3819/2021
Beantwortung der schriftliche Anfrage der Fraktion Die Linke.: AN/2219/2021 Geht es mit den Hallen Kalk weiter oder beginnen wir von vorn?
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/VII Vorlagen-Nummer 25.11.2021 3819/2021 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 30.11.2021 Beantwortung der schriftliche Anfrage der Fraktion Die Linke.: AN/2219/2021 Geht es mit den Hallen Kalk weiter oder beginnen wir von vorn? 1. Welche allgemeinen und konkreten Nutzungskonzepte haben das Museum Ludwig und das Schauspiel in den letzten Jahren für die Zukunft der Hallen Kalk entwickelt, (wurde zum Bei- spiel auch an eine Kooperation mit anderen städtischen Museen, dem NS-Dok oder freien Künstlern angedacht?) und wann ist mit deren Präsentationen zu rechnen? Antwort der Verwaltung: Die Verwaltung hat für das Gesamtensemble ein Nutzungs- und Funktionskonzept erarbeitet, das vorsieht, die bereits seit den 90er Jahren praktizierten bzw. angedachten Nutzungen für Theater (Halle 75) und Museum (Halle 76) durch eine gezielte auf Kunst- und Kulturvermitt- lung ausgerichtete Nutzung in Halle 77 abzurunden. Die im Eigentum der Stadt Köln befindlichen Hallen Kalk, Hallen 75, 76 und 77 sind zum Teil stark sanierungsbedürftig. Um diese dauerhaft als kulturelle Orte nutzen zu können, bedarf es der grundlegenden Sicherung und anschließenden Sanierung der Hallen. Zukünftige Nutzungsmöglichkeiten hängen von der Prüfung der Sanierungsvarianten ab. Auf dieser Basis ist das Nutzungs- und Funktionskonzept anzupassen. Aufgrund der Komplexität dieser Abstimmungen können zum Zeithorizont derzeit keine Schätzungen angestellt werden. 2. Welche Auswirkungen wird die zukünftige Nutzung der Hallen Kalk auf die Entwicklung des Gesamtkonzeptes des angrenzenden Teils des ehemaligen Geländes des Unternehmens Klöckner Humboldt Deutz AG in Köln-Kalk (Gebiet „Hallen Kalk“) haben, für den ja bereits mehrere Werkstattverfahren stattfanden und Entscheidungen getroffen wurden? Antwort der Verwaltung: Die angedachte Entwicklung der Hallen 75–77 kann wichtige Impulse für die Gesamtentwick- lung des von historischen Bauten geprägten Areals der ehemaligen KHD zwischen Ottmar- Pohl-Platz und Christian-Sünner-Straße in Kalk geben. Insbesondere die geplanten kulturellen und öffentlichkeitswirksamen Nutzungen für die drei Hallen stellen einen wichtigen, über den Stadtteil Kalk hinausgehenden Magneten dar. Auch aus gesamtstädtischer Perspektive be- steht die Chance, im Rechtsrheinischen stadt- und kulturpolitische Impulse zu setzen, welche mit der Halle Kalk des Schauspiels vor Jahren ambitioniert begonnen wurden, zurzeit auf- grund des baulichen Zustandes aber brachliegen. 3. Und umgekehrt, welche Auswirkungen werden die Entwicklungen auf dem Gebiet „Hallen Kalk“ für die zukünftige Nutzung der drei Hallen Kalk haben? Antwort der Verwaltung: Die Hallen 75–77 stellen eine prägende Ergänzung des Entwicklungsareals „Hallen Kalk“ öst- lich der Neuerburgstraße dar. Sie bilden den westlichen Auftakt des Stadtraumes. Mit den ak- 2 tuell laufenden Planungen für den Bildungscampus Kalk des Erzbistums Köln an der Christi- an-Sünner-Straße ist ein erster großer Entwicklungsbaustein in der konkreten Umsetzung (Bauantrag aktuell in Prüfung, Fertigstellung zum Schuljahr 2024/2025). Mit dem von Bund und Land NRW maßgeblich geförderten Dokumentationszentrums für Migration in Deutsch- land (DoMiD) hat ein weiterer Nutzer die Planung aufgenommen. Diese einmalige Einrichtung wird aufgrund bundes- und europaweiter Ausstrahlung und der Größenordnung (Halle 70 mit circa 10.000 m² Nutzfläche) den bislang in 2. Reihe liegenden Stadtraum maßgeblich prägen. Durch die vorgesehene Öffnung und Erschließung von Westen wird insbesondere für die Hal- len 75–77 eine städtebauliche Dynamik entstehen, deren konkrete Ausgestaltung maßgeblich von dem in 2019 im Rat beschlossenen „Integrierten Plan“ für den Bereich Neuerburgstraße und den Hallen 71/70 geprägt werden wird. Insgesamt wird insbesondere die im Bereich der Hallen Kalk geplante Nutzungsmischung wesentliche Impulse auch für die Hallen 75–77 ge- ben können. Ein bislang rein gewerblich-industriell genutzter, zum Teil seit längerem brach liegender Stadtraum wird wesentlich stärker besucht und genutzt werden. Aktuell vorhandene Nutzungsinseln wie die AbenteuerHallen Kalk werden in einen Gesamtzusammenhang einge- bunden. 4. Wie sehen die konkreten weiteren Planungen und die Zukunftsvision zum Erhalt, der Restau- rierung und Modernisierung der Hallen aus und wie abhängig ist diese von deren zukünftiger Nutzung? Antwort der Verwaltung: Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am 06.09.2021 den Bedarf für die Planung von nutzungsunabhängigen Sicherungsmaßnahmen beschlossen und die Verwaltung mit der Planung für die nutzungsunabhängigen Sicherungsmaßnahmen bis Leistungsphase 2 (LPH 2) für die Hallen 76 und 77, Neuerburgstraße 1a, beauftragt. Hallen 76 und 77 sind wegen Einsturzgefahr gesperrt und mit Zäunen gesichert. Mögliche Zu- gänge (Fenster und Türen) wurden verschlossen, damit Unbefugte nicht ins Gebäude gelan- gen können. Die Planungen von nutzungsunabhängigen Sicherungsmaßnahmen können nur auf der Grundlage einer detaillierten, aktuellen Schadensaufnahme incl. Schadstoffuntersuchung pla- nerisch bearbeitet werden. Erst danach ist eine Aussage möglich, welche nutzungsunabhän- gigen Maßnahmen sich anschließen könnten und mit welchen Kosten diese zu beziffern sind. Die Halle 75 ist von den Schäden nicht betroffen und wird nach wie vor als Probebühne des Schauspiels genutzt. 5. In welcher Form wird die Öffentlichkeit und die Politik auf Rats- und Bezirksebene zukünftig in regelmäßiger Form informiert und beteiligt werden? Antwort der Verwaltung: Nach Auswertung der Sanierungsmöglichkeiten und der Darlegung, welche baulichen Mög- lichkeiten zur Verfügung stehen, werden die Konzepte angepasst und die zuständigen Fach- ausschüsse regelmäßig über die Sachstände informiert. 6. mündliche Anfrage Fraktion B90/Die Grünen "Innenbesichtigung der Hallen Kalk" (KuK 26.10.2021) Antwort der Verwaltung: Aufgrund des schlechten Zustandes des Gebäudes und der Gefahren, die vom Gebäude aus- gehen, sind die Hallen 76 und 77 durch einen Bauzaun gesichert. Mögliche Zugänge (Fenster und Türen) wurden verschlossen, damit Unbefugte nicht ins Gebäude gelangen können. Die Hallen 76 und 77 sind daher leider für Besichtigungen gesperrt. Wegen der latenten Gefahr, die von den Gebäuden ausgeht, muss aus Gründen der Betreiberverantwortung eine Innen- besichtigung abgelehnt werden. Diese Maßnahme dient zum Schutz und zur Sicherheit. Gez. Charles
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (3)
- Neuerburgstraße 1a
- Christian-Sünner-Straße
- Ottmar-Pohl-Platz
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Details
- Aktenzeichen
- 3819/2021
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 25.11.2021
- Erstellt
- 29.10.2021 13:27