V/0224/2023
Jahresabschluss 2022 der Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH (WPM)
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Anlage A
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Anlage A zur V/0224/2023 Kurzüberblick Jahresabschluss 2022 der Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Vorlage kommt die Stadt Münster als Mitgesellschafterin der GmbH handels- und gesellschaftsrechtlichen Vorschriften nach. Finanzierung Der städtische Haushalt wird durch die Sachentscheidung nicht betroffen. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist X vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig freiwillig
Anlage 1 zur Vorlage 224-2023
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Bilanzgewinn 70.697,99 130.664,70 Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH, Münster Anhang 2022 l. Allgemeine Angaben Die ‚Geschäftstätigkeit besteht aus der Förderung, der Einrichtung und dem Betrieb des Westfälischen Pferdemuseums in Münster. Der Betrieb des Museums wurde Ende Oktober 2002 aufgenommen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer kleinen Kapital- gesellschaft aus. Gemäß Gemeindeordnung für das Land NRW in der Fassung vom 14. Juli 1994 ist der Jahresabschluss jedoch nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen. Die Gesellschaft wird im Handelsregister des Amtsgericht Münster unter der Nummer HR B 5960 geführt. Sitz der Gesellschaft ist Münster. ll. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet; Abschreibungen werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Ab- schreibungen, über die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer angesetzt. Die Gebäude wurden mit 4 % per anno abgeschrieben. Die übrigen Sachanlagegüter wurden linear über eine Nutzungsdauer zwischen 3 und 15 Jahren abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs wurden die Anlagegegenstände zeitanteilig abgeschrieben. " Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bewertet, die sich aus den Einkaufspreisen der vorhandenen Waren ergeben. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert ange- setzt. Liquide Mittel wurden zum Nennwert angesetzt. Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag betreffen. Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennbetrag angesetzt. Für die vom Land NRW, der NRW-Stiftung und vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe für Bau und Einrichtung des Museums gewährten Zuschüsse wurde das Wahlrecht in Anspruch genommen, diese in einem Sonderposten zu passivieren. Die Auflösung des Sonderposten erfolgt korrespondierend zur Abschreibung der bezuschussten Anlagegüter. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung not- wendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zu ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. Il. Angaben zur Bilanz Der Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2022 ist als Anlage 3a beigefügt. Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Jahres- abschlusskosten, Berufsgenossenschaftsbeiträge, noch nicht genommenen Urlaub und Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen bezüglich der Umstellung auf LED- Beleuchtung. Der Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2022 ist als Anlage 3b beigefügt. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf: 2022 2021 TE TE Eintrittsgelder Museum 618 609 Museumsshop / Kaffee- und Eisautomat 79 70 Übrige \ 30 13 727 692 Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen den Ertrag aus der Auflösung des Sönderpostens in Höhe von 95 T€ (Vj. 95 T€) und Spendeneinnahmen in Höhe von 37 TE (Vj. 28 Te). V. Sonstige Angaben Die Gesellschaft beschäftigte in 2022 im Duchschnitt 19 Angestellte (hiervon durchschnittlich 3 Vollzeitkräfte, 2 Teilzeitkraft sowie 14 geringfügig Beschäftigte). Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022 waren Herr Peter Weeke, Lienen, Geschäftsführer der Firma Vernhold GmbH, und Frau Sybill Ebers, Münster, wissenschaftliche und kauf- männische Leiterin der Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer werden aufgrund der Schutzklausel des $ 286 Abs. 4 HGB nicht genannt. R Das Honorar für den Abschlussprüfer umfasst ausschließlich Abschlussprüferleistungen in Höhe von 5 TE. Aufgrund des positiven Eigenkapitals und der guten Liquiditätslage sieht die Geschäfts- führung derzeit keine Gefahr für den Fortbestand der Gesellschaft. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von -60 T€ mit dem Gewinnvortrag von 131 T€ zu verrechnen und dann einen Bilanzgewinn von 71 T€ auszuweisen. Münster, den 20. Februar 2023 Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH, Münster gez. Sybill Ebers gez. Peter Weeke TrTaseaoı TıoevTes Pazezeııy Tevere GeoDEeL Seoopengv Igze22o2s Iraseıe see —— EoZmeRe ID ee reRBziz Be Eee [4 * BESETEE BYE Zresges Muse FrIBZIEZT GERTTz GETBERE _TZEBeleeı BeeIZSEEL TSDZzIT- GeBESEE ÜPZpsoper Bunneissnesjjeypssg pun-sgeueg usßejuy arapuy 7 o0seoEnı On'Los'2se Wwzeezwe 000 oosj8z21 Zu vOLrOBzE ZWEzrOREr 000 00'0 zwiszwozer Uypnspung vSPpWa4 ne Ueineg Jep yaıauyosuls ueyneg pun eyyoey ayasjösyonyspun. 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Sonstige Verbindlichkeiten 7.754,49 000 __ 000 __ 7.754,49 152.975,35 400.30 114.062,06 667.347,34 Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH, Münster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 A. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Allgemeine Geschäftstätigkeit Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat im 3. Quartal 2022 knapp das Niveau aus dem 4. Quartal 2019 - vor der Corona-Krise - überschritten. Die weitere wirtschaftliche Ent- wicklung in Deutschland wird durch die Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine allerdings stark beeinträchtigt. Die massiv gestiegenen Energiepreise führen zu erheblichen Kaufkraftverlusten und dämpfen die privaten Konsumausgaben. Gleichzeitig be- lasten sie die Produktion insbesondere in den energieintensiven Industriezweigen. Hohe wirt- schaftliche Unsicherheit und ein schwaches außenwirtschaftliches Umfeld lassen in der kurzen Frist von Investitionen und Exporten kaum Wachstumsimpulse erwarten. Demgegen- über ist davon auszugehen, dass die Lieferkettenstörungen sukzessive zurückgehen. Dadurch könnte der hohe Auftragsbestand in der Industrie abgearbeitet werden. Überdies kann damit gerechnet werden, dass die privaten Haushalte einen größeren Anteil ihres Ein- kommens verausgaben oder Ersparnisse auflösen werden, um ihren Konsum zu glätten. Zusammen mit einem weiterhin robusten Arbeitsmarkt und den Impulsen durch die Ent- lastungspakete, insbesondere die Gaspreisbremse, dürfte diese den Abschwung dämpfen. Der Sachverständigenrat erwartet für Deutschland ein BIP-Wachstum von 1,7 % im Jahr 2022. Dabei resultiert das Wachstum im Jahr 2022 aus dem statistischen Überhang aus dem vergangenen Jahr und dem noch aufwärtsgerichteten 1. Halbjahr 2022, während im zweiten Halbjahr von einer Stagnation auszugehen ist. Im Jahr 2023 dürften die Abwärtskräfte über- wiegen und das BIP um 0,2 % zurückgehen. (zitiert aus: Kurzfassung des Jahresgutachtens 2022/23 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.) Die "Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH" mit Sitz in Münster wurde durch notariellen Vertrag vom 17. Oktober 2000 gegründet. Unternehmensgegenstand der Gesellschaft ist die Förderung, die Einrichtung und der. Betrieb des Westfälischen Pferdemuseums in Münster. Nachdem im Jahr 2002 die Fertigstellung des Museums und der Einrichtung erfolgte, wurde die operative Tätigkeit des Museumsbetriebes im Rahmen einer feierlichen Eröffnungs- veranstaltung am 27. Oktober 2002 aufgenommen. Das Museum wird auf einer Teilfläche des Geländes des Westfälischen Zoologischen Gartens in Münster (Zoo) betrieben. Zu diesem Zweck wurde mit der Westfälischer Zoo- logischer Garten Münster gGmbH im Jahr 2000 ein Erbbaurechtsbestellungsvertrag geschlossen. Der laufende Museumsbetrieb wird vor allem durch die anteilige Weiterleitung von durch den Zoo vereinnahmten Eintrittsgeldern der Zoobesucher an die Gesellschaft gesichert. Der Zoo in Münster und die Gesellschaft erwarten durch einen aufeinander abgestimmten Betrieb ein steigendes Besucherinteresse und damit steigende Besucherzahlen. Das Westfälische Pferdemuseum ist dazu an dem Projekt "Pferdepark" des Zoos beteiligt. Voraussetzung für den gemeinsamen Erfolg ist eine enge Zusammenarbeit der Partner, die in einem Kooperations- und Zusammenarbeitsvertrag im Jahre 2000 geregelt wurde. Dieser Vertrag wurde im März 2017 um einen Nachtrag und eine Zusatzvereinbarung ergänzt. Das Projekt Pferdemuseurn umfasste in der ersten Baustufe ein Ausstellungsgebäude mit Foyer, Museumsshop und Magazin/Versorgung sowie einen Verwaltungsteil. In einer an- schließenden zweiten Baustufe ist eine Manegenhalle zunächst ohne vollständigen Innen- ausbau mit zugehörigen Ställen errichtet worden. Die erste Baustufe wurde im Wesentlichen durch Zuschüsse des Landes Nordrhein West- falen, der Nordrhein-Westfalen-Stiftung und des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe finanziert. Des Weiteren wurden Teilbeträge über langfristige Darlehen finanziert. Die vorgezogenen Bautätigkeiten der Manegenhalle wurden ebenfalls über ein langfristiges Darlehen finanziert. Restbeträge wurden durch Spenden von Wirtschaftsunternehmen und anderen Förderern erbracht. Nach dem zuletzt vorliegenden Körperschaftsteuerbescheid fördert die Gesellschaft besonders förderungswürdig anerkannte gemeinnützige Zwecke und ist daher grundsätzlich von der Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit. Die Steuerbefreiung .gilt nicht für wirt- schaftliche Geschäftsbetriebe. Damit ist die Gesellschaft berechtigt für Spenden, die ihr zur Verwendung für diese Zwecke zugewendet werden, förmliche Zuwendungsbestätigungen auszustellen. 2. Umsatzentwicklung Im Geschäftsjahr 2022 ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 28 T€ auf 720 T€ ange- stiegen. Ursächlich sind im Wesentlichen höhere Umsätze im wirtschaftlichen Bereich des Museums (Shoperlöse, Kaffee- und Eisautomat, Vermietungen). . 3. “ Investitionen Im Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 39 TE getätigt, die auf Betriebsausstattung, Büroeinrichtung und geringwertige Wirtschaftsgüter entfallen. 4. Personal- und Sozialbereich Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 im Durchschnitt 19 Angestellte (hiervon durchschnittlich 3 Vollzeitkräfte, 2 Teilzeitkräfte sowie 14 geringfügig Beschäftigte). Der Personalbestand zum Stichtag des Geschäftsjahres umgerechnet auf Vollzeitkräfte hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2 Angestellte verändert. Insgesamt haben sich die Kosten für den Personalaufwand um 40 TE erhöht. Begründet liegt dies in Lohnerhöhungen der Festangestellten und Anstieg des Mindestlohns sowie dem Umstand, dass 2022 das erste Jahr nach der Covid-19-Pandemie im Normalbetrieb war. Eine Tarifbindung besteht nicht. B. Darstellung der Lage Aufgrund von Rundungen können sich geringfügige Differenzen in Höhe von 1 TE ergeben. 1. Vermögenslage a) Bilanzvergleich Die Aktivseite der Bilanz (1.295 T€) besteht aus lang- und mittelfristig gebundenem Ver- mögen (Anlagevermögen 931 TE) sowie kurzfristig gebundenem Vermögen (Vorräte 23 T£, Forderungen und RAP 8 T& und liquide Mittel 333 TE). E Die Passivseite der Bilanz umfasst die eigenen Mittel (594 T€), die mittel- bis langfristigen Bankverbindlichkeiten (514 TE) und kurzfristige Fremdmittel (187 T€). Die eigenen Mittel (594 TE) setzen sich hierbei aus dem Eigenkapital (121 T€) und dem Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen (473 TE) zusammen. Demnach wird zum 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital von 121 TE (Vj. 181 TE) ausge- wiesen. Zu beachten ist, dass die im gesonderten Posten passivierten Zuschüsse zur Finanzierung des Anlagevermögens (473 T€) ebenfalls zum überwiegenden Teil Eigen- kapitalcharakter haben, da aufgrund der vorliegenden Steuerbefreiung die Auflösung des Postens in Folgejahren grundsätzlich keine Steuerbelastung hervorruft. Die Bankverbindlichkeiten betragen zum 31.12.2022 insgesamt 611 T€ (707 TE). b) Bilanzkennziffern Die Eigenkapitalquote beträgt zum’ Bilanzstichtag 9,4 % (Vj. 11,9 %). Der Anteil der eigenen Mittel (d. h. Eigenkapital zzgl. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen) an der Bilanzsumme beträgt 45,9 % gegenüber 49,1 % im Vorjahr. Die Deckungsverhältnisse bezüglich des Anlagevermögens betragen: (1) Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital: 16,5 % (Vi. 16,5 %) (2) Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital und passivierte Sonderposten (Zuschüsse): 63,8 % (Vj. 68,6 %) (3) Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital, passive Sonderposten (Zuschüsse) sowie mittel- bis langfristige Fremdmittel: 119,0 % (Vi. 124,8 %). Der Liquiditätsgrad ist definiert als Differenz zwischen den kurzfristig realisierbaren Ver- mögenswerten und den kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten. 2022 2021 2020 2019 2018 Kurzfristig E realisierbare Vermögenswerte 341 418 343 211 169 Kurzfristig fällige Schuldposten -187 -165 -151 -141 -135 Liquidität I. Grades 154 253 192 70 34 Vorräte 23 17 15 20 19 Liquidität Il. Grades 177 270 207 90 53 Die Liquidität I. Grades zum Stichtag 31. Dezember 2022 hat sich‘ gegenüber dem Vorjahr von 253 TE um 99 TE auf 154 TE verschlechtert. Die Liquidität II. Grades beträgt nach Hinzurechnung der Vorräte zum 31. Dezember 2022 177 TE (Vj. 270 TE). 2. Finanzlage Der cash-flow der Gesellschaft, der sich aus dem Jahresüberschuss (-60 T€), erhöht um die Abschreibungen (198 T€), gemindert um die Erträge aus der Auflösung von Sonderposten (95 T€), ermittelt, beträgt im Geschäftsjahr 43 T€ gegenüber 178 T€ im Vorjahr. Der cash- flow ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 135 T€ gesunken. Das am 8. Juli 2016 aufgenommene Darlehen bei der Sparkasse Münsterland Ost wurde im Geschäftsjahr planmäßig getilgt. Unter Berücksichtigung des unverändert zur Verfügung stehenden Kontokorrentrahmen wird die Gesellschaft auch zukünftig in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzu- kommen. Zahlungsausfallrisiken aus der anteiligen Weiterleitung von durch den Zoo vereinnahmten Eintrittsgeldern an die Gesellschaft werden im Wesentlichen durch monatliche Abschlags- zahlungen vermieden. 3. Ertragslage Im Berichtsjahr wurde ein im Vergleich zum Vorjahr um 137 T€ niedrigeres Jahresergebnis in Höhe eines Fehlbetrages von -60 TE erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 28 T€ angestiegen. Der Personalaufwand erhöhte sich um 40 TE. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 66 T€ auf 311 T€. Im Wesent- lichen sind die Werbekosten, die Kosten für den Sicherheitsdienst und Reparaturen ange- stiegen. Die Kosten für Sonderausstellungen blieben im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant bei 30 T€ (Vj. 26 Tf). Das Betriebsergebnis hat sich um 137 T€ auf -50 T€ (87 T€) verringert. 2022 2021 TE TE Umsatzerlöse 720 692 Sonstige betriebliche Erträge (inkl. Spenden) 56 110 776 802 Materialeinsatz/Bestandsveränderungen -38 -35 Personalaufwand i -374 -334 Nettoabschreibung u -103 -101 Sonstige betriebliche Aufwendungen -311 -245 Betriebsergebnis 50 _ 8 Das Finanzergebnis blieb konstant bei -10 TE (Vj. -10 TE). c. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Durch monatlich erstellte betriebswirtschaftliiche Auswertungen können insbesondere Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken frühzeitig erkannt sowie ggfs. geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Da im laufenden Betrieb die Einnahmen wesentlich von der jährlichen Gesamtbesucherzahl des Zoos in Münster abhängen, liegt ein grundsätzliches Risiko in abnehmenden Besucher- zahlen. Es ist derzeit aber nicht abzusehen, dass die den Kalkulationen zu Grunde liegenden Besucherzahlen dauerhaft unterschritten werden. Steigende Besucherzahlen würden ent- sprechend zu höheren Einnahmen führen. Die mit dem Westfälischen Pferdemuseum abgerechneten Zoobesucher lagen 2022 noch unter dem Niveau, das vor der Covid-19-Pandemie erreicht wurde. Der Ukraine-Krieg und die damit einhergehende Energiekrise hatten sichtbaren Einfluss auf kostspielige Freizeit- aktivitäten wie einen Zoobesuch. Hinzu kommt, dass die für 2022 geplante Eröffnung des Großbau-Projekts "Merantihalle" im Allwetterzoo auf 2023 verschoben werden musste und dennoch die Eintrittspreise erhöht wurden. Insgesamt blieb die Anzahl der zahlenden Zoobesucher hinter den Erwartungen zurück, so dass auch die Einnahmen aus den Zooeintrittsgeldern geringer ausfielen und maßgeblich zu den wirtschaftlichen Einbußen beigetragen haben. Aufgrund des positiven Eigenkapitals und der noch immer guten Liquiditätslage sieht die Geschäftsführung gute Chancen, die wirtschaftlichen Folgen dieses weiteren Krisenjahres stabil zu überstehen. Mit der ab 2023 gültigen Erhöhung der an das Museum abzuführenden anteiligen Zooeintrittspreise um 7 % können die allgemeinen Kostensteigerungen abgepuffert werden. Durch die im Jahr 2023 zu eröffnende "Merantihalle" rechnet der Allwetterzoo mit einem erheblichen Besucherzuwachs, so dass die Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH in den kommenden Jahren höhere und stabile Umsätze erwartet. Die Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH unterhält seit Eröffnung am 27. Oktober 2002 einen steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (Museumsshop / Kaffee- und Eisautomat). Verluste im steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb sind grundsätz- lich gemeinnützigkeitsschädlich. Solche Verluste sind innerhalb des Folgejahres auszu- gleichen. Innerhalb der nächsten Jahre muss die Lüftungsanlage im gesamten Pferdemuseum aus- getauscht werden. Der Investitionsrahmen wird rund 300 T€ betragen. Aufgrund neuer Bestimmungen bzw. Verschleißerscheinungen wird außerdem eine neue Brandmeldeanlage (35 TE) benötigt. Um die Energiekosten zu senken, ist die Umstellung der Beleuchtung auf LED (ca. 80 T€) geplant. In 2022 wurden in diesem Bereich bereits 23 T€ investiert. Bis zum 31. März 2023 sollen weitere Lampen ausgetauscht werden, so dass 15 TE als Rückstellung für unterlassene Instandhaltungen berücksichtigt worden sind. D. Sonstige Angaben 1. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft: Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft wird grundsätzlich positiv gesehen. Im Rahmen einer Fortführungsprognose rechnet die Geschäftsführung im kommenden Jahr mit folgender Entwicklung: 2023 RS Umsatzerlöse 787 Jahresüberschuss 4 2. Forschung und Entwicklung sowie bestehende Zweigniederlassungen Auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung finden keine Aktivitäten statt, Zweignieder- lassungen werden nicht unterhalten. Münster, den 20. Februar 2023 gez. Sybill Ebers gez. Peter Weeke (Geschäftsführerin) . (Geschäftsführer)
Beschlussvorlage
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V/0224/2023 V/0224/2023 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Jahresabschluss 2022 der Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH (WPM) Beratungsfolge 09.05.2023 Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Die Vertretung der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der WPM wird ermächtigt für das Geschäftsjahr 2022 folgende Entscheidungen zu treffen: a) Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss der WPM für das Geschäftsjahr 2022, abschließend in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit 1.295.117,78 € sowie einem in der GuV ausgewiesenen Jahresfehlbetrag von 59.996,71 € wird festgestellt. b) Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2022 Entlastung erteilt. c) Der Bilanzgewinn in Höhe von 70.697,99 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. d) Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 wird die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Merschmeier + Partner GmbH in Münster bestellt. II. Finanzielle Auswirkungen: Der städtische Haushalt wird durch die Sachentscheidung nicht betroffen. Amt für Finanzen und Beteiligungen 25.04.2023 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Haubner Telefon: 492-2032 HaubnerG@stadt- muenster.de - 2 - V/0224/2023 Begründung: Die Stadt Münster ist mit 1 % (500 €) am Stammkapital der WPM beteiligt. Nach Ziffer 13.2 des Ge- sellschaftsvertrages der WPM i.V.m. § 45 GmbHG sind der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschafterversammlung zur Beschlussfassung vorzulegen, die gem. Ziffer 13.1 des Gesell- schaftsvertrages auch den Abschlussprüfer bestimmt. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 35 T€ auf 727 T€ angestiegen. Im Lagebericht wird eine Umsatzsteigerung von 28 T€ benannt. Die Differenz resultiert daraus, dass hier unentgeltli- che Zuwendungen in Form von Ausstellungsstücken im Wert von 7.212 € nicht dem Umsatz zuge- ordnet wurden. Die Erlöse aus dem Museumsshop, der Cafeteria etc. sind um 26 T€ auf 109 T€ ge- stiegen. Trotz der positiven Umsatzentwicklung lagen die abrechnungs fähigen Zoobesucher im Jahr 2022 noch unter dem Niveau, das vor der Pandemie erreicht wurde. Die sonstigen betrieblichen Erträge verringern sich von 204 T€ um 60 T€ auf 144 T€. Entfallen sind die Erträge aus Zuschüssen zur Bewältigung der Corona -Epidemie, die sich im Vorjahr noch auf 79 T€ beliefen. Auf der Aufwandsseite steigt der Personalaufwand um 40 T€ (+12 %) auf 374 T€. Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 19 Angestellte beschäftigt (Vorjahr 17 Angestellte). Ebenso steigen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 66 T€ auf 311 T€ wegen höherer Werbe-, Si- cherheits- und Reparaturkosten. Der Materialaufwand, die Abschreibungen und die Zinsaufwendun- gen bewegen sich auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt ist ein Jahresfehlbetrag von 60 T€ zu verzeichnen. Somit liegt eine Ergebnisverschlechte- rung von 137 T€ gegenüber dem Vorjahresergebnis vor. Einschätzung des Beteiligungsmanagements zum Jahresabschluss: Nach Prüfung des Jahresabschlusses durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB Schumacher GmbH haben sich aus Sicht des Beteiligungsmanagements keine Einwendungen gegen oder zusätz- lichen Hinweise zum Jahresabschluss der WPM ergeben. Nach Durchsicht des vorgelegten und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschlussberichtes erscheint der Jahresabschluss als plausibel und vermittelt ein hinreichend nachvollziehbares Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WPM zum Bilanzstichtag Die Gesellschafterversammlung der WPM zum Jahresabschluss 2022 hat bereits am 13.04 .2023 stattgefunden. Dabei hat der Vertreter der Stadt Münster unter dem Vorbehalt einer späteren Ermäch- tigung durch den Ausschuss für Wohnen, Liegenschaften, Finanzen und Wirtschaft den entsprechen- den Beschlusspunkten des o.a. Beschlussvorschlages zugestimmt. In Vertretung Gez. Christine Zeller Stadtkämmerin Anlagen: Anlage A Anlage 1 zur Vorlage V/0224/2023 - 3 - V/0224/2023
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0224/2023
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 17.04.2023
- Erstellt
- 17.04.2023 11:03