0642/2017
Jahresbericht 2016, Naturschutzwacht Herr Joeken, Bezirk 3 Lindenthal
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Bericht 2016_Bez 3
4008 Zeichen
Gerd Joeken
Naturschutzwacht Bezirk 3
Naturschutzwachtbericht 2016
So wie in jedem Jahr wurden die Nistkästen im Volksgarten gereinigt.
Wegen einer Erkrankung musste die Reinigung aber ausfallen. Aus
neueren Erkenntnissen kann auch einmal eine Jahresreinigung
unterbleiben.
Die Nistkästen auf dem kleinen Decksteiner Friedhof (Decksteiner Str.)
konnten aber unter Mithilfe des NABU Stadtverbandes AK Park und
Friedhof gereinigt werden. Fast 100% Erfolg.
Im Jahr 2016 konnte ich wieder einige naturschutzrechtliche
Ausgleichsmaßnahmen begleiten.
Im Februar 2016 stand eine Maßnahme in Köln Junkersdorf für das Amt
für Landschaftspflege und Grünflächen an. Hier ging es um Fledermaus-
und Spatzenkolonie- Kästen.
Im April 2016 stand eine Maßnahme der Unteren Naturschutzbehörde
(UNB) in Köln Ehrenfeld wegen Fledermauskästen und Entfernung einer
Hecke an.
Im Mai 2016 stand eine Maßnahme der UNB in Köln Nippes wegen
eines Abbruchhauses an. Hier Untersuchung auf Vogelnester und
Fledermäuse in dem seit einiger Zeit leer stehenden Haus.
Wie im Jahr 2015 so auch Ende Mai im Jahr 2016 habe ich als
Naturschutzwart die Beringung der jungen Habichte durch das Leibnitz
Institut für Wildtierforschung in Berlin im Bezirk 3 begleitet.
Mitte September hatte ich die Aufgabe die Fledermäuse am Fort VI zu
kartieren. Das Ergebnis war niederschmetternd keine Fledermäuse
vorhanden.
Im Oktober wurde ich von einer Weiher Patin auf Hinterlassenschaften
von Anglern am Decksteiner Weiher hingewiesen. Dort hat man nicht nur
abgerissene Angelschnüre gefunden sondern auch sogenannte Blinker
und Wobbler . Der Höhepunkt war, dass sich eine abgerissene
Grundangel im Schnabel eines Schwans verfangen hatte und eine
Kanadagans musste von einer Angelschnur befreit werden. Auf Grund
der vorstehenden Ausführungen habe ich versucht diese Missstände mit
der Unteren Jagdbehörde abzuklären. Ich muß sagen, mit wenig Erfolg.
Ein Anruf beim Cölner Angelsportverein hat auch nichts gebracht.
So ab Oktober entdeckte ich wieder Mitarbeiter der Grünunterhaltung
sowie eine Fremdfirma, die sich an den Sträuchern und Bäumen an der
Kleingartenanlage Deckstein Gleuelerstr zu schaffen machten. Siehe
hierzu meinen Bericht aus 2015. Ich möchte die Maßnahme nicht weiter
kommentieren.
Im November und Dezember bekam ich einige Anrufe, wo sind unsere
Gartenvögel geblieben. Ich musste mich da auch erst einmal orientieren.
Ich erinnerte mich, dass das späte Frühjahr sehr nass und kalt war. Hier
sind doch nicht wenige ausgeflogene Bruten an Kälte und Nässe
gestorben. Zum anderen hat sich heraus gestellt, dass unsere Teilzieher
die Meisen sehr zugfaul waren und nicht aus dem kälteren Norden in das
wärmere Rheinland gekommen sind. Örtlich spielen auch die
Grünpflegemaßnahmen eine Rolle. Wo kein Strauch und Baum mehr ist
kann auch kein Brutplatz mehr angelegt werden. Somit entstehen auch
mehr nichtbrütende Vogelpaare.
Vorstehend habe ich einige Besonderheiten des Jahres 2016 heraus
gegriffen ohne die eigentlichen Aufgaben eines Naturschutzwartes zu
vernachlässigen. Ein bis zweimal im Monat die Orte Junkersdorf, Weiden
Widdersdorf mit dem Auto abzufahren. Hier in meiner näheren
Umgebung Sülz Lindenthal bin ich mit dem Fahrrad unterwegs. Im
Stadtwald oder innerer und äusserer Grüngürtel trifft man Bürger an, die
sich um nichts kümmern. Die Hunde laufen frei herum. Es werden
munter die Enten gefüttert. Wege werden nicht benutzt. Siehe die vielen
Trampelpfade, die dann mit viel Geld wieder zurück gebaut werden
müssen. Spricht man den Bürger an, so muß man befürchten noch
tätlich angegriffen zu werden.
Zum Schluß möchte ich wieder Danke sagen an alle Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen der Unteren Naturschutzbehörde. Dank gilt auch den
Mitarbeitern im Grünflächenamt (Stolbergerstr.).
Danke auch für die freundliche Unterstützung in meiner Tätigkeit als
Naturschutzwart.
50935 Köln im Februar 2017 Gerd Joeken
Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/57/571 Vorlagen-Nummer 0642/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 24.04.2017 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 15.05.2017 Jahresbericht 2016, Naturschutzwacht Herr Joeken, Bezirk 3 Lindenthal In der Anlage erhalten Sie den Jahresbericht 2016 des Naturschutzwartes Herr Joeken für den Bezirk 3. Stellungnahme der Verwaltung: 1. Zu den nicht mehr nachweisbaren Fledermäusen am Fort VI, Am Eichenkreuz: Es handelt sich hoffentlich nur um eine Momentaufnahme. Es liegen ältere Quellen vor (Biostation), wonach mehrere Fledermausarten in dem Bereich beobachtet werden konnten. 2. Zu den Hinterlassenschaften von Anglern am Decksteiner Weiher: Auch verwaltungsintern wird eine Rückmeldung und ein Austausch mit der Unteren Jagdbe- hörde angestrebt. 3. Zur Grünunterhaltung an der Kleingartenanlage Deckstein, Gleueler Straße: Wie bereits im Kommentar zum Bericht von 2015 angemerkt, handelt es sich um turnusgemä- ße Rückschnitte, die außerhalb der Vogelbrutzeit durchgeführt werden. 4. Zum Verhalten von Erholungssuchenden: Die Untere Naturschutzbehörde (UNB) ist stets bemüht durch Aufklärung und die gezielte In- formation der Öffentlichkeit (z.B. auch durch Schilderaufstellungen) die Bürgerinnen und Bür- ger direkt anzusprechen. Nicht immer sind diese Maßnahmen von Erfolg gekrönt. Die UNB versucht die ehrenamtlich tätige Naturschutzwacht durch Schulungsangebote (auch mit Vertretern der Polizei) auf unangenehme Situationen und mögliches Gewaltpotential vor- zubereiten. Dabei gilt immer der Grundsatz: Eigenschutz geht vor!
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0642/2017
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 07.04.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27