3767/2024
Sachstand Kinderschutzentwicklungsplanung
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Mitteilung Ausschuss
6534 Zeichen
Dezernat, Dienststelle IV/51 Vorlagen-Nummer 02.12.2024 3767/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 03.12.2024 Sachstand Kinderschutzentwicklungsplanung Mit Bedarfsfeststellungsbeschluss vom 06.06.2023 (Vorlagen-Nr. 1361/2023) erkannte der Ju- gendhilfeausschuss den Bedarf zur Vergabe einer Leistung zur Erstellung eines Kinderschutz- entwicklungsplans an und beauftragte die Verwaltung, das entsprechende Vergabeverfahren einzuleiten. Der Jugendhilfeausschuss wurde zuletzt am 12.03.2024 zum aktuellen Sachstand informiert. Der aktuelle Sachstand stellt sich wie folgt dar: Im Steuerungstreffen am 15.03.2024 hat das beauftragte Institut seinen Fortschrittsbericht zur Datenerhebung und zur weiteren Zeitplanung vorgelegt. Im April haben drei Fachkräfte- workshops zu den internen Strukturen im Kinderschutz unter Beteiligung von über 50 Fach- kräften von Jugendamt (ASD, GSD, PKD, Kita, Kindertagespflege, Amtsvormundschaft, frühe Hilfen, umA), Schulsozialarbeit, Familienberatung, schulpsychologischer Dienst, Gesundheits- amt und Amt für Wohnungswesen stattgefunden. Auf diese Weise ist ein sehr guter Überblick entstanden über die handelnden Akteure, die bereits bestehenden Strukturen und die Koope- rationen untereinander. Am 06.06.2024 hat ein Leitungskräfte-Workshop mit knapp 100 Stakeholdern im Kölner Kin- derschutz stattgefunden. Vertreten war das Amt für Kinder, Jugend und Familie mit allen Ab- teilungen und Sachgebieten (Bezirksjugendämter, Pflegekinderdienst, Adoption, Kindertages- betreuung, Kinderinteressen, Jugendförderung, päd. Grundsatz, Amtsvormundschaft und Ju- gendgerichtshilfe). Weiterhin waren die Jugendhilfeplanung, die Bereiche Schule, Schulsozial- arbeit und Offener Ganztag, Familienberatung und schulpsychologischer Dienst, Gesundheits- amt, Kinderkliniken, Kinder- und Jugendpsychiatrien, Amt für Soziales und Senioren, Polizei, Staatsanwaltschaft, Familiengericht, Oberlandesgericht und der Stadtsportbund vertreten. Die freien Träger der Jugendhilfe waren durch die kommunalen Spitzenverbände beteiligt. Alle Kölner Fachberatungsstellen haben teilgenommen, die sowohl Angebote der Prävention als auch der Beratung und Unterstützung anbieten, wenn Kinder und Jugendliche Opfer von Ge- walt oder selber Täter*innen geworden sind. Mit dem Jugendbüro, dem Jugendring und der Stabsstelle Kinderfreundliche Kommune waren drei Akteure vertreten, die sich partizipativ di- rekt mit der Zielgruppe Kinder und Jugendliche beschäftigen. Auch die Katholische Hoch- schule NRW, die in diesem Jahr mit einem neuen Forschungsprojekt zum inklusiven Kinder- schutz gestartet ist, wodurch die besonderen Risiken und Bedarfe von Kindern und Jugendli- chen mit Beeinträchtigungen in den Fokus rücken, war am Workshop beteiligt. Die jugendpoli- tischen Sprecher*innen waren ebenfalls zum Workshop eingeladen. 2 Bei diesem Workshop wurden nach einer Vorstellung des Gesamtprojektes Kinderschutzent- wicklungsplan durch die Stiftung SPI die ersten Arbeitsergebnisse aus der Datenanalyse und zu den internen Strukturen präsentiert. Im Anschluss haben sich die Akteur*innen, Kooperati- ons- und Netzwerkpartner*innen in kleineren Arbeitsgruppen über die Kinderschutzstrukturen in Köln ausgetauscht und die Erfahrungen aus Ihrem jeweiligen professionellen Kontext doku- mentiert, um diese in die Kinderschutzentwicklungsplanung mit einfließen zu lassen. Insge- samt haben fünf Arbeitsgruppen zu den Themen "eigene Maßnahmen zum Kinderschutz in Ihrer Organisation", "Kooperation mit ASD/GSD", "Bedarfe von Kinder, Jugendlichen und Fa- milien", "Bedarf an Leistungen und Angeboten" sowie "Netzwerke im Kinderschutz" stattgefun- den. Zudem bestand die Möglichkeit der Teilnehmenden, sich in den Arbeitsgruppen und in den Pausen zu vernetzen. Beim Steuerungstreffen im September wurde seitens der Stiftung SPI erstmals die Grund- struktur des kommenden Kinderschutzentwicklungsplans vorgestellt: 1. Auftrag 1.1 Gesetzliche Grundlagen 1.2 Politische Willensbildung 2. Theoretische Grundlagen 2.1 Kinderschutz in Deutschland 2.2 Herausforderungen an ein kommunales Kinderschutzsystem 2.3 Qualitätsentwicklung im Kinderschutz 3. Forschungsdesign und Methoden der Datenerhebung – Methodenmix 3.1 Erhebungen zu den Schutz- und Hilfebedarfen von Kindern, Jugendlichen und Fa- milien 3.2 Erhebungen zur Leistungsfähigkeit des Hilfesystems - jugendamtsintern 3.3 Erhebungen zur Leistungsfähigkeit des Hilfesystems - freie Träger und andere Ak- teure 4. Ergebnisse der Datenerhebung 4.1 Quantitative Ergebnisse - Statistische Auswertungen 4.2 Qualitative Ergebnisse - Einblicke in die Perspektiven der Fachkräfte, Identifikation von Risiken und Bedarfen 4.3 Zusammenführung der Ergebnisse 5. Diskussion 5.1 Interpretation der Ergebnisse 5.2 Implikationen für die Praxis 5.3 Kritische Reflexion der angewandten Methoden 5.4 Empfehlungen für zukünftige Qualitätsentwicklung 6. Maßnahmenplanung 7. Fortschreibung Am 14. und 15.11.2024 haben drei Vertiefungsworkshops mit Fach- und Leitungskräften aus dem ASD, dem GSD, dem pädagogischen Grundsatz und den Grundsatz Trägerangelegen- heiten stattgefunden. Neben der Interpretation von auffälligen Daten stand insbesondere das Thema Qualitätssicherung im Kinderschutz im Vordergrund. Um sowohl die Sichtweisen und Bedarfsanalysen der Kölner Stakeholder im Kinderschutz, als auch deren eigene Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung im Kinderschutz in angemessener Breite und Tiefe darzustellen, erfolgt im Dezember 2024 und im 1.Quartal 2025 eine groß an- gelegte Befragung. Mittels eines digitalen Fragebogens können deutlich mehr Fach- und Lei- tungskräfte bei freien Trägern der Jugend- und Eingliederungshilfe, Kitas, Schulen, Bera- tungsstellen, Jugendfreizeiteinrichtungen und im medizinischen Kinderschutz erreicht werden, als dies bei einem orts- und zeitgebundenem Workshop möglich wäre. Ebenfalls im 1. Quartal 2025 werden die sozialräumlichen Daten durch die dann aktuellsten verfügbaren Daten ersetzt. Im 2. Quartal 2025 wird noch eine wissenschaftlich unterstützte Fallanalyse eines repräsentativen Einzelfalls erfolgen. Parallel dazu wird das Institut SPI den ersten Kinderschutzentwicklungsplan für Köln vom 1.-3. Quartal 2025 in der oben beschriebenen Struktur erstellen, so dass der fertige Bericht zum 4. 3 Quartal 2025 vorliegt. Das Projekt befindet sich aktuell im Zeitplan und wird fristgemäß zum 31.10.2025 abgeschlossen sein. Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zurückgestellt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3767/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 02.12.2024
- Erstellt
- 25.11.2024 13:21