sich nach den im Intranet der Stadt Kln verffentlichten Vorlagegrenzen. Unabhngig hiervon hat das Rechnungsprfungsamt ein jederzeit umfngliches Prfungsrecht. Im Rahmen der von uns durchgefhrten Stichproben wurden keine Verstße festgestellt. 10.Berichterstattung an das Überwachungsorgan a) Wird dem Überwachungsorgan regelmäßig Bericht erstattet? Gemß § 20 der Eigenbetriebsverordnung i. V. m. § 16 der Betriebssatzung hat die Betriebsleitung den Oberbrgermeister und den Betriebsausschuss vierteljhrlich ber die Entwicklung der Ertrge und Aufwendungen sowie ber die Abwicklung des Vermgensplanes schriftlich unterrichtet. Der Betriebsausschuss erhlt den jhrlichen Wirtschaftsplan, der dem Rat der Stadt Kln anschließend zur Zustimmung vorgelegt wird. 101112195 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-OrchesterKöln, Köln b) Vermitteln die Berichte einen zutreffenden Einblick in die wirtschaftliche Lage des Unternehmens/Konzerns und in die wichtigsten Unternehmens-/ Konzernbereiche? Der Wirtschaftsplan und die Quartalsberichte vermitteln einen zutreffenden Einblick in die wirtschaftliche Lage der eigenbetriebsähnlichen Einrichtung. c) Wurde das Überwachungsorgan über wesentliche Vorgänge angemessen und zeitnah unterrichtet? Liegen insbesondere ungewöhnliche, risikoreiche oder nicht ordnungsgemäß abgewickelte Geschäftsvorfälle sowie erkennbare Fehldispositionen oder wesentliche Unterlassungen vor und wurde hierüber berichtet? Gemß § 6 Abs. 2 der Betriebssatzung hat die Betriebsleitung den Oberbrgermeister ber alle wichtigen Angelegenheiten rechtzeitig zu unterrichten und ihm auf Verlangen die zur Wahrnehmung seiner Aufgabe notwendigen Ausknfte zu erteilen. Anhaltspunkte dafür, dass dies nicht geschehen ist bzw. Anhaltspunkte für besondere risikoreiche Geschftsvorflle bzw. Fehldispositionen und Unterlassungen und sonstige berichtspflichtige Sachverhalte haben sich im Rahmen unserer Prüfung nicht ergeben. d) Zu welchen Themen hat die Geschäfts-/Konzernleitung dem Überwachungs-organ auf dessen besonderen Wunsch berichtet (§ 90 Abs. 3 AktG)? Die Betriebsleitung hat auf besonderen Wunsch des berwachungsorgans ber Personalfragen berichtet. e) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Berichterstattung (z. B. nach § 90 AktG oder unternehmensinternen Vorschriften) nicht in allen Fällen ausreichend war? Anhaltspunkte dafür haben sich im Rahmen unserer Prüfung nicht ergeben. f) Gibt es eine D&O-Versicherung? Wurde ein angemessener Selbstbehalt vereinbart? Wurden Inhalt und Konditionen der D&O-Versicherung mit dem Überwachungsorgan erörtert? Eine D&O-Versicherung wurde auskunftsgemäß nicht abgeschlossen. g) Sofern Interessenkonflikte der Mitglieder der Geschäftsleitung oder des Überwachungsorgans gemeldet wurden, ist dies unverzüglich dem Überwachungsorgan offengelegt worden? Uns liegen keine Kenntnisse zu bestehenden Interessenkonflikten vor. Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln 11.Ungewöhnliche Bilanzposten und stille Reserven a) Besteht in wesentlichem Umfang offenkundig nicht betriebsnotwendiges Vermögen? Es besteht kein offenkundig nicht betriebsnotwendiges Vermgen. b) Sind Bestände auffallend hoch oder niedrig? Auffallend hohe oder niedrige Bestnde sind ausweislich des Jahresabschlusses nicht erkennbar. c) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Vermögenslage durch im Vergleich zu den bilanziellen Werten erheblich höhere oder niedrigere Verkehrswerte der Vermögensgegenstände wesentlich beeinflusst wird? Anhaltspunkte dafür haben sich im Rahmen unserer Prüfung nicht ergeben. 12. Finanzierung a) Wie setzt sich die Kapitalstruktur nach internen und externen Finanzierungs-quellen zusammen? Wie sollen die am Abschlussstichtag bestehenden wesentlichen Investitionsverpflichtungen finanziert werden? Das Gesamtkapital betrgt zum Bilanzstichtag TEUR 17.094, davon entfallen TEUR 8.986 (52,6 %) auf das Eigenkapital und 47,4 % auf das Fremdkapital (inkl. Sonderposten). Die externen Finanzierungsquellen betreffen im Wesentlichen mit EUR 13,6 Mio. die Betriebskostenzuschüsse der Stadt und des Landes NRW (vgl. auch Frage 12c). Wesentliche Investitionsverpflichtungen bestehen am Abschlussstichtag nicht. b) Wie ist die Finanzlage des Konzerns zu beurteilen, insbesondere hinsichtlich der Kreditaufnahmen wesentlicher Konzerngesellschaften? Das Orchester ist kein Mutterunternehmen und es liegt kein Konzernverhltnis vor. c) In welchem Umfang hat das Unternehmen Finanz-/Fördermittel einschließlich Garantien der öffentlichen Hand erhalten? Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass die damit verbundenen Verpflichtungen und Auflagen des Mittelgebers nicht beachtet wurden? Die eigenbetriebshnliche Einrichtung ist in die Haushaltsplanung der Stadt Kln eingebunden und erhielt im Wirtschaftsjahr 2022/2023 Zuschsse von insgesamt TEUR 12.499. Der Betriebskostenzuschuss des Landes Nordrhein-Westfalen betrug fr das Wirtschaftsjahr 2022/2023 TEUR 1.095. 101112195 Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-OrchesterKöln, Köln 13. Eigenkapitalausstattung und Gewinnverwendung a) Bestehen Finanzierungsprobleme aufgrund einer evtl. zu niedrigen Eigen-kapitalausstattung? Aufgrund der vorhandenen Eigenkapitalausstattung sind derzeit unter der Prämisse nachhaltiger weiterer Zuschussgewährungen keine Finanzierungsprobleme zu erwarten. b) Ist der Gewinnverwendungsvorschlag (Ausschüttungspolitik, Rücklagen-bildung) mit der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens vereinbar? Gemß § 2 Abs. 3 der Betriebssatzung darf die Stadt Kln keine Zuwendungen - und damit auch keine Ausschttungen - aus Mitteln des Betriebes erhalten. Die jeweiligen Jahresergebnisse werden entweder auf neue Rechnung vorgetragen oder den Rcklagen zugefhrt. Fr das Wirtschaftsjahr 2022/2023 ergibt sich ein Jahresberschuss in Hhe von TEUR 428. 14.Rentabilität/Wirtschaftlichkeit a) Wie setzt sich das Betriebsergebnis des Unternehmens/Konzerns nach Segmenten/Konzernunternehmen zusammen? Es ist nur ein Segment, nmlich der Orchesterbetrieb, vorhanden. Eine weitere Aufgliederung erbrigt sich somit. b) Ist das Jahresergebnis entscheidend von einmaligen Vorgängen geprägt? Nein. c) Haben sich Anhaltspunkte ergeben, dass wesentliche Kredit- oder andere Leistungsbeziehungen zwischen Konzerngesellschaften bzw. mit den Gesellschaftern eindeutig zu unangemessenen Konditionen vorgenommen werden? Im Rahmen des Geschftsbesorgungsvertrages vom 17. Dezember 2001 zwischen den Bhnen der Stadt Kln und dem Grzenich-Orchester ist geregelt, dass jede der beiden Einrichtungen eine angemessene Kostenerstattung fr die vereinbarten Ttigkeiten (Verwaltung und Opernbespielung) zu leisten hat. Die Ermittlung der angemessenen Kosten erfolgt durch die Kostentrgereinrichtung der Einrichtungen. Eigenbetriebsähnliche Einrichtung Gürzenich-Orchester Köln, Köln d) Wurde die Konzessionsabgabe steuer- und preisrechtlich erwirtschaftet? Diese Frage ist im vorliegenden Fall nicht relevant. 15.Verlustbringende Geschäfte und ihre Ursachen a) Gab es verlustbringende Geschäfte, die für die Vermögens- und Ertragslage von Bedeutung waren, und was waren die Ursachen der Verluste? Die eigenbetriebshnliche Einrichtung ist angesichts ihrer spezifischen Dienstleistung strukturell ein Zuschussbetrieb. Über das strukturelle Maß hinausgehende einzelne wesentliche verlustbringende Geschfte sind uns im Rahmen der Prüfung nicht bekannt geworden. b) Wurden Maßnahmen zeitnah ergriffen, um die Verluste zu begrenzen, und um welche Maßnahmen handelt es sich? Wie im Lagebericht von der Betriebsleitung ausgeführt, ist diese bestrebt, im Rahmen des strukturell möglichen einerseits Kostensteigerungen entgegenzuwirken und andererseits höhere Einnahmen zu erzielen. 16.Ursachen des Jahresfehlbetrages und Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragslage a) Was sind die Ursachen des Jahresfehlbetrages? Es wurde im Berichtsjahr ein Jahresberschuss erwirtschaftet. b) Welche Maßnahmen wurden eingeleitet bzw. sind beabsichtigt, um die Ertragslage des Unternehmens zu verbessern? Vgl. dazu Fragenkreis 15.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2484/2024
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 04.09.2024
- Erstellt
- 15.08.2024 09:12