2336/2020
Verarbeitendes Gewerbe in Köln
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/15/153 153/1 Vorlagen-Nummer 07.08.2020 2336/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Wirtschaftsausschuss 20.08.2020 Verarbeitendes Gewerbe in Köln Rückblick 2010 bis 2019 im Regionalvergleich und Auswirkungen der Corona-Krise Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik legt einen statistischen Bericht zur Beschäftigungsstruktur und -entwicklung in der Kölner Industrie vor. Der Pegel 4/2020 beinhaltet außerdem einen Vergleich zu anderen deutschen Großstädten. Ein Drittel der Beschäftigten des Verarbeitenden Gewerbes war im Juni 2020 deutschlandweit von Kurzarbeit betroffen. In der Schlüsselbranche Fahrzeugbau waren es 46 Prozent, in der Metallindust- rie 48 Prozent und beim Maschinenbau sowie in der Elektrobranche jeweils ein Drittel der Beschäftig- ten. Immerhin konnten bei den Kölner Fordwerken bereits im Mai 2020 rund 7 500 Beschäftigte wie- der ihre Arbeit aufnehmen. Dennoch treffen die Auswirkungen der Corona-Krise auch die Industriebetriebe in der Kölner Region mit voller Wucht: Über die Hälfte der Industriebetriebe rechnete im Juni mit einem Umsatzverlust zwi- schen 10 und 50 Prozent. Daher erwog fast jeder vierte Industriebetrieb, Personal abzubauen. Die aktuelle Konjunkturprognose des IFO-Instituts von Juli 2020 ist weitgehend auf Köln übertragbar und rechnet für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland in diesem Jahr aufgrund der Corona - Krise mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 13,7 Prozent. Für das nächste Jahr wird aller- dings wieder ein deutlicher Anstieg um 13,3 Prozent erwartet. Der Kölner Fahrzeugbau erwirtschaftete 2019 mit rund 15 Mrd. Euro mehr als die Hälfte (55%) des gesamten Kölner Industrieumsatzes und erzielte zusammen mit dem Maschinenbau (11%) und der Chemischen Industrie (7%) rund drei Viertel des Gesamtumsatzes der Kölner Industrie. Im Jahr 2019 war mit 56 600 Beschäftigten jede(r) z ehnte Beschäftigte in Köln im Verarbeitenden Gewerbe tätig. Nach den Unternehme nsbezogenen Dienstleistungen, dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie dem Handel ist das Verarbeitende Gewerbe der viertgrößte Branchenkomplex. Auch wenn erst Anfang 2021 verlässliche Zahlen zu den konkreten Beschäftigungseffekten der Corona-Krise vorliegen werden, verdeutlicht der Rückblick von 2010 bis 2019 die St abilität, Robust- heit und Diversität der Strukturen der Kölner Industrie und deutet darauf hin, dass die Branche der Krise wird trotzen können. gez. Greitemann Anlage
Pegel_Köln_Arbeitsmarkt_04_2020
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Verarbeitendes Gewerbe in Köln
Rückblick 2010 bis 2019 im Regionalvergleich und
Auswirkungen der Corona-Krise
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Verarbeitendes Gewerbe in Köln – Rückblick 2010 bis 2019 im Regionalvergleich und Auswirkungen der Corona-Krise Seite 2
Zusammenfassung
Zum Verarbeitenden Gewerbe, einem Teilbereich des Produzierenden Gewerbes, gehören alle Gewerbezweige,
die Rohstoffe be- und verarbeiten, verbessern, umwandeln oder veredeln. In Deutschland sind dabei die
Chemische Industrie, der Maschinen- und Fahrzeugbau sowie die Metallerzeugung und -verarbeitung von
zentraler Bedeutung.
Deutschlandweit befand sich im Juni 2020 ein Drittel der Beschäftigten des Verarbeitenden Gewerbes in
Kurzarbeit. Die Schlüsselbranche Fahrzeugbau war mit 46 Prozent der Beschäftigten vo n Kurzarbeit betroffen, in
der Metallindustrie waren es 48 Prozent und beim Maschinenbau sowie in der Elektrobranche jeweils ein Drittel.
Immerhin konnten bei den Kölner Fordwerken bereits im Mai 2020 rund 7 500 Beschäftigte wieder ihre Arbeit
aufnehmen. Nichtsdestotrotz treffen die Auswirkungen der Corona-Krise auch die Industriebetriebe in der Kölner
Region mit voller Wucht: Über die Hälfte der Industriebetriebe rechnete im Juni mit einem Umsatzverlust
zwischen zehn und 50 Prozent. Daher erwog fast jeder vierte Industriebetrieb, Personal abzubauen.
Die aktuelle Konjunkturprognose des IFO-Instituts von Juli 2020, die weitgehend auf Köln übertragbar ist,
rechnet für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland in diesem Jahr aufgrund der Corona -Krise mit einem
Rückgang der Wirtschaftsleistung um 13,7 Prozent. Für 2021 wird allerdings wieder ein deutlicher Anstieg um
13,3 Prozent erwartet.
Mit rund 15 Mrd. Euro erwirtschaftete der Kölner Fahrzeugbau 2019 mehr als die Hälfte (55%) des
Gesamtumsatzes der Kölner Industrie. Zusammen mit dem Maschinenbau (11%) und der Chemischen Industrie
(7%) werden in diesen drei Branchen des Verarbeitenden Gewerbes rund drei Viertel des Kölner
Industrieumsatzes erzielt. Im Jahr 2019 waren 56 600 Beschäftigte in dieser Wirtschaftsbranche tätig.
Das heißt: jede(r) Zehnte Beschäftigte in Köln. Nach den Unternehme nsbezogenen Dienstleistungen, dem
Gesundheits- und Sozialwesen sowie dem Handel markiert das Verarbeitende Gewerbe den viertgrößten
Branchenkomplex.
Obgleich erst Anfang 2021 verlässliche Zahlen zu den konkreten Beschäftigungseffekten der Corona- Krise
vorliegen werden, verdeutlicht die Rückschau von 2010 bis 2019 die Stabilität, Robustheit und Diversität der
Strukturen des Verarbeitenden Gewerbes in Köln und lässt vermuten, dass die Branche der Krise wird trotzen
können.
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Bedeutung des Verarbeitenden Gewerbes für den Standort Köln
Das Verarbeitende Gewerbe ist nach den Unternehmensbezogenen Dienstleistungen, dem Gesundheits- und
Sozialwesen sowie dem Handel der viertgrößte Branchenkomplex in Köln. Wie sich hier die Beschäftigtenzahlen
innerhalb der einzelnen Branchen in den rund letzten zehn Jahren entwickelt haben, ist Inhalt dieser Publikation.
Mit rund 56 600 Beschäftigten und einem Branchenanteil von rund zehn Prozent im Jahr 2019 ist die se
Wirtschaftsbranche von besonderer Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Köln, aber auch für die Nachfrage
von industrienahen und unternehmensbezogenen Dienstleistungen.
Der Industriestandort Köln verfügt über ein breites Spektrum an international aufgestellten Konzernen und
weltweit erfolgreichen mittelständischen Unternehmen aus den Teilbranchen Automobile, Chemie und
Maschinenbau, die für ein hohes Maß an Hightech und Technologie stehen.1
Die Automobilindustrie ist mit rund einem Drittel der Beschäftigten des Verarbeitenden Gewerbes das
bedeutendste Segment der Kölner Industrie: Der Automobilproduzent Ford ist mit rund 18 400 Mitarbeitenden
der größte industrielle Arbeitgeber in Köln. Auch die Automobil-Zulieferindustrie ist in Köln mit Firmen wie
Benteler oder Faurecia insbesondere im Ford-Supplier Park angesiedelt. Hinzu kommen
Ingenieurdienstleistungsunternehmen wie Bertrandt und RLE International. Die Ansiedlung der gemeinsamen
Deutschlandzentrale von Citroën und Peugeot (PSA Peugeot Citroën Deutschland GmbH) bestätigt Kölns Rolle
als Automobilstandort, aber auch als Standort für den Kfz-Handel. Marken wie Volvo, Toyota, Mazda, Renault
und DAF komplettieren die Kölner Automobilwirtschaft.
Die Kölner Chemieindustrie fokussiert sich vor allem auf die Mineralölverarbeitung sowie die Herstellung von
chemischen Erzeugnissen und Kunststoffwaren. Im Kölner „Chemiegürtel" liegen größere Anlagen zur
Herstellung verschiedenster chemischer Grundstoffe und Produkte. Die Produktpalette umfasst dabei Kraftstoffe
für moderne Motoren bis hin zu hochkomplexen Wirkstoffmolekülen für Life-Science-Anwendungen.
Der Spezialchemiekonzern LANXESS ist mit seiner Konzernzentrale in Köln ebenso vertreten wie der
Petrochemiekonzern INEOS mit rund 2 200 Mitarbeitenden.2
Auch der Maschinenbau hat in Köln eine lange Tradition: 1876 wurde in den Deutzer Motorenwerken (heutige
Deutz AG) der Viertakt-Motor erfunden. Viele Unternehmen aus Köln, wie die Deutz AG, die Leybold GmbH oder
die Werkzeugmaschinenfabrik Alfred H. Schütte, sorgen heute für ein hohes Maß an qualitativ hochwertigen
Produkten. Hinzu kommen zahlreiche mittelständische Unternehmen, die sich zu Weltmarktführern (Hidden
Champions) entwickelt haben. Beispielsweise ist die Firma Schwarze-Robitec global führender Hersteller für
Rohrbiegemaschinen.
Die Auswirkungen der Corona-Krise
Die negativen Auswirkungen des durch die Corona-Krise ausgelösten Nachfragerückgangs sowie der
Lieferengpässe bei Vorprodukten und Rohstoffen treffen die Unternehmen im IHK -Bezirk Köln in ihrer gesamten
Bandbreite: Über die Hälfte der Industriebranchen befürchtete im Juni einen Umsatzverlust zwischen zehn und
50 Prozent. Immerhin rechneten im Juni lediglich noch drei Prozent (Mai: 12%) der hier ansässigen Industrie -
unternehmen für das Gesamtjahr 2020 mit einem Umsatzrückgang um mehr als 50 Prozent. 3 Etwa jeder vierte
Industriebetrieb (Mai: jeder dritte) sieht sich dennoch gezwungen, Personal abzubauen. 4
1 Siehe auch unter: https://www.stadt-koeln.de/artikel/20017/index.html, aufgerufen am 5.2.2020
2 Siehe auch unter: https://www.ineoskoeln.de/, aufgerufen am 5.2.2020
3 IHK-Köln: Blitzumfrage – Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft im IHK-Bezirk Köln; Siehe auch unter:
https://www.ihk-koeln.de/upload/Bericht_BlitzumfrageCOVID_19_IV_83910.pdf, aufgerufen am 30.6.2020
4 Sonderkonjunkturbericht der IHK Köln: Auswirkungen von COVID-19 auf die Wirtschaft; Siehe auch unter: https://www.ihk-
koeln.de/upload/Sonderkonjunkturbericht_Sommer2020_geschuetzt_84230.pdf, aufgerufen am 30.7.2020
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Aber es gibt auch Grund zur Hoffnung: Nachdem bei den Kölner Fordwerken seit Ausbruch der Corona -Krise die
Produktion in Folge von Kurzarbeit stillstand, sind Anfang Mai 2020 rund 7 500 Mitarbeitende wieder an ihre
Arbeitsplätze zurückgekehrt. 5
Zur Einordnung: Deutschlandweit befand sich im Juni ein Drittel der Beschäftigten in Kurzarbeit. 6
Die Schlüsselbranche Fahrzeugbau ist mit 46 Prozent der Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen, in der
Metallindustrie sind es 48 Prozent und beim Maschinenbau sowie in der Elektrobranche jeweils ein Drittel.
Da voraussichtlich erst Anfang 2021 verlässliche Zahlen zu den konkreten Beschäftigungseffekten der Corona-
Krise vorliegen werden, können hier lediglich Umfrageergebnisse und Prognosen heran -gezogen werden.
Nachdem der ifo Geschäftsklimaindex 7 für das Verarbeitende Gewerbe in Folge der Corona-Krise im April 2020
auf den niedrigsten Wert seit März 2009 gesunken war, ist er im Juli 2020 zum dritten Mal in Folge deutlich
gestiegen.8 Die aktuelle Geschäftslage wird von den Industrieunternehmen nicht mehr ganz so schlecht
eingeschätzt wie noch in den Vormonaten. Darüber hinaus haben sich auch die Geschäftserwartungen der
Unternehmen für die kommenden Monate stark verbessert.
Viele Unternehmen erwarten in den kommenden Monaten wieder eine leichte Zunahme ihrer Produktion. 9
Betroffen hiervon sind insbesondere die exportorientierte Automobilindustrie, die Nahrungsmittelindustrie , die
Getränkeindustrie, die Möbelindustrie sowie die Chemie- und Pharmaindustrie. Dagegen rechnet der
Maschinenbau nicht mit einer Ausweitung der Produktion.
Die aktuelle Konjunkturprognose des IFO-Instituts erwartet für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland für
das Jahr 2020 aufgrund der Corona-Krise einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 13,7 Prozent (Alle
Branchen: -6,7%). Allerdings dürfte das Vorkrisenniveau bereits in einem Jahr wieder erreicht werden: 2021 soll
das Bruttoinlandsprodukt in der Industrie wieder um 13,3 Prozent zulegen und damit doppelt so stark wie die
Gesamtwirtschaft (+6,4%). 10
Diese gegenüber Mai verbesserten Wachstumsaussichten für die deutsche Industrie lassen sich weitgehend auf
die Kölner Wirtschaft übertragen: Durch seinen diversifizierten und ausgewogenen Branchenmix sowohl im
Dienstleistungssektor wie auch im Verarbeitenden Gewerbe dürfte die Kölner Wirtschaft robuster auf
Wirtschaftskrisen als andere Großstädte mit einer weniger diversifizierten Branchenstruktur reagieren.
Der Rückblick auf die Entwicklung seit 2010 zeigt, dass das Verarbeitende Gewerbe am Wirtschaftsstandort Köln
auf stabilen und dynamischen Strukturen aufbauen kann und somit potentiell in der Lage ist, der Krise zu trotzen.
Funktionaler Strukturwandel in der Industrie
Der Strukturwandel der Kölner Wirtschaft von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft ist mittlerweile
weitestgehend abgeschlossen: Der kontinuierliche Rückgang von Industriearbeitsplätzen – allein zwischen 1999
und 2008 waren im Produktionssektor etwa 21 000 Arbeitsplätze weggefallen – ist seit rund zehn Jahren zum
Stillstand gekommen und die Zahl der Arbeitsplätze hat sich bei etwa 80 000 stabilisiert.
5 Kölner Stadt-Anzeiger: Kölner Werke beenden Stillstand; Siehe auch unter: https://www.ksta.de/wirtschaft/koelner-werke-
beenden-stillstand-fordchef-fordert-staatshilfen-fuer-kurzen-zeitraum-36641338, aufgerufen am 5.5.2020
6 IFO-Institut: Zahl der Kurzarbeiter sinkt auf 6,7 Millionen ; Siehe auch unter: https://www.ifo.de/node/56463, aufgerufen am 30.6.2020
7 Der ifo Geschäftsklimaindex basiert auf rund 9 000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des
Dienstleistungssektors, des Handels und des Bauhauptgewerbes. Dabei werden die Unternehmen gebeten, ihre aktuelle Geschäftslage zu
beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen.
8 IFO Geschäftsklimaindex Juli 2020; Siehe auch unter: https://www.ifo.de/sites/default/files/secure/umfragen-gsk/ku-202007/ku-2020-07-
pm-geschaeftsklima-DT.pdf, aufgerufen am 28.7.2020
9 IFO Institut: Deutsche Industrie erwartet leichte Zunahme ihrer Produktion; Siehe auch unter: https://www.ifo.de/node/56560, aufgerufen
am 7.7.2020
10 ; ifo Konjunkturprognose Sommer 2020: Deutsche Wirtschaft – es geht wieder aufwärts; Siehe auch unter:
https://www.ifo.de/sites/default/files/docbase/docs/sd-2020-sonderausgabe-juli-wollmershaeuser-etal-konjunkturprognose-sommer-
2020.pdf , aufgerufen am 1.7.2020
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Verarbeitendes Gewerbe in Köln – Rückblick 2010 bis 2019 im Regionalvergleich und Auswirkungen der Corona-Krise Seite 5
Seitdem vollzieht sich innerhalb der Industrie ein funktionaler Strukturwandel:11 In der Produktion geht die
Beschäftigung zurück, während sie in den sogenannten produktionsnahen Dienstleistungen (Forschung und
Entwicklung (F&E), technische Dienste sowie Leitungs- und Organisationsfunktionen) zunimmt. Dies bedeutet
aber nicht zwangsläufig, dass die Produktion immer weiter an Bedeutung verliert. Im Gegenteil:
Die Anforderungen an die Qualifikation und Fähigkeiten der Arbeitskräfte in der Fertigung sind hoch, und zwar in
den exportorientierten Branchen ebenso wie in den binnenmarktorientierten Bereichen.
Dieser Trend zur Tertiärisierung innerhalb von Teilbereichen der Industrie dürfte sich insbesondere wegen der
zunehmenden Digitalisierung von Informationen künftig fortsetzen: Dabei werden Routineaufgaben weiter an
Bedeutung verlieren und anspruchsvolle Tätigkeiten – auch in der Fertigung – an Bedeutung zunehmen.
Leichter Beschäftigungszuwachs im Verarbeitenden Gewerbe
Von Mitte 2010 bis Mitte 2019 ist in Köln die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im
Verarbeitenden Gewerbe von rund 55 700 um 900 auf 56 600 Beschäftigte leicht gestiegen (+1,6%). Gleichzeitig
erhöhte sich die Beschäftigungszahl im gesamten Produktionssektor (+3.5%) mehr als doppelt so stark und in der
Kölner Wirtschaft insgesamt (+25,7%) wesentlich dynamischer. Der Beschäftigtenanteil d es Verarbeitenden
Gewerbes an allen Branchen sank dabei von 12,0 auf 9,7 Prozent (Tabelle 1).
Tabelle 1: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe 2010 bis 2019
Quelle: Bundesagentur für Arbeit – Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
11 Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung: Funktionaler Strukturwandel in der Industrie; Siehe auch unter:
https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.478717.de/14-33-1.pdf, aufgerufen am 5.2.2020
absolut in %
Ernährungsgewerbe 5 783 6 188 6 066 5 939 5 879 6 406 623 10,8
Te
xtil- und Bekleidungsgewerbe 447 272 285 297 327 364 - 83 -18,6
Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren 339 346 333 350 313 316 - 23 -6,8
Druckereigewerbe;
Ton-, Bild- und Datenträger 2 740 2 226 1 882 1 715 1 599 1 536 -1 204 -43, 9
Chemie- und Pharmaindustrie 4 303 4 234 5 245 5 203 5 001 7 271 2 968 69,0
Gummi- und Kunststoffwaren 1 711 1 703 2 411 2 346 2 625 2 893 1 182 69,1
Glas und Glaswaren, Keramik 680 735 700 647 659 539 - 141 -20,7
Metallindustrie 2 585 2 877 2 963 3 059 3 079 3 051 466 18,0
Elektrotechnik 4 035 4 041 3 931 3 884 3 873 3 810 - 225 -5,6
Maschinenbau 9 175 9 243 8 832 8 351 7 914 8 047 -1 128 -12,3
Fahrzeugbau* 18 477 18 863 21 291 21 723 21 000 19 506 1 029 5,6
Möbelindustrie 214 215 124 134 166 182 - 32 -15,0
Sonstige Waren 4 609 4 690 1 684 1 615 2 823 1 324 -3 285 -71,3
Reparatur und Installation von
Maschinen und Ausrüstungen 586 774 1 259 1 361 1 249 1 356 770 131,4
Ve
rarbeitendes Gewerbe Insgesamt 55 684 56 407 57 006 56 624 56 507 56 601 917 1,6
Produktionssektor insgesamt 80 193 80 068 80 908 80 632 82 369 82 999 2 806 3,5
Alle Branchen 463 323 488 107 512 224 538 112 568 635 582 613 119 290 25,7
Anteil am Produktionssektor 69,4 70,4 70,5 70,2 68,6 68,2 -1,2 -1,8
Anteil an allen Branchen 12,0 11,6 11,1 10,5 9,9 9,7 -2,3 -19,2
* Werte für 2014 bis 2016, 2019 aus der Industrieberichterstattung IT.NRW; 2018 geschätzt
2018 2019
Veränderung
2010-2019Verarbeitendes Gewerbe 2010 2012 2014 2016
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Mehr als ein Drittel der Beschäftigten arbeitet im Fahrzeugbau
Innerhalb der Gesamtbranche waren zur Jahresmitte 2019 rund 20 000 Personen im Fahrzeugbau
sozialversicherungspflichtig beschäftigt (Tabelle 1). Damit ist gut jeder dritte sozialversicherungs pflichtig
Beschäftigte (35%) des Verarbeitenden Gewerbes in diesem Branchensegment tätig. Dahinter folgen die
Bereiche Maschinenbau (8 000 Arbeitsplätze) mit einem Branchenanteil von 15 Prozent und Chemie- und
Pharmaindustrie (7 300 Arbeitsplätze) mit einem Branchenanteil von 13 Prozent. Damit arbeiten in diesen drei
Branchen zusammen genommen knapp zwei Drittel aller Beschäftigten des Verarbeitenden Gewerbes.
Chemie- und Pharmaindustrie
Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes verzeichnete die Chemie- und Pharmaindustrie mit einem Plus von rund
3 000 Arbeitsplätzen (+69,0%) im Betrachtungszeitraum den größten absoluten Beschäftigungszuwachs. Nach
Informationen der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs- GmbH resultiert dieser Zuwachs allerdings fast
ausschließlich aus einer Änderung der Branchenzuordnung für das beschäftigungss tärkste Kölner
Chemieunternehmen, das vorher unter Mineralölverarbeitung gelistet war und jetzt der Chemieindustrie
zugeordnet ist.
Die Chemie- und Pharmaindustrie besitzt einen vergleichsweise hohen Anteil an hochqualifizierten Arbeitskräften:
24 Prozent der Frauen und Männer besitzen dort einen akademischen Berufsabschlus s (Grafik 3). Begründet ist
dieser hohe Anteil an Hochqualifizierten in der Chemie- und Pharmaindustrie durch die spezifischen
Anforderungsprofile im F&E-Bereich, da in dieser Branche viel Grundlagenforschung erforderlich ist.
Beschäftigtenzuwachs bei der Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren
und in der Metallindustrie
Absolut und relativ betrachtet ist die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich der Herstellung von Gummi- und
Kunststoffwaren, wo 1 200 neue Arbeitsplätze entstanden sind (+69,1%), am stärksten gewachsen. Immerhin um
18 Prozent (+500 Arbeitsplätze) ist auch die Zahl der Beschäftigten in der Metallindustrie 12 gestiegen. Das ist im
Regionalvergleich mit Abstand die größte Zahl an neuen Beschäftigungsverhältnissen deutschlandweit (siehe
Grafik 8).
Beschäftigungsrückgänge im Druckgewerbe sowie im Maschinenbau
Den stärksten Beschäftigungsrückgang um rund 1 200 Personen oder 44 Prozent verzeichnete die Branche
Druckgewerbe und Vervielfältigung von Ton-, Bild- und Datenträgern, wo immerhin ein Drittel der Beschäftigten
Frauen sind (Grafik 1). Fast ebenso hoch war der Beschäftigungsverlust im Maschinenbau, wo 1 100 Arbeitsplätze
(-12,3%) verloren gegangen sind. In dieser von Männern dominierten Branche beträgt der Frauenanteil lediglich
13 Prozent.
12 Diese Branche umfasst die Metallerzeugung sowie die Herstellung von Metallerzeugnissen.
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Verarbeitendes Gewerbe in Köln – Rückblick 2010 bis 2019 im Regionalvergleich und Auswirkungen der Corona-Krise Seite 7
Überwiegend Männer arbeiten im Verarbeitenden Gewerbe
Das Verarbeitenden Gewerbe ist ein von Männern dominierter Branchenkomplex: Rund 80 Prozent der dort
Beschäftigten sind Männer und lediglich 20 Prozent Frauen (Grafik 1). Bei der Gesamtbeschäftigung ist das
Geschlechterverhältnis zwischen Frauen (46%) und Männern (54%) dagegen ausgewogener.
Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes sind die Beschäftigtenanteile von Frauen im Textil- und
Bekleidungsgewerbe (66%), im Ernährungsgewerbe (42%) sowie im Druckgewerbe und Vervielfältigung von Ton-, Bild-
und Datenträgern (32%) am höchsten. Genau in diesen Branchen mit überdurchschnittlichem Frauenanteil ist
auch der Teilzeitanteil höher (Grafik 2).
Dagegen sind Frauen in den beschäftigungsstarken Bereichen Maschinenbau (13%) und in der Metallindustrie
(15%) weit unterrepräsentiert. Dies trifft auch auf die eher kleineren Bereiche Glas, Glasware n und Keramik (12%)
sowie Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen (14%) zu.
Grafik 1: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe -
Anteil Frauen in Prozent 2019
Quelle: Bundesagentur für Arbeit– Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
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Verarbeitendes Gewerbe in Köln – Rückblick 2010 bis 2019 im Regionalvergleich und Auswirkungen der Corona-Krise Seite 8
Überdurchschnittliche Teilzeitquote vor allem bei Frauen
Mit lediglich acht Prozent ist der Teilzeitanteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Verarbeitenden
Gewerbe im Vergleich zur Gesamtwirtschaft (28%) weitaus geringer (Grafik 2). Allerdings sind Frauen mit
29 Prozent wesentlich öfter als Männer (3%) teilzeitbeschäftigt. Dementsprechend bewegen sich die
Frauenanteile in allen Bereichen zwischen 21 und 44 Prozent und liegen damit deutlich über den jeweiligen
Anteilen der männlichen Beschäftigten (2 bis 21%).
Die höchsten Anteile von Teilzeitbeschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe gibt es im Textil - und
Bekleidungsgewerbe (32%) sowie im Ernährungsgewerbe (23%). Das sind auch die Bereiche mit den höchsten
Frauenanteilen (siehe Grafik 1).
Grafik 2: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe -
Anteil Teilzeitbeschäftigte in Prozent 2019
Quelle: Bundesagentur für Arbeit– Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
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Hohe Anteile an Hochqualifizierten überwiegend in wissensintensiven Branchen
Grundsätzlich sind Hochqualifizierte im Verarbeitenden Gewerbe in gleichem Maße vertreten wie in anderen
Branchen. Von den rund 57 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die derzeit in der Kölner Industrie
arbeiten, haben rund 12 800 einen akademischen Abschluss, das ist – ebenso wie in der gesamten Kölner
Wirtschaft - etwa jede/r vierte Arbeitnehmer/in.
Den höchsten Anteil an ho chqualifizierten Arbeitskräften gibt es im Bereich Elektrotechnik 13: Gut ein Drittel der
Frauen und Männer (34%) besitzen dort einen akademischen Berufsabschluss (Grafik 3). Auch bei der Herstellung
sonstiger Waren (29%), in der Chemie - und Pharmaindustrie (24%), im Textil - und Bekleidungsgewerbe sowie im
Maschinenbau (jeweils 23 %) verfügen relativ viele Mitarbeitende über eine höhere Qualifikation.
In vielen Bereichen sind Frauen hinsichtlich einer hohen Qualifikation allerdings deutlich über repräsentiert:
Die höchsten Akademikeranteile von Frauen gibt es demnach bei der Herstellung von Holz -, Flecht-, Korb- und
Korkwaren (44%), im Ernährungsgewerbe (43%), in der Möbelindustrie (41%) sowie im Textil- und
Bekleidungsgewerbe (37%), das zudem den mit Abstand höchsten Frauenanteil (66%) besitzt.
Grafik 3: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe –
Anteil Hochqualifizierte in Prozent 2019
Quelle: Bundesagentur für Arbeit– Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
13 Diese Branche umfasst die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen sowie die von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und
optischen Erzeugnissen
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Verarbeitendes Gewerbe in Köln – Rückblick 2010 bis 2019 im Regionalvergleich und Auswirkungen der Corona-Krise Seite 10
Kölner Industrieumsatz gestiegen
Von 2010 bis 2019 ist der Umsatz in der Kölner Industrie von 26,7 Mrd. Euro um 406 Mio. Euro auf rd. 27,1 Mrd.
Euro gestiegen (+1,5%, Grafik 4). Der Auslandsumsatz verringerte sich gegenüber 2010 von 15,3 Mrd. auf
14,9 Mrd. Euro (-2,7%%), wodurch die Exportquote der Kölner Industrie von 57,4 auf 55,0 Prozent gesunken ist.
Der Inlandsumsatz lag Ende 2019 mit 12,2 Mrd. Euro um 800 Mio. Euro über dem Niveau von 2010 (+7,2%).
Die branchenbezogene Betrachtung zeigt ein zweigeteiltes Bild: Umsatzsteigerungen verzeichneten lediglich der
Maschinenbau mit einem Plus von 35,8 Prozent (+776,6 Mio. Euro) und die Herstellung von Metallerzeugnissen
(+19,5%; +82,8 Mio. Euro). Dagegen waren im Druckgewerbe ( -50,5%; -126,6 Mio. Euro), in der Chemischen
Industrie (-8,4%; -181,6 Mio. Euro) und der Elektrotechnik (-5,0%; -19,7 Mio. Euro) gegenüber dem Vorjahr zum
Teil deutliche Umsatzrückgänge zu beobachten.
Der Kölner Fahrzeugbau ist im Zeitvergleich aus datenschutzrechtlichen Gründen 14 in die Branchenkategorie
„Übrige Industrie“ eingeordnet, steuert jedoch den maßgeblichen Teil des gesamten Industrieumsatz es in Höhe
von 27,1 Mrd. Euro bei: 2019 verzeichnete er mit rund 15 Mrd. Euro mehr als die Hälfte (55%) des
Gesamtumsatzes der Kölner Industrie. Auf Fahrzeugbau, Chemische Industrie und Maschinenbau entfallen damit
rund drei Viertel des Kölner Industrieumsatzes.
Grafik 4: Umsatz in der Kölner Industrie – Anteile 2019 und Entwicklung 2010-2019
Quelle: IT.NRW – Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
14 Für 2010 liegen keine Werte für den Kölner Fahrzeugbau vor: Einer der dortigen Betriebe hat einen so hohen
Beschäftigtenanteil, dass die Beschäftigtenzahl praktisch eine Einzelangabe über den Branchenführer darstellt. Würde dann
der Wert der Beschäftigten für diese Branche ausgewiesen, so könnte leicht auf die Beschäftigtenzahl des Dominanzbetriebs
rückgeschlossen werden.
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Regionalvergleich: Köln mit vierthöchstem Branchenanteil und leichtem
Beschäftigungszuwachs
Im Regionalvergleich belegt Köln mit 56 600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Verarbeitenden
Gewerbe zur Jahresmitte 2019 gemessen am Beschäftigungsvolumen den fünften Platz hinter Berlin (111 700
Beschäftigte), Hamburg (105 000 Beschäftigte), München (104 200 Beschäftigte) und Stuttgart (67 500).
Gemessen am Beschäftigtenanteil des Verarbeitenden Gewerbes an allen Branchen (Branchenanteil) steht Köln
(9,7%) hinter dem Spitzenreiter Stuttgart (15,8%), München (11,6%), und Hamburg (10,5%) an vierter Stelle der
Vergleichsstädte (Tabelle 2, Grafik 5). Damit liegt die Domstadt sowohl unter dem Beschäftigtenanteil von NRW
(19,8%) als auch dem Bundesdurchschnitt (21,0%).
Der höhere Branchenanteil im Landes- sowie Bundesdurchschnitt ist darauf zurückzuführen, dass Köln, aber auch
andere Großstädte über eine diversifiziertere Branchenstruktur verfügen, als kleine Städte und Gemeinden.
Durch dieses Stadt-Land-Gefälle besitzen Großstädte relativ betrachtet geringere Anteile an einzelnen Branchen.
Tabelle 2: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe 2019 – Regionalvergleich
Quelle: Bundesagentur für Arbeit – Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
In Köln ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe zwischen 2010
und 2019 um 1,6 Prozent nur unterdurchschnittlich gestiegen (Grafik 6). Damit liegt die Beschäftigungs-
entwicklung sowohl hinter der von NRW und Bund sowie fast allen anderen deutschen Großstädten. Lediglich
Düsseldorf verzeichnete einen Beschäftigungsverlust von 12,4 Prozent.
Ernährungsgewerbe 6 406 2 358 3 556 13 642 8 555 5 701 1 636 723 138 898 702 302
Textil- und Bekleidungsgewerbe 364 242 135 1 061 473 867 312 149 24 149 107 786
Holz-, Flecht-, Korb-
und Korkwaren 316 138 136 442 191 80 86 114 22 393 111 502
Druckereigewerbe;
Ton-, Bild- und Datenträger 1 536 1 126 604 6 280 2 324 3 236 889 1 214 26 937 128 908
Chemie- und Pharmaindustrie 7 271 8 999 5 443 13 655 9 752 2 256 2 112 1 054 116 651 495 587
Gummi- und Kunststoffwaren 2 893 191 259 2 224 2 976 538 395 251 88 364 404 886
Glas und Glaswaren, Keramik 539 198 227 2 505 670 652 496 351 31 292 208 647
Metallindustrie 3 051 4 467 686 11 179 7 962 1 949 1 263 2 734 333 585 1 128 779
Elektrotechnik 3 810 2 222 4 685 27 862 10 997 13 856 5 894 2 607 135 872 792 205
Maschinenbau 8 047 2 972 1 177 7 125 13 285 5 776 5 756 2 654 220 237 1 083 261
Fahrzeugbau* 20 000 * * 5 019 3 101 54 296 46 765 10 347 91 716 949 621
Möbelindustrie 182 278 219 1 291 681 477 105 154 35 333 116 823
Sonstige Waren 830 9 791 15 824 16 336 39 592 12 403 1 434 1 399 82 762 601 055
Reparatur und Installation von
Maschinen und Ausrüstungen 1 356 1 606 5 720 3 112 4 464 2 112 333 2 010 35 061 171 019
Verarbeitendes
Gewerbe Insgesamt 56 601 34 588 38 671 111 733 105 023 104 199 67 476 25 761 1 383 250 7 002 381
Produktionssektor insgesamt 82 999 52 133 63 316 204 453 157 291 141 425 87 843 42 499 1 897 347 9 708 908
Alle Branchen 582 613 424 470 602 428 1 527 912 996 031 897 140 426 014 272 873 6 976 079 33 407 262
Anteil am Produktionssektor 68,2 66,3 61,1 54,6 66,8 73,7 76,8 60,6 72,9 72,1
Anteil an allen Branchen 9,7 8,1 6,4 7,3 10,5 11,6 15,8 9,4 19,8 21,0
Köln Düssel-
dorf Berlin Hamburg München NRW Deutsch-
landFrankfurt Stuttgart LeipzigVerarbeitendes Gewerbe
*Werte werden aus Datenschutzgründen (Dominanzprinzip) nicht ausgewiesen; Geschätzter Wert für Köln
Pegel Köln – 4/2020
Verarbeitendes Gewerbe in Köln – Rückblick 2010 bis 2019 im Regionalvergleich und Auswirkungen der Corona-Krise Seite 12
Grafik 5: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe -
Regionalvergleich: Anteile am gesamten Beschäftigungsvolumen in Prozent 2019
Quelle: Bundesagentur für Arbeit– Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
Grafik 6: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe -
Regionalvergleich: Veränderungen 2010 bis 2019 in Prozent
Quelle: Bundesagentur für Arbeit– Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
19,8 (1 383 250)
21,0 (7 002 381)
6,4 (38 671)
7,3 (111 733)
8,1 (34 588)
9,4 (25 761)
9,7 (56 601)
10,5 (105 023)
11,6 (104 199)
15,8 (67 476)
0,0 5,0 10,0 15,0 20,0 25,0
Deutschland
Nordrhein-Westfalen
Frankfurt
Berlin
Düsseldorf
Leipzig
Köln
Hamburg
München
Stuttgart
9,4 (+8 988)
8,1 (+8 377)
-12,4 (-4 908)
1,6 (+917)
20,7 (+6 619)
34,4 (+6 591)
27,3 (+14 486)
11,3 (+10 583)
7,3 (+93 598)
11,9 (+745 680)
-20,0 -10,0 0,0 10,0 20,0 30,0 40,0
Leipzig
Stuttgart
Frankfurt/Main
München
Hamburg
Berlin
Köln
Düsseldorf
NRW
Deutschland
Pegel Köln – 4/2020
Verarbeitendes Gewerbe in Köln – Rückblick 2010 bis 2019 im Regionalvergleich und Auswirkungen der Corona-Krise Seite 13
Köln in der Chemie- und Pharmaindustrie an zweiter Stelle
Die Chemie- und Pharmaindustrie besitzt in Köln einen hohen Stellenwert im Verarbeitenden Gewerbe und das
belegt die hohe Zuwachsrate bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung: Mit einem Beschäftigungs-
plus von 69 Prozent liegt Köln deutlich über den Beschäftigungszuwächsen von Bund (+14,0) und NRW (+13,1%)
an zweiter Stelle der Vergleichsstädte. Lediglich Leipzig verzeichnete mit 129,1 Prozent eine noch höhere
Beschäftigungszunahme (Grafik 7). Allerdings resultiert der hohe Kölner Zuwachs fast ausschließlich aus einer
Änderung der Branchenzuordnung für ein Unternehmen.
Grafik 7: Sozialversicherungspflichtig Beschäftige in der Chemie- und Pharmaindustrie -
Regionalvergleich: Veränderungen 2010 bis 2019 in Prozent
Quelle: Bundesagentur für Arbeit– Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
In der Metallindustrie belegt Köln im Regionalvergleich ebenfalls den zweiten Platz
Mit einem Beschäftigungsplus von 18 Prozent belegt Köln in der Metallindustrie hinter Frankfurt (+37,5%)
ebenfalls den zweiten Platz im Vergleich zu anderen deutschen Großs tädten (Grafik 8). Damit liegt Köln auch
deutlich sowohl über dem Bundes- (+8,4%) wie über dem NRW-Durchschnitt (+3,5%). Der absolute Zugewinn in
Köln ist der mit Abstand größte und lediglich Frankfurt verzeichnet hier noch einen Zuwachs.
Grafik 8: Sozialversicherungspflichtig Beschäftige in der Metallindustrie-
Regionalvergleich: Veränderungen 2010 bis 2019 in Prozent
Quelle: Bundesagentur für Arbeit– Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
13,9 (+1 192)
27,2 (+2 919)
-10,6 (-1 068)
69,0 (+2 968)
-27,7 (-2 089)
129,1 (+594)
7,5 (+148)
-49,6 (-2 210)
13,1(+13 476)
14,0 (+60 959)
-80 -70 -60 -50 -40 -30 -20 -10 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 100 110 120 130 140 150
Leipzig
Köln
Berlin
Hamburg
Stuttgart
Düsseldorf
Frankfurt/Main
München
NRW
Deutschland
Pegel Köln – 4/2020
Verarbeitendes Gewerbe in Köln – Rückblick 2010 bis 2019 im Regionalvergleich und Auswirkungen der Corona-Krise Seite 14
Köln auf dem dritten Platz Im Bereich Gummi- und Kunststoffwaren
Bei der Herstellung von Gummi- und Kunststoffwaren belegt Köln mit einem Beschäftigungszuwachs von 69
Prozent den dritten Platz unter den Vergleichsstädten (Grafik 9). Damit liegt Köln auch deutlich über den
Beschäftigungszuwächsen von Bund (+19,4%) sowie NRW (+22,8%) .
Grafik 9: Sozialversicherungspflichtig Beschäftige im Bereich Gummi- und Kunststoffwaren -
Regionalvergleich: Veränderungen 2010 bis 2019 in Prozent
Quelle: Bundesagentur für Arbeit– Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Statistisches Informationssystem
Die hohen relativen Beschäftigungszuwächse in Frankfurt (+346,6%) und Stuttgart (+262,4%) sind allerdings
Ausdruck eines sogenannten Basiseffekts, der durch geringe Ausgangswerte entsteht (58 beziehungsweise 109
Beschäftigte in 2010). Bezogen auf das Beschäftigungsvolumen belegt Köln mit einer absoluten Zunahme von
rund 1 200 Arbeitsplätzen den ersten Platz unter den Vergleichsstädten.
23,9 (+574)
1,5 (+33)
19,4 (31)
69,1 (+1 182)
346,6 (+201)
5,5 (+13)
262,4 (+286)
7,4 (+37)
22,8 (16 382)
19,4 (65 710)
0,0 50,0 100,0 150,0 200,0 250,0 300,0 350,0
Frankfurt/Main
Stuttgart
Köln
Hamburg
Düsseldorf
München
Leipzig
Berlin
NRW
Deutschland
Pegel Köln – 4/2020
Verarbeitendes Gewerbe in Köln – Rückblick 2010 bis 2019 im Regionalvergleich und Auswirkungen der Corona-Krise Seite 15
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
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50679 Köln
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Fax: 02 21 / 221-21900 oder 28493
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Internet: http://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik
Die Oberbürgermeisterin
Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
ISSN 1869-070x (Online)
ISSN 1869-0718 (Print)
Nachdruck (auch auszugsweise) nur mit Quellenangabe
13/15/0/8.2020
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2336/2020
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 10.08.2020
- Erstellt
- 30.07.2020 07:56