SV-2009/0032
Große Anfrage der CDU-Fraktion vom 25.06.2009 betr. Zuschuss Wissenschafts- und Kongresszentrum
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SV-2009/0032
4838 Zeichen
Vorlage-Nr. SV-2009/0032
Große Anfrage der CDU-Fraktion vom 25.06.2009 betr. Zuschuss Wissenschafts- und
Kongresszentrum
CDU-Stadtverordnetenfraktion • Steubenplatz 12 • 64293 Darmstadt
25.06.2009
Große Anfrage zum Wissenschafts- und Kongresszentrum
Nachdem der Geschäftsbericht 2007 der WKZ Darmstadt GmbH & Co KG am
19. Mai 2009 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, fragen wir den Magistrat:
1. Das Betriebsergebnis 2007 weist einen Verlust aus dem operativen Geschäft von 3,026
Millionen Euro aus, der städtische Betriebskostenzuschuss, wie er von der
Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde, belief sich auf
1,41 Millionen Euro.
a) Wie wurde die Differenz von 1,6 Mio. Euro gedeckt?
b) Wurden der tatsächliche Verlust für 2007 und der zu erwartende Verlust für das Jahr 2008
durch die städtischen Haushalte 2007 und 2008 vollständig
ausgeglichen? Falls nein: muss die Komplementärin ggf. mit ihrem
Eigenkapital haften und wie würde sich das auf den Bestand der
Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt Verwaltungs-GmbH
auswirken?
c) Wie beabsichtigt der Magistrat das lt. Bericht für 2008 erwartete Defizit von 7,043 Millionen
Euro auszugleichen?
2. a) Welches Defizit erwartet der Magistrat für 2009?
2. b) Wie hoch sind die Abschreibungskosten, die Zinsen und die Tilgung?
3. Wie ergibt sich die im Bericht genannte Summe von 85,7 Millionen Euro Investitionsvolumen
bis 2010?
4. a) Welche Pläne werden für die bislang nicht ausgebauten Bereiche verfolgt (Stichwort
Cybernarium oder Retailflächen) und welche Mittel sind noch für die Fertigstellung verfügbar?
4. b) In welchem Umfang wurden für die baulichen Restarbeiten und Risiken
Rückstellungen gebildet?
4. c) Wie hoch ist der finanzielle Aufwand für Brandschutzmaßnahmen und Ergänzung der
Rettungswege, um die gesamt geplante Besucherzahl ausschöpfen zu können?
5. Trifft es zu, dass die den Beschlüssen der Städtischen Gremien zugrunde
liegende Konzeption mit diversen Profitcentern aufgegeben wurde und nun ein Teil der für
Retail bzw. Cybernarium geplanten Flächen für den Kongressbetrieb ausgebaut werden?
5. a) Ergeben sich daraus Veränderungen an der seinerzeitigen Kalkulation, nach
in der
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Steubenplatz 12
64293 Darmstadt
Tel. 0 61 51 / 17 12 18
Fax 0 61 51 / 17 12 19
Internet: www.cdu-darmstadt.de
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der sich die Profitcenter außer dem Kongressbereich „aus den Mieterträgen
refinanzieren“? In welcher Form wird der Magistrat das Stadtparlament von
diesen Veränderungen in Kenntnis setzen?
5. b) Wie stellt sich das Finanzierungsmodell dar, nachdem einige der Profitcenter
offenbar nicht realisiert werden (Vgl. Entscheidungsgrundlage von 2004):
MV 392/2004 Verausgabt bis
31.12.2007
Voraussichtliche
Kosten Endausbau
Kongresszentrum
(9.600 qm) 51.500.000 €
Tiefgarage
(13.500 qm) 7.900.000 €
Gastronomie
(1.700 qm)
Cybernarium
(3.100 qm)
Verkaufsflächen
(1.400 qm)
18.000.000 €
5. c) In welchem Umfang wurden für die seinerzeit geplanten Profitcenter, die nicht
in die Umsetzung gelangt sind, Investitionen getätigt. Sind dazu ggf.
Rückbaumaßnahmen bzw. bauliche Änderungen notwendig geworden?
5. d) Wenn ja, in welchem Umfang fallen diese an?
5. e) Sind diese Maßnahmen bereits finanziert bzw. verausgabt?
5. f) Was ist mit den Flächen geplant, die für die verschiedenen Profitcenter
vorgesehen waren und in welcher Höhe werden für die alternativen
Nutzungsoptionen Investitionen notwendig sein?
Anmerkung: Diese Anfrage der CDU-Stadtverordnetenfraktion dient ausschließlich der Überwachung
des Magistrats. Die vorangestellten Fragen haben in Gänze einen direkten Bezug zur Arbeit des
Magistrats. Zum Fragerecht zur Überwachung des Gemeindevorstands ist im § 50, Abs. 2 der HGO
„insbesondere die Verwendung der Gemeindeeinnahmen“ explizit aufgeführt. Für den Bau waren und
sind Mittel und Bürgschaften der Stadt Darmstadt notwendig, über die das Stadtparlament
beschließen muss und deren ordnungsgemäße Verwendung hiermit überprüft wird. Außerdem hängt
der jährlich vom Stadtparlament zu beschließende Defizitausgleich für das Kongresszentrum in seiner
Höhe ebenfalls maßgeblich mit Vorgängen und Abläufen zusammen, die in dieser Anfrage erhellt
werden sollen.
Es gibt im Zusammenhang mit der MV 392/2004 einen Antrag von SPD/Grünen vom 14.6.2004, in
dem der Magistrat aufgefordert wird, zu den Profitcentern „die Eckpunkte der vertraglichen
Beziehungen… der Stadtverordnetenversammlung regelmäßig zur Kenntnis zu geben“.
André Schellenberg
Helmut Schmidt
Ctirad Kotoucek
Hans Wegel Rafael Reißer MdL
Stadtverordnete Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (6)
Orte (1)
- Steubenplatz 12
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Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2009/0032
- Typ
- Große Anfragen
- Datum
- 26.06.2009
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00