3566/2025
Bericht des Jobcenter Köln
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle V/5000 JC Vorlagen-Nummer 07.01.2026 3566/2025 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren 15.01.2026 Bericht des Jobcenter Köln Die Verwaltung legt dem Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senio- ren – auf Wunsch des Jobcenter Köln - den folgenden Bericht vor. Gez. Dr. Rau Anlagen: Anlage 1 zum Bericht des Jobcenter Köln: Ergebnismonitoring 11/2025 Anlage 2 zum Bericht des Jobcenter Köln: Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2025-2027
Bericht des Jobcenter Köln
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Anlage zur Mitteilung „ Bericht des Jobcenter Köln “ zur Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren am 15.01.2026 Bericht des Jobcenter Köln 1. Aktuelle Situation im Jobcenter Köln Zur aktuellen Lage im Jobcenter Köln informiert Frau Mendez im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren gerne mündlich. 2. Ergebnismonitoring zu den vereinbarten Zielen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Bundesziele) und der Stadt Köln (Kommunale Ziele) – Stand Monat 11/2025 Das Jobcenter Köln geht im Ergebnismonitoring für den Monat November 2025 (Anlage 1) auf die Zielerreichung bezüglich der mit dem Bund und mit der Stadt Köln vereinbarten Ziele für das Jahr 2025 ein. 3. Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2025-2027 Das Jobcenter Köln legt dem Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Seniorinnen und Senioren das angepasste Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2025-2027 vor. gez. Sabine Mendez Anlage: 1. Ergebnismonitoring 11/2025 2. Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2025-2027
Anlage 1 zum Bericht des Jobcenter Köln Ergebnismonitoring_11_2025
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Anlage 1Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren am 16.11.2023 Ergebnis Monitoring 2025 BerichtsmonatNovember Abkürzung Bedeutung Definition BA Bundesagentur BG Bedarfsgemeinschaft Diff. Differenz EGT Eingliederungstitel eLb Erwerbsfähige Leistungsberechtigte 8HKL 8 Asylherkunftsländer Top 8 HKL: Eritrea, Nigeria, Somalia, Afghanistan, Irak, Iran, Pakistan, Syrien IQ JC Jobcenter JFW Jahresfortschrittswert KDU / LUH LLU Leistungen zum Lebensunterhalt LZB Langzeitleistungsbezieher*in MW Monatswert NEF Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte SB Schwerbehinderte SGB Sozialgesetzbuch SodGE Sozialdienstleister-Einsatzgesetz VJ Vorjahr Kosten der Unterkunft / Leistungen für Unterkunft und Heizung Integrationen nach Kennzahlen § 48a SGB II liegen vor, wenn ELB eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung oder vollqualifizierende berufliche Ausbildungen oder eine selbständige Erwerbstätigkeiten aufnehmen. Die Quote berechnet sich durch die Anzahl der Integrationen (JFW) / die Anzahl der elB im Vormonat (JDW). Integrationsquote Erwerbsfähige Leistungsberechtigte sind Personen, die das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze nach § 7a SGB II noch nicht erreicht haben, erwerbsfähig und hilfebedürftig sind. Langzeitleistungsbeziehende (LZB) gemäß den Kennzahlen nach § 48a SGB II sind erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB), die in den vergangenen 24 Monaten mindestens 21 Monate ELB waren. Die Summe der LLU setzt sich gemäß § 4 Abs. 1 der RVO zu § 48a SGB II aus den folgenden vom Bund finanzierten Leistungsarten zusammen: - Regelbedarf für erwerbsfähige Leistungsberechtigte (§ 20 SGB II, vor 2023: Arbeitslosengeld II) - Regelbedarf für nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (vor 2023: Sozialgeld) und Mehrbedarfe (§ 23 SGB II) - Mehrbedarfe (§ 21 SGB II) - Einmalleistungen (§ 24 Abs. 1 SGB II) Die Summe der LLUsetzt sich gemäß § 4 Abs. 1 der RVO zu § 48a SGB II aus den folgenden vom Bund finanzierten Leistungsarten zusammen: - Regelbedarf für erwerbsfähige Leistungsberechtigte (§ 20 SGB II, vor 2023: Arbeitslosengeld II) - Regelbedarf für nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (vor 2023: Sozialgeld) und Mehrbedarfe (§ 23 SGB II) - Mehrbedarfe (§ 21 SGB II) - Einmalleistungen (§ 24 Abs. 1 SGB II) Abkürzungsverzeichnis Berichtsmonat November 2025 Summe KDU in € Ist Soll Diff. 2025 395.121.904,69 € 402.621.646,98 €-7.499.742,29 € 2024 399.688.642,90 € 392.677.134,15 € 7.011.508,75 € Differenz zum Vorjahr Diff. in % - 1,14% Diff. In € - 4.566.738,21 € Summe der LLU in € JFW 2025 388.967.216,45 € 2024 406.131.918,50 € LLU Veränderung zum Vorjahr 2025 -4,68% Diff. -17.164.702,05 € Bedarfsgemeinschaften und Leistungen Im Berichtsmonat November liegen die KDU rund 7,5 Mio. Euro unter dem prognostizierten Wert. Die KDU gesamt reduziert sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Mio. Euro. Jan 25* Feb 25* Mär 25* Apr 25* Mai 25* Jun 25* Jul 25* Aug 25* Sep 25* Okt 25* Nov 25* Dez 25* 2025 58.610 58.734 58.706 58.676 58.577 58.330 58.238 58.033 57.662 57.427 57.159 2024 59.655 59.709 59.722 59.839 59.730 59.490 59.436 59.299 59.039 58.800 58.517 58.517 55.500 56.000 56.500 57.000 57.500 58.000 58.500 59.000 59.500 60.000 60.500 Entwicklung der Bedarfsgemeinschaften (BG) [Quelle: Statistik BA und Controlling Jobcenter Köln] Kosten der Unterkunft (KDU) [Quelle: Berechnung Stadt Köln] Jan 25* Feb 25* Mär 25* Apr 25* Mai 25* Jun 25* Jul 25* Aug 25* Sep 25* Okt 25* Nov 25* Dez 25* 2025 35.842.982,91 36.553.292,73 35.583.776,68 36.142.169,85 36.127.734,13 35.147.322,20 37.059.588,54 35.283.840,83 35.432.310,54 35.727.893,55 36.220.992,73 2024 35.994.361,69 37.146.473,89 36.141.842,26 36.201.821,55 35.670.219,55 36.271.565,31 37.229.266,38 36.123.855,64 36.612.514,45 36.459.464,74 35.837.257,44 35.514.212,94 0,00 5.000.000,00 10.000.000,00 15.000.000,00 20.000.000,00 25.000.000,00 30.000.000,00 35.000.000,00 40.000.000,00 Leistungen zum Lebensunterhalt (LLU) [Quelle: Controlling JC Köln] Jan 25* Feb 25* Mär 25* Apr 25* Mai 25* Jun 25* Jul 25* Aug 25* Sep 25* Okt 25* Nov 25* Dez 25* 2025 36.198.448 36.163.144 36.040.025 35.928.047 35.747.483 35.534.838 35.512.435 35.283.947 34.986.012 34.361.098 33.211.740 2024 37.702.341 37.702.156 37.524.318 37.460.453 37.283.149 37.120.721 37.058.399 36.873.172 36.580.366 35.983.744 34.843.100 36.095.878 0 5.000.000 10.000.000 15.000.000 20.000.000 25.000.000 30.000.000 35.000.000 40.000.000 DIe LLU gesamt liegen im Berichtmonat November bei 389 Millionen Euro; damit liegen sie 4,68% unter dem Vorjahreswert. Absolut sind dies rund 17,16 Millionen Euro weniger als im Vergleichsmonat 2024. November 2025 Frauen Gesamt Männer Ist Soll Diff. Anzahl IQ Ist Soll Diff. 2025 14,82% 13,97% + 6,1% 2025 14.266 18,1% 2025 21,40% 21,54% - 0,6% 2024 13,9% Diff. zum VJ+ 6,7% 2024 14.305 17,6% 2024 21,5% Diff. zum VJ - 0,4% Berichtsmonat Entwicklung der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (eLb)[Quelle: Controlling JC Köln]Kennzahlen nach §48a SGB II Im Berichtsmonat November liegt die Integrationsquote Frauen +6,1% über dem Soll und die Integrationsquote Männer mit -0,6% unter dem Sollwert. Die Integrationsquote gesamt liegt bei +18,1% und übersteigt damit das Vorjahresergebnis von 17,6%. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 2025 80.057 80.114 80.156 80.150 80.123 80.085 80.001 79.909 79.741 79.467 78.995 2024 81.560 81.864 81.973 82.030 82.090 82.090 82.038 81.995 81.881 81.665 81.261 81.167 77.000 77.500 78.000 78.500 79.000 79.500 80.000 80.500 81.000 81.500 82.000 82.500 Integrationsquote (IQ)[Quelle: Controlling JC Köln] Integrationen der 8HKL* und Ukraine[Quelle: Controlling JC Köln] Jan 25* Feb 25* Mär 25* Apr 25* Mai 25* Jun 25* Jul 25* Aug 25* Sep 25* Okt 25* Nov 25* Dez 25* Ukraine 96 175 268 375 471 584 692 850 1003 1119 1186 8HKL 159 378 587 820 1026 1231 1457 1799 2109 2339 2442 0 500 1000 1500 2000 2500 3000 Integrationen 2025 Im Jahr 2025 konntne bisher 1.186 Ukrainer*Innen und 2.442 Menschen aus den 8 HKL in Arbeit vermittelt werden. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 2025 1090 2312 3445 4778 6047 7247 8497 10437 12264 13544 14266 2024 1178 2380 3546 4912 6229 7229 8558 10398 12213 13558 14305 15267 0 2000 4000 6000 8000 10000 12000 14000 16000 18000 Integrationen JFW Integrationen SB im JFW Ist Soll Diff. 2025 254 359 - 105 2024 340 Diff. VJ - 86 LZB Frauen Ist Soll Diff. 2025 30.012 30.199 -187 2024 28.300 Diff. VJ 1.712 LZB Männer Ist Soll Diff. 2025 26.588 26.652 -64 2024 26.572 Diff. VJ 15 Jan 25* Feb 25* Mär 25* Apr 25* Mai 25* Jun 25* Jul 25* Aug 25* Sep 25* Okt 25* Nov 25* Dez 25* 2025 4.149 4.154 4.209 4.232 4.241 4.260 4.266 4.266 4.242 4.227 4.134 2024 4.074 4.141 4.151 4.168 4.189 4.203 4.198 4.206 4.198 4.140 4.077 4.117 3.950 4.000 4.050 4.100 4.150 4.200 4.250 4.300 eLb SB EntwicklungDie Zahl der Integrationen schwerbehinderter Menschen liegt im November 2025 bei 254 Integrationen, die der eLB bei 4.134.Integrationen Schwerbehinderte (SB)[Quelle: Controlling JC Köln]Entwicklung der Langzeitleistungsbeziehenden (LZB)[Quelle: Controlling JC Köln]Bei den Frauen liegt die Anzahl der LZB mit -187 und bei den Männern mit -64 unter dem Sollwert 2025. Die Anzahl der LZB Gesamt steigt von 2024 auf 2025 um 38 LZB. Jan 25* Feb 25* Mär 25* Apr 25* Mai 25* Jun 25* Jul 25* Aug 25* Sep 25* Okt 25* Nov 25* Dez 25* 2025 57.284 57.307 57.251 57.202 57.177 57.135 57.084 57.001 56.902 56.786 56.600 2024 54.434 54.332 54.783 55.052 55.495 55.866 56.142 56.336 56.465 56.559 56.562 56.619 52.500 53.000 53.500 54.000 54.500 55.000 55.500 56.000 56.500 57.000 57.500 58.000
Anlage 2 zum Bericht des JC Köln AMIP 2025-2027
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Anlage 2 zum Bericht des Jobcenter Köln ARBEITSMARKT- UND INTEGRATIONSPROGRAMM 2025 – 2027 Stand: 17.09.2025 Seite 2 von 12 Inhaltsverzeichnis Köln und sein Jobcenter ....................................................................................................................... 3 Unsere Kund*innen.............................................................................................................................. 4 Unsere Vision ...................................................................................................................................... 5 Handlungsschwerpunkte ...................................................................................................................... 6 Handlungsschwerpunkt Beratung ........................................................................................................................ 6 Handlungsschwerpunkt Angebote ....................................................................................................................... 7 Handlungsschwerpunkt Vermittlung .................................................................................................................. 10 Ein Blick in die Zukunft ....................................................................................................................... 11 Seite 3 von 12 Köln und sein Jobcenter Die Stadt Köln ist mit über 1 Million Einwohner eine der vier größten Städte Deutschlands. Eine Stadt mit Geschichte, in der Menschen aus rund 180 Nationen leben und arbeiten. Köln ist bekannt für seine Willkommenskultur und Diversität. Wer hier ankommt, bleibt auch gerne. Hier findet jeder Mensch (s)einen Platz. Das Jobcenter Köln ist ein elementarer Bestandteil des sozialen Köln. Die rund 1.700 Mitarbeiter*innen des Jobcenter Köln sind ebenso bunt, wie die Stadt in der sie arbeiten. Während der Pandemie, bei der Einführung des Bürgergelds und in der direkten Unterstützung Geflüchteter, haben die Mitarbeiter*innen Flexibilität, Zusam - menhalt und Umsetzungsstärke bewiesen. Geleitet hat sie dabei das gemeinsame Verständnis unseres Auftrags: Menschen in schwierigen Situationen zu unterstüt- zen und gemeinsam neue Wege zu finden. Unsere Kund*innen Seite 4 von 12 Die Kund*innen des Jobcenter Köln sind vielfältig. Wir betreuen junge Menschen auf dem Weg und Erziehende bei einem Wiedereinstieg in das Berufsleben. Wir beraten zu Umschulungen und Qualifizierungen, in Situationen der Stabilisierung und persönlichen Herausforderung und begleiten Menschen mit Fluchthinter - grund in den deutschen Arbeitsmarkt. Die folgenden soziodemografischen Daten beziehen sich auf die rund 108.000 regelleistungsberechtigten Menschen, die in Köln Leistungen nach dem SGBII erhalten: • Etwa die Hälfte aller leistungsberechtigten Menschen sind weiblich. • 63% der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten (ELB) sind zwischen 25 bis und 55 Jahre alt • 18% sind jünger als 25 Jahre alt. • 19% sind älter als 55 Jahre. Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Statistik Unsere Vision Seite 5 von 12 Miteinander Perspektiven entwickeln und so Zukunft gestalten – mutig, menschlich und nachhaltig. Wir beraten proaktiv, persönlich bis digital. In schwierigen finanziellen und beruflichen Situationen unter- stützen wir zuverlässig Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Unsere Vision gibt die Richtung vor, in die wir gemeinsam unterwegs sind. Wir alle sind ein Teil von ihr. Unser Handeln im Arbeitsalltag trägt zur Verwirklichung der Vision bei. Das kann sich beispielsweise in der Zusammenarbeit mit Kund*innen oder im Umgang mit- einander zeigen. Anhand dieser Vision richten wir unsere Strategien aus. Durch Handlungsschwer- punkte und Ziele gestalten wir den Weg zur Erfüllung unserer Vision. Seite 6 von 12 Handlungsschwerpunkte Unsere Handlungsschwerpunkte in den Jahren 2025 bis 2027 knüpfen an die ver- gangenen Jahre an. Hierbei begegnen wir den Handlungsbedarfen der Kund*in - nen und des Arbeitsmarktes - abgestimmt auf die vielfältigen Zielgruppen. Wir nutzen bereits vorhandene Kompetenzen und Erfahrungen im Rahmen der integrativen Beratung. Ergänzend prüfen wir jährlich unser Angebotsportfolio und passen dieses flexibel neuen Entwicklungen an. Ziel ist, im Rahmen unseres Auf - trags Integrationsprozesse zu unterstützen und nachhaltige Vermittlung zu er - möglichen. Handlungsschwerpunkt Beratung Die Beratung von Kund*innen ist eine Kernkompetenz des Jobcenter Köln. Für die vielfältigen Anliegen und Bedürfnisse stehen spezialisierte Fachkräfte zur Verfü - gung. Sei es bei der Antragsentgegennahme und Erstberatung durch den Orien - tierungsservice, bei der Klärung und Beantwortung von Anfragen in der Eingangs- zone oder bei den fachspezifischen Beratungsanliegen im Integrations- und Leis- tungsbereich. Das Jobcenter Köln stellt individuelle Beratungsangebote für diffe- renzierte Kund*innenanliegen und -gruppen zur Verfügung. Dazu gehört es auch, unseren Kund*innen digitale Angebote näher zu bringen und sie zu ermutigen, diese zu nutzen. Eine wertschätzende und partizipative Beratung spielt für die gute Zusammenarbeit eine prägnante Rolle. Planungsschritte und Perspektiven werden gemeinsam entwickelt und in einer Kooperationsvereinbarung festgehalten. Neben dem persönlichen Gespräch bietet das Jobcenter Köln auch vermehrt Videoberatungen an. Seite 7 von 12 Sollte jedoch eine kooperative Zusammenarbeit nicht möglich sein, gehört auch die Umsetzung der gesetzlich festgelegten Folgeschritte zur Aufgabe. Handlungsschwerpunkt Angebote Unsere Angebote zur beruflichen Integration und sozialen Teilhabe sind tragende Säulen der Integrationsarbeit. Sie helfen uns, Motivation und Fähigkeiten unserer Kund*innen zu erkennen, begegnen sozialintegrativen Bedarfen und fördern ge - zielt fachliche Kompetenzen, um eine nachhaltige berufliche Eingliederung auf dem Arbeitsmarkt zu erreichen. Verlässliche Partner*innen sind dabei die Stadt Köln, die Agentur für Arbeit Köln, die Kölner Bildungs- und Beschäftigungsträger und viele Arbeitgeber*innen. Die auf Jahren der Zusammenarbeit basierenden gemeinsamen Erfahrungen, ermög- lichen uns einen vertrauensvollen Austausch, regelmäßige Nachhaltung und Op - timierung der Angebote. Trotz der sich für die Zukunft abzeichnenden Veränderung der finanziellen Aus - stattung, setzt das Jobcenter Köln auch für die kommenden Jahren auf ein vielfäl- tiges Angebotsportfolio: Die Förderung von beruflicher Weiterbildung (FbW), z.B. im Rahmen des Kölner Bildungsmodells oder in der klassischen Umschulung. Ziel ist eine nachhaltige Integrationswirkung durch berufliche (Neu -)Orientierung und anschließender Qualifizierung in anerkann ten Ausbildungsberufen. Dabei bleibt es weiterhin zentrale Aufgabe des Jobcenter Köln, die Beratung, Anbahnung und Begleitung der Kund*innen sicherzustellen, während die Agentur für Arbeit Köln die Finanzierung und Bewilligung von FbW übernimmt. Seite 8 von 12 Maßnahmen zur Vermittlung und Perspektiventwicklung (§45 SGB III) nutzt das Jobcenter Köln seit vielen Jahren erfolgreich. Diese werden durch die bedarfsgerechten Ausgestaltungsmöglichkeiten auch zukünftig als Mittel zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt dienen. Die zielgerichtete Ausgabe von Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheinen (§16 SGB II i.V.m. §45 SGB III) ist vor allem in den Bereichen der Vorberei - tung auf beruflichen Weiterbildung, Bewerbungstraining sowie berufsbezogenen Sprachförderung vorgesehen. Die Angebotsstruktur ist hierbei vielfältig und lässt eine Zielsetzung im Rahmen der Integrationsstrategie zu. Das Coaching nach §16k SGB II beinhaltet den Aufbau sowie soziale und persönliche Stabilisierung von Beschäftigungsfähigkeit. Dabei nimmt es die gesamte Lebenssituation der begleiteten Kund*innen in den Blick. Ange - bote dazu sind im Stadtgebiet Köln in ausreichender Zahl vorhanden. Zur grundsätzlichen Stabilisierung und Heranführung an den Arbeitsmarkt, steht das Angebot der Arbeitsgelegenheit zur Verfügung. Die vielfältige Köl- ner Trägerlandschaft bietet hier umfangreiche Einsatzmöglichkeiten im ge- samten Kölner Stadtgebiet, in kleinen und großen Einsatzstellen sowie un- ter qualifizierter Anleitung und paralleler sozialpädagogischer Begleitung. Die Angebote zur Teilhabe am Arbeitsmarkt (§16i SGB II) und Eingliederung von Langzeitarbeitslosen (§16e SGB II) bieten für langzeitarbeitslose Kund*innen im Einzelfall eine Unterstützung, um auf dem allgemeinen o - der sozialen Arbeitsmarkt eine Beschäftigung zu finden. Durch finanzielle Förderung werden die Arbeit geber*innen ermutigt, gezielt Menschen zu fördern, die bereits lange Zeit nicht erwerbstätig waren. Ein berufsbeglei - tendes Coaching ist fester Bestandteil, um die Beschäftigung nachhaltig zu verfestigen. Seite 9 von 12 In Abstimmung mit der Stadt Köln wird im Rahmen von kommunal flankie- renden Leistungen weiterhin Unterstützung in Form von psychosozialer Be- treuung, Kinderbetreuung und Beratungen bei Sucht- sowie Schuldenprob- lematik bereitgestellt. Die Freie Förderung (§ 16 f SGB II) und Modellprojekte mit zusätzlichen För- dermitteln aus Bundes-, Landes- oder EU-Förderprogrammen schaffen Ge- staltungsspielräume zur passgenauen Angebotsentwicklung bzw. der Er - probung zielgerichteter regionaler und bundesweiter Unterstützungsange- bote. Bei allen Angeboten wird die Vereinbarkeit von Familien- und Pflegeaufgaben mit den beruflichen Anforderungen mitgedacht. Sie ist ein wichtiger Faktor für eine nachhaltige Integration. Mit passgenauen Angeboten in Teilzeit unterstützen wir Erziehende und Pflegende bei ihrem (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt. Darüber hinaus bietet das Jobcenter Köln vielfältige Maßnahmen und Projekte an, die speziell auf die Handlungsbedarfe geflüchteter Menschen bzw. Menschen mit Migrationshintergrund ausgerichtet sind. Durch Integrationskurse und weiterfüh- rende Sprachförderung wird der Erwerb und Ausbau der Deutschkenntnisse be- gleitet. Die Anerkennungsberatung für Personen, die Abschlüsse aus dem Heimat- land mitbringen, ist ein möglicher Weg zum Zielberuf. Seite 10 von 12 Handlungsschwerpunkt Vermittlung Der Kölner Arbeitsmarkt befindet sich in einem umfassenden Veränderungspro - zess. Die voranschreitende Digitalisierung und der technische Fortschritt treffen auf Entwicklungen durch Klimawandel und Energiewende („digitale und grüne Transformation“) - entscheidend beeinflusst durch die demografische Entwick - lung. Die Anzahl der offenen Arbeitsstellen unterliegt leichten Schwankungen und bleibt nahezu konstant. Zu den wichtigsten Beschäftigungsbranchen in Köln ge - hört das Gesundheitswesen, der Groß - und Einzelhandel sowie die öffentliche Verwaltung. Der gemeinsame Arbeitgeberservice von Agentur für Arbeit und Jobcenter Köln richtet sich nach der Kund*innenstruktur und den Anforderungen des Arbeits - marktes aus. Die passende Ansprache der Arbeitgeber*innen, kontinuierliche Be- werber*innentage, die Zusammenarbeit mit Ehrenamt und Communities soll Kund*innen helfen, eine Arbeit zu finden. Das JobSpeedDating bleibt als erfolgreiche Veranstaltung ein wichtiger Bestand - teil der Vermittlungsaktivitäten des Jobcenter Köln. Auch zukünftig bauen wir auf gelebte Kooperation und Netzwerke, um den Ent - wicklungen des Arbeitsmarktes zeitnah mit anpassungsfähigen Integrationsstra - tegien zu begegnen. Seite 11 von 12 Ein Blick in die Zukunft Wir befinden uns in einem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Transformati - onsprozess. Hervorzuheben ist hier die zunehmende Geschwindigkeit, in der der Wandel stattfindet. Politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Einflussfakto- ren erfordern auch kurzlebige und teils wechselhafte Änderungen der sozialpoli- tischen Gesetzes- und Weisungslage. Die nachhaltige Integration unserer Kund*innen erfordert einen wachen Blick auf politische und wirtschaftliche Entwicklungen, kombiniert mit einer vorgehaltenen Flexibilität in Handlungsstrategien und Schwerpunksetzung im Integrationspro - zess. Dabei setzen wir auf Arbeitgeber*innen, die die Chancen in der Beschäftigung von Kund*innen des Jobcenter Köln erkennen, um perspektivisch ihren Fachkräftebe- darf zu sichern. Aufgabe wird es sein, zunehmend Unternehmen zu gewinnen, die mutig auch Menschen beschäftigen, die zunächst nicht den erwünschten Anfor - derungsprofilen entsprechen. 2025 erfolgte die Zuständigkeitsverlagerung der Bewilligung von Leistungen zur beruflichen Weiterbildung und zur Rehabilitation vom Jobcenter zur Agentur für Arbeit. Die hierfür notwendigen Prozesse im Verfahrensablauf wurden erfolgreich implementiert und bilden nun das Fundament für ein gelungenes Qualifizierungsangebot an die Kund*innen des Jobcenter Köln. Die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Köln gestalten hierbei gemeinsam den rechtskreisübergreifenden Beratungs- und Förderungsprozess. Seite 12 von 12 Die enge Verzahnung mit allen Partner*innen am sozialen Arbeitsmarkt hilft, die Auswirkungen der bundesweit vorgesehenen Einsparungen im Eingliederungs - budget der Jobcenter auf die finanziellen, beruflichen und individuellen Perspektiven abzuschwächen. Insbesondere die demografische Entwicklung fordert es noch stärker als bisher, die Ressourcen von Frauen und Erziehenden zu berücksichtigen. Dabei sind unter anderem tradierte Rollenbilder und fehlende Kinderbetreuungsmöglichkeiten besondere gesellschaftliche Herausforderungen. Diesen auf neuen Wegen zu begegnen, ist eine Aufgabe für uns alle. Das lebenslange Lernen nimmt nochmals an Bedeutung zu. Mehr denn je bedarf es einer hohen Veränderungskompetenz sowie dezentraler richtungsgebender Strukturen, Werte und Normen. Die aktuellen und anzunehmenden Entwicklungen in allen relevanten Bereichen unsere Arbeit betreffend, können auf den ersten Blick einschüchternd wirken – als Chance, der notwendigen Transformation und gesellschaftlichen Weiterentwicklung betrachtet, eröffnen sich uns neue Perspektiven.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3566/2025
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 07.01.2026
- Erstellt
- 15.12.2025 09:45