AN/0629/2021
Impfzentrum Chorweiler
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Gem. Antrag nach § 3 (SPD BV6)
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CDU-Fraktion, SPD-Fraktion,FraktionBündnis`90/Die Grünen und Fraktion Die Linken Gleichlautend Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Herrn Bezirksbürgermeister Reinhard Zöllner Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/0629/2021 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 15.04.2021 Impfzentrum Chorweiler Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, Die BV Chorweiler fordert die Verwaltung auf, bei der Landesregierung darauf hin zu wirken, dass in Köln mehr als ein Impfzentrum betrieben werden kann, das möglichst im Bezirk Chorweiler anzusiedeln ist, weil es im Bezirk Chorweiler kein Krankenhaus gibt. Sollte das nicht erfolgreich sein, ist, ein alternativer Standort zu finden, an dem ein mobiles Impf-Team die Bevölkerung im Bezirk Chorweiler impfen kann. Begründung: Das Amt für öffentliche Ordnung hat der Bezirksvertretung Chorweiler auf Anfrage mitgeteilt, dass von der Verwaltung „derzeit keine zusätzlichen Standorte für ein Impfzentrum geprüft werden, weil das NRW Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales pro kreisfreie Stadt oder Kreis nur ein Impfzentrum vorgesehen hat. Es ist aber zu hinterfragen, ob diese Vorgabe von der Stadt Köln hingenommen werden soll. Es macht doch einen Unterschied, ob 163 Tausend Menschen in Leverkusen zu impfen sind oder eine Million Kölnerinnen und Kölner. Sollte das Land weitere Impfzentren verweigern, sollten die mobilen Impfteams nach Abschluss der Impfung in den Pflegeheimen eingesetzt werden, um in den Bezirken - 2 - tätig zu werden. Da der Bezirk Chorweiler über kein Krankenhaus verfügt, muss ein alternativer Ort festgelegt werden, wo in Chorweiler geimpft werden kann. Die angestrebte rasche Impfung eines Großteils der Bevölkerung, für die die erwartete Steigerung bei der Lieferung von Impfstoff die Grundlage schafft, lässt ein weiter wie bisher nicht zu.
Sachstandsbericht BV
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Dezernat, Dienststelle
V/53
Vorlagen-Nummer
AN/0629/2021
Stand: 25.10.2024
Sachstandsbericht
Impfzentrum Chorweiler
Beschluss:
Die Verwaltung wird beauftragt:
bei der Landesregierung darauf hin zu wirken, dass in Köln mehr als ein Impfzentrum
betrieben werden kann, das möglichst im Bezirk Chorweiler anzusiedeln ist, weil es im
Bezirk Chorweiler kein Krankenhaus gibt. Sollte das nicht erfolgreich sein, ist ein
alternativer Standort zu finden, an dem mobile Impf-Teams die Bevölkerung im Bezirk
Chorweiler impfen kann.
zu prüfen, ob in der Stadt Köln und im Bezirk Chorweiler zusätzl ich Betriebsärzte,
Veterinärmediziner und weitere Fachärzte in die Impfungen miteinbezogen werden
können.
Informationen über die Impfstoffe auf der Internetseite der Stadt Köln in zusätzlichen
Sprachen anzubieten (u.a. Englisch, Türkisch, Russisch, Arabisch).
eine Informationskampagne im Bezirk Chorweiler zu starten, bei der bekannte Akteure
des Stadtbezirks in unterschiedlichen Sprachen über die Impfkampagne aufklären, um
so gerade in der migrantischen Community die Akzeptanz zu erhöhen.
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand:
Zu 1.
Der Betrieb eines zweiten Impfzentrums würde eine massive Ausweitung der Impfstofflieferun-
gen seitens des Landes NRW voraussetzen. Das durch die Stadt Köln in Kooperation mit der
Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein betriebene Impfzentrum in Köln-Deutz ist aufgrund
der geringen Impfstofflieferungen seitens des Landes nicht voll ausgelastet.
Das Land NRW hat mit Erlass vom 01.05.2021 dem Pilotprojekt der Verwaltung zugestimmt,
Bewohner*innen in Stadtteilen in denen ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem
Covid-19-Virus besteht, ein mobil aufsuchendes Impfangebot zu unterbreiten. Vom 03.05. bis
2
06.05. konnte den Bewohner*innen im Stadtteil Chorweiler, die aufgrund der großen Hoch-
hausdichte und der daraus resultierenden baulichen bzw. wohnraummäßige Enge einem be-
sonderen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, ein mobiles Impfangebot gemacht werden. Das
Impfangebot wurde von den Bewohner*innen sehr gut angenommen. Um den Bewohner*in-
nen im Stadtteil Chorweiler bzw. den Bewohner*innen des Stadtbezirkes Chorweiler auch zu-
künftig mobile Impfangebote unterbreiten zu können, müsste das Land NRW für diese Son-
der-Impfaktionen auch weiterhin zusätzliche Impfstofflieferungen zur Verfügung stellen. Die
Verwaltung hat die Bereitstellung von zusätzlichen Impfstoffen beim Land NRW bereits bean-
tragt und forciert auch weiterhin die Ausweitung des Impfangebotes in verschiedenen Stadttei-
len.
Zu 2.
2021 wurden aufgrund der damals vorherrschenden pandemischen Lage niedergelassene
Ärztinnen und Ärzte, Betriebsärztinnen und Betriebsärzte sowie mobile Impfteams besetzt
durch freiwillige Ärztinnen und Ärzte zu Impfungen in Köln-Chorweiler eingesetzt. Ob Veteri-
närmediziner ebenfalls zu Impfungen eingesetzt wurden, entzieht sich der Kenntnis der KV
Nordrhein.
Zu 3.
Auf der Internetseite der Stadt Köln werden Übersetzungen in 16 Sprachen angeboten. Die
Informationen über die Impfstoffe waren in den aufgeführten Sprachen Englisch, Türkisch,
Russisch und Arabisch verfügbar. Darüber hinaus in weiteren Sprachen wie beispielsweise
Chinesisch und Spanisch.
Zu 4.
Im Kölner Stadtteil Chorweiler wurde die Einrichtung „Die Kümmerei“ eröffnet. Sie will Anlauf-
stelle für Menschen mit sozialen und gesundheitlichen Problemen sein und ist mit Ärzten ver-
netzt.
Je nach Verfügbarkeit erhielt die Kümmerei Impfstoffe. Anfang 2022 wurde mit flächendecken-
den Impfungen begonnen.
In der Kümmerei arbeitet ein neunköpfiges interdisziplinäres Team, darunter Medizinische
Fachangestellte, Krankenschwestern, Pflegekräfte, Sozialpädagog*innen sowie Gesundheits-
wissenschaftler. Sie sprechen insgesamt 13 Sprachen.
Nächste Schritte:
Es sind keine weiteren Schritte geplant.
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
Es ist kein weiterer Sachstandsbericht geplant.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig abgelehnt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0629/2021
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 BV6 (SPD)
- Datum
- 30.03.2021
- Erstellt
- 29.03.2021 15:22