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Lokalen Einzelhandel effizient fördern, Fahrradinfrastruktur stärken und Gehwege entlasten
Antrag nach § 3 BV5 (Klima) AN/1287/2020 vom 19.11.2020
Stand: Am 03.12.2020 in der Bezirksvertretung 5 (Nippes) ungeändert beschlossen.
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Antrag nach § 3 (Klima BV5)
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Bezirksvertretung Nippes Inga Feuser Am Alten Stellwerk 51 50733 Köln Fon 01774024614 Mail: nippes@klimafreunde.koeln Eingang bei der Bezirksbürgermeisterin: 19.11.2020 AN/1287/2020 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 5 (Nippes) Lokalen Einzelhandel effizient fördern, Fahrradinfrastruktur stärken und Gehwege entlasten - Antrag der Klimafreunde - Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeister, die Einzelmandatsträgerin von KLIMA FREUNDE stellt folgenden Antrag für die Sitzung der Bezirksvertretung Nippes am 03.12.2020 und bittet Sie, diesen auf die Tagesordnung zu setzen: Beschluss Einzelhändler*innen wird gestattet, auf Antrag PKW-Stellplätze vor ihrem jeweiligen Laden- lokal in Fahrradabstellanlagen umzuwidmen. Die Verwaltung setzt den Antrag kurzfristig und unbürokratisch um und errichtet dafür die entsprechenden Haarnadelhalter. Begründung In mehreren Studien wurde nachgewiesen, dass der innerstädtische Einzelhandel mehr von Käufer*innen, die mit dem Fahrrad kommen, profitiert, als von solchen, die mit dem PKW anreisen. So liegt der durchschnittliche Umsatz pro Quadratmeter Parkraum bei Radfah- rer*innen um ca. 15% höher, als der von PKW-Fahrern1. Hinzu kommt, dass die durch- schnittliche Kaufkraft pro Radfahrer*in höher ist2 und Radfahrer*innen häufiger einkaufen.3 Ähnlich wie in ganz Europa erwartet auch Köln eine Verschiebung des Modal Splits hin zum Rad. Es werden also zukünftig mehr Räder werden. Schon heute finden Radfahrer*innen 1 Studie: Deutsches Institut für Urbanistik. Mit dem Fahrrad einkaufen, 2011: https://nationaler- radverkehrsplan.de/sites/default/files/forschung_radverkehr/for-a-04.pdf 2 (Studie Stadt Kopenhagen, Shopping & Transportation mode, 2013) 3 Studie Flandern, Mortsel – Boechout, 2015 Frau Bezirksbürgermeisterin Frau Oberbürgermeisterin Dr. Diana Siebert Henriette Reker Neusser Str.450 Hist. Rathaus 50733 Köln 50667 Köln nicht genug Abstellanlagen vor Geschäften und parken daher auf den Bürgersteigen vor den Ladenlokalen. Die Folge ist, dass der Fußverkehr behindert wird und die Eingangsbereiche der Geschäfte unattraktiv werden. Durch die abgestellten Fahrräder entstehen Barrieren auf dem Fußweg, die insbesondere Menschen mit Geheinschränkung die Bewegung erschweren. Laut Bevölkerungsprognose für Köln sind ältere Menschen die Gruppe mit dem größten Zuwachs. Diese Menschen sollen barrierefrei einkaufen können und dem Einzelhandel als Zielgruppe erhalten bleiben. Auch für Eltern mit Kinderwagen stellen Fahrräder auf dem Gehweg Hindernisse dar. Damit das Einkaufen im Veedel eine attraktive Alternative zum Internet darstellt, müssen Barrierefreiheit und ein positives Einkaufserlebnis gewährleistet sein. Neuer Parkraum für Fahrräder vor Geschäften erschließt dem Einzelhandel eine kauf- kräftigere Zielgruppe als die Pkw-Fahrer*innen, stärkt die Fahrradinfrastruktur und eröffnet Fußgänger*innen Freiraum. So kann der lokale Einzelhandel effizient unter- stützt werden. gez. Inga Feuser
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