1538/2017
Investiver Zuschuss für Baumaßnahmen des Trägers "Jugendfarm Wilhelmshof e.V."
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Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/510/32 Vorlagen-Nummer 1538/2017 Freigabedatum 31.05.2017 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Investiver Zuschuss für Baumaßnahmen des Trägers "Jugendfarm Wilhelmshof e.V." Beschlussorgan Jugendhilfeausschuss Gremium Datum Beschluss: Der Jugendhilfeausschuss –Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie- beschließt, dem Träger „Ju- gendfarm Wilhelmshof e.V., einen Zuschuss in Höhe von bis zu 67.909,89 Euro für die Erweiterung und Verbesserung des Jugendhilfeangebotes zu gewähren. Jugendhilfeausschuss 20.06.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 67.909,89 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung: Mit Schreiben vom 06.04.2017 (mündlich bereits Ende Februar 2017 angekündigt) beantragt der Trä- ger „Jugendfarm Wilhelmshof e.V.“ einen investiven Zuschuss in Höhe von insgesamt 195.673,75 Euro für diverse Baumaßnahmen auf dem neuen Gelände am Bergheimer Weg, 50737 Köln. Entsprechend der „Richtlinie zur investiven Förderung von Trägern der freien Jugendhilfe im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit“ (beschlossen vom Rat der Stadt Köln am 14.09.2010) ist eine Be- schlussfassung im Jugendhilfeausschuss erforderlich, da die beantragte Zuschusssumme über der vom Rat erteilten Ermächtigung (10.000 Euro als einfaches Geschäft der laufenden Verwaltung) liegt. Der „Jugendfarm Wilhelmshof e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe, der dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband angeschlossen ist und inklusiv und partizipatorisch arbeitet. Auf dem Hof mit seinem naturnahen Gelände werden den Kindern viele Beschäftigungsmöglichkeiten und Abenteuer geboten, die ein anregendes und auch entspannendes Kontrast-Programm zu dem gewohnten Großstadtleben bilden. Der „Jugendfarm Wilhelmshof e.V.“ widmet sich der außerschulischen Bildung, wobei die Umwelterziehung und die Gesundheitserziehung, welche spielerisch und in direktem Kontakt zur Natur vermittelt werden, einen Schwerpunkt darstellen. Als gemeinnütziger Verein engagiert sich der Wilhelmshof seit 1987 vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit im Sinne „der Offenen Tür“. Dienstags bis samstags sind alle Kölner Kinder in der Zeit von 13 bis 19 Uhr eingeladen, die altersgerechten Angebote der Jugendfarm kostenlos und ohne Voranmeldung zu nutzen. Dazu gehören Tier- und Gartenpflege, Reitangebote sowie Sport- und Spielaktionen. Darüber hinaus bietet der Wilhelmshof erlebnispädagogische Angebote, Übernachtungsangebote für Gruppen (wie Schulen, Kindergärten und Vereine), Wochenendprojekte, Ferienfreizeiten und Geburtstagsveranstaltungen. Zudem finden regelmäßig Schul-AGs zu den Themen „Tiere“, „Garten“ und „Natur“ statt. Bei allen Angeboten ist es das Ziel, die motorischen, kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen zu fördern. Gerade die Arbeit und der Umgang mit den 3 Tieren trägt erheblich dazu bei, die Selbstständigkeit, die Kreativität, das Selbstvertrauen, die Kooperations- und die Konfliktfähigkeit zu stärken und zu erweitern. Die Themen Inklusion und Partizipation sind fest in dem pädagogischen Konzept verankert und werden in allen Bereichen der pädagogischen Arbeit umgesetzt. Die Einrichtung wird täglich von ca. 60 bis 70 Kindern und Jugendlichen aus dem ganzen Kölner Stadtgebiet besucht, mit steigender Tendenz. Zudem nutzen Schulklassen (auch viele Förderschulen), Kindertageseinrichtungen und Vereine die Einrichtung als Ort für außerschulische Bildung im Rahmen von Tages- und Übernachtungsausflügen. Bei Ferienmaßnahmen (in der Regel inklusive Maßnahmen) sind zeitweise täglich bis zu 150 Personen auf dem Hof. Dann stößt die Hofanlage an ihre Kapazitätsgrenzen. Nach jahrzehntelangen Bemühungen ist es nun gelungen, ein benachbartes Grundstück (6.675 qm) von der Stadt zu pachten. Dieses Grundstück liegt nicht (wie die bereits bestehende Liegenschaft) unmittelbar neben der viel befahrenen und lauten Autobahn (A1), sondern grenzt an ein ruhiges Waldstück. Auf diesem Grundstück kann zumindest teilweise eine dem naturpädagogischen Konzept der Einrichtung entsprechende Arbeit viel besser ermöglicht werden. In den derzeit genutzten Bereichen der Einrichtung ist die Lärm- und Abgasbelästigung für die Kinder, Jugendlichen und auch die Tiere doch leider sehr hoch ist. Bislang war der Träger jedoch auf die vorhandenen Bereiche (unmittelbar an der stark befahrene Autobahn) angewiesen, da sich dort auch die Pferdekoppel befindet, die mehrmals in der Woche auch als Reitplatz genutzt wird, um dort die sehr beliebten, inklusiven Reitangebote durchzuführen. Insbesondere bei diesem Angebot, welches eine hohe Nachfrage verzeichnet, stellt die starke Lärmbelastung einen immensen Nachteil sowohl für die Menschen als auch die Tiere dar. Darüber hinaus muss der jetzige Reitplatz aus Platzgründen tagsüber auch als Koppel genutzt werden. Der Platz hat keine Drainage und der Boden ist nach Regenfällen dementsprechend oft sehr tief. Der Großteil der sonstigen inklusiven pädagogischen Arbeit findet aus Platzgründen ebenfalls auf diesem vorderen Bereich der Einrichtung statt. Durch die Lärmbelastung der stark befahrenen Autobahn werden dort allerdings ruhige Gespräche sehr erschwert. Der großzügige und weitläufige Spielplatz der Einrichtung befindet sich ebenfalls in dem vorderen Bereich der Liegenschaft. Durch die Verlagerung der pädagogischen Arbeit in Verbindung mit den dafür notwendigen Umbaumaßnahmen möchte der Träger den Bedürfnissen und Interessen der Kinder noch stärker gerecht werden. Zudem kann hierdurch die inklusive pädagogische Arbeit noch weiter ausgebaut werden. Im Einzelnen sollen in naher Zukunft auf dem neuen Gelände folgende Einzel-Baumaßnahmen erfolgen (alle barrierefrei): 1. Einzäunung des Geländes durch die Errichtung eines soliden, sicheren Metallzaunes 2. Anlegung von einem Zufahrtsweg über das Gelände 3. Bau eines artgerechten Offenstalls für die Ponys und Pferde 4. Anlegung eines Paddocks (Koppel) für die Ponys und Pferde, um deren natürliche Haltung zu gewährleisten. 5. Errichtung eines neuen, ganzjährig nutzbaren Reitplatzes (50 x 30 m) 6. Aufbau eines behindertengerechten Abenteuer-Spielplatzes (so dass die Kinder und Jugendlichen eine Ruhezone für ihr Freispiel haben und des bisherigen Spielplatzangebotes zu einem behindertengerechten Abenteuerspielplatz). 7. Bau neuer Gehege für die verschiedenen Kleintiere (Ziegen, Schafe, Meerschweinchen, Kaninchen, Hühner, Enten, Gänse, Pfauen, Ziervögel...), so dass der gesamte Kleintierbereich ebenfalls auf diesen ruhigeren Bereich verlegt wird, und hier ein „Streichelzoo“ entstehen kann. 4 Kostenaufstellung der geplanten Maßnahmen gemäß Einzelangeboten: Baumaßnahme Höhe der veranschlagten Kosten 1.1 Metallzaun um das neue Gelände 22.689,89 Euro 1.2 Zufahrtsweg 7.497,00 Euro 1.3 Offenstall Pferde/ Ponys 45.220,00 Euro 1.4 Paddock Pferde/Ponys 36.693,65 Euro 1.5 Reitplatz 40.073,25 Euro 1.6 Abenteuerspielplatz 33.000,00 Euro 1.7 Gehege für Kleintiere und Streichelzoo 10.500,00 Euro Maximale Gesamtkosten 195.673,75 Euro Kleinere Arbeiten auf dem neuen Gelände, wie das Pflanzen von Bäumen und Büschen, Handwerkerarbeiten, Reinigungsmaßnahmen usw. werden in Eigenleistung von Mitarbeitern, Ehrenamtlichen, Jugendlichen und Eltern durchgeführt. Neben dem Zuschussantrag des „Jugendfarm Wilhelmshof e.V.“ sind noch zwei weitere Zuschussanträge angekündigt: Hierbei handelt es sich um Maßnahmen des „Veedel e.V.“ in der Einrichtung Gernsheimer Straße für den Austausch von maroden Containern und eine Baumaßnahme des „Caritasverband für die Stadt Köln e.V.“ in der GOT Elsaßstraße. Diese Maßnahmen sollen ebenfalls noch in 2017 beginnen und einen entsprechenden Zuschuss erhalten. Allerdings liegen für beide Maßnahmen derzeit noch keine belastbaren Zahlen vor. Für die beantragten Maßnahmen des „Jugendfarm Wilhelmshof e.V.“ können somit derzeit nur beschränkt finanzielle Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Daher wurde mit dem Träger Übereinkunft dahingehend erzielt, dass zunächst als dringliche Maßnahmen die „Errichtung des Metallzaunes um das neue Gelände“ und die „Errichtung des Offenstallgebäudes“ umgesetzt werden sollen. Die Kosten für die beiden dringlichen Maßnahmen betragen insgesamt: 67.909,89 Euro. Die vorgesehenen baulichen Veränderungen übersteigen die finanziellen Möglichkeiten des Trägers deutlich. Rücklagen oder Eigenmittel stehen nach eigener Aussage nicht zur Verfügung. Daher hat der „Jugendfarm Wilhelmshof e.V. einen Antrag auf eine 100%- Finanzierung gestellt. Der Träger wird vor der Bewilligung zusätzlich noch jeweils zusätzliche Vergleichsangebote für die Gewerke einholen. Die tatsächliche Bewilligung erfolgt dann in Höhe des wirtschaftlichsten Angebotes. Auf der Grundlage dieser Planung soll die erforderliche Baugenehmigung durch den Träger beantragt werden. Die Erteilung der Baugenehmigung ist Grundlage für den Maßnahmenbeginn Daher erfolgt die Mittelbereitstellung erst nach Vorlage der Baugenehmigung. Der „Jugendfarm Wilhelmshof e.V.“ wird als Zuwendungsnehmer und Bauherr auftreten. Die Arbeiten und Baumaßnahmen werden auf städtischem Gelände ausgeführt und somit bleibt die zusätzliche Wertschöpfung in städtischem Eigentum. Der „Jugendfarm Wilhelmshof e.V.“ wird sich weiterhin bemühen, den Zuschussbedarf durch Eigenleistung und das Akquirieren von Sponsoren so gering wie möglich zu halten. Weitere Möglichkeiten sind derzeit nicht gegeben. 5 Sofern sich ergeben sollte, dass in 2017 doch keine Mittel für die geplanten Zuschussmaßnahmen (Gernsheimer Str. und Elsaßstraße) benötigt werden, sollen weitere Gewerke des „Jugendwerk Wilhelmshof e.V.“ bezuschusst werden. Die Mittel in Höhe von 67.909,89 € stehen im Teilplan 0604, Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (4)
- Elsaßstraße
- Gernsheimer Straße
- Bergheimer Weg
- Wilhelmshof
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Details
- Aktenzeichen
- 1538/2017
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 31.05.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27