Mandari Insight

AN/0474/2019

Schulsozialindex weiterentwickeln und breit anwenden!

Gem. Antrag nach § 3 (SPD) 09.04.2019

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 21.05.2019, TOP 3.1.4

Gem. Antrag nach § 3 (SPD)

· application/pdf

Ansehen

Gem. Antrag nach § 3 (SPD)

5632 Zeichen

SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Ratsgruppe BUNT 
 
 
An die  
Vorsitzende des Rates 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 08.04.2019 
 
AN/0474/2019 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 21.05.2019 
 
Schulsozialindex weiterentwickeln und breit anwenden! 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
die Antragsteller bitten Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung des Rates am 
21.05.2019 aufzunehmen: 
 
 
Präambel: 
 
Bildungschancen und Bildungserfolge von Kindern und Jugendlichen hängen auch 
in unserer Stadt immer noch in hohem Maße von der sozialen Herkunft ab.1 Ist 
man in Kölner Schulen auf dem gesamten Stadtgebiet unterwegs fallen nicht nur 
baulich, sondern auch bezüglich der Ausstattung teilweise eklatante Unterschiede 
ins Auge. Auch die Schülerschaft mit ihren Anliegen und Bedürfnissen bringt für 
die Schulen sehr unterschiedliche Herausforderungen in der begleitenden Bera-
tung und Betreuung mit sich. 
 
Schulen, die im gemeinsamen Lernen arbeiten, Schulen, die viele Seiteneinstei-
ger betreuen aber auch Schulen, die viele Schülerinnen und Schüler aus sozial 
schwierigen Verhältnissen unterrichten leisten täglich Enormes. Hinzu kommt die 
Tatsache, dass die Unterstützung aus der Elternschaft, beispielsweise über För-
dervereine, an diesen Schulen oftmals weniger tragfähig ist, als an anderen 
Schulen. 
 
Vor diesem Hintergrund setzen sich die Antragsteller in Köln seit vielen Jahren 
für eine gerechte Verteilung von Ressourcen an den Schulen nach dem Prinzip 
„Ungleiches ungleich behandeln“ ein. Eine Verteilung nach dem „Gießkannen-
Prinzip“ müsste hier längst überholt sein und ist mit der Forderung nach Bil-
dungsgerechtigkeit nicht vereinbar.  
 
                                                 
1 Vgl. Session 3779/2018 „Monitoringbericht allgemeinbildende S chulen und  
Berufskollegs 2018“)

- 2 - 
 
Die Stadtverwaltung führt hierzu in ihrem Bildungsmonitoring-Bericht 2018 aus: 
 
„Dem trägt Köln Rechnung, indem kommunale Bildungsressourcen bedarfsorien-
tiert und nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden. Allerdings deuten 
die empirischen Befunde darauf hin, dass noch Handlungsbedarf besteht. Es wäre 
zu prüfen, ob eine weitere Stärkung der Bedarfsorientierung (institutionell z.B. 
über den Schulsozialindex) und eine Qualitätsoffensive kommunaler Bildungsför-
derung mit dem Schwerpunkt einer Erhöhung der Wirksamkeit vorhandener 
Maßnahmen geeignet wären, noch ungenutzte Bildungspotentiale auszuschöp-
fen.“ 
 
Daher schlagen die Antragsteller folgenden Beschluss des Rates der Stadt Köln 
vor: 
 
Beschluss: 
 
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt, das bewährte Verfahren zur Ermittlung eines 
Sozialindexes für Kölner Schulen konsequent weiterzuführen und weiterzu-
entwickeln. Ziel ist und bleibt die kindgerechte Verteilung von Ressourcen an 
den Kölner Schulen zum Zweck der Verteilungsgerechtigkeit und der Verhin-
derung von Bildungsarmut. 
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, auf welche städtischen Mittel und 
Ressourcen, die der örtliche Schulträger an die Schulen verteilt, über die bis-
herige Praxis hinaus eine Anwendung des Sozialindexes sinnvoll umgesetzt 
werden kann. Hier kommt aus fachlicher Sicht unter anderem der Ausbau von 
Sprachförderung, Inklusions- und Ganztagsangeboten bis hin zu der Steue-
rung der Größe von Lerngruppen in Betracht. Eine solche Prüfung muss auch 
Bezuschussungen von Land und Bund in den Blick nehmen, soweit diese 
nicht ohnehin schulscharf vergeben wurden 
 
 
 
Begründung: 
 
Mit einem solchen Vorgehen würde sich die Stadt Köln auf einer Linie mit den 
Vorstellungen der Landesregierung bewegen, wie sie sich beispielsweise im Pro-
gramm „Kommunale Präventionsketten“ (ehemals „Kein Kind zurücklassen“) zei-
gen. Wenn Land und Kommune hier ineinandergreifend vorgehen, kann ein we-
sentlicher Schritt in Richtung Bildungsgerechtigkeit getan werden.  
Die Stadt Köln ist als Schulträger insbesondere dafür zuständig 
 die für den Unterricht erforderlichen Schulanlagen, Gebäude, Einrichtun-
gen und Lehrmittel bereitzustellen und zu unterhalten 
 das für die Schulverwaltung notwendige Personal und eine am allgemeinen 
Stand der Technik und Informationstechnologie orientierte Sachausstat-
tung zur Verfügung zu stellen

- 3 - 
 
Auch im Rahmen dieser Aufgaben bieten sich zahlreiche Möglichkeiten einer Ver-
teilung von Ressourcen an die Schulen unter Anwendung eines Sozialindexes.  
 
Dieser wird in Köln bereits ermittelt, wie in den Ausführungen der Stadtverwal-
tung in der Anlage zur Vorlage Session 4042/2018 „Sozialindizierung von Schu-
len als Instrument zur bedarfsgerechten Steuerung knapper Ressourcen“ darge-
legt.  
 
Die Verwaltung hat bereits aufgezeigt, dass sie in Bezug auf die weitere Vertei-
lung von Stellen in der Schulsozialarbeit weiterhin als Hauptkriterium den 
Schulsozialindex zu Grunde legen wird. Die Antragsteller bleiben bei Ihrer grund-
sätzlichen Forderung, dass an jeder Kölner Schule perspektivisch mindestens ei-
ne Schulsozialarbeiterin / einen Schulsozialarbeiter beschäftigt sein sollte, je 
nach Bedarf der Schule aber auch mehr.    
 
Dieses erfolgreiche Verfahren für mehr Bildungsgerechtigkeit soll sukzessive wei-
terentwickelt werden und breite Anwendung auf die Ressourcen der Schulen er-
fahren.  
 
 
 
Mit freundlichen Grüßen  
  
 
gez. Dr. Barbara Lübbecke  gez. Thomas Hegenbarth 
SPD-Fraktionsgeschäftsführerin   Sprecher der Ratsgruppe BUNT 
 
 
1 Vgl. Session 3779/2018 „Monitoringbericht allgemeinbildende Schulen und  
Berufskollegs 2018“)

Beratungsverlauf (1)

21.05.2019 Rat
TOP 3.1.4 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Sache ist erledigt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0474/2019
Typ
Gem. Antrag nach § 3 (SPD)
Datum
09.04.2019
Erstellt
08.04.2019 10:26