AN/0771/2017/1
Landtagswahl 2017 – Unregelmäßigkeiten bei der Zustellung von Wahlunterlagen
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SPD Anfrage nach § 4
3555 Zeichen
An die Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses Frau Dos Santos Herrmann An den Vorsitzenden des Ausschusses Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen Herrn Bernd Petelkau Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 11.05.2017 AN/0771/2017/1 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 15.05.2017 Wirtschaftsausschuss 15.05.2017 Landtagswahl 2017 – Unregelmäßigkeiten bei der Zustellung von Wahlunterlagen Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, vor dem Hintergrund einer Vielzahl von Beschwerden aus dem Kreise der Wahlberechtigten zur Landtagswahl über nicht zugestellte Wahlbenachrichtigungen und Verzögerungen bei der Beantragung und Zustellung von Briefwahlunterlagen hat die SPD-Fraktion am 08.05.2017 um Aufklärung im Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Verga- be / Internationales gebeten. Aufgrund der Beschwerden und Rückmeldungen steht u.a. zu befürchten, dass ganze Straßenzüge, z.B. in Zollstock, nicht oder nur sehr unvollständig mit Wahlbenachrichtigungen versorgt worden sind. Diese Einschätzung wird durch aktuelle Be- richterstattung bestätigt. Auf Drängen der SPD-Fraktion hat die Stadtverwaltung dann erst 4 Tage vor der Wahl die betroffenen Wahlberechtigten über ihr Wahlrecht informiert, obwohl Sie bereits seit dem 22.04.2017 von den systematischem Zustellproblem in Zollstock Kennt- nis hatte. Dieses Schreiben ist aber nicht nur an die Wahlberechtigten gegangen, sondern aufgrund eines weiteren Fehlers bei der Stadtverwaltung z.B. auch an Minderjährige, die überhaupt noch nicht wählen dürfen. Für das gesamte Stadtgebiet sollen demnach sogar mindestens 10.000 Wahlbenachrichti- gungen nicht zugestellt worden sein. Zudem soll es zahlreiche Fälle geben, in denen Wahl- berechtigte zeitgerecht ihre Briefwahlunterlagen beantragt haben, diese ihnen aber bis heute nicht zugestellt wurden. Die Stadtverwaltung hat in diesem Zusammenhang bereits bestätigt, - 2 - dass es Probleme mit dem eingesetzten Postdienstleister gibt. Die städtische Wahlhotline verweist bei Rückfragen zu nicht zugestellten Wahlbenachrichtigungen und Briefwahlunter- lagen mittlerweile ebenfalls auf Probleme mit dem aktuellen Postdienstleister. Nicht zuge- stellte Wahlbenachrichtigungen haben zumindest eine negative Auswirkung auf die Wahlbe- teiligung und das Briefwahlverfahren. Unregelmäßigkeiten bei der Zustellung von Briefwahl- unterlagen können sich sogar unmittelbar auf die Stimmabgabe und damit auf das Wahler- gebnis auswirken. Die SPD-Fraktion bittet deshalb um Beantwortung folgender Frage: 6. Hat der aktuelle Postdienstleister bereits in der Vergangenheit Wahlunterlagen für die Stadt zugestellt und sind in diesem Rahmen Unregelmäßigkeiten bei der Zu- stellung bekannt geworden (Verspätungen, keine Zustellungen in ganzen Straßen- zügen etc.)? Falls ja, warum hat die Stadtverwaltung erneut den Zuschlag an die- sen Dienstleister erteilt? Gedenkt die Verwaltung auch zukünftig, z.B. zur Bundes- tagswahl 2017, diesen Dienstleister mit der Zustellung von Wahlunterlagen zu be- trauen? Mit freundlichen Grüßen gez. Dr. Barbara Lübbecke SPD-Fraktionsgeschäftsführerin
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- AN/0771/2017/1
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 12.05.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27