V/0309/2008
Straßenbenennung Neuhausweg
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Biographie-Neuhaus
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„Das Soziale steckt im Blut“ : Hermann-Josef Neuhaus 1
1 Quelle:
Bernhard Nacke (Hrsg.), Visionen und Realitäten - Persönlichkeiten und Perspektiven aus der christlich-sozialen
Bewegung Münsters, Verlag Regensberg, Münster, 1993, ISBN 3-7923-0658-1>
Als der bisherige Vorsitzende des münsteri-
schen CDU-Sozialausschusses, Georg
Feldmann, im Januar 1950 nach nur halb-
jähriger Amtszeit überraschend starb, trat
mit Hermann-Josef Neuhaus ein Mann an
seine Stelle, der von nun an mehr als
zwanzig Jahre lang maßgeblich die Geschi-
cke und das Profil der CDA der Westfalen-
metropole bestimmen sollte.
Hermann-Josef Neuhaus wurde am 7. April
1920 als viertes von fünf Kindern des Kauf-
manns Fritz Neuhaus und seiner Frau Ma-
ria in Münster geboren. Wie so viele Vertre-
ter der christlich-sozialen Bewegung ent-
stammte auch er einem Elterhaus, das ihn
wie selbstverständlich in das katholische
Sozialmilieu einband und in einen fest ge-
gründeten Glauben hineinwachsen ließ, der
ihn ein Leben lang trug.
Während seiner Schulzeit schloss Neuhaus
sich dem katholischen Jugendbund Neu-
deutschland (ND) an. Die gemeinsame
Freizeitgestaltung mit Jugendlichen aus
dem gleichen konfessionellen Milieu und
mit ganz ähnlichen Idealen, wie er selbst
sie besaß, scheint Neuhaus tief geprägt zu
haben. Als konfessioneller Jugendverband
gerieten die münsterischen ND`ler nach der
nationalsozialistischen „Machtergreifung“
rasch in Konflikt mit Hitler-Jugend und Ges-
tapo; Verdächtigungen, Postkontrollen,
Haussuchungen und Verhöre waren die
Folge. Diese staatlichen Repressionen führ-
ten Neuhaus schon früh auch in politische
Distanz zum NS-Regime. Die Ermordung
des Reichsführers des katholischen Sport-
verbandes DJK, Albert Propst, und des
Vorsitzenden der Katholischen Aktion, Erich
Klausener, im Zuge der nationalsozialisti-
schen Säuberungsaktion Röhm-Putsch im
Sommer 1934 – von Neuhaus selbst als
„Schlüsselerlebnis“ bezeichnet -, entlarvten
die Herrschaft Hitlers in den Augen des 14-
jährigen dann endgültig als „mörderisches
Unrechtssystem“. Die Einsicht in den totali-
tären Unrechtscharakter des Dritten Rei-
ches war eine der wichtigsten Triebfedern
seines späteren politischen Engagements.
1936 beendete Neuhaus seine Schulzeit
auf dem realgymnasialen Zweig der „Städ-
tepenne“ Ratsschule mit der mittleren Reife
und begann eine kaufmännische Lehre bei
einer privaten Sachversicherung. Nach Ab-
schluss der Lehre wurde er im Sommer
1941 zum Kriegsdienst bei der Luftwaffe
eingezogen; als Flugabwehr-Soldat gelang-
te er nach Hamburg. Die Erlebnisse des
Krieges formten Neuhaus nachhaltig. „Die
Schrecken der Hamburger Bombennächte“,
bekannte er später, „sind aus der Erinne-
rung nicht zu löschen. Sie müssen zu einer
Verurteilung des Krieges führen. In Ham-
burg lernte der junge Soldat Elisabeth Hof-
mann kenne, die, aus dem Fränkischen
stammend, als Praxis- und Haushaltsgehil-
fin bei einer Hamburger Arztfamilie ange-
stellt war. Am 26. April 1945, wenige Tage
vor Kriegsende, heirateten beide. Nur eine
Woche später geriet Neuhaus bei der Be-
setzung Hamburgs durch britische Truppen
in Kriegsgefangenschaft.
Nach seiner Entlassung im August 1945
nahm er umgehend seinen Beruf als Versi-
cherungsangestellter wieder auf, wurde
daneben aber auch politisch sehr rasch
aktiv. Nach eigenen Angaben zählte er im
Oktober zu den Mitbegründern der Christ-
lich-Demokratischen Union in Hamburg.
Überdies war der damals 25-jährige im
Herbst 1945 einer der Initiatoren eines Ju-
gend-Arbeitskreises innerhalb der CDU,
aus dem später die Junge Union der Han-
sestadt hervorging. (Nach eigenen Anga-
ben war Neuhaus einer der Gründer der
Jungen Union in Hamburg-Blankenese
(Aufstellung „Politische Betätigung“)
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Zwei Momente vor allem scheinen den
frisch entlassenen Kriegsgefangenen zur
politischen Mitarbeit in der entstehenden
CDU motiviert haben. Zu seiner Verwurze-
lung im katholischen Glauben, in dem reli-
giöse Überzeugung und gesellschaftlich-
politischen Engagement von jeher eine Ein-
heit bilden, trat der spezifische Erfahrungs-
hintergrund des Dritten Reiches. Sein eige-
nes Erleben des totalitären und inhumanen
Charakters der NS-Diktatur, aber auch des
Bekennermutes katholischer Leitfiguren wie
Bischof Galen gegen diese Regime, ließen
in Neuhaus die Überzeugung reifen, dass
nach dem Ende des Nationalsozialismus
nun alle Christen zum gemeinsamen Auf-
bau einer ethisch fundierten Demokratie
aufgerufen seien.
Maßgeblich beeinflusst wurde sein Ent-
schluss, für einen Neuaufbau in christli-
chem Geist politisch aktiv zu werden, durch
Publikationen wie Eugen Kogons „Der SS-
Staat“, die sehr bald nach Kriegsende
schonungslos das ganze Ausmaß der
Verbrechen des Dritten Reiches aufzude-
cken begannen.
Als Neuhaus, dessen Eltern während des
Zweiten Weltkrieges bei einem Bombenan-
griff auf Münster ums Leben gekommen
waren, an der Jahreswende 1945/46 in sei-
ne Heimatstadt zurückkehrte, um dort eine
Stelle als Inspektorenanwärter bei der Lan-
desversicherungsanstalt Westfalen (LVA)
anzutreten, setzte er sein politisches Enga-
gement in der zweieinhalb Monate zuvor
gegründeten Christlich-Demokratischen
Union Münsters fort. Gemeinsam mit seiner
Schwester Anneliese, die später den ersten
Geschäftsführer der westfälischen CDU-
Sozialausschüsse, Heinrich Tilly, heiratete,
nahm er im Februar 1947 in Herne an einer
der ersten Tagungen der Sozialausschüsse
der Britischen Zone Teil. Im Mai 1947 ge-
hörte er dann, wie erwähnt, zu den Grün-
dern des münsterischen CDU-Sozialaus-
schusses. Anfang 1948 als Jugendvertreter
in den Kreisvorstand entsandt, wurde Neu-
haus im Oktober desselben Jahres mit nur
28 Jahren in den Rat der Stadt Münster
gewählt, wo er sich rasch als engagierter
Vertreter des sozialen und katholischen
Flügels seiner Partei profilierte. So trat er
schon in einer seiner ersten Ratssitzungen
im Februar 1949 vehement für eine Resolu-
tion des Stadtrates an den Parlamentari-
schen Rat zugunsten einer Verankerung
der Konfessionsschule im Grundgesetz ein.
Neuhaus` harsche Kritik an der ablehnen-
den Haltung der Fraktionen von SPD und
FDP gegenüber seinem Antrag veranlasste
SPD-Fraktionschef Geringhoff zu der Erklä-
rung, seine Partei sei es leid, sich weiterhin
„von einem jungen Mann an der Nase he-
rumführen zu lassen“ Im Dezember 1949
bewies Neuhaus dann, dass er im städti-
schen Rat auch vor Auseinandersetzungen
mit den eigenen Parteifreunden nicht zu-
rückscheute. Als er gegen die Mehrheit
seiner eigenen Fraktion für eine Stärkung
des Mitbestimmungsrechts der städtischen
Angestellten plädiert, ein Vorstoß, für den
er sich bezeichnenderweise auf die Be-
schlüsse des Bochumer Katholikentages
berief, wurde er vom Fraktionsvorsitzenden
der CDU, Wagner, in die Schranken ver-
wiesen. Neuhaus antwortete mit dem Dich-
terwort „Weh Dir, wenn Du nicht bist wie wir
und etwas anderes sagst,“ woraufhin ihm
Oberbürgermeister Boyer mit der Begrün-
dung, solche Ausführungen gingen über
den Rahmen einer persönlichen Erklärung
hinaus“, das Wort entzog.
Trotz der in solchen und anderen Episoden
zutage tretenden Gradlinigkeit war Neuhaus
alles andere als ein jugendlicher Heißsporn.
Äußerlich von gedrungener Statur, paarte
der junge Ratsherr in seinem Naturell und
politischen Stil eine christlich fundierte Prin-
zipientreue mit dem Bemühen um Offen-
heit, Sachlichkeit und einen fairen, mensch-
lichen Umgang mit dem politischen Gegner.
Laute Töne und Polemik um ihrer selbst
willen waren Neuhaus fremd, vielmehr
pflegte er auch in hitzigen Debatten einen
abwägenden, sachlichen Ton. Dass zum
politischen Handeln auch die Fähigkeit zum
Kompromiss und taktisches Geschick gehö-
ren, hat Neuhaus während seiner politi-
schen Lehrjahre im Stadtrat ebenfalls ler-
nen können und müssen.
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Sein Engagement und seine Sachkompe-
tenz ließen den jungen Politiker schon wäh-
rend seiner ersten Ratsperiode zum füh-
renden Sozialexperten der christdemokrati-
schen Fraktion aufsteigen. 1952 lobten die
CDU nahen Westfälischen Nachrichten das
kommunalpolitische Engagement des CDA-
Vorsitzenden wie folgt:
„Die CDU hatte in der vergangenen Wahl-
periode mit Herrn Neuhaus einen Vertreter
im Rate, der mutig und frei die verschie-
densten schwierigen Probleme angefasst
hat. Die Beihilfe für den Ausbau der Ju-
gendheime, der Wohnheime, Schulfragen
und die Belange des ,kleinen Mannes` fan-
den stets weitgehende Unterstützung durch
ihn.“
Der Einsatz für die „Belange des Kleinen
Mannes“, die Jugend, die sozial Schwachen
und Kinderreichen, bildete für den 1952,
1956 und 1961 jeweils mit deutlicher Mehr-
heit wieder in das münsterische Kommu-
nalparlament gewählten Neuhaus auch in
den folgenden Ratsperioden die Richt-
schnur seines Handelns.
Eine wichtige Rolle in seinem Selbstver-
ständnis als „ Christlich-Sozialer“ wie in sei-
nem konkreten gesellschaftlich-politischen
Engagement nahm für Neuhaus die Mitar-
beit in berufsständischen und gewerkschaft-
lichen Organisationen ein. So wurde er
schon 1946 Mitglied der Deutschen Ange-
stelltengewerkschaft, später übernahm er
den Vorsitz der Fachgruppe LVA Westfalen
im Deutschen Beamtenbund, um 1975 nach
seinem beruflichen Wechsel nach Bochum
als Sozialberater des Bundesknappschafts-
verbandes der ÖTV beizutreten. Zudem war
Neuhaus seit 1950 Mitglied des Betriebs-
bzw. Personalrates der Landesversiche-
rungsanstalt Westfalen, von 1954 bis 1958
hatte er dessen Vorsitz inne.
Neben seiner Tätigkeit in Beruf und Politik
fand der Vater von sechs Jungen und zwei
Mädchen Zeit und Energie, gemeinsam mit
seinem Arbeitskollegen Heinrich Große
Erdmann eine Selbsthilfe-Initiative zur Er-
richtung einer Wohnsiedlung für LVA-
Angestellte zu ergreifen. In der Anfang der
fünfziger Jahre auf der Sentruper Höhe
entstandenen LVA-Siedlung fand auch die
Familie Neuhaus eine neue Heimat. Nach-
barn erinnern sich, dass sich im Haus der
Neuhaus in der Redigerstraße nicht nur für
die acht eigenen Kinder, sondern auch für
die der Nachbarn und für Ferienkinder aus
Berlin immer ein Platz gefunden habe.
Als 1958 der bisherige Landtagsabgeordne-
te Münsters, Georg Jöstingmeier, seinen
Rückzug aus der Politik ankündigte, wurde
Neuhaus auf Vorschlag des münsterischen
CDU-Sozialausschusses zu Jöstingmeiers
Nachfolger nominiert und am 6. Juli 1958
mit 59,1 Prozent der abgegebenen Stim-
men zum neuen Repräsentanten des Wahl-
kreises Münster-Stadt im Düsseldorfer
Landtag gewählt. In dem umfangreichen
Aufgabenkatalog, den der 38-jährige sich
selbst für sein neues Amt stellte, standen
sozialpolitische Fragen an erster Stelle.
Besondere Aufmerksamkeit gedachte der
neugewählte Landtagsabgeordnete der
Sicherung der freien Wohlfahrtsträger und
der freien Jugendverbände zu widmen, ein
Anliegen, das ihn als überzeugten Vertreter
des Subsidiaritätsprinzips, der katholischen
Soziallehre und als Gegner staatsdirigisti-
scher Tendenzen auswies.
Wie angesichts seiner politischen Biogra-
phie nicht anders zu erwarten, entwickelten
sich in den folgenden 17 Jahren, die Neu-
haus dem nordrhein-westfälischen Landtag
angehörte, vor allem die Jugend-, Sozial-
und Familiepolitik zu Domänen des Münste-
raners. (Neuhaus war u.a. von 1958-1975
Mitglied des Ausschusses für Arbeit, Sozia-
les und Gesundheit, dessen Vorsitz er fünf
Jahre lang innehatte, sowie von 1962-1975
Mitglied des Ausschusses für Jugend, Fa-
milie und politische Bildung, zuletzt als des-
sen stellvertretender Vorsitzender.) Darüber
hinaus trat Neuhaus wie zuvor schon auf
kommunaler Ebene nun auch im Landtag
als „Pionier der Behindertenarbeit“ in Müns-
ter gehörte Neuhaus in den fünfziger Jah-
ren zu den maßgeblichen Förderern der
Schule für spastisch gelähmte Kinder) her-
vor; er hatte maßgeblichen Anteil am Zu-
standekommen eines Gesetzes zur Be-
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schulung und Betreuung geistig Behinder-
ter.
Dass Person und politisches Engagement
bei Hermann-Josef Neuhaus eine Einheit
bildeten, dokumentierte nicht zuletzt seine
Tätigkeit als Familienfunktionär. 1969 wur-
de der achtfache Vater, der zuvor schon
den Landesvorsitz im Bund der kinderrei-
chen und jungen Familien innegehabt hatte,
zum Präsidenten des Deutschen und Vize-
präsident des Europäischen Familienver-
bandes gewählt.
Unter Journalisten und politischen Wegge-
fährten in Düsseldorf galt Neuhaus als einer
der Stillen im Landtag, der „beharrlich, mit-
unter „pingelig“, ohne großes Aufheben“,
aber sehr engagiert und effektiv an der Ge-
setzgebung des Landes, insbesondere auf
dem Feld der Sozialpolitik, mitwirkte. In
seinem Handeln habe er bei allem politi-
schen Instinkt, taktischen Geschick und der
Fähigkeit zum Kompromiss nie einen Zwei-
fel an seiner christlich-sozialen Grundsatz-
treue gelassen. Im Zentrum des politischen
Wirkens von Hermann-Josef Neuhaus
stand dabei stets der Mensch, besonders
derjenige, der über keine eigene Lobby
verfügte. Er selbst sagte von sich: „Das
Soziale steckt im Blut“. Und sein langjähri-
ger Fraktionskollege Heinrich Ostrop be-
schrieb in einer Laudatio zum 70. Ge-
burtstag von Neuhaus den Politikstil seines
Parteifreundes wie folgt:
„Als ich das erste Mal seinen Schreibtisch
sah, war dieser bis auf eine gerade ausrei-
chende Schreibfläche voll beladen. Die
Berge bestanden weniger aus Parlaments-
drucksachen, sondern aus Bürgerpost, Peti-
tionen, Bittgesuchen und schlechten Erfah-
rungen mit Behörden, Dienststellen aller
Art. Wenn der Abgeordnete dann in der
Fraktion, im Petitions- und Sozialausschuss
und im Plenum seine Problem-Stapel vom
Stapel ließ, dann geschah das zwar in ru-
hig-sachlichem Ton, aber mit der unglaub-
lich hartnäckigen Eindringlichkeit, die den
Staranwälten des kleinen Mannes zu eigen
ist. Vielen war das zu viel des Guten.“
Ostrop ergänzte, der Jubilar werde „es als
Kompliment verstehen, wenn er „zum linken
Flügel“ seiner Partei gezählt werde.
Vielleicht war diese Bekenntnis zum linken
Flügel der CDU der Grund dafür, dass Neu-
haus der Aufstieg in einen Ministerrang
verwehrt blieb. So glatt er zwar im Sommer
1966 bei der Bildung des dritten Kabinetts
galt Meyers als aussichtsreicher Anwärter
auf das Amt des nordrhein-westfälischen
Wohnungsbauministers, unterlag aber in
der parteiinternen Ausscheidung seinem
Fraktionskollegen Franz Berding.
1975 verzichtete Neuhaus nach vier Man-
datsperioden freiwillig auf eine erneute
Kandidatur und schied aus dem Landtag
aus. Endgültig beendete er seine politische
Karriere schließlich dort, wo er sie dreißig
Jahre zuvor begonnen hatte: Als Vorsteher
der neugeschaffenen Bezirksvertretung
Münster-West stellte er sich 1975 noch
einmal in den Dienst der Kommunalpolitik
Münsters, ehe er sich 1984 nach einem
Schlaganfall vollends aus der Politik zu-
rückziehen musste. Am 12. Februar 1991
ist Hermann-Josef Neuhaus in seiner Hei-
matstadt Münster gestorben.
„Der Gemeinschaft verpflichtet sein, sich für
den Mitmenschen verantwortlich fühlen“, so
schrieb Neuhaus selbst das Leitmotiv sei-
nes politischen Handelns. Auch wenn –
oder gerade weil – wie Heinrich Ostrop an-
merke, Neuhaus „nicht einmal die katholi-
sche Soziallehre als Handbuch für seinen
Dienst gebrauchte“, da er alles, „was er
nicht schon mitbrachte….. zu Hause lernen“
konnte, war er in seiner Biographie und
seinem Wirken ein zugleich typischer wie
bewundernswerter Repräsentant der christ-
lich-sozialen Bewegung.
Beschlussvorlage
1689 Zeichen
V/0309/2008 DER OBERBÜRGERMEISTER Vermessungs- und Katasteramt Betrifft Straßenbenennung Neuhausweg Beratungsfolge 21.08.2008 Bezirksvertretung Münster-West Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Die Straße innerhalb des Bebauungsplans Nr. 505 : Roxeler Straße / Schmeddingstraße er- hält den Straßennamen Neuhausweg. II. Kosten/Folgekosten Es entstehen keine Kosten. Begründung: Hermann-Josef Neuhaus war von 1975 bis 1984 der erste Bezirksvorsteher der damals neu- geschaffenen Bezirksvertretung Münster-West. Hermann-Josef Neuhaus (*07.04.1920 in Münster †12.02.1991 in Münster) war Versiche- rungsangestellter, CDA-Vorsitzender, Gründ ungsmitglied des CDU-S ozialausschusses in Münster, ab 1948 bis 1964 Ratsmitglied der Stadt Münster, 1958 bis 1975 Mitglied des Land- tages, 1975 bis 1984 erster Bezirksvorsteher der BV-West. Neuhaus engagierte sich jahrzehn- telang in vielen Gremien der Jugend-, Sozial- und Familienpolitik. Er war Vater von 8 Kindern und wohnte in der Redigerstraße, in unmittelbarer Nachbarschaft der zu benennenden Straße. Sein Lebenslauf ist als Abschrift beigefügt. Die Familie Neuhaus hat der Absicht der Straßenbenennung zugestimmt. Das Gebäude Schmeddingstraße 171 wird zukünftig von der neuen Straße erschlossen und erhält dann eine Adresse am Neuhausweg. Das Wohnhaus ist im städtischen Eigentum. I.A.: gez. Anlagen: Schultheiß Übersichtsplan 1 : 5.000 Stadtdirektor Lebenslauf H.-J. Neuhaus Vorlagen-Nr.: V/0309/2008 Auskunft erteilt: Herr Zimmermann Ruf: 492 62 42 E-Mail: ZimmermannBernhard@stadt-muenster.de Datum: 30.04.2008 Öffentliche Beschlussvorlage
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (4)
- Redigerstraße
- Roxeler Straße
- Schmeddingstraße 171
- Sentruper Höhe
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0309/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 17.07.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37