V/0671/2014
Regionale Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte der AWM
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Regionale Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Dipl.-Ök. Matthias Günther Dipl.-Ök. Anna Rieger Pestel Institut für Systemforschung e.V., Hannover 2. Oktober 2014 2 Matthias Günther , Eduard Pestel Institut für Systemforschung e.V., Königstraße 50 A, 30175 Hannover, Telefon 05 11/9 90 94-20, Telefax 05 11/9 90 94-30 , guenther@pestel-institut.de Anna Rieger , Eduard Pestel Institut für Systemforschung e.V., Königstraße 50 A, 30175 Hannover, Telefon 05 11/9 90 94-15, Telefax 05 11/9 90 94-30 , rieger@pestel-institut.de Anschrift der Verfasser: AWM Abfallwirtschaftsbetriebe Münster, Rösnerstraße 10, 48155 Münster Anschrift des Auftraggebers: Grundsätzliche Fragestellungen 3 • In welchem Umfang beziehen die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) Güter und Dienstleistungen aus der Region und welche Wirtschaftszweige werden hierdurch gestärkt? • Welcher Anteil von jedem Euro , den die Kunden für Leistungen der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster aus- geben, bleibt in der Region und löst hier weitere Wertschöpfung aus? • Welche volkswirtschaftlichen Effekte (Wertschöpfung und Beschäftigung) werden in der Region ausgelöst? 4 Methode Die wirtschaftlichen Effekte der AWM werden mit einer Input-Output-Analyse ermittelt. Diese basiert auf den vom Statistischen Bundesamt für 71 Produktionsbereiche er mittelten Lieferverflechtungen und der durch die Güterproduktion entstehenden Wertschöpfung. Die Input-Output-Tabelle des Statistischen Bundesamtes b ildet die bundesdurchschnittlichen Verhältnisse ab. Eine Erfassung der Lieferanten der AWM nach ihrem Sitz und ei ne regionale Aufteilung der entstehenden Einkommen, Steuern, Gewinne und Abgaben ermöglichen eine regionale Differenzierung der ausgelösten Effekte. Die resultierenden gesamtwirtschaftlichen Effekte setzen sich aus drei Komponenten zusammen (vgl. Folie 5): 1. direkte Effekte : unmittelbar bei den AWM anfallende Lieferbezüge, Beschäftigung und Wertschöpfung; 2. indirekte Effekte : bei den Lieferanten der AWM anfallende Lieferbezüge, Beschäftigung und Wertschöpfung 3. induzierte Effekte : durch die Verausgabung der bei den AWM und bei den Lieferanten entstandenen Einkommen, Steuern, Abgaben und Gewinnausschüttung ausgelöste anfallende Lieferbezüge, Beschäftigung und Wertschöpfung. 5 Gesamtwirtschaftliche Effekte: Modellansatz 3. Stufe 2. Stufe 3. Stufe 2. Stufe Unternehmen (1. Stufe) bezahlen Güter und Dienstleistungen und investieren bezahlen Mitarbeiter zahlen Steuern und erzielen Gewinne Lieferanten (1. Stufe) bezahlen Güter und Dienstleistungen und investieren bezahlen Mitarbeiter zahlen Steuern und Abgaben und erzielen Gewinne entstandene Einkommen, entrichtete Steuern und Abgaben und erzielte Gewinne werden verausgabt für Güter und Leistungen AWM bezahlen Güter und Dienstleistungen und investieren bezahlen Mitarbeiter zahlen Steuern und Abgaben und erzielen Gewinn (1) direkte Effekte (2) indirekte Effekte = Summe über alle Stufen (3) induzierte Effekte = Summe über alle Stufen Gesamtwirtschaftlicher Effekt = Summe der direkten, indirekten und induzierten Effekte 6 Untersuchte Regionen: Kreisfreie Stadt Münster Region : Kreisfreie Stadt Münster plus Landkreise Steinfurt, Coesfeld und Warendorf. Münsterland : Region plus Landkreis Borken, Städte Werne und Selm (Kreis Unna), Stadt Rheda-Wiedenbrück sowie Gemeinden Langenberg und Herzebrock-Clarholz (Kreis Gütersloh), Stadt Bad Bentheim (Kreis Grafschaft Bentheim) und Stadt Haltern am See (Kreis Recklinghausen). Gesamtes Inland (einschließlich Münsterland). Die zu untersuchenden Regionen sind auf der folgenden Folie 7 dargestellt. Die Regionen sind aufeinander aufbauend zu betrachten. Untersuchungsgebiet 7 Untersuchungsgebiet 7 SK Osnabrück LK Grafschaft Bentheim LK Osnabrück LK Wesel SK Münster LK Borken LK Coesfeld LK Recklinghausen LK Steinfurt LK Warendorf LK Gütersloh SK Hamm Münsterland Region (LK Coesfeld, LK Warendorf, LK Steinfurt, SK Münster) SK Münster 8 Berechnungsgrundlage für die Regionalanalyse Die Basis für die Untersuchung bilden die Ausgaben der AWM. Grundlage hierfür sind Daten aus der Kreditorenliste sowie relevante Daten der Gewinn- und Verlustrechnung, die um nicht-nachfragewirksame Positio nen (wie z.B. Rückstellungs- zuführungen) bereinigt werden. Im Jahr 2013 ergibt sich eine zu berücksichtigende Nachfrag e nach Güter- und Dienstleistungen einschl. Investitionen von € 31,9 Mio. (vgl. Folie 9). Zusätzlich wird eine Wertschöpfung in Höhe von € 17,8 Mio . generiert, aus der wiederum Nachfrage entsteht. Die Summe aus Güter- und Dienstleistungsbezug einschl. Inv estitionen und Wertschöpfung der AWM Münster beträgt € 49,7 Mio . 9 Berechnungsgrundlage für die Regionalanalyse Ausgaben der AWM Münster Betrag 2013 TEUR Aufwand für Güter- und Dienstleistungsbezug Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Ware 4.208 Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.224 Investitionen in Sachanlagen und Immat. Vermögensgegenstände 4.253 sonstige betriebliche Aufwendungen (ohne Zuführung zu Rückstellungen) 3.199 Zinsen und ähnliche Aufwendungen (ohne Aufzinsung) 4 Summe 31.888 Wertschöpfung Nettolöhne und -gehälter, Beamtenbezüge 8.714 Lohnsteuer, Soli, Kirchensteuer 1.803 Soziale Abgaben 5.032 Auszahlungen und geldwerte Leistungen der betrieblichen Altersversorgung 1.035 Steuern 46 Zuführung in den allgemeinen Haushalt 1.179 Summe 17.809 Summe Güter- und Dienstleistungsbezug, Investitionen und Wertschöpfung 49.697 Quelle: AWM Münster. GuV 2013. 10 Erste Fragestellung • In welchem Umfang beziehen die Abfallwirtschaftsbetrieb e Münster Güter und Dienstleistungen aus der Region und welche Wirtschaftszweige werden hierdurch gestärkt? Datengrundlage: Die Aufteilung der von den AWM nachgefragten Güter- und Dien stleistungen (einschl. Investitionen) in Höhe von € 31,9 Mio. auf Gütergruppen und i hre regionale Herkunft (vgl. Folie 11) wurden durch eine Auswertung aller Güter- und Leistungsbezüge ermittelt. Danach stammen 51,0 % der Bezüge aus Münster. 11 Güter- und Dienstleistungsbezug (einschl. Investitionen) Gütergruppe Münster Region Münster- land Inland insgesamt TEUR A Erzeugnisse der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei 47 48 49 63 B–D Hergestellte Waren, Dienstleistungen der Energie- und Wasserwirtschaft 3.410 3.916 4.062 7.387 E Dienstleistungen der Abwasser- und Abfallentsorgung und Rückgewinnung 7.523 7.590 8.042 16.747 F Bauarbeiten 1.075 1.595 1.595 2.072 G–H Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz und Gebrauchsgütern, Verkehr und Lagerei 635 711 729 1.090 I–J Information und Kommunikation, Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen 132 175 175 331 K–L Dienstleistungen der Kreditinstitute und Versicherungen (ohne Sozialversicherung) sowie des Grundstücks- und Wohnungswesens 74 106 106 117 M–N Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sowie sonstige unternehmensbezogene Dienstleistungen 2.384 2.531 2.572 3.001 O–P Dienstleistungen der öffentlichen Verwaltung (ohne Entsorgungsleistungen), der Verteidigung und der Sozialversicherung sowie Erziehungs- und Unterrichtsdienstleistungen 943 944 944 964 Q–T Dienstleistungen des Gesundheits- und Sozialwesens, Kunst, Unterhaltung, Erholung und sonstige Dienstleistungen sowie Dienstleistungen der privaten Haushalte 50 90 92 116 Güter- und Dienstleistungsbezug einschl. Investitionen 16.273 17.706 18.366 31.888 in v. H 51,0% 55,5% 57,6% 100,0% Quelle: Eigene Berechnungen basierend auf Angaben der AWM. 2013. 12 Regionalisierung des Gesamtimpuls Die regionale Betroffenheit durch die Verausgabung der Wertschöpfung von € 17,8 Mio . wird wie folgt aufgeteilt: Die Nettolöhne und -gehälter werden nach dem Wohnsitz der Em pfänger zugeordnet. Die Steuern werden nach regionalen Steuerschlüsseln verteilt. Der Verteilungsschlüssel für Bund, Länder und Gemeinden wurde bei der Lohnsteuer berücksichti gt. Krankenkassenbeiträge verbleiben zur Hälfte am Wohnort. Damit ist der ausgelöste Gesamtimpuls (siehe Folie 13) in Höhe von € 49,7 Mio. aufgeteilt: 53,1 % entfallen auf die Stadt Münster. Wohnort Mitarbeiter (vollzeitäquivalent) Anzahl* Anteil in v.H. Münster 217 67,2% Region 313 96,9% Münsterland 317 98,1% Inland insgesamt 323 Quelle: AWM. 2013. * 343 Personen (jahresdurchschnittlich) 13 Kostengruppe Münster Region Münster- land Inland insgesamt TEUR Güter- und Dienstleistungsbezug (einschl. Investitionen) 16.273 17.706 18.366 31.888 Wertschöpfung Nettolöhne und -gehälter, Beamtenbezüge 5.854 8.444 8.552 8.714 Lohnsteuer, Soli, Kirchensteuer 242 349 354 1.803 Soziale Abgaben 2.135 3.080 3.118 5.032 Auszahlungen und geldwerte Leistungen der betrieblichen Altersversorgung 695 1.003 1.016 1.035 Steuern 11 11 11 46 Zuführung in den allgemeinen Haushalt 1.179 1.179 1.179 1.179 Summe 10.116 14.066 14.230 17.809 Summe Güter- und Dienstleistungsbezug (einschl. Investitionen) und Wertschöpfung 26.389 31.77 32.596 49.697 Anteil in v. H. 53,1 63,9 65,6 100,0 Quelle: Eigene Berechnungen basierend auf Angaben der AWM. 2013. Regionalisierung des Gesamtimpuls 14 Zweite Fragestellung • Welcher Anteil von jedem Euro , den die Kunden für Leistungen der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster ausgeben, bleibt in der Region und löst hier weitere Wertschöpfung aus? 15 Münzdarstellung Von jedem Euro, den der Kunde für Leistungen der AWM zahlt, halten die AWM 53 Cent in der Stadt. 27% 7% 2% 8% 3% 7% 13% 33% Aufträge an Unternehmen in Münster Nettolöhne- und gehälter, betriebliche Altersversorgung in Münster Steuern, Abgaben und Zuführung zum allgemeinen Haushalt in Münster Aufträge an Unternehmen in der restlichen Region Wertschöpfung in der restlichen Region Aufträge an Unternehmen und Wertschöpfung im restlichen Münsterland Wertschöpfung außerhalb des Münsterlands Aufträge an Unternehmen außerhalb des Münsterlands 16 Alternative Betrachtung – Was wäre wenn? Datengrundlage: Die alternative Betrachtung soll Ergebnisse einer Betriebsführ ung der Abfallwirtschaft in Münster durch ein externes Unternehmen zeigen. Die Aufteilung der von den AWM nachgefragten Güter- und Dienst leistungen einschl. Investitionen wird als Basis für die alternative Untersuchung herangezogen. Die Regionalisierun g dieser Ausgaben wird jedoch angepasst auf einen externes Unternehmen in Bezug auf Gütergruppen und ihre regionale Her kunft. Die Kreditoren wurden bei den Verwaltungsleistungen, dem Energiebezug und regionalen Unternehmen im Bereich Bau, Zeitarbeit, Dieselbezug usw. angepasst und die Leistung außerhalb Münsters angenommen. Die Zahlungen an einen großen Dienstleister aus der Versorgung sbranche wurden branchenspezifisch nach Maßgabe der Input-Output Tabelle aufgeteilt in Güter- und Dienstleistungen einschl. Investitionen sowie Wertschöpfung. Die regionale Betroffenheit durch die Verausgabung der Wert schöpfung wird wie folgt aufgeteilt: Die Nettolöhne und -geh älter wurden nach dem regionalen Verteilungsschlüssel der AWM verteilt,jedoch um 30 % herabgesetzt, unter Annahme der gleichen Anzahl Arbeitsplätze. Die Steuer- und Abgabenpositionen werd en nach regionalen Steuerschlüsseln verteilt. Der Verteilungsschlüssel für Bund, Länder und Gemeinden wurde bei der Lohnsteuer berücksichtigt. Krankenkassenbeiträge verbleiben zur Hälfte am Wohnort. Die Höhe des Gewinns wurde anhand der Angaben des branchenspezi fischen Nettobetriebüberschusses aus der Input-Output Tabelle ermittelt. Unter diesen Annahmen würde bei der Übernahme der AWM-Leistu ngen durch ein externes Entsorgungsunternehmen der Schaden für die Stadt Münster, bezogen auf einen Euro, 30 Cent betragen, siehe Folie 17 im Vergleich zu Folie 13. Welcher Anteil von jedem Euro , den die Kunden für Leistungen eines externen Entsorgungsunternehmen ausgeben würden, bliebe in Münster? 17 Alternative Betrachtung – Was wäre wenn? Von jedem Euro, den der Kunde für Leistungen eines externen Entsorgungsunternehmen zahlt, bleiben 23 Cent in Münster. Kostengruppe Münster Inland insgesamt TEUR TEUR Güter- und Dienstleistungsbezug einschl. Investitionen 3.346 31.888 Wertschöpfung Nettolöhne und -gehälter 4.753 7.074 Lohnsteuer 197 1.464 Soziale Abgaben 1.722 4.085 Auszahlungen und geldwerte Leistungen der betrieblichen Altersversorgung 564 840 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11 46 Gewinnabführung 0 658 Summe 7.247 14.167 Summe Güter- und Dienstleistungsbezug und Wertschöpfung 10.593 46.055 Anteil in v. H. 23,0 100,0 18 Dritte Fragestellung • Welche Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte entstehen in den untersuchten Regionen durch die AWM, d.h. wie viel Wertschöpfung wird in den Regionen gehalten und wie viele Arbeitsplätze werden gesichert? Die über die Input-Output-Analyse ermittelten direkten, i ndirekten und induzierten Wertschöpfungseffekte und deren regionale Zuordnung sind in Folie 19 dargestellt. Insgesamt wird durch den von den AWM ausgehenden Nachfragei mpuls von € 49,7 Mio. im Inland eine Wertschöpfung von € 68,1 Mio. ausgelöst. Davon entfallen € 34,0 Mio. auf Münster. 19 Regionale Wertschöpfungseffekte Effekte der Geschäftstätigkeit der AWM Münster Impuls Bruttowertschöpfung insgesamt in Deutschland durch AWM Münster direkt indirekt induziert durch Konsumausgaben Inland insgesamt des Staates der privaten Haus- halte in TEUR in TEUR (0) (1) (2) (3) (4) (5) Ausgelöst durch Güter- und Dienstleistungsbezug einschl. Investitionen 31.888 - 23.229 1.154 6.704 31.087 Ausgelöst durch erzielte Wertschöpfung Nettolöhne und -gehälter, Beamtenbezüge, betriebliche Altersversorgung 9.749 9.749 - - 9.380 19.129 Steuern, Abgaben und Gewinn 8.060 8.060 - 6.984 2. 845 17.889 Effekte insgesamt in Deutschland 49.697 17.809 23.229 8.138 18.929 68.105 Quelle: Eigene Berechnungen auf Basis von Angaben der AWM Münster und der Input-Output-Tabelle des Statistischen Bundesamts. regionale Bruttowertschöpfung Münster 17.809 7.211 2.732 6.243 33.995 Region 17.809 7.790 3.537 7.761 36.897 Münsterland 17.809 8.073 3.570 7.971 37.423 20 Regionale Beschäftigungseffekte Die von der Geschäftstätigkeit der AWM bundesweit ausgelös ten Beschäftigungseffekte sind im oberen Teil der Folie 21 wiedergegeben. In Spalte (0) ist der monetäre Gesamtimpuls (€ 49,7 Mio.) aufgeschlüsselt. Im Durchschnitt des Jahres 2013 waren direkt bei den AWM Müns ter 323 Mitarbeiter (vollzeitäquivalent) beschäftigt (Spalte 1). Der Güter- und Dienstleistungsbezug (einschl. Investitio nen) in Höhe von € 31,9 Mio. (Spalte 0) führt bundesweit indirekt zu 344 Arbeitsplätzen (Spalte 2). Steuern, Abgaben und Gewinn in Höhe von € 8,0 Mio. (Spalte 0) s owie indirekte Steuerwirkungen der Vorleistungsnachfrage und Investiti onen ermöglichen eine Konsumnachfrage des Staates, die in den Unternehmen, die di ese befriedigen, bundesweit 176 Arbeitsplätze nach sich ziehen (Spalte 3). Die Verausgabung der Einkommen der Mitarbeiter der AWM, der Mitarbeiter der Güterlieferanten und Dienstleistungserbringer sowie der Mitarbeiter der Unternehmen, die die Staatsnachfrage befriedigen, führen zu weiteren 311 Arbeitsplätzen (Spalte 4). Insgesamt werden im Inland 1.154 Arbeitsplätze ausgelöst, hiervon 591 in Münster. 21 Regionale Beschäftigungseffekte Effekte der Geschäftstätigkeit der AWM Münster Impuls Arbeitsplatzeffekte insgesamt in Deutschland durch AWM Münster direkt indirekt induziert durch Konsumausgaben Inland ins- gesamt des Staates der privaten Haus- halte in TEUR Anzahl Erwerbstätige (0) (1) (2) (3) (4) (5) Ausgelöst durch Güter- und Dienstleistungsbezug einschl. Investitionen 31.888 - 344 25 110 479 Ausgelöst durch erzielte Wertschöpfung Nettolöhne und -gehälter, Beamtenbezüge, betriebliche Altersversorgung 9.749 323 - - 154 477 Steuern, Abgaben und Gewinn 8.060 - - 151 47 198 Effekte Insgesamt in Deutschland 49.697 323 344 176 311 1.154 Quelle: Eigene Berechnungen auf Basis von Angaben der AWM Münster und der Input-Output-Tabelle des Statistischen Bundesamts. regionale Arbeitsplatzeffekte Münster 323 106 63 99 591 Region 323 118 82 124 647 Münsterland 323 121 83 125 652 22 Regionale Wertschöpfungs- und Beschäftigungs- multiplikatoren Setzt man die direkte Wertschöpfung und die Zahl der direkt B eschäftigten in Relation zu der zusätzlich in der Stadt ausgelösten Wertschöpfung bzw. den Beschäftigten, so erhält man regionale Multiplikatoren (vgl. Folie 23). Von den AWM wurde 2013 zusätzlich zur eigenen Wertschöpfung das 0,9-Fache an Wertschöpfung in der Stadt ausgelöst. Jeder bei den AWM Beschäftigte zog 2013 fast einen weiteren A rbeitsplatz in der Stadt nach sich. 23 Regionale Wertschöpfungs- und Beschäftigungs- multiplikatoren Jeder bei den Abfallwirtschaftsbetrieben Münster Beschäftigte zieht in der Stadt Münster fast einen weiteren Arbeitsplätze nach sich. Münster Region Münsterland Wertschöpfung (in TEUR) (1) direkte Wertschöpfung AWM 17.809 17.809 17.809 (2) zusätzlich indirekt und induziert 16.186 19.088 19.614 SUMME 33.995 36.897 37.423 Regionaler Wertschöpfungsmultiplikator (Zeile 2 : Zeile 1) 0,9 1,1 1,1 Beschäftigung (3) direkte Arbeitsplätze AWM 323 323 323 (4) zusätzlich indirekt und induziert 268 324 329 SUMME 591 647 652 Regionaler Beschäftigungsmultiplikator (Zeile 4 : Zeile 3) 0,8 1,0 1,0 Quelle: Berechnungen auf Basis von Angaben der AWM und der Input-Output-Tabelle des Statistischen Bundesamts. 24 Regionale Beschäftigungseffekte In der Stadt Münster sichern die AWM jeden 250. Arbeitsplatz (sozialversicherungspflichtige Beschäftigung). Münster Region Münsterland Beschäftigte AWM direkt 323 323 323 zusätzlich in der Region 268 324 329 Summe 591 647 652 Erwerbstätige in der Region insgesamt 1) 208.700 632.600 898.900 Anteil AWM 0,3% 0,1% 0,1% Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Region insgesamt 2) 148.600 425.300 602.200 Anteil AWM 0,4% 0,2% 0,1% 1) Jahresdurchschnitt 2012. 2) Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (am Arbeitsort) per 30.06.2013. Quelle: 1) Arbeitskreis "Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder", auf kommunale Ebene herunter gebrochen nach Maßgabe der Soz.vers.pflichtig Beschäftigten (eigene Schätzung ); 2) Bundesagentur für Arbeit. 25 Neben der Darstellung des ausgegebenen Euros ist für die Stadt Münster bei Beauftragung eines externen Entsorgers der Verlust von € 12,6 Mio. Bruttowertschöpfung und 140 Arbeitsplätzen zu erwarten. Alternative Betrachtung – Was wäre wenn? AWM 53 Cent externer Entsorger 23 Cent In Münster verbleiben von einem Euro: 26 Die AWM im Vergleich zu anderen kommunalen Unternehmen. Ein Vergleich des regionalen Anteils an der Beschäftigung der AWM gegen bereits untersuchte kommunale Unternehmen (seit 2010). Der Wert ist jeweils auf die Stadt bezogen. Die Werte des ÖPNVs und der Energieversorger wurden als Durchschnitt ermittelt f ür Unternehmen vergleichbarer regionaler Struktur. Quelle: Eigene Berechnungen.
Berichtsvorlage
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V/0671/2014 DER OBERBÜRGERMEISTER Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Betrifft Regionale Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte der AWM Beratungsfolge 21.10.2014 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Bericht Bericht: Um die wirtschaftliche und beschäftigungspolitische Bedeutung der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster für da s Münsterland und die Region (LK Coesfeld, LK Warendorf, LK Steinfurt, SK Münster) zu qualifizieren und quantifizieren, wurde von den AWM in 2013 erstmalig beim „Eduard Pestel Institut für Systemforschung e.V.“ eine Untersuchung zu den regionalen Wertschöp fungs- und Beschäftigungseffekten in Auftrag gegeben. Diese Untersuchung ermittelt, in welchem U m- fang die AWM Güter und Dienstleistungen aus der Region beziehen und welche Wirtschaft s- zweige hierdurch gestärkt werden, welcher Anteil eines Euros, den die Kun den für Leistungen der AWM au sgeben, in der Region verbleibt und weitere Wertschöpfungen auslöst. Ein weiterer Untersuchungsschwerpunkt sind die volkswirtschaftlichen Effekte hinsichtlich Wertschöpfung und Beschäftigung, die in der Region ausgelöst werden. Die erstmalige Studie aus dem Jahr 2013 , basierend auf den Jahresergebnissen des Ja h- res 2012, wurde um die Unternehmensdaten 2013 aktualisiert. I.V. gez. Reinkemeier Stadtkämmerer Anlage: Endbericht des Eduard Pestel Instituts Vorlagen-Nr.: V/0671/2014 Auskunft erteilt: Frau Eichwald Ruf: 6052-43 E-Mail: Eichwald@awm.stadt-muenster.de Datum: 02.10.2014 Öffentliche Berichtsvorlage
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (2)
- Rösnerstraße 10
- Grafschaft
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0671/2014
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 10.09.2014
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37