2250/2017
Gedenktafel für Christian Daniel Hülsmeyer
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Beschlussvorlage Ausschuss
2520 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/67/670 Vorlagen-Nummer 2250/2017 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Gedenktafel für Christian Daniel Hülsmeyer Bürgereingabe gem. § 24 GO Beschlussorgan Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Innenstadt spricht sich für eine Anbringung einer Gedenktafel für Christian Da- niel Hülsmeyer (1881-1957) an dem von den Petenten vorgeschlagenen Anbringungsort aus und bit- tet die Verwaltung hierzu eine entsprechende Vereinbarung zur inhaltlichen Gestaltung der Gedenkta- fel und zur Finanzierung zu schließen. Ausschuss für Anregungen und Beschwerden 19.09.2017 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 05.10.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Die Petenten beantragen die Anbringung einer Gedenktafel für Herrn Christian Daniel Hülsmeyer (1881-1957), dem Erfinder des Radars. Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden hatte sich bereits im Jahr 2012 mit der Anbringung einer Gedenkplatte für Herrn Christian Daniel Hülsmeyer befasst und das Anliegen grundsätzlich un- terstützt. Die Umsetzung scheiterte an der nicht gesicherten Finanzierung. Die Verwaltung hat keine gestalterischen Einwände bei einer Anbringung einer Messingtafel in DIN A 3 oder kleiner. Von den Petenten wird als passender Anbringungsort ein eckförmiges Mauerstück unweit der Hohenzollernbrücke am linken Kölner Rheinufer vorgeschlagen. Die Erfindung von Herrn Daniel Christian Hülsmeyer aus dem Jahre 1904 sendete „Hertzsche Wellen aus, die reflektierten, sobald sich Rheinschiffe näherten. Das von ihm genannte „Telemobiloskop“ konnte die Reflektionen empfangen, eine Klingel auslösen und die Richtung anzeigen, aus der das Schiff kam. Gegen die Anbringung einer Gedenktafel am vorgeschlagenen Anbringungsort bestehen seitens der Verwaltung keine Bedenken. Aus stadtgestalterischer Sicht ist es wichtig, dass es zu keinen zusätzlichen Einbauten (wie z.B. einer Stehle) kommt. Die entstehenden Kosten werden gemäß Bürgereingabe für die Anbringung der Gedenktafel vom deutschen Zweig der IEEE Aerospace and Electronic System Society übernommen. Eventuelle Kos- ten für die unterjährige Pflege könnten durch die Fraunhofer Institute FKIE und FHR in Wachtberg bei Bonn aufgebracht werden. Durch eine entsprechende Vereinbarung werden die inhaltliche Gestaltung und die Finanzierung der Gedenktafel festgelegt. Anlage Bürgereingabe
Bürgereingabe Gedenktafel für Christian Daniel Hülsmeyer
22955 Zeichen
Herrn - Stadt Köln *T |
Bezirksbürgermeister
Andreas Hupke Eingang 2 9, März e
Bezirksrathaus Innenstadt
Der Bezirksbürgermeister | v
- Bezirksrathaus Innenstadt "|
Ludwigstraße 8
50667 Köln
17. März 2017
Anregung gemäß $ 24 GO NRW: Gedenktafel für Christian Daniel Hülsmeyer
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Hupke,
für die Gelegenheit, Ihnen am 13. März 2017 persönlich unsere Anregung zur Anbringung
einer Gedenktafel für Christian Daniel Hülsmeyer (1881-1957) näher erläutern zu können,
danken wir Ihnen herzlich. Gern nehmen wir Ihren Vorschlag einer formalen Bürgereingabe
auf, die wir hiermit einreichen.
Hintergrund
Das Rheinufer an der Hohenzollernbrücke ist der Schauplatz einer bedeutenden Kölner Erfin-
dung, deren weltweite Wirkung bis in die unmittelbare Gegenwart strahlt - das RADAR. Am
. 17. Mai 1904 wies dort der Unternehmer und Erfinder Christian Hülsmeyer (1881-1957) zum
ersten Mal in der Technikgeschichte das RADAR-Prinzip nach. Seine Erfindung, von ihm
„Telemobiloskop“ genannt, sendete „„Hertzsche Wellen“ aus. Sobald sich Rheinschiffe näher-
ten, reflektierten diese die Wellen. Hülsmeyers „Telemobiloskop“ konnte die Reflektionen
empfangen, eine Klingel auslösen und die Richtung anzeigen, aus der das Schiff kam.
Anerkennung
Es ist in der internationalen Fachliteratur zur Geschichte der Elektrotechnik unbestritten, dass
der 17. Mai 1904 in Köln der Geburtstag des RADAR war. Erinnert man sich, dass Heinrich
Hertz (1857-1894), der Entdecker der elektromagnetischen Wellen, als Professor für Physik
im nahen Bonn wirkte, so wird deutlich, dass das RADAR eine durch und durch rheinische
Erfindung ist. Kurz vor seinem Tod im Jahre 1957 wurde Hülsmeyer von seinem Erfinderkol-
legen Konrad Adenauer geehrt, damals Bundeskanzler, zuvor aber der große Oberbürgermeis-
ter Kölns.
Initiator und Kosten
Die Institution of Electrical and Electronics Engineers EEE, www..ieee.ore, ist die bedeu-
tendste internationale ingenieurwissenschaftliche Gesellschaft. Sie möchte an diesen wichti-
gen Meilenstein der internationalen Technikgeschichte erinnern, nachdem der Vorschlag aus-
giebig von einer renommiert besetzten internationalen Wissenschaftlerkommission geprüft
und empfohlen wurde. Konkret soll an geeigneter Stelle eine Messing-Tafel mit folgender
Inschrift angebracht werden:
On 17 May 1904, the German engineer and entrepreneur Christian Hülsmeyer first demon-
strated a device in Cologne which he named a Telemobiloskop, using electromagnetic waves
to detect a distant target. He patented this device in Germany, in the UK and in the USA. This
device was the world's first radar.
Derartige Tafeln erinnern weltweit an Meilensteine der Technikgeschichte. Abb. 1 zeigt eine
derartige Tafel, die rechts neben dem Denkmal für Heinrich Hertz an der Technischen Uni-
versität Karlsruhe aufgestellt ist. Eine derartige Tafel für Hülsmeyer kann an einer Wand oder
wie in Karlsruhe auf einer Stele angebracht werden. Die entstehenden Kosten für Tafel und
Aufstellung wird der deutsche Zweig der JEEE Aerospace and Electronic Systems Society
übernehmen. Eventuelle Kosten für die unterjährige Pflege können durch die Fraunhofer-
Institute FKIE und FHR in Wachtberg bei Bonn aufgebracht werden.
Abb. 1: Gedenktafel für Heinrich Hertz an der Universität Karlsruhe.
Abb. 2: Vielleicht möglicher Anbringungsort am Kölner Rheinufer.
Mösglicher Aufstellungsort
Mit dem Begriff RADAR wissen nahezu alle Menschen etwas anzufangen. Flughäfen, Schiff-
fahrt, Einparkhilfen am Auto, autonomes Fahren, aber auch polizeiliche Geschwindigkeits-
kontrollen wären ohne RADAR undenkbar. Es wäre also davon auszugehen, dass eine solche
Tafel das Interesse vieler Menschen, die am Rheinufer flanieren, wecken und ihnen einen
weiteren Hinweis auf die Bedeutung und Vielseitigkeit Kölns geben würde, der großen Met-
ropole am Rhein. Abb. 2 zeigt ein eckförmiges Mauerstück nahe der Hohenzollernbrücke, das
aus der Sicht der Unterzeichner passend wäre. Dies soll aber nur eine unter sicherlich vielen
möglichen Aufstellungsorten sein. Die Unterzeichner regen daher eine Ortbegehung der an
der Entscheidung zu beteiligenden Persönlichkeiten an.
Es wäre zu überlegen, neben der international standardisierten Tafel eine weitere, ausführli-
chere Informationstafel auf Deutsch anzubringen. Über Inhalte und die Finanzierung müsste
natürlich im Einzelnen gesprochen werden.
Erstellung einer Schrift
Die Institution of Electrical and Electronics Engineers JEEE sowie die Wachtberger Fraun-
hofer-Institute FKIE und FHR beabsichtigen, anlässlich der Einweihung eine Schrift über die
technikgeschichtliche Bedeutung des Kölner RADAR-Experiments herauszugeben. Beitragen
würden international bedeutende Radar-Wissenschaftler. Es soll aber auch die Wiederentde-
ckung Hülsmeyers in der 1950er Jahren geschildert werden und seine Würdigung durch Kon-
rad Adenauer.
Die Unterzeichner würden sich freuen, wenn-die zuständigen Gremien der Stadt Köln diese
Anregung wohlwollend in Betracht zögen. Gern stehen sie für alle weiteren Nachfragen zur
Verfügung und würden die Realisierung des Vorhabens tatkräftig unterstützen.
Mit freundlichen Grüßen
Anlagen
einseitiges Expose des Anliegens
bebilderte Übersicht: Hülsmeyer und sein Radar
Kurzcharakterisierung des Hüsmeyer-Radars, Literatur
Kopie der Patentschrift von 1904
Erinnerung an das erste RADAR-Experiment der Geschichte
Was: Anbringung einer Gedenktafel für Christian Daniel Hülsmeyer (1881-1957)
Wo: Am linken Kölner Rheinufer, unweit der Hohenzollernbrücke
Wie: Als etwa DIN-A4-große Metalltafel, anzubringen an einer Wand oder Stele
‘Wer: Deutsche Sektion der /EEE Aerospace and Electronic Systems Society (trägt Kosten)
Hintergrund
Das Rheinufer an der Kölner Hohenzollernbrücke ist der Schauplatz einer bedeutenden Kölner Erfin-
dung, deren weltweite Wirkung bis in die unmittelbare Gegenwart strahlt - das RADAR.
Am 18. Mai 1904 wies dort der Unternehmer und Erfinder Christian Hülsmeyer (1881-1957) zum
ersten Mal in der Technikgeschichte das RADAR-Prinzip'nach. Seine Erfindung, von ihm .„‚Telemobi-
loskop“ genannt, sendete „Hertzsche Wellen“ aus. Sobald sich Rheinschiffe näherten, reflektierten
diese die Wellen. Hülsmeyers „Telemobiloskop“ konnte die Reflektionen empfangen, eine Klingel
auslösen und die Richtung anzeigen, aus der das Schiff kam. Es ist in der internationalen Literatur zur
Technikgeschichte unbestritten, dass der 18. Mai 1904 in Köln der Geburtstag des RADAR war.
Erinnert man sich, dass Heinrich Hertz (1857-1894), der Entdecker der elektromagnetischen Wellen,
als Professor für Physik im nahen Bonn wirkte, so wird deutlich, dass das RADAR eine durch und
durch rheinische Erfindung ist. So wurde Hülsmeyer 1957 auch von seinem Erfinderkollegen Konrad
Adenauer geehrt, damals Bundeskanzler, zuvor aber der große Oberbürgermeister Kölns.
Die Institution of Electrical and Electronics Engineers IEEE, www.ieee.org, ist die bedeutendste in-
ternationale ingenieurwissenschaftliche Gesellschaft. Sie möchte an diesen bedeutenden Meilenstein
internationaler Technikgeschichte erinnern, nachdem der Vorschlag ausgie-
’ big von einer renommiert besetzten internationalen Wissenschaftlerkommis-
sion geprüft und empfohlen wurde. Konkret soll an geeigneter Stelle eine
Tafel mit folgender Inschrift angebracht werden:
On 17 May 1904, the German engineer and entrepreneur Christian Hüls-
meyer first demonstrated a device in Cologne which he named a Telemobi-
loskop, using electromagnetic waves 10 detect a distant targeı. He patented
this device in Germany, in the UK and in the USA. This device was Ihe
world's first radar.
Wie eine derartige Tafel aussehen kann, zeigt das Beispiel links. Rechts ne-
ben dem Hertz-Denkmal an der Technischen Universität Karlsruhe ist eine
> derartige Tafel an einer Stele angebracht. Die entstehenden Kosten wird die
deutsche Sektion der /EEE Aerospace and Electronic Systems Society übernehmen.
Milestone-Proposal: Invention and First Demonstration of Radar, 1904
Plaque citation
On 17 May 1904, the German engineer and entrepreneur Christian Hülsmeyer first demonstrated a
device which he named a Telemobiloskop, using electromagnetic waves to detect a distant target. He
patented this device in Germany, in the UK and in the USA. This device was the world’s first radar.
Historical significance of the work
The German engineer and entrepreneur Christian Hülsmeyer first had the idea to build a device for
detecting and locating objects by means of electromagnetic waves. He founded his own company,
raised venture capital and developed the technical concept of a radar system. He also patented his
invention (which he called "Telemobiloskop") and first demonstrated it in Cologne, Germany, in
1904. These were the foundations of modern radar systems which, today, contribute to many areas
of our life: Not only in military and geoscience systems but also in automotive, industrial and even
home applications. At the time of Hülsmeyer's invention, RF technology was still in its infancy, and
the available electronic devices were therefore quite primitive. Nevertheless, he was able to build
and demonstrate a working prototype equipment.
Other scientists and engineers, including Nikola Tesla and Guglielmo Marconi, had suggested that it
might be possible to detect objects using reflected electromagnetic waves, but Hülsmeyer’s work
was the first practical demonstration and the subject of the first patents.
Some sources - particularly the British scientist Sir Robert Watson-Watt who developed the British
Chain Home radar system in the UK in the late 19305 — maintain that Hülsmeyer’s invention could not
properly be called a radar because it did not measure range (the term ‘radar’, standing for radio de-
tection and ranging, had first been introduced in the USA on 19 November 1940). This is not strictiy
true, since a development of Hülsmeyer’s invention, detailed in a subsequent patent granted on 2
April 1906, did indeed measure target range. In addition, we have no difficulty today in speaking of
police Doppler radars - which measure target velocity but not range.
Literature
Louis Brown: Technical and Military Imperatives: a Radar History of World War Il, Taylor & Francis
David Pritchard: The Radar War: Germany’s Pioneering Achievement 1904-1945,
Sean Swords: Technical History of the Beginnings of Radar, Peter Peregrinus
Arthur O. Bauer: Christian Hülsmeyer and about the early days of radar inventions - a survey, Die-
men, 2005 [a detailed description of Hülsmeyer’s work and patents written by a Dutch historian and
made available on his website]
A Special Session at the SEE/IEEE International Radar Conference in Toulouse, France in 2004 to mark
the centenary of Hülsmeyer’s invention. Several of the papers are in French, but two in English are:
Arthur O. Bauer, Hülsmeyer’s early radar commitment
Jean-Marie Colin: Radar innovation and proofs from C.Hülsmeyer
( Defence Electronics
Das Jahr 1900
Erster Aufstieg vonLZ 1 am 2. Juli
» Max Planck erläutert in Berlin
die Quantentheorie.
: Das Bürgerliche Gesetzbuch tritt in Kraft.
- Ein 19jähriger Student wiederholt in Bremen die
Hertzschen Versuche. I
Sein Name: Christian Hülsmever
© EADS Deutschland GmbH
Defence Electronics
Curriculum Vitae OR
1881: Christian Hülsme; yer wird am 23. Dezember i in.
Eydelstedt (bei Diepholz) geboren.
1898: Beginn der Berufsausbildung . auf, dem Lehrer-
seminar in Bremen
1 899: Eintritt bei Siemens & Halske in Bremen
1902: Übersiedlung nach Düsseldorf und Gründung
der „Telemobiloskop-Gesellschaft Bulzme yer
& Mannheim“
© EADS Deulschland’:GmbH
Defence Electronics : |
EADS
BESBEIT UK
FATLNTAMI
PATENTSCH
M 165546 P
KLASSE 7m” As J0Lz
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&
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sche Gegenstande mi
ittels slektrischer Wellen
en Reiche vom 30. A
= Chr. Hülsmeyer meldet
ar BE am 30. April 1904 sein
historisches Patent an.
© EADS Deutschland G
Defence Electronics
Die Demonstration
Das „Telemobiloskop“
detektiert am 18. Mai 1904 an .der Hohenzollernbrücke zu Köln
erfolgreich vorbeifahrende Schiffe.
Eine zweite vielbeachtete Demonstration folgt beim TECHNICAL
NAUTICAL MEETING im Juni 1904 im Hafen von Rotterdam.
Page 5 ©.EADS Deutschland GmbH
if { Defence Electronics
Die Technik
£
elemobiloskop‘::
Sender: Funkeninduktor mit Dipolgruppe in einem Horn-
strahler („Projektionskasten‘) zur gerichteten Abstrahlung
. Empfänger: vertikale Reusenantenne im Brennpunkt eines
Zylinderparabolspiegels und Kohärer
° Klingel und „Kompass“ als optomechanische Anzeige
© EADS Deutschland GmbH
Page:6
Defence Electronics
Weitere Patente
Anmeldung in England am 10. Juni 1904
N 18,170 EDER AD. 1904
Date of Application, 10th June, 1904—Accepted, 22nd Sept., 1904
COMPLETE SPECIFICATION, :
“ Hertzian-wave Projeoting and Receiving Apparatus Adapted to
Indicate or Give Warning of the Presence ofa Metallic Body, such
88 a Ship or a Train, in the Line of Projection ofsuch Waves ”.—
Bestimmung
der Entfernung eines Ziels:
Variation des Elevationswinkels der abgestrahlten Welle und
Bestimmung der Position maximaler Empfangsfeldstärke
Page 7
© EADS Deutschland GmbH
Defence Electronics
Curriculum Vitae (Il)
Trotz der hochgelobten Vorführun-
gen finden die Ideen Hülsmeyers
keine nachhaltige Resonanz.
Im Jahr 1905 stellt er alle Arbeiten
an seinem „Telemobiloskop“ ein,
1907 gründet er die Firma „Kessel-
und Apparatebau Christian Hüls-
..meyer“ in Düsseldorf.
In den 50er Jahren erfährt er zahl-
reiche Ehrungen, u.a. durch Bun-
deskanzler Konrad Adenauer.
Christian Hülsmeyer starb am
31. Januar 1957 in Ahrweiler.
ELEGRAFSUG
21. Aususı 240
© EADS Deutschland GmbH
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10 .fernung_ festzustellen,
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25
KAISERLICHES!
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PATE (FSCHRIFT
M: 169154
KLASSE 74.
CHRISTIAN HÜLSMEYER ın DÜSSELDORF.
Verfahren zur Bestimmung der Entfernung von metallischen Gegenständen
ten o.dgl.), deren Gegenwart durch das Verfahren nach Patent 165546
festgestellt wird.
Zusatz zum Patente 165546 vom 30. April 1904.
Patentiert ‘im Deutschen Reiche vom It. November 1904 ab.
Bei dem Gegenstande des Hauptpatentes
wird das Vorhandensein mehr oder weniger
entfernter metallischer Gegenstände (Schifte,
Wracks, Unterseeboote usw.) 'mit_Hilie re-
flektierter elektrischer Wellen festgestellt.
Vorrichtung gestattet aber nur die Richtung
festzustellen. in welcher sich der metallische
Gegenstand befindet.
Eine andere Aufgahe ist nun die, die Ent-
“in welcher sich das
mittels der elektrischen \Wellen entdeckte
Objekt befindet. Diese Aufgabe wird nun
durch die Einrichtungen gel welche den
Gegenstand des vorliegenden Zusatzpatentes
bilden. ° Es genügt hierzu. die von dem Pro-
jektionskasten ausgesandten Wellen zu einem
zylindrischen Bündel vereinigt in einer ver-
tikalen Ebene auf und ah zu bewegen. Hierbei
wird bei einem bestimmten Neigüngswinkel
des Wellenbündels zur Herizontalebene der
mit dem Sender zusammenarbeitende Emp-
fänger am stärksten ansprechen. 1) Nei-
gungswinkel wird alsdann abgelesen und
mit seiner Hilfe die Entfernung des das elck-
trische Wellenbündel reflektierenden
standes bereelimet. Dis
des elek hen Wellen!
stimmung des Neigung
Längste Dauer: ‘29. April 1919.
Im folgenden sind zwei Arten beschrieben. 30
Bei der einen Ausführungsform wird das
durch den Spiegel usw. des Projektions-
kastens konzentrierte \Vellenbündel dadurch
geneigt, daß der Projektionskasten mit einem
verschiebbaren Gewichte einseitig belastet wird,
was infolge der kardanischen Aufhängung
des Projektionskastens eine Neigung des-
selben hervorbringt. Bei der anderen Aus- \
führungsform werden die Strahlen durch
ein Linsenpaar parallel gerichtet und da-
durch, daß der Winkel, den die Linsen mit
der Achse des Projektionskastens bilden, ver-
ändert werden kann, kann auch der Nei-
gungswinkel des \Wellenbündels zur Horizon-
talen verändert werden.
Auf den beiliegenden Zeichnungen sind
die beiden Ausführungsformen schematisch
veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. ı den mittels einer kardanischen Auf-
hängung aufgehängten und mit Hilfe eines
auf einer ' Skala verschiebbaren Gewichtes
verstellbaren 'Projektionskasten im Schnitt.
Fig. 2 stellt einen vertikalen Achsenschnitt
durch den mit der L.insenanordnung ver-
schenen Projektionskasten dar.
Fig. 3 eine Ablesung’ des Neigungswinkels.
Der in Fig. i dargestellte. zum Aussenden
Jer elöktrischen Wellen dienende Pröjektions-
35
40
#5
50
55
erg
PET
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
kasten / ist getrenm von «den vn
einer kardanischen Aufhängung u. bc aufge-
hängt. In der hahlen Tlalbkugel ce beiinder
sich das zum Berrielw des Gebers nötige In-
duktorium d. Der (scher er] seinen P’rimär-
strom aus der aui dem lahrzeug heiindlichen
Kraftquelle (nicht gezeichnet), sei es Akku-
mulatoren‘ Elemente oder ein Gleichstram-
dynamo (in diesem Falle ist ein Unterhrecher
zwischengeschaltet) oder ein direkter Wechsel-
strom. Der Sckundärstrom des Indukto-
riums d geht durch den Hohlzapfen zu zwei
an. diesem isoliert angeordneten Alnchmer-
ringen f und f!. Über den Hohlzapien e ist
eine Hohlachse x geschoben, welche sich .zu-
nächst zu einem Projektionskasten für elek-
trische Wellen erweitert, um die von dem
Oszillator h ausgehenden Wellen zu sammeln
und ihnen eine bestimmte Richtung zu geben.
Der hochgespannte, entsprechend
Strom wird durch Schleifbürsten i und k von
den Ringen f und f! abgenommen und "dem
Oszillator zugeführt. Die von letzterem und
den event. Sendedrähten ausgesandten Wellen.
werden von dem trichterförmigen Projck
tionskasten und dem an der Innenseite an-
geordneten gekrümmten Hohlspiegel m nach :
einer bestimmten Richtung in einen geeig- :
neten Winkel geworfen.
Um jede induktive Wellenübertragung zu
verhindern, ist hierüber noch ein Metall-
schirm ? angeordnet.
ber diesem Metallschirm befindet sich
nun eine in der Achse des Projektiuns-
kastens angeordnete Stange Q, auf der ein
Gewicht G verschoben werden kann. Je nach
der Entferhung des Gewichtes nach rechts
oder nach links von
bildet, er ‘oder kleiner.
Winkels "kann vermittels
Stange Q angeordneten,
einer auf der
auf empirischem
Wege festgestellten Skala abgelesen werden. :
Die Stange Q kann ‚auch unter dem Schirme
angeordnet sein.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausfüh- :
rungsform sind in dem Projektionskasten / '
zwei Linsen R und $ angeordnet, welche mit
einer Fassung versehen sind und an den
Scharnieren zweier Schlitten 7’ und U hängen. ;
Diese Schlitten werden in einem Längsschlitz
des Projektionskastens geführt und sitzen
auf einer über dem Schlitz parallel zu diesem
angeordneten Schraubenspindel 1’, welche mit
Hilfe von Kegelrädern durch eine Kurbel 7
gedreht werden kann.
sind die Fassungen der Linsen durch einen
Lenker _Y verbunden, in dessen Mitte eine
durch den Projektionskasten hindurchtretende
in Y geführte Manövrierstange Z angreift. ,
isolierte
der vertikalen Achse -
des Systems wird der Neigungswinkel, den ;
der Projektionskasten mit = Horizontalen .
ö Die Größe des :
Am unteren Ende -
[}
zw des Lenkers N ist gleich der Ent-
rer Schlitten 7’ und 7%. Durch Drehen
der Kurbel W und Verschiehen der = 2.
sowohl einzeln wie auch miteinander.
man den Neigungswinkel. unter welchen) das
Wellenhündel ausgeworien wird, beliebig ver-
ändern. Dieser igungswinkel kann vum
einer in «lie Seitenwand des Projektions-
kastens eingrelassenen Skala abgelesen werden.
Skala 3 wie auch Zeiger 4 (Fig. 3) sind un-
abhängig beweglich und endigen nach innen
in getrennte Schnurscheiben von gleichem
Durchmesser. Von «den Achspunkten der
Linse S führen Schnüre ı und = einzeln nach
den Scheiben, und zwar ı nach der Skala 5
und 2 nach dem Zeiger „. Wird die Kur-
bel 4" gedreht, so daß der Schlitten 7” sich
! nach rückwärts forthewegt und gleichzeitig
in demselben Maße” der I.enker NY nachge-
schoben, so dreht sich die Skala und der
Zeiger. Aus der Differenz der Zeigerstellung
und Skalastellung ist der Neigungswinkel zu
erschen. Damit bei der Rückbewegung des
Linsensystems in die ursprüngliche Stellung
; die Schnüre aufgewickelt werden, sind um
; Zeiger und Skala Spiralfedern angeordnet.
Will man sich des Iinsensystems R, S
nicht bedienen, so kann dasselbe mit Hilfe der
Stange Z oben gegen die Innenwand des
Projektionskastens in die in Fig. 2 punktiert
gezeichnete Stellung gebracht werden.
; Damit der auf dem Vorderdeck aufge-
stellte Gebeapparat durch auf Derek schla-
| gende Wellen, Sturzseen usw. nicht leidet.
wird. er in cin nicht metallisches Gehäuse
ı (Holz usw.) eingebaut, welches für elektrische
i Wellen durchlässigr ist.
Falls der auf dem Vorderdeck angeord-
nete Gebeapparat nur die vor dem Schiffe
liegende Fläche ableuchtet, d.h. 180° Um-
drehungen macht, so stellt man auf dem
Hinterdeck einen zweiten auf, um auch von
dieser Seite gefahrdrohende Annäherungen zu
sichten.
. Die beiden Gebeapparate können mit ye-
: trennten Empfängern, welche gemeinsame
Antennen haben, abgestimmt werden, so daß
man bei einer Meldung stets weiß, von wel-
! chem Apparate diese ausgeht. -
PATENT-ANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Bestimmung der Ent-
fernung vun metallischen Gegenständen
(Schiffen usw.), deren Gegenwart durch
das Verfahren nach Patent 165546 fest-.
gestellt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Neigüngswinkel des von dem
Gebeapparat ausgesandten zylindrischen
Wellenbündels in einer vertikalen Ebene
so lange verändert wird, bis die Wirkung
der reflektierten Wellen auf den Emp-
fe
kann
65
70
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Rd, N
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oe
=.
2 t
35
Rn
länger ein Maximum wird und daß als-
dann mit Hilfe dieses Neigungswinkels
die Entfernung. des die Wellen reflek-
tierenden Gegenstandes vom Gebeapparat
berechnet wird.
2. Ein Apparat zur Ausführung des
Verfahrens nach Anspruch 1. dadurch ge-
kennzeichnet, daß die Veränderung des
Neigungswin des Wellenbündels in
einer vertikalen Tihene durch Verschieben
eines Gewichtes /@) auf einer mit einer
Skala verschenen, mit dem in einer kar-
danischen Aufhängung angeordneten Pru-
jektionskasten verbundene Stange (Z} be-
wirkt wird.
3. Pin Apparat zur Ausführung «des
Verfahrens nach Anspruch ı. dadurch
gekennzeichnet, daß die Veränderung des
Neigungswinkels des Wellenbündels in
einer vertikalen Ebene. durch die \er-
änderung des Neigungswinkels eines in
dem Projektionskasten angeordneten, die
Wellen "in einem ° zylindrischen Bündel
aussendenden Linsensystems {R, 8) be-
wirkt wird. = ä
+ Eine Vorrichtung zur Ausführung
des Verfahrens nach Anspruch ı und 3,
Jarin bestehend, daß die Bewegung der
Linsen durch Schnüre oder sonstige
Übertragungsmittel auf einen Zeiger und
auf eine Skala übertragen wird, so daß
ıler Neigungswinkel des W’ellenbündels
sich aus der Differenz der Zeiger .und
der Skaladrehung ergibt
Hierzu ı Blatt Zeichnungen.
20
25
30
ee en hä
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FHOTOGR. DRUCK beit
DRUCK DER RRICHSURUCKEREN.
Zu der Patentschritt
N: 169154.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (3)
- Ludwigstraße 8
- Hohenzollernbrücke
- Am Rheinufer
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 2250/2017
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 18.09.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27