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V/0224/2023

Jahresabschluss 2022 der Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH (WPM)

Vorlagen 17.04.2023

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Anlage A

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Ansehen

Anlage 1 zur Vorlage 224-2023

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage A

513 Zeichen

Anlage A zur V/0224/2023 
Kurzüberblick 
Jahresabschluss 2022 der Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH 
 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Mit der Vorlage kommt die Stadt Münster als Mitgesellschafterin der GmbH handels- und 
gesellschaftsrechtlichen Vorschriften nach. 
Finanzierung 
Der städtische Haushalt wird durch die Sachentscheidung nicht betroffen. 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
 überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig

Anlage 1 zur Vorlage 224-2023

21563 Zeichen

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Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH, Münster

Gewinn- und Verlustrechnung 2022

2022 2021
€ €
Umsatzerlöse . 726.607,36 691.956,39
Sonstige betriebliche Erträge 143.871 ‚55 204.607,52
Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe und für bezogene
Waren -33.616,35 -34.757,33
b) Aufwendungen für bezogene
Leistungen -4.628,00 0,00
-38.244,35 -34.757,33
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -301.291,31 -264.933,77
b) Soziale Abgaben und
Aufwendungen für
Altersversorgung und für
Unterstützung ‚ -72.587,05 -69.085,44
- Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für
Unterstützung: € 2.416,22
(i.Vj. € 1.982,64)
-373.878,36 -334.019.21
Abschreibungen- -198.079,39 -195.167,77
Sonstige betriebliche Aufwendungen -310.794,00 -245.302,95
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.449,52 -10.228.73
b Jahresfehlbetrag/-überschuss -59.966,71 77.087,92
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 130.664,70 53.576,78

10. Bilanzgewinn 70.697,99 130.664,70

Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH, Münster

Anhang 2022

l. Allgemeine Angaben

Die ‚Geschäftstätigkeit besteht aus der Förderung, der Einrichtung und dem Betrieb des
Westfälischen Pferdemuseums in Münster. Der Betrieb des Museums wurde Ende Oktober

2002 aufgenommen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapital-
gesellschaft aus. Gemäß Gemeindeordnung für das Land NRW in der Fassung vom 14. Juli
1994 ist der Jahresabschluss jedoch nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden
Vorschriften aufzustellen.

Die Gesellschaft wird im Handelsregister des Amtsgericht Münster unter der Nummer
HR B 5960 geführt.

Sitz der Gesellschaft ist Münster.

ll. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet;
Abschreibungen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Ab-
schreibungen, über die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer angesetzt. Die Gebäude
wurden mit 4 % per anno abgeschrieben. Die übrigen Sachanlagegüter wurden linear über
eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 15 Jahren abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs wurden
die Anlagegegenstände zeitanteilig abgeschrieben. "

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bewertet, die sich aus den Einkaufspreisen der

vorhandenen Waren ergeben.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert ange-
setzt.

Liquide Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand
für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag betreffen.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennbetrag angesetzt.

Für die vom Land NRW, der NRW-Stiftung und vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe
für Bau und Einrichtung des Museums gewährten Zuschüsse wurde das Wahlrecht in
Anspruch genommen, diese in einem Sonderposten zu passivieren. Die Auflösung des
Sonderposten erfolgt korrespondierend zur Abschreibung der bezuschussten Anlagegüter.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung not-
wendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zu ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Il. Angaben zur Bilanz

Der Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022 ist als Anlage 3a beigefügt.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Jahres-
abschlusskosten, Berufsgenossenschaftsbeiträge, noch nicht genommenen Urlaub und
Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen bezüglich der Umstellung auf LED-
Beleuchtung.

Der Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022 ist als Anlage 3b beigefügt.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

2022 2021
TE TE
Eintrittsgelder Museum 618 609
Museumsshop / Kaffee- und Eisautomat 79 70
Übrige \ 30 13
727 692

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen den Ertrag aus der Auflösung
des Sönderpostens in Höhe von 95 T€ (Vj. 95 T€) und Spendeneinnahmen in Höhe von
37 TE (Vj. 28 Te).

V. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft beschäftigte in 2022 im Duchschnitt 19 Angestellte (hiervon durchschnittlich
3 Vollzeitkräfte, 2 Teilzeitkraft sowie 14 geringfügig Beschäftigte).

Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022 waren Herr Peter Weeke, Lienen, Geschäftsführer
der Firma Vernhold GmbH, und Frau Sybill Ebers, Münster, wissenschaftliche und kauf-
männische Leiterin der Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer werden aufgrund der Schutzklausel des $ 286
Abs. 4 HGB nicht genannt. R

Das Honorar für den Abschlussprüfer umfasst ausschließlich Abschlussprüferleistungen in
Höhe von 5 TE.

Aufgrund des positiven Eigenkapitals und der guten Liquiditätslage sieht die Geschäfts-
führung derzeit keine Gefahr für den Fortbestand der Gesellschaft.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von -60 T€ mit dem Gewinnvortrag
von 131 T€ zu verrechnen und dann einen Bilanzgewinn von 71 T€ auszuweisen.

Münster, den 20. Februar 2023

Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH, Münster

gez. Sybill Ebers
gez. Peter Weeke

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Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH, Münster

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeitbis Restlaufzeit Restlaufzeit von Gesamtbetrag

zu einem Jahr zwischen mehr als fünf
einem und fünf Jahren.
Jahren
€) € € €
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 96.747,06 400.309,93 114.062,06 611.119,05
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 48.473,80 0,00 0,00 48.473,80
3. Sonstige Verbindlichkeiten 7.754,49 000 __ 000 __ 7.754,49

152.975,35 400.30 114.062,06 667.347,34

Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH, Münster

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs
1. Allgemeine Geschäftstätigkeit

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat im 3. Quartal 2022 knapp das Niveau aus dem
4. Quartal 2019 - vor der Corona-Krise - überschritten. Die weitere wirtschaftliche Ent-
wicklung in Deutschland wird durch die Folgen des russischen Angriffskrieges auf die
Ukraine allerdings stark beeinträchtigt. Die massiv gestiegenen Energiepreise führen zu
erheblichen Kaufkraftverlusten und dämpfen die privaten Konsumausgaben. Gleichzeitig be-
lasten sie die Produktion insbesondere in den energieintensiven Industriezweigen. Hohe wirt-
schaftliche Unsicherheit und ein schwaches außenwirtschaftliches Umfeld lassen in der
kurzen Frist von Investitionen und Exporten kaum Wachstumsimpulse erwarten. Demgegen-
über ist davon auszugehen, dass die Lieferkettenstörungen sukzessive zurückgehen.
Dadurch könnte der hohe Auftragsbestand in der Industrie abgearbeitet werden. Überdies
kann damit gerechnet werden, dass die privaten Haushalte einen größeren Anteil ihres Ein-
kommens verausgaben oder Ersparnisse auflösen werden, um ihren Konsum zu glätten.
Zusammen mit einem weiterhin robusten Arbeitsmarkt und den Impulsen durch die Ent-
lastungspakete, insbesondere die Gaspreisbremse, dürfte diese den Abschwung dämpfen.
Der Sachverständigenrat erwartet für Deutschland ein BIP-Wachstum von 1,7 % im Jahr
2022. Dabei resultiert das Wachstum im Jahr 2022 aus dem statistischen Überhang aus dem
vergangenen Jahr und dem noch aufwärtsgerichteten 1. Halbjahr 2022, während im zweiten
Halbjahr von einer Stagnation auszugehen ist. Im Jahr 2023 dürften die Abwärtskräfte über-
wiegen und das BIP um 0,2 % zurückgehen.

(zitiert aus: Kurzfassung des Jahresgutachtens 2022/23 des Sachverständigenrates zur
Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.)

Die "Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH" mit Sitz in Münster wurde durch
notariellen Vertrag vom 17. Oktober 2000 gegründet.

Unternehmensgegenstand der Gesellschaft ist die Förderung, die Einrichtung und der.
Betrieb des Westfälischen Pferdemuseums in Münster.

Nachdem im Jahr 2002 die Fertigstellung des Museums und der Einrichtung erfolgte, wurde
die operative Tätigkeit des Museumsbetriebes im Rahmen einer feierlichen Eröffnungs-
veranstaltung am 27. Oktober 2002 aufgenommen.

Das Museum wird auf einer Teilfläche des Geländes des Westfälischen Zoologischen
Gartens in Münster (Zoo) betrieben. Zu diesem Zweck wurde mit der Westfälischer Zoo-
logischer Garten Münster gGmbH im Jahr 2000 ein Erbbaurechtsbestellungsvertrag

geschlossen.

Der laufende Museumsbetrieb wird vor allem durch die anteilige Weiterleitung von durch den
Zoo vereinnahmten Eintrittsgeldern der Zoobesucher an die Gesellschaft gesichert. Der Zoo
in Münster und die Gesellschaft erwarten durch einen aufeinander abgestimmten Betrieb ein
steigendes Besucherinteresse und damit steigende Besucherzahlen. Das Westfälische
Pferdemuseum ist dazu an dem Projekt "Pferdepark" des Zoos beteiligt. Voraussetzung für
den gemeinsamen Erfolg ist eine enge Zusammenarbeit der Partner, die in einem
Kooperations- und Zusammenarbeitsvertrag im Jahre 2000 geregelt wurde. Dieser Vertrag
wurde im März 2017 um einen Nachtrag und eine Zusatzvereinbarung ergänzt.

Das Projekt Pferdemuseurn umfasste in der ersten Baustufe ein Ausstellungsgebäude mit
Foyer, Museumsshop und Magazin/Versorgung sowie einen Verwaltungsteil. In einer an-
schließenden zweiten Baustufe ist eine Manegenhalle zunächst ohne vollständigen Innen-

ausbau mit zugehörigen Ställen errichtet worden.

Die erste Baustufe wurde im Wesentlichen durch Zuschüsse des Landes Nordrhein West-
falen, der Nordrhein-Westfalen-Stiftung und des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
finanziert.

Des Weiteren wurden Teilbeträge über langfristige Darlehen finanziert. Die vorgezogenen
Bautätigkeiten der Manegenhalle wurden ebenfalls über ein langfristiges Darlehen finanziert.
Restbeträge wurden durch Spenden von Wirtschaftsunternehmen und anderen Förderern

erbracht.

Nach dem zuletzt vorliegenden Körperschaftsteuerbescheid fördert die Gesellschaft
besonders förderungswürdig anerkannte gemeinnützige Zwecke und ist daher grundsätzlich
von der Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit. Die Steuerbefreiung .gilt nicht für wirt-
schaftliche Geschäftsbetriebe. Damit ist die Gesellschaft berechtigt für Spenden, die ihr zur
Verwendung für diese Zwecke zugewendet werden, förmliche Zuwendungsbestätigungen

auszustellen.

2. Umsatzentwicklung

Im Geschäftsjahr 2022 ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 28 T€ auf 720 T€ ange-
stiegen. Ursächlich sind im Wesentlichen höhere Umsätze im wirtschaftlichen Bereich des
Museums (Shoperlöse, Kaffee- und Eisautomat, Vermietungen). .

3. “ Investitionen

Im Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 39 TE
getätigt, die auf Betriebsausstattung, Büroeinrichtung und geringwertige Wirtschaftsgüter

entfallen.

4. Personal- und Sozialbereich

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 im Durchschnitt 19 Angestellte (hiervon
durchschnittlich 3 Vollzeitkräfte, 2 Teilzeitkräfte sowie 14 geringfügig Beschäftigte).

Der Personalbestand zum Stichtag des Geschäftsjahres umgerechnet auf Vollzeitkräfte hat
sich im Vergleich zum Vorjahr um 2 Angestellte verändert. Insgesamt haben sich die Kosten
für den Personalaufwand um 40 TE erhöht. Begründet liegt dies in Lohnerhöhungen der
Festangestellten und Anstieg des Mindestlohns sowie dem Umstand, dass 2022 das erste
Jahr nach der Covid-19-Pandemie im Normalbetrieb war.

Eine Tarifbindung besteht nicht.

B. Darstellung der Lage

Aufgrund von Rundungen können sich geringfügige Differenzen in Höhe von 1 TE ergeben.

1. Vermögenslage
a) Bilanzvergleich

Die Aktivseite der Bilanz (1.295 T€) besteht aus lang- und mittelfristig gebundenem Ver-
mögen (Anlagevermögen 931 TE) sowie kurzfristig gebundenem Vermögen (Vorräte 23 T£,
Forderungen und RAP 8 T& und liquide Mittel 333 TE). E

Die Passivseite der Bilanz umfasst die eigenen Mittel (594 T€), die mittel- bis langfristigen
Bankverbindlichkeiten (514 TE) und kurzfristige Fremdmittel (187 T€).

Die eigenen Mittel (594 TE) setzen sich hierbei aus dem Eigenkapital (121 T€) und dem
Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (473 TE) zusammen.

Demnach wird zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital von 121 TE (Vj. 181 TE) ausge-
wiesen. Zu beachten ist, dass die im gesonderten Posten passivierten Zuschüsse zur
Finanzierung des Anlagevermögens (473 T€) ebenfalls zum überwiegenden Teil Eigen-
kapitalcharakter haben, da aufgrund der vorliegenden Steuerbefreiung die Auflösung des
Postens in Folgejahren grundsätzlich keine Steuerbelastung hervorruft.

Die Bankverbindlichkeiten betragen zum 31.12.2022 insgesamt 611 T€ (707 TE).

b) Bilanzkennziffern

Die Eigenkapitalquote beträgt zum’ Bilanzstichtag 9,4 % (Vj. 11,9 %).

Der Anteil der eigenen Mittel (d. h. Eigenkapital zzgl. Sonderposten für Investitionszuschüsse
zum Anlagevermögen) an der Bilanzsumme beträgt 45,9 % gegenüber 49,1 % im Vorjahr.

Die Deckungsverhältnisse bezüglich des Anlagevermögens betragen:

(1) Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital: 16,5 % (Vi. 16,5 %)

(2) Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital und passivierte Sonderposten
(Zuschüsse): 63,8 % (Vj. 68,6 %)

(3) Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital, passive Sonderposten
(Zuschüsse) sowie mittel- bis langfristige Fremdmittel: 119,0 % (Vi. 124,8 %).

Der Liquiditätsgrad ist definiert als Differenz zwischen den kurzfristig realisierbaren Ver-
mögenswerten und den kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten.

2022 2021 2020 2019 2018
Kurzfristig E
realisierbare
Vermögenswerte 341 418 343 211 169
Kurzfristig fällige
Schuldposten -187 -165 -151 -141 -135
Liquidität I. Grades 154 253 192 70 34
Vorräte 23 17 15 20 19
Liquidität Il. Grades 177 270 207 90 53

Die Liquidität I. Grades zum Stichtag 31. Dezember 2022 hat sich‘ gegenüber dem Vorjahr
von 253 TE um 99 TE auf 154 TE verschlechtert.

Die Liquidität II. Grades beträgt nach Hinzurechnung der Vorräte zum 31. Dezember 2022
177 TE (Vj. 270 TE).

2. Finanzlage

Der cash-flow der Gesellschaft, der sich aus dem Jahresüberschuss (-60 T€), erhöht um die
Abschreibungen (198 T€), gemindert um die Erträge aus der Auflösung von Sonderposten
(95 T€), ermittelt, beträgt im Geschäftsjahr 43 T€ gegenüber 178 T€ im Vorjahr. Der cash-
flow ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 135 T€ gesunken.

Das am 8. Juli 2016 aufgenommene Darlehen bei der Sparkasse Münsterland Ost wurde im

Geschäftsjahr planmäßig getilgt.

Unter Berücksichtigung des unverändert zur Verfügung stehenden Kontokorrentrahmen wird
die Gesellschaft auch zukünftig in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzu-

kommen.

Zahlungsausfallrisiken aus der anteiligen Weiterleitung von durch den Zoo vereinnahmten
Eintrittsgeldern an die Gesellschaft werden im Wesentlichen durch monatliche Abschlags-
zahlungen vermieden.

3. Ertragslage

Im Berichtsjahr wurde ein im Vergleich zum Vorjahr um 137 T€ niedrigeres Jahresergebnis in
Höhe eines Fehlbetrages von -60 TE erwirtschaftet.

Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 28 T€ angestiegen.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 40 TE.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 66 T€ auf 311 T€. Im Wesent-
lichen sind die Werbekosten, die Kosten für den Sicherheitsdienst und Reparaturen ange-

stiegen. Die Kosten für Sonderausstellungen blieben im Vergleich zum Vorjahr relativ
konstant bei 30 T€ (Vj. 26 Tf).

Das Betriebsergebnis hat sich um 137 T€ auf -50 T€ (87 T€) verringert.

2022 2021
TE TE

Umsatzerlöse 720 692
Sonstige betriebliche Erträge (inkl. Spenden) 56 110

776 802
Materialeinsatz/Bestandsveränderungen -38 -35
Personalaufwand i -374 -334
Nettoabschreibung u -103 -101
Sonstige betriebliche Aufwendungen -311 -245
Betriebsergebnis 50 _ 8

Das Finanzergebnis blieb konstant bei -10 TE (Vj. -10 TE).

c. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Durch monatlich erstellte betriebswirtschaftliiche Auswertungen können insbesondere
Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken frühzeitig erkannt sowie ggfs. geeignete
Maßnahmen ergriffen werden.

Da im laufenden Betrieb die Einnahmen wesentlich von der jährlichen Gesamtbesucherzahl
des Zoos in Münster abhängen, liegt ein grundsätzliches Risiko in abnehmenden Besucher-
zahlen.

Es ist derzeit aber nicht abzusehen, dass die den Kalkulationen zu Grunde liegenden
Besucherzahlen dauerhaft unterschritten werden. Steigende Besucherzahlen würden ent-
sprechend zu höheren Einnahmen führen.

Die mit dem Westfälischen Pferdemuseum abgerechneten Zoobesucher lagen 2022 noch
unter dem Niveau, das vor der Covid-19-Pandemie erreicht wurde. Der Ukraine-Krieg und die
damit einhergehende Energiekrise hatten sichtbaren Einfluss auf kostspielige Freizeit-
aktivitäten wie einen Zoobesuch.

Hinzu kommt, dass die für 2022 geplante Eröffnung des Großbau-Projekts "Merantihalle" im
Allwetterzoo auf 2023 verschoben werden musste und dennoch die Eintrittspreise erhöht
wurden. Insgesamt blieb die Anzahl der zahlenden Zoobesucher hinter den Erwartungen
zurück, so dass auch die Einnahmen aus den Zooeintrittsgeldern geringer ausfielen und
maßgeblich zu den wirtschaftlichen Einbußen beigetragen haben.

Aufgrund des positiven Eigenkapitals und der noch immer guten Liquiditätslage sieht die
Geschäftsführung gute Chancen, die wirtschaftlichen Folgen dieses weiteren Krisenjahres
stabil zu überstehen. Mit der ab 2023 gültigen Erhöhung der an das Museum abzuführenden
anteiligen Zooeintrittspreise um 7 % können die allgemeinen Kostensteigerungen abgepuffert
werden. Durch die im Jahr 2023 zu eröffnende "Merantihalle" rechnet der Allwetterzoo mit
einem erheblichen Besucherzuwachs, so dass die Westfälisches Pferdemuseum Münster
gGmbH in den kommenden Jahren höhere und stabile Umsätze erwartet.

Die Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH unterhält seit Eröffnung am 27. Oktober
2002 einen steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (Museumsshop / Kaffee- und
Eisautomat). Verluste im steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb sind grundsätz-
lich gemeinnützigkeitsschädlich. Solche Verluste sind innerhalb des Folgejahres auszu-

gleichen.

Innerhalb der nächsten Jahre muss die Lüftungsanlage im gesamten Pferdemuseum aus-
getauscht werden. Der Investitionsrahmen wird rund 300 T€ betragen. Aufgrund neuer
Bestimmungen bzw. Verschleißerscheinungen wird außerdem eine neue Brandmeldeanlage
(35 TE) benötigt. Um die Energiekosten zu senken, ist die Umstellung der Beleuchtung auf
LED (ca. 80 T€) geplant. In 2022 wurden in diesem Bereich bereits 23 T€ investiert. Bis zum
31. März 2023 sollen weitere Lampen ausgetauscht werden, so dass 15 TE als Rückstellung
für unterlassene Instandhaltungen berücksichtigt worden sind.

D. Sonstige Angaben
1. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft:

Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft wird grundsätzlich positiv gesehen.

Im Rahmen einer Fortführungsprognose rechnet die Geschäftsführung im kommenden Jahr
mit folgender Entwicklung:

2023
RS

Umsatzerlöse 787

Jahresüberschuss 4

2. Forschung und Entwicklung sowie bestehende Zweigniederlassungen

Auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung finden keine Aktivitäten statt, Zweignieder-

lassungen werden nicht unterhalten.
Münster, den 20. Februar 2023

gez. Sybill Ebers gez. Peter Weeke
(Geschäftsführerin) . (Geschäftsführer)

Beschlussvorlage

4116 Zeichen

V/0224/2023 
V/0224/2023 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
Jahresabschluss 2022 der Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH (WPM) 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   09.05.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
Die Vertretung der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der WPM wird ermächtigt  für 
das Geschäftsjahr 2022 folgende Entscheidungen zu treffen: 
 
a)  Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss der WPM für das Geschäftsjahr 
2022, abschließend 
 
in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit 1.295.117,78 € 
 
sowie einem in der GuV ausgewiesenen 
Jahresfehlbetrag von 59.996,71 € 
 
wird festgestellt. 
 
b)  Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2022 Entlastung erteilt. 
 
c)  Der Bilanzgewinn in Höhe von 70.697,99 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. 
 
d) Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 wird die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 
Dr. Merschmeier + Partner GmbH in Münster bestellt. 
 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Der städtische Haushalt wird durch die Sachentscheidung nicht betroffen. 
 
 
 
Amt für Finanzen und 
Beteiligungen 
 
25.04.2023 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Haubner 
Telefon: 492-2032 
HaubnerG@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0224/2023 
 
 
 
Begründung:  
 
Die Stadt Münster ist mit 1 % (500 €) am Stammkapital der WPM beteiligt. Nach Ziffer 13.2 des Ge-
sellschaftsvertrages der WPM i.V.m. § 45 GmbHG sind der Jahresabschluss und der Lagebericht der 
Gesellschafterversammlung zur Beschlussfassung vorzulegen, die gem. Ziffer  13.1 des Gesell-
schaftsvertrages auch den Abschlussprüfer bestimmt. 
 
Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 35  T€ auf 727  T€ angestiegen. Im Lagebericht 
wird eine Umsatzsteigerung von 28 T€ benannt. Die Differenz resultiert daraus, dass hier unentgeltli-
che Zuwendungen in Form von Ausstellungsstücken im Wert von 7.212 € nicht dem Umsatz zuge-
ordnet wurden.  Die Erlöse aus dem Museumsshop, der Cafeteria etc. sind um 26 T€ auf 109 T€ ge-
stiegen. Trotz der positiven Umsatzentwicklung lagen die abrechnungs fähigen Zoobesucher im Jahr 
2022 noch unter dem Niveau, das vor der Pandemie erreicht wurde. 
Die sonstigen betrieblichen Erträge verringern sich von 204  T€ um 60  T€ auf 144 T€. Entfallen sind 
die Erträge aus Zuschüssen zur Bewältigung der Corona -Epidemie, die sich im Vorjahr noch auf 79 
T€ beliefen. Auf der Aufwandsseite steigt der Personalaufwand um 40  T€ (+12 %) auf 374  T€. Im 
Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 19 Angestellte beschäftigt (Vorjahr 17 Angestellte). Ebenso 
steigen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 66 T€ auf 311 T€ wegen höherer Werbe-, Si-
cherheits- und Reparaturkosten. Der Materialaufwand, die Abschreibungen und die Zinsaufwendun-
gen bewegen sich auf dem Niveau des Vorjahres.  
Insgesamt ist ein Jahresfehlbetrag von 60 T€ zu verzeichnen. Somit liegt eine Ergebnisverschlechte-
rung von 137 T€ gegenüber dem Vorjahresergebnis vor. 
 
Einschätzung des Beteiligungsmanagements zum Jahresabschluss: 
 
Nach Prüfung des Jahresabschlusses durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB Schumacher 
GmbH haben sich aus Sicht des Beteiligungsmanagements keine Einwendungen gegen oder zusätz-
lichen Hinweise zum Jahresabschluss der WPM ergeben. Nach Durchsicht des vorgelegten und mit 
einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlussberichtes erscheint der 
Jahresabschluss als plausibel und vermittelt ein hinreichend nachvollziehbares Bild der Vermögens-, 
Finanz- und Ertragslage der WPM zum Bilanzstichtag 
 
Die Gesellschafterversammlung der WPM zum Jahresabschluss 2022 hat bereits am 13.04 .2023 
stattgefunden. Dabei hat der Vertreter der Stadt Münster unter dem Vorbehalt einer späteren Ermäch-
tigung durch den Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft den entsprechen-
den Beschlusspunkten des o.a. Beschlussvorschlages zugestimmt. 
 
 
 
In Vertretung 
 
Gez. 
Christine Zeller 
Stadtkämmerin 
 
 
Anlagen: 
 
Anlage A 
Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2023

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V/0224/2023

Beratungsverlauf (1)

09.05.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft
TOP 5.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
V/0224/2023
Typ
Vorlagen
Datum
17.04.2023
Erstellt
17.04.2023 11:03